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	<title>Heimatverein Salzenforst - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-07-27T06:54:06Z</updated>
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		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Denkmale&amp;diff=942</id>
		<title>Denkmale</title>
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		<updated>2026-04-13T09:32:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Betkreuze */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In und um Salzenforst sind eine Reihe von Denkmalen, zu denen wir Informationen aufbereitet haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Franzosengrab bei Schmochtitz 1813 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab 1813 Schmochtitz 1.jpg|mini|372x372px|neuer Grabstein des &amp;quot;Franzosengrabes&amp;quot; bei Schmochtitz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Franzosengrab ursprünglich.jpg|mini|371x371px|alter Grabstein (Ausschnitt einer Postkarte)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräfin Auguste Charlotte von Kielmansegge (1777-1863), Tochter des Rittergutsbesitzers Reichsgraf Peter August von Schönberg in Schmochtitz, ließ 1813 drei gefallene Franzosen begraben und ein Grab 150m von der Straße nach Bautzen errichten. Die Gräfin verehrte den Kaiser der Franzosen. Sie erhoffte sich von Frankreich Freiheit für alle Standesbeschränkungen. Um das Leben ihres Gatten Graf Ferdinand von Kielmannsegge bittend, der als Verräter von den Franzosen inhaftiert ist, kommt die Gräfin nach Paris und wird die Vertraute Napoleons. Für ihn sondiert sie die politischen Meinungen in den Salons und ist fördernde Mittlerin zwischen Paris und Dresden. Ihr Einfluß für Sachsen beim Kaiser wird als bedeutend eingeschätzt. Von 1809-1812 lebt die Gräfin mit ihren 4 Kindern in Paris. Napoleon hinterläßt bei ihr wichtige Dokumente, als er nach Rußland aufbricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Thost, Fabrikbesitzer in Zwickau, erwirbt 1892 das Rittergut. Auf dem Franzosengrab gibt er seine Gesinnung kund. In Form einer Lanze läßt er einen Eisenstab in die Sandsteinplatte treiben, an dessen oberen Ende ein Medaillon mit dem Bildnis Bismarcks angebracht ist. Dazu im rechten Winkel wie ein Fähnlein mit der Aufschrift &amp;quot;Seitdem das deutsche Reich erwachsen, beschützt kein Franzmann mehr die Sachsen&amp;quot;.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser alte Grabstein ist verschollen und es existieren auch keine Bilder. Durch ABM (Arbeitsbeschaffunfsmaßnahmen) wurde jedoch wieder ein Stück der damaligen Geschichte erlebbar. Frau Friedland, Herr Pfarrer Pietsch und Herr Wenk haben das Grab gesucht und erforscht. Der neue Grabstein wurde vom Bistum Dresden-Meißen errichtet. (Franz Triebs: &amp;quot;Das Franzosengrab in Schmochtitz&amp;quot; 1994)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Franzosendenkmal in Kleinwelka 1813 ==&lt;br /&gt;
Auf dem am Eingang des Friedhofes 1815 errichteten Gedenkstein steht geschrieben: &amp;quot;Denkmaal/Der in der Schlacht/bey Bautzen/den 20. Mai 1813/verwundeten und allhier/Verstorbenen/23 französischen und/baierischen Soldaten/welche hier begraben/liegen&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[Datei:Kleinwelka Franzosendenkmal.jpg|mini|Kleinwelka &amp;quot;Franzosendenkmal&amp;quot; (aus Bautzener Kulturschau 12/1973)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== I. Weltkrieg 1914-1918 &amp;quot;Kriegerdenkmal&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beschreibung ===&lt;br /&gt;
Auf dem Chorberg, dicht an der Straße von Bautzen in Richtung Salzenforst, ganz in der Nähe des Triangulationspunktes, steht die Kriegergedächtnisstätte. Den Platz dazu überließ der Gutsbesitzer Ferdinand Wilhelm Worm stiftungsweise. Die 7 großen Granitsteine stammen aus dem Steinbruch Zocka. Der unterste Block wiegt ca. 3 Tonnen. Die Namen meißelte der wendische Bildhauer Mütterlein aus Muschelwitz ein. Die Arbeit überwachte Gutsbesitzer Müller. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weihe erfolgte am Erntefesttag, dem 17. Oktober 1920, durch die beiden Pfarrer Räde und Heiduschke, die ihre Rede in deutscher und sorbischer Sprache hielten. Die Gewehrsektion des Kriegervereins Salzenforst ehrte die Gefallenen mit einer Salve. Anwesend waren auch der Militärverein Kleinwelka und der Kriegerverein Seidau. Nach der Rede des Denkmalausschußvorsitzenden, Gutsbesitzer August Müller, übernahm der Bürgermeister August Zieschang das Ehrenmal in die Obhut der Gemeinde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Sockel zwischen den beiden Granaten sind die Worte Theodor Körners eingemeißelt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Wer mutig für sein Vaterland gefallen, Der baut sich selbet ein ewig Monument, Im treuen Herzen seiner Landesbrüder, und dieses Gebäude stürzt kein Sturmwind nieder.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In sorbisch leuchten die Worte: &#039;&#039;&amp;quot;We swerje stawa kce a traje&amp;quot;&#039;&#039; und &#039;&#039;&amp;quot;Za hwezdami je statok mera&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus &amp;quot;Lausitzer Kriegergedächtnisstätten&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namen der Gefallenen sind an der Nord-bzw. Südseite des Denkmals verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefallene im I. Weltkrieg 28. Juli 1914 – 11. November 1918 ===&lt;br /&gt;
(aktualisiert am 19.08.2021)&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Name&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Vorname&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Geburtsdatum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Todesdatum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Bemerkungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|MENGER&lt;br /&gt;
|Karl   August&lt;br /&gt;
|29.03.1891 in Eutrich, zuletzt Salzenforst&lt;br /&gt;
|10.01.1915&lt;br /&gt;
|Arbeiter;   ledig; ev.-luth.; Soldat im 12. Kgl. Sächs. Inf.-Reg. Nr.177 1.Kompanie; im Gefecht   bei Sommedy-Tahure gefallen infolge Kopfschussverwundung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|KARLUS&lt;br /&gt;
|Johann   Ernst&lt;br /&gt;
|09.04.1889 in Oehna, zuletzt Salzenforst Nr.22&lt;br /&gt;
|25.01.1915&lt;br /&gt;
|Kutscher;   verheiratet; ev.-luth.; Soldat d. Reserve im 4.Kgl.Sächs.Inf.-Reg.Nr.103   10.Kompanie; gefallen inf. Mundschusses bei Sturmangriff auf LaCrente Fe (?)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|HEINE&lt;br /&gt;
|Ernst&lt;br /&gt;
|18.02.1881&lt;br /&gt;
|14.09.1914&lt;br /&gt;
|?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|HORN&lt;br /&gt;
|Ernst Hermann&lt;br /&gt;
|09.08.1893 in Salzenforst Nr.28&lt;br /&gt;
|14.04.1916&lt;br /&gt;
|Ev.-luth.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|HORN&lt;br /&gt;
|Emil Karl&lt;br /&gt;
|14.09.1895 in Salzenforst Nr.28&lt;br /&gt;
|06.10.1918&lt;br /&gt;
|Stellmacher;  ev.-luth.; M.-G.-Schütze, Cussel in Frankreich im Abwehrkampf gefallen durch  Kopfschussverwundung mit Art.-Geschoß&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|KUBSCH  (KUPPSCH)&lt;br /&gt;
|Ernst August&lt;br /&gt;
|18.09.1887 in Grubschütz; zul. Safo Nr.11&lt;br /&gt;
|28.08.1918&lt;br /&gt;
|Wirtschaftsgehilfe;  ledig, ev.-luth.; Reservist im Leib-Grenadier-Reg. Nr.100 8.Kompanie; im  Stellungskampf bei Dorf Vraube/Vraucourt (Frankreich) – gestorben an Unterleibsverwundung  durch Art.-Geschoß&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|KUTTER&lt;br /&gt;
|Walter&lt;br /&gt;
|1898&lt;br /&gt;
|28.06.1918&lt;br /&gt;
|vermisst&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|MAUTSCH&lt;br /&gt;
|Georg&lt;br /&gt;
|11.03.1895 in Guhra&lt;br /&gt;
|07.02.1916 &lt;br /&gt;
|Soldat;  ledig; röm.-kath.; St. Elvi Frankreich Stellungskampf durch Kopfschuss  gefallen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|PIETSCHMANN&lt;br /&gt;
|Ernst&lt;br /&gt;
|28.08.1895&lt;br /&gt;
|25.01.1915&lt;br /&gt;
|Westfront&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|RÖLKE&lt;br /&gt;
|Ernst&lt;br /&gt;
|01.04.1893 in Salzenforst Nr.23&lt;br /&gt;
|05.04.1916 &lt;br /&gt;
|Wirtschaftsgehilfe;  ledig; ev.-luth.; Gefreiter im Kgl.Sächs.Inf.-Reg.Nr.192 8.Kompanie; am  05.04.1916 verwundet und am 09.07.1916 tot durch Bergungskommando aufgefunden;  Sturm auf Hautecourt; beerdigt bei Malancourt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|RÖLKE&lt;br /&gt;
|August Paul&lt;br /&gt;
|17.01.1898 in Salzenforst Nr.23&lt;br /&gt;
|10.04.1918 &lt;br /&gt;
|Landwirt;  ledig; ev.-luth.; Soldat im Kgl. Sächs. Inf.-Reg. Nr.103 6.Kompanie; gestorben  inf. Verwundung durch M.-G.-Geschoß in linker Hüfte bei Sturmangriff bei  Fleurbaix; Soldatenfriedhof Beaucamps-Ligny Block 9 Grab 66 (Volksbund)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SCHMOTSCHKE&lt;br /&gt;
|Paul&lt;br /&gt;
|09.08.1891&lt;br /&gt;
|27.07.1917&lt;br /&gt;
|Ostfront?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|WINKLER&lt;br /&gt;
|Johann Bernhard&lt;br /&gt;
|17.08.1898 in Salzenforst Nr.16&lt;br /&gt;
|04.07.1918 &lt;br /&gt;
|Ledig;  röm.-kath.; gestorben zu Hause als Militärinvalide&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SCHULZE&lt;br /&gt;
|Max Georg&lt;br /&gt;
|08.08.1899 in Ebersbach; zuletzt Salzenforst Nr.24&lt;br /&gt;
|21.04.1918&lt;br /&gt;
|Stallschweizer;  ledig; ev.-luth.; Soldat im Kgl. Sächs. Res. Inf. Reg. 102 5. Komp.; bei  Arlen...en Gohelle (Frankreich) verwundet u. gestorben durch Handgranate an  Kopf u. Hals&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|WINKLER&lt;br /&gt;
|Paul&lt;br /&gt;
|23.07.1893 in Salzenforst Nr.16&lt;br /&gt;
|08.09.1914 &lt;br /&gt;
|Röm.-kath.;  vermisst&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Weltkrieg 1939-1945 &amp;quot;Gedenktafel&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Recherchen wurde gegenüber dem Eingang zum Friedhof im Jahre 2023 eine Gedenktafel erichtet. Diese soll eine Mahnung sein gegen den Krieg, der unvorstellbares Leid bringt. Ursprünglich sollte diese Tafel an der Friedhofskapelle angebracht werden. Die Genehmigung dazu wurde jedoch vom Oberbürgermeister der Stadt Bautzen mit dem Hinweis, daß dies der Friedhofssatzung widerspreche, verwehrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden sowohl die Namen der einberufenen Soldaten aufgeführt, welche auf dem Schlachtfeld starben, als auch der Einwohner, welche bei den Kämpfen in und um Salzenforst in den Tagen vom 23.-25. April 1945 getötet wurden sowie von den Personen, die durch den Krieg ihr Leben im Ort verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine Wehrpflicht im Deutschen Reich wurde mit dem Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht vom 16. März 1935 wieder eingeführt. Die Dauer des aktiven Wehrdienstes betrug 2 Jahre. Lediglich einige zah­lenmäßig begrenzte Kategorien (z. B. Verheiratete) wurden nach einjähriger Dienstzeit entlassen. Einberufen wurde im Herbst 1935 zunächst der Jahrgang 1914, dann 1915, 1916, 1917.  Der jüngste noch im l. Welt­krieg ausgebildete Jahrgang war der Jahrgang 1900. Dazwischen klaffte die Lücke der so genannten &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;weißen&amp;quot; Jahrgänge, die keine Ausbildung genossen hatten. Um auch sie nach Möglichkeit für das Heer im Kriege als personelle Reserve verfügbar zu machen, wurden für diesen Zweck neben der aktiven Truppe &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;Ergänzungseinheiten&amp;quot; (E-Einheiten) aufgestellt. In ihnen erhielten die Angehörigen der weißen Jahrgänge eine zwei-, später dreimonatige Kurzausbildung. Zunächst wurde 1936 der Jahrgang 1913 einberufen, dann 1937 die Jahrgänge 1912 sowie 1908 und älter. (Quelle: Lexikon der Wehrmacht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefallene Soldaten ===&lt;br /&gt;
1.   &#039;&#039;&#039;Berndt, &amp;lt;u&amp;gt;Otto&amp;lt;/u&amp;gt; Max&#039;&#039;&#039; *31.03.1917 Salzenforst Nr.16 (wohnhaft Burkau Nr.119 ) †11.09.1941 gefallen bei Woropajewo (Weißrußland/Ostfront); Granatsplitter am Hinterkopf; Obergefreiter 1. Reit. /Aufkl. Abtl.113 Beruf: landwirtschaftl. Arbeiter; ev.-luth.; ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.  &#039;&#039;&#039;Brytsche, &amp;lt;u&amp;gt;Hermann&amp;lt;/u&amp;gt; Richard&#039;&#039;&#039; *12.09.1912 Salzenforst N4 (wohnhaft Kamenz; Elstraer Str. 36) †03.02.1944 gefallen 300m nördl. Ortsmitte Ssora-Log, 45 km nw von Luga   (Leningrad), A.G. Volltreffer; Gefreiter 4.Komp. Gren.Regt.32, 23. Inf.-Div., XXXXIII AK, 16. Armee, Heeresgr. Nord; ev.-luth. Konfession; ⚭1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. &#039;&#039;&#039;Dreßler, Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Max&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *28.10.1902 in Karlsdorf (wohnhaft Salzenforst Nr.33) †vermißt; für tot erklärt worden durch das Amtsgericht BZ am 24.11.1950; Todeszeitpunkt: 31.07.1949, Beruf: Maschinenschlosser ev.-luth., ⚭1923&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. &#039;&#039;&#039;Heine, &amp;lt;u&amp;gt;Kurt&amp;lt;/u&amp;gt; Willy&#039;&#039;&#039; *25.11.1912 in Unwürde Kr. Löbau (wohnhaft Salzenforst Nr. 34, zuletzt Rattwitz Nr. 18) †24.01.43 19.15 Uhr gefallen in Karatschew (Oblast Brjansk, vor Moskau) Obergefreiter, Beruf: Zimmerer; ev.-luth., ⚭1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. &#039;&#039;&#039;Horn, Karl &amp;lt;u&amp;gt;Oskar&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *28.08.1915 in Salzenforst Nr.28 (wohnhaft Bernstadt/Sa. Markt 29) †22.02.1942 gefallen in Isbizkoje (Charkow,Donez), Herzschuß oder Aortaverletzung I.G.-Schuß; Oberfunkmeister Stab Battr. IV.Abt. Art.-Reg.294, 294. Inf.-Div., XVII AK, 6. Armee, Heeresgr. Süd; ev.-luth., ⚭1940&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. &#039;&#039;&#039;Horn, &amp;lt;u&amp;gt;Max&amp;lt;/u&amp;gt; Rudolf&#039;&#039;&#039; *03.03.1910 in Salzenforst Nr.28 †20.12.43 gefallen 5km südlich Tounj (Kroatien), I.G. Schuß Hals; Stabsfeldwebel, Stabskomp. Gren.Regt.670, 371. Inf.-Div., XV.Gebirgs-AK, 2. Panzerarmee, Heeresgr. F; Zugführer einer Pionierkompanie; Grablage: Soldatenfriedhof Slat; ev.-luth.,⚭1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. &#039;&#039;&#039;Hübner, Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Max&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *09.12.1911 in Salzenforst Nr. 8B (wohnhaft Salzenforst Nr.12) †18.10.42 gefallen bei Stalingrad durch I.G. Schuß Hals u. Schulter; Sanitätsobergefreiter 9. Komp. Inf.Reg.276, XIV Panzer AK, 6. Armee, Heeresgr. B; Grablage: Pestschanka Dorfplatz, Kameradengrab 4.Rh. 19.Grab (bei Stalingrad); Beruf: Tischler, ⚭1935&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. &#039;&#039;&#039;Kliemand, &amp;lt;u&amp;gt;Ernst&amp;lt;/u&amp;gt; Reinhold&#039;&#039;&#039; *24.03.1901 in Salzenforst Nr.33 (wohnhaft Göda Nr.30) †19.03.43 bei Leningrad Lodwa-Stellung; Obergefreiter; ev.-luth., ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. &#039;&#039;&#039;Kliemand, Max Richard&#039;&#039;&#039; *30.11.1919 in Salzenforst (wohnhaft Gröditz) †19.02.43 gefallen bei Demidowka durch I.G. Kopfschuss; Unteroffizier 1. Komp. Panz. Jäg. Abt. 128, 23. Panzer-Div.,LVII AK, 4. Panzerarmee, Heeresgr. Don; Grablage: Ostw. Bahndamm Simownikij 10km südl. Uspenskaja (Ukraine), ev.-luth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. &#039;&#039;&#039;Krause, Herbert &amp;lt;u&amp;gt;Helmut&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *02.03.1912 in Salzenforst (wohnhaft Neumalsitz Nr.18) †15.11.1941 gefallen bei Poretschje, Leningrad (Ostfront) Oberschütze 1.Komp. Inf. Regt. 344, 223. Inf.-Div., z. Verf., Heeresgr. Nord; Grablage: hinterer Eckbunker; Beruf: Stellmacher, kath.-apostolisch, ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. &#039;&#039;&#039;Lehmann, Max &amp;lt;u&amp;gt;Georg&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *07.01.1921 in Salzenforst Nr.19 (wohnhaft Klitten/Kr. Rothenburg) †21.12.42 gefallen bei Dubrowka/Nikulino, ca. 40km südl. Belyi Rhsew (Oblast Brjansk, vor Moskau) durch I.G.-Schuß Brust u. linker Oberschenkel; Gefreiter 6. Komp. Pz. Gren. Regt. 113, 1.Panzerdivision XXXXI AK 9.Armee Heeresgruppe Mitte; Grablage: Kameradengrab 4.v.links,  konfessionslos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. &#039;&#039;&#039;Mattitza, &amp;lt;u&amp;gt;Johann&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelm&#039;&#039;&#039; *20.03.1917 in Brandis bei Leipzig (wohnhaft Salzenforst Nr.1b) †21.11.39 Wehrmachtsunfall in Zeitz (Gera); Schädelbasisbruch, beerdigt in Safo, Oberkanonier 2. Batterie Nebelabt. 1 Königsbrück (chem. Kampftruppe des Heeres); Beruf: Autoschlosser, ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. &#039;&#039;&#039;Matzke, Max&#039;&#039;&#039; *08.10.1913 in Salzenforst Nr.30 †vermisst 1945, 1961 für Tod erklärt worden, verwundet in Griechenland, nach Genesung 1945 wieder an die Front, in der Nordsee Schiff mit Torpedo versenkt, ⚭1940&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14. &#039;&#039;&#039;Pohlan, Richard Kurt&#039;&#039;&#039; *09.11.1021 Salzenforst Nr.32 †30.05.1944 gefallen bei Grotta Ferata (Italien), durch Bombensplitter am Kopf; Obergefreiter Flak-Transp. Batt. (mot.) 204/VII.; Kriegsgräberstätte in Pomazia;; Beruf: Schmied; ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15. &#039;&#039;&#039;Radon, Walter &amp;lt;u&amp;gt;Helmut&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *15.03.1918 in Salzenforst Nr.8  †vermutlich 08.01.1944 mit dem Flugzeug in der Heimat beim“Probekampf“ abgestürzt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16. &#039;&#039;&#039;Sbieschne, Ernst &amp;lt;u&amp;gt;Gerhard&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *30.11.1907 in Bautzen (wohnhaft Salzenforst Nr.31, später Göda Nr.38) †25.09.42 gefallen bei Stalingrad durch Volltreffer eines Explosionsgeschosses am Kopf, Obergefreiter 13. Komp. Inf.-Reg. 276, 94. Inf.-Div., 14. AK, 4. Panzerarmee, Heeresgr. B, ev.-luth.,  ⚭1938&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. &#039;&#039;&#039;Sbieschne, Kurt  &#039;&#039;&#039; *? wohnhaft Salzenforst Nr.31  †?&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;                           &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18. &#039;&#039;&#039;Sohr, Bruno Alfred&#039;&#039;&#039; *03.12.1915 Seidau †11.07.1944 Pelosa (Italien), Kriegsgräberstätte in Costermano Block1 Grab 1008, Obergefreiter, Beruf: Landwirtschaftsgehilfe bei Müller, ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. &#039;&#039;&#039;Schatte, &amp;lt;u&amp;gt;Max&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Alfred&#039;&#039;&#039; *29.10.1909 in Jahmen † vermisst 28.08.1943 bei Charkow, ⚭1933&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20. &#039;&#039;&#039;Schmarander, Kurt&#039;&#039;&#039; *28.01.1918 in Kleinbaselitz †10.06.1942 gefallen 3km nö von Sewastopol (Krim),  vermutlich auf der Kriegsgräberstätte Sewastopol-Gontscharnoje als unbekannter Soldat begraben, Schütze, Beruf: Melker bei Zieschang in Safo Nr.25;  ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21. &#039;&#039;&#039;Schube, August &amp;lt;u&amp;gt;Hermann&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *11.01.1922 Salzenforst Nr. 17 † 08.07.44 bei Cherbourg (Frankreich), Kriegsgräberstätte in Orglandes/Manche Obergefreiter Beruf: Autoschlosser; ev.-luth., ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. &#039;&#039;&#039;Schütze, Karl &amp;lt;u&amp;gt;Erich&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *05.07.1921 Salzenforst Nr. 4 †20.06.1942 bei Saprudnoje (Rußland), Gefreiter, Beruf: kaufmänn. Angestellter, ev.-luth., ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. &#039;&#039;&#039;Tuppatsch, August &amp;lt;u&amp;gt;Otto&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *18.04.1906 in Salzenforst Nr.9 † vermisst1945, bei Rückzugskämpfen schwer verwundet; durch Sanitäter geborgen und „aussortiert“, kein Grab; als vermisst gemeldet, die letzte Nachricht von Tuppatsch, Otto kam 1945 aus Wien, Beruf: Drogist in Dresden, ev.-luth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.  &#039;&#039;&#039;Weist, &amp;lt;u&amp;gt;Willy&amp;lt;/u&amp;gt; Edmund&#039;&#039;&#039; *17.11.1911 in Reichenau (Bogatynia)  †31.07.1949 (am 21.05.1955 für tot erklärt) im Kriege vermisst in Rußland, Panzerfahrer, Beruf: Stanzer u. Steinarbeiter; ⚭1937&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25. &#039;&#039;&#039;Witschas, &amp;lt;u&amp;gt;Kurt&amp;lt;/u&amp;gt; Paul&#039;&#039;&#039; *03.06.1923 in Salzenforst Nr.30 †vermisst, vermutlich 1941; 1961 für Tod erklärt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1. Suschke, Elsbeth Margarethe *20.03.1903 Salzenforst † 24.04.45 Tod durch Handgranate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Preusche, Maria Auguste *29.09.1882 in Uebigau (wohnhaft Salzenforst Nr.3b) † 24.04.1945 Tod durch Handgranate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Wange, Ernst Heinrich Richard *12.08.1872 Dresden (wohnhaft Salzenforst Nr.3) †gefallen am 24.04.1945 Tod durch Handgranate, Beruf: Oberlehrer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Pietschmann, Karl * 06.08.1894 in Salzenforst Nr.19 †22.04.1945 erschossen durch 1 deutschen Wachposten, auf dem Feld nicht stehengeblieben &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Jentsch, Günter *23.10.1937 in Salzenforst Nr.5 †24.05.1945 tödliche Verletzung durch Stielhandgranate &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwangsarbeiter ===&lt;br /&gt;
1. Maslanka, Feliks *11.04.1911 in Bezek/Polen (wohnhaft bei Wange Nr.3) †13.08.1942 gegen 19 Uhr in Salzenforst gehängt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Hortaszko, Anna *22.04.1922 Polen (wohnhaft Salzenforst Nr.17 †05.04.1945 22Uhr &amp;quot;Herzschlag&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== KZ-Häftling ===&lt;br /&gt;
1. Stouff, &amp;lt;u&amp;gt;Rene&amp;lt;/u&amp;gt; Louis Jean Gabriel  (Frankreich) *03.03.1920 in Airbois/Frankreich  †10.02.45 am Pfahl 48/5 des Bahndamms der Reichseisenbahn in Stiebitz tot aufgefunden KZ-Häftling Nr. 186443 aus Auschwitz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Opfer des Faschismus „Judendenkmal“ 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das „Judendenkmal“ in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto 1975 3.jpg|mini|424x424px]]&lt;br /&gt;
Am 12.Februar 1945 wurden in der Sandgrube auf dem Chorberg in Salzenforst 43 jüdische Frauen von der SS erschossen. Sie stammten aus Deutschland, Ungarn, Polen, Tschechoslowakei, aber auch aus Frankreich, Belgien und Holland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend des 11. 02.1945 war eine Kolonne von 54 KZ-Häftlingen im ehemaligen Rittergut in Rattwitz angekommen. Am 12. 02. marschierten diese Frauen weiter Richtung Westen und kamen gegen 11 Uhr in Salzenforst an. 43 Schwache und Kranke mußten mit Hacke und Schaufel ihr eigenes Grab ausheben. Kurz vor 11 Uhr fuhr Bauer Spahn an der Sandgrube vorüber. Von den SS-Männern wurde er unmißverständlich zum Weiterfahren genötigt. Kurz danach begann es zu knallen. Auch der verwundete Soldat Karl Domschke kam aus Richtung Bautzen, wo er sich frisches Verbandmaterial holte, vorüber. Auch er wurde aufgefordert weiterzugehen und hörte anschließend Schüsse. Die 11 verbliebenen  und an der Grube wartenden Frauen mußten die erschossenen Frauen mit Sand bedecken. Eskortiert von den 12 SS-Leuten schleppten sich die hungernden und frierenden Frauen mit ihren Holzpantoffeln weiter Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der Sandgrube in Haus Nr.16c nahmen einige Tage vorher Witwe Martha Moldenhauer und die beiden Frauen Martha Schatte und Käthe Weist eine jüdische Frau auf, die sich aus einer Flüchtlingskolonne befreien konnte, versorgten sie mit Kleidung und Nahrung, so daß sie sich in den nördlich gelegenen Wäldern verstecken konnte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Pflege Grab 1988 Dorle.jpg|mini|421x421px|Frau Möhn und Frau Worm bei der Pflege des Denkmales im Jahre 1988]]&lt;br /&gt;
Im Jahre 1949 wurde die Sandgrube von Einwohnern des Ortes und vom VVN (Verein der Verfolgten des Naziregimes) der Stadt Bautzen zu einer würdigen Gedenkstätte hergerichtet und am 08. September, dem Tag für der Opfer des Faschismus, eingeweiht. Tausende hatten sich eingefunden. Es sprach der sächsische Innenminister Hoffmann und der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde von Berlin, Wittkowsky (Bautzener Kulturschau 09/1958).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bunker ==&lt;br /&gt;
Ein Beobachtungsbunker befindet sich in der Kiesgrube der Firma Miersch auf dem Chorberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmal H. Zejler ==&lt;br /&gt;
s. auch unter Persönlichkeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19.09.1954, zum 150. Geburtstag, wurde im Auftrag des Rates des Kreises Bautzen die Gedenktafel am Geburtshaus Nr.14 angebracht. Die deutsche Übersetzung auf der roten Tafel lautet: &amp;quot;DER GROSSE SORBISCHE DICHTER/WURDE IN DIESEM HAUSE GEBOREN&amp;quot;. Die Gedenktafel wurde anläßlich des 200. Geburtstages des Dichters 2004 erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal auf dem Dorfanger in Salzenforst wurde am 26.04.1980 anläßlich des V. Festivals der sorbischen Kultur eingeweiht. Gestaltet wurde es von den Künstlern Eva-Ursula (1928-2020) und Steffen Lange (1931-2006) (Bautzener Kulturschau 6/1988). 1988 erhielt Dipl.-Grafikerin Eva-Ursula Lange den Vaterländischen Verdienstorden in Bronze und den Kunstpreis der Domowina. Es ist eine graue Stele aus Feinbeton, anderen Vorderseite eine rötliche Rosette aus Porphyr prangt, die das von 6 Blütenblättern umrahmte Gesicht Zejlers zeigt. Vor der Stele stehen mit Abstand voneinander 2 Hälften eines Lindenblattes, des sorbischen nationalen Symbols. Die linke Blatthälfte enthält auf deutsch Zejlers Worte: &amp;quot;Zeit und Geist lassen sich nicht hemmen, ihr Wort, Gesetzmuß gelten! Licht, Gerechtigkeit, Freiheit werden siegend wachsen&amp;quot; (aus &amp;quot;Lichtscheue Zeithemmer&amp;quot; 1843). Auf der rechten Lindenhälfte steht HANDRIJ ZEJLER/1804-1872.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Eingemeindung von Salzenforst nach Bautzen 1999 wurde die Dorfstraße nach dem Dichter benannt  (Handrija Zejlerowa droha). Anläßlich der 660-Jahrfeier von Salzenforst wurde am 15.05.2019 ein Gedenk-u. Informationstäfelchen am Straßenschild angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1931 errichtete die Domowina auf dem Marktplatz in Lohsa ein Denkmal. Im Jahre 1960 setzte die Pionier-Freundschaft &amp;quot;Handrij Zejler&amp;quot; in Königswartha ein schlichtes, aber würdiges Denkmal. Ein 15 Dezitonnen schwerer Findling aus der Heide, die der Dichter so liebte, wurde vor der Schule in Königswartha aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Friedhof mit Kindergrab ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab.jpg|mini|Erstes Grab auf dem Friedhof Salzenforst|592x592px]]Wegen Überfüllung und Platzmangel auf dem Friedhof Großwelka mußte Abhilfe geschaffen werden. Deshalb wurde die Gemeinde Salzenforst, die ihre Toten u.a. ab 1827 auch auf dem Friedhof Großwelka beerdigte, ersucht, von Beerdigungen auf diesem Friedhofe abzusehen , womit dieselbige einverstanden war und 1892 einen eigenen Friedhof anlegte und dem Lehrer in Großwelka die gesanglichen Funktionen bei Begräbnissen übertrug. Von 1827 bis 1892 wurden auf dem Friedhof Großwelka aus Salzenforst 11 männliche Erwachsene, 7 weibliche Erwachsene und 26 Kinder beerdigt (aus Festschrift zur 150-jährigen Jubelfeier der Schulgemeinde Großwelka).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 1827 und auch danach wurden die Verstorbenen auf dem Nikolai-Friedhof in Bautzen bestattet, da Salzenforst zum Domkapitel gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedhof wurde am 03.Januar 1893 geweiht. Zeugnis davon ist die Inschrift auf der Rückseite des ersten Grabes. Darauf steht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Am 3. Januar 1893 wurde die Weihe dieses Gottesackers vollzogen II. B. Mose 3:5 Der Ort, da du auf stehest, ist heiliges Land&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf der Vorderseite des Grabes (teilweise durch die starke Verwitterung kaum noch lesbar) lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Hier ruhet in Gott unser geliebtes Kind Richard Wirth aus Salzenforst geboren 12. März1887 gestorben 31. Dezember 1892&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren der Bäcker Karl Wirth und Amalie, geb. Kappler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkstein W. J. Frenzel ==&lt;br /&gt;
s. auch unter Persönlichkeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Gedenken an Dr. Walter Julius Frenzel wurde etwa 1992 auf dem Friedhof ein Granitstein aufgestellt, der dort seine letzte Ruhe gefunden hatte (Tr. Malinkowa: &amp;quot;Sorbische Denkmale&amp;quot;).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trigonometrischer Meßpunkt ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Trigonometrischer Punkt 1.jpg|mini|486x486px|Triangulationspunkt auf dem Chorberg 2025]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung ===&lt;br /&gt;
Im Ergebnis des Wiener Kongresses 1815 wurde die Landabtragung Sachsens an Preußen festgeschrieben und durch eine neue Grenzversteinung realisiert. Dieser Territorialverlust machte eine Neuvermessung Sachsens erforderlich. So wurden Fixpunkte auf exponierten topographischen Punkten ausgewählt. Einer von ihnen ist der Höhenpunkt 266,2m über NN, der damals mit einer 84 cm hohen und einer 42x42 cm breiten Säule markiert worden ist. (&amp;quot;SZ&amp;quot; vom 24.02.1993) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beschreibung ====&lt;br /&gt;
Der trigonometrische Meßpunkt befindet sich auf dem 266m hohen Chorberg  mit den Koordinaten ♁51° 11′ 36″ N, 14° 22′ 36″ O. Die Errichtung des  Triangulationssteines 2. Ordnung wurde 1865 von Friedrich Robert Helmert geleitet, kostete 148 Mark und ist ein bedeutendes Zeugnis der Geodäsie des 19. Jahrhunderts. Dafür wurde von den Grundbesitzern Rölke und Müller 32 qm Land erworben. Auf der Flurkarte der gemeinde Salzenforst ist der Standort mit dem Flurstück 136 als seperate Fläche mit der Flurstücksnumer 135 eingetragen.   &lt;br /&gt;
Nach 1945 wurde die Inschrift &amp;quot;Königlich-sächsisch&amp;quot; ausgemeißelt. Die Säule aus  Nadelwitzer Granit besteht aus 3 unterirdischen Grundschichten und dem 1,80m hohen Pfeiler.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sanierung ====&lt;br /&gt;
Im Jahre 2013 wurde die Säule durch den Chemnitzer Karl-Heinz Grebner von der &amp;quot;Interessengemeinschaft Nagel&#039;sche Säulen&amp;quot; saniert. Dazu mußte die steinerne Deckplatte gesucht und per Bagger von der Fa. Miersch geborgen sowie die Beschriftung erneuert werden. (&amp;quot;SZ&amp;quot; Nr.223 von 2011)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Holzturm ====&lt;br /&gt;
Bis Anfang der 1970-iger Jahre befand sich über dem Stein ein ca. 40m hoher Holzturm. Dieser diente der Vermessung des DDR-Territoriums. Aus Gründen der Unfallgefahr durch widerrechtliche Besteigung und zur Verhinderung des Einblicks in Landschaftsbereiche mit Industrie- und Militärobjekten erfolgte dann die Niederlegung,  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betkreuze ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Straße Safo-Bolbritz .jpg|mini|510x510px|Kruzifix Richtung Bolbritz (Foto 2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Betkreuze, sogenannte Kruzifixe, stehen an mehreren Stellen in der ehemaligen Gemeinde. In einer Aufstellung werden 10 dieser Denkmäler in Salzenforst und Temritz genannt. ===&lt;br /&gt;
Funktional dienten derartige Säulen als Stätten der Andacht, des Gebetes und als Markierungszeichen für den Weg zur Kirche. Besonders im nördlichen Kreisgebiet hat sich eine Vielzahl sehr schöner Betsäulen erhalten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix an der Straße von Salzenforst nach Bolbritz ===&lt;br /&gt;
Kruzifix an der Straße von Salzenforst nach Bolbritz, &#039;&#039;&#039;errichtet 1858&#039;&#039;&#039; von Jakob Schmole aus Oberuhna. Die Domköchin Magdalena Wotschke aus Salzenforst verstarb hier in den Kriegswirren in der Nacht des 10.06.1813 &amp;quot;vor Schrecken und zeitiger Geburt von Zwillingen; eines blieb bei ihr&amp;quot;. 1964 erneuert zur Erinnerung an Jakob Delan, der 1944 in russischer Kriegsgefangenschaft verstarb. Nochmals restauriert von der Familie Mazalla im Jahre 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift unter der Jesusfigur ist in sorbisch und deutsch &#039;&#039;&amp;quot;Christus unsere Hoffnung&amp;quot;.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix an der Kreuzung Schwalbenweg/Bergweg/ H.-Zejler-Straße in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Weihe-sorbisches-katholisches-Wegkreuz-Stadtverwaltung-Bautzen .jpg|mini|572x572px|Weihe des Kruzifixes am 25.06.2021 von links nach rechts: Dr. R. Böhmer, M. Kieschnick, Minestranten, V. Scapan, A. Höhne, Ch. Hummel  (Quelle: bautzen-anzeiger.de)]]&lt;br /&gt;
Dieses Kruzifix wurde &#039;&#039;&#039;1902 errichtet&#039;&#039;&#039; und nach der Sanierung am 25.06.2021 neu geweiht. Anwesend waren neben vielen Einwohnern des Ortes: Ortsvorsteher Manfred Kieschnik, Ministranten, Finanzbürgermeister Dr. Robert Böhmer, Andreas Höhne von Sankt Michael als evangelischer Pfarrer, der sorbische Superintendent Christoph Rummel und Veit Scapan als katholischer Dompfarrer und Domkapitular.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;quot;Gesetz über die Gewährung pauschaler Zuweisungen zur Stärkung des ländlichen Raumes im Freistaat Sachsen in den Jahren 2018 – 2020&amp;quot; bekam die Stadt Bautzen jährlich eine Zuweisung in Höhe von 70.000 Euro, deren Mittel für Bautzen frei verfügbar waren. Finanzbürgermeister Dr. Robert Böhmer setzte sich daraufhin mit dem Ortschaftsrat Salzenforst-Bolbritz zusammen und es wurde die Sanierung des Kruzifixes an der Kreuzung Bergweg/Schwalbenweg/H.-Zejler-Straße sowie Pflasterarbeiten für die in unmittelbarer Nähe stehende überdachte Pilgerrastbank beschlossen und mit 7.500 Euro finanziert. Das Areal, das am ökumenischen Pilgerweg durch die Oberlausitz an der alten Via Regia liegt, lädt wieder zum Verweilen ein. Granitsockel, Kruzifix und Inschrift wurden vom Denkmalpfleger Heinz Rentsch aus Doberschütz komplett überarbeitet. Ortsvorsteher Manfred Kieschnik: &amp;quot;Mit dem Pilgerkreuz bekommt der Ort ein Stück seiner Identität zurück. Ich freue mich außerordentlich, dass Bürgermeister Böhmer es ermöglicht hat, das Kruzifix und den gesamten Platz im Ortszentrum wieder herrichten zu lassen.&amp;quot; (Quelle: bautzen-anzeiger.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Sockel ist in sorbisch: &#039;&#039;&amp;quot;Pokoj budz z wami&amp;quot;&#039;&#039; und bedeutet &#039;&#039;&amp;quot;Friede sei mit Euch&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 02.02.2025 wurde entdeckt, daß die Jesusfigur fehlt. Frau Dr. Jutta Kamper bemerkte an einem Tag im Januar um die Mittagszeit, daß sich ein Mann in orangeroter Jacke an dem Denkmal zuschaffen machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix am Ortsausgang Richtung Seidau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifiz G. Sauer .jpg|mini|514x514px|Kruzifix von Georg Sauer (Foto 2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Kruzifix wurde &#039;&#039;&#039;1850&#039;&#039;&#039; vom Gutsbesitzer George Sauer (1804-1881) (Haus Nr.15) errichtet, um den Acker zu beschützen. Pilger auf dem Jacobsweg hält es zum Innehalten und zum Gebet an. Für die Toten aus Salzenforst, die bis etwa 1880 auf dem Bautzener Nicolaifriedhof bestattet wurden, war es stets der letzte Gruß für den Trauerzug. Durch einen Verkehrsunfall im Januar 2018 wurde die Granitsäule beschädigt und brach in zwei Hälften auseinander. Nach der Restaurierung, veranlaßt von seinen Ururgroßenkel Georg Müller, erfolgte am 30.09.2018 die Einweihung der restaurierten Betsäule. (Quelle: bautzen.de)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix Haus Nr.16 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifiz Winkler Safo 3.jpg|mini|395x395px|Kruzifix vor dem Haus Nr.16 (Foto 2025)]]&lt;br /&gt;
Dieses Kreuz befindet sich vor dem Grundstück des Hauses Nr. 16  und ist vermutlich noch im Urzustand. Das Alter ist unbekannt. Vermutlich ist es &#039;&#039;&#039;1860&#039;&#039;&#039; errichtet worden. Die Frau von Johann Jakob Mietovskij (1828-1897), Maria Magdalena geb. Saring (1823-1859) verstarb mit 36 Jahren 2 Tage nach der Geburt ihrer Tochter Magdalena am 21. Dezember 1859 im Wochenbett. Die Inschrift auf der marmornen Tafel am Sockel lautet: &#039;&#039;&amp;quot;Mein Jesus Barmherzigkeit&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Kreuz auf dem Chorberg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifiz Chorberg Safo 2.jpg|mini|461x461px|Granitsockel des Kruzifixes auf dem Chorberg (Foto 1992)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1841&#039;&#039;&#039; wurde von Bischof Mauermann ein 2,5m hohes eisernes Kruzifix auf einem 1,5m hohen steinernen Sockel errichtet (Th. Schütze: &amp;quot;Um Bautzen und Schirgiswalde&amp;quot;).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 erfolgte eine Bestandsaufnahme der Kruzifixe in Salzenforst und Temritz. Auf dem Feld im Gebüsch am Chorberg befand sich zu diesem Zeitpunkt nur noch ein Granitsockel ohne Kreuz. Lt. mündlicher Überlieferung befand sich das Kreuz auf dem Weg zu Dr. Frenzel&#039;s Wochenendhaus und wurde bei der Erneuerung der Trinkwasserbehälter auf dem Chorberg entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Kruzifix Haus Nr. 7 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Spann Nr.7 1.jpg|mini|456x456px|Kruzifix vor dem Haus Nr.7]]&lt;br /&gt;
Im Garten vor dem Haus Nr.7 bei Lebsa befand sich ebenfalls ein Betkreuz, wurde aber beim Umbau des Hauses (Jahr unbekannt) entfernt und befindet sich im Familienbesitz von Handrik aus Göda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Niederuhna 2026 D. Mirtschink.jpg|mini|426x426px|Kruzifix vor dem ehemaligen Gut v. Goschmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das neue Kruzifix in Niederuhna ===&lt;br /&gt;
errichtet 2025 von Daniel Mirtschink auf dem ehemaligen Bauerngut von Goschmann direkt an der Straße nach Oberuhna. Die deutsche Inschrift auf dem Sockel lautet: &amp;quot;Christus unsere Hoffnung 2025&amp;quot; Der gleiche Spruch in sorbisch befindet sich unterhalb der Jesusfigur.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Datei:Kruzifix_Niederuhna_2026_D._Mirtschink.jpg&amp;diff=941</id>
		<title>Datei:Kruzifix Niederuhna 2026 D. Mirtschink.jpg</title>
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		<updated>2026-04-13T09:25:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;cv&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Ehemalige_Handwerker_und_Gewerke&amp;diff=940</id>
		<title>Ehemalige Handwerker und Gewerke</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Ehemalige_Handwerker_und_Gewerke&amp;diff=940"/>
		<updated>2026-03-11T14:30:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Gemeindebüttel/Dorfpolizist/ABV (Abschnittsbevollmächtigter) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Bäckerei mit Krämerei ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Haus Nr.2b 1.jpg|mini|474x474px|Haus Nr.2b - Bäckerei Aufnahme vor 1945 (Quelle: Peritz, Günter)]]&lt;br /&gt;
Diese befand sich im Haus Nr. 2b. im Jahre 1881 erbaut. Seitdem haben folgende Bäcker ihr Handwerk dort ausgeübt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1881 bis 1885/86 war der erste Bäcker Johann Traugott Lucas (*1860 †?) aus Großhähnchen mit seiner Ehefrau Marie Charlotte, geb. Rüdrig aus Dresden. Nach ihm, von 1885/86 bis 1887 war Karl August Dornig Bäcker im Ort. Beide pachteten die Backstube von Karl August Leberecht Röthig, dem Erbauer des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1887 bis 1896 folgte Bäckermeister Karl Wirth (+? †?) mit seiner Ehefrau Amalie, g. Kappler (*? †?) aus Salzenforst. Von ihm kaufte Bäckermeister Gustav Bruno Zschieschan das Anwesen und betrieb mit seiner Frau Marie Auguste, g. Adler bis 1902 die Backstube. In diesem Jahr wurden die letzten Gesellen Knothe und Augst abgemeldet (Sportelverzeichnis d. Gem. Salzenforst). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 kaufte Bäckermeister Friedrich Oswald Peritz (1875-1922) aus Oschatz das Haus und führte die Bäckerei mit seiner Gattin Marie Martha, g. Schulze (1880-1945) aus Halbendorf/Ebendörfel. Der Bäckermeister und Schwiegersohn Fritz Erich Beyer (*1904 †1967/68?) aus Marklissa heiratete 1938 die Tochter Gertrud Peritz und übernahm die Bäckerei gemeinsam mit seiner Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war der letzte Bäcker, arbeitete bis 1964 und hat zwischen 1945 und 1964 mit einem Kastenwagen das Brot breitgefahren. Im Jahre 1956 oder 1957 wurde er in Schmochtitz an der Parkmauer überfallen und ausgeraubt. 1964 zog Fritz Beyer und Gattin nach Niederuhna, wo er verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Haus Nr.2b wohnte und arbeitete auch ein Bäcker Reiche; wann und wie lange, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stellmacherei ==&lt;br /&gt;
Johann Lehmann (1806-1883) (Haus Nr.11) stammte aus Singwitz und war Stellmachermeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Tuppatsch (1868-1936) aus Purschwitz war Stellmachermeister in Haus Nr.9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Tod wohnte und arbeitete der Stellmachermeister Hermann Alwin Schuster (1891-1955) aus Göda in Haus Nr.9 (Chr.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Stellmachermeister in diesem Haus war Dieter Bähr (1936-2023). Er stammte aus Neschwitz. Er arbeitete bis ca.1988 ? und mußte aus gesundheitlichen Gründen seine Werkstatt schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tischlerei ==&lt;br /&gt;
Jakob Müller (1822-1902) (Nr.27) war Zimmermann im Ort. Sein Sohn Johann August (1856-1908) war ebenfalls Zimmermann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Johannes Hoffmann (1868-1950) (Haus Nr.5) aus Langenbielau war Zimmermann und Gutsbesitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tischlermeister errichtete Herr Hermann Schube (1856-1929), geb. in Drauschkowitz, 1888 den Saal, heiratete 1890 die Wirtstochter Marie Bertha, g. Unger und übernahm die Gastwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Sohn Moritz Schube (1893-1977) führte neben der Gastwirtschaft als Meister die eigene Tischlerei weiter. Nach 1945 stellte er den Tischlereibetrieb ein (Chr. S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Karl Hübner (1913-1958) war Tischler von Beruf, hatte aber keine eigene Werkstatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schmiede ==&lt;br /&gt;
Die Schmiede in Haus Nr.8 ist seit 1878 im Besitz von Familie Radon (Chr.S.93). Andreas Radon (1851-1912) (Nr.8) kam aus Döhlen bei Bautzen und war der erste bekannte Schmiedemeister. Ob vorher ein Schmiedebetrieb existierte, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn Johann &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Radon (1884-1960) (Nr.8), gleichzeitig Hufschmied, übernahm die Schmiede nach dem Tod seines Vaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen fortgeschrittenem Alter verpachtete August Radon die Schmiede um 1947 an Schmiedemeister Herrn Helmut Schneider (*1913 †?), der das Handwerk bis 1957 ausführte und dann in der MAS (Maschinen-Ausleih-Station) Prischwitz in Salzenforst arbeitete (Chr.S.142). 1957 wurde die Schmiede geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kupferschmiede ==&lt;br /&gt;
1880 kaufte der erste Kupferschmied Karl August Noack (1848-1920) das Haus Nr.28 und ließ 1881 eine Kupferschmiedewerkstatt erbauen. 1891 kaufte er das Grundstück Nr.10 und betrieb seine Kupferschmiede an diesem Ort weiter. Sein Sohn Ernst Traugott Noack (1875-1951) wurde ebenfalls Kupferschmied wie sein Vater und betrieb die Werkstatt weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fahrradreparaturwerkstatt ==&lt;br /&gt;
Hermann Johann Suschke (1902-1972) aus Niederuhna, von Beruf Dreher, lernte bei der Firma W. Fuchs in Bautzen und arbeitete nach der Lehre seit 1925 in der Firma P. Preibisch in Bautzen. Er wohnte in Haus Nr.26 und betrieb von 16.11.1946 bis zu seiner Rente im Jahre 1967 eine Fahrradreparaturwerkstatt . Dabei diente das Wohnzimmer als Verkaufs-Ausstellungs-u. Beratungsraum. Neben vielen wichtigen Dingen hatten es die Kinder besonders auf Fahrradwimpel und Nabenputzringe abgesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fuhrunternehmer ==&lt;br /&gt;
Rudolf Mattitza (*1921 †nach1990?) wohnte in Haus Nr.1b und hatte ein Fuhrgeschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthäuser ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Nr.12/13 ===&lt;br /&gt;
Das Salzenforst schon vor dem 30-jährigem Krieg (1618-1648) eine Schankwirtschaft besessen hat, ist anzunehmen. Im Jahre 1678 wird der Schankwirt George Kretzschmar bezichtigt, fremdes Bier ausgeschenkt zu haben, woraufhin er 100 Dukaten Strafe zu zahlen hatte. 1705 muß wohl George Kretzschmar verstorben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab da wird ein gewisser Hans Kittan als Schankwirt genannt (Chr. S.44-46). (Es lebte zu dieser Zeit tatsächlich ein Kittan, Johannes in Salzenforst in Haus Nr.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
George Cziesch wird als Schankwirt in Safo u. Bauer in Säuritz um 1815 aufgeführt. Andreas Mikan aus Gröditz war um 1830 Schankpächter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den ersten Jahrzehnten des 19. JH. befand sich die Schenke in Salzenforst in den ehemaligen Häusern Nr. 12 und 13. Der Besitzer Carl Friedrich Rudolph Voigt ließ 1848 ein neues &amp;quot;Schenkengebäude&amp;quot; errichten.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chronik (S.17)berichtet, daß die Kneipe abbrannte. Der Neuaufbau eines Gebäudes (Gasthaus „Zur schwarzen Lilie“) aus Schwarzadler nach Salzenforst erfolgte durch Johann Gottlieb Hübner (1841-1905) (Jahr unbekannt- nach Brand 1867?) (S17).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Nr.17 ===&lt;br /&gt;
Das Haus Nr.17 wurde als Einkehrhaus 1864 von Unger, Karl (1825-1889), geb. in Oehlisch, neu erbaut. Das Grundstück dazu wurde von dem Besitzer Karl Lange aus Bautzen erworben. Die Chronik berichtet, daß der Gastwirt Unger bereits zuvor eine Branntweinbrennerei betrieb (Chr. S.157/158). Wo genau, ist nicht erwähnt. Es ist anzunehmen, daß nach dem Neubau der Gaststätte durch Karl Unger die Schankwirtschaft in Haus Nr.12 geschlossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tischlermeister Herr Hermann Schube (1856-1929), geb. in Drauschkowitz, übernahm 1888 die Gastwirtschaft, errichtete anschließend das Nebengebäude mit Saal (lt. GStK -Eintrag von 1893) und heiratete 1890 die Wirtstochter Marie Bertha, g. Unger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Sohn Moritz Schube (1893-1977), ebenfalls Tischlermeister, führte die Gastwirtschaft weiter. Am 31.12.1953 wurde ihm die Schankkonzession entzogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tanzsaal wurde 1956 im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes wieder hergerichtet. Bis 1959 hatte Salzenforst keine Gaststätte mehr. Nach gründlicher Renovierung der Gaststube, der Küche und des Vorraumes fand am 07. Oktober 1959, zum 10. Jahrestag der Gründung der DDR, die Neueröffnung der Konsumgaststätte statt (Chr. S.158). In dieser konte jetzt das Mittagessen für die LPG-Mitglieder ausgegeben werden. In der Bautzener Kulturschau 5/1968 steht geschrieben, daß die Konsumgaststätte Salzenforst keinen Ruhetag hat. Am Sonnabend war Tanz und es spielte u.a. das &amp;quot;Mirando&amp;quot;-Trio. Zuvor jedoch wurde der Tanzboden mit Seifenflocken glatt gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Moritz Schube betrieb sein Enkel die Gaststätte als Konsumgaststätte weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren war Frau Dumdey, Elfriede die Pächterin, welche die „Kneipe“ bis zur Schließung, ca. 1996, weiterführte. Das Speisenangebot war übersichtlich. Es gab Bockwurst oder Schnitzel mit und ohne Kartoffelsalat. Ein kleines Helles kostete 40 Pfennig, ein Pilsner 49 Pfennig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kolonialwarenladen und Konsum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Konsum Neubau 1988 .jpg|mini|Konsum Neubau (Foto aus: Bautzener Kulturschau 6/1988)]]&lt;br /&gt;
Hermann Schube (1856-1929) betrieb neben der Gastwirtschaft, der Tischlerei und einer kleinen Landwirtschaft noch ein Lebensmittelgeschäft, welches Moritz Schube (1893-1977) bis ca. 1953 weiterführte (Chr. S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Bäckermeister Fritz Beyer hatte neben seiner Backstube bis 1964 eine Krämerei in seinem Haus Nr.2b.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1953 wurde das Lebensmittelgeschäft bei Schube eingestellt und die Konsumgenossenschaft Göda eröffnete hier eine Verkaufsstelle. Im Mai 1958 wurden die letzten Lebensmittelkarten abgeschafft (Chr. S.125). Ebenfalls zum 10. Jahrestag der Republik wurden 1959 hier vom Konsumverband die Verkaufsräume renoviert und als Teil-Selbstbedienungsladen eingerichtet (Chr.S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abriß der Gebäude auf dem Grundstück Nr.19 (ehemals Pietschmann) wurde Ende der 70-iger Jahre von der Konsumgenossenschaft ein neues Gebäude errichtet und der alte Laden bei Schube geschlossen. Dieser „Dorfkonsum“ existierte bis ca.1990 (s. Foto). Danach gelangte das Gebäude in Privatbesitz und wird als Wohnhaus genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkäuferinnen waren u.a. Frau Else Paul (1903-?), Frau Weber und nach 1990 Simone Koban.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hebamme ==&lt;br /&gt;
Hebamme war Magdalena Kliemand, geb. Schelling (1841-1903) aus Lohsa. Sie wohnte in Haus Nr.33 und war verheiratet mit dem Häusler Johann Ernst Kliemand (1834-1895).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwesternstation und Arztpraxis ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemeindeschwester T. Eschler 1985.jpg|mini|Gemeindeschwester Traudel Eschlker bei der Arbeit in der neuen Arztpraxis (SZ vom 28./29.09.1985)]]&lt;br /&gt;
Die Schwesternstation wurde nach dem Krieg eingerichtet und bis Ende der 50-iger Jahre untergebracht bei Karl Domschke im Nebengebäude des Hauses Nr.14.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach bei Worm, Ferdinand in 2 Räumen des Erdgeschosses des Haus Nr.24. Dort war neben der Schwesternstation auch eine Mütterberatungsstelle. An manchen Sprechtagen herrschte reger Andrang. So kam es vor, daß bis zu 10 Kinderwagen vor dem Eingang auf dem Hof standen. Der Bautzener Kinderarzt Dr. Bergan war hier praktizierend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 70-iger Jahre wurde auf Initiative des Bürgermeisters Karl Domschke neben dem  Kindergarten auf dem Grundstück Nr.11, ehemals Kupsch, eine neue Unterkunft gebaut. Dieser Flachbau diente bis 1990 als Arztpraxis und Schwesternstation und bis 1992 als Krippenunterkunft. Dipl.- med. Wilfried Kuban, danach Dipl. - med. Jens Braune von der Staatlichen Arztpraxis Kleinwelka praktizierte in regelmäßigen Sprechstunden in den neuen Räumen. 1990 haben die Erben von Paul Alwin Kupsch (1891-1952) das gesamte Grundstück wiederbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedwig Schorch, geb. Witschas (1919-17.03.1993) (Haus Nr.30) war die erste Gemeindekrankenschwester von der Eröffnung bis zur ihrer Rente im Jahre 1979. Danach übernahm ihre Tochter Edeltraud, verh. Eschler, ebenfalls Krankenschwester, ihre Stelle und sorgte sich weiter um die Gesundheit sowohl der Salzenforster als auch aller anderen Gemeindeeinwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Flachbau existierte auch ein betonierter Zivilschutzbunker. Die Schutzmasken waren bei Georg Müller (Nr.16) deponiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwesternstation wurde nach dem Krieg eingerichtet und bis Ende der 50-iger Jahre untergebracht bei Karl Domschke links im Nebengebäude des Hauses Nr.14.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach bei Worm, Ferdinand (Haus Nr.24). Dort war neben der Schwesternstation auch eine Mütterberatungsstelle. An manchen Sprechtagen herrschte reger Andrang. So kam es vor, daß bis zu 10 Kinderwagen vor dem Eingang auf dem Hof standen. Der Bautzener Kinderarzt Dr. Bergan war hier praktizierend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 70-iger Jahre wurde auf Initiative des Bürgermeisters Karl Domschke neben dem  Kindergarten auf dem Grundstück Nr.11, ehemals Kupsch, eine neue Unterkunft gebaut. Dieser Flachbau diente bis 1990 als Arztpraxis und Schwesternstation. Dipl.-med. Wilfried Kuban von der Staatlichen Arztpraxis Kleinwelka praktizierte in regelmäßigen Sprechstunden in den neuen Räumen. 1990 haben die Erben von Paul Alwin Kupsch (1891-1952) das Grundstück wiederbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedwig Schorch, geb. Witschas (1919-?) (Haus Nr.30) war die erste Gemeindekrankenschwester von der Eröffnung bis zur ihrer Rente im Jahre 1979. Danach übernahm ihre Tochter Edeltraud, verh. Eschler, ebenfalls Krankenschwester, ihre Stelle und sorgte sich weiter um die Gesundheit sowohl der Salzenforster als auch aller anderen Gemeindeeinwohner. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindengarten und -krippe ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kindergarten 1988.jpg|mini|Fotos um 1988 aus: Bautzener Kulturschau 6/1988]]&lt;br /&gt;
Der erste Kindergarten wurde gleich nach dem II. Weltkrieg in Haus Nr.22 im Obergeschoß eingerichtet und danach in Oberuhna in der ehemaligen Mühle an der heutigen Bushaltestelle. Anschließend, so Anfang der 50-iger Jahre im Haus Nr.27, danach in Haus Nr.9. Nach dem Weggang der Familie Kupsch in den Westen wurde ab 1957/58 auf dessen Grundstück (Wirtschaft Nr.11) das Wohnhaus zur Kindertagesstätte umgebaut. 1959 wurde im Obergeschoß eine Kinderkrippe, eine sogenannte &amp;quot;Erntekrippe&amp;quot;, für 15 Kinder eingerichtet. Ab 1968 war die Krippe das ganze Jahr geöffnet. Ungefähr 1967 wechselte der Kindergarten in das umgebaute Scheunengebäude und die Kinderkrippe blieb im vormaligen Wohngebäude. In der oberen Etage waren nun die &amp;quot;Kleinen&amp;quot;, in der unteren die &amp;quot;Großen&amp;quot; untergebracht. Es kamen ordentliche Toilettenanlagen her. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da dieses Gebäude eine Kapazität für ca. 30 Kinder hatte, wurde eine Gruppe mit ca. 20 Kindern im Neubau der Arztpraxis untergebracht. Später gab es auch ein Planschbecken und, damit die Kinder später selbstständig zur Schule gingen,  einen „Verkehrsgarten“ mit den wichtigsten Verkehrszeichen, auf welchem die Kinder mit gebrauchten Rollern, Dreirädern und Puppenwagen spielerisch das Verhalten im Straßenverkehr übten. Im Seitengebäude entstanden praktische Lagerräume und ein Waschstützpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder wurden ab 1 Jahr aufgenommen. Bedingung war „windelsauber“. Tischler Dieter Bähr (Haus Nr.9) hatte für das „Geschäft“ ein schönes gehobeltes Brett mit 5 runden Löchern angefertigt und unten waren die „Töpfchen“. In einem bestimmten Rhythmus wurden die Kinder „getöppelt“ und die Kinder waren beglückt, wenn dann nicht nur beim Nachbarn etwas drin war. Ob dieser Maßnahme sind keine Fälle von seelischen Schäden bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anfang war sehr bescheiden. Es galt, für jedes Kind ein Bettchen zu haben. Der rührige Bürgermeister Karl Domschke holte mit seinem Autoanhänger vorfristig abgeschriebene Wickeltische, Matratzen und Betten aus dem Krankenhaus in Bautzen ab. Spielzeug (natürlich gebraucht) wurde gespendet. Die beschäftigten von außerhalb kamen mit dem Fahrrad auf Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorrangig untergebracht waren Kinder der LPG-Mitglieder, des Meliorationsbaus Prischwitz und des Kirchengutes Schmochtitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einmal monatlich wurden die Kinder von Frau Dr. Schreiter ärztlich betreut. Früh und nachmittags übernahm der Bus des Meliorationsbaues Prischwitz den &amp;quot;Transport&amp;quot; der Kinder in die Kindereinrichtung und wieder zurück. Den Erinnerungen von Elke Schneider zufolge beherbergte die Kinderkrippe 30- 50 Kinder. Die Rentenbrigade der LPG bezahlte 2 &amp;quot;Sechs-Sitzer&amp;quot; für die Krippe und schaffte für die Kleinen 50 Paar Gummistiefel sowie Regenumhänge an. An einem 1. Juni, dem internationalen Kindertag, stellte der Meliorationsbau einen Bus für die große Gruppe der Krippe zur Verfügung, um nach Bischofswerda in den Tierpark zu fahren. &amp;quot;Diese Höhepunkte“ waren immer ein schönes Erlebnis für die knapp 3-Jährigen; zu hoffen, daß alles klappt - ohne Anschnallen bzw. Erbrechen oder Einpullern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Rückübereignung ging das Grundstück wieder in den Besitz der Erben von Paul Alwin Kupsch über. Kindergarten und Krippe existierten bis ca.1996. Durch die Eingemeindung von Salzenforst nach Kleinwelka 1994 entschied der dortige Bürgermeister, Herr Lehmann, die Schließung dieser modernen und auf dem damals neuesten Stand stehenden Einrichtung. Da damit das Gebäude seinen sozialen Zweck verlor, erhielten die Erben von Kupsch ihr Grundstück zurück, welches sein Sohn Erich verkaufte. Danach entstanden auf dem Areal Einfamilienhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kindergartenleiterin: Frau Horschig, Frau Weder (vor der Wende bis zum Ende),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kindergärtnerinnen waren: Frau Gisela Bähr, Frau Pannach, Frau Löschau, Frau Hübner, Frau Schiemeck, Frau Döcke, Frau Koban, Frau Schatte, Traudel, Frau Holunder, Frau Mensel, Frau Jurk (angelernt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinderkrippenleiterin: Frau Lina Habel, Frau Elke Schneider (um 1980), Frau Ines Albinus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krippenerzieherin: große Gruppe: Frau Margot Peschke und Frau Rita Frunske; kleine Gruppe: Frau Angela Kuschel (1980-), Frau Schmidtgen, Frau Bär; Gruppe Neubau Arztpraxis: Petra Schulze. Frau Kerstin Scholze,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sogenannte &amp;quot;Spätdienst&amp;quot; wurde von Oma Ella abgedeckt; in heutiger Zeit undenkbar. Sie wohnte um die Ecke, war ungelernt und herzenslieb. Auch die Reinigungshilfe Frau Otto sprang ein, wenn Not am Mann war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küche befand sich im Erdgeschoß des späteren Krippengebäudes. Köchin waren Frau Ruth Warmuth und Frau Roch. Von 1967-1991 war ihre Tochter Lisa Kieschnik leitende Köchin und Frau Lotte Noack Köchin. Ab 1991 übernahm Frau Ziegenbalg (gelernte Köchin) die Küchenleitung. Frau Lenka Opitz aus Döberkitz und Frau Kampa aus Oberuhna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Küchenaushilfen: Frau Else Rölke, Hedwig Domschke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reinigungskraft: Frau Otto, Frau Lilo Peritz ; Hausmeister: Busch (Nr.3b)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hausmeister: Herr Heinz Combor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schuhmacher ==&lt;br /&gt;
Johann Heine (1788-1861) (Haus Nr.7?) war der erste bekannte Schuhmacher im Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Ernst Freiberg (1863-?), welcher mit seiner Familie in Haus Nr. 8b und später in Haus Nr.19 lebte, war bis ca. 1893 ebenfalls Schuhmacher in Salzenforst, stammte aus Schmochtitz und verzog zwischen 1892 und 1894 nach Temritz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Koban (1912-2013) (Haus Nr.20) als letzter dieser Zunft hatte seine Werkstatt noch bis ca. 1990 im Haus, hatte aber nach Gründung der LPG hauptberuflich als Sattler gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schneider ==&lt;br /&gt;
Herr Jakob Waurik (1773-1849), geb. in Dürrwicknitz, wird als Schneider und Einwohner in Salzenforst aufgeführt und war verheiratet mit Katharina, geb. Cziesch, auch Kranz gen., (err.1773-1838) aus Salzenforst. In welchem Haus er wohnte ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauunternehmer ==&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von einem Bauunternehmer Preusker um 1900 (Chr.S.93).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauunternehmer im Ort waren außerdem Karl August Röthig (1837-1904) (Haus Nr.16b), geboren in Ebersbach und sein Enkel Georg Alfred Röthig (1909-1998).   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zementfabrikant war Ernst August Biesold (1887-1967) (Haus Nr.3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zejler, Jan (Johann) (1767-1844) (Haus Nr.14), der Vater von Handrij Zejler, war Häusler und zugleich Brunnenbauer.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Totengräber ==&lt;br /&gt;
Früher gab es noch keine Beerdigungsinstitute, so wie wir sie heute kennen. Das Ausheben und Verfüllen des Grabes für die Verstorbenen war Aufgabe des Totengräbers. Diese schwere Handarbeit, nur mit Hacke und Schaufel, wurde von Johann Polan (1892-1975) (Haus Nr.32) von ? bis zum Jahre ? ausgeführt. Danach übernahm Georg Rötschke (Haus Nr. 8) das Amt. Die Sargträger, 6 an der Zahl, waren ausnahmslos Einwohner des Ortes. Heimbürgin war Frau Waltraud Schulze aus Großwelka. Ihre Aufgabe war es, den Verstorbenen zu waschen und anzukleiden. Sie wurde von den engsten Angehörigen des Trauerhauses bestellt. Die Erledigung der Formalitäten im Zusammenhang mit dem Verstorbenen oblag den Angehörigen. Da früher fast alle Einwohner der katholischen oder evangelischen Konfession angehörten, hielt die Leichenpredigt der Pfarrer ab.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wäschemangel ==&lt;br /&gt;
Es gab mehrere Wäschemangeln im Ort. Eine stand bei Hermann Preusche im Haus Nr.3b; diese wurde1993/94 elektrisch umgerüstet und war bis 2017 in Betrieb; steht jetzt als „Museumsstück“ im Garten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Georg Rötschke (Haus Nr.8) ist die Rolle noch intakt und jetzt ebenfalls elektrifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Ferdinand Worm (Haus Nr.24) stand im Fachwerknebengebäude ebenfalls eine Rolle, welche bis Mitte der 70-iger Jahre mit Muskelkraft betrieben werden mußte. Nach der Stillegung wurde diese in den 80-iger Jahren abgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Waschstützpunkt ==&lt;br /&gt;
Lisa Kieschnik, geb. Warmuth , war Leiterin des waschstützpunktes in salzenforst. Dort gab es 2 Waschmaschinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Post ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1924 befand sich die Öffentliche Fernsprechstelle noch in Kleinwelka. Wann die Poststelle in Salzenforst eröffnet wurde, ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Liddy Preusche (1901-1981) (Haus Nr.3b) soll nach 1945 die erste gewesen sein, die diese in Betrieb hatte. Ihr Mann, Hermann Preusche wae Gemeindebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Johanne Pittermann (1921?-1996?) führte diese Poststelle von ca.1950 bis zu ihrer Rente 1981 weiter. Bis 1990 konnte man bei ihr noch öffentlich telefonieren. Zu ihren Aufgaben zählten neben der Telefongesprächsvermittlung die Paket-u. Briefannahme sowie das Zeitungs-u. Briefaustragen. Auch Telegramme konnte man aufgeben. Das Telefon befand sich im Korridor und der Wohnzimmertisch fungierte als „Annahmeschalter“. Da kein Linienbus nach Bautzen verkehrte, gab es manchmal die Möglichkeit, mit dem Postauto mitzufahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1987 war die Poststelle im Gemeindeamt (Haus Nr.17b) untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Telefonanschlüsse waren bis in die 1970-iger Jahre Mangelware. Im ganzen Ort gab es 3 Telefonanschlüsse. Die öffentliche bei Pittermann, beim Bürgermeister Karl Domschke (Haus Nr.14) (nicht öffentlich) und bei Schorch (Haus Nr.30).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeindebüttel/Dorfpolizist/ABV (Abschnittsbevollmächtigter) ==&lt;br /&gt;
Johann Rentsch (1774-1848) (Haus Nr.4) war Dorfwächter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Paul Heine (1887-1956) (Haus Nr.34) war Gemeinde Büttel  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einem Sitzungsprotokoll der Gemeindeverordneten vom 04. April 1933 geht hervor, daß der Ort dem Zweckverband der Gendarmeriestation Göda angescvhlossen wird. Die in Göda stationierte Hilfspolizei patrolliert ab da auch in Salzenforst (Chr. S.113). Weiter schreibt die Chronik auf Seite 115, daß 1937 der Nachtwächterposten eingezogen wird.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1953 wurde in Haus Nr. 16 die Wohnung von der verstorbenen Frau Frida Schieritz (1890-1952) als Dienstwohnung inclusive Polizeistation für den ABV bereitgestellt.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Ortschronik (S.148) versah in diesem Jahr ein Herr Strohbach als erster ABV  sein Amt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhart Olschinka war der darauffolgende ABV. Um 1960 war &amp;quot;Maschinky&amp;quot; Dorfpolizist. Danach war er Hauptmann der Kriminalpolizei in Bautzen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihm kam Ernst Josef Schrammel (1920-nach 1960), der von Häsner abgelöst wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Chr.IIS.45 wird Wolfgang Raffelt als ABV aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später kam Krüger (*?-vor2020). Er war ABV von 1963-1979. Nach ihm mußte die Wohnung generalsaniert werden, bevor sie wieder bewohnbar war und Siegfried Eschler einziehen konnte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vorletzter ABV war Hein.?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
letzter ABV war Henke, der aber in Rattwitz wohnte und danach nach Berlin verzogen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle ABV&#039;s hatten eine Dienstpistole, die in einer festmontierten Kassette, meist im Schlafzimmer untergebracht, aufzubewahren war. Als Dienstfahrzeug stand ihnen eine Schwalbe zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seidler, Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Werner&amp;lt;/u&amp;gt; wird als Polizist aus Oberuhna aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsrichter ==&lt;br /&gt;
Wosky, Nikolaus  (err.1720-1779) (Wohnhaus unbekannt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Lehmann (1779-1845) (Haus Nr.5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Heine (1788-1861) (Haus Nr.7?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Lebsa (1865?-?) (Haus Nr.6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Ferdinand Philipp(1830-1908) (Haus Nr.18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Jakob Lebsa (1865-†?) (Haus Nr.6)       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeindevorsteher/Bürgermeister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die alte Landgemeindeverordnung bestand bis zum Jahre 1873. Diese wahrte noch den Rittergutsbesitzern die Gerichtsbarkeit und Verwaltung des Dorfes. Salzenforst unterstand dem Domstift zu Bautzen und somit dessen Gerichtsbarkeit. Durch die revidierte Landgemeindeverordnung erhielten nun die Gemeinden das Recht, sich unter Oberaufsicht der königlichen Amtshauptmannschaft selbst zu regieren. Die Gemeindeglieder wählen unter sich die Ortsbehörde. Wählen darf nur, wer die bürgerlichen Ehrenrechte besitzt, das 20. LJ vollendet hat und in der Gemeinde wohnt. Wählbar ist jeder Wahlberechtigte. Die  Gemeindeverordneten sind auf 3 Jahre gewählt. Diese wählen aus ihrer Mitte den Bürgermeister auf 6 Jahre. An dessen Hause hängt das schlichte Schild &#039;&#039;&amp;quot;Ortsbehörde&amp;quot;.&#039;&#039; Er leitet alle Angelegenheiten der politischen gemeinde, verwaltet ihr Stammvermögen, ihre Grundstücke und Fluren, die Urkunden und Gesetzesblätter, zieht Steuern ein, nimmt die An-u. Abmeldung zu-u. abziehender Personen entgegen, führt die Polizeigewalt und sorgt für Sicherheit und gute Sitte (aus: F. Wilhelm: &amp;quot; Unsere Heimat-die Lausitz&amp;quot; 1925).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wahlrecht für Frauen wurde erst am 30. November 1918 in Deutschland eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindeamt ===&lt;br /&gt;
Das alte Domizil des Gemeindeamtes im Haus Nr. 17b mußte Ende Juli 1991 aufgegeben werden. So erteilteFrau Falten als Bürgermeisterin 1990 der Fa. Industriebau GmbH in Bischofswerda den Auftrag, ein Mehrzweckgebäude mit Krüppelwalmdach auf dem Dorfanger in Salzenforst zu errichten. Neben dem Räumen für das neue Gemeindeamt sollte es die Poststelle, ein Veranstaltungsraum mit Küche für die Einwohner, Zimmer für die Übernachtung von Gästen der Gemeinde, 2 Garagen und ein Geräteraum für die Feuerwehr beherbergen. Die Einweihung fand am 03.10.1991 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Personen ===&lt;br /&gt;
August Nowak (welcher ist unklar, es gab 2x Johann August und 1x Karl August Noack in Haus Nr.35)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ortsvorsteher: ====&lt;br /&gt;
Zieschang, Johann Karl August (1876-1939) vom 21.10.1911-14.02.1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rölke, Johann Traugott (1889-1967) vom 15.02.1924-1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bürgermeister: ====&lt;br /&gt;
August Radon von 1936- Mai 1945 (Chr. S.93)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Domschke (1914 in Cölln-1989) vom 28.05.1945-31.08.1952; gelernter Maurer, von 1939 bis 1945 als Soldat im Krieg, als Kriegsinvalide heimgekehrt, von 1952-1959 beim Rat des Kreises Bautzen angestellt. Er wurde auf Vorschlag des Landrates Dr. Ziesche von der sowjetischen Kommandantur als Bürgermeister eingesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Elisabeth Paulusch (1919-†?), aus Luppa vom 01.09.1952 bis 31.08.1959 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Domschke (1914-1989) ist ab 01.09.1959 wieder Hauptamtlicher Bürgermeister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinderatswahlen vom 17.09.1961 brachten folgendes Ergebnis: Bürgermeister K. Domschke; Stellvertreter: E. Mitzscherling; Sekretär: Helmut Schneider sowie Gerhard Kieschnick und Alfred Pöschel (Chr.IIS.46) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während einer Erkrankung 1962/63 übernahm seine Stellvertreterin, Frau Edith Mitzscherling, die Stelle als Bürgermeister. Sie war bereits seit dem 01.12.1950 auf dem Gemeindamt tätig, davon 20 Jahre als stellvertretende Bürgermeisterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Karl Domschke übernahm am 01.02.1982 sein Sohn Karlheinz Domschke (*1941) die Aufgaben des Bürgermeisters bis 1989/90?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Bürgermeisterin der Gemeinde Salzenforst-Bolbritz war Frau Barbara Falten (aus Döberkitz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salzenforst/Bolbritz existierte vom 01.07.1969 bis zum 31.12.1993 und hörte danach auf, eigenständig zu existieren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister von Bolbritz war Johann Noack aus Salzenforst (Haus Nr.36). Seine Sekretärin war von 1952 bis 1964 Frau Lisa Kieschnik, geb. Warmuth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ortschaftsräte ====&lt;br /&gt;
Am 01.01.1994 nach Kleinwelka eingegliedert und dieser bis zum 31.12.1998 angehörend. Der Bürgermeister von Kleinwelka war zu diesem Zeitpunkt Volker Lehmann. Lt. Vertrag vom 18.10.1998 wurde die Gemeinde Kleinwelka am 01.01.1999 der Stadt Bautzen eingegliedert. Bürgermeister von Bautzen war Christian Schramm. (s. auch unter Ortschronologie) Seit der Eingemeindung nach Kleinwelka werden die Interessen der Einwohner vom neu gegründeten Ortschaftsrat wahrgenommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Januar 1999 bis August 1999 gehörten dem Ortschaftsrat Salzenforst/Bolbritz an: Vorsitzender: Zschieppang, Klaus (ehem. Gem.-Vert); Stellvertreter: Goldschmidt, Reiner; Mitglieder: Briesning, Sylvia; Kieschnik, Manfred (ehem. Gem.-Vert); Kautzky, Franz (ehem. Gem.-Vert); Kliche, Gunter; Löhnert, Dieter (ehem. Gem.-Vert); Miersch, Christian (ehem. Gem.-Vert); Peukert, Hans (bis 03/1999); Richter, Götz; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1999 fanden Kommunalwahlen statt. Danach bestand der Ortschaftsrat aus 6 Mitgliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1999-2004: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Goldschmidt, Reiner; Mitglieder: Kliche, Gunter; Miersch, Christian; Steinborn, Olaf (bis 01/2000); Richter, Götz (ab 01/2000); Zschieppang, Klaus; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004-2009: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Zschieppang, Klaus; Mitglieder: Goldschmidt, Reiner; Löhnert, Dieter; Miersch, Christian; Ziesch, Joachim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009-2014: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Zschieppang, Klaus; Mitglieder: Biele, Tino; Goldschmidt, Reiner; Miersch, Christian; Richter, Götz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2014 besteht der Ortschaftsrat nur noch aus 5 Mitgliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014-2019: Vorsitzender Manfred Kieschnik (CDU); Stellvertreter: Tino Biele (CDU); Anna Ziesch (CDU); Michael Franke (SPD); Steffen Kunze (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019-2024: Vorsitzender: Manfred Kieschnik (CDU); Stellvertreter: Tino Biele (CDU); Frank Schneider (CDU); Dr. Martin Schneider (SPD); Harald Mörbe (AfD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 2024:  Vorsitzender: Daniel Mirtschink (CDU), Stellvertreter Joachim Ziesch (CDU) sowie die Räte Stefan Kieschnick (SPD), Harald Mörbe (AfD) und Frank Schneider (CDU).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadträte ====&lt;br /&gt;
Von 1999 bis 2014 war Manfred Kieschnik aus Bolbritz Stadtrat. Von 2014-2019 war Joachim Ziesch aus Bolbritz Stadtrat und ab 2024 ist Daniel Mirtschink aus  Salzenforst Stadtrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feuerwehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Feuerwehrpflichtabgabe 1992.jpg|mini|500x500px|Feuerwehr Abgabe - Bescheid von 1992 (Quelle: W. Schneider)]]&lt;br /&gt;
Die Feuerwehr war eine Pflichtfeuerwehr und besteht seit ca. Mitte des 19. Jhs. Gerhard Brocke (Haus Nr.16c?) wurde 1937 zum Spritzenmeistzer bestellt (Chr. S.115). Eine Motorspritze mit einer Leistung von 800 Liter/min wurde 1942 angeschafft (Chr.S.94). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alte Spritzenhaus neben dem Dorfteich wurde abgerissen und für die freiwillige Feuerwehr ein Gerätehaus  im neu errichteten Gemeindehaus auf dem ehemaligen Dorfanger untergebracht. Die Einweihung war am 03.10.1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salzenforst erhob zu Beginn der 90-iger Jahre eine Feuerwehrpflichtabgabe für alle männlichen Einwohner vom 18. bis zum vollendeten 55. Lebensjahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 wurde wegen der Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges ein Umbau des Feuerwehrgerätehauses notwendig. Der 30 Jahre alte Barkas B 1000 hatte ausgedient. damit verbunden war der Bau einer neuen Zufahrt und die Absenkung des hallenbodens um 70 cm. Außerdem bekommt die Halle neue Fenster und ein neues Tor. Elektrik, Sanitäranlagen, Beleuchtung und Heiztechnik wurden überholt. (&amp;quot;SZ&amp;quot; vom 01.09.2004)&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Feuerwehr Schatte, IngridSchilg, Gisela.jpg|mini|Altes Spritzenhaus 1956 (im Vordergrund Schatte, Gisela und Schilg, Ingrid) (Quelle: W. Schneider)|514x514px]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Safo Feuerwehr 2004.jpg|mini|562x562px|Feuerwehrgerätehaus zwischen 1991 und 2004 (Quelle: &amp;quot;SZ&amp;quot; vom 01.09.2004)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Ehemalige_Handwerker_und_Gewerke&amp;diff=939</id>
		<title>Ehemalige Handwerker und Gewerke</title>
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		<updated>2025-12-01T14:21:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Bäckerei mit Krämerei */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Bäckerei mit Krämerei ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Haus Nr.2b 1.jpg|mini|474x474px|Haus Nr.2b - Bäckerei Aufnahme vor 1945 (Quelle: Peritz, Günter)]]&lt;br /&gt;
Diese befand sich im Haus Nr. 2b. im Jahre 1881 erbaut. Seitdem haben folgende Bäcker ihr Handwerk dort ausgeübt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1881 bis 1885/86 war der erste Bäcker Johann Traugott Lucas (*1860 †?) aus Großhähnchen mit seiner Ehefrau Marie Charlotte, geb. Rüdrig aus Dresden. Nach ihm, von 1885/86 bis 1887 war Karl August Dornig Bäcker im Ort. Beide pachteten die Backstube von Karl August Leberecht Röthig, dem Erbauer des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1887 bis 1896 folgte Bäckermeister Karl Wirth (+? †?) mit seiner Ehefrau Amalie, g. Kappler (*? †?) aus Salzenforst. Von ihm kaufte Bäckermeister Gustav Bruno Zschieschan das Anwesen und betrieb mit seiner Frau Marie Auguste, g. Adler bis 1902 die Backstube. In diesem Jahr wurden die letzten Gesellen Knothe und Augst abgemeldet (Sportelverzeichnis d. Gem. Salzenforst). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 kaufte Bäckermeister Friedrich Oswald Peritz (1875-1922) aus Oschatz das Haus und führte die Bäckerei mit seiner Gattin Marie Martha, g. Schulze (1880-1945) aus Halbendorf/Ebendörfel. Der Bäckermeister und Schwiegersohn Fritz Erich Beyer (*1904 †1967/68?) aus Marklissa heiratete 1938 die Tochter Gertrud Peritz und übernahm die Bäckerei gemeinsam mit seiner Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war der letzte Bäcker, arbeitete bis 1964 und hat zwischen 1945 und 1964 mit einem Kastenwagen das Brot breitgefahren. Im Jahre 1956 oder 1957 wurde er in Schmochtitz an der Parkmauer überfallen und ausgeraubt. 1964 zog Fritz Beyer und Gattin nach Niederuhna, wo er verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Haus Nr.2b wohnte und arbeitete auch ein Bäcker Reiche; wann und wie lange, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stellmacherei ==&lt;br /&gt;
Johann Lehmann (1806-1883) (Haus Nr.11) stammte aus Singwitz und war Stellmachermeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Tuppatsch (1868-1936) aus Purschwitz war Stellmachermeister in Haus Nr.9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Tod wohnte und arbeitete der Stellmachermeister Hermann Alwin Schuster (1891-1955) aus Göda in Haus Nr.9 (Chr.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Stellmachermeister in diesem Haus war Dieter Bähr (1936-2023). Er stammte aus Neschwitz. Er arbeitete bis ca.1988 ? und mußte aus gesundheitlichen Gründen seine Werkstatt schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tischlerei ==&lt;br /&gt;
Jakob Müller (1822-1902) (Nr.27) war Zimmermann im Ort. Sein Sohn Johann August (1856-1908) war ebenfalls Zimmermann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Johannes Hoffmann (1868-1950) (Haus Nr.5) aus Langenbielau war Zimmermann und Gutsbesitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tischlermeister errichtete Herr Hermann Schube (1856-1929), geb. in Drauschkowitz, 1888 den Saal, heiratete 1890 die Wirtstochter Marie Bertha, g. Unger und übernahm die Gastwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Sohn Moritz Schube (1893-1977) führte neben der Gastwirtschaft als Meister die eigene Tischlerei weiter. Nach 1945 stellte er den Tischlereibetrieb ein (Chr. S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Karl Hübner (1913-1958) war Tischler von Beruf, hatte aber keine eigene Werkstatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schmiede ==&lt;br /&gt;
Die Schmiede in Haus Nr.8 ist seit 1878 im Besitz von Familie Radon (Chr.S.93). Andreas Radon (1851-1912) (Nr.8) kam aus Döhlen bei Bautzen und war der erste bekannte Schmiedemeister. Ob vorher ein Schmiedebetrieb existierte, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn Johann &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Radon (1884-1960) (Nr.8), gleichzeitig Hufschmied, übernahm die Schmiede nach dem Tod seines Vaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen fortgeschrittenem Alter verpachtete August Radon die Schmiede um 1947 an Schmiedemeister Herrn Helmut Schneider (*1913 †?), der das Handwerk bis 1957 ausführte und dann in der MAS (Maschinen-Ausleih-Station) Prischwitz in Salzenforst arbeitete (Chr.S.142). 1957 wurde die Schmiede geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kupferschmiede ==&lt;br /&gt;
1880 kaufte der erste Kupferschmied Karl August Noack (1848-1920) das Haus Nr.28 und ließ 1881 eine Kupferschmiedewerkstatt erbauen. 1891 kaufte er das Grundstück Nr.10 und betrieb seine Kupferschmiede an diesem Ort weiter. Sein Sohn Ernst Traugott Noack (1875-1951) wurde ebenfalls Kupferschmied wie sein Vater und betrieb die Werkstatt weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fahrradreparaturwerkstatt ==&lt;br /&gt;
Hermann Johann Suschke (1902-1972) aus Niederuhna, von Beruf Dreher, lernte bei der Firma W. Fuchs in Bautzen und arbeitete nach der Lehre seit 1925 in der Firma P. Preibisch in Bautzen. Er wohnte in Haus Nr.26 und betrieb von 16.11.1946 bis zu seiner Rente im Jahre 1967 eine Fahrradreparaturwerkstatt . Dabei diente das Wohnzimmer als Verkaufs-Ausstellungs-u. Beratungsraum. Neben vielen wichtigen Dingen hatten es die Kinder besonders auf Fahrradwimpel und Nabenputzringe abgesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fuhrunternehmer ==&lt;br /&gt;
Rudolf Mattitza (*1921 †nach1990?) wohnte in Haus Nr.1b und hatte ein Fuhrgeschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthäuser ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Nr.12/13 ===&lt;br /&gt;
Das Salzenforst schon vor dem 30-jährigem Krieg (1618-1648) eine Schankwirtschaft besessen hat, ist anzunehmen. Im Jahre 1678 wird der Schankwirt George Kretzschmar bezichtigt, fremdes Bier ausgeschenkt zu haben, woraufhin er 100 Dukaten Strafe zu zahlen hatte. 1705 muß wohl George Kretzschmar verstorben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab da wird ein gewisser Hans Kittan als Schankwirt genannt (Chr. S.44-46). (Es lebte zu dieser Zeit tatsächlich ein Kittan, Johannes in Salzenforst in Haus Nr.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
George Cziesch wird als Schankwirt in Safo u. Bauer in Säuritz um 1815 aufgeführt. Andreas Mikan aus Gröditz war um 1830 Schankpächter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den ersten Jahrzehnten des 19. JH. befand sich die Schenke in Salzenforst in den ehemaligen Häusern Nr. 12 und 13. Der Besitzer Carl Friedrich Rudolph Voigt ließ 1848 ein neues &amp;quot;Schenkengebäude&amp;quot; errichten.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chronik (S.17)berichtet, daß die Kneipe abbrannte. Der Neuaufbau eines Gebäudes (Gasthaus „Zur schwarzen Lilie“) aus Schwarzadler nach Salzenforst erfolgte durch Johann Gottlieb Hübner (1841-1905) (Jahr unbekannt- nach Brand 1867?) (S17).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Nr.17 ===&lt;br /&gt;
Das Haus Nr.17 wurde als Einkehrhaus 1864 von Unger, Karl (1825-1889), geb. in Oehlisch, neu erbaut. Das Grundstück dazu wurde von dem Besitzer Karl Lange aus Bautzen erworben. Die Chronik berichtet, daß der Gastwirt Unger bereits zuvor eine Branntweinbrennerei betrieb (Chr. S.157/158). Wo genau, ist nicht erwähnt. Es ist anzunehmen, daß nach dem Neubau der Gaststätte durch Karl Unger die Schankwirtschaft in Haus Nr.12 geschlossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tischlermeister Herr Hermann Schube (1856-1929), geb. in Drauschkowitz, übernahm 1888 die Gastwirtschaft, errichtete anschließend das Nebengebäude mit Saal (lt. GStK -Eintrag von 1893) und heiratete 1890 die Wirtstochter Marie Bertha, g. Unger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Sohn Moritz Schube (1893-1977), ebenfalls Tischlermeister, führte die Gastwirtschaft weiter. Am 31.12.1953 wurde ihm die Schankkonzession entzogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tanzsaal wurde 1956 im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes wieder hergerichtet. Bis 1959 hatte Salzenforst keine Gaststätte mehr. Nach gründlicher Renovierung der Gaststube, der Küche und des Vorraumes fand am 07. Oktober 1959, zum 10. Jahrestag der Gründung der DDR, die Neueröffnung der Konsumgaststätte statt (Chr. S.158). In dieser konte jetzt das Mittagessen für die LPG-Mitglieder ausgegeben werden. In der Bautzener Kulturschau 5/1968 steht geschrieben, daß die Konsumgaststätte Salzenforst keinen Ruhetag hat. Am Sonnabend war Tanz und es spielte u.a. das &amp;quot;Mirando&amp;quot;-Trio. Zuvor jedoch wurde der Tanzboden mit Seifenflocken glatt gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Moritz Schube betrieb sein Enkel die Gaststätte als Konsumgaststätte weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren war Frau Dumdey, Elfriede die Pächterin, welche die „Kneipe“ bis zur Schließung, ca. 1996, weiterführte. Das Speisenangebot war übersichtlich. Es gab Bockwurst oder Schnitzel mit und ohne Kartoffelsalat. Ein kleines Helles kostete 40 Pfennig, ein Pilsner 49 Pfennig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kolonialwarenladen und Konsum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Konsum Neubau 1988 .jpg|mini|Konsum Neubau (Foto aus: Bautzener Kulturschau 6/1988)]]&lt;br /&gt;
Hermann Schube (1856-1929) betrieb neben der Gastwirtschaft, der Tischlerei und einer kleinen Landwirtschaft noch ein Lebensmittelgeschäft, welches Moritz Schube (1893-1977) bis ca. 1953 weiterführte (Chr. S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Bäckermeister Fritz Beyer hatte neben seiner Backstube bis 1964 eine Krämerei in seinem Haus Nr.2b.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1953 wurde das Lebensmittelgeschäft bei Schube eingestellt und die Konsumgenossenschaft Göda eröffnete hier eine Verkaufsstelle. Im Mai 1958 wurden die letzten Lebensmittelkarten abgeschafft (Chr. S.125). Ebenfalls zum 10. Jahrestag der Republik wurden 1959 hier vom Konsumverband die Verkaufsräume renoviert und als Teil-Selbstbedienungsladen eingerichtet (Chr.S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abriß der Gebäude auf dem Grundstück Nr.19 (ehemals Pietschmann) wurde Ende der 70-iger Jahre von der Konsumgenossenschaft ein neues Gebäude errichtet und der alte Laden bei Schube geschlossen. Dieser „Dorfkonsum“ existierte bis ca.1990 (s. Foto). Danach gelangte das Gebäude in Privatbesitz und wird als Wohnhaus genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkäuferinnen waren u.a. Frau Else Paul (1903-?), Frau Weber und nach 1990 Simone Koban.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hebamme ==&lt;br /&gt;
Hebamme war Magdalena Kliemand, geb. Schelling (1841-1903) aus Lohsa. Sie wohnte in Haus Nr.33 und war verheiratet mit dem Häusler Johann Ernst Kliemand (1834-1895).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwesternstation und Arztpraxis ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemeindeschwester T. Eschler 1985.jpg|mini|Gemeindeschwester Traudel Eschlker bei der Arbeit in der neuen Arztpraxis (SZ vom 28./29.09.1985)]]&lt;br /&gt;
Die Schwesternstation wurde nach dem Krieg eingerichtet und bis Ende der 50-iger Jahre untergebracht bei Karl Domschke im Nebengebäude des Hauses Nr.14.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach bei Worm, Ferdinand in 2 Räumen des Erdgeschosses des Haus Nr.24. Dort war neben der Schwesternstation auch eine Mütterberatungsstelle. An manchen Sprechtagen herrschte reger Andrang. So kam es vor, daß bis zu 10 Kinderwagen vor dem Eingang auf dem Hof standen. Der Bautzener Kinderarzt Dr. Bergan war hier praktizierend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 70-iger Jahre wurde auf Initiative des Bürgermeisters Karl Domschke neben dem  Kindergarten auf dem Grundstück Nr.11, ehemals Kupsch, eine neue Unterkunft gebaut. Dieser Flachbau diente bis 1990 als Arztpraxis und Schwesternstation und bis 1992 als Krippenunterkunft. Dipl.- med. Wilfried Kuban, danach Dipl. - med. Jens Braune von der Staatlichen Arztpraxis Kleinwelka praktizierte in regelmäßigen Sprechstunden in den neuen Räumen. 1990 haben die Erben von Paul Alwin Kupsch (1891-1952) das gesamte Grundstück wiederbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedwig Schorch, geb. Witschas (1919-17.03.1993) (Haus Nr.30) war die erste Gemeindekrankenschwester von der Eröffnung bis zur ihrer Rente im Jahre 1979. Danach übernahm ihre Tochter Edeltraud, verh. Eschler, ebenfalls Krankenschwester, ihre Stelle und sorgte sich weiter um die Gesundheit sowohl der Salzenforster als auch aller anderen Gemeindeeinwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Flachbau existierte auch ein betonierter Zivilschutzbunker. Die Schutzmasken waren bei Georg Müller (Nr.16) deponiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwesternstation wurde nach dem Krieg eingerichtet und bis Ende der 50-iger Jahre untergebracht bei Karl Domschke links im Nebengebäude des Hauses Nr.14.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach bei Worm, Ferdinand (Haus Nr.24). Dort war neben der Schwesternstation auch eine Mütterberatungsstelle. An manchen Sprechtagen herrschte reger Andrang. So kam es vor, daß bis zu 10 Kinderwagen vor dem Eingang auf dem Hof standen. Der Bautzener Kinderarzt Dr. Bergan war hier praktizierend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 70-iger Jahre wurde auf Initiative des Bürgermeisters Karl Domschke neben dem  Kindergarten auf dem Grundstück Nr.11, ehemals Kupsch, eine neue Unterkunft gebaut. Dieser Flachbau diente bis 1990 als Arztpraxis und Schwesternstation. Dipl.-med. Wilfried Kuban von der Staatlichen Arztpraxis Kleinwelka praktizierte in regelmäßigen Sprechstunden in den neuen Räumen. 1990 haben die Erben von Paul Alwin Kupsch (1891-1952) das Grundstück wiederbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedwig Schorch, geb. Witschas (1919-?) (Haus Nr.30) war die erste Gemeindekrankenschwester von der Eröffnung bis zur ihrer Rente im Jahre 1979. Danach übernahm ihre Tochter Edeltraud, verh. Eschler, ebenfalls Krankenschwester, ihre Stelle und sorgte sich weiter um die Gesundheit sowohl der Salzenforster als auch aller anderen Gemeindeeinwohner. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindengarten und -krippe ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kindergarten 1988.jpg|mini|Fotos um 1988 aus: Bautzener Kulturschau 6/1988]]&lt;br /&gt;
Der erste Kindergarten wurde gleich nach dem II. Weltkrieg in Haus Nr.22 im Obergeschoß eingerichtet und danach in Oberuhna in der ehemaligen Mühle an der heutigen Bushaltestelle. Anschließend, so Anfang der 50-iger Jahre im Haus Nr.27, danach in Haus Nr.9. Nach dem Weggang der Familie Kupsch in den Westen wurde ab 1957/58 auf dessen Grundstück (Wirtschaft Nr.11) das Wohnhaus zur Kindertagesstätte umgebaut. 1959 wurde im Obergeschoß eine Kinderkrippe, eine sogenannte &amp;quot;Erntekrippe&amp;quot;, für 15 Kinder eingerichtet. Ab 1968 war die Krippe das ganze Jahr geöffnet. Ungefähr 1967 wechselte der Kindergarten in das umgebaute Scheunengebäude und die Kinderkrippe blieb im vormaligen Wohngebäude. In der oberen Etage waren nun die &amp;quot;Kleinen&amp;quot;, in der unteren die &amp;quot;Großen&amp;quot; untergebracht. Es kamen ordentliche Toilettenanlagen her. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da dieses Gebäude eine Kapazität für ca. 30 Kinder hatte, wurde eine Gruppe mit ca. 20 Kindern im Neubau der Arztpraxis untergebracht. Später gab es auch ein Planschbecken und, damit die Kinder später selbstständig zur Schule gingen,  einen „Verkehrsgarten“ mit den wichtigsten Verkehrszeichen, auf welchem die Kinder mit gebrauchten Rollern, Dreirädern und Puppenwagen spielerisch das Verhalten im Straßenverkehr übten. Im Seitengebäude entstanden praktische Lagerräume und ein Waschstützpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder wurden ab 1 Jahr aufgenommen. Bedingung war „windelsauber“. Tischler Dieter Bähr (Haus Nr.9) hatte für das „Geschäft“ ein schönes gehobeltes Brett mit 5 runden Löchern angefertigt und unten waren die „Töpfchen“. In einem bestimmten Rhythmus wurden die Kinder „getöppelt“ und die Kinder waren beglückt, wenn dann nicht nur beim Nachbarn etwas drin war. Ob dieser Maßnahme sind keine Fälle von seelischen Schäden bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anfang war sehr bescheiden. Es galt, für jedes Kind ein Bettchen zu haben. Der rührige Bürgermeister Karl Domschke holte mit seinem Autoanhänger vorfristig abgeschriebene Wickeltische, Matratzen und Betten aus dem Krankenhaus in Bautzen ab. Spielzeug (natürlich gebraucht) wurde gespendet. Die beschäftigten von außerhalb kamen mit dem Fahrrad auf Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorrangig untergebracht waren Kinder der LPG-Mitglieder, des Meliorationsbaus Prischwitz und des Kirchengutes Schmochtitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einmal monatlich wurden die Kinder von Frau Dr. Schreiter ärztlich betreut. Früh und nachmittags übernahm der Bus des Meliorationsbaues Prischwitz den &amp;quot;Transport&amp;quot; der Kinder in die Kindereinrichtung und wieder zurück. Den Erinnerungen von Elke Schneider zufolge beherbergte die Kinderkrippe 30- 50 Kinder. Die Rentenbrigade der LPG bezahlte 2 &amp;quot;Sechs-Sitzer&amp;quot; für die Krippe und schaffte für die Kleinen 50 Paar Gummistiefel sowie Regenumhänge an. An einem 1. Juni, dem internationalen Kindertag, stellte der Meliorationsbau einen Bus für die große Gruppe der Krippe zur Verfügung, um nach Bischofswerda in den Tierpark zu fahren. &amp;quot;Diese Höhepunkte“ waren immer ein schönes Erlebnis für die knapp 3-Jährigen; zu hoffen, daß alles klappt - ohne Anschnallen bzw. Erbrechen oder Einpullern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Rückübereignung ging das Grundstück wieder in den Besitz der Erben von Paul Alwin Kupsch über. Kindergarten und Krippe existierten bis ca.1996. Durch die Eingemeindung von Salzenforst nach Kleinwelka 1994 entschied der dortige Bürgermeister, Herr Lehmann, die Schließung dieser modernen und auf dem damals neuesten Stand stehenden Einrichtung. Da damit das Gebäude seinen sozialen Zweck verlor, erhielten die Erben von Kupsch ihr Grundstück zurück, welches sein Sohn Erich verkaufte. Danach entstanden auf dem Areal Einfamilienhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kindergartenleiterin: Frau Horschig, Frau Weder (vor der Wende bis zum Ende),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kindergärtnerinnen waren: Frau Gisela Bähr, Frau Pannach, Frau Löschau, Frau Hübner, Frau Schiemeck, Frau Döcke, Frau Koban, Frau Schatte, Traudel, Frau Holunder, Frau Mensel, Frau Jurk (angelernt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinderkrippenleiterin: Frau Lina Habel, Frau Elke Schneider (um 1980), Frau Ines Albinus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krippenerzieherin: große Gruppe: Frau Margot Peschke und Frau Rita Frunske; kleine Gruppe: Frau Angela Kuschel (1980-), Frau Schmidtgen, Frau Bär; Gruppe Neubau Arztpraxis: Petra Schulze. Frau Kerstin Scholze,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sogenannte &amp;quot;Spätdienst&amp;quot; wurde von Oma Ella abgedeckt; in heutiger Zeit undenkbar. Sie wohnte um die Ecke, war ungelernt und herzenslieb. Auch die Reinigungshilfe Frau Otto sprang ein, wenn Not am Mann war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küche befand sich im Erdgeschoß des späteren Krippengebäudes. Köchin waren Frau Ruth Warmuth und Frau Roch. Von 1967-1991 war ihre Tochter Lisa Kieschnik leitende Köchin und Frau Lotte Noack Köchin. Ab 1991 übernahm Frau Ziegenbalg (gelernte Köchin) die Küchenleitung. Frau Lenka Opitz aus Döberkitz und Frau Kampa aus Oberuhna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Küchenaushilfen: Frau Else Rölke, Hedwig Domschke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reinigungskraft: Frau Otto, Frau Lilo Peritz ; Hausmeister: Busch (Nr.3b)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hausmeister: Herr Heinz Combor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schuhmacher ==&lt;br /&gt;
Johann Heine (1788-1861) (Haus Nr.7?) war der erste bekannte Schuhmacher im Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Ernst Freiberg (1863-?), welcher mit seiner Familie in Haus Nr. 8b und später in Haus Nr.19 lebte, war bis ca. 1893 ebenfalls Schuhmacher in Salzenforst, stammte aus Schmochtitz und verzog zwischen 1892 und 1894 nach Temritz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Koban (1912-2013) (Haus Nr.20) als letzter dieser Zunft hatte seine Werkstatt noch bis ca. 1990 im Haus, hatte aber nach Gründung der LPG hauptberuflich als Sattler gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schneider ==&lt;br /&gt;
Herr Jakob Waurik (1773-1849), geb. in Dürrwicknitz, wird als Schneider und Einwohner in Salzenforst aufgeführt und war verheiratet mit Katharina, geb. Cziesch, auch Kranz gen., (err.1773-1838) aus Salzenforst. In welchem Haus er wohnte ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauunternehmer ==&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von einem Bauunternehmer Preusker um 1900 (Chr.S.93).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauunternehmer im Ort waren außerdem Karl August Röthig (1837-1904) (Haus Nr.16b), geboren in Ebersbach und sein Enkel Georg Alfred Röthig (1909-1998).   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zementfabrikant war Ernst August Biesold (1887-1967) (Haus Nr.3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zejler, Jan (Johann) (1767-1844) (Haus Nr.14), der Vater von Handrij Zejler, war Häusler und zugleich Brunnenbauer.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Totengräber ==&lt;br /&gt;
Früher gab es noch keine Beerdigungsinstitute, so wie wir sie heute kennen. Das Ausheben und Verfüllen des Grabes für die Verstorbenen war Aufgabe des Totengräbers. Diese schwere Handarbeit, nur mit Hacke und Schaufel, wurde von Johann Polan (1892-1975) (Haus Nr.32) von ? bis zum Jahre ? ausgeführt. Danach übernahm Georg Rötschke (Haus Nr. 8) das Amt. Die Sargträger, 6 an der Zahl, waren ausnahmslos Einwohner des Ortes. Heimbürgin war Frau Waltraud Schulze aus Großwelka. Ihre Aufgabe war es, den Verstorbenen zu waschen und anzukleiden. Sie wurde von den engsten Angehörigen des Trauerhauses bestellt. Die Erledigung der Formalitäten im Zusammenhang mit dem Verstorbenen oblag den Angehörigen. Da früher fast alle Einwohner der katholischen oder evangelischen Konfession angehörten, hielt die Leichenpredigt der Pfarrer ab.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wäschemangel ==&lt;br /&gt;
Es gab mehrere Wäschemangeln im Ort. Eine stand bei Hermann Preusche im Haus Nr.3b; diese wurde1993/94 elektrisch umgerüstet und war bis 2017 in Betrieb; steht jetzt als „Museumsstück“ im Garten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Georg Rötschke (Haus Nr.8) ist die Rolle noch intakt und jetzt ebenfalls elektrifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Ferdinand Worm (Haus Nr.24) stand im Fachwerknebengebäude ebenfalls eine Rolle, welche bis Mitte der 70-iger Jahre mit Muskelkraft betrieben werden mußte. Nach der Stillegung wurde diese in den 80-iger Jahren abgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Waschstützpunkt ==&lt;br /&gt;
Lisa Kieschnik, geb. Warmuth , war Leiterin des waschstützpunktes in salzenforst. Dort gab es 2 Waschmaschinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Post ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1924 befand sich die Öffentliche Fernsprechstelle noch in Kleinwelka. Wann die Poststelle in Salzenforst eröffnet wurde, ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Liddy Preusche (1901-1981) (Haus Nr.3b) soll nach 1945 die erste gewesen sein, die diese in Betrieb hatte. Ihr Mann, Hermann Preusche wae Gemeindebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Johanne Pittermann (1921?-1996?) führte diese Poststelle von ca.1950 bis zu ihrer Rente 1981 weiter. Bis 1990 konnte man bei ihr noch öffentlich telefonieren. Zu ihren Aufgaben zählten neben der Telefongesprächsvermittlung die Paket-u. Briefannahme sowie das Zeitungs-u. Briefaustragen. Auch Telegramme konnte man aufgeben. Das Telefon befand sich im Korridor und der Wohnzimmertisch fungierte als „Annahmeschalter“. Da kein Linienbus nach Bautzen verkehrte, gab es manchmal die Möglichkeit, mit dem Postauto mitzufahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1987 war die Poststelle im Gemeindeamt (Haus Nr.17b) untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Telefonanschlüsse waren bis in die 1970-iger Jahre Mangelware. Im ganzen Ort gab es 3 Telefonanschlüsse. Die öffentliche bei Pittermann, beim Bürgermeister Karl Domschke (Haus Nr.14) (nicht öffentlich) und bei Schorch (Haus Nr.30).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeindebüttel/Dorfpolizist/ABV (Abschnittsbevollmächtigter) ==&lt;br /&gt;
Hermann Paul Heine (1887-1956) (Haus Nr.34) war Gemeinde Büttel  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einem Sitzungsprotokoll der Gemeindeverordneten vom 04. April 1933 geht hervor, daß der Ort dem Zweckverband der Gendarmeriestation Göda angescvhlossen wird. Die in Göda stationierte Hilfspolizei patrolliert ab da auch in Salzenforst (Chr. S.113). Weiter schreibt die Chronik auf Seite 115, daß 1937 der Nachtwächterposten eingezogen wird.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1953 wurde in Haus Nr. 16 die Wohnung von der verstorbenen Frau Frida Schieritz (1890-1952) als Dienstwohnung inclusive Polizeistation für den ABV bereitgestellt.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Ortschronik (S.148) versah in diesem Jahr ein Herr Strohbach als erster ABV  sein Amt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhart Olschinka war der darauffolgende ABV. Um 1960 war &amp;quot;Maschinky&amp;quot; Dorfpolizist. Danach war er Hauptmann der Kriminalpolizei in Bautzen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihm kam Ernst Josef Schrammel (1920-nach 1960), der von Häsner abgelöst wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Chr.IIS.45 wird Wolfgang Raffelt als ABV aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später kam Krüger (*?-vor2020). Er war ABV von 1963-1979. Nach ihm mußte die Wohnung generalsaniert werden, bevor sie wieder bewohnbar war und Siegfried Eschler einziehen konnte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vorletzter ABV war Hein.?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
letzter ABV war Henke, der aber in Rattwitz wohnte und danach nach Berlin verzogen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle ABV&#039;s hatten eine Dienstpistole, die in einer festmontierten Kassette, meist im Schlafzimmer untergebracht, aufzubewahren war. Als Dienstfahrzeug stand ihnen eine Schwalbe zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seidler, Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Werner&amp;lt;/u&amp;gt; wird als Polizist aus Oberuhna aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsrichter ==&lt;br /&gt;
Wosky, Nikolaus  (err.1720-1779) (Wohnhaus unbekannt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Lehmann (1779-1845) (Haus Nr.5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Heine (1788-1861) (Haus Nr.7?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Lebsa (1865?-?) (Haus Nr.6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Ferdinand Philipp(1830-1908) (Haus Nr.18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Jakob Lebsa (1865-†?) (Haus Nr.6)       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeindevorsteher/Bürgermeister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die alte Landgemeindeverordnung bestand bis zum Jahre 1873. Diese wahrte noch den Rittergutsbesitzern die Gerichtsbarkeit und Verwaltung des Dorfes. Salzenforst unterstand dem Domstift zu Bautzen und somit dessen Gerichtsbarkeit. Durch die revidierte Landgemeindeverordnung erhielten nun die Gemeinden das Recht, sich unter Oberaufsicht der königlichen Amtshauptmannschaft selbst zu regieren. Die Gemeindeglieder wählen unter sich die Ortsbehörde. Wählen darf nur, wer die bürgerlichen Ehrenrechte besitzt, das 20. LJ vollendet hat und in der Gemeinde wohnt. Wählbar ist jeder Wahlberechtigte. Die  Gemeindeverordneten sind auf 3 Jahre gewählt. Diese wählen aus ihrer Mitte den Bürgermeister auf 6 Jahre. An dessen Hause hängt das schlichte Schild &#039;&#039;&amp;quot;Ortsbehörde&amp;quot;.&#039;&#039; Er leitet alle Angelegenheiten der politischen gemeinde, verwaltet ihr Stammvermögen, ihre Grundstücke und Fluren, die Urkunden und Gesetzesblätter, zieht Steuern ein, nimmt die An-u. Abmeldung zu-u. abziehender Personen entgegen, führt die Polizeigewalt und sorgt für Sicherheit und gute Sitte (aus: F. Wilhelm: &amp;quot; Unsere Heimat-die Lausitz&amp;quot; 1925).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wahlrecht für Frauen wurde erst am 30. November 1918 in Deutschland eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindeamt ===&lt;br /&gt;
Das alte Domizil des Gemeindeamtes im Haus Nr. 17b mußte Ende Juli 1991 aufgegeben werden. So erteilteFrau Falten als Bürgermeisterin 1990 der Fa. Industriebau GmbH in Bischofswerda den Auftrag, ein Mehrzweckgebäude mit Krüppelwalmdach auf dem Dorfanger in Salzenforst zu errichten. Neben dem Räumen für das neue Gemeindeamt sollte es die Poststelle, ein Veranstaltungsraum mit Küche für die Einwohner, Zimmer für die Übernachtung von Gästen der Gemeinde, 2 Garagen und ein Geräteraum für die Feuerwehr beherbergen. Die Einweihung fand am 03.10.1991 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Personen ===&lt;br /&gt;
August Nowak (welcher ist unklar, es gab 2x Johann August und 1x Karl August Noack in Haus Nr.35)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ortsvorsteher: ====&lt;br /&gt;
Zieschang, Johann Karl August (1876-1939) vom 21.10.1911-14.02.1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rölke, Johann Traugott (1889-1967) vom 15.02.1924-1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bürgermeister: ====&lt;br /&gt;
August Radon von 1936- Mai 1945 (Chr. S.93)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Domschke (1914 in Cölln-1989) vom 28.05.1945-31.08.1952; gelernter Maurer, von 1939 bis 1945 als Soldat im Krieg, als Kriegsinvalide heimgekehrt, von 1952-1959 beim Rat des Kreises Bautzen angestellt. Er wurde auf Vorschlag des Landrates Dr. Ziesche von der sowjetischen Kommandantur als Bürgermeister eingesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Elisabeth Paulusch (1919-†?), aus Luppa vom 01.09.1952 bis 31.08.1959 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Domschke (1914-1989) ist ab 01.09.1959 wieder Hauptamtlicher Bürgermeister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinderatswahlen vom 17.09.1961 brachten folgendes Ergebnis: Bürgermeister K. Domschke; Stellvertreter: E. Mitzscherling; Sekretär: Helmut Schneider sowie Gerhard Kieschnick und Alfred Pöschel (Chr.IIS.46) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während einer Erkrankung 1962/63 übernahm seine Stellvertreterin, Frau Edith Mitzscherling, die Stelle als Bürgermeister. Sie war bereits seit dem 01.12.1950 auf dem Gemeindamt tätig, davon 20 Jahre als stellvertretende Bürgermeisterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Karl Domschke übernahm am 01.02.1982 sein Sohn Karlheinz Domschke (*1941) die Aufgaben des Bürgermeisters bis 1989/90?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Bürgermeisterin der Gemeinde Salzenforst-Bolbritz war Frau Barbara Falten (aus Döberkitz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salzenforst/Bolbritz existierte vom 01.07.1969 bis zum 31.12.1993 und hörte danach auf, eigenständig zu existieren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister von Bolbritz war Johann Noack aus Salzenforst (Haus Nr.36). Seine Sekretärin war von 1952 bis 1964 Frau Lisa Kieschnik, geb. Warmuth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ortschaftsräte ====&lt;br /&gt;
Am 01.01.1994 nach Kleinwelka eingegliedert und dieser bis zum 31.12.1998 angehörend. Der Bürgermeister von Kleinwelka war zu diesem Zeitpunkt Volker Lehmann. Lt. Vertrag vom 18.10.1998 wurde die Gemeinde Kleinwelka am 01.01.1999 der Stadt Bautzen eingegliedert. Bürgermeister von Bautzen war Christian Schramm. (s. auch unter Ortschronologie) Seit der Eingemeindung nach Kleinwelka werden die Interessen der Einwohner vom neu gegründeten Ortschaftsrat wahrgenommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Januar 1999 bis August 1999 gehörten dem Ortschaftsrat Salzenforst/Bolbritz an: Vorsitzender: Zschieppang, Klaus (ehem. Gem.-Vert); Stellvertreter: Goldschmidt, Reiner; Mitglieder: Briesning, Sylvia; Kieschnik, Manfred (ehem. Gem.-Vert); Kautzky, Franz (ehem. Gem.-Vert); Kliche, Gunter; Löhnert, Dieter (ehem. Gem.-Vert); Miersch, Christian (ehem. Gem.-Vert); Peukert, Hans (bis 03/1999); Richter, Götz; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1999 fanden Kommunalwahlen statt. Danach bestand der Ortschaftsrat aus 6 Mitgliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1999-2004: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Goldschmidt, Reiner; Mitglieder: Kliche, Gunter; Miersch, Christian; Steinborn, Olaf (bis 01/2000); Richter, Götz (ab 01/2000); Zschieppang, Klaus; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004-2009: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Zschieppang, Klaus; Mitglieder: Goldschmidt, Reiner; Löhnert, Dieter; Miersch, Christian; Ziesch, Joachim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009-2014: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Zschieppang, Klaus; Mitglieder: Biele, Tino; Goldschmidt, Reiner; Miersch, Christian; Richter, Götz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2014 besteht der Ortschaftsrat nur noch aus 5 Mitgliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014-2019: Vorsitzender Manfred Kieschnik (CDU); Stellvertreter: Tino Biele (CDU); Anna Ziesch (CDU); Michael Franke (SPD); Steffen Kunze (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019-2024: Vorsitzender: Manfred Kieschnik (CDU); Stellvertreter: Tino Biele (CDU); Frank Schneider (CDU); Dr. Martin Schneider (SPD); Harald Mörbe (AfD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 2024:  Vorsitzender: Daniel Mirtschink (CDU), Stellvertreter Joachim Ziesch (CDU) sowie die Räte Stefan Kieschnick (SPD), Harald Mörbe (AfD) und Frank Schneider (CDU).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadträte ====&lt;br /&gt;
Von 1999 bis 2014 war Manfred Kieschnik aus Bolbritz Stadtrat. Von 2014-2019 war Joachim Ziesch aus Bolbritz Stadtrat und ab 2024 ist Daniel Mirtschink aus  Salzenforst Stadtrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feuerwehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Feuerwehrpflichtabgabe 1992.jpg|mini|500x500px|Feuerwehr Abgabe - Bescheid von 1992 (Quelle: W. Schneider)]]&lt;br /&gt;
Die Feuerwehr war eine Pflichtfeuerwehr und besteht seit ca. Mitte des 19. Jhs. Gerhard Brocke (Haus Nr.16c?) wurde 1937 zum Spritzenmeistzer bestellt (Chr. S.115). Eine Motorspritze mit einer Leistung von 800 Liter/min wurde 1942 angeschafft (Chr.S.94). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alte Spritzenhaus neben dem Dorfteich wurde abgerissen und für die freiwillige Feuerwehr ein Gerätehaus  im neu errichteten Gemeindehaus auf dem ehemaligen Dorfanger untergebracht. Die Einweihung war am 03.10.1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salzenforst erhob zu Beginn der 90-iger Jahre eine Feuerwehrpflichtabgabe für alle männlichen Einwohner vom 18. bis zum vollendeten 55. Lebensjahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 wurde wegen der Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges ein Umbau des Feuerwehrgerätehauses notwendig. Der 30 Jahre alte Barkas B 1000 hatte ausgedient. damit verbunden war der Bau einer neuen Zufahrt und die Absenkung des hallenbodens um 70 cm. Außerdem bekommt die Halle neue Fenster und ein neues Tor. Elektrik, Sanitäranlagen, Beleuchtung und Heiztechnik wurden überholt. (&amp;quot;SZ&amp;quot; vom 01.09.2004)&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Feuerwehr Schatte, IngridSchilg, Gisela.jpg|mini|Altes Spritzenhaus 1956 (im Vordergrund Schatte, Gisela und Schilg, Ingrid) (Quelle: W. Schneider)|514x514px]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Safo Feuerwehr 2004.jpg|mini|562x562px|Feuerwehrgerätehaus zwischen 1991 und 2004 (Quelle: &amp;quot;SZ&amp;quot; vom 01.09.2004)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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		<title>Datei:Haus Nr.2b 1.jpg</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;pö&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Ehemalige_Handwerker_und_Gewerke&amp;diff=937</id>
		<title>Ehemalige Handwerker und Gewerke</title>
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		<updated>2025-12-01T14:03:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Bäckerei mit Krämerei */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Bäckerei mit Krämerei ==&lt;br /&gt;
Diese befand sich im Haus Nr. 2b. 1881 erbaut, haben seitdem folgende Bäcker ihr Handwerk dort ausgeübt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1881 bis 1885/86 war der erste nachweislich im Ort gewesene Bäcker Johann Traugott Lucas (*1860 †?) aus Großhähnchen und seine Ehefrau Marie Charlotte, geb. Rüdrig aus Dresden. Nach ihm, von 1885/86 bis 1887 war Karl August Dornig Bäcker im Ort. Beide pachteten die Backstube von Karl August Leberecht Röthig, dem Erbauer des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1887 bis 1896 folgte Bäckermeister Karl Wirth (+? †?) mit seiner Ehefrau Amalie, g. Kappler (*? †?) aus Salzenforst, danach, von 1896 bis Bäckermeister Gustav Bruno Zschieschan und seine Frau Marie Auguste, g. Adler , welche bis 1902 die Backstube betrieben. In diesem Jahr wurden die letzten Gesellen Knothe und Augst abgemeldet (Sportelverzeichnis d. Gem. Salzenforst).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 kaufte Bäckermeister Friedrich Oswald Peritz (1875-1922) aus Oschatz das Haus und betrieb die Bäckerei mit seiner Gattin Marie Martha, g. Schulze (1880-1945) aus Halbendorf/Ebendörfel. Der Bäckermeister und Schwiegersohn Fritz Erich Beyer (*1904 †1967/68?) aus Marklissa heiratete 1938 die Tochter Gertrud Peritz und übernahm die Bäckerei gemeinsam mit seiner Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war der letzte Bäcker, arbeitete bis 1964 und hat zwischen 1945 und 1964 mit einem Kastenwagen das Brot breitgefahren. Im Jahre 1956 oder 1957 wurde er in Schmochtitz an der Parkmauer überfallen und ausgeraubt. 1964 zog Fritz Beyer und Gattin nach Niederuhna, wo er verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Haus Nr.2b wohnte und arbeitete auch ein Bäcker Reiche; wann und wie lange, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stellmacherei ==&lt;br /&gt;
Johann Lehmann (1806-1883) (Haus Nr.11) stammte aus Singwitz und war Stellmachermeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Tuppatsch (1868-1936) aus Purschwitz war Stellmachermeister in Haus Nr.9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Tod wohnte und arbeitete der Stellmachermeister Hermann Alwin Schuster (1891-1955) aus Göda in Haus Nr.9 (Chr.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Stellmachermeister in diesem Haus war Dieter Bähr (1936-2023). Er stammte aus Neschwitz. Er arbeitete bis ca.1988 ? und mußte aus gesundheitlichen Gründen seine Werkstatt schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tischlerei ==&lt;br /&gt;
Jakob Müller (1822-1902) (Nr.27) war Zimmermann im Ort. Sein Sohn Johann August (1856-1908) war ebenfalls Zimmermann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Johannes Hoffmann (1868-1950) (Haus Nr.5) aus Langenbielau war Zimmermann und Gutsbesitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tischlermeister errichtete Herr Hermann Schube (1856-1929), geb. in Drauschkowitz, 1888 den Saal, heiratete 1890 die Wirtstochter Marie Bertha, g. Unger und übernahm die Gastwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Sohn Moritz Schube (1893-1977) führte neben der Gastwirtschaft als Meister die eigene Tischlerei weiter. Nach 1945 stellte er den Tischlereibetrieb ein (Chr. S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Karl Hübner (1913-1958) war Tischler von Beruf, hatte aber keine eigene Werkstatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schmiede ==&lt;br /&gt;
Die Schmiede in Haus Nr.8 ist seit 1878 im Besitz von Familie Radon (Chr.S.93). Andreas Radon (1851-1912) (Nr.8) kam aus Döhlen bei Bautzen und war der erste bekannte Schmiedemeister. Ob vorher ein Schmiedebetrieb existierte, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn Johann &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Radon (1884-1960) (Nr.8), gleichzeitig Hufschmied, übernahm die Schmiede nach dem Tod seines Vaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen fortgeschrittenem Alter verpachtete August Radon die Schmiede um 1947 an Schmiedemeister Herrn Helmut Schneider (*1913 †?), der das Handwerk bis 1957 ausführte und dann in der MAS (Maschinen-Ausleih-Station) Prischwitz in Salzenforst arbeitete (Chr.S.142). 1957 wurde die Schmiede geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kupferschmiede ==&lt;br /&gt;
1880 kaufte der erste Kupferschmied Karl August Noack (1848-1920) das Haus Nr.28 und ließ 1881 eine Kupferschmiedewerkstatt erbauen. 1891 kaufte er das Grundstück Nr.10 und betrieb seine Kupferschmiede an diesem Ort weiter. Sein Sohn Ernst Traugott Noack (1875-1951) wurde ebenfalls Kupferschmied wie sein Vater und betrieb die Werkstatt weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fahrradreparaturwerkstatt ==&lt;br /&gt;
Hermann Johann Suschke (1902-1972) aus Niederuhna, von Beruf Dreher, lernte bei der Firma W. Fuchs in Bautzen und arbeitete nach der Lehre seit 1925 in der Firma P. Preibisch in Bautzen. Er wohnte in Haus Nr.26 und betrieb von 16.11.1946 bis zu seiner Rente im Jahre 1967 eine Fahrradreparaturwerkstatt . Dabei diente das Wohnzimmer als Verkaufs-Ausstellungs-u. Beratungsraum. Neben vielen wichtigen Dingen hatten es die Kinder besonders auf Fahrradwimpel und Nabenputzringe abgesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fuhrunternehmer ==&lt;br /&gt;
Rudolf Mattitza (*1921 †nach1990?) wohnte in Haus Nr.1b und hatte ein Fuhrgeschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthäuser ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Nr.12/13 ===&lt;br /&gt;
Das Salzenforst schon vor dem 30-jährigem Krieg (1618-1648) eine Schankwirtschaft besessen hat, ist anzunehmen. Im Jahre 1678 wird der Schankwirt George Kretzschmar bezichtigt, fremdes Bier ausgeschenkt zu haben, woraufhin er 100 Dukaten Strafe zu zahlen hatte. 1705 muß wohl George Kretzschmar verstorben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab da wird ein gewisser Hans Kittan als Schankwirt genannt (Chr. S.44-46). (Es lebte zu dieser Zeit tatsächlich ein Kittan, Johannes in Salzenforst in Haus Nr.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
George Cziesch wird als Schankwirt in Safo u. Bauer in Säuritz um 1815 aufgeführt. Andreas Mikan aus Gröditz war um 1830 Schankpächter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den ersten Jahrzehnten des 19. JH. befand sich die Schenke in Salzenforst in den ehemaligen Häusern Nr. 12 und 13. Der Besitzer Carl Friedrich Rudolph Voigt ließ 1848 ein neues &amp;quot;Schenkengebäude&amp;quot; errichten.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chronik (S.17)berichtet, daß die Kneipe abbrannte. Der Neuaufbau eines Gebäudes (Gasthaus „Zur schwarzen Lilie“) aus Schwarzadler nach Salzenforst erfolgte durch Johann Gottlieb Hübner (1841-1905) (Jahr unbekannt- nach Brand 1867?) (S17).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Nr.17 ===&lt;br /&gt;
Das Haus Nr.17 wurde als Einkehrhaus 1864 von Unger, Karl (1825-1889), geb. in Oehlisch, neu erbaut. Das Grundstück dazu wurde von dem Besitzer Karl Lange aus Bautzen erworben. Die Chronik berichtet, daß der Gastwirt Unger bereits zuvor eine Branntweinbrennerei betrieb (Chr. S.157/158). Wo genau, ist nicht erwähnt. Es ist anzunehmen, daß nach dem Neubau der Gaststätte durch Karl Unger die Schankwirtschaft in Haus Nr.12 geschlossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tischlermeister Herr Hermann Schube (1856-1929), geb. in Drauschkowitz, übernahm 1888 die Gastwirtschaft, errichtete anschließend das Nebengebäude mit Saal (lt. GStK -Eintrag von 1893) und heiratete 1890 die Wirtstochter Marie Bertha, g. Unger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Sohn Moritz Schube (1893-1977), ebenfalls Tischlermeister, führte die Gastwirtschaft weiter. Am 31.12.1953 wurde ihm die Schankkonzession entzogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tanzsaal wurde 1956 im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes wieder hergerichtet. Bis 1959 hatte Salzenforst keine Gaststätte mehr. Nach gründlicher Renovierung der Gaststube, der Küche und des Vorraumes fand am 07. Oktober 1959, zum 10. Jahrestag der Gründung der DDR, die Neueröffnung der Konsumgaststätte statt (Chr. S.158). In dieser konte jetzt das Mittagessen für die LPG-Mitglieder ausgegeben werden. In der Bautzener Kulturschau 5/1968 steht geschrieben, daß die Konsumgaststätte Salzenforst keinen Ruhetag hat. Am Sonnabend war Tanz und es spielte u.a. das &amp;quot;Mirando&amp;quot;-Trio. Zuvor jedoch wurde der Tanzboden mit Seifenflocken glatt gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Moritz Schube betrieb sein Enkel die Gaststätte als Konsumgaststätte weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren war Frau Dumdey, Elfriede die Pächterin, welche die „Kneipe“ bis zur Schließung, ca. 1996, weiterführte. Das Speisenangebot war übersichtlich. Es gab Bockwurst oder Schnitzel mit und ohne Kartoffelsalat. Ein kleines Helles kostete 40 Pfennig, ein Pilsner 49 Pfennig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kolonialwarenladen und Konsum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Konsum Neubau 1988 .jpg|mini|Konsum Neubau (Foto aus: Bautzener Kulturschau 6/1988)]]&lt;br /&gt;
Hermann Schube (1856-1929) betrieb neben der Gastwirtschaft, der Tischlerei und einer kleinen Landwirtschaft noch ein Lebensmittelgeschäft, welches Moritz Schube (1893-1977) bis ca. 1953 weiterführte (Chr. S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Bäckermeister Fritz Beyer hatte neben seiner Backstube bis 1964 eine Krämerei in seinem Haus Nr.2b.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1953 wurde das Lebensmittelgeschäft bei Schube eingestellt und die Konsumgenossenschaft Göda eröffnete hier eine Verkaufsstelle. Im Mai 1958 wurden die letzten Lebensmittelkarten abgeschafft (Chr. S.125). Ebenfalls zum 10. Jahrestag der Republik wurden 1959 hier vom Konsumverband die Verkaufsräume renoviert und als Teil-Selbstbedienungsladen eingerichtet (Chr.S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abriß der Gebäude auf dem Grundstück Nr.19 (ehemals Pietschmann) wurde Ende der 70-iger Jahre von der Konsumgenossenschaft ein neues Gebäude errichtet und der alte Laden bei Schube geschlossen. Dieser „Dorfkonsum“ existierte bis ca.1990 (s. Foto). Danach gelangte das Gebäude in Privatbesitz und wird als Wohnhaus genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkäuferinnen waren u.a. Frau Else Paul (1903-?), Frau Weber und nach 1990 Simone Koban.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hebamme ==&lt;br /&gt;
Hebamme war Magdalena Kliemand, geb. Schelling (1841-1903) aus Lohsa. Sie wohnte in Haus Nr.33 und war verheiratet mit dem Häusler Johann Ernst Kliemand (1834-1895).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwesternstation und Arztpraxis ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemeindeschwester T. Eschler 1985.jpg|mini|Gemeindeschwester Traudel Eschlker bei der Arbeit in der neuen Arztpraxis (SZ vom 28./29.09.1985)]]&lt;br /&gt;
Die Schwesternstation wurde nach dem Krieg eingerichtet und bis Ende der 50-iger Jahre untergebracht bei Karl Domschke im Nebengebäude des Hauses Nr.14.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach bei Worm, Ferdinand in 2 Räumen des Erdgeschosses des Haus Nr.24. Dort war neben der Schwesternstation auch eine Mütterberatungsstelle. An manchen Sprechtagen herrschte reger Andrang. So kam es vor, daß bis zu 10 Kinderwagen vor dem Eingang auf dem Hof standen. Der Bautzener Kinderarzt Dr. Bergan war hier praktizierend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 70-iger Jahre wurde auf Initiative des Bürgermeisters Karl Domschke neben dem  Kindergarten auf dem Grundstück Nr.11, ehemals Kupsch, eine neue Unterkunft gebaut. Dieser Flachbau diente bis 1990 als Arztpraxis und Schwesternstation und bis 1992 als Krippenunterkunft. Dipl.- med. Wilfried Kuban, danach Dipl. - med. Jens Braune von der Staatlichen Arztpraxis Kleinwelka praktizierte in regelmäßigen Sprechstunden in den neuen Räumen. 1990 haben die Erben von Paul Alwin Kupsch (1891-1952) das gesamte Grundstück wiederbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedwig Schorch, geb. Witschas (1919-17.03.1993) (Haus Nr.30) war die erste Gemeindekrankenschwester von der Eröffnung bis zur ihrer Rente im Jahre 1979. Danach übernahm ihre Tochter Edeltraud, verh. Eschler, ebenfalls Krankenschwester, ihre Stelle und sorgte sich weiter um die Gesundheit sowohl der Salzenforster als auch aller anderen Gemeindeeinwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Flachbau existierte auch ein betonierter Zivilschutzbunker. Die Schutzmasken waren bei Georg Müller (Nr.16) deponiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwesternstation wurde nach dem Krieg eingerichtet und bis Ende der 50-iger Jahre untergebracht bei Karl Domschke links im Nebengebäude des Hauses Nr.14.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach bei Worm, Ferdinand (Haus Nr.24). Dort war neben der Schwesternstation auch eine Mütterberatungsstelle. An manchen Sprechtagen herrschte reger Andrang. So kam es vor, daß bis zu 10 Kinderwagen vor dem Eingang auf dem Hof standen. Der Bautzener Kinderarzt Dr. Bergan war hier praktizierend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 70-iger Jahre wurde auf Initiative des Bürgermeisters Karl Domschke neben dem  Kindergarten auf dem Grundstück Nr.11, ehemals Kupsch, eine neue Unterkunft gebaut. Dieser Flachbau diente bis 1990 als Arztpraxis und Schwesternstation. Dipl.-med. Wilfried Kuban von der Staatlichen Arztpraxis Kleinwelka praktizierte in regelmäßigen Sprechstunden in den neuen Räumen. 1990 haben die Erben von Paul Alwin Kupsch (1891-1952) das Grundstück wiederbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedwig Schorch, geb. Witschas (1919-?) (Haus Nr.30) war die erste Gemeindekrankenschwester von der Eröffnung bis zur ihrer Rente im Jahre 1979. Danach übernahm ihre Tochter Edeltraud, verh. Eschler, ebenfalls Krankenschwester, ihre Stelle und sorgte sich weiter um die Gesundheit sowohl der Salzenforster als auch aller anderen Gemeindeeinwohner. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindengarten und -krippe ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kindergarten 1988.jpg|mini|Fotos um 1988 aus: Bautzener Kulturschau 6/1988]]&lt;br /&gt;
Der erste Kindergarten wurde gleich nach dem II. Weltkrieg in Haus Nr.22 im Obergeschoß eingerichtet und danach in Oberuhna in der ehemaligen Mühle an der heutigen Bushaltestelle. Anschließend, so Anfang der 50-iger Jahre im Haus Nr.27, danach in Haus Nr.9. Nach dem Weggang der Familie Kupsch in den Westen wurde ab 1957/58 auf dessen Grundstück (Wirtschaft Nr.11) das Wohnhaus zur Kindertagesstätte umgebaut. 1959 wurde im Obergeschoß eine Kinderkrippe, eine sogenannte &amp;quot;Erntekrippe&amp;quot;, für 15 Kinder eingerichtet. Ab 1968 war die Krippe das ganze Jahr geöffnet. Ungefähr 1967 wechselte der Kindergarten in das umgebaute Scheunengebäude und die Kinderkrippe blieb im vormaligen Wohngebäude. In der oberen Etage waren nun die &amp;quot;Kleinen&amp;quot;, in der unteren die &amp;quot;Großen&amp;quot; untergebracht. Es kamen ordentliche Toilettenanlagen her. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da dieses Gebäude eine Kapazität für ca. 30 Kinder hatte, wurde eine Gruppe mit ca. 20 Kindern im Neubau der Arztpraxis untergebracht. Später gab es auch ein Planschbecken und, damit die Kinder später selbstständig zur Schule gingen,  einen „Verkehrsgarten“ mit den wichtigsten Verkehrszeichen, auf welchem die Kinder mit gebrauchten Rollern, Dreirädern und Puppenwagen spielerisch das Verhalten im Straßenverkehr übten. Im Seitengebäude entstanden praktische Lagerräume und ein Waschstützpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder wurden ab 1 Jahr aufgenommen. Bedingung war „windelsauber“. Tischler Dieter Bähr (Haus Nr.9) hatte für das „Geschäft“ ein schönes gehobeltes Brett mit 5 runden Löchern angefertigt und unten waren die „Töpfchen“. In einem bestimmten Rhythmus wurden die Kinder „getöppelt“ und die Kinder waren beglückt, wenn dann nicht nur beim Nachbarn etwas drin war. Ob dieser Maßnahme sind keine Fälle von seelischen Schäden bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anfang war sehr bescheiden. Es galt, für jedes Kind ein Bettchen zu haben. Der rührige Bürgermeister Karl Domschke holte mit seinem Autoanhänger vorfristig abgeschriebene Wickeltische, Matratzen und Betten aus dem Krankenhaus in Bautzen ab. Spielzeug (natürlich gebraucht) wurde gespendet. Die beschäftigten von außerhalb kamen mit dem Fahrrad auf Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorrangig untergebracht waren Kinder der LPG-Mitglieder, des Meliorationsbaus Prischwitz und des Kirchengutes Schmochtitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einmal monatlich wurden die Kinder von Frau Dr. Schreiter ärztlich betreut. Früh und nachmittags übernahm der Bus des Meliorationsbaues Prischwitz den &amp;quot;Transport&amp;quot; der Kinder in die Kindereinrichtung und wieder zurück. Den Erinnerungen von Elke Schneider zufolge beherbergte die Kinderkrippe 30- 50 Kinder. Die Rentenbrigade der LPG bezahlte 2 &amp;quot;Sechs-Sitzer&amp;quot; für die Krippe und schaffte für die Kleinen 50 Paar Gummistiefel sowie Regenumhänge an. An einem 1. Juni, dem internationalen Kindertag, stellte der Meliorationsbau einen Bus für die große Gruppe der Krippe zur Verfügung, um nach Bischofswerda in den Tierpark zu fahren. &amp;quot;Diese Höhepunkte“ waren immer ein schönes Erlebnis für die knapp 3-Jährigen; zu hoffen, daß alles klappt - ohne Anschnallen bzw. Erbrechen oder Einpullern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Rückübereignung ging das Grundstück wieder in den Besitz der Erben von Paul Alwin Kupsch über. Kindergarten und Krippe existierten bis ca.1996. Durch die Eingemeindung von Salzenforst nach Kleinwelka 1994 entschied der dortige Bürgermeister, Herr Lehmann, die Schließung dieser modernen und auf dem damals neuesten Stand stehenden Einrichtung. Da damit das Gebäude seinen sozialen Zweck verlor, erhielten die Erben von Kupsch ihr Grundstück zurück, welches sein Sohn Erich verkaufte. Danach entstanden auf dem Areal Einfamilienhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kindergartenleiterin: Frau Horschig, Frau Weder (vor der Wende bis zum Ende),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kindergärtnerinnen waren: Frau Gisela Bähr, Frau Pannach, Frau Löschau, Frau Hübner, Frau Schiemeck, Frau Döcke, Frau Koban, Frau Schatte, Traudel, Frau Holunder, Frau Mensel, Frau Jurk (angelernt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinderkrippenleiterin: Frau Lina Habel, Frau Elke Schneider (um 1980), Frau Ines Albinus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krippenerzieherin: große Gruppe: Frau Margot Peschke und Frau Rita Frunske; kleine Gruppe: Frau Angela Kuschel (1980-), Frau Schmidtgen, Frau Bär; Gruppe Neubau Arztpraxis: Petra Schulze. Frau Kerstin Scholze,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sogenannte &amp;quot;Spätdienst&amp;quot; wurde von Oma Ella abgedeckt; in heutiger Zeit undenkbar. Sie wohnte um die Ecke, war ungelernt und herzenslieb. Auch die Reinigungshilfe Frau Otto sprang ein, wenn Not am Mann war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küche befand sich im Erdgeschoß des späteren Krippengebäudes. Köchin waren Frau Ruth Warmuth und Frau Roch. Von 1967-1991 war ihre Tochter Lisa Kieschnik leitende Köchin und Frau Lotte Noack Köchin. Ab 1991 übernahm Frau Ziegenbalg (gelernte Köchin) die Küchenleitung. Frau Lenka Opitz aus Döberkitz und Frau Kampa aus Oberuhna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Küchenaushilfen: Frau Else Rölke, Hedwig Domschke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reinigungskraft: Frau Otto, Frau Lilo Peritz ; Hausmeister: Busch (Nr.3b)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hausmeister: Herr Heinz Combor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schuhmacher ==&lt;br /&gt;
Johann Heine (1788-1861) (Haus Nr.7?) war der erste bekannte Schuhmacher im Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Ernst Freiberg (1863-?), welcher mit seiner Familie in Haus Nr. 8b und später in Haus Nr.19 lebte, war bis ca. 1893 ebenfalls Schuhmacher in Salzenforst, stammte aus Schmochtitz und verzog zwischen 1892 und 1894 nach Temritz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Koban (1912-2013) (Haus Nr.20) als letzter dieser Zunft hatte seine Werkstatt noch bis ca. 1990 im Haus, hatte aber nach Gründung der LPG hauptberuflich als Sattler gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schneider ==&lt;br /&gt;
Herr Jakob Waurik (1773-1849), geb. in Dürrwicknitz, wird als Schneider und Einwohner in Salzenforst aufgeführt und war verheiratet mit Katharina, geb. Cziesch, auch Kranz gen., (err.1773-1838) aus Salzenforst. In welchem Haus er wohnte ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauunternehmer ==&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von einem Bauunternehmer Preusker um 1900 (Chr.S.93).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauunternehmer im Ort waren außerdem Karl August Röthig (1837-1904) (Haus Nr.16b), geboren in Ebersbach und sein Enkel Georg Alfred Röthig (1909-1998).   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zementfabrikant war Ernst August Biesold (1887-1967) (Haus Nr.3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zejler, Jan (Johann) (1767-1844) (Haus Nr.14), der Vater von Handrij Zejler, war Häusler und zugleich Brunnenbauer.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Totengräber ==&lt;br /&gt;
Früher gab es noch keine Beerdigungsinstitute, so wie wir sie heute kennen. Das Ausheben und Verfüllen des Grabes für die Verstorbenen war Aufgabe des Totengräbers. Diese schwere Handarbeit, nur mit Hacke und Schaufel, wurde von Johann Polan (1892-1975) (Haus Nr.32) von ? bis zum Jahre ? ausgeführt. Danach übernahm Georg Rötschke (Haus Nr. 8) das Amt. Die Sargträger, 6 an der Zahl, waren ausnahmslos Einwohner des Ortes. Heimbürgin war Frau Waltraud Schulze aus Großwelka. Ihre Aufgabe war es, den Verstorbenen zu waschen und anzukleiden. Sie wurde von den engsten Angehörigen des Trauerhauses bestellt. Die Erledigung der Formalitäten im Zusammenhang mit dem Verstorbenen oblag den Angehörigen. Da früher fast alle Einwohner der katholischen oder evangelischen Konfession angehörten, hielt die Leichenpredigt der Pfarrer ab.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wäschemangel ==&lt;br /&gt;
Es gab mehrere Wäschemangeln im Ort. Eine stand bei Hermann Preusche im Haus Nr.3b; diese wurde1993/94 elektrisch umgerüstet und war bis 2017 in Betrieb; steht jetzt als „Museumsstück“ im Garten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Georg Rötschke (Haus Nr.8) ist die Rolle noch intakt und jetzt ebenfalls elektrifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Ferdinand Worm (Haus Nr.24) stand im Fachwerknebengebäude ebenfalls eine Rolle, welche bis Mitte der 70-iger Jahre mit Muskelkraft betrieben werden mußte. Nach der Stillegung wurde diese in den 80-iger Jahren abgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Waschstützpunkt ==&lt;br /&gt;
Lisa Kieschnik, geb. Warmuth , war Leiterin des waschstützpunktes in salzenforst. Dort gab es 2 Waschmaschinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Post ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1924 befand sich die Öffentliche Fernsprechstelle noch in Kleinwelka. Wann die Poststelle in Salzenforst eröffnet wurde, ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Liddy Preusche (1901-1981) (Haus Nr.3b) soll nach 1945 die erste gewesen sein, die diese in Betrieb hatte. Ihr Mann, Hermann Preusche wae Gemeindebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Johanne Pittermann (1921?-1996?) führte diese Poststelle von ca.1950 bis zu ihrer Rente 1981 weiter. Bis 1990 konnte man bei ihr noch öffentlich telefonieren. Zu ihren Aufgaben zählten neben der Telefongesprächsvermittlung die Paket-u. Briefannahme sowie das Zeitungs-u. Briefaustragen. Auch Telegramme konnte man aufgeben. Das Telefon befand sich im Korridor und der Wohnzimmertisch fungierte als „Annahmeschalter“. Da kein Linienbus nach Bautzen verkehrte, gab es manchmal die Möglichkeit, mit dem Postauto mitzufahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1987 war die Poststelle im Gemeindeamt (Haus Nr.17b) untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Telefonanschlüsse waren bis in die 1970-iger Jahre Mangelware. Im ganzen Ort gab es 3 Telefonanschlüsse. Die öffentliche bei Pittermann, beim Bürgermeister Karl Domschke (Haus Nr.14) (nicht öffentlich) und bei Schorch (Haus Nr.30).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeindebüttel/Dorfpolizist/ABV (Abschnittsbevollmächtigter) ==&lt;br /&gt;
Hermann Paul Heine (1887-1956) (Haus Nr.34) war Gemeinde Büttel  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einem Sitzungsprotokoll der Gemeindeverordneten vom 04. April 1933 geht hervor, daß der Ort dem Zweckverband der Gendarmeriestation Göda angescvhlossen wird. Die in Göda stationierte Hilfspolizei patrolliert ab da auch in Salzenforst (Chr. S.113). Weiter schreibt die Chronik auf Seite 115, daß 1937 der Nachtwächterposten eingezogen wird.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1953 wurde in Haus Nr. 16 die Wohnung von der verstorbenen Frau Frida Schieritz (1890-1952) als Dienstwohnung inclusive Polizeistation für den ABV bereitgestellt.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Ortschronik (S.148) versah in diesem Jahr ein Herr Strohbach als erster ABV  sein Amt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhart Olschinka war der darauffolgende ABV. Um 1960 war &amp;quot;Maschinky&amp;quot; Dorfpolizist. Danach war er Hauptmann der Kriminalpolizei in Bautzen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihm kam Ernst Josef Schrammel (1920-nach 1960), der von Häsner abgelöst wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Chr.IIS.45 wird Wolfgang Raffelt als ABV aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später kam Krüger (*?-vor2020). Er war ABV von 1963-1979. Nach ihm mußte die Wohnung generalsaniert werden, bevor sie wieder bewohnbar war und Siegfried Eschler einziehen konnte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vorletzter ABV war Hein.?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
letzter ABV war Henke, der aber in Rattwitz wohnte und danach nach Berlin verzogen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle ABV&#039;s hatten eine Dienstpistole, die in einer festmontierten Kassette, meist im Schlafzimmer untergebracht, aufzubewahren war. Als Dienstfahrzeug stand ihnen eine Schwalbe zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seidler, Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Werner&amp;lt;/u&amp;gt; wird als Polizist aus Oberuhna aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsrichter ==&lt;br /&gt;
Wosky, Nikolaus  (err.1720-1779) (Wohnhaus unbekannt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Lehmann (1779-1845) (Haus Nr.5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Heine (1788-1861) (Haus Nr.7?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Lebsa (1865?-?) (Haus Nr.6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Ferdinand Philipp(1830-1908) (Haus Nr.18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Jakob Lebsa (1865-†?) (Haus Nr.6)       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeindevorsteher/Bürgermeister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die alte Landgemeindeverordnung bestand bis zum Jahre 1873. Diese wahrte noch den Rittergutsbesitzern die Gerichtsbarkeit und Verwaltung des Dorfes. Salzenforst unterstand dem Domstift zu Bautzen und somit dessen Gerichtsbarkeit. Durch die revidierte Landgemeindeverordnung erhielten nun die Gemeinden das Recht, sich unter Oberaufsicht der königlichen Amtshauptmannschaft selbst zu regieren. Die Gemeindeglieder wählen unter sich die Ortsbehörde. Wählen darf nur, wer die bürgerlichen Ehrenrechte besitzt, das 20. LJ vollendet hat und in der Gemeinde wohnt. Wählbar ist jeder Wahlberechtigte. Die  Gemeindeverordneten sind auf 3 Jahre gewählt. Diese wählen aus ihrer Mitte den Bürgermeister auf 6 Jahre. An dessen Hause hängt das schlichte Schild &#039;&#039;&amp;quot;Ortsbehörde&amp;quot;.&#039;&#039; Er leitet alle Angelegenheiten der politischen gemeinde, verwaltet ihr Stammvermögen, ihre Grundstücke und Fluren, die Urkunden und Gesetzesblätter, zieht Steuern ein, nimmt die An-u. Abmeldung zu-u. abziehender Personen entgegen, führt die Polizeigewalt und sorgt für Sicherheit und gute Sitte (aus: F. Wilhelm: &amp;quot; Unsere Heimat-die Lausitz&amp;quot; 1925).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wahlrecht für Frauen wurde erst am 30. November 1918 in Deutschland eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindeamt ===&lt;br /&gt;
Das alte Domizil des Gemeindeamtes im Haus Nr. 17b mußte Ende Juli 1991 aufgegeben werden. So erteilteFrau Falten als Bürgermeisterin 1990 der Fa. Industriebau GmbH in Bischofswerda den Auftrag, ein Mehrzweckgebäude mit Krüppelwalmdach auf dem Dorfanger in Salzenforst zu errichten. Neben dem Räumen für das neue Gemeindeamt sollte es die Poststelle, ein Veranstaltungsraum mit Küche für die Einwohner, Zimmer für die Übernachtung von Gästen der Gemeinde, 2 Garagen und ein Geräteraum für die Feuerwehr beherbergen. Die Einweihung fand am 03.10.1991 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Personen ===&lt;br /&gt;
August Nowak (welcher ist unklar, es gab 2x Johann August und 1x Karl August Noack in Haus Nr.35)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ortsvorsteher: ====&lt;br /&gt;
Zieschang, Johann Karl August (1876-1939) vom 21.10.1911-14.02.1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rölke, Johann Traugott (1889-1967) vom 15.02.1924-1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bürgermeister: ====&lt;br /&gt;
August Radon von 1936- Mai 1945 (Chr. S.93)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Domschke (1914 in Cölln-1989) vom 28.05.1945-31.08.1952; gelernter Maurer, von 1939 bis 1945 als Soldat im Krieg, als Kriegsinvalide heimgekehrt, von 1952-1959 beim Rat des Kreises Bautzen angestellt. Er wurde auf Vorschlag des Landrates Dr. Ziesche von der sowjetischen Kommandantur als Bürgermeister eingesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Elisabeth Paulusch (1919-†?), aus Luppa vom 01.09.1952 bis 31.08.1959 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Domschke (1914-1989) ist ab 01.09.1959 wieder Hauptamtlicher Bürgermeister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinderatswahlen vom 17.09.1961 brachten folgendes Ergebnis: Bürgermeister K. Domschke; Stellvertreter: E. Mitzscherling; Sekretär: Helmut Schneider sowie Gerhard Kieschnick und Alfred Pöschel (Chr.IIS.46) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während einer Erkrankung 1962/63 übernahm seine Stellvertreterin, Frau Edith Mitzscherling, die Stelle als Bürgermeister. Sie war bereits seit dem 01.12.1950 auf dem Gemeindamt tätig, davon 20 Jahre als stellvertretende Bürgermeisterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Karl Domschke übernahm am 01.02.1982 sein Sohn Karlheinz Domschke (*1941) die Aufgaben des Bürgermeisters bis 1989/90?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Bürgermeisterin der Gemeinde Salzenforst-Bolbritz war Frau Barbara Falten (aus Döberkitz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salzenforst/Bolbritz existierte vom 01.07.1969 bis zum 31.12.1993 und hörte danach auf, eigenständig zu existieren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister von Bolbritz war Johann Noack aus Salzenforst (Haus Nr.36). Seine Sekretärin war von 1952 bis 1964 Frau Lisa Kieschnik, geb. Warmuth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ortschaftsräte ====&lt;br /&gt;
Am 01.01.1994 nach Kleinwelka eingegliedert und dieser bis zum 31.12.1998 angehörend. Der Bürgermeister von Kleinwelka war zu diesem Zeitpunkt Volker Lehmann. Lt. Vertrag vom 18.10.1998 wurde die Gemeinde Kleinwelka am 01.01.1999 der Stadt Bautzen eingegliedert. Bürgermeister von Bautzen war Christian Schramm. (s. auch unter Ortschronologie) Seit der Eingemeindung nach Kleinwelka werden die Interessen der Einwohner vom neu gegründeten Ortschaftsrat wahrgenommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Januar 1999 bis August 1999 gehörten dem Ortschaftsrat Salzenforst/Bolbritz an: Vorsitzender: Zschieppang, Klaus (ehem. Gem.-Vert); Stellvertreter: Goldschmidt, Reiner; Mitglieder: Briesning, Sylvia; Kieschnik, Manfred (ehem. Gem.-Vert); Kautzky, Franz (ehem. Gem.-Vert); Kliche, Gunter; Löhnert, Dieter (ehem. Gem.-Vert); Miersch, Christian (ehem. Gem.-Vert); Peukert, Hans (bis 03/1999); Richter, Götz; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1999 fanden Kommunalwahlen statt. Danach bestand der Ortschaftsrat aus 6 Mitgliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1999-2004: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Goldschmidt, Reiner; Mitglieder: Kliche, Gunter; Miersch, Christian; Steinborn, Olaf (bis 01/2000); Richter, Götz (ab 01/2000); Zschieppang, Klaus; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004-2009: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Zschieppang, Klaus; Mitglieder: Goldschmidt, Reiner; Löhnert, Dieter; Miersch, Christian; Ziesch, Joachim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009-2014: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Zschieppang, Klaus; Mitglieder: Biele, Tino; Goldschmidt, Reiner; Miersch, Christian; Richter, Götz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2014 besteht der Ortschaftsrat nur noch aus 5 Mitgliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014-2019: Vorsitzender Manfred Kieschnik (CDU); Stellvertreter: Tino Biele (CDU); Anna Ziesch (CDU); Michael Franke (SPD); Steffen Kunze (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019-2024: Vorsitzender: Manfred Kieschnik (CDU); Stellvertreter: Tino Biele (CDU); Frank Schneider (CDU); Dr. Martin Schneider (SPD); Harald Mörbe (AfD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 2024:  Vorsitzender: Daniel Mirtschink (CDU), Stellvertreter Joachim Ziesch (CDU) sowie die Räte Stefan Kieschnick (SPD), Harald Mörbe (AfD) und Frank Schneider (CDU).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadträte ====&lt;br /&gt;
Von 1999 bis 2014 war Manfred Kieschnik aus Bolbritz Stadtrat. Von 2014-2019 war Joachim Ziesch aus Bolbritz Stadtrat und ab 2024 ist Daniel Mirtschink aus  Salzenforst Stadtrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feuerwehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Feuerwehrpflichtabgabe 1992.jpg|mini|500x500px|Feuerwehr Abgabe - Bescheid von 1992 (Quelle: W. Schneider)]]&lt;br /&gt;
Die Feuerwehr war eine Pflichtfeuerwehr und besteht seit ca. Mitte des 19. Jhs. Gerhard Brocke (Haus Nr.16c?) wurde 1937 zum Spritzenmeistzer bestellt (Chr. S.115). Eine Motorspritze mit einer Leistung von 800 Liter/min wurde 1942 angeschafft (Chr.S.94). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alte Spritzenhaus neben dem Dorfteich wurde abgerissen und für die freiwillige Feuerwehr ein Gerätehaus  im neu errichteten Gemeindehaus auf dem ehemaligen Dorfanger untergebracht. Die Einweihung war am 03.10.1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salzenforst erhob zu Beginn der 90-iger Jahre eine Feuerwehrpflichtabgabe für alle männlichen Einwohner vom 18. bis zum vollendeten 55. Lebensjahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 wurde wegen der Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges ein Umbau des Feuerwehrgerätehauses notwendig. Der 30 Jahre alte Barkas B 1000 hatte ausgedient. damit verbunden war der Bau einer neuen Zufahrt und die Absenkung des hallenbodens um 70 cm. Außerdem bekommt die Halle neue Fenster und ein neues Tor. Elektrik, Sanitäranlagen, Beleuchtung und Heiztechnik wurden überholt. (&amp;quot;SZ&amp;quot; vom 01.09.2004)&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Feuerwehr Schatte, IngridSchilg, Gisela.jpg|mini|Altes Spritzenhaus 1956 (im Vordergrund Schatte, Gisela und Schilg, Ingrid) (Quelle: W. Schneider)|514x514px]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Safo Feuerwehr 2004.jpg|mini|562x562px|Feuerwehrgerätehaus zwischen 1991 und 2004 (Quelle: &amp;quot;SZ&amp;quot; vom 01.09.2004)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Ehemalige_Handwerker_und_Gewerke&amp;diff=936</id>
		<title>Ehemalige Handwerker und Gewerke</title>
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		<updated>2025-12-01T13:58:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Bäckerei mit Krämerei */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Bäckerei mit Krämerei ==&lt;br /&gt;
Diese befand sich im Haus Nr. 2b. 1881 erbaut, haben seitdem folgende Bäcker ihr Handwerk dort ausgeübt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1881 bis 1885/86 war der erste nachweislich im Ort gewesene Bäcker Johann Traugott Lucas (*1860 †?) aus Großhähnchen und seine Ehefrau Marie Charlotte, geb. Rüdrig aus Dresden. Nach ihm, von 1885/86 bis 1887 war Karl August Dornig Bäcker im Ort. Beide pachteten die Backstube von Karl August Leberecht Röthig, dem Erbauer des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1887 bis 1896 folgte Bäckermeister Karl Wirth (+? †?) mit seiner Ehefrau Amalie, g. Kappler (*? †?) aus Salzenforst, danach, von 1896 bis Bäckermeister Gustav Bruno Zschieschan und seine Frau Marie Auguste, g. Adler , welche bis 1902 die Backstube betrieben. In diesem Jahr wurden die letzten Gesellen Knothe und Augst abgemeldet (Sportelverzeichnis d. Gem. Salzenforst).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 kaufte Bäckermeister Friedrich Oswald Peritz (1875-1922) aus Oschatz das Haus und betrieb die Bäckerei mit seiner Gattin Marie Martha, g. Schulze (1880-1945) aus Halbendorf/Ebendörfel. Der Bäckermeister und Schwiegersohn Fritz Erich Beyer (*1904 †1967/68?) aus Marklissa übernahm die Bäckerei mit seiner Frau Gertrud , geb. Peritz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war der letzte Bäcker, arbeitete bis 1964 und hat zwischen 1945 und 1964 mit einem Kastenwagen das Brot breitgefahren. Im Jahre 1956 oder 1957 wurde er in Schmochtitz an der Parkmauer überfallen und ausgeraubt. 1964 zog Fritz Beyer und Gattin nach Niederuhna, wo er verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Haus Nr.2b wohnte und arbeitete auch ein Bäcker Reiche; wann und wie lange, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stellmacherei ==&lt;br /&gt;
Johann Lehmann (1806-1883) (Haus Nr.11) stammte aus Singwitz und war Stellmachermeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Tuppatsch (1868-1936) aus Purschwitz war Stellmachermeister in Haus Nr.9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Tod wohnte und arbeitete der Stellmachermeister Hermann Alwin Schuster (1891-1955) aus Göda in Haus Nr.9 (Chr.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Stellmachermeister in diesem Haus war Dieter Bähr (1936-2023). Er stammte aus Neschwitz. Er arbeitete bis ca.1988 ? und mußte aus gesundheitlichen Gründen seine Werkstatt schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tischlerei ==&lt;br /&gt;
Jakob Müller (1822-1902) (Nr.27) war Zimmermann im Ort. Sein Sohn Johann August (1856-1908) war ebenfalls Zimmermann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Johannes Hoffmann (1868-1950) (Haus Nr.5) aus Langenbielau war Zimmermann und Gutsbesitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tischlermeister errichtete Herr Hermann Schube (1856-1929), geb. in Drauschkowitz, 1888 den Saal, heiratete 1890 die Wirtstochter Marie Bertha, g. Unger und übernahm die Gastwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Sohn Moritz Schube (1893-1977) führte neben der Gastwirtschaft als Meister die eigene Tischlerei weiter. Nach 1945 stellte er den Tischlereibetrieb ein (Chr. S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Karl Hübner (1913-1958) war Tischler von Beruf, hatte aber keine eigene Werkstatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schmiede ==&lt;br /&gt;
Die Schmiede in Haus Nr.8 ist seit 1878 im Besitz von Familie Radon (Chr.S.93). Andreas Radon (1851-1912) (Nr.8) kam aus Döhlen bei Bautzen und war der erste bekannte Schmiedemeister. Ob vorher ein Schmiedebetrieb existierte, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn Johann &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Radon (1884-1960) (Nr.8), gleichzeitig Hufschmied, übernahm die Schmiede nach dem Tod seines Vaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen fortgeschrittenem Alter verpachtete August Radon die Schmiede um 1947 an Schmiedemeister Herrn Helmut Schneider (*1913 †?), der das Handwerk bis 1957 ausführte und dann in der MAS (Maschinen-Ausleih-Station) Prischwitz in Salzenforst arbeitete (Chr.S.142). 1957 wurde die Schmiede geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kupferschmiede ==&lt;br /&gt;
1880 kaufte der erste Kupferschmied Karl August Noack (1848-1920) das Haus Nr.28 und ließ 1881 eine Kupferschmiedewerkstatt erbauen. 1891 kaufte er das Grundstück Nr.10 und betrieb seine Kupferschmiede an diesem Ort weiter. Sein Sohn Ernst Traugott Noack (1875-1951) wurde ebenfalls Kupferschmied wie sein Vater und betrieb die Werkstatt weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fahrradreparaturwerkstatt ==&lt;br /&gt;
Hermann Johann Suschke (1902-1972) aus Niederuhna, von Beruf Dreher, lernte bei der Firma W. Fuchs in Bautzen und arbeitete nach der Lehre seit 1925 in der Firma P. Preibisch in Bautzen. Er wohnte in Haus Nr.26 und betrieb von 16.11.1946 bis zu seiner Rente im Jahre 1967 eine Fahrradreparaturwerkstatt . Dabei diente das Wohnzimmer als Verkaufs-Ausstellungs-u. Beratungsraum. Neben vielen wichtigen Dingen hatten es die Kinder besonders auf Fahrradwimpel und Nabenputzringe abgesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fuhrunternehmer ==&lt;br /&gt;
Rudolf Mattitza (*1921 †nach1990?) wohnte in Haus Nr.1b und hatte ein Fuhrgeschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthäuser ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Nr.12/13 ===&lt;br /&gt;
Das Salzenforst schon vor dem 30-jährigem Krieg (1618-1648) eine Schankwirtschaft besessen hat, ist anzunehmen. Im Jahre 1678 wird der Schankwirt George Kretzschmar bezichtigt, fremdes Bier ausgeschenkt zu haben, woraufhin er 100 Dukaten Strafe zu zahlen hatte. 1705 muß wohl George Kretzschmar verstorben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab da wird ein gewisser Hans Kittan als Schankwirt genannt (Chr. S.44-46). (Es lebte zu dieser Zeit tatsächlich ein Kittan, Johannes in Salzenforst in Haus Nr.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
George Cziesch wird als Schankwirt in Safo u. Bauer in Säuritz um 1815 aufgeführt. Andreas Mikan aus Gröditz war um 1830 Schankpächter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den ersten Jahrzehnten des 19. JH. befand sich die Schenke in Salzenforst in den ehemaligen Häusern Nr. 12 und 13. Der Besitzer Carl Friedrich Rudolph Voigt ließ 1848 ein neues &amp;quot;Schenkengebäude&amp;quot; errichten.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chronik (S.17)berichtet, daß die Kneipe abbrannte. Der Neuaufbau eines Gebäudes (Gasthaus „Zur schwarzen Lilie“) aus Schwarzadler nach Salzenforst erfolgte durch Johann Gottlieb Hübner (1841-1905) (Jahr unbekannt- nach Brand 1867?) (S17).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Nr.17 ===&lt;br /&gt;
Das Haus Nr.17 wurde als Einkehrhaus 1864 von Unger, Karl (1825-1889), geb. in Oehlisch, neu erbaut. Das Grundstück dazu wurde von dem Besitzer Karl Lange aus Bautzen erworben. Die Chronik berichtet, daß der Gastwirt Unger bereits zuvor eine Branntweinbrennerei betrieb (Chr. S.157/158). Wo genau, ist nicht erwähnt. Es ist anzunehmen, daß nach dem Neubau der Gaststätte durch Karl Unger die Schankwirtschaft in Haus Nr.12 geschlossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tischlermeister Herr Hermann Schube (1856-1929), geb. in Drauschkowitz, übernahm 1888 die Gastwirtschaft, errichtete anschließend das Nebengebäude mit Saal (lt. GStK -Eintrag von 1893) und heiratete 1890 die Wirtstochter Marie Bertha, g. Unger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Sohn Moritz Schube (1893-1977), ebenfalls Tischlermeister, führte die Gastwirtschaft weiter. Am 31.12.1953 wurde ihm die Schankkonzession entzogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tanzsaal wurde 1956 im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes wieder hergerichtet. Bis 1959 hatte Salzenforst keine Gaststätte mehr. Nach gründlicher Renovierung der Gaststube, der Küche und des Vorraumes fand am 07. Oktober 1959, zum 10. Jahrestag der Gründung der DDR, die Neueröffnung der Konsumgaststätte statt (Chr. S.158). In dieser konte jetzt das Mittagessen für die LPG-Mitglieder ausgegeben werden. In der Bautzener Kulturschau 5/1968 steht geschrieben, daß die Konsumgaststätte Salzenforst keinen Ruhetag hat. Am Sonnabend war Tanz und es spielte u.a. das &amp;quot;Mirando&amp;quot;-Trio. Zuvor jedoch wurde der Tanzboden mit Seifenflocken glatt gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Moritz Schube betrieb sein Enkel die Gaststätte als Konsumgaststätte weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren war Frau Dumdey, Elfriede die Pächterin, welche die „Kneipe“ bis zur Schließung, ca. 1996, weiterführte. Das Speisenangebot war übersichtlich. Es gab Bockwurst oder Schnitzel mit und ohne Kartoffelsalat. Ein kleines Helles kostete 40 Pfennig, ein Pilsner 49 Pfennig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kolonialwarenladen und Konsum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Konsum Neubau 1988 .jpg|mini|Konsum Neubau (Foto aus: Bautzener Kulturschau 6/1988)]]&lt;br /&gt;
Hermann Schube (1856-1929) betrieb neben der Gastwirtschaft, der Tischlerei und einer kleinen Landwirtschaft noch ein Lebensmittelgeschäft, welches Moritz Schube (1893-1977) bis ca. 1953 weiterführte (Chr. S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Bäckermeister Fritz Beyer hatte neben seiner Backstube bis 1964 eine Krämerei in seinem Haus Nr.2b.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1953 wurde das Lebensmittelgeschäft bei Schube eingestellt und die Konsumgenossenschaft Göda eröffnete hier eine Verkaufsstelle. Im Mai 1958 wurden die letzten Lebensmittelkarten abgeschafft (Chr. S.125). Ebenfalls zum 10. Jahrestag der Republik wurden 1959 hier vom Konsumverband die Verkaufsräume renoviert und als Teil-Selbstbedienungsladen eingerichtet (Chr.S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abriß der Gebäude auf dem Grundstück Nr.19 (ehemals Pietschmann) wurde Ende der 70-iger Jahre von der Konsumgenossenschaft ein neues Gebäude errichtet und der alte Laden bei Schube geschlossen. Dieser „Dorfkonsum“ existierte bis ca.1990 (s. Foto). Danach gelangte das Gebäude in Privatbesitz und wird als Wohnhaus genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkäuferinnen waren u.a. Frau Else Paul (1903-?), Frau Weber und nach 1990 Simone Koban.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hebamme ==&lt;br /&gt;
Hebamme war Magdalena Kliemand, geb. Schelling (1841-1903) aus Lohsa. Sie wohnte in Haus Nr.33 und war verheiratet mit dem Häusler Johann Ernst Kliemand (1834-1895).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwesternstation und Arztpraxis ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemeindeschwester T. Eschler 1985.jpg|mini|Gemeindeschwester Traudel Eschlker bei der Arbeit in der neuen Arztpraxis (SZ vom 28./29.09.1985)]]&lt;br /&gt;
Die Schwesternstation wurde nach dem Krieg eingerichtet und bis Ende der 50-iger Jahre untergebracht bei Karl Domschke im Nebengebäude des Hauses Nr.14.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach bei Worm, Ferdinand in 2 Räumen des Erdgeschosses des Haus Nr.24. Dort war neben der Schwesternstation auch eine Mütterberatungsstelle. An manchen Sprechtagen herrschte reger Andrang. So kam es vor, daß bis zu 10 Kinderwagen vor dem Eingang auf dem Hof standen. Der Bautzener Kinderarzt Dr. Bergan war hier praktizierend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 70-iger Jahre wurde auf Initiative des Bürgermeisters Karl Domschke neben dem  Kindergarten auf dem Grundstück Nr.11, ehemals Kupsch, eine neue Unterkunft gebaut. Dieser Flachbau diente bis 1990 als Arztpraxis und Schwesternstation und bis 1992 als Krippenunterkunft. Dipl.- med. Wilfried Kuban, danach Dipl. - med. Jens Braune von der Staatlichen Arztpraxis Kleinwelka praktizierte in regelmäßigen Sprechstunden in den neuen Räumen. 1990 haben die Erben von Paul Alwin Kupsch (1891-1952) das gesamte Grundstück wiederbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedwig Schorch, geb. Witschas (1919-17.03.1993) (Haus Nr.30) war die erste Gemeindekrankenschwester von der Eröffnung bis zur ihrer Rente im Jahre 1979. Danach übernahm ihre Tochter Edeltraud, verh. Eschler, ebenfalls Krankenschwester, ihre Stelle und sorgte sich weiter um die Gesundheit sowohl der Salzenforster als auch aller anderen Gemeindeeinwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Flachbau existierte auch ein betonierter Zivilschutzbunker. Die Schutzmasken waren bei Georg Müller (Nr.16) deponiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwesternstation wurde nach dem Krieg eingerichtet und bis Ende der 50-iger Jahre untergebracht bei Karl Domschke links im Nebengebäude des Hauses Nr.14.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach bei Worm, Ferdinand (Haus Nr.24). Dort war neben der Schwesternstation auch eine Mütterberatungsstelle. An manchen Sprechtagen herrschte reger Andrang. So kam es vor, daß bis zu 10 Kinderwagen vor dem Eingang auf dem Hof standen. Der Bautzener Kinderarzt Dr. Bergan war hier praktizierend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 70-iger Jahre wurde auf Initiative des Bürgermeisters Karl Domschke neben dem  Kindergarten auf dem Grundstück Nr.11, ehemals Kupsch, eine neue Unterkunft gebaut. Dieser Flachbau diente bis 1990 als Arztpraxis und Schwesternstation. Dipl.-med. Wilfried Kuban von der Staatlichen Arztpraxis Kleinwelka praktizierte in regelmäßigen Sprechstunden in den neuen Räumen. 1990 haben die Erben von Paul Alwin Kupsch (1891-1952) das Grundstück wiederbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedwig Schorch, geb. Witschas (1919-?) (Haus Nr.30) war die erste Gemeindekrankenschwester von der Eröffnung bis zur ihrer Rente im Jahre 1979. Danach übernahm ihre Tochter Edeltraud, verh. Eschler, ebenfalls Krankenschwester, ihre Stelle und sorgte sich weiter um die Gesundheit sowohl der Salzenforster als auch aller anderen Gemeindeeinwohner. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindengarten und -krippe ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kindergarten 1988.jpg|mini|Fotos um 1988 aus: Bautzener Kulturschau 6/1988]]&lt;br /&gt;
Der erste Kindergarten wurde gleich nach dem II. Weltkrieg in Haus Nr.22 im Obergeschoß eingerichtet und danach in Oberuhna in der ehemaligen Mühle an der heutigen Bushaltestelle. Anschließend, so Anfang der 50-iger Jahre im Haus Nr.27, danach in Haus Nr.9. Nach dem Weggang der Familie Kupsch in den Westen wurde ab 1957/58 auf dessen Grundstück (Wirtschaft Nr.11) das Wohnhaus zur Kindertagesstätte umgebaut. 1959 wurde im Obergeschoß eine Kinderkrippe, eine sogenannte &amp;quot;Erntekrippe&amp;quot;, für 15 Kinder eingerichtet. Ab 1968 war die Krippe das ganze Jahr geöffnet. Ungefähr 1967 wechselte der Kindergarten in das umgebaute Scheunengebäude und die Kinderkrippe blieb im vormaligen Wohngebäude. In der oberen Etage waren nun die &amp;quot;Kleinen&amp;quot;, in der unteren die &amp;quot;Großen&amp;quot; untergebracht. Es kamen ordentliche Toilettenanlagen her. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da dieses Gebäude eine Kapazität für ca. 30 Kinder hatte, wurde eine Gruppe mit ca. 20 Kindern im Neubau der Arztpraxis untergebracht. Später gab es auch ein Planschbecken und, damit die Kinder später selbstständig zur Schule gingen,  einen „Verkehrsgarten“ mit den wichtigsten Verkehrszeichen, auf welchem die Kinder mit gebrauchten Rollern, Dreirädern und Puppenwagen spielerisch das Verhalten im Straßenverkehr übten. Im Seitengebäude entstanden praktische Lagerräume und ein Waschstützpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder wurden ab 1 Jahr aufgenommen. Bedingung war „windelsauber“. Tischler Dieter Bähr (Haus Nr.9) hatte für das „Geschäft“ ein schönes gehobeltes Brett mit 5 runden Löchern angefertigt und unten waren die „Töpfchen“. In einem bestimmten Rhythmus wurden die Kinder „getöppelt“ und die Kinder waren beglückt, wenn dann nicht nur beim Nachbarn etwas drin war. Ob dieser Maßnahme sind keine Fälle von seelischen Schäden bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anfang war sehr bescheiden. Es galt, für jedes Kind ein Bettchen zu haben. Der rührige Bürgermeister Karl Domschke holte mit seinem Autoanhänger vorfristig abgeschriebene Wickeltische, Matratzen und Betten aus dem Krankenhaus in Bautzen ab. Spielzeug (natürlich gebraucht) wurde gespendet. Die beschäftigten von außerhalb kamen mit dem Fahrrad auf Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorrangig untergebracht waren Kinder der LPG-Mitglieder, des Meliorationsbaus Prischwitz und des Kirchengutes Schmochtitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einmal monatlich wurden die Kinder von Frau Dr. Schreiter ärztlich betreut. Früh und nachmittags übernahm der Bus des Meliorationsbaues Prischwitz den &amp;quot;Transport&amp;quot; der Kinder in die Kindereinrichtung und wieder zurück. Den Erinnerungen von Elke Schneider zufolge beherbergte die Kinderkrippe 30- 50 Kinder. Die Rentenbrigade der LPG bezahlte 2 &amp;quot;Sechs-Sitzer&amp;quot; für die Krippe und schaffte für die Kleinen 50 Paar Gummistiefel sowie Regenumhänge an. An einem 1. Juni, dem internationalen Kindertag, stellte der Meliorationsbau einen Bus für die große Gruppe der Krippe zur Verfügung, um nach Bischofswerda in den Tierpark zu fahren. &amp;quot;Diese Höhepunkte“ waren immer ein schönes Erlebnis für die knapp 3-Jährigen; zu hoffen, daß alles klappt - ohne Anschnallen bzw. Erbrechen oder Einpullern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Rückübereignung ging das Grundstück wieder in den Besitz der Erben von Paul Alwin Kupsch über. Kindergarten und Krippe existierten bis ca.1996. Durch die Eingemeindung von Salzenforst nach Kleinwelka 1994 entschied der dortige Bürgermeister, Herr Lehmann, die Schließung dieser modernen und auf dem damals neuesten Stand stehenden Einrichtung. Da damit das Gebäude seinen sozialen Zweck verlor, erhielten die Erben von Kupsch ihr Grundstück zurück, welches sein Sohn Erich verkaufte. Danach entstanden auf dem Areal Einfamilienhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kindergartenleiterin: Frau Horschig, Frau Weder (vor der Wende bis zum Ende),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kindergärtnerinnen waren: Frau Gisela Bähr, Frau Pannach, Frau Löschau, Frau Hübner, Frau Schiemeck, Frau Döcke, Frau Koban, Frau Schatte, Traudel, Frau Holunder, Frau Mensel, Frau Jurk (angelernt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinderkrippenleiterin: Frau Lina Habel, Frau Elke Schneider (um 1980), Frau Ines Albinus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krippenerzieherin: große Gruppe: Frau Margot Peschke und Frau Rita Frunske; kleine Gruppe: Frau Angela Kuschel (1980-), Frau Schmidtgen, Frau Bär; Gruppe Neubau Arztpraxis: Petra Schulze. Frau Kerstin Scholze,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sogenannte &amp;quot;Spätdienst&amp;quot; wurde von Oma Ella abgedeckt; in heutiger Zeit undenkbar. Sie wohnte um die Ecke, war ungelernt und herzenslieb. Auch die Reinigungshilfe Frau Otto sprang ein, wenn Not am Mann war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küche befand sich im Erdgeschoß des späteren Krippengebäudes. Köchin waren Frau Ruth Warmuth und Frau Roch. Von 1967-1991 war ihre Tochter Lisa Kieschnik leitende Köchin und Frau Lotte Noack Köchin. Ab 1991 übernahm Frau Ziegenbalg (gelernte Köchin) die Küchenleitung. Frau Lenka Opitz aus Döberkitz und Frau Kampa aus Oberuhna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Küchenaushilfen: Frau Else Rölke, Hedwig Domschke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reinigungskraft: Frau Otto, Frau Lilo Peritz ; Hausmeister: Busch (Nr.3b)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hausmeister: Herr Heinz Combor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schuhmacher ==&lt;br /&gt;
Johann Heine (1788-1861) (Haus Nr.7?) war der erste bekannte Schuhmacher im Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Ernst Freiberg (1863-?), welcher mit seiner Familie in Haus Nr. 8b und später in Haus Nr.19 lebte, war bis ca. 1893 ebenfalls Schuhmacher in Salzenforst, stammte aus Schmochtitz und verzog zwischen 1892 und 1894 nach Temritz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Koban (1912-2013) (Haus Nr.20) als letzter dieser Zunft hatte seine Werkstatt noch bis ca. 1990 im Haus, hatte aber nach Gründung der LPG hauptberuflich als Sattler gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schneider ==&lt;br /&gt;
Herr Jakob Waurik (1773-1849), geb. in Dürrwicknitz, wird als Schneider und Einwohner in Salzenforst aufgeführt und war verheiratet mit Katharina, geb. Cziesch, auch Kranz gen., (err.1773-1838) aus Salzenforst. In welchem Haus er wohnte ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauunternehmer ==&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von einem Bauunternehmer Preusker um 1900 (Chr.S.93).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauunternehmer im Ort waren außerdem Karl August Röthig (1837-1904) (Haus Nr.16b), geboren in Ebersbach und sein Enkel Georg Alfred Röthig (1909-1998).   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zementfabrikant war Ernst August Biesold (1887-1967) (Haus Nr.3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zejler, Jan (Johann) (1767-1844) (Haus Nr.14), der Vater von Handrij Zejler, war Häusler und zugleich Brunnenbauer.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Totengräber ==&lt;br /&gt;
Früher gab es noch keine Beerdigungsinstitute, so wie wir sie heute kennen. Das Ausheben und Verfüllen des Grabes für die Verstorbenen war Aufgabe des Totengräbers. Diese schwere Handarbeit, nur mit Hacke und Schaufel, wurde von Johann Polan (1892-1975) (Haus Nr.32) von ? bis zum Jahre ? ausgeführt. Danach übernahm Georg Rötschke (Haus Nr. 8) das Amt. Die Sargträger, 6 an der Zahl, waren ausnahmslos Einwohner des Ortes. Heimbürgin war Frau Waltraud Schulze aus Großwelka. Ihre Aufgabe war es, den Verstorbenen zu waschen und anzukleiden. Sie wurde von den engsten Angehörigen des Trauerhauses bestellt. Die Erledigung der Formalitäten im Zusammenhang mit dem Verstorbenen oblag den Angehörigen. Da früher fast alle Einwohner der katholischen oder evangelischen Konfession angehörten, hielt die Leichenpredigt der Pfarrer ab.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wäschemangel ==&lt;br /&gt;
Es gab mehrere Wäschemangeln im Ort. Eine stand bei Hermann Preusche im Haus Nr.3b; diese wurde1993/94 elektrisch umgerüstet und war bis 2017 in Betrieb; steht jetzt als „Museumsstück“ im Garten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Georg Rötschke (Haus Nr.8) ist die Rolle noch intakt und jetzt ebenfalls elektrifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Ferdinand Worm (Haus Nr.24) stand im Fachwerknebengebäude ebenfalls eine Rolle, welche bis Mitte der 70-iger Jahre mit Muskelkraft betrieben werden mußte. Nach der Stillegung wurde diese in den 80-iger Jahren abgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Waschstützpunkt ==&lt;br /&gt;
Lisa Kieschnik, geb. Warmuth , war Leiterin des waschstützpunktes in salzenforst. Dort gab es 2 Waschmaschinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Post ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1924 befand sich die Öffentliche Fernsprechstelle noch in Kleinwelka. Wann die Poststelle in Salzenforst eröffnet wurde, ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Liddy Preusche (1901-1981) (Haus Nr.3b) soll nach 1945 die erste gewesen sein, die diese in Betrieb hatte. Ihr Mann, Hermann Preusche wae Gemeindebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Johanne Pittermann (1921?-1996?) führte diese Poststelle von ca.1950 bis zu ihrer Rente 1981 weiter. Bis 1990 konnte man bei ihr noch öffentlich telefonieren. Zu ihren Aufgaben zählten neben der Telefongesprächsvermittlung die Paket-u. Briefannahme sowie das Zeitungs-u. Briefaustragen. Auch Telegramme konnte man aufgeben. Das Telefon befand sich im Korridor und der Wohnzimmertisch fungierte als „Annahmeschalter“. Da kein Linienbus nach Bautzen verkehrte, gab es manchmal die Möglichkeit, mit dem Postauto mitzufahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1987 war die Poststelle im Gemeindeamt (Haus Nr.17b) untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Telefonanschlüsse waren bis in die 1970-iger Jahre Mangelware. Im ganzen Ort gab es 3 Telefonanschlüsse. Die öffentliche bei Pittermann, beim Bürgermeister Karl Domschke (Haus Nr.14) (nicht öffentlich) und bei Schorch (Haus Nr.30).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeindebüttel/Dorfpolizist/ABV (Abschnittsbevollmächtigter) ==&lt;br /&gt;
Hermann Paul Heine (1887-1956) (Haus Nr.34) war Gemeinde Büttel  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einem Sitzungsprotokoll der Gemeindeverordneten vom 04. April 1933 geht hervor, daß der Ort dem Zweckverband der Gendarmeriestation Göda angescvhlossen wird. Die in Göda stationierte Hilfspolizei patrolliert ab da auch in Salzenforst (Chr. S.113). Weiter schreibt die Chronik auf Seite 115, daß 1937 der Nachtwächterposten eingezogen wird.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1953 wurde in Haus Nr. 16 die Wohnung von der verstorbenen Frau Frida Schieritz (1890-1952) als Dienstwohnung inclusive Polizeistation für den ABV bereitgestellt.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Ortschronik (S.148) versah in diesem Jahr ein Herr Strohbach als erster ABV  sein Amt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhart Olschinka war der darauffolgende ABV. Um 1960 war &amp;quot;Maschinky&amp;quot; Dorfpolizist. Danach war er Hauptmann der Kriminalpolizei in Bautzen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihm kam Ernst Josef Schrammel (1920-nach 1960), der von Häsner abgelöst wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Chr.IIS.45 wird Wolfgang Raffelt als ABV aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später kam Krüger (*?-vor2020). Er war ABV von 1963-1979. Nach ihm mußte die Wohnung generalsaniert werden, bevor sie wieder bewohnbar war und Siegfried Eschler einziehen konnte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vorletzter ABV war Hein.?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
letzter ABV war Henke, der aber in Rattwitz wohnte und danach nach Berlin verzogen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle ABV&#039;s hatten eine Dienstpistole, die in einer festmontierten Kassette, meist im Schlafzimmer untergebracht, aufzubewahren war. Als Dienstfahrzeug stand ihnen eine Schwalbe zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seidler, Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Werner&amp;lt;/u&amp;gt; wird als Polizist aus Oberuhna aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsrichter ==&lt;br /&gt;
Wosky, Nikolaus  (err.1720-1779) (Wohnhaus unbekannt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Lehmann (1779-1845) (Haus Nr.5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Heine (1788-1861) (Haus Nr.7?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Lebsa (1865?-?) (Haus Nr.6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Ferdinand Philipp(1830-1908) (Haus Nr.18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Jakob Lebsa (1865-†?) (Haus Nr.6)       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeindevorsteher/Bürgermeister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die alte Landgemeindeverordnung bestand bis zum Jahre 1873. Diese wahrte noch den Rittergutsbesitzern die Gerichtsbarkeit und Verwaltung des Dorfes. Salzenforst unterstand dem Domstift zu Bautzen und somit dessen Gerichtsbarkeit. Durch die revidierte Landgemeindeverordnung erhielten nun die Gemeinden das Recht, sich unter Oberaufsicht der königlichen Amtshauptmannschaft selbst zu regieren. Die Gemeindeglieder wählen unter sich die Ortsbehörde. Wählen darf nur, wer die bürgerlichen Ehrenrechte besitzt, das 20. LJ vollendet hat und in der Gemeinde wohnt. Wählbar ist jeder Wahlberechtigte. Die  Gemeindeverordneten sind auf 3 Jahre gewählt. Diese wählen aus ihrer Mitte den Bürgermeister auf 6 Jahre. An dessen Hause hängt das schlichte Schild &#039;&#039;&amp;quot;Ortsbehörde&amp;quot;.&#039;&#039; Er leitet alle Angelegenheiten der politischen gemeinde, verwaltet ihr Stammvermögen, ihre Grundstücke und Fluren, die Urkunden und Gesetzesblätter, zieht Steuern ein, nimmt die An-u. Abmeldung zu-u. abziehender Personen entgegen, führt die Polizeigewalt und sorgt für Sicherheit und gute Sitte (aus: F. Wilhelm: &amp;quot; Unsere Heimat-die Lausitz&amp;quot; 1925).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wahlrecht für Frauen wurde erst am 30. November 1918 in Deutschland eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindeamt ===&lt;br /&gt;
Das alte Domizil des Gemeindeamtes im Haus Nr. 17b mußte Ende Juli 1991 aufgegeben werden. So erteilteFrau Falten als Bürgermeisterin 1990 der Fa. Industriebau GmbH in Bischofswerda den Auftrag, ein Mehrzweckgebäude mit Krüppelwalmdach auf dem Dorfanger in Salzenforst zu errichten. Neben dem Räumen für das neue Gemeindeamt sollte es die Poststelle, ein Veranstaltungsraum mit Küche für die Einwohner, Zimmer für die Übernachtung von Gästen der Gemeinde, 2 Garagen und ein Geräteraum für die Feuerwehr beherbergen. Die Einweihung fand am 03.10.1991 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Personen ===&lt;br /&gt;
August Nowak (welcher ist unklar, es gab 2x Johann August und 1x Karl August Noack in Haus Nr.35)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ortsvorsteher: ====&lt;br /&gt;
Zieschang, Johann Karl August (1876-1939) vom 21.10.1911-14.02.1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rölke, Johann Traugott (1889-1967) vom 15.02.1924-1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bürgermeister: ====&lt;br /&gt;
August Radon von 1936- Mai 1945 (Chr. S.93)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Domschke (1914 in Cölln-1989) vom 28.05.1945-31.08.1952; gelernter Maurer, von 1939 bis 1945 als Soldat im Krieg, als Kriegsinvalide heimgekehrt, von 1952-1959 beim Rat des Kreises Bautzen angestellt. Er wurde auf Vorschlag des Landrates Dr. Ziesche von der sowjetischen Kommandantur als Bürgermeister eingesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Elisabeth Paulusch (1919-†?), aus Luppa vom 01.09.1952 bis 31.08.1959 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Domschke (1914-1989) ist ab 01.09.1959 wieder Hauptamtlicher Bürgermeister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinderatswahlen vom 17.09.1961 brachten folgendes Ergebnis: Bürgermeister K. Domschke; Stellvertreter: E. Mitzscherling; Sekretär: Helmut Schneider sowie Gerhard Kieschnick und Alfred Pöschel (Chr.IIS.46) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während einer Erkrankung 1962/63 übernahm seine Stellvertreterin, Frau Edith Mitzscherling, die Stelle als Bürgermeister. Sie war bereits seit dem 01.12.1950 auf dem Gemeindamt tätig, davon 20 Jahre als stellvertretende Bürgermeisterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Karl Domschke übernahm am 01.02.1982 sein Sohn Karlheinz Domschke (*1941) die Aufgaben des Bürgermeisters bis 1989/90?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Bürgermeisterin der Gemeinde Salzenforst-Bolbritz war Frau Barbara Falten (aus Döberkitz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salzenforst/Bolbritz existierte vom 01.07.1969 bis zum 31.12.1993 und hörte danach auf, eigenständig zu existieren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister von Bolbritz war Johann Noack aus Salzenforst (Haus Nr.36). Seine Sekretärin war von 1952 bis 1964 Frau Lisa Kieschnik, geb. Warmuth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ortschaftsräte ====&lt;br /&gt;
Am 01.01.1994 nach Kleinwelka eingegliedert und dieser bis zum 31.12.1998 angehörend. Der Bürgermeister von Kleinwelka war zu diesem Zeitpunkt Volker Lehmann. Lt. Vertrag vom 18.10.1998 wurde die Gemeinde Kleinwelka am 01.01.1999 der Stadt Bautzen eingegliedert. Bürgermeister von Bautzen war Christian Schramm. (s. auch unter Ortschronologie) Seit der Eingemeindung nach Kleinwelka werden die Interessen der Einwohner vom neu gegründeten Ortschaftsrat wahrgenommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Januar 1999 bis August 1999 gehörten dem Ortschaftsrat Salzenforst/Bolbritz an: Vorsitzender: Zschieppang, Klaus (ehem. Gem.-Vert); Stellvertreter: Goldschmidt, Reiner; Mitglieder: Briesning, Sylvia; Kieschnik, Manfred (ehem. Gem.-Vert); Kautzky, Franz (ehem. Gem.-Vert); Kliche, Gunter; Löhnert, Dieter (ehem. Gem.-Vert); Miersch, Christian (ehem. Gem.-Vert); Peukert, Hans (bis 03/1999); Richter, Götz; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1999 fanden Kommunalwahlen statt. Danach bestand der Ortschaftsrat aus 6 Mitgliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1999-2004: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Goldschmidt, Reiner; Mitglieder: Kliche, Gunter; Miersch, Christian; Steinborn, Olaf (bis 01/2000); Richter, Götz (ab 01/2000); Zschieppang, Klaus; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004-2009: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Zschieppang, Klaus; Mitglieder: Goldschmidt, Reiner; Löhnert, Dieter; Miersch, Christian; Ziesch, Joachim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009-2014: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Zschieppang, Klaus; Mitglieder: Biele, Tino; Goldschmidt, Reiner; Miersch, Christian; Richter, Götz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2014 besteht der Ortschaftsrat nur noch aus 5 Mitgliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014-2019: Vorsitzender Manfred Kieschnik (CDU); Stellvertreter: Tino Biele (CDU); Anna Ziesch (CDU); Michael Franke (SPD); Steffen Kunze (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019-2024: Vorsitzender: Manfred Kieschnik (CDU); Stellvertreter: Tino Biele (CDU); Frank Schneider (CDU); Dr. Martin Schneider (SPD); Harald Mörbe (AfD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 2024:  Vorsitzender: Daniel Mirtschink (CDU), Stellvertreter Joachim Ziesch (CDU) sowie die Räte Stefan Kieschnick (SPD), Harald Mörbe (AfD) und Frank Schneider (CDU).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadträte ====&lt;br /&gt;
Von 1999 bis 2014 war Manfred Kieschnik aus Bolbritz Stadtrat. Von 2014-2019 war Joachim Ziesch aus Bolbritz Stadtrat und ab 2024 ist Daniel Mirtschink aus  Salzenforst Stadtrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feuerwehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Feuerwehrpflichtabgabe 1992.jpg|mini|500x500px|Feuerwehr Abgabe - Bescheid von 1992 (Quelle: W. Schneider)]]&lt;br /&gt;
Die Feuerwehr war eine Pflichtfeuerwehr und besteht seit ca. Mitte des 19. Jhs. Gerhard Brocke (Haus Nr.16c?) wurde 1937 zum Spritzenmeistzer bestellt (Chr. S.115). Eine Motorspritze mit einer Leistung von 800 Liter/min wurde 1942 angeschafft (Chr.S.94). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alte Spritzenhaus neben dem Dorfteich wurde abgerissen und für die freiwillige Feuerwehr ein Gerätehaus  im neu errichteten Gemeindehaus auf dem ehemaligen Dorfanger untergebracht. Die Einweihung war am 03.10.1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salzenforst erhob zu Beginn der 90-iger Jahre eine Feuerwehrpflichtabgabe für alle männlichen Einwohner vom 18. bis zum vollendeten 55. Lebensjahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 wurde wegen der Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges ein Umbau des Feuerwehrgerätehauses notwendig. Der 30 Jahre alte Barkas B 1000 hatte ausgedient. damit verbunden war der Bau einer neuen Zufahrt und die Absenkung des hallenbodens um 70 cm. Außerdem bekommt die Halle neue Fenster und ein neues Tor. Elektrik, Sanitäranlagen, Beleuchtung und Heiztechnik wurden überholt. (&amp;quot;SZ&amp;quot; vom 01.09.2004)&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Feuerwehr Schatte, IngridSchilg, Gisela.jpg|mini|Altes Spritzenhaus 1956 (im Vordergrund Schatte, Gisela und Schilg, Ingrid) (Quelle: W. Schneider)|514x514px]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Safo Feuerwehr 2004.jpg|mini|562x562px|Feuerwehrgerätehaus zwischen 1991 und 2004 (Quelle: &amp;quot;SZ&amp;quot; vom 01.09.2004)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Ehemalige_Gemeinde_Salzenforst_und_ihre_Ortsteile&amp;diff=935</id>
		<title>Ehemalige Gemeinde Salzenforst und ihre Ortsteile</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Ehemalige_Gemeinde_Salzenforst_und_ihre_Ortsteile&amp;diff=935"/>
		<updated>2025-11-27T13:58:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Das Wirtshaus, die Bäckerei, der Konsum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Schmochtitz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Die Gutssiedlung befindet sich in den Niederungen des Milkwitzer Wassers zwischen der Wiwalze im Südwesten und dem Roten Berg im Nordosten. Die Gründung dieses Siedlungskomplexes wird um 1200 (Brakteatenfund mit Münzen um 1160-1240) angenommen. Die erste urkundliche Erwähnung fanden Eichler/Walther von 1391.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingepfarrt ist Schmochtitz nach Göda, der katholische Teil wird von Storcha betreut.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einwohner ====&lt;br /&gt;
1777 - Die Siedlung der Gutshintersassen umfaßte 8 Gärtner und 9 Häusler und befand sich nördlich der Zufahrt Richtung Bautzen. Nach Bränden vor 1800 wurde sie weiter südlich angelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1880 - 140 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 - 126 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 - 109 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1987 - 115 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 - 75 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gewerbe ====&lt;br /&gt;
vor 1910: 1 Schmied, 1 Bäcker, 1 Schuhmacher, 1 Schenkwirt (Gasthof &amp;quot;Zu den 3 Rosen&amp;quot;); 1905 Anbau eines Ballsaales durch Inhaber Blankenstein. (Ortschronist Hilbrig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 wurden Nieder-und Oberuhna mit Löschau nach Schmochtitz eingemeindet. Schmochtitz wiederum wurde im Jahre 1946 nach Salzenforst eingemeindet und war vorher selbstständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schmochtitz Rittergut aus Schlösser in d. mittl. u. westl. Oberl..jpg|mini|411x411px|Schloß Schmochtitz um 1893 (aus: Lars-Arne Dannenberg/Matthias Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Besitzer ====&lt;br /&gt;
Der Grundherrennachweis vor 1880 umfaßt die Geschlechter: von Metzradt (bis 1621), v. Haugwitz (bis 1663), v. Penzig (bis 1729), zwischendurch v. Warnsdorf (1721-1725), v. Kleist (bis 1753), v. Manteuffel (bis 1763).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Peter August Schönberg (1732-1791) als nächsten Besitzer gehen das alte Schloß (nach Entwürfen D. Pöppelmanns) und die Erstgestaltung des Parkes zurück. Von 1763 bis 1821 besaßen Peter August v. Schönberg und nach seinen Tod 1791 seine Tochter Charlotte v. Kielmannsegge das Rittergut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besitzer ab 1821 war Sigismund Graf v. Riesch (bis 1856), Dr. Otto Weber (bis 1883), Dr. Hans Otto (bis 1888), Georg v. Beschwitz (bis 1892), Otto Thost und Sohn (bis 1921). (Quelle: Dr. Georg Krahl: &amp;quot;Schmochtitz Teil 6&amp;quot; aus Gödaer Heimatblatt 2002) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Peter August von Schönberg ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auguste Charlotte von Kielmannsegge ====&lt;br /&gt;
Dem kurfürstlichen Hausmarschall und Freimaurer P.A. v. Schönberg schenkte seine Frau, eine geb. Gräfin von Hoym, am 08. Mai 1777 eine Tochter, Auguste Charlotte. Mit 12 Jahren starb ihre Mutter. A. Charlotte heiratete 1796 den Grafen Lynar aus Lübbenau. Ein Sohn, Hermann Rochus, wurde geboren. 1797 verließ Charlotte ihren Mann und reiste mit dem Dresdner Maler Grassi nach Italien. Dort hörte sie von Napoleon und die Leidenschaft für den Maler erlosch. Sie reiste nach Paris, wo sie Napoleon näher kennenlernte. Ihr Mann verstarb mit 27 Jahren. Sie erbte und erhielt 1800 die Besitzungen ihres Vaters, der 1791 starb.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1802 heiratete sie in Hannover den Grafen v. Kielmannsegge. Natalie und Alfred wurden geboren. Der Graf spürte alsbald die Schwärmerei seiner Frau für Napoleon, den er ablehnte. Er bezichtigte sie, eine Agentin der Geheimpolizei Napoleons zu sein. Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (s. u. Napoleon in Schmochtitz) (Quelle: E. Klausnitzer in Bautzener Kulturschau 3/1980)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sonnentempel ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Sonnentempel 3.jpg|mini|407x407px|Der &amp;quot;Sonnentempel&amp;quot; von Schmochtitz (Th. Schütze: Abschied v. Sonnentempel BZ KS 6/1955)]]Nördlich von Schmochtitz, nahe Großbrösern, befand sich ein reizvolles, kleines Bauwerk. Auf einem 3-stufigen kreisrunden steinernen Unterbau erhoben sich acht 3m hohe toskanische Granitsäulen, die ein einfaches Holzgebälk trugen. Über den Kapitälen waren sie durch einen verzierten Architrav (Holzring) verbunden; darüber wölbte sich ein hübsches Zeltdach. Innerhalb an den Säulen befanden sich steinerne Sitze und in der Mitte stand ein wuchtiger steinerner Tisch. An der Innenseite des Holzringes waren folgende Worte zu lesen: &#039;&#039;&amp;quot;Fürchte Gott. Ehret den König. Beherrsche Dich. Halte Maß. Schweige und Handle. Erkenne Dich selbst. Thue Recht. Scheue Niemand.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vermögende und kunstsinnige kurfürstliche Hausmarschall Peter August von Schönberg, der das Schmochtitzer Gut von 1763-1791 besaß, ließ diesen Tempel errichten. Vom Park aus führte damals eine Allee zum Sonnentempel. Der Tempel bezeugt die Gesinnung P. A. v. Schönbergs als Freimaurer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf der Zeit geriet der Tempel in Verfall. Im Jahre 1954 war die Rettung dieses kleinen Kunstwerkes geplant. Die Finanzierung der Restaurierung war durch das bischhöfliche Ordinariat und die Denkmalpflege des Kreises gesichert. Den Auftrag dazu erhielt der Architekt Hentschke. Doch es kam anders. Ein Orkan hatte in den Morgenstunden des 17. Januar 1955 den bereits beschädigten Sonnentempel vollständig zum Einsturz gebracht. Ein Bild der Verwüstung; teilweise zerborstene Säulen lagen wild durcheinander, selbst Podeste und Steinsitze waren umgeworfen. Ein Wiederaufbau hätte einen unverhältnismäßigen Betrag erfordert und wegen der ohnehin knappen Mittel wurde von den zuständigen Stellen dagegen entschieden (Th. Schütze: &amp;quot;Abschied vom Sonnentempel&amp;quot;, Bautzener Kulturvorschau 06/1955).    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Taufkapelle ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Schmochtitz Taufkapelle 2 BZ KS 1977-4 2.jpg|mini|321x321px|Taufkapelle in Schmochtitz vor 1975 (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 4/1977)]]&lt;br /&gt;
1775 ließ Peter August v. Schönberg eine turmartige Taufkapelle mit glockenförmiger Haube errichten. Durch private Initiative konnte sie 1975 vor dem völligen Verfall gerettet werden (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 4/1977).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut in kirchlicher Trägerschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Priesterseminar ====&lt;br /&gt;
Mit der Wiedererrichtung des Bistums Meißen im Jahre 1921 wurde die Einrichtung eines Seminars zur Priesterausbildung notwendig, da das Wendische Seminar, welches von den Temritzer Siman gegründet wurde, nach dem I.WK schloß. Im Jahre 1925 kam es aus diesem Zweck zum Kauf, dessen herrnhaus umgebaut und am 10.Mai 1927 als Priesterseminar des Bistums Meißen eröffnet wurde. 95 Studenten durchliefen nach ihrem Theologiestudium und vor ihrem Einsatz als Priester das Seminar.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kirchengut ====&lt;br /&gt;
Das Herrenhaus und damit das Seminar wurde in den letzen Apriltagen durch Brand völlig vernichtet. Das Rittergut mit seinen 130 ha blieb aber trotz Bodenreform im Besitz des Bistums. 1986 wurde mit dem Neuaufbau begonnen. Ziel war ein Erholungsheim für Familien mit Behinderten. Am 01.09.1992 erfolgte jedoch die Eröffnung des &amp;quot;Bischof-Benno-Hauses&amp;quot; als offenes und öffentliches Bildungshaus in Trägerschaft des jetzigen Bistums Dresden-Meißen. nach und nach wurden weitere Gebäude (Torhaus, Familienhaus, Scheune) saniert. Den Gästen stehen Seminarräume, ein Festsaal, ein großer gemeinschaftsraum in der Scheune, eine Kirche, eine Hauskapelle, eine Bibliothek sowie eine Kegelbahn zur Verfügung. (Quelle: Dr. P. Straube: &amp;quot;das Rittergut Schmochtitz in kirchlicher Trägerschaft seit 1925&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bildungsgut Sankt Benno ====&lt;br /&gt;
Am 07.09.2020 erhält das Bischof-Benno-Haus den neuen Namen &amp;quot;Bildungsgut Sankt Benno&amp;quot; und damit ein neues Programm. Neu sind Seminare zur &amp;quot;Lebensgestaltung&amp;quot; und zur &amp;quot;Bildung&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix ===&lt;br /&gt;
Das einzige Kruzifix in Schmochtitz befindet sich an der Kreuzung schräg gegenüber dem Eingang zum Bischof Benno Haus. Ein eisernes Kreuz mit dem Korpus Christi auf einem Granitsockel ohne Inschrift. Der Eigentümer ist unbekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milleniumsdenkmal ===&lt;br /&gt;
Das im November 2000 geweihte Denkmal Cyrill und Methodius steht nahe des Roten Berges an der Straße Richtung Loga und wurde nach einer Schändung im Februar des Jahres 2023 am 26. November durch Pfarrer G. Nawka aus Wittichenau vor 60 Gläubigen neu geweiht. Unbekannte stahlen damals den großen Bischofsstab und schlugen die Hand der Statue des Hl. Methodius ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niederuhna ==&lt;br /&gt;
1500 - erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 93 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1842 - Großbrand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 105 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 113 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 - nach Schmochtitz eingemeindet, vorher selbstständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 84 Einwohner, zusammen mit Oberuhna (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oberuhna  ==&lt;br /&gt;
Oberuhna und Löschau sind seit 1777 eine Gemeinde, 1936 nach Schmochtitz eingemeindet, 1969 nach Salzenforst eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ort ===&lt;br /&gt;
1359 - erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1407 - Rittersitz                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1580 - Rittergut                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 87 Einwohner                                                                                             &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 99 Einwohner                                                                                                                       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 104 Einwohner                                                                                                                    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 - 163 Einwohner                                                                                                                      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 - Stromanschluß - (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
Während Niedruhna zur HerrschaftbMilkwitz gehörte, bestand in Oberuhna ein eigenständiges Rittergut. Das kleine Gut befand sich im Besitz verschiedener Adelsfamilien und ab 1798 bürgerlicher Landwirte. Das Herrenhaus unterscheidet sich im Aussehen kaum von den Wirtschaftsgebäuden. Die Bausubstanz^stammt noch aus dem 18. JH. Der kleine Vorbau dürfte um 1910 entstanden sein. Das Rittergut fiel 1945 unter die Bodenreform. obwohl es nur 89 ha umfaßte. Der Hof wurde in einzelne Parztellen zerstückelt, wobi der vordere Teil des Wohnhauses an die Familie Nowak fiel. Nachdem diese 1979 in den Westen ausreiset, nutzte die LPG die Räume. Nach dem Ende der DDR wurde das Haus an den in Hamm lebenden Sohn zurückgegeben, der Fassade und Innenräume sanierte, um diese Haushälfte gelegentlich zu nutzen. (L-A. Dannenberg/M. Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;) .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Brand von Oberuhna im Jahr 1842 ===&lt;br /&gt;
Am 20. August 1842, kurz nach 12 Uhr mittags, traf bei einem schweren Gewitter ein Blitz das alte unbewohnte Herrenhaus auf dem Rittergutshofe zu Oberuhna und entzündete das sofort. Bei der vorherrschenden trockenen Jahreszeit, heftigem Winde und dem großenteils eingebrachten Getreide verbreitete sich das Feuer mit ungemeiner Schnelligkeit auf die anderen Rittergutsgebäude und haben die Dörfer Ober-u. Niederuhna fast durchgängig in Asche gelegt. Sämtliche Abgebrannte haben ihre Haus-u. Wirtschaftsgeräte sowie die eingelagerten Getreidevorräte verloren. Darüber hinaus verbrannte folgendes Vieh:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rittergut - 6 Kühe, 2 Schweine&lt;br /&gt;
* Großbauer Jacob Schmole - 4 Schweine, 4 Kälber, 32 Lämmer und 2 Stähre&lt;br /&gt;
* 2 verschiedenen Gärtnern jedem ein Schwein, einem Dritten ein Kalb&lt;br /&gt;
(Budissiner Nachrichten August/1842)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unnatürliche Tode ===&lt;br /&gt;
Am 16. Juli 1844 ist der auf dem Rittergutshofe zu Oberuhna dienende 23-jährige Kleinkutscher Andreas Donath in der nach dem Rittergutshofe führenden Allee unvorsichtigerweise von einem beladenen Leiterwagen gesprungen, unter denselben gefallen und totgefahren worden (Budissiner Nachrichten Nr.60/1844).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Münzfund ===&lt;br /&gt;
1973 entdeckte der Kranfahrer Harry Günther auf seinem Grundstück Nr.16 in Oberuhna beim Entwässern einer alten Kellermauer ein dunkelbraunes Töpfchen in der Größe einer Kaffeetasse mit Henkelansatz. Es enthielt 56 groschen aus Billon, das ist eine Kupfer-Siolberlegierung. Die Münzen waren alle mit Grünspan überzogen, weil der Kupferanteil überwog. Sie zeigten auf der Vorderseite die Inschrift &amp;quot;24 einen Taler&amp;quot; und auf der Rückseite das Kursächsische oder Hannoversche Wappen. Die Jahreszahlen laufen von 1694 bis 1802. Leinenrste von der Umhüllung der Münzen enthielt das Töpfchen ebenfalls. (Bautzener Kulturschau 5/1974. F. Lehmann: &amp;quot;Ausgrabungen und Funde Teil 1&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 wurden bei Frenzel in Löschau 130 Silbermünzen gefunden (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wolfgang Wenk - Ortsdenkmalpfleger ====&lt;br /&gt;
Am 04. Mai 1988 verstarb Wolfgang Wenk aus Oberuhna, der Ortsdenkmalpfleger der Gemeinde Salzenforst, erst 47 Jahre alt. Er spürte eine ganze Reihe historischer Wegweiser auf, so den bereits verschollenen Gedenkstein für die in den Befreiungskriegen gefallenen französischen Soldaten in Schmochtitz, den &amp;quot;Kleinen Bierstein&amp;quot; unweit des Milleniumdenkmals sowie den &amp;quot;Kreuzstein&amp;quot; an der Straße nach Loga. Auch sorgte er für die sachgerechte Erhaltung und Lagerung der wertvollen alten Grabplatten aus dem Vorraum der Gödaer Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Löschau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ort ===&lt;br /&gt;
1363 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1580 - zum Rittergut Milkwitz gehörig &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1777 - zum Rittergut Oberuhna gehörig  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner Löschau        ===&lt;br /&gt;
1834 - 41 Einwohner   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 50 Einwohner    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 36 Einwohner    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 32 Einwohner (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)                                                                             &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strom ===&lt;br /&gt;
1910 - Stromanschluß - Der einzige Abnehmer 1910 war die Wirtschaft von Gerhard Schmole (*1881). Er kannte die Vorteile des elektrischen Stromes und damit verbunden die Minimierung eines Brandes. (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Temritz ==&lt;br /&gt;
Temritz liegt etwa 4 km nordwestlich von Bautzens Stadtzentrum entfernt auf 215 &amp;lt;abbr&amp;gt;m&amp;lt;/abbr&amp;gt; ü. NN am &#039;&#039;Temritzer Wasser&#039;&#039;, welches hier zu einem Teich angestaut ist. Es ist ein Straßendorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort wurde schon 1225 erstmals als Allodium &#039;&#039;Tymericz&#039;&#039; erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Ort ===&lt;br /&gt;
eingemeindet am 01.07.1950; ab 1936 zu Kleinwelka gehörend, vorher selbstständig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1880: 84 Einwohner, davon 83 Sorben und 1 Deutscher (nach A. Muka)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
Mercin und Jurij Siman gründeten 1724 das wendische Seminar in Prag als Ausbildungsstätte für den katholischen Priesternachwuchs. Auch der sorbische Volksmusikant Nikolaus Kral (1791-?) wurde in Temritz geboren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiwalze ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Name ====&lt;br /&gt;
Die Wiwalze (auch St. Michaelisberg genannt) ist 247m hoch, gehörte seit jeher zu dem Dorf Temritz und diente den Bauern früher als gemeinsamer Hutungsplatz für ihre Schafherden (Schafsberg). Auf Grund der Nähe zu Schmochtitz wurde die Anhöhe auch &amp;quot;Schmochtitzer Berg&amp;quot; genannt. So heißt es in einer Beschreibung der Schlacht bei Bautzen, daß Napoleon auf dem &amp;quot;Schmochtitzer Berge&amp;quot; Beobachtungen über die Stellungen des Feindes angestellt hatte. Bereits 1817 wird die Wiwalze &amp;quot;Lerchenberg&amp;quot; genannt und 1818 wird von einem &amp;quot;Spitzberg&amp;quot; geschrieben. Der Ursprung des Namens ist nicht eindeutig belegt. Die Bezeichnung &amp;quot;Viehwalze&amp;quot; ist eine Verkümmerung des sorbischen Wortes Wiewalze. Im Wendischen bedeuten die Silben &amp;quot;wi&amp;quot; und &amp;quot;walc&amp;quot; soviel wie &amp;quot;winden&amp;quot;, &amp;quot;wälzen&amp;quot;. Auf einer Karte wurde die Anhöhe als &amp;quot;Wihals-Berg&amp;quot; eingezeichnet. Die Ableitung des deutschen Namens &amp;quot;Michael&amp;quot; zum sorbischen &amp;quot;Mihal&amp;quot; und bei nachlässiger Aussprache könnte aus &amp;quot;Michaelisberg&amp;quot; der &amp;quot;Wihalsberg&amp;quot; werden. Obwohl er zu Temritz gehört, hieß er niemals &amp;quot;Temritzer Berg&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eigentümer ====&lt;br /&gt;
In der Chronik S.171ff. wird die Zugehörigkeit der Wiwalze 1668 urkundlich erwähnt. In jenem Jahr verkauft  vom Amtssekretär Hoffmann an Peter Roatschen aus Burk und Hanns Cucule aus Temritz. Diese verkauften das Grundstück am 13.April 1744 weiter an die Bauern Johann Marx in Temritz und Katzer. Der Marx&#039;sche Besitz ist dann in den Besitz der Familie Mörbe gekommen. Die andere Hälfte des Gutes ist auf die Familie Krahl übergegangen. Der letzte Besitzer, August JakobKrahl (1859-1935), starb kinderlos und es erbte seine Nichte Katharina, welche Johann Waurick geheiratet hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schönbergscher Pavillon ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiwalze Pavillon 1.jpg|mini|479x479px|Zeichnung von Johann Gottfried Schultz 1776 &amp;quot;Der Schönbergsche Pavillon&amp;quot; (aus Oberlausitzer Hausbuch 2014) Kulturhistorisches Museum Görlitz]]&lt;br /&gt;
Da man von der Wiwalze einen herrlichen Rundblick auf Bautzen und Umgebung hatte, pachtete 1769 den obersten Teil der damals unbewaldeten Anhöhe  der Hausmarschall Peter August von Schönberg auf 20 Jahre zur Errichtung eines Lusthauses. Es handelte sich um ein einstöckiges hölzernes Gebäude auf quadratischem Grundriß, an mindestens 2 Seiten besaß es rundbogige, zweiflüglige Türen. Ein breites, gekehltes Gesims leitete über zu einem hohen, als Pyramide gestalteten Dach. Dessen Spitze krönte ein eiförmiger Knopf und eine Wetterfahne. Das Häuschen war von einem Geländer umgeben. Die Erdmassen des beim Bau ausgehobenen Grabens rings um das Pachtgrundstück wurden in der Mitte angehäuft und darauf das Lusthaus gebaut. Um die Speisen und Getränke jederzeit zur Verfügung zu haben, existierte unter den &amp;quot;Pavillon&amp;quot; ein Keller mit Zugang auf der Westseite. An der Hügelauffahrt standen 2 Figuren, die Tafeln mit den Aufschriften &amp;quot;Willkommen&amp;quot; und &amp;quot;Adieu&amp;quot; trugen. Als Kürfürst Friedrich August III. von Sachsen am 18. Mai 1769 den Hausmarschall von Schönberg besuchte, wurde für das fürstliche Paar ein &amp;quot;wendischer Bauerntanz&amp;quot; aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1789 verlängerte Schönberg den Vertrag auf weitere 20 Jahre. Eigentümer waren damals George Krahl und Johann Christian Moerbe aus Temritz. Das verpachtete Grundstück war 32 Ellen lang und 30 Ellen breit und der Zins betrug 8 Thaler jährlich. 1809 lief der Pachtvertrag aus. Peter August v. Schönberg starb 1791. Seine Tochter und Erbin Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge verlängerte den Vertrag nicht und der Pavillon verfiel.  Schließlich wurde dieser abgerissen, nachdem er mutwillig von Nachbarn beschädigt wurde.  &lt;br /&gt;
[[Datei:Wiwalze Pavillon 2.jpg|mini|479x479px|Zeichnung von Christoph Nathe 1787 &amp;quot;Ausblick vom Rabenstein über den westlichen Stadtrand von Bautzen&amp;quot; (aus Oberlausitzer Hausbuch 2014)]]&lt;br /&gt;
==== weitere Geschichte ====&lt;br /&gt;
1833 wurde die Wiwalze mit Laub-u. Nadelbäumen bepflanzt, da die Schafzucht nicht mehr wirtschaftlich war. Um 1910 wurde von dem Fabrikanten und Gutsbesitzer Otto Thost aus Schmochtitz eine Eisenkonstruktion für die Feuerwehr zu Übungszweckenturm errichtet; beschlagen mit Eisenplaten und mit Luken versehen. An der Spitze befand sich ein Eisengeländer. 1945 war auf diesem Turm eine deutsche Fliegerabwehrbeobachtungsstelle eingerichtet. 1947 aber vom damaligen Besitzer Johann Waurich aus Temritz abgerissen. Überreste sind heute noch sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quellen: Ortschronik S.171-180); Dr. Georg Krahl: &amp;quot;Vom Berg mit den 7 Namen&amp;quot; Oberlausitzer Hausbuch 2014); Kai Wenzel: &amp;quot;Der Schönbergsche Pavillon bei Schmochtitz&amp;quot; Oberlausitzer Hausbuch 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Sorbische Hochzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sorbische Hochzeit Temritz 1888 3.jpg|mini|477x477px|Sorbische katholische Hochzeit von 1888; Brautpaar, Hochzeitsbitter, 4 Brautjungfern, 2 Brautführer, Slónka sowie der Bruder der Braut]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschrieben wird eine Bauernhochzeit zwischen Anna Krahl aus Temritz und Michael Domsch aus Basankwitz am Dienstag, dem 08.05.1888 in Temritz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hatten mindestens 200 Personen daran teilgenommen, davon Gäste aus den angesehensten Bauernfamilien aus Nah und Fern der wendischen Lausitz. Die Braut im Festgewand erschien mit der festlich geschmückten Pferdekutsche und betrat 10 Uhr die Pfarrkirche „Unserer lieben Frauen“ in Bautzen gemeinsam mit der „Slónka“, welche den Ehrendienst bei der Braut zu versehen hat. Ein zweiter Wagen brachte 4 Brautjungfern, Druzki genannt, ebenfalls in Festkleidung. Anwesend waren die beiden Brautführer, wendisch „Swat“, wovon je einer aus der Verwandtschaft der Braut bzw. des Bräutigams stammt, und der Hochzeitsbitter, sorbisch „Brazka“, der Zeremonienmeister und damit eine der wichtigsten Personen. Der Bräutigam sowie alle männlichen Begleiter erschienen im langen Gehrock, schwarzer Hose und Zykinderhut. Während der Trauung saßen Männer und Frauen getrennt. Nach Beendigung der Heiligen Messe, welche als erstes stattfand, hielt der Priester eine Rede, darauf folgte die eigentliche Trauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In und vor der Kirche sammelten sich eine Menge Schaulustiger. Anschließend ging es nach Temritz in das Gehöft der Brauteltern. Musikanten spielten den langsamen und choralartigen Brautmarsch. Hof und Eingang waren mit Girlanden und grünen Bändern geschmückt. Dort warteten bereits der Vater, Geschwister und die Gäste. Der „Brazka“ hielt eine Rede, gedachte der nicht mehr anwesenden Brautmutter und forderte dann das Brautpaar auf, das Haus zu betreten und die umfangreich vorbereitete Feier sowie das Mahl mit Freude zu genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besteck mußte jeder Gast selbst mitbringen. Es gab Suppe, alsdann  Rindfleisch mit Gemüse, dann Schweinefleisch mit Gemüse, dann Schweine-u. Kalbsbraten mit Salat und Kompott, zum Schluß Butter und Brot und Kuchen. Und dazu Branntwein, kein Wein. Nach dem Essen wurde getanzt, gespielt und Bier getrunken. Das ging bis in die frühen Morgenstunden. Die Aufgabe der beiden „Swaten“ und der „Slónka“ war es, die Braut vor jungen Burschen zu schützen, welche versuchten, der Braut den Schuh auszuziehen, um ihn gegen einige Taler einzulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Morgen fuhren die Brautleute zuerst in die Kirche, dann wurde zum letzten Mal im väterlichen Haus Mittag gegessen und danach erfolgte die Abreise. Die  Ausstattung der Brautwar bereits verladen und mit Girlanden umwunden. Und ein schwermütiges Abschiedslied und eine gefühlsvolle Rede des „Brazkas“ sorgten dafür, daß keiner seine Rührung verbergen konnte. (gekürzt aus Dr. Gisela Bruk: „Sie wird mir ein herrliches Andenken bleiben“, Hausbuch ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifixe ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Straße nach Kleinseidau .jpg|mini|Kruzifix in Temritz auf dem Weg nach Kleinseidau von Johann Müller (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz auf dem Weg nach Kleinseidau ====&lt;br /&gt;
Diese Betsäule wurde 1899 errichtet, 1995/96 restauriert und von Pfarrer Werner aus Storcha geweiht. Bei der restaurierung wurden  auch die fehlenden 2 Keramiksterne am Granitsockel ersetzt.Die goldene Inschrift auf der Vorderseite der Granitsäule lautet: &#039;&#039;&amp;quot; Was will das Kreuz, das am Wege steht? Es will jeden, der vorüber geht, Das süße Wort der Hoffnung sagen, Das Kreuz hilft, Dich zum Himmel tragen.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im unteren Teil sind die Initialen J.E.M. und das Jahr 1899 eingraviert. Der Auszügler Johann Ernst Möhn (1820-1899) verstarb am 04.06.1899 in Temritz Haus Nr.5 im Alter von 79J 1M und 11T(Sterbe-Urk. Seidau 70/1899). Er war der Schwiegervater vom Gutsbesitzer und Gemeindevorstand Johann Müller (Haus Nr.6) .  &lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Ort Haus Nr.9 .jpg|mini|Kruzifix in Temritz vor dem Haus von Rötschke Haus Nr.9 (1992)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz vor dem Haus von Rötschke Haus Nr.9 ====&lt;br /&gt;
Die Aufnahme ist von 1992. Im Februar 2025 war an der Stelle des Kreuzes nur eine kleine Lücke. Es wird restauriert und erstrahlt danach im neuen Glanz. Besitzer des Betkreuzes war jedoch die Familie Waurick und vorher die Familie Krahl (Haus Nr.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix Temritz Ortseinfahrt von Bautzen nach Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Ortseinfahrt v. BZ 3.jpg|mini|Kruzifix in Temritz an der Straße von Bautzen nach Schmochtitz (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Vorderseite sind die vergoldeten Initialen J.T.M, darunter M.M. und darunter das Jahr 1875. eingraviert. Einem Bericht zufolge wurde die Granitsäule in den Kriegstagen des April 1945 von Vollkettenfahrzeugen aus dem Boden gerissen und das gußeiserne Kreuz zerbrach. In den  Folgejahren wurde die Bruchstücke verschüttet und von einer Hecke überwuchert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sterbeurkunde von Seidau Nr.107/1874 ist die Totgeburt eines Sohnes von Gutsbesitzer Johann Traugott Mörbe (JTM) und seiner Frau Maria, geb. Schneider (MM), vermerkt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Temritzer Einwohner Klaus, Christian und Thomas Mörbe wurde die Betsäule wieder instandgesetzt und in einem Hohlfundament aus Beton neu aufgestellt. In die Deckplatte ist ein poliertes Grabkreuz (angefertigt von Steinmetz Haase) eingesetzt, an dessen Ostseite ein neuer Korpus befestigt ist. Ein Nachguß des originalen Kreuzes konnte nicht realisiert werden, weil die Bruchstücke zur Formung nicht ausgereicht haben. Im Kopfteil der Ostseite der Säule sind noch Reste einer mit schwarzer Farbe aufgebrachten sorbischsprachigen Beschriftung zu erkennen. Die Schmalseiten zeigen im oberen Bereich je ein plastisch ausgearbeitetes lateinisches Kreuz. &lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Straße n. BZ .jpg|mini|Kruzifix in Temritz an der Straße nach Bautzen von Johann Müller (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz an der Straße nach Bautzen ====&lt;br /&gt;
1899 von Johann Müller aus Temritz errichtet. 1976 war das Kreuz aus Sandstein verschollen. Wahrscheinlich von Randalierern in den nahen Teich geworfen, wo man es später wiederfand. Es wurde 1991 erneut restauriert, mit einem Kreuz aus Metall. 1997 wurde dieses ebenfalls entwendet. Da sich die Säule auf dem Flurstück der Agrofarm Göda befindet, erteilte sie den Auftrag zur Neuanfertigung von Kreuz und vergoldetem Korpus an die Schmiede Kaczmar in Jeßnitz. Am Palmsonntag, dem 05. April 2009 wurde mit einem ökumenischen Gottesdienst die wieder vollständige Betsäule geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite Auf dem Sandsteinsockel befinden sich Inschriften in sorbischer Sprache. Übersetzt steht auf der Vorderseite: &#039;&#039;&amp;quot;Oh ihr alle, die ihr auf diesem Weg vorbei geht, sehet, ob ein Schmerz meinem Schmerz gleicht.&amp;quot; Jeremia 1.12&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und auf der Rückseite: &#039;&#039;&amp;quot;Aufgestellt im Jahre des Herrn 1899 von Johannes Müller und Anna seiner Ehefrau aus Temritz erneuert 1991&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb der vergoldeten Jesusfigur steht sowohl in sorbisch als auch in deutsch: &#039;&#039;&amp;quot;Jesus unser Hirte.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentümer des Betkreuzes waren die Familien: Müller; Lippitsch; Spittank &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bloaschütz ==&lt;br /&gt;
1296 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 83 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 108 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 92 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900 - 97 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 - 86 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 138 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 - Stromanschluß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bolbritz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dorfschule Bolbritz.jpg|mini|463x463px|Dorfschule Bolbritz (Postkarte zum 25-jährigem Jubiläum)]]1283 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1562 Rittergut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 - 98 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 116 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 135 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 123 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entstehung ====&lt;br /&gt;
In der Ortschronik (S.133ff.) wird berichtet, daß die Schule in Bolbritz bereits zwischen 1753 und 1756 auf Initiative der Gräfin Dorothea Luise Charlotte von Gersdorf (1706-1794) von ihrem Verwalter Schenk am Gödaer Weg gebaut wurde. Schulhalter war sein Schwager Hobrack. Auf Grund eines Streits zwischen Gräfin und Verwalter wurde die Schule in ein östlich davon neu gebautes Gebäude verlegt (Echtelsches Haus). 1834 kaufte dieses Haus die Parochie Göda für 475 Taler und richtete es den gesetzlichen Bestimmungen zum Schulhause ein.        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25.06.1886 fand die feierliche Eröffnung der &amp;quot;Neuen Schule&amp;quot; statt. 1912 wurde ein Antrag zwecks Lichtentnahme an das Elektrische Werk in Bautzen gestellt. 1923 erfolgte eine Erweiterung durch Schulanbau. 1956 wurde für das Lehrpersonal ein Wohnhaus neben der Schule errichtet. Am 01.09.1959 fand der Zusammenschluß der Schulen Bolbritz und Storcha zu einem Schulkombinat statt.       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lehrer ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Alte Schule =====&lt;br /&gt;
Von 1793 bis zu seinem Tod1842 war Gottfried Kmoch Schulhalter und ab 1835 ständiger Lehrer. Von 1843 bis 1871 war August Wilhelm Tietze Lehrer in Bolbritz, da 1872 nach Amerika auswanderte. Johann August Kubitz (*27.06.1845) ab 1868 Vicar, später Hilfslehrer und ab 1872 Lehrer in Bolbritz.                 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neue Schule bis 1945 =====&lt;br /&gt;
Von 1886 bis 20.11.1892 wurde erster Lehrer und Schulleiter Pastor Christoph August Domaschk. Ab 1891 Hilfslehrer und ab 1894 als Lehrer und späterer Schulleiter war über 40 Jahre lang Johann August Beyer (*02.11.1868) tätig. 1897 erfolgt die Einstellung einer Lehrerhilfskraft und 1899 einer Handarbeitslehrerin.  Der Unterricht wurde in deutsch und sorbisch geführt. Ab Ostern 1914 wurde die Schule 4-klassig und das Mädchenturnen eingeführt. Ab 01.05.1914 wird der Hilfslehrer Kurt Stephan aus Dresden eingestellt, welcher am 01.04.1915 zum Heeresdienst einberufen wurde. Ab 15.04.1919 übernahm Schulamtskandidat Willy Soltmann aus Bischofswerda die Hilfslehrerstelle. Am 01.02.1928 erscheint in den Akten der Lehrer A. v. Kielpinski. Am 17.02.1932 erfolgte die Pensionierung des Oberlehrers Beyer. Neuer Schulleiter wurde Michalk. Gemeinsam mit dem Lehrer Kielpinski unterrichten sie bis Kriegsende 1945.                &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neue Schule ab 1945 =====&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wechselte das Personal häufiger. Von Juli bis Oktober 1945 war Herr Alexander Langer aus Gnaschwitz Aushilfslehrer, danach, bis Februar 1946 Heinz Hildebrandt. Im Mai 1946 ersetzte Neulehrer Richard Seiler den Lehrer Max Frenzel. Im Juni 1947 wurde Frau Frieda Michalk Schulleiterin. Ab 01. September 1950 wurde der Lehrer Herbert Ladusch neuer Schulleiter und seine Frau Zita Ladusch als Lehrerin angestellt, welche dann ab Januar 1953 Schulleiterin wurde.  Daneben arbeiteten als Lehrer noch folgende Personen: 1948-Georg Ritscher; Frl. Michalk, Paul Scholze, Ernst Weikert und Helmut Kowar; 1951 Frl. Anna Fitzky und Frl. Christa Kockert sowie Frl. Anna Ziesch und Rosemarie Schütze und als Sportlehrer Herbert Eckert; 1952 Caritas Kockert bzw. Otto Dietmar als Russischlehrer; 1953 Herr Ernst Siegel, Frau Irmgard Kaden und Herr Peter Münnich als &amp;quot;Wanderlehrer&amp;quot;; 1954 Annemarie Hantschke sowie Frl. Annelies Palme. Ab 01.05.1953 wurde Herr Lehrer Herbert Eckert Schulleiter. Von 1955 bis 1956 waren die Lehrer Kurt Menzel und Georg Gärtnerr Lehrer. 1955 wurden die Lehrerinnen Frl. Gertrud Knopf und Lieselotte Knöchel als Lehrerinnen angestellt. Am 01.09.1956 wurde der Lehrer Ernst Weickert nach 10 Jahren Schuldienst nach Bautzen versetzt. Am 01.09.1957 kam Georg Nuck an die Schule.                  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1959 gegründeten Schulkombinat Boolbritz/Storcha arbeiteten neben dem Schulleiter Paul Kindermann (Stellvertretender Schulleiter) die Kollegen Josef Sauer, Georg Nuck, Günter Rohark sowie die Kolleginnen Marianne Müller, Rita Nuck, Lieselotte Knöchel, Anna Sauer und als Handarbeitslehrerin Dorothea Kappler. Hortkraft in Bolbritz war Frau Marie Kappler.                 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schüler ====&lt;br /&gt;
1899 besuchten 129 Kinder (alle evangelisch), davon 101 wendischer Nation, die 3-klassige Schule. 1904 besuchten 131 Schüler, davon 65 Knaben, 56 Mädchen die Schule. 1912 zählt die Schule 107 Kinder, davon 1.Klasse 43, 2.Klasse 35 und 3.Klasse 29 Kinder. Der Schülerstand von 1946 betrug 150 Kinder.        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Schulbetrieb fand bis 1980 statt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
Dieses schlichte Herrenhaus, wahrscheinlich im 1. Drittel des 19. JH. erbaut, wurde 1945 aufgesiedelt und die Besitzerfaimlie Aichele enteignet. Das Rittergut ist aus einer Wasserburg hervorgegangen. Bedeutende Reste sind erhalten geblieben. Ein als Schuppen genutztes Nebengebäude im Norden des Gehöftes ist als steinernes Burggebäude aus der Zeit der deutschen Landnahme erkannt worden. Der 9 m lange Bau hat ein gewölbtes Erdgeschoß. Im Obergeschoß sind in das dicke Mauerwerk Rundbogenfenster eingelassen. Das Bauwerk steht auf einem aufgeschütteten Hügel und war früher von einem Wassergraben umgeben. Die Burg dürfte aus dem 13. JH. stammen. 1283 wird ein Gerhard von Bolbritz erwähnt, womit die schriftliche Überlieferung einsetzt. Bis 1815 in adeligem Besitz, kaufte es der vom sächsischen König in den Adelsstand erhobene Pächter G. R. König 1820. Seit 1838 (die Adelsfamilie von König blieb ohne mänliche Nachkommen) wurde das Rittergut von einheimischen Landwirten bewirtschaftet. (L-A. Dannenberg/M. Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 kaufte Rup von Wackerbarth das Bolbritzer Rittergut (S. Casper: Göda u. Umgebung&amp;quot; 2016). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Windmühle, das Wirtshaus, die Bäckerei, der Konsum ===&lt;br /&gt;
Die Bockwindmühle hatte 3 Geschosse. Am 18.12.1833 wurde die Mühle durch einen Sturm stark beschädigt. Bis 1940 war die Mühle in Betrieb. Letzter Besitzer war Johann Pannasch (1866-1952). Ein starker Wintersturm beschädigte die Mühle im Februar 1946 so sark, daß sie abgerissen werden mußte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gasthaus &amp;quot;Schwarzer Strumpf&amp;quot; lag an der Straße Richtung Salzenforst und schloß am 01.10.1957. Letzter Besitzer war Traugott Nowotnick. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus nebenan war die Bäckerei Kunze, geschlossen am 31.05.1959. Später war hier der Konsum untergebracht. (Quelle: S. Casper: Göda und Umgebung 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Taubenhaus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bolbritz Taubenhaus 3.jpg|mini|412x412px|aus: Bautzener Kulturvorschau 11/1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Artikel &amp;quot;Taubenhäuser sind ländliche Kulturdenkmale&amp;quot; in der Bautzener Kulturvorschau 11/1955 widmet sich Theodor Schütze diesen interessanten Bauten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Obwohl Tauben nach wie vor gezüchtet werden, hat die Zahl der Taubenhäuser abgenommen. Das freistehende Taubenhaus war vielleicht im Wege, als man anfing, den Hof mit motorisierten Fahrzeugen zu befahren. Dieses Häuschen mußte an die 3m hoch über der Erde stehen, und indem man allerlei Verzierungen anbrachte, erreichte man, daß es nicht nur das luftigste, sondern auch das lustigste aller Bauwerke wurde. So steht ein Taubenhaus, oder genauer ein &amp;quot;Taubenständer&amp;quot; in Bolbritz, welches auf einer schlanken steinernen Säiule ruht. Das Dach ist wie ein wahrer Spitzhut gestaltet. dessen aufgesetzte Spitze eine drachenmaulförmige Windfahne von 1752 zierte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Döberkitz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Schloß ===&lt;br /&gt;
Der Herrensitz ist aus einem Vorwerk entstanden, welches zum Rittergut Dahren gehörte. Durch Erbtrennung kam es 1774 zur Abtrennung und gelangte als eigenständiges Rittergut an J.G. Rüde aus Lauban. 1892 erhielt es sein heutiges Aussehen. Das Mauerwerk der unteren Geschosse stammt noch aus dem 18. JH. Das barocke Portal blieb erhalten. Ergänzt hat man das 2. Obergeschoß und das mit einem Ziergitter bekrönte Walmdach. Der Wappenstein an der südlichen Fassade erinnert an die ehemaligen Besitzer, die Grafen zu Lippe-Biesterfeld-Weißenfels. Nach der Enteignung 1945 diente das Schloß als Mehrfamilienhaus, ab den 1980 -iger Jahren als Wohnheim für geistig Behinderte und ab 2015 als Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge. (L-A. Dannenberg/M. Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fund aus der Steinzeit ===&lt;br /&gt;
Die Genossenschaftsbäuerin Elfriede Kliche aus Döberkitz war beim Aussortieren von Steinen auf der Kombine, da rollte ihr eine jungsteinzeitliche Axt mit Facettenschliff entgegen. Sie war 11 cm lang und 4 cm breit und trotz 4000 jähriger Lagerung tadellos erhalten. Die Fundstelle lag an der Kamenzer Straße Abzweig Jannowitz-Löschau/Bolbritz. (Bautzener Kulturschau 5/1974. F. Lehmann: &amp;quot;Ausgrabungen und Funde Teil 1&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kleinwelka ==&lt;br /&gt;
Bis 1932 bestand Kleinwelka aus zwei nebeneinander gelegenen Teilen, dem kleinen Dorf Kleinwelka, das offenbar auf sorbische Gründung zurückgeht, und der Kolonie Kleinwelka, die 1751 als Brüdergemeinde der Herrnhuter gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kolonie Kleinwelka ===&lt;br /&gt;
Eine Gruppe sorbischer Pietisten (Gottesfürchtige) wechselte von Teichnitz nach Kleinwelka, da einer von ihnen 1747 das Lehngut kaufte. Oberamtsmann Graf von Gersdorf, der in Teichnitz im Schloß wohnte, gab ihnen Grund und Boden in Kleinwelka. Gründungstag ist der 24. Juli1751. Das erste Haus von der Brüdergemeinde in dieser Kolonie, 1752 erbaut, steht am Kirchplatz (Nr.4). Die Kirche (Betsaal) wurde 1758 gebaut und 1856 erweitert. Den Platz dafür spendete Rittergutsbesitzerin Gräfin von Reuß im Jahre 1757. Das Gotteshaus entbehrt jeglichen Schmuckes. Nicht einmal ein Turmist vorhanden. Die Glocken hängen in einem Dachreiter. Statt von einer Kanzel predigt der Pfarrer hinter einem Rednerpult. Da Männer und Frauen getrennt wohnten, gab es ein Schwestern- und ein Bruderhaus. Eine Knaben-und Mädchenerziehungsanstalt beherbergte die Kinder von Missionaren. Sie wurden in strenger Frömmigkeit erzogen und viele von ihnen sahen ihre Eltern jahrelang nicht. Manche wurden Waisen, wenn ihre Eltern in den Missionen starben. (Kirchenblatt der kath. Gemeinde 10/1984)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedhof (Gottesacker) liegt südlich der Kirche. es ist ein offener Garten, umgeben von Hecken. Die Gräber, eines gleicht dem anderen,  sind mit rechteckigen Sandsteinplatten bedeckt und verraten mit den Geburtsorten der hier Bestatteten die weltweiten Beziehungen der Herrnhuter Brüdergemeinde. Die neue Siedlung vergrößerte sich vor allem durch Zuzug von Handwerkern und Gewerbetreibenden. 1764 entstand ein Brüderhaus, 1770 ein Schwesternhaus, 1778 ein Diasporahaus, also für Menschen, die ihre Heimat unfreiwillig verlassen mußten, um 1800 ein Witwenhaus, um 1820 ein Pilgerhaus, wo Missionarsfamilien aus der ganzen Welt ihre ein-bis zweijährige &amp;quot;Ruhepause&amp;quot; verbrachten (Bautzener Kulturschau 12/1973), um danach wieder auf Mission zu gehen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird auch von einer Familie Merklin berichtet, die nach 10-jähriger Missionärstätigkeit in Labrador 1921 wieder nach Deutschland kam, in ihrer Heimat im Württemberger Ländle keine Aufenthaltsgenehmigung erhielt und in eben jenem Pilgerhaus ein Zuhause fand.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glockengießerei ===&lt;br /&gt;
Der 1778 in Kleinwelka geborene Bruder Friedrich Gruhl gründete 1812 eine Glockengießerei. Das zweigeschossige &amp;quot;Glockengießerhaus&amp;quot; trägt auf dem Schlußstein der Haustür die jahreszahl 1818. Die allererste Glocke hängt noch im Dachreiter der Kleinwelkaer Kirche. Gruhl schuf auch das herrliche vierteilige Geläut des Bautzener Domes. 1852 starb Friedrich Gruhl. Sein Sohn Ernst führte den Betrieb bis 1864, danach Theodor Werner. 1896 ging die Gießerei in Konkurs. Heute erinnern nur noch das Wohnhaus und die Glockengasse an die Blütezeit des Betriebes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Rudolph hat in einer Abhandlung &amp;quot;Die Kleinwelkaer Glockengießer&amp;quot; (Letopis C5. 1961/62) die Geschichte des Betriebes dargelegt und ein Verzeichnis  der 692 nachweisbaren Glocken beigefügt.  (Bautzener Kulturschau 12/1973; Theodor Schütze: &amp;quot;Denkmäler in unserem Kreis&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Ehemalige_Gemeinde_Salzenforst_und_ihre_Ortsteile&amp;diff=934</id>
		<title>Ehemalige Gemeinde Salzenforst und ihre Ortsteile</title>
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		<updated>2025-11-27T13:52:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Das Rittergut */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Schmochtitz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Die Gutssiedlung befindet sich in den Niederungen des Milkwitzer Wassers zwischen der Wiwalze im Südwesten und dem Roten Berg im Nordosten. Die Gründung dieses Siedlungskomplexes wird um 1200 (Brakteatenfund mit Münzen um 1160-1240) angenommen. Die erste urkundliche Erwähnung fanden Eichler/Walther von 1391.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingepfarrt ist Schmochtitz nach Göda, der katholische Teil wird von Storcha betreut.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einwohner ====&lt;br /&gt;
1777 - Die Siedlung der Gutshintersassen umfaßte 8 Gärtner und 9 Häusler und befand sich nördlich der Zufahrt Richtung Bautzen. Nach Bränden vor 1800 wurde sie weiter südlich angelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1880 - 140 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 - 126 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 - 109 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1987 - 115 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 - 75 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gewerbe ====&lt;br /&gt;
vor 1910: 1 Schmied, 1 Bäcker, 1 Schuhmacher, 1 Schenkwirt (Gasthof &amp;quot;Zu den 3 Rosen&amp;quot;); 1905 Anbau eines Ballsaales durch Inhaber Blankenstein. (Ortschronist Hilbrig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 wurden Nieder-und Oberuhna mit Löschau nach Schmochtitz eingemeindet. Schmochtitz wiederum wurde im Jahre 1946 nach Salzenforst eingemeindet und war vorher selbstständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schmochtitz Rittergut aus Schlösser in d. mittl. u. westl. Oberl..jpg|mini|411x411px|Schloß Schmochtitz um 1893 (aus: Lars-Arne Dannenberg/Matthias Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Besitzer ====&lt;br /&gt;
Der Grundherrennachweis vor 1880 umfaßt die Geschlechter: von Metzradt (bis 1621), v. Haugwitz (bis 1663), v. Penzig (bis 1729), zwischendurch v. Warnsdorf (1721-1725), v. Kleist (bis 1753), v. Manteuffel (bis 1763).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Peter August Schönberg (1732-1791) als nächsten Besitzer gehen das alte Schloß (nach Entwürfen D. Pöppelmanns) und die Erstgestaltung des Parkes zurück. Von 1763 bis 1821 besaßen Peter August v. Schönberg und nach seinen Tod 1791 seine Tochter Charlotte v. Kielmannsegge das Rittergut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besitzer ab 1821 war Sigismund Graf v. Riesch (bis 1856), Dr. Otto Weber (bis 1883), Dr. Hans Otto (bis 1888), Georg v. Beschwitz (bis 1892), Otto Thost und Sohn (bis 1921). (Quelle: Dr. Georg Krahl: &amp;quot;Schmochtitz Teil 6&amp;quot; aus Gödaer Heimatblatt 2002) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Peter August von Schönberg ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auguste Charlotte von Kielmannsegge ====&lt;br /&gt;
Dem kurfürstlichen Hausmarschall und Freimaurer P.A. v. Schönberg schenkte seine Frau, eine geb. Gräfin von Hoym, am 08. Mai 1777 eine Tochter, Auguste Charlotte. Mit 12 Jahren starb ihre Mutter. A. Charlotte heiratete 1796 den Grafen Lynar aus Lübbenau. Ein Sohn, Hermann Rochus, wurde geboren. 1797 verließ Charlotte ihren Mann und reiste mit dem Dresdner Maler Grassi nach Italien. Dort hörte sie von Napoleon und die Leidenschaft für den Maler erlosch. Sie reiste nach Paris, wo sie Napoleon näher kennenlernte. Ihr Mann verstarb mit 27 Jahren. Sie erbte und erhielt 1800 die Besitzungen ihres Vaters, der 1791 starb.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1802 heiratete sie in Hannover den Grafen v. Kielmannsegge. Natalie und Alfred wurden geboren. Der Graf spürte alsbald die Schwärmerei seiner Frau für Napoleon, den er ablehnte. Er bezichtigte sie, eine Agentin der Geheimpolizei Napoleons zu sein. Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (s. u. Napoleon in Schmochtitz) (Quelle: E. Klausnitzer in Bautzener Kulturschau 3/1980)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sonnentempel ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Sonnentempel 3.jpg|mini|407x407px|Der &amp;quot;Sonnentempel&amp;quot; von Schmochtitz (Th. Schütze: Abschied v. Sonnentempel BZ KS 6/1955)]]Nördlich von Schmochtitz, nahe Großbrösern, befand sich ein reizvolles, kleines Bauwerk. Auf einem 3-stufigen kreisrunden steinernen Unterbau erhoben sich acht 3m hohe toskanische Granitsäulen, die ein einfaches Holzgebälk trugen. Über den Kapitälen waren sie durch einen verzierten Architrav (Holzring) verbunden; darüber wölbte sich ein hübsches Zeltdach. Innerhalb an den Säulen befanden sich steinerne Sitze und in der Mitte stand ein wuchtiger steinerner Tisch. An der Innenseite des Holzringes waren folgende Worte zu lesen: &#039;&#039;&amp;quot;Fürchte Gott. Ehret den König. Beherrsche Dich. Halte Maß. Schweige und Handle. Erkenne Dich selbst. Thue Recht. Scheue Niemand.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vermögende und kunstsinnige kurfürstliche Hausmarschall Peter August von Schönberg, der das Schmochtitzer Gut von 1763-1791 besaß, ließ diesen Tempel errichten. Vom Park aus führte damals eine Allee zum Sonnentempel. Der Tempel bezeugt die Gesinnung P. A. v. Schönbergs als Freimaurer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf der Zeit geriet der Tempel in Verfall. Im Jahre 1954 war die Rettung dieses kleinen Kunstwerkes geplant. Die Finanzierung der Restaurierung war durch das bischhöfliche Ordinariat und die Denkmalpflege des Kreises gesichert. Den Auftrag dazu erhielt der Architekt Hentschke. Doch es kam anders. Ein Orkan hatte in den Morgenstunden des 17. Januar 1955 den bereits beschädigten Sonnentempel vollständig zum Einsturz gebracht. Ein Bild der Verwüstung; teilweise zerborstene Säulen lagen wild durcheinander, selbst Podeste und Steinsitze waren umgeworfen. Ein Wiederaufbau hätte einen unverhältnismäßigen Betrag erfordert und wegen der ohnehin knappen Mittel wurde von den zuständigen Stellen dagegen entschieden (Th. Schütze: &amp;quot;Abschied vom Sonnentempel&amp;quot;, Bautzener Kulturvorschau 06/1955).    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Taufkapelle ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Schmochtitz Taufkapelle 2 BZ KS 1977-4 2.jpg|mini|321x321px|Taufkapelle in Schmochtitz vor 1975 (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 4/1977)]]&lt;br /&gt;
1775 ließ Peter August v. Schönberg eine turmartige Taufkapelle mit glockenförmiger Haube errichten. Durch private Initiative konnte sie 1975 vor dem völligen Verfall gerettet werden (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 4/1977).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut in kirchlicher Trägerschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Priesterseminar ====&lt;br /&gt;
Mit der Wiedererrichtung des Bistums Meißen im Jahre 1921 wurde die Einrichtung eines Seminars zur Priesterausbildung notwendig, da das Wendische Seminar, welches von den Temritzer Siman gegründet wurde, nach dem I.WK schloß. Im Jahre 1925 kam es aus diesem Zweck zum Kauf, dessen herrnhaus umgebaut und am 10.Mai 1927 als Priesterseminar des Bistums Meißen eröffnet wurde. 95 Studenten durchliefen nach ihrem Theologiestudium und vor ihrem Einsatz als Priester das Seminar.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kirchengut ====&lt;br /&gt;
Das Herrenhaus und damit das Seminar wurde in den letzen Apriltagen durch Brand völlig vernichtet. Das Rittergut mit seinen 130 ha blieb aber trotz Bodenreform im Besitz des Bistums. 1986 wurde mit dem Neuaufbau begonnen. Ziel war ein Erholungsheim für Familien mit Behinderten. Am 01.09.1992 erfolgte jedoch die Eröffnung des &amp;quot;Bischof-Benno-Hauses&amp;quot; als offenes und öffentliches Bildungshaus in Trägerschaft des jetzigen Bistums Dresden-Meißen. nach und nach wurden weitere Gebäude (Torhaus, Familienhaus, Scheune) saniert. Den Gästen stehen Seminarräume, ein Festsaal, ein großer gemeinschaftsraum in der Scheune, eine Kirche, eine Hauskapelle, eine Bibliothek sowie eine Kegelbahn zur Verfügung. (Quelle: Dr. P. Straube: &amp;quot;das Rittergut Schmochtitz in kirchlicher Trägerschaft seit 1925&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bildungsgut Sankt Benno ====&lt;br /&gt;
Am 07.09.2020 erhält das Bischof-Benno-Haus den neuen Namen &amp;quot;Bildungsgut Sankt Benno&amp;quot; und damit ein neues Programm. Neu sind Seminare zur &amp;quot;Lebensgestaltung&amp;quot; und zur &amp;quot;Bildung&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix ===&lt;br /&gt;
Das einzige Kruzifix in Schmochtitz befindet sich an der Kreuzung schräg gegenüber dem Eingang zum Bischof Benno Haus. Ein eisernes Kreuz mit dem Korpus Christi auf einem Granitsockel ohne Inschrift. Der Eigentümer ist unbekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milleniumsdenkmal ===&lt;br /&gt;
Das im November 2000 geweihte Denkmal Cyrill und Methodius steht nahe des Roten Berges an der Straße Richtung Loga und wurde nach einer Schändung im Februar des Jahres 2023 am 26. November durch Pfarrer G. Nawka aus Wittichenau vor 60 Gläubigen neu geweiht. Unbekannte stahlen damals den großen Bischofsstab und schlugen die Hand der Statue des Hl. Methodius ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niederuhna ==&lt;br /&gt;
1500 - erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 93 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1842 - Großbrand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 105 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 113 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 - nach Schmochtitz eingemeindet, vorher selbstständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 84 Einwohner, zusammen mit Oberuhna (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oberuhna  ==&lt;br /&gt;
Oberuhna und Löschau sind seit 1777 eine Gemeinde, 1936 nach Schmochtitz eingemeindet, 1969 nach Salzenforst eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ort ===&lt;br /&gt;
1359 - erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1407 - Rittersitz                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1580 - Rittergut                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 87 Einwohner                                                                                             &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 99 Einwohner                                                                                                                       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 104 Einwohner                                                                                                                    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 - 163 Einwohner                                                                                                                      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 - Stromanschluß - (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
Während Niedruhna zur HerrschaftbMilkwitz gehörte, bestand in Oberuhna ein eigenständiges Rittergut. Das kleine Gut befand sich im Besitz verschiedener Adelsfamilien und ab 1798 bürgerlicher Landwirte. Das Herrenhaus unterscheidet sich im Aussehen kaum von den Wirtschaftsgebäuden. Die Bausubstanz^stammt noch aus dem 18. JH. Der kleine Vorbau dürfte um 1910 entstanden sein. Das Rittergut fiel 1945 unter die Bodenreform. obwohl es nur 89 ha umfaßte. Der Hof wurde in einzelne Parztellen zerstückelt, wobi der vordere Teil des Wohnhauses an die Familie Nowak fiel. Nachdem diese 1979 in den Westen ausreiset, nutzte die LPG die Räume. Nach dem Ende der DDR wurde das Haus an den in Hamm lebenden Sohn zurückgegeben, der Fassade und Innenräume sanierte, um diese Haushälfte gelegentlich zu nutzen. (L-A. Dannenberg/M. Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;) .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Brand von Oberuhna im Jahr 1842 ===&lt;br /&gt;
Am 20. August 1842, kurz nach 12 Uhr mittags, traf bei einem schweren Gewitter ein Blitz das alte unbewohnte Herrenhaus auf dem Rittergutshofe zu Oberuhna und entzündete das sofort. Bei der vorherrschenden trockenen Jahreszeit, heftigem Winde und dem großenteils eingebrachten Getreide verbreitete sich das Feuer mit ungemeiner Schnelligkeit auf die anderen Rittergutsgebäude und haben die Dörfer Ober-u. Niederuhna fast durchgängig in Asche gelegt. Sämtliche Abgebrannte haben ihre Haus-u. Wirtschaftsgeräte sowie die eingelagerten Getreidevorräte verloren. Darüber hinaus verbrannte folgendes Vieh:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rittergut - 6 Kühe, 2 Schweine&lt;br /&gt;
* Großbauer Jacob Schmole - 4 Schweine, 4 Kälber, 32 Lämmer und 2 Stähre&lt;br /&gt;
* 2 verschiedenen Gärtnern jedem ein Schwein, einem Dritten ein Kalb&lt;br /&gt;
(Budissiner Nachrichten August/1842)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unnatürliche Tode ===&lt;br /&gt;
Am 16. Juli 1844 ist der auf dem Rittergutshofe zu Oberuhna dienende 23-jährige Kleinkutscher Andreas Donath in der nach dem Rittergutshofe führenden Allee unvorsichtigerweise von einem beladenen Leiterwagen gesprungen, unter denselben gefallen und totgefahren worden (Budissiner Nachrichten Nr.60/1844).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Münzfund ===&lt;br /&gt;
1973 entdeckte der Kranfahrer Harry Günther auf seinem Grundstück Nr.16 in Oberuhna beim Entwässern einer alten Kellermauer ein dunkelbraunes Töpfchen in der Größe einer Kaffeetasse mit Henkelansatz. Es enthielt 56 groschen aus Billon, das ist eine Kupfer-Siolberlegierung. Die Münzen waren alle mit Grünspan überzogen, weil der Kupferanteil überwog. Sie zeigten auf der Vorderseite die Inschrift &amp;quot;24 einen Taler&amp;quot; und auf der Rückseite das Kursächsische oder Hannoversche Wappen. Die Jahreszahlen laufen von 1694 bis 1802. Leinenrste von der Umhüllung der Münzen enthielt das Töpfchen ebenfalls. (Bautzener Kulturschau 5/1974. F. Lehmann: &amp;quot;Ausgrabungen und Funde Teil 1&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 wurden bei Frenzel in Löschau 130 Silbermünzen gefunden (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wolfgang Wenk - Ortsdenkmalpfleger ====&lt;br /&gt;
Am 04. Mai 1988 verstarb Wolfgang Wenk aus Oberuhna, der Ortsdenkmalpfleger der Gemeinde Salzenforst, erst 47 Jahre alt. Er spürte eine ganze Reihe historischer Wegweiser auf, so den bereits verschollenen Gedenkstein für die in den Befreiungskriegen gefallenen französischen Soldaten in Schmochtitz, den &amp;quot;Kleinen Bierstein&amp;quot; unweit des Milleniumdenkmals sowie den &amp;quot;Kreuzstein&amp;quot; an der Straße nach Loga. Auch sorgte er für die sachgerechte Erhaltung und Lagerung der wertvollen alten Grabplatten aus dem Vorraum der Gödaer Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Löschau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ort ===&lt;br /&gt;
1363 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1580 - zum Rittergut Milkwitz gehörig &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1777 - zum Rittergut Oberuhna gehörig  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner Löschau        ===&lt;br /&gt;
1834 - 41 Einwohner   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 50 Einwohner    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 36 Einwohner    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 32 Einwohner (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)                                                                             &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strom ===&lt;br /&gt;
1910 - Stromanschluß - Der einzige Abnehmer 1910 war die Wirtschaft von Gerhard Schmole (*1881). Er kannte die Vorteile des elektrischen Stromes und damit verbunden die Minimierung eines Brandes. (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Temritz ==&lt;br /&gt;
Temritz liegt etwa 4 km nordwestlich von Bautzens Stadtzentrum entfernt auf 215 &amp;lt;abbr&amp;gt;m&amp;lt;/abbr&amp;gt; ü. NN am &#039;&#039;Temritzer Wasser&#039;&#039;, welches hier zu einem Teich angestaut ist. Es ist ein Straßendorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort wurde schon 1225 erstmals als Allodium &#039;&#039;Tymericz&#039;&#039; erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Ort ===&lt;br /&gt;
eingemeindet am 01.07.1950; ab 1936 zu Kleinwelka gehörend, vorher selbstständig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1880: 84 Einwohner, davon 83 Sorben und 1 Deutscher (nach A. Muka)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
Mercin und Jurij Siman gründeten 1724 das wendische Seminar in Prag als Ausbildungsstätte für den katholischen Priesternachwuchs. Auch der sorbische Volksmusikant Nikolaus Kral (1791-?) wurde in Temritz geboren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiwalze ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Name ====&lt;br /&gt;
Die Wiwalze (auch St. Michaelisberg genannt) ist 247m hoch, gehörte seit jeher zu dem Dorf Temritz und diente den Bauern früher als gemeinsamer Hutungsplatz für ihre Schafherden (Schafsberg). Auf Grund der Nähe zu Schmochtitz wurde die Anhöhe auch &amp;quot;Schmochtitzer Berg&amp;quot; genannt. So heißt es in einer Beschreibung der Schlacht bei Bautzen, daß Napoleon auf dem &amp;quot;Schmochtitzer Berge&amp;quot; Beobachtungen über die Stellungen des Feindes angestellt hatte. Bereits 1817 wird die Wiwalze &amp;quot;Lerchenberg&amp;quot; genannt und 1818 wird von einem &amp;quot;Spitzberg&amp;quot; geschrieben. Der Ursprung des Namens ist nicht eindeutig belegt. Die Bezeichnung &amp;quot;Viehwalze&amp;quot; ist eine Verkümmerung des sorbischen Wortes Wiewalze. Im Wendischen bedeuten die Silben &amp;quot;wi&amp;quot; und &amp;quot;walc&amp;quot; soviel wie &amp;quot;winden&amp;quot;, &amp;quot;wälzen&amp;quot;. Auf einer Karte wurde die Anhöhe als &amp;quot;Wihals-Berg&amp;quot; eingezeichnet. Die Ableitung des deutschen Namens &amp;quot;Michael&amp;quot; zum sorbischen &amp;quot;Mihal&amp;quot; und bei nachlässiger Aussprache könnte aus &amp;quot;Michaelisberg&amp;quot; der &amp;quot;Wihalsberg&amp;quot; werden. Obwohl er zu Temritz gehört, hieß er niemals &amp;quot;Temritzer Berg&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eigentümer ====&lt;br /&gt;
In der Chronik S.171ff. wird die Zugehörigkeit der Wiwalze 1668 urkundlich erwähnt. In jenem Jahr verkauft  vom Amtssekretär Hoffmann an Peter Roatschen aus Burk und Hanns Cucule aus Temritz. Diese verkauften das Grundstück am 13.April 1744 weiter an die Bauern Johann Marx in Temritz und Katzer. Der Marx&#039;sche Besitz ist dann in den Besitz der Familie Mörbe gekommen. Die andere Hälfte des Gutes ist auf die Familie Krahl übergegangen. Der letzte Besitzer, August JakobKrahl (1859-1935), starb kinderlos und es erbte seine Nichte Katharina, welche Johann Waurick geheiratet hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schönbergscher Pavillon ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiwalze Pavillon 1.jpg|mini|479x479px|Zeichnung von Johann Gottfried Schultz 1776 &amp;quot;Der Schönbergsche Pavillon&amp;quot; (aus Oberlausitzer Hausbuch 2014) Kulturhistorisches Museum Görlitz]]&lt;br /&gt;
Da man von der Wiwalze einen herrlichen Rundblick auf Bautzen und Umgebung hatte, pachtete 1769 den obersten Teil der damals unbewaldeten Anhöhe  der Hausmarschall Peter August von Schönberg auf 20 Jahre zur Errichtung eines Lusthauses. Es handelte sich um ein einstöckiges hölzernes Gebäude auf quadratischem Grundriß, an mindestens 2 Seiten besaß es rundbogige, zweiflüglige Türen. Ein breites, gekehltes Gesims leitete über zu einem hohen, als Pyramide gestalteten Dach. Dessen Spitze krönte ein eiförmiger Knopf und eine Wetterfahne. Das Häuschen war von einem Geländer umgeben. Die Erdmassen des beim Bau ausgehobenen Grabens rings um das Pachtgrundstück wurden in der Mitte angehäuft und darauf das Lusthaus gebaut. Um die Speisen und Getränke jederzeit zur Verfügung zu haben, existierte unter den &amp;quot;Pavillon&amp;quot; ein Keller mit Zugang auf der Westseite. An der Hügelauffahrt standen 2 Figuren, die Tafeln mit den Aufschriften &amp;quot;Willkommen&amp;quot; und &amp;quot;Adieu&amp;quot; trugen. Als Kürfürst Friedrich August III. von Sachsen am 18. Mai 1769 den Hausmarschall von Schönberg besuchte, wurde für das fürstliche Paar ein &amp;quot;wendischer Bauerntanz&amp;quot; aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1789 verlängerte Schönberg den Vertrag auf weitere 20 Jahre. Eigentümer waren damals George Krahl und Johann Christian Moerbe aus Temritz. Das verpachtete Grundstück war 32 Ellen lang und 30 Ellen breit und der Zins betrug 8 Thaler jährlich. 1809 lief der Pachtvertrag aus. Peter August v. Schönberg starb 1791. Seine Tochter und Erbin Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge verlängerte den Vertrag nicht und der Pavillon verfiel.  Schließlich wurde dieser abgerissen, nachdem er mutwillig von Nachbarn beschädigt wurde.  &lt;br /&gt;
[[Datei:Wiwalze Pavillon 2.jpg|mini|479x479px|Zeichnung von Christoph Nathe 1787 &amp;quot;Ausblick vom Rabenstein über den westlichen Stadtrand von Bautzen&amp;quot; (aus Oberlausitzer Hausbuch 2014)]]&lt;br /&gt;
==== weitere Geschichte ====&lt;br /&gt;
1833 wurde die Wiwalze mit Laub-u. Nadelbäumen bepflanzt, da die Schafzucht nicht mehr wirtschaftlich war. Um 1910 wurde von dem Fabrikanten und Gutsbesitzer Otto Thost aus Schmochtitz eine Eisenkonstruktion für die Feuerwehr zu Übungszweckenturm errichtet; beschlagen mit Eisenplaten und mit Luken versehen. An der Spitze befand sich ein Eisengeländer. 1945 war auf diesem Turm eine deutsche Fliegerabwehrbeobachtungsstelle eingerichtet. 1947 aber vom damaligen Besitzer Johann Waurich aus Temritz abgerissen. Überreste sind heute noch sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quellen: Ortschronik S.171-180); Dr. Georg Krahl: &amp;quot;Vom Berg mit den 7 Namen&amp;quot; Oberlausitzer Hausbuch 2014); Kai Wenzel: &amp;quot;Der Schönbergsche Pavillon bei Schmochtitz&amp;quot; Oberlausitzer Hausbuch 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Sorbische Hochzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sorbische Hochzeit Temritz 1888 3.jpg|mini|477x477px|Sorbische katholische Hochzeit von 1888; Brautpaar, Hochzeitsbitter, 4 Brautjungfern, 2 Brautführer, Slónka sowie der Bruder der Braut]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschrieben wird eine Bauernhochzeit zwischen Anna Krahl aus Temritz und Michael Domsch aus Basankwitz am Dienstag, dem 08.05.1888 in Temritz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hatten mindestens 200 Personen daran teilgenommen, davon Gäste aus den angesehensten Bauernfamilien aus Nah und Fern der wendischen Lausitz. Die Braut im Festgewand erschien mit der festlich geschmückten Pferdekutsche und betrat 10 Uhr die Pfarrkirche „Unserer lieben Frauen“ in Bautzen gemeinsam mit der „Slónka“, welche den Ehrendienst bei der Braut zu versehen hat. Ein zweiter Wagen brachte 4 Brautjungfern, Druzki genannt, ebenfalls in Festkleidung. Anwesend waren die beiden Brautführer, wendisch „Swat“, wovon je einer aus der Verwandtschaft der Braut bzw. des Bräutigams stammt, und der Hochzeitsbitter, sorbisch „Brazka“, der Zeremonienmeister und damit eine der wichtigsten Personen. Der Bräutigam sowie alle männlichen Begleiter erschienen im langen Gehrock, schwarzer Hose und Zykinderhut. Während der Trauung saßen Männer und Frauen getrennt. Nach Beendigung der Heiligen Messe, welche als erstes stattfand, hielt der Priester eine Rede, darauf folgte die eigentliche Trauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In und vor der Kirche sammelten sich eine Menge Schaulustiger. Anschließend ging es nach Temritz in das Gehöft der Brauteltern. Musikanten spielten den langsamen und choralartigen Brautmarsch. Hof und Eingang waren mit Girlanden und grünen Bändern geschmückt. Dort warteten bereits der Vater, Geschwister und die Gäste. Der „Brazka“ hielt eine Rede, gedachte der nicht mehr anwesenden Brautmutter und forderte dann das Brautpaar auf, das Haus zu betreten und die umfangreich vorbereitete Feier sowie das Mahl mit Freude zu genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besteck mußte jeder Gast selbst mitbringen. Es gab Suppe, alsdann  Rindfleisch mit Gemüse, dann Schweinefleisch mit Gemüse, dann Schweine-u. Kalbsbraten mit Salat und Kompott, zum Schluß Butter und Brot und Kuchen. Und dazu Branntwein, kein Wein. Nach dem Essen wurde getanzt, gespielt und Bier getrunken. Das ging bis in die frühen Morgenstunden. Die Aufgabe der beiden „Swaten“ und der „Slónka“ war es, die Braut vor jungen Burschen zu schützen, welche versuchten, der Braut den Schuh auszuziehen, um ihn gegen einige Taler einzulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Morgen fuhren die Brautleute zuerst in die Kirche, dann wurde zum letzten Mal im väterlichen Haus Mittag gegessen und danach erfolgte die Abreise. Die  Ausstattung der Brautwar bereits verladen und mit Girlanden umwunden. Und ein schwermütiges Abschiedslied und eine gefühlsvolle Rede des „Brazkas“ sorgten dafür, daß keiner seine Rührung verbergen konnte. (gekürzt aus Dr. Gisela Bruk: „Sie wird mir ein herrliches Andenken bleiben“, Hausbuch ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifixe ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Straße nach Kleinseidau .jpg|mini|Kruzifix in Temritz auf dem Weg nach Kleinseidau von Johann Müller (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz auf dem Weg nach Kleinseidau ====&lt;br /&gt;
Diese Betsäule wurde 1899 errichtet, 1995/96 restauriert und von Pfarrer Werner aus Storcha geweiht. Bei der restaurierung wurden  auch die fehlenden 2 Keramiksterne am Granitsockel ersetzt.Die goldene Inschrift auf der Vorderseite der Granitsäule lautet: &#039;&#039;&amp;quot; Was will das Kreuz, das am Wege steht? Es will jeden, der vorüber geht, Das süße Wort der Hoffnung sagen, Das Kreuz hilft, Dich zum Himmel tragen.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im unteren Teil sind die Initialen J.E.M. und das Jahr 1899 eingraviert. Der Auszügler Johann Ernst Möhn (1820-1899) verstarb am 04.06.1899 in Temritz Haus Nr.5 im Alter von 79J 1M und 11T(Sterbe-Urk. Seidau 70/1899). Er war der Schwiegervater vom Gutsbesitzer und Gemeindevorstand Johann Müller (Haus Nr.6) .  &lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Ort Haus Nr.9 .jpg|mini|Kruzifix in Temritz vor dem Haus von Rötschke Haus Nr.9 (1992)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz vor dem Haus von Rötschke Haus Nr.9 ====&lt;br /&gt;
Die Aufnahme ist von 1992. Im Februar 2025 war an der Stelle des Kreuzes nur eine kleine Lücke. Es wird restauriert und erstrahlt danach im neuen Glanz. Besitzer des Betkreuzes war jedoch die Familie Waurick und vorher die Familie Krahl (Haus Nr.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix Temritz Ortseinfahrt von Bautzen nach Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Ortseinfahrt v. BZ 3.jpg|mini|Kruzifix in Temritz an der Straße von Bautzen nach Schmochtitz (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Vorderseite sind die vergoldeten Initialen J.T.M, darunter M.M. und darunter das Jahr 1875. eingraviert. Einem Bericht zufolge wurde die Granitsäule in den Kriegstagen des April 1945 von Vollkettenfahrzeugen aus dem Boden gerissen und das gußeiserne Kreuz zerbrach. In den  Folgejahren wurde die Bruchstücke verschüttet und von einer Hecke überwuchert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sterbeurkunde von Seidau Nr.107/1874 ist die Totgeburt eines Sohnes von Gutsbesitzer Johann Traugott Mörbe (JTM) und seiner Frau Maria, geb. Schneider (MM), vermerkt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Temritzer Einwohner Klaus, Christian und Thomas Mörbe wurde die Betsäule wieder instandgesetzt und in einem Hohlfundament aus Beton neu aufgestellt. In die Deckplatte ist ein poliertes Grabkreuz (angefertigt von Steinmetz Haase) eingesetzt, an dessen Ostseite ein neuer Korpus befestigt ist. Ein Nachguß des originalen Kreuzes konnte nicht realisiert werden, weil die Bruchstücke zur Formung nicht ausgereicht haben. Im Kopfteil der Ostseite der Säule sind noch Reste einer mit schwarzer Farbe aufgebrachten sorbischsprachigen Beschriftung zu erkennen. Die Schmalseiten zeigen im oberen Bereich je ein plastisch ausgearbeitetes lateinisches Kreuz. &lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Straße n. BZ .jpg|mini|Kruzifix in Temritz an der Straße nach Bautzen von Johann Müller (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz an der Straße nach Bautzen ====&lt;br /&gt;
1899 von Johann Müller aus Temritz errichtet. 1976 war das Kreuz aus Sandstein verschollen. Wahrscheinlich von Randalierern in den nahen Teich geworfen, wo man es später wiederfand. Es wurde 1991 erneut restauriert, mit einem Kreuz aus Metall. 1997 wurde dieses ebenfalls entwendet. Da sich die Säule auf dem Flurstück der Agrofarm Göda befindet, erteilte sie den Auftrag zur Neuanfertigung von Kreuz und vergoldetem Korpus an die Schmiede Kaczmar in Jeßnitz. Am Palmsonntag, dem 05. April 2009 wurde mit einem ökumenischen Gottesdienst die wieder vollständige Betsäule geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite Auf dem Sandsteinsockel befinden sich Inschriften in sorbischer Sprache. Übersetzt steht auf der Vorderseite: &#039;&#039;&amp;quot;Oh ihr alle, die ihr auf diesem Weg vorbei geht, sehet, ob ein Schmerz meinem Schmerz gleicht.&amp;quot; Jeremia 1.12&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und auf der Rückseite: &#039;&#039;&amp;quot;Aufgestellt im Jahre des Herrn 1899 von Johannes Müller und Anna seiner Ehefrau aus Temritz erneuert 1991&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb der vergoldeten Jesusfigur steht sowohl in sorbisch als auch in deutsch: &#039;&#039;&amp;quot;Jesus unser Hirte.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentümer des Betkreuzes waren die Familien: Müller; Lippitsch; Spittank &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bloaschütz ==&lt;br /&gt;
1296 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 83 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 108 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 92 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900 - 97 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 - 86 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 138 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 - Stromanschluß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bolbritz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dorfschule Bolbritz.jpg|mini|463x463px|Dorfschule Bolbritz (Postkarte zum 25-jährigem Jubiläum)]]1283 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1562 Rittergut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 - 98 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 116 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 135 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 123 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entstehung ====&lt;br /&gt;
In der Ortschronik (S.133ff.) wird berichtet, daß die Schule in Bolbritz bereits zwischen 1753 und 1756 auf Initiative der Gräfin Dorothea Luise Charlotte von Gersdorf (1706-1794) von ihrem Verwalter Schenk am Gödaer Weg gebaut wurde. Schulhalter war sein Schwager Hobrack. Auf Grund eines Streits zwischen Gräfin und Verwalter wurde die Schule in ein östlich davon neu gebautes Gebäude verlegt (Echtelsches Haus). 1834 kaufte dieses Haus die Parochie Göda für 475 Taler und richtete es den gesetzlichen Bestimmungen zum Schulhause ein.        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25.06.1886 fand die feierliche Eröffnung der &amp;quot;Neuen Schule&amp;quot; statt. 1912 wurde ein Antrag zwecks Lichtentnahme an das Elektrische Werk in Bautzen gestellt. 1923 erfolgte eine Erweiterung durch Schulanbau. 1956 wurde für das Lehrpersonal ein Wohnhaus neben der Schule errichtet. Am 01.09.1959 fand der Zusammenschluß der Schulen Bolbritz und Storcha zu einem Schulkombinat statt.       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lehrer ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Alte Schule =====&lt;br /&gt;
Von 1793 bis zu seinem Tod1842 war Gottfried Kmoch Schulhalter und ab 1835 ständiger Lehrer. Von 1843 bis 1871 war August Wilhelm Tietze Lehrer in Bolbritz, da 1872 nach Amerika auswanderte. Johann August Kubitz (*27.06.1845) ab 1868 Vicar, später Hilfslehrer und ab 1872 Lehrer in Bolbritz.                 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neue Schule bis 1945 =====&lt;br /&gt;
Von 1886 bis 20.11.1892 wurde erster Lehrer und Schulleiter Pastor Christoph August Domaschk. Ab 1891 Hilfslehrer und ab 1894 als Lehrer und späterer Schulleiter war über 40 Jahre lang Johann August Beyer (*02.11.1868) tätig. 1897 erfolgt die Einstellung einer Lehrerhilfskraft und 1899 einer Handarbeitslehrerin.  Der Unterricht wurde in deutsch und sorbisch geführt. Ab Ostern 1914 wurde die Schule 4-klassig und das Mädchenturnen eingeführt. Ab 01.05.1914 wird der Hilfslehrer Kurt Stephan aus Dresden eingestellt, welcher am 01.04.1915 zum Heeresdienst einberufen wurde. Ab 15.04.1919 übernahm Schulamtskandidat Willy Soltmann aus Bischofswerda die Hilfslehrerstelle. Am 01.02.1928 erscheint in den Akten der Lehrer A. v. Kielpinski. Am 17.02.1932 erfolgte die Pensionierung des Oberlehrers Beyer. Neuer Schulleiter wurde Michalk. Gemeinsam mit dem Lehrer Kielpinski unterrichten sie bis Kriegsende 1945.                &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neue Schule ab 1945 =====&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wechselte das Personal häufiger. Von Juli bis Oktober 1945 war Herr Alexander Langer aus Gnaschwitz Aushilfslehrer, danach, bis Februar 1946 Heinz Hildebrandt. Im Mai 1946 ersetzte Neulehrer Richard Seiler den Lehrer Max Frenzel. Im Juni 1947 wurde Frau Frieda Michalk Schulleiterin. Ab 01. September 1950 wurde der Lehrer Herbert Ladusch neuer Schulleiter und seine Frau Zita Ladusch als Lehrerin angestellt, welche dann ab Januar 1953 Schulleiterin wurde.  Daneben arbeiteten als Lehrer noch folgende Personen: 1948-Georg Ritscher; Frl. Michalk, Paul Scholze, Ernst Weikert und Helmut Kowar; 1951 Frl. Anna Fitzky und Frl. Christa Kockert sowie Frl. Anna Ziesch und Rosemarie Schütze und als Sportlehrer Herbert Eckert; 1952 Caritas Kockert bzw. Otto Dietmar als Russischlehrer; 1953 Herr Ernst Siegel, Frau Irmgard Kaden und Herr Peter Münnich als &amp;quot;Wanderlehrer&amp;quot;; 1954 Annemarie Hantschke sowie Frl. Annelies Palme. Ab 01.05.1953 wurde Herr Lehrer Herbert Eckert Schulleiter. Von 1955 bis 1956 waren die Lehrer Kurt Menzel und Georg Gärtnerr Lehrer. 1955 wurden die Lehrerinnen Frl. Gertrud Knopf und Lieselotte Knöchel als Lehrerinnen angestellt. Am 01.09.1956 wurde der Lehrer Ernst Weickert nach 10 Jahren Schuldienst nach Bautzen versetzt. Am 01.09.1957 kam Georg Nuck an die Schule.                  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1959 gegründeten Schulkombinat Boolbritz/Storcha arbeiteten neben dem Schulleiter Paul Kindermann (Stellvertretender Schulleiter) die Kollegen Josef Sauer, Georg Nuck, Günter Rohark sowie die Kolleginnen Marianne Müller, Rita Nuck, Lieselotte Knöchel, Anna Sauer und als Handarbeitslehrerin Dorothea Kappler. Hortkraft in Bolbritz war Frau Marie Kappler.                 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schüler ====&lt;br /&gt;
1899 besuchten 129 Kinder (alle evangelisch), davon 101 wendischer Nation, die 3-klassige Schule. 1904 besuchten 131 Schüler, davon 65 Knaben, 56 Mädchen die Schule. 1912 zählt die Schule 107 Kinder, davon 1.Klasse 43, 2.Klasse 35 und 3.Klasse 29 Kinder. Der Schülerstand von 1946 betrug 150 Kinder.        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Schulbetrieb fand bis 1980 statt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
Dieses schlichte Herrenhaus, wahrscheinlich im 1. Drittel des 19. JH. erbaut, wurde 1945 aufgesiedelt und die Besitzerfaimlie Aichele enteignet. Das Rittergut ist aus einer Wasserburg hervorgegangen. Bedeutende Reste sind erhalten geblieben. Ein als Schuppen genutztes Nebengebäude im Norden des Gehöftes ist als steinernes Burggebäude aus der Zeit der deutschen Landnahme erkannt worden. Der 9 m lange Bau hat ein gewölbtes Erdgeschoß. Im Obergeschoß sind in das dicke Mauerwerk Rundbogenfenster eingelassen. Das Bauwerk steht auf einem aufgeschütteten Hügel und war früher von einem Wassergraben umgeben. Die Burg dürfte aus dem 13. JH. stammen. 1283 wird ein Gerhard von Bolbritz erwähnt, womit die schriftliche Überlieferung einsetzt. Bis 1815 in adeligem Besitz, kaufte es der vom sächsischen König in den Adelsstand erhobene Pächter G. R. König 1820. Seit 1838 (die Adelsfamilie von König blieb ohne mänliche Nachkommen) wurde das Rittergut von einheimischen Landwirten bewirtschaftet. (L-A. Dannenberg/M. Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 kaufte Rup von Wackerbarth das Bolbritzer Rittergut (S. Casper: Göda u. Umgebung&amp;quot; 2016). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Wirtshaus, die Bäckerei, der Konsum ===&lt;br /&gt;
Das Gasthaus &amp;quot;Schwarzer Strumpf&amp;quot; lag an der Straße Richtung Salzenforst und schloß am 01.10.1957. Letzter Besitzer war Traugott Nowotnick. Im Haus nebenan war die Bäckerei Kunze, geschlossen am 31.05.1959. Später war hier der Konsum untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Taubenhaus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bolbritz Taubenhaus 3.jpg|mini|412x412px|aus: Bautzener Kulturvorschau 11/1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Artikel &amp;quot;Taubenhäuser sind ländliche Kulturdenkmale&amp;quot; in der Bautzener Kulturvorschau 11/1955 widmet sich Theodor Schütze diesen interessanten Bauten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Obwohl Tauben nach wie vor gezüchtet werden, hat die Zahl der Taubenhäuser abgenommen. Das freistehende Taubenhaus war vielleicht im Wege, als man anfing, den Hof mit motorisierten Fahrzeugen zu befahren. Dieses Häuschen mußte an die 3m hoch über der Erde stehen, und indem man allerlei Verzierungen anbrachte, erreichte man, daß es nicht nur das luftigste, sondern auch das lustigste aller Bauwerke wurde. So steht ein Taubenhaus, oder genauer ein &amp;quot;Taubenständer&amp;quot; in Bolbritz, welches auf einer schlanken steinernen Säiule ruht. Das Dach ist wie ein wahrer Spitzhut gestaltet. dessen aufgesetzte Spitze eine drachenmaulförmige Windfahne von 1752 zierte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Döberkitz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Schloß ===&lt;br /&gt;
Der Herrensitz ist aus einem Vorwerk entstanden, welches zum Rittergut Dahren gehörte. Durch Erbtrennung kam es 1774 zur Abtrennung und gelangte als eigenständiges Rittergut an J.G. Rüde aus Lauban. 1892 erhielt es sein heutiges Aussehen. Das Mauerwerk der unteren Geschosse stammt noch aus dem 18. JH. Das barocke Portal blieb erhalten. Ergänzt hat man das 2. Obergeschoß und das mit einem Ziergitter bekrönte Walmdach. Der Wappenstein an der südlichen Fassade erinnert an die ehemaligen Besitzer, die Grafen zu Lippe-Biesterfeld-Weißenfels. Nach der Enteignung 1945 diente das Schloß als Mehrfamilienhaus, ab den 1980 -iger Jahren als Wohnheim für geistig Behinderte und ab 2015 als Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge. (L-A. Dannenberg/M. Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fund aus der Steinzeit ===&lt;br /&gt;
Die Genossenschaftsbäuerin Elfriede Kliche aus Döberkitz war beim Aussortieren von Steinen auf der Kombine, da rollte ihr eine jungsteinzeitliche Axt mit Facettenschliff entgegen. Sie war 11 cm lang und 4 cm breit und trotz 4000 jähriger Lagerung tadellos erhalten. Die Fundstelle lag an der Kamenzer Straße Abzweig Jannowitz-Löschau/Bolbritz. (Bautzener Kulturschau 5/1974. F. Lehmann: &amp;quot;Ausgrabungen und Funde Teil 1&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kleinwelka ==&lt;br /&gt;
Bis 1932 bestand Kleinwelka aus zwei nebeneinander gelegenen Teilen, dem kleinen Dorf Kleinwelka, das offenbar auf sorbische Gründung zurückgeht, und der Kolonie Kleinwelka, die 1751 als Brüdergemeinde der Herrnhuter gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kolonie Kleinwelka ===&lt;br /&gt;
Eine Gruppe sorbischer Pietisten (Gottesfürchtige) wechselte von Teichnitz nach Kleinwelka, da einer von ihnen 1747 das Lehngut kaufte. Oberamtsmann Graf von Gersdorf, der in Teichnitz im Schloß wohnte, gab ihnen Grund und Boden in Kleinwelka. Gründungstag ist der 24. Juli1751. Das erste Haus von der Brüdergemeinde in dieser Kolonie, 1752 erbaut, steht am Kirchplatz (Nr.4). Die Kirche (Betsaal) wurde 1758 gebaut und 1856 erweitert. Den Platz dafür spendete Rittergutsbesitzerin Gräfin von Reuß im Jahre 1757. Das Gotteshaus entbehrt jeglichen Schmuckes. Nicht einmal ein Turmist vorhanden. Die Glocken hängen in einem Dachreiter. Statt von einer Kanzel predigt der Pfarrer hinter einem Rednerpult. Da Männer und Frauen getrennt wohnten, gab es ein Schwestern- und ein Bruderhaus. Eine Knaben-und Mädchenerziehungsanstalt beherbergte die Kinder von Missionaren. Sie wurden in strenger Frömmigkeit erzogen und viele von ihnen sahen ihre Eltern jahrelang nicht. Manche wurden Waisen, wenn ihre Eltern in den Missionen starben. (Kirchenblatt der kath. Gemeinde 10/1984)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedhof (Gottesacker) liegt südlich der Kirche. es ist ein offener Garten, umgeben von Hecken. Die Gräber, eines gleicht dem anderen,  sind mit rechteckigen Sandsteinplatten bedeckt und verraten mit den Geburtsorten der hier Bestatteten die weltweiten Beziehungen der Herrnhuter Brüdergemeinde. Die neue Siedlung vergrößerte sich vor allem durch Zuzug von Handwerkern und Gewerbetreibenden. 1764 entstand ein Brüderhaus, 1770 ein Schwesternhaus, 1778 ein Diasporahaus, also für Menschen, die ihre Heimat unfreiwillig verlassen mußten, um 1800 ein Witwenhaus, um 1820 ein Pilgerhaus, wo Missionarsfamilien aus der ganzen Welt ihre ein-bis zweijährige &amp;quot;Ruhepause&amp;quot; verbrachten (Bautzener Kulturschau 12/1973), um danach wieder auf Mission zu gehen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird auch von einer Familie Merklin berichtet, die nach 10-jähriger Missionärstätigkeit in Labrador 1921 wieder nach Deutschland kam, in ihrer Heimat im Württemberger Ländle keine Aufenthaltsgenehmigung erhielt und in eben jenem Pilgerhaus ein Zuhause fand.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glockengießerei ===&lt;br /&gt;
Der 1778 in Kleinwelka geborene Bruder Friedrich Gruhl gründete 1812 eine Glockengießerei. Das zweigeschossige &amp;quot;Glockengießerhaus&amp;quot; trägt auf dem Schlußstein der Haustür die jahreszahl 1818. Die allererste Glocke hängt noch im Dachreiter der Kleinwelkaer Kirche. Gruhl schuf auch das herrliche vierteilige Geläut des Bautzener Domes. 1852 starb Friedrich Gruhl. Sein Sohn Ernst führte den Betrieb bis 1864, danach Theodor Werner. 1896 ging die Gießerei in Konkurs. Heute erinnern nur noch das Wohnhaus und die Glockengasse an die Blütezeit des Betriebes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Rudolph hat in einer Abhandlung &amp;quot;Die Kleinwelkaer Glockengießer&amp;quot; (Letopis C5. 1961/62) die Geschichte des Betriebes dargelegt und ein Verzeichnis  der 692 nachweisbaren Glocken beigefügt.  (Bautzener Kulturschau 12/1973; Theodor Schütze: &amp;quot;Denkmäler in unserem Kreis&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Ehemalige_Gemeinde_Salzenforst_und_ihre_Ortsteile&amp;diff=933</id>
		<title>Ehemalige Gemeinde Salzenforst und ihre Ortsteile</title>
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		<updated>2025-11-27T13:42:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Das Rittergut */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Schmochtitz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Die Gutssiedlung befindet sich in den Niederungen des Milkwitzer Wassers zwischen der Wiwalze im Südwesten und dem Roten Berg im Nordosten. Die Gründung dieses Siedlungskomplexes wird um 1200 (Brakteatenfund mit Münzen um 1160-1240) angenommen. Die erste urkundliche Erwähnung fanden Eichler/Walther von 1391.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingepfarrt ist Schmochtitz nach Göda, der katholische Teil wird von Storcha betreut.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einwohner ====&lt;br /&gt;
1777 - Die Siedlung der Gutshintersassen umfaßte 8 Gärtner und 9 Häusler und befand sich nördlich der Zufahrt Richtung Bautzen. Nach Bränden vor 1800 wurde sie weiter südlich angelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1880 - 140 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 - 126 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 - 109 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1987 - 115 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 - 75 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gewerbe ====&lt;br /&gt;
vor 1910: 1 Schmied, 1 Bäcker, 1 Schuhmacher, 1 Schenkwirt (Gasthof &amp;quot;Zu den 3 Rosen&amp;quot;); 1905 Anbau eines Ballsaales durch Inhaber Blankenstein. (Ortschronist Hilbrig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 wurden Nieder-und Oberuhna mit Löschau nach Schmochtitz eingemeindet. Schmochtitz wiederum wurde im Jahre 1946 nach Salzenforst eingemeindet und war vorher selbstständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schmochtitz Rittergut aus Schlösser in d. mittl. u. westl. Oberl..jpg|mini|411x411px|Schloß Schmochtitz um 1893 (aus: Lars-Arne Dannenberg/Matthias Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Besitzer ====&lt;br /&gt;
Der Grundherrennachweis vor 1880 umfaßt die Geschlechter: von Metzradt (bis 1621), v. Haugwitz (bis 1663), v. Penzig (bis 1729), zwischendurch v. Warnsdorf (1721-1725), v. Kleist (bis 1753), v. Manteuffel (bis 1763).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Peter August Schönberg (1732-1791) als nächsten Besitzer gehen das alte Schloß (nach Entwürfen D. Pöppelmanns) und die Erstgestaltung des Parkes zurück. Von 1763 bis 1821 besaßen Peter August v. Schönberg und nach seinen Tod 1791 seine Tochter Charlotte v. Kielmannsegge das Rittergut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besitzer ab 1821 war Sigismund Graf v. Riesch (bis 1856), Dr. Otto Weber (bis 1883), Dr. Hans Otto (bis 1888), Georg v. Beschwitz (bis 1892), Otto Thost und Sohn (bis 1921). (Quelle: Dr. Georg Krahl: &amp;quot;Schmochtitz Teil 6&amp;quot; aus Gödaer Heimatblatt 2002) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Peter August von Schönberg ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auguste Charlotte von Kielmannsegge ====&lt;br /&gt;
Dem kurfürstlichen Hausmarschall und Freimaurer P.A. v. Schönberg schenkte seine Frau, eine geb. Gräfin von Hoym, am 08. Mai 1777 eine Tochter, Auguste Charlotte. Mit 12 Jahren starb ihre Mutter. A. Charlotte heiratete 1796 den Grafen Lynar aus Lübbenau. Ein Sohn, Hermann Rochus, wurde geboren. 1797 verließ Charlotte ihren Mann und reiste mit dem Dresdner Maler Grassi nach Italien. Dort hörte sie von Napoleon und die Leidenschaft für den Maler erlosch. Sie reiste nach Paris, wo sie Napoleon näher kennenlernte. Ihr Mann verstarb mit 27 Jahren. Sie erbte und erhielt 1800 die Besitzungen ihres Vaters, der 1791 starb.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1802 heiratete sie in Hannover den Grafen v. Kielmannsegge. Natalie und Alfred wurden geboren. Der Graf spürte alsbald die Schwärmerei seiner Frau für Napoleon, den er ablehnte. Er bezichtigte sie, eine Agentin der Geheimpolizei Napoleons zu sein. Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (s. u. Napoleon in Schmochtitz) (Quelle: E. Klausnitzer in Bautzener Kulturschau 3/1980)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sonnentempel ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Sonnentempel 3.jpg|mini|407x407px|Der &amp;quot;Sonnentempel&amp;quot; von Schmochtitz (Th. Schütze: Abschied v. Sonnentempel BZ KS 6/1955)]]Nördlich von Schmochtitz, nahe Großbrösern, befand sich ein reizvolles, kleines Bauwerk. Auf einem 3-stufigen kreisrunden steinernen Unterbau erhoben sich acht 3m hohe toskanische Granitsäulen, die ein einfaches Holzgebälk trugen. Über den Kapitälen waren sie durch einen verzierten Architrav (Holzring) verbunden; darüber wölbte sich ein hübsches Zeltdach. Innerhalb an den Säulen befanden sich steinerne Sitze und in der Mitte stand ein wuchtiger steinerner Tisch. An der Innenseite des Holzringes waren folgende Worte zu lesen: &#039;&#039;&amp;quot;Fürchte Gott. Ehret den König. Beherrsche Dich. Halte Maß. Schweige und Handle. Erkenne Dich selbst. Thue Recht. Scheue Niemand.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vermögende und kunstsinnige kurfürstliche Hausmarschall Peter August von Schönberg, der das Schmochtitzer Gut von 1763-1791 besaß, ließ diesen Tempel errichten. Vom Park aus führte damals eine Allee zum Sonnentempel. Der Tempel bezeugt die Gesinnung P. A. v. Schönbergs als Freimaurer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf der Zeit geriet der Tempel in Verfall. Im Jahre 1954 war die Rettung dieses kleinen Kunstwerkes geplant. Die Finanzierung der Restaurierung war durch das bischhöfliche Ordinariat und die Denkmalpflege des Kreises gesichert. Den Auftrag dazu erhielt der Architekt Hentschke. Doch es kam anders. Ein Orkan hatte in den Morgenstunden des 17. Januar 1955 den bereits beschädigten Sonnentempel vollständig zum Einsturz gebracht. Ein Bild der Verwüstung; teilweise zerborstene Säulen lagen wild durcheinander, selbst Podeste und Steinsitze waren umgeworfen. Ein Wiederaufbau hätte einen unverhältnismäßigen Betrag erfordert und wegen der ohnehin knappen Mittel wurde von den zuständigen Stellen dagegen entschieden (Th. Schütze: &amp;quot;Abschied vom Sonnentempel&amp;quot;, Bautzener Kulturvorschau 06/1955).    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Taufkapelle ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Schmochtitz Taufkapelle 2 BZ KS 1977-4 2.jpg|mini|321x321px|Taufkapelle in Schmochtitz vor 1975 (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 4/1977)]]&lt;br /&gt;
1775 ließ Peter August v. Schönberg eine turmartige Taufkapelle mit glockenförmiger Haube errichten. Durch private Initiative konnte sie 1975 vor dem völligen Verfall gerettet werden (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 4/1977).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut in kirchlicher Trägerschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Priesterseminar ====&lt;br /&gt;
Mit der Wiedererrichtung des Bistums Meißen im Jahre 1921 wurde die Einrichtung eines Seminars zur Priesterausbildung notwendig, da das Wendische Seminar, welches von den Temritzer Siman gegründet wurde, nach dem I.WK schloß. Im Jahre 1925 kam es aus diesem Zweck zum Kauf, dessen herrnhaus umgebaut und am 10.Mai 1927 als Priesterseminar des Bistums Meißen eröffnet wurde. 95 Studenten durchliefen nach ihrem Theologiestudium und vor ihrem Einsatz als Priester das Seminar.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kirchengut ====&lt;br /&gt;
Das Herrenhaus und damit das Seminar wurde in den letzen Apriltagen durch Brand völlig vernichtet. Das Rittergut mit seinen 130 ha blieb aber trotz Bodenreform im Besitz des Bistums. 1986 wurde mit dem Neuaufbau begonnen. Ziel war ein Erholungsheim für Familien mit Behinderten. Am 01.09.1992 erfolgte jedoch die Eröffnung des &amp;quot;Bischof-Benno-Hauses&amp;quot; als offenes und öffentliches Bildungshaus in Trägerschaft des jetzigen Bistums Dresden-Meißen. nach und nach wurden weitere Gebäude (Torhaus, Familienhaus, Scheune) saniert. Den Gästen stehen Seminarräume, ein Festsaal, ein großer gemeinschaftsraum in der Scheune, eine Kirche, eine Hauskapelle, eine Bibliothek sowie eine Kegelbahn zur Verfügung. (Quelle: Dr. P. Straube: &amp;quot;das Rittergut Schmochtitz in kirchlicher Trägerschaft seit 1925&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bildungsgut Sankt Benno ====&lt;br /&gt;
Am 07.09.2020 erhält das Bischof-Benno-Haus den neuen Namen &amp;quot;Bildungsgut Sankt Benno&amp;quot; und damit ein neues Programm. Neu sind Seminare zur &amp;quot;Lebensgestaltung&amp;quot; und zur &amp;quot;Bildung&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix ===&lt;br /&gt;
Das einzige Kruzifix in Schmochtitz befindet sich an der Kreuzung schräg gegenüber dem Eingang zum Bischof Benno Haus. Ein eisernes Kreuz mit dem Korpus Christi auf einem Granitsockel ohne Inschrift. Der Eigentümer ist unbekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milleniumsdenkmal ===&lt;br /&gt;
Das im November 2000 geweihte Denkmal Cyrill und Methodius steht nahe des Roten Berges an der Straße Richtung Loga und wurde nach einer Schändung im Februar des Jahres 2023 am 26. November durch Pfarrer G. Nawka aus Wittichenau vor 60 Gläubigen neu geweiht. Unbekannte stahlen damals den großen Bischofsstab und schlugen die Hand der Statue des Hl. Methodius ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niederuhna ==&lt;br /&gt;
1500 - erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 93 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1842 - Großbrand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 105 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 113 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 - nach Schmochtitz eingemeindet, vorher selbstständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 84 Einwohner, zusammen mit Oberuhna (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oberuhna  ==&lt;br /&gt;
Oberuhna und Löschau sind seit 1777 eine Gemeinde, 1936 nach Schmochtitz eingemeindet, 1969 nach Salzenforst eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ort ===&lt;br /&gt;
1359 - erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1407 - Rittersitz                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1580 - Rittergut                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 87 Einwohner                                                                                             &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 99 Einwohner                                                                                                                       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 104 Einwohner                                                                                                                    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 - 163 Einwohner                                                                                                                      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 - Stromanschluß - (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
Während Niedruhna zur HerrschaftbMilkwitz gehörte, bestand in Oberuhna ein eigenständiges Rittergut. Das kleine Gut befand sich im Besitz verschiedener Adelsfamilien und ab 1798 bürgerlicher Landwirte. Das Herrenhaus unterscheidet sich im Aussehen kaum von den Wirtschaftsgebäuden. Die Bausubstanz^stammt noch aus dem 18. JH. Der kleine Vorbau dürfte um 1910 entstanden sein. Das Rittergut fiel 1945 unter die Bodenreform. obwohl es nur 89 ha umfaßte. Der Hof wurde in einzelne Parztellen zerstückelt, wobi der vordere Teil des Wohnhauses an die Familie Nowak fiel. Nachdem diese 1979 in den Westen ausreiset, nutzte die LPG die Räume. Nach dem Ende der DDR wurde das Haus an den in Hamm lebenden Sohn zurückgegeben, der Fassade und Innenräume sanierte, um diese Haushälfte gelegentlich zu nutzen. (L-A. Dannenberg/M. Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;) .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Brand von Oberuhna im Jahr 1842 ===&lt;br /&gt;
Am 20. August 1842, kurz nach 12 Uhr mittags, traf bei einem schweren Gewitter ein Blitz das alte unbewohnte Herrenhaus auf dem Rittergutshofe zu Oberuhna und entzündete das sofort. Bei der vorherrschenden trockenen Jahreszeit, heftigem Winde und dem großenteils eingebrachten Getreide verbreitete sich das Feuer mit ungemeiner Schnelligkeit auf die anderen Rittergutsgebäude und haben die Dörfer Ober-u. Niederuhna fast durchgängig in Asche gelegt. Sämtliche Abgebrannte haben ihre Haus-u. Wirtschaftsgeräte sowie die eingelagerten Getreidevorräte verloren. Darüber hinaus verbrannte folgendes Vieh:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rittergut - 6 Kühe, 2 Schweine&lt;br /&gt;
* Großbauer Jacob Schmole - 4 Schweine, 4 Kälber, 32 Lämmer und 2 Stähre&lt;br /&gt;
* 2 verschiedenen Gärtnern jedem ein Schwein, einem Dritten ein Kalb&lt;br /&gt;
(Budissiner Nachrichten August/1842)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unnatürliche Tode ===&lt;br /&gt;
Am 16. Juli 1844 ist der auf dem Rittergutshofe zu Oberuhna dienende 23-jährige Kleinkutscher Andreas Donath in der nach dem Rittergutshofe führenden Allee unvorsichtigerweise von einem beladenen Leiterwagen gesprungen, unter denselben gefallen und totgefahren worden (Budissiner Nachrichten Nr.60/1844).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Münzfund ===&lt;br /&gt;
1973 entdeckte der Kranfahrer Harry Günther auf seinem Grundstück Nr.16 in Oberuhna beim Entwässern einer alten Kellermauer ein dunkelbraunes Töpfchen in der Größe einer Kaffeetasse mit Henkelansatz. Es enthielt 56 groschen aus Billon, das ist eine Kupfer-Siolberlegierung. Die Münzen waren alle mit Grünspan überzogen, weil der Kupferanteil überwog. Sie zeigten auf der Vorderseite die Inschrift &amp;quot;24 einen Taler&amp;quot; und auf der Rückseite das Kursächsische oder Hannoversche Wappen. Die Jahreszahlen laufen von 1694 bis 1802. Leinenrste von der Umhüllung der Münzen enthielt das Töpfchen ebenfalls. (Bautzener Kulturschau 5/1974. F. Lehmann: &amp;quot;Ausgrabungen und Funde Teil 1&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 wurden bei Frenzel in Löschau 130 Silbermünzen gefunden (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wolfgang Wenk - Ortsdenkmalpfleger ====&lt;br /&gt;
Am 04. Mai 1988 verstarb Wolfgang Wenk aus Oberuhna, der Ortsdenkmalpfleger der Gemeinde Salzenforst, erst 47 Jahre alt. Er spürte eine ganze Reihe historischer Wegweiser auf, so den bereits verschollenen Gedenkstein für die in den Befreiungskriegen gefallenen französischen Soldaten in Schmochtitz, den &amp;quot;Kleinen Bierstein&amp;quot; unweit des Milleniumdenkmals sowie den &amp;quot;Kreuzstein&amp;quot; an der Straße nach Loga. Auch sorgte er für die sachgerechte Erhaltung und Lagerung der wertvollen alten Grabplatten aus dem Vorraum der Gödaer Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Löschau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ort ===&lt;br /&gt;
1363 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1580 - zum Rittergut Milkwitz gehörig &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1777 - zum Rittergut Oberuhna gehörig  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner Löschau        ===&lt;br /&gt;
1834 - 41 Einwohner   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 50 Einwohner    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 36 Einwohner    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 32 Einwohner (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)                                                                             &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strom ===&lt;br /&gt;
1910 - Stromanschluß - Der einzige Abnehmer 1910 war die Wirtschaft von Gerhard Schmole (*1881). Er kannte die Vorteile des elektrischen Stromes und damit verbunden die Minimierung eines Brandes. (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Temritz ==&lt;br /&gt;
Temritz liegt etwa 4 km nordwestlich von Bautzens Stadtzentrum entfernt auf 215 &amp;lt;abbr&amp;gt;m&amp;lt;/abbr&amp;gt; ü. NN am &#039;&#039;Temritzer Wasser&#039;&#039;, welches hier zu einem Teich angestaut ist. Es ist ein Straßendorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort wurde schon 1225 erstmals als Allodium &#039;&#039;Tymericz&#039;&#039; erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Ort ===&lt;br /&gt;
eingemeindet am 01.07.1950; ab 1936 zu Kleinwelka gehörend, vorher selbstständig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1880: 84 Einwohner, davon 83 Sorben und 1 Deutscher (nach A. Muka)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
Mercin und Jurij Siman gründeten 1724 das wendische Seminar in Prag als Ausbildungsstätte für den katholischen Priesternachwuchs. Auch der sorbische Volksmusikant Nikolaus Kral (1791-?) wurde in Temritz geboren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiwalze ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Name ====&lt;br /&gt;
Die Wiwalze (auch St. Michaelisberg genannt) ist 247m hoch, gehörte seit jeher zu dem Dorf Temritz und diente den Bauern früher als gemeinsamer Hutungsplatz für ihre Schafherden (Schafsberg). Auf Grund der Nähe zu Schmochtitz wurde die Anhöhe auch &amp;quot;Schmochtitzer Berg&amp;quot; genannt. So heißt es in einer Beschreibung der Schlacht bei Bautzen, daß Napoleon auf dem &amp;quot;Schmochtitzer Berge&amp;quot; Beobachtungen über die Stellungen des Feindes angestellt hatte. Bereits 1817 wird die Wiwalze &amp;quot;Lerchenberg&amp;quot; genannt und 1818 wird von einem &amp;quot;Spitzberg&amp;quot; geschrieben. Der Ursprung des Namens ist nicht eindeutig belegt. Die Bezeichnung &amp;quot;Viehwalze&amp;quot; ist eine Verkümmerung des sorbischen Wortes Wiewalze. Im Wendischen bedeuten die Silben &amp;quot;wi&amp;quot; und &amp;quot;walc&amp;quot; soviel wie &amp;quot;winden&amp;quot;, &amp;quot;wälzen&amp;quot;. Auf einer Karte wurde die Anhöhe als &amp;quot;Wihals-Berg&amp;quot; eingezeichnet. Die Ableitung des deutschen Namens &amp;quot;Michael&amp;quot; zum sorbischen &amp;quot;Mihal&amp;quot; und bei nachlässiger Aussprache könnte aus &amp;quot;Michaelisberg&amp;quot; der &amp;quot;Wihalsberg&amp;quot; werden. Obwohl er zu Temritz gehört, hieß er niemals &amp;quot;Temritzer Berg&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eigentümer ====&lt;br /&gt;
In der Chronik S.171ff. wird die Zugehörigkeit der Wiwalze 1668 urkundlich erwähnt. In jenem Jahr verkauft  vom Amtssekretär Hoffmann an Peter Roatschen aus Burk und Hanns Cucule aus Temritz. Diese verkauften das Grundstück am 13.April 1744 weiter an die Bauern Johann Marx in Temritz und Katzer. Der Marx&#039;sche Besitz ist dann in den Besitz der Familie Mörbe gekommen. Die andere Hälfte des Gutes ist auf die Familie Krahl übergegangen. Der letzte Besitzer, August JakobKrahl (1859-1935), starb kinderlos und es erbte seine Nichte Katharina, welche Johann Waurick geheiratet hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schönbergscher Pavillon ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiwalze Pavillon 1.jpg|mini|479x479px|Zeichnung von Johann Gottfried Schultz 1776 &amp;quot;Der Schönbergsche Pavillon&amp;quot; (aus Oberlausitzer Hausbuch 2014) Kulturhistorisches Museum Görlitz]]&lt;br /&gt;
Da man von der Wiwalze einen herrlichen Rundblick auf Bautzen und Umgebung hatte, pachtete 1769 den obersten Teil der damals unbewaldeten Anhöhe  der Hausmarschall Peter August von Schönberg auf 20 Jahre zur Errichtung eines Lusthauses. Es handelte sich um ein einstöckiges hölzernes Gebäude auf quadratischem Grundriß, an mindestens 2 Seiten besaß es rundbogige, zweiflüglige Türen. Ein breites, gekehltes Gesims leitete über zu einem hohen, als Pyramide gestalteten Dach. Dessen Spitze krönte ein eiförmiger Knopf und eine Wetterfahne. Das Häuschen war von einem Geländer umgeben. Die Erdmassen des beim Bau ausgehobenen Grabens rings um das Pachtgrundstück wurden in der Mitte angehäuft und darauf das Lusthaus gebaut. Um die Speisen und Getränke jederzeit zur Verfügung zu haben, existierte unter den &amp;quot;Pavillon&amp;quot; ein Keller mit Zugang auf der Westseite. An der Hügelauffahrt standen 2 Figuren, die Tafeln mit den Aufschriften &amp;quot;Willkommen&amp;quot; und &amp;quot;Adieu&amp;quot; trugen. Als Kürfürst Friedrich August III. von Sachsen am 18. Mai 1769 den Hausmarschall von Schönberg besuchte, wurde für das fürstliche Paar ein &amp;quot;wendischer Bauerntanz&amp;quot; aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1789 verlängerte Schönberg den Vertrag auf weitere 20 Jahre. Eigentümer waren damals George Krahl und Johann Christian Moerbe aus Temritz. Das verpachtete Grundstück war 32 Ellen lang und 30 Ellen breit und der Zins betrug 8 Thaler jährlich. 1809 lief der Pachtvertrag aus. Peter August v. Schönberg starb 1791. Seine Tochter und Erbin Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge verlängerte den Vertrag nicht und der Pavillon verfiel.  Schließlich wurde dieser abgerissen, nachdem er mutwillig von Nachbarn beschädigt wurde.  &lt;br /&gt;
[[Datei:Wiwalze Pavillon 2.jpg|mini|479x479px|Zeichnung von Christoph Nathe 1787 &amp;quot;Ausblick vom Rabenstein über den westlichen Stadtrand von Bautzen&amp;quot; (aus Oberlausitzer Hausbuch 2014)]]&lt;br /&gt;
==== weitere Geschichte ====&lt;br /&gt;
1833 wurde die Wiwalze mit Laub-u. Nadelbäumen bepflanzt, da die Schafzucht nicht mehr wirtschaftlich war. Um 1910 wurde von dem Fabrikanten und Gutsbesitzer Otto Thost aus Schmochtitz eine Eisenkonstruktion für die Feuerwehr zu Übungszweckenturm errichtet; beschlagen mit Eisenplaten und mit Luken versehen. An der Spitze befand sich ein Eisengeländer. 1945 war auf diesem Turm eine deutsche Fliegerabwehrbeobachtungsstelle eingerichtet. 1947 aber vom damaligen Besitzer Johann Waurich aus Temritz abgerissen. Überreste sind heute noch sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quellen: Ortschronik S.171-180); Dr. Georg Krahl: &amp;quot;Vom Berg mit den 7 Namen&amp;quot; Oberlausitzer Hausbuch 2014); Kai Wenzel: &amp;quot;Der Schönbergsche Pavillon bei Schmochtitz&amp;quot; Oberlausitzer Hausbuch 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Sorbische Hochzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sorbische Hochzeit Temritz 1888 3.jpg|mini|477x477px|Sorbische katholische Hochzeit von 1888; Brautpaar, Hochzeitsbitter, 4 Brautjungfern, 2 Brautführer, Slónka sowie der Bruder der Braut]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschrieben wird eine Bauernhochzeit zwischen Anna Krahl aus Temritz und Michael Domsch aus Basankwitz am Dienstag, dem 08.05.1888 in Temritz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hatten mindestens 200 Personen daran teilgenommen, davon Gäste aus den angesehensten Bauernfamilien aus Nah und Fern der wendischen Lausitz. Die Braut im Festgewand erschien mit der festlich geschmückten Pferdekutsche und betrat 10 Uhr die Pfarrkirche „Unserer lieben Frauen“ in Bautzen gemeinsam mit der „Slónka“, welche den Ehrendienst bei der Braut zu versehen hat. Ein zweiter Wagen brachte 4 Brautjungfern, Druzki genannt, ebenfalls in Festkleidung. Anwesend waren die beiden Brautführer, wendisch „Swat“, wovon je einer aus der Verwandtschaft der Braut bzw. des Bräutigams stammt, und der Hochzeitsbitter, sorbisch „Brazka“, der Zeremonienmeister und damit eine der wichtigsten Personen. Der Bräutigam sowie alle männlichen Begleiter erschienen im langen Gehrock, schwarzer Hose und Zykinderhut. Während der Trauung saßen Männer und Frauen getrennt. Nach Beendigung der Heiligen Messe, welche als erstes stattfand, hielt der Priester eine Rede, darauf folgte die eigentliche Trauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In und vor der Kirche sammelten sich eine Menge Schaulustiger. Anschließend ging es nach Temritz in das Gehöft der Brauteltern. Musikanten spielten den langsamen und choralartigen Brautmarsch. Hof und Eingang waren mit Girlanden und grünen Bändern geschmückt. Dort warteten bereits der Vater, Geschwister und die Gäste. Der „Brazka“ hielt eine Rede, gedachte der nicht mehr anwesenden Brautmutter und forderte dann das Brautpaar auf, das Haus zu betreten und die umfangreich vorbereitete Feier sowie das Mahl mit Freude zu genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besteck mußte jeder Gast selbst mitbringen. Es gab Suppe, alsdann  Rindfleisch mit Gemüse, dann Schweinefleisch mit Gemüse, dann Schweine-u. Kalbsbraten mit Salat und Kompott, zum Schluß Butter und Brot und Kuchen. Und dazu Branntwein, kein Wein. Nach dem Essen wurde getanzt, gespielt und Bier getrunken. Das ging bis in die frühen Morgenstunden. Die Aufgabe der beiden „Swaten“ und der „Slónka“ war es, die Braut vor jungen Burschen zu schützen, welche versuchten, der Braut den Schuh auszuziehen, um ihn gegen einige Taler einzulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Morgen fuhren die Brautleute zuerst in die Kirche, dann wurde zum letzten Mal im väterlichen Haus Mittag gegessen und danach erfolgte die Abreise. Die  Ausstattung der Brautwar bereits verladen und mit Girlanden umwunden. Und ein schwermütiges Abschiedslied und eine gefühlsvolle Rede des „Brazkas“ sorgten dafür, daß keiner seine Rührung verbergen konnte. (gekürzt aus Dr. Gisela Bruk: „Sie wird mir ein herrliches Andenken bleiben“, Hausbuch ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifixe ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Straße nach Kleinseidau .jpg|mini|Kruzifix in Temritz auf dem Weg nach Kleinseidau von Johann Müller (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz auf dem Weg nach Kleinseidau ====&lt;br /&gt;
Diese Betsäule wurde 1899 errichtet, 1995/96 restauriert und von Pfarrer Werner aus Storcha geweiht. Bei der restaurierung wurden  auch die fehlenden 2 Keramiksterne am Granitsockel ersetzt.Die goldene Inschrift auf der Vorderseite der Granitsäule lautet: &#039;&#039;&amp;quot; Was will das Kreuz, das am Wege steht? Es will jeden, der vorüber geht, Das süße Wort der Hoffnung sagen, Das Kreuz hilft, Dich zum Himmel tragen.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im unteren Teil sind die Initialen J.E.M. und das Jahr 1899 eingraviert. Der Auszügler Johann Ernst Möhn (1820-1899) verstarb am 04.06.1899 in Temritz Haus Nr.5 im Alter von 79J 1M und 11T(Sterbe-Urk. Seidau 70/1899). Er war der Schwiegervater vom Gutsbesitzer und Gemeindevorstand Johann Müller (Haus Nr.6) .  &lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Ort Haus Nr.9 .jpg|mini|Kruzifix in Temritz vor dem Haus von Rötschke Haus Nr.9 (1992)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz vor dem Haus von Rötschke Haus Nr.9 ====&lt;br /&gt;
Die Aufnahme ist von 1992. Im Februar 2025 war an der Stelle des Kreuzes nur eine kleine Lücke. Es wird restauriert und erstrahlt danach im neuen Glanz. Besitzer des Betkreuzes war jedoch die Familie Waurick und vorher die Familie Krahl (Haus Nr.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix Temritz Ortseinfahrt von Bautzen nach Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Ortseinfahrt v. BZ 3.jpg|mini|Kruzifix in Temritz an der Straße von Bautzen nach Schmochtitz (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Vorderseite sind die vergoldeten Initialen J.T.M, darunter M.M. und darunter das Jahr 1875. eingraviert. Einem Bericht zufolge wurde die Granitsäule in den Kriegstagen des April 1945 von Vollkettenfahrzeugen aus dem Boden gerissen und das gußeiserne Kreuz zerbrach. In den  Folgejahren wurde die Bruchstücke verschüttet und von einer Hecke überwuchert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sterbeurkunde von Seidau Nr.107/1874 ist die Totgeburt eines Sohnes von Gutsbesitzer Johann Traugott Mörbe (JTM) und seiner Frau Maria, geb. Schneider (MM), vermerkt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Temritzer Einwohner Klaus, Christian und Thomas Mörbe wurde die Betsäule wieder instandgesetzt und in einem Hohlfundament aus Beton neu aufgestellt. In die Deckplatte ist ein poliertes Grabkreuz (angefertigt von Steinmetz Haase) eingesetzt, an dessen Ostseite ein neuer Korpus befestigt ist. Ein Nachguß des originalen Kreuzes konnte nicht realisiert werden, weil die Bruchstücke zur Formung nicht ausgereicht haben. Im Kopfteil der Ostseite der Säule sind noch Reste einer mit schwarzer Farbe aufgebrachten sorbischsprachigen Beschriftung zu erkennen. Die Schmalseiten zeigen im oberen Bereich je ein plastisch ausgearbeitetes lateinisches Kreuz. &lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Straße n. BZ .jpg|mini|Kruzifix in Temritz an der Straße nach Bautzen von Johann Müller (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz an der Straße nach Bautzen ====&lt;br /&gt;
1899 von Johann Müller aus Temritz errichtet. 1976 war das Kreuz aus Sandstein verschollen. Wahrscheinlich von Randalierern in den nahen Teich geworfen, wo man es später wiederfand. Es wurde 1991 erneut restauriert, mit einem Kreuz aus Metall. 1997 wurde dieses ebenfalls entwendet. Da sich die Säule auf dem Flurstück der Agrofarm Göda befindet, erteilte sie den Auftrag zur Neuanfertigung von Kreuz und vergoldetem Korpus an die Schmiede Kaczmar in Jeßnitz. Am Palmsonntag, dem 05. April 2009 wurde mit einem ökumenischen Gottesdienst die wieder vollständige Betsäule geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite Auf dem Sandsteinsockel befinden sich Inschriften in sorbischer Sprache. Übersetzt steht auf der Vorderseite: &#039;&#039;&amp;quot;Oh ihr alle, die ihr auf diesem Weg vorbei geht, sehet, ob ein Schmerz meinem Schmerz gleicht.&amp;quot; Jeremia 1.12&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und auf der Rückseite: &#039;&#039;&amp;quot;Aufgestellt im Jahre des Herrn 1899 von Johannes Müller und Anna seiner Ehefrau aus Temritz erneuert 1991&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb der vergoldeten Jesusfigur steht sowohl in sorbisch als auch in deutsch: &#039;&#039;&amp;quot;Jesus unser Hirte.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentümer des Betkreuzes waren die Familien: Müller; Lippitsch; Spittank &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bloaschütz ==&lt;br /&gt;
1296 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 83 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 108 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 92 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900 - 97 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 - 86 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 138 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 - Stromanschluß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bolbritz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dorfschule Bolbritz.jpg|mini|463x463px|Dorfschule Bolbritz (Postkarte zum 25-jährigem Jubiläum)]]1283 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1562 Rittergut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 - 98 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 116 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 135 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 123 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entstehung ====&lt;br /&gt;
In der Ortschronik (S.133ff.) wird berichtet, daß die Schule in Bolbritz bereits zwischen 1753 und 1756 auf Initiative der Gräfin Dorothea Luise Charlotte von Gersdorf (1706-1794) von ihrem Verwalter Schenk am Gödaer Weg gebaut wurde. Schulhalter war sein Schwager Hobrack. Auf Grund eines Streits zwischen Gräfin und Verwalter wurde die Schule in ein östlich davon neu gebautes Gebäude verlegt (Echtelsches Haus). 1834 kaufte dieses Haus die Parochie Göda für 475 Taler und richtete es den gesetzlichen Bestimmungen zum Schulhause ein.        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25.06.1886 fand die feierliche Eröffnung der &amp;quot;Neuen Schule&amp;quot; statt. 1912 wurde ein Antrag zwecks Lichtentnahme an das Elektrische Werk in Bautzen gestellt. 1923 erfolgte eine Erweiterung durch Schulanbau. 1956 wurde für das Lehrpersonal ein Wohnhaus neben der Schule errichtet. Am 01.09.1959 fand der Zusammenschluß der Schulen Bolbritz und Storcha zu einem Schulkombinat statt.       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lehrer ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Alte Schule =====&lt;br /&gt;
Von 1793 bis zu seinem Tod1842 war Gottfried Kmoch Schulhalter und ab 1835 ständiger Lehrer. Von 1843 bis 1871 war August Wilhelm Tietze Lehrer in Bolbritz, da 1872 nach Amerika auswanderte. Johann August Kubitz (*27.06.1845) ab 1868 Vicar, später Hilfslehrer und ab 1872 Lehrer in Bolbritz.                 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neue Schule bis 1945 =====&lt;br /&gt;
Von 1886 bis 20.11.1892 wurde erster Lehrer und Schulleiter Pastor Christoph August Domaschk. Ab 1891 Hilfslehrer und ab 1894 als Lehrer und späterer Schulleiter war über 40 Jahre lang Johann August Beyer (*02.11.1868) tätig. 1897 erfolgt die Einstellung einer Lehrerhilfskraft und 1899 einer Handarbeitslehrerin.  Der Unterricht wurde in deutsch und sorbisch geführt. Ab Ostern 1914 wurde die Schule 4-klassig und das Mädchenturnen eingeführt. Ab 01.05.1914 wird der Hilfslehrer Kurt Stephan aus Dresden eingestellt, welcher am 01.04.1915 zum Heeresdienst einberufen wurde. Ab 15.04.1919 übernahm Schulamtskandidat Willy Soltmann aus Bischofswerda die Hilfslehrerstelle. Am 01.02.1928 erscheint in den Akten der Lehrer A. v. Kielpinski. Am 17.02.1932 erfolgte die Pensionierung des Oberlehrers Beyer. Neuer Schulleiter wurde Michalk. Gemeinsam mit dem Lehrer Kielpinski unterrichten sie bis Kriegsende 1945.                &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neue Schule ab 1945 =====&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wechselte das Personal häufiger. Von Juli bis Oktober 1945 war Herr Alexander Langer aus Gnaschwitz Aushilfslehrer, danach, bis Februar 1946 Heinz Hildebrandt. Im Mai 1946 ersetzte Neulehrer Richard Seiler den Lehrer Max Frenzel. Im Juni 1947 wurde Frau Frieda Michalk Schulleiterin. Ab 01. September 1950 wurde der Lehrer Herbert Ladusch neuer Schulleiter und seine Frau Zita Ladusch als Lehrerin angestellt, welche dann ab Januar 1953 Schulleiterin wurde.  Daneben arbeiteten als Lehrer noch folgende Personen: 1948-Georg Ritscher; Frl. Michalk, Paul Scholze, Ernst Weikert und Helmut Kowar; 1951 Frl. Anna Fitzky und Frl. Christa Kockert sowie Frl. Anna Ziesch und Rosemarie Schütze und als Sportlehrer Herbert Eckert; 1952 Caritas Kockert bzw. Otto Dietmar als Russischlehrer; 1953 Herr Ernst Siegel, Frau Irmgard Kaden und Herr Peter Münnich als &amp;quot;Wanderlehrer&amp;quot;; 1954 Annemarie Hantschke sowie Frl. Annelies Palme. Ab 01.05.1953 wurde Herr Lehrer Herbert Eckert Schulleiter. Von 1955 bis 1956 waren die Lehrer Kurt Menzel und Georg Gärtnerr Lehrer. 1955 wurden die Lehrerinnen Frl. Gertrud Knopf und Lieselotte Knöchel als Lehrerinnen angestellt. Am 01.09.1956 wurde der Lehrer Ernst Weickert nach 10 Jahren Schuldienst nach Bautzen versetzt. Am 01.09.1957 kam Georg Nuck an die Schule.                  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1959 gegründeten Schulkombinat Boolbritz/Storcha arbeiteten neben dem Schulleiter Paul Kindermann (Stellvertretender Schulleiter) die Kollegen Josef Sauer, Georg Nuck, Günter Rohark sowie die Kolleginnen Marianne Müller, Rita Nuck, Lieselotte Knöchel, Anna Sauer und als Handarbeitslehrerin Dorothea Kappler. Hortkraft in Bolbritz war Frau Marie Kappler.                 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schüler ====&lt;br /&gt;
1899 besuchten 129 Kinder (alle evangelisch), davon 101 wendischer Nation, die 3-klassige Schule. 1904 besuchten 131 Schüler, davon 65 Knaben, 56 Mädchen die Schule. 1912 zählt die Schule 107 Kinder, davon 1.Klasse 43, 2.Klasse 35 und 3.Klasse 29 Kinder. Der Schülerstand von 1946 betrug 150 Kinder.        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Schulbetrieb fand bis 1980 statt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
Dieses schlichte Herrenhaus, wahrscheinlich im 1. Drittel des 19. JH. erbaut, wurde 1945 aufgesiedelt und die Besitzerfaimlie Aichele enteignet. Das Rittergut ist aus einer Wasserburg hervorgegangen. Bedeutende Reste sind erhalten geblieben. Ein als Schuppen genutztes Nebengebäude im Norden des Gehöftes ist als steinernes Burggebäude aus der Zeit der deutschen Landnahme erkannt worden. Der 9 m lange Bau hat ein gewölbtes Erdgeschoß. Im Obergeschoß sind in das dicke Mauerwerk Rundbogenfenster eingelassen. Das Bauwerk steht auf einem aufgeschütteten Hügel und war früher von einem Wassergraben umgeben. Die Burg dürfte aus dem 13. JH. stammen. 1283 wird ein Gerhard von Bolbritz erwähnt, womit die schriftliche Überlieferung einsetzt. Bis 1815 in adeligem Besitz, kaufte es der vom sächsischen König in den Adelsstand erhobene Pächter G. R. König 1820. Seit 1838 (die Adelsfamilie von König blieb ohne mänliche Nachkommen) wurde das Rittergut von einheimischen Landwirten bewirtschaftet. (L-A. Dannenberg/M. Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Wirtshaus, die Bäckerei, der Konsum ===&lt;br /&gt;
Das Gasthaus &amp;quot;Schwarzer Strumpf&amp;quot; lag an der Straße Richtung Salzenforst und schloß am 01.10.1957. Letzter Besitzer war Traugott Nowotnick. Im Haus nebenan war die Bäckerei Kunze, geschlossen am 31.05.1959. Später war hier der Konsum untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Taubenhaus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bolbritz Taubenhaus 3.jpg|mini|412x412px|aus: Bautzener Kulturvorschau 11/1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Artikel &amp;quot;Taubenhäuser sind ländliche Kulturdenkmale&amp;quot; in der Bautzener Kulturvorschau 11/1955 widmet sich Theodor Schütze diesen interessanten Bauten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Obwohl Tauben nach wie vor gezüchtet werden, hat die Zahl der Taubenhäuser abgenommen. Das freistehende Taubenhaus war vielleicht im Wege, als man anfing, den Hof mit motorisierten Fahrzeugen zu befahren. Dieses Häuschen mußte an die 3m hoch über der Erde stehen, und indem man allerlei Verzierungen anbrachte, erreichte man, daß es nicht nur das luftigste, sondern auch das lustigste aller Bauwerke wurde. So steht ein Taubenhaus, oder genauer ein &amp;quot;Taubenständer&amp;quot; in Bolbritz, welches auf einer schlanken steinernen Säiule ruht. Das Dach ist wie ein wahrer Spitzhut gestaltet. dessen aufgesetzte Spitze eine drachenmaulförmige Windfahne von 1752 zierte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Döberkitz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Schloß ===&lt;br /&gt;
Der Herrensitz ist aus einem Vorwerk entstanden, welches zum Rittergut Dahren gehörte. Durch Erbtrennung kam es 1774 zur Abtrennung und gelangte als eigenständiges Rittergut an J.G. Rüde aus Lauban. 1892 erhielt es sein heutiges Aussehen. Das Mauerwerk der unteren Geschosse stammt noch aus dem 18. JH. Das barocke Portal blieb erhalten. Ergänzt hat man das 2. Obergeschoß und das mit einem Ziergitter bekrönte Walmdach. Der Wappenstein an der südlichen Fassade erinnert an die ehemaligen Besitzer, die Grafen zu Lippe-Biesterfeld-Weißenfels. Nach der Enteignung 1945 diente das Schloß als Mehrfamilienhaus, ab den 1980 -iger Jahren als Wohnheim für geistig Behinderte und ab 2015 als Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge. (L-A. Dannenberg/M. Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fund aus der Steinzeit ===&lt;br /&gt;
Die Genossenschaftsbäuerin Elfriede Kliche aus Döberkitz war beim Aussortieren von Steinen auf der Kombine, da rollte ihr eine jungsteinzeitliche Axt mit Facettenschliff entgegen. Sie war 11 cm lang und 4 cm breit und trotz 4000 jähriger Lagerung tadellos erhalten. Die Fundstelle lag an der Kamenzer Straße Abzweig Jannowitz-Löschau/Bolbritz. (Bautzener Kulturschau 5/1974. F. Lehmann: &amp;quot;Ausgrabungen und Funde Teil 1&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kleinwelka ==&lt;br /&gt;
Bis 1932 bestand Kleinwelka aus zwei nebeneinander gelegenen Teilen, dem kleinen Dorf Kleinwelka, das offenbar auf sorbische Gründung zurückgeht, und der Kolonie Kleinwelka, die 1751 als Brüdergemeinde der Herrnhuter gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kolonie Kleinwelka ===&lt;br /&gt;
Eine Gruppe sorbischer Pietisten (Gottesfürchtige) wechselte von Teichnitz nach Kleinwelka, da einer von ihnen 1747 das Lehngut kaufte. Oberamtsmann Graf von Gersdorf, der in Teichnitz im Schloß wohnte, gab ihnen Grund und Boden in Kleinwelka. Gründungstag ist der 24. Juli1751. Das erste Haus von der Brüdergemeinde in dieser Kolonie, 1752 erbaut, steht am Kirchplatz (Nr.4). Die Kirche (Betsaal) wurde 1758 gebaut und 1856 erweitert. Den Platz dafür spendete Rittergutsbesitzerin Gräfin von Reuß im Jahre 1757. Das Gotteshaus entbehrt jeglichen Schmuckes. Nicht einmal ein Turmist vorhanden. Die Glocken hängen in einem Dachreiter. Statt von einer Kanzel predigt der Pfarrer hinter einem Rednerpult. Da Männer und Frauen getrennt wohnten, gab es ein Schwestern- und ein Bruderhaus. Eine Knaben-und Mädchenerziehungsanstalt beherbergte die Kinder von Missionaren. Sie wurden in strenger Frömmigkeit erzogen und viele von ihnen sahen ihre Eltern jahrelang nicht. Manche wurden Waisen, wenn ihre Eltern in den Missionen starben. (Kirchenblatt der kath. Gemeinde 10/1984)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedhof (Gottesacker) liegt südlich der Kirche. es ist ein offener Garten, umgeben von Hecken. Die Gräber, eines gleicht dem anderen,  sind mit rechteckigen Sandsteinplatten bedeckt und verraten mit den Geburtsorten der hier Bestatteten die weltweiten Beziehungen der Herrnhuter Brüdergemeinde. Die neue Siedlung vergrößerte sich vor allem durch Zuzug von Handwerkern und Gewerbetreibenden. 1764 entstand ein Brüderhaus, 1770 ein Schwesternhaus, 1778 ein Diasporahaus, also für Menschen, die ihre Heimat unfreiwillig verlassen mußten, um 1800 ein Witwenhaus, um 1820 ein Pilgerhaus, wo Missionarsfamilien aus der ganzen Welt ihre ein-bis zweijährige &amp;quot;Ruhepause&amp;quot; verbrachten (Bautzener Kulturschau 12/1973), um danach wieder auf Mission zu gehen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird auch von einer Familie Merklin berichtet, die nach 10-jähriger Missionärstätigkeit in Labrador 1921 wieder nach Deutschland kam, in ihrer Heimat im Württemberger Ländle keine Aufenthaltsgenehmigung erhielt und in eben jenem Pilgerhaus ein Zuhause fand.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glockengießerei ===&lt;br /&gt;
Der 1778 in Kleinwelka geborene Bruder Friedrich Gruhl gründete 1812 eine Glockengießerei. Das zweigeschossige &amp;quot;Glockengießerhaus&amp;quot; trägt auf dem Schlußstein der Haustür die jahreszahl 1818. Die allererste Glocke hängt noch im Dachreiter der Kleinwelkaer Kirche. Gruhl schuf auch das herrliche vierteilige Geläut des Bautzener Domes. 1852 starb Friedrich Gruhl. Sein Sohn Ernst führte den Betrieb bis 1864, danach Theodor Werner. 1896 ging die Gießerei in Konkurs. Heute erinnern nur noch das Wohnhaus und die Glockengasse an die Blütezeit des Betriebes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Rudolph hat in einer Abhandlung &amp;quot;Die Kleinwelkaer Glockengießer&amp;quot; (Letopis C5. 1961/62) die Geschichte des Betriebes dargelegt und ein Verzeichnis  der 692 nachweisbaren Glocken beigefügt.  (Bautzener Kulturschau 12/1973; Theodor Schütze: &amp;quot;Denkmäler in unserem Kreis&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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		<title>Ehemalige Handwerker und Gewerke</title>
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		<updated>2025-11-27T08:44:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Feuerwehr */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Bäckerei mit Krämerei ==&lt;br /&gt;
Diese befand sich im Haus Nr. 2b. Seit Ende des 19.Jh. haben folgende Bäcker ihr Handwerk dort ausgeübt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste nachweislich im Ort gewesene Bäcker war Johann Traugott Lucas (*1860 †?) aus Großhähnchen und seine Ehefrau Marie Charlotte, geb. Rüdrig aus Dresden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgten Bäckermeister Karl Wirth (+? †?) mit seiner Ehefrau Amalie, g. Kappler (*? †?) aus Salzenforst, danach Bäckermeister Gustav Bruno Zschieschan und seine Frau Marie Auguste, g. Adler , welche bis 1902 die Backstube betrieben. In diesem Jahr wurden die letzten Gesellen Knothe und Augst abgemeldet (Sportelverzeichnis d. Gem. Salzenforst).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 kaufte Bäckermeister Friedrich Oswald Peritz (1875-1922) aus Oschatz das Haus und betrieb die Bäckerei mit seiner Gattin Marie Martha, g. Schulze (1880-1945) aus Halbendorf/Ebendörfel. Der Bäckermeister und Schwiegersohn Fritz Erich Beyer (*1904 †1967/68?) aus Marklissa übernahm die Bäckerei mit seiner Frau Gertrud , geb. Peritz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war der letzte Bäcker, arbeitete bis 1964 und hat zwischen 1945 und 1964 mit einem Kastenwagen das Brot breitgefahren. Im Jahre 1956 oder 1957 wurde er in Schmochtitz an der Parkmauer überfallen und ausgeraubt. 1964 zog Fritz Beyer und Gattin nach Niederuhna, wo er verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Haus Nr.2b wohnte und arbeitete auch ein Bäcker Reiche; wann und wie lange, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stellmacherei ==&lt;br /&gt;
Johann Lehmann (1806-1883) (Haus Nr.11) stammte aus Singwitz und war Stellmachermeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Tuppatsch (1868-1936) aus Purschwitz war Stellmachermeister in Haus Nr.9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Tod wohnte und arbeitete der Stellmachermeister Hermann Alwin Schuster (1891-1955) aus Göda in Haus Nr.9 (Chr.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Stellmachermeister in diesem Haus war Dieter Bähr (1936-2023). Er stammte aus Neschwitz. Er arbeitete bis ca.1988 ? und mußte aus gesundheitlichen Gründen seine Werkstatt schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tischlerei ==&lt;br /&gt;
Jakob Müller (1822-1902) (Nr.27) war Zimmermann im Ort. Sein Sohn Johann August (1856-1908) war ebenfalls Zimmermann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Johannes Hoffmann (1868-1950) (Haus Nr.5) aus Langenbielau war Zimmermann und Gutsbesitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tischlermeister errichtete Herr Hermann Schube (1856-1929), geb. in Drauschkowitz, 1888 den Saal, heiratete 1890 die Wirtstochter Marie Bertha, g. Unger und übernahm die Gastwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Sohn Moritz Schube (1893-1977) führte neben der Gastwirtschaft als Meister die eigene Tischlerei weiter. Nach 1945 stellte er den Tischlereibetrieb ein (Chr. S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Karl Hübner (1913-1958) war Tischler von Beruf, hatte aber keine eigene Werkstatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schmiede ==&lt;br /&gt;
Die Schmiede in Haus Nr.8 ist seit 1878 im Besitz von Familie Radon (Chr.S.93). Andreas Radon (1851-1912) (Nr.8) kam aus Döhlen bei Bautzen und war der erste bekannte Schmiedemeister. Ob vorher ein Schmiedebetrieb existierte, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn Johann &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Radon (1884-1960) (Nr.8), gleichzeitig Hufschmied, übernahm die Schmiede nach dem Tod seines Vaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen fortgeschrittenem Alter verpachtete August Radon die Schmiede um 1947 an Schmiedemeister Herrn Helmut Schneider (*1913 †?), der das Handwerk bis 1957 ausführte und dann in der MAS (Maschinen-Ausleih-Station) Prischwitz in Salzenforst arbeitete (Chr.S.142). 1957 wurde die Schmiede geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kupferschmiede ==&lt;br /&gt;
1880 kaufte der erste Kupferschmied Karl August Noack (1848-1920) das Haus Nr.28 und ließ 1881 eine Kupferschmiedewerkstatt erbauen. 1891 kaufte er das Grundstück Nr.10 und betrieb seine Kupferschmiede an diesem Ort weiter. Sein Sohn Ernst Traugott Noack (1875-1951) wurde ebenfalls Kupferschmied wie sein Vater und betrieb die Werkstatt weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fahrradreparaturwerkstatt ==&lt;br /&gt;
Hermann Johann Suschke (1902-1972) aus Niederuhna, von Beruf Dreher, lernte bei der Firma W. Fuchs in Bautzen und arbeitete nach der Lehre seit 1925 in der Firma P. Preibisch in Bautzen. Er wohnte in Haus Nr.26 und betrieb von 16.11.1946 bis zu seiner Rente im Jahre 1967 eine Fahrradreparaturwerkstatt . Dabei diente das Wohnzimmer als Verkaufs-Ausstellungs-u. Beratungsraum. Neben vielen wichtigen Dingen hatten es die Kinder besonders auf Fahrradwimpel und Nabenputzringe abgesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fuhrunternehmer ==&lt;br /&gt;
Rudolf Mattitza (*1921 †nach1990?) wohnte in Haus Nr.1b und hatte ein Fuhrgeschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthäuser ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Nr.12/13 ===&lt;br /&gt;
Das Salzenforst schon vor dem 30-jährigem Krieg (1618-1648) eine Schankwirtschaft besessen hat, ist anzunehmen. Im Jahre 1678 wird der Schankwirt George Kretzschmar bezichtigt, fremdes Bier ausgeschenkt zu haben, woraufhin er 100 Dukaten Strafe zu zahlen hatte. 1705 muß wohl George Kretzschmar verstorben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab da wird ein gewisser Hans Kittan als Schankwirt genannt (Chr. S.44-46). (Es lebte zu dieser Zeit tatsächlich ein Kittan, Johannes in Salzenforst in Haus Nr.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
George Cziesch wird als Schankwirt in Safo u. Bauer in Säuritz um 1815 aufgeführt. Andreas Mikan aus Gröditz war um 1830 Schankpächter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den ersten Jahrzehnten des 19. JH. befand sich die Schenke in Salzenforst in den ehemaligen Häusern Nr. 12 und 13. Der Besitzer Carl Friedrich Rudolph Voigt ließ 1848 ein neues &amp;quot;Schenkengebäude&amp;quot; errichten.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chronik (S.17)berichtet, daß die Kneipe abbrannte. Der Neuaufbau eines Gebäudes (Gasthaus „Zur schwarzen Lilie“) aus Schwarzadler nach Salzenforst erfolgte durch Johann Gottlieb Hübner (1841-1905) (Jahr unbekannt- nach Brand 1867?) (S17).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Nr.17 ===&lt;br /&gt;
Das Haus Nr.17 wurde als Einkehrhaus 1864 von Unger, Karl (1825-1889), geb. in Oehlisch, neu erbaut. Das Grundstück dazu wurde von dem Besitzer Karl Lange aus Bautzen erworben. Die Chronik berichtet, daß der Gastwirt Unger bereits zuvor eine Branntweinbrennerei betrieb (Chr. S.157/158). Wo genau, ist nicht erwähnt. Es ist anzunehmen, daß nach dem Neubau der Gaststätte durch Karl Unger die Schankwirtschaft in Haus Nr.12 geschlossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tischlermeister Herr Hermann Schube (1856-1929), geb. in Drauschkowitz, übernahm 1888 die Gastwirtschaft, errichtete anschließend das Nebengebäude mit Saal (lt. GStK -Eintrag von 1893) und heiratete 1890 die Wirtstochter Marie Bertha, g. Unger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Sohn Moritz Schube (1893-1977), ebenfalls Tischlermeister, führte die Gastwirtschaft weiter. Am 31.12.1953 wurde ihm die Schankkonzession entzogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tanzsaal wurde 1956 im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes wieder hergerichtet. Bis 1959 hatte Salzenforst keine Gaststätte mehr. Nach gründlicher Renovierung der Gaststube, der Küche und des Vorraumes fand am 07. Oktober 1959, zum 10. Jahrestag der Gründung der DDR, die Neueröffnung der Konsumgaststätte statt (Chr. S.158). In dieser konte jetzt das Mittagessen für die LPG-Mitglieder ausgegeben werden. In der Bautzener Kulturschau 5/1968 steht geschrieben, daß die Konsumgaststätte Salzenforst keinen Ruhetag hat. Am Sonnabend war Tanz und es spielte u.a. das &amp;quot;Mirando&amp;quot;-Trio. Zuvor jedoch wurde der Tanzboden mit Seifenflocken glatt gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Moritz Schube betrieb sein Enkel die Gaststätte als Konsumgaststätte weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren war Frau Dumdey, Elfriede die Pächterin, welche die „Kneipe“ bis zur Schließung, ca. 1996, weiterführte. Das Speisenangebot war übersichtlich. Es gab Bockwurst oder Schnitzel mit und ohne Kartoffelsalat. Ein kleines Helles kostete 40 Pfennig, ein Pilsner 49 Pfennig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kolonialwarenladen und Konsum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Konsum Neubau 1988 .jpg|mini|Konsum Neubau (Foto aus: Bautzener Kulturschau 6/1988)]]&lt;br /&gt;
Hermann Schube (1856-1929) betrieb neben der Gastwirtschaft, der Tischlerei und einer kleinen Landwirtschaft noch ein Lebensmittelgeschäft, welches Moritz Schube (1893-1977) bis ca. 1953 weiterführte (Chr. S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Bäckermeister Fritz Beyer hatte neben seiner Backstube bis 1964 eine Krämerei in seinem Haus Nr.2b.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1953 wurde das Lebensmittelgeschäft bei Schube eingestellt und die Konsumgenossenschaft Göda eröffnete hier eine Verkaufsstelle. Im Mai 1958 wurden die letzten Lebensmittelkarten abgeschafft (Chr. S.125). Ebenfalls zum 10. Jahrestag der Republik wurden 1959 hier vom Konsumverband die Verkaufsräume renoviert und als Teil-Selbstbedienungsladen eingerichtet (Chr.S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abriß der Gebäude auf dem Grundstück Nr.19 (ehemals Pietschmann) wurde Ende der 70-iger Jahre von der Konsumgenossenschaft ein neues Gebäude errichtet und der alte Laden bei Schube geschlossen. Dieser „Dorfkonsum“ existierte bis ca.1990 (s. Foto). Danach gelangte das Gebäude in Privatbesitz und wird als Wohnhaus genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkäuferinnen waren u.a. Frau Else Paul (1903-?), Frau Weber und nach 1990 Simone Koban.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hebamme ==&lt;br /&gt;
Hebamme war Magdalena Kliemand, geb. Schelling (1841-1903) aus Lohsa. Sie wohnte in Haus Nr.33 und war verheiratet mit dem Häusler Johann Ernst Kliemand (1834-1895).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwesternstation und Arztpraxis ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemeindeschwester T. Eschler 1985.jpg|mini|Gemeindeschwester Traudel Eschlker bei der Arbeit in der neuen Arztpraxis (SZ vom 28./29.09.1985)]]&lt;br /&gt;
Die Schwesternstation wurde nach dem Krieg eingerichtet und bis Ende der 50-iger Jahre untergebracht bei Karl Domschke im Nebengebäude des Hauses Nr.14.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach bei Worm, Ferdinand in 2 Räumen des Erdgeschosses des Haus Nr.24. Dort war neben der Schwesternstation auch eine Mütterberatungsstelle. An manchen Sprechtagen herrschte reger Andrang. So kam es vor, daß bis zu 10 Kinderwagen vor dem Eingang auf dem Hof standen. Der Bautzener Kinderarzt Dr. Bergan war hier praktizierend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 70-iger Jahre wurde auf Initiative des Bürgermeisters Karl Domschke neben dem  Kindergarten auf dem Grundstück Nr.11, ehemals Kupsch, eine neue Unterkunft gebaut. Dieser Flachbau diente bis 1990 als Arztpraxis und Schwesternstation und bis 1992 als Krippenunterkunft. Dipl.- med. Wilfried Kuban, danach Dipl. - med. Jens Braune von der Staatlichen Arztpraxis Kleinwelka praktizierte in regelmäßigen Sprechstunden in den neuen Räumen. 1990 haben die Erben von Paul Alwin Kupsch (1891-1952) das gesamte Grundstück wiederbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedwig Schorch, geb. Witschas (1919-17.03.1993) (Haus Nr.30) war die erste Gemeindekrankenschwester von der Eröffnung bis zur ihrer Rente im Jahre 1979. Danach übernahm ihre Tochter Edeltraud, verh. Eschler, ebenfalls Krankenschwester, ihre Stelle und sorgte sich weiter um die Gesundheit sowohl der Salzenforster als auch aller anderen Gemeindeeinwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Flachbau existierte auch ein betonierter Zivilschutzbunker. Die Schutzmasken waren bei Georg Müller (Nr.16) deponiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwesternstation wurde nach dem Krieg eingerichtet und bis Ende der 50-iger Jahre untergebracht bei Karl Domschke links im Nebengebäude des Hauses Nr.14.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach bei Worm, Ferdinand (Haus Nr.24). Dort war neben der Schwesternstation auch eine Mütterberatungsstelle. An manchen Sprechtagen herrschte reger Andrang. So kam es vor, daß bis zu 10 Kinderwagen vor dem Eingang auf dem Hof standen. Der Bautzener Kinderarzt Dr. Bergan war hier praktizierend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 70-iger Jahre wurde auf Initiative des Bürgermeisters Karl Domschke neben dem  Kindergarten auf dem Grundstück Nr.11, ehemals Kupsch, eine neue Unterkunft gebaut. Dieser Flachbau diente bis 1990 als Arztpraxis und Schwesternstation. Dipl.-med. Wilfried Kuban von der Staatlichen Arztpraxis Kleinwelka praktizierte in regelmäßigen Sprechstunden in den neuen Räumen. 1990 haben die Erben von Paul Alwin Kupsch (1891-1952) das Grundstück wiederbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedwig Schorch, geb. Witschas (1919-?) (Haus Nr.30) war die erste Gemeindekrankenschwester von der Eröffnung bis zur ihrer Rente im Jahre 1979. Danach übernahm ihre Tochter Edeltraud, verh. Eschler, ebenfalls Krankenschwester, ihre Stelle und sorgte sich weiter um die Gesundheit sowohl der Salzenforster als auch aller anderen Gemeindeeinwohner. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindengarten und -krippe ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kindergarten 1988.jpg|mini|Fotos um 1988 aus: Bautzener Kulturschau 6/1988]]&lt;br /&gt;
Der erste Kindergarten wurde gleich nach dem II. Weltkrieg in Haus Nr.22 im Obergeschoß eingerichtet und danach in Oberuhna in der ehemaligen Mühle an der heutigen Bushaltestelle. Anschließend, so Anfang der 50-iger Jahre im Haus Nr.27, danach in Haus Nr.9. Nach dem Weggang der Familie Kupsch in den Westen wurde ab 1957/58 auf dessen Grundstück (Wirtschaft Nr.11) das Wohnhaus zur Kindertagesstätte umgebaut. 1959 wurde im Obergeschoß eine Kinderkrippe, eine sogenannte &amp;quot;Erntekrippe&amp;quot;, für 15 Kinder eingerichtet. Ab 1968 war die Krippe das ganze Jahr geöffnet. Ungefähr 1967 wechselte der Kindergarten in das umgebaute Scheunengebäude und die Kinderkrippe blieb im vormaligen Wohngebäude. In der oberen Etage waren nun die &amp;quot;Kleinen&amp;quot;, in der unteren die &amp;quot;Großen&amp;quot; untergebracht. Es kamen ordentliche Toilettenanlagen her. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da dieses Gebäude eine Kapazität für ca. 30 Kinder hatte, wurde eine Gruppe mit ca. 20 Kindern im Neubau der Arztpraxis untergebracht. Später gab es auch ein Planschbecken und, damit die Kinder später selbstständig zur Schule gingen,  einen „Verkehrsgarten“ mit den wichtigsten Verkehrszeichen, auf welchem die Kinder mit gebrauchten Rollern, Dreirädern und Puppenwagen spielerisch das Verhalten im Straßenverkehr übten. Im Seitengebäude entstanden praktische Lagerräume und ein Waschstützpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder wurden ab 1 Jahr aufgenommen. Bedingung war „windelsauber“. Tischler Dieter Bähr (Haus Nr.9) hatte für das „Geschäft“ ein schönes gehobeltes Brett mit 5 runden Löchern angefertigt und unten waren die „Töpfchen“. In einem bestimmten Rhythmus wurden die Kinder „getöppelt“ und die Kinder waren beglückt, wenn dann nicht nur beim Nachbarn etwas drin war. Ob dieser Maßnahme sind keine Fälle von seelischen Schäden bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anfang war sehr bescheiden. Es galt, für jedes Kind ein Bettchen zu haben. Der rührige Bürgermeister Karl Domschke holte mit seinem Autoanhänger vorfristig abgeschriebene Wickeltische, Matratzen und Betten aus dem Krankenhaus in Bautzen ab. Spielzeug (natürlich gebraucht) wurde gespendet. Die beschäftigten von außerhalb kamen mit dem Fahrrad auf Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorrangig untergebracht waren Kinder der LPG-Mitglieder, des Meliorationsbaus Prischwitz und des Kirchengutes Schmochtitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einmal monatlich wurden die Kinder von Frau Dr. Schreiter ärztlich betreut. Früh und nachmittags übernahm der Bus des Meliorationsbaues Prischwitz den &amp;quot;Transport&amp;quot; der Kinder in die Kindereinrichtung und wieder zurück. Den Erinnerungen von Elke Schneider zufolge beherbergte die Kinderkrippe 30- 50 Kinder. Die Rentenbrigade der LPG bezahlte 2 &amp;quot;Sechs-Sitzer&amp;quot; für die Krippe und schaffte für die Kleinen 50 Paar Gummistiefel sowie Regenumhänge an. An einem 1. Juni, dem internationalen Kindertag, stellte der Meliorationsbau einen Bus für die große Gruppe der Krippe zur Verfügung, um nach Bischofswerda in den Tierpark zu fahren. &amp;quot;Diese Höhepunkte“ waren immer ein schönes Erlebnis für die knapp 3-Jährigen; zu hoffen, daß alles klappt - ohne Anschnallen bzw. Erbrechen oder Einpullern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Rückübereignung ging das Grundstück wieder in den Besitz der Erben von Paul Alwin Kupsch über. Kindergarten und Krippe existierten bis ca.1996. Durch die Eingemeindung von Salzenforst nach Kleinwelka 1994 entschied der dortige Bürgermeister, Herr Lehmann, die Schließung dieser modernen und auf dem damals neuesten Stand stehenden Einrichtung. Da damit das Gebäude seinen sozialen Zweck verlor, erhielten die Erben von Kupsch ihr Grundstück zurück, welches sein Sohn Erich verkaufte. Danach entstanden auf dem Areal Einfamilienhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kindergartenleiterin: Frau Horschig, Frau Weder (vor der Wende bis zum Ende),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kindergärtnerinnen waren: Frau Gisela Bähr, Frau Pannach, Frau Löschau, Frau Hübner, Frau Schiemeck, Frau Döcke, Frau Koban, Frau Schatte, Traudel, Frau Holunder, Frau Mensel, Frau Jurk (angelernt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinderkrippenleiterin: Frau Lina Habel, Frau Elke Schneider (um 1980), Frau Ines Albinus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krippenerzieherin: große Gruppe: Frau Margot Peschke und Frau Rita Frunske; kleine Gruppe: Frau Angela Kuschel (1980-), Frau Schmidtgen, Frau Bär; Gruppe Neubau Arztpraxis: Petra Schulze. Frau Kerstin Scholze,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sogenannte &amp;quot;Spätdienst&amp;quot; wurde von Oma Ella abgedeckt; in heutiger Zeit undenkbar. Sie wohnte um die Ecke, war ungelernt und herzenslieb. Auch die Reinigungshilfe Frau Otto sprang ein, wenn Not am Mann war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küche befand sich im Erdgeschoß des späteren Krippengebäudes. Köchin waren Frau Ruth Warmuth und Frau Roch. Von 1967-1991 war ihre Tochter Lisa Kieschnik leitende Köchin und Frau Lotte Noack Köchin. Ab 1991 übernahm Frau Ziegenbalg (gelernte Köchin) die Küchenleitung. Frau Lenka Opitz aus Döberkitz und Frau Kampa aus Oberuhna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Küchenaushilfen: Frau Else Rölke, Hedwig Domschke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reinigungskraft: Frau Otto, Frau Lilo Peritz ; Hausmeister: Busch (Nr.3b)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hausmeister: Herr Heinz Combor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schuhmacher ==&lt;br /&gt;
Johann Heine (1788-1861) (Haus Nr.7?) war der erste bekannte Schuhmacher im Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Ernst Freiberg (1863-?), welcher mit seiner Familie in Haus Nr. 8b und später in Haus Nr.19 lebte, war bis ca. 1893 ebenfalls Schuhmacher in Salzenforst, stammte aus Schmochtitz und verzog zwischen 1892 und 1894 nach Temritz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Koban (1912-2013) (Haus Nr.20) als letzter dieser Zunft hatte seine Werkstatt noch bis ca. 1990 im Haus, hatte aber nach Gründung der LPG hauptberuflich als Sattler gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schneider ==&lt;br /&gt;
Herr Jakob Waurik (1773-1849), geb. in Dürrwicknitz, wird als Schneider und Einwohner in Salzenforst aufgeführt und war verheiratet mit Katharina, geb. Cziesch, auch Kranz gen., (err.1773-1838) aus Salzenforst. In welchem Haus er wohnte ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauunternehmer ==&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von einem Bauunternehmer Preusker um 1900 (Chr.S.93).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauunternehmer im Ort waren außerdem Karl August Röthig (1837-1904) (Haus Nr.16b), geboren in Ebersbach und sein Enkel Georg Alfred Röthig (1909-1998).   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zementfabrikant war Ernst August Biesold (1887-1967) (Haus Nr.3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zejler, Jan (Johann) (1767-1844) (Haus Nr.14), der Vater von Handrij Zejler, war Häusler und zugleich Brunnenbauer.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Totengräber ==&lt;br /&gt;
Früher gab es noch keine Beerdigungsinstitute, so wie wir sie heute kennen. Das Ausheben und Verfüllen des Grabes für die Verstorbenen war Aufgabe des Totengräbers. Diese schwere Handarbeit, nur mit Hacke und Schaufel, wurde von Johann Polan (1892-1975) (Haus Nr.32) von ? bis zum Jahre ? ausgeführt. Danach übernahm Georg Rötschke (Haus Nr. 8) das Amt. Die Sargträger, 6 an der Zahl, waren ausnahmslos Einwohner des Ortes. Heimbürgin war Frau Waltraud Schulze aus Großwelka. Ihre Aufgabe war es, den Verstorbenen zu waschen und anzukleiden. Sie wurde von den engsten Angehörigen des Trauerhauses bestellt. Die Erledigung der Formalitäten im Zusammenhang mit dem Verstorbenen oblag den Angehörigen. Da früher fast alle Einwohner der katholischen oder evangelischen Konfession angehörten, hielt die Leichenpredigt der Pfarrer ab.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wäschemangel ==&lt;br /&gt;
Es gab mehrere Wäschemangeln im Ort. Eine stand bei Hermann Preusche im Haus Nr.3b; diese wurde1993/94 elektrisch umgerüstet und war bis 2017 in Betrieb; steht jetzt als „Museumsstück“ im Garten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Georg Rötschke (Haus Nr.8) ist die Rolle noch intakt und jetzt ebenfalls elektrifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Ferdinand Worm (Haus Nr.24) stand im Fachwerknebengebäude ebenfalls eine Rolle, welche bis Mitte der 70-iger Jahre mit Muskelkraft betrieben werden mußte. Nach der Stillegung wurde diese in den 80-iger Jahren abgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Waschstützpunkt ==&lt;br /&gt;
Lisa Kieschnik, geb. Warmuth , war Leiterin des waschstützpunktes in salzenforst. Dort gab es 2 Waschmaschinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Post ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1924 befand sich die Öffentliche Fernsprechstelle noch in Kleinwelka. Wann die Poststelle in Salzenforst eröffnet wurde, ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Liddy Preusche (1901-1981) (Haus Nr.3b) soll nach 1945 die erste gewesen sein, die diese in Betrieb hatte. Ihr Mann, Hermann Preusche wae Gemeindebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Johanne Pittermann (1921?-1996?) führte diese Poststelle von ca.1950 bis zu ihrer Rente 1981 weiter. Bis 1990 konnte man bei ihr noch öffentlich telefonieren. Zu ihren Aufgaben zählten neben der Telefongesprächsvermittlung die Paket-u. Briefannahme sowie das Zeitungs-u. Briefaustragen. Auch Telegramme konnte man aufgeben. Das Telefon befand sich im Korridor und der Wohnzimmertisch fungierte als „Annahmeschalter“. Da kein Linienbus nach Bautzen verkehrte, gab es manchmal die Möglichkeit, mit dem Postauto mitzufahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1987 war die Poststelle im Gemeindeamt (Haus Nr.17b) untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Telefonanschlüsse waren bis in die 1970-iger Jahre Mangelware. Im ganzen Ort gab es 3 Telefonanschlüsse. Die öffentliche bei Pittermann, beim Bürgermeister Karl Domschke (Haus Nr.14) (nicht öffentlich) und bei Schorch (Haus Nr.30).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeindebüttel/Dorfpolizist/ABV (Abschnittsbevollmächtigter) ==&lt;br /&gt;
Hermann Paul Heine (1887-1956) (Haus Nr.34) war Gemeinde Büttel  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einem Sitzungsprotokoll der Gemeindeverordneten vom 04. April 1933 geht hervor, daß der Ort dem Zweckverband der Gendarmeriestation Göda angescvhlossen wird. Die in Göda stationierte Hilfspolizei patrolliert ab da auch in Salzenforst (Chr. S.113). Weiter schreibt die Chronik auf Seite 115, daß 1937 der Nachtwächterposten eingezogen wird.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1953 wurde in Haus Nr. 16 die Wohnung von der verstorbenen Frau Frida Schieritz (1890-1952) als Dienstwohnung inclusive Polizeistation für den ABV bereitgestellt.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Ortschronik (S.148) versah in diesem Jahr ein Herr Strohbach als erster ABV  sein Amt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhart Olschinka war der darauffolgende ABV. Um 1960 war &amp;quot;Maschinky&amp;quot; Dorfpolizist. Danach war er Hauptmann der Kriminalpolizei in Bautzen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihm kam Ernst Josef Schrammel (1920-nach 1960), der von Häsner abgelöst wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Chr.IIS.45 wird Wolfgang Raffelt als ABV aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später kam Krüger (*?-vor2020). Er war ABV von 1963-1979. Nach ihm mußte die Wohnung generalsaniert werden, bevor sie wieder bewohnbar war und Siegfried Eschler einziehen konnte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vorletzter ABV war Hein.?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
letzter ABV war Henke, der aber in Rattwitz wohnte und danach nach Berlin verzogen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle ABV&#039;s hatten eine Dienstpistole, die in einer festmontierten Kassette, meist im Schlafzimmer untergebracht, aufzubewahren war. Als Dienstfahrzeug stand ihnen eine Schwalbe zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seidler, Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Werner&amp;lt;/u&amp;gt; wird als Polizist aus Oberuhna aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsrichter ==&lt;br /&gt;
Wosky, Nikolaus  (err.1720-1779) (Wohnhaus unbekannt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Lehmann (1779-1845) (Haus Nr.5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Heine (1788-1861) (Haus Nr.7?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Lebsa (1865?-?) (Haus Nr.6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Ferdinand Philipp(1830-1908) (Haus Nr.18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Jakob Lebsa (1865-†?) (Haus Nr.6)       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeindevorsteher/Bürgermeister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die alte Landgemeindeverordnung bestand bis zum Jahre 1873. Diese wahrte noch den Rittergutsbesitzern die Gerichtsbarkeit und Verwaltung des Dorfes. Salzenforst unterstand dem Domstift zu Bautzen und somit dessen Gerichtsbarkeit. Durch die revidierte Landgemeindeverordnung erhielten nun die Gemeinden das Recht, sich unter Oberaufsicht der königlichen Amtshauptmannschaft selbst zu regieren. Die Gemeindeglieder wählen unter sich die Ortsbehörde. Wählen darf nur, wer die bürgerlichen Ehrenrechte besitzt, das 20. LJ vollendet hat und in der Gemeinde wohnt. Wählbar ist jeder Wahlberechtigte. Die  Gemeindeverordneten sind auf 3 Jahre gewählt. Diese wählen aus ihrer Mitte den Bürgermeister auf 6 Jahre. An dessen Hause hängt das schlichte Schild &#039;&#039;&amp;quot;Ortsbehörde&amp;quot;.&#039;&#039; Er leitet alle Angelegenheiten der politischen gemeinde, verwaltet ihr Stammvermögen, ihre Grundstücke und Fluren, die Urkunden und Gesetzesblätter, zieht Steuern ein, nimmt die An-u. Abmeldung zu-u. abziehender Personen entgegen, führt die Polizeigewalt und sorgt für Sicherheit und gute Sitte (aus: F. Wilhelm: &amp;quot; Unsere Heimat-die Lausitz&amp;quot; 1925).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wahlrecht für Frauen wurde erst am 30. November 1918 in Deutschland eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindeamt ===&lt;br /&gt;
Das alte Domizil des Gemeindeamtes im Haus Nr. 17b mußte Ende Juli 1991 aufgegeben werden. So erteilteFrau Falten als Bürgermeisterin 1990 der Fa. Industriebau GmbH in Bischofswerda den Auftrag, ein Mehrzweckgebäude mit Krüppelwalmdach auf dem Dorfanger in Salzenforst zu errichten. Neben dem Räumen für das neue Gemeindeamt sollte es die Poststelle, ein Veranstaltungsraum mit Küche für die Einwohner, Zimmer für die Übernachtung von Gästen der Gemeinde, 2 Garagen und ein Geräteraum für die Feuerwehr beherbergen. Die Einweihung fand am 03.10.1991 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Personen ===&lt;br /&gt;
August Nowak (welcher ist unklar, es gab 2x Johann August und 1x Karl August Noack in Haus Nr.35)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ortsvorsteher: ====&lt;br /&gt;
Zieschang, Johann Karl August (1876-1939) vom 21.10.1911-14.02.1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rölke, Johann Traugott (1889-1967) vom 15.02.1924-1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bürgermeister: ====&lt;br /&gt;
August Radon von 1936- Mai 1945 (Chr. S.93)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Domschke (1914 in Cölln-1989) vom 28.05.1945-31.08.1952; gelernter Maurer, von 1939 bis 1945 als Soldat im Krieg, als Kriegsinvalide heimgekehrt, von 1952-1959 beim Rat des Kreises Bautzen angestellt. Er wurde auf Vorschlag des Landrates Dr. Ziesche von der sowjetischen Kommandantur als Bürgermeister eingesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Elisabeth Paulusch (1919-†?), aus Luppa vom 01.09.1952 bis 31.08.1959 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Domschke (1914-1989) ist ab 01.09.1959 wieder Hauptamtlicher Bürgermeister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinderatswahlen vom 17.09.1961 brachten folgendes Ergebnis: Bürgermeister K. Domschke; Stellvertreter: E. Mitzscherling; Sekretär: Helmut Schneider sowie Gerhard Kieschnick und Alfred Pöschel (Chr.IIS.46) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während einer Erkrankung 1962/63 übernahm seine Stellvertreterin, Frau Edith Mitzscherling, die Stelle als Bürgermeister. Sie war bereits seit dem 01.12.1950 auf dem Gemeindamt tätig, davon 20 Jahre als stellvertretende Bürgermeisterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Karl Domschke übernahm am 01.02.1982 sein Sohn Karlheinz Domschke (*1941) die Aufgaben des Bürgermeisters bis 1989/90?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Bürgermeisterin der Gemeinde Salzenforst-Bolbritz war Frau Barbara Falten (aus Döberkitz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salzenforst/Bolbritz existierte vom 01.07.1969 bis zum 31.12.1993 und hörte danach auf, eigenständig zu existieren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister von Bolbritz war Johann Noack aus Salzenforst (Haus Nr.36). Seine Sekretärin war von 1952 bis 1964 Frau Lisa Kieschnik, geb. Warmuth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ortschaftsräte ====&lt;br /&gt;
Am 01.01.1994 nach Kleinwelka eingegliedert und dieser bis zum 31.12.1998 angehörend. Der Bürgermeister von Kleinwelka war zu diesem Zeitpunkt Volker Lehmann. Lt. Vertrag vom 18.10.1998 wurde die Gemeinde Kleinwelka am 01.01.1999 der Stadt Bautzen eingegliedert. Bürgermeister von Bautzen war Christian Schramm. (s. auch unter Ortschronologie) Seit der Eingemeindung nach Kleinwelka werden die Interessen der Einwohner vom neu gegründeten Ortschaftsrat wahrgenommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Januar 1999 bis August 1999 gehörten dem Ortschaftsrat Salzenforst/Bolbritz an: Vorsitzender: Zschieppang, Klaus (ehem. Gem.-Vert); Stellvertreter: Goldschmidt, Reiner; Mitglieder: Briesning, Sylvia; Kieschnik, Manfred (ehem. Gem.-Vert); Kautzky, Franz (ehem. Gem.-Vert); Kliche, Gunter; Löhnert, Dieter (ehem. Gem.-Vert); Miersch, Christian (ehem. Gem.-Vert); Peukert, Hans (bis 03/1999); Richter, Götz; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1999 fanden Kommunalwahlen statt. Danach bestand der Ortschaftsrat aus 6 Mitgliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1999-2004: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Goldschmidt, Reiner; Mitglieder: Kliche, Gunter; Miersch, Christian; Steinborn, Olaf (bis 01/2000); Richter, Götz (ab 01/2000); Zschieppang, Klaus; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004-2009: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Zschieppang, Klaus; Mitglieder: Goldschmidt, Reiner; Löhnert, Dieter; Miersch, Christian; Ziesch, Joachim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009-2014: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Zschieppang, Klaus; Mitglieder: Biele, Tino; Goldschmidt, Reiner; Miersch, Christian; Richter, Götz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2014 besteht der Ortschaftsrat nur noch aus 5 Mitgliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014-2019: Vorsitzender Manfred Kieschnik (CDU); Stellvertreter: Tino Biele (CDU); Anna Ziesch (CDU); Michael Franke (SPD); Steffen Kunze (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019-2024: Vorsitzender: Manfred Kieschnik (CDU); Stellvertreter: Tino Biele (CDU); Frank Schneider (CDU); Dr. Martin Schneider (SPD); Harald Mörbe (AfD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 2024:  Vorsitzender: Daniel Mirtschink (CDU), Stellvertreter Joachim Ziesch (CDU) sowie die Räte Stefan Kieschnick (SPD), Harald Mörbe (AfD) und Frank Schneider (CDU).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadträte ====&lt;br /&gt;
Von 1999 bis 2014 war Manfred Kieschnik aus Bolbritz Stadtrat. Von 2014-2019 war Joachim Ziesch aus Bolbritz Stadtrat und ab 2024 ist Daniel Mirtschink aus  Salzenforst Stadtrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feuerwehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Feuerwehrpflichtabgabe 1992.jpg|mini|500x500px|Feuerwehr Abgabe - Bescheid von 1992 (Quelle: W. Schneider)]]&lt;br /&gt;
Die Feuerwehr war eine Pflichtfeuerwehr und besteht seit ca. Mitte des 19. Jhs. Gerhard Brocke (Haus Nr.16c?) wurde 1937 zum Spritzenmeistzer bestellt (Chr. S.115). Eine Motorspritze mit einer Leistung von 800 Liter/min wurde 1942 angeschafft (Chr.S.94). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alte Spritzenhaus neben dem Dorfteich wurde abgerissen und für die freiwillige Feuerwehr ein Gerätehaus  im neu errichteten Gemeindehaus auf dem ehemaligen Dorfanger untergebracht. Die Einweihung war am 03.10.1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salzenforst erhob zu Beginn der 90-iger Jahre eine Feuerwehrpflichtabgabe für alle männlichen Einwohner vom 18. bis zum vollendeten 55. Lebensjahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 wurde wegen der Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges ein Umbau des Feuerwehrgerätehauses notwendig. Der 30 Jahre alte Barkas B 1000 hatte ausgedient. damit verbunden war der Bau einer neuen Zufahrt und die Absenkung des hallenbodens um 70 cm. Außerdem bekommt die Halle neue Fenster und ein neues Tor. Elektrik, Sanitäranlagen, Beleuchtung und Heiztechnik wurden überholt. (&amp;quot;SZ&amp;quot; vom 01.09.2004)&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Feuerwehr Schatte, IngridSchilg, Gisela.jpg|mini|Altes Spritzenhaus 1956 (im Vordergrund Schatte, Gisela und Schilg, Ingrid) (Quelle: W. Schneider)|514x514px]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Safo Feuerwehr 2004.jpg|mini|562x562px|Feuerwehrgerätehaus zwischen 1991 und 2004 (Quelle: &amp;quot;SZ&amp;quot; vom 01.09.2004)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Ehemalige_Handwerker_und_Gewerke&amp;diff=931</id>
		<title>Ehemalige Handwerker und Gewerke</title>
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		<updated>2025-11-27T08:42:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Feuerwehr */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Bäckerei mit Krämerei ==&lt;br /&gt;
Diese befand sich im Haus Nr. 2b. Seit Ende des 19.Jh. haben folgende Bäcker ihr Handwerk dort ausgeübt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste nachweislich im Ort gewesene Bäcker war Johann Traugott Lucas (*1860 †?) aus Großhähnchen und seine Ehefrau Marie Charlotte, geb. Rüdrig aus Dresden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgten Bäckermeister Karl Wirth (+? †?) mit seiner Ehefrau Amalie, g. Kappler (*? †?) aus Salzenforst, danach Bäckermeister Gustav Bruno Zschieschan und seine Frau Marie Auguste, g. Adler , welche bis 1902 die Backstube betrieben. In diesem Jahr wurden die letzten Gesellen Knothe und Augst abgemeldet (Sportelverzeichnis d. Gem. Salzenforst).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 kaufte Bäckermeister Friedrich Oswald Peritz (1875-1922) aus Oschatz das Haus und betrieb die Bäckerei mit seiner Gattin Marie Martha, g. Schulze (1880-1945) aus Halbendorf/Ebendörfel. Der Bäckermeister und Schwiegersohn Fritz Erich Beyer (*1904 †1967/68?) aus Marklissa übernahm die Bäckerei mit seiner Frau Gertrud , geb. Peritz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war der letzte Bäcker, arbeitete bis 1964 und hat zwischen 1945 und 1964 mit einem Kastenwagen das Brot breitgefahren. Im Jahre 1956 oder 1957 wurde er in Schmochtitz an der Parkmauer überfallen und ausgeraubt. 1964 zog Fritz Beyer und Gattin nach Niederuhna, wo er verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Haus Nr.2b wohnte und arbeitete auch ein Bäcker Reiche; wann und wie lange, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stellmacherei ==&lt;br /&gt;
Johann Lehmann (1806-1883) (Haus Nr.11) stammte aus Singwitz und war Stellmachermeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Tuppatsch (1868-1936) aus Purschwitz war Stellmachermeister in Haus Nr.9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Tod wohnte und arbeitete der Stellmachermeister Hermann Alwin Schuster (1891-1955) aus Göda in Haus Nr.9 (Chr.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Stellmachermeister in diesem Haus war Dieter Bähr (1936-2023). Er stammte aus Neschwitz. Er arbeitete bis ca.1988 ? und mußte aus gesundheitlichen Gründen seine Werkstatt schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tischlerei ==&lt;br /&gt;
Jakob Müller (1822-1902) (Nr.27) war Zimmermann im Ort. Sein Sohn Johann August (1856-1908) war ebenfalls Zimmermann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Johannes Hoffmann (1868-1950) (Haus Nr.5) aus Langenbielau war Zimmermann und Gutsbesitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tischlermeister errichtete Herr Hermann Schube (1856-1929), geb. in Drauschkowitz, 1888 den Saal, heiratete 1890 die Wirtstochter Marie Bertha, g. Unger und übernahm die Gastwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Sohn Moritz Schube (1893-1977) führte neben der Gastwirtschaft als Meister die eigene Tischlerei weiter. Nach 1945 stellte er den Tischlereibetrieb ein (Chr. S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Karl Hübner (1913-1958) war Tischler von Beruf, hatte aber keine eigene Werkstatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schmiede ==&lt;br /&gt;
Die Schmiede in Haus Nr.8 ist seit 1878 im Besitz von Familie Radon (Chr.S.93). Andreas Radon (1851-1912) (Nr.8) kam aus Döhlen bei Bautzen und war der erste bekannte Schmiedemeister. Ob vorher ein Schmiedebetrieb existierte, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn Johann &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Radon (1884-1960) (Nr.8), gleichzeitig Hufschmied, übernahm die Schmiede nach dem Tod seines Vaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen fortgeschrittenem Alter verpachtete August Radon die Schmiede um 1947 an Schmiedemeister Herrn Helmut Schneider (*1913 †?), der das Handwerk bis 1957 ausführte und dann in der MAS (Maschinen-Ausleih-Station) Prischwitz in Salzenforst arbeitete (Chr.S.142). 1957 wurde die Schmiede geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kupferschmiede ==&lt;br /&gt;
1880 kaufte der erste Kupferschmied Karl August Noack (1848-1920) das Haus Nr.28 und ließ 1881 eine Kupferschmiedewerkstatt erbauen. 1891 kaufte er das Grundstück Nr.10 und betrieb seine Kupferschmiede an diesem Ort weiter. Sein Sohn Ernst Traugott Noack (1875-1951) wurde ebenfalls Kupferschmied wie sein Vater und betrieb die Werkstatt weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fahrradreparaturwerkstatt ==&lt;br /&gt;
Hermann Johann Suschke (1902-1972) aus Niederuhna, von Beruf Dreher, lernte bei der Firma W. Fuchs in Bautzen und arbeitete nach der Lehre seit 1925 in der Firma P. Preibisch in Bautzen. Er wohnte in Haus Nr.26 und betrieb von 16.11.1946 bis zu seiner Rente im Jahre 1967 eine Fahrradreparaturwerkstatt . Dabei diente das Wohnzimmer als Verkaufs-Ausstellungs-u. Beratungsraum. Neben vielen wichtigen Dingen hatten es die Kinder besonders auf Fahrradwimpel und Nabenputzringe abgesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fuhrunternehmer ==&lt;br /&gt;
Rudolf Mattitza (*1921 †nach1990?) wohnte in Haus Nr.1b und hatte ein Fuhrgeschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthäuser ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Nr.12/13 ===&lt;br /&gt;
Das Salzenforst schon vor dem 30-jährigem Krieg (1618-1648) eine Schankwirtschaft besessen hat, ist anzunehmen. Im Jahre 1678 wird der Schankwirt George Kretzschmar bezichtigt, fremdes Bier ausgeschenkt zu haben, woraufhin er 100 Dukaten Strafe zu zahlen hatte. 1705 muß wohl George Kretzschmar verstorben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab da wird ein gewisser Hans Kittan als Schankwirt genannt (Chr. S.44-46). (Es lebte zu dieser Zeit tatsächlich ein Kittan, Johannes in Salzenforst in Haus Nr.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
George Cziesch wird als Schankwirt in Safo u. Bauer in Säuritz um 1815 aufgeführt. Andreas Mikan aus Gröditz war um 1830 Schankpächter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den ersten Jahrzehnten des 19. JH. befand sich die Schenke in Salzenforst in den ehemaligen Häusern Nr. 12 und 13. Der Besitzer Carl Friedrich Rudolph Voigt ließ 1848 ein neues &amp;quot;Schenkengebäude&amp;quot; errichten.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chronik (S.17)berichtet, daß die Kneipe abbrannte. Der Neuaufbau eines Gebäudes (Gasthaus „Zur schwarzen Lilie“) aus Schwarzadler nach Salzenforst erfolgte durch Johann Gottlieb Hübner (1841-1905) (Jahr unbekannt- nach Brand 1867?) (S17).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Nr.17 ===&lt;br /&gt;
Das Haus Nr.17 wurde als Einkehrhaus 1864 von Unger, Karl (1825-1889), geb. in Oehlisch, neu erbaut. Das Grundstück dazu wurde von dem Besitzer Karl Lange aus Bautzen erworben. Die Chronik berichtet, daß der Gastwirt Unger bereits zuvor eine Branntweinbrennerei betrieb (Chr. S.157/158). Wo genau, ist nicht erwähnt. Es ist anzunehmen, daß nach dem Neubau der Gaststätte durch Karl Unger die Schankwirtschaft in Haus Nr.12 geschlossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tischlermeister Herr Hermann Schube (1856-1929), geb. in Drauschkowitz, übernahm 1888 die Gastwirtschaft, errichtete anschließend das Nebengebäude mit Saal (lt. GStK -Eintrag von 1893) und heiratete 1890 die Wirtstochter Marie Bertha, g. Unger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Sohn Moritz Schube (1893-1977), ebenfalls Tischlermeister, führte die Gastwirtschaft weiter. Am 31.12.1953 wurde ihm die Schankkonzession entzogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tanzsaal wurde 1956 im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes wieder hergerichtet. Bis 1959 hatte Salzenforst keine Gaststätte mehr. Nach gründlicher Renovierung der Gaststube, der Küche und des Vorraumes fand am 07. Oktober 1959, zum 10. Jahrestag der Gründung der DDR, die Neueröffnung der Konsumgaststätte statt (Chr. S.158). In dieser konte jetzt das Mittagessen für die LPG-Mitglieder ausgegeben werden. In der Bautzener Kulturschau 5/1968 steht geschrieben, daß die Konsumgaststätte Salzenforst keinen Ruhetag hat. Am Sonnabend war Tanz und es spielte u.a. das &amp;quot;Mirando&amp;quot;-Trio. Zuvor jedoch wurde der Tanzboden mit Seifenflocken glatt gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Moritz Schube betrieb sein Enkel die Gaststätte als Konsumgaststätte weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren war Frau Dumdey, Elfriede die Pächterin, welche die „Kneipe“ bis zur Schließung, ca. 1996, weiterführte. Das Speisenangebot war übersichtlich. Es gab Bockwurst oder Schnitzel mit und ohne Kartoffelsalat. Ein kleines Helles kostete 40 Pfennig, ein Pilsner 49 Pfennig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kolonialwarenladen und Konsum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Konsum Neubau 1988 .jpg|mini|Konsum Neubau (Foto aus: Bautzener Kulturschau 6/1988)]]&lt;br /&gt;
Hermann Schube (1856-1929) betrieb neben der Gastwirtschaft, der Tischlerei und einer kleinen Landwirtschaft noch ein Lebensmittelgeschäft, welches Moritz Schube (1893-1977) bis ca. 1953 weiterführte (Chr. S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Bäckermeister Fritz Beyer hatte neben seiner Backstube bis 1964 eine Krämerei in seinem Haus Nr.2b.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1953 wurde das Lebensmittelgeschäft bei Schube eingestellt und die Konsumgenossenschaft Göda eröffnete hier eine Verkaufsstelle. Im Mai 1958 wurden die letzten Lebensmittelkarten abgeschafft (Chr. S.125). Ebenfalls zum 10. Jahrestag der Republik wurden 1959 hier vom Konsumverband die Verkaufsräume renoviert und als Teil-Selbstbedienungsladen eingerichtet (Chr.S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abriß der Gebäude auf dem Grundstück Nr.19 (ehemals Pietschmann) wurde Ende der 70-iger Jahre von der Konsumgenossenschaft ein neues Gebäude errichtet und der alte Laden bei Schube geschlossen. Dieser „Dorfkonsum“ existierte bis ca.1990 (s. Foto). Danach gelangte das Gebäude in Privatbesitz und wird als Wohnhaus genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkäuferinnen waren u.a. Frau Else Paul (1903-?), Frau Weber und nach 1990 Simone Koban.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hebamme ==&lt;br /&gt;
Hebamme war Magdalena Kliemand, geb. Schelling (1841-1903) aus Lohsa. Sie wohnte in Haus Nr.33 und war verheiratet mit dem Häusler Johann Ernst Kliemand (1834-1895).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwesternstation und Arztpraxis ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemeindeschwester T. Eschler 1985.jpg|mini|Gemeindeschwester Traudel Eschlker bei der Arbeit in der neuen Arztpraxis (SZ vom 28./29.09.1985)]]&lt;br /&gt;
Die Schwesternstation wurde nach dem Krieg eingerichtet und bis Ende der 50-iger Jahre untergebracht bei Karl Domschke im Nebengebäude des Hauses Nr.14.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach bei Worm, Ferdinand in 2 Räumen des Erdgeschosses des Haus Nr.24. Dort war neben der Schwesternstation auch eine Mütterberatungsstelle. An manchen Sprechtagen herrschte reger Andrang. So kam es vor, daß bis zu 10 Kinderwagen vor dem Eingang auf dem Hof standen. Der Bautzener Kinderarzt Dr. Bergan war hier praktizierend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 70-iger Jahre wurde auf Initiative des Bürgermeisters Karl Domschke neben dem  Kindergarten auf dem Grundstück Nr.11, ehemals Kupsch, eine neue Unterkunft gebaut. Dieser Flachbau diente bis 1990 als Arztpraxis und Schwesternstation und bis 1992 als Krippenunterkunft. Dipl.- med. Wilfried Kuban, danach Dipl. - med. Jens Braune von der Staatlichen Arztpraxis Kleinwelka praktizierte in regelmäßigen Sprechstunden in den neuen Räumen. 1990 haben die Erben von Paul Alwin Kupsch (1891-1952) das gesamte Grundstück wiederbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedwig Schorch, geb. Witschas (1919-17.03.1993) (Haus Nr.30) war die erste Gemeindekrankenschwester von der Eröffnung bis zur ihrer Rente im Jahre 1979. Danach übernahm ihre Tochter Edeltraud, verh. Eschler, ebenfalls Krankenschwester, ihre Stelle und sorgte sich weiter um die Gesundheit sowohl der Salzenforster als auch aller anderen Gemeindeeinwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Flachbau existierte auch ein betonierter Zivilschutzbunker. Die Schutzmasken waren bei Georg Müller (Nr.16) deponiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwesternstation wurde nach dem Krieg eingerichtet und bis Ende der 50-iger Jahre untergebracht bei Karl Domschke links im Nebengebäude des Hauses Nr.14.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach bei Worm, Ferdinand (Haus Nr.24). Dort war neben der Schwesternstation auch eine Mütterberatungsstelle. An manchen Sprechtagen herrschte reger Andrang. So kam es vor, daß bis zu 10 Kinderwagen vor dem Eingang auf dem Hof standen. Der Bautzener Kinderarzt Dr. Bergan war hier praktizierend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 70-iger Jahre wurde auf Initiative des Bürgermeisters Karl Domschke neben dem  Kindergarten auf dem Grundstück Nr.11, ehemals Kupsch, eine neue Unterkunft gebaut. Dieser Flachbau diente bis 1990 als Arztpraxis und Schwesternstation. Dipl.-med. Wilfried Kuban von der Staatlichen Arztpraxis Kleinwelka praktizierte in regelmäßigen Sprechstunden in den neuen Räumen. 1990 haben die Erben von Paul Alwin Kupsch (1891-1952) das Grundstück wiederbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedwig Schorch, geb. Witschas (1919-?) (Haus Nr.30) war die erste Gemeindekrankenschwester von der Eröffnung bis zur ihrer Rente im Jahre 1979. Danach übernahm ihre Tochter Edeltraud, verh. Eschler, ebenfalls Krankenschwester, ihre Stelle und sorgte sich weiter um die Gesundheit sowohl der Salzenforster als auch aller anderen Gemeindeeinwohner. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindengarten und -krippe ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kindergarten 1988.jpg|mini|Fotos um 1988 aus: Bautzener Kulturschau 6/1988]]&lt;br /&gt;
Der erste Kindergarten wurde gleich nach dem II. Weltkrieg in Haus Nr.22 im Obergeschoß eingerichtet und danach in Oberuhna in der ehemaligen Mühle an der heutigen Bushaltestelle. Anschließend, so Anfang der 50-iger Jahre im Haus Nr.27, danach in Haus Nr.9. Nach dem Weggang der Familie Kupsch in den Westen wurde ab 1957/58 auf dessen Grundstück (Wirtschaft Nr.11) das Wohnhaus zur Kindertagesstätte umgebaut. 1959 wurde im Obergeschoß eine Kinderkrippe, eine sogenannte &amp;quot;Erntekrippe&amp;quot;, für 15 Kinder eingerichtet. Ab 1968 war die Krippe das ganze Jahr geöffnet. Ungefähr 1967 wechselte der Kindergarten in das umgebaute Scheunengebäude und die Kinderkrippe blieb im vormaligen Wohngebäude. In der oberen Etage waren nun die &amp;quot;Kleinen&amp;quot;, in der unteren die &amp;quot;Großen&amp;quot; untergebracht. Es kamen ordentliche Toilettenanlagen her. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da dieses Gebäude eine Kapazität für ca. 30 Kinder hatte, wurde eine Gruppe mit ca. 20 Kindern im Neubau der Arztpraxis untergebracht. Später gab es auch ein Planschbecken und, damit die Kinder später selbstständig zur Schule gingen,  einen „Verkehrsgarten“ mit den wichtigsten Verkehrszeichen, auf welchem die Kinder mit gebrauchten Rollern, Dreirädern und Puppenwagen spielerisch das Verhalten im Straßenverkehr übten. Im Seitengebäude entstanden praktische Lagerräume und ein Waschstützpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder wurden ab 1 Jahr aufgenommen. Bedingung war „windelsauber“. Tischler Dieter Bähr (Haus Nr.9) hatte für das „Geschäft“ ein schönes gehobeltes Brett mit 5 runden Löchern angefertigt und unten waren die „Töpfchen“. In einem bestimmten Rhythmus wurden die Kinder „getöppelt“ und die Kinder waren beglückt, wenn dann nicht nur beim Nachbarn etwas drin war. Ob dieser Maßnahme sind keine Fälle von seelischen Schäden bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anfang war sehr bescheiden. Es galt, für jedes Kind ein Bettchen zu haben. Der rührige Bürgermeister Karl Domschke holte mit seinem Autoanhänger vorfristig abgeschriebene Wickeltische, Matratzen und Betten aus dem Krankenhaus in Bautzen ab. Spielzeug (natürlich gebraucht) wurde gespendet. Die beschäftigten von außerhalb kamen mit dem Fahrrad auf Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorrangig untergebracht waren Kinder der LPG-Mitglieder, des Meliorationsbaus Prischwitz und des Kirchengutes Schmochtitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einmal monatlich wurden die Kinder von Frau Dr. Schreiter ärztlich betreut. Früh und nachmittags übernahm der Bus des Meliorationsbaues Prischwitz den &amp;quot;Transport&amp;quot; der Kinder in die Kindereinrichtung und wieder zurück. Den Erinnerungen von Elke Schneider zufolge beherbergte die Kinderkrippe 30- 50 Kinder. Die Rentenbrigade der LPG bezahlte 2 &amp;quot;Sechs-Sitzer&amp;quot; für die Krippe und schaffte für die Kleinen 50 Paar Gummistiefel sowie Regenumhänge an. An einem 1. Juni, dem internationalen Kindertag, stellte der Meliorationsbau einen Bus für die große Gruppe der Krippe zur Verfügung, um nach Bischofswerda in den Tierpark zu fahren. &amp;quot;Diese Höhepunkte“ waren immer ein schönes Erlebnis für die knapp 3-Jährigen; zu hoffen, daß alles klappt - ohne Anschnallen bzw. Erbrechen oder Einpullern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Rückübereignung ging das Grundstück wieder in den Besitz der Erben von Paul Alwin Kupsch über. Kindergarten und Krippe existierten bis ca.1996. Durch die Eingemeindung von Salzenforst nach Kleinwelka 1994 entschied der dortige Bürgermeister, Herr Lehmann, die Schließung dieser modernen und auf dem damals neuesten Stand stehenden Einrichtung. Da damit das Gebäude seinen sozialen Zweck verlor, erhielten die Erben von Kupsch ihr Grundstück zurück, welches sein Sohn Erich verkaufte. Danach entstanden auf dem Areal Einfamilienhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kindergartenleiterin: Frau Horschig, Frau Weder (vor der Wende bis zum Ende),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kindergärtnerinnen waren: Frau Gisela Bähr, Frau Pannach, Frau Löschau, Frau Hübner, Frau Schiemeck, Frau Döcke, Frau Koban, Frau Schatte, Traudel, Frau Holunder, Frau Mensel, Frau Jurk (angelernt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinderkrippenleiterin: Frau Lina Habel, Frau Elke Schneider (um 1980), Frau Ines Albinus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krippenerzieherin: große Gruppe: Frau Margot Peschke und Frau Rita Frunske; kleine Gruppe: Frau Angela Kuschel (1980-), Frau Schmidtgen, Frau Bär; Gruppe Neubau Arztpraxis: Petra Schulze. Frau Kerstin Scholze,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sogenannte &amp;quot;Spätdienst&amp;quot; wurde von Oma Ella abgedeckt; in heutiger Zeit undenkbar. Sie wohnte um die Ecke, war ungelernt und herzenslieb. Auch die Reinigungshilfe Frau Otto sprang ein, wenn Not am Mann war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küche befand sich im Erdgeschoß des späteren Krippengebäudes. Köchin waren Frau Ruth Warmuth und Frau Roch. Von 1967-1991 war ihre Tochter Lisa Kieschnik leitende Köchin und Frau Lotte Noack Köchin. Ab 1991 übernahm Frau Ziegenbalg (gelernte Köchin) die Küchenleitung. Frau Lenka Opitz aus Döberkitz und Frau Kampa aus Oberuhna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Küchenaushilfen: Frau Else Rölke, Hedwig Domschke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reinigungskraft: Frau Otto, Frau Lilo Peritz ; Hausmeister: Busch (Nr.3b)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hausmeister: Herr Heinz Combor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schuhmacher ==&lt;br /&gt;
Johann Heine (1788-1861) (Haus Nr.7?) war der erste bekannte Schuhmacher im Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Ernst Freiberg (1863-?), welcher mit seiner Familie in Haus Nr. 8b und später in Haus Nr.19 lebte, war bis ca. 1893 ebenfalls Schuhmacher in Salzenforst, stammte aus Schmochtitz und verzog zwischen 1892 und 1894 nach Temritz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Koban (1912-2013) (Haus Nr.20) als letzter dieser Zunft hatte seine Werkstatt noch bis ca. 1990 im Haus, hatte aber nach Gründung der LPG hauptberuflich als Sattler gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schneider ==&lt;br /&gt;
Herr Jakob Waurik (1773-1849), geb. in Dürrwicknitz, wird als Schneider und Einwohner in Salzenforst aufgeführt und war verheiratet mit Katharina, geb. Cziesch, auch Kranz gen., (err.1773-1838) aus Salzenforst. In welchem Haus er wohnte ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauunternehmer ==&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von einem Bauunternehmer Preusker um 1900 (Chr.S.93).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauunternehmer im Ort waren außerdem Karl August Röthig (1837-1904) (Haus Nr.16b), geboren in Ebersbach und sein Enkel Georg Alfred Röthig (1909-1998).   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zementfabrikant war Ernst August Biesold (1887-1967) (Haus Nr.3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zejler, Jan (Johann) (1767-1844) (Haus Nr.14), der Vater von Handrij Zejler, war Häusler und zugleich Brunnenbauer.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Totengräber ==&lt;br /&gt;
Früher gab es noch keine Beerdigungsinstitute, so wie wir sie heute kennen. Das Ausheben und Verfüllen des Grabes für die Verstorbenen war Aufgabe des Totengräbers. Diese schwere Handarbeit, nur mit Hacke und Schaufel, wurde von Johann Polan (1892-1975) (Haus Nr.32) von ? bis zum Jahre ? ausgeführt. Danach übernahm Georg Rötschke (Haus Nr. 8) das Amt. Die Sargträger, 6 an der Zahl, waren ausnahmslos Einwohner des Ortes. Heimbürgin war Frau Waltraud Schulze aus Großwelka. Ihre Aufgabe war es, den Verstorbenen zu waschen und anzukleiden. Sie wurde von den engsten Angehörigen des Trauerhauses bestellt. Die Erledigung der Formalitäten im Zusammenhang mit dem Verstorbenen oblag den Angehörigen. Da früher fast alle Einwohner der katholischen oder evangelischen Konfession angehörten, hielt die Leichenpredigt der Pfarrer ab.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wäschemangel ==&lt;br /&gt;
Es gab mehrere Wäschemangeln im Ort. Eine stand bei Hermann Preusche im Haus Nr.3b; diese wurde1993/94 elektrisch umgerüstet und war bis 2017 in Betrieb; steht jetzt als „Museumsstück“ im Garten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Georg Rötschke (Haus Nr.8) ist die Rolle noch intakt und jetzt ebenfalls elektrifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Ferdinand Worm (Haus Nr.24) stand im Fachwerknebengebäude ebenfalls eine Rolle, welche bis Mitte der 70-iger Jahre mit Muskelkraft betrieben werden mußte. Nach der Stillegung wurde diese in den 80-iger Jahren abgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Waschstützpunkt ==&lt;br /&gt;
Lisa Kieschnik, geb. Warmuth , war Leiterin des waschstützpunktes in salzenforst. Dort gab es 2 Waschmaschinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Post ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1924 befand sich die Öffentliche Fernsprechstelle noch in Kleinwelka. Wann die Poststelle in Salzenforst eröffnet wurde, ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Liddy Preusche (1901-1981) (Haus Nr.3b) soll nach 1945 die erste gewesen sein, die diese in Betrieb hatte. Ihr Mann, Hermann Preusche wae Gemeindebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Johanne Pittermann (1921?-1996?) führte diese Poststelle von ca.1950 bis zu ihrer Rente 1981 weiter. Bis 1990 konnte man bei ihr noch öffentlich telefonieren. Zu ihren Aufgaben zählten neben der Telefongesprächsvermittlung die Paket-u. Briefannahme sowie das Zeitungs-u. Briefaustragen. Auch Telegramme konnte man aufgeben. Das Telefon befand sich im Korridor und der Wohnzimmertisch fungierte als „Annahmeschalter“. Da kein Linienbus nach Bautzen verkehrte, gab es manchmal die Möglichkeit, mit dem Postauto mitzufahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1987 war die Poststelle im Gemeindeamt (Haus Nr.17b) untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Telefonanschlüsse waren bis in die 1970-iger Jahre Mangelware. Im ganzen Ort gab es 3 Telefonanschlüsse. Die öffentliche bei Pittermann, beim Bürgermeister Karl Domschke (Haus Nr.14) (nicht öffentlich) und bei Schorch (Haus Nr.30).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeindebüttel/Dorfpolizist/ABV (Abschnittsbevollmächtigter) ==&lt;br /&gt;
Hermann Paul Heine (1887-1956) (Haus Nr.34) war Gemeinde Büttel  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einem Sitzungsprotokoll der Gemeindeverordneten vom 04. April 1933 geht hervor, daß der Ort dem Zweckverband der Gendarmeriestation Göda angescvhlossen wird. Die in Göda stationierte Hilfspolizei patrolliert ab da auch in Salzenforst (Chr. S.113). Weiter schreibt die Chronik auf Seite 115, daß 1937 der Nachtwächterposten eingezogen wird.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1953 wurde in Haus Nr. 16 die Wohnung von der verstorbenen Frau Frida Schieritz (1890-1952) als Dienstwohnung inclusive Polizeistation für den ABV bereitgestellt.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Ortschronik (S.148) versah in diesem Jahr ein Herr Strohbach als erster ABV  sein Amt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhart Olschinka war der darauffolgende ABV. Um 1960 war &amp;quot;Maschinky&amp;quot; Dorfpolizist. Danach war er Hauptmann der Kriminalpolizei in Bautzen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihm kam Ernst Josef Schrammel (1920-nach 1960), der von Häsner abgelöst wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Chr.IIS.45 wird Wolfgang Raffelt als ABV aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später kam Krüger (*?-vor2020). Er war ABV von 1963-1979. Nach ihm mußte die Wohnung generalsaniert werden, bevor sie wieder bewohnbar war und Siegfried Eschler einziehen konnte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vorletzter ABV war Hein.?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
letzter ABV war Henke, der aber in Rattwitz wohnte und danach nach Berlin verzogen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle ABV&#039;s hatten eine Dienstpistole, die in einer festmontierten Kassette, meist im Schlafzimmer untergebracht, aufzubewahren war. Als Dienstfahrzeug stand ihnen eine Schwalbe zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seidler, Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Werner&amp;lt;/u&amp;gt; wird als Polizist aus Oberuhna aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsrichter ==&lt;br /&gt;
Wosky, Nikolaus  (err.1720-1779) (Wohnhaus unbekannt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Lehmann (1779-1845) (Haus Nr.5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Heine (1788-1861) (Haus Nr.7?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Lebsa (1865?-?) (Haus Nr.6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Ferdinand Philipp(1830-1908) (Haus Nr.18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Jakob Lebsa (1865-†?) (Haus Nr.6)       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeindevorsteher/Bürgermeister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die alte Landgemeindeverordnung bestand bis zum Jahre 1873. Diese wahrte noch den Rittergutsbesitzern die Gerichtsbarkeit und Verwaltung des Dorfes. Salzenforst unterstand dem Domstift zu Bautzen und somit dessen Gerichtsbarkeit. Durch die revidierte Landgemeindeverordnung erhielten nun die Gemeinden das Recht, sich unter Oberaufsicht der königlichen Amtshauptmannschaft selbst zu regieren. Die Gemeindeglieder wählen unter sich die Ortsbehörde. Wählen darf nur, wer die bürgerlichen Ehrenrechte besitzt, das 20. LJ vollendet hat und in der Gemeinde wohnt. Wählbar ist jeder Wahlberechtigte. Die  Gemeindeverordneten sind auf 3 Jahre gewählt. Diese wählen aus ihrer Mitte den Bürgermeister auf 6 Jahre. An dessen Hause hängt das schlichte Schild &#039;&#039;&amp;quot;Ortsbehörde&amp;quot;.&#039;&#039; Er leitet alle Angelegenheiten der politischen gemeinde, verwaltet ihr Stammvermögen, ihre Grundstücke und Fluren, die Urkunden und Gesetzesblätter, zieht Steuern ein, nimmt die An-u. Abmeldung zu-u. abziehender Personen entgegen, führt die Polizeigewalt und sorgt für Sicherheit und gute Sitte (aus: F. Wilhelm: &amp;quot; Unsere Heimat-die Lausitz&amp;quot; 1925).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wahlrecht für Frauen wurde erst am 30. November 1918 in Deutschland eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindeamt ===&lt;br /&gt;
Das alte Domizil des Gemeindeamtes im Haus Nr. 17b mußte Ende Juli 1991 aufgegeben werden. So erteilteFrau Falten als Bürgermeisterin 1990 der Fa. Industriebau GmbH in Bischofswerda den Auftrag, ein Mehrzweckgebäude mit Krüppelwalmdach auf dem Dorfanger in Salzenforst zu errichten. Neben dem Räumen für das neue Gemeindeamt sollte es die Poststelle, ein Veranstaltungsraum mit Küche für die Einwohner, Zimmer für die Übernachtung von Gästen der Gemeinde, 2 Garagen und ein Geräteraum für die Feuerwehr beherbergen. Die Einweihung fand am 03.10.1991 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Personen ===&lt;br /&gt;
August Nowak (welcher ist unklar, es gab 2x Johann August und 1x Karl August Noack in Haus Nr.35)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ortsvorsteher: ====&lt;br /&gt;
Zieschang, Johann Karl August (1876-1939) vom 21.10.1911-14.02.1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rölke, Johann Traugott (1889-1967) vom 15.02.1924-1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bürgermeister: ====&lt;br /&gt;
August Radon von 1936- Mai 1945 (Chr. S.93)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Domschke (1914 in Cölln-1989) vom 28.05.1945-31.08.1952; gelernter Maurer, von 1939 bis 1945 als Soldat im Krieg, als Kriegsinvalide heimgekehrt, von 1952-1959 beim Rat des Kreises Bautzen angestellt. Er wurde auf Vorschlag des Landrates Dr. Ziesche von der sowjetischen Kommandantur als Bürgermeister eingesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Elisabeth Paulusch (1919-†?), aus Luppa vom 01.09.1952 bis 31.08.1959 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Domschke (1914-1989) ist ab 01.09.1959 wieder Hauptamtlicher Bürgermeister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinderatswahlen vom 17.09.1961 brachten folgendes Ergebnis: Bürgermeister K. Domschke; Stellvertreter: E. Mitzscherling; Sekretär: Helmut Schneider sowie Gerhard Kieschnick und Alfred Pöschel (Chr.IIS.46) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während einer Erkrankung 1962/63 übernahm seine Stellvertreterin, Frau Edith Mitzscherling, die Stelle als Bürgermeister. Sie war bereits seit dem 01.12.1950 auf dem Gemeindamt tätig, davon 20 Jahre als stellvertretende Bürgermeisterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Karl Domschke übernahm am 01.02.1982 sein Sohn Karlheinz Domschke (*1941) die Aufgaben des Bürgermeisters bis 1989/90?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Bürgermeisterin der Gemeinde Salzenforst-Bolbritz war Frau Barbara Falten (aus Döberkitz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salzenforst/Bolbritz existierte vom 01.07.1969 bis zum 31.12.1993 und hörte danach auf, eigenständig zu existieren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister von Bolbritz war Johann Noack aus Salzenforst (Haus Nr.36). Seine Sekretärin war von 1952 bis 1964 Frau Lisa Kieschnik, geb. Warmuth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ortschaftsräte ====&lt;br /&gt;
Am 01.01.1994 nach Kleinwelka eingegliedert und dieser bis zum 31.12.1998 angehörend. Der Bürgermeister von Kleinwelka war zu diesem Zeitpunkt Volker Lehmann. Lt. Vertrag vom 18.10.1998 wurde die Gemeinde Kleinwelka am 01.01.1999 der Stadt Bautzen eingegliedert. Bürgermeister von Bautzen war Christian Schramm. (s. auch unter Ortschronologie) Seit der Eingemeindung nach Kleinwelka werden die Interessen der Einwohner vom neu gegründeten Ortschaftsrat wahrgenommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Januar 1999 bis August 1999 gehörten dem Ortschaftsrat Salzenforst/Bolbritz an: Vorsitzender: Zschieppang, Klaus (ehem. Gem.-Vert); Stellvertreter: Goldschmidt, Reiner; Mitglieder: Briesning, Sylvia; Kieschnik, Manfred (ehem. Gem.-Vert); Kautzky, Franz (ehem. Gem.-Vert); Kliche, Gunter; Löhnert, Dieter (ehem. Gem.-Vert); Miersch, Christian (ehem. Gem.-Vert); Peukert, Hans (bis 03/1999); Richter, Götz; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1999 fanden Kommunalwahlen statt. Danach bestand der Ortschaftsrat aus 6 Mitgliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1999-2004: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Goldschmidt, Reiner; Mitglieder: Kliche, Gunter; Miersch, Christian; Steinborn, Olaf (bis 01/2000); Richter, Götz (ab 01/2000); Zschieppang, Klaus; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004-2009: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Zschieppang, Klaus; Mitglieder: Goldschmidt, Reiner; Löhnert, Dieter; Miersch, Christian; Ziesch, Joachim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009-2014: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Zschieppang, Klaus; Mitglieder: Biele, Tino; Goldschmidt, Reiner; Miersch, Christian; Richter, Götz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2014 besteht der Ortschaftsrat nur noch aus 5 Mitgliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014-2019: Vorsitzender Manfred Kieschnik (CDU); Stellvertreter: Tino Biele (CDU); Anna Ziesch (CDU); Michael Franke (SPD); Steffen Kunze (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019-2024: Vorsitzender: Manfred Kieschnik (CDU); Stellvertreter: Tino Biele (CDU); Frank Schneider (CDU); Dr. Martin Schneider (SPD); Harald Mörbe (AfD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 2024:  Vorsitzender: Daniel Mirtschink (CDU), Stellvertreter Joachim Ziesch (CDU) sowie die Räte Stefan Kieschnick (SPD), Harald Mörbe (AfD) und Frank Schneider (CDU).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadträte ====&lt;br /&gt;
Von 1999 bis 2014 war Manfred Kieschnik aus Bolbritz Stadtrat. Von 2014-2019 war Joachim Ziesch aus Bolbritz Stadtrat und ab 2024 ist Daniel Mirtschink aus  Salzenforst Stadtrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feuerwehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Feuerwehrpflichtabgabe 1992.jpg|mini|500x500px|Feuerwehr Abgabe - Bescheid von 1992 (Quelle: W. Schneider)]]&lt;br /&gt;
Die Feuerwehr war eine Pflichtfeuerwehr und besteht seit ca. Mitte des 19. Jhs. Gerhard Brocke (Haus Nr.16c?) wurde 1937 zum Spritzenmeistzer bestellt (Chr. S.115). Eine Motorspritze mit einer Leistung von 800 Liter/min wurde 1942 angeschafft (Chr.S.94). Das alte Spritzenhaus neben dem Dorfteich wurde ? abgerissen und im Jahre 1991 für die freiwillige Feuerwehr ein Gerätehaus  im neu errichteten Gemeindehaus auf dem ehemaligen Dorfanger untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salzenforst erhob zu Beginn der 90-iger Jahre eine Feuerwehrpflichtabgabe für alle männlichen Einwohner vom 18. bis zum vollendeten 55. Lebensjahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 wurde wegen der Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges ein Umbau des Feuerwehrgerätehauses notwendig. Der 30 Jahre alte Barkas B 1000 hatte ausgedient. damit verbunden war der Bau einer neuen Zufahrt und die Absenkung des hallenbodens um 70 cm. Außerdem bekommt die Halle neue Fenster und ein neues Tor. Elektrik, Sanitäranlagen, Beleuchtung und Heiztechnik wurden überholt. (&amp;quot;SZ&amp;quot; vom 01.09.2004)&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Feuerwehr Schatte, IngridSchilg, Gisela.jpg|mini|Altes Spritzenhaus 1956 (im Vordergrund Schatte, Gisela und Schilg, Ingrid) (Quelle: W. Schneider)|514x514px]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Safo Feuerwehr 2004.jpg|mini|562x562px|Feuerwehrgerätehaus zwischen 1991 und 2004 (Quelle: &amp;quot;SZ&amp;quot; vom 01.09.2004)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Ehemalige_Handwerker_und_Gewerke&amp;diff=930</id>
		<title>Ehemalige Handwerker und Gewerke</title>
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		<updated>2025-11-27T08:34:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Feuerwehr */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Bäckerei mit Krämerei ==&lt;br /&gt;
Diese befand sich im Haus Nr. 2b. Seit Ende des 19.Jh. haben folgende Bäcker ihr Handwerk dort ausgeübt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste nachweislich im Ort gewesene Bäcker war Johann Traugott Lucas (*1860 †?) aus Großhähnchen und seine Ehefrau Marie Charlotte, geb. Rüdrig aus Dresden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgten Bäckermeister Karl Wirth (+? †?) mit seiner Ehefrau Amalie, g. Kappler (*? †?) aus Salzenforst, danach Bäckermeister Gustav Bruno Zschieschan und seine Frau Marie Auguste, g. Adler , welche bis 1902 die Backstube betrieben. In diesem Jahr wurden die letzten Gesellen Knothe und Augst abgemeldet (Sportelverzeichnis d. Gem. Salzenforst).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 kaufte Bäckermeister Friedrich Oswald Peritz (1875-1922) aus Oschatz das Haus und betrieb die Bäckerei mit seiner Gattin Marie Martha, g. Schulze (1880-1945) aus Halbendorf/Ebendörfel. Der Bäckermeister und Schwiegersohn Fritz Erich Beyer (*1904 †1967/68?) aus Marklissa übernahm die Bäckerei mit seiner Frau Gertrud , geb. Peritz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war der letzte Bäcker, arbeitete bis 1964 und hat zwischen 1945 und 1964 mit einem Kastenwagen das Brot breitgefahren. Im Jahre 1956 oder 1957 wurde er in Schmochtitz an der Parkmauer überfallen und ausgeraubt. 1964 zog Fritz Beyer und Gattin nach Niederuhna, wo er verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Haus Nr.2b wohnte und arbeitete auch ein Bäcker Reiche; wann und wie lange, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stellmacherei ==&lt;br /&gt;
Johann Lehmann (1806-1883) (Haus Nr.11) stammte aus Singwitz und war Stellmachermeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Tuppatsch (1868-1936) aus Purschwitz war Stellmachermeister in Haus Nr.9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Tod wohnte und arbeitete der Stellmachermeister Hermann Alwin Schuster (1891-1955) aus Göda in Haus Nr.9 (Chr.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Stellmachermeister in diesem Haus war Dieter Bähr (1936-2023). Er stammte aus Neschwitz. Er arbeitete bis ca.1988 ? und mußte aus gesundheitlichen Gründen seine Werkstatt schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tischlerei ==&lt;br /&gt;
Jakob Müller (1822-1902) (Nr.27) war Zimmermann im Ort. Sein Sohn Johann August (1856-1908) war ebenfalls Zimmermann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Johannes Hoffmann (1868-1950) (Haus Nr.5) aus Langenbielau war Zimmermann und Gutsbesitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tischlermeister errichtete Herr Hermann Schube (1856-1929), geb. in Drauschkowitz, 1888 den Saal, heiratete 1890 die Wirtstochter Marie Bertha, g. Unger und übernahm die Gastwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Sohn Moritz Schube (1893-1977) führte neben der Gastwirtschaft als Meister die eigene Tischlerei weiter. Nach 1945 stellte er den Tischlereibetrieb ein (Chr. S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Karl Hübner (1913-1958) war Tischler von Beruf, hatte aber keine eigene Werkstatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schmiede ==&lt;br /&gt;
Die Schmiede in Haus Nr.8 ist seit 1878 im Besitz von Familie Radon (Chr.S.93). Andreas Radon (1851-1912) (Nr.8) kam aus Döhlen bei Bautzen und war der erste bekannte Schmiedemeister. Ob vorher ein Schmiedebetrieb existierte, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn Johann &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Radon (1884-1960) (Nr.8), gleichzeitig Hufschmied, übernahm die Schmiede nach dem Tod seines Vaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen fortgeschrittenem Alter verpachtete August Radon die Schmiede um 1947 an Schmiedemeister Herrn Helmut Schneider (*1913 †?), der das Handwerk bis 1957 ausführte und dann in der MAS (Maschinen-Ausleih-Station) Prischwitz in Salzenforst arbeitete (Chr.S.142). 1957 wurde die Schmiede geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kupferschmiede ==&lt;br /&gt;
1880 kaufte der erste Kupferschmied Karl August Noack (1848-1920) das Haus Nr.28 und ließ 1881 eine Kupferschmiedewerkstatt erbauen. 1891 kaufte er das Grundstück Nr.10 und betrieb seine Kupferschmiede an diesem Ort weiter. Sein Sohn Ernst Traugott Noack (1875-1951) wurde ebenfalls Kupferschmied wie sein Vater und betrieb die Werkstatt weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fahrradreparaturwerkstatt ==&lt;br /&gt;
Hermann Johann Suschke (1902-1972) aus Niederuhna, von Beruf Dreher, lernte bei der Firma W. Fuchs in Bautzen und arbeitete nach der Lehre seit 1925 in der Firma P. Preibisch in Bautzen. Er wohnte in Haus Nr.26 und betrieb von 16.11.1946 bis zu seiner Rente im Jahre 1967 eine Fahrradreparaturwerkstatt . Dabei diente das Wohnzimmer als Verkaufs-Ausstellungs-u. Beratungsraum. Neben vielen wichtigen Dingen hatten es die Kinder besonders auf Fahrradwimpel und Nabenputzringe abgesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fuhrunternehmer ==&lt;br /&gt;
Rudolf Mattitza (*1921 †nach1990?) wohnte in Haus Nr.1b und hatte ein Fuhrgeschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthäuser ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Nr.12/13 ===&lt;br /&gt;
Das Salzenforst schon vor dem 30-jährigem Krieg (1618-1648) eine Schankwirtschaft besessen hat, ist anzunehmen. Im Jahre 1678 wird der Schankwirt George Kretzschmar bezichtigt, fremdes Bier ausgeschenkt zu haben, woraufhin er 100 Dukaten Strafe zu zahlen hatte. 1705 muß wohl George Kretzschmar verstorben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab da wird ein gewisser Hans Kittan als Schankwirt genannt (Chr. S.44-46). (Es lebte zu dieser Zeit tatsächlich ein Kittan, Johannes in Salzenforst in Haus Nr.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
George Cziesch wird als Schankwirt in Safo u. Bauer in Säuritz um 1815 aufgeführt. Andreas Mikan aus Gröditz war um 1830 Schankpächter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den ersten Jahrzehnten des 19. JH. befand sich die Schenke in Salzenforst in den ehemaligen Häusern Nr. 12 und 13. Der Besitzer Carl Friedrich Rudolph Voigt ließ 1848 ein neues &amp;quot;Schenkengebäude&amp;quot; errichten.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chronik (S.17)berichtet, daß die Kneipe abbrannte. Der Neuaufbau eines Gebäudes (Gasthaus „Zur schwarzen Lilie“) aus Schwarzadler nach Salzenforst erfolgte durch Johann Gottlieb Hübner (1841-1905) (Jahr unbekannt- nach Brand 1867?) (S17).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Nr.17 ===&lt;br /&gt;
Das Haus Nr.17 wurde als Einkehrhaus 1864 von Unger, Karl (1825-1889), geb. in Oehlisch, neu erbaut. Das Grundstück dazu wurde von dem Besitzer Karl Lange aus Bautzen erworben. Die Chronik berichtet, daß der Gastwirt Unger bereits zuvor eine Branntweinbrennerei betrieb (Chr. S.157/158). Wo genau, ist nicht erwähnt. Es ist anzunehmen, daß nach dem Neubau der Gaststätte durch Karl Unger die Schankwirtschaft in Haus Nr.12 geschlossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tischlermeister Herr Hermann Schube (1856-1929), geb. in Drauschkowitz, übernahm 1888 die Gastwirtschaft, errichtete anschließend das Nebengebäude mit Saal (lt. GStK -Eintrag von 1893) und heiratete 1890 die Wirtstochter Marie Bertha, g. Unger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Sohn Moritz Schube (1893-1977), ebenfalls Tischlermeister, führte die Gastwirtschaft weiter. Am 31.12.1953 wurde ihm die Schankkonzession entzogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tanzsaal wurde 1956 im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes wieder hergerichtet. Bis 1959 hatte Salzenforst keine Gaststätte mehr. Nach gründlicher Renovierung der Gaststube, der Küche und des Vorraumes fand am 07. Oktober 1959, zum 10. Jahrestag der Gründung der DDR, die Neueröffnung der Konsumgaststätte statt (Chr. S.158). In dieser konte jetzt das Mittagessen für die LPG-Mitglieder ausgegeben werden. In der Bautzener Kulturschau 5/1968 steht geschrieben, daß die Konsumgaststätte Salzenforst keinen Ruhetag hat. Am Sonnabend war Tanz und es spielte u.a. das &amp;quot;Mirando&amp;quot;-Trio. Zuvor jedoch wurde der Tanzboden mit Seifenflocken glatt gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Moritz Schube betrieb sein Enkel die Gaststätte als Konsumgaststätte weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren war Frau Dumdey, Elfriede die Pächterin, welche die „Kneipe“ bis zur Schließung, ca. 1996, weiterführte. Das Speisenangebot war übersichtlich. Es gab Bockwurst oder Schnitzel mit und ohne Kartoffelsalat. Ein kleines Helles kostete 40 Pfennig, ein Pilsner 49 Pfennig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kolonialwarenladen und Konsum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Konsum Neubau 1988 .jpg|mini|Konsum Neubau (Foto aus: Bautzener Kulturschau 6/1988)]]&lt;br /&gt;
Hermann Schube (1856-1929) betrieb neben der Gastwirtschaft, der Tischlerei und einer kleinen Landwirtschaft noch ein Lebensmittelgeschäft, welches Moritz Schube (1893-1977) bis ca. 1953 weiterführte (Chr. S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Bäckermeister Fritz Beyer hatte neben seiner Backstube bis 1964 eine Krämerei in seinem Haus Nr.2b.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1953 wurde das Lebensmittelgeschäft bei Schube eingestellt und die Konsumgenossenschaft Göda eröffnete hier eine Verkaufsstelle. Im Mai 1958 wurden die letzten Lebensmittelkarten abgeschafft (Chr. S.125). Ebenfalls zum 10. Jahrestag der Republik wurden 1959 hier vom Konsumverband die Verkaufsräume renoviert und als Teil-Selbstbedienungsladen eingerichtet (Chr.S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abriß der Gebäude auf dem Grundstück Nr.19 (ehemals Pietschmann) wurde Ende der 70-iger Jahre von der Konsumgenossenschaft ein neues Gebäude errichtet und der alte Laden bei Schube geschlossen. Dieser „Dorfkonsum“ existierte bis ca.1990 (s. Foto). Danach gelangte das Gebäude in Privatbesitz und wird als Wohnhaus genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkäuferinnen waren u.a. Frau Else Paul (1903-?), Frau Weber und nach 1990 Simone Koban.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hebamme ==&lt;br /&gt;
Hebamme war Magdalena Kliemand, geb. Schelling (1841-1903) aus Lohsa. Sie wohnte in Haus Nr.33 und war verheiratet mit dem Häusler Johann Ernst Kliemand (1834-1895).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwesternstation und Arztpraxis ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemeindeschwester T. Eschler 1985.jpg|mini|Gemeindeschwester Traudel Eschlker bei der Arbeit in der neuen Arztpraxis (SZ vom 28./29.09.1985)]]&lt;br /&gt;
Die Schwesternstation wurde nach dem Krieg eingerichtet und bis Ende der 50-iger Jahre untergebracht bei Karl Domschke im Nebengebäude des Hauses Nr.14.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach bei Worm, Ferdinand in 2 Räumen des Erdgeschosses des Haus Nr.24. Dort war neben der Schwesternstation auch eine Mütterberatungsstelle. An manchen Sprechtagen herrschte reger Andrang. So kam es vor, daß bis zu 10 Kinderwagen vor dem Eingang auf dem Hof standen. Der Bautzener Kinderarzt Dr. Bergan war hier praktizierend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 70-iger Jahre wurde auf Initiative des Bürgermeisters Karl Domschke neben dem  Kindergarten auf dem Grundstück Nr.11, ehemals Kupsch, eine neue Unterkunft gebaut. Dieser Flachbau diente bis 1990 als Arztpraxis und Schwesternstation und bis 1992 als Krippenunterkunft. Dipl.- med. Wilfried Kuban, danach Dipl. - med. Jens Braune von der Staatlichen Arztpraxis Kleinwelka praktizierte in regelmäßigen Sprechstunden in den neuen Räumen. 1990 haben die Erben von Paul Alwin Kupsch (1891-1952) das gesamte Grundstück wiederbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedwig Schorch, geb. Witschas (1919-17.03.1993) (Haus Nr.30) war die erste Gemeindekrankenschwester von der Eröffnung bis zur ihrer Rente im Jahre 1979. Danach übernahm ihre Tochter Edeltraud, verh. Eschler, ebenfalls Krankenschwester, ihre Stelle und sorgte sich weiter um die Gesundheit sowohl der Salzenforster als auch aller anderen Gemeindeeinwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Flachbau existierte auch ein betonierter Zivilschutzbunker. Die Schutzmasken waren bei Georg Müller (Nr.16) deponiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwesternstation wurde nach dem Krieg eingerichtet und bis Ende der 50-iger Jahre untergebracht bei Karl Domschke links im Nebengebäude des Hauses Nr.14.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach bei Worm, Ferdinand (Haus Nr.24). Dort war neben der Schwesternstation auch eine Mütterberatungsstelle. An manchen Sprechtagen herrschte reger Andrang. So kam es vor, daß bis zu 10 Kinderwagen vor dem Eingang auf dem Hof standen. Der Bautzener Kinderarzt Dr. Bergan war hier praktizierend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 70-iger Jahre wurde auf Initiative des Bürgermeisters Karl Domschke neben dem  Kindergarten auf dem Grundstück Nr.11, ehemals Kupsch, eine neue Unterkunft gebaut. Dieser Flachbau diente bis 1990 als Arztpraxis und Schwesternstation. Dipl.-med. Wilfried Kuban von der Staatlichen Arztpraxis Kleinwelka praktizierte in regelmäßigen Sprechstunden in den neuen Räumen. 1990 haben die Erben von Paul Alwin Kupsch (1891-1952) das Grundstück wiederbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedwig Schorch, geb. Witschas (1919-?) (Haus Nr.30) war die erste Gemeindekrankenschwester von der Eröffnung bis zur ihrer Rente im Jahre 1979. Danach übernahm ihre Tochter Edeltraud, verh. Eschler, ebenfalls Krankenschwester, ihre Stelle und sorgte sich weiter um die Gesundheit sowohl der Salzenforster als auch aller anderen Gemeindeeinwohner. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindengarten und -krippe ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kindergarten 1988.jpg|mini|Fotos um 1988 aus: Bautzener Kulturschau 6/1988]]&lt;br /&gt;
Der erste Kindergarten wurde gleich nach dem II. Weltkrieg in Haus Nr.22 im Obergeschoß eingerichtet und danach in Oberuhna in der ehemaligen Mühle an der heutigen Bushaltestelle. Anschließend, so Anfang der 50-iger Jahre im Haus Nr.27, danach in Haus Nr.9. Nach dem Weggang der Familie Kupsch in den Westen wurde ab 1957/58 auf dessen Grundstück (Wirtschaft Nr.11) das Wohnhaus zur Kindertagesstätte umgebaut. 1959 wurde im Obergeschoß eine Kinderkrippe, eine sogenannte &amp;quot;Erntekrippe&amp;quot;, für 15 Kinder eingerichtet. Ab 1968 war die Krippe das ganze Jahr geöffnet. Ungefähr 1967 wechselte der Kindergarten in das umgebaute Scheunengebäude und die Kinderkrippe blieb im vormaligen Wohngebäude. In der oberen Etage waren nun die &amp;quot;Kleinen&amp;quot;, in der unteren die &amp;quot;Großen&amp;quot; untergebracht. Es kamen ordentliche Toilettenanlagen her. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da dieses Gebäude eine Kapazität für ca. 30 Kinder hatte, wurde eine Gruppe mit ca. 20 Kindern im Neubau der Arztpraxis untergebracht. Später gab es auch ein Planschbecken und, damit die Kinder später selbstständig zur Schule gingen,  einen „Verkehrsgarten“ mit den wichtigsten Verkehrszeichen, auf welchem die Kinder mit gebrauchten Rollern, Dreirädern und Puppenwagen spielerisch das Verhalten im Straßenverkehr übten. Im Seitengebäude entstanden praktische Lagerräume und ein Waschstützpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder wurden ab 1 Jahr aufgenommen. Bedingung war „windelsauber“. Tischler Dieter Bähr (Haus Nr.9) hatte für das „Geschäft“ ein schönes gehobeltes Brett mit 5 runden Löchern angefertigt und unten waren die „Töpfchen“. In einem bestimmten Rhythmus wurden die Kinder „getöppelt“ und die Kinder waren beglückt, wenn dann nicht nur beim Nachbarn etwas drin war. Ob dieser Maßnahme sind keine Fälle von seelischen Schäden bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anfang war sehr bescheiden. Es galt, für jedes Kind ein Bettchen zu haben. Der rührige Bürgermeister Karl Domschke holte mit seinem Autoanhänger vorfristig abgeschriebene Wickeltische, Matratzen und Betten aus dem Krankenhaus in Bautzen ab. Spielzeug (natürlich gebraucht) wurde gespendet. Die beschäftigten von außerhalb kamen mit dem Fahrrad auf Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorrangig untergebracht waren Kinder der LPG-Mitglieder, des Meliorationsbaus Prischwitz und des Kirchengutes Schmochtitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einmal monatlich wurden die Kinder von Frau Dr. Schreiter ärztlich betreut. Früh und nachmittags übernahm der Bus des Meliorationsbaues Prischwitz den &amp;quot;Transport&amp;quot; der Kinder in die Kindereinrichtung und wieder zurück. Den Erinnerungen von Elke Schneider zufolge beherbergte die Kinderkrippe 30- 50 Kinder. Die Rentenbrigade der LPG bezahlte 2 &amp;quot;Sechs-Sitzer&amp;quot; für die Krippe und schaffte für die Kleinen 50 Paar Gummistiefel sowie Regenumhänge an. An einem 1. Juni, dem internationalen Kindertag, stellte der Meliorationsbau einen Bus für die große Gruppe der Krippe zur Verfügung, um nach Bischofswerda in den Tierpark zu fahren. &amp;quot;Diese Höhepunkte“ waren immer ein schönes Erlebnis für die knapp 3-Jährigen; zu hoffen, daß alles klappt - ohne Anschnallen bzw. Erbrechen oder Einpullern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Rückübereignung ging das Grundstück wieder in den Besitz der Erben von Paul Alwin Kupsch über. Kindergarten und Krippe existierten bis ca.1996. Durch die Eingemeindung von Salzenforst nach Kleinwelka 1994 entschied der dortige Bürgermeister, Herr Lehmann, die Schließung dieser modernen und auf dem damals neuesten Stand stehenden Einrichtung. Da damit das Gebäude seinen sozialen Zweck verlor, erhielten die Erben von Kupsch ihr Grundstück zurück, welches sein Sohn Erich verkaufte. Danach entstanden auf dem Areal Einfamilienhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kindergartenleiterin: Frau Horschig, Frau Weder (vor der Wende bis zum Ende),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kindergärtnerinnen waren: Frau Gisela Bähr, Frau Pannach, Frau Löschau, Frau Hübner, Frau Schiemeck, Frau Döcke, Frau Koban, Frau Schatte, Traudel, Frau Holunder, Frau Mensel, Frau Jurk (angelernt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinderkrippenleiterin: Frau Lina Habel, Frau Elke Schneider (um 1980), Frau Ines Albinus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krippenerzieherin: große Gruppe: Frau Margot Peschke und Frau Rita Frunske; kleine Gruppe: Frau Angela Kuschel (1980-), Frau Schmidtgen, Frau Bär; Gruppe Neubau Arztpraxis: Petra Schulze. Frau Kerstin Scholze,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sogenannte &amp;quot;Spätdienst&amp;quot; wurde von Oma Ella abgedeckt; in heutiger Zeit undenkbar. Sie wohnte um die Ecke, war ungelernt und herzenslieb. Auch die Reinigungshilfe Frau Otto sprang ein, wenn Not am Mann war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küche befand sich im Erdgeschoß des späteren Krippengebäudes. Köchin waren Frau Ruth Warmuth und Frau Roch. Von 1967-1991 war ihre Tochter Lisa Kieschnik leitende Köchin und Frau Lotte Noack Köchin. Ab 1991 übernahm Frau Ziegenbalg (gelernte Köchin) die Küchenleitung. Frau Lenka Opitz aus Döberkitz und Frau Kampa aus Oberuhna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Küchenaushilfen: Frau Else Rölke, Hedwig Domschke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reinigungskraft: Frau Otto, Frau Lilo Peritz ; Hausmeister: Busch (Nr.3b)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hausmeister: Herr Heinz Combor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schuhmacher ==&lt;br /&gt;
Johann Heine (1788-1861) (Haus Nr.7?) war der erste bekannte Schuhmacher im Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Ernst Freiberg (1863-?), welcher mit seiner Familie in Haus Nr. 8b und später in Haus Nr.19 lebte, war bis ca. 1893 ebenfalls Schuhmacher in Salzenforst, stammte aus Schmochtitz und verzog zwischen 1892 und 1894 nach Temritz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Koban (1912-2013) (Haus Nr.20) als letzter dieser Zunft hatte seine Werkstatt noch bis ca. 1990 im Haus, hatte aber nach Gründung der LPG hauptberuflich als Sattler gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schneider ==&lt;br /&gt;
Herr Jakob Waurik (1773-1849), geb. in Dürrwicknitz, wird als Schneider und Einwohner in Salzenforst aufgeführt und war verheiratet mit Katharina, geb. Cziesch, auch Kranz gen., (err.1773-1838) aus Salzenforst. In welchem Haus er wohnte ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauunternehmer ==&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von einem Bauunternehmer Preusker um 1900 (Chr.S.93).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauunternehmer im Ort waren außerdem Karl August Röthig (1837-1904) (Haus Nr.16b), geboren in Ebersbach und sein Enkel Georg Alfred Röthig (1909-1998).   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zementfabrikant war Ernst August Biesold (1887-1967) (Haus Nr.3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zejler, Jan (Johann) (1767-1844) (Haus Nr.14), der Vater von Handrij Zejler, war Häusler und zugleich Brunnenbauer.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Totengräber ==&lt;br /&gt;
Früher gab es noch keine Beerdigungsinstitute, so wie wir sie heute kennen. Das Ausheben und Verfüllen des Grabes für die Verstorbenen war Aufgabe des Totengräbers. Diese schwere Handarbeit, nur mit Hacke und Schaufel, wurde von Johann Polan (1892-1975) (Haus Nr.32) von ? bis zum Jahre ? ausgeführt. Danach übernahm Georg Rötschke (Haus Nr. 8) das Amt. Die Sargträger, 6 an der Zahl, waren ausnahmslos Einwohner des Ortes. Heimbürgin war Frau Waltraud Schulze aus Großwelka. Ihre Aufgabe war es, den Verstorbenen zu waschen und anzukleiden. Sie wurde von den engsten Angehörigen des Trauerhauses bestellt. Die Erledigung der Formalitäten im Zusammenhang mit dem Verstorbenen oblag den Angehörigen. Da früher fast alle Einwohner der katholischen oder evangelischen Konfession angehörten, hielt die Leichenpredigt der Pfarrer ab.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wäschemangel ==&lt;br /&gt;
Es gab mehrere Wäschemangeln im Ort. Eine stand bei Hermann Preusche im Haus Nr.3b; diese wurde1993/94 elektrisch umgerüstet und war bis 2017 in Betrieb; steht jetzt als „Museumsstück“ im Garten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Georg Rötschke (Haus Nr.8) ist die Rolle noch intakt und jetzt ebenfalls elektrifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Ferdinand Worm (Haus Nr.24) stand im Fachwerknebengebäude ebenfalls eine Rolle, welche bis Mitte der 70-iger Jahre mit Muskelkraft betrieben werden mußte. Nach der Stillegung wurde diese in den 80-iger Jahren abgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Waschstützpunkt ==&lt;br /&gt;
Lisa Kieschnik, geb. Warmuth , war Leiterin des waschstützpunktes in salzenforst. Dort gab es 2 Waschmaschinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Post ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1924 befand sich die Öffentliche Fernsprechstelle noch in Kleinwelka. Wann die Poststelle in Salzenforst eröffnet wurde, ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Liddy Preusche (1901-1981) (Haus Nr.3b) soll nach 1945 die erste gewesen sein, die diese in Betrieb hatte. Ihr Mann, Hermann Preusche wae Gemeindebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Johanne Pittermann (1921?-1996?) führte diese Poststelle von ca.1950 bis zu ihrer Rente 1981 weiter. Bis 1990 konnte man bei ihr noch öffentlich telefonieren. Zu ihren Aufgaben zählten neben der Telefongesprächsvermittlung die Paket-u. Briefannahme sowie das Zeitungs-u. Briefaustragen. Auch Telegramme konnte man aufgeben. Das Telefon befand sich im Korridor und der Wohnzimmertisch fungierte als „Annahmeschalter“. Da kein Linienbus nach Bautzen verkehrte, gab es manchmal die Möglichkeit, mit dem Postauto mitzufahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1987 war die Poststelle im Gemeindeamt (Haus Nr.17b) untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Telefonanschlüsse waren bis in die 1970-iger Jahre Mangelware. Im ganzen Ort gab es 3 Telefonanschlüsse. Die öffentliche bei Pittermann, beim Bürgermeister Karl Domschke (Haus Nr.14) (nicht öffentlich) und bei Schorch (Haus Nr.30).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeindebüttel/Dorfpolizist/ABV (Abschnittsbevollmächtigter) ==&lt;br /&gt;
Hermann Paul Heine (1887-1956) (Haus Nr.34) war Gemeinde Büttel  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einem Sitzungsprotokoll der Gemeindeverordneten vom 04. April 1933 geht hervor, daß der Ort dem Zweckverband der Gendarmeriestation Göda angescvhlossen wird. Die in Göda stationierte Hilfspolizei patrolliert ab da auch in Salzenforst (Chr. S.113). Weiter schreibt die Chronik auf Seite 115, daß 1937 der Nachtwächterposten eingezogen wird.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1953 wurde in Haus Nr. 16 die Wohnung von der verstorbenen Frau Frida Schieritz (1890-1952) als Dienstwohnung inclusive Polizeistation für den ABV bereitgestellt.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Ortschronik (S.148) versah in diesem Jahr ein Herr Strohbach als erster ABV  sein Amt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhart Olschinka war der darauffolgende ABV. Um 1960 war &amp;quot;Maschinky&amp;quot; Dorfpolizist. Danach war er Hauptmann der Kriminalpolizei in Bautzen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihm kam Ernst Josef Schrammel (1920-nach 1960), der von Häsner abgelöst wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Chr.IIS.45 wird Wolfgang Raffelt als ABV aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später kam Krüger (*?-vor2020). Er war ABV von 1963-1979. Nach ihm mußte die Wohnung generalsaniert werden, bevor sie wieder bewohnbar war und Siegfried Eschler einziehen konnte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vorletzter ABV war Hein.?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
letzter ABV war Henke, der aber in Rattwitz wohnte und danach nach Berlin verzogen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle ABV&#039;s hatten eine Dienstpistole, die in einer festmontierten Kassette, meist im Schlafzimmer untergebracht, aufzubewahren war. Als Dienstfahrzeug stand ihnen eine Schwalbe zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seidler, Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Werner&amp;lt;/u&amp;gt; wird als Polizist aus Oberuhna aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsrichter ==&lt;br /&gt;
Wosky, Nikolaus  (err.1720-1779) (Wohnhaus unbekannt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Lehmann (1779-1845) (Haus Nr.5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Heine (1788-1861) (Haus Nr.7?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Lebsa (1865?-?) (Haus Nr.6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Ferdinand Philipp(1830-1908) (Haus Nr.18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Jakob Lebsa (1865-†?) (Haus Nr.6)       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeindevorsteher/Bürgermeister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die alte Landgemeindeverordnung bestand bis zum Jahre 1873. Diese wahrte noch den Rittergutsbesitzern die Gerichtsbarkeit und Verwaltung des Dorfes. Salzenforst unterstand dem Domstift zu Bautzen und somit dessen Gerichtsbarkeit. Durch die revidierte Landgemeindeverordnung erhielten nun die Gemeinden das Recht, sich unter Oberaufsicht der königlichen Amtshauptmannschaft selbst zu regieren. Die Gemeindeglieder wählen unter sich die Ortsbehörde. Wählen darf nur, wer die bürgerlichen Ehrenrechte besitzt, das 20. LJ vollendet hat und in der Gemeinde wohnt. Wählbar ist jeder Wahlberechtigte. Die  Gemeindeverordneten sind auf 3 Jahre gewählt. Diese wählen aus ihrer Mitte den Bürgermeister auf 6 Jahre. An dessen Hause hängt das schlichte Schild &#039;&#039;&amp;quot;Ortsbehörde&amp;quot;.&#039;&#039; Er leitet alle Angelegenheiten der politischen gemeinde, verwaltet ihr Stammvermögen, ihre Grundstücke und Fluren, die Urkunden und Gesetzesblätter, zieht Steuern ein, nimmt die An-u. Abmeldung zu-u. abziehender Personen entgegen, führt die Polizeigewalt und sorgt für Sicherheit und gute Sitte (aus: F. Wilhelm: &amp;quot; Unsere Heimat-die Lausitz&amp;quot; 1925).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wahlrecht für Frauen wurde erst am 30. November 1918 in Deutschland eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindeamt ===&lt;br /&gt;
Das alte Domizil des Gemeindeamtes im Haus Nr. 17b mußte Ende Juli 1991 aufgegeben werden. So erteilteFrau Falten als Bürgermeisterin 1990 der Fa. Industriebau GmbH in Bischofswerda den Auftrag, ein Mehrzweckgebäude mit Krüppelwalmdach auf dem Dorfanger in Salzenforst zu errichten. Neben dem Räumen für das neue Gemeindeamt sollte es die Poststelle, ein Veranstaltungsraum mit Küche für die Einwohner, Zimmer für die Übernachtung von Gästen der Gemeinde, 2 Garagen und ein Geräteraum für die Feuerwehr beherbergen. Die Einweihung fand am 03.10.1991 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Personen ===&lt;br /&gt;
August Nowak (welcher ist unklar, es gab 2x Johann August und 1x Karl August Noack in Haus Nr.35)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ortsvorsteher: ====&lt;br /&gt;
Zieschang, Johann Karl August (1876-1939) vom 21.10.1911-14.02.1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rölke, Johann Traugott (1889-1967) vom 15.02.1924-1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bürgermeister: ====&lt;br /&gt;
August Radon von 1936- Mai 1945 (Chr. S.93)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Domschke (1914 in Cölln-1989) vom 28.05.1945-31.08.1952; gelernter Maurer, von 1939 bis 1945 als Soldat im Krieg, als Kriegsinvalide heimgekehrt, von 1952-1959 beim Rat des Kreises Bautzen angestellt. Er wurde auf Vorschlag des Landrates Dr. Ziesche von der sowjetischen Kommandantur als Bürgermeister eingesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Elisabeth Paulusch (1919-†?), aus Luppa vom 01.09.1952 bis 31.08.1959 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Domschke (1914-1989) ist ab 01.09.1959 wieder Hauptamtlicher Bürgermeister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinderatswahlen vom 17.09.1961 brachten folgendes Ergebnis: Bürgermeister K. Domschke; Stellvertreter: E. Mitzscherling; Sekretär: Helmut Schneider sowie Gerhard Kieschnick und Alfred Pöschel (Chr.IIS.46) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während einer Erkrankung 1962/63 übernahm seine Stellvertreterin, Frau Edith Mitzscherling, die Stelle als Bürgermeister. Sie war bereits seit dem 01.12.1950 auf dem Gemeindamt tätig, davon 20 Jahre als stellvertretende Bürgermeisterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Karl Domschke übernahm am 01.02.1982 sein Sohn Karlheinz Domschke (*1941) die Aufgaben des Bürgermeisters bis 1989/90?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Bürgermeisterin der Gemeinde Salzenforst-Bolbritz war Frau Barbara Falten (aus Döberkitz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salzenforst/Bolbritz existierte vom 01.07.1969 bis zum 31.12.1993 und hörte danach auf, eigenständig zu existieren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister von Bolbritz war Johann Noack aus Salzenforst (Haus Nr.36). Seine Sekretärin war von 1952 bis 1964 Frau Lisa Kieschnik, geb. Warmuth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ortschaftsräte ====&lt;br /&gt;
Am 01.01.1994 nach Kleinwelka eingegliedert und dieser bis zum 31.12.1998 angehörend. Der Bürgermeister von Kleinwelka war zu diesem Zeitpunkt Volker Lehmann. Lt. Vertrag vom 18.10.1998 wurde die Gemeinde Kleinwelka am 01.01.1999 der Stadt Bautzen eingegliedert. Bürgermeister von Bautzen war Christian Schramm. (s. auch unter Ortschronologie) Seit der Eingemeindung nach Kleinwelka werden die Interessen der Einwohner vom neu gegründeten Ortschaftsrat wahrgenommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Januar 1999 bis August 1999 gehörten dem Ortschaftsrat Salzenforst/Bolbritz an: Vorsitzender: Zschieppang, Klaus (ehem. Gem.-Vert); Stellvertreter: Goldschmidt, Reiner; Mitglieder: Briesning, Sylvia; Kieschnik, Manfred (ehem. Gem.-Vert); Kautzky, Franz (ehem. Gem.-Vert); Kliche, Gunter; Löhnert, Dieter (ehem. Gem.-Vert); Miersch, Christian (ehem. Gem.-Vert); Peukert, Hans (bis 03/1999); Richter, Götz; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1999 fanden Kommunalwahlen statt. Danach bestand der Ortschaftsrat aus 6 Mitgliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1999-2004: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Goldschmidt, Reiner; Mitglieder: Kliche, Gunter; Miersch, Christian; Steinborn, Olaf (bis 01/2000); Richter, Götz (ab 01/2000); Zschieppang, Klaus; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004-2009: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Zschieppang, Klaus; Mitglieder: Goldschmidt, Reiner; Löhnert, Dieter; Miersch, Christian; Ziesch, Joachim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009-2014: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Zschieppang, Klaus; Mitglieder: Biele, Tino; Goldschmidt, Reiner; Miersch, Christian; Richter, Götz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2014 besteht der Ortschaftsrat nur noch aus 5 Mitgliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014-2019: Vorsitzender Manfred Kieschnik (CDU); Stellvertreter: Tino Biele (CDU); Anna Ziesch (CDU); Michael Franke (SPD); Steffen Kunze (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019-2024: Vorsitzender: Manfred Kieschnik (CDU); Stellvertreter: Tino Biele (CDU); Frank Schneider (CDU); Dr. Martin Schneider (SPD); Harald Mörbe (AfD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 2024:  Vorsitzender: Daniel Mirtschink (CDU), Stellvertreter Joachim Ziesch (CDU) sowie die Räte Stefan Kieschnick (SPD), Harald Mörbe (AfD) und Frank Schneider (CDU).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadträte ====&lt;br /&gt;
Von 1999 bis 2014 war Manfred Kieschnik aus Bolbritz Stadtrat. Von 2014-2019 war Joachim Ziesch aus Bolbritz Stadtrat und ab 2024 ist Daniel Mirtschink aus  Salzenforst Stadtrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feuerwehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Feuerwehrpflichtabgabe 1992.jpg|mini|500x500px|Feuerwehr Abgabe - Bescheid von 1992 (Quelle: W. Schneider)]]&lt;br /&gt;
Die Feuerwehr war eine Pflichtfeuerwehr und besteht seit ca. Mitte des 19. Jhs. Gerhard Brocke (Haus Nr.16c?) wurde 1937 zum Spritzenmeistzer bestellt (Chr. S.115). Eine Motorspritze mit einer Leistung von 800 Liter/min wurde 1942 angeschafft (Chr.S.94). Das alte Spritzenhaus neben dem Dorfteich wurde ? abgerissen und die Feuerwehr im Jahre 1990? im neu errichteten Gemeindehaus auf dem ehemaligen Dorfanger untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salzenforst erhob zu Beginn der 90-iger Jahre eine Feuerwehrpflichtabgabe für alle männlichen Einwohner vom 18. bis zum vollendeten 55. Lebensjahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 wurde wegen der Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges ein Umbau des Feuerwehrgerätehauses notwendig. Der 30 Jahre alte Barkas B 1000 hatte ausgedient. damit verbunden war der Bau einer neuen Zufahrt und die Absenkung des hallenbodens um 70 cm. Außerdem bekommt die Halle neue Fenster und ein neues Tor. Elektrik, Sanitäranlagen, Beleuchtung und Heiztechnik wurden überholt. (&amp;quot;SZ&amp;quot; vom 01.09.2004)&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Feuerwehr Schatte, IngridSchilg, Gisela.jpg|mini|Altes Spritzenhaus 1956 (im Vordergrund Schatte, Gisela und Schilg, Ingrid) (Quelle: W. Schneider)|514x514px]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Safo Feuerwehr 2004.jpg|mini|562x562px|Feuerwehrgerätehaus zwischen 19? und 2004 (Quelle: &amp;quot;SZ&amp;quot; vom 01.09.2004)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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		<title>Ehemalige Handwerker und Gewerke</title>
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		<updated>2025-11-27T08:20:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Feuerwehr */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Bäckerei mit Krämerei ==&lt;br /&gt;
Diese befand sich im Haus Nr. 2b. Seit Ende des 19.Jh. haben folgende Bäcker ihr Handwerk dort ausgeübt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste nachweislich im Ort gewesene Bäcker war Johann Traugott Lucas (*1860 †?) aus Großhähnchen und seine Ehefrau Marie Charlotte, geb. Rüdrig aus Dresden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgten Bäckermeister Karl Wirth (+? †?) mit seiner Ehefrau Amalie, g. Kappler (*? †?) aus Salzenforst, danach Bäckermeister Gustav Bruno Zschieschan und seine Frau Marie Auguste, g. Adler , welche bis 1902 die Backstube betrieben. In diesem Jahr wurden die letzten Gesellen Knothe und Augst abgemeldet (Sportelverzeichnis d. Gem. Salzenforst).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 kaufte Bäckermeister Friedrich Oswald Peritz (1875-1922) aus Oschatz das Haus und betrieb die Bäckerei mit seiner Gattin Marie Martha, g. Schulze (1880-1945) aus Halbendorf/Ebendörfel. Der Bäckermeister und Schwiegersohn Fritz Erich Beyer (*1904 †1967/68?) aus Marklissa übernahm die Bäckerei mit seiner Frau Gertrud , geb. Peritz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war der letzte Bäcker, arbeitete bis 1964 und hat zwischen 1945 und 1964 mit einem Kastenwagen das Brot breitgefahren. Im Jahre 1956 oder 1957 wurde er in Schmochtitz an der Parkmauer überfallen und ausgeraubt. 1964 zog Fritz Beyer und Gattin nach Niederuhna, wo er verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Haus Nr.2b wohnte und arbeitete auch ein Bäcker Reiche; wann und wie lange, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stellmacherei ==&lt;br /&gt;
Johann Lehmann (1806-1883) (Haus Nr.11) stammte aus Singwitz und war Stellmachermeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Tuppatsch (1868-1936) aus Purschwitz war Stellmachermeister in Haus Nr.9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Tod wohnte und arbeitete der Stellmachermeister Hermann Alwin Schuster (1891-1955) aus Göda in Haus Nr.9 (Chr.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Stellmachermeister in diesem Haus war Dieter Bähr (1936-2023). Er stammte aus Neschwitz. Er arbeitete bis ca.1988 ? und mußte aus gesundheitlichen Gründen seine Werkstatt schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tischlerei ==&lt;br /&gt;
Jakob Müller (1822-1902) (Nr.27) war Zimmermann im Ort. Sein Sohn Johann August (1856-1908) war ebenfalls Zimmermann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Johannes Hoffmann (1868-1950) (Haus Nr.5) aus Langenbielau war Zimmermann und Gutsbesitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tischlermeister errichtete Herr Hermann Schube (1856-1929), geb. in Drauschkowitz, 1888 den Saal, heiratete 1890 die Wirtstochter Marie Bertha, g. Unger und übernahm die Gastwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Sohn Moritz Schube (1893-1977) führte neben der Gastwirtschaft als Meister die eigene Tischlerei weiter. Nach 1945 stellte er den Tischlereibetrieb ein (Chr. S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Karl Hübner (1913-1958) war Tischler von Beruf, hatte aber keine eigene Werkstatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schmiede ==&lt;br /&gt;
Die Schmiede in Haus Nr.8 ist seit 1878 im Besitz von Familie Radon (Chr.S.93). Andreas Radon (1851-1912) (Nr.8) kam aus Döhlen bei Bautzen und war der erste bekannte Schmiedemeister. Ob vorher ein Schmiedebetrieb existierte, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn Johann &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Radon (1884-1960) (Nr.8), gleichzeitig Hufschmied, übernahm die Schmiede nach dem Tod seines Vaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen fortgeschrittenem Alter verpachtete August Radon die Schmiede um 1947 an Schmiedemeister Herrn Helmut Schneider (*1913 †?), der das Handwerk bis 1957 ausführte und dann in der MAS (Maschinen-Ausleih-Station) Prischwitz in Salzenforst arbeitete (Chr.S.142). 1957 wurde die Schmiede geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kupferschmiede ==&lt;br /&gt;
1880 kaufte der erste Kupferschmied Karl August Noack (1848-1920) das Haus Nr.28 und ließ 1881 eine Kupferschmiedewerkstatt erbauen. 1891 kaufte er das Grundstück Nr.10 und betrieb seine Kupferschmiede an diesem Ort weiter. Sein Sohn Ernst Traugott Noack (1875-1951) wurde ebenfalls Kupferschmied wie sein Vater und betrieb die Werkstatt weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fahrradreparaturwerkstatt ==&lt;br /&gt;
Hermann Johann Suschke (1902-1972) aus Niederuhna, von Beruf Dreher, lernte bei der Firma W. Fuchs in Bautzen und arbeitete nach der Lehre seit 1925 in der Firma P. Preibisch in Bautzen. Er wohnte in Haus Nr.26 und betrieb von 16.11.1946 bis zu seiner Rente im Jahre 1967 eine Fahrradreparaturwerkstatt . Dabei diente das Wohnzimmer als Verkaufs-Ausstellungs-u. Beratungsraum. Neben vielen wichtigen Dingen hatten es die Kinder besonders auf Fahrradwimpel und Nabenputzringe abgesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fuhrunternehmer ==&lt;br /&gt;
Rudolf Mattitza (*1921 †nach1990?) wohnte in Haus Nr.1b und hatte ein Fuhrgeschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthäuser ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Nr.12/13 ===&lt;br /&gt;
Das Salzenforst schon vor dem 30-jährigem Krieg (1618-1648) eine Schankwirtschaft besessen hat, ist anzunehmen. Im Jahre 1678 wird der Schankwirt George Kretzschmar bezichtigt, fremdes Bier ausgeschenkt zu haben, woraufhin er 100 Dukaten Strafe zu zahlen hatte. 1705 muß wohl George Kretzschmar verstorben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab da wird ein gewisser Hans Kittan als Schankwirt genannt (Chr. S.44-46). (Es lebte zu dieser Zeit tatsächlich ein Kittan, Johannes in Salzenforst in Haus Nr.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
George Cziesch wird als Schankwirt in Safo u. Bauer in Säuritz um 1815 aufgeführt. Andreas Mikan aus Gröditz war um 1830 Schankpächter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den ersten Jahrzehnten des 19. JH. befand sich die Schenke in Salzenforst in den ehemaligen Häusern Nr. 12 und 13. Der Besitzer Carl Friedrich Rudolph Voigt ließ 1848 ein neues &amp;quot;Schenkengebäude&amp;quot; errichten.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chronik (S.17)berichtet, daß die Kneipe abbrannte. Der Neuaufbau eines Gebäudes (Gasthaus „Zur schwarzen Lilie“) aus Schwarzadler nach Salzenforst erfolgte durch Johann Gottlieb Hübner (1841-1905) (Jahr unbekannt- nach Brand 1867?) (S17).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Nr.17 ===&lt;br /&gt;
Das Haus Nr.17 wurde als Einkehrhaus 1864 von Unger, Karl (1825-1889), geb. in Oehlisch, neu erbaut. Das Grundstück dazu wurde von dem Besitzer Karl Lange aus Bautzen erworben. Die Chronik berichtet, daß der Gastwirt Unger bereits zuvor eine Branntweinbrennerei betrieb (Chr. S.157/158). Wo genau, ist nicht erwähnt. Es ist anzunehmen, daß nach dem Neubau der Gaststätte durch Karl Unger die Schankwirtschaft in Haus Nr.12 geschlossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tischlermeister Herr Hermann Schube (1856-1929), geb. in Drauschkowitz, übernahm 1888 die Gastwirtschaft, errichtete anschließend das Nebengebäude mit Saal (lt. GStK -Eintrag von 1893) und heiratete 1890 die Wirtstochter Marie Bertha, g. Unger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Sohn Moritz Schube (1893-1977), ebenfalls Tischlermeister, führte die Gastwirtschaft weiter. Am 31.12.1953 wurde ihm die Schankkonzession entzogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tanzsaal wurde 1956 im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes wieder hergerichtet. Bis 1959 hatte Salzenforst keine Gaststätte mehr. Nach gründlicher Renovierung der Gaststube, der Küche und des Vorraumes fand am 07. Oktober 1959, zum 10. Jahrestag der Gründung der DDR, die Neueröffnung der Konsumgaststätte statt (Chr. S.158). In dieser konte jetzt das Mittagessen für die LPG-Mitglieder ausgegeben werden. In der Bautzener Kulturschau 5/1968 steht geschrieben, daß die Konsumgaststätte Salzenforst keinen Ruhetag hat. Am Sonnabend war Tanz und es spielte u.a. das &amp;quot;Mirando&amp;quot;-Trio. Zuvor jedoch wurde der Tanzboden mit Seifenflocken glatt gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Moritz Schube betrieb sein Enkel die Gaststätte als Konsumgaststätte weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren war Frau Dumdey, Elfriede die Pächterin, welche die „Kneipe“ bis zur Schließung, ca. 1996, weiterführte. Das Speisenangebot war übersichtlich. Es gab Bockwurst oder Schnitzel mit und ohne Kartoffelsalat. Ein kleines Helles kostete 40 Pfennig, ein Pilsner 49 Pfennig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kolonialwarenladen und Konsum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Konsum Neubau 1988 .jpg|mini|Konsum Neubau (Foto aus: Bautzener Kulturschau 6/1988)]]&lt;br /&gt;
Hermann Schube (1856-1929) betrieb neben der Gastwirtschaft, der Tischlerei und einer kleinen Landwirtschaft noch ein Lebensmittelgeschäft, welches Moritz Schube (1893-1977) bis ca. 1953 weiterführte (Chr. S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Bäckermeister Fritz Beyer hatte neben seiner Backstube bis 1964 eine Krämerei in seinem Haus Nr.2b.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1953 wurde das Lebensmittelgeschäft bei Schube eingestellt und die Konsumgenossenschaft Göda eröffnete hier eine Verkaufsstelle. Im Mai 1958 wurden die letzten Lebensmittelkarten abgeschafft (Chr. S.125). Ebenfalls zum 10. Jahrestag der Republik wurden 1959 hier vom Konsumverband die Verkaufsräume renoviert und als Teil-Selbstbedienungsladen eingerichtet (Chr.S.158).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abriß der Gebäude auf dem Grundstück Nr.19 (ehemals Pietschmann) wurde Ende der 70-iger Jahre von der Konsumgenossenschaft ein neues Gebäude errichtet und der alte Laden bei Schube geschlossen. Dieser „Dorfkonsum“ existierte bis ca.1990 (s. Foto). Danach gelangte das Gebäude in Privatbesitz und wird als Wohnhaus genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkäuferinnen waren u.a. Frau Else Paul (1903-?), Frau Weber und nach 1990 Simone Koban.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hebamme ==&lt;br /&gt;
Hebamme war Magdalena Kliemand, geb. Schelling (1841-1903) aus Lohsa. Sie wohnte in Haus Nr.33 und war verheiratet mit dem Häusler Johann Ernst Kliemand (1834-1895).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwesternstation und Arztpraxis ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemeindeschwester T. Eschler 1985.jpg|mini|Gemeindeschwester Traudel Eschlker bei der Arbeit in der neuen Arztpraxis (SZ vom 28./29.09.1985)]]&lt;br /&gt;
Die Schwesternstation wurde nach dem Krieg eingerichtet und bis Ende der 50-iger Jahre untergebracht bei Karl Domschke im Nebengebäude des Hauses Nr.14.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach bei Worm, Ferdinand in 2 Räumen des Erdgeschosses des Haus Nr.24. Dort war neben der Schwesternstation auch eine Mütterberatungsstelle. An manchen Sprechtagen herrschte reger Andrang. So kam es vor, daß bis zu 10 Kinderwagen vor dem Eingang auf dem Hof standen. Der Bautzener Kinderarzt Dr. Bergan war hier praktizierend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 70-iger Jahre wurde auf Initiative des Bürgermeisters Karl Domschke neben dem  Kindergarten auf dem Grundstück Nr.11, ehemals Kupsch, eine neue Unterkunft gebaut. Dieser Flachbau diente bis 1990 als Arztpraxis und Schwesternstation und bis 1992 als Krippenunterkunft. Dipl.- med. Wilfried Kuban, danach Dipl. - med. Jens Braune von der Staatlichen Arztpraxis Kleinwelka praktizierte in regelmäßigen Sprechstunden in den neuen Räumen. 1990 haben die Erben von Paul Alwin Kupsch (1891-1952) das gesamte Grundstück wiederbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedwig Schorch, geb. Witschas (1919-17.03.1993) (Haus Nr.30) war die erste Gemeindekrankenschwester von der Eröffnung bis zur ihrer Rente im Jahre 1979. Danach übernahm ihre Tochter Edeltraud, verh. Eschler, ebenfalls Krankenschwester, ihre Stelle und sorgte sich weiter um die Gesundheit sowohl der Salzenforster als auch aller anderen Gemeindeeinwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Flachbau existierte auch ein betonierter Zivilschutzbunker. Die Schutzmasken waren bei Georg Müller (Nr.16) deponiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwesternstation wurde nach dem Krieg eingerichtet und bis Ende der 50-iger Jahre untergebracht bei Karl Domschke links im Nebengebäude des Hauses Nr.14.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach bei Worm, Ferdinand (Haus Nr.24). Dort war neben der Schwesternstation auch eine Mütterberatungsstelle. An manchen Sprechtagen herrschte reger Andrang. So kam es vor, daß bis zu 10 Kinderwagen vor dem Eingang auf dem Hof standen. Der Bautzener Kinderarzt Dr. Bergan war hier praktizierend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 70-iger Jahre wurde auf Initiative des Bürgermeisters Karl Domschke neben dem  Kindergarten auf dem Grundstück Nr.11, ehemals Kupsch, eine neue Unterkunft gebaut. Dieser Flachbau diente bis 1990 als Arztpraxis und Schwesternstation. Dipl.-med. Wilfried Kuban von der Staatlichen Arztpraxis Kleinwelka praktizierte in regelmäßigen Sprechstunden in den neuen Räumen. 1990 haben die Erben von Paul Alwin Kupsch (1891-1952) das Grundstück wiederbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedwig Schorch, geb. Witschas (1919-?) (Haus Nr.30) war die erste Gemeindekrankenschwester von der Eröffnung bis zur ihrer Rente im Jahre 1979. Danach übernahm ihre Tochter Edeltraud, verh. Eschler, ebenfalls Krankenschwester, ihre Stelle und sorgte sich weiter um die Gesundheit sowohl der Salzenforster als auch aller anderen Gemeindeeinwohner. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindengarten und -krippe ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kindergarten 1988.jpg|mini|Fotos um 1988 aus: Bautzener Kulturschau 6/1988]]&lt;br /&gt;
Der erste Kindergarten wurde gleich nach dem II. Weltkrieg in Haus Nr.22 im Obergeschoß eingerichtet und danach in Oberuhna in der ehemaligen Mühle an der heutigen Bushaltestelle. Anschließend, so Anfang der 50-iger Jahre im Haus Nr.27, danach in Haus Nr.9. Nach dem Weggang der Familie Kupsch in den Westen wurde ab 1957/58 auf dessen Grundstück (Wirtschaft Nr.11) das Wohnhaus zur Kindertagesstätte umgebaut. 1959 wurde im Obergeschoß eine Kinderkrippe, eine sogenannte &amp;quot;Erntekrippe&amp;quot;, für 15 Kinder eingerichtet. Ab 1968 war die Krippe das ganze Jahr geöffnet. Ungefähr 1967 wechselte der Kindergarten in das umgebaute Scheunengebäude und die Kinderkrippe blieb im vormaligen Wohngebäude. In der oberen Etage waren nun die &amp;quot;Kleinen&amp;quot;, in der unteren die &amp;quot;Großen&amp;quot; untergebracht. Es kamen ordentliche Toilettenanlagen her. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da dieses Gebäude eine Kapazität für ca. 30 Kinder hatte, wurde eine Gruppe mit ca. 20 Kindern im Neubau der Arztpraxis untergebracht. Später gab es auch ein Planschbecken und, damit die Kinder später selbstständig zur Schule gingen,  einen „Verkehrsgarten“ mit den wichtigsten Verkehrszeichen, auf welchem die Kinder mit gebrauchten Rollern, Dreirädern und Puppenwagen spielerisch das Verhalten im Straßenverkehr übten. Im Seitengebäude entstanden praktische Lagerräume und ein Waschstützpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder wurden ab 1 Jahr aufgenommen. Bedingung war „windelsauber“. Tischler Dieter Bähr (Haus Nr.9) hatte für das „Geschäft“ ein schönes gehobeltes Brett mit 5 runden Löchern angefertigt und unten waren die „Töpfchen“. In einem bestimmten Rhythmus wurden die Kinder „getöppelt“ und die Kinder waren beglückt, wenn dann nicht nur beim Nachbarn etwas drin war. Ob dieser Maßnahme sind keine Fälle von seelischen Schäden bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anfang war sehr bescheiden. Es galt, für jedes Kind ein Bettchen zu haben. Der rührige Bürgermeister Karl Domschke holte mit seinem Autoanhänger vorfristig abgeschriebene Wickeltische, Matratzen und Betten aus dem Krankenhaus in Bautzen ab. Spielzeug (natürlich gebraucht) wurde gespendet. Die beschäftigten von außerhalb kamen mit dem Fahrrad auf Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorrangig untergebracht waren Kinder der LPG-Mitglieder, des Meliorationsbaus Prischwitz und des Kirchengutes Schmochtitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einmal monatlich wurden die Kinder von Frau Dr. Schreiter ärztlich betreut. Früh und nachmittags übernahm der Bus des Meliorationsbaues Prischwitz den &amp;quot;Transport&amp;quot; der Kinder in die Kindereinrichtung und wieder zurück. Den Erinnerungen von Elke Schneider zufolge beherbergte die Kinderkrippe 30- 50 Kinder. Die Rentenbrigade der LPG bezahlte 2 &amp;quot;Sechs-Sitzer&amp;quot; für die Krippe und schaffte für die Kleinen 50 Paar Gummistiefel sowie Regenumhänge an. An einem 1. Juni, dem internationalen Kindertag, stellte der Meliorationsbau einen Bus für die große Gruppe der Krippe zur Verfügung, um nach Bischofswerda in den Tierpark zu fahren. &amp;quot;Diese Höhepunkte“ waren immer ein schönes Erlebnis für die knapp 3-Jährigen; zu hoffen, daß alles klappt - ohne Anschnallen bzw. Erbrechen oder Einpullern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Rückübereignung ging das Grundstück wieder in den Besitz der Erben von Paul Alwin Kupsch über. Kindergarten und Krippe existierten bis ca.1996. Durch die Eingemeindung von Salzenforst nach Kleinwelka 1994 entschied der dortige Bürgermeister, Herr Lehmann, die Schließung dieser modernen und auf dem damals neuesten Stand stehenden Einrichtung. Da damit das Gebäude seinen sozialen Zweck verlor, erhielten die Erben von Kupsch ihr Grundstück zurück, welches sein Sohn Erich verkaufte. Danach entstanden auf dem Areal Einfamilienhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kindergartenleiterin: Frau Horschig, Frau Weder (vor der Wende bis zum Ende),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kindergärtnerinnen waren: Frau Gisela Bähr, Frau Pannach, Frau Löschau, Frau Hübner, Frau Schiemeck, Frau Döcke, Frau Koban, Frau Schatte, Traudel, Frau Holunder, Frau Mensel, Frau Jurk (angelernt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinderkrippenleiterin: Frau Lina Habel, Frau Elke Schneider (um 1980), Frau Ines Albinus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krippenerzieherin: große Gruppe: Frau Margot Peschke und Frau Rita Frunske; kleine Gruppe: Frau Angela Kuschel (1980-), Frau Schmidtgen, Frau Bär; Gruppe Neubau Arztpraxis: Petra Schulze. Frau Kerstin Scholze,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sogenannte &amp;quot;Spätdienst&amp;quot; wurde von Oma Ella abgedeckt; in heutiger Zeit undenkbar. Sie wohnte um die Ecke, war ungelernt und herzenslieb. Auch die Reinigungshilfe Frau Otto sprang ein, wenn Not am Mann war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küche befand sich im Erdgeschoß des späteren Krippengebäudes. Köchin waren Frau Ruth Warmuth und Frau Roch. Von 1967-1991 war ihre Tochter Lisa Kieschnik leitende Köchin und Frau Lotte Noack Köchin. Ab 1991 übernahm Frau Ziegenbalg (gelernte Köchin) die Küchenleitung. Frau Lenka Opitz aus Döberkitz und Frau Kampa aus Oberuhna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Küchenaushilfen: Frau Else Rölke, Hedwig Domschke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reinigungskraft: Frau Otto, Frau Lilo Peritz ; Hausmeister: Busch (Nr.3b)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hausmeister: Herr Heinz Combor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schuhmacher ==&lt;br /&gt;
Johann Heine (1788-1861) (Haus Nr.7?) war der erste bekannte Schuhmacher im Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Ernst Freiberg (1863-?), welcher mit seiner Familie in Haus Nr. 8b und später in Haus Nr.19 lebte, war bis ca. 1893 ebenfalls Schuhmacher in Salzenforst, stammte aus Schmochtitz und verzog zwischen 1892 und 1894 nach Temritz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Koban (1912-2013) (Haus Nr.20) als letzter dieser Zunft hatte seine Werkstatt noch bis ca. 1990 im Haus, hatte aber nach Gründung der LPG hauptberuflich als Sattler gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schneider ==&lt;br /&gt;
Herr Jakob Waurik (1773-1849), geb. in Dürrwicknitz, wird als Schneider und Einwohner in Salzenforst aufgeführt und war verheiratet mit Katharina, geb. Cziesch, auch Kranz gen., (err.1773-1838) aus Salzenforst. In welchem Haus er wohnte ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauunternehmer ==&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von einem Bauunternehmer Preusker um 1900 (Chr.S.93).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauunternehmer im Ort waren außerdem Karl August Röthig (1837-1904) (Haus Nr.16b), geboren in Ebersbach und sein Enkel Georg Alfred Röthig (1909-1998).   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zementfabrikant war Ernst August Biesold (1887-1967) (Haus Nr.3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zejler, Jan (Johann) (1767-1844) (Haus Nr.14), der Vater von Handrij Zejler, war Häusler und zugleich Brunnenbauer.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Totengräber ==&lt;br /&gt;
Früher gab es noch keine Beerdigungsinstitute, so wie wir sie heute kennen. Das Ausheben und Verfüllen des Grabes für die Verstorbenen war Aufgabe des Totengräbers. Diese schwere Handarbeit, nur mit Hacke und Schaufel, wurde von Johann Polan (1892-1975) (Haus Nr.32) von ? bis zum Jahre ? ausgeführt. Danach übernahm Georg Rötschke (Haus Nr. 8) das Amt. Die Sargträger, 6 an der Zahl, waren ausnahmslos Einwohner des Ortes. Heimbürgin war Frau Waltraud Schulze aus Großwelka. Ihre Aufgabe war es, den Verstorbenen zu waschen und anzukleiden. Sie wurde von den engsten Angehörigen des Trauerhauses bestellt. Die Erledigung der Formalitäten im Zusammenhang mit dem Verstorbenen oblag den Angehörigen. Da früher fast alle Einwohner der katholischen oder evangelischen Konfession angehörten, hielt die Leichenpredigt der Pfarrer ab.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wäschemangel ==&lt;br /&gt;
Es gab mehrere Wäschemangeln im Ort. Eine stand bei Hermann Preusche im Haus Nr.3b; diese wurde1993/94 elektrisch umgerüstet und war bis 2017 in Betrieb; steht jetzt als „Museumsstück“ im Garten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Georg Rötschke (Haus Nr.8) ist die Rolle noch intakt und jetzt ebenfalls elektrifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Ferdinand Worm (Haus Nr.24) stand im Fachwerknebengebäude ebenfalls eine Rolle, welche bis Mitte der 70-iger Jahre mit Muskelkraft betrieben werden mußte. Nach der Stillegung wurde diese in den 80-iger Jahren abgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Waschstützpunkt ==&lt;br /&gt;
Lisa Kieschnik, geb. Warmuth , war Leiterin des waschstützpunktes in salzenforst. Dort gab es 2 Waschmaschinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Post ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1924 befand sich die Öffentliche Fernsprechstelle noch in Kleinwelka. Wann die Poststelle in Salzenforst eröffnet wurde, ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Liddy Preusche (1901-1981) (Haus Nr.3b) soll nach 1945 die erste gewesen sein, die diese in Betrieb hatte. Ihr Mann, Hermann Preusche wae Gemeindebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Johanne Pittermann (1921?-1996?) führte diese Poststelle von ca.1950 bis zu ihrer Rente 1981 weiter. Bis 1990 konnte man bei ihr noch öffentlich telefonieren. Zu ihren Aufgaben zählten neben der Telefongesprächsvermittlung die Paket-u. Briefannahme sowie das Zeitungs-u. Briefaustragen. Auch Telegramme konnte man aufgeben. Das Telefon befand sich im Korridor und der Wohnzimmertisch fungierte als „Annahmeschalter“. Da kein Linienbus nach Bautzen verkehrte, gab es manchmal die Möglichkeit, mit dem Postauto mitzufahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1987 war die Poststelle im Gemeindeamt (Haus Nr.17b) untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Telefonanschlüsse waren bis in die 1970-iger Jahre Mangelware. Im ganzen Ort gab es 3 Telefonanschlüsse. Die öffentliche bei Pittermann, beim Bürgermeister Karl Domschke (Haus Nr.14) (nicht öffentlich) und bei Schorch (Haus Nr.30).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeindebüttel/Dorfpolizist/ABV (Abschnittsbevollmächtigter) ==&lt;br /&gt;
Hermann Paul Heine (1887-1956) (Haus Nr.34) war Gemeinde Büttel  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einem Sitzungsprotokoll der Gemeindeverordneten vom 04. April 1933 geht hervor, daß der Ort dem Zweckverband der Gendarmeriestation Göda angescvhlossen wird. Die in Göda stationierte Hilfspolizei patrolliert ab da auch in Salzenforst (Chr. S.113). Weiter schreibt die Chronik auf Seite 115, daß 1937 der Nachtwächterposten eingezogen wird.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1953 wurde in Haus Nr. 16 die Wohnung von der verstorbenen Frau Frida Schieritz (1890-1952) als Dienstwohnung inclusive Polizeistation für den ABV bereitgestellt.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Ortschronik (S.148) versah in diesem Jahr ein Herr Strohbach als erster ABV  sein Amt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhart Olschinka war der darauffolgende ABV. Um 1960 war &amp;quot;Maschinky&amp;quot; Dorfpolizist. Danach war er Hauptmann der Kriminalpolizei in Bautzen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihm kam Ernst Josef Schrammel (1920-nach 1960), der von Häsner abgelöst wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Chr.IIS.45 wird Wolfgang Raffelt als ABV aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später kam Krüger (*?-vor2020). Er war ABV von 1963-1979. Nach ihm mußte die Wohnung generalsaniert werden, bevor sie wieder bewohnbar war und Siegfried Eschler einziehen konnte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vorletzter ABV war Hein.?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
letzter ABV war Henke, der aber in Rattwitz wohnte und danach nach Berlin verzogen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle ABV&#039;s hatten eine Dienstpistole, die in einer festmontierten Kassette, meist im Schlafzimmer untergebracht, aufzubewahren war. Als Dienstfahrzeug stand ihnen eine Schwalbe zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seidler, Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Werner&amp;lt;/u&amp;gt; wird als Polizist aus Oberuhna aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsrichter ==&lt;br /&gt;
Wosky, Nikolaus  (err.1720-1779) (Wohnhaus unbekannt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Lehmann (1779-1845) (Haus Nr.5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Heine (1788-1861) (Haus Nr.7?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Lebsa (1865?-?) (Haus Nr.6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Ferdinand Philipp(1830-1908) (Haus Nr.18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Jakob Lebsa (1865-†?) (Haus Nr.6)       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeindevorsteher/Bürgermeister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die alte Landgemeindeverordnung bestand bis zum Jahre 1873. Diese wahrte noch den Rittergutsbesitzern die Gerichtsbarkeit und Verwaltung des Dorfes. Salzenforst unterstand dem Domstift zu Bautzen und somit dessen Gerichtsbarkeit. Durch die revidierte Landgemeindeverordnung erhielten nun die Gemeinden das Recht, sich unter Oberaufsicht der königlichen Amtshauptmannschaft selbst zu regieren. Die Gemeindeglieder wählen unter sich die Ortsbehörde. Wählen darf nur, wer die bürgerlichen Ehrenrechte besitzt, das 20. LJ vollendet hat und in der Gemeinde wohnt. Wählbar ist jeder Wahlberechtigte. Die  Gemeindeverordneten sind auf 3 Jahre gewählt. Diese wählen aus ihrer Mitte den Bürgermeister auf 6 Jahre. An dessen Hause hängt das schlichte Schild &#039;&#039;&amp;quot;Ortsbehörde&amp;quot;.&#039;&#039; Er leitet alle Angelegenheiten der politischen gemeinde, verwaltet ihr Stammvermögen, ihre Grundstücke und Fluren, die Urkunden und Gesetzesblätter, zieht Steuern ein, nimmt die An-u. Abmeldung zu-u. abziehender Personen entgegen, führt die Polizeigewalt und sorgt für Sicherheit und gute Sitte (aus: F. Wilhelm: &amp;quot; Unsere Heimat-die Lausitz&amp;quot; 1925).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wahlrecht für Frauen wurde erst am 30. November 1918 in Deutschland eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindeamt ===&lt;br /&gt;
Das alte Domizil des Gemeindeamtes im Haus Nr. 17b mußte Ende Juli 1991 aufgegeben werden. So erteilteFrau Falten als Bürgermeisterin 1990 der Fa. Industriebau GmbH in Bischofswerda den Auftrag, ein Mehrzweckgebäude mit Krüppelwalmdach auf dem Dorfanger in Salzenforst zu errichten. Neben dem Räumen für das neue Gemeindeamt sollte es die Poststelle, ein Veranstaltungsraum mit Küche für die Einwohner, Zimmer für die Übernachtung von Gästen der Gemeinde, 2 Garagen und ein Geräteraum für die Feuerwehr beherbergen. Die Einweihung fand am 03.10.1991 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Personen ===&lt;br /&gt;
August Nowak (welcher ist unklar, es gab 2x Johann August und 1x Karl August Noack in Haus Nr.35)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ortsvorsteher: ====&lt;br /&gt;
Zieschang, Johann Karl August (1876-1939) vom 21.10.1911-14.02.1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rölke, Johann Traugott (1889-1967) vom 15.02.1924-1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bürgermeister: ====&lt;br /&gt;
August Radon von 1936- Mai 1945 (Chr. S.93)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Domschke (1914 in Cölln-1989) vom 28.05.1945-31.08.1952; gelernter Maurer, von 1939 bis 1945 als Soldat im Krieg, als Kriegsinvalide heimgekehrt, von 1952-1959 beim Rat des Kreises Bautzen angestellt. Er wurde auf Vorschlag des Landrates Dr. Ziesche von der sowjetischen Kommandantur als Bürgermeister eingesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Elisabeth Paulusch (1919-†?), aus Luppa vom 01.09.1952 bis 31.08.1959 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Domschke (1914-1989) ist ab 01.09.1959 wieder Hauptamtlicher Bürgermeister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinderatswahlen vom 17.09.1961 brachten folgendes Ergebnis: Bürgermeister K. Domschke; Stellvertreter: E. Mitzscherling; Sekretär: Helmut Schneider sowie Gerhard Kieschnick und Alfred Pöschel (Chr.IIS.46) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während einer Erkrankung 1962/63 übernahm seine Stellvertreterin, Frau Edith Mitzscherling, die Stelle als Bürgermeister. Sie war bereits seit dem 01.12.1950 auf dem Gemeindamt tätig, davon 20 Jahre als stellvertretende Bürgermeisterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Karl Domschke übernahm am 01.02.1982 sein Sohn Karlheinz Domschke (*1941) die Aufgaben des Bürgermeisters bis 1989/90?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Bürgermeisterin der Gemeinde Salzenforst-Bolbritz war Frau Barbara Falten (aus Döberkitz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salzenforst/Bolbritz existierte vom 01.07.1969 bis zum 31.12.1993 und hörte danach auf, eigenständig zu existieren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister von Bolbritz war Johann Noack aus Salzenforst (Haus Nr.36). Seine Sekretärin war von 1952 bis 1964 Frau Lisa Kieschnik, geb. Warmuth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ortschaftsräte ====&lt;br /&gt;
Am 01.01.1994 nach Kleinwelka eingegliedert und dieser bis zum 31.12.1998 angehörend. Der Bürgermeister von Kleinwelka war zu diesem Zeitpunkt Volker Lehmann. Lt. Vertrag vom 18.10.1998 wurde die Gemeinde Kleinwelka am 01.01.1999 der Stadt Bautzen eingegliedert. Bürgermeister von Bautzen war Christian Schramm. (s. auch unter Ortschronologie) Seit der Eingemeindung nach Kleinwelka werden die Interessen der Einwohner vom neu gegründeten Ortschaftsrat wahrgenommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Januar 1999 bis August 1999 gehörten dem Ortschaftsrat Salzenforst/Bolbritz an: Vorsitzender: Zschieppang, Klaus (ehem. Gem.-Vert); Stellvertreter: Goldschmidt, Reiner; Mitglieder: Briesning, Sylvia; Kieschnik, Manfred (ehem. Gem.-Vert); Kautzky, Franz (ehem. Gem.-Vert); Kliche, Gunter; Löhnert, Dieter (ehem. Gem.-Vert); Miersch, Christian (ehem. Gem.-Vert); Peukert, Hans (bis 03/1999); Richter, Götz; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1999 fanden Kommunalwahlen statt. Danach bestand der Ortschaftsrat aus 6 Mitgliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1999-2004: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Goldschmidt, Reiner; Mitglieder: Kliche, Gunter; Miersch, Christian; Steinborn, Olaf (bis 01/2000); Richter, Götz (ab 01/2000); Zschieppang, Klaus; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004-2009: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Zschieppang, Klaus; Mitglieder: Goldschmidt, Reiner; Löhnert, Dieter; Miersch, Christian; Ziesch, Joachim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009-2014: Vorsitzende: Briesning, Sylvia; Stellvertreter: Zschieppang, Klaus; Mitglieder: Biele, Tino; Goldschmidt, Reiner; Miersch, Christian; Richter, Götz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2014 besteht der Ortschaftsrat nur noch aus 5 Mitgliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014-2019: Vorsitzender Manfred Kieschnik (CDU); Stellvertreter: Tino Biele (CDU); Anna Ziesch (CDU); Michael Franke (SPD); Steffen Kunze (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019-2024: Vorsitzender: Manfred Kieschnik (CDU); Stellvertreter: Tino Biele (CDU); Frank Schneider (CDU); Dr. Martin Schneider (SPD); Harald Mörbe (AfD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 2024:  Vorsitzender: Daniel Mirtschink (CDU), Stellvertreter Joachim Ziesch (CDU) sowie die Räte Stefan Kieschnick (SPD), Harald Mörbe (AfD) und Frank Schneider (CDU).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadträte ====&lt;br /&gt;
Von 1999 bis 2014 war Manfred Kieschnik aus Bolbritz Stadtrat. Von 2014-2019 war Joachim Ziesch aus Bolbritz Stadtrat und ab 2024 ist Daniel Mirtschink aus  Salzenforst Stadtrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feuerwehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Feuerwehrpflichtabgabe 1992.jpg|mini|650x650px|Feuerwehr Abgabe - Bescheid von 1992 (Quelle: W. Schneider)]]&lt;br /&gt;
Die Feuerwehr war eine Pflichtfeuerwehr und besteht seit ca. Mitte des 19. Jhs. Gerhard Brocke (Haus Nr.16c?) wurde 1937 zum Spritzenmeistzer bestellt (Chr. S.115). Eine Motorspritze mit einer Leistung von 800 Liter/min wurde 1942 angeschafft (Chr.S.94). Das alte Spritzenhaus neben dem Dorfteich wurde ? abgerissen und die Feuerwehr im Jahre 1990? im neu errichteten Gemeindehaus auf dem ehemaligen Dorfanger untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salzenforst erhob zu Beginn der 90-iger Jahre eine Feuerwehrpflichtabgabe für alle männlichen Einwohner vom 18. bis zum vollendeten 55. Lebensjahr.&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Feuerwehr Schatte, IngridSchilg, Gisela.jpg|mini|Altes Spritzenhaus 1956 (im Vordergrund Schatte, Gisela und Schilg, Ingrid) (Quelle: W. Schneider)|665x665px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Geschichtsereignisse&amp;diff=927</id>
		<title>Geschichtsereignisse</title>
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		<updated>2025-11-27T08:11:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Zeitbombe Reifen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Brände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfbrand am 19. April 1801 ===&lt;br /&gt;
An diesem Tag brach beim Bauer Lukas ein Feuer aus und legte 5 Bauerngüter und 8 Häuslernahrungen in Schutt und Asche. Die Brandversicherung, die in Sachsen bereits 1770 eingeführt worden war, hatte noch nicht überall Eingang gefunden. 1777 hatte die sächsische Regierung dann eine sogenannte &amp;quot;Feuerordnung&amp;quot; erlassen, nach der sich die Bewohner richten mußten, sowohl bei der Erbauung neuer Häuser wie auch sonst. Den Abgebrannten wurde, wie zu der damaligen Zeit üblich, durch freiwillige Sammlungen geholfen. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuersbrunst am 10.Mai 1812 ===&lt;br /&gt;
In den &amp;quot;Budissiner Nachrichten&amp;quot; vom 16.05.1812 ist folgendes zu lesen: &amp;quot;In der Mittagsstunde des vorigen Sonntags (10.Mai), brach zu Salzenforst, während die meisten Bewohner zur Messe in Bautzen waren, ein plötzliches Feuer aus, welches, vom Winde schnell verbreitet, ungeachtet der Anstrengungen der Hilfeleistenden, binnen anderthalb Stunden 5 Bauernhöfe, 2 Gärtner- und 5 Häusleranwesen vollständig und von 2 Bauernhöfen die Wirtschaftsgebäude in Asche verwandelte. Ein gebrechlicher Auszügler, der noch zu retten versuchte, wurde dabei vom Feuer heftig beschädigt. Es verbrannten ferner 3 Pferde, 2 Kühe, 3 Kälber, 5 Schweine, 1 Hund und 84 Stück Schafvieh, viele Wagen, fast alle Ackergerätschaften, 354 Scheffel Getreide und Feldfrüchte, alle Futtervorräte sowie das Hausgeräte, die Betten und Kleider der meisten Verunglückten, sodaß mehrere nichts als die Kleider, in welcher sie aus der Kirche kamen, gegenwärtig besitzen. Acht der Abgebrannten erfuhren dieses Unglück zum zweitenmal. Mit Schulden, die sie bei dem wenig dankbaren Boden der Gegend und dem Drucke der Zeit bisher nicht abzutragen vermochten, hatten sie wieder aufgebaut und sind jetzt, da sie unglücklicherweise ihre Grundstücke, gleich den Übrigen, weit unter dem Werte versichern lassen, ohne ausreichende Mittel, von Neuem zu bauen. Bei diesem großen Elende der meisten Verunglückten können wir, so oft auch in gegenwärtigen Zeiten die Wohltätigkeit in Anspruch genommen wird, doch nicht umhin, edle Menschenfreunde un Unterstützung zu bitten, fest überzeugt, daß keiner, der es vermag, eine Beisteuer zur Linderung des Mangels dieser schuldlos Verarmten versagen werde. Schon sind von mehreren Herrschaften und Gemeinden Beiträge eingelangt. Der Bauer Hennig zu Salzenforst wird, unter Zuziehung der dortigen Gerichten die Natural- und unsere Kanzlei die Geldbeiträge, welche ferner eingehen dürften, annehmen, letzte auch, nebst uns, für gewissenhafte unparteiische Verteilung die möglichste Sorge tragen, und das Empfangene in diesen Blättern dankbar anzeigen. Möchte ein gesegneter Erfolg unsre Bitte begleiten!&amp;quot;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;Sorbische Denkmale&amp;quot; von Trudla Malinkowa wird berichtet, daß das Wohnhaus von Johann Seiler (Nr.14), dem Vater von Handrij Zejler, bei dem Brand zerstört und danach neu errichtet worden ist.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachricht vom Brand sprach sich schnell herum und aus den Nachbardörfern Bolbritz, Stiebitz, Kleinwelka, Seidau, Uhna, Teichnitz und Schmochtitz kamen die Helfer mit ihren Feuerspritzen, die man seit einigen Jahrzehnten angeschaft hatte, zum Brandherd. Sogar aus Bischofswerda, Neschwitz und dem Klöster St. Marienstern war Hilfe gekommen. Sogar die &amp;quot;Feuerkompagnie&amp;quot; aus Bautzen eilte herbei. Doch das Löschwasser reichte nicht, da der Dorfteich alsbald erschöpft war. Die meisten Betroffenen hatten von der Oberlausitzer Brandversicherung keinen rechten Gebrauch gemacht und ihre Anwesen nicht hoch genug versichert. 1820 waren jedoch alle Gehöfte bis auf eins wieder aufgebaut. So wird berichtet, daß der Schmied die Hilfsmaßnahmen geleitet hatte. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfzerstörung vom 23.-25. April 1945 ===&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von 16 vollständig und 21 teilweise zerstörten Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeitbombe Reifen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifen.jpg|mini|353x353px|Illegales Altreifenlager Grundstück Nr.25 (Quelle &amp;quot;SZ&amp;quot; vom 17.07.1998)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;SZ&amp;quot; vom 17.07.1998 berichtete über einen illegalen Lagerplatz für Altreifen. So lagerten hunderte davon hinter dem ehemaligen Kuhstall auf dem Grundstück Nr.25. Der Besitzer war damals Herr Schmidt, welcher in einem alten, vernagelten Bauwagen saß, die Reifen entgegennahm und sein Gehöft dubiosen Firmen zur Verfügung stellte. Von diesem Sammelplatz ging eine extreme Brandgefahr aus. So existierten keine Brandgassen und keine Sicherheitsabstände zu Nachbargebäuden (&amp;quot;Oberlausitzer Kurier&amp;quot; Nr.33 August 1998). Auf Grund der Zahlungsunfähigkeit des Betreibers dieser illegalen Deponie blieben die Kosten für die Beräumung, vom Bauaufsichtsamt der Stadt Bautzen angeordnet, auf dem Steuerzahler sitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tragische Ereignisse ==&lt;br /&gt;
Vor und während des 30-jährigen krieges stand an der alten Kamenzer Straße (Hohe Straße/via regia) ein Wirtshaus. Die Wirtsleute hatten einen Sohn, welcher in den Krieg ziehen mußte. Viele Jahre vergangen ohne ein Lebenszeichen von ihm. Eines Abends klopfte ein Mann an die Herberge, bat um Übernachtung und stellte einen schweren Sack in die Ecke des Zimmers. Ohne viel Worte begab sich der Unbekannte zu Bett. Die Wirtsleute plagte die Neugier, öffneten den Sack und sahen unter Lumpen blanke Münzen und andere Kostbarkeiten. Sie starrten sich an und bald kroch der Neid in ihnen empor. So reifte der Entschluß, den &amp;quot;Vagabunden&amp;quot; im Brunnen zu ertränken und sich das Geld anzueignen. Der müde Gast wurde schlafend in den Brunnen geworfen und ertrank. Nun konnte man in aller Ruhe das kostbare Gut aus dem Sack holen. Zum Schluß kam ein Päckchen zum Vorschein, das ebenfalls untersucht wurde. Aber was sahen sie da? - Einen Ring und ein kleines Kreuz, daß die Mutter ihrem Sohn mitgegeben hatte, als er in den Krieg zog. Sie hatten in schnöder Habsucht ihren eigenen Sohn in den Brunnen gestürzt. (&amp;quot;Unsere Heimat&amp;quot; Nr.5 vom 01.02.1936)   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Napoleon 1813 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleon in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleon.jpg|mini|Abb.: Postkarte mit dem Bildnis Napoleons]]&lt;br /&gt;
Während des Rückzuges der &amp;quot;Verbündeten&amp;quot; und dem Nachrücken Napoleons hatten die meisten Bewohner ihre Häuser verlassen und sind in die Wälder an der böhmischen Grenze geflüchtet. Vor und während der Schlacht bei Bautzen, welche am 21.Mai 1813 stattfand, hatte Napoleon seinen Beobachtungsposten in Salzenforst bei Kettan im Haus Nr. 1 eingerichtet. Der Chorberg gewährte ihm einen umfassenden Überblick auf die gegnerischen Trupen. Die bevorzugte Lage der Anhöhe veranlaßte Napoleon auch, seine Kanzlei in das Wohnzimmer der Kettanschen Wirtschaft zu verlegen. Sein Hauptquartier dagegen bezog er in Kleinförstchen. Als am Abend des 18.05.1813 heftiger Kanonendonner von Königswartha einsetzte, begab sich Napoleon wieder von Kleinförstchen nach der Salzenforster Höhe und von da nach seinen linken Flügel bei Kleinwelka, wo er Erkundigungen einzog. Erst  gegen Mitternacht kehrte er über Salzenforst nach Kleinförstchen zurück. (Heimatklänge Nr.26 vom 27.06.1931) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Tage führte der Hausbesitzer Juri (Georg) Kettan den Kaiser der Franzosen,  Napoleon Bonaparte, und seine Offiziere auf den Chorberg und erklärte die umliegenden Ortschaften (Chr. S. 14). Bereits am 15.05.1813 beschossen die Franzosen vom Chorberg mit Kanonen die Preußen bei Lubachau (Chr. S.16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird berichtet, daß Kettan, Juri stotterte und im Beisein der Franzosen nur auf der Ofenbank sitzen durfte. Ein gewisser Löschau aus Salzenforst hat die Franzosen im Mai 1813 durch die Spree geführt und ist nicht wieder heimgekehrt. (s. Chr. S. 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L. Oberhofer berichtet in &amp;quot;Geschichte der Stadt Bautzen&amp;quot; von 1963, daß es eine Napoleonsstube in Salzenforst gab; vermutlich in Haus Nr.1. Am 19.05.1813 ritt der Kaiser auf den Windmühlenberg bei Loga und die Wiwalze, um Beobachtungen anzustellen. Auf einer Felsenkuppe bei Stiebitz entwarf er seinen Angriffsplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichtlicher Hintergrund aus dem Buch von Ralf Schramm: „Der 19.Mai 1813 und seine Ursachen“: ====&lt;br /&gt;
Das XI. Korps der französischen Armee unter Marschall Macdonald marschierte am 15.05.1813 bis auf die Höhen von Klein-u. Oberförstchen, von wo aus er die verbündeten Armeen der Preußen und Russen sehen konnte, die vereint östlich der Spree hinter Bautzen stehen. Am Abend besetzte das Korps die Anhöhen von Gaußig bis Kleinwelka (S.42). Am 17.05. gegen 6Uhr abends unternahm Macdonald mit einem Teil des XI. Korps eine Erkennung, was eine Kanonade von beiden Seiten veranlaßte (S.46). Gegen Mittag des 18.05. verließ Napoleon Dresden und traf mit dem größten Teil der Garde in Hartha ein (S.54).  Am 19.05. stand das XI. Korps unter Marschall Macdonald vor Bautzen, das VI. Korps unter Marschall Marmont stand links von ihm, dem Dorf Nimschütz gegenüber. Den linken Flügel bildete das IV: Korps unter General Bertrand. Er schloß sich nördlich des IV. Korps an und lehnte an Kleinwelka. Die Garden und das I. Kavalleriekorps unter Latour-Maubourg stellten sich als Reserve zwischen Göda und Kleinförstchen zu beiden Seiten der Straße, die von Dresden nach Bautzen führt, auf. Am frühen Morgen des 19.05. verließ Napoleon Großharthau und nahm sein Hauptquartier in Kleinförstchen (S.57).&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto 1.jpg|mini|Napoleon bei Bautzen in der Nacht vom 20. zum 21. Mai 1813 (Paul Gavarni 1836)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleonmuseum-Gemaeldeecke.jpg|mini|Napoleon mit Gräfin Auguste Charlotte am Sonnentempel in Schmochtitz (Napoleonmuseum Georgewitz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Temritz ====&lt;br /&gt;
1813: von den Russischen Truppen wurde das Koban&#039;sche Gut in Temritz in Brand gesteckt und eingeäschert. In der Chronik S.189ff. wird die Requirierung des Lehmann&#039;schen Gutes in Temritz beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
Napoleon hatte ein intimes Verhältnis mit der Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge, Rittergutsbesitzerin von Schmochtitz. Die Gräfin verbrachte die 4 Jahre von 1809 -1812 in Paris (Franz Triebs: &amp;quot;Franzosengrab&amp;quot; 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (Chr. S.308-309). Zeugnis davon ist ein Gemälde, welches beide im Sonnentempel von Schmochtitz darstellt. Napoleon ritt mit einem Offizier vom Hauptquartier in Kleinförstchen nach Schmochtitz. Als sich die Tür für den Kaiser öffnete, blieb der Offizier bei den Pferden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräfinn verehrte Napoleon sehr. Während der Verbannung Napoleons auf der Insel Elba besuchte sie ihn. Sie sagte zu ihm: &amp;quot;Sie sind jetzt ein Privatmann. Ich werde Sie freikaufen&amp;quot;. &amp;quot;Nein&amp;quot; erwiderte der Kaiser, &amp;quot;dafür reicht Ihr Vermögen nicht. Ich danke Ihnen.&amp;quot; (E.  Klausnitzer: Bautzener Kulturschau 3/1980) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Weltkrieg, Kampf um Bautzen 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Offensive ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in und um Bautzen begannen am 16. April 1945 mit dem Angriff der 1. ukrainischen Front und der 2. polnischen Armee über die Neiße bei Rothenburg in Richtung Dresden. Am 18. April begann der Angriff auf Bautzen. Im Norden von der 26. mech. Gardebrigade, im Osten von der 24. mech. Gardebrigade und im Süden von der 25. mech. Gardebrigade gemeinsam mit der 57. Panzerbrigade umringt, drangen am 19.04. sowjetische Truppen in Bautzen ein. Ebenfalls am 19. April erreichte die nördlich von Bautzen in Richtung Großdubrau-Radibor vorrückende 3. Panzerbrigade des 1. polnischen Panzerkorps die Gemeinden Bolbritz und Salzenforst. Sie hatte das Ziel, die Autobahn Richtung Dresden bei Döbschke zu unterbrechen. Am 23. April begann der Gegenangriff der Deutschen zur Befreiung des von den Russen eingeschlossenen Bautzen. Daran beteiligt waren ein Fallschirmpanzerkorps und die dazugezogene Fallschirmpanzerdivision 1 &amp;quot;Hermann Göring&amp;quot;. In Bautzen standen dem Kampfkommandanten Oberst Hoepke etwa 3000 Mann zur Verfügung. Dazu gehörten etwa 200 Mann der SS-Division &amp;quot;Frundsberg&amp;quot;, Volkssturmbataillone, Flakabteilungen, Landesschützen, eine Bewährungskompanie der 4. Panzerarmee und Reste des Grenadierregimentes 1244. Oberst Hoepke ließ am 20. April die Kronprinzenbrücke und in der Seidau die Spreebrücke sprengen.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampfhandlungen in und um Salzenforst vom 23.04-26.04.1945 ===&lt;br /&gt;
In der stockdunklen, naßkalten und regnerischen Nacht vom 23. zum 24.04. wurde die 2. polnische Panzerbrigade von Malschwitz und Niedergurig nach Salzenforst verlegt. Am 24.04. führte diese Brigade einen Gegenangriff mit 2 Panzerbataillonen und 1 Infanteriebataillon aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polnischen Panzer hatten deutsche Einheiten von der Autobahn westlich von Bautzen vertrieben und den Humboldthain südöstlich von Stiebitz erreicht. Dabei hatte das II. Bataillon des Fallschirmpanzer-Grenadierregimentes I „HG“ an der Ziegelei Dreistern und bei Oberförstchen erhebliche Verluste erlitten. Grenadiere dieses II. Bataillons führten bis zur Dämmerung ein stundenlanges, heftiges Gefecht mit einer Einheit des 929. Schützenregimentes um das Umspannwerk Rattwitz, das sie mit hohen Verlusten einnahmen. Gepanzerte Kräfte wurden an diesem Tag aus Bautzen herausgezogen. Dazu gehörte die Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“, die vor Bloaschütz konzentriert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angriff wurde  am 24.04. 12 Uhr abgebrochen und die 2. polnische Panzerbrigade musste auf Salzenforst und Bolbritz zurückgehen, als deutsche Truppen über Oberförstchen und Bloaschütz zur Umfassung ansetzten, um westlich Salzenforst durchzubrechen und somit die polnische Gruppierung bei Groß-u. Kleinwelka bedrohten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gruben sich am Rand der Ortschaften Salzenforst und Bolbritz mit der Front nach Süden ein. Der Druck der Deutschen nahm stündlich zu. Auf Grund des Treibstoffmangels war die 2. polnische Panzerbrigade unter dem Feuerschutz der Artillerie gezwungen, auf die Ortschaften Schmochtitz und Strohschütz zurückzugehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr.png|mini|605x605px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwäche der 2. poln. Armee erkennend, greift am 25.04. die FschPzDiv 1 „HG“ gegen 13 Uhr aus Richtung Nordwesten auf Teichnitz und Kleinwelka an. Gegen 14 Uhr wurde durch das II. Bataillon des FschGrR 2 „HG“ der Ort Temritz eingenommen. Am Nachmittag erfolgte ein Flankenmanöver der Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“ über Bolbritz und Salzenforst. Die Front der polnischen Truppen wurde aufgerollt und Kleinwelka eingenommen. Am 25. Und 26.04. kommt es in und um Kleinwelka zu schweren Kämpfen mit dem 1. Poln. Panzerkorps. Die polnischen Truppen flohen nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salzenforst wurde am 25.04. von den deutschen Truppen besetzt. Wie Dr. J. Ziesche schreibt, erschossen Angehörige der Panzergrenadierdivision &amp;quot;Brandenburg&amp;quot; sowjetische und polnische Verwundete im Haus Nr.34, wo die Polen ein kleines Lazarett eingerichtet hatten. Die Angaben der Getöteten schwanken zwischen 9 und 14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26./27.04. wurde die 9. Poln. Infanteriedivision im Raum Panschwitz-Kuckau zerschlagen, woran auch Ukrainer der Panzerjagdbrigade „Freie Ukraine“ beteiligt waren. Am 27.04. wurde Bautzen bis zum Kriegsende von der Wehrmacht besetzt. Am 08.05., dem Tag der Kapitulation, nahm das 32. Infanterieregiment der 8. polnischen Infanteriedivision kampflos die Stadt Bautzen ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Quellen:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Spurensuche-Die Kämpfe um Weißenberg und Bautzen im April 1945“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Bautzen im April 1945“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urbanke, Axel: „Endkampf um das Reichsgebiet 1944-1945 Ostfront“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 5,6,7/1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefechtsberichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.511 Luga/Stiebitz/Nadelwitz ====&lt;br /&gt;
GM Nr.26 SC 1.PPK an BH mot. und Pz-Truppen 1.UKF, 24.04.45 12 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     In Erfüllung des GB des Korpskommandeurs ging die 2. PBr um 10 Uhr zum A über und blockierte um 12 Uhr nach Überwindung heftigen Feuerwiderstandes durch den Gegner an der Chaussee 1 km S Stiebitz. Dabei wurden 2 Panzer, 1 SPW und 3 Kfz. des Gegners abgeschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 3.PBr trifft auf außergewöhnlich heftigen Feuerwiderstand gegnerischer Art. und GW aus Richtung Gutshof Nadelwitz, Kasernengebäude am Gutshof an der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     1.mot. Inf. Br: die Schützenbataillone befinden sich O der Chaussee Doberschütz, Bautzen im Abschnitt: Kreuzung der Chaussee mit der AB, Kreuzung der Landstraße mit der Chaussee 1 km NW Höhe 189,0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.513 Bautzen/Nimschütz/Doberschau/Wartha ====&lt;br /&gt;
GM Nr.93 der Führung der 2.PA an die Führung der 1.UKF,24.04.45 14 Uhr (K:100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1.PPK vernichtet im ZW mit dem 48.SK und dem 7.mGK die gegnerische Panzergruppierung am SW, SO OR Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1. mot. Inf. Br verteidigt sich im Abschnitt 1 km NO Bautzen, Wegegabelung O Nimschütz. Die 2.PBr ging zum Angriff über und erreichte um 17 Uhr die Flussbiegung SW Bautzen, wo sie das W Flussufer säuberte. Die 3.PBr ging in Richtung Sokulahora, Doberschau zum Angriff über und erreichte die Wegegabelung 1 km SO Bautzen. 7 Panzer blieben wegen TS-Mangel liegen. Korpsstab: Großwelka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Um 13 Uhr traf eine Kolonne von 250 Kfz. unter Führung des Stellvertreter Chefs RD der Front mit TS und Diesel für die Panzer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Armeestab ab 6 Uhr 24.04.45 Wartha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH (Befehlshaber) der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.514 Bautzen ====&lt;br /&gt;
Meldung der Führung der 2.PA an Führung 1.UKF über die Lage in Bautzen, 24.04.45 15 Uhr Neudorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht während der Gespräche mit General Petrow meldete ich ihm, das Kortschagin nur den Südlichen Teil von BZ aufgegeben hat, so jedenfalls informierte mich Kortschagin.  Es ist jedoch zu vermuten, dass zu diesem Zeitpunkt die gesamte Stadt mit Ausnahme einzelner Widerstandsherde in den Händen des Gegners war. Seit heute Morgen gibt es Gefechte um die Stadt. Ich habe Kortschagin, dem Korpskommandeur Rogossni mit seiner 254.SD ein Regiment der Panzerjägerbrigade und ein Regiment SU -76 zugeteilt und unterstütze ihn mit zwei PBr, die Schläge aus O und SO sowie W und SW führen. Ich habe meiner gesamten Artillerie befohlen, den Kampf um BZ zu unterstützen. Ich habe in Ihrem Namen Kortschagin aufgefordert, die Lage wiederherzustellen und die Stadt koste es was es wolle zu halten. Seit dem Morgen führen wir Gefechte um BZ, ohne irgendwelche spürbaren Ergebnisse. Das Fehlen der Infanterie macht sich bemerkbar. Die Panzer und SFL greifen selbständig an und erleiden Verluste durch gestreckte Ladungen und Artillerie des Gegners. Wir brauchen Infanterie. Ich bitte um Ihre Weisungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Zur vollständigen Einnahme und zum Halten der wichtigen Straßenknoten in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Zur Deckung der 30 km breiten und nicht gesicherten Bresche zwischen BZ und der linken Flanke der 9. ID durch die in der vergangenen Nacht und seit morgens den ganze Tag gegnerische Gruppen in Kompanie- und Bataillonsstärke mit gepanzerten Fahrzeugen in die rückwertigen Räume der 9. und 8. ID einsickern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Für einen Schlag am linken Ufer der Spree und den „Weißen Schöps“ in Richtung Korotejew mit dem Ziel, den eingesickerten Gegner schnellstens zu liquidieren. Dazu bitte ich um die Erlaubnis, unverzüglich meine 10., 7., und Teile der 5.ID aus S in den Raum Königswartha zu verlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Swierszewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.515 Autobahn/Rattwitz/Bolbritz/Kreckwitz/ Basankwitz/Niedergurig ====&lt;br /&gt;
GM Nr.27 SC 1.PPK an Führung 2.PA, 24.04.45 15 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Nach Einnahme von BZ begann der Gegner mit Unterstützung von starkem Artillerie- und Granatwerfer-Feuer in kleinen Gruppen entlang der Autobahn nach W und NW durchzubrechen. Unter starker Feuereinwirkung verließ die 14.PJBr um 14 Uhr den Raum Rattwitz nach N. Ein Angriff gegnerischer Panzer und Infanterie in Richtung Oberuhna wurde abgeschlagen. Es wurden 2 Panzer abgeschossen. Die restlichen drehten nach W ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Um 14.30 Uhr brach der Gegner mit einer Kompanie in Bolbritz durch. Die restlichen kleinen Gruppen drehten nach W und nördlich davon. Im Raum Kreckwitz handelten bis 2 Bttr des Gegners, in Basankwitz bis 1 Bttr, in Niedergurig bis 1 Bttr und am N OR 1 Bttr Artillerie und GW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Die TT des Korps setzen die Erfüllung ihrer Aufgabe fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.520 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 18.00 Uhr, Salzenforst. - Gefechtsbericht Nr. 0010 des Kommandeurs des 28. Panzerartillerieregiments über die Kampfhandlungen des Regiments in der Region Salzenforst. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Das 28. SFL-AR (Selbstfahrlafetten-Artillerie-Regiment) wurden zur Verteidigung am nordwestlichen Rand von Salzenforst eingesetzt. Um 11:00 Uhr 24.IV.1945, wurden 2 gepanzerte Geschütze SU-85 entsandt, um den rechten Flügel des Panzerangriffs im Wald 1,5 km südlich von Salzenforst zu unterstützen, eines der Geschütze wurde beschädigt (von einer Kanone durchbohrt) und der Geschützkommandant wurde tödlich verwundet. Die restlichen Kampffahrzeuge befinden sich in der Verteidigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Inventar der SFL (Selbstfahrlafette oder Geschützpanzer) SU-85 im Regiment - 20. Der tatsächliche Zustand – 12 bereit zum Kampf. In der Zeit vom 16. bis 24.IV.1945 wurden beschädigt: 3 Geschütze im Gebiet Horka, eines im Gebiet Klix, und eines im Gebiet Salzenforst. Ein Geschütz versank in einem Sumpf im Bereich der Schule Horka, zwei Kampffahrzeuge wurden in der Gegend Horka aufgrund einer technischen Störung zurückgelassen. Insgesamt 8 SU-85 Panzergeschütze (Gefechtsfahrzeuge) außerhalb der Kampfformationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Versorgungsstatus des Regiments: Treibstoff - Dieselkraftstoff 0,7 TF, Benzin - 0,25 TF, Munition - 1 KS; Essen - 2 Rationen pro Tag. Darüber hinaus gibt es in der Gegend von Algier (500 nw Geheege-Ortsteil von Rothenburg): Treibstoff - Dieselkraftstoff 1,5 TF, Benzin 1,5 TF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Verbindung mit dem Armeestab durch die Verbindungsoffiziere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef                                                           Befehlshaber des 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Czubczenko, Major                                       Panzerabwehrartillerieregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                                                                  M. Zubkow, Oberstleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TF – Tankfüllung;  KS - Kampfsatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 521Welka/Niedergurig/Nimschütz ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 18.00 Uhr Welka. – Gefechtsbericht Nr. 080 des Leiters der OPL-Abteilung der 2. Polnischen Armee WP (Wielko Polska – Großpolen?) an den Befehlshaber der 2. poln. Armee WP über die Aktivitäten der feindlichen Luftwaffe und der OPL-Einheiten der Armee. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Armeeeinheiten kämpfen an den bestehenden Grenzen und Regionen. Die feindliche Panzergruppe, die im Rücken der Armee operierte, griff Niedergurig und Nimschütz an; Angriffe wurden abgewehrt. Die zweite Gruppe, die nach unvollständigen Angaben etwa 200 Kampffahrzeuge zählt, griff Bautzen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Während des letzten Tages wurden auf der Landebahn der Armee 43 FW-190 Flugzeuge entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die feindliche Luftwaffe führte Aufklärung über der Kampfgruppe der Truppen, vor allem auf der Straße Bautzen, Malschwitz, Guttau und Bautzen, Königswartha durch. Die Aufklärung erfolgte mit Flugzeugen des Typs He-111, und besonders intensiv mit FW-190 in einer Höhe von 1000 -3000 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Gruppe von 6- 10 Flugzeugen FW-190 der feindlichen Luftwaffe bombardierte und attackierte mit Waffen die Fahrzeugkolonne von 250 Frontfahrzeugen, welche auf der Straße von Welka nach Neudorf Munition und MPS für unsere Armee mitgeführte. 60 rotierende Antipersonenbomben sowie 11 FAB-50 wurden abgeworfen. Es verbrannten 8 Autos auf der Straße von Welka nach Neudorf und 9 Fahrzeuge im Wald nördlich von Neudorf. Die feindliche Luftwaffe griff die Straße Großwelka Königswartha an. 2 Stunden lang bombardierte und beschoß eine Gruppe von 5-6 Flugzeugen FW-190 diese systematisch mit Bordwaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Das Regiment, das die Frontkolonne deckte, feuerte. Es gab keine abgeschossenen Flugzeuge. Munitionsverbrauch unbekannt. Die Einheiten der 3. Flak-Division feuerten nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Das Flak-Artilleriefeuer schoss keine feindlichen Flugzeuge ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Bestand und Verbrauch der Munition. Flakdivision:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbrauch:   85 mm – 0 KS             Bestand:            85mm – 1,2 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      37 mm – 0 KS                                    37 mm – 1,7 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      12,7 mm – 0 KS                                 12,7 mm – 1,2 KS   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 528 Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 20.00 Uhr (Luga). – Gefechtsbericht Nr.28 des Stabschefs des 1. Panzerkorps an den Kommandeur der 2. poln. Armee WP über die Kämpfe des Korps in Bautzen. Karte 1:100 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 20.00 Uhr 24.IV.1945 befahl der Korpskommandeur: die 2. Panzerbrigade mit einem Bataillon des 34. Infanterieregiments den Feind zurückzuschlagen, der in den westlichen Rand einbrach. Während der zweistündigen Kämpfe wurden sechs Panzer „Tiger“ und „Ferdinand“ beschädigt. Aus dem Hinterhalt beschädigte und verbrannte der Feind mit „Tiger“ und „Ferdinand“ fünf unserer Panzer. Etwa 25 feindliche schwere Panzer, massiv unterstützt durch ein Infanteriebataillon, griffen die Gefechtsformationen unserer und benachbarter Truppen am westlichen Rand von Bautzen an. Infanterie und Artillerie benachbarter Truppen befinden sich östlich von uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                     Chef des 1. Stabskorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                     A. Jerisow, Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.531 Stiebitz/Teichnitz/Burk ====&lt;br /&gt;
GM 2.Poln. Armee an Führung 1.UKF, 24.04.45 22 Uhr (Neudorf), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Der Gegner leistete mit zerstreuten Einheiten der PGD „Brandenburg“, dem 114.Marschbataillon, dem 185.Volkssturm. Btl. im Verlaufe des 24.04.1945 heftigen Widerstand und führte GA mit bis zu 1 Bataillon unterstützt durch 5-6 Panzer. Die generische Luftwaffe bombardierte im Verlauf des gesamten 24.04.45 mit Gruppen von bis 30 Flugzeugen (Messerschmitt) unsere Gefechtsordnung und die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Armee im Verlauf des 24.IV.1945: Die 10. PD war im Angriffsgefecht, ..... auf der Linie: 2km südwestlich Neustadt, ....  Die 5. 8. Und 9. PD im vorigen Gebiet befahlen den Abwehrkampf und wehrten eine kleine Gruppe von Feinden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Das 1.PPK mit den 7.mGK und die 254.SD des 48.SK führen mit wechselndem Erfolg Gefechte um Bautzen. Am 24.04.45 20 Uhr setzten sich die TT im Abschnitt Stiebitz, Teichnitz, 2 km SW Burk fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Kfz.-Kolonne der Front mit Munition und Treibstoff traf im Raum Neudorf ein. Dorthin kamen Vertreter der TT zur Übernahme von TS und Munition. Das 1.PPK erhielt keinen TS infolge der aktiven Handlungen der gegnerischen Luftwaffe auf die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Nachrichtenverbindung zu den TT der Armee über Funk und Verbindungsoffiziere. Die Drahtverbindung arbeitete mit Unterbrechung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Ich habe mich entschlossen die Erfüllung der gestellten Aufgabe fortzusetzen und mit dem 1.PPK Gefechte zur Einnahme von Bautzen zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 532 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 23.00 Uhr, Salzenforst – Gefechtsmeldung des Kommandeurs des 5. Schweren Panzerregiments an den Befehlshaber der 2. Poln. Armee über die Gefahr der Gefangennahme durch den Feind bei Salzenforst und der Rückzug des Regiments auf den neuen Verteidigungsabschnitt: Wald 1 km südwestlich von Welka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.IV.1945 ab 12.00 Uhr kämpfte das Regiment gegen feindliche Panzer und Infanterie, die aus dem Gebiet von Bolbritz und dem westlichen Rand von Bautzen kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Panzer, von schwerem Artillerie- und Flugzeugfeuer unterstützt, rückten am 24.IV.1945 22.00 Uhr bis Salzenforst vor. Das Regiment zog sich auf die neue Verteidigungslinie zurück – Wald 1 km südwestlich von Welka. Verluste: 3 Panzer T-34 85mm. Unsere Infanterie gibt es nicht und es gab sie nicht. Das Regiment kämpfte nur mit seinen Gefechtsfahrzeugen. Bitte um weitere Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommandeur des 5. Selbstständigen schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.533 Neudorf/Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 25.IV., 2.00 Neudorf. - Der Gefechtsbefehl des Stabschefs der 2. Armee WP definiert die Aufgaben der Truppen für den Tag 25. April 1945. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befehlshaber der Armee befahl am 25.IV.1945 die folgenden Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    8. Infanteriedivision - nach Bereitstellung im Bereich Luga, Quoos und im Wäldchen nördlich von Quoos beginnen Sie am 25.IV.1945 um 9.00 Uhr den Vormarsch in Richtung Königswartha bis zum Aufeinandertreffen mit Einheiten der 14. Gardeschützendivision und nehmen Sie Kontakt mit Ihnen auf. Anschließend greifen Sie in Richtung Guttau, Kleinsaubernitz an um die Truppen der 7. Und 10. Infanteriedivision zu erreichen und sich mit diesen zu verbinden. Divisionsstab – Quoos, danach Sdier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    10. Infanteriedivision – Angriff nach Süden in Richtung Uhyst, Sdier; vereinigen sie sich mit den Einheiten der 8. Infanteriedivision. Divisionsstab: - Nochten, danach Uhyst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    7. Infanteriedivision fährt mit dem Angriff Richtung Dauban fort und weiter westlich schließen Sie sich den Truppen der 8. Infanteriedivision an, die nach Osten vorrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.    Die 5. und 9. Infanteriedivision - Verteidigung auf breiter Front auf der Linie: 5. Inf.-Div. - östlicher Rand von Kamenz und die 9. Inf.-Div. – Helenau, Bischheim, Nieder Lichtenau, Höhe 306,2, Lichtenberg, Höhe 296,3, Höhe 305,6, Höhe 299,5, Gemeindebusch - decken Sie die Richtung Dresden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.    1. Panzerkorps - Führen Sie in Zusammenarbeit mit dem 7.mech. Gardekorps die zuvor erhaltene Aufgabe gemäß dem Kampfbefehl Nr. 11554 durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.    Führen Sie Aktionen entschlossen und entschieden durch und sorgen Sie vor allem für eine effiziente und flexible Führung der Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.    Armeestab -Neudorf (4km südlich von Königswartha).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.    Bestätigen Sie den Empfang der Befehle, und berichten Sie über die erteilten Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Operationsabteilung                    Stabschef der 2. Armee WP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S. Noss, Oberst                                               J. Sankowski, Brigadegeneral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 534 Großwelka/Großdubrau/Neumalsitz ====&lt;br /&gt;
1945, 25. April, 2.30 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 18 des Stabschefs des 1. Panzerkorps zum Halten der Verteidigungsstellungen des Korps entlang der Grenze Klein- und Großwelka, Fluß Spree. Karte 1:100000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Befehl des Armeekommandanten befahl der Korpskommandant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     4. Panzerbrigade mit den zugewiesenen Truppen - verteidigen Sie sich weiterhin an der aktuellen Grenze und achten dabei besonders auf den linken Flügel. Gefechtsstand - südlicher Abschnitt Großdubrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     3. Panzerbrigade) - bis 6.00 Uhr ziehen sich ihre Truppen über die Spreeübergänge zurück. und beziehen sie die Verteidigung an der Grenze der Höhe 193.0, Klein- und Großwelka. Ausgehend von der Linie halten Sie sich ab 10.00 Uhr in Bereitschaft zum Gegenangriff auf den Feind in Richtung: Rattwitz, Bloaschütz, Nimschütz. Gefechtsstand – westlicher Rand Großwelka. Unterstützt durch das 27. SFL-Art.-Reg. (Panzerjäger-Regiment).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     2. Panzerbrigade - unter dem Kommando des stellvertretenden Brigade Kommandeurs - Oberstleutnant Dmitriev, herausfahren seiner Panzer, in der Gegend von Strohschütz aufstellen und dem Kommandeur der 3. Panzerbrigade zur Verfügung zu stellen. Die rückwärtigen Dienste der Brigade konzentrieren sich in den Wäldern nördlich von Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     1. mot. Inf.-Brigade) mit dem 2. Granatwerferregiment - ziehen Sie sich sofort in kleinen Gruppen von dem besetzten Abschnitt zurück und nehmen Sie die Verteidigung entlang des Westufers der Spree ein. Gefechtsstand – Neu Malsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     25. und 24. SFL-Artillerie-Regiment, 1. Geschoßwerferabteilung und das 47. Artillerie-Regiment - die Hauptkräfte bleiben bis zum Morgen des 25.IV.1945 im bisherigen Gebiet und übernehmen die Verteidigung gemäß den Anweisungen des Artilleriekommandeurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Leiter der Aufklärung - organisieren Sie die nächtliche Aufklärung im Gebiet Bunzlau? (Bolbritz!?) mit der Aufgabe zur Bestimmung der Zusammensetzung und Gruppierung feindlicher Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Stellvertretender Brigadekommandeur für rückwärtige Dienste - Nachschub von Treibstoff und Munition gemäß den Richtlinien des Leiters des Rückwärtigen Dienstes sicherstellen. Gefechtsstand – 6. Nachrichtenbataillon?), 2. Kradschützen-Bataillon, 15. Pionierbataillon bis zum Morgen des 25.IV.1945. – Luga. 15. Pionierbataillon schirmt ab und geht an Luga heran in westlicher und nördlicher Richtung. Rückwärtige Dienste Raum Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Gefechtsstand Korps ab 6.00 Uhr – Großwelka, ab 6.00 Uhr – Luga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.     2. Kradschützen-Bataillon) – bezieht Stellung im Gebiet von Übigau, um den Stab des Korps von Norden abzuschirmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.  Es sollen Berichte vorgelegt werden: über die Uhrzeit des Marschbeginns und über das Zusammenstoßen mit dem Feind, dann stündlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                                 Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                          A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.535 Großwelka/Quoos/Übigau ====&lt;br /&gt;
1945, 25 April, 3.00 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 019 des Stabschefs des 1. Panzerkorps über den Übergang des 4. Panzerbrigade und der 1. mot. Inf.-Brigade in die Reserve des Armeebefehlshabers und die Unterstellung der 3. Panzerbrigade unter den Kommandeur der 8. Infanteriedivision. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemäß dem Gefechtsbefehl des Stabes der 2. polnischen Armee WP vom 25.IV.1945 befahl der Korpskommandeur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     3. Panzerbrigade, 24.,25. und 27. SFL-Artillerieregiment wird der 8. Infanteriedivision zugewiesen. Zugewiesene Truppen verstärken die Verteidigung der Division. Tarnen sie die Kampffahrzeuge und organisieren Sie Panzerhinterhalte auf der Linie: a) Kreckwitz, Höhe 193,0, Großwelka; b) Horka, Übigau, Radibor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Granatwerferregiment sowie die 1. Geschoßwerferabteilung werden der 9. Infanteriedivision zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die 4. Panzerbrigade, ohne ein einziges Panzerbataillon– die Reserve des Armeekommandanten – ist bis 7.00 Uhr im Zentrum von Quoos. Ein Bataillon soll dem 17. Infanterie-Regiment mit der Aufgabe des gemeinsamen Kampfes in der Region Sdier zugeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Die 1. mot. Inf.-Brigade bildet zusammen mit der 4. Panzerbrigade eine mobile Reserve des Armeekommandanten, um den zweiten Verteidigungsabschnitt auf der Linie Übigau – Quoos zu besetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Kommandeure der zugewiesenen Truppen - melden sich bis 8.00 Uhr des 25.IV.1945 bei den Divisionskommandeuren, um von ihnen Gefechtsaufgabenaufgaben zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Gefechtsstände: 8. Infanteriedivision – Quoos, 9. Infanteriedivision – Horka 8048 (russ. Koordinate).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Über die Ausführung ist bis 10.00 Uhr 25.IV.1945 Meldung zu erstatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Artilleriekommandant - sorgen Sie für den rechtzeitigen Abzug der Abteilungen und deren Konzentration im neuen Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.536 Kleinwelka/Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945; 25. April 3.00 Uhr, Kleinwelka. - Gefechtsbericht Nr. 011 des Stabschefs des 5. schweren Panzerregiments über die Kämpfe der 1. Panzerkompanie in der Umgebung Salzenforst. Karte 1:50000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich melde, dass beim Angriff der 1. Kompanie des 5. schweren Panzer-Regiments um 18.00 Uhr am 24.IV.1945 in Richtung Salzenforst zwei Panzer &amp;quot;Tiger&amp;quot; ausbrannten und einer in der Gegend von Salzenforst beschädigt wurde. Derzeit besetzt die 1. Kompanie Feuerstellungen am südlichen Rand des Wäldchens 500 m nordöstlich von Salzenforst. Die Kompanie erlitt keine Verluste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef des 5. Unabhängigen (selbstständigen) schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Panzergrenadier-Division Brandenburg ====&lt;br /&gt;
Von Anfang März bis Mitte April 1945 stand die Division im Raum Weißwasser an der Lausitzer Neiße. Bei dem erneuten sowjetischen Großangriff der Roten Armee am 16. April wurde die Division schließlich im Raum Rothenburg-Penzig (nördlich Görlitz) eingekesselt, konnte jedoch schon am 20. April nach Löbau ausbrechen. Nachdem die Reste der Division um Bautzen gekämpft hatten, wurden sie am 3. Mai 1945 per Bahn in den Raum Mährisch-Ostrau in das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren verbracht. Anfang Mai 1945 kämpften dort immer noch Einheiten der Division bei Olmütz und zogen sich bis in den Raum Deutsch-Brod zurück. Nach der Kapitulation der Wehrmacht marschierte ein Teil der Division nach Westen, während andere Teile sich einfach auflösten. Ein großer Teil ging in Tabor in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Vielfach wurden Angehörige der Division von der tschechischen Bevölkerung ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisberichte von Salzenforster Einwohnern ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H.-J. Schneider *02.01.1941 Salzenforst Nr.28:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;In der Nacht vom 13. zum 14. 02 1945 konnten wir von Salzenforst aus einen hellen Schein in Richtung Dresden erkennen. Ich war gerade 4 Jahre alt. Es wurde gesagt, Dresden brennt. Man sprach davon, daß vorher Christbäume von Aufklärungsflugzeugen gesetzt wurden (sogenannte brennende Fackeln), um den Bomben die Ziele zu markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dann die Kriegshandlungen näher rückten, wurden mit unseren Nachbarn sowie im gesamten Viertel, auch Ziegenviertel genannt, (dort wohnten Witschas, Schulze, Schneider, Hänsch, Paulik, Polan, Dresler und Heine), Maßnahmen ergriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männer, außer Johann Polan, waren eingezogen oder bereits verstorben. Bei den ersten Kriegshandlungen fuhren wir mit unseren Kuhgespannen in die Sandgrube in Richtung Uhna - Schmochtitz. Hier flogen mit heulendem Geräusch die Granaten über uns. Als dieser Angriff vorüber war, kehrten wir wieder in unsere Gehöfte zurück. Die Kriegshandlungen rückten immer näher und uns wurde befohlen, Salzenforst zu verlassen. Wir flüchteten mit unseren Kuhgespannen +ber Sohland bis nach Schluckenau. Unser Wagen war bepackt mit Futter für die Kühe, 5 Gänse, ein Krug mit Sahne (aus der durch das Geschüttel Butter wurde) und ein paar Habseligkeiten für Mutter, Tante und uns 2 Jungs. Dort erlebten wir auch Fliegeralarm und suchten in Kellern Unterschutz. Kann mich aber an Bombenexplosionen nicht erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir wieder zu Hause waren, konnten wir keine großen Schäden erkennen. In unserer Hofeinfahrt stand ein kaputtes Halbraupenfahrzeug und bei Schulzes- oder Witschas Scheune, ich weiß es nicht mehr genau, war durch ein Panzer eine Gebäudeecke stark beschädigt. Die beschädigten Kriegsgeräte und die freiliegende Munition wurden noch von der Wehrmacht weggeräumt. Die &amp;quot;Russen&amp;quot; rückten dann ins Dorf ein und Nachbars Polan Friedel wurde zwischen uns zwei Jungs im Bett versteckt, denn Kinder wurden in Ruhe gelassen. In unserem Haus war für kurze Zeit auch ein russischer Offizier einquartiert, so daß wir relative Ruhe hatten. Dann wurden Leute aus dem Dorf verpflichtet, Vieh aus den Ställen der Bauern in Richtung Osten zu treiben. Wir behielten aber unser Vieh. Später kamen die &amp;quot;Russen&amp;quot; mit ihren Panjewagen ins Dorf gefahren und tauschten Gegenstände (auch Spielzeug) gegen Lebensmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Vater kam im Herbst 1945 aus der Gefangenschaft abgemagert zurück. Da er nur ein Auge besaß und auf der anderen Seite ein Glasauge trug und dieses wegwarf, wurde er als Invalide aus der Gefangenschaft entlassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin Schulze Haus Nr. 29:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 14 Jahren erlebte er die Kämpfe in und um Salzenforst hautnah mit. Gemeinsam mit Älteren vom Volkssturm sollte er als Hitlerjunge Panzersperren errichten. Die Deutschen griffen Salzenforst von Bolbritz und Uhna aus an. Die Scheune seines elterlichen Gehöftes wurde durch Panzerbeschuß stark beschädigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martha Worm Haus Nr.24:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine alleinstehende Großmutter begab sich mit ihren 2 Töchtern auf die Flucht Richtung Sächsische Schweiz nach Rathmannsdorf zu Verwandten. Wie so viele konnten sie nur das Notwendigste mitnehmen. Nach ihrer Rückkehr waren Haus und Hof geplündert. Das versteckte Hab und Gut wurde von den russischen Soldaten, welche einquartiert waren, gefunden und konfisziert. Mein Vater Ferdinand Worm, froh, den Krieg überlebt zu haben, floh aus englischer Gefangenschaft und kam über Umwege 1946 nach Hause.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Karl Domschke Haus Nr.14 und Moldenhauer Haus Nr.16c, Schatte, Weiß:&#039;&#039;&#039;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Domschke war bei der Erschießung der jüdischen Frauen zugegen. (Manfred gibt Bericht). Erlebnisse s. u. &amp;quot;Judendenkmal&amp;quot;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene Einwohner ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in Salzenforst wurden mit der gleichen Härte geführt wie überall um Bautzen. Es wurden zahlreiche Gebäude im Ort durch Artillerie- und Panzerbeschuss zerstört. Lt. Ortschronik starben bei den Kämpfen 6 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22.04.45 wurde &#039;&#039;&#039;Karl Pietschmann&#039;&#039;&#039; durch einen deutschen Wachposten auf dem Feld erschossen, weil er nicht stehen blieb. Man sagt, Karl war geistig verwirrt. Die Chronik berichtet, dass Herr Pietschmann die Kühe auf der Wiese umpflocken wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus Nr.33 (ehemals Dreßler) war eine Anzahl zurückgebliebener Einwohner im Keller eingesperrt. Der pensionierte Schulmeister Wange hatte eine weiße Fahne oder Taschentuch gehisst und sich wieder in das Haus zurückbegeben. Die deutschen Soldaten vermuteten einen Hinterhalt der Polen und warfen eine oder mehrere Handgranaten in das Haus. Herr Wange war sofort tot und Frau Suschke und Frau Preusche starben an ihren schweren Verletzungen (Pietsch, Karl: „Ortschronik Salzenforst“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Margarethe Suschke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Maria Auguste Preusche&#039;&#039;&#039; (1. Frau von Preusche, Hermann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Herr &#039;&#039;&#039;Ernst Heinrich Richard Wange&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kam es zu einem tragischen Unfall.  Die 7-jährigen Kinder &#039;&#039;&#039;Wolfgang Mattitza&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Günter Jentsch&#039;&#039;&#039; spielten am 23.05.1945 auf dem Feld von Domschke (jetzt Kreisverkehr) Hascher. Dabei fanden sie eine Stielhandgranate und da sie nicht wussten, um was es sich handelte, schmissen sie diese weg. Durch die Explosion wurden beide Kinder schwer verletzt. Nachdem man sie fand, wurden sie mit dem Fuhrwerk nach Bautzen gebracht. Wolfgang M. verlor das rechte Auge, Günter J. verstarb am nächsten Tag im St. Benno Krankenhaus in Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene ausländische Bürger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maslanka, Feliks Tod.jpg|mini|548x548px|Bekanntmachung zur Hinrichtung von Feliks Maslanka]]&lt;br /&gt;
Während des Krieges waren im Ort ausländische Bürger zur Arbeit auf den Bauernhöfen gezwungen (sog. „Zwangsarbeiter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod des Zwangsarbeiters &#039;&#039;&#039;Feliks Maslanka&#039;&#039;&#039; aus Polen wurde am 13.02.42 durch die Gestapo Dresden angezeigt. Augenzeugen berichteten, dass während des Krieges ein Zwangsarbeiter erhängt wurde, weil dieser eine Liaison mit einer Deutschen gehabt haben soll. Das war Herr Maslanka. Die Hinrichtung fand ganz in der Nähe des Chorberges statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau &#039;&#039;&#039;Anna Hortaszko&#039;&#039;&#039;, ebenfalls Zwangsarbeiterin aus Polen, verstarb lt. Sterbeurkunde am 05.04.45 um 22 Uhr mit 23 Jahren an einem Herzschlag. Sie wurde im Waschhaus des Hauses Nr.17 tot aufgefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;KZ - Häftling mit der Nr. 186443&#039;&#039;&#039; ist am 10.02.1945 gegen 17 Uhr am Pfahl 48/5 des Bahndammes der Reichseisenbahn in Stiebitz tot aufgefunden worden. Es war &#039;&#039;&#039;Rene&#039;&#039;&#039; Louis Jean Gabriel &#039;&#039;&#039;Stouff&#039;&#039;&#039;; geboren am 03.03.1920 in Arbois/Frankreich. Am 30.4.1944 kam er mit dem Transport aus Paris am KL Auschwitz an. Nach dem &#039;&#039;Kalender der historischen Ereignisse im KL Auschwitz&#039;&#039; [&#039;&#039;Kalendarium wydarzeń w KL Auschwitz&#039;&#039;], S. 649 von D. Czech wurden die Häftlinge am 30.04.1944 aus Paris gebracht. Sie erhielten Nummern von 184 936 bis 186 590 (Archiv des Museums Gross-Rosen). Letzter Eintrag in der Datei: 14.8.1944 r. KL Birkenau, B II f, Block 11. Von Rene Stouff wissen wir, dass dieser am 7.5/9.5.1944, 31.7./1.8.1944 und 7./8.1944 sowie am 14.8.1944 vom Lagerarzt im KZ Auschwitz untersucht wurde. Er wurde am  18.01.45 von Auschwitz-Birkenau deportiert, danach für einige Tage im KL Groß-Rosen untergebracht. Auf dem weiteren Transport mit der Reichsbahn in Richtung Mauthausen von der SS am 03.02.1945 getötet. Sein lebloser Körper wurde in der Nähe von Bautzen aus dem Zug geworfen. (Such- und Bescheinigungsvorgang Nr. 208.355 /Arolsen Archiv)     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Soldatengrab auf dem Friedhof Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik.png|mini]]&lt;br /&gt;
Wann das Grab mit dem Grabstein errichtet wurde, ist nicht mehr bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulz, Albert                      &#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;20.07.1920                                                                †25.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldwebel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Baumgarten, Johann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1926 Saarlautern                                        †April 1945 in Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schütze der St.Kp.II G.E.R. mot. G.D. -1797-         am Garten von Holland Nr.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater: August Baumgarten Saarlautern I; Saarstr. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Krepela, Friedrich aus Wien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1921 Wien                                                      †25.04.1945 Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soldat                                                                        Hausgarten bei Seidler Nr.11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Truppe: Edelweiß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RAD Feldnachschublager FP-Nr.46927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmidt, Gerhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;25.01.1922 Halbemond (Ostfriesland)                 †29.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obergefreiter des 2.FschPzGrenReg.1HG          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rebel, Bernhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;14.01.1927 Schwerstedt (Ettersberg/Weimar oder bei Straußfurt/Sömmerda) †04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwabe, Günther Manfred Hermann Ernst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;08.04.1926 Frankfurt/Main                                    †25.04.1945 in Temritz gefallen (Sterbe-Urk. Kleinwelka 7/46)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier; vermutlich II.Fsch.PZ.Gren.Reg.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abiturient/evangelisch/ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohnhaft in Sondershausen, Göldnerstraße 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: Berndt, Eberhard)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchhalteparolen zu Kriegsende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Befehle von der Führung ====&lt;br /&gt;
Anfang März Generaloberst Guderian: &#039;&#039;&amp;quot;Der deutsche Ostkämpfer weiß, daß dies der letzte und entscheidende Kampf ist, der über den Fortbestand unseres Volkes und unserer Nation entscheidet ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. März Dr. Goebbels: &#039;&#039;&amp;quot;..... schlagt die Bolschewisten, wo ihr sie trefft! ... Niemals wird die Kunde kommen, daß wir kapitulieren...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. März A. Hitler: &#039;&#039;&amp;quot;es gibt nur ein Gebot, mit verbissener Entschlossenheit allles zu tun, um den Gefahren zu trotzen, die Wende wieder herbeizuführen und zu dem Zweck dieWiderstandskraft unseres Volkes und die seiner Wehrmacht materiell und geistig zu stärken. Ebenso groß muß aber unser Fanatismus in der vernichtung derjenigen sein, die sich dem zu widersetzen suchen ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
02. April Reichsminister und Privatsekretär M. Bormann: &#039;&#039;&amp;quot;... der Kampf gegen den ins Reich eingedrungenen Gegner ist überall mit aller Unnachgiebigkeit und Unerbittlichkeit zu führen ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Reichsführer der SS Heinrich Himmler: &#039;&#039;&amp;quot;... jedes Dorf und jede Stadt werde mit allen Mitteln gehalten. Jededr für die Verteidigung eines Ortes verantwortliche deutsche Mann, der gegen diese selbstverständliche nationale Pflicht verstößt, verliert Ehre und Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Oberkommando der Wehrmacht Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel: &#039;&#039;&amp;quot;... Städte liegen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Sie müssen daher bis zum äußersten verteidigt und gehalten werden ... für die Befolgung des Befehls sind die in jeder Stadt ernannten Kampfkommandanten persönlich verantwortlich. Handeln sie dieser soldatischen Pflicht und ASufgabe zuwider, sowie alle zivilen Amtspersonen, die den Kampfkommandanten von der Pflicht abspenstig zu machen versuchen, oder gar bei der Erfüllung seiner Aufgaben behindern, werden zum Tode verurteilt ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führerbefehl Adolf Hitlers vom 16. April 1945: &#039;&#039;&amp;quot;Wer euch Befehl zum Rückzug gibt, ohne das ihr ihn genau kennt, ist sofort festzunehmen und nötigenfalls augenblicklich umzulegen, ganz gleich, welchen Rang er besitzt.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befehl von Generalfeldmarschall Ferdinand Schoerner an die Kommandeure: &#039;&#039;&amp;quot;Ich kenne keine Begriffe wie Absetzen, Zurückkämpfen, Einklappen.&amp;quot;&#039;&#039; Schoerner wird als brutalster aller Feldmarschäle bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. April Tagesbefehl Schoerner: &#039;&#039;&amp;quot;Wer seine Stellung verläßt, wird erschossen.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 6/1965)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Propaganda in Sachsen bzw. Bautzen ====&lt;br /&gt;
5. März Gauleiter Sachsen Martin Mutschmann. &#039;&#039;&amp;quot;Der Glaube an den Sieg muß erhalten bleiben und darf niemals durch ein etwaiges Vorrücken des Gegners zerbrechen. jed Meter Boden, den der Feind gewinnt, muß er mit einem ungeheuren Blutzoll erkaufen ... Nur der Tapfere behält das Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. März Kreisleiter Karl Martin vor den Bautzener Handwerks-u. Handelsbetrieben: &#039;&#039;&amp;quot;... Der Führer hat dieses Jahr als das Jahr der Wende bezeichnet. Auf sein Wort können wir uns unbedingt verlassen ... Für uns gilt es durchzuhalten, den Kopf hoch zu halten bis zu dem uns gewissen Endsieg ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. März Propagandaleiter Elsner (Großkundgebung in Bautzen): &#039;&#039;&amp;quot;... Mitten im Generalsturm unsrer Feinde müssen wir uns entscheiden, ob wir durchhalten wollen oder nicht, ob wir noch Vertrauen und Glauben an den Sieg haben ... Halten wir also aus und nehmen uns die deutschen Stützpunkte am Atlantik zum Vorbild! ...!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. April Gauleiter Mutschmann: &#039;&#039;&amp;quot;... Widerstand und Kampf bis zum Letzten! Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen und bedroht unsere Heimat mit Hunger und Elend, mit Tod und Verderben. Wer in dieser Not des Volkes gegen die Anordnungen der Partei und des Staates handelt und der nationalen Ehre unseres Volkes Schande macht, wird aus der Volksgemeinschaft ausgelöscht. jede Feindbegünstigung, sei es die Annahme von Geschenken, das Heraushängen weißer Tücher aus den Fenstern oder irgendeine Form der Anbiederung an den Feind ist Landesverrat und wird mit den Tode bestraft ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Geschichtsereignisse&amp;diff=926</id>
		<title>Geschichtsereignisse</title>
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		<updated>2025-11-27T08:08:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Brände */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Brände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfbrand am 19. April 1801 ===&lt;br /&gt;
An diesem Tag brach beim Bauer Lukas ein Feuer aus und legte 5 Bauerngüter und 8 Häuslernahrungen in Schutt und Asche. Die Brandversicherung, die in Sachsen bereits 1770 eingeführt worden war, hatte noch nicht überall Eingang gefunden. 1777 hatte die sächsische Regierung dann eine sogenannte &amp;quot;Feuerordnung&amp;quot; erlassen, nach der sich die Bewohner richten mußten, sowohl bei der Erbauung neuer Häuser wie auch sonst. Den Abgebrannten wurde, wie zu der damaligen Zeit üblich, durch freiwillige Sammlungen geholfen. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuersbrunst am 10.Mai 1812 ===&lt;br /&gt;
In den &amp;quot;Budissiner Nachrichten&amp;quot; vom 16.05.1812 ist folgendes zu lesen: &amp;quot;In der Mittagsstunde des vorigen Sonntags (10.Mai), brach zu Salzenforst, während die meisten Bewohner zur Messe in Bautzen waren, ein plötzliches Feuer aus, welches, vom Winde schnell verbreitet, ungeachtet der Anstrengungen der Hilfeleistenden, binnen anderthalb Stunden 5 Bauernhöfe, 2 Gärtner- und 5 Häusleranwesen vollständig und von 2 Bauernhöfen die Wirtschaftsgebäude in Asche verwandelte. Ein gebrechlicher Auszügler, der noch zu retten versuchte, wurde dabei vom Feuer heftig beschädigt. Es verbrannten ferner 3 Pferde, 2 Kühe, 3 Kälber, 5 Schweine, 1 Hund und 84 Stück Schafvieh, viele Wagen, fast alle Ackergerätschaften, 354 Scheffel Getreide und Feldfrüchte, alle Futtervorräte sowie das Hausgeräte, die Betten und Kleider der meisten Verunglückten, sodaß mehrere nichts als die Kleider, in welcher sie aus der Kirche kamen, gegenwärtig besitzen. Acht der Abgebrannten erfuhren dieses Unglück zum zweitenmal. Mit Schulden, die sie bei dem wenig dankbaren Boden der Gegend und dem Drucke der Zeit bisher nicht abzutragen vermochten, hatten sie wieder aufgebaut und sind jetzt, da sie unglücklicherweise ihre Grundstücke, gleich den Übrigen, weit unter dem Werte versichern lassen, ohne ausreichende Mittel, von Neuem zu bauen. Bei diesem großen Elende der meisten Verunglückten können wir, so oft auch in gegenwärtigen Zeiten die Wohltätigkeit in Anspruch genommen wird, doch nicht umhin, edle Menschenfreunde un Unterstützung zu bitten, fest überzeugt, daß keiner, der es vermag, eine Beisteuer zur Linderung des Mangels dieser schuldlos Verarmten versagen werde. Schon sind von mehreren Herrschaften und Gemeinden Beiträge eingelangt. Der Bauer Hennig zu Salzenforst wird, unter Zuziehung der dortigen Gerichten die Natural- und unsere Kanzlei die Geldbeiträge, welche ferner eingehen dürften, annehmen, letzte auch, nebst uns, für gewissenhafte unparteiische Verteilung die möglichste Sorge tragen, und das Empfangene in diesen Blättern dankbar anzeigen. Möchte ein gesegneter Erfolg unsre Bitte begleiten!&amp;quot;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;Sorbische Denkmale&amp;quot; von Trudla Malinkowa wird berichtet, daß das Wohnhaus von Johann Seiler (Nr.14), dem Vater von Handrij Zejler, bei dem Brand zerstört und danach neu errichtet worden ist.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachricht vom Brand sprach sich schnell herum und aus den Nachbardörfern Bolbritz, Stiebitz, Kleinwelka, Seidau, Uhna, Teichnitz und Schmochtitz kamen die Helfer mit ihren Feuerspritzen, die man seit einigen Jahrzehnten angeschaft hatte, zum Brandherd. Sogar aus Bischofswerda, Neschwitz und dem Klöster St. Marienstern war Hilfe gekommen. Sogar die &amp;quot;Feuerkompagnie&amp;quot; aus Bautzen eilte herbei. Doch das Löschwasser reichte nicht, da der Dorfteich alsbald erschöpft war. Die meisten Betroffenen hatten von der Oberlausitzer Brandversicherung keinen rechten Gebrauch gemacht und ihre Anwesen nicht hoch genug versichert. 1820 waren jedoch alle Gehöfte bis auf eins wieder aufgebaut. So wird berichtet, daß der Schmied die Hilfsmaßnahmen geleitet hatte. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfzerstörung vom 23.-25. April 1945 ===&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von 16 vollständig und 21 teilweise zerstörten Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeitbombe Reifen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifen.jpg|mini|353x353px|Illegales Altreifenlager Grundstück Nr.25 (Quelle &amp;quot;SZ&amp;quot; vom 17.07.1998)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;SZ&amp;quot; vom 17.07.1998 berichtet über einen illegalen Lagerplatz für Altreifen. So lagern hunderte davon hinter dem ehemaligen Kuhstall auf dem Grundstück Nr.25. Besitzer war damals Herr Schmidt, welcher in einem alten, vernagelten Bauwagen saß, die Reifen entgegennahm und sein Gehöft dubiosen Firmen zur Verfügung stellte. da von diesem Sammelplatz eine extreme Brandgefahr ausging. So existierten keine Brandgassen und keine Sicherheitsabstände zu Nachbargebäuden (&amp;quot;Oberlausitzer Kurier&amp;quot; Nr.33 August 1998). Auf Grund der Zahlungsunfähigkeit des Betreibers dieser illegalen Deponie blieben die Kosten für die Beräumung auf dem Steuerzahler sitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tragische Ereignisse ==&lt;br /&gt;
Vor und während des 30-jährigen krieges stand an der alten Kamenzer Straße (Hohe Straße/via regia) ein Wirtshaus. Die Wirtsleute hatten einen Sohn, welcher in den Krieg ziehen mußte. Viele Jahre vergangen ohne ein Lebenszeichen von ihm. Eines Abends klopfte ein Mann an die Herberge, bat um Übernachtung und stellte einen schweren Sack in die Ecke des Zimmers. Ohne viel Worte begab sich der Unbekannte zu Bett. Die Wirtsleute plagte die Neugier, öffneten den Sack und sahen unter Lumpen blanke Münzen und andere Kostbarkeiten. Sie starrten sich an und bald kroch der Neid in ihnen empor. So reifte der Entschluß, den &amp;quot;Vagabunden&amp;quot; im Brunnen zu ertränken und sich das Geld anzueignen. Der müde Gast wurde schlafend in den Brunnen geworfen und ertrank. Nun konnte man in aller Ruhe das kostbare Gut aus dem Sack holen. Zum Schluß kam ein Päckchen zum Vorschein, das ebenfalls untersucht wurde. Aber was sahen sie da? - Einen Ring und ein kleines Kreuz, daß die Mutter ihrem Sohn mitgegeben hatte, als er in den Krieg zog. Sie hatten in schnöder Habsucht ihren eigenen Sohn in den Brunnen gestürzt. (&amp;quot;Unsere Heimat&amp;quot; Nr.5 vom 01.02.1936)   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Napoleon 1813 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleon in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleon.jpg|mini|Abb.: Postkarte mit dem Bildnis Napoleons]]&lt;br /&gt;
Während des Rückzuges der &amp;quot;Verbündeten&amp;quot; und dem Nachrücken Napoleons hatten die meisten Bewohner ihre Häuser verlassen und sind in die Wälder an der böhmischen Grenze geflüchtet. Vor und während der Schlacht bei Bautzen, welche am 21.Mai 1813 stattfand, hatte Napoleon seinen Beobachtungsposten in Salzenforst bei Kettan im Haus Nr. 1 eingerichtet. Der Chorberg gewährte ihm einen umfassenden Überblick auf die gegnerischen Trupen. Die bevorzugte Lage der Anhöhe veranlaßte Napoleon auch, seine Kanzlei in das Wohnzimmer der Kettanschen Wirtschaft zu verlegen. Sein Hauptquartier dagegen bezog er in Kleinförstchen. Als am Abend des 18.05.1813 heftiger Kanonendonner von Königswartha einsetzte, begab sich Napoleon wieder von Kleinförstchen nach der Salzenforster Höhe und von da nach seinen linken Flügel bei Kleinwelka, wo er Erkundigungen einzog. Erst  gegen Mitternacht kehrte er über Salzenforst nach Kleinförstchen zurück. (Heimatklänge Nr.26 vom 27.06.1931) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Tage führte der Hausbesitzer Juri (Georg) Kettan den Kaiser der Franzosen,  Napoleon Bonaparte, und seine Offiziere auf den Chorberg und erklärte die umliegenden Ortschaften (Chr. S. 14). Bereits am 15.05.1813 beschossen die Franzosen vom Chorberg mit Kanonen die Preußen bei Lubachau (Chr. S.16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird berichtet, daß Kettan, Juri stotterte und im Beisein der Franzosen nur auf der Ofenbank sitzen durfte. Ein gewisser Löschau aus Salzenforst hat die Franzosen im Mai 1813 durch die Spree geführt und ist nicht wieder heimgekehrt. (s. Chr. S. 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L. Oberhofer berichtet in &amp;quot;Geschichte der Stadt Bautzen&amp;quot; von 1963, daß es eine Napoleonsstube in Salzenforst gab; vermutlich in Haus Nr.1. Am 19.05.1813 ritt der Kaiser auf den Windmühlenberg bei Loga und die Wiwalze, um Beobachtungen anzustellen. Auf einer Felsenkuppe bei Stiebitz entwarf er seinen Angriffsplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichtlicher Hintergrund aus dem Buch von Ralf Schramm: „Der 19.Mai 1813 und seine Ursachen“: ====&lt;br /&gt;
Das XI. Korps der französischen Armee unter Marschall Macdonald marschierte am 15.05.1813 bis auf die Höhen von Klein-u. Oberförstchen, von wo aus er die verbündeten Armeen der Preußen und Russen sehen konnte, die vereint östlich der Spree hinter Bautzen stehen. Am Abend besetzte das Korps die Anhöhen von Gaußig bis Kleinwelka (S.42). Am 17.05. gegen 6Uhr abends unternahm Macdonald mit einem Teil des XI. Korps eine Erkennung, was eine Kanonade von beiden Seiten veranlaßte (S.46). Gegen Mittag des 18.05. verließ Napoleon Dresden und traf mit dem größten Teil der Garde in Hartha ein (S.54).  Am 19.05. stand das XI. Korps unter Marschall Macdonald vor Bautzen, das VI. Korps unter Marschall Marmont stand links von ihm, dem Dorf Nimschütz gegenüber. Den linken Flügel bildete das IV: Korps unter General Bertrand. Er schloß sich nördlich des IV. Korps an und lehnte an Kleinwelka. Die Garden und das I. Kavalleriekorps unter Latour-Maubourg stellten sich als Reserve zwischen Göda und Kleinförstchen zu beiden Seiten der Straße, die von Dresden nach Bautzen führt, auf. Am frühen Morgen des 19.05. verließ Napoleon Großharthau und nahm sein Hauptquartier in Kleinförstchen (S.57).&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto 1.jpg|mini|Napoleon bei Bautzen in der Nacht vom 20. zum 21. Mai 1813 (Paul Gavarni 1836)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleonmuseum-Gemaeldeecke.jpg|mini|Napoleon mit Gräfin Auguste Charlotte am Sonnentempel in Schmochtitz (Napoleonmuseum Georgewitz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Temritz ====&lt;br /&gt;
1813: von den Russischen Truppen wurde das Koban&#039;sche Gut in Temritz in Brand gesteckt und eingeäschert. In der Chronik S.189ff. wird die Requirierung des Lehmann&#039;schen Gutes in Temritz beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
Napoleon hatte ein intimes Verhältnis mit der Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge, Rittergutsbesitzerin von Schmochtitz. Die Gräfin verbrachte die 4 Jahre von 1809 -1812 in Paris (Franz Triebs: &amp;quot;Franzosengrab&amp;quot; 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (Chr. S.308-309). Zeugnis davon ist ein Gemälde, welches beide im Sonnentempel von Schmochtitz darstellt. Napoleon ritt mit einem Offizier vom Hauptquartier in Kleinförstchen nach Schmochtitz. Als sich die Tür für den Kaiser öffnete, blieb der Offizier bei den Pferden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräfinn verehrte Napoleon sehr. Während der Verbannung Napoleons auf der Insel Elba besuchte sie ihn. Sie sagte zu ihm: &amp;quot;Sie sind jetzt ein Privatmann. Ich werde Sie freikaufen&amp;quot;. &amp;quot;Nein&amp;quot; erwiderte der Kaiser, &amp;quot;dafür reicht Ihr Vermögen nicht. Ich danke Ihnen.&amp;quot; (E.  Klausnitzer: Bautzener Kulturschau 3/1980) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Weltkrieg, Kampf um Bautzen 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Offensive ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in und um Bautzen begannen am 16. April 1945 mit dem Angriff der 1. ukrainischen Front und der 2. polnischen Armee über die Neiße bei Rothenburg in Richtung Dresden. Am 18. April begann der Angriff auf Bautzen. Im Norden von der 26. mech. Gardebrigade, im Osten von der 24. mech. Gardebrigade und im Süden von der 25. mech. Gardebrigade gemeinsam mit der 57. Panzerbrigade umringt, drangen am 19.04. sowjetische Truppen in Bautzen ein. Ebenfalls am 19. April erreichte die nördlich von Bautzen in Richtung Großdubrau-Radibor vorrückende 3. Panzerbrigade des 1. polnischen Panzerkorps die Gemeinden Bolbritz und Salzenforst. Sie hatte das Ziel, die Autobahn Richtung Dresden bei Döbschke zu unterbrechen. Am 23. April begann der Gegenangriff der Deutschen zur Befreiung des von den Russen eingeschlossenen Bautzen. Daran beteiligt waren ein Fallschirmpanzerkorps und die dazugezogene Fallschirmpanzerdivision 1 &amp;quot;Hermann Göring&amp;quot;. In Bautzen standen dem Kampfkommandanten Oberst Hoepke etwa 3000 Mann zur Verfügung. Dazu gehörten etwa 200 Mann der SS-Division &amp;quot;Frundsberg&amp;quot;, Volkssturmbataillone, Flakabteilungen, Landesschützen, eine Bewährungskompanie der 4. Panzerarmee und Reste des Grenadierregimentes 1244. Oberst Hoepke ließ am 20. April die Kronprinzenbrücke und in der Seidau die Spreebrücke sprengen.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampfhandlungen in und um Salzenforst vom 23.04-26.04.1945 ===&lt;br /&gt;
In der stockdunklen, naßkalten und regnerischen Nacht vom 23. zum 24.04. wurde die 2. polnische Panzerbrigade von Malschwitz und Niedergurig nach Salzenforst verlegt. Am 24.04. führte diese Brigade einen Gegenangriff mit 2 Panzerbataillonen und 1 Infanteriebataillon aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polnischen Panzer hatten deutsche Einheiten von der Autobahn westlich von Bautzen vertrieben und den Humboldthain südöstlich von Stiebitz erreicht. Dabei hatte das II. Bataillon des Fallschirmpanzer-Grenadierregimentes I „HG“ an der Ziegelei Dreistern und bei Oberförstchen erhebliche Verluste erlitten. Grenadiere dieses II. Bataillons führten bis zur Dämmerung ein stundenlanges, heftiges Gefecht mit einer Einheit des 929. Schützenregimentes um das Umspannwerk Rattwitz, das sie mit hohen Verlusten einnahmen. Gepanzerte Kräfte wurden an diesem Tag aus Bautzen herausgezogen. Dazu gehörte die Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“, die vor Bloaschütz konzentriert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angriff wurde  am 24.04. 12 Uhr abgebrochen und die 2. polnische Panzerbrigade musste auf Salzenforst und Bolbritz zurückgehen, als deutsche Truppen über Oberförstchen und Bloaschütz zur Umfassung ansetzten, um westlich Salzenforst durchzubrechen und somit die polnische Gruppierung bei Groß-u. Kleinwelka bedrohten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gruben sich am Rand der Ortschaften Salzenforst und Bolbritz mit der Front nach Süden ein. Der Druck der Deutschen nahm stündlich zu. Auf Grund des Treibstoffmangels war die 2. polnische Panzerbrigade unter dem Feuerschutz der Artillerie gezwungen, auf die Ortschaften Schmochtitz und Strohschütz zurückzugehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr.png|mini|605x605px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwäche der 2. poln. Armee erkennend, greift am 25.04. die FschPzDiv 1 „HG“ gegen 13 Uhr aus Richtung Nordwesten auf Teichnitz und Kleinwelka an. Gegen 14 Uhr wurde durch das II. Bataillon des FschGrR 2 „HG“ der Ort Temritz eingenommen. Am Nachmittag erfolgte ein Flankenmanöver der Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“ über Bolbritz und Salzenforst. Die Front der polnischen Truppen wurde aufgerollt und Kleinwelka eingenommen. Am 25. Und 26.04. kommt es in und um Kleinwelka zu schweren Kämpfen mit dem 1. Poln. Panzerkorps. Die polnischen Truppen flohen nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salzenforst wurde am 25.04. von den deutschen Truppen besetzt. Wie Dr. J. Ziesche schreibt, erschossen Angehörige der Panzergrenadierdivision &amp;quot;Brandenburg&amp;quot; sowjetische und polnische Verwundete im Haus Nr.34, wo die Polen ein kleines Lazarett eingerichtet hatten. Die Angaben der Getöteten schwanken zwischen 9 und 14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26./27.04. wurde die 9. Poln. Infanteriedivision im Raum Panschwitz-Kuckau zerschlagen, woran auch Ukrainer der Panzerjagdbrigade „Freie Ukraine“ beteiligt waren. Am 27.04. wurde Bautzen bis zum Kriegsende von der Wehrmacht besetzt. Am 08.05., dem Tag der Kapitulation, nahm das 32. Infanterieregiment der 8. polnischen Infanteriedivision kampflos die Stadt Bautzen ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Quellen:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Spurensuche-Die Kämpfe um Weißenberg und Bautzen im April 1945“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Bautzen im April 1945“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urbanke, Axel: „Endkampf um das Reichsgebiet 1944-1945 Ostfront“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 5,6,7/1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefechtsberichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.511 Luga/Stiebitz/Nadelwitz ====&lt;br /&gt;
GM Nr.26 SC 1.PPK an BH mot. und Pz-Truppen 1.UKF, 24.04.45 12 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     In Erfüllung des GB des Korpskommandeurs ging die 2. PBr um 10 Uhr zum A über und blockierte um 12 Uhr nach Überwindung heftigen Feuerwiderstandes durch den Gegner an der Chaussee 1 km S Stiebitz. Dabei wurden 2 Panzer, 1 SPW und 3 Kfz. des Gegners abgeschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 3.PBr trifft auf außergewöhnlich heftigen Feuerwiderstand gegnerischer Art. und GW aus Richtung Gutshof Nadelwitz, Kasernengebäude am Gutshof an der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     1.mot. Inf. Br: die Schützenbataillone befinden sich O der Chaussee Doberschütz, Bautzen im Abschnitt: Kreuzung der Chaussee mit der AB, Kreuzung der Landstraße mit der Chaussee 1 km NW Höhe 189,0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.513 Bautzen/Nimschütz/Doberschau/Wartha ====&lt;br /&gt;
GM Nr.93 der Führung der 2.PA an die Führung der 1.UKF,24.04.45 14 Uhr (K:100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1.PPK vernichtet im ZW mit dem 48.SK und dem 7.mGK die gegnerische Panzergruppierung am SW, SO OR Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1. mot. Inf. Br verteidigt sich im Abschnitt 1 km NO Bautzen, Wegegabelung O Nimschütz. Die 2.PBr ging zum Angriff über und erreichte um 17 Uhr die Flussbiegung SW Bautzen, wo sie das W Flussufer säuberte. Die 3.PBr ging in Richtung Sokulahora, Doberschau zum Angriff über und erreichte die Wegegabelung 1 km SO Bautzen. 7 Panzer blieben wegen TS-Mangel liegen. Korpsstab: Großwelka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Um 13 Uhr traf eine Kolonne von 250 Kfz. unter Führung des Stellvertreter Chefs RD der Front mit TS und Diesel für die Panzer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Armeestab ab 6 Uhr 24.04.45 Wartha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH (Befehlshaber) der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.514 Bautzen ====&lt;br /&gt;
Meldung der Führung der 2.PA an Führung 1.UKF über die Lage in Bautzen, 24.04.45 15 Uhr Neudorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht während der Gespräche mit General Petrow meldete ich ihm, das Kortschagin nur den Südlichen Teil von BZ aufgegeben hat, so jedenfalls informierte mich Kortschagin.  Es ist jedoch zu vermuten, dass zu diesem Zeitpunkt die gesamte Stadt mit Ausnahme einzelner Widerstandsherde in den Händen des Gegners war. Seit heute Morgen gibt es Gefechte um die Stadt. Ich habe Kortschagin, dem Korpskommandeur Rogossni mit seiner 254.SD ein Regiment der Panzerjägerbrigade und ein Regiment SU -76 zugeteilt und unterstütze ihn mit zwei PBr, die Schläge aus O und SO sowie W und SW führen. Ich habe meiner gesamten Artillerie befohlen, den Kampf um BZ zu unterstützen. Ich habe in Ihrem Namen Kortschagin aufgefordert, die Lage wiederherzustellen und die Stadt koste es was es wolle zu halten. Seit dem Morgen führen wir Gefechte um BZ, ohne irgendwelche spürbaren Ergebnisse. Das Fehlen der Infanterie macht sich bemerkbar. Die Panzer und SFL greifen selbständig an und erleiden Verluste durch gestreckte Ladungen und Artillerie des Gegners. Wir brauchen Infanterie. Ich bitte um Ihre Weisungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Zur vollständigen Einnahme und zum Halten der wichtigen Straßenknoten in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Zur Deckung der 30 km breiten und nicht gesicherten Bresche zwischen BZ und der linken Flanke der 9. ID durch die in der vergangenen Nacht und seit morgens den ganze Tag gegnerische Gruppen in Kompanie- und Bataillonsstärke mit gepanzerten Fahrzeugen in die rückwertigen Räume der 9. und 8. ID einsickern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Für einen Schlag am linken Ufer der Spree und den „Weißen Schöps“ in Richtung Korotejew mit dem Ziel, den eingesickerten Gegner schnellstens zu liquidieren. Dazu bitte ich um die Erlaubnis, unverzüglich meine 10., 7., und Teile der 5.ID aus S in den Raum Königswartha zu verlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Swierszewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.515 Autobahn/Rattwitz/Bolbritz/Kreckwitz/ Basankwitz/Niedergurig ====&lt;br /&gt;
GM Nr.27 SC 1.PPK an Führung 2.PA, 24.04.45 15 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Nach Einnahme von BZ begann der Gegner mit Unterstützung von starkem Artillerie- und Granatwerfer-Feuer in kleinen Gruppen entlang der Autobahn nach W und NW durchzubrechen. Unter starker Feuereinwirkung verließ die 14.PJBr um 14 Uhr den Raum Rattwitz nach N. Ein Angriff gegnerischer Panzer und Infanterie in Richtung Oberuhna wurde abgeschlagen. Es wurden 2 Panzer abgeschossen. Die restlichen drehten nach W ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Um 14.30 Uhr brach der Gegner mit einer Kompanie in Bolbritz durch. Die restlichen kleinen Gruppen drehten nach W und nördlich davon. Im Raum Kreckwitz handelten bis 2 Bttr des Gegners, in Basankwitz bis 1 Bttr, in Niedergurig bis 1 Bttr und am N OR 1 Bttr Artillerie und GW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Die TT des Korps setzen die Erfüllung ihrer Aufgabe fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.520 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 18.00 Uhr, Salzenforst. - Gefechtsbericht Nr. 0010 des Kommandeurs des 28. Panzerartillerieregiments über die Kampfhandlungen des Regiments in der Region Salzenforst. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Das 28. SFL-AR (Selbstfahrlafetten-Artillerie-Regiment) wurden zur Verteidigung am nordwestlichen Rand von Salzenforst eingesetzt. Um 11:00 Uhr 24.IV.1945, wurden 2 gepanzerte Geschütze SU-85 entsandt, um den rechten Flügel des Panzerangriffs im Wald 1,5 km südlich von Salzenforst zu unterstützen, eines der Geschütze wurde beschädigt (von einer Kanone durchbohrt) und der Geschützkommandant wurde tödlich verwundet. Die restlichen Kampffahrzeuge befinden sich in der Verteidigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Inventar der SFL (Selbstfahrlafette oder Geschützpanzer) SU-85 im Regiment - 20. Der tatsächliche Zustand – 12 bereit zum Kampf. In der Zeit vom 16. bis 24.IV.1945 wurden beschädigt: 3 Geschütze im Gebiet Horka, eines im Gebiet Klix, und eines im Gebiet Salzenforst. Ein Geschütz versank in einem Sumpf im Bereich der Schule Horka, zwei Kampffahrzeuge wurden in der Gegend Horka aufgrund einer technischen Störung zurückgelassen. Insgesamt 8 SU-85 Panzergeschütze (Gefechtsfahrzeuge) außerhalb der Kampfformationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Versorgungsstatus des Regiments: Treibstoff - Dieselkraftstoff 0,7 TF, Benzin - 0,25 TF, Munition - 1 KS; Essen - 2 Rationen pro Tag. Darüber hinaus gibt es in der Gegend von Algier (500 nw Geheege-Ortsteil von Rothenburg): Treibstoff - Dieselkraftstoff 1,5 TF, Benzin 1,5 TF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Verbindung mit dem Armeestab durch die Verbindungsoffiziere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef                                                           Befehlshaber des 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Czubczenko, Major                                       Panzerabwehrartillerieregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                                                                  M. Zubkow, Oberstleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TF – Tankfüllung;  KS - Kampfsatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 521Welka/Niedergurig/Nimschütz ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 18.00 Uhr Welka. – Gefechtsbericht Nr. 080 des Leiters der OPL-Abteilung der 2. Polnischen Armee WP (Wielko Polska – Großpolen?) an den Befehlshaber der 2. poln. Armee WP über die Aktivitäten der feindlichen Luftwaffe und der OPL-Einheiten der Armee. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Armeeeinheiten kämpfen an den bestehenden Grenzen und Regionen. Die feindliche Panzergruppe, die im Rücken der Armee operierte, griff Niedergurig und Nimschütz an; Angriffe wurden abgewehrt. Die zweite Gruppe, die nach unvollständigen Angaben etwa 200 Kampffahrzeuge zählt, griff Bautzen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Während des letzten Tages wurden auf der Landebahn der Armee 43 FW-190 Flugzeuge entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die feindliche Luftwaffe führte Aufklärung über der Kampfgruppe der Truppen, vor allem auf der Straße Bautzen, Malschwitz, Guttau und Bautzen, Königswartha durch. Die Aufklärung erfolgte mit Flugzeugen des Typs He-111, und besonders intensiv mit FW-190 in einer Höhe von 1000 -3000 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Gruppe von 6- 10 Flugzeugen FW-190 der feindlichen Luftwaffe bombardierte und attackierte mit Waffen die Fahrzeugkolonne von 250 Frontfahrzeugen, welche auf der Straße von Welka nach Neudorf Munition und MPS für unsere Armee mitgeführte. 60 rotierende Antipersonenbomben sowie 11 FAB-50 wurden abgeworfen. Es verbrannten 8 Autos auf der Straße von Welka nach Neudorf und 9 Fahrzeuge im Wald nördlich von Neudorf. Die feindliche Luftwaffe griff die Straße Großwelka Königswartha an. 2 Stunden lang bombardierte und beschoß eine Gruppe von 5-6 Flugzeugen FW-190 diese systematisch mit Bordwaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Das Regiment, das die Frontkolonne deckte, feuerte. Es gab keine abgeschossenen Flugzeuge. Munitionsverbrauch unbekannt. Die Einheiten der 3. Flak-Division feuerten nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Das Flak-Artilleriefeuer schoss keine feindlichen Flugzeuge ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Bestand und Verbrauch der Munition. Flakdivision:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbrauch:   85 mm – 0 KS             Bestand:            85mm – 1,2 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      37 mm – 0 KS                                    37 mm – 1,7 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      12,7 mm – 0 KS                                 12,7 mm – 1,2 KS   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 528 Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 20.00 Uhr (Luga). – Gefechtsbericht Nr.28 des Stabschefs des 1. Panzerkorps an den Kommandeur der 2. poln. Armee WP über die Kämpfe des Korps in Bautzen. Karte 1:100 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 20.00 Uhr 24.IV.1945 befahl der Korpskommandeur: die 2. Panzerbrigade mit einem Bataillon des 34. Infanterieregiments den Feind zurückzuschlagen, der in den westlichen Rand einbrach. Während der zweistündigen Kämpfe wurden sechs Panzer „Tiger“ und „Ferdinand“ beschädigt. Aus dem Hinterhalt beschädigte und verbrannte der Feind mit „Tiger“ und „Ferdinand“ fünf unserer Panzer. Etwa 25 feindliche schwere Panzer, massiv unterstützt durch ein Infanteriebataillon, griffen die Gefechtsformationen unserer und benachbarter Truppen am westlichen Rand von Bautzen an. Infanterie und Artillerie benachbarter Truppen befinden sich östlich von uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                     Chef des 1. Stabskorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                     A. Jerisow, Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.531 Stiebitz/Teichnitz/Burk ====&lt;br /&gt;
GM 2.Poln. Armee an Führung 1.UKF, 24.04.45 22 Uhr (Neudorf), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Der Gegner leistete mit zerstreuten Einheiten der PGD „Brandenburg“, dem 114.Marschbataillon, dem 185.Volkssturm. Btl. im Verlaufe des 24.04.1945 heftigen Widerstand und führte GA mit bis zu 1 Bataillon unterstützt durch 5-6 Panzer. Die generische Luftwaffe bombardierte im Verlauf des gesamten 24.04.45 mit Gruppen von bis 30 Flugzeugen (Messerschmitt) unsere Gefechtsordnung und die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Armee im Verlauf des 24.IV.1945: Die 10. PD war im Angriffsgefecht, ..... auf der Linie: 2km südwestlich Neustadt, ....  Die 5. 8. Und 9. PD im vorigen Gebiet befahlen den Abwehrkampf und wehrten eine kleine Gruppe von Feinden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Das 1.PPK mit den 7.mGK und die 254.SD des 48.SK führen mit wechselndem Erfolg Gefechte um Bautzen. Am 24.04.45 20 Uhr setzten sich die TT im Abschnitt Stiebitz, Teichnitz, 2 km SW Burk fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Kfz.-Kolonne der Front mit Munition und Treibstoff traf im Raum Neudorf ein. Dorthin kamen Vertreter der TT zur Übernahme von TS und Munition. Das 1.PPK erhielt keinen TS infolge der aktiven Handlungen der gegnerischen Luftwaffe auf die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Nachrichtenverbindung zu den TT der Armee über Funk und Verbindungsoffiziere. Die Drahtverbindung arbeitete mit Unterbrechung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Ich habe mich entschlossen die Erfüllung der gestellten Aufgabe fortzusetzen und mit dem 1.PPK Gefechte zur Einnahme von Bautzen zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 532 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 23.00 Uhr, Salzenforst – Gefechtsmeldung des Kommandeurs des 5. Schweren Panzerregiments an den Befehlshaber der 2. Poln. Armee über die Gefahr der Gefangennahme durch den Feind bei Salzenforst und der Rückzug des Regiments auf den neuen Verteidigungsabschnitt: Wald 1 km südwestlich von Welka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.IV.1945 ab 12.00 Uhr kämpfte das Regiment gegen feindliche Panzer und Infanterie, die aus dem Gebiet von Bolbritz und dem westlichen Rand von Bautzen kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Panzer, von schwerem Artillerie- und Flugzeugfeuer unterstützt, rückten am 24.IV.1945 22.00 Uhr bis Salzenforst vor. Das Regiment zog sich auf die neue Verteidigungslinie zurück – Wald 1 km südwestlich von Welka. Verluste: 3 Panzer T-34 85mm. Unsere Infanterie gibt es nicht und es gab sie nicht. Das Regiment kämpfte nur mit seinen Gefechtsfahrzeugen. Bitte um weitere Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommandeur des 5. Selbstständigen schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.533 Neudorf/Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 25.IV., 2.00 Neudorf. - Der Gefechtsbefehl des Stabschefs der 2. Armee WP definiert die Aufgaben der Truppen für den Tag 25. April 1945. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befehlshaber der Armee befahl am 25.IV.1945 die folgenden Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    8. Infanteriedivision - nach Bereitstellung im Bereich Luga, Quoos und im Wäldchen nördlich von Quoos beginnen Sie am 25.IV.1945 um 9.00 Uhr den Vormarsch in Richtung Königswartha bis zum Aufeinandertreffen mit Einheiten der 14. Gardeschützendivision und nehmen Sie Kontakt mit Ihnen auf. Anschließend greifen Sie in Richtung Guttau, Kleinsaubernitz an um die Truppen der 7. Und 10. Infanteriedivision zu erreichen und sich mit diesen zu verbinden. Divisionsstab – Quoos, danach Sdier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    10. Infanteriedivision – Angriff nach Süden in Richtung Uhyst, Sdier; vereinigen sie sich mit den Einheiten der 8. Infanteriedivision. Divisionsstab: - Nochten, danach Uhyst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    7. Infanteriedivision fährt mit dem Angriff Richtung Dauban fort und weiter westlich schließen Sie sich den Truppen der 8. Infanteriedivision an, die nach Osten vorrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.    Die 5. und 9. Infanteriedivision - Verteidigung auf breiter Front auf der Linie: 5. Inf.-Div. - östlicher Rand von Kamenz und die 9. Inf.-Div. – Helenau, Bischheim, Nieder Lichtenau, Höhe 306,2, Lichtenberg, Höhe 296,3, Höhe 305,6, Höhe 299,5, Gemeindebusch - decken Sie die Richtung Dresden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.    1. Panzerkorps - Führen Sie in Zusammenarbeit mit dem 7.mech. Gardekorps die zuvor erhaltene Aufgabe gemäß dem Kampfbefehl Nr. 11554 durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.    Führen Sie Aktionen entschlossen und entschieden durch und sorgen Sie vor allem für eine effiziente und flexible Führung der Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.    Armeestab -Neudorf (4km südlich von Königswartha).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.    Bestätigen Sie den Empfang der Befehle, und berichten Sie über die erteilten Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Operationsabteilung                    Stabschef der 2. Armee WP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S. Noss, Oberst                                               J. Sankowski, Brigadegeneral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 534 Großwelka/Großdubrau/Neumalsitz ====&lt;br /&gt;
1945, 25. April, 2.30 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 18 des Stabschefs des 1. Panzerkorps zum Halten der Verteidigungsstellungen des Korps entlang der Grenze Klein- und Großwelka, Fluß Spree. Karte 1:100000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Befehl des Armeekommandanten befahl der Korpskommandant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     4. Panzerbrigade mit den zugewiesenen Truppen - verteidigen Sie sich weiterhin an der aktuellen Grenze und achten dabei besonders auf den linken Flügel. Gefechtsstand - südlicher Abschnitt Großdubrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     3. Panzerbrigade) - bis 6.00 Uhr ziehen sich ihre Truppen über die Spreeübergänge zurück. und beziehen sie die Verteidigung an der Grenze der Höhe 193.0, Klein- und Großwelka. Ausgehend von der Linie halten Sie sich ab 10.00 Uhr in Bereitschaft zum Gegenangriff auf den Feind in Richtung: Rattwitz, Bloaschütz, Nimschütz. Gefechtsstand – westlicher Rand Großwelka. Unterstützt durch das 27. SFL-Art.-Reg. (Panzerjäger-Regiment).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     2. Panzerbrigade - unter dem Kommando des stellvertretenden Brigade Kommandeurs - Oberstleutnant Dmitriev, herausfahren seiner Panzer, in der Gegend von Strohschütz aufstellen und dem Kommandeur der 3. Panzerbrigade zur Verfügung zu stellen. Die rückwärtigen Dienste der Brigade konzentrieren sich in den Wäldern nördlich von Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     1. mot. Inf.-Brigade) mit dem 2. Granatwerferregiment - ziehen Sie sich sofort in kleinen Gruppen von dem besetzten Abschnitt zurück und nehmen Sie die Verteidigung entlang des Westufers der Spree ein. Gefechtsstand – Neu Malsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     25. und 24. SFL-Artillerie-Regiment, 1. Geschoßwerferabteilung und das 47. Artillerie-Regiment - die Hauptkräfte bleiben bis zum Morgen des 25.IV.1945 im bisherigen Gebiet und übernehmen die Verteidigung gemäß den Anweisungen des Artilleriekommandeurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Leiter der Aufklärung - organisieren Sie die nächtliche Aufklärung im Gebiet Bunzlau? (Bolbritz!?) mit der Aufgabe zur Bestimmung der Zusammensetzung und Gruppierung feindlicher Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Stellvertretender Brigadekommandeur für rückwärtige Dienste - Nachschub von Treibstoff und Munition gemäß den Richtlinien des Leiters des Rückwärtigen Dienstes sicherstellen. Gefechtsstand – 6. Nachrichtenbataillon?), 2. Kradschützen-Bataillon, 15. Pionierbataillon bis zum Morgen des 25.IV.1945. – Luga. 15. Pionierbataillon schirmt ab und geht an Luga heran in westlicher und nördlicher Richtung. Rückwärtige Dienste Raum Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Gefechtsstand Korps ab 6.00 Uhr – Großwelka, ab 6.00 Uhr – Luga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.     2. Kradschützen-Bataillon) – bezieht Stellung im Gebiet von Übigau, um den Stab des Korps von Norden abzuschirmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.  Es sollen Berichte vorgelegt werden: über die Uhrzeit des Marschbeginns und über das Zusammenstoßen mit dem Feind, dann stündlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                                 Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                          A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.535 Großwelka/Quoos/Übigau ====&lt;br /&gt;
1945, 25 April, 3.00 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 019 des Stabschefs des 1. Panzerkorps über den Übergang des 4. Panzerbrigade und der 1. mot. Inf.-Brigade in die Reserve des Armeebefehlshabers und die Unterstellung der 3. Panzerbrigade unter den Kommandeur der 8. Infanteriedivision. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemäß dem Gefechtsbefehl des Stabes der 2. polnischen Armee WP vom 25.IV.1945 befahl der Korpskommandeur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     3. Panzerbrigade, 24.,25. und 27. SFL-Artillerieregiment wird der 8. Infanteriedivision zugewiesen. Zugewiesene Truppen verstärken die Verteidigung der Division. Tarnen sie die Kampffahrzeuge und organisieren Sie Panzerhinterhalte auf der Linie: a) Kreckwitz, Höhe 193,0, Großwelka; b) Horka, Übigau, Radibor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Granatwerferregiment sowie die 1. Geschoßwerferabteilung werden der 9. Infanteriedivision zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die 4. Panzerbrigade, ohne ein einziges Panzerbataillon– die Reserve des Armeekommandanten – ist bis 7.00 Uhr im Zentrum von Quoos. Ein Bataillon soll dem 17. Infanterie-Regiment mit der Aufgabe des gemeinsamen Kampfes in der Region Sdier zugeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Die 1. mot. Inf.-Brigade bildet zusammen mit der 4. Panzerbrigade eine mobile Reserve des Armeekommandanten, um den zweiten Verteidigungsabschnitt auf der Linie Übigau – Quoos zu besetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Kommandeure der zugewiesenen Truppen - melden sich bis 8.00 Uhr des 25.IV.1945 bei den Divisionskommandeuren, um von ihnen Gefechtsaufgabenaufgaben zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Gefechtsstände: 8. Infanteriedivision – Quoos, 9. Infanteriedivision – Horka 8048 (russ. Koordinate).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Über die Ausführung ist bis 10.00 Uhr 25.IV.1945 Meldung zu erstatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Artilleriekommandant - sorgen Sie für den rechtzeitigen Abzug der Abteilungen und deren Konzentration im neuen Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.536 Kleinwelka/Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945; 25. April 3.00 Uhr, Kleinwelka. - Gefechtsbericht Nr. 011 des Stabschefs des 5. schweren Panzerregiments über die Kämpfe der 1. Panzerkompanie in der Umgebung Salzenforst. Karte 1:50000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich melde, dass beim Angriff der 1. Kompanie des 5. schweren Panzer-Regiments um 18.00 Uhr am 24.IV.1945 in Richtung Salzenforst zwei Panzer &amp;quot;Tiger&amp;quot; ausbrannten und einer in der Gegend von Salzenforst beschädigt wurde. Derzeit besetzt die 1. Kompanie Feuerstellungen am südlichen Rand des Wäldchens 500 m nordöstlich von Salzenforst. Die Kompanie erlitt keine Verluste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef des 5. Unabhängigen (selbstständigen) schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Panzergrenadier-Division Brandenburg ====&lt;br /&gt;
Von Anfang März bis Mitte April 1945 stand die Division im Raum Weißwasser an der Lausitzer Neiße. Bei dem erneuten sowjetischen Großangriff der Roten Armee am 16. April wurde die Division schließlich im Raum Rothenburg-Penzig (nördlich Görlitz) eingekesselt, konnte jedoch schon am 20. April nach Löbau ausbrechen. Nachdem die Reste der Division um Bautzen gekämpft hatten, wurden sie am 3. Mai 1945 per Bahn in den Raum Mährisch-Ostrau in das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren verbracht. Anfang Mai 1945 kämpften dort immer noch Einheiten der Division bei Olmütz und zogen sich bis in den Raum Deutsch-Brod zurück. Nach der Kapitulation der Wehrmacht marschierte ein Teil der Division nach Westen, während andere Teile sich einfach auflösten. Ein großer Teil ging in Tabor in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Vielfach wurden Angehörige der Division von der tschechischen Bevölkerung ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisberichte von Salzenforster Einwohnern ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H.-J. Schneider *02.01.1941 Salzenforst Nr.28:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;In der Nacht vom 13. zum 14. 02 1945 konnten wir von Salzenforst aus einen hellen Schein in Richtung Dresden erkennen. Ich war gerade 4 Jahre alt. Es wurde gesagt, Dresden brennt. Man sprach davon, daß vorher Christbäume von Aufklärungsflugzeugen gesetzt wurden (sogenannte brennende Fackeln), um den Bomben die Ziele zu markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dann die Kriegshandlungen näher rückten, wurden mit unseren Nachbarn sowie im gesamten Viertel, auch Ziegenviertel genannt, (dort wohnten Witschas, Schulze, Schneider, Hänsch, Paulik, Polan, Dresler und Heine), Maßnahmen ergriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männer, außer Johann Polan, waren eingezogen oder bereits verstorben. Bei den ersten Kriegshandlungen fuhren wir mit unseren Kuhgespannen in die Sandgrube in Richtung Uhna - Schmochtitz. Hier flogen mit heulendem Geräusch die Granaten über uns. Als dieser Angriff vorüber war, kehrten wir wieder in unsere Gehöfte zurück. Die Kriegshandlungen rückten immer näher und uns wurde befohlen, Salzenforst zu verlassen. Wir flüchteten mit unseren Kuhgespannen +ber Sohland bis nach Schluckenau. Unser Wagen war bepackt mit Futter für die Kühe, 5 Gänse, ein Krug mit Sahne (aus der durch das Geschüttel Butter wurde) und ein paar Habseligkeiten für Mutter, Tante und uns 2 Jungs. Dort erlebten wir auch Fliegeralarm und suchten in Kellern Unterschutz. Kann mich aber an Bombenexplosionen nicht erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir wieder zu Hause waren, konnten wir keine großen Schäden erkennen. In unserer Hofeinfahrt stand ein kaputtes Halbraupenfahrzeug und bei Schulzes- oder Witschas Scheune, ich weiß es nicht mehr genau, war durch ein Panzer eine Gebäudeecke stark beschädigt. Die beschädigten Kriegsgeräte und die freiliegende Munition wurden noch von der Wehrmacht weggeräumt. Die &amp;quot;Russen&amp;quot; rückten dann ins Dorf ein und Nachbars Polan Friedel wurde zwischen uns zwei Jungs im Bett versteckt, denn Kinder wurden in Ruhe gelassen. In unserem Haus war für kurze Zeit auch ein russischer Offizier einquartiert, so daß wir relative Ruhe hatten. Dann wurden Leute aus dem Dorf verpflichtet, Vieh aus den Ställen der Bauern in Richtung Osten zu treiben. Wir behielten aber unser Vieh. Später kamen die &amp;quot;Russen&amp;quot; mit ihren Panjewagen ins Dorf gefahren und tauschten Gegenstände (auch Spielzeug) gegen Lebensmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Vater kam im Herbst 1945 aus der Gefangenschaft abgemagert zurück. Da er nur ein Auge besaß und auf der anderen Seite ein Glasauge trug und dieses wegwarf, wurde er als Invalide aus der Gefangenschaft entlassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin Schulze Haus Nr. 29:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 14 Jahren erlebte er die Kämpfe in und um Salzenforst hautnah mit. Gemeinsam mit Älteren vom Volkssturm sollte er als Hitlerjunge Panzersperren errichten. Die Deutschen griffen Salzenforst von Bolbritz und Uhna aus an. Die Scheune seines elterlichen Gehöftes wurde durch Panzerbeschuß stark beschädigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martha Worm Haus Nr.24:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine alleinstehende Großmutter begab sich mit ihren 2 Töchtern auf die Flucht Richtung Sächsische Schweiz nach Rathmannsdorf zu Verwandten. Wie so viele konnten sie nur das Notwendigste mitnehmen. Nach ihrer Rückkehr waren Haus und Hof geplündert. Das versteckte Hab und Gut wurde von den russischen Soldaten, welche einquartiert waren, gefunden und konfisziert. Mein Vater Ferdinand Worm, froh, den Krieg überlebt zu haben, floh aus englischer Gefangenschaft und kam über Umwege 1946 nach Hause.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Karl Domschke Haus Nr.14 und Moldenhauer Haus Nr.16c, Schatte, Weiß:&#039;&#039;&#039;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Domschke war bei der Erschießung der jüdischen Frauen zugegen. (Manfred gibt Bericht). Erlebnisse s. u. &amp;quot;Judendenkmal&amp;quot;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene Einwohner ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in Salzenforst wurden mit der gleichen Härte geführt wie überall um Bautzen. Es wurden zahlreiche Gebäude im Ort durch Artillerie- und Panzerbeschuss zerstört. Lt. Ortschronik starben bei den Kämpfen 6 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22.04.45 wurde &#039;&#039;&#039;Karl Pietschmann&#039;&#039;&#039; durch einen deutschen Wachposten auf dem Feld erschossen, weil er nicht stehen blieb. Man sagt, Karl war geistig verwirrt. Die Chronik berichtet, dass Herr Pietschmann die Kühe auf der Wiese umpflocken wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus Nr.33 (ehemals Dreßler) war eine Anzahl zurückgebliebener Einwohner im Keller eingesperrt. Der pensionierte Schulmeister Wange hatte eine weiße Fahne oder Taschentuch gehisst und sich wieder in das Haus zurückbegeben. Die deutschen Soldaten vermuteten einen Hinterhalt der Polen und warfen eine oder mehrere Handgranaten in das Haus. Herr Wange war sofort tot und Frau Suschke und Frau Preusche starben an ihren schweren Verletzungen (Pietsch, Karl: „Ortschronik Salzenforst“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Margarethe Suschke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Maria Auguste Preusche&#039;&#039;&#039; (1. Frau von Preusche, Hermann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Herr &#039;&#039;&#039;Ernst Heinrich Richard Wange&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kam es zu einem tragischen Unfall.  Die 7-jährigen Kinder &#039;&#039;&#039;Wolfgang Mattitza&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Günter Jentsch&#039;&#039;&#039; spielten am 23.05.1945 auf dem Feld von Domschke (jetzt Kreisverkehr) Hascher. Dabei fanden sie eine Stielhandgranate und da sie nicht wussten, um was es sich handelte, schmissen sie diese weg. Durch die Explosion wurden beide Kinder schwer verletzt. Nachdem man sie fand, wurden sie mit dem Fuhrwerk nach Bautzen gebracht. Wolfgang M. verlor das rechte Auge, Günter J. verstarb am nächsten Tag im St. Benno Krankenhaus in Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene ausländische Bürger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maslanka, Feliks Tod.jpg|mini|548x548px|Bekanntmachung zur Hinrichtung von Feliks Maslanka]]&lt;br /&gt;
Während des Krieges waren im Ort ausländische Bürger zur Arbeit auf den Bauernhöfen gezwungen (sog. „Zwangsarbeiter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod des Zwangsarbeiters &#039;&#039;&#039;Feliks Maslanka&#039;&#039;&#039; aus Polen wurde am 13.02.42 durch die Gestapo Dresden angezeigt. Augenzeugen berichteten, dass während des Krieges ein Zwangsarbeiter erhängt wurde, weil dieser eine Liaison mit einer Deutschen gehabt haben soll. Das war Herr Maslanka. Die Hinrichtung fand ganz in der Nähe des Chorberges statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau &#039;&#039;&#039;Anna Hortaszko&#039;&#039;&#039;, ebenfalls Zwangsarbeiterin aus Polen, verstarb lt. Sterbeurkunde am 05.04.45 um 22 Uhr mit 23 Jahren an einem Herzschlag. Sie wurde im Waschhaus des Hauses Nr.17 tot aufgefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;KZ - Häftling mit der Nr. 186443&#039;&#039;&#039; ist am 10.02.1945 gegen 17 Uhr am Pfahl 48/5 des Bahndammes der Reichseisenbahn in Stiebitz tot aufgefunden worden. Es war &#039;&#039;&#039;Rene&#039;&#039;&#039; Louis Jean Gabriel &#039;&#039;&#039;Stouff&#039;&#039;&#039;; geboren am 03.03.1920 in Arbois/Frankreich. Am 30.4.1944 kam er mit dem Transport aus Paris am KL Auschwitz an. Nach dem &#039;&#039;Kalender der historischen Ereignisse im KL Auschwitz&#039;&#039; [&#039;&#039;Kalendarium wydarzeń w KL Auschwitz&#039;&#039;], S. 649 von D. Czech wurden die Häftlinge am 30.04.1944 aus Paris gebracht. Sie erhielten Nummern von 184 936 bis 186 590 (Archiv des Museums Gross-Rosen). Letzter Eintrag in der Datei: 14.8.1944 r. KL Birkenau, B II f, Block 11. Von Rene Stouff wissen wir, dass dieser am 7.5/9.5.1944, 31.7./1.8.1944 und 7./8.1944 sowie am 14.8.1944 vom Lagerarzt im KZ Auschwitz untersucht wurde. Er wurde am  18.01.45 von Auschwitz-Birkenau deportiert, danach für einige Tage im KL Groß-Rosen untergebracht. Auf dem weiteren Transport mit der Reichsbahn in Richtung Mauthausen von der SS am 03.02.1945 getötet. Sein lebloser Körper wurde in der Nähe von Bautzen aus dem Zug geworfen. (Such- und Bescheinigungsvorgang Nr. 208.355 /Arolsen Archiv)     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Soldatengrab auf dem Friedhof Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik.png|mini]]&lt;br /&gt;
Wann das Grab mit dem Grabstein errichtet wurde, ist nicht mehr bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulz, Albert                      &#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;20.07.1920                                                                †25.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldwebel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Baumgarten, Johann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1926 Saarlautern                                        †April 1945 in Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schütze der St.Kp.II G.E.R. mot. G.D. -1797-         am Garten von Holland Nr.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater: August Baumgarten Saarlautern I; Saarstr. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Krepela, Friedrich aus Wien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1921 Wien                                                      †25.04.1945 Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soldat                                                                        Hausgarten bei Seidler Nr.11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Truppe: Edelweiß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RAD Feldnachschublager FP-Nr.46927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmidt, Gerhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;25.01.1922 Halbemond (Ostfriesland)                 †29.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obergefreiter des 2.FschPzGrenReg.1HG          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rebel, Bernhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;14.01.1927 Schwerstedt (Ettersberg/Weimar oder bei Straußfurt/Sömmerda) †04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwabe, Günther Manfred Hermann Ernst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;08.04.1926 Frankfurt/Main                                    †25.04.1945 in Temritz gefallen (Sterbe-Urk. Kleinwelka 7/46)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier; vermutlich II.Fsch.PZ.Gren.Reg.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abiturient/evangelisch/ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohnhaft in Sondershausen, Göldnerstraße 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: Berndt, Eberhard)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchhalteparolen zu Kriegsende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Befehle von der Führung ====&lt;br /&gt;
Anfang März Generaloberst Guderian: &#039;&#039;&amp;quot;Der deutsche Ostkämpfer weiß, daß dies der letzte und entscheidende Kampf ist, der über den Fortbestand unseres Volkes und unserer Nation entscheidet ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. März Dr. Goebbels: &#039;&#039;&amp;quot;..... schlagt die Bolschewisten, wo ihr sie trefft! ... Niemals wird die Kunde kommen, daß wir kapitulieren...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. März A. Hitler: &#039;&#039;&amp;quot;es gibt nur ein Gebot, mit verbissener Entschlossenheit allles zu tun, um den Gefahren zu trotzen, die Wende wieder herbeizuführen und zu dem Zweck dieWiderstandskraft unseres Volkes und die seiner Wehrmacht materiell und geistig zu stärken. Ebenso groß muß aber unser Fanatismus in der vernichtung derjenigen sein, die sich dem zu widersetzen suchen ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
02. April Reichsminister und Privatsekretär M. Bormann: &#039;&#039;&amp;quot;... der Kampf gegen den ins Reich eingedrungenen Gegner ist überall mit aller Unnachgiebigkeit und Unerbittlichkeit zu führen ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Reichsführer der SS Heinrich Himmler: &#039;&#039;&amp;quot;... jedes Dorf und jede Stadt werde mit allen Mitteln gehalten. Jededr für die Verteidigung eines Ortes verantwortliche deutsche Mann, der gegen diese selbstverständliche nationale Pflicht verstößt, verliert Ehre und Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Oberkommando der Wehrmacht Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel: &#039;&#039;&amp;quot;... Städte liegen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Sie müssen daher bis zum äußersten verteidigt und gehalten werden ... für die Befolgung des Befehls sind die in jeder Stadt ernannten Kampfkommandanten persönlich verantwortlich. Handeln sie dieser soldatischen Pflicht und ASufgabe zuwider, sowie alle zivilen Amtspersonen, die den Kampfkommandanten von der Pflicht abspenstig zu machen versuchen, oder gar bei der Erfüllung seiner Aufgaben behindern, werden zum Tode verurteilt ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führerbefehl Adolf Hitlers vom 16. April 1945: &#039;&#039;&amp;quot;Wer euch Befehl zum Rückzug gibt, ohne das ihr ihn genau kennt, ist sofort festzunehmen und nötigenfalls augenblicklich umzulegen, ganz gleich, welchen Rang er besitzt.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befehl von Generalfeldmarschall Ferdinand Schoerner an die Kommandeure: &#039;&#039;&amp;quot;Ich kenne keine Begriffe wie Absetzen, Zurückkämpfen, Einklappen.&amp;quot;&#039;&#039; Schoerner wird als brutalster aller Feldmarschäle bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. April Tagesbefehl Schoerner: &#039;&#039;&amp;quot;Wer seine Stellung verläßt, wird erschossen.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 6/1965)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Propaganda in Sachsen bzw. Bautzen ====&lt;br /&gt;
5. März Gauleiter Sachsen Martin Mutschmann. &#039;&#039;&amp;quot;Der Glaube an den Sieg muß erhalten bleiben und darf niemals durch ein etwaiges Vorrücken des Gegners zerbrechen. jed Meter Boden, den der Feind gewinnt, muß er mit einem ungeheuren Blutzoll erkaufen ... Nur der Tapfere behält das Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. März Kreisleiter Karl Martin vor den Bautzener Handwerks-u. Handelsbetrieben: &#039;&#039;&amp;quot;... Der Führer hat dieses Jahr als das Jahr der Wende bezeichnet. Auf sein Wort können wir uns unbedingt verlassen ... Für uns gilt es durchzuhalten, den Kopf hoch zu halten bis zu dem uns gewissen Endsieg ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. März Propagandaleiter Elsner (Großkundgebung in Bautzen): &#039;&#039;&amp;quot;... Mitten im Generalsturm unsrer Feinde müssen wir uns entscheiden, ob wir durchhalten wollen oder nicht, ob wir noch Vertrauen und Glauben an den Sieg haben ... Halten wir also aus und nehmen uns die deutschen Stützpunkte am Atlantik zum Vorbild! ...!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. April Gauleiter Mutschmann: &#039;&#039;&amp;quot;... Widerstand und Kampf bis zum Letzten! Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen und bedroht unsere Heimat mit Hunger und Elend, mit Tod und Verderben. Wer in dieser Not des Volkes gegen die Anordnungen der Partei und des Staates handelt und der nationalen Ehre unseres Volkes Schande macht, wird aus der Volksgemeinschaft ausgelöscht. jede Feindbegünstigung, sei es die Annahme von Geschenken, das Heraushängen weißer Tücher aus den Fenstern oder irgendeine Form der Anbiederung an den Feind ist Landesverrat und wird mit den Tode bestraft ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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		<title>Datei:Reifen.jpg</title>
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		<updated>2025-11-27T08:06:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;vh&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Denkmale&amp;diff=924</id>
		<title>Denkmale</title>
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		<updated>2025-11-26T14:40:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Entstehung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In und um Salzenforst sind eine Reihe von Denkmalen, zu denen wir Informationen aufbereitet haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Franzosengrab bei Schmochtitz 1813 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab 1813 Schmochtitz 1.jpg|mini|372x372px|neuer Grabstein des &amp;quot;Franzosengrabes&amp;quot; bei Schmochtitz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Franzosengrab ursprünglich.jpg|mini|371x371px|alter Grabstein (Ausschnitt einer Postkarte)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräfin Auguste Charlotte von Kielmansegge (1777-1863), Tochter des Rittergutsbesitzers Reichsgraf Peter August von Schönberg in Schmochtitz, ließ 1813 drei gefallene Franzosen begraben und ein Grab 150m von der Straße nach Bautzen errichten. Die Gräfin verehrte den Kaiser der Franzosen. Sie erhoffte sich von Frankreich Freiheit für alle Standesbeschränkungen. Um das Leben ihres Gatten Graf Ferdinand von Kielmannsegge bittend, der als Verräter von den Franzosen inhaftiert ist, kommt die Gräfin nach Paris und wird die Vertraute Napoleons. Für ihn sondiert sie die politischen Meinungen in den Salons und ist fördernde Mittlerin zwischen Paris und Dresden. Ihr Einfluß für Sachsen beim Kaiser wird als bedeutend eingeschätzt. Von 1809-1812 lebt die Gräfin mit ihren 4 Kindern in Paris. Napoleon hinterläßt bei ihr wichtige Dokumente, als er nach Rußland aufbricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Thost, Fabrikbesitzer in Zwickau, erwirbt 1892 das Rittergut. Auf dem Franzosengrab gibt er seine Gesinnung kund. In Form einer Lanze läßt er einen Eisenstab in die Sandsteinplatte treiben, an dessen oberen Ende ein Medaillon mit dem Bildnis Bismarcks angebracht ist. Dazu im rechten Winkel wie ein Fähnlein mit der Aufschrift &amp;quot;Seitdem das deutsche Reich erwachsen, beschützt kein Franzmann mehr die Sachsen&amp;quot;.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser alte Grabstein ist verschollen und es existieren auch keine Bilder. Durch ABM (Arbeitsbeschaffunfsmaßnahmen) wurde jedoch wieder ein Stück der damaligen Geschichte erlebbar. Frau Friedland, Herr Pfarrer Pietsch und Herr Wenk haben das Grab gesucht und erforscht. Der neue Grabstein wurde vom Bistum Dresden-Meißen errichtet. (Franz Triebs: &amp;quot;Das Franzosengrab in Schmochtitz&amp;quot; 1994)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Franzosendenkmal in Kleinwelka 1813 ==&lt;br /&gt;
Auf dem am Eingang des Friedhofes 1815 errichteten Gedenkstein steht geschrieben: &amp;quot;Denkmaal/Der in der Schlacht/bey Bautzen/den 20. Mai 1813/verwundeten und allhier/Verstorbenen/23 französischen und/baierischen Soldaten/welche hier begraben/liegen&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[Datei:Kleinwelka Franzosendenkmal.jpg|mini|Kleinwelka &amp;quot;Franzosendenkmal&amp;quot; (aus Bautzener Kulturschau 12/1973)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== I. Weltkrieg 1914-1918 &amp;quot;Kriegerdenkmal&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beschreibung ===&lt;br /&gt;
Auf dem Chorberg, dicht an der Straße von Bautzen in Richtung Salzenforst, ganz in der Nähe des Triangulationspunktes, steht die Kriegergedächtnisstätte. Den Platz dazu überließ der Gutsbesitzer Ferdinand Wilhelm Worm stiftungsweise. Die 7 großen Granitsteine stammen aus dem Steinbruch Zocka. Der unterste Block wiegt ca. 3 Tonnen. Die Namen meißelte der wendische Bildhauer Mütterlein aus Muschelwitz ein. Die Arbeit überwachte Gutsbesitzer Müller. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weihe erfolgte am Erntefesttag, dem 17. Oktober 1920, durch die beiden Pfarrer Räde und Heiduschke, die ihre Rede in deutscher und sorbischer Sprache hielten. Die Gewehrsektion des Kriegervereins Salzenforst ehrte die Gefallenen mit einer Salve. Anwesend waren auch der Militärverein Kleinwelka und der Kriegerverein Seidau. Nach der Rede des Denkmalausschußvorsitzenden, Gutsbesitzer August Müller, übernahm der Bürgermeister August Zieschang das Ehrenmal in die Obhut der Gemeinde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Sockel zwischen den beiden Granaten sind die Worte Theodor Körners eingemeißelt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Wer mutig für sein Vaterland gefallen, Der baut sich selbet ein ewig Monument, Im treuen Herzen seiner Landesbrüder, und dieses Gebäude stürzt kein Sturmwind nieder.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In sorbisch leuchten die Worte: &#039;&#039;&amp;quot;We swerje stawa kce a traje&amp;quot;&#039;&#039; und &#039;&#039;&amp;quot;Za hwezdami je statok mera&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus &amp;quot;Lausitzer Kriegergedächtnisstätten&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namen der Gefallenen sind an der Nord-bzw. Südseite des Denkmals verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefallene im I. Weltkrieg 28. Juli 1914 – 11. November 1918 ===&lt;br /&gt;
(aktualisiert am 19.08.2021)&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Name&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Vorname&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Geburtsdatum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Todesdatum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Bemerkungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|MENGER&lt;br /&gt;
|Karl   August&lt;br /&gt;
|29.03.1891 in Eutrich, zuletzt Salzenforst&lt;br /&gt;
|10.01.1915&lt;br /&gt;
|Arbeiter;   ledig; ev.-luth.; Soldat im 12. Kgl. Sächs. Inf.-Reg. Nr.177 1.Kompanie; im Gefecht   bei Sommedy-Tahure gefallen infolge Kopfschussverwundung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|KARLUS&lt;br /&gt;
|Johann   Ernst&lt;br /&gt;
|09.04.1889 in Oehna, zuletzt Salzenforst Nr.22&lt;br /&gt;
|25.01.1915&lt;br /&gt;
|Kutscher;   verheiratet; ev.-luth.; Soldat d. Reserve im 4.Kgl.Sächs.Inf.-Reg.Nr.103   10.Kompanie; gefallen inf. Mundschusses bei Sturmangriff auf LaCrente Fe (?)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|HEINE&lt;br /&gt;
|Ernst&lt;br /&gt;
|18.02.1881&lt;br /&gt;
|14.09.1914&lt;br /&gt;
|?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|HORN&lt;br /&gt;
|Ernst Hermann&lt;br /&gt;
|09.08.1893 in Salzenforst Nr.28&lt;br /&gt;
|14.04.1916&lt;br /&gt;
|Ev.-luth.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|HORN&lt;br /&gt;
|Emil Karl&lt;br /&gt;
|14.09.1895 in Salzenforst Nr.28&lt;br /&gt;
|06.10.1918&lt;br /&gt;
|Stellmacher;  ev.-luth.; M.-G.-Schütze, Cussel in Frankreich im Abwehrkampf gefallen durch  Kopfschussverwundung mit Art.-Geschoß&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|KUBSCH  (KUPPSCH)&lt;br /&gt;
|Ernst August&lt;br /&gt;
|18.09.1887 in Grubschütz; zul. Safo Nr.11&lt;br /&gt;
|28.08.1918&lt;br /&gt;
|Wirtschaftsgehilfe;  ledig, ev.-luth.; Reservist im Leib-Grenadier-Reg. Nr.100 8.Kompanie; im  Stellungskampf bei Dorf Vraube/Vraucourt (Frankreich) – gestorben an Unterleibsverwundung  durch Art.-Geschoß&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|KUTTER&lt;br /&gt;
|Walter&lt;br /&gt;
|1898&lt;br /&gt;
|28.06.1918&lt;br /&gt;
|vermisst&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|MAUTSCH&lt;br /&gt;
|Georg&lt;br /&gt;
|11.03.1895 in Guhra&lt;br /&gt;
|07.02.1916 &lt;br /&gt;
|Soldat;  ledig; röm.-kath.; St. Elvi Frankreich Stellungskampf durch Kopfschuss  gefallen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|PIETSCHMANN&lt;br /&gt;
|Ernst&lt;br /&gt;
|28.08.1895&lt;br /&gt;
|25.01.1915&lt;br /&gt;
|Westfront&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|RÖLKE&lt;br /&gt;
|Ernst&lt;br /&gt;
|01.04.1893 in Salzenforst Nr.23&lt;br /&gt;
|05.04.1916 &lt;br /&gt;
|Wirtschaftsgehilfe;  ledig; ev.-luth.; Gefreiter im Kgl.Sächs.Inf.-Reg.Nr.192 8.Kompanie; am  05.04.1916 verwundet und am 09.07.1916 tot durch Bergungskommando aufgefunden;  Sturm auf Hautecourt; beerdigt bei Malancourt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|RÖLKE&lt;br /&gt;
|August Paul&lt;br /&gt;
|17.01.1898 in Salzenforst Nr.23&lt;br /&gt;
|10.04.1918 &lt;br /&gt;
|Landwirt;  ledig; ev.-luth.; Soldat im Kgl. Sächs. Inf.-Reg. Nr.103 6.Kompanie; gestorben  inf. Verwundung durch M.-G.-Geschoß in linker Hüfte bei Sturmangriff bei  Fleurbaix; Soldatenfriedhof Beaucamps-Ligny Block 9 Grab 66 (Volksbund)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SCHMOTSCHKE&lt;br /&gt;
|Paul&lt;br /&gt;
|09.08.1891&lt;br /&gt;
|27.07.1917&lt;br /&gt;
|Ostfront?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|WINKLER&lt;br /&gt;
|Johann Bernhard&lt;br /&gt;
|17.08.1898 in Salzenforst Nr.16&lt;br /&gt;
|04.07.1918 &lt;br /&gt;
|Ledig;  röm.-kath.; gestorben zu Hause als Militärinvalide&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SCHULZE&lt;br /&gt;
|Max Georg&lt;br /&gt;
|08.08.1899 in Ebersbach; zuletzt Salzenforst Nr.24&lt;br /&gt;
|21.04.1918&lt;br /&gt;
|Stallschweizer;  ledig; ev.-luth.; Soldat im Kgl. Sächs. Res. Inf. Reg. 102 5. Komp.; bei  Arlen...en Gohelle (Frankreich) verwundet u. gestorben durch Handgranate an  Kopf u. Hals&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|WINKLER&lt;br /&gt;
|Paul&lt;br /&gt;
|23.07.1893 in Salzenforst Nr.16&lt;br /&gt;
|08.09.1914 &lt;br /&gt;
|Röm.-kath.;  vermisst&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Weltkrieg 1939-1945 &amp;quot;Gedenktafel&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Recherchen wurde gegenüber dem Eingang zum Friedhof im Jahre 2023 eine Gedenktafel erichtet. Diese soll eine Mahnung sein gegen den Krieg, der unvorstellbares Leid bringt. Ursprünglich sollte diese Tafel an der Friedhofskapelle angebracht werden. Die Genehmigung dazu wurde jedoch vom Oberbürgermeister der Stadt Bautzen mit dem Hinweis, daß dies der Friedhofssatzung widerspreche, verwehrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden sowohl die Namen der einberufenen Soldaten aufgeführt, welche auf dem Schlachtfeld starben, als auch der Einwohner, welche bei den Kämpfen in und um Salzenforst in den Tagen vom 23.-25. April 1945 getötet wurden sowie von den Personen, die durch den Krieg ihr Leben im Ort verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine Wehrpflicht im Deutschen Reich wurde mit dem Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht vom 16. März 1935 wieder eingeführt. Die Dauer des aktiven Wehrdienstes betrug 2 Jahre. Lediglich einige zah­lenmäßig begrenzte Kategorien (z. B. Verheiratete) wurden nach einjähriger Dienstzeit entlassen. Einberufen wurde im Herbst 1935 zunächst der Jahrgang 1914, dann 1915, 1916, 1917.  Der jüngste noch im l. Welt­krieg ausgebildete Jahrgang war der Jahrgang 1900. Dazwischen klaffte die Lücke der so genannten &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;weißen&amp;quot; Jahrgänge, die keine Ausbildung genossen hatten. Um auch sie nach Möglichkeit für das Heer im Kriege als personelle Reserve verfügbar zu machen, wurden für diesen Zweck neben der aktiven Truppe &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;Ergänzungseinheiten&amp;quot; (E-Einheiten) aufgestellt. In ihnen erhielten die Angehörigen der weißen Jahrgänge eine zwei-, später dreimonatige Kurzausbildung. Zunächst wurde 1936 der Jahrgang 1913 einberufen, dann 1937 die Jahrgänge 1912 sowie 1908 und älter. (Quelle: Lexikon der Wehrmacht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefallene Soldaten ===&lt;br /&gt;
1.   &#039;&#039;&#039;Berndt, &amp;lt;u&amp;gt;Otto&amp;lt;/u&amp;gt; Max&#039;&#039;&#039; *31.03.1917 Salzenforst Nr.16 (wohnhaft Burkau Nr.119 ) †11.09.1941 gefallen bei Woropajewo (Weißrußland/Ostfront); Granatsplitter am Hinterkopf; Obergefreiter 1. Reit. /Aufkl. Abtl.113 Beruf: landwirtschaftl. Arbeiter; ev.-luth.; ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.  &#039;&#039;&#039;Brytsche, &amp;lt;u&amp;gt;Hermann&amp;lt;/u&amp;gt; Richard&#039;&#039;&#039; *12.09.1912 Salzenforst N4 (wohnhaft Kamenz; Elstraer Str. 36) †03.02.1944 gefallen 300m nördl. Ortsmitte Ssora-Log, 45 km nw von Luga   (Leningrad), A.G. Volltreffer; Gefreiter 4.Komp. Gren.Regt.32, 23. Inf.-Div., XXXXIII AK, 16. Armee, Heeresgr. Nord; ev.-luth. Konfession; ⚭1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. &#039;&#039;&#039;Dreßler, Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Max&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *28.10.1902 in Karlsdorf (wohnhaft Salzenforst Nr.33) †vermißt; für tot erklärt worden durch das Amtsgericht BZ am 24.11.1950; Todeszeitpunkt: 31.07.1949, Beruf: Maschinenschlosser ev.-luth., ⚭1923&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. &#039;&#039;&#039;Heine, &amp;lt;u&amp;gt;Kurt&amp;lt;/u&amp;gt; Willy&#039;&#039;&#039; *25.11.1912 in Unwürde Kr. Löbau (wohnhaft Salzenforst Nr. 34, zuletzt Rattwitz Nr. 18) †24.01.43 19.15 Uhr gefallen in Karatschew (Oblast Brjansk, vor Moskau) Obergefreiter, Beruf: Zimmerer; ev.-luth., ⚭1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. &#039;&#039;&#039;Horn, Karl &amp;lt;u&amp;gt;Oskar&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *28.08.1915 in Salzenforst Nr.28 (wohnhaft Bernstadt/Sa. Markt 29) †22.02.1942 gefallen in Isbizkoje (Charkow,Donez), Herzschuß oder Aortaverletzung I.G.-Schuß; Oberfunkmeister Stab Battr. IV.Abt. Art.-Reg.294, 294. Inf.-Div., XVII AK, 6. Armee, Heeresgr. Süd; ev.-luth., ⚭1940&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. &#039;&#039;&#039;Horn, &amp;lt;u&amp;gt;Max&amp;lt;/u&amp;gt; Rudolf&#039;&#039;&#039; *03.03.1910 in Salzenforst Nr.28 †20.12.43 gefallen 5km südlich Tounj (Kroatien), I.G. Schuß Hals; Stabsfeldwebel, Stabskomp. Gren.Regt.670, 371. Inf.-Div., XV.Gebirgs-AK, 2. Panzerarmee, Heeresgr. F; Zugführer einer Pionierkompanie; Grablage: Soldatenfriedhof Slat; ev.-luth.,⚭1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. &#039;&#039;&#039;Hübner, Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Max&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *09.12.1911 in Salzenforst Nr. 8B (wohnhaft Salzenforst Nr.12) †18.10.42 gefallen bei Stalingrad durch I.G. Schuß Hals u. Schulter; Sanitätsobergefreiter 9. Komp. Inf.Reg.276, XIV Panzer AK, 6. Armee, Heeresgr. B; Grablage: Pestschanka Dorfplatz, Kameradengrab 4.Rh. 19.Grab (bei Stalingrad); Beruf: Tischler, ⚭1935&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. &#039;&#039;&#039;Kliemand, &amp;lt;u&amp;gt;Ernst&amp;lt;/u&amp;gt; Reinhold&#039;&#039;&#039; *24.03.1901 in Salzenforst Nr.33 (wohnhaft Göda Nr.30) †19.03.43 bei Leningrad Lodwa-Stellung; Obergefreiter; ev.-luth., ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. &#039;&#039;&#039;Kliemand, Max Richard&#039;&#039;&#039; *30.11.1919 in Salzenforst (wohnhaft Gröditz) †19.02.43 gefallen bei Demidowka durch I.G. Kopfschuss; Unteroffizier 1. Komp. Panz. Jäg. Abt. 128, 23. Panzer-Div.,LVII AK, 4. Panzerarmee, Heeresgr. Don; Grablage: Ostw. Bahndamm Simownikij 10km südl. Uspenskaja (Ukraine), ev.-luth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. &#039;&#039;&#039;Krause, Herbert &amp;lt;u&amp;gt;Helmut&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *02.03.1912 in Salzenforst (wohnhaft Neumalsitz Nr.18) †15.11.1941 gefallen bei Poretschje, Leningrad (Ostfront) Oberschütze 1.Komp. Inf. Regt. 344, 223. Inf.-Div., z. Verf., Heeresgr. Nord; Grablage: hinterer Eckbunker; Beruf: Stellmacher, kath.-apostolisch, ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. &#039;&#039;&#039;Lehmann, Max &amp;lt;u&amp;gt;Georg&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *07.01.1921 in Salzenforst Nr.19 (wohnhaft Klitten/Kr. Rothenburg) †21.12.42 gefallen bei Dubrowka/Nikulino, ca. 40km südl. Belyi Rhsew (Oblast Brjansk, vor Moskau) durch I.G.-Schuß Brust u. linker Oberschenkel; Gefreiter 6. Komp. Pz. Gren. Regt. 113, 1.Panzerdivision XXXXI AK 9.Armee Heeresgruppe Mitte; Grablage: Kameradengrab 4.v.links,  konfessionslos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. &#039;&#039;&#039;Mattitza, &amp;lt;u&amp;gt;Johann&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelm&#039;&#039;&#039; *20.03.1917 in Brandis bei Leipzig (wohnhaft Salzenforst Nr.1b) †21.11.39 Wehrmachtsunfall in Zeitz (Gera); Schädelbasisbruch, beerdigt in Safo, Oberkanonier 2. Batterie Nebelabt. 1 Königsbrück (chem. Kampftruppe des Heeres); Beruf: Autoschlosser, ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. &#039;&#039;&#039;Matzke, Max&#039;&#039;&#039; *08.10.1913 in Salzenforst Nr.30 †vermisst 1945, 1961 für Tod erklärt worden, verwundet in Griechenland, nach Genesung 1945 wieder an die Front, in der Nordsee Schiff mit Torpedo versenkt, ⚭1940&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14. &#039;&#039;&#039;Pohlan, Richard Kurt&#039;&#039;&#039; *09.11.1021 Salzenforst Nr.32 †30.05.1944 gefallen bei Grotta Ferata (Italien), durch Bombensplitter am Kopf; Obergefreiter Flak-Transp. Batt. (mot.) 204/VII.; Kriegsgräberstätte in Pomazia;; Beruf: Schmied; ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15. &#039;&#039;&#039;Radon, Walter &amp;lt;u&amp;gt;Helmut&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *15.03.1918 in Salzenforst Nr.8  †vermutlich 08.01.1944 mit dem Flugzeug in der Heimat beim“Probekampf“ abgestürzt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16. &#039;&#039;&#039;Sbieschne, Ernst &amp;lt;u&amp;gt;Gerhard&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *30.11.1907 in Bautzen (wohnhaft Salzenforst Nr.31, später Göda Nr.38) †25.09.42 gefallen bei Stalingrad durch Volltreffer eines Explosionsgeschosses am Kopf, Obergefreiter 13. Komp. Inf.-Reg. 276, 94. Inf.-Div., 14. AK, 4. Panzerarmee, Heeresgr. B, ev.-luth.,  ⚭1938&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. &#039;&#039;&#039;Sbieschne, Kurt  &#039;&#039;&#039; *? wohnhaft Salzenforst Nr.31  †?&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;                           &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18. &#039;&#039;&#039;Sohr, Bruno Alfred&#039;&#039;&#039; *03.12.1915 Seidau †11.07.1944 Pelosa (Italien), Kriegsgräberstätte in Costermano Block1 Grab 1008, Obergefreiter, Beruf: Landwirtschaftsgehilfe bei Müller, ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. &#039;&#039;&#039;Schatte, &amp;lt;u&amp;gt;Max&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Alfred&#039;&#039;&#039; *29.10.1909 in Jahmen † vermisst 28.08.1943 bei Charkow, ⚭1933&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20. &#039;&#039;&#039;Schmarander, Kurt&#039;&#039;&#039; *28.01.1918 in Kleinbaselitz †10.06.1942 gefallen 3km nö von Sewastopol (Krim),  vermutlich auf der Kriegsgräberstätte Sewastopol-Gontscharnoje als unbekannter Soldat begraben, Schütze, Beruf: Melker bei Zieschang in Safo Nr.25;  ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21. &#039;&#039;&#039;Schube, August &amp;lt;u&amp;gt;Hermann&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *11.01.1922 Salzenforst Nr. 17 † 08.07.44 bei Cherbourg (Frankreich), Kriegsgräberstätte in Orglandes/Manche Obergefreiter Beruf: Autoschlosser; ev.-luth., ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. &#039;&#039;&#039;Schütze, Karl &amp;lt;u&amp;gt;Erich&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *05.07.1921 Salzenforst Nr. 4 †20.06.1942 bei Saprudnoje (Rußland), Gefreiter, Beruf: kaufmänn. Angestellter, ev.-luth., ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. &#039;&#039;&#039;Tuppatsch, August &amp;lt;u&amp;gt;Otto&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *18.04.1906 in Salzenforst Nr.9 † vermisst1945, bei Rückzugskämpfen schwer verwundet; durch Sanitäter geborgen und „aussortiert“, kein Grab; als vermisst gemeldet, die letzte Nachricht von Tuppatsch, Otto kam 1945 aus Wien, Beruf: Drogist in Dresden, ev.-luth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.  &#039;&#039;&#039;Weist, &amp;lt;u&amp;gt;Willy&amp;lt;/u&amp;gt; Edmund&#039;&#039;&#039; *17.11.1911 in Reichenau (Bogatynia)  †31.07.1949 (am 21.05.1955 für tot erklärt) im Kriege vermisst in Rußland, Panzerfahrer, Beruf: Stanzer u. Steinarbeiter; ⚭1937&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25. &#039;&#039;&#039;Witschas, &amp;lt;u&amp;gt;Kurt&amp;lt;/u&amp;gt; Paul&#039;&#039;&#039; *03.06.1923 in Salzenforst Nr.30 †vermisst, vermutlich 1941; 1961 für Tod erklärt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1. Suschke, Elsbeth Margarethe *20.03.1903 Salzenforst † 24.04.45 Tod durch Handgranate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Preusche, Maria Auguste *29.09.1882 in Uebigau (wohnhaft Salzenforst Nr.3b) † 24.04.1945 Tod durch Handgranate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Wange, Ernst Heinrich Richard *12.08.1872 Dresden (wohnhaft Salzenforst Nr.3) †gefallen am 24.04.1945 Tod durch Handgranate, Beruf: Oberlehrer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Pietschmann, Karl * 06.08.1894 in Salzenforst Nr.19 †22.04.1945 erschossen durch 1 deutschen Wachposten, auf dem Feld nicht stehengeblieben &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Jentsch, Günter *23.10.1937 in Salzenforst Nr.5 †24.05.1945 tödliche Verletzung durch Stielhandgranate &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwangsarbeiter ===&lt;br /&gt;
1. Maslanka, Feliks *11.04.1911 in Bezek/Polen (wohnhaft bei Wange Nr.3) †13.08.1942 gegen 19 Uhr in Salzenforst gehängt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Hortaszko, Anna *22.04.1922 Polen (wohnhaft Salzenforst Nr.17 †05.04.1945 22Uhr &amp;quot;Herzschlag&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== KZ-Häftling ===&lt;br /&gt;
1. Stouff, &amp;lt;u&amp;gt;Rene&amp;lt;/u&amp;gt; Louis Jean Gabriel  (Frankreich) *03.03.1920 in Airbois/Frankreich  †10.02.45 am Pfahl 48/5 des Bahndamms der Reichseisenbahn in Stiebitz tot aufgefunden KZ-Häftling Nr. 186443 aus Auschwitz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Opfer des Faschismus „Judendenkmal“ 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das „Judendenkmal“ in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto 1975 3.jpg|mini|424x424px]]&lt;br /&gt;
Am 12.Februar 1945 wurden in der Sandgrube auf dem Chorberg in Salzenforst 43 jüdische Frauen von der SS erschossen. Sie stammten aus Deutschland, Ungarn, Polen, Tschechoslowakei, aber auch aus Frankreich, Belgien und Holland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend des 11. 02.1945 war eine Kolonne von 54 KZ-Häftlingen im ehemaligen Rittergut in Rattwitz angekommen. Am 12. 02. marschierten diese Frauen weiter Richtung Westen und kamen gegen 11 Uhr in Salzenforst an. 43 Schwache und Kranke mußten mit Hacke und Schaufel ihr eigenes Grab ausheben. Kurz vor 11 Uhr fuhr Bauer Spahn an der Sandgrube vorüber. Von den SS-Männern wurde er unmißverständlich zum Weiterfahren genötigt. Kurz danach begann es zu knallen. Auch der verwundete Soldat Karl Domschke kam aus Richtung Bautzen, wo er sich frisches Verbandmaterial holte, vorüber. Auch er wurde aufgefordert weiterzugehen und hörte anschließend Schüsse. Die 11 verbliebenen  und an der Grube wartenden Frauen mußten die erschossenen Frauen mit Sand bedecken. Eskortiert von den 12 SS-Leuten schleppten sich die hungernden und frierenden Frauen mit ihren Holzpantoffeln weiter Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der Sandgrube in Haus Nr.16c nahmen einige Tage vorher Witwe Martha Moldenhauer und die beiden Frauen Martha Schatte und Käthe Weist eine jüdische Frau auf, die sich aus einer Flüchtlingskolonne befreien konnte, versorgten sie mit Kleidung und Nahrung, so daß sie sich in den nördlich gelegenen Wäldern verstecken konnte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Pflege Grab 1988 Dorle.jpg|mini|421x421px|Frau Möhn und Frau Worm bei der Pflege des Denkmales im Jahre 1988]]&lt;br /&gt;
Im Jahre 1949 wurde die Sandgrube von Einwohnern des Ortes und vom VVN (Verein der Verfolgten des Naziregimes) der Stadt Bautzen zu einer würdigen Gedenkstätte hergerichtet und am 08. September, dem Tag für der Opfer des Faschismus, eingeweiht. Tausende hatten sich eingefunden. Es sprach der sächsische Innenminister Hoffmann und der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde von Berlin, Wittkowsky (Bautzener Kulturschau 09/1958).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bunker ==&lt;br /&gt;
Ein Beobachtungsbunker befindet sich in der Kiesgrube der Firma Miersch auf dem Chorberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmal H. Zejler ==&lt;br /&gt;
s. auch unter Persönlichkeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19.09.1954, zum 150. Geburtstag, wurde im Auftrag des Rates des Kreises Bautzen die Gedenktafel am Geburtshaus Nr.14 angebracht. Die deutsche Übersetzung auf der roten Tafel lautet: &amp;quot;DER GROSSE SORBISCHE DICHTER/WURDE IN DIESEM HAUSE GEBOREN&amp;quot;. Die Gedenktafel wurde anläßlich des 200. Geburtstages des Dichters 2004 erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal auf dem Dorfanger in Salzenforst wurde am 26.04.1980 anläßlich des V. Festivals der sorbischen Kultur eingeweiht. Gestaltet wurde es von den Künstlern Eva-Ursula (1928-2020) und Steffen Lange (1931-2006) (Bautzener Kulturschau 6/1988). 1988 erhielt Dipl.-Grafikerin Eva-Ursula Lange den Vaterländischen Verdienstorden in Bronze und den Kunstpreis der Domowina. Es ist eine graue Stele aus Feinbeton, anderen Vorderseite eine rötliche Rosette aus Porphyr prangt, die das von 6 Blütenblättern umrahmte Gesicht Zejlers zeigt. Vor der Stele stehen mit Abstand voneinander 2 Hälften eines Lindenblattes, des sorbischen nationalen Symbols. Die linke Blatthälfte enthält auf deutsch Zejlers Worte: &amp;quot;Zeit und Geist lassen sich nicht hemmen, ihr Wort, Gesetzmuß gelten! Licht, Gerechtigkeit, Freiheit werden siegend wachsen&amp;quot; (aus &amp;quot;Lichtscheue Zeithemmer&amp;quot; 1843). Auf der rechten Lindenhälfte steht HANDRIJ ZEJLER/1804-1872.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Eingemeindung von Salzenforst nach Bautzen 1999 wurde die Dorfstraße nach dem Dichter benannt  (Handrija Zejlerowa droha). Anläßlich der 660-Jahrfeier von Salzenforst wurde am 15.05.2019 ein Gedenk-u. Informationstäfelchen am Straßenschild angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1931 errichtete die Domowina auf dem Marktplatz in Lohsa ein Denkmal. Im Jahre 1960 setzte die Pionier-Freundschaft &amp;quot;Handrij Zejler&amp;quot; in Königswartha ein schlichtes, aber würdiges Denkmal. Ein 15 Dezitonnen schwerer Findling aus der Heide, die der Dichter so liebte, wurde vor der Schule in Königswartha aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Friedhof mit Kindergrab ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab.jpg|mini|Erstes Grab auf dem Friedhof Salzenforst|592x592px]]Wegen Überfüllung und Platzmangel auf dem Friedhof Großwelka mußte Abhilfe geschaffen werden. Deshalb wurde die Gemeinde Salzenforst, die ihre Toten u.a. ab 1827 auch auf dem Friedhof Großwelka beerdigte, ersucht, von Beerdigungen auf diesem Friedhofe abzusehen , womit dieselbige einverstanden war und 1892 einen eigenen Friedhof anlegte und dem Lehrer in Großwelka die gesanglichen Funktionen bei Begräbnissen übertrug. Von 1827 bis 1892 wurden auf dem Friedhof Großwelka aus Salzenforst 11 männliche Erwachsene, 7 weibliche Erwachsene und 26 Kinder beerdigt (aus Festschrift zur 150-jährigen Jubelfeier der Schulgemeinde Großwelka).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 1827 und auch danach wurden die Verstorbenen auf dem Nikolai-Friedhof in Bautzen bestattet, da Salzenforst zum Domkapitel gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedhof wurde am 03.Januar 1893 geweiht. Zeugnis davon ist die Inschrift auf der Rückseite des ersten Grabes. Darauf steht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Am 3. Januar 1893 wurde die Weihe dieses Gottesackers vollzogen II. B. Mose 3:5 Der Ort, da du auf stehest, ist heiliges Land&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf der Vorderseite des Grabes (teilweise durch die starke Verwitterung kaum noch lesbar) lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Hier ruhet in Gott unser geliebtes Kind Richard Wirth aus Salzenforst geboren 12. März1887 gestorben 31. Dezember 1892&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren der Bäcker Karl Wirth und Amalie, geb. Kappler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkstein W. J. Frenzel ==&lt;br /&gt;
s. auch unter Persönlichkeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Gedenken an Dr. Walter Julius Frenzel wurde etwa 1992 auf dem Friedhof ein Granitstein aufgestellt, der dort seine letzte Ruhe gefunden hatte (Tr. Malinkowa: &amp;quot;Sorbische Denkmale&amp;quot;).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trigonometrischer Meßpunkt ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Trigonometrischer Punkt 1.jpg|mini|486x486px|Triangulationspunkt auf dem Chorberg 2025]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung ===&lt;br /&gt;
Im Ergebnis des Wiener Kongresses 1815 wurde die Landabtragung Sachsens an Preußen festgeschrieben und durch eine neue Grenzversteinung realisiert. Dieser Territorialverlust machte eine Neuvermessung Sachsens erforderlich. So wurden Fixpunkte auf exponierten topographischen Punkten ausgewählt. Einer von ihnen ist der Höhenpunkt 266,2m über NN, der damals mit einer 84 cm hohen und einer 42x42 cm breiten Säule markiert worden ist. (&amp;quot;SZ&amp;quot; vom 24.02.1993) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beschreibung ====&lt;br /&gt;
Der trigonometrische Meßpunkt befindet sich auf dem 266m hohen Chorberg  mit den Koordinaten ♁51° 11′ 36″ N, 14° 22′ 36″ O. Die Errichtung des  Triangulationssteines 2. Ordnung wurde 1865 von Friedrich Robert Helmert geleitet, kostete 148 Mark und ist ein bedeutendes Zeugnis der Geodäsie des 19. Jahrhunderts. Dafür wurde von den Grundbesitzern Rölke und Müller 32 qm Land erworben. Auf der Flurkarte der gemeinde Salzenforst ist der Standort mit dem Flurstück 136 als seperate Fläche mit der Flurstücksnumer 135 eingetragen.   &lt;br /&gt;
Nach 1945 wurde die Inschrift &amp;quot;Königlich-sächsisch&amp;quot; ausgemeißelt. Die Säule aus  Nadelwitzer Granit besteht aus 3 unterirdischen Grundschichten und dem 1,80m hohen Pfeiler.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sanierung ====&lt;br /&gt;
Im Jahre 2013 wurde die Säule durch den Chemnitzer Karl-Heinz Grebner von der &amp;quot;Interessengemeinschaft Nagel&#039;sche Säulen&amp;quot; saniert. Dazu mußte die steinerne Deckplatte gesucht und per Bagger von der Fa. Miersch geborgen sowie die Beschriftung erneuert werden. (&amp;quot;SZ&amp;quot; Nr.223 von 2011)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Holzturm ====&lt;br /&gt;
Bis Anfang der 1970-iger Jahre befand sich über dem Stein ein ca. 40m hoher Holzturm. Dieser diente der Vermessung des DDR-Territoriums. Aus Gründen der Unfallgefahr durch widerrechtliche Besteigung und zur Verhinderung des Einblicks in Landschaftsbereiche mit Industrie- und Militärobjekten erfolgte dann die Niederlegung,  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betkreuze ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Straße Safo-Bolbritz .jpg|mini|510x510px|Kruzifix Richtung Bolbritz (Foto 2025)]]Betkreuze, sogenannte Kruzifixe, stehen an mehreren Stellen in der ehemaligen Gemeinde. In einer Aufstellung werden 10 dieser Denkmäler in Salzenforst und Temritz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktional dienten derartige Säulen als Stätten der Andacht, des Gebetes und als Markierungszeichen für den Weg zur Kirche. Besonders im nördlichen Kreisgebiet hat sich eine Vielzahl sehr schöner Betsäulen erhalten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix an der Straße von Salzenforst nach Bolbritz ===&lt;br /&gt;
Kruzifix an der Straße von Salzenforst nach Bolbritz, &#039;&#039;&#039;errichtet 1858&#039;&#039;&#039; von Jakob Schmole aus Oberuhna. Die Domköchin Magdalena Wotschke aus Salzenforst verstarb hier in den Kriegswirren in der Nacht des 10.06.1813 &amp;quot;vor Schrecken und zeitiger Geburt von Zwillingen; eines blieb bei ihr&amp;quot;. 1964 erneuert zur Erinnerung an Jakob Delan, der 1944 in russischer Kriegsgefangenschaft verstarb. Nochmals restauriert von der Familie Mazalla im Jahre 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift unter der Jesusfigur ist in sorbisch und deutsch &#039;&#039;&amp;quot;Christus unsere Hoffnung&amp;quot;.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix an der Kreuzung Schwalbenweg/Bergweg/ H.-Zejler-Straße in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Weihe-sorbisches-katholisches-Wegkreuz-Stadtverwaltung-Bautzen .jpg|mini|572x572px|Weihe des Kruzifixes am 25.06.2021 von links nach rechts: Dr. R. Böhmer, M. Kieschnick, Minestranten, V. Scapan, A. Höhne, Ch. Hummel  (Quelle: bautzen-anzeiger.de)]]&lt;br /&gt;
Dieses Kruzifix wurde &#039;&#039;&#039;1902 errichtet&#039;&#039;&#039; und nach der Sanierung am 25.06.2021 neu geweiht. Anwesend waren neben vielen Einwohnern des Ortes: Ortsvorsteher Manfred Kieschnik, Ministranten, Finanzbürgermeister Dr. Robert Böhmer, Andreas Höhne von Sankt Michael als evangelischer Pfarrer, der sorbische Superintendent Christoph Rummel und Veit Scapan als katholischer Dompfarrer und Domkapitular.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;quot;Gesetz über die Gewährung pauschaler Zuweisungen zur Stärkung des ländlichen Raumes im Freistaat Sachsen in den Jahren 2018 – 2020&amp;quot; bekam die Stadt Bautzen jährlich eine Zuweisung in Höhe von 70.000 Euro, deren Mittel für Bautzen frei verfügbar waren. Finanzbürgermeister Dr. Robert Böhmer setzte sich daraufhin mit dem Ortschaftsrat Salzenforst-Bolbritz zusammen und es wurde die Sanierung des Kruzifixes an der Kreuzung Bergweg/Schwalbenweg/H.-Zejler-Straße sowie Pflasterarbeiten für die in unmittelbarer Nähe stehende überdachte Pilgerrastbank beschlossen und mit 7.500 Euro finanziert. Das Areal, das am ökumenischen Pilgerweg durch die Oberlausitz an der alten Via Regia liegt, lädt wieder zum Verweilen ein. Granitsockel, Kruzifix und Inschrift wurden vom Denkmalpfleger Heinz Rentsch aus Doberschütz komplett überarbeitet. Ortsvorsteher Manfred Kieschnik: &amp;quot;Mit dem Pilgerkreuz bekommt der Ort ein Stück seiner Identität zurück. Ich freue mich außerordentlich, dass Bürgermeister Böhmer es ermöglicht hat, das Kruzifix und den gesamten Platz im Ortszentrum wieder herrichten zu lassen.&amp;quot; (Quelle: bautzen-anzeiger.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Sockel ist in sorbisch: &#039;&#039;&amp;quot;Pokoj budz z wami&amp;quot;&#039;&#039; und bedeutet &#039;&#039;&amp;quot;Friede sei mit Euch&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 02.02.2025 wurde entdeckt, daß die Jesusfigur fehlt. Frau Dr. Jutta Kamper bemerkte an einem Tag im Januar um die Mittagszeit, daß sich ein Mann in orangeroter Jacke an dem Denkmal zuschaffen machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix am Ortsausgang Richtung Seidau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifiz G. Sauer .jpg|mini|514x514px|Kruzifix von Georg Sauer (Foto 2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Kruzifix wurde &#039;&#039;&#039;1850&#039;&#039;&#039; vom Gutsbesitzer George Sauer (1804-1881) (Haus Nr.15) errichtet, um den Acker zu beschützen. Pilger auf dem Jacobsweg hält es zum Innehalten und zum Gebet an. Für die Toten aus Salzenforst, die bis etwa 1880 auf dem Bautzener Nicolaifriedhof bestattet wurden, war es stets der letzte Gruß für den Trauerzug. Durch einen Verkehrsunfall im Januar 2018 wurde die Granitsäule beschädigt und brach in zwei Hälften auseinander. Nach der Restaurierung, veranlaßt von seinen Ururgroßenkel Georg Müller, erfolgte am 30.09.2018 die Einweihung der restaurierten Betsäule. (Quelle: bautzen.de)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix Haus Nr.16 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifiz Winkler Safo 3.jpg|mini|395x395px|Kruzifix vor dem Haus Nr.16 (Foto 2025)]]&lt;br /&gt;
Dieses Kreuz befindet sich vor dem Grundstück des Hauses Nr. 16  und ist vermutlich noch im Urzustand. Das Alter ist unbekannt. Vermutlich ist es &#039;&#039;&#039;1860&#039;&#039;&#039; errichtet worden. Die Frau von Johann Jakob Mietovskij (1828-1897), Maria Magdalena geb. Saring (1823-1859) verstarb mit 36 Jahren 2 Tage nach der Geburt ihrer Tochter Magdalena am 21. Dezember 1859 im Wochenbett. Die Inschrift auf der marmornen Tafel am Sockel lautet: &#039;&#039;&amp;quot;Mein Jesus Barmherzigkeit&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Kreuz auf dem Chorberg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifiz Chorberg Safo 2.jpg|mini|461x461px|Granitsockel des Kruzifixes auf dem Chorberg (Foto 1992)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1841&#039;&#039;&#039; wurde von Bischof Mauermann ein 2,5m hohes eisernes Kruzifix auf einem 1,5m hohen steinernen Sockel errichtet (Th. Schütze: &amp;quot;Um Bautzen und Schirgiswalde&amp;quot;).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 erfolgte eine Bestandsaufnahme der Kruzifixe in Salzenforst und Temritz. Auf dem Feld im Gebüsch am Chorberg befand sich zu diesem Zeitpunkt nur noch ein Granitsockel ohne Kreuz. Lt. mündlicher Überlieferung befand sich das Kreuz auf dem Weg zu Dr. Frenzel&#039;s Wochenendhaus und wurde bei der Erneuerung der Trinkwasserbehälter auf dem Chorberg entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Kruzifix Haus Nr. 7 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Spann Nr.7 1.jpg|mini|456x456px|Kruzifix vor dem Haus Nr.7]]&lt;br /&gt;
Im Garten vor dem Haus Nr.7 bei Lebsa befand sich ebenfalls ein Betkreuz, wurde aber beim Umbau des Hauses (Jahr unbekannt) entfernt und befindet sich im Familienbesitz von Handrik aus Göda.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Denkmale&amp;diff=923</id>
		<title>Denkmale</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Denkmale&amp;diff=923"/>
		<updated>2025-11-26T14:38:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Entstehung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In und um Salzenforst sind eine Reihe von Denkmalen, zu denen wir Informationen aufbereitet haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Franzosengrab bei Schmochtitz 1813 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab 1813 Schmochtitz 1.jpg|mini|372x372px|neuer Grabstein des &amp;quot;Franzosengrabes&amp;quot; bei Schmochtitz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Franzosengrab ursprünglich.jpg|mini|371x371px|alter Grabstein (Ausschnitt einer Postkarte)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräfin Auguste Charlotte von Kielmansegge (1777-1863), Tochter des Rittergutsbesitzers Reichsgraf Peter August von Schönberg in Schmochtitz, ließ 1813 drei gefallene Franzosen begraben und ein Grab 150m von der Straße nach Bautzen errichten. Die Gräfin verehrte den Kaiser der Franzosen. Sie erhoffte sich von Frankreich Freiheit für alle Standesbeschränkungen. Um das Leben ihres Gatten Graf Ferdinand von Kielmannsegge bittend, der als Verräter von den Franzosen inhaftiert ist, kommt die Gräfin nach Paris und wird die Vertraute Napoleons. Für ihn sondiert sie die politischen Meinungen in den Salons und ist fördernde Mittlerin zwischen Paris und Dresden. Ihr Einfluß für Sachsen beim Kaiser wird als bedeutend eingeschätzt. Von 1809-1812 lebt die Gräfin mit ihren 4 Kindern in Paris. Napoleon hinterläßt bei ihr wichtige Dokumente, als er nach Rußland aufbricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Thost, Fabrikbesitzer in Zwickau, erwirbt 1892 das Rittergut. Auf dem Franzosengrab gibt er seine Gesinnung kund. In Form einer Lanze läßt er einen Eisenstab in die Sandsteinplatte treiben, an dessen oberen Ende ein Medaillon mit dem Bildnis Bismarcks angebracht ist. Dazu im rechten Winkel wie ein Fähnlein mit der Aufschrift &amp;quot;Seitdem das deutsche Reich erwachsen, beschützt kein Franzmann mehr die Sachsen&amp;quot;.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser alte Grabstein ist verschollen und es existieren auch keine Bilder. Durch ABM (Arbeitsbeschaffunfsmaßnahmen) wurde jedoch wieder ein Stück der damaligen Geschichte erlebbar. Frau Friedland, Herr Pfarrer Pietsch und Herr Wenk haben das Grab gesucht und erforscht. Der neue Grabstein wurde vom Bistum Dresden-Meißen errichtet. (Franz Triebs: &amp;quot;Das Franzosengrab in Schmochtitz&amp;quot; 1994)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Franzosendenkmal in Kleinwelka 1813 ==&lt;br /&gt;
Auf dem am Eingang des Friedhofes 1815 errichteten Gedenkstein steht geschrieben: &amp;quot;Denkmaal/Der in der Schlacht/bey Bautzen/den 20. Mai 1813/verwundeten und allhier/Verstorbenen/23 französischen und/baierischen Soldaten/welche hier begraben/liegen&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[Datei:Kleinwelka Franzosendenkmal.jpg|mini|Kleinwelka &amp;quot;Franzosendenkmal&amp;quot; (aus Bautzener Kulturschau 12/1973)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== I. Weltkrieg 1914-1918 &amp;quot;Kriegerdenkmal&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beschreibung ===&lt;br /&gt;
Auf dem Chorberg, dicht an der Straße von Bautzen in Richtung Salzenforst, ganz in der Nähe des Triangulationspunktes, steht die Kriegergedächtnisstätte. Den Platz dazu überließ der Gutsbesitzer Ferdinand Wilhelm Worm stiftungsweise. Die 7 großen Granitsteine stammen aus dem Steinbruch Zocka. Der unterste Block wiegt ca. 3 Tonnen. Die Namen meißelte der wendische Bildhauer Mütterlein aus Muschelwitz ein. Die Arbeit überwachte Gutsbesitzer Müller. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weihe erfolgte am Erntefesttag, dem 17. Oktober 1920, durch die beiden Pfarrer Räde und Heiduschke, die ihre Rede in deutscher und sorbischer Sprache hielten. Die Gewehrsektion des Kriegervereins Salzenforst ehrte die Gefallenen mit einer Salve. Anwesend waren auch der Militärverein Kleinwelka und der Kriegerverein Seidau. Nach der Rede des Denkmalausschußvorsitzenden, Gutsbesitzer August Müller, übernahm der Bürgermeister August Zieschang das Ehrenmal in die Obhut der Gemeinde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Sockel zwischen den beiden Granaten sind die Worte Theodor Körners eingemeißelt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Wer mutig für sein Vaterland gefallen, Der baut sich selbet ein ewig Monument, Im treuen Herzen seiner Landesbrüder, und dieses Gebäude stürzt kein Sturmwind nieder.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In sorbisch leuchten die Worte: &#039;&#039;&amp;quot;We swerje stawa kce a traje&amp;quot;&#039;&#039; und &#039;&#039;&amp;quot;Za hwezdami je statok mera&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus &amp;quot;Lausitzer Kriegergedächtnisstätten&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namen der Gefallenen sind an der Nord-bzw. Südseite des Denkmals verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefallene im I. Weltkrieg 28. Juli 1914 – 11. November 1918 ===&lt;br /&gt;
(aktualisiert am 19.08.2021)&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Name&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Vorname&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Geburtsdatum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Todesdatum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Bemerkungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|MENGER&lt;br /&gt;
|Karl   August&lt;br /&gt;
|29.03.1891 in Eutrich, zuletzt Salzenforst&lt;br /&gt;
|10.01.1915&lt;br /&gt;
|Arbeiter;   ledig; ev.-luth.; Soldat im 12. Kgl. Sächs. Inf.-Reg. Nr.177 1.Kompanie; im Gefecht   bei Sommedy-Tahure gefallen infolge Kopfschussverwundung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|KARLUS&lt;br /&gt;
|Johann   Ernst&lt;br /&gt;
|09.04.1889 in Oehna, zuletzt Salzenforst Nr.22&lt;br /&gt;
|25.01.1915&lt;br /&gt;
|Kutscher;   verheiratet; ev.-luth.; Soldat d. Reserve im 4.Kgl.Sächs.Inf.-Reg.Nr.103   10.Kompanie; gefallen inf. Mundschusses bei Sturmangriff auf LaCrente Fe (?)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|HEINE&lt;br /&gt;
|Ernst&lt;br /&gt;
|18.02.1881&lt;br /&gt;
|14.09.1914&lt;br /&gt;
|?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|HORN&lt;br /&gt;
|Ernst Hermann&lt;br /&gt;
|09.08.1893 in Salzenforst Nr.28&lt;br /&gt;
|14.04.1916&lt;br /&gt;
|Ev.-luth.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|HORN&lt;br /&gt;
|Emil Karl&lt;br /&gt;
|14.09.1895 in Salzenforst Nr.28&lt;br /&gt;
|06.10.1918&lt;br /&gt;
|Stellmacher;  ev.-luth.; M.-G.-Schütze, Cussel in Frankreich im Abwehrkampf gefallen durch  Kopfschussverwundung mit Art.-Geschoß&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|KUBSCH  (KUPPSCH)&lt;br /&gt;
|Ernst August&lt;br /&gt;
|18.09.1887 in Grubschütz; zul. Safo Nr.11&lt;br /&gt;
|28.08.1918&lt;br /&gt;
|Wirtschaftsgehilfe;  ledig, ev.-luth.; Reservist im Leib-Grenadier-Reg. Nr.100 8.Kompanie; im  Stellungskampf bei Dorf Vraube/Vraucourt (Frankreich) – gestorben an Unterleibsverwundung  durch Art.-Geschoß&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|KUTTER&lt;br /&gt;
|Walter&lt;br /&gt;
|1898&lt;br /&gt;
|28.06.1918&lt;br /&gt;
|vermisst&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|MAUTSCH&lt;br /&gt;
|Georg&lt;br /&gt;
|11.03.1895 in Guhra&lt;br /&gt;
|07.02.1916 &lt;br /&gt;
|Soldat;  ledig; röm.-kath.; St. Elvi Frankreich Stellungskampf durch Kopfschuss  gefallen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|PIETSCHMANN&lt;br /&gt;
|Ernst&lt;br /&gt;
|28.08.1895&lt;br /&gt;
|25.01.1915&lt;br /&gt;
|Westfront&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|RÖLKE&lt;br /&gt;
|Ernst&lt;br /&gt;
|01.04.1893 in Salzenforst Nr.23&lt;br /&gt;
|05.04.1916 &lt;br /&gt;
|Wirtschaftsgehilfe;  ledig; ev.-luth.; Gefreiter im Kgl.Sächs.Inf.-Reg.Nr.192 8.Kompanie; am  05.04.1916 verwundet und am 09.07.1916 tot durch Bergungskommando aufgefunden;  Sturm auf Hautecourt; beerdigt bei Malancourt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|RÖLKE&lt;br /&gt;
|August Paul&lt;br /&gt;
|17.01.1898 in Salzenforst Nr.23&lt;br /&gt;
|10.04.1918 &lt;br /&gt;
|Landwirt;  ledig; ev.-luth.; Soldat im Kgl. Sächs. Inf.-Reg. Nr.103 6.Kompanie; gestorben  inf. Verwundung durch M.-G.-Geschoß in linker Hüfte bei Sturmangriff bei  Fleurbaix; Soldatenfriedhof Beaucamps-Ligny Block 9 Grab 66 (Volksbund)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SCHMOTSCHKE&lt;br /&gt;
|Paul&lt;br /&gt;
|09.08.1891&lt;br /&gt;
|27.07.1917&lt;br /&gt;
|Ostfront?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|WINKLER&lt;br /&gt;
|Johann Bernhard&lt;br /&gt;
|17.08.1898 in Salzenforst Nr.16&lt;br /&gt;
|04.07.1918 &lt;br /&gt;
|Ledig;  röm.-kath.; gestorben zu Hause als Militärinvalide&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SCHULZE&lt;br /&gt;
|Max Georg&lt;br /&gt;
|08.08.1899 in Ebersbach; zuletzt Salzenforst Nr.24&lt;br /&gt;
|21.04.1918&lt;br /&gt;
|Stallschweizer;  ledig; ev.-luth.; Soldat im Kgl. Sächs. Res. Inf. Reg. 102 5. Komp.; bei  Arlen...en Gohelle (Frankreich) verwundet u. gestorben durch Handgranate an  Kopf u. Hals&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|WINKLER&lt;br /&gt;
|Paul&lt;br /&gt;
|23.07.1893 in Salzenforst Nr.16&lt;br /&gt;
|08.09.1914 &lt;br /&gt;
|Röm.-kath.;  vermisst&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Weltkrieg 1939-1945 &amp;quot;Gedenktafel&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Recherchen wurde gegenüber dem Eingang zum Friedhof im Jahre 2023 eine Gedenktafel erichtet. Diese soll eine Mahnung sein gegen den Krieg, der unvorstellbares Leid bringt. Ursprünglich sollte diese Tafel an der Friedhofskapelle angebracht werden. Die Genehmigung dazu wurde jedoch vom Oberbürgermeister der Stadt Bautzen mit dem Hinweis, daß dies der Friedhofssatzung widerspreche, verwehrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden sowohl die Namen der einberufenen Soldaten aufgeführt, welche auf dem Schlachtfeld starben, als auch der Einwohner, welche bei den Kämpfen in und um Salzenforst in den Tagen vom 23.-25. April 1945 getötet wurden sowie von den Personen, die durch den Krieg ihr Leben im Ort verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine Wehrpflicht im Deutschen Reich wurde mit dem Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht vom 16. März 1935 wieder eingeführt. Die Dauer des aktiven Wehrdienstes betrug 2 Jahre. Lediglich einige zah­lenmäßig begrenzte Kategorien (z. B. Verheiratete) wurden nach einjähriger Dienstzeit entlassen. Einberufen wurde im Herbst 1935 zunächst der Jahrgang 1914, dann 1915, 1916, 1917.  Der jüngste noch im l. Welt­krieg ausgebildete Jahrgang war der Jahrgang 1900. Dazwischen klaffte die Lücke der so genannten &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;weißen&amp;quot; Jahrgänge, die keine Ausbildung genossen hatten. Um auch sie nach Möglichkeit für das Heer im Kriege als personelle Reserve verfügbar zu machen, wurden für diesen Zweck neben der aktiven Truppe &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;Ergänzungseinheiten&amp;quot; (E-Einheiten) aufgestellt. In ihnen erhielten die Angehörigen der weißen Jahrgänge eine zwei-, später dreimonatige Kurzausbildung. Zunächst wurde 1936 der Jahrgang 1913 einberufen, dann 1937 die Jahrgänge 1912 sowie 1908 und älter. (Quelle: Lexikon der Wehrmacht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefallene Soldaten ===&lt;br /&gt;
1.   &#039;&#039;&#039;Berndt, &amp;lt;u&amp;gt;Otto&amp;lt;/u&amp;gt; Max&#039;&#039;&#039; *31.03.1917 Salzenforst Nr.16 (wohnhaft Burkau Nr.119 ) †11.09.1941 gefallen bei Woropajewo (Weißrußland/Ostfront); Granatsplitter am Hinterkopf; Obergefreiter 1. Reit. /Aufkl. Abtl.113 Beruf: landwirtschaftl. Arbeiter; ev.-luth.; ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.  &#039;&#039;&#039;Brytsche, &amp;lt;u&amp;gt;Hermann&amp;lt;/u&amp;gt; Richard&#039;&#039;&#039; *12.09.1912 Salzenforst N4 (wohnhaft Kamenz; Elstraer Str. 36) †03.02.1944 gefallen 300m nördl. Ortsmitte Ssora-Log, 45 km nw von Luga   (Leningrad), A.G. Volltreffer; Gefreiter 4.Komp. Gren.Regt.32, 23. Inf.-Div., XXXXIII AK, 16. Armee, Heeresgr. Nord; ev.-luth. Konfession; ⚭1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. &#039;&#039;&#039;Dreßler, Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Max&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *28.10.1902 in Karlsdorf (wohnhaft Salzenforst Nr.33) †vermißt; für tot erklärt worden durch das Amtsgericht BZ am 24.11.1950; Todeszeitpunkt: 31.07.1949, Beruf: Maschinenschlosser ev.-luth., ⚭1923&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. &#039;&#039;&#039;Heine, &amp;lt;u&amp;gt;Kurt&amp;lt;/u&amp;gt; Willy&#039;&#039;&#039; *25.11.1912 in Unwürde Kr. Löbau (wohnhaft Salzenforst Nr. 34, zuletzt Rattwitz Nr. 18) †24.01.43 19.15 Uhr gefallen in Karatschew (Oblast Brjansk, vor Moskau) Obergefreiter, Beruf: Zimmerer; ev.-luth., ⚭1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. &#039;&#039;&#039;Horn, Karl &amp;lt;u&amp;gt;Oskar&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *28.08.1915 in Salzenforst Nr.28 (wohnhaft Bernstadt/Sa. Markt 29) †22.02.1942 gefallen in Isbizkoje (Charkow,Donez), Herzschuß oder Aortaverletzung I.G.-Schuß; Oberfunkmeister Stab Battr. IV.Abt. Art.-Reg.294, 294. Inf.-Div., XVII AK, 6. Armee, Heeresgr. Süd; ev.-luth., ⚭1940&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. &#039;&#039;&#039;Horn, &amp;lt;u&amp;gt;Max&amp;lt;/u&amp;gt; Rudolf&#039;&#039;&#039; *03.03.1910 in Salzenforst Nr.28 †20.12.43 gefallen 5km südlich Tounj (Kroatien), I.G. Schuß Hals; Stabsfeldwebel, Stabskomp. Gren.Regt.670, 371. Inf.-Div., XV.Gebirgs-AK, 2. Panzerarmee, Heeresgr. F; Zugführer einer Pionierkompanie; Grablage: Soldatenfriedhof Slat; ev.-luth.,⚭1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. &#039;&#039;&#039;Hübner, Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Max&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *09.12.1911 in Salzenforst Nr. 8B (wohnhaft Salzenforst Nr.12) †18.10.42 gefallen bei Stalingrad durch I.G. Schuß Hals u. Schulter; Sanitätsobergefreiter 9. Komp. Inf.Reg.276, XIV Panzer AK, 6. Armee, Heeresgr. B; Grablage: Pestschanka Dorfplatz, Kameradengrab 4.Rh. 19.Grab (bei Stalingrad); Beruf: Tischler, ⚭1935&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. &#039;&#039;&#039;Kliemand, &amp;lt;u&amp;gt;Ernst&amp;lt;/u&amp;gt; Reinhold&#039;&#039;&#039; *24.03.1901 in Salzenforst Nr.33 (wohnhaft Göda Nr.30) †19.03.43 bei Leningrad Lodwa-Stellung; Obergefreiter; ev.-luth., ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. &#039;&#039;&#039;Kliemand, Max Richard&#039;&#039;&#039; *30.11.1919 in Salzenforst (wohnhaft Gröditz) †19.02.43 gefallen bei Demidowka durch I.G. Kopfschuss; Unteroffizier 1. Komp. Panz. Jäg. Abt. 128, 23. Panzer-Div.,LVII AK, 4. Panzerarmee, Heeresgr. Don; Grablage: Ostw. Bahndamm Simownikij 10km südl. Uspenskaja (Ukraine), ev.-luth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. &#039;&#039;&#039;Krause, Herbert &amp;lt;u&amp;gt;Helmut&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *02.03.1912 in Salzenforst (wohnhaft Neumalsitz Nr.18) †15.11.1941 gefallen bei Poretschje, Leningrad (Ostfront) Oberschütze 1.Komp. Inf. Regt. 344, 223. Inf.-Div., z. Verf., Heeresgr. Nord; Grablage: hinterer Eckbunker; Beruf: Stellmacher, kath.-apostolisch, ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. &#039;&#039;&#039;Lehmann, Max &amp;lt;u&amp;gt;Georg&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *07.01.1921 in Salzenforst Nr.19 (wohnhaft Klitten/Kr. Rothenburg) †21.12.42 gefallen bei Dubrowka/Nikulino, ca. 40km südl. Belyi Rhsew (Oblast Brjansk, vor Moskau) durch I.G.-Schuß Brust u. linker Oberschenkel; Gefreiter 6. Komp. Pz. Gren. Regt. 113, 1.Panzerdivision XXXXI AK 9.Armee Heeresgruppe Mitte; Grablage: Kameradengrab 4.v.links,  konfessionslos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. &#039;&#039;&#039;Mattitza, &amp;lt;u&amp;gt;Johann&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelm&#039;&#039;&#039; *20.03.1917 in Brandis bei Leipzig (wohnhaft Salzenforst Nr.1b) †21.11.39 Wehrmachtsunfall in Zeitz (Gera); Schädelbasisbruch, beerdigt in Safo, Oberkanonier 2. Batterie Nebelabt. 1 Königsbrück (chem. Kampftruppe des Heeres); Beruf: Autoschlosser, ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. &#039;&#039;&#039;Matzke, Max&#039;&#039;&#039; *08.10.1913 in Salzenforst Nr.30 †vermisst 1945, 1961 für Tod erklärt worden, verwundet in Griechenland, nach Genesung 1945 wieder an die Front, in der Nordsee Schiff mit Torpedo versenkt, ⚭1940&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14. &#039;&#039;&#039;Pohlan, Richard Kurt&#039;&#039;&#039; *09.11.1021 Salzenforst Nr.32 †30.05.1944 gefallen bei Grotta Ferata (Italien), durch Bombensplitter am Kopf; Obergefreiter Flak-Transp. Batt. (mot.) 204/VII.; Kriegsgräberstätte in Pomazia;; Beruf: Schmied; ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15. &#039;&#039;&#039;Radon, Walter &amp;lt;u&amp;gt;Helmut&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *15.03.1918 in Salzenforst Nr.8  †vermutlich 08.01.1944 mit dem Flugzeug in der Heimat beim“Probekampf“ abgestürzt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16. &#039;&#039;&#039;Sbieschne, Ernst &amp;lt;u&amp;gt;Gerhard&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *30.11.1907 in Bautzen (wohnhaft Salzenforst Nr.31, später Göda Nr.38) †25.09.42 gefallen bei Stalingrad durch Volltreffer eines Explosionsgeschosses am Kopf, Obergefreiter 13. Komp. Inf.-Reg. 276, 94. Inf.-Div., 14. AK, 4. Panzerarmee, Heeresgr. B, ev.-luth.,  ⚭1938&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. &#039;&#039;&#039;Sbieschne, Kurt  &#039;&#039;&#039; *? wohnhaft Salzenforst Nr.31  †?&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;                           &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18. &#039;&#039;&#039;Sohr, Bruno Alfred&#039;&#039;&#039; *03.12.1915 Seidau †11.07.1944 Pelosa (Italien), Kriegsgräberstätte in Costermano Block1 Grab 1008, Obergefreiter, Beruf: Landwirtschaftsgehilfe bei Müller, ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. &#039;&#039;&#039;Schatte, &amp;lt;u&amp;gt;Max&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Alfred&#039;&#039;&#039; *29.10.1909 in Jahmen † vermisst 28.08.1943 bei Charkow, ⚭1933&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20. &#039;&#039;&#039;Schmarander, Kurt&#039;&#039;&#039; *28.01.1918 in Kleinbaselitz †10.06.1942 gefallen 3km nö von Sewastopol (Krim),  vermutlich auf der Kriegsgräberstätte Sewastopol-Gontscharnoje als unbekannter Soldat begraben, Schütze, Beruf: Melker bei Zieschang in Safo Nr.25;  ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21. &#039;&#039;&#039;Schube, August &amp;lt;u&amp;gt;Hermann&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *11.01.1922 Salzenforst Nr. 17 † 08.07.44 bei Cherbourg (Frankreich), Kriegsgräberstätte in Orglandes/Manche Obergefreiter Beruf: Autoschlosser; ev.-luth., ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. &#039;&#039;&#039;Schütze, Karl &amp;lt;u&amp;gt;Erich&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *05.07.1921 Salzenforst Nr. 4 †20.06.1942 bei Saprudnoje (Rußland), Gefreiter, Beruf: kaufmänn. Angestellter, ev.-luth., ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. &#039;&#039;&#039;Tuppatsch, August &amp;lt;u&amp;gt;Otto&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *18.04.1906 in Salzenforst Nr.9 † vermisst1945, bei Rückzugskämpfen schwer verwundet; durch Sanitäter geborgen und „aussortiert“, kein Grab; als vermisst gemeldet, die letzte Nachricht von Tuppatsch, Otto kam 1945 aus Wien, Beruf: Drogist in Dresden, ev.-luth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.  &#039;&#039;&#039;Weist, &amp;lt;u&amp;gt;Willy&amp;lt;/u&amp;gt; Edmund&#039;&#039;&#039; *17.11.1911 in Reichenau (Bogatynia)  †31.07.1949 (am 21.05.1955 für tot erklärt) im Kriege vermisst in Rußland, Panzerfahrer, Beruf: Stanzer u. Steinarbeiter; ⚭1937&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25. &#039;&#039;&#039;Witschas, &amp;lt;u&amp;gt;Kurt&amp;lt;/u&amp;gt; Paul&#039;&#039;&#039; *03.06.1923 in Salzenforst Nr.30 †vermisst, vermutlich 1941; 1961 für Tod erklärt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1. Suschke, Elsbeth Margarethe *20.03.1903 Salzenforst † 24.04.45 Tod durch Handgranate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Preusche, Maria Auguste *29.09.1882 in Uebigau (wohnhaft Salzenforst Nr.3b) † 24.04.1945 Tod durch Handgranate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Wange, Ernst Heinrich Richard *12.08.1872 Dresden (wohnhaft Salzenforst Nr.3) †gefallen am 24.04.1945 Tod durch Handgranate, Beruf: Oberlehrer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Pietschmann, Karl * 06.08.1894 in Salzenforst Nr.19 †22.04.1945 erschossen durch 1 deutschen Wachposten, auf dem Feld nicht stehengeblieben &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Jentsch, Günter *23.10.1937 in Salzenforst Nr.5 †24.05.1945 tödliche Verletzung durch Stielhandgranate &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwangsarbeiter ===&lt;br /&gt;
1. Maslanka, Feliks *11.04.1911 in Bezek/Polen (wohnhaft bei Wange Nr.3) †13.08.1942 gegen 19 Uhr in Salzenforst gehängt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Hortaszko, Anna *22.04.1922 Polen (wohnhaft Salzenforst Nr.17 †05.04.1945 22Uhr &amp;quot;Herzschlag&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== KZ-Häftling ===&lt;br /&gt;
1. Stouff, &amp;lt;u&amp;gt;Rene&amp;lt;/u&amp;gt; Louis Jean Gabriel  (Frankreich) *03.03.1920 in Airbois/Frankreich  †10.02.45 am Pfahl 48/5 des Bahndamms der Reichseisenbahn in Stiebitz tot aufgefunden KZ-Häftling Nr. 186443 aus Auschwitz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Opfer des Faschismus „Judendenkmal“ 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das „Judendenkmal“ in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto 1975 3.jpg|mini|424x424px]]&lt;br /&gt;
Am 12.Februar 1945 wurden in der Sandgrube auf dem Chorberg in Salzenforst 43 jüdische Frauen von der SS erschossen. Sie stammten aus Deutschland, Ungarn, Polen, Tschechoslowakei, aber auch aus Frankreich, Belgien und Holland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend des 11. 02.1945 war eine Kolonne von 54 KZ-Häftlingen im ehemaligen Rittergut in Rattwitz angekommen. Am 12. 02. marschierten diese Frauen weiter Richtung Westen und kamen gegen 11 Uhr in Salzenforst an. 43 Schwache und Kranke mußten mit Hacke und Schaufel ihr eigenes Grab ausheben. Kurz vor 11 Uhr fuhr Bauer Spahn an der Sandgrube vorüber. Von den SS-Männern wurde er unmißverständlich zum Weiterfahren genötigt. Kurz danach begann es zu knallen. Auch der verwundete Soldat Karl Domschke kam aus Richtung Bautzen, wo er sich frisches Verbandmaterial holte, vorüber. Auch er wurde aufgefordert weiterzugehen und hörte anschließend Schüsse. Die 11 verbliebenen  und an der Grube wartenden Frauen mußten die erschossenen Frauen mit Sand bedecken. Eskortiert von den 12 SS-Leuten schleppten sich die hungernden und frierenden Frauen mit ihren Holzpantoffeln weiter Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der Sandgrube in Haus Nr.16c nahmen einige Tage vorher Witwe Martha Moldenhauer und die beiden Frauen Martha Schatte und Käthe Weist eine jüdische Frau auf, die sich aus einer Flüchtlingskolonne befreien konnte, versorgten sie mit Kleidung und Nahrung, so daß sie sich in den nördlich gelegenen Wäldern verstecken konnte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Pflege Grab 1988 Dorle.jpg|mini|421x421px|Frau Möhn und Frau Worm bei der Pflege des Denkmales im Jahre 1988]]&lt;br /&gt;
Im Jahre 1949 wurde die Sandgrube von Einwohnern des Ortes und vom VVN (Verein der Verfolgten des Naziregimes) der Stadt Bautzen zu einer würdigen Gedenkstätte hergerichtet und am 08. September, dem Tag für der Opfer des Faschismus, eingeweiht. Tausende hatten sich eingefunden. Es sprach der sächsische Innenminister Hoffmann und der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde von Berlin, Wittkowsky (Bautzener Kulturschau 09/1958).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bunker ==&lt;br /&gt;
Ein Beobachtungsbunker befindet sich in der Kiesgrube der Firma Miersch auf dem Chorberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmal H. Zejler ==&lt;br /&gt;
s. auch unter Persönlichkeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19.09.1954, zum 150. Geburtstag, wurde im Auftrag des Rates des Kreises Bautzen die Gedenktafel am Geburtshaus Nr.14 angebracht. Die deutsche Übersetzung auf der roten Tafel lautet: &amp;quot;DER GROSSE SORBISCHE DICHTER/WURDE IN DIESEM HAUSE GEBOREN&amp;quot;. Die Gedenktafel wurde anläßlich des 200. Geburtstages des Dichters 2004 erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal auf dem Dorfanger in Salzenforst wurde am 26.04.1980 anläßlich des V. Festivals der sorbischen Kultur eingeweiht. Gestaltet wurde es von den Künstlern Eva-Ursula (1928-2020) und Steffen Lange (1931-2006) (Bautzener Kulturschau 6/1988). 1988 erhielt Dipl.-Grafikerin Eva-Ursula Lange den Vaterländischen Verdienstorden in Bronze und den Kunstpreis der Domowina. Es ist eine graue Stele aus Feinbeton, anderen Vorderseite eine rötliche Rosette aus Porphyr prangt, die das von 6 Blütenblättern umrahmte Gesicht Zejlers zeigt. Vor der Stele stehen mit Abstand voneinander 2 Hälften eines Lindenblattes, des sorbischen nationalen Symbols. Die linke Blatthälfte enthält auf deutsch Zejlers Worte: &amp;quot;Zeit und Geist lassen sich nicht hemmen, ihr Wort, Gesetzmuß gelten! Licht, Gerechtigkeit, Freiheit werden siegend wachsen&amp;quot; (aus &amp;quot;Lichtscheue Zeithemmer&amp;quot; 1843). Auf der rechten Lindenhälfte steht HANDRIJ ZEJLER/1804-1872.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Eingemeindung von Salzenforst nach Bautzen 1999 wurde die Dorfstraße nach dem Dichter benannt  (Handrija Zejlerowa droha). Anläßlich der 660-Jahrfeier von Salzenforst wurde am 15.05.2019 ein Gedenk-u. Informationstäfelchen am Straßenschild angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1931 errichtete die Domowina auf dem Marktplatz in Lohsa ein Denkmal. Im Jahre 1960 setzte die Pionier-Freundschaft &amp;quot;Handrij Zejler&amp;quot; in Königswartha ein schlichtes, aber würdiges Denkmal. Ein 15 Dezitonnen schwerer Findling aus der Heide, die der Dichter so liebte, wurde vor der Schule in Königswartha aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Friedhof mit Kindergrab ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab.jpg|mini|Erstes Grab auf dem Friedhof Salzenforst|592x592px]]Wegen Überfüllung und Platzmangel auf dem Friedhof Großwelka mußte Abhilfe geschaffen werden. Deshalb wurde die Gemeinde Salzenforst, die ihre Toten u.a. ab 1827 auch auf dem Friedhof Großwelka beerdigte, ersucht, von Beerdigungen auf diesem Friedhofe abzusehen , womit dieselbige einverstanden war und 1892 einen eigenen Friedhof anlegte und dem Lehrer in Großwelka die gesanglichen Funktionen bei Begräbnissen übertrug. Von 1827 bis 1892 wurden auf dem Friedhof Großwelka aus Salzenforst 11 männliche Erwachsene, 7 weibliche Erwachsene und 26 Kinder beerdigt (aus Festschrift zur 150-jährigen Jubelfeier der Schulgemeinde Großwelka).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 1827 und auch danach wurden die Verstorbenen auf dem Nikolai-Friedhof in Bautzen bestattet, da Salzenforst zum Domkapitel gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedhof wurde am 03.Januar 1893 geweiht. Zeugnis davon ist die Inschrift auf der Rückseite des ersten Grabes. Darauf steht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Am 3. Januar 1893 wurde die Weihe dieses Gottesackers vollzogen II. B. Mose 3:5 Der Ort, da du auf stehest, ist heiliges Land&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf der Vorderseite des Grabes (teilweise durch die starke Verwitterung kaum noch lesbar) lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Hier ruhet in Gott unser geliebtes Kind Richard Wirth aus Salzenforst geboren 12. März1887 gestorben 31. Dezember 1892&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren der Bäcker Karl Wirth und Amalie, geb. Kappler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkstein W. J. Frenzel ==&lt;br /&gt;
s. auch unter Persönlichkeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Gedenken an Dr. Walter Julius Frenzel wurde etwa 1992 auf dem Friedhof ein Granitstein aufgestellt, der dort seine letzte Ruhe gefunden hatte (Tr. Malinkowa: &amp;quot;Sorbische Denkmale&amp;quot;).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trigonometrischer Meßpunkt ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Trigonometrischer Punkt 1.jpg|mini|486x486px|Triangulationspunkt auf dem Chorberg 2025]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung ===&lt;br /&gt;
Im Ergebnis des Wiener Kongresses 1815 wurde die Landabtragung Sachsens an Preußen festgeschrieben und durch eine neue Grenzversteinung realisiert. Dieser Territorialverlust machte eine Neuvermessung Sachsens erforderlich. So wurden Fixpunkte auf exponierten topographischen Punkten ausgewählt. Einer von ihnen ist der Höhenpunkt 266,2m über NN, der damals mit einer 84 cm hohen und einer 42x42 cm breiten Säule markiert worden ist. (&amp;quot;SZ&amp;quot; vom 24.02.1993) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der trigonometrische Meßpunkt befindet sich auf dem 266m hohen Chorberg  mit den Koordinaten ♁51° 11′ 36″ N, 14° 22′ 36″ O. Die Errichtung des  Triangulationssteines 2. Ordnung wurde 1865 von Friedrich Robert Helmert geleitet, kostete 148 Mark und ist ein bedeutendes Zeugnis der Geodäsie des 19. Jahrhunderts. Dafür wurde von den Grundbesitzern Rölke und Müller 32 qm Land erworben. Auf der Flurkarte der gemeinde Salzenforst ist der Standort mit dem Flurstück 136 als seperate Fläche mit der Flurstücksnumer 135 eingetragen.   &lt;br /&gt;
Nach 1945 wurde die Inschrift &amp;quot;Königlich-sächsisch&amp;quot; ausgemeißelt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule aus  Nadelwitzer Granit besteht aus 3 unterirdischen Grundschichten und dem 1,80m hohen Pfeiler. Im Jahre 2013 wurde die Säule durch den Chemnitzer Karl-Heinz Grebner von der &amp;quot;Interessengemeinschaft Nagel&#039;sche Säulen&amp;quot; saniert. Dazu mußte die steinerne Deckplatte gesucht und per Bagger von der Fa. Miersch geborgen sowie die Beschriftung erneuert werden. (&amp;quot;SZ&amp;quot; Nr.223 von 2011)   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Holzturm ====&lt;br /&gt;
Bis Anfang der 1970-iger Jahre befand sich über dem Stein ein ca. 40m hoher Holzturm. Dieser diente der Vermessung des DDR-Territoriums. Aus Gründen der Unfallgefahr durch widerrechtliche Besteigung und zur Verhinderung des Einblicks in Landschaftsbereiche mit Industrie- und Militärobjekten erfolgte dann die Niederlegung,  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betkreuze ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Straße Safo-Bolbritz .jpg|mini|510x510px|Kruzifix Richtung Bolbritz (Foto 2025)]]Betkreuze, sogenannte Kruzifixe, stehen an mehreren Stellen in der ehemaligen Gemeinde. In einer Aufstellung werden 10 dieser Denkmäler in Salzenforst und Temritz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktional dienten derartige Säulen als Stätten der Andacht, des Gebetes und als Markierungszeichen für den Weg zur Kirche. Besonders im nördlichen Kreisgebiet hat sich eine Vielzahl sehr schöner Betsäulen erhalten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix an der Straße von Salzenforst nach Bolbritz ===&lt;br /&gt;
Kruzifix an der Straße von Salzenforst nach Bolbritz, &#039;&#039;&#039;errichtet 1858&#039;&#039;&#039; von Jakob Schmole aus Oberuhna. Die Domköchin Magdalena Wotschke aus Salzenforst verstarb hier in den Kriegswirren in der Nacht des 10.06.1813 &amp;quot;vor Schrecken und zeitiger Geburt von Zwillingen; eines blieb bei ihr&amp;quot;. 1964 erneuert zur Erinnerung an Jakob Delan, der 1944 in russischer Kriegsgefangenschaft verstarb. Nochmals restauriert von der Familie Mazalla im Jahre 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift unter der Jesusfigur ist in sorbisch und deutsch &#039;&#039;&amp;quot;Christus unsere Hoffnung&amp;quot;.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix an der Kreuzung Schwalbenweg/Bergweg/ H.-Zejler-Straße in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Weihe-sorbisches-katholisches-Wegkreuz-Stadtverwaltung-Bautzen .jpg|mini|572x572px|Weihe des Kruzifixes am 25.06.2021 von links nach rechts: Dr. R. Böhmer, M. Kieschnick, Minestranten, V. Scapan, A. Höhne, Ch. Hummel  (Quelle: bautzen-anzeiger.de)]]&lt;br /&gt;
Dieses Kruzifix wurde &#039;&#039;&#039;1902 errichtet&#039;&#039;&#039; und nach der Sanierung am 25.06.2021 neu geweiht. Anwesend waren neben vielen Einwohnern des Ortes: Ortsvorsteher Manfred Kieschnik, Ministranten, Finanzbürgermeister Dr. Robert Böhmer, Andreas Höhne von Sankt Michael als evangelischer Pfarrer, der sorbische Superintendent Christoph Rummel und Veit Scapan als katholischer Dompfarrer und Domkapitular.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;quot;Gesetz über die Gewährung pauschaler Zuweisungen zur Stärkung des ländlichen Raumes im Freistaat Sachsen in den Jahren 2018 – 2020&amp;quot; bekam die Stadt Bautzen jährlich eine Zuweisung in Höhe von 70.000 Euro, deren Mittel für Bautzen frei verfügbar waren. Finanzbürgermeister Dr. Robert Böhmer setzte sich daraufhin mit dem Ortschaftsrat Salzenforst-Bolbritz zusammen und es wurde die Sanierung des Kruzifixes an der Kreuzung Bergweg/Schwalbenweg/H.-Zejler-Straße sowie Pflasterarbeiten für die in unmittelbarer Nähe stehende überdachte Pilgerrastbank beschlossen und mit 7.500 Euro finanziert. Das Areal, das am ökumenischen Pilgerweg durch die Oberlausitz an der alten Via Regia liegt, lädt wieder zum Verweilen ein. Granitsockel, Kruzifix und Inschrift wurden vom Denkmalpfleger Heinz Rentsch aus Doberschütz komplett überarbeitet. Ortsvorsteher Manfred Kieschnik: &amp;quot;Mit dem Pilgerkreuz bekommt der Ort ein Stück seiner Identität zurück. Ich freue mich außerordentlich, dass Bürgermeister Böhmer es ermöglicht hat, das Kruzifix und den gesamten Platz im Ortszentrum wieder herrichten zu lassen.&amp;quot; (Quelle: bautzen-anzeiger.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Sockel ist in sorbisch: &#039;&#039;&amp;quot;Pokoj budz z wami&amp;quot;&#039;&#039; und bedeutet &#039;&#039;&amp;quot;Friede sei mit Euch&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 02.02.2025 wurde entdeckt, daß die Jesusfigur fehlt. Frau Dr. Jutta Kamper bemerkte an einem Tag im Januar um die Mittagszeit, daß sich ein Mann in orangeroter Jacke an dem Denkmal zuschaffen machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix am Ortsausgang Richtung Seidau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifiz G. Sauer .jpg|mini|514x514px|Kruzifix von Georg Sauer (Foto 2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Kruzifix wurde &#039;&#039;&#039;1850&#039;&#039;&#039; vom Gutsbesitzer George Sauer (1804-1881) (Haus Nr.15) errichtet, um den Acker zu beschützen. Pilger auf dem Jacobsweg hält es zum Innehalten und zum Gebet an. Für die Toten aus Salzenforst, die bis etwa 1880 auf dem Bautzener Nicolaifriedhof bestattet wurden, war es stets der letzte Gruß für den Trauerzug. Durch einen Verkehrsunfall im Januar 2018 wurde die Granitsäule beschädigt und brach in zwei Hälften auseinander. Nach der Restaurierung, veranlaßt von seinen Ururgroßenkel Georg Müller, erfolgte am 30.09.2018 die Einweihung der restaurierten Betsäule. (Quelle: bautzen.de)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix Haus Nr.16 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifiz Winkler Safo 3.jpg|mini|395x395px|Kruzifix vor dem Haus Nr.16 (Foto 2025)]]&lt;br /&gt;
Dieses Kreuz befindet sich vor dem Grundstück des Hauses Nr. 16  und ist vermutlich noch im Urzustand. Das Alter ist unbekannt. Vermutlich ist es &#039;&#039;&#039;1860&#039;&#039;&#039; errichtet worden. Die Frau von Johann Jakob Mietovskij (1828-1897), Maria Magdalena geb. Saring (1823-1859) verstarb mit 36 Jahren 2 Tage nach der Geburt ihrer Tochter Magdalena am 21. Dezember 1859 im Wochenbett. Die Inschrift auf der marmornen Tafel am Sockel lautet: &#039;&#039;&amp;quot;Mein Jesus Barmherzigkeit&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Kreuz auf dem Chorberg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifiz Chorberg Safo 2.jpg|mini|461x461px|Granitsockel des Kruzifixes auf dem Chorberg (Foto 1992)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1841&#039;&#039;&#039; wurde von Bischof Mauermann ein 2,5m hohes eisernes Kruzifix auf einem 1,5m hohen steinernen Sockel errichtet (Th. Schütze: &amp;quot;Um Bautzen und Schirgiswalde&amp;quot;).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 erfolgte eine Bestandsaufnahme der Kruzifixe in Salzenforst und Temritz. Auf dem Feld im Gebüsch am Chorberg befand sich zu diesem Zeitpunkt nur noch ein Granitsockel ohne Kreuz. Lt. mündlicher Überlieferung befand sich das Kreuz auf dem Weg zu Dr. Frenzel&#039;s Wochenendhaus und wurde bei der Erneuerung der Trinkwasserbehälter auf dem Chorberg entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Kruzifix Haus Nr. 7 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Spann Nr.7 1.jpg|mini|456x456px|Kruzifix vor dem Haus Nr.7]]&lt;br /&gt;
Im Garten vor dem Haus Nr.7 bei Lebsa befand sich ebenfalls ein Betkreuz, wurde aber beim Umbau des Hauses (Jahr unbekannt) entfernt und befindet sich im Familienbesitz von Handrik aus Göda.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Denkmale&amp;diff=922</id>
		<title>Denkmale</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Denkmale&amp;diff=922"/>
		<updated>2025-11-26T14:28:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Trigonometrischer Meßpunkt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In und um Salzenforst sind eine Reihe von Denkmalen, zu denen wir Informationen aufbereitet haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Franzosengrab bei Schmochtitz 1813 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab 1813 Schmochtitz 1.jpg|mini|372x372px|neuer Grabstein des &amp;quot;Franzosengrabes&amp;quot; bei Schmochtitz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Franzosengrab ursprünglich.jpg|mini|371x371px|alter Grabstein (Ausschnitt einer Postkarte)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräfin Auguste Charlotte von Kielmansegge (1777-1863), Tochter des Rittergutsbesitzers Reichsgraf Peter August von Schönberg in Schmochtitz, ließ 1813 drei gefallene Franzosen begraben und ein Grab 150m von der Straße nach Bautzen errichten. Die Gräfin verehrte den Kaiser der Franzosen. Sie erhoffte sich von Frankreich Freiheit für alle Standesbeschränkungen. Um das Leben ihres Gatten Graf Ferdinand von Kielmannsegge bittend, der als Verräter von den Franzosen inhaftiert ist, kommt die Gräfin nach Paris und wird die Vertraute Napoleons. Für ihn sondiert sie die politischen Meinungen in den Salons und ist fördernde Mittlerin zwischen Paris und Dresden. Ihr Einfluß für Sachsen beim Kaiser wird als bedeutend eingeschätzt. Von 1809-1812 lebt die Gräfin mit ihren 4 Kindern in Paris. Napoleon hinterläßt bei ihr wichtige Dokumente, als er nach Rußland aufbricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Thost, Fabrikbesitzer in Zwickau, erwirbt 1892 das Rittergut. Auf dem Franzosengrab gibt er seine Gesinnung kund. In Form einer Lanze läßt er einen Eisenstab in die Sandsteinplatte treiben, an dessen oberen Ende ein Medaillon mit dem Bildnis Bismarcks angebracht ist. Dazu im rechten Winkel wie ein Fähnlein mit der Aufschrift &amp;quot;Seitdem das deutsche Reich erwachsen, beschützt kein Franzmann mehr die Sachsen&amp;quot;.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser alte Grabstein ist verschollen und es existieren auch keine Bilder. Durch ABM (Arbeitsbeschaffunfsmaßnahmen) wurde jedoch wieder ein Stück der damaligen Geschichte erlebbar. Frau Friedland, Herr Pfarrer Pietsch und Herr Wenk haben das Grab gesucht und erforscht. Der neue Grabstein wurde vom Bistum Dresden-Meißen errichtet. (Franz Triebs: &amp;quot;Das Franzosengrab in Schmochtitz&amp;quot; 1994)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Franzosendenkmal in Kleinwelka 1813 ==&lt;br /&gt;
Auf dem am Eingang des Friedhofes 1815 errichteten Gedenkstein steht geschrieben: &amp;quot;Denkmaal/Der in der Schlacht/bey Bautzen/den 20. Mai 1813/verwundeten und allhier/Verstorbenen/23 französischen und/baierischen Soldaten/welche hier begraben/liegen&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[Datei:Kleinwelka Franzosendenkmal.jpg|mini|Kleinwelka &amp;quot;Franzosendenkmal&amp;quot; (aus Bautzener Kulturschau 12/1973)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== I. Weltkrieg 1914-1918 &amp;quot;Kriegerdenkmal&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beschreibung ===&lt;br /&gt;
Auf dem Chorberg, dicht an der Straße von Bautzen in Richtung Salzenforst, ganz in der Nähe des Triangulationspunktes, steht die Kriegergedächtnisstätte. Den Platz dazu überließ der Gutsbesitzer Ferdinand Wilhelm Worm stiftungsweise. Die 7 großen Granitsteine stammen aus dem Steinbruch Zocka. Der unterste Block wiegt ca. 3 Tonnen. Die Namen meißelte der wendische Bildhauer Mütterlein aus Muschelwitz ein. Die Arbeit überwachte Gutsbesitzer Müller. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weihe erfolgte am Erntefesttag, dem 17. Oktober 1920, durch die beiden Pfarrer Räde und Heiduschke, die ihre Rede in deutscher und sorbischer Sprache hielten. Die Gewehrsektion des Kriegervereins Salzenforst ehrte die Gefallenen mit einer Salve. Anwesend waren auch der Militärverein Kleinwelka und der Kriegerverein Seidau. Nach der Rede des Denkmalausschußvorsitzenden, Gutsbesitzer August Müller, übernahm der Bürgermeister August Zieschang das Ehrenmal in die Obhut der Gemeinde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Sockel zwischen den beiden Granaten sind die Worte Theodor Körners eingemeißelt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Wer mutig für sein Vaterland gefallen, Der baut sich selbet ein ewig Monument, Im treuen Herzen seiner Landesbrüder, und dieses Gebäude stürzt kein Sturmwind nieder.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In sorbisch leuchten die Worte: &#039;&#039;&amp;quot;We swerje stawa kce a traje&amp;quot;&#039;&#039; und &#039;&#039;&amp;quot;Za hwezdami je statok mera&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus &amp;quot;Lausitzer Kriegergedächtnisstätten&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namen der Gefallenen sind an der Nord-bzw. Südseite des Denkmals verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefallene im I. Weltkrieg 28. Juli 1914 – 11. November 1918 ===&lt;br /&gt;
(aktualisiert am 19.08.2021)&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Name&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Vorname&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Geburtsdatum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Todesdatum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Bemerkungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|MENGER&lt;br /&gt;
|Karl   August&lt;br /&gt;
|29.03.1891 in Eutrich, zuletzt Salzenforst&lt;br /&gt;
|10.01.1915&lt;br /&gt;
|Arbeiter;   ledig; ev.-luth.; Soldat im 12. Kgl. Sächs. Inf.-Reg. Nr.177 1.Kompanie; im Gefecht   bei Sommedy-Tahure gefallen infolge Kopfschussverwundung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|KARLUS&lt;br /&gt;
|Johann   Ernst&lt;br /&gt;
|09.04.1889 in Oehna, zuletzt Salzenforst Nr.22&lt;br /&gt;
|25.01.1915&lt;br /&gt;
|Kutscher;   verheiratet; ev.-luth.; Soldat d. Reserve im 4.Kgl.Sächs.Inf.-Reg.Nr.103   10.Kompanie; gefallen inf. Mundschusses bei Sturmangriff auf LaCrente Fe (?)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|HEINE&lt;br /&gt;
|Ernst&lt;br /&gt;
|18.02.1881&lt;br /&gt;
|14.09.1914&lt;br /&gt;
|?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|HORN&lt;br /&gt;
|Ernst Hermann&lt;br /&gt;
|09.08.1893 in Salzenforst Nr.28&lt;br /&gt;
|14.04.1916&lt;br /&gt;
|Ev.-luth.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|HORN&lt;br /&gt;
|Emil Karl&lt;br /&gt;
|14.09.1895 in Salzenforst Nr.28&lt;br /&gt;
|06.10.1918&lt;br /&gt;
|Stellmacher;  ev.-luth.; M.-G.-Schütze, Cussel in Frankreich im Abwehrkampf gefallen durch  Kopfschussverwundung mit Art.-Geschoß&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|KUBSCH  (KUPPSCH)&lt;br /&gt;
|Ernst August&lt;br /&gt;
|18.09.1887 in Grubschütz; zul. Safo Nr.11&lt;br /&gt;
|28.08.1918&lt;br /&gt;
|Wirtschaftsgehilfe;  ledig, ev.-luth.; Reservist im Leib-Grenadier-Reg. Nr.100 8.Kompanie; im  Stellungskampf bei Dorf Vraube/Vraucourt (Frankreich) – gestorben an Unterleibsverwundung  durch Art.-Geschoß&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|KUTTER&lt;br /&gt;
|Walter&lt;br /&gt;
|1898&lt;br /&gt;
|28.06.1918&lt;br /&gt;
|vermisst&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|MAUTSCH&lt;br /&gt;
|Georg&lt;br /&gt;
|11.03.1895 in Guhra&lt;br /&gt;
|07.02.1916 &lt;br /&gt;
|Soldat;  ledig; röm.-kath.; St. Elvi Frankreich Stellungskampf durch Kopfschuss  gefallen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|PIETSCHMANN&lt;br /&gt;
|Ernst&lt;br /&gt;
|28.08.1895&lt;br /&gt;
|25.01.1915&lt;br /&gt;
|Westfront&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|RÖLKE&lt;br /&gt;
|Ernst&lt;br /&gt;
|01.04.1893 in Salzenforst Nr.23&lt;br /&gt;
|05.04.1916 &lt;br /&gt;
|Wirtschaftsgehilfe;  ledig; ev.-luth.; Gefreiter im Kgl.Sächs.Inf.-Reg.Nr.192 8.Kompanie; am  05.04.1916 verwundet und am 09.07.1916 tot durch Bergungskommando aufgefunden;  Sturm auf Hautecourt; beerdigt bei Malancourt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|RÖLKE&lt;br /&gt;
|August Paul&lt;br /&gt;
|17.01.1898 in Salzenforst Nr.23&lt;br /&gt;
|10.04.1918 &lt;br /&gt;
|Landwirt;  ledig; ev.-luth.; Soldat im Kgl. Sächs. Inf.-Reg. Nr.103 6.Kompanie; gestorben  inf. Verwundung durch M.-G.-Geschoß in linker Hüfte bei Sturmangriff bei  Fleurbaix; Soldatenfriedhof Beaucamps-Ligny Block 9 Grab 66 (Volksbund)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SCHMOTSCHKE&lt;br /&gt;
|Paul&lt;br /&gt;
|09.08.1891&lt;br /&gt;
|27.07.1917&lt;br /&gt;
|Ostfront?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|WINKLER&lt;br /&gt;
|Johann Bernhard&lt;br /&gt;
|17.08.1898 in Salzenforst Nr.16&lt;br /&gt;
|04.07.1918 &lt;br /&gt;
|Ledig;  röm.-kath.; gestorben zu Hause als Militärinvalide&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SCHULZE&lt;br /&gt;
|Max Georg&lt;br /&gt;
|08.08.1899 in Ebersbach; zuletzt Salzenforst Nr.24&lt;br /&gt;
|21.04.1918&lt;br /&gt;
|Stallschweizer;  ledig; ev.-luth.; Soldat im Kgl. Sächs. Res. Inf. Reg. 102 5. Komp.; bei  Arlen...en Gohelle (Frankreich) verwundet u. gestorben durch Handgranate an  Kopf u. Hals&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|WINKLER&lt;br /&gt;
|Paul&lt;br /&gt;
|23.07.1893 in Salzenforst Nr.16&lt;br /&gt;
|08.09.1914 &lt;br /&gt;
|Röm.-kath.;  vermisst&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Weltkrieg 1939-1945 &amp;quot;Gedenktafel&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Recherchen wurde gegenüber dem Eingang zum Friedhof im Jahre 2023 eine Gedenktafel erichtet. Diese soll eine Mahnung sein gegen den Krieg, der unvorstellbares Leid bringt. Ursprünglich sollte diese Tafel an der Friedhofskapelle angebracht werden. Die Genehmigung dazu wurde jedoch vom Oberbürgermeister der Stadt Bautzen mit dem Hinweis, daß dies der Friedhofssatzung widerspreche, verwehrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden sowohl die Namen der einberufenen Soldaten aufgeführt, welche auf dem Schlachtfeld starben, als auch der Einwohner, welche bei den Kämpfen in und um Salzenforst in den Tagen vom 23.-25. April 1945 getötet wurden sowie von den Personen, die durch den Krieg ihr Leben im Ort verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine Wehrpflicht im Deutschen Reich wurde mit dem Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht vom 16. März 1935 wieder eingeführt. Die Dauer des aktiven Wehrdienstes betrug 2 Jahre. Lediglich einige zah­lenmäßig begrenzte Kategorien (z. B. Verheiratete) wurden nach einjähriger Dienstzeit entlassen. Einberufen wurde im Herbst 1935 zunächst der Jahrgang 1914, dann 1915, 1916, 1917.  Der jüngste noch im l. Welt­krieg ausgebildete Jahrgang war der Jahrgang 1900. Dazwischen klaffte die Lücke der so genannten &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;weißen&amp;quot; Jahrgänge, die keine Ausbildung genossen hatten. Um auch sie nach Möglichkeit für das Heer im Kriege als personelle Reserve verfügbar zu machen, wurden für diesen Zweck neben der aktiven Truppe &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;Ergänzungseinheiten&amp;quot; (E-Einheiten) aufgestellt. In ihnen erhielten die Angehörigen der weißen Jahrgänge eine zwei-, später dreimonatige Kurzausbildung. Zunächst wurde 1936 der Jahrgang 1913 einberufen, dann 1937 die Jahrgänge 1912 sowie 1908 und älter. (Quelle: Lexikon der Wehrmacht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefallene Soldaten ===&lt;br /&gt;
1.   &#039;&#039;&#039;Berndt, &amp;lt;u&amp;gt;Otto&amp;lt;/u&amp;gt; Max&#039;&#039;&#039; *31.03.1917 Salzenforst Nr.16 (wohnhaft Burkau Nr.119 ) †11.09.1941 gefallen bei Woropajewo (Weißrußland/Ostfront); Granatsplitter am Hinterkopf; Obergefreiter 1. Reit. /Aufkl. Abtl.113 Beruf: landwirtschaftl. Arbeiter; ev.-luth.; ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.  &#039;&#039;&#039;Brytsche, &amp;lt;u&amp;gt;Hermann&amp;lt;/u&amp;gt; Richard&#039;&#039;&#039; *12.09.1912 Salzenforst N4 (wohnhaft Kamenz; Elstraer Str. 36) †03.02.1944 gefallen 300m nördl. Ortsmitte Ssora-Log, 45 km nw von Luga   (Leningrad), A.G. Volltreffer; Gefreiter 4.Komp. Gren.Regt.32, 23. Inf.-Div., XXXXIII AK, 16. Armee, Heeresgr. Nord; ev.-luth. Konfession; ⚭1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. &#039;&#039;&#039;Dreßler, Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Max&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *28.10.1902 in Karlsdorf (wohnhaft Salzenforst Nr.33) †vermißt; für tot erklärt worden durch das Amtsgericht BZ am 24.11.1950; Todeszeitpunkt: 31.07.1949, Beruf: Maschinenschlosser ev.-luth., ⚭1923&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. &#039;&#039;&#039;Heine, &amp;lt;u&amp;gt;Kurt&amp;lt;/u&amp;gt; Willy&#039;&#039;&#039; *25.11.1912 in Unwürde Kr. Löbau (wohnhaft Salzenforst Nr. 34, zuletzt Rattwitz Nr. 18) †24.01.43 19.15 Uhr gefallen in Karatschew (Oblast Brjansk, vor Moskau) Obergefreiter, Beruf: Zimmerer; ev.-luth., ⚭1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. &#039;&#039;&#039;Horn, Karl &amp;lt;u&amp;gt;Oskar&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *28.08.1915 in Salzenforst Nr.28 (wohnhaft Bernstadt/Sa. Markt 29) †22.02.1942 gefallen in Isbizkoje (Charkow,Donez), Herzschuß oder Aortaverletzung I.G.-Schuß; Oberfunkmeister Stab Battr. IV.Abt. Art.-Reg.294, 294. Inf.-Div., XVII AK, 6. Armee, Heeresgr. Süd; ev.-luth., ⚭1940&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. &#039;&#039;&#039;Horn, &amp;lt;u&amp;gt;Max&amp;lt;/u&amp;gt; Rudolf&#039;&#039;&#039; *03.03.1910 in Salzenforst Nr.28 †20.12.43 gefallen 5km südlich Tounj (Kroatien), I.G. Schuß Hals; Stabsfeldwebel, Stabskomp. Gren.Regt.670, 371. Inf.-Div., XV.Gebirgs-AK, 2. Panzerarmee, Heeresgr. F; Zugführer einer Pionierkompanie; Grablage: Soldatenfriedhof Slat; ev.-luth.,⚭1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. &#039;&#039;&#039;Hübner, Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Max&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *09.12.1911 in Salzenforst Nr. 8B (wohnhaft Salzenforst Nr.12) †18.10.42 gefallen bei Stalingrad durch I.G. Schuß Hals u. Schulter; Sanitätsobergefreiter 9. Komp. Inf.Reg.276, XIV Panzer AK, 6. Armee, Heeresgr. B; Grablage: Pestschanka Dorfplatz, Kameradengrab 4.Rh. 19.Grab (bei Stalingrad); Beruf: Tischler, ⚭1935&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. &#039;&#039;&#039;Kliemand, &amp;lt;u&amp;gt;Ernst&amp;lt;/u&amp;gt; Reinhold&#039;&#039;&#039; *24.03.1901 in Salzenforst Nr.33 (wohnhaft Göda Nr.30) †19.03.43 bei Leningrad Lodwa-Stellung; Obergefreiter; ev.-luth., ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. &#039;&#039;&#039;Kliemand, Max Richard&#039;&#039;&#039; *30.11.1919 in Salzenforst (wohnhaft Gröditz) †19.02.43 gefallen bei Demidowka durch I.G. Kopfschuss; Unteroffizier 1. Komp. Panz. Jäg. Abt. 128, 23. Panzer-Div.,LVII AK, 4. Panzerarmee, Heeresgr. Don; Grablage: Ostw. Bahndamm Simownikij 10km südl. Uspenskaja (Ukraine), ev.-luth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. &#039;&#039;&#039;Krause, Herbert &amp;lt;u&amp;gt;Helmut&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *02.03.1912 in Salzenforst (wohnhaft Neumalsitz Nr.18) †15.11.1941 gefallen bei Poretschje, Leningrad (Ostfront) Oberschütze 1.Komp. Inf. Regt. 344, 223. Inf.-Div., z. Verf., Heeresgr. Nord; Grablage: hinterer Eckbunker; Beruf: Stellmacher, kath.-apostolisch, ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. &#039;&#039;&#039;Lehmann, Max &amp;lt;u&amp;gt;Georg&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *07.01.1921 in Salzenforst Nr.19 (wohnhaft Klitten/Kr. Rothenburg) †21.12.42 gefallen bei Dubrowka/Nikulino, ca. 40km südl. Belyi Rhsew (Oblast Brjansk, vor Moskau) durch I.G.-Schuß Brust u. linker Oberschenkel; Gefreiter 6. Komp. Pz. Gren. Regt. 113, 1.Panzerdivision XXXXI AK 9.Armee Heeresgruppe Mitte; Grablage: Kameradengrab 4.v.links,  konfessionslos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. &#039;&#039;&#039;Mattitza, &amp;lt;u&amp;gt;Johann&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelm&#039;&#039;&#039; *20.03.1917 in Brandis bei Leipzig (wohnhaft Salzenforst Nr.1b) †21.11.39 Wehrmachtsunfall in Zeitz (Gera); Schädelbasisbruch, beerdigt in Safo, Oberkanonier 2. Batterie Nebelabt. 1 Königsbrück (chem. Kampftruppe des Heeres); Beruf: Autoschlosser, ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. &#039;&#039;&#039;Matzke, Max&#039;&#039;&#039; *08.10.1913 in Salzenforst Nr.30 †vermisst 1945, 1961 für Tod erklärt worden, verwundet in Griechenland, nach Genesung 1945 wieder an die Front, in der Nordsee Schiff mit Torpedo versenkt, ⚭1940&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14. &#039;&#039;&#039;Pohlan, Richard Kurt&#039;&#039;&#039; *09.11.1021 Salzenforst Nr.32 †30.05.1944 gefallen bei Grotta Ferata (Italien), durch Bombensplitter am Kopf; Obergefreiter Flak-Transp. Batt. (mot.) 204/VII.; Kriegsgräberstätte in Pomazia;; Beruf: Schmied; ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15. &#039;&#039;&#039;Radon, Walter &amp;lt;u&amp;gt;Helmut&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *15.03.1918 in Salzenforst Nr.8  †vermutlich 08.01.1944 mit dem Flugzeug in der Heimat beim“Probekampf“ abgestürzt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16. &#039;&#039;&#039;Sbieschne, Ernst &amp;lt;u&amp;gt;Gerhard&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *30.11.1907 in Bautzen (wohnhaft Salzenforst Nr.31, später Göda Nr.38) †25.09.42 gefallen bei Stalingrad durch Volltreffer eines Explosionsgeschosses am Kopf, Obergefreiter 13. Komp. Inf.-Reg. 276, 94. Inf.-Div., 14. AK, 4. Panzerarmee, Heeresgr. B, ev.-luth.,  ⚭1938&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. &#039;&#039;&#039;Sbieschne, Kurt  &#039;&#039;&#039; *? wohnhaft Salzenforst Nr.31  †?&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;                           &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18. &#039;&#039;&#039;Sohr, Bruno Alfred&#039;&#039;&#039; *03.12.1915 Seidau †11.07.1944 Pelosa (Italien), Kriegsgräberstätte in Costermano Block1 Grab 1008, Obergefreiter, Beruf: Landwirtschaftsgehilfe bei Müller, ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. &#039;&#039;&#039;Schatte, &amp;lt;u&amp;gt;Max&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Alfred&#039;&#039;&#039; *29.10.1909 in Jahmen † vermisst 28.08.1943 bei Charkow, ⚭1933&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20. &#039;&#039;&#039;Schmarander, Kurt&#039;&#039;&#039; *28.01.1918 in Kleinbaselitz †10.06.1942 gefallen 3km nö von Sewastopol (Krim),  vermutlich auf der Kriegsgräberstätte Sewastopol-Gontscharnoje als unbekannter Soldat begraben, Schütze, Beruf: Melker bei Zieschang in Safo Nr.25;  ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21. &#039;&#039;&#039;Schube, August &amp;lt;u&amp;gt;Hermann&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *11.01.1922 Salzenforst Nr. 17 † 08.07.44 bei Cherbourg (Frankreich), Kriegsgräberstätte in Orglandes/Manche Obergefreiter Beruf: Autoschlosser; ev.-luth., ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. &#039;&#039;&#039;Schütze, Karl &amp;lt;u&amp;gt;Erich&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *05.07.1921 Salzenforst Nr. 4 †20.06.1942 bei Saprudnoje (Rußland), Gefreiter, Beruf: kaufmänn. Angestellter, ev.-luth., ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. &#039;&#039;&#039;Tuppatsch, August &amp;lt;u&amp;gt;Otto&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; *18.04.1906 in Salzenforst Nr.9 † vermisst1945, bei Rückzugskämpfen schwer verwundet; durch Sanitäter geborgen und „aussortiert“, kein Grab; als vermisst gemeldet, die letzte Nachricht von Tuppatsch, Otto kam 1945 aus Wien, Beruf: Drogist in Dresden, ev.-luth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.  &#039;&#039;&#039;Weist, &amp;lt;u&amp;gt;Willy&amp;lt;/u&amp;gt; Edmund&#039;&#039;&#039; *17.11.1911 in Reichenau (Bogatynia)  †31.07.1949 (am 21.05.1955 für tot erklärt) im Kriege vermisst in Rußland, Panzerfahrer, Beruf: Stanzer u. Steinarbeiter; ⚭1937&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25. &#039;&#039;&#039;Witschas, &amp;lt;u&amp;gt;Kurt&amp;lt;/u&amp;gt; Paul&#039;&#039;&#039; *03.06.1923 in Salzenforst Nr.30 †vermisst, vermutlich 1941; 1961 für Tod erklärt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1. Suschke, Elsbeth Margarethe *20.03.1903 Salzenforst † 24.04.45 Tod durch Handgranate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Preusche, Maria Auguste *29.09.1882 in Uebigau (wohnhaft Salzenforst Nr.3b) † 24.04.1945 Tod durch Handgranate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Wange, Ernst Heinrich Richard *12.08.1872 Dresden (wohnhaft Salzenforst Nr.3) †gefallen am 24.04.1945 Tod durch Handgranate, Beruf: Oberlehrer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Pietschmann, Karl * 06.08.1894 in Salzenforst Nr.19 †22.04.1945 erschossen durch 1 deutschen Wachposten, auf dem Feld nicht stehengeblieben &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Jentsch, Günter *23.10.1937 in Salzenforst Nr.5 †24.05.1945 tödliche Verletzung durch Stielhandgranate &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwangsarbeiter ===&lt;br /&gt;
1. Maslanka, Feliks *11.04.1911 in Bezek/Polen (wohnhaft bei Wange Nr.3) †13.08.1942 gegen 19 Uhr in Salzenforst gehängt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Hortaszko, Anna *22.04.1922 Polen (wohnhaft Salzenforst Nr.17 †05.04.1945 22Uhr &amp;quot;Herzschlag&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== KZ-Häftling ===&lt;br /&gt;
1. Stouff, &amp;lt;u&amp;gt;Rene&amp;lt;/u&amp;gt; Louis Jean Gabriel  (Frankreich) *03.03.1920 in Airbois/Frankreich  †10.02.45 am Pfahl 48/5 des Bahndamms der Reichseisenbahn in Stiebitz tot aufgefunden KZ-Häftling Nr. 186443 aus Auschwitz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Opfer des Faschismus „Judendenkmal“ 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das „Judendenkmal“ in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto 1975 3.jpg|mini|424x424px]]&lt;br /&gt;
Am 12.Februar 1945 wurden in der Sandgrube auf dem Chorberg in Salzenforst 43 jüdische Frauen von der SS erschossen. Sie stammten aus Deutschland, Ungarn, Polen, Tschechoslowakei, aber auch aus Frankreich, Belgien und Holland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend des 11. 02.1945 war eine Kolonne von 54 KZ-Häftlingen im ehemaligen Rittergut in Rattwitz angekommen. Am 12. 02. marschierten diese Frauen weiter Richtung Westen und kamen gegen 11 Uhr in Salzenforst an. 43 Schwache und Kranke mußten mit Hacke und Schaufel ihr eigenes Grab ausheben. Kurz vor 11 Uhr fuhr Bauer Spahn an der Sandgrube vorüber. Von den SS-Männern wurde er unmißverständlich zum Weiterfahren genötigt. Kurz danach begann es zu knallen. Auch der verwundete Soldat Karl Domschke kam aus Richtung Bautzen, wo er sich frisches Verbandmaterial holte, vorüber. Auch er wurde aufgefordert weiterzugehen und hörte anschließend Schüsse. Die 11 verbliebenen  und an der Grube wartenden Frauen mußten die erschossenen Frauen mit Sand bedecken. Eskortiert von den 12 SS-Leuten schleppten sich die hungernden und frierenden Frauen mit ihren Holzpantoffeln weiter Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der Sandgrube in Haus Nr.16c nahmen einige Tage vorher Witwe Martha Moldenhauer und die beiden Frauen Martha Schatte und Käthe Weist eine jüdische Frau auf, die sich aus einer Flüchtlingskolonne befreien konnte, versorgten sie mit Kleidung und Nahrung, so daß sie sich in den nördlich gelegenen Wäldern verstecken konnte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Pflege Grab 1988 Dorle.jpg|mini|421x421px|Frau Möhn und Frau Worm bei der Pflege des Denkmales im Jahre 1988]]&lt;br /&gt;
Im Jahre 1949 wurde die Sandgrube von Einwohnern des Ortes und vom VVN (Verein der Verfolgten des Naziregimes) der Stadt Bautzen zu einer würdigen Gedenkstätte hergerichtet und am 08. September, dem Tag für der Opfer des Faschismus, eingeweiht. Tausende hatten sich eingefunden. Es sprach der sächsische Innenminister Hoffmann und der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde von Berlin, Wittkowsky (Bautzener Kulturschau 09/1958).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bunker ==&lt;br /&gt;
Ein Beobachtungsbunker befindet sich in der Kiesgrube der Firma Miersch auf dem Chorberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmal H. Zejler ==&lt;br /&gt;
s. auch unter Persönlichkeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19.09.1954, zum 150. Geburtstag, wurde im Auftrag des Rates des Kreises Bautzen die Gedenktafel am Geburtshaus Nr.14 angebracht. Die deutsche Übersetzung auf der roten Tafel lautet: &amp;quot;DER GROSSE SORBISCHE DICHTER/WURDE IN DIESEM HAUSE GEBOREN&amp;quot;. Die Gedenktafel wurde anläßlich des 200. Geburtstages des Dichters 2004 erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal auf dem Dorfanger in Salzenforst wurde am 26.04.1980 anläßlich des V. Festivals der sorbischen Kultur eingeweiht. Gestaltet wurde es von den Künstlern Eva-Ursula (1928-2020) und Steffen Lange (1931-2006) (Bautzener Kulturschau 6/1988). 1988 erhielt Dipl.-Grafikerin Eva-Ursula Lange den Vaterländischen Verdienstorden in Bronze und den Kunstpreis der Domowina. Es ist eine graue Stele aus Feinbeton, anderen Vorderseite eine rötliche Rosette aus Porphyr prangt, die das von 6 Blütenblättern umrahmte Gesicht Zejlers zeigt. Vor der Stele stehen mit Abstand voneinander 2 Hälften eines Lindenblattes, des sorbischen nationalen Symbols. Die linke Blatthälfte enthält auf deutsch Zejlers Worte: &amp;quot;Zeit und Geist lassen sich nicht hemmen, ihr Wort, Gesetzmuß gelten! Licht, Gerechtigkeit, Freiheit werden siegend wachsen&amp;quot; (aus &amp;quot;Lichtscheue Zeithemmer&amp;quot; 1843). Auf der rechten Lindenhälfte steht HANDRIJ ZEJLER/1804-1872.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Eingemeindung von Salzenforst nach Bautzen 1999 wurde die Dorfstraße nach dem Dichter benannt  (Handrija Zejlerowa droha). Anläßlich der 660-Jahrfeier von Salzenforst wurde am 15.05.2019 ein Gedenk-u. Informationstäfelchen am Straßenschild angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1931 errichtete die Domowina auf dem Marktplatz in Lohsa ein Denkmal. Im Jahre 1960 setzte die Pionier-Freundschaft &amp;quot;Handrij Zejler&amp;quot; in Königswartha ein schlichtes, aber würdiges Denkmal. Ein 15 Dezitonnen schwerer Findling aus der Heide, die der Dichter so liebte, wurde vor der Schule in Königswartha aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Friedhof mit Kindergrab ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab.jpg|mini|Erstes Grab auf dem Friedhof Salzenforst|592x592px]]Wegen Überfüllung und Platzmangel auf dem Friedhof Großwelka mußte Abhilfe geschaffen werden. Deshalb wurde die Gemeinde Salzenforst, die ihre Toten u.a. ab 1827 auch auf dem Friedhof Großwelka beerdigte, ersucht, von Beerdigungen auf diesem Friedhofe abzusehen , womit dieselbige einverstanden war und 1892 einen eigenen Friedhof anlegte und dem Lehrer in Großwelka die gesanglichen Funktionen bei Begräbnissen übertrug. Von 1827 bis 1892 wurden auf dem Friedhof Großwelka aus Salzenforst 11 männliche Erwachsene, 7 weibliche Erwachsene und 26 Kinder beerdigt (aus Festschrift zur 150-jährigen Jubelfeier der Schulgemeinde Großwelka).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 1827 und auch danach wurden die Verstorbenen auf dem Nikolai-Friedhof in Bautzen bestattet, da Salzenforst zum Domkapitel gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedhof wurde am 03.Januar 1893 geweiht. Zeugnis davon ist die Inschrift auf der Rückseite des ersten Grabes. Darauf steht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Am 3. Januar 1893 wurde die Weihe dieses Gottesackers vollzogen II. B. Mose 3:5 Der Ort, da du auf stehest, ist heiliges Land&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf der Vorderseite des Grabes (teilweise durch die starke Verwitterung kaum noch lesbar) lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Hier ruhet in Gott unser geliebtes Kind Richard Wirth aus Salzenforst geboren 12. März1887 gestorben 31. Dezember 1892&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren der Bäcker Karl Wirth und Amalie, geb. Kappler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkstein W. J. Frenzel ==&lt;br /&gt;
s. auch unter Persönlichkeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Gedenken an Dr. Walter Julius Frenzel wurde etwa 1992 auf dem Friedhof ein Granitstein aufgestellt, der dort seine letzte Ruhe gefunden hatte (Tr. Malinkowa: &amp;quot;Sorbische Denkmale&amp;quot;).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trigonometrischer Meßpunkt ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Trigonometrischer Punkt 1.jpg|mini|486x486px|Triangulationspunkt auf dem Chorberg 2025]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung ===&lt;br /&gt;
Im Ergebnis des Wiener Kongresses 1815 wurde die Landabtragung Sachsens an Preußen festgeschrieben und durch eine neue Grenzversteinung realisiert. Dieser Territorialverlust machte eine Neuvermessung Sachsens erforderlich. So wurden Fixpunkte auf exponierten topographischen Punkten ausgewählt. Einer von ihnen ist der Höhenpunkt 266,2m über NN, der damals mit einer 84 cm hohen und einer 42x42 cm breiten Säule markiert worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der trigonometrische Meßpunkt befindet sich auf dem 266m hohen Chorberg  mit den Koordinaten ♁51° 11′ 36″ N, 14° 22′ 36″ O. Die Errichtung des  Triangulationssteines 2. Ordnung wurde 1865 von Friedrich Robert Helmert geleitet, kostete 148 Mark und ist ein bedeutendes Zeugnis der Geodäsie des 19. Jahrhunderts. Dafür wurde von den Grundbesitzern Rölke und Müller 32 qm Land erworben. Auf der Flurkarte der gemeinde Salzenforst ist der Standort mit dem Flurstück 136 als seperate Fläche mit der Flurstücksnumer 135 eingetragen.   &lt;br /&gt;
Nach 1945 wurde die Inschrift &amp;quot;Königlich-sächsisch&amp;quot; ausgemeißelt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule aus  Nadelwitzer Granit besteht aus 3 unterirdischen Grundschichten und dem 1,80m hohen Pfeiler. Im Jahre 2013 wurde die Säule saniert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Holzturm ====&lt;br /&gt;
Bis Anfang der 1970-iger Jahre befand sich über dem Stein ein ca. 40m hoher Holzturm. Dieser diente der Vermessung des DDR-Territoriums. Aus Gründen der Unfallgefahr durch widerrechtliche Besteigung und zur Verhinderung des Einblicks in Landschaftsbereiche mit Industrie- und Militärobjekten erfolgte dann die Niederlegung,  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betkreuze ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Straße Safo-Bolbritz .jpg|mini|510x510px|Kruzifix Richtung Bolbritz (Foto 2025)]]Betkreuze, sogenannte Kruzifixe, stehen an mehreren Stellen in der ehemaligen Gemeinde. In einer Aufstellung werden 10 dieser Denkmäler in Salzenforst und Temritz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktional dienten derartige Säulen als Stätten der Andacht, des Gebetes und als Markierungszeichen für den Weg zur Kirche. Besonders im nördlichen Kreisgebiet hat sich eine Vielzahl sehr schöner Betsäulen erhalten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix an der Straße von Salzenforst nach Bolbritz ===&lt;br /&gt;
Kruzifix an der Straße von Salzenforst nach Bolbritz, &#039;&#039;&#039;errichtet 1858&#039;&#039;&#039; von Jakob Schmole aus Oberuhna. Die Domköchin Magdalena Wotschke aus Salzenforst verstarb hier in den Kriegswirren in der Nacht des 10.06.1813 &amp;quot;vor Schrecken und zeitiger Geburt von Zwillingen; eines blieb bei ihr&amp;quot;. 1964 erneuert zur Erinnerung an Jakob Delan, der 1944 in russischer Kriegsgefangenschaft verstarb. Nochmals restauriert von der Familie Mazalla im Jahre 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift unter der Jesusfigur ist in sorbisch und deutsch &#039;&#039;&amp;quot;Christus unsere Hoffnung&amp;quot;.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix an der Kreuzung Schwalbenweg/Bergweg/ H.-Zejler-Straße in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Weihe-sorbisches-katholisches-Wegkreuz-Stadtverwaltung-Bautzen .jpg|mini|572x572px|Weihe des Kruzifixes am 25.06.2021 von links nach rechts: Dr. R. Böhmer, M. Kieschnick, Minestranten, V. Scapan, A. Höhne, Ch. Hummel  (Quelle: bautzen-anzeiger.de)]]&lt;br /&gt;
Dieses Kruzifix wurde &#039;&#039;&#039;1902 errichtet&#039;&#039;&#039; und nach der Sanierung am 25.06.2021 neu geweiht. Anwesend waren neben vielen Einwohnern des Ortes: Ortsvorsteher Manfred Kieschnik, Ministranten, Finanzbürgermeister Dr. Robert Böhmer, Andreas Höhne von Sankt Michael als evangelischer Pfarrer, der sorbische Superintendent Christoph Rummel und Veit Scapan als katholischer Dompfarrer und Domkapitular.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;quot;Gesetz über die Gewährung pauschaler Zuweisungen zur Stärkung des ländlichen Raumes im Freistaat Sachsen in den Jahren 2018 – 2020&amp;quot; bekam die Stadt Bautzen jährlich eine Zuweisung in Höhe von 70.000 Euro, deren Mittel für Bautzen frei verfügbar waren. Finanzbürgermeister Dr. Robert Böhmer setzte sich daraufhin mit dem Ortschaftsrat Salzenforst-Bolbritz zusammen und es wurde die Sanierung des Kruzifixes an der Kreuzung Bergweg/Schwalbenweg/H.-Zejler-Straße sowie Pflasterarbeiten für die in unmittelbarer Nähe stehende überdachte Pilgerrastbank beschlossen und mit 7.500 Euro finanziert. Das Areal, das am ökumenischen Pilgerweg durch die Oberlausitz an der alten Via Regia liegt, lädt wieder zum Verweilen ein. Granitsockel, Kruzifix und Inschrift wurden vom Denkmalpfleger Heinz Rentsch aus Doberschütz komplett überarbeitet. Ortsvorsteher Manfred Kieschnik: &amp;quot;Mit dem Pilgerkreuz bekommt der Ort ein Stück seiner Identität zurück. Ich freue mich außerordentlich, dass Bürgermeister Böhmer es ermöglicht hat, das Kruzifix und den gesamten Platz im Ortszentrum wieder herrichten zu lassen.&amp;quot; (Quelle: bautzen-anzeiger.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Sockel ist in sorbisch: &#039;&#039;&amp;quot;Pokoj budz z wami&amp;quot;&#039;&#039; und bedeutet &#039;&#039;&amp;quot;Friede sei mit Euch&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 02.02.2025 wurde entdeckt, daß die Jesusfigur fehlt. Frau Dr. Jutta Kamper bemerkte an einem Tag im Januar um die Mittagszeit, daß sich ein Mann in orangeroter Jacke an dem Denkmal zuschaffen machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix am Ortsausgang Richtung Seidau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifiz G. Sauer .jpg|mini|514x514px|Kruzifix von Georg Sauer (Foto 2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Kruzifix wurde &#039;&#039;&#039;1850&#039;&#039;&#039; vom Gutsbesitzer George Sauer (1804-1881) (Haus Nr.15) errichtet, um den Acker zu beschützen. Pilger auf dem Jacobsweg hält es zum Innehalten und zum Gebet an. Für die Toten aus Salzenforst, die bis etwa 1880 auf dem Bautzener Nicolaifriedhof bestattet wurden, war es stets der letzte Gruß für den Trauerzug. Durch einen Verkehrsunfall im Januar 2018 wurde die Granitsäule beschädigt und brach in zwei Hälften auseinander. Nach der Restaurierung, veranlaßt von seinen Ururgroßenkel Georg Müller, erfolgte am 30.09.2018 die Einweihung der restaurierten Betsäule. (Quelle: bautzen.de)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix Haus Nr.16 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifiz Winkler Safo 3.jpg|mini|395x395px|Kruzifix vor dem Haus Nr.16 (Foto 2025)]]&lt;br /&gt;
Dieses Kreuz befindet sich vor dem Grundstück des Hauses Nr. 16  und ist vermutlich noch im Urzustand. Das Alter ist unbekannt. Vermutlich ist es &#039;&#039;&#039;1860&#039;&#039;&#039; errichtet worden. Die Frau von Johann Jakob Mietovskij (1828-1897), Maria Magdalena geb. Saring (1823-1859) verstarb mit 36 Jahren 2 Tage nach der Geburt ihrer Tochter Magdalena am 21. Dezember 1859 im Wochenbett. Die Inschrift auf der marmornen Tafel am Sockel lautet: &#039;&#039;&amp;quot;Mein Jesus Barmherzigkeit&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Kreuz auf dem Chorberg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifiz Chorberg Safo 2.jpg|mini|461x461px|Granitsockel des Kruzifixes auf dem Chorberg (Foto 1992)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1841&#039;&#039;&#039; wurde von Bischof Mauermann ein 2,5m hohes eisernes Kruzifix auf einem 1,5m hohen steinernen Sockel errichtet (Th. Schütze: &amp;quot;Um Bautzen und Schirgiswalde&amp;quot;).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 erfolgte eine Bestandsaufnahme der Kruzifixe in Salzenforst und Temritz. Auf dem Feld im Gebüsch am Chorberg befand sich zu diesem Zeitpunkt nur noch ein Granitsockel ohne Kreuz. Lt. mündlicher Überlieferung befand sich das Kreuz auf dem Weg zu Dr. Frenzel&#039;s Wochenendhaus und wurde bei der Erneuerung der Trinkwasserbehälter auf dem Chorberg entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Kruzifix Haus Nr. 7 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Spann Nr.7 1.jpg|mini|456x456px|Kruzifix vor dem Haus Nr.7]]&lt;br /&gt;
Im Garten vor dem Haus Nr.7 bei Lebsa befand sich ebenfalls ein Betkreuz, wurde aber beim Umbau des Hauses (Jahr unbekannt) entfernt und befindet sich im Familienbesitz von Handrik aus Göda.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Ortschronologie&amp;diff=921</id>
		<title>Ortschronologie</title>
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		<updated>2025-11-26T14:04:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Ortsentstehung / Namensgebung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Das Dorf Salzenforst ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Auf dem Höhenzug 4km westlich von Bautzen entfernt  liegt  der von BLASCHKE als erweitertes Straßenangerdorf bezeichnete Ort Salzenforst; hart jenseits der Wasserscheide Spree - Schwarzwasser. Der alte Siedlungskern scheint am Nordausgang um eine Wegspinne mit einem Teich und einem steinernen sorbischen Betkreuz zu liegen. Am Westrand des Angers bilden stattliche Dreiseithöfe eine geschlosene Gruppe. Andere verteilen sich aufgelockert gegenüber bis zum Chorberg. Verheerende Dorfbrände, vor allem 1801 und 18012 haben die Altbauten vernichtet. Das Bauerndorf war infolge der vielen Sandflächen einst auf Weidewirtschaft orientiert. Nach Vorschrift des Grundherrn von 1600 durften der Großbauer 60, der Mittelbauer 50, der Kleinbauer 30 und der Gärtner 20 Schafe halten. 1762 baute man 110 Scheffel (1 alter Bautzener Scheffel entspricht 109,09 Liter) Korn, 16 Scheffel Weizen, 62 Scheffel Gerste, 58 Scheffel Hafer und 3,5 Scheffel Erbsen an 1810 wurden 8 Pferde, 10 Ochsen, 40 Kühe, 7 Kalben und 100 Schafe gehalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zugehörigkeit ===&lt;br /&gt;
1619 verpfändete das Domkapitel den Ort für 700 Taler an Adolph von Gersdorff auf Rattwitz. Wegen harter Bedrückung durch den Rattwitzer Feudalherren Wolf von Maxen konnten die Einwohner 1672 unter die Jurisdiktion des Domstiftes zurückkehren, indem sie dem Rattwitzer Herrn selbst die 700 Taler zurückzahlten. Wegen dieser Zugehörigkeit blieb es im Gegensatz zu den Dörfern ringsum vorwiegend katholisch, worauf verschiedene Andachtskreuze hindeuten. (Quelle: Th. Schütze: Um Bautzen und Schirgiswalde 1967) 1725 kehrten die Salzenforster wieder freiwillig &amp;quot;ins Capittel&amp;quot; zurück (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 3/1977). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1842 wurde die Erbuntertänigkeit in Sachsen aufgehoben und somit erhielt der Ort den Charakter einer selbständigen politischen Gemeinde (J. Schneider: 600 Jahre salzenforst, BZ KS 8/1959)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortschronik von Karl Pietsch aus Temritz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anfertigung von Ortschroniken beruhte auf einer &amp;quot;Anordnung über die Führung von Ortschroniken vom  16. März 1955&amp;quot; vom Ministerium des Innern. &amp;quot;Es sei notwendig, die Jahre der Vorbereitung, Gründung und Festigung der Republik zu erforschen und zu popularisieren. Konkret kommt es darauf an, wie sich das Leben in jedem Ort nach 1945 entwickelt hat und wie der Sieg des Sozialismus sich durchsetzt. So beschäftigten sich von den 90 Gemeinden im Kreis nur 20 mit diesem Problem, wovon lediglich in 5 Gemeinden an einer Chronik geschrieben wird&amp;quot; (Klaus Petters: Bautzener Kulturschau 08/1960). Eine dieser vorbildlichen Gemeinden war Salzenforst/Bolbritz.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winter 1958 besuchte die Bürgermeisterin Frl. Elisabeth Paulusch den Gemeindeverordneten K. Pietsch in Temritz und betraute ihn mit der Aufgabe, eine Ortschronik zu schreiben. Am 03. Januar 1960 war es soweit. Nach umfangreichen Recherchen schrieb er die Chronik der Gemeinde Salzenforst mit den Ortsteilen Schmochtitz, Ober-u. Niederuhna, Löschau und Temritz in Reinschrift nieder.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ortschronik von Karl Pietsch aus Temritz (geb. am 17.06.1891 in Finkendorf/Sudetenland)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ortschronik von Salzenforst befindet sich seit 2024 im Stadtarchiv Bautzen und ist im Internet über &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[https://www.archivverbund-bautzen.findbuch.net/php/main.php#3634333037y20! https://www.archivverbund-bautzen.findbuch.net/php/main.php#3634333037y20!]&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abrufbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsentstehung / Namensgebung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Salzenforst Namen.jpg|mini|547x547px|Namen des Ortes im Verlauf der Zeit (Gedenkstein zur 650-Jahrfeier)]]&lt;br /&gt;
Einem Artikel aus &amp;quot;Unserer Heimat&amp;quot; Nr.5 vom 01.02.1936 ist zu entnehmen, daß man nördlich von Salzenforst, nach Uhna zu, ein Urnengrab mit einem in der Asche befindlichen menschlichen Zahn fand, der von kundiger Seite auf ungefähr 200 Jahre geschätzt wurde. Dies ist ein Zeuge menschlicher Ansiedlung lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ch. Ernek schreibt in dem Artikel &amp;quot;Signale im Getreide&amp;quot; in der Sächsischen Zeitung vom 21.08.2004 folgendes: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Bauarbeiten zum Gewerbegebiet Salzenforst wurden im Sommer 2004 Überreste von 2 Häusern von vor über 3000 jahren (Übergang von der Bronze-zur Eisenzeit) gefunden ,was auf eine Siedlung hindeutet. Diese Häuser waren sogenannte Pfostenstammbauten. Die Stämme wurden mit Flechtwerk miteinander verbunden und das wiederum mit Lehm verschmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet zur Ortsentstehung folgendes :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1359&#039;&#039;&#039; wird &#039;&#039;&#039;Salczforst&#039;&#039;&#039; , sorbisch &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Slona Borsc&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;, in Verbindung zur Einrichtung der Kapelle auf der Ortenburg zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der Name des Dorfes hat sich über die Jahrhunderte verändert. Die Deutung des Namens Salzenforst ist unter Sprachforschern umstritten (Chr. S.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Dr. Arnost Muka ist &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Borsc&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; altsorbisch und bedeutet soviel wie &amp;quot;Kiefernrodung/Lichtung&amp;quot;; wogegen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Slonna&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; etwa sonnig, verdecken, beschützen bedeutet. Demzufolge wäre die Übersetzung für Salzenforst &amp;quot;sonnige/beschützende Kiefernrodung&amp;quot; (Chr. S.7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Dr. W. Frenzel jedoch ist Salzenforst deutschen Ursprungs und der Name wurde ins sorbische übersetzt (Chr. S.21). Danach hätte der Name seinen Ursprung in einem westlich von Bautzen liegenden Forst und der sich dadurch ziehenden &amp;quot;Salzstraße&amp;quot; (Chr. S.20-25).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Herrmann widerspricht der Auffassung von Dr. Frenzel und favorisiert die These, dass der Name aus dem slawischen stammt und soviel wie &amp;quot;sonniger Kiefernwald&amp;quot; bedeutet (Chr. S.25-28).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jan Meschgang aus Cannewitz ist jedoch anderer Ansicht als die Doktoren Muka, Hermann und Frenzel. Salzenforst hat weder etwas mit sonning noch mit Salz zu tun. So bedeutet &amp;quot;slonic&amp;quot; bzw. &amp;quot;zaslonic&amp;quot; beschützen. Die deutsche Übersetzung des Ortsnamens aus dem sorbischen wäre demnach einfach &amp;quot;Schutzforst&amp;quot;. Warum? Den Grodbezirk Budusin umgab im Norden und Westen ein schützender Grenzwald, dessen Reste sich in mehreren Ortsnamen erhalten haben: Kronförstchen, Salzenforst, Kleinförstchen, Oberförstchen, Schlungwitz (Slonkecy). In der Frühzeit teilte er die altsorbischen Grodbezirke und Burgwarde (Radibor), Loga, Göda, Seitschen von Bautzen. (J. Meschgang: &amp;quot;Was bedeutet der Name Salzenforst&amp;quot; Bautzener Kulturschau 11/1959)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwohner ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwohnerzahl des Ortes betrug in den Jahren:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1770 - 9 Bauern, 2 Wirtschaftsbesitzer und 15 Häusler (Bautzener KS 8/1959)        - 9 Bauern, 2 Gärtner, 11 Häusler (BZ KS 3/1977)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1777 - 9 besessene Mannen, 15 Häusler                                                                   - 9 Bauern, 2 Wirtschaftsbesitzer und 15 Häusler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 - 161 Einwohner, davon 71 Katholiken (44%) (wikipedia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 - 148 gläubige Einwohner; 86 evangelische; 62 katholische&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 191 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1875 - 199 Einwohner; 173 Sorben und 26 Deutsche, 36 Hausnummern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1880 - 214 Einwohner; 167 Sorben und 33 Deutsche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1885 - 180 Sorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1886 - 215 Deutsche; 164 evangelische, 41 katholische, 8 apostolische und 2 &amp;quot;ganze&amp;quot; deutscheUnterhaltung,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 210 Einwohner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900 - 152 Sorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 - 190 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 - 221 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933- 212 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 - 234 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 - 249 vorwiegend sorbische Einwohner (Th. Schütze: Um Bautzen und Umgebung 1967)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950 - 286 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 - 240 Einwohner; 40 Hausnummern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: Ortschronik Salzenforst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2008 - 317 Einwohner (Sächsische Zeitung vom 15.01.2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 291 Einwohner (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Entstehung der Gemeinde Salzenforst/Bolbritz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stempel der Gemeinde.jpg|mini|205x205px|Stempel der Gemeinde Salzenforst/Bolbritz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindung der Ortsteile ===&lt;br /&gt;
Salzenforst ist von jeher eine eigenständige Gemeinde. Die vorher selbstständige Gemeinde Schmochtitz mit den seit 1936 zugehörigen Dörfern Oberuhna und Löschau sowie Niederuhna wurde im Jahre &#039;&#039;&#039;1948&#039;&#039;&#039; nach Salzenforst eingemeindet. Das Dorf Temritz wurde am &#039;&#039;&#039;01.07.1950&#039;&#039;&#039; eingemeindet; ab 1936 zu Kleinwelka gehörend, davor selbstständig (s.Chr. S.163). Bis &#039;&#039;&#039;1969&#039;&#039;&#039; war Bolbritz eine eigenständige Landgemeinde mit den Ortsteilen Bloaschütz, Neu-Bloaschütz, Döberkitz und Jannowitz. Dann wurden die Gemeinden Bolbritz und Salzenforst zu Salzenforst-Bolbritz vereinigt. Jannowitz und Neu-Bloaschütz dagegen wurden der Gemeinde Göda angegliedert.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salzenforst/Bolbritz existierte vom &#039;&#039;&#039;01.07.1969&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;bis zum 31.12.1993&#039;&#039;&#039;. Die Gemeindevertretung bestand in dieser Zeit aus 14 Abgeordneten. Bis zur Kommunalwahl im Juni 1994 wird ein Ortschaftsrat, bestehend aus 5 Mitgliedern, benannt.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zugehörigkeit zu Kleinwelka ====&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salzenforst/Bolbritz mit den 9 Ortsteilen Bloachütz, Bolbritz, Döberkitz, Löschau, Niederuhna, Oberuhna, Salzenforst, Schmochtitz und Temritz wurde am &#039;&#039;&#039;01.01.1994&#039;&#039;&#039; nach Kleinwelka eingegliedert und gehörte dieser bis zum &#039;&#039;&#039;31.12.1998&#039;&#039;&#039; an. Der Bürgermeister von Kleinwelka war zu diesem Zeitpunkt Volker Lehmann.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zugehörigkeit zu Bautzen ====&lt;br /&gt;
Lt. Vertrag vom 18.10.1998 wurde die Gemeinde Kleinwelka am &#039;&#039;&#039;01.01.1999&#039;&#039;&#039; der Stadt Bautzen eingegliedert. Bürgermeister von Bautzen war Christian Schramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Ortschaftsrat =====&lt;br /&gt;
Seit der Eingemeindung werden die Interessen der Einwohner vom neu gegründeten Ortschaftsrat wahrgenommen. Die Aufgaben der Ortschaftsräte regelt die Sächsische Gemeindeverordnung. Entsprechend der vom Stadtrat bereitgestellten Mittel kann der Ortschaftsrat u.a. in folgenden Angelegenheiten entscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Unterhaltung, Ausstattung und benutzung der in der Ortschaft gelegenen öffentlichen Einrichtungen.&lt;br /&gt;
* Unterhaltung und Instandsetzung von Straßen, Wegen und Plätzen&lt;br /&gt;
* Pflege des Ortsbildes&lt;br /&gt;
* Förderung von Vereinen und Verbänden sowie von Veranstaltungen der Heimatpflege und des Brauchtums&lt;br /&gt;
* Information, Dokumentation und Repräsentation in Ortschaftsratsangelegenheiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Ortschaftsrat ist zu wichtigen Angelegenheiten der Kommune, die die Ortschaft betreffen, zu hören. Er hat ein Vorschlagsrecht zu allen Angelegenheiten, die die Ortschaft betreffen. (Rat der Stadt Bautzen: &amp;quot;Was Sie vielleicht fragen wollten/Stichwortkatalog zur Eingemeindung&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Zwangseingemeindung?! =====&lt;br /&gt;
Gemeinderat Zschieppang veröffentlicht dazu in den Gemeinderat-Nachrichten vom 20.02.1998 folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Entwurf zur Gemeindegebietsreform von 1997 sah vor, daß die Gemeinde Salzenforst/Bolbritz mit Göda und Radibor zusammengeht und eine Drittellösung bei der Entschuldung des Gewerbegebietes anstrebt. Leider war das Konzept von diesen Gemeinden nicht mehr tragbar, da sich die finanzielle Situation in Kleinwelka weiter zugespitzt hatte. So war eine weitgehende Eingemeindung nach Bautzen unvermeidbar. Zur finanziell angespannten Lage in Kleinwelka hatten vor allem 3 Schwerpunkte geführt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# 1995 mußte auf Weisung des Landratsamtes ein Kredit von 7,5 Mio. DM (Landkauf für den Industrie-/Gewerbepark) in den Haushalt der Gemeinde Kleinwelka aufgenommen werden&lt;br /&gt;
# Bereits von 1991 bis 1994 wurden in der Gemeinde Kleinwelka Kredite in Höhe von 6 Mio. DM für Abwasser, Straßen etc. aufgenommen ohne Refinzanzierung der Anschlußbeiträge. In Verbindung mit der schlechten Arbeitsweise der Gemeindeverwaltuzng wuchs der Schuldenberg auf über 10 Mio. DM an.&lt;br /&gt;
# Mangelnde Aufsichtspflicht des Landratsamtes Bautzen (LRA), da jeder Kredit von der Rechtsaufsicht des LRA genehmigt werden mußte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreistag bewilligte am 22.12.1997 1 Mio. DM für die Entschuldung des Gewerbegebietes mit der Maßgabe, daß die Gemeinde Kleinwelka nach Bautzen eingemeindet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Bürgermeister von Kleinwelka sprach der Gemeinderat im Sommer 1997 sein Mißfallen aus und lehnte eine weitere Zusammenarbeit ab! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Straßennamen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hausnummern Safo 1999 1a.jpg|mini|803x803px|Straßen-u. Hausnummernumbenennung 1999]]&lt;br /&gt;
Die Eingemeindung nach Bautzen machte auch die Neuordnung der Straßennamen erforderlich. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es keine Straßennamen, sondern lediglich Hausnummern. Die neuen Anschriften traten zum 01.07.1999 in Kraft. Die geänderten Hausnummern konnten kostenfrei bei der Stadtverwaltung bestellt werden. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hausnummern Safo 1999 2a.jpg|mini|910x910px|Straßen-u. Hausnummernumbenennung 1999]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hausnummern Safo 1999 2b.jpg|mini|357x357px|Straßen-u. Hausnummernumbenennung 1999]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Postleitzahl ====&lt;br /&gt;
Auch die Postleitzahl der Gemeinde änderte sich im Lauf der Zeit: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der DDR war die PLZ: &#039;&#039;&#039;8601&#039;&#039;&#039;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Bundesrepublik Deutschland und der &amp;lt;abbr&amp;gt;DDR&amp;lt;/abbr&amp;gt; gab es bis 1993 zwei getrennte vierstellige Postleitsysteme. Die Wiedervereinigung 1990 hatte zur Folge, dass in den beiden Postleitsystemen rund 800 Dopplungen auftraten. So kam es, dass &amp;lt;abbr&amp;gt;z. B.&amp;lt;/abbr&amp;gt; Bonn und Weimar – oder auch Hannover und Magdeburg – die gleichen Postleitzahlen besaßen. Bis zu der Reform wurden den Ziffern ein „W“ für West oder ein „O“ für Ost vorangestellt, um die Orte auseinander halten zu können (bundesarchiv.de).    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So mußte zwischen 1990 unf 1993 ein O (für Ostdeutschland) vor die PLZ geschrieben werden, also &#039;&#039;&#039;O-8601&#039;&#039;&#039;.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem neuen fünfstelligen System handelt es sich um ein reines Zahlensystem, welches aus fünf Ziffern besteht. Die ersten beiden Ziffern stehen für die genaue geografische Zuordnung. Die dritte bis fünfte Ziffer zeigt an, wo der Empfänger lebt und ob es sich um einen Großkunden oder ein Postfach handelt. Die vierstelligen Postleitzahlen wurden ab dem 1. Juli 1993 ungültig (bundesarchiv.de).    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 01. Juli 1993 war die neue PLZ für die Gemeinde Salzenforst: &#039;&#039;&#039;02627&#039;&#039;&#039; und ab dem 01.07.1999: &#039;&#039;&#039;02625&#039;&#039;&#039; Bautzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einwohnermeldestelle ====&lt;br /&gt;
Mit der Stadtverwaltung von Bautzen wurde am 27.06.1991 eine Vereinbarung zur Mitbenutzung der Einwohnermelde-u. Paßabteilung unterzeichnet.  Die Gemeindeverwaltung beteiligt sich an den Kosten entsprechend ihrer Einwohnerzahl. Folgende Aufgaben werden von der Behörde übernommen: Einwohnermeldeangelegenheiten, Ausweis-u. Paßangelegenheiten, Lohnsteuerangelegenheiten, Wohn-u. Zivildienstüberwachung, Beglaubigungen, Wählerverzeichnisse und Briefwahlunterlagen. (Quelle: &amp;quot;Vereinbarung zur Mitbenutzung der Meldestelle Bautzen vom 27.06.1991&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Chorberg ===&lt;br /&gt;
Der Chorberg (Hausberg der Salzenforster) überragt mit seinen 267,4m das umliegende Gefilde um fast 60m. Er ist die höchste Erhebung eines Endmoränenhügelzuges , wozu auch der Hussitenberg bei Bloaschütz, der Hennersberg bei Neubloaschütz, der Windmühlenberg bei Oberförstchen und die Wiwalze von Temritz gehören. Der Chorberg wurde 1780 als &#039;&#039;Tcorberg&#039;&#039; bezeichnet (tchor - Iltis). Die Chronik von Kleinwelka 1813 erwähnt den Berg als Kreuzberg (Th. Schütze: Um Bautzen und Schirgiswalde&amp;quot; 1967). 1841 wurde von Bischof Mauermann ein 2,5m hohes eisernes Kruzifix auf einem 1,5m hohen steinernen Sockel errichtet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehenswürdigkeiten am Chorberg sind das &#039;&#039;&amp;quot;Denkmal für die Opfer des Faschismus&amp;quot;, das &amp;quot;Kriegerdenkmal des I.WK&amp;quot; und der &amp;quot;Trigonometrische Meßpunkt&#039;&#039;&amp;quot; (s. dort)&#039;&#039;.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 7-jährigen Krieg am 07.07.1760 lieferten sich am Osthang des Chorberges Österreicher und Preußen ein schweres Gefecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Volksmund über die Namensgebung ====&lt;br /&gt;
Das Schreckgespenst Cholera wütete auch in Salzenforst und vertrieb die Leute. Man konnte die Leichen nicht mehr begraben und so flohen die Einwohner in die Wälder. Abends kam man auf dem höchsten Punkt des Ortes zusammen, um zu sehen, wer noch am Leben war. Hier betete man inbrünstig zu Gott, dem Tod Einhalt zu gebieten. Nur 3 Einwohner blieben am Leben, die sich nach der Epidemie wieder in den Ort wagten. An diese Zeit erinnert der Choleraberg, später Choraberg bzw. Chorberg genannt. (&amp;quot;Unsere Heimat&amp;quot; Nr.5 vom 01.02.1936) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Lerchenberg ===&lt;br /&gt;
An der Hohen Straße von der Seidau in Richtung Bloaschütz südlich des Chorberges gelegen, ist der Lerchenberg 238,8 m hoch. Beim Bau der Autobahn 1937 sind Funde aus ur-u. frühgeschichtlichen Zeiten gefunden worden. Auf dem Osthang lagen die Gräber der Jungsteinzeit, die der &amp;quot;Schnurkeramischen Kultur&amp;quot; angehöretn (1800 J. v.u.Z.). Neben Keramik fand man auch steinzeitliche Brandgruben. Gleichzeitig mit den &amp;quot;Schnurkeramikern&amp;quot; scheine auf dieser Fundstelle auch die Menschen der &amp;quot;Aunjetitzer Kultur&amp;quot; ihre Toten dort bestattet zu haben. Auf dem Westteil lagen Buckelurnengräber, Brandgruben und Steinsetzungen sowie Siedlungsstelllen der Leute der Lausitzer Kultur (1100 J. v.u.Z.), die bis in die Endstufe der Billendorfer Kultur (400 J. v.u.Z.) reichen. Letztere lagen in der östlichen Mitte. Am Südrand befanden sich Gräber der Völkerwanderungszeit und im Westen Siedlungsfunde, die man den Burgundern zuordnet. (Dipl.-Phil. L. Oberhofer: &amp;quot;Jahrtausende zurück ...&amp;quot; Bautzener Kulturschau 7/1963)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hohe Straße ===&lt;br /&gt;
Eine der wichtigsten von West nach Ost führenden Fernstraßen des Mittelalters, die &amp;quot;Hohe Straße&amp;quot;, auch &amp;quot;antiqua strata&amp;quot;, &amp;quot;strata regia Lusatica&amp;quot;, später auch via regia (königlicher Weg) genannt, zieht von Krakau über Breslau kommend durch den Südteil der Gemarkung Salzenforst über Kamenz und Königsbrück weiter nach Leipzig und Halle. In der Seidau, im Schutz der Burg, überquert eine Furt die Spree, welche bereits in slawischer Zeit benutzt wurde. Die Blütezeit der Straße war im 15. und 16. Jahrhundert. Der Ausbau des sächsischen Straßennetzes nach den Befreiungskriegen 1813-1815 bewirkte die endgültige Verödung dieser alten Verbindung. Heute ist sie zu einem Feldweg herabgesunken und bis auf wenige Reste verschwunden. Vom Pflegeheim-Friedhof bis zur Töpferschenke in Bloaschütz sind diese noch vorhanden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Geschichtsereignisse&amp;diff=920</id>
		<title>Geschichtsereignisse</title>
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		<updated>2025-11-26T13:49:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Napoleon 1813 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Brände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfbrand am 19. April 1801 ===&lt;br /&gt;
An diesem Tag brach beim Bauer Lukas ein Feuer aus und legte 5 Bauerngüter und 8 Häuslernahrungen in Schutt und Asche. Die Brandversicherung, die in Sachsen bereits 1770 eingeführt worden war, hatte noch nicht überall Eingang gefunden. 1777 hatte die sächsische Regierung dann eine sogenannte &amp;quot;Feuerordnung&amp;quot; erlassen, nach der sich die Bewohner richten mußten, sowohl bei der Erbauung neuer Häuser wie auch sonst. Den Abgebrannten wurde, wie zu der damaligen Zeit üblich, durch freiwillige Sammlungen geholfen. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuersbrunst am 10.Mai 1812 ===&lt;br /&gt;
In den &amp;quot;Budissiner Nachrichten&amp;quot; vom 16.05.1812 ist folgendes zu lesen: &amp;quot;In der Mittagsstunde des vorigen Sonntags (10.Mai), brach zu Salzenforst, während die meisten Bewohner zur Messe in Bautzen waren, ein plötzliches Feuer aus, welches, vom Winde schnell verbreitet, ungeachtet der Anstrengungen der Hilfeleistenden, binnen anderthalb Stunden 5 Bauernhöfe, 2 Gärtner- und 5 Häusleranwesen vollständig und von 2 Bauernhöfen die Wirtschaftsgebäude in Asche verwandelte. Ein gebrechlicher Auszügler, der noch zu retten versuchte, wurde dabei vom Feuer heftig beschädigt. Es verbrannten ferner 3 Pferde, 2 Kühe, 3 Kälber, 5 Schweine, 1 Hund und 84 Stück Schafvieh, viele Wagen, fast alle Ackergerätschaften, 354 Scheffel Getreide und Feldfrüchte, alle Futtervorräte sowie das Hausgeräte, die Betten und Kleider der meisten Verunglückten, sodaß mehrere nichts als die Kleider, in welcher sie aus der Kirche kamen, gegenwärtig besitzen. Acht der Abgebrannten erfuhren dieses Unglück zum zweitenmal. Mit Schulden, die sie bei dem wenig dankbaren Boden der Gegend und dem Drucke der Zeit bisher nicht abzutragen vermochten, hatten sie wieder aufgebaut und sind jetzt, da sie unglücklicherweise ihre Grundstücke, gleich den Übrigen, weit unter dem Werte versichern lassen, ohne ausreichende Mittel, von Neuem zu bauen. Bei diesem großen Elende der meisten Verunglückten können wir, so oft auch in gegenwärtigen Zeiten die Wohltätigkeit in Anspruch genommen wird, doch nicht umhin, edle Menschenfreunde un Unterstützung zu bitten, fest überzeugt, daß keiner, der es vermag, eine Beisteuer zur Linderung des Mangels dieser schuldlos Verarmten versagen werde. Schon sind von mehreren Herrschaften und Gemeinden Beiträge eingelangt. Der Bauer Hennig zu Salzenforst wird, unter Zuziehung der dortigen Gerichten die Natural- und unsere Kanzlei die Geldbeiträge, welche ferner eingehen dürften, annehmen, letzte auch, nebst uns, für gewissenhafte unparteiische Verteilung die möglichste Sorge tragen, und das Empfangene in diesen Blättern dankbar anzeigen. Möchte ein gesegneter Erfolg unsre Bitte begleiten!&amp;quot;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;Sorbische Denkmale&amp;quot; von Trudla Malinkowa wird berichtet, daß das Wohnhaus von Johann Seiler (Nr.14), dem Vater von Handrij Zejler, bei dem Brand zerstört und danach neu errichtet worden ist.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachricht vom Brand sprach sich schnell herum und aus den Nachbardörfern Bolbritz, Stiebitz, Kleinwelka, Seidau, Uhna, Teichnitz und Schmochtitz kamen die Helfer mit ihren Feuerspritzen, die man seit einigen Jahrzehnten angeschaft hatte, zum Brandherd. Sogar aus Bischofswerda, Neschwitz und dem Klöster St. Marienstern war Hilfe gekommen. Sogar die &amp;quot;Feuerkompagnie&amp;quot; aus Bautzen eilte herbei. Doch das Löschwasser reichte nicht, da der Dorfteich alsbald erschöpft war. Die meisten Betroffenen hatten von der Oberlausitzer Brandversicherung keinen rechten Gebrauch gemacht und ihre Anwesen nicht hoch genug versichert. 1820 waren jedoch alle Gehöfte bis auf eins wieder aufgebaut. So wird berichtet, daß der Schmied die Hilfsmaßnahmen geleitet hatte. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfzerstörung vom 23.-25. April 1945 ===&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von 16 vollständig und 21 teilweise zerstörten Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tragische Ereignisse ==&lt;br /&gt;
Vor und während des 30-jährigen krieges stand an der alten Kamenzer Straße (Hohe Straße/via regia) ein Wirtshaus. Die Wirtsleute hatten einen Sohn, welcher in den Krieg ziehen mußte. Viele Jahre vergangen ohne ein Lebenszeichen von ihm. Eines Abends klopfte ein Mann an die Herberge, bat um Übernachtung und stellte einen schweren Sack in die Ecke des Zimmers. Ohne viel Worte begab sich der Unbekannte zu Bett. Die Wirtsleute plagte die Neugier, öffneten den Sack und sahen unter Lumpen blanke Münzen und andere Kostbarkeiten. Sie starrten sich an und bald kroch der Neid in ihnen empor. So reifte der Entschluß, den &amp;quot;Vagabunden&amp;quot; im Brunnen zu ertränken und sich das Geld anzueignen. Der müde Gast wurde schlafend in den Brunnen geworfen und ertrank. Nun konnte man in aller Ruhe das kostbare Gut aus dem Sack holen. Zum Schluß kam ein Päckchen zum Vorschein, das ebenfalls untersucht wurde. Aber was sahen sie da? - Einen Ring und ein kleines Kreuz, daß die Mutter ihrem Sohn mitgegeben hatte, als er in den Krieg zog. Sie hatten in schnöder Habsucht ihren eigenen Sohn in den Brunnen gestürzt. (&amp;quot;Unsere Heimat&amp;quot; Nr.5 vom 01.02.1936)   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Napoleon 1813 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleon in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleon.jpg|mini|Abb.: Postkarte mit dem Bildnis Napoleons]]&lt;br /&gt;
Während des Rückzuges der &amp;quot;Verbündeten&amp;quot; und dem Nachrücken Napoleons hatten die meisten Bewohner ihre Häuser verlassen und sind in die Wälder an der böhmischen Grenze geflüchtet. Vor und während der Schlacht bei Bautzen, welche am 21.Mai 1813 stattfand, hatte Napoleon seinen Beobachtungsposten in Salzenforst bei Kettan im Haus Nr. 1 eingerichtet. Der Chorberg gewährte ihm einen umfassenden Überblick auf die gegnerischen Trupen. Die bevorzugte Lage der Anhöhe veranlaßte Napoleon auch, seine Kanzlei in das Wohnzimmer der Kettanschen Wirtschaft zu verlegen. Sein Hauptquartier dagegen bezog er in Kleinförstchen. Als am Abend des 18.05.1813 heftiger Kanonendonner von Königswartha einsetzte, begab sich Napoleon wieder von Kleinförstchen nach der Salzenforster Höhe und von da nach seinen linken Flügel bei Kleinwelka, wo er Erkundigungen einzog. Erst  gegen Mitternacht kehrte er über Salzenforst nach Kleinförstchen zurück. (Heimatklänge Nr.26 vom 27.06.1931) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Tage führte der Hausbesitzer Juri (Georg) Kettan den Kaiser der Franzosen,  Napoleon Bonaparte, und seine Offiziere auf den Chorberg und erklärte die umliegenden Ortschaften (Chr. S. 14). Bereits am 15.05.1813 beschossen die Franzosen vom Chorberg mit Kanonen die Preußen bei Lubachau (Chr. S.16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird berichtet, daß Kettan, Juri stotterte und im Beisein der Franzosen nur auf der Ofenbank sitzen durfte. Ein gewisser Löschau aus Salzenforst hat die Franzosen im Mai 1813 durch die Spree geführt und ist nicht wieder heimgekehrt. (s. Chr. S. 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L. Oberhofer berichtet in &amp;quot;Geschichte der Stadt Bautzen&amp;quot; von 1963, daß es eine Napoleonsstube in Salzenforst gab; vermutlich in Haus Nr.1. Am 19.05.1813 ritt der Kaiser auf den Windmühlenberg bei Loga und die Wiwalze, um Beobachtungen anzustellen. Auf einer Felsenkuppe bei Stiebitz entwarf er seinen Angriffsplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichtlicher Hintergrund aus dem Buch von Ralf Schramm: „Der 19.Mai 1813 und seine Ursachen“: ====&lt;br /&gt;
Das XI. Korps der französischen Armee unter Marschall Macdonald marschierte am 15.05.1813 bis auf die Höhen von Klein-u. Oberförstchen, von wo aus er die verbündeten Armeen der Preußen und Russen sehen konnte, die vereint östlich der Spree hinter Bautzen stehen. Am Abend besetzte das Korps die Anhöhen von Gaußig bis Kleinwelka (S.42). Am 17.05. gegen 6Uhr abends unternahm Macdonald mit einem Teil des XI. Korps eine Erkennung, was eine Kanonade von beiden Seiten veranlaßte (S.46). Gegen Mittag des 18.05. verließ Napoleon Dresden und traf mit dem größten Teil der Garde in Hartha ein (S.54).  Am 19.05. stand das XI. Korps unter Marschall Macdonald vor Bautzen, das VI. Korps unter Marschall Marmont stand links von ihm, dem Dorf Nimschütz gegenüber. Den linken Flügel bildete das IV: Korps unter General Bertrand. Er schloß sich nördlich des IV. Korps an und lehnte an Kleinwelka. Die Garden und das I. Kavalleriekorps unter Latour-Maubourg stellten sich als Reserve zwischen Göda und Kleinförstchen zu beiden Seiten der Straße, die von Dresden nach Bautzen führt, auf. Am frühen Morgen des 19.05. verließ Napoleon Großharthau und nahm sein Hauptquartier in Kleinförstchen (S.57).&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto 1.jpg|mini|Napoleon bei Bautzen in der Nacht vom 20. zum 21. Mai 1813 (Paul Gavarni 1836)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleonmuseum-Gemaeldeecke.jpg|mini|Napoleon mit Gräfin Auguste Charlotte am Sonnentempel in Schmochtitz (Napoleonmuseum Georgewitz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Temritz ====&lt;br /&gt;
1813: von den Russischen Truppen wurde das Koban&#039;sche Gut in Temritz in Brand gesteckt und eingeäschert. In der Chronik S.189ff. wird die Requirierung des Lehmann&#039;schen Gutes in Temritz beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
Napoleon hatte ein intimes Verhältnis mit der Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge, Rittergutsbesitzerin von Schmochtitz. Die Gräfin verbrachte die 4 Jahre von 1809 -1812 in Paris (Franz Triebs: &amp;quot;Franzosengrab&amp;quot; 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (Chr. S.308-309). Zeugnis davon ist ein Gemälde, welches beide im Sonnentempel von Schmochtitz darstellt. Napoleon ritt mit einem Offizier vom Hauptquartier in Kleinförstchen nach Schmochtitz. Als sich die Tür für den Kaiser öffnete, blieb der Offizier bei den Pferden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräfinn verehrte Napoleon sehr. Während der Verbannung Napoleons auf der Insel Elba besuchte sie ihn. Sie sagte zu ihm: &amp;quot;Sie sind jetzt ein Privatmann. Ich werde Sie freikaufen&amp;quot;. &amp;quot;Nein&amp;quot; erwiderte der Kaiser, &amp;quot;dafür reicht Ihr Vermögen nicht. Ich danke Ihnen.&amp;quot; (E.  Klausnitzer: Bautzener Kulturschau 3/1980) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Weltkrieg, Kampf um Bautzen 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Offensive ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in und um Bautzen begannen am 16. April 1945 mit dem Angriff der 1. ukrainischen Front und der 2. polnischen Armee über die Neiße bei Rothenburg in Richtung Dresden. Am 18. April begann der Angriff auf Bautzen. Im Norden von der 26. mech. Gardebrigade, im Osten von der 24. mech. Gardebrigade und im Süden von der 25. mech. Gardebrigade gemeinsam mit der 57. Panzerbrigade umringt, drangen am 19.04. sowjetische Truppen in Bautzen ein. Ebenfalls am 19. April erreichte die nördlich von Bautzen in Richtung Großdubrau-Radibor vorrückende 3. Panzerbrigade des 1. polnischen Panzerkorps die Gemeinden Bolbritz und Salzenforst. Sie hatte das Ziel, die Autobahn Richtung Dresden bei Döbschke zu unterbrechen. Am 23. April begann der Gegenangriff der Deutschen zur Befreiung des von den Russen eingeschlossenen Bautzen. Daran beteiligt waren ein Fallschirmpanzerkorps und die dazugezogene Fallschirmpanzerdivision 1 &amp;quot;Hermann Göring&amp;quot;. In Bautzen standen dem Kampfkommandanten Oberst Hoepke etwa 3000 Mann zur Verfügung. Dazu gehörten etwa 200 Mann der SS-Division &amp;quot;Frundsberg&amp;quot;, Volkssturmbataillone, Flakabteilungen, Landesschützen, eine Bewährungskompanie der 4. Panzerarmee und Reste des Grenadierregimentes 1244. Oberst Hoepke ließ am 20. April die Kronprinzenbrücke und in der Seidau die Spreebrücke sprengen.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampfhandlungen in und um Salzenforst vom 23.04-26.04.1945 ===&lt;br /&gt;
In der stockdunklen, naßkalten und regnerischen Nacht vom 23. zum 24.04. wurde die 2. polnische Panzerbrigade von Malschwitz und Niedergurig nach Salzenforst verlegt. Am 24.04. führte diese Brigade einen Gegenangriff mit 2 Panzerbataillonen und 1 Infanteriebataillon aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polnischen Panzer hatten deutsche Einheiten von der Autobahn westlich von Bautzen vertrieben und den Humboldthain südöstlich von Stiebitz erreicht. Dabei hatte das II. Bataillon des Fallschirmpanzer-Grenadierregimentes I „HG“ an der Ziegelei Dreistern und bei Oberförstchen erhebliche Verluste erlitten. Grenadiere dieses II. Bataillons führten bis zur Dämmerung ein stundenlanges, heftiges Gefecht mit einer Einheit des 929. Schützenregimentes um das Umspannwerk Rattwitz, das sie mit hohen Verlusten einnahmen. Gepanzerte Kräfte wurden an diesem Tag aus Bautzen herausgezogen. Dazu gehörte die Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“, die vor Bloaschütz konzentriert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angriff wurde  am 24.04. 12 Uhr abgebrochen und die 2. polnische Panzerbrigade musste auf Salzenforst und Bolbritz zurückgehen, als deutsche Truppen über Oberförstchen und Bloaschütz zur Umfassung ansetzten, um westlich Salzenforst durchzubrechen und somit die polnische Gruppierung bei Groß-u. Kleinwelka bedrohten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gruben sich am Rand der Ortschaften Salzenforst und Bolbritz mit der Front nach Süden ein. Der Druck der Deutschen nahm stündlich zu. Auf Grund des Treibstoffmangels war die 2. polnische Panzerbrigade unter dem Feuerschutz der Artillerie gezwungen, auf die Ortschaften Schmochtitz und Strohschütz zurückzugehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr.png|mini|605x605px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwäche der 2. poln. Armee erkennend, greift am 25.04. die FschPzDiv 1 „HG“ gegen 13 Uhr aus Richtung Nordwesten auf Teichnitz und Kleinwelka an. Gegen 14 Uhr wurde durch das II. Bataillon des FschGrR 2 „HG“ der Ort Temritz eingenommen. Am Nachmittag erfolgte ein Flankenmanöver der Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“ über Bolbritz und Salzenforst. Die Front der polnischen Truppen wurde aufgerollt und Kleinwelka eingenommen. Am 25. Und 26.04. kommt es in und um Kleinwelka zu schweren Kämpfen mit dem 1. Poln. Panzerkorps. Die polnischen Truppen flohen nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salzenforst wurde am 25.04. von den deutschen Truppen besetzt. Wie Dr. J. Ziesche schreibt, erschossen Angehörige der Panzergrenadierdivision &amp;quot;Brandenburg&amp;quot; sowjetische und polnische Verwundete im Haus Nr.34, wo die Polen ein kleines Lazarett eingerichtet hatten. Die Angaben der Getöteten schwanken zwischen 9 und 14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26./27.04. wurde die 9. Poln. Infanteriedivision im Raum Panschwitz-Kuckau zerschlagen, woran auch Ukrainer der Panzerjagdbrigade „Freie Ukraine“ beteiligt waren. Am 27.04. wurde Bautzen bis zum Kriegsende von der Wehrmacht besetzt. Am 08.05., dem Tag der Kapitulation, nahm das 32. Infanterieregiment der 8. polnischen Infanteriedivision kampflos die Stadt Bautzen ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Quellen:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Spurensuche-Die Kämpfe um Weißenberg und Bautzen im April 1945“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Bautzen im April 1945“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urbanke, Axel: „Endkampf um das Reichsgebiet 1944-1945 Ostfront“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 5,6,7/1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefechtsberichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.511 Luga/Stiebitz/Nadelwitz ====&lt;br /&gt;
GM Nr.26 SC 1.PPK an BH mot. und Pz-Truppen 1.UKF, 24.04.45 12 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     In Erfüllung des GB des Korpskommandeurs ging die 2. PBr um 10 Uhr zum A über und blockierte um 12 Uhr nach Überwindung heftigen Feuerwiderstandes durch den Gegner an der Chaussee 1 km S Stiebitz. Dabei wurden 2 Panzer, 1 SPW und 3 Kfz. des Gegners abgeschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 3.PBr trifft auf außergewöhnlich heftigen Feuerwiderstand gegnerischer Art. und GW aus Richtung Gutshof Nadelwitz, Kasernengebäude am Gutshof an der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     1.mot. Inf. Br: die Schützenbataillone befinden sich O der Chaussee Doberschütz, Bautzen im Abschnitt: Kreuzung der Chaussee mit der AB, Kreuzung der Landstraße mit der Chaussee 1 km NW Höhe 189,0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.513 Bautzen/Nimschütz/Doberschau/Wartha ====&lt;br /&gt;
GM Nr.93 der Führung der 2.PA an die Führung der 1.UKF,24.04.45 14 Uhr (K:100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1.PPK vernichtet im ZW mit dem 48.SK und dem 7.mGK die gegnerische Panzergruppierung am SW, SO OR Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1. mot. Inf. Br verteidigt sich im Abschnitt 1 km NO Bautzen, Wegegabelung O Nimschütz. Die 2.PBr ging zum Angriff über und erreichte um 17 Uhr die Flussbiegung SW Bautzen, wo sie das W Flussufer säuberte. Die 3.PBr ging in Richtung Sokulahora, Doberschau zum Angriff über und erreichte die Wegegabelung 1 km SO Bautzen. 7 Panzer blieben wegen TS-Mangel liegen. Korpsstab: Großwelka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Um 13 Uhr traf eine Kolonne von 250 Kfz. unter Führung des Stellvertreter Chefs RD der Front mit TS und Diesel für die Panzer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Armeestab ab 6 Uhr 24.04.45 Wartha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH (Befehlshaber) der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.514 Bautzen ====&lt;br /&gt;
Meldung der Führung der 2.PA an Führung 1.UKF über die Lage in Bautzen, 24.04.45 15 Uhr Neudorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht während der Gespräche mit General Petrow meldete ich ihm, das Kortschagin nur den Südlichen Teil von BZ aufgegeben hat, so jedenfalls informierte mich Kortschagin.  Es ist jedoch zu vermuten, dass zu diesem Zeitpunkt die gesamte Stadt mit Ausnahme einzelner Widerstandsherde in den Händen des Gegners war. Seit heute Morgen gibt es Gefechte um die Stadt. Ich habe Kortschagin, dem Korpskommandeur Rogossni mit seiner 254.SD ein Regiment der Panzerjägerbrigade und ein Regiment SU -76 zugeteilt und unterstütze ihn mit zwei PBr, die Schläge aus O und SO sowie W und SW führen. Ich habe meiner gesamten Artillerie befohlen, den Kampf um BZ zu unterstützen. Ich habe in Ihrem Namen Kortschagin aufgefordert, die Lage wiederherzustellen und die Stadt koste es was es wolle zu halten. Seit dem Morgen führen wir Gefechte um BZ, ohne irgendwelche spürbaren Ergebnisse. Das Fehlen der Infanterie macht sich bemerkbar. Die Panzer und SFL greifen selbständig an und erleiden Verluste durch gestreckte Ladungen und Artillerie des Gegners. Wir brauchen Infanterie. Ich bitte um Ihre Weisungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Zur vollständigen Einnahme und zum Halten der wichtigen Straßenknoten in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Zur Deckung der 30 km breiten und nicht gesicherten Bresche zwischen BZ und der linken Flanke der 9. ID durch die in der vergangenen Nacht und seit morgens den ganze Tag gegnerische Gruppen in Kompanie- und Bataillonsstärke mit gepanzerten Fahrzeugen in die rückwertigen Räume der 9. und 8. ID einsickern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Für einen Schlag am linken Ufer der Spree und den „Weißen Schöps“ in Richtung Korotejew mit dem Ziel, den eingesickerten Gegner schnellstens zu liquidieren. Dazu bitte ich um die Erlaubnis, unverzüglich meine 10., 7., und Teile der 5.ID aus S in den Raum Königswartha zu verlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Swierszewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.515 Autobahn/Rattwitz/Bolbritz/Kreckwitz/ Basankwitz/Niedergurig ====&lt;br /&gt;
GM Nr.27 SC 1.PPK an Führung 2.PA, 24.04.45 15 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Nach Einnahme von BZ begann der Gegner mit Unterstützung von starkem Artillerie- und Granatwerfer-Feuer in kleinen Gruppen entlang der Autobahn nach W und NW durchzubrechen. Unter starker Feuereinwirkung verließ die 14.PJBr um 14 Uhr den Raum Rattwitz nach N. Ein Angriff gegnerischer Panzer und Infanterie in Richtung Oberuhna wurde abgeschlagen. Es wurden 2 Panzer abgeschossen. Die restlichen drehten nach W ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Um 14.30 Uhr brach der Gegner mit einer Kompanie in Bolbritz durch. Die restlichen kleinen Gruppen drehten nach W und nördlich davon. Im Raum Kreckwitz handelten bis 2 Bttr des Gegners, in Basankwitz bis 1 Bttr, in Niedergurig bis 1 Bttr und am N OR 1 Bttr Artillerie und GW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Die TT des Korps setzen die Erfüllung ihrer Aufgabe fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.520 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 18.00 Uhr, Salzenforst. - Gefechtsbericht Nr. 0010 des Kommandeurs des 28. Panzerartillerieregiments über die Kampfhandlungen des Regiments in der Region Salzenforst. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Das 28. SFL-AR (Selbstfahrlafetten-Artillerie-Regiment) wurden zur Verteidigung am nordwestlichen Rand von Salzenforst eingesetzt. Um 11:00 Uhr 24.IV.1945, wurden 2 gepanzerte Geschütze SU-85 entsandt, um den rechten Flügel des Panzerangriffs im Wald 1,5 km südlich von Salzenforst zu unterstützen, eines der Geschütze wurde beschädigt (von einer Kanone durchbohrt) und der Geschützkommandant wurde tödlich verwundet. Die restlichen Kampffahrzeuge befinden sich in der Verteidigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Inventar der SFL (Selbstfahrlafette oder Geschützpanzer) SU-85 im Regiment - 20. Der tatsächliche Zustand – 12 bereit zum Kampf. In der Zeit vom 16. bis 24.IV.1945 wurden beschädigt: 3 Geschütze im Gebiet Horka, eines im Gebiet Klix, und eines im Gebiet Salzenforst. Ein Geschütz versank in einem Sumpf im Bereich der Schule Horka, zwei Kampffahrzeuge wurden in der Gegend Horka aufgrund einer technischen Störung zurückgelassen. Insgesamt 8 SU-85 Panzergeschütze (Gefechtsfahrzeuge) außerhalb der Kampfformationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Versorgungsstatus des Regiments: Treibstoff - Dieselkraftstoff 0,7 TF, Benzin - 0,25 TF, Munition - 1 KS; Essen - 2 Rationen pro Tag. Darüber hinaus gibt es in der Gegend von Algier (500 nw Geheege-Ortsteil von Rothenburg): Treibstoff - Dieselkraftstoff 1,5 TF, Benzin 1,5 TF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Verbindung mit dem Armeestab durch die Verbindungsoffiziere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef                                                           Befehlshaber des 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Czubczenko, Major                                       Panzerabwehrartillerieregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                                                                  M. Zubkow, Oberstleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TF – Tankfüllung;  KS - Kampfsatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 521Welka/Niedergurig/Nimschütz ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 18.00 Uhr Welka. – Gefechtsbericht Nr. 080 des Leiters der OPL-Abteilung der 2. Polnischen Armee WP (Wielko Polska – Großpolen?) an den Befehlshaber der 2. poln. Armee WP über die Aktivitäten der feindlichen Luftwaffe und der OPL-Einheiten der Armee. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Armeeeinheiten kämpfen an den bestehenden Grenzen und Regionen. Die feindliche Panzergruppe, die im Rücken der Armee operierte, griff Niedergurig und Nimschütz an; Angriffe wurden abgewehrt. Die zweite Gruppe, die nach unvollständigen Angaben etwa 200 Kampffahrzeuge zählt, griff Bautzen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Während des letzten Tages wurden auf der Landebahn der Armee 43 FW-190 Flugzeuge entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die feindliche Luftwaffe führte Aufklärung über der Kampfgruppe der Truppen, vor allem auf der Straße Bautzen, Malschwitz, Guttau und Bautzen, Königswartha durch. Die Aufklärung erfolgte mit Flugzeugen des Typs He-111, und besonders intensiv mit FW-190 in einer Höhe von 1000 -3000 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Gruppe von 6- 10 Flugzeugen FW-190 der feindlichen Luftwaffe bombardierte und attackierte mit Waffen die Fahrzeugkolonne von 250 Frontfahrzeugen, welche auf der Straße von Welka nach Neudorf Munition und MPS für unsere Armee mitgeführte. 60 rotierende Antipersonenbomben sowie 11 FAB-50 wurden abgeworfen. Es verbrannten 8 Autos auf der Straße von Welka nach Neudorf und 9 Fahrzeuge im Wald nördlich von Neudorf. Die feindliche Luftwaffe griff die Straße Großwelka Königswartha an. 2 Stunden lang bombardierte und beschoß eine Gruppe von 5-6 Flugzeugen FW-190 diese systematisch mit Bordwaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Das Regiment, das die Frontkolonne deckte, feuerte. Es gab keine abgeschossenen Flugzeuge. Munitionsverbrauch unbekannt. Die Einheiten der 3. Flak-Division feuerten nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Das Flak-Artilleriefeuer schoss keine feindlichen Flugzeuge ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Bestand und Verbrauch der Munition. Flakdivision:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbrauch:   85 mm – 0 KS             Bestand:            85mm – 1,2 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      37 mm – 0 KS                                    37 mm – 1,7 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      12,7 mm – 0 KS                                 12,7 mm – 1,2 KS   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 528 Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 20.00 Uhr (Luga). – Gefechtsbericht Nr.28 des Stabschefs des 1. Panzerkorps an den Kommandeur der 2. poln. Armee WP über die Kämpfe des Korps in Bautzen. Karte 1:100 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 20.00 Uhr 24.IV.1945 befahl der Korpskommandeur: die 2. Panzerbrigade mit einem Bataillon des 34. Infanterieregiments den Feind zurückzuschlagen, der in den westlichen Rand einbrach. Während der zweistündigen Kämpfe wurden sechs Panzer „Tiger“ und „Ferdinand“ beschädigt. Aus dem Hinterhalt beschädigte und verbrannte der Feind mit „Tiger“ und „Ferdinand“ fünf unserer Panzer. Etwa 25 feindliche schwere Panzer, massiv unterstützt durch ein Infanteriebataillon, griffen die Gefechtsformationen unserer und benachbarter Truppen am westlichen Rand von Bautzen an. Infanterie und Artillerie benachbarter Truppen befinden sich östlich von uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                     Chef des 1. Stabskorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                     A. Jerisow, Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.531 Stiebitz/Teichnitz/Burk ====&lt;br /&gt;
GM 2.Poln. Armee an Führung 1.UKF, 24.04.45 22 Uhr (Neudorf), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Der Gegner leistete mit zerstreuten Einheiten der PGD „Brandenburg“, dem 114.Marschbataillon, dem 185.Volkssturm. Btl. im Verlaufe des 24.04.1945 heftigen Widerstand und führte GA mit bis zu 1 Bataillon unterstützt durch 5-6 Panzer. Die generische Luftwaffe bombardierte im Verlauf des gesamten 24.04.45 mit Gruppen von bis 30 Flugzeugen (Messerschmitt) unsere Gefechtsordnung und die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Armee im Verlauf des 24.IV.1945: Die 10. PD war im Angriffsgefecht, ..... auf der Linie: 2km südwestlich Neustadt, ....  Die 5. 8. Und 9. PD im vorigen Gebiet befahlen den Abwehrkampf und wehrten eine kleine Gruppe von Feinden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Das 1.PPK mit den 7.mGK und die 254.SD des 48.SK führen mit wechselndem Erfolg Gefechte um Bautzen. Am 24.04.45 20 Uhr setzten sich die TT im Abschnitt Stiebitz, Teichnitz, 2 km SW Burk fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Kfz.-Kolonne der Front mit Munition und Treibstoff traf im Raum Neudorf ein. Dorthin kamen Vertreter der TT zur Übernahme von TS und Munition. Das 1.PPK erhielt keinen TS infolge der aktiven Handlungen der gegnerischen Luftwaffe auf die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Nachrichtenverbindung zu den TT der Armee über Funk und Verbindungsoffiziere. Die Drahtverbindung arbeitete mit Unterbrechung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Ich habe mich entschlossen die Erfüllung der gestellten Aufgabe fortzusetzen und mit dem 1.PPK Gefechte zur Einnahme von Bautzen zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 532 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 23.00 Uhr, Salzenforst – Gefechtsmeldung des Kommandeurs des 5. Schweren Panzerregiments an den Befehlshaber der 2. Poln. Armee über die Gefahr der Gefangennahme durch den Feind bei Salzenforst und der Rückzug des Regiments auf den neuen Verteidigungsabschnitt: Wald 1 km südwestlich von Welka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.IV.1945 ab 12.00 Uhr kämpfte das Regiment gegen feindliche Panzer und Infanterie, die aus dem Gebiet von Bolbritz und dem westlichen Rand von Bautzen kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Panzer, von schwerem Artillerie- und Flugzeugfeuer unterstützt, rückten am 24.IV.1945 22.00 Uhr bis Salzenforst vor. Das Regiment zog sich auf die neue Verteidigungslinie zurück – Wald 1 km südwestlich von Welka. Verluste: 3 Panzer T-34 85mm. Unsere Infanterie gibt es nicht und es gab sie nicht. Das Regiment kämpfte nur mit seinen Gefechtsfahrzeugen. Bitte um weitere Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommandeur des 5. Selbstständigen schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.533 Neudorf/Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 25.IV., 2.00 Neudorf. - Der Gefechtsbefehl des Stabschefs der 2. Armee WP definiert die Aufgaben der Truppen für den Tag 25. April 1945. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befehlshaber der Armee befahl am 25.IV.1945 die folgenden Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    8. Infanteriedivision - nach Bereitstellung im Bereich Luga, Quoos und im Wäldchen nördlich von Quoos beginnen Sie am 25.IV.1945 um 9.00 Uhr den Vormarsch in Richtung Königswartha bis zum Aufeinandertreffen mit Einheiten der 14. Gardeschützendivision und nehmen Sie Kontakt mit Ihnen auf. Anschließend greifen Sie in Richtung Guttau, Kleinsaubernitz an um die Truppen der 7. Und 10. Infanteriedivision zu erreichen und sich mit diesen zu verbinden. Divisionsstab – Quoos, danach Sdier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    10. Infanteriedivision – Angriff nach Süden in Richtung Uhyst, Sdier; vereinigen sie sich mit den Einheiten der 8. Infanteriedivision. Divisionsstab: - Nochten, danach Uhyst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    7. Infanteriedivision fährt mit dem Angriff Richtung Dauban fort und weiter westlich schließen Sie sich den Truppen der 8. Infanteriedivision an, die nach Osten vorrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.    Die 5. und 9. Infanteriedivision - Verteidigung auf breiter Front auf der Linie: 5. Inf.-Div. - östlicher Rand von Kamenz und die 9. Inf.-Div. – Helenau, Bischheim, Nieder Lichtenau, Höhe 306,2, Lichtenberg, Höhe 296,3, Höhe 305,6, Höhe 299,5, Gemeindebusch - decken Sie die Richtung Dresden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.    1. Panzerkorps - Führen Sie in Zusammenarbeit mit dem 7.mech. Gardekorps die zuvor erhaltene Aufgabe gemäß dem Kampfbefehl Nr. 11554 durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.    Führen Sie Aktionen entschlossen und entschieden durch und sorgen Sie vor allem für eine effiziente und flexible Führung der Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.    Armeestab -Neudorf (4km südlich von Königswartha).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.    Bestätigen Sie den Empfang der Befehle, und berichten Sie über die erteilten Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Operationsabteilung                    Stabschef der 2. Armee WP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S. Noss, Oberst                                               J. Sankowski, Brigadegeneral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 534 Großwelka/Großdubrau/Neumalsitz ====&lt;br /&gt;
1945, 25. April, 2.30 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 18 des Stabschefs des 1. Panzerkorps zum Halten der Verteidigungsstellungen des Korps entlang der Grenze Klein- und Großwelka, Fluß Spree. Karte 1:100000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Befehl des Armeekommandanten befahl der Korpskommandant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     4. Panzerbrigade mit den zugewiesenen Truppen - verteidigen Sie sich weiterhin an der aktuellen Grenze und achten dabei besonders auf den linken Flügel. Gefechtsstand - südlicher Abschnitt Großdubrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     3. Panzerbrigade) - bis 6.00 Uhr ziehen sich ihre Truppen über die Spreeübergänge zurück. und beziehen sie die Verteidigung an der Grenze der Höhe 193.0, Klein- und Großwelka. Ausgehend von der Linie halten Sie sich ab 10.00 Uhr in Bereitschaft zum Gegenangriff auf den Feind in Richtung: Rattwitz, Bloaschütz, Nimschütz. Gefechtsstand – westlicher Rand Großwelka. Unterstützt durch das 27. SFL-Art.-Reg. (Panzerjäger-Regiment).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     2. Panzerbrigade - unter dem Kommando des stellvertretenden Brigade Kommandeurs - Oberstleutnant Dmitriev, herausfahren seiner Panzer, in der Gegend von Strohschütz aufstellen und dem Kommandeur der 3. Panzerbrigade zur Verfügung zu stellen. Die rückwärtigen Dienste der Brigade konzentrieren sich in den Wäldern nördlich von Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     1. mot. Inf.-Brigade) mit dem 2. Granatwerferregiment - ziehen Sie sich sofort in kleinen Gruppen von dem besetzten Abschnitt zurück und nehmen Sie die Verteidigung entlang des Westufers der Spree ein. Gefechtsstand – Neu Malsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     25. und 24. SFL-Artillerie-Regiment, 1. Geschoßwerferabteilung und das 47. Artillerie-Regiment - die Hauptkräfte bleiben bis zum Morgen des 25.IV.1945 im bisherigen Gebiet und übernehmen die Verteidigung gemäß den Anweisungen des Artilleriekommandeurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Leiter der Aufklärung - organisieren Sie die nächtliche Aufklärung im Gebiet Bunzlau? (Bolbritz!?) mit der Aufgabe zur Bestimmung der Zusammensetzung und Gruppierung feindlicher Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Stellvertretender Brigadekommandeur für rückwärtige Dienste - Nachschub von Treibstoff und Munition gemäß den Richtlinien des Leiters des Rückwärtigen Dienstes sicherstellen. Gefechtsstand – 6. Nachrichtenbataillon?), 2. Kradschützen-Bataillon, 15. Pionierbataillon bis zum Morgen des 25.IV.1945. – Luga. 15. Pionierbataillon schirmt ab und geht an Luga heran in westlicher und nördlicher Richtung. Rückwärtige Dienste Raum Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Gefechtsstand Korps ab 6.00 Uhr – Großwelka, ab 6.00 Uhr – Luga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.     2. Kradschützen-Bataillon) – bezieht Stellung im Gebiet von Übigau, um den Stab des Korps von Norden abzuschirmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.  Es sollen Berichte vorgelegt werden: über die Uhrzeit des Marschbeginns und über das Zusammenstoßen mit dem Feind, dann stündlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                                 Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                          A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.535 Großwelka/Quoos/Übigau ====&lt;br /&gt;
1945, 25 April, 3.00 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 019 des Stabschefs des 1. Panzerkorps über den Übergang des 4. Panzerbrigade und der 1. mot. Inf.-Brigade in die Reserve des Armeebefehlshabers und die Unterstellung der 3. Panzerbrigade unter den Kommandeur der 8. Infanteriedivision. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemäß dem Gefechtsbefehl des Stabes der 2. polnischen Armee WP vom 25.IV.1945 befahl der Korpskommandeur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     3. Panzerbrigade, 24.,25. und 27. SFL-Artillerieregiment wird der 8. Infanteriedivision zugewiesen. Zugewiesene Truppen verstärken die Verteidigung der Division. Tarnen sie die Kampffahrzeuge und organisieren Sie Panzerhinterhalte auf der Linie: a) Kreckwitz, Höhe 193,0, Großwelka; b) Horka, Übigau, Radibor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Granatwerferregiment sowie die 1. Geschoßwerferabteilung werden der 9. Infanteriedivision zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die 4. Panzerbrigade, ohne ein einziges Panzerbataillon– die Reserve des Armeekommandanten – ist bis 7.00 Uhr im Zentrum von Quoos. Ein Bataillon soll dem 17. Infanterie-Regiment mit der Aufgabe des gemeinsamen Kampfes in der Region Sdier zugeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Die 1. mot. Inf.-Brigade bildet zusammen mit der 4. Panzerbrigade eine mobile Reserve des Armeekommandanten, um den zweiten Verteidigungsabschnitt auf der Linie Übigau – Quoos zu besetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Kommandeure der zugewiesenen Truppen - melden sich bis 8.00 Uhr des 25.IV.1945 bei den Divisionskommandeuren, um von ihnen Gefechtsaufgabenaufgaben zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Gefechtsstände: 8. Infanteriedivision – Quoos, 9. Infanteriedivision – Horka 8048 (russ. Koordinate).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Über die Ausführung ist bis 10.00 Uhr 25.IV.1945 Meldung zu erstatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Artilleriekommandant - sorgen Sie für den rechtzeitigen Abzug der Abteilungen und deren Konzentration im neuen Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.536 Kleinwelka/Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945; 25. April 3.00 Uhr, Kleinwelka. - Gefechtsbericht Nr. 011 des Stabschefs des 5. schweren Panzerregiments über die Kämpfe der 1. Panzerkompanie in der Umgebung Salzenforst. Karte 1:50000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich melde, dass beim Angriff der 1. Kompanie des 5. schweren Panzer-Regiments um 18.00 Uhr am 24.IV.1945 in Richtung Salzenforst zwei Panzer &amp;quot;Tiger&amp;quot; ausbrannten und einer in der Gegend von Salzenforst beschädigt wurde. Derzeit besetzt die 1. Kompanie Feuerstellungen am südlichen Rand des Wäldchens 500 m nordöstlich von Salzenforst. Die Kompanie erlitt keine Verluste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef des 5. Unabhängigen (selbstständigen) schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Panzergrenadier-Division Brandenburg ====&lt;br /&gt;
Von Anfang März bis Mitte April 1945 stand die Division im Raum Weißwasser an der Lausitzer Neiße. Bei dem erneuten sowjetischen Großangriff der Roten Armee am 16. April wurde die Division schließlich im Raum Rothenburg-Penzig (nördlich Görlitz) eingekesselt, konnte jedoch schon am 20. April nach Löbau ausbrechen. Nachdem die Reste der Division um Bautzen gekämpft hatten, wurden sie am 3. Mai 1945 per Bahn in den Raum Mährisch-Ostrau in das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren verbracht. Anfang Mai 1945 kämpften dort immer noch Einheiten der Division bei Olmütz und zogen sich bis in den Raum Deutsch-Brod zurück. Nach der Kapitulation der Wehrmacht marschierte ein Teil der Division nach Westen, während andere Teile sich einfach auflösten. Ein großer Teil ging in Tabor in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Vielfach wurden Angehörige der Division von der tschechischen Bevölkerung ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisberichte von Salzenforster Einwohnern ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H.-J. Schneider *02.01.1941 Salzenforst Nr.28:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;In der Nacht vom 13. zum 14. 02 1945 konnten wir von Salzenforst aus einen hellen Schein in Richtung Dresden erkennen. Ich war gerade 4 Jahre alt. Es wurde gesagt, Dresden brennt. Man sprach davon, daß vorher Christbäume von Aufklärungsflugzeugen gesetzt wurden (sogenannte brennende Fackeln), um den Bomben die Ziele zu markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dann die Kriegshandlungen näher rückten, wurden mit unseren Nachbarn sowie im gesamten Viertel, auch Ziegenviertel genannt, (dort wohnten Witschas, Schulze, Schneider, Hänsch, Paulik, Polan, Dresler und Heine), Maßnahmen ergriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männer, außer Johann Polan, waren eingezogen oder bereits verstorben. Bei den ersten Kriegshandlungen fuhren wir mit unseren Kuhgespannen in die Sandgrube in Richtung Uhna - Schmochtitz. Hier flogen mit heulendem Geräusch die Granaten über uns. Als dieser Angriff vorüber war, kehrten wir wieder in unsere Gehöfte zurück. Die Kriegshandlungen rückten immer näher und uns wurde befohlen, Salzenforst zu verlassen. Wir flüchteten mit unseren Kuhgespannen +ber Sohland bis nach Schluckenau. Unser Wagen war bepackt mit Futter für die Kühe, 5 Gänse, ein Krug mit Sahne (aus der durch das Geschüttel Butter wurde) und ein paar Habseligkeiten für Mutter, Tante und uns 2 Jungs. Dort erlebten wir auch Fliegeralarm und suchten in Kellern Unterschutz. Kann mich aber an Bombenexplosionen nicht erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir wieder zu Hause waren, konnten wir keine großen Schäden erkennen. In unserer Hofeinfahrt stand ein kaputtes Halbraupenfahrzeug und bei Schulzes- oder Witschas Scheune, ich weiß es nicht mehr genau, war durch ein Panzer eine Gebäudeecke stark beschädigt. Die beschädigten Kriegsgeräte und die freiliegende Munition wurden noch von der Wehrmacht weggeräumt. Die &amp;quot;Russen&amp;quot; rückten dann ins Dorf ein und Nachbars Polan Friedel wurde zwischen uns zwei Jungs im Bett versteckt, denn Kinder wurden in Ruhe gelassen. In unserem Haus war für kurze Zeit auch ein russischer Offizier einquartiert, so daß wir relative Ruhe hatten. Dann wurden Leute aus dem Dorf verpflichtet, Vieh aus den Ställen der Bauern in Richtung Osten zu treiben. Wir behielten aber unser Vieh. Später kamen die &amp;quot;Russen&amp;quot; mit ihren Panjewagen ins Dorf gefahren und tauschten Gegenstände (auch Spielzeug) gegen Lebensmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Vater kam im Herbst 1945 aus der Gefangenschaft abgemagert zurück. Da er nur ein Auge besaß und auf der anderen Seite ein Glasauge trug und dieses wegwarf, wurde er als Invalide aus der Gefangenschaft entlassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin Schulze Haus Nr. 29:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 14 Jahren erlebte er die Kämpfe in und um Salzenforst hautnah mit. Gemeinsam mit Älteren vom Volkssturm sollte er als Hitlerjunge Panzersperren errichten. Die Deutschen griffen Salzenforst von Bolbritz und Uhna aus an. Die Scheune seines elterlichen Gehöftes wurde durch Panzerbeschuß stark beschädigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martha Worm Haus Nr.24:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine alleinstehende Großmutter begab sich mit ihren 2 Töchtern auf die Flucht Richtung Sächsische Schweiz nach Rathmannsdorf zu Verwandten. Wie so viele konnten sie nur das Notwendigste mitnehmen. Nach ihrer Rückkehr waren Haus und Hof geplündert. Das versteckte Hab und Gut wurde von den russischen Soldaten, welche einquartiert waren, gefunden und konfisziert. Mein Vater Ferdinand Worm, froh, den Krieg überlebt zu haben, floh aus englischer Gefangenschaft und kam über Umwege 1946 nach Hause.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Karl Domschke Haus Nr.14 und Moldenhauer Haus Nr.16c, Schatte, Weiß:&#039;&#039;&#039;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Domschke war bei der Erschießung der jüdischen Frauen zugegen. (Manfred gibt Bericht). Erlebnisse s. u. &amp;quot;Judendenkmal&amp;quot;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene Einwohner ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in Salzenforst wurden mit der gleichen Härte geführt wie überall um Bautzen. Es wurden zahlreiche Gebäude im Ort durch Artillerie- und Panzerbeschuss zerstört. Lt. Ortschronik starben bei den Kämpfen 6 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22.04.45 wurde &#039;&#039;&#039;Karl Pietschmann&#039;&#039;&#039; durch einen deutschen Wachposten auf dem Feld erschossen, weil er nicht stehen blieb. Man sagt, Karl war geistig verwirrt. Die Chronik berichtet, dass Herr Pietschmann die Kühe auf der Wiese umpflocken wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus Nr.33 (ehemals Dreßler) war eine Anzahl zurückgebliebener Einwohner im Keller eingesperrt. Der pensionierte Schulmeister Wange hatte eine weiße Fahne oder Taschentuch gehisst und sich wieder in das Haus zurückbegeben. Die deutschen Soldaten vermuteten einen Hinterhalt der Polen und warfen eine oder mehrere Handgranaten in das Haus. Herr Wange war sofort tot und Frau Suschke und Frau Preusche starben an ihren schweren Verletzungen (Pietsch, Karl: „Ortschronik Salzenforst“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Margarethe Suschke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Maria Auguste Preusche&#039;&#039;&#039; (1. Frau von Preusche, Hermann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Herr &#039;&#039;&#039;Ernst Heinrich Richard Wange&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kam es zu einem tragischen Unfall.  Die 7-jährigen Kinder &#039;&#039;&#039;Wolfgang Mattitza&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Günter Jentsch&#039;&#039;&#039; spielten am 23.05.1945 auf dem Feld von Domschke (jetzt Kreisverkehr) Hascher. Dabei fanden sie eine Stielhandgranate und da sie nicht wussten, um was es sich handelte, schmissen sie diese weg. Durch die Explosion wurden beide Kinder schwer verletzt. Nachdem man sie fand, wurden sie mit dem Fuhrwerk nach Bautzen gebracht. Wolfgang M. verlor das rechte Auge, Günter J. verstarb am nächsten Tag im St. Benno Krankenhaus in Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene ausländische Bürger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maslanka, Feliks Tod.jpg|mini|548x548px|Bekanntmachung zur Hinrichtung von Feliks Maslanka]]&lt;br /&gt;
Während des Krieges waren im Ort ausländische Bürger zur Arbeit auf den Bauernhöfen gezwungen (sog. „Zwangsarbeiter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod des Zwangsarbeiters &#039;&#039;&#039;Feliks Maslanka&#039;&#039;&#039; aus Polen wurde am 13.02.42 durch die Gestapo Dresden angezeigt. Augenzeugen berichteten, dass während des Krieges ein Zwangsarbeiter erhängt wurde, weil dieser eine Liaison mit einer Deutschen gehabt haben soll. Das war Herr Maslanka. Die Hinrichtung fand ganz in der Nähe des Chorberges statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau &#039;&#039;&#039;Anna Hortaszko&#039;&#039;&#039;, ebenfalls Zwangsarbeiterin aus Polen, verstarb lt. Sterbeurkunde am 05.04.45 um 22 Uhr mit 23 Jahren an einem Herzschlag. Sie wurde im Waschhaus des Hauses Nr.17 tot aufgefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;KZ - Häftling mit der Nr. 186443&#039;&#039;&#039; ist am 10.02.1945 gegen 17 Uhr am Pfahl 48/5 des Bahndammes der Reichseisenbahn in Stiebitz tot aufgefunden worden. Es war &#039;&#039;&#039;Rene&#039;&#039;&#039; Louis Jean Gabriel &#039;&#039;&#039;Stouff&#039;&#039;&#039;; geboren am 03.03.1920 in Arbois/Frankreich. Am 30.4.1944 kam er mit dem Transport aus Paris am KL Auschwitz an. Nach dem &#039;&#039;Kalender der historischen Ereignisse im KL Auschwitz&#039;&#039; [&#039;&#039;Kalendarium wydarzeń w KL Auschwitz&#039;&#039;], S. 649 von D. Czech wurden die Häftlinge am 30.04.1944 aus Paris gebracht. Sie erhielten Nummern von 184 936 bis 186 590 (Archiv des Museums Gross-Rosen). Letzter Eintrag in der Datei: 14.8.1944 r. KL Birkenau, B II f, Block 11. Von Rene Stouff wissen wir, dass dieser am 7.5/9.5.1944, 31.7./1.8.1944 und 7./8.1944 sowie am 14.8.1944 vom Lagerarzt im KZ Auschwitz untersucht wurde. Er wurde am  18.01.45 von Auschwitz-Birkenau deportiert, danach für einige Tage im KL Groß-Rosen untergebracht. Auf dem weiteren Transport mit der Reichsbahn in Richtung Mauthausen von der SS am 03.02.1945 getötet. Sein lebloser Körper wurde in der Nähe von Bautzen aus dem Zug geworfen. (Such- und Bescheinigungsvorgang Nr. 208.355 /Arolsen Archiv)     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Soldatengrab auf dem Friedhof Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik.png|mini]]&lt;br /&gt;
Wann das Grab mit dem Grabstein errichtet wurde, ist nicht mehr bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulz, Albert                      &#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;20.07.1920                                                                †25.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldwebel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Baumgarten, Johann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1926 Saarlautern                                        †April 1945 in Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schütze der St.Kp.II G.E.R. mot. G.D. -1797-         am Garten von Holland Nr.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater: August Baumgarten Saarlautern I; Saarstr. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Krepela, Friedrich aus Wien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1921 Wien                                                      †25.04.1945 Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soldat                                                                        Hausgarten bei Seidler Nr.11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Truppe: Edelweiß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RAD Feldnachschublager FP-Nr.46927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmidt, Gerhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;25.01.1922 Halbemond (Ostfriesland)                 †29.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obergefreiter des 2.FschPzGrenReg.1HG          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rebel, Bernhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;14.01.1927 Schwerstedt (Ettersberg/Weimar oder bei Straußfurt/Sömmerda) †04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwabe, Günther Manfred Hermann Ernst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;08.04.1926 Frankfurt/Main                                    †25.04.1945 in Temritz gefallen (Sterbe-Urk. Kleinwelka 7/46)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier; vermutlich II.Fsch.PZ.Gren.Reg.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abiturient/evangelisch/ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohnhaft in Sondershausen, Göldnerstraße 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: Berndt, Eberhard)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchhalteparolen zu Kriegsende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Befehle von der Führung ====&lt;br /&gt;
Anfang März Generaloberst Guderian: &#039;&#039;&amp;quot;Der deutsche Ostkämpfer weiß, daß dies der letzte und entscheidende Kampf ist, der über den Fortbestand unseres Volkes und unserer Nation entscheidet ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. März Dr. Goebbels: &#039;&#039;&amp;quot;..... schlagt die Bolschewisten, wo ihr sie trefft! ... Niemals wird die Kunde kommen, daß wir kapitulieren...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. März A. Hitler: &#039;&#039;&amp;quot;es gibt nur ein Gebot, mit verbissener Entschlossenheit allles zu tun, um den Gefahren zu trotzen, die Wende wieder herbeizuführen und zu dem Zweck dieWiderstandskraft unseres Volkes und die seiner Wehrmacht materiell und geistig zu stärken. Ebenso groß muß aber unser Fanatismus in der vernichtung derjenigen sein, die sich dem zu widersetzen suchen ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
02. April Reichsminister und Privatsekretär M. Bormann: &#039;&#039;&amp;quot;... der Kampf gegen den ins Reich eingedrungenen Gegner ist überall mit aller Unnachgiebigkeit und Unerbittlichkeit zu führen ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Reichsführer der SS Heinrich Himmler: &#039;&#039;&amp;quot;... jedes Dorf und jede Stadt werde mit allen Mitteln gehalten. Jededr für die Verteidigung eines Ortes verantwortliche deutsche Mann, der gegen diese selbstverständliche nationale Pflicht verstößt, verliert Ehre und Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Oberkommando der Wehrmacht Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel: &#039;&#039;&amp;quot;... Städte liegen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Sie müssen daher bis zum äußersten verteidigt und gehalten werden ... für die Befolgung des Befehls sind die in jeder Stadt ernannten Kampfkommandanten persönlich verantwortlich. Handeln sie dieser soldatischen Pflicht und ASufgabe zuwider, sowie alle zivilen Amtspersonen, die den Kampfkommandanten von der Pflicht abspenstig zu machen versuchen, oder gar bei der Erfüllung seiner Aufgaben behindern, werden zum Tode verurteilt ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führerbefehl Adolf Hitlers vom 16. April 1945: &#039;&#039;&amp;quot;Wer euch Befehl zum Rückzug gibt, ohne das ihr ihn genau kennt, ist sofort festzunehmen und nötigenfalls augenblicklich umzulegen, ganz gleich, welchen Rang er besitzt.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befehl von Generalfeldmarschall Ferdinand Schoerner an die Kommandeure: &#039;&#039;&amp;quot;Ich kenne keine Begriffe wie Absetzen, Zurückkämpfen, Einklappen.&amp;quot;&#039;&#039; Schoerner wird als brutalster aller Feldmarschäle bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. April Tagesbefehl Schoerner: &#039;&#039;&amp;quot;Wer seine Stellung verläßt, wird erschossen.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 6/1965)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Propaganda in Sachsen bzw. Bautzen ====&lt;br /&gt;
5. März Gauleiter Sachsen Martin Mutschmann. &#039;&#039;&amp;quot;Der Glaube an den Sieg muß erhalten bleiben und darf niemals durch ein etwaiges Vorrücken des Gegners zerbrechen. jed Meter Boden, den der Feind gewinnt, muß er mit einem ungeheuren Blutzoll erkaufen ... Nur der Tapfere behält das Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. März Kreisleiter Karl Martin vor den Bautzener Handwerks-u. Handelsbetrieben: &#039;&#039;&amp;quot;... Der Führer hat dieses Jahr als das Jahr der Wende bezeichnet. Auf sein Wort können wir uns unbedingt verlassen ... Für uns gilt es durchzuhalten, den Kopf hoch zu halten bis zu dem uns gewissen Endsieg ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. März Propagandaleiter Elsner (Großkundgebung in Bautzen): &#039;&#039;&amp;quot;... Mitten im Generalsturm unsrer Feinde müssen wir uns entscheiden, ob wir durchhalten wollen oder nicht, ob wir noch Vertrauen und Glauben an den Sieg haben ... Halten wir also aus und nehmen uns die deutschen Stützpunkte am Atlantik zum Vorbild! ...!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. April Gauleiter Mutschmann: &#039;&#039;&amp;quot;... Widerstand und Kampf bis zum Letzten! Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen und bedroht unsere Heimat mit Hunger und Elend, mit Tod und Verderben. Wer in dieser Not des Volkes gegen die Anordnungen der Partei und des Staates handelt und der nationalen Ehre unseres Volkes Schande macht, wird aus der Volksgemeinschaft ausgelöscht. jede Feindbegünstigung, sei es die Annahme von Geschenken, das Heraushängen weißer Tücher aus den Fenstern oder irgendeine Form der Anbiederung an den Feind ist Landesverrat und wird mit den Tode bestraft ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Pers%C3%B6nlichkeiten&amp;diff=919</id>
		<title>Persönlichkeiten</title>
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		<updated>2025-11-26T13:32:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Michael Zejler (1783-?) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Jakub Delenka (1695–1763) ==&lt;br /&gt;
Jacob Delenka wurde am 10.07.1695  als 2. Sohn von Jacob Delenk und Magdalena geb. Bulank (⚭25.07.1687) in Salzenforst getauft. Sein älterer Bruder Mattheus (*1691) sowie seine jüngeren Schwestern Maria (*1698) und Gertrud (*1700) verstarben kurz nach ihrer Geburt. Die ältere Schwester Margaretha (*1691) heiratete 1719 Mattheus Lucas aus Lubachau. Im Jahre 1724 heiratete er Anna Elisabeth, geb. Hepper (1687-1760). Er hatte 2 Töchter, Maria Barbara (*1727) und Maria Magdalena (*1729). Sein Vater verstarb, als er 4 Jahre war. Seine Mutter heiratete am 20.07.1700 den Einwohner Matthei Kokula aus Salzenforst. Jacob Delenka starb am 26.02.1763 in Bautzen und wurde auf dem Nikolaifriedhof beerdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
D. gehört zu dem zahlenmäßig wohl nicht sehr umfangreichen Kreis der in der Lausitz ansässigen Bildhauer im 18. Jahrhundert. Sein Geburtsort Salzenforst bei Bautzen, Name und Herkunft der Eltern sowie weitere Lebensumstände belegen D.s sorbische Abstammung. Durch die rechtliche Stellung des Geburtsorts war D. zeitlebens Untertan des Domstifts St. Petri in Bautzen. Bisher gibt es keine Hinweise auf D.s Lehrjahre. Seine Auftraggeber waren das Domstift in Bautzen sowie die Zisterzienserinnenabtei St. Marienstern in Panschwitz. D. trat sowohl als Schöpfer figürlicher Plastik als auch plastisch-dekorativen architekturbezogenen Beiwerks in Erscheinung. Früheste Arbeiten sind am Neubau der katholischen Pfarrkirche ad assumptionem Beatae Mariae Virginis in Schirgiswalde nachweisbar, die zum Bistum Leitmeritz gehörte. Grundherr aber war das Domstift St. Petri in Bautzen. Belegt ist D.s Urheberschaft für das Sandsteinwappen des Bautzener Domdekans Johann Josef Ignaz Freyschlag von Schmidenthal für das Jahr 1741, welches sich heute an der Außenwand der südlich gelegenen Taufkapelle der Kirche befindet. Rechnungen auf D.s Namen existieren auch für die Stuckkapitelle des Kirchenbaus für das Jahr 1741 und für nicht näher benannte Arbeiten an einem Altar der Kirche, die sich vermutlich auf die vier Holzplastiken des Hauptaltars beziehen. Von gleicher Hand dürften die beiden für die Kirche geschaffenen Apostelfiguren des hl. Petrus und des hl. Jakobus sein. Weitere Rechnungen besagen, dass D. 1746 im Auftrag des Dekans für die Fertigung eines Altars in Bautzen für die „hiesige domstift Kirche“ ein Honorar erhalten hat. Vermutlich handelte es sich dabei um die Errichtung eines neuen Altars, der unter Verwendung von Bestandteilen des alten, sog. St.-Benno-Altars 1746 durch den Dekan Jakob Johann Joseph Wosky von Bärenstamm in der St.-Petri-Kirche errichtet worden ist. Der Altar wurde 1885 aus dem Dom entfernt; über den Charakter dieser Arbeit ist nichts überliefert. Eine Rechnung vom 5.7.1754 im Archiv des Klosters St. Marienstern bei Kamenz weist D. als Bildhauer figürlicher Plastik nach. Sie bezieht sich auf vier Sandsteinplastiken an der Westfassade der Klosterkirche, die unter der Äbtissin Josepha Elger entstanden. Der Bau hatte bereits 1721 unter der Äbtissin Cordula Sommer seinen barocken Westgiebel erhalten. Von Nord nach Süd stellen die Figuren den hl. Benedikt, den hl. Joseph, den hl. Johannes den Täufer und den hl. Bernhard von Clairvaux dar. Zugeschrieben wird D. auch die Mitarbeit an der plastischen Gestaltung der Fassade und am Portal des Bautzener Domstifts. D.s bildhauerische Arbeiten sind solide im Handwerk, mit verhaltenem Pathos und wenig wandlungsfähig im Ausdruck. [https://saebi.isgv.de (Quelle: https://saebi.isgv.de)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handrij Zejler (1804–1872) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Einweihung Denkmal 1980.04.26.jpg|mini|413x413px|Einweihung des Denkmals für Handrij Zejler am 26.04.1980]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Haus Nr.14 BZ KS 1977-3 (Th. Schütze).jpg|mini|361x361px|Geburtshaus v. H. Zejler (aus Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 3/1977)]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sorbischer Lyriker und Begründer der modernen sorbischen Dichtung, evangelischer Pfarrer  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handrij Zejler (Andreas Seiler) wurde am 01.02.1804 in Salzenforst in Haus Nr.14 geboren. Sein Vater Jan (Johann) Zejler, (1767-1844) war Häusler und Brunnenbauer in Salzenforst. Seine Mutter Maria geb. Berk (Birke) (1773-1847) stammt aus Socula Hora. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geburtshaus war ein behäbiges Bauernhaus im Lausitzer Umgebindestil (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis BZ KS 3/1977). Das Wohnhaus wurde lt. Otar Wicaz bei dem Dorfbrand 1812 das Haus zerstört und danach neu errichtet. Es sind heute keine Gebäude aus Zejlers Zeit vorhanden. Nach 1845 wurden wiederholt Um-u. Ausbauten vorgenommen (Trudla Malinkowa: Sorbische Denkmale). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handrij heiratete 1853 Johanna geb. Schneider (1815-1866). Sie hatten 2 Töchter, Magdalena Elisabeth (1855-1915) und Maria Olga (1857-1928), beide in Lohsa geboren. Sein Bruder Johann Michael Zejler (*1806) wanderte nach Australien aus. Seine Schwester Maria (*1812) heiratete 1835 Jan Zisch aus Pietzschwitz, der die Wirtschaft weiterführte. Handrij wurde evangelischer Pfarrer in Lohsa. Er starb am 15.10.1872 in Lohsa.       &lt;br /&gt;
[[Datei:Denkmalplatte 1979.02.03.jpg|mini|Gedenktafel am Haus Nr.14|265x265px]]&lt;br /&gt;
Der Sohn eines sorbischen Kleinbauern besuchte das Bautzner Gymnasium und studierte ab 1825 in Leipzig Theologie. Zeijler wurde Sprecher der sorbischen Studentenvereinigung »Sorabija« und begann moderne sorbische Volkslieder zu dichten. Seit 1835 als Pfarrer in Lohsa avancierte er zum beliebtesten Dichter der Oberlausitzer Sorben. Er gab verschiedene sorbische Zeitungen sowie eine sorbische Grammatik heraus. Er war Mitbegründer der sorbischen wissenschaftlichen Gesellschaft »Maćica Serbska«. Dadurch gilt er vielen Sorben als Begründer einer nationalen Wiedergeburt . Ende 1830 bis 1835 war Z. Hilfsprediger bzw. Diakonus in Klix (sorb. Klukš) bei Bautzen. Von Frühjahr 1835 bis zu seinem Tod 1872 wirkte er als Pfarrer in Lohsa(www.geschichte.sachsen.de/handrij-zejler) .         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1931 errichtete die Domowina auf dem Marktplatz in Lohsa ein Denkmal.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1960 setzte die Pionier-Freundschaft &amp;quot;Handrij Zejler&amp;quot; in Königswartha ein schlichtes, aber würdiges Denkmal. Ein 15 Dezitonnen schwerer Findling aus der Heide, die der Dichter so liebte, wurde vor der Schule in Königswartha aufgestellt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19.09.1954, zum 150. Geburtstag, wurde im Auftrag des Rates des Kreises Bautzen die Gedenktafel am Geburtshaus Nr.14 angebracht. Die deutsche Übersetzung auf der roten Tafel lautet: &amp;quot;DER GROSSE SORBISCHE DICHTER/WURDE IN DIESEM HAUSE GEBOREN&amp;quot;. Die Gedenktafel wurde anläßlich des 200. Geburtstages des Dichters 2004 erneuert.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal auf dem Dorfanger in Salzenforst wurde am 26.04.1980 anläßlich des V. Festivals der sorbischen Kultur eingeweiht. Gestaltet wurde es von den Künstlern Eva-Ursula (1928-2020) und Steffen Lange (1931-2006) (Bautzener Kulturschau 6/1988). 1988 erhielt Dipl.-Grafikerin Eva-Ursula Lange den Vaterländischen Verdienstorden in Bronze und den Kunstpreis der Domowina. Es ist eine graue Stele aus Feinbeton, anderen Vorderseite eine rötliche Rosette aus Porphyr prangt, die das von 6 Blütenblättern umrahmte Gesicht Zejlers zeigt. Vor der Stele stehen mit Abstand voneinander 2 Hälften eines Lindenblattes, des sorbischen nationalen Symbols. Die linke Blatthälfte enthält auf deutsch Zejlers Worte: &amp;quot;Zeit und Geist lassen sich nicht hemmen, ihr Wort, Gesetzmuß gelten! Licht, Gerechtigkeit, Freiheit werden siegend wachsen&amp;quot; (aus &amp;quot;Lichtscheue Zeithemmer&amp;quot; 1843). Auf der rechten Lindenhälfte steht HANDRIJ ZEJLER/1804-1872.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Eingemeindung von Salzenforst nach Bautzen 1999 wurde die Dorfstraße nach dem Dichter benannt  (Handrija Zejlerowa droha). Anläßlich der 660-Jahrfeier von Salzenforst wurde am 15.05.2019 ein Gedenk.-u. Informationstäfelchen am Straßenschild angebracht.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fabel: &amp;quot;Hund und Katze&amp;quot;  von H. Zejler; (übersetzt von K. Lorenz, J. Brezan, A. Wawrik) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hund und Katze, hungrig beide, gingen scharfbekrallt auf Jagd. Fleischlos waren Wald und Heide. Als die Jäger schon verzagt, zeigte sich an einer Hecke doch von Glück gekrönt die Hatz, und sie brachten dort zur Strecke wenigstens noch einen Spatz.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Doch sogleich begann zu streiten sich der Köter mit der Katz, jeder wollte zubereiten anders den erlegten Spatz. Ihn zu rupfen schien geraten, doch es war nicht Zeit dafgür: Sollt* man kochen oder braten - so hart stand die Frage hier.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wille prallte gegen Willen, bis mit Krall und Zahn man focht. Wollte er das Wildbret grillen, wollte sie es weichgekocht. Und der hader um den Spatzen dauerte, bis jener stank. Hunde sind seitdem und Katzen feind einander lebenslang.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Arme Irre! - hör ich sagen - wegen solcher Kleinigkeiten soll man sich nicht blutig schlagen! Das geht zweifellos zu weit! Doch noch wenger ist&#039;s zu fassen und steht unbegreiflich da: Solche Querköpfe in Massen ich auf Menschenschultern sah!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Michael Zejler (1783-?) ==&lt;br /&gt;
Ein Flugpionier  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Seiler, der Onkel von Handrij Zejler, hat Überlegungen angestellt, ob es denn möglich wäre, mittels einer Maschine in der Luft wie Vögel fliegen zu können. 1822 fing er an, eine Maschine zu bauen und nach mancherlei Versuchen, Änderungen und Geldnöten wollte er bis zum Sommer 1823 diese Maschine, die sich von der Erde in die Luft erheben, willkürlich steigen und fallen, zwischen Erde und Himmel stille stehen und weiter fortrücken kann, öfentlich vorzeigen. Dieser &amp;quot;Luftschwimmmaschinenbauer&amp;quot; war überzeugt, daß man kurze oder lange Luftreisen, allein oder in Gesellschaft, von einem Ort zum anderen werde unternehmen können (&amp;quot;Allgemeiner Anzeiger der Deutschen&amp;quot; Ausgabe 39 vom 09.02.1827).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benannt als &amp;quot;Distelfritze&amp;quot; konstruierte er eine Flugmaschine, welche mittels Handkurbel einen Propeller zum Drehen brachte und so in der Luft fliegen konnte. Der Erfinder startete eines Tages von seinem Dach aus und landete auf der Wiwalze. (&amp;quot;Unsere Heimat&amp;quot; Nr.5 vom 01.02.1936)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Häusler Michael Seiler wurde in Haus Nr.14 in Salzenforst geboren, war verheiratet und hatte 3 Söhne und 2 Töchter. Er wanderte im August 1849 nach Australien aus.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Walter Frenzel (1892 - 1941) ==&lt;br /&gt;
Walter Julius Frenzel wurde am 10.01.1892 in Bautzen, Jägerstraße 1, geboren. Sein Vater war der Bürgerschullehrer Julius Hermann Frenzel, seine Mutter Clara Martha geb. Dinter. Er wählte am 11.03.1941 den Freitod durch Erschießen und wurde in seinem Sommerferienhaus in Salzenforst unweit des Chorberges tot aufgefunden. Beerdigt wurde W. Frenzel auf dem Friedhof in Salzenforst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er heiratete am 24.09.1920 Marie Margarethe geb. Rietzschel, wohnhaft in Frankfurt/Oder; Sophienstraße 1. Sie blieben kinderlos, hatten jedoch eine Adoptivtochter. Er war ein leutseliger, volkstümlicher, weit und breit bekannter und beliebter Mensch. In den Schulferien bewirtete Frenzel viele Studenten, die viel von ihm lernen konnten (Chr. S.29).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1912 bis 1914 war Walter Frenzel Lehrer in Bautzen. Nach der militärischen Grundausbildung (Rang: Unteroffizier) kämpfte er während des I. Weltkrieges sowohl an der West- als auch an der Ostfront. Er errang den Dienstgrad Leutnant und wurde in Tirol verwundet. Ab ca. 1919 war er Geschäftsführer der Gesellschaft für Vorgeschichte und Geschichte der Oberlausitz zu Bautzen und Mitherausgeber der &amp;quot;Bautzner Geschichtshefte&amp;quot;. Von 1918 bis 1921 studierte er an der Universität in Leipzig Ethnologie, Geologie, Geschichtswissenschaften und Paläontologie und promovierte 1921/1922 zum Doktor der Philosophie. Seine Dissertation hatte den Titel: „Das Landschaftsbild der Oberlausitz vor der Kolonisationszeit. Ein Beitrag zur Urlandschaftsforschung“. Von 1924 bis 1936 war er wieder Lehrer in Bautzen (Volkshochschule) und ab 1936 Dozent in Frankfurt/Oder an der Hochschule für Lehrerbildung. 1939 wurde er Direktor/Leiter im Museum für Vorgeschichte von in Lodz (Polen).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Frenzel.jpg|mini|Karte von Dr. W. J. Frenzel an Herrn Prof. Reinicke (Schriftprobe )|392x392px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1918-1930 war Walter Frenzel einfaches Mitglied in der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) , ab 1933 einfaches Mitglied in der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) (Grunwald, Susanne: Biographische Information - Zu Person und Wirken von Dr. phil. Walter Frenzel). 1930 erfolgte die Umbenennung der DDP in Deutsche Staats-Partei, die sich 1933 auflöste. Über seine Mitgliedschaft während dieser Zeit ist nichts bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                                          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alfons Kindermann (*1939) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Milde-kindermann1972.jpg|mini|Alfons Kindermann - Friedensfahrt 1972 am Rad von Michael Milde (radsportonline.com)]]&lt;br /&gt;
Georg &amp;lt;u&amp;gt;Alfons&amp;lt;/u&amp;gt; Kindermann wurde am 05.10.1939 als 5. Kind von Georg Kindermann und Agnes, geb. Kettan in Salzenforst in Haus Nr.1 geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alfons Kindermann war in der Radsportwelt der bekannteste Mechaniker der DDR. Er betreute u.a. mit einem Team von Radmechanikern die DDR-Friedenfahrtmannschaften. Zuvor war er aktiver Radrennfahrer, zuletzt beim SC Karl-Marx-Stadt.  Die Rennräder der DDR-Radsportler wurden im VEB Kombinat Textima in Karl-Marx-Stadt produziert (Quelle: radsportonline.com).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Ortschronologie&amp;diff=918</id>
		<title>Ortschronologie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Ortschronologie&amp;diff=918"/>
		<updated>2025-11-26T13:25:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Der Chorberg */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Das Dorf Salzenforst ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Auf dem Höhenzug 4km westlich von Bautzen entfernt  liegt  der von BLASCHKE als erweitertes Straßenangerdorf bezeichnete Ort Salzenforst; hart jenseits der Wasserscheide Spree - Schwarzwasser. Der alte Siedlungskern scheint am Nordausgang um eine Wegspinne mit einem Teich und einem steinernen sorbischen Betkreuz zu liegen. Am Westrand des Angers bilden stattliche Dreiseithöfe eine geschlosene Gruppe. Andere verteilen sich aufgelockert gegenüber bis zum Chorberg. Verheerende Dorfbrände, vor allem 1801 und 18012 haben die Altbauten vernichtet. Das Bauerndorf war infolge der vielen Sandflächen einst auf Weidewirtschaft orientiert. Nach Vorschrift des Grundherrn von 1600 durften der Großbauer 60, der Mittelbauer 50, der Kleinbauer 30 und der Gärtner 20 Schafe halten. 1762 baute man 110 Scheffel (1 alter Bautzener Scheffel entspricht 109,09 Liter) Korn, 16 Scheffel Weizen, 62 Scheffel Gerste, 58 Scheffel Hafer und 3,5 Scheffel Erbsen an 1810 wurden 8 Pferde, 10 Ochsen, 40 Kühe, 7 Kalben und 100 Schafe gehalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zugehörigkeit ===&lt;br /&gt;
1619 verpfändete das Domkapitel den Ort für 700 Taler an Adolph von Gersdorff auf Rattwitz. Wegen harter Bedrückung durch den Rattwitzer Feudalherren Wolf von Maxen konnten die Einwohner 1672 unter die Jurisdiktion des Domstiftes zurückkehren, indem sie dem Rattwitzer Herrn selbst die 700 Taler zurückzahlten. Wegen dieser Zugehörigkeit blieb es im Gegensatz zu den Dörfern ringsum vorwiegend katholisch, worauf verschiedene Andachtskreuze hindeuten. (Quelle: Th. Schütze: Um Bautzen und Schirgiswalde 1967) 1725 kehrten die Salzenforster wieder freiwillig &amp;quot;ins Capittel&amp;quot; zurück (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 3/1977). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1842 wurde die Erbuntertänigkeit in Sachsen aufgehoben und somit erhielt der Ort den Charakter einer selbständigen politischen Gemeinde (J. Schneider: 600 Jahre salzenforst, BZ KS 8/1959)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortschronik von Karl Pietsch aus Temritz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anfertigung von Ortschroniken beruhte auf einer &amp;quot;Anordnung über die Führung von Ortschroniken vom  16. März 1955&amp;quot; vom Ministerium des Innern. &amp;quot;Es sei notwendig, die Jahre der Vorbereitung, Gründung und Festigung der Republik zu erforschen und zu popularisieren. Konkret kommt es darauf an, wie sich das Leben in jedem Ort nach 1945 entwickelt hat und wie der Sieg des Sozialismus sich durchsetzt. So beschäftigten sich von den 90 Gemeinden im Kreis nur 20 mit diesem Problem, wovon lediglich in 5 Gemeinden an einer Chronik geschrieben wird&amp;quot; (Klaus Petters: Bautzener Kulturschau 08/1960). Eine dieser vorbildlichen Gemeinden war Salzenforst/Bolbritz.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winter 1958 besuchte die Bürgermeisterin Frl. Elisabeth Paulusch den Gemeindeverordneten K. Pietsch in Temritz und betraute ihn mit der Aufgabe, eine Ortschronik zu schreiben. Am 03. Januar 1960 war es soweit. Nach umfangreichen Recherchen schrieb er die Chronik der Gemeinde Salzenforst mit den Ortsteilen Schmochtitz, Ober-u. Niederuhna, Löschau und Temritz in Reinschrift nieder.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ortschronik von Karl Pietsch aus Temritz (geb. am 17.06.1891 in Finkendorf/Sudetenland)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ortschronik von Salzenforst befindet sich seit 2024 im Stadtarchiv Bautzen und ist im Internet über &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[https://www.archivverbund-bautzen.findbuch.net/php/main.php#3634333037y20! https://www.archivverbund-bautzen.findbuch.net/php/main.php#3634333037y20!]&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abrufbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsentstehung / Namensgebung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Salzenforst Namen.jpg|mini|547x547px|Namen des Ortes im Verlauf der Zeit (Gedenkstein zur 650-Jahrfeier)]]&lt;br /&gt;
Einem Artikel aus &amp;quot;Unserer Heimat&amp;quot; Nr.5 vom 01.02.1936 ist zu entnehmen, daß man nördlich von Salzenforst, nach Uhna zu, ein Urnengrab mit einem in der Asche befindlichen menschlichen Zahn fand, der von kundiger Seite auf ungefähr 200 Jahre geschätzt wurde. Dies ist ein Zeuge menschlicher Ansiedlung lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet folgendes :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1359&#039;&#039;&#039; wird &#039;&#039;&#039;Salczforst&#039;&#039;&#039; , sorbisch &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Slona Borsc&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;, in Verbindung zur Einrichtung der Kapelle auf der Ortenburg zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der Name des Dorfes hat sich über die Jahrhunderte verändert. Die Deutung des Namens Salzenforst ist unter Sprachforschern umstritten (Chr. S.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Dr. Arnost Muka ist &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Borsc&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; altsorbisch und bedeutet soviel wie &amp;quot;Kiefernrodung/Lichtung&amp;quot;; wogegen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Slonna&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; etwa sonnig, verdecken, beschützen bedeutet. Demzufolge wäre die Übersetzung für Salzenforst &amp;quot;sonnige/beschützende Kiefernrodung&amp;quot; (Chr. S.7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Dr. W. Frenzel jedoch ist Salzenforst deutschen Ursprungs und der Name wurde ins sorbische übersetzt (Chr. S.21). Danach hätte der Name seinen Ursprung in einem westlich von Bautzen liegenden Forst und der sich dadurch ziehenden &amp;quot;Salzstraße&amp;quot; (Chr. S.20-25).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Herrmann widerspricht der Auffassung von Dr. Frenzel und favorisiert die These, dass der Name aus dem slawischen stammt und soviel wie &amp;quot;sonniger Kiefernwald&amp;quot; bedeutet (Chr. S.25-28).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jan Meschgang aus Cannewitz ist jedoch anderer Ansicht als die Doktoren Muka, Hermann und Frenzel. Salzenforst hat weder etwas mit sonning noch mit Salz zu tun. So bedeutet &amp;quot;slonic&amp;quot; bzw. &amp;quot;zaslonic&amp;quot; beschützen. Die deutsche Übersetzung des Ortsnamens aus dem sorbischen wäre demnach einfach &amp;quot;Schutzforst&amp;quot;. Warum? Den Grodbezirk Budusin umgab im Norden und Westen ein schützender Grenzwald, dessen Reste sich in mehreren Ortsnamen erhalten haben: Kronförstchen, Salzenforst, Kleinförstchen, Oberförstchen, Schlungwitz (Slonkecy). In der Frühzeit teilte er die altsorbischen Grodbezirke und Burgwarde (Radibor), Loga, Göda, Seitschen von Bautzen. (J. Meschgang: &amp;quot;Was bedeutet der Name Salzenforst&amp;quot; Bautzener Kulturschau 11/1959)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwohner ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwohnerzahl des Ortes betrug in den Jahren:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1770 - 9 Bauern, 2 Wirtschaftsbesitzer und 15 Häusler (Bautzener KS 8/1959)        - 9 Bauern, 2 Gärtner, 11 Häusler (BZ KS 3/1977)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1777 - 9 besessene Mannen, 15 Häusler                                                                   - 9 Bauern, 2 Wirtschaftsbesitzer und 15 Häusler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 - 161 Einwohner, davon 71 Katholiken (44%) (wikipedia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 - 148 gläubige Einwohner; 86 evangelische; 62 katholische&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 191 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1875 - 199 Einwohner; 173 Sorben und 26 Deutsche, 36 Hausnummern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1880 - 214 Einwohner; 167 Sorben und 33 Deutsche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1885 - 180 Sorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1886 - 215 Deutsche; 164 evangelische, 41 katholische, 8 apostolische und 2 &amp;quot;ganze&amp;quot; deutscheUnterhaltung,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 210 Einwohner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900 - 152 Sorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 - 190 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 - 221 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933- 212 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 - 234 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 - 249 vorwiegend sorbische Einwohner (Th. Schütze: Um Bautzen und Umgebung 1967)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950 - 286 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 - 240 Einwohner; 40 Hausnummern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: Ortschronik Salzenforst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2008 - 317 Einwohner (Sächsische Zeitung vom 15.01.2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 291 Einwohner (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Entstehung der Gemeinde Salzenforst/Bolbritz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stempel der Gemeinde.jpg|mini|205x205px|Stempel der Gemeinde Salzenforst/Bolbritz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindung der Ortsteile ===&lt;br /&gt;
Salzenforst ist von jeher eine eigenständige Gemeinde. Die vorher selbstständige Gemeinde Schmochtitz mit den seit 1936 zugehörigen Dörfern Oberuhna und Löschau sowie Niederuhna wurde im Jahre &#039;&#039;&#039;1948&#039;&#039;&#039; nach Salzenforst eingemeindet. Das Dorf Temritz wurde am &#039;&#039;&#039;01.07.1950&#039;&#039;&#039; eingemeindet; ab 1936 zu Kleinwelka gehörend, davor selbstständig (s.Chr. S.163). Bis &#039;&#039;&#039;1969&#039;&#039;&#039; war Bolbritz eine eigenständige Landgemeinde mit den Ortsteilen Bloaschütz, Neu-Bloaschütz, Döberkitz und Jannowitz. Dann wurden die Gemeinden Bolbritz und Salzenforst zu Salzenforst-Bolbritz vereinigt. Jannowitz und Neu-Bloaschütz dagegen wurden der Gemeinde Göda angegliedert.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salzenforst/Bolbritz existierte vom &#039;&#039;&#039;01.07.1969&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;bis zum 31.12.1993&#039;&#039;&#039;. Die Gemeindevertretung bestand in dieser Zeit aus 14 Abgeordneten. Bis zur Kommunalwahl im Juni 1994 wird ein Ortschaftsrat, bestehend aus 5 Mitgliedern, benannt.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zugehörigkeit zu Kleinwelka ====&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salzenforst/Bolbritz mit den 9 Ortsteilen Bloachütz, Bolbritz, Döberkitz, Löschau, Niederuhna, Oberuhna, Salzenforst, Schmochtitz und Temritz wurde am &#039;&#039;&#039;01.01.1994&#039;&#039;&#039; nach Kleinwelka eingegliedert und gehörte dieser bis zum &#039;&#039;&#039;31.12.1998&#039;&#039;&#039; an. Der Bürgermeister von Kleinwelka war zu diesem Zeitpunkt Volker Lehmann.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zugehörigkeit zu Bautzen ====&lt;br /&gt;
Lt. Vertrag vom 18.10.1998 wurde die Gemeinde Kleinwelka am &#039;&#039;&#039;01.01.1999&#039;&#039;&#039; der Stadt Bautzen eingegliedert. Bürgermeister von Bautzen war Christian Schramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Ortschaftsrat =====&lt;br /&gt;
Seit der Eingemeindung werden die Interessen der Einwohner vom neu gegründeten Ortschaftsrat wahrgenommen. Die Aufgaben der Ortschaftsräte regelt die Sächsische Gemeindeverordnung. Entsprechend der vom Stadtrat bereitgestellten Mittel kann der Ortschaftsrat u.a. in folgenden Angelegenheiten entscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Unterhaltung, Ausstattung und benutzung der in der Ortschaft gelegenen öffentlichen Einrichtungen.&lt;br /&gt;
* Unterhaltung und Instandsetzung von Straßen, Wegen und Plätzen&lt;br /&gt;
* Pflege des Ortsbildes&lt;br /&gt;
* Förderung von Vereinen und Verbänden sowie von Veranstaltungen der Heimatpflege und des Brauchtums&lt;br /&gt;
* Information, Dokumentation und Repräsentation in Ortschaftsratsangelegenheiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Ortschaftsrat ist zu wichtigen Angelegenheiten der Kommune, die die Ortschaft betreffen, zu hören. Er hat ein Vorschlagsrecht zu allen Angelegenheiten, die die Ortschaft betreffen. (Rat der Stadt Bautzen: &amp;quot;Was Sie vielleicht fragen wollten/Stichwortkatalog zur Eingemeindung&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Zwangseingemeindung?! =====&lt;br /&gt;
Gemeinderat Zschieppang veröffentlicht dazu in den Gemeinderat-Nachrichten vom 20.02.1998 folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Entwurf zur Gemeindegebietsreform von 1997 sah vor, daß die Gemeinde Salzenforst/Bolbritz mit Göda und Radibor zusammengeht und eine Drittellösung bei der Entschuldung des Gewerbegebietes anstrebt. Leider war das Konzept von diesen Gemeinden nicht mehr tragbar, da sich die finanzielle Situation in Kleinwelka weiter zugespitzt hatte. So war eine weitgehende Eingemeindung nach Bautzen unvermeidbar. Zur finanziell angespannten Lage in Kleinwelka hatten vor allem 3 Schwerpunkte geführt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# 1995 mußte auf Weisung des Landratsamtes ein Kredit von 7,5 Mio. DM (Landkauf für den Industrie-/Gewerbepark) in den Haushalt der Gemeinde Kleinwelka aufgenommen werden&lt;br /&gt;
# Bereits von 1991 bis 1994 wurden in der Gemeinde Kleinwelka Kredite in Höhe von 6 Mio. DM für Abwasser, Straßen etc. aufgenommen ohne Refinzanzierung der Anschlußbeiträge. In Verbindung mit der schlechten Arbeitsweise der Gemeindeverwaltuzng wuchs der Schuldenberg auf über 10 Mio. DM an.&lt;br /&gt;
# Mangelnde Aufsichtspflicht des Landratsamtes Bautzen (LRA), da jeder Kredit von der Rechtsaufsicht des LRA genehmigt werden mußte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreistag bewilligte am 22.12.1997 1 Mio. DM für die Entschuldung des Gewerbegebietes mit der Maßgabe, daß die Gemeinde Kleinwelka nach Bautzen eingemeindet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Bürgermeister von Kleinwelka sprach der Gemeinderat im Sommer 1997 sein Mißfallen aus und lehnte eine weitere Zusammenarbeit ab! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Straßennamen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hausnummern Safo 1999 1a.jpg|mini|803x803px|Straßen-u. Hausnummernumbenennung 1999]]&lt;br /&gt;
Die Eingemeindung nach Bautzen machte auch die Neuordnung der Straßennamen erforderlich. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es keine Straßennamen, sondern lediglich Hausnummern. Die neuen Anschriften traten zum 01.07.1999 in Kraft. Die geänderten Hausnummern konnten kostenfrei bei der Stadtverwaltung bestellt werden. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hausnummern Safo 1999 2a.jpg|mini|910x910px|Straßen-u. Hausnummernumbenennung 1999]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hausnummern Safo 1999 2b.jpg|mini|357x357px|Straßen-u. Hausnummernumbenennung 1999]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Postleitzahl ====&lt;br /&gt;
Auch die Postleitzahl der Gemeinde änderte sich im Lauf der Zeit: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der DDR war die PLZ: &#039;&#039;&#039;8601&#039;&#039;&#039;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Bundesrepublik Deutschland und der &amp;lt;abbr&amp;gt;DDR&amp;lt;/abbr&amp;gt; gab es bis 1993 zwei getrennte vierstellige Postleitsysteme. Die Wiedervereinigung 1990 hatte zur Folge, dass in den beiden Postleitsystemen rund 800 Dopplungen auftraten. So kam es, dass &amp;lt;abbr&amp;gt;z. B.&amp;lt;/abbr&amp;gt; Bonn und Weimar – oder auch Hannover und Magdeburg – die gleichen Postleitzahlen besaßen. Bis zu der Reform wurden den Ziffern ein „W“ für West oder ein „O“ für Ost vorangestellt, um die Orte auseinander halten zu können (bundesarchiv.de).    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So mußte zwischen 1990 unf 1993 ein O (für Ostdeutschland) vor die PLZ geschrieben werden, also &#039;&#039;&#039;O-8601&#039;&#039;&#039;.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem neuen fünfstelligen System handelt es sich um ein reines Zahlensystem, welches aus fünf Ziffern besteht. Die ersten beiden Ziffern stehen für die genaue geografische Zuordnung. Die dritte bis fünfte Ziffer zeigt an, wo der Empfänger lebt und ob es sich um einen Großkunden oder ein Postfach handelt. Die vierstelligen Postleitzahlen wurden ab dem 1. Juli 1993 ungültig (bundesarchiv.de).    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 01. Juli 1993 war die neue PLZ für die Gemeinde Salzenforst: &#039;&#039;&#039;02627&#039;&#039;&#039; und ab dem 01.07.1999: &#039;&#039;&#039;02625&#039;&#039;&#039; Bautzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einwohnermeldestelle ====&lt;br /&gt;
Mit der Stadtverwaltung von Bautzen wurde am 27.06.1991 eine Vereinbarung zur Mitbenutzung der Einwohnermelde-u. Paßabteilung unterzeichnet.  Die Gemeindeverwaltung beteiligt sich an den Kosten entsprechend ihrer Einwohnerzahl. Folgende Aufgaben werden von der Behörde übernommen: Einwohnermeldeangelegenheiten, Ausweis-u. Paßangelegenheiten, Lohnsteuerangelegenheiten, Wohn-u. Zivildienstüberwachung, Beglaubigungen, Wählerverzeichnisse und Briefwahlunterlagen. (Quelle: &amp;quot;Vereinbarung zur Mitbenutzung der Meldestelle Bautzen vom 27.06.1991&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Chorberg ===&lt;br /&gt;
Der Chorberg (Hausberg der Salzenforster) überragt mit seinen 267,4m das umliegende Gefilde um fast 60m. Er ist die höchste Erhebung eines Endmoränenhügelzuges , wozu auch der Hussitenberg bei Bloaschütz, der Hennersberg bei Neubloaschütz, der Windmühlenberg bei Oberförstchen und die Wiwalze von Temritz gehören. Der Chorberg wurde 1780 als &#039;&#039;Tcorberg&#039;&#039; bezeichnet (tchor - Iltis). Die Chronik von Kleinwelka 1813 erwähnt den Berg als Kreuzberg (Th. Schütze: Um Bautzen und Schirgiswalde&amp;quot; 1967). 1841 wurde von Bischof Mauermann ein 2,5m hohes eisernes Kruzifix auf einem 1,5m hohen steinernen Sockel errichtet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehenswürdigkeiten am Chorberg sind das &#039;&#039;&amp;quot;Denkmal für die Opfer des Faschismus&amp;quot;, das &amp;quot;Kriegerdenkmal des I.WK&amp;quot; und der &amp;quot;Trigonometrische Meßpunkt&#039;&#039;&amp;quot; (s. dort)&#039;&#039;.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 7-jährigen Krieg am 07.07.1760 lieferten sich am Osthang des Chorberges Österreicher und Preußen ein schweres Gefecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Volksmund über die Namensgebung ====&lt;br /&gt;
Das Schreckgespenst Cholera wütete auch in Salzenforst und vertrieb die Leute. Man konnte die Leichen nicht mehr begraben und so flohen die Einwohner in die Wälder. Abends kam man auf dem höchsten Punkt des Ortes zusammen, um zu sehen, wer noch am Leben war. Hier betete man inbrünstig zu Gott, dem Tod Einhalt zu gebieten. Nur 3 Einwohner blieben am Leben, die sich nach der Epidemie wieder in den Ort wagten. An diese Zeit erinnert der Choleraberg, später Choraberg bzw. Chorberg genannt. (&amp;quot;Unsere Heimat&amp;quot; Nr.5 vom 01.02.1936) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Lerchenberg ===&lt;br /&gt;
An der Hohen Straße von der Seidau in Richtung Bloaschütz südlich des Chorberges gelegen, ist der Lerchenberg 238,8 m hoch. Beim Bau der Autobahn 1937 sind Funde aus ur-u. frühgeschichtlichen Zeiten gefunden worden. Auf dem Osthang lagen die Gräber der Jungsteinzeit, die der &amp;quot;Schnurkeramischen Kultur&amp;quot; angehöretn (1800 J. v.u.Z.). Neben Keramik fand man auch steinzeitliche Brandgruben. Gleichzeitig mit den &amp;quot;Schnurkeramikern&amp;quot; scheine auf dieser Fundstelle auch die Menschen der &amp;quot;Aunjetitzer Kultur&amp;quot; ihre Toten dort bestattet zu haben. Auf dem Westteil lagen Buckelurnengräber, Brandgruben und Steinsetzungen sowie Siedlungsstelllen der Leute der Lausitzer Kultur (1100 J. v.u.Z.), die bis in die Endstufe der Billendorfer Kultur (400 J. v.u.Z.) reichen. Letztere lagen in der östlichen Mitte. Am Südrand befanden sich Gräber der Völkerwanderungszeit und im Westen Siedlungsfunde, die man den Burgundern zuordnet. (Dipl.-Phil. L. Oberhofer: &amp;quot;Jahrtausende zurück ...&amp;quot; Bautzener Kulturschau 7/1963)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hohe Straße ===&lt;br /&gt;
Eine der wichtigsten von West nach Ost führenden Fernstraßen des Mittelalters, die &amp;quot;Hohe Straße&amp;quot;, auch &amp;quot;antiqua strata&amp;quot;, &amp;quot;strata regia Lusatica&amp;quot;, später auch via regia (königlicher Weg) genannt, zieht von Krakau über Breslau kommend durch den Südteil der Gemarkung Salzenforst über Kamenz und Königsbrück weiter nach Leipzig und Halle. In der Seidau, im Schutz der Burg, überquert eine Furt die Spree, welche bereits in slawischer Zeit benutzt wurde. Die Blütezeit der Straße war im 15. und 16. Jahrhundert. Der Ausbau des sächsischen Straßennetzes nach den Befreiungskriegen 1813-1815 bewirkte die endgültige Verödung dieser alten Verbindung. Heute ist sie zu einem Feldweg herabgesunken und bis auf wenige Reste verschwunden. Vom Pflegeheim-Friedhof bis zur Töpferschenke in Bloaschütz sind diese noch vorhanden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Ortschronologie&amp;diff=917</id>
		<title>Ortschronologie</title>
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		<updated>2025-11-26T13:17:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Ortsentstehung / Namensgebung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Das Dorf Salzenforst ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Auf dem Höhenzug 4km westlich von Bautzen entfernt  liegt  der von BLASCHKE als erweitertes Straßenangerdorf bezeichnete Ort Salzenforst; hart jenseits der Wasserscheide Spree - Schwarzwasser. Der alte Siedlungskern scheint am Nordausgang um eine Wegspinne mit einem Teich und einem steinernen sorbischen Betkreuz zu liegen. Am Westrand des Angers bilden stattliche Dreiseithöfe eine geschlosene Gruppe. Andere verteilen sich aufgelockert gegenüber bis zum Chorberg. Verheerende Dorfbrände, vor allem 1801 und 18012 haben die Altbauten vernichtet. Das Bauerndorf war infolge der vielen Sandflächen einst auf Weidewirtschaft orientiert. Nach Vorschrift des Grundherrn von 1600 durften der Großbauer 60, der Mittelbauer 50, der Kleinbauer 30 und der Gärtner 20 Schafe halten. 1762 baute man 110 Scheffel (1 alter Bautzener Scheffel entspricht 109,09 Liter) Korn, 16 Scheffel Weizen, 62 Scheffel Gerste, 58 Scheffel Hafer und 3,5 Scheffel Erbsen an 1810 wurden 8 Pferde, 10 Ochsen, 40 Kühe, 7 Kalben und 100 Schafe gehalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zugehörigkeit ===&lt;br /&gt;
1619 verpfändete das Domkapitel den Ort für 700 Taler an Adolph von Gersdorff auf Rattwitz. Wegen harter Bedrückung durch den Rattwitzer Feudalherren Wolf von Maxen konnten die Einwohner 1672 unter die Jurisdiktion des Domstiftes zurückkehren, indem sie dem Rattwitzer Herrn selbst die 700 Taler zurückzahlten. Wegen dieser Zugehörigkeit blieb es im Gegensatz zu den Dörfern ringsum vorwiegend katholisch, worauf verschiedene Andachtskreuze hindeuten. (Quelle: Th. Schütze: Um Bautzen und Schirgiswalde 1967) 1725 kehrten die Salzenforster wieder freiwillig &amp;quot;ins Capittel&amp;quot; zurück (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 3/1977). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1842 wurde die Erbuntertänigkeit in Sachsen aufgehoben und somit erhielt der Ort den Charakter einer selbständigen politischen Gemeinde (J. Schneider: 600 Jahre salzenforst, BZ KS 8/1959)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortschronik von Karl Pietsch aus Temritz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anfertigung von Ortschroniken beruhte auf einer &amp;quot;Anordnung über die Führung von Ortschroniken vom  16. März 1955&amp;quot; vom Ministerium des Innern. &amp;quot;Es sei notwendig, die Jahre der Vorbereitung, Gründung und Festigung der Republik zu erforschen und zu popularisieren. Konkret kommt es darauf an, wie sich das Leben in jedem Ort nach 1945 entwickelt hat und wie der Sieg des Sozialismus sich durchsetzt. So beschäftigten sich von den 90 Gemeinden im Kreis nur 20 mit diesem Problem, wovon lediglich in 5 Gemeinden an einer Chronik geschrieben wird&amp;quot; (Klaus Petters: Bautzener Kulturschau 08/1960). Eine dieser vorbildlichen Gemeinden war Salzenforst/Bolbritz.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winter 1958 besuchte die Bürgermeisterin Frl. Elisabeth Paulusch den Gemeindeverordneten K. Pietsch in Temritz und betraute ihn mit der Aufgabe, eine Ortschronik zu schreiben. Am 03. Januar 1960 war es soweit. Nach umfangreichen Recherchen schrieb er die Chronik der Gemeinde Salzenforst mit den Ortsteilen Schmochtitz, Ober-u. Niederuhna, Löschau und Temritz in Reinschrift nieder.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ortschronik von Karl Pietsch aus Temritz (geb. am 17.06.1891 in Finkendorf/Sudetenland)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ortschronik von Salzenforst befindet sich seit 2024 im Stadtarchiv Bautzen und ist im Internet über &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[https://www.archivverbund-bautzen.findbuch.net/php/main.php#3634333037y20! https://www.archivverbund-bautzen.findbuch.net/php/main.php#3634333037y20!]&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abrufbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsentstehung / Namensgebung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Salzenforst Namen.jpg|mini|547x547px|Namen des Ortes im Verlauf der Zeit (Gedenkstein zur 650-Jahrfeier)]]&lt;br /&gt;
Einem Artikel aus &amp;quot;Unserer Heimat&amp;quot; Nr.5 vom 01.02.1936 ist zu entnehmen, daß man nördlich von Salzenforst, nach Uhna zu, ein Urnengrab mit einem in der Asche befindlichen menschlichen Zahn fand, der von kundiger Seite auf ungefähr 200 Jahre geschätzt wurde. Dies ist ein Zeuge menschlicher Ansiedlung lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet folgendes :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1359&#039;&#039;&#039; wird &#039;&#039;&#039;Salczforst&#039;&#039;&#039; , sorbisch &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Slona Borsc&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;, in Verbindung zur Einrichtung der Kapelle auf der Ortenburg zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der Name des Dorfes hat sich über die Jahrhunderte verändert. Die Deutung des Namens Salzenforst ist unter Sprachforschern umstritten (Chr. S.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Dr. Arnost Muka ist &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Borsc&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; altsorbisch und bedeutet soviel wie &amp;quot;Kiefernrodung/Lichtung&amp;quot;; wogegen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Slonna&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; etwa sonnig, verdecken, beschützen bedeutet. Demzufolge wäre die Übersetzung für Salzenforst &amp;quot;sonnige/beschützende Kiefernrodung&amp;quot; (Chr. S.7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Dr. W. Frenzel jedoch ist Salzenforst deutschen Ursprungs und der Name wurde ins sorbische übersetzt (Chr. S.21). Danach hätte der Name seinen Ursprung in einem westlich von Bautzen liegenden Forst und der sich dadurch ziehenden &amp;quot;Salzstraße&amp;quot; (Chr. S.20-25).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Herrmann widerspricht der Auffassung von Dr. Frenzel und favorisiert die These, dass der Name aus dem slawischen stammt und soviel wie &amp;quot;sonniger Kiefernwald&amp;quot; bedeutet (Chr. S.25-28).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jan Meschgang aus Cannewitz ist jedoch anderer Ansicht als die Doktoren Muka, Hermann und Frenzel. Salzenforst hat weder etwas mit sonning noch mit Salz zu tun. So bedeutet &amp;quot;slonic&amp;quot; bzw. &amp;quot;zaslonic&amp;quot; beschützen. Die deutsche Übersetzung des Ortsnamens aus dem sorbischen wäre demnach einfach &amp;quot;Schutzforst&amp;quot;. Warum? Den Grodbezirk Budusin umgab im Norden und Westen ein schützender Grenzwald, dessen Reste sich in mehreren Ortsnamen erhalten haben: Kronförstchen, Salzenforst, Kleinförstchen, Oberförstchen, Schlungwitz (Slonkecy). In der Frühzeit teilte er die altsorbischen Grodbezirke und Burgwarde (Radibor), Loga, Göda, Seitschen von Bautzen. (J. Meschgang: &amp;quot;Was bedeutet der Name Salzenforst&amp;quot; Bautzener Kulturschau 11/1959)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwohner ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwohnerzahl des Ortes betrug in den Jahren:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1770 - 9 Bauern, 2 Wirtschaftsbesitzer und 15 Häusler (Bautzener KS 8/1959)        - 9 Bauern, 2 Gärtner, 11 Häusler (BZ KS 3/1977)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1777 - 9 besessene Mannen, 15 Häusler                                                                   - 9 Bauern, 2 Wirtschaftsbesitzer und 15 Häusler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 - 161 Einwohner, davon 71 Katholiken (44%) (wikipedia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 - 148 gläubige Einwohner; 86 evangelische; 62 katholische&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 191 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1875 - 199 Einwohner; 173 Sorben und 26 Deutsche, 36 Hausnummern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1880 - 214 Einwohner; 167 Sorben und 33 Deutsche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1885 - 180 Sorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1886 - 215 Deutsche; 164 evangelische, 41 katholische, 8 apostolische und 2 &amp;quot;ganze&amp;quot; deutscheUnterhaltung,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 210 Einwohner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900 - 152 Sorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 - 190 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 - 221 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933- 212 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 - 234 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 - 249 vorwiegend sorbische Einwohner (Th. Schütze: Um Bautzen und Umgebung 1967)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950 - 286 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 - 240 Einwohner; 40 Hausnummern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: Ortschronik Salzenforst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2008 - 317 Einwohner (Sächsische Zeitung vom 15.01.2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 291 Einwohner (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Entstehung der Gemeinde Salzenforst/Bolbritz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stempel der Gemeinde.jpg|mini|205x205px|Stempel der Gemeinde Salzenforst/Bolbritz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindung der Ortsteile ===&lt;br /&gt;
Salzenforst ist von jeher eine eigenständige Gemeinde. Die vorher selbstständige Gemeinde Schmochtitz mit den seit 1936 zugehörigen Dörfern Oberuhna und Löschau sowie Niederuhna wurde im Jahre &#039;&#039;&#039;1948&#039;&#039;&#039; nach Salzenforst eingemeindet. Das Dorf Temritz wurde am &#039;&#039;&#039;01.07.1950&#039;&#039;&#039; eingemeindet; ab 1936 zu Kleinwelka gehörend, davor selbstständig (s.Chr. S.163). Bis &#039;&#039;&#039;1969&#039;&#039;&#039; war Bolbritz eine eigenständige Landgemeinde mit den Ortsteilen Bloaschütz, Neu-Bloaschütz, Döberkitz und Jannowitz. Dann wurden die Gemeinden Bolbritz und Salzenforst zu Salzenforst-Bolbritz vereinigt. Jannowitz und Neu-Bloaschütz dagegen wurden der Gemeinde Göda angegliedert.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salzenforst/Bolbritz existierte vom &#039;&#039;&#039;01.07.1969&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;bis zum 31.12.1993&#039;&#039;&#039;. Die Gemeindevertretung bestand in dieser Zeit aus 14 Abgeordneten. Bis zur Kommunalwahl im Juni 1994 wird ein Ortschaftsrat, bestehend aus 5 Mitgliedern, benannt.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zugehörigkeit zu Kleinwelka ====&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Salzenforst/Bolbritz mit den 9 Ortsteilen Bloachütz, Bolbritz, Döberkitz, Löschau, Niederuhna, Oberuhna, Salzenforst, Schmochtitz und Temritz wurde am &#039;&#039;&#039;01.01.1994&#039;&#039;&#039; nach Kleinwelka eingegliedert und gehörte dieser bis zum &#039;&#039;&#039;31.12.1998&#039;&#039;&#039; an. Der Bürgermeister von Kleinwelka war zu diesem Zeitpunkt Volker Lehmann.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zugehörigkeit zu Bautzen ====&lt;br /&gt;
Lt. Vertrag vom 18.10.1998 wurde die Gemeinde Kleinwelka am &#039;&#039;&#039;01.01.1999&#039;&#039;&#039; der Stadt Bautzen eingegliedert. Bürgermeister von Bautzen war Christian Schramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Ortschaftsrat =====&lt;br /&gt;
Seit der Eingemeindung werden die Interessen der Einwohner vom neu gegründeten Ortschaftsrat wahrgenommen. Die Aufgaben der Ortschaftsräte regelt die Sächsische Gemeindeverordnung. Entsprechend der vom Stadtrat bereitgestellten Mittel kann der Ortschaftsrat u.a. in folgenden Angelegenheiten entscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Unterhaltung, Ausstattung und benutzung der in der Ortschaft gelegenen öffentlichen Einrichtungen.&lt;br /&gt;
* Unterhaltung und Instandsetzung von Straßen, Wegen und Plätzen&lt;br /&gt;
* Pflege des Ortsbildes&lt;br /&gt;
* Förderung von Vereinen und Verbänden sowie von Veranstaltungen der Heimatpflege und des Brauchtums&lt;br /&gt;
* Information, Dokumentation und Repräsentation in Ortschaftsratsangelegenheiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Ortschaftsrat ist zu wichtigen Angelegenheiten der Kommune, die die Ortschaft betreffen, zu hören. Er hat ein Vorschlagsrecht zu allen Angelegenheiten, die die Ortschaft betreffen. (Rat der Stadt Bautzen: &amp;quot;Was Sie vielleicht fragen wollten/Stichwortkatalog zur Eingemeindung&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Zwangseingemeindung?! =====&lt;br /&gt;
Gemeinderat Zschieppang veröffentlicht dazu in den Gemeinderat-Nachrichten vom 20.02.1998 folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Entwurf zur Gemeindegebietsreform von 1997 sah vor, daß die Gemeinde Salzenforst/Bolbritz mit Göda und Radibor zusammengeht und eine Drittellösung bei der Entschuldung des Gewerbegebietes anstrebt. Leider war das Konzept von diesen Gemeinden nicht mehr tragbar, da sich die finanzielle Situation in Kleinwelka weiter zugespitzt hatte. So war eine weitgehende Eingemeindung nach Bautzen unvermeidbar. Zur finanziell angespannten Lage in Kleinwelka hatten vor allem 3 Schwerpunkte geführt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# 1995 mußte auf Weisung des Landratsamtes ein Kredit von 7,5 Mio. DM (Landkauf für den Industrie-/Gewerbepark) in den Haushalt der Gemeinde Kleinwelka aufgenommen werden&lt;br /&gt;
# Bereits von 1991 bis 1994 wurden in der Gemeinde Kleinwelka Kredite in Höhe von 6 Mio. DM für Abwasser, Straßen etc. aufgenommen ohne Refinzanzierung der Anschlußbeiträge. In Verbindung mit der schlechten Arbeitsweise der Gemeindeverwaltuzng wuchs der Schuldenberg auf über 10 Mio. DM an.&lt;br /&gt;
# Mangelnde Aufsichtspflicht des Landratsamtes Bautzen (LRA), da jeder Kredit von der Rechtsaufsicht des LRA genehmigt werden mußte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreistag bewilligte am 22.12.1997 1 Mio. DM für die Entschuldung des Gewerbegebietes mit der Maßgabe, daß die Gemeinde Kleinwelka nach Bautzen eingemeindet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Bürgermeister von Kleinwelka sprach der Gemeinderat im Sommer 1997 sein Mißfallen aus und lehnte eine weitere Zusammenarbeit ab! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Straßennamen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hausnummern Safo 1999 1a.jpg|mini|803x803px|Straßen-u. Hausnummernumbenennung 1999]]&lt;br /&gt;
Die Eingemeindung nach Bautzen machte auch die Neuordnung der Straßennamen erforderlich. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es keine Straßennamen, sondern lediglich Hausnummern. Die neuen Anschriften traten zum 01.07.1999 in Kraft. Die geänderten Hausnummern konnten kostenfrei bei der Stadtverwaltung bestellt werden. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hausnummern Safo 1999 2a.jpg|mini|910x910px|Straßen-u. Hausnummernumbenennung 1999]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hausnummern Safo 1999 2b.jpg|mini|357x357px|Straßen-u. Hausnummernumbenennung 1999]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Postleitzahl ====&lt;br /&gt;
Auch die Postleitzahl der Gemeinde änderte sich im Lauf der Zeit: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der DDR war die PLZ: &#039;&#039;&#039;8601&#039;&#039;&#039;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Bundesrepublik Deutschland und der &amp;lt;abbr&amp;gt;DDR&amp;lt;/abbr&amp;gt; gab es bis 1993 zwei getrennte vierstellige Postleitsysteme. Die Wiedervereinigung 1990 hatte zur Folge, dass in den beiden Postleitsystemen rund 800 Dopplungen auftraten. So kam es, dass &amp;lt;abbr&amp;gt;z. B.&amp;lt;/abbr&amp;gt; Bonn und Weimar – oder auch Hannover und Magdeburg – die gleichen Postleitzahlen besaßen. Bis zu der Reform wurden den Ziffern ein „W“ für West oder ein „O“ für Ost vorangestellt, um die Orte auseinander halten zu können (bundesarchiv.de).    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So mußte zwischen 1990 unf 1993 ein O (für Ostdeutschland) vor die PLZ geschrieben werden, also &#039;&#039;&#039;O-8601&#039;&#039;&#039;.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem neuen fünfstelligen System handelt es sich um ein reines Zahlensystem, welches aus fünf Ziffern besteht. Die ersten beiden Ziffern stehen für die genaue geografische Zuordnung. Die dritte bis fünfte Ziffer zeigt an, wo der Empfänger lebt und ob es sich um einen Großkunden oder ein Postfach handelt. Die vierstelligen Postleitzahlen wurden ab dem 1. Juli 1993 ungültig (bundesarchiv.de).    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 01. Juli 1993 war die neue PLZ für die Gemeinde Salzenforst: &#039;&#039;&#039;02627&#039;&#039;&#039; und ab dem 01.07.1999: &#039;&#039;&#039;02625&#039;&#039;&#039; Bautzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einwohnermeldestelle ====&lt;br /&gt;
Mit der Stadtverwaltung von Bautzen wurde am 27.06.1991 eine Vereinbarung zur Mitbenutzung der Einwohnermelde-u. Paßabteilung unterzeichnet.  Die Gemeindeverwaltung beteiligt sich an den Kosten entsprechend ihrer Einwohnerzahl. Folgende Aufgaben werden von der Behörde übernommen: Einwohnermeldeangelegenheiten, Ausweis-u. Paßangelegenheiten, Lohnsteuerangelegenheiten, Wohn-u. Zivildienstüberwachung, Beglaubigungen, Wählerverzeichnisse und Briefwahlunterlagen. (Quelle: &amp;quot;Vereinbarung zur Mitbenutzung der Meldestelle Bautzen vom 27.06.1991&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Chorberg ===&lt;br /&gt;
Der Chorberg (Hausberg der Salzenforster) überragt mit seinen 267,4m das umliegende Gefilde um fast 60m. Er ist die höchste Erhebung eines Endmoränenhügelzuges , wozu auch der Hussitenberg bei Bloaschütz, der Hennersberg bei Neubloaschütz, der Windmühlenberg bei Oberförstchen und die Wiwalze von Temritz gehören. Der Chorberg wurde 1780 als &#039;&#039;Tcorberg&#039;&#039; bezeichnet (tchor - Iltis). Die Chronik von Kleinwelka 1813 erwähnt den Berg als Kreuzberg (Th. Schütze: Um Bautzen und Schirgiswalde&amp;quot; 1967). 1841 wurde von Bischof Mauermann ein 2,5m hohes eisernes Kruzifix auf einem 1,5m hohen steinernen Sockel errichtet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehenswürdigkeiten am Chorberg sind das &#039;&#039;&amp;quot;Denkmal für die Opfer des Faschismus&amp;quot;, das &amp;quot;Kriegerdenkmal des I.WK&amp;quot; und der &amp;quot;Trigonometrische Meßpunkt&#039;&#039;&amp;quot; (s. dort)&#039;&#039;.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 7-jährigen Krieg am 07.07.1760 lieferten sich am Osthang des Chorberges Österreicher und Preußen ein schweres Gefecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Lerchenberg ===&lt;br /&gt;
An der Hohen Straße von der Seidau in Richtung Bloaschütz südlich des Chorberges gelegen, ist der Lerchenberg 238,8 m hoch. Beim Bau der Autobahn 1937 sind Funde aus ur-u. frühgeschichtlichen Zeiten gefunden worden. Auf dem Osthang lagen die Gräber der Jungsteinzeit, die der &amp;quot;Schnurkeramischen Kultur&amp;quot; angehöretn (1800 J. v.u.Z.). Neben Keramik fand man auch steinzeitliche Brandgruben. Gleichzeitig mit den &amp;quot;Schnurkeramikern&amp;quot; scheine auf dieser Fundstelle auch die Menschen der &amp;quot;Aunjetitzer Kultur&amp;quot; ihre Toten dort bestattet zu haben. Auf dem Westteil lagen Buckelurnengräber, Brandgruben und Steinsetzungen sowie Siedlungsstelllen der Leute der Lausitzer Kultur (1100 J. v.u.Z.), die bis in die Endstufe der Billendorfer Kultur (400 J. v.u.Z.) reichen. Letztere lagen in der östlichen Mitte. Am Südrand befanden sich Gräber der Völkerwanderungszeit und im Westen Siedlungsfunde, die man den Burgundern zuordnet. (Dipl.-Phil. L. Oberhofer: &amp;quot;Jahrtausende zurück ...&amp;quot; Bautzener Kulturschau 7/1963)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hohe Straße ===&lt;br /&gt;
Eine der wichtigsten von West nach Ost führenden Fernstraßen des Mittelalters, die &amp;quot;Hohe Straße&amp;quot;, auch &amp;quot;antiqua strata&amp;quot;, &amp;quot;strata regia Lusatica&amp;quot;, später auch via regia (königlicher Weg) genannt, zieht von Krakau über Breslau kommend durch den Südteil der Gemarkung Salzenforst über Kamenz und Königsbrück weiter nach Leipzig und Halle. In der Seidau, im Schutz der Burg, überquert eine Furt die Spree, welche bereits in slawischer Zeit benutzt wurde. Die Blütezeit der Straße war im 15. und 16. Jahrhundert. Der Ausbau des sächsischen Straßennetzes nach den Befreiungskriegen 1813-1815 bewirkte die endgültige Verödung dieser alten Verbindung. Heute ist sie zu einem Feldweg herabgesunken und bis auf wenige Reste verschwunden. Vom Pflegeheim-Friedhof bis zur Töpferschenke in Bloaschütz sind diese noch vorhanden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Geschichtsereignisse&amp;diff=916</id>
		<title>Geschichtsereignisse</title>
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		<updated>2025-11-26T10:52:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Napoleon in Salzenforst */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Brände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfbrand am 19. April 1801 ===&lt;br /&gt;
An diesem Tag brach beim Bauer Lukas ein Feuer aus und legte 5 Bauerngüter und 8 Häuslernahrungen in Schutt und Asche. Die Brandversicherung, die in Sachsen bereits 1770 eingeführt worden war, hatte noch nicht überall Eingang gefunden. 1777 hatte die sächsische Regierung dann eine sogenannte &amp;quot;Feuerordnung&amp;quot; erlassen, nach der sich die Bewohner richten mußten, sowohl bei der Erbauung neuer Häuser wie auch sonst. Den Abgebrannten wurde, wie zu der damaligen Zeit üblich, durch freiwillige Sammlungen geholfen. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuersbrunst am 10.Mai 1812 ===&lt;br /&gt;
In den &amp;quot;Budissiner Nachrichten&amp;quot; vom 16.05.1812 ist folgendes zu lesen: &amp;quot;In der Mittagsstunde des vorigen Sonntags (10.Mai), brach zu Salzenforst, während die meisten Bewohner zur Messe in Bautzen waren, ein plötzliches Feuer aus, welches, vom Winde schnell verbreitet, ungeachtet der Anstrengungen der Hilfeleistenden, binnen anderthalb Stunden 5 Bauernhöfe, 2 Gärtner- und 5 Häusleranwesen vollständig und von 2 Bauernhöfen die Wirtschaftsgebäude in Asche verwandelte. Ein gebrechlicher Auszügler, der noch zu retten versuchte, wurde dabei vom Feuer heftig beschädigt. Es verbrannten ferner 3 Pferde, 2 Kühe, 3 Kälber, 5 Schweine, 1 Hund und 84 Stück Schafvieh, viele Wagen, fast alle Ackergerätschaften, 354 Scheffel Getreide und Feldfrüchte, alle Futtervorräte sowie das Hausgeräte, die Betten und Kleider der meisten Verunglückten, sodaß mehrere nichts als die Kleider, in welcher sie aus der Kirche kamen, gegenwärtig besitzen. Acht der Abgebrannten erfuhren dieses Unglück zum zweitenmal. Mit Schulden, die sie bei dem wenig dankbaren Boden der Gegend und dem Drucke der Zeit bisher nicht abzutragen vermochten, hatten sie wieder aufgebaut und sind jetzt, da sie unglücklicherweise ihre Grundstücke, gleich den Übrigen, weit unter dem Werte versichern lassen, ohne ausreichende Mittel, von Neuem zu bauen. Bei diesem großen Elende der meisten Verunglückten können wir, so oft auch in gegenwärtigen Zeiten die Wohltätigkeit in Anspruch genommen wird, doch nicht umhin, edle Menschenfreunde un Unterstützung zu bitten, fest überzeugt, daß keiner, der es vermag, eine Beisteuer zur Linderung des Mangels dieser schuldlos Verarmten versagen werde. Schon sind von mehreren Herrschaften und Gemeinden Beiträge eingelangt. Der Bauer Hennig zu Salzenforst wird, unter Zuziehung der dortigen Gerichten die Natural- und unsere Kanzlei die Geldbeiträge, welche ferner eingehen dürften, annehmen, letzte auch, nebst uns, für gewissenhafte unparteiische Verteilung die möglichste Sorge tragen, und das Empfangene in diesen Blättern dankbar anzeigen. Möchte ein gesegneter Erfolg unsre Bitte begleiten!&amp;quot;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;Sorbische Denkmale&amp;quot; von Trudla Malinkowa wird berichtet, daß das Wohnhaus von Johann Seiler (Nr.14), dem Vater von Handrij Zejler, bei dem Brand zerstört und danach neu errichtet worden ist.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachricht vom Brand sprach sich schnell herum und aus den Nachbardörfern Bolbritz, Stiebitz, Kleinwelka, Seidau, Uhna, Teichnitz und Schmochtitz kamen die Helfer mit ihren Feuerspritzen, die man seit einigen Jahrzehnten angeschaft hatte, zum Brandherd. Sogar aus Bischofswerda, Neschwitz und dem Klöster St. Marienstern war Hilfe gekommen. Sogar die &amp;quot;Feuerkompagnie&amp;quot; aus Bautzen eilte herbei. Doch das Löschwasser reichte nicht, da der Dorfteich alsbald erschöpft war. Die meisten Betroffenen hatten von der Oberlausitzer Brandversicherung keinen rechten Gebrauch gemacht und ihre Anwesen nicht hoch genug versichert. 1820 waren jedoch alle Gehöfte bis auf eins wieder aufgebaut. So wird berichtet, daß der Schmied die Hilfsmaßnahmen geleitet hatte. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfzerstörung vom 23.-25. April 1945 ===&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von 16 vollständig und 21 teilweise zerstörten Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Napoleon 1813 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleon in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleon.jpg|mini|Abb.: Postkarte mit dem Bildnis Napoleons]]&lt;br /&gt;
Während des Rückzuges der &amp;quot;Verbündeten&amp;quot; und dem Nachrücken Napoleons hatten die meisten Bewohner ihre Häuser verlassen und sind in die Wälder an der böhmischen Grenze geflüchtet. Vor und während der Schlacht bei Bautzen, welche am 21.Mai 1813 stattfand, hatte Napoleon seinen Beobachtungsposten in Salzenforst bei Kettan im Haus Nr. 1 eingerichtet. Der Chorberg gewährte ihm einen umfassenden Überblick auf die gegnerischen Trupen. Die bevorzugte Lage der Anhöhe veranlaßte Napoleon auch, seine Kanzlei in das Wohnzimmer der Kettanschen Wirtschaft zu verlegen. Sein Hauptquartier dagegen bezog er in Kleinförstchen. Als am Abend des 18.05.1813 heftiger Kanonendonner von Königswartha einsetzte, begab sich Napoleon wieder von Kleinförstchen nach der Salzenforster Höhe und von da nach seinen linken Flügel bei Kleinwelka, wo er Erkundigungen einzog. Erst  gegen Mitternacht kehrte er über Salzenforst nach Kleinförstchen zurück. (Heimatklänge Nr.26 vom 27.06.1931) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Tage führte der Hausbesitzer Juri (Georg) Kettan den Kaiser der Franzosen,  Napoleon Bonaparte, und seine Offiziere auf den Chorberg und erklärte die umliegenden Ortschaften (Chr. S. 14). Bereits am 15.05.1813 beschossen die Franzosen vom Chorberg mit Kanonen die Preußen bei Lubachau (Chr. S.16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird berichtet, daß Kettan, Juri stotterte und im Beisein der Franzosen nur auf der Ofenbank sitzen durfte. Ein gewisser Löschau aus Salzenforst hat die Franzosen im Mai 1813 durch die Spree geführt und ist nicht wieder heimgekehrt. (s. Chr. S. 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L. Oberhofer berichtet in &amp;quot;Geschichte der Stadt Bautzen&amp;quot; von 1963, daß es eine Napoleonsstube in Salzenforst gab; vermutlich in Haus Nr.1. Am 19.05.1813 ritt der Kaiser auf den Windmühlenberg bei Loga und die Wiwalze, um Beobachtungen anzustellen. Auf einer Felsenkuppe bei Stiebitz entwarf er seinen Angriffsplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichtlicher Hintergrund aus dem Buch von Ralf Schramm: „Der 19.Mai 1813 und seine Ursachen“: ====&lt;br /&gt;
Das XI. Korps der französischen Armee unter Marschall Macdonald marschierte am 15.05.1813 bis auf die Höhen von Klein-u. Oberförstchen, von wo aus er die verbündeten Armeen der Preußen und Russen sehen konnte, die vereint östlich der Spree hinter Bautzen stehen. Am Abend besetzte das Korps die Anhöhen von Gaußig bis Kleinwelka (S.42). Am 17.05. gegen 6Uhr abends unternahm Macdonald mit einem Teil des XI. Korps eine Erkennung, was eine Kanonade von beiden Seiten veranlaßte (S.46). Gegen Mittag des 18.05. verließ Napoleon Dresden und traf mit dem größten Teil der Garde in Hartha ein (S.54).  Am 19.05. stand das XI. Korps unter Marschall Macdonald vor Bautzen, das VI. Korps unter Marschall Marmont stand links von ihm, dem Dorf Nimschütz gegenüber. Den linken Flügel bildete das IV: Korps unter General Bertrand. Er schloß sich nördlich des IV. Korps an und lehnte an Kleinwelka. Die Garden und das I. Kavalleriekorps unter Latour-Maubourg stellten sich als Reserve zwischen Göda und Kleinförstchen zu beiden Seiten der Straße, die von Dresden nach Bautzen führt, auf. Am frühen Morgen des 19.05. verließ Napoleon Großharthau und nahm sein Hauptquartier in Kleinförstchen (S.57).&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto 1.jpg|mini|Napoleon bei Bautzen in der Nacht vom 20. zum 21. Mai 1813 (Paul Gavarni 1836)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleonmuseum-Gemaeldeecke.jpg|mini|Napoleon mit Gräfin Auguste Charlotte am Sonnentempel in Schmochtitz (Napoleonmuseum Georgewitz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Temritz ====&lt;br /&gt;
1813: von den Russischen Truppen wurde das Koban&#039;sche Gut in Temritz in Brand gesteckt und eingeäschert. In der Chronik S.189ff. wird die Requirierung des Lehmann&#039;schen Gutes in Temritz beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
Napoleon hatte ein intimes Verhältnis mit der Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge, Rittergutsbesitzerin von Schmochtitz. Die Gräfin verbrachte die 4 Jahre von 1809 -1812 in Paris (Franz Triebs: &amp;quot;Franzosengrab&amp;quot; 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (Chr. S.308-309). Zeugnis davon ist ein Gemälde, welches beide im Sonnentempel von Schmochtitz darstellt. Napoleon ritt mit einem Offizier vom Hauptquartier in Kleinförstchen nach Schmochtitz. Als sich die Tür für den Kaiser öffnete, blieb der Offizier bei den Pferden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräfinn verehrte Napoleon sehr. Während der Verbannung Napoleons auf der Insel Elba besuchte sie ihn. Sie sagte zu ihm: &amp;quot;Sie sind jetzt ein Privatmann. Ich werde Sie freikaufen&amp;quot;. &amp;quot;Nein&amp;quot; erwiderte der Kaiser, &amp;quot;dafür reicht Ihr Vermögen nicht. Ich danke Ihnen.&amp;quot; (E.  Klausnitzer: Bautzener Kulturschau 3/1980) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Weltkrieg, Kampf um Bautzen 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Offensive ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in und um Bautzen begannen am 16. April 1945 mit dem Angriff der 1. ukrainischen Front und der 2. polnischen Armee über die Neiße bei Rothenburg in Richtung Dresden. Am 18. April begann der Angriff auf Bautzen. Im Norden von der 26. mech. Gardebrigade, im Osten von der 24. mech. Gardebrigade und im Süden von der 25. mech. Gardebrigade gemeinsam mit der 57. Panzerbrigade umringt, drangen am 19.04. sowjetische Truppen in Bautzen ein. Ebenfalls am 19. April erreichte die nördlich von Bautzen in Richtung Großdubrau-Radibor vorrückende 3. Panzerbrigade des 1. polnischen Panzerkorps die Gemeinden Bolbritz und Salzenforst. Sie hatte das Ziel, die Autobahn Richtung Dresden bei Döbschke zu unterbrechen. Am 23. April begann der Gegenangriff der Deutschen zur Befreiung des von den Russen eingeschlossenen Bautzen. Daran beteiligt waren ein Fallschirmpanzerkorps und die dazugezogene Fallschirmpanzerdivision 1 &amp;quot;Hermann Göring&amp;quot;. In Bautzen standen dem Kampfkommandanten Oberst Hoepke etwa 3000 Mann zur Verfügung. Dazu gehörten etwa 200 Mann der SS-Division &amp;quot;Frundsberg&amp;quot;, Volkssturmbataillone, Flakabteilungen, Landesschützen, eine Bewährungskompanie der 4. Panzerarmee und Reste des Grenadierregimentes 1244. Oberst Hoepke ließ am 20. April die Kronprinzenbrücke und in der Seidau die Spreebrücke sprengen.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampfhandlungen in und um Salzenforst vom 23.04-26.04.1945 ===&lt;br /&gt;
In der stockdunklen, naßkalten und regnerischen Nacht vom 23. zum 24.04. wurde die 2. polnische Panzerbrigade von Malschwitz und Niedergurig nach Salzenforst verlegt. Am 24.04. führte diese Brigade einen Gegenangriff mit 2 Panzerbataillonen und 1 Infanteriebataillon aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polnischen Panzer hatten deutsche Einheiten von der Autobahn westlich von Bautzen vertrieben und den Humboldthain südöstlich von Stiebitz erreicht. Dabei hatte das II. Bataillon des Fallschirmpanzer-Grenadierregimentes I „HG“ an der Ziegelei Dreistern und bei Oberförstchen erhebliche Verluste erlitten. Grenadiere dieses II. Bataillons führten bis zur Dämmerung ein stundenlanges, heftiges Gefecht mit einer Einheit des 929. Schützenregimentes um das Umspannwerk Rattwitz, das sie mit hohen Verlusten einnahmen. Gepanzerte Kräfte wurden an diesem Tag aus Bautzen herausgezogen. Dazu gehörte die Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“, die vor Bloaschütz konzentriert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angriff wurde  am 24.04. 12 Uhr abgebrochen und die 2. polnische Panzerbrigade musste auf Salzenforst und Bolbritz zurückgehen, als deutsche Truppen über Oberförstchen und Bloaschütz zur Umfassung ansetzten, um westlich Salzenforst durchzubrechen und somit die polnische Gruppierung bei Groß-u. Kleinwelka bedrohten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gruben sich am Rand der Ortschaften Salzenforst und Bolbritz mit der Front nach Süden ein. Der Druck der Deutschen nahm stündlich zu. Auf Grund des Treibstoffmangels war die 2. polnische Panzerbrigade unter dem Feuerschutz der Artillerie gezwungen, auf die Ortschaften Schmochtitz und Strohschütz zurückzugehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr.png|mini|605x605px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwäche der 2. poln. Armee erkennend, greift am 25.04. die FschPzDiv 1 „HG“ gegen 13 Uhr aus Richtung Nordwesten auf Teichnitz und Kleinwelka an. Gegen 14 Uhr wurde durch das II. Bataillon des FschGrR 2 „HG“ der Ort Temritz eingenommen. Am Nachmittag erfolgte ein Flankenmanöver der Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“ über Bolbritz und Salzenforst. Die Front der polnischen Truppen wurde aufgerollt und Kleinwelka eingenommen. Am 25. Und 26.04. kommt es in und um Kleinwelka zu schweren Kämpfen mit dem 1. Poln. Panzerkorps. Die polnischen Truppen flohen nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salzenforst wurde am 25.04. von den deutschen Truppen besetzt. Wie Dr. J. Ziesche schreibt, erschossen Angehörige der Panzergrenadierdivision &amp;quot;Brandenburg&amp;quot; sowjetische und polnische Verwundete im Haus Nr.34, wo die Polen ein kleines Lazarett eingerichtet hatten. Die Angaben der Getöteten schwanken zwischen 9 und 14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26./27.04. wurde die 9. Poln. Infanteriedivision im Raum Panschwitz-Kuckau zerschlagen, woran auch Ukrainer der Panzerjagdbrigade „Freie Ukraine“ beteiligt waren. Am 27.04. wurde Bautzen bis zum Kriegsende von der Wehrmacht besetzt. Am 08.05., dem Tag der Kapitulation, nahm das 32. Infanterieregiment der 8. polnischen Infanteriedivision kampflos die Stadt Bautzen ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Quellen:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Spurensuche-Die Kämpfe um Weißenberg und Bautzen im April 1945“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Bautzen im April 1945“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urbanke, Axel: „Endkampf um das Reichsgebiet 1944-1945 Ostfront“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 5,6,7/1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefechtsberichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.511 Luga/Stiebitz/Nadelwitz ====&lt;br /&gt;
GM Nr.26 SC 1.PPK an BH mot. und Pz-Truppen 1.UKF, 24.04.45 12 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     In Erfüllung des GB des Korpskommandeurs ging die 2. PBr um 10 Uhr zum A über und blockierte um 12 Uhr nach Überwindung heftigen Feuerwiderstandes durch den Gegner an der Chaussee 1 km S Stiebitz. Dabei wurden 2 Panzer, 1 SPW und 3 Kfz. des Gegners abgeschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 3.PBr trifft auf außergewöhnlich heftigen Feuerwiderstand gegnerischer Art. und GW aus Richtung Gutshof Nadelwitz, Kasernengebäude am Gutshof an der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     1.mot. Inf. Br: die Schützenbataillone befinden sich O der Chaussee Doberschütz, Bautzen im Abschnitt: Kreuzung der Chaussee mit der AB, Kreuzung der Landstraße mit der Chaussee 1 km NW Höhe 189,0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.513 Bautzen/Nimschütz/Doberschau/Wartha ====&lt;br /&gt;
GM Nr.93 der Führung der 2.PA an die Führung der 1.UKF,24.04.45 14 Uhr (K:100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1.PPK vernichtet im ZW mit dem 48.SK und dem 7.mGK die gegnerische Panzergruppierung am SW, SO OR Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1. mot. Inf. Br verteidigt sich im Abschnitt 1 km NO Bautzen, Wegegabelung O Nimschütz. Die 2.PBr ging zum Angriff über und erreichte um 17 Uhr die Flussbiegung SW Bautzen, wo sie das W Flussufer säuberte. Die 3.PBr ging in Richtung Sokulahora, Doberschau zum Angriff über und erreichte die Wegegabelung 1 km SO Bautzen. 7 Panzer blieben wegen TS-Mangel liegen. Korpsstab: Großwelka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Um 13 Uhr traf eine Kolonne von 250 Kfz. unter Führung des Stellvertreter Chefs RD der Front mit TS und Diesel für die Panzer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Armeestab ab 6 Uhr 24.04.45 Wartha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH (Befehlshaber) der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.514 Bautzen ====&lt;br /&gt;
Meldung der Führung der 2.PA an Führung 1.UKF über die Lage in Bautzen, 24.04.45 15 Uhr Neudorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht während der Gespräche mit General Petrow meldete ich ihm, das Kortschagin nur den Südlichen Teil von BZ aufgegeben hat, so jedenfalls informierte mich Kortschagin.  Es ist jedoch zu vermuten, dass zu diesem Zeitpunkt die gesamte Stadt mit Ausnahme einzelner Widerstandsherde in den Händen des Gegners war. Seit heute Morgen gibt es Gefechte um die Stadt. Ich habe Kortschagin, dem Korpskommandeur Rogossni mit seiner 254.SD ein Regiment der Panzerjägerbrigade und ein Regiment SU -76 zugeteilt und unterstütze ihn mit zwei PBr, die Schläge aus O und SO sowie W und SW führen. Ich habe meiner gesamten Artillerie befohlen, den Kampf um BZ zu unterstützen. Ich habe in Ihrem Namen Kortschagin aufgefordert, die Lage wiederherzustellen und die Stadt koste es was es wolle zu halten. Seit dem Morgen führen wir Gefechte um BZ, ohne irgendwelche spürbaren Ergebnisse. Das Fehlen der Infanterie macht sich bemerkbar. Die Panzer und SFL greifen selbständig an und erleiden Verluste durch gestreckte Ladungen und Artillerie des Gegners. Wir brauchen Infanterie. Ich bitte um Ihre Weisungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Zur vollständigen Einnahme und zum Halten der wichtigen Straßenknoten in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Zur Deckung der 30 km breiten und nicht gesicherten Bresche zwischen BZ und der linken Flanke der 9. ID durch die in der vergangenen Nacht und seit morgens den ganze Tag gegnerische Gruppen in Kompanie- und Bataillonsstärke mit gepanzerten Fahrzeugen in die rückwertigen Räume der 9. und 8. ID einsickern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Für einen Schlag am linken Ufer der Spree und den „Weißen Schöps“ in Richtung Korotejew mit dem Ziel, den eingesickerten Gegner schnellstens zu liquidieren. Dazu bitte ich um die Erlaubnis, unverzüglich meine 10., 7., und Teile der 5.ID aus S in den Raum Königswartha zu verlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Swierszewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.515 Autobahn/Rattwitz/Bolbritz/Kreckwitz/ Basankwitz/Niedergurig ====&lt;br /&gt;
GM Nr.27 SC 1.PPK an Führung 2.PA, 24.04.45 15 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Nach Einnahme von BZ begann der Gegner mit Unterstützung von starkem Artillerie- und Granatwerfer-Feuer in kleinen Gruppen entlang der Autobahn nach W und NW durchzubrechen. Unter starker Feuereinwirkung verließ die 14.PJBr um 14 Uhr den Raum Rattwitz nach N. Ein Angriff gegnerischer Panzer und Infanterie in Richtung Oberuhna wurde abgeschlagen. Es wurden 2 Panzer abgeschossen. Die restlichen drehten nach W ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Um 14.30 Uhr brach der Gegner mit einer Kompanie in Bolbritz durch. Die restlichen kleinen Gruppen drehten nach W und nördlich davon. Im Raum Kreckwitz handelten bis 2 Bttr des Gegners, in Basankwitz bis 1 Bttr, in Niedergurig bis 1 Bttr und am N OR 1 Bttr Artillerie und GW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Die TT des Korps setzen die Erfüllung ihrer Aufgabe fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.520 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 18.00 Uhr, Salzenforst. - Gefechtsbericht Nr. 0010 des Kommandeurs des 28. Panzerartillerieregiments über die Kampfhandlungen des Regiments in der Region Salzenforst. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Das 28. SFL-AR (Selbstfahrlafetten-Artillerie-Regiment) wurden zur Verteidigung am nordwestlichen Rand von Salzenforst eingesetzt. Um 11:00 Uhr 24.IV.1945, wurden 2 gepanzerte Geschütze SU-85 entsandt, um den rechten Flügel des Panzerangriffs im Wald 1,5 km südlich von Salzenforst zu unterstützen, eines der Geschütze wurde beschädigt (von einer Kanone durchbohrt) und der Geschützkommandant wurde tödlich verwundet. Die restlichen Kampffahrzeuge befinden sich in der Verteidigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Inventar der SFL (Selbstfahrlafette oder Geschützpanzer) SU-85 im Regiment - 20. Der tatsächliche Zustand – 12 bereit zum Kampf. In der Zeit vom 16. bis 24.IV.1945 wurden beschädigt: 3 Geschütze im Gebiet Horka, eines im Gebiet Klix, und eines im Gebiet Salzenforst. Ein Geschütz versank in einem Sumpf im Bereich der Schule Horka, zwei Kampffahrzeuge wurden in der Gegend Horka aufgrund einer technischen Störung zurückgelassen. Insgesamt 8 SU-85 Panzergeschütze (Gefechtsfahrzeuge) außerhalb der Kampfformationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Versorgungsstatus des Regiments: Treibstoff - Dieselkraftstoff 0,7 TF, Benzin - 0,25 TF, Munition - 1 KS; Essen - 2 Rationen pro Tag. Darüber hinaus gibt es in der Gegend von Algier (500 nw Geheege-Ortsteil von Rothenburg): Treibstoff - Dieselkraftstoff 1,5 TF, Benzin 1,5 TF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Verbindung mit dem Armeestab durch die Verbindungsoffiziere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef                                                           Befehlshaber des 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Czubczenko, Major                                       Panzerabwehrartillerieregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                                                                  M. Zubkow, Oberstleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TF – Tankfüllung;  KS - Kampfsatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 521Welka/Niedergurig/Nimschütz ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 18.00 Uhr Welka. – Gefechtsbericht Nr. 080 des Leiters der OPL-Abteilung der 2. Polnischen Armee WP (Wielko Polska – Großpolen?) an den Befehlshaber der 2. poln. Armee WP über die Aktivitäten der feindlichen Luftwaffe und der OPL-Einheiten der Armee. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Armeeeinheiten kämpfen an den bestehenden Grenzen und Regionen. Die feindliche Panzergruppe, die im Rücken der Armee operierte, griff Niedergurig und Nimschütz an; Angriffe wurden abgewehrt. Die zweite Gruppe, die nach unvollständigen Angaben etwa 200 Kampffahrzeuge zählt, griff Bautzen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Während des letzten Tages wurden auf der Landebahn der Armee 43 FW-190 Flugzeuge entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die feindliche Luftwaffe führte Aufklärung über der Kampfgruppe der Truppen, vor allem auf der Straße Bautzen, Malschwitz, Guttau und Bautzen, Königswartha durch. Die Aufklärung erfolgte mit Flugzeugen des Typs He-111, und besonders intensiv mit FW-190 in einer Höhe von 1000 -3000 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Gruppe von 6- 10 Flugzeugen FW-190 der feindlichen Luftwaffe bombardierte und attackierte mit Waffen die Fahrzeugkolonne von 250 Frontfahrzeugen, welche auf der Straße von Welka nach Neudorf Munition und MPS für unsere Armee mitgeführte. 60 rotierende Antipersonenbomben sowie 11 FAB-50 wurden abgeworfen. Es verbrannten 8 Autos auf der Straße von Welka nach Neudorf und 9 Fahrzeuge im Wald nördlich von Neudorf. Die feindliche Luftwaffe griff die Straße Großwelka Königswartha an. 2 Stunden lang bombardierte und beschoß eine Gruppe von 5-6 Flugzeugen FW-190 diese systematisch mit Bordwaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Das Regiment, das die Frontkolonne deckte, feuerte. Es gab keine abgeschossenen Flugzeuge. Munitionsverbrauch unbekannt. Die Einheiten der 3. Flak-Division feuerten nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Das Flak-Artilleriefeuer schoss keine feindlichen Flugzeuge ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Bestand und Verbrauch der Munition. Flakdivision:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbrauch:   85 mm – 0 KS             Bestand:            85mm – 1,2 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      37 mm – 0 KS                                    37 mm – 1,7 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      12,7 mm – 0 KS                                 12,7 mm – 1,2 KS   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 528 Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 20.00 Uhr (Luga). – Gefechtsbericht Nr.28 des Stabschefs des 1. Panzerkorps an den Kommandeur der 2. poln. Armee WP über die Kämpfe des Korps in Bautzen. Karte 1:100 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 20.00 Uhr 24.IV.1945 befahl der Korpskommandeur: die 2. Panzerbrigade mit einem Bataillon des 34. Infanterieregiments den Feind zurückzuschlagen, der in den westlichen Rand einbrach. Während der zweistündigen Kämpfe wurden sechs Panzer „Tiger“ und „Ferdinand“ beschädigt. Aus dem Hinterhalt beschädigte und verbrannte der Feind mit „Tiger“ und „Ferdinand“ fünf unserer Panzer. Etwa 25 feindliche schwere Panzer, massiv unterstützt durch ein Infanteriebataillon, griffen die Gefechtsformationen unserer und benachbarter Truppen am westlichen Rand von Bautzen an. Infanterie und Artillerie benachbarter Truppen befinden sich östlich von uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                     Chef des 1. Stabskorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                     A. Jerisow, Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.531 Stiebitz/Teichnitz/Burk ====&lt;br /&gt;
GM 2.Poln. Armee an Führung 1.UKF, 24.04.45 22 Uhr (Neudorf), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Der Gegner leistete mit zerstreuten Einheiten der PGD „Brandenburg“, dem 114.Marschbataillon, dem 185.Volkssturm. Btl. im Verlaufe des 24.04.1945 heftigen Widerstand und führte GA mit bis zu 1 Bataillon unterstützt durch 5-6 Panzer. Die generische Luftwaffe bombardierte im Verlauf des gesamten 24.04.45 mit Gruppen von bis 30 Flugzeugen (Messerschmitt) unsere Gefechtsordnung und die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Armee im Verlauf des 24.IV.1945: Die 10. PD war im Angriffsgefecht, ..... auf der Linie: 2km südwestlich Neustadt, ....  Die 5. 8. Und 9. PD im vorigen Gebiet befahlen den Abwehrkampf und wehrten eine kleine Gruppe von Feinden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Das 1.PPK mit den 7.mGK und die 254.SD des 48.SK führen mit wechselndem Erfolg Gefechte um Bautzen. Am 24.04.45 20 Uhr setzten sich die TT im Abschnitt Stiebitz, Teichnitz, 2 km SW Burk fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Kfz.-Kolonne der Front mit Munition und Treibstoff traf im Raum Neudorf ein. Dorthin kamen Vertreter der TT zur Übernahme von TS und Munition. Das 1.PPK erhielt keinen TS infolge der aktiven Handlungen der gegnerischen Luftwaffe auf die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Nachrichtenverbindung zu den TT der Armee über Funk und Verbindungsoffiziere. Die Drahtverbindung arbeitete mit Unterbrechung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Ich habe mich entschlossen die Erfüllung der gestellten Aufgabe fortzusetzen und mit dem 1.PPK Gefechte zur Einnahme von Bautzen zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 532 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 23.00 Uhr, Salzenforst – Gefechtsmeldung des Kommandeurs des 5. Schweren Panzerregiments an den Befehlshaber der 2. Poln. Armee über die Gefahr der Gefangennahme durch den Feind bei Salzenforst und der Rückzug des Regiments auf den neuen Verteidigungsabschnitt: Wald 1 km südwestlich von Welka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.IV.1945 ab 12.00 Uhr kämpfte das Regiment gegen feindliche Panzer und Infanterie, die aus dem Gebiet von Bolbritz und dem westlichen Rand von Bautzen kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Panzer, von schwerem Artillerie- und Flugzeugfeuer unterstützt, rückten am 24.IV.1945 22.00 Uhr bis Salzenforst vor. Das Regiment zog sich auf die neue Verteidigungslinie zurück – Wald 1 km südwestlich von Welka. Verluste: 3 Panzer T-34 85mm. Unsere Infanterie gibt es nicht und es gab sie nicht. Das Regiment kämpfte nur mit seinen Gefechtsfahrzeugen. Bitte um weitere Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommandeur des 5. Selbstständigen schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.533 Neudorf/Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 25.IV., 2.00 Neudorf. - Der Gefechtsbefehl des Stabschefs der 2. Armee WP definiert die Aufgaben der Truppen für den Tag 25. April 1945. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befehlshaber der Armee befahl am 25.IV.1945 die folgenden Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    8. Infanteriedivision - nach Bereitstellung im Bereich Luga, Quoos und im Wäldchen nördlich von Quoos beginnen Sie am 25.IV.1945 um 9.00 Uhr den Vormarsch in Richtung Königswartha bis zum Aufeinandertreffen mit Einheiten der 14. Gardeschützendivision und nehmen Sie Kontakt mit Ihnen auf. Anschließend greifen Sie in Richtung Guttau, Kleinsaubernitz an um die Truppen der 7. Und 10. Infanteriedivision zu erreichen und sich mit diesen zu verbinden. Divisionsstab – Quoos, danach Sdier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    10. Infanteriedivision – Angriff nach Süden in Richtung Uhyst, Sdier; vereinigen sie sich mit den Einheiten der 8. Infanteriedivision. Divisionsstab: - Nochten, danach Uhyst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    7. Infanteriedivision fährt mit dem Angriff Richtung Dauban fort und weiter westlich schließen Sie sich den Truppen der 8. Infanteriedivision an, die nach Osten vorrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.    Die 5. und 9. Infanteriedivision - Verteidigung auf breiter Front auf der Linie: 5. Inf.-Div. - östlicher Rand von Kamenz und die 9. Inf.-Div. – Helenau, Bischheim, Nieder Lichtenau, Höhe 306,2, Lichtenberg, Höhe 296,3, Höhe 305,6, Höhe 299,5, Gemeindebusch - decken Sie die Richtung Dresden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.    1. Panzerkorps - Führen Sie in Zusammenarbeit mit dem 7.mech. Gardekorps die zuvor erhaltene Aufgabe gemäß dem Kampfbefehl Nr. 11554 durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.    Führen Sie Aktionen entschlossen und entschieden durch und sorgen Sie vor allem für eine effiziente und flexible Führung der Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.    Armeestab -Neudorf (4km südlich von Königswartha).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.    Bestätigen Sie den Empfang der Befehle, und berichten Sie über die erteilten Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Operationsabteilung                    Stabschef der 2. Armee WP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S. Noss, Oberst                                               J. Sankowski, Brigadegeneral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 534 Großwelka/Großdubrau/Neumalsitz ====&lt;br /&gt;
1945, 25. April, 2.30 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 18 des Stabschefs des 1. Panzerkorps zum Halten der Verteidigungsstellungen des Korps entlang der Grenze Klein- und Großwelka, Fluß Spree. Karte 1:100000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Befehl des Armeekommandanten befahl der Korpskommandant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     4. Panzerbrigade mit den zugewiesenen Truppen - verteidigen Sie sich weiterhin an der aktuellen Grenze und achten dabei besonders auf den linken Flügel. Gefechtsstand - südlicher Abschnitt Großdubrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     3. Panzerbrigade) - bis 6.00 Uhr ziehen sich ihre Truppen über die Spreeübergänge zurück. und beziehen sie die Verteidigung an der Grenze der Höhe 193.0, Klein- und Großwelka. Ausgehend von der Linie halten Sie sich ab 10.00 Uhr in Bereitschaft zum Gegenangriff auf den Feind in Richtung: Rattwitz, Bloaschütz, Nimschütz. Gefechtsstand – westlicher Rand Großwelka. Unterstützt durch das 27. SFL-Art.-Reg. (Panzerjäger-Regiment).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     2. Panzerbrigade - unter dem Kommando des stellvertretenden Brigade Kommandeurs - Oberstleutnant Dmitriev, herausfahren seiner Panzer, in der Gegend von Strohschütz aufstellen und dem Kommandeur der 3. Panzerbrigade zur Verfügung zu stellen. Die rückwärtigen Dienste der Brigade konzentrieren sich in den Wäldern nördlich von Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     1. mot. Inf.-Brigade) mit dem 2. Granatwerferregiment - ziehen Sie sich sofort in kleinen Gruppen von dem besetzten Abschnitt zurück und nehmen Sie die Verteidigung entlang des Westufers der Spree ein. Gefechtsstand – Neu Malsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     25. und 24. SFL-Artillerie-Regiment, 1. Geschoßwerferabteilung und das 47. Artillerie-Regiment - die Hauptkräfte bleiben bis zum Morgen des 25.IV.1945 im bisherigen Gebiet und übernehmen die Verteidigung gemäß den Anweisungen des Artilleriekommandeurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Leiter der Aufklärung - organisieren Sie die nächtliche Aufklärung im Gebiet Bunzlau? (Bolbritz!?) mit der Aufgabe zur Bestimmung der Zusammensetzung und Gruppierung feindlicher Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Stellvertretender Brigadekommandeur für rückwärtige Dienste - Nachschub von Treibstoff und Munition gemäß den Richtlinien des Leiters des Rückwärtigen Dienstes sicherstellen. Gefechtsstand – 6. Nachrichtenbataillon?), 2. Kradschützen-Bataillon, 15. Pionierbataillon bis zum Morgen des 25.IV.1945. – Luga. 15. Pionierbataillon schirmt ab und geht an Luga heran in westlicher und nördlicher Richtung. Rückwärtige Dienste Raum Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Gefechtsstand Korps ab 6.00 Uhr – Großwelka, ab 6.00 Uhr – Luga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.     2. Kradschützen-Bataillon) – bezieht Stellung im Gebiet von Übigau, um den Stab des Korps von Norden abzuschirmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.  Es sollen Berichte vorgelegt werden: über die Uhrzeit des Marschbeginns und über das Zusammenstoßen mit dem Feind, dann stündlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                                 Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                          A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.535 Großwelka/Quoos/Übigau ====&lt;br /&gt;
1945, 25 April, 3.00 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 019 des Stabschefs des 1. Panzerkorps über den Übergang des 4. Panzerbrigade und der 1. mot. Inf.-Brigade in die Reserve des Armeebefehlshabers und die Unterstellung der 3. Panzerbrigade unter den Kommandeur der 8. Infanteriedivision. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemäß dem Gefechtsbefehl des Stabes der 2. polnischen Armee WP vom 25.IV.1945 befahl der Korpskommandeur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     3. Panzerbrigade, 24.,25. und 27. SFL-Artillerieregiment wird der 8. Infanteriedivision zugewiesen. Zugewiesene Truppen verstärken die Verteidigung der Division. Tarnen sie die Kampffahrzeuge und organisieren Sie Panzerhinterhalte auf der Linie: a) Kreckwitz, Höhe 193,0, Großwelka; b) Horka, Übigau, Radibor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Granatwerferregiment sowie die 1. Geschoßwerferabteilung werden der 9. Infanteriedivision zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die 4. Panzerbrigade, ohne ein einziges Panzerbataillon– die Reserve des Armeekommandanten – ist bis 7.00 Uhr im Zentrum von Quoos. Ein Bataillon soll dem 17. Infanterie-Regiment mit der Aufgabe des gemeinsamen Kampfes in der Region Sdier zugeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Die 1. mot. Inf.-Brigade bildet zusammen mit der 4. Panzerbrigade eine mobile Reserve des Armeekommandanten, um den zweiten Verteidigungsabschnitt auf der Linie Übigau – Quoos zu besetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Kommandeure der zugewiesenen Truppen - melden sich bis 8.00 Uhr des 25.IV.1945 bei den Divisionskommandeuren, um von ihnen Gefechtsaufgabenaufgaben zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Gefechtsstände: 8. Infanteriedivision – Quoos, 9. Infanteriedivision – Horka 8048 (russ. Koordinate).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Über die Ausführung ist bis 10.00 Uhr 25.IV.1945 Meldung zu erstatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Artilleriekommandant - sorgen Sie für den rechtzeitigen Abzug der Abteilungen und deren Konzentration im neuen Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.536 Kleinwelka/Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945; 25. April 3.00 Uhr, Kleinwelka. - Gefechtsbericht Nr. 011 des Stabschefs des 5. schweren Panzerregiments über die Kämpfe der 1. Panzerkompanie in der Umgebung Salzenforst. Karte 1:50000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich melde, dass beim Angriff der 1. Kompanie des 5. schweren Panzer-Regiments um 18.00 Uhr am 24.IV.1945 in Richtung Salzenforst zwei Panzer &amp;quot;Tiger&amp;quot; ausbrannten und einer in der Gegend von Salzenforst beschädigt wurde. Derzeit besetzt die 1. Kompanie Feuerstellungen am südlichen Rand des Wäldchens 500 m nordöstlich von Salzenforst. Die Kompanie erlitt keine Verluste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef des 5. Unabhängigen (selbstständigen) schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Panzergrenadier-Division Brandenburg ====&lt;br /&gt;
Von Anfang März bis Mitte April 1945 stand die Division im Raum Weißwasser an der Lausitzer Neiße. Bei dem erneuten sowjetischen Großangriff der Roten Armee am 16. April wurde die Division schließlich im Raum Rothenburg-Penzig (nördlich Görlitz) eingekesselt, konnte jedoch schon am 20. April nach Löbau ausbrechen. Nachdem die Reste der Division um Bautzen gekämpft hatten, wurden sie am 3. Mai 1945 per Bahn in den Raum Mährisch-Ostrau in das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren verbracht. Anfang Mai 1945 kämpften dort immer noch Einheiten der Division bei Olmütz und zogen sich bis in den Raum Deutsch-Brod zurück. Nach der Kapitulation der Wehrmacht marschierte ein Teil der Division nach Westen, während andere Teile sich einfach auflösten. Ein großer Teil ging in Tabor in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Vielfach wurden Angehörige der Division von der tschechischen Bevölkerung ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisberichte von Salzenforster Einwohnern ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H.-J. Schneider *02.01.1941 Salzenforst Nr.28:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;In der Nacht vom 13. zum 14. 02 1945 konnten wir von Salzenforst aus einen hellen Schein in Richtung Dresden erkennen. Ich war gerade 4 Jahre alt. Es wurde gesagt, Dresden brennt. Man sprach davon, daß vorher Christbäume von Aufklärungsflugzeugen gesetzt wurden (sogenannte brennende Fackeln), um den Bomben die Ziele zu markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dann die Kriegshandlungen näher rückten, wurden mit unseren Nachbarn sowie im gesamten Viertel, auch Ziegenviertel genannt, (dort wohnten Witschas, Schulze, Schneider, Hänsch, Paulik, Polan, Dresler und Heine), Maßnahmen ergriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männer, außer Johann Polan, waren eingezogen oder bereits verstorben. Bei den ersten Kriegshandlungen fuhren wir mit unseren Kuhgespannen in die Sandgrube in Richtung Uhna - Schmochtitz. Hier flogen mit heulendem Geräusch die Granaten über uns. Als dieser Angriff vorüber war, kehrten wir wieder in unsere Gehöfte zurück. Die Kriegshandlungen rückten immer näher und uns wurde befohlen, Salzenforst zu verlassen. Wir flüchteten mit unseren Kuhgespannen +ber Sohland bis nach Schluckenau. Unser Wagen war bepackt mit Futter für die Kühe, 5 Gänse, ein Krug mit Sahne (aus der durch das Geschüttel Butter wurde) und ein paar Habseligkeiten für Mutter, Tante und uns 2 Jungs. Dort erlebten wir auch Fliegeralarm und suchten in Kellern Unterschutz. Kann mich aber an Bombenexplosionen nicht erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir wieder zu Hause waren, konnten wir keine großen Schäden erkennen. In unserer Hofeinfahrt stand ein kaputtes Halbraupenfahrzeug und bei Schulzes- oder Witschas Scheune, ich weiß es nicht mehr genau, war durch ein Panzer eine Gebäudeecke stark beschädigt. Die beschädigten Kriegsgeräte und die freiliegende Munition wurden noch von der Wehrmacht weggeräumt. Die &amp;quot;Russen&amp;quot; rückten dann ins Dorf ein und Nachbars Polan Friedel wurde zwischen uns zwei Jungs im Bett versteckt, denn Kinder wurden in Ruhe gelassen. In unserem Haus war für kurze Zeit auch ein russischer Offizier einquartiert, so daß wir relative Ruhe hatten. Dann wurden Leute aus dem Dorf verpflichtet, Vieh aus den Ställen der Bauern in Richtung Osten zu treiben. Wir behielten aber unser Vieh. Später kamen die &amp;quot;Russen&amp;quot; mit ihren Panjewagen ins Dorf gefahren und tauschten Gegenstände (auch Spielzeug) gegen Lebensmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Vater kam im Herbst 1945 aus der Gefangenschaft abgemagert zurück. Da er nur ein Auge besaß und auf der anderen Seite ein Glasauge trug und dieses wegwarf, wurde er als Invalide aus der Gefangenschaft entlassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin Schulze Haus Nr. 29:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 14 Jahren erlebte er die Kämpfe in und um Salzenforst hautnah mit. Gemeinsam mit Älteren vom Volkssturm sollte er als Hitlerjunge Panzersperren errichten. Die Deutschen griffen Salzenforst von Bolbritz und Uhna aus an. Die Scheune seines elterlichen Gehöftes wurde durch Panzerbeschuß stark beschädigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martha Worm Haus Nr.24:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine alleinstehende Großmutter begab sich mit ihren 2 Töchtern auf die Flucht Richtung Sächsische Schweiz nach Rathmannsdorf zu Verwandten. Wie so viele konnten sie nur das Notwendigste mitnehmen. Nach ihrer Rückkehr waren Haus und Hof geplündert. Das versteckte Hab und Gut wurde von den russischen Soldaten, welche einquartiert waren, gefunden und konfisziert. Mein Vater Ferdinand Worm, froh, den Krieg überlebt zu haben, floh aus englischer Gefangenschaft und kam über Umwege 1946 nach Hause.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Karl Domschke Haus Nr.14 und Moldenhauer Haus Nr.16c, Schatte, Weiß:&#039;&#039;&#039;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Domschke war bei der Erschießung der jüdischen Frauen zugegen. (Manfred gibt Bericht). Erlebnisse s. u. &amp;quot;Judendenkmal&amp;quot;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene Einwohner ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in Salzenforst wurden mit der gleichen Härte geführt wie überall um Bautzen. Es wurden zahlreiche Gebäude im Ort durch Artillerie- und Panzerbeschuss zerstört. Lt. Ortschronik starben bei den Kämpfen 6 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22.04.45 wurde &#039;&#039;&#039;Karl Pietschmann&#039;&#039;&#039; durch einen deutschen Wachposten auf dem Feld erschossen, weil er nicht stehen blieb. Man sagt, Karl war geistig verwirrt. Die Chronik berichtet, dass Herr Pietschmann die Kühe auf der Wiese umpflocken wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus Nr.33 (ehemals Dreßler) war eine Anzahl zurückgebliebener Einwohner im Keller eingesperrt. Der pensionierte Schulmeister Wange hatte eine weiße Fahne oder Taschentuch gehisst und sich wieder in das Haus zurückbegeben. Die deutschen Soldaten vermuteten einen Hinterhalt der Polen und warfen eine oder mehrere Handgranaten in das Haus. Herr Wange war sofort tot und Frau Suschke und Frau Preusche starben an ihren schweren Verletzungen (Pietsch, Karl: „Ortschronik Salzenforst“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Margarethe Suschke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Maria Auguste Preusche&#039;&#039;&#039; (1. Frau von Preusche, Hermann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Herr &#039;&#039;&#039;Ernst Heinrich Richard Wange&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kam es zu einem tragischen Unfall.  Die 7-jährigen Kinder &#039;&#039;&#039;Wolfgang Mattitza&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Günter Jentsch&#039;&#039;&#039; spielten am 23.05.1945 auf dem Feld von Domschke (jetzt Kreisverkehr) Hascher. Dabei fanden sie eine Stielhandgranate und da sie nicht wussten, um was es sich handelte, schmissen sie diese weg. Durch die Explosion wurden beide Kinder schwer verletzt. Nachdem man sie fand, wurden sie mit dem Fuhrwerk nach Bautzen gebracht. Wolfgang M. verlor das rechte Auge, Günter J. verstarb am nächsten Tag im St. Benno Krankenhaus in Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene ausländische Bürger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maslanka, Feliks Tod.jpg|mini|548x548px|Bekanntmachung zur Hinrichtung von Feliks Maslanka]]&lt;br /&gt;
Während des Krieges waren im Ort ausländische Bürger zur Arbeit auf den Bauernhöfen gezwungen (sog. „Zwangsarbeiter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod des Zwangsarbeiters &#039;&#039;&#039;Feliks Maslanka&#039;&#039;&#039; aus Polen wurde am 13.02.42 durch die Gestapo Dresden angezeigt. Augenzeugen berichteten, dass während des Krieges ein Zwangsarbeiter erhängt wurde, weil dieser eine Liaison mit einer Deutschen gehabt haben soll. Das war Herr Maslanka. Die Hinrichtung fand ganz in der Nähe des Chorberges statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau &#039;&#039;&#039;Anna Hortaszko&#039;&#039;&#039;, ebenfalls Zwangsarbeiterin aus Polen, verstarb lt. Sterbeurkunde am 05.04.45 um 22 Uhr mit 23 Jahren an einem Herzschlag. Sie wurde im Waschhaus des Hauses Nr.17 tot aufgefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;KZ - Häftling mit der Nr. 186443&#039;&#039;&#039; ist am 10.02.1945 gegen 17 Uhr am Pfahl 48/5 des Bahndammes der Reichseisenbahn in Stiebitz tot aufgefunden worden. Es war &#039;&#039;&#039;Rene&#039;&#039;&#039; Louis Jean Gabriel &#039;&#039;&#039;Stouff&#039;&#039;&#039;; geboren am 03.03.1920 in Arbois/Frankreich. Am 30.4.1944 kam er mit dem Transport aus Paris am KL Auschwitz an. Nach dem &#039;&#039;Kalender der historischen Ereignisse im KL Auschwitz&#039;&#039; [&#039;&#039;Kalendarium wydarzeń w KL Auschwitz&#039;&#039;], S. 649 von D. Czech wurden die Häftlinge am 30.04.1944 aus Paris gebracht. Sie erhielten Nummern von 184 936 bis 186 590 (Archiv des Museums Gross-Rosen). Letzter Eintrag in der Datei: 14.8.1944 r. KL Birkenau, B II f, Block 11. Von Rene Stouff wissen wir, dass dieser am 7.5/9.5.1944, 31.7./1.8.1944 und 7./8.1944 sowie am 14.8.1944 vom Lagerarzt im KZ Auschwitz untersucht wurde. Er wurde am  18.01.45 von Auschwitz-Birkenau deportiert, danach für einige Tage im KL Groß-Rosen untergebracht. Auf dem weiteren Transport mit der Reichsbahn in Richtung Mauthausen von der SS am 03.02.1945 getötet. Sein lebloser Körper wurde in der Nähe von Bautzen aus dem Zug geworfen. (Such- und Bescheinigungsvorgang Nr. 208.355 /Arolsen Archiv)     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Soldatengrab auf dem Friedhof Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik.png|mini]]&lt;br /&gt;
Wann das Grab mit dem Grabstein errichtet wurde, ist nicht mehr bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulz, Albert                      &#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;20.07.1920                                                                †25.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldwebel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Baumgarten, Johann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1926 Saarlautern                                        †April 1945 in Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schütze der St.Kp.II G.E.R. mot. G.D. -1797-         am Garten von Holland Nr.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater: August Baumgarten Saarlautern I; Saarstr. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Krepela, Friedrich aus Wien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1921 Wien                                                      †25.04.1945 Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soldat                                                                        Hausgarten bei Seidler Nr.11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Truppe: Edelweiß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RAD Feldnachschublager FP-Nr.46927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmidt, Gerhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;25.01.1922 Halbemond (Ostfriesland)                 †29.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obergefreiter des 2.FschPzGrenReg.1HG          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rebel, Bernhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;14.01.1927 Schwerstedt (Ettersberg/Weimar oder bei Straußfurt/Sömmerda) †04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwabe, Günther Manfred Hermann Ernst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;08.04.1926 Frankfurt/Main                                    †25.04.1945 in Temritz gefallen (Sterbe-Urk. Kleinwelka 7/46)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier; vermutlich II.Fsch.PZ.Gren.Reg.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abiturient/evangelisch/ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohnhaft in Sondershausen, Göldnerstraße 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: Berndt, Eberhard)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchhalteparolen zu Kriegsende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Befehle von der Führung ====&lt;br /&gt;
Anfang März Generaloberst Guderian: &#039;&#039;&amp;quot;Der deutsche Ostkämpfer weiß, daß dies der letzte und entscheidende Kampf ist, der über den Fortbestand unseres Volkes und unserer Nation entscheidet ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. März Dr. Goebbels: &#039;&#039;&amp;quot;..... schlagt die Bolschewisten, wo ihr sie trefft! ... Niemals wird die Kunde kommen, daß wir kapitulieren...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. März A. Hitler: &#039;&#039;&amp;quot;es gibt nur ein Gebot, mit verbissener Entschlossenheit allles zu tun, um den Gefahren zu trotzen, die Wende wieder herbeizuführen und zu dem Zweck dieWiderstandskraft unseres Volkes und die seiner Wehrmacht materiell und geistig zu stärken. Ebenso groß muß aber unser Fanatismus in der vernichtung derjenigen sein, die sich dem zu widersetzen suchen ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
02. April Reichsminister und Privatsekretär M. Bormann: &#039;&#039;&amp;quot;... der Kampf gegen den ins Reich eingedrungenen Gegner ist überall mit aller Unnachgiebigkeit und Unerbittlichkeit zu führen ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Reichsführer der SS Heinrich Himmler: &#039;&#039;&amp;quot;... jedes Dorf und jede Stadt werde mit allen Mitteln gehalten. Jededr für die Verteidigung eines Ortes verantwortliche deutsche Mann, der gegen diese selbstverständliche nationale Pflicht verstößt, verliert Ehre und Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Oberkommando der Wehrmacht Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel: &#039;&#039;&amp;quot;... Städte liegen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Sie müssen daher bis zum äußersten verteidigt und gehalten werden ... für die Befolgung des Befehls sind die in jeder Stadt ernannten Kampfkommandanten persönlich verantwortlich. Handeln sie dieser soldatischen Pflicht und ASufgabe zuwider, sowie alle zivilen Amtspersonen, die den Kampfkommandanten von der Pflicht abspenstig zu machen versuchen, oder gar bei der Erfüllung seiner Aufgaben behindern, werden zum Tode verurteilt ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führerbefehl Adolf Hitlers vom 16. April 1945: &#039;&#039;&amp;quot;Wer euch Befehl zum Rückzug gibt, ohne das ihr ihn genau kennt, ist sofort festzunehmen und nötigenfalls augenblicklich umzulegen, ganz gleich, welchen Rang er besitzt.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befehl von Generalfeldmarschall Ferdinand Schoerner an die Kommandeure: &#039;&#039;&amp;quot;Ich kenne keine Begriffe wie Absetzen, Zurückkämpfen, Einklappen.&amp;quot;&#039;&#039; Schoerner wird als brutalster aller Feldmarschäle bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. April Tagesbefehl Schoerner: &#039;&#039;&amp;quot;Wer seine Stellung verläßt, wird erschossen.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 6/1965)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Propaganda in Sachsen bzw. Bautzen ====&lt;br /&gt;
5. März Gauleiter Sachsen Martin Mutschmann. &#039;&#039;&amp;quot;Der Glaube an den Sieg muß erhalten bleiben und darf niemals durch ein etwaiges Vorrücken des Gegners zerbrechen. jed Meter Boden, den der Feind gewinnt, muß er mit einem ungeheuren Blutzoll erkaufen ... Nur der Tapfere behält das Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. März Kreisleiter Karl Martin vor den Bautzener Handwerks-u. Handelsbetrieben: &#039;&#039;&amp;quot;... Der Führer hat dieses Jahr als das Jahr der Wende bezeichnet. Auf sein Wort können wir uns unbedingt verlassen ... Für uns gilt es durchzuhalten, den Kopf hoch zu halten bis zu dem uns gewissen Endsieg ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. März Propagandaleiter Elsner (Großkundgebung in Bautzen): &#039;&#039;&amp;quot;... Mitten im Generalsturm unsrer Feinde müssen wir uns entscheiden, ob wir durchhalten wollen oder nicht, ob wir noch Vertrauen und Glauben an den Sieg haben ... Halten wir also aus und nehmen uns die deutschen Stützpunkte am Atlantik zum Vorbild! ...!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. April Gauleiter Mutschmann: &#039;&#039;&amp;quot;... Widerstand und Kampf bis zum Letzten! Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen und bedroht unsere Heimat mit Hunger und Elend, mit Tod und Verderben. Wer in dieser Not des Volkes gegen die Anordnungen der Partei und des Staates handelt und der nationalen Ehre unseres Volkes Schande macht, wird aus der Volksgemeinschaft ausgelöscht. jede Feindbegünstigung, sei es die Annahme von Geschenken, das Heraushängen weißer Tücher aus den Fenstern oder irgendeine Form der Anbiederung an den Feind ist Landesverrat und wird mit den Tode bestraft ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Geschichtsereignisse&amp;diff=915</id>
		<title>Geschichtsereignisse</title>
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		<updated>2025-11-26T10:49:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Napoleon in Salzenforst */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Brände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfbrand am 19. April 1801 ===&lt;br /&gt;
An diesem Tag brach beim Bauer Lukas ein Feuer aus und legte 5 Bauerngüter und 8 Häuslernahrungen in Schutt und Asche. Die Brandversicherung, die in Sachsen bereits 1770 eingeführt worden war, hatte noch nicht überall Eingang gefunden. 1777 hatte die sächsische Regierung dann eine sogenannte &amp;quot;Feuerordnung&amp;quot; erlassen, nach der sich die Bewohner richten mußten, sowohl bei der Erbauung neuer Häuser wie auch sonst. Den Abgebrannten wurde, wie zu der damaligen Zeit üblich, durch freiwillige Sammlungen geholfen. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuersbrunst am 10.Mai 1812 ===&lt;br /&gt;
In den &amp;quot;Budissiner Nachrichten&amp;quot; vom 16.05.1812 ist folgendes zu lesen: &amp;quot;In der Mittagsstunde des vorigen Sonntags (10.Mai), brach zu Salzenforst, während die meisten Bewohner zur Messe in Bautzen waren, ein plötzliches Feuer aus, welches, vom Winde schnell verbreitet, ungeachtet der Anstrengungen der Hilfeleistenden, binnen anderthalb Stunden 5 Bauernhöfe, 2 Gärtner- und 5 Häusleranwesen vollständig und von 2 Bauernhöfen die Wirtschaftsgebäude in Asche verwandelte. Ein gebrechlicher Auszügler, der noch zu retten versuchte, wurde dabei vom Feuer heftig beschädigt. Es verbrannten ferner 3 Pferde, 2 Kühe, 3 Kälber, 5 Schweine, 1 Hund und 84 Stück Schafvieh, viele Wagen, fast alle Ackergerätschaften, 354 Scheffel Getreide und Feldfrüchte, alle Futtervorräte sowie das Hausgeräte, die Betten und Kleider der meisten Verunglückten, sodaß mehrere nichts als die Kleider, in welcher sie aus der Kirche kamen, gegenwärtig besitzen. Acht der Abgebrannten erfuhren dieses Unglück zum zweitenmal. Mit Schulden, die sie bei dem wenig dankbaren Boden der Gegend und dem Drucke der Zeit bisher nicht abzutragen vermochten, hatten sie wieder aufgebaut und sind jetzt, da sie unglücklicherweise ihre Grundstücke, gleich den Übrigen, weit unter dem Werte versichern lassen, ohne ausreichende Mittel, von Neuem zu bauen. Bei diesem großen Elende der meisten Verunglückten können wir, so oft auch in gegenwärtigen Zeiten die Wohltätigkeit in Anspruch genommen wird, doch nicht umhin, edle Menschenfreunde un Unterstützung zu bitten, fest überzeugt, daß keiner, der es vermag, eine Beisteuer zur Linderung des Mangels dieser schuldlos Verarmten versagen werde. Schon sind von mehreren Herrschaften und Gemeinden Beiträge eingelangt. Der Bauer Hennig zu Salzenforst wird, unter Zuziehung der dortigen Gerichten die Natural- und unsere Kanzlei die Geldbeiträge, welche ferner eingehen dürften, annehmen, letzte auch, nebst uns, für gewissenhafte unparteiische Verteilung die möglichste Sorge tragen, und das Empfangene in diesen Blättern dankbar anzeigen. Möchte ein gesegneter Erfolg unsre Bitte begleiten!&amp;quot;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;Sorbische Denkmale&amp;quot; von Trudla Malinkowa wird berichtet, daß das Wohnhaus von Johann Seiler (Nr.14), dem Vater von Handrij Zejler, bei dem Brand zerstört und danach neu errichtet worden ist.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachricht vom Brand sprach sich schnell herum und aus den Nachbardörfern Bolbritz, Stiebitz, Kleinwelka, Seidau, Uhna, Teichnitz und Schmochtitz kamen die Helfer mit ihren Feuerspritzen, die man seit einigen Jahrzehnten angeschaft hatte, zum Brandherd. Sogar aus Bischofswerda, Neschwitz und dem Klöster St. Marienstern war Hilfe gekommen. Sogar die &amp;quot;Feuerkompagnie&amp;quot; aus Bautzen eilte herbei. Doch das Löschwasser reichte nicht, da der Dorfteich alsbald erschöpft war. Die meisten Betroffenen hatten von der Oberlausitzer Brandversicherung keinen rechten Gebrauch gemacht und ihre Anwesen nicht hoch genug versichert. 1820 waren jedoch alle Gehöfte bis auf eins wieder aufgebaut. So wird berichtet, daß der Schmied die Hilfsmaßnahmen geleitet hatte. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfzerstörung vom 23.-25. April 1945 ===&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von 16 vollständig und 21 teilweise zerstörten Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Napoleon 1813 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleon in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleon.jpg|mini|Abb.: Postkarte mit dem Bildnis Napoleons]]&lt;br /&gt;
Während des Rückzuges der &amp;quot;Verbündeten&amp;quot; und dem Nachrücken Napoleons hatten die meisten Bewohner ihre Häuser verlassen und sind in die Wälder an der böhmischen Grenze geflüchtet. Vor und während der Schlacht bei Bautzen, welche am 21.Mai 1813 stattfand, hatte Napoleon seinen Beobachtungsposten in Salzenforst bei Kettan im Haus Nr. 1 eingerichtet. Der Chorberg gewährte ihm einen umfassenden Überblick auf die gegnerischen Trupen. Die bevorzugte Lage der Anhöhe veranlaßte Napoleon auch, seine Kanzlei in das Wohnzimmer der Kettanschen Wirtschaft zu verlegen. Sein Hauptquartier dagegen in Kleinförstchen bezogen. Als am Abend des 18.05.1813 heftiger Kanonendonner von Königswartha einsetzte, begab sich Napoleon wieder von Kleinförstchen nach der Salzenforster Höhe und von da nach seinen linken Flügel bei Kleinwelka, wo er Erkundigungen einzog. Erst  gegen Mitternacht kehrte er über Salzenforst nach Kleinförstchen zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18./19.05.1813 führte der Hausbesitzer Juri (Georg) Kettan den Kaiser der Franzosen,  Napoleon Bonaparte, und seine Offiziere auf den Chorberg und erklärte die umliegenden Ortschaften (Chr. S. 14). Bereits am 15.05.1813 beschossen die Franzosen vom Chorberg mit Kanonen die Preußen bei Lubachau (Chr. S.16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird berichtet, daß Kettan, Juri stotterte und im Beisein der Franzosen nur auf der Ofenbank sitzen durfte. Ein gewisser Löschau aus Salzenforst hat die Franzosen im Mai 1813 durch die Spree geführt und ist nicht wieder heimgekehrt. (s. Chr. S. 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L. Oberhofer berichtet in &amp;quot;Geschichte der Stadt Bautzen&amp;quot; von 1963, daß es eine Napoleonsstube in Salzenforst gab; vermutlich in Haus Nr.1. Am 19.05.1813 ritt der Kaiser auf den Windmühlenberg bei Loga und die Wiwalze, um Beobachtungen anzustellen. Auf einer Felsenkuppe bei Stiebitz entwarf er seinen Angriffsplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichtlicher Hintergrund aus dem Buch von Ralf Schramm: „Der 19.Mai 1813 und seine Ursachen“: ====&lt;br /&gt;
Das XI. Korps der französischen Armee unter Marschall Macdonald marschierte am 15.05.1813 bis auf die Höhen von Klein-u. Oberförstchen, von wo aus er die verbündeten Armeen der Preußen und Russen sehen konnte, die vereint östlich der Spree hinter Bautzen stehen. Am Abend besetzte das Korps die Anhöhen von Gaußig bis Kleinwelka (S.42). Am 17.05. gegen 6Uhr abends unternahm Macdonald mit einem Teil des XI. Korps eine Erkennung, was eine Kanonade von beiden Seiten veranlaßte (S.46). Gegen Mittag des 18.05. verließ Napoleon Dresden und traf mit dem größten Teil der Garde in Hartha ein (S.54).  Am 19.05. stand das XI. Korps unter Marschall Macdonald vor Bautzen, das VI. Korps unter Marschall Marmont stand links von ihm, dem Dorf Nimschütz gegenüber. Den linken Flügel bildete das IV: Korps unter General Bertrand. Er schloß sich nördlich des IV. Korps an und lehnte an Kleinwelka. Die Garden und das I. Kavalleriekorps unter Latour-Maubourg stellten sich als Reserve zwischen Göda und Kleinförstchen zu beiden Seiten der Straße, die von Dresden nach Bautzen führt, auf. Am frühen Morgen des 19.05. verließ Napoleon Großharthau und nahm sein Hauptquartier in Kleinförstchen (S.57).&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto 1.jpg|mini|Napoleon bei Bautzen in der Nacht vom 20. zum 21. Mai 1813 (Paul Gavarni 1836)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleonmuseum-Gemaeldeecke.jpg|mini|Napoleon mit Gräfin Auguste Charlotte am Sonnentempel in Schmochtitz (Napoleonmuseum Georgewitz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Temritz ====&lt;br /&gt;
1813: von den Russischen Truppen wurde das Koban&#039;sche Gut in Temritz in Brand gesteckt und eingeäschert. In der Chronik S.189ff. wird die Requirierung des Lehmann&#039;schen Gutes in Temritz beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
Napoleon hatte ein intimes Verhältnis mit der Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge, Rittergutsbesitzerin von Schmochtitz. Die Gräfin verbrachte die 4 Jahre von 1809 -1812 in Paris (Franz Triebs: &amp;quot;Franzosengrab&amp;quot; 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (Chr. S.308-309). Zeugnis davon ist ein Gemälde, welches beide im Sonnentempel von Schmochtitz darstellt. Napoleon ritt mit einem Offizier vom Hauptquartier in Kleinförstchen nach Schmochtitz. Als sich die Tür für den Kaiser öffnete, blieb der Offizier bei den Pferden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräfinn verehrte Napoleon sehr. Während der Verbannung Napoleons auf der Insel Elba besuchte sie ihn. Sie sagte zu ihm: &amp;quot;Sie sind jetzt ein Privatmann. Ich werde Sie freikaufen&amp;quot;. &amp;quot;Nein&amp;quot; erwiderte der Kaiser, &amp;quot;dafür reicht Ihr Vermögen nicht. Ich danke Ihnen.&amp;quot; (E.  Klausnitzer: Bautzener Kulturschau 3/1980) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Weltkrieg, Kampf um Bautzen 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Offensive ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in und um Bautzen begannen am 16. April 1945 mit dem Angriff der 1. ukrainischen Front und der 2. polnischen Armee über die Neiße bei Rothenburg in Richtung Dresden. Am 18. April begann der Angriff auf Bautzen. Im Norden von der 26. mech. Gardebrigade, im Osten von der 24. mech. Gardebrigade und im Süden von der 25. mech. Gardebrigade gemeinsam mit der 57. Panzerbrigade umringt, drangen am 19.04. sowjetische Truppen in Bautzen ein. Ebenfalls am 19. April erreichte die nördlich von Bautzen in Richtung Großdubrau-Radibor vorrückende 3. Panzerbrigade des 1. polnischen Panzerkorps die Gemeinden Bolbritz und Salzenforst. Sie hatte das Ziel, die Autobahn Richtung Dresden bei Döbschke zu unterbrechen. Am 23. April begann der Gegenangriff der Deutschen zur Befreiung des von den Russen eingeschlossenen Bautzen. Daran beteiligt waren ein Fallschirmpanzerkorps und die dazugezogene Fallschirmpanzerdivision 1 &amp;quot;Hermann Göring&amp;quot;. In Bautzen standen dem Kampfkommandanten Oberst Hoepke etwa 3000 Mann zur Verfügung. Dazu gehörten etwa 200 Mann der SS-Division &amp;quot;Frundsberg&amp;quot;, Volkssturmbataillone, Flakabteilungen, Landesschützen, eine Bewährungskompanie der 4. Panzerarmee und Reste des Grenadierregimentes 1244. Oberst Hoepke ließ am 20. April die Kronprinzenbrücke und in der Seidau die Spreebrücke sprengen.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampfhandlungen in und um Salzenforst vom 23.04-26.04.1945 ===&lt;br /&gt;
In der stockdunklen, naßkalten und regnerischen Nacht vom 23. zum 24.04. wurde die 2. polnische Panzerbrigade von Malschwitz und Niedergurig nach Salzenforst verlegt. Am 24.04. führte diese Brigade einen Gegenangriff mit 2 Panzerbataillonen und 1 Infanteriebataillon aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polnischen Panzer hatten deutsche Einheiten von der Autobahn westlich von Bautzen vertrieben und den Humboldthain südöstlich von Stiebitz erreicht. Dabei hatte das II. Bataillon des Fallschirmpanzer-Grenadierregimentes I „HG“ an der Ziegelei Dreistern und bei Oberförstchen erhebliche Verluste erlitten. Grenadiere dieses II. Bataillons führten bis zur Dämmerung ein stundenlanges, heftiges Gefecht mit einer Einheit des 929. Schützenregimentes um das Umspannwerk Rattwitz, das sie mit hohen Verlusten einnahmen. Gepanzerte Kräfte wurden an diesem Tag aus Bautzen herausgezogen. Dazu gehörte die Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“, die vor Bloaschütz konzentriert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angriff wurde  am 24.04. 12 Uhr abgebrochen und die 2. polnische Panzerbrigade musste auf Salzenforst und Bolbritz zurückgehen, als deutsche Truppen über Oberförstchen und Bloaschütz zur Umfassung ansetzten, um westlich Salzenforst durchzubrechen und somit die polnische Gruppierung bei Groß-u. Kleinwelka bedrohten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gruben sich am Rand der Ortschaften Salzenforst und Bolbritz mit der Front nach Süden ein. Der Druck der Deutschen nahm stündlich zu. Auf Grund des Treibstoffmangels war die 2. polnische Panzerbrigade unter dem Feuerschutz der Artillerie gezwungen, auf die Ortschaften Schmochtitz und Strohschütz zurückzugehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr.png|mini|605x605px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwäche der 2. poln. Armee erkennend, greift am 25.04. die FschPzDiv 1 „HG“ gegen 13 Uhr aus Richtung Nordwesten auf Teichnitz und Kleinwelka an. Gegen 14 Uhr wurde durch das II. Bataillon des FschGrR 2 „HG“ der Ort Temritz eingenommen. Am Nachmittag erfolgte ein Flankenmanöver der Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“ über Bolbritz und Salzenforst. Die Front der polnischen Truppen wurde aufgerollt und Kleinwelka eingenommen. Am 25. Und 26.04. kommt es in und um Kleinwelka zu schweren Kämpfen mit dem 1. Poln. Panzerkorps. Die polnischen Truppen flohen nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salzenforst wurde am 25.04. von den deutschen Truppen besetzt. Wie Dr. J. Ziesche schreibt, erschossen Angehörige der Panzergrenadierdivision &amp;quot;Brandenburg&amp;quot; sowjetische und polnische Verwundete im Haus Nr.34, wo die Polen ein kleines Lazarett eingerichtet hatten. Die Angaben der Getöteten schwanken zwischen 9 und 14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26./27.04. wurde die 9. Poln. Infanteriedivision im Raum Panschwitz-Kuckau zerschlagen, woran auch Ukrainer der Panzerjagdbrigade „Freie Ukraine“ beteiligt waren. Am 27.04. wurde Bautzen bis zum Kriegsende von der Wehrmacht besetzt. Am 08.05., dem Tag der Kapitulation, nahm das 32. Infanterieregiment der 8. polnischen Infanteriedivision kampflos die Stadt Bautzen ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Quellen:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Spurensuche-Die Kämpfe um Weißenberg und Bautzen im April 1945“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Bautzen im April 1945“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urbanke, Axel: „Endkampf um das Reichsgebiet 1944-1945 Ostfront“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 5,6,7/1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefechtsberichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.511 Luga/Stiebitz/Nadelwitz ====&lt;br /&gt;
GM Nr.26 SC 1.PPK an BH mot. und Pz-Truppen 1.UKF, 24.04.45 12 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     In Erfüllung des GB des Korpskommandeurs ging die 2. PBr um 10 Uhr zum A über und blockierte um 12 Uhr nach Überwindung heftigen Feuerwiderstandes durch den Gegner an der Chaussee 1 km S Stiebitz. Dabei wurden 2 Panzer, 1 SPW und 3 Kfz. des Gegners abgeschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 3.PBr trifft auf außergewöhnlich heftigen Feuerwiderstand gegnerischer Art. und GW aus Richtung Gutshof Nadelwitz, Kasernengebäude am Gutshof an der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     1.mot. Inf. Br: die Schützenbataillone befinden sich O der Chaussee Doberschütz, Bautzen im Abschnitt: Kreuzung der Chaussee mit der AB, Kreuzung der Landstraße mit der Chaussee 1 km NW Höhe 189,0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.513 Bautzen/Nimschütz/Doberschau/Wartha ====&lt;br /&gt;
GM Nr.93 der Führung der 2.PA an die Führung der 1.UKF,24.04.45 14 Uhr (K:100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1.PPK vernichtet im ZW mit dem 48.SK und dem 7.mGK die gegnerische Panzergruppierung am SW, SO OR Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1. mot. Inf. Br verteidigt sich im Abschnitt 1 km NO Bautzen, Wegegabelung O Nimschütz. Die 2.PBr ging zum Angriff über und erreichte um 17 Uhr die Flussbiegung SW Bautzen, wo sie das W Flussufer säuberte. Die 3.PBr ging in Richtung Sokulahora, Doberschau zum Angriff über und erreichte die Wegegabelung 1 km SO Bautzen. 7 Panzer blieben wegen TS-Mangel liegen. Korpsstab: Großwelka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Um 13 Uhr traf eine Kolonne von 250 Kfz. unter Führung des Stellvertreter Chefs RD der Front mit TS und Diesel für die Panzer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Armeestab ab 6 Uhr 24.04.45 Wartha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH (Befehlshaber) der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.514 Bautzen ====&lt;br /&gt;
Meldung der Führung der 2.PA an Führung 1.UKF über die Lage in Bautzen, 24.04.45 15 Uhr Neudorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht während der Gespräche mit General Petrow meldete ich ihm, das Kortschagin nur den Südlichen Teil von BZ aufgegeben hat, so jedenfalls informierte mich Kortschagin.  Es ist jedoch zu vermuten, dass zu diesem Zeitpunkt die gesamte Stadt mit Ausnahme einzelner Widerstandsherde in den Händen des Gegners war. Seit heute Morgen gibt es Gefechte um die Stadt. Ich habe Kortschagin, dem Korpskommandeur Rogossni mit seiner 254.SD ein Regiment der Panzerjägerbrigade und ein Regiment SU -76 zugeteilt und unterstütze ihn mit zwei PBr, die Schläge aus O und SO sowie W und SW führen. Ich habe meiner gesamten Artillerie befohlen, den Kampf um BZ zu unterstützen. Ich habe in Ihrem Namen Kortschagin aufgefordert, die Lage wiederherzustellen und die Stadt koste es was es wolle zu halten. Seit dem Morgen führen wir Gefechte um BZ, ohne irgendwelche spürbaren Ergebnisse. Das Fehlen der Infanterie macht sich bemerkbar. Die Panzer und SFL greifen selbständig an und erleiden Verluste durch gestreckte Ladungen und Artillerie des Gegners. Wir brauchen Infanterie. Ich bitte um Ihre Weisungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Zur vollständigen Einnahme und zum Halten der wichtigen Straßenknoten in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Zur Deckung der 30 km breiten und nicht gesicherten Bresche zwischen BZ und der linken Flanke der 9. ID durch die in der vergangenen Nacht und seit morgens den ganze Tag gegnerische Gruppen in Kompanie- und Bataillonsstärke mit gepanzerten Fahrzeugen in die rückwertigen Räume der 9. und 8. ID einsickern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Für einen Schlag am linken Ufer der Spree und den „Weißen Schöps“ in Richtung Korotejew mit dem Ziel, den eingesickerten Gegner schnellstens zu liquidieren. Dazu bitte ich um die Erlaubnis, unverzüglich meine 10., 7., und Teile der 5.ID aus S in den Raum Königswartha zu verlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Swierszewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.515 Autobahn/Rattwitz/Bolbritz/Kreckwitz/ Basankwitz/Niedergurig ====&lt;br /&gt;
GM Nr.27 SC 1.PPK an Führung 2.PA, 24.04.45 15 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Nach Einnahme von BZ begann der Gegner mit Unterstützung von starkem Artillerie- und Granatwerfer-Feuer in kleinen Gruppen entlang der Autobahn nach W und NW durchzubrechen. Unter starker Feuereinwirkung verließ die 14.PJBr um 14 Uhr den Raum Rattwitz nach N. Ein Angriff gegnerischer Panzer und Infanterie in Richtung Oberuhna wurde abgeschlagen. Es wurden 2 Panzer abgeschossen. Die restlichen drehten nach W ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Um 14.30 Uhr brach der Gegner mit einer Kompanie in Bolbritz durch. Die restlichen kleinen Gruppen drehten nach W und nördlich davon. Im Raum Kreckwitz handelten bis 2 Bttr des Gegners, in Basankwitz bis 1 Bttr, in Niedergurig bis 1 Bttr und am N OR 1 Bttr Artillerie und GW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Die TT des Korps setzen die Erfüllung ihrer Aufgabe fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.520 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 18.00 Uhr, Salzenforst. - Gefechtsbericht Nr. 0010 des Kommandeurs des 28. Panzerartillerieregiments über die Kampfhandlungen des Regiments in der Region Salzenforst. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Das 28. SFL-AR (Selbstfahrlafetten-Artillerie-Regiment) wurden zur Verteidigung am nordwestlichen Rand von Salzenforst eingesetzt. Um 11:00 Uhr 24.IV.1945, wurden 2 gepanzerte Geschütze SU-85 entsandt, um den rechten Flügel des Panzerangriffs im Wald 1,5 km südlich von Salzenforst zu unterstützen, eines der Geschütze wurde beschädigt (von einer Kanone durchbohrt) und der Geschützkommandant wurde tödlich verwundet. Die restlichen Kampffahrzeuge befinden sich in der Verteidigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Inventar der SFL (Selbstfahrlafette oder Geschützpanzer) SU-85 im Regiment - 20. Der tatsächliche Zustand – 12 bereit zum Kampf. In der Zeit vom 16. bis 24.IV.1945 wurden beschädigt: 3 Geschütze im Gebiet Horka, eines im Gebiet Klix, und eines im Gebiet Salzenforst. Ein Geschütz versank in einem Sumpf im Bereich der Schule Horka, zwei Kampffahrzeuge wurden in der Gegend Horka aufgrund einer technischen Störung zurückgelassen. Insgesamt 8 SU-85 Panzergeschütze (Gefechtsfahrzeuge) außerhalb der Kampfformationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Versorgungsstatus des Regiments: Treibstoff - Dieselkraftstoff 0,7 TF, Benzin - 0,25 TF, Munition - 1 KS; Essen - 2 Rationen pro Tag. Darüber hinaus gibt es in der Gegend von Algier (500 nw Geheege-Ortsteil von Rothenburg): Treibstoff - Dieselkraftstoff 1,5 TF, Benzin 1,5 TF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Verbindung mit dem Armeestab durch die Verbindungsoffiziere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef                                                           Befehlshaber des 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Czubczenko, Major                                       Panzerabwehrartillerieregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                                                                  M. Zubkow, Oberstleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TF – Tankfüllung;  KS - Kampfsatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 521Welka/Niedergurig/Nimschütz ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 18.00 Uhr Welka. – Gefechtsbericht Nr. 080 des Leiters der OPL-Abteilung der 2. Polnischen Armee WP (Wielko Polska – Großpolen?) an den Befehlshaber der 2. poln. Armee WP über die Aktivitäten der feindlichen Luftwaffe und der OPL-Einheiten der Armee. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Armeeeinheiten kämpfen an den bestehenden Grenzen und Regionen. Die feindliche Panzergruppe, die im Rücken der Armee operierte, griff Niedergurig und Nimschütz an; Angriffe wurden abgewehrt. Die zweite Gruppe, die nach unvollständigen Angaben etwa 200 Kampffahrzeuge zählt, griff Bautzen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Während des letzten Tages wurden auf der Landebahn der Armee 43 FW-190 Flugzeuge entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die feindliche Luftwaffe führte Aufklärung über der Kampfgruppe der Truppen, vor allem auf der Straße Bautzen, Malschwitz, Guttau und Bautzen, Königswartha durch. Die Aufklärung erfolgte mit Flugzeugen des Typs He-111, und besonders intensiv mit FW-190 in einer Höhe von 1000 -3000 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Gruppe von 6- 10 Flugzeugen FW-190 der feindlichen Luftwaffe bombardierte und attackierte mit Waffen die Fahrzeugkolonne von 250 Frontfahrzeugen, welche auf der Straße von Welka nach Neudorf Munition und MPS für unsere Armee mitgeführte. 60 rotierende Antipersonenbomben sowie 11 FAB-50 wurden abgeworfen. Es verbrannten 8 Autos auf der Straße von Welka nach Neudorf und 9 Fahrzeuge im Wald nördlich von Neudorf. Die feindliche Luftwaffe griff die Straße Großwelka Königswartha an. 2 Stunden lang bombardierte und beschoß eine Gruppe von 5-6 Flugzeugen FW-190 diese systematisch mit Bordwaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Das Regiment, das die Frontkolonne deckte, feuerte. Es gab keine abgeschossenen Flugzeuge. Munitionsverbrauch unbekannt. Die Einheiten der 3. Flak-Division feuerten nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Das Flak-Artilleriefeuer schoss keine feindlichen Flugzeuge ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Bestand und Verbrauch der Munition. Flakdivision:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbrauch:   85 mm – 0 KS             Bestand:            85mm – 1,2 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      37 mm – 0 KS                                    37 mm – 1,7 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      12,7 mm – 0 KS                                 12,7 mm – 1,2 KS   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 528 Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 20.00 Uhr (Luga). – Gefechtsbericht Nr.28 des Stabschefs des 1. Panzerkorps an den Kommandeur der 2. poln. Armee WP über die Kämpfe des Korps in Bautzen. Karte 1:100 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 20.00 Uhr 24.IV.1945 befahl der Korpskommandeur: die 2. Panzerbrigade mit einem Bataillon des 34. Infanterieregiments den Feind zurückzuschlagen, der in den westlichen Rand einbrach. Während der zweistündigen Kämpfe wurden sechs Panzer „Tiger“ und „Ferdinand“ beschädigt. Aus dem Hinterhalt beschädigte und verbrannte der Feind mit „Tiger“ und „Ferdinand“ fünf unserer Panzer. Etwa 25 feindliche schwere Panzer, massiv unterstützt durch ein Infanteriebataillon, griffen die Gefechtsformationen unserer und benachbarter Truppen am westlichen Rand von Bautzen an. Infanterie und Artillerie benachbarter Truppen befinden sich östlich von uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                     Chef des 1. Stabskorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                     A. Jerisow, Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.531 Stiebitz/Teichnitz/Burk ====&lt;br /&gt;
GM 2.Poln. Armee an Führung 1.UKF, 24.04.45 22 Uhr (Neudorf), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Der Gegner leistete mit zerstreuten Einheiten der PGD „Brandenburg“, dem 114.Marschbataillon, dem 185.Volkssturm. Btl. im Verlaufe des 24.04.1945 heftigen Widerstand und führte GA mit bis zu 1 Bataillon unterstützt durch 5-6 Panzer. Die generische Luftwaffe bombardierte im Verlauf des gesamten 24.04.45 mit Gruppen von bis 30 Flugzeugen (Messerschmitt) unsere Gefechtsordnung und die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Armee im Verlauf des 24.IV.1945: Die 10. PD war im Angriffsgefecht, ..... auf der Linie: 2km südwestlich Neustadt, ....  Die 5. 8. Und 9. PD im vorigen Gebiet befahlen den Abwehrkampf und wehrten eine kleine Gruppe von Feinden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Das 1.PPK mit den 7.mGK und die 254.SD des 48.SK führen mit wechselndem Erfolg Gefechte um Bautzen. Am 24.04.45 20 Uhr setzten sich die TT im Abschnitt Stiebitz, Teichnitz, 2 km SW Burk fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Kfz.-Kolonne der Front mit Munition und Treibstoff traf im Raum Neudorf ein. Dorthin kamen Vertreter der TT zur Übernahme von TS und Munition. Das 1.PPK erhielt keinen TS infolge der aktiven Handlungen der gegnerischen Luftwaffe auf die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Nachrichtenverbindung zu den TT der Armee über Funk und Verbindungsoffiziere. Die Drahtverbindung arbeitete mit Unterbrechung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Ich habe mich entschlossen die Erfüllung der gestellten Aufgabe fortzusetzen und mit dem 1.PPK Gefechte zur Einnahme von Bautzen zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 532 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 23.00 Uhr, Salzenforst – Gefechtsmeldung des Kommandeurs des 5. Schweren Panzerregiments an den Befehlshaber der 2. Poln. Armee über die Gefahr der Gefangennahme durch den Feind bei Salzenforst und der Rückzug des Regiments auf den neuen Verteidigungsabschnitt: Wald 1 km südwestlich von Welka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.IV.1945 ab 12.00 Uhr kämpfte das Regiment gegen feindliche Panzer und Infanterie, die aus dem Gebiet von Bolbritz und dem westlichen Rand von Bautzen kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Panzer, von schwerem Artillerie- und Flugzeugfeuer unterstützt, rückten am 24.IV.1945 22.00 Uhr bis Salzenforst vor. Das Regiment zog sich auf die neue Verteidigungslinie zurück – Wald 1 km südwestlich von Welka. Verluste: 3 Panzer T-34 85mm. Unsere Infanterie gibt es nicht und es gab sie nicht. Das Regiment kämpfte nur mit seinen Gefechtsfahrzeugen. Bitte um weitere Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommandeur des 5. Selbstständigen schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.533 Neudorf/Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 25.IV., 2.00 Neudorf. - Der Gefechtsbefehl des Stabschefs der 2. Armee WP definiert die Aufgaben der Truppen für den Tag 25. April 1945. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befehlshaber der Armee befahl am 25.IV.1945 die folgenden Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    8. Infanteriedivision - nach Bereitstellung im Bereich Luga, Quoos und im Wäldchen nördlich von Quoos beginnen Sie am 25.IV.1945 um 9.00 Uhr den Vormarsch in Richtung Königswartha bis zum Aufeinandertreffen mit Einheiten der 14. Gardeschützendivision und nehmen Sie Kontakt mit Ihnen auf. Anschließend greifen Sie in Richtung Guttau, Kleinsaubernitz an um die Truppen der 7. Und 10. Infanteriedivision zu erreichen und sich mit diesen zu verbinden. Divisionsstab – Quoos, danach Sdier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    10. Infanteriedivision – Angriff nach Süden in Richtung Uhyst, Sdier; vereinigen sie sich mit den Einheiten der 8. Infanteriedivision. Divisionsstab: - Nochten, danach Uhyst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    7. Infanteriedivision fährt mit dem Angriff Richtung Dauban fort und weiter westlich schließen Sie sich den Truppen der 8. Infanteriedivision an, die nach Osten vorrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.    Die 5. und 9. Infanteriedivision - Verteidigung auf breiter Front auf der Linie: 5. Inf.-Div. - östlicher Rand von Kamenz und die 9. Inf.-Div. – Helenau, Bischheim, Nieder Lichtenau, Höhe 306,2, Lichtenberg, Höhe 296,3, Höhe 305,6, Höhe 299,5, Gemeindebusch - decken Sie die Richtung Dresden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.    1. Panzerkorps - Führen Sie in Zusammenarbeit mit dem 7.mech. Gardekorps die zuvor erhaltene Aufgabe gemäß dem Kampfbefehl Nr. 11554 durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.    Führen Sie Aktionen entschlossen und entschieden durch und sorgen Sie vor allem für eine effiziente und flexible Führung der Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.    Armeestab -Neudorf (4km südlich von Königswartha).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.    Bestätigen Sie den Empfang der Befehle, und berichten Sie über die erteilten Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Operationsabteilung                    Stabschef der 2. Armee WP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S. Noss, Oberst                                               J. Sankowski, Brigadegeneral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 534 Großwelka/Großdubrau/Neumalsitz ====&lt;br /&gt;
1945, 25. April, 2.30 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 18 des Stabschefs des 1. Panzerkorps zum Halten der Verteidigungsstellungen des Korps entlang der Grenze Klein- und Großwelka, Fluß Spree. Karte 1:100000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Befehl des Armeekommandanten befahl der Korpskommandant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     4. Panzerbrigade mit den zugewiesenen Truppen - verteidigen Sie sich weiterhin an der aktuellen Grenze und achten dabei besonders auf den linken Flügel. Gefechtsstand - südlicher Abschnitt Großdubrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     3. Panzerbrigade) - bis 6.00 Uhr ziehen sich ihre Truppen über die Spreeübergänge zurück. und beziehen sie die Verteidigung an der Grenze der Höhe 193.0, Klein- und Großwelka. Ausgehend von der Linie halten Sie sich ab 10.00 Uhr in Bereitschaft zum Gegenangriff auf den Feind in Richtung: Rattwitz, Bloaschütz, Nimschütz. Gefechtsstand – westlicher Rand Großwelka. Unterstützt durch das 27. SFL-Art.-Reg. (Panzerjäger-Regiment).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     2. Panzerbrigade - unter dem Kommando des stellvertretenden Brigade Kommandeurs - Oberstleutnant Dmitriev, herausfahren seiner Panzer, in der Gegend von Strohschütz aufstellen und dem Kommandeur der 3. Panzerbrigade zur Verfügung zu stellen. Die rückwärtigen Dienste der Brigade konzentrieren sich in den Wäldern nördlich von Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     1. mot. Inf.-Brigade) mit dem 2. Granatwerferregiment - ziehen Sie sich sofort in kleinen Gruppen von dem besetzten Abschnitt zurück und nehmen Sie die Verteidigung entlang des Westufers der Spree ein. Gefechtsstand – Neu Malsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     25. und 24. SFL-Artillerie-Regiment, 1. Geschoßwerferabteilung und das 47. Artillerie-Regiment - die Hauptkräfte bleiben bis zum Morgen des 25.IV.1945 im bisherigen Gebiet und übernehmen die Verteidigung gemäß den Anweisungen des Artilleriekommandeurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Leiter der Aufklärung - organisieren Sie die nächtliche Aufklärung im Gebiet Bunzlau? (Bolbritz!?) mit der Aufgabe zur Bestimmung der Zusammensetzung und Gruppierung feindlicher Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Stellvertretender Brigadekommandeur für rückwärtige Dienste - Nachschub von Treibstoff und Munition gemäß den Richtlinien des Leiters des Rückwärtigen Dienstes sicherstellen. Gefechtsstand – 6. Nachrichtenbataillon?), 2. Kradschützen-Bataillon, 15. Pionierbataillon bis zum Morgen des 25.IV.1945. – Luga. 15. Pionierbataillon schirmt ab und geht an Luga heran in westlicher und nördlicher Richtung. Rückwärtige Dienste Raum Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Gefechtsstand Korps ab 6.00 Uhr – Großwelka, ab 6.00 Uhr – Luga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.     2. Kradschützen-Bataillon) – bezieht Stellung im Gebiet von Übigau, um den Stab des Korps von Norden abzuschirmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.  Es sollen Berichte vorgelegt werden: über die Uhrzeit des Marschbeginns und über das Zusammenstoßen mit dem Feind, dann stündlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                                 Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                          A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.535 Großwelka/Quoos/Übigau ====&lt;br /&gt;
1945, 25 April, 3.00 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 019 des Stabschefs des 1. Panzerkorps über den Übergang des 4. Panzerbrigade und der 1. mot. Inf.-Brigade in die Reserve des Armeebefehlshabers und die Unterstellung der 3. Panzerbrigade unter den Kommandeur der 8. Infanteriedivision. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemäß dem Gefechtsbefehl des Stabes der 2. polnischen Armee WP vom 25.IV.1945 befahl der Korpskommandeur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     3. Panzerbrigade, 24.,25. und 27. SFL-Artillerieregiment wird der 8. Infanteriedivision zugewiesen. Zugewiesene Truppen verstärken die Verteidigung der Division. Tarnen sie die Kampffahrzeuge und organisieren Sie Panzerhinterhalte auf der Linie: a) Kreckwitz, Höhe 193,0, Großwelka; b) Horka, Übigau, Radibor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Granatwerferregiment sowie die 1. Geschoßwerferabteilung werden der 9. Infanteriedivision zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die 4. Panzerbrigade, ohne ein einziges Panzerbataillon– die Reserve des Armeekommandanten – ist bis 7.00 Uhr im Zentrum von Quoos. Ein Bataillon soll dem 17. Infanterie-Regiment mit der Aufgabe des gemeinsamen Kampfes in der Region Sdier zugeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Die 1. mot. Inf.-Brigade bildet zusammen mit der 4. Panzerbrigade eine mobile Reserve des Armeekommandanten, um den zweiten Verteidigungsabschnitt auf der Linie Übigau – Quoos zu besetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Kommandeure der zugewiesenen Truppen - melden sich bis 8.00 Uhr des 25.IV.1945 bei den Divisionskommandeuren, um von ihnen Gefechtsaufgabenaufgaben zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Gefechtsstände: 8. Infanteriedivision – Quoos, 9. Infanteriedivision – Horka 8048 (russ. Koordinate).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Über die Ausführung ist bis 10.00 Uhr 25.IV.1945 Meldung zu erstatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Artilleriekommandant - sorgen Sie für den rechtzeitigen Abzug der Abteilungen und deren Konzentration im neuen Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.536 Kleinwelka/Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945; 25. April 3.00 Uhr, Kleinwelka. - Gefechtsbericht Nr. 011 des Stabschefs des 5. schweren Panzerregiments über die Kämpfe der 1. Panzerkompanie in der Umgebung Salzenforst. Karte 1:50000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich melde, dass beim Angriff der 1. Kompanie des 5. schweren Panzer-Regiments um 18.00 Uhr am 24.IV.1945 in Richtung Salzenforst zwei Panzer &amp;quot;Tiger&amp;quot; ausbrannten und einer in der Gegend von Salzenforst beschädigt wurde. Derzeit besetzt die 1. Kompanie Feuerstellungen am südlichen Rand des Wäldchens 500 m nordöstlich von Salzenforst. Die Kompanie erlitt keine Verluste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef des 5. Unabhängigen (selbstständigen) schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Panzergrenadier-Division Brandenburg ====&lt;br /&gt;
Von Anfang März bis Mitte April 1945 stand die Division im Raum Weißwasser an der Lausitzer Neiße. Bei dem erneuten sowjetischen Großangriff der Roten Armee am 16. April wurde die Division schließlich im Raum Rothenburg-Penzig (nördlich Görlitz) eingekesselt, konnte jedoch schon am 20. April nach Löbau ausbrechen. Nachdem die Reste der Division um Bautzen gekämpft hatten, wurden sie am 3. Mai 1945 per Bahn in den Raum Mährisch-Ostrau in das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren verbracht. Anfang Mai 1945 kämpften dort immer noch Einheiten der Division bei Olmütz und zogen sich bis in den Raum Deutsch-Brod zurück. Nach der Kapitulation der Wehrmacht marschierte ein Teil der Division nach Westen, während andere Teile sich einfach auflösten. Ein großer Teil ging in Tabor in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Vielfach wurden Angehörige der Division von der tschechischen Bevölkerung ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisberichte von Salzenforster Einwohnern ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H.-J. Schneider *02.01.1941 Salzenforst Nr.28:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;In der Nacht vom 13. zum 14. 02 1945 konnten wir von Salzenforst aus einen hellen Schein in Richtung Dresden erkennen. Ich war gerade 4 Jahre alt. Es wurde gesagt, Dresden brennt. Man sprach davon, daß vorher Christbäume von Aufklärungsflugzeugen gesetzt wurden (sogenannte brennende Fackeln), um den Bomben die Ziele zu markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dann die Kriegshandlungen näher rückten, wurden mit unseren Nachbarn sowie im gesamten Viertel, auch Ziegenviertel genannt, (dort wohnten Witschas, Schulze, Schneider, Hänsch, Paulik, Polan, Dresler und Heine), Maßnahmen ergriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männer, außer Johann Polan, waren eingezogen oder bereits verstorben. Bei den ersten Kriegshandlungen fuhren wir mit unseren Kuhgespannen in die Sandgrube in Richtung Uhna - Schmochtitz. Hier flogen mit heulendem Geräusch die Granaten über uns. Als dieser Angriff vorüber war, kehrten wir wieder in unsere Gehöfte zurück. Die Kriegshandlungen rückten immer näher und uns wurde befohlen, Salzenforst zu verlassen. Wir flüchteten mit unseren Kuhgespannen +ber Sohland bis nach Schluckenau. Unser Wagen war bepackt mit Futter für die Kühe, 5 Gänse, ein Krug mit Sahne (aus der durch das Geschüttel Butter wurde) und ein paar Habseligkeiten für Mutter, Tante und uns 2 Jungs. Dort erlebten wir auch Fliegeralarm und suchten in Kellern Unterschutz. Kann mich aber an Bombenexplosionen nicht erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir wieder zu Hause waren, konnten wir keine großen Schäden erkennen. In unserer Hofeinfahrt stand ein kaputtes Halbraupenfahrzeug und bei Schulzes- oder Witschas Scheune, ich weiß es nicht mehr genau, war durch ein Panzer eine Gebäudeecke stark beschädigt. Die beschädigten Kriegsgeräte und die freiliegende Munition wurden noch von der Wehrmacht weggeräumt. Die &amp;quot;Russen&amp;quot; rückten dann ins Dorf ein und Nachbars Polan Friedel wurde zwischen uns zwei Jungs im Bett versteckt, denn Kinder wurden in Ruhe gelassen. In unserem Haus war für kurze Zeit auch ein russischer Offizier einquartiert, so daß wir relative Ruhe hatten. Dann wurden Leute aus dem Dorf verpflichtet, Vieh aus den Ställen der Bauern in Richtung Osten zu treiben. Wir behielten aber unser Vieh. Später kamen die &amp;quot;Russen&amp;quot; mit ihren Panjewagen ins Dorf gefahren und tauschten Gegenstände (auch Spielzeug) gegen Lebensmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Vater kam im Herbst 1945 aus der Gefangenschaft abgemagert zurück. Da er nur ein Auge besaß und auf der anderen Seite ein Glasauge trug und dieses wegwarf, wurde er als Invalide aus der Gefangenschaft entlassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin Schulze Haus Nr. 29:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 14 Jahren erlebte er die Kämpfe in und um Salzenforst hautnah mit. Gemeinsam mit Älteren vom Volkssturm sollte er als Hitlerjunge Panzersperren errichten. Die Deutschen griffen Salzenforst von Bolbritz und Uhna aus an. Die Scheune seines elterlichen Gehöftes wurde durch Panzerbeschuß stark beschädigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martha Worm Haus Nr.24:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine alleinstehende Großmutter begab sich mit ihren 2 Töchtern auf die Flucht Richtung Sächsische Schweiz nach Rathmannsdorf zu Verwandten. Wie so viele konnten sie nur das Notwendigste mitnehmen. Nach ihrer Rückkehr waren Haus und Hof geplündert. Das versteckte Hab und Gut wurde von den russischen Soldaten, welche einquartiert waren, gefunden und konfisziert. Mein Vater Ferdinand Worm, froh, den Krieg überlebt zu haben, floh aus englischer Gefangenschaft und kam über Umwege 1946 nach Hause.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Karl Domschke Haus Nr.14 und Moldenhauer Haus Nr.16c, Schatte, Weiß:&#039;&#039;&#039;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Domschke war bei der Erschießung der jüdischen Frauen zugegen. (Manfred gibt Bericht). Erlebnisse s. u. &amp;quot;Judendenkmal&amp;quot;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene Einwohner ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in Salzenforst wurden mit der gleichen Härte geführt wie überall um Bautzen. Es wurden zahlreiche Gebäude im Ort durch Artillerie- und Panzerbeschuss zerstört. Lt. Ortschronik starben bei den Kämpfen 6 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22.04.45 wurde &#039;&#039;&#039;Karl Pietschmann&#039;&#039;&#039; durch einen deutschen Wachposten auf dem Feld erschossen, weil er nicht stehen blieb. Man sagt, Karl war geistig verwirrt. Die Chronik berichtet, dass Herr Pietschmann die Kühe auf der Wiese umpflocken wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus Nr.33 (ehemals Dreßler) war eine Anzahl zurückgebliebener Einwohner im Keller eingesperrt. Der pensionierte Schulmeister Wange hatte eine weiße Fahne oder Taschentuch gehisst und sich wieder in das Haus zurückbegeben. Die deutschen Soldaten vermuteten einen Hinterhalt der Polen und warfen eine oder mehrere Handgranaten in das Haus. Herr Wange war sofort tot und Frau Suschke und Frau Preusche starben an ihren schweren Verletzungen (Pietsch, Karl: „Ortschronik Salzenforst“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Margarethe Suschke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Maria Auguste Preusche&#039;&#039;&#039; (1. Frau von Preusche, Hermann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Herr &#039;&#039;&#039;Ernst Heinrich Richard Wange&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kam es zu einem tragischen Unfall.  Die 7-jährigen Kinder &#039;&#039;&#039;Wolfgang Mattitza&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Günter Jentsch&#039;&#039;&#039; spielten am 23.05.1945 auf dem Feld von Domschke (jetzt Kreisverkehr) Hascher. Dabei fanden sie eine Stielhandgranate und da sie nicht wussten, um was es sich handelte, schmissen sie diese weg. Durch die Explosion wurden beide Kinder schwer verletzt. Nachdem man sie fand, wurden sie mit dem Fuhrwerk nach Bautzen gebracht. Wolfgang M. verlor das rechte Auge, Günter J. verstarb am nächsten Tag im St. Benno Krankenhaus in Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene ausländische Bürger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maslanka, Feliks Tod.jpg|mini|548x548px|Bekanntmachung zur Hinrichtung von Feliks Maslanka]]&lt;br /&gt;
Während des Krieges waren im Ort ausländische Bürger zur Arbeit auf den Bauernhöfen gezwungen (sog. „Zwangsarbeiter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod des Zwangsarbeiters &#039;&#039;&#039;Feliks Maslanka&#039;&#039;&#039; aus Polen wurde am 13.02.42 durch die Gestapo Dresden angezeigt. Augenzeugen berichteten, dass während des Krieges ein Zwangsarbeiter erhängt wurde, weil dieser eine Liaison mit einer Deutschen gehabt haben soll. Das war Herr Maslanka. Die Hinrichtung fand ganz in der Nähe des Chorberges statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau &#039;&#039;&#039;Anna Hortaszko&#039;&#039;&#039;, ebenfalls Zwangsarbeiterin aus Polen, verstarb lt. Sterbeurkunde am 05.04.45 um 22 Uhr mit 23 Jahren an einem Herzschlag. Sie wurde im Waschhaus des Hauses Nr.17 tot aufgefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;KZ - Häftling mit der Nr. 186443&#039;&#039;&#039; ist am 10.02.1945 gegen 17 Uhr am Pfahl 48/5 des Bahndammes der Reichseisenbahn in Stiebitz tot aufgefunden worden. Es war &#039;&#039;&#039;Rene&#039;&#039;&#039; Louis Jean Gabriel &#039;&#039;&#039;Stouff&#039;&#039;&#039;; geboren am 03.03.1920 in Arbois/Frankreich. Am 30.4.1944 kam er mit dem Transport aus Paris am KL Auschwitz an. Nach dem &#039;&#039;Kalender der historischen Ereignisse im KL Auschwitz&#039;&#039; [&#039;&#039;Kalendarium wydarzeń w KL Auschwitz&#039;&#039;], S. 649 von D. Czech wurden die Häftlinge am 30.04.1944 aus Paris gebracht. Sie erhielten Nummern von 184 936 bis 186 590 (Archiv des Museums Gross-Rosen). Letzter Eintrag in der Datei: 14.8.1944 r. KL Birkenau, B II f, Block 11. Von Rene Stouff wissen wir, dass dieser am 7.5/9.5.1944, 31.7./1.8.1944 und 7./8.1944 sowie am 14.8.1944 vom Lagerarzt im KZ Auschwitz untersucht wurde. Er wurde am  18.01.45 von Auschwitz-Birkenau deportiert, danach für einige Tage im KL Groß-Rosen untergebracht. Auf dem weiteren Transport mit der Reichsbahn in Richtung Mauthausen von der SS am 03.02.1945 getötet. Sein lebloser Körper wurde in der Nähe von Bautzen aus dem Zug geworfen. (Such- und Bescheinigungsvorgang Nr. 208.355 /Arolsen Archiv)     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Soldatengrab auf dem Friedhof Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik.png|mini]]&lt;br /&gt;
Wann das Grab mit dem Grabstein errichtet wurde, ist nicht mehr bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulz, Albert                      &#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;20.07.1920                                                                †25.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldwebel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Baumgarten, Johann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1926 Saarlautern                                        †April 1945 in Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schütze der St.Kp.II G.E.R. mot. G.D. -1797-         am Garten von Holland Nr.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater: August Baumgarten Saarlautern I; Saarstr. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Krepela, Friedrich aus Wien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1921 Wien                                                      †25.04.1945 Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soldat                                                                        Hausgarten bei Seidler Nr.11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Truppe: Edelweiß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RAD Feldnachschublager FP-Nr.46927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmidt, Gerhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;25.01.1922 Halbemond (Ostfriesland)                 †29.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obergefreiter des 2.FschPzGrenReg.1HG          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rebel, Bernhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;14.01.1927 Schwerstedt (Ettersberg/Weimar oder bei Straußfurt/Sömmerda) †04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwabe, Günther Manfred Hermann Ernst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;08.04.1926 Frankfurt/Main                                    †25.04.1945 in Temritz gefallen (Sterbe-Urk. Kleinwelka 7/46)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier; vermutlich II.Fsch.PZ.Gren.Reg.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abiturient/evangelisch/ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohnhaft in Sondershausen, Göldnerstraße 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: Berndt, Eberhard)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchhalteparolen zu Kriegsende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Befehle von der Führung ====&lt;br /&gt;
Anfang März Generaloberst Guderian: &#039;&#039;&amp;quot;Der deutsche Ostkämpfer weiß, daß dies der letzte und entscheidende Kampf ist, der über den Fortbestand unseres Volkes und unserer Nation entscheidet ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. März Dr. Goebbels: &#039;&#039;&amp;quot;..... schlagt die Bolschewisten, wo ihr sie trefft! ... Niemals wird die Kunde kommen, daß wir kapitulieren...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. März A. Hitler: &#039;&#039;&amp;quot;es gibt nur ein Gebot, mit verbissener Entschlossenheit allles zu tun, um den Gefahren zu trotzen, die Wende wieder herbeizuführen und zu dem Zweck dieWiderstandskraft unseres Volkes und die seiner Wehrmacht materiell und geistig zu stärken. Ebenso groß muß aber unser Fanatismus in der vernichtung derjenigen sein, die sich dem zu widersetzen suchen ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
02. April Reichsminister und Privatsekretär M. Bormann: &#039;&#039;&amp;quot;... der Kampf gegen den ins Reich eingedrungenen Gegner ist überall mit aller Unnachgiebigkeit und Unerbittlichkeit zu führen ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Reichsführer der SS Heinrich Himmler: &#039;&#039;&amp;quot;... jedes Dorf und jede Stadt werde mit allen Mitteln gehalten. Jededr für die Verteidigung eines Ortes verantwortliche deutsche Mann, der gegen diese selbstverständliche nationale Pflicht verstößt, verliert Ehre und Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Oberkommando der Wehrmacht Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel: &#039;&#039;&amp;quot;... Städte liegen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Sie müssen daher bis zum äußersten verteidigt und gehalten werden ... für die Befolgung des Befehls sind die in jeder Stadt ernannten Kampfkommandanten persönlich verantwortlich. Handeln sie dieser soldatischen Pflicht und ASufgabe zuwider, sowie alle zivilen Amtspersonen, die den Kampfkommandanten von der Pflicht abspenstig zu machen versuchen, oder gar bei der Erfüllung seiner Aufgaben behindern, werden zum Tode verurteilt ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führerbefehl Adolf Hitlers vom 16. April 1945: &#039;&#039;&amp;quot;Wer euch Befehl zum Rückzug gibt, ohne das ihr ihn genau kennt, ist sofort festzunehmen und nötigenfalls augenblicklich umzulegen, ganz gleich, welchen Rang er besitzt.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befehl von Generalfeldmarschall Ferdinand Schoerner an die Kommandeure: &#039;&#039;&amp;quot;Ich kenne keine Begriffe wie Absetzen, Zurückkämpfen, Einklappen.&amp;quot;&#039;&#039; Schoerner wird als brutalster aller Feldmarschäle bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. April Tagesbefehl Schoerner: &#039;&#039;&amp;quot;Wer seine Stellung verläßt, wird erschossen.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 6/1965)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Propaganda in Sachsen bzw. Bautzen ====&lt;br /&gt;
5. März Gauleiter Sachsen Martin Mutschmann. &#039;&#039;&amp;quot;Der Glaube an den Sieg muß erhalten bleiben und darf niemals durch ein etwaiges Vorrücken des Gegners zerbrechen. jed Meter Boden, den der Feind gewinnt, muß er mit einem ungeheuren Blutzoll erkaufen ... Nur der Tapfere behält das Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. März Kreisleiter Karl Martin vor den Bautzener Handwerks-u. Handelsbetrieben: &#039;&#039;&amp;quot;... Der Führer hat dieses Jahr als das Jahr der Wende bezeichnet. Auf sein Wort können wir uns unbedingt verlassen ... Für uns gilt es durchzuhalten, den Kopf hoch zu halten bis zu dem uns gewissen Endsieg ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. März Propagandaleiter Elsner (Großkundgebung in Bautzen): &#039;&#039;&amp;quot;... Mitten im Generalsturm unsrer Feinde müssen wir uns entscheiden, ob wir durchhalten wollen oder nicht, ob wir noch Vertrauen und Glauben an den Sieg haben ... Halten wir also aus und nehmen uns die deutschen Stützpunkte am Atlantik zum Vorbild! ...!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. April Gauleiter Mutschmann: &#039;&#039;&amp;quot;... Widerstand und Kampf bis zum Letzten! Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen und bedroht unsere Heimat mit Hunger und Elend, mit Tod und Verderben. Wer in dieser Not des Volkes gegen die Anordnungen der Partei und des Staates handelt und der nationalen Ehre unseres Volkes Schande macht, wird aus der Volksgemeinschaft ausgelöscht. jede Feindbegünstigung, sei es die Annahme von Geschenken, das Heraushängen weißer Tücher aus den Fenstern oder irgendeine Form der Anbiederung an den Feind ist Landesverrat und wird mit den Tode bestraft ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Geschichtsereignisse&amp;diff=914</id>
		<title>Geschichtsereignisse</title>
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		<updated>2025-11-26T10:40:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Napoleon in Salzenforst */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Brände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfbrand am 19. April 1801 ===&lt;br /&gt;
An diesem Tag brach beim Bauer Lukas ein Feuer aus und legte 5 Bauerngüter und 8 Häuslernahrungen in Schutt und Asche. Die Brandversicherung, die in Sachsen bereits 1770 eingeführt worden war, hatte noch nicht überall Eingang gefunden. 1777 hatte die sächsische Regierung dann eine sogenannte &amp;quot;Feuerordnung&amp;quot; erlassen, nach der sich die Bewohner richten mußten, sowohl bei der Erbauung neuer Häuser wie auch sonst. Den Abgebrannten wurde, wie zu der damaligen Zeit üblich, durch freiwillige Sammlungen geholfen. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuersbrunst am 10.Mai 1812 ===&lt;br /&gt;
In den &amp;quot;Budissiner Nachrichten&amp;quot; vom 16.05.1812 ist folgendes zu lesen: &amp;quot;In der Mittagsstunde des vorigen Sonntags (10.Mai), brach zu Salzenforst, während die meisten Bewohner zur Messe in Bautzen waren, ein plötzliches Feuer aus, welches, vom Winde schnell verbreitet, ungeachtet der Anstrengungen der Hilfeleistenden, binnen anderthalb Stunden 5 Bauernhöfe, 2 Gärtner- und 5 Häusleranwesen vollständig und von 2 Bauernhöfen die Wirtschaftsgebäude in Asche verwandelte. Ein gebrechlicher Auszügler, der noch zu retten versuchte, wurde dabei vom Feuer heftig beschädigt. Es verbrannten ferner 3 Pferde, 2 Kühe, 3 Kälber, 5 Schweine, 1 Hund und 84 Stück Schafvieh, viele Wagen, fast alle Ackergerätschaften, 354 Scheffel Getreide und Feldfrüchte, alle Futtervorräte sowie das Hausgeräte, die Betten und Kleider der meisten Verunglückten, sodaß mehrere nichts als die Kleider, in welcher sie aus der Kirche kamen, gegenwärtig besitzen. Acht der Abgebrannten erfuhren dieses Unglück zum zweitenmal. Mit Schulden, die sie bei dem wenig dankbaren Boden der Gegend und dem Drucke der Zeit bisher nicht abzutragen vermochten, hatten sie wieder aufgebaut und sind jetzt, da sie unglücklicherweise ihre Grundstücke, gleich den Übrigen, weit unter dem Werte versichern lassen, ohne ausreichende Mittel, von Neuem zu bauen. Bei diesem großen Elende der meisten Verunglückten können wir, so oft auch in gegenwärtigen Zeiten die Wohltätigkeit in Anspruch genommen wird, doch nicht umhin, edle Menschenfreunde un Unterstützung zu bitten, fest überzeugt, daß keiner, der es vermag, eine Beisteuer zur Linderung des Mangels dieser schuldlos Verarmten versagen werde. Schon sind von mehreren Herrschaften und Gemeinden Beiträge eingelangt. Der Bauer Hennig zu Salzenforst wird, unter Zuziehung der dortigen Gerichten die Natural- und unsere Kanzlei die Geldbeiträge, welche ferner eingehen dürften, annehmen, letzte auch, nebst uns, für gewissenhafte unparteiische Verteilung die möglichste Sorge tragen, und das Empfangene in diesen Blättern dankbar anzeigen. Möchte ein gesegneter Erfolg unsre Bitte begleiten!&amp;quot;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;Sorbische Denkmale&amp;quot; von Trudla Malinkowa wird berichtet, daß das Wohnhaus von Johann Seiler (Nr.14), dem Vater von Handrij Zejler, bei dem Brand zerstört und danach neu errichtet worden ist.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachricht vom Brand sprach sich schnell herum und aus den Nachbardörfern Bolbritz, Stiebitz, Kleinwelka, Seidau, Uhna, Teichnitz und Schmochtitz kamen die Helfer mit ihren Feuerspritzen, die man seit einigen Jahrzehnten angeschaft hatte, zum Brandherd. Sogar aus Bischofswerda, Neschwitz und dem Klöster St. Marienstern war Hilfe gekommen. Sogar die &amp;quot;Feuerkompagnie&amp;quot; aus Bautzen eilte herbei. Doch das Löschwasser reichte nicht, da der Dorfteich alsbald erschöpft war. Die meisten Betroffenen hatten von der Oberlausitzer Brandversicherung keinen rechten Gebrauch gemacht und ihre Anwesen nicht hoch genug versichert. 1820 waren jedoch alle Gehöfte bis auf eins wieder aufgebaut. So wird berichtet, daß der Schmied die Hilfsmaßnahmen geleitet hatte. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfzerstörung vom 23.-25. April 1945 ===&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von 16 vollständig und 21 teilweise zerstörten Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Napoleon 1813 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleon in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleon.jpg|mini|Abb.: Postkarte mit dem Bildnis Napoleons]]&lt;br /&gt;
Während des Rückzuges der &amp;quot;Verbündeten&amp;quot; und dem Nachrücken Napoleons hatten die meisten Bewohner ihre Häuser verlassen und sind in die Wälder an der böhmischen Grenze geflüchtet. Vor und während der Schlacht bei Bautzen, welche am 21.Mai 1813 stattfand, hatte Napoleon seinen Beobachtungsposten in Salzenforst bei Kettan im Haus Nr. 1 eingerichtet. Der Chorberg gewährte ihm einen umfassenden Überblick auf die gegnerischen Trupen. Sein Hauptquartier dagegen in Kleinförstchen bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19./20.05.1813 führte der Hausbesitzer Juri (Georg) Kettan den Kaiser der Franzosen,  Napoleon Bonaparte, und seine Offiziere auf den Chorberg und erklärte die umliegenden Ortschaften (Chr. S. 14). Bereits am 15.05.1813 beschossen die Franzosen vom Chorberg mit Kanonen die Preußen bei Lubachau (Chr. S.16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird berichtet, daß Kettan, Juri stotterte und im Beisein der Franzosen nur auf der Ofenbank sitzen durfte. Ein gewisser Löschau aus Salzenforst hat die Franzosen im Mai 1813 durch die Spree geführt und ist nicht wieder heimgekehrt. (s. Chr. S. 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L. Oberhofer berichtet in &amp;quot;Geschichte der Stadt Bautzen&amp;quot; von 1963, daß es eine Napoleonsstube in Salzenforst gab; vermutlich in Haus Nr.1. Am 19.05.1813 ritt der Kaiser auf den Windmühlenberg bei Loga und die Wiwalze, um Beobachtungen anzustellen. Auf einer Felsenkuppe bei Stiebitz entwarf er seinen Angriffsplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichtlicher Hintergrund aus dem Buch von Ralf Schramm: „Der 19.Mai 1813 und seine Ursachen“: ====&lt;br /&gt;
Das XI. Korps der französischen Armee unter Marschall Macdonald marschierte am 15.05.1813 bis auf die Höhen von Klein-u. Oberförstchen, von wo aus er die verbündeten Armeen der Preußen und Russen sehen konnte, die vereint östlich der Spree hinter Bautzen stehen. Am Abend besetzte das Korps die Anhöhen von Gaußig bis Kleinwelka (S.42). Am 17.05. gegen 6Uhr abends unternahm Macdonald mit einem Teil des XI. Korps eine Erkennung, was eine Kanonade von beiden Seiten veranlaßte (S.46). Gegen Mittag des 18.05. verließ Napoleon Dresden und traf mit dem größten Teil der Garde in Hartha ein (S.54).  Am 19.05. stand das XI. Korps unter Marschall Macdonald vor Bautzen, das VI. Korps unter Marschall Marmont stand links von ihm, dem Dorf Nimschütz gegenüber. Den linken Flügel bildete das IV: Korps unter General Bertrand. Er schloß sich nördlich des IV. Korps an und lehnte an Kleinwelka. Die Garden und das I. Kavalleriekorps unter Latour-Maubourg stellten sich als Reserve zwischen Göda und Kleinförstchen zu beiden Seiten der Straße, die von Dresden nach Bautzen führt, auf. Am frühen Morgen des 19.05. verließ Napoleon Großharthau und nahm sein Hauptquartier in Kleinförstchen (S.57).&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto 1.jpg|mini|Napoleon bei Bautzen in der Nacht vom 20. zum 21. Mai 1813 (Paul Gavarni 1836)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleonmuseum-Gemaeldeecke.jpg|mini|Napoleon mit Gräfin Auguste Charlotte am Sonnentempel in Schmochtitz (Napoleonmuseum Georgewitz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Temritz ====&lt;br /&gt;
1813: von den Russischen Truppen wurde das Koban&#039;sche Gut in Temritz in Brand gesteckt und eingeäschert. In der Chronik S.189ff. wird die Requirierung des Lehmann&#039;schen Gutes in Temritz beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
Napoleon hatte ein intimes Verhältnis mit der Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge, Rittergutsbesitzerin von Schmochtitz. Die Gräfin verbrachte die 4 Jahre von 1809 -1812 in Paris (Franz Triebs: &amp;quot;Franzosengrab&amp;quot; 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (Chr. S.308-309). Zeugnis davon ist ein Gemälde, welches beide im Sonnentempel von Schmochtitz darstellt. Napoleon ritt mit einem Offizier vom Hauptquartier in Kleinförstchen nach Schmochtitz. Als sich die Tür für den Kaiser öffnete, blieb der Offizier bei den Pferden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräfinn verehrte Napoleon sehr. Während der Verbannung Napoleons auf der Insel Elba besuchte sie ihn. Sie sagte zu ihm: &amp;quot;Sie sind jetzt ein Privatmann. Ich werde Sie freikaufen&amp;quot;. &amp;quot;Nein&amp;quot; erwiderte der Kaiser, &amp;quot;dafür reicht Ihr Vermögen nicht. Ich danke Ihnen.&amp;quot; (E.  Klausnitzer: Bautzener Kulturschau 3/1980) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Weltkrieg, Kampf um Bautzen 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Offensive ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in und um Bautzen begannen am 16. April 1945 mit dem Angriff der 1. ukrainischen Front und der 2. polnischen Armee über die Neiße bei Rothenburg in Richtung Dresden. Am 18. April begann der Angriff auf Bautzen. Im Norden von der 26. mech. Gardebrigade, im Osten von der 24. mech. Gardebrigade und im Süden von der 25. mech. Gardebrigade gemeinsam mit der 57. Panzerbrigade umringt, drangen am 19.04. sowjetische Truppen in Bautzen ein. Ebenfalls am 19. April erreichte die nördlich von Bautzen in Richtung Großdubrau-Radibor vorrückende 3. Panzerbrigade des 1. polnischen Panzerkorps die Gemeinden Bolbritz und Salzenforst. Sie hatte das Ziel, die Autobahn Richtung Dresden bei Döbschke zu unterbrechen. Am 23. April begann der Gegenangriff der Deutschen zur Befreiung des von den Russen eingeschlossenen Bautzen. Daran beteiligt waren ein Fallschirmpanzerkorps und die dazugezogene Fallschirmpanzerdivision 1 &amp;quot;Hermann Göring&amp;quot;. In Bautzen standen dem Kampfkommandanten Oberst Hoepke etwa 3000 Mann zur Verfügung. Dazu gehörten etwa 200 Mann der SS-Division &amp;quot;Frundsberg&amp;quot;, Volkssturmbataillone, Flakabteilungen, Landesschützen, eine Bewährungskompanie der 4. Panzerarmee und Reste des Grenadierregimentes 1244. Oberst Hoepke ließ am 20. April die Kronprinzenbrücke und in der Seidau die Spreebrücke sprengen.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampfhandlungen in und um Salzenforst vom 23.04-26.04.1945 ===&lt;br /&gt;
In der stockdunklen, naßkalten und regnerischen Nacht vom 23. zum 24.04. wurde die 2. polnische Panzerbrigade von Malschwitz und Niedergurig nach Salzenforst verlegt. Am 24.04. führte diese Brigade einen Gegenangriff mit 2 Panzerbataillonen und 1 Infanteriebataillon aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polnischen Panzer hatten deutsche Einheiten von der Autobahn westlich von Bautzen vertrieben und den Humboldthain südöstlich von Stiebitz erreicht. Dabei hatte das II. Bataillon des Fallschirmpanzer-Grenadierregimentes I „HG“ an der Ziegelei Dreistern und bei Oberförstchen erhebliche Verluste erlitten. Grenadiere dieses II. Bataillons führten bis zur Dämmerung ein stundenlanges, heftiges Gefecht mit einer Einheit des 929. Schützenregimentes um das Umspannwerk Rattwitz, das sie mit hohen Verlusten einnahmen. Gepanzerte Kräfte wurden an diesem Tag aus Bautzen herausgezogen. Dazu gehörte die Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“, die vor Bloaschütz konzentriert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angriff wurde  am 24.04. 12 Uhr abgebrochen und die 2. polnische Panzerbrigade musste auf Salzenforst und Bolbritz zurückgehen, als deutsche Truppen über Oberförstchen und Bloaschütz zur Umfassung ansetzten, um westlich Salzenforst durchzubrechen und somit die polnische Gruppierung bei Groß-u. Kleinwelka bedrohten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gruben sich am Rand der Ortschaften Salzenforst und Bolbritz mit der Front nach Süden ein. Der Druck der Deutschen nahm stündlich zu. Auf Grund des Treibstoffmangels war die 2. polnische Panzerbrigade unter dem Feuerschutz der Artillerie gezwungen, auf die Ortschaften Schmochtitz und Strohschütz zurückzugehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr.png|mini|605x605px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwäche der 2. poln. Armee erkennend, greift am 25.04. die FschPzDiv 1 „HG“ gegen 13 Uhr aus Richtung Nordwesten auf Teichnitz und Kleinwelka an. Gegen 14 Uhr wurde durch das II. Bataillon des FschGrR 2 „HG“ der Ort Temritz eingenommen. Am Nachmittag erfolgte ein Flankenmanöver der Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“ über Bolbritz und Salzenforst. Die Front der polnischen Truppen wurde aufgerollt und Kleinwelka eingenommen. Am 25. Und 26.04. kommt es in und um Kleinwelka zu schweren Kämpfen mit dem 1. Poln. Panzerkorps. Die polnischen Truppen flohen nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salzenforst wurde am 25.04. von den deutschen Truppen besetzt. Wie Dr. J. Ziesche schreibt, erschossen Angehörige der Panzergrenadierdivision &amp;quot;Brandenburg&amp;quot; sowjetische und polnische Verwundete im Haus Nr.34, wo die Polen ein kleines Lazarett eingerichtet hatten. Die Angaben der Getöteten schwanken zwischen 9 und 14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26./27.04. wurde die 9. Poln. Infanteriedivision im Raum Panschwitz-Kuckau zerschlagen, woran auch Ukrainer der Panzerjagdbrigade „Freie Ukraine“ beteiligt waren. Am 27.04. wurde Bautzen bis zum Kriegsende von der Wehrmacht besetzt. Am 08.05., dem Tag der Kapitulation, nahm das 32. Infanterieregiment der 8. polnischen Infanteriedivision kampflos die Stadt Bautzen ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Quellen:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Spurensuche-Die Kämpfe um Weißenberg und Bautzen im April 1945“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Bautzen im April 1945“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urbanke, Axel: „Endkampf um das Reichsgebiet 1944-1945 Ostfront“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 5,6,7/1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefechtsberichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.511 Luga/Stiebitz/Nadelwitz ====&lt;br /&gt;
GM Nr.26 SC 1.PPK an BH mot. und Pz-Truppen 1.UKF, 24.04.45 12 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     In Erfüllung des GB des Korpskommandeurs ging die 2. PBr um 10 Uhr zum A über und blockierte um 12 Uhr nach Überwindung heftigen Feuerwiderstandes durch den Gegner an der Chaussee 1 km S Stiebitz. Dabei wurden 2 Panzer, 1 SPW und 3 Kfz. des Gegners abgeschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 3.PBr trifft auf außergewöhnlich heftigen Feuerwiderstand gegnerischer Art. und GW aus Richtung Gutshof Nadelwitz, Kasernengebäude am Gutshof an der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     1.mot. Inf. Br: die Schützenbataillone befinden sich O der Chaussee Doberschütz, Bautzen im Abschnitt: Kreuzung der Chaussee mit der AB, Kreuzung der Landstraße mit der Chaussee 1 km NW Höhe 189,0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.513 Bautzen/Nimschütz/Doberschau/Wartha ====&lt;br /&gt;
GM Nr.93 der Führung der 2.PA an die Führung der 1.UKF,24.04.45 14 Uhr (K:100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1.PPK vernichtet im ZW mit dem 48.SK und dem 7.mGK die gegnerische Panzergruppierung am SW, SO OR Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1. mot. Inf. Br verteidigt sich im Abschnitt 1 km NO Bautzen, Wegegabelung O Nimschütz. Die 2.PBr ging zum Angriff über und erreichte um 17 Uhr die Flussbiegung SW Bautzen, wo sie das W Flussufer säuberte. Die 3.PBr ging in Richtung Sokulahora, Doberschau zum Angriff über und erreichte die Wegegabelung 1 km SO Bautzen. 7 Panzer blieben wegen TS-Mangel liegen. Korpsstab: Großwelka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Um 13 Uhr traf eine Kolonne von 250 Kfz. unter Führung des Stellvertreter Chefs RD der Front mit TS und Diesel für die Panzer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Armeestab ab 6 Uhr 24.04.45 Wartha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH (Befehlshaber) der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.514 Bautzen ====&lt;br /&gt;
Meldung der Führung der 2.PA an Führung 1.UKF über die Lage in Bautzen, 24.04.45 15 Uhr Neudorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht während der Gespräche mit General Petrow meldete ich ihm, das Kortschagin nur den Südlichen Teil von BZ aufgegeben hat, so jedenfalls informierte mich Kortschagin.  Es ist jedoch zu vermuten, dass zu diesem Zeitpunkt die gesamte Stadt mit Ausnahme einzelner Widerstandsherde in den Händen des Gegners war. Seit heute Morgen gibt es Gefechte um die Stadt. Ich habe Kortschagin, dem Korpskommandeur Rogossni mit seiner 254.SD ein Regiment der Panzerjägerbrigade und ein Regiment SU -76 zugeteilt und unterstütze ihn mit zwei PBr, die Schläge aus O und SO sowie W und SW führen. Ich habe meiner gesamten Artillerie befohlen, den Kampf um BZ zu unterstützen. Ich habe in Ihrem Namen Kortschagin aufgefordert, die Lage wiederherzustellen und die Stadt koste es was es wolle zu halten. Seit dem Morgen führen wir Gefechte um BZ, ohne irgendwelche spürbaren Ergebnisse. Das Fehlen der Infanterie macht sich bemerkbar. Die Panzer und SFL greifen selbständig an und erleiden Verluste durch gestreckte Ladungen und Artillerie des Gegners. Wir brauchen Infanterie. Ich bitte um Ihre Weisungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Zur vollständigen Einnahme und zum Halten der wichtigen Straßenknoten in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Zur Deckung der 30 km breiten und nicht gesicherten Bresche zwischen BZ und der linken Flanke der 9. ID durch die in der vergangenen Nacht und seit morgens den ganze Tag gegnerische Gruppen in Kompanie- und Bataillonsstärke mit gepanzerten Fahrzeugen in die rückwertigen Räume der 9. und 8. ID einsickern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Für einen Schlag am linken Ufer der Spree und den „Weißen Schöps“ in Richtung Korotejew mit dem Ziel, den eingesickerten Gegner schnellstens zu liquidieren. Dazu bitte ich um die Erlaubnis, unverzüglich meine 10., 7., und Teile der 5.ID aus S in den Raum Königswartha zu verlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Swierszewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.515 Autobahn/Rattwitz/Bolbritz/Kreckwitz/ Basankwitz/Niedergurig ====&lt;br /&gt;
GM Nr.27 SC 1.PPK an Führung 2.PA, 24.04.45 15 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Nach Einnahme von BZ begann der Gegner mit Unterstützung von starkem Artillerie- und Granatwerfer-Feuer in kleinen Gruppen entlang der Autobahn nach W und NW durchzubrechen. Unter starker Feuereinwirkung verließ die 14.PJBr um 14 Uhr den Raum Rattwitz nach N. Ein Angriff gegnerischer Panzer und Infanterie in Richtung Oberuhna wurde abgeschlagen. Es wurden 2 Panzer abgeschossen. Die restlichen drehten nach W ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Um 14.30 Uhr brach der Gegner mit einer Kompanie in Bolbritz durch. Die restlichen kleinen Gruppen drehten nach W und nördlich davon. Im Raum Kreckwitz handelten bis 2 Bttr des Gegners, in Basankwitz bis 1 Bttr, in Niedergurig bis 1 Bttr und am N OR 1 Bttr Artillerie und GW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Die TT des Korps setzen die Erfüllung ihrer Aufgabe fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.520 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 18.00 Uhr, Salzenforst. - Gefechtsbericht Nr. 0010 des Kommandeurs des 28. Panzerartillerieregiments über die Kampfhandlungen des Regiments in der Region Salzenforst. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Das 28. SFL-AR (Selbstfahrlafetten-Artillerie-Regiment) wurden zur Verteidigung am nordwestlichen Rand von Salzenforst eingesetzt. Um 11:00 Uhr 24.IV.1945, wurden 2 gepanzerte Geschütze SU-85 entsandt, um den rechten Flügel des Panzerangriffs im Wald 1,5 km südlich von Salzenforst zu unterstützen, eines der Geschütze wurde beschädigt (von einer Kanone durchbohrt) und der Geschützkommandant wurde tödlich verwundet. Die restlichen Kampffahrzeuge befinden sich in der Verteidigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Inventar der SFL (Selbstfahrlafette oder Geschützpanzer) SU-85 im Regiment - 20. Der tatsächliche Zustand – 12 bereit zum Kampf. In der Zeit vom 16. bis 24.IV.1945 wurden beschädigt: 3 Geschütze im Gebiet Horka, eines im Gebiet Klix, und eines im Gebiet Salzenforst. Ein Geschütz versank in einem Sumpf im Bereich der Schule Horka, zwei Kampffahrzeuge wurden in der Gegend Horka aufgrund einer technischen Störung zurückgelassen. Insgesamt 8 SU-85 Panzergeschütze (Gefechtsfahrzeuge) außerhalb der Kampfformationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Versorgungsstatus des Regiments: Treibstoff - Dieselkraftstoff 0,7 TF, Benzin - 0,25 TF, Munition - 1 KS; Essen - 2 Rationen pro Tag. Darüber hinaus gibt es in der Gegend von Algier (500 nw Geheege-Ortsteil von Rothenburg): Treibstoff - Dieselkraftstoff 1,5 TF, Benzin 1,5 TF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Verbindung mit dem Armeestab durch die Verbindungsoffiziere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef                                                           Befehlshaber des 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Czubczenko, Major                                       Panzerabwehrartillerieregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                                                                  M. Zubkow, Oberstleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TF – Tankfüllung;  KS - Kampfsatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 521Welka/Niedergurig/Nimschütz ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 18.00 Uhr Welka. – Gefechtsbericht Nr. 080 des Leiters der OPL-Abteilung der 2. Polnischen Armee WP (Wielko Polska – Großpolen?) an den Befehlshaber der 2. poln. Armee WP über die Aktivitäten der feindlichen Luftwaffe und der OPL-Einheiten der Armee. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Armeeeinheiten kämpfen an den bestehenden Grenzen und Regionen. Die feindliche Panzergruppe, die im Rücken der Armee operierte, griff Niedergurig und Nimschütz an; Angriffe wurden abgewehrt. Die zweite Gruppe, die nach unvollständigen Angaben etwa 200 Kampffahrzeuge zählt, griff Bautzen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Während des letzten Tages wurden auf der Landebahn der Armee 43 FW-190 Flugzeuge entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die feindliche Luftwaffe führte Aufklärung über der Kampfgruppe der Truppen, vor allem auf der Straße Bautzen, Malschwitz, Guttau und Bautzen, Königswartha durch. Die Aufklärung erfolgte mit Flugzeugen des Typs He-111, und besonders intensiv mit FW-190 in einer Höhe von 1000 -3000 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Gruppe von 6- 10 Flugzeugen FW-190 der feindlichen Luftwaffe bombardierte und attackierte mit Waffen die Fahrzeugkolonne von 250 Frontfahrzeugen, welche auf der Straße von Welka nach Neudorf Munition und MPS für unsere Armee mitgeführte. 60 rotierende Antipersonenbomben sowie 11 FAB-50 wurden abgeworfen. Es verbrannten 8 Autos auf der Straße von Welka nach Neudorf und 9 Fahrzeuge im Wald nördlich von Neudorf. Die feindliche Luftwaffe griff die Straße Großwelka Königswartha an. 2 Stunden lang bombardierte und beschoß eine Gruppe von 5-6 Flugzeugen FW-190 diese systematisch mit Bordwaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Das Regiment, das die Frontkolonne deckte, feuerte. Es gab keine abgeschossenen Flugzeuge. Munitionsverbrauch unbekannt. Die Einheiten der 3. Flak-Division feuerten nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Das Flak-Artilleriefeuer schoss keine feindlichen Flugzeuge ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Bestand und Verbrauch der Munition. Flakdivision:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbrauch:   85 mm – 0 KS             Bestand:            85mm – 1,2 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      37 mm – 0 KS                                    37 mm – 1,7 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      12,7 mm – 0 KS                                 12,7 mm – 1,2 KS   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 528 Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 20.00 Uhr (Luga). – Gefechtsbericht Nr.28 des Stabschefs des 1. Panzerkorps an den Kommandeur der 2. poln. Armee WP über die Kämpfe des Korps in Bautzen. Karte 1:100 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 20.00 Uhr 24.IV.1945 befahl der Korpskommandeur: die 2. Panzerbrigade mit einem Bataillon des 34. Infanterieregiments den Feind zurückzuschlagen, der in den westlichen Rand einbrach. Während der zweistündigen Kämpfe wurden sechs Panzer „Tiger“ und „Ferdinand“ beschädigt. Aus dem Hinterhalt beschädigte und verbrannte der Feind mit „Tiger“ und „Ferdinand“ fünf unserer Panzer. Etwa 25 feindliche schwere Panzer, massiv unterstützt durch ein Infanteriebataillon, griffen die Gefechtsformationen unserer und benachbarter Truppen am westlichen Rand von Bautzen an. Infanterie und Artillerie benachbarter Truppen befinden sich östlich von uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                     Chef des 1. Stabskorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                     A. Jerisow, Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.531 Stiebitz/Teichnitz/Burk ====&lt;br /&gt;
GM 2.Poln. Armee an Führung 1.UKF, 24.04.45 22 Uhr (Neudorf), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Der Gegner leistete mit zerstreuten Einheiten der PGD „Brandenburg“, dem 114.Marschbataillon, dem 185.Volkssturm. Btl. im Verlaufe des 24.04.1945 heftigen Widerstand und führte GA mit bis zu 1 Bataillon unterstützt durch 5-6 Panzer. Die generische Luftwaffe bombardierte im Verlauf des gesamten 24.04.45 mit Gruppen von bis 30 Flugzeugen (Messerschmitt) unsere Gefechtsordnung und die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Armee im Verlauf des 24.IV.1945: Die 10. PD war im Angriffsgefecht, ..... auf der Linie: 2km südwestlich Neustadt, ....  Die 5. 8. Und 9. PD im vorigen Gebiet befahlen den Abwehrkampf und wehrten eine kleine Gruppe von Feinden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Das 1.PPK mit den 7.mGK und die 254.SD des 48.SK führen mit wechselndem Erfolg Gefechte um Bautzen. Am 24.04.45 20 Uhr setzten sich die TT im Abschnitt Stiebitz, Teichnitz, 2 km SW Burk fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Kfz.-Kolonne der Front mit Munition und Treibstoff traf im Raum Neudorf ein. Dorthin kamen Vertreter der TT zur Übernahme von TS und Munition. Das 1.PPK erhielt keinen TS infolge der aktiven Handlungen der gegnerischen Luftwaffe auf die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Nachrichtenverbindung zu den TT der Armee über Funk und Verbindungsoffiziere. Die Drahtverbindung arbeitete mit Unterbrechung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Ich habe mich entschlossen die Erfüllung der gestellten Aufgabe fortzusetzen und mit dem 1.PPK Gefechte zur Einnahme von Bautzen zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 532 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 23.00 Uhr, Salzenforst – Gefechtsmeldung des Kommandeurs des 5. Schweren Panzerregiments an den Befehlshaber der 2. Poln. Armee über die Gefahr der Gefangennahme durch den Feind bei Salzenforst und der Rückzug des Regiments auf den neuen Verteidigungsabschnitt: Wald 1 km südwestlich von Welka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.IV.1945 ab 12.00 Uhr kämpfte das Regiment gegen feindliche Panzer und Infanterie, die aus dem Gebiet von Bolbritz und dem westlichen Rand von Bautzen kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Panzer, von schwerem Artillerie- und Flugzeugfeuer unterstützt, rückten am 24.IV.1945 22.00 Uhr bis Salzenforst vor. Das Regiment zog sich auf die neue Verteidigungslinie zurück – Wald 1 km südwestlich von Welka. Verluste: 3 Panzer T-34 85mm. Unsere Infanterie gibt es nicht und es gab sie nicht. Das Regiment kämpfte nur mit seinen Gefechtsfahrzeugen. Bitte um weitere Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommandeur des 5. Selbstständigen schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.533 Neudorf/Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 25.IV., 2.00 Neudorf. - Der Gefechtsbefehl des Stabschefs der 2. Armee WP definiert die Aufgaben der Truppen für den Tag 25. April 1945. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befehlshaber der Armee befahl am 25.IV.1945 die folgenden Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    8. Infanteriedivision - nach Bereitstellung im Bereich Luga, Quoos und im Wäldchen nördlich von Quoos beginnen Sie am 25.IV.1945 um 9.00 Uhr den Vormarsch in Richtung Königswartha bis zum Aufeinandertreffen mit Einheiten der 14. Gardeschützendivision und nehmen Sie Kontakt mit Ihnen auf. Anschließend greifen Sie in Richtung Guttau, Kleinsaubernitz an um die Truppen der 7. Und 10. Infanteriedivision zu erreichen und sich mit diesen zu verbinden. Divisionsstab – Quoos, danach Sdier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    10. Infanteriedivision – Angriff nach Süden in Richtung Uhyst, Sdier; vereinigen sie sich mit den Einheiten der 8. Infanteriedivision. Divisionsstab: - Nochten, danach Uhyst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    7. Infanteriedivision fährt mit dem Angriff Richtung Dauban fort und weiter westlich schließen Sie sich den Truppen der 8. Infanteriedivision an, die nach Osten vorrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.    Die 5. und 9. Infanteriedivision - Verteidigung auf breiter Front auf der Linie: 5. Inf.-Div. - östlicher Rand von Kamenz und die 9. Inf.-Div. – Helenau, Bischheim, Nieder Lichtenau, Höhe 306,2, Lichtenberg, Höhe 296,3, Höhe 305,6, Höhe 299,5, Gemeindebusch - decken Sie die Richtung Dresden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.    1. Panzerkorps - Führen Sie in Zusammenarbeit mit dem 7.mech. Gardekorps die zuvor erhaltene Aufgabe gemäß dem Kampfbefehl Nr. 11554 durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.    Führen Sie Aktionen entschlossen und entschieden durch und sorgen Sie vor allem für eine effiziente und flexible Führung der Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.    Armeestab -Neudorf (4km südlich von Königswartha).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.    Bestätigen Sie den Empfang der Befehle, und berichten Sie über die erteilten Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Operationsabteilung                    Stabschef der 2. Armee WP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S. Noss, Oberst                                               J. Sankowski, Brigadegeneral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 534 Großwelka/Großdubrau/Neumalsitz ====&lt;br /&gt;
1945, 25. April, 2.30 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 18 des Stabschefs des 1. Panzerkorps zum Halten der Verteidigungsstellungen des Korps entlang der Grenze Klein- und Großwelka, Fluß Spree. Karte 1:100000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Befehl des Armeekommandanten befahl der Korpskommandant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     4. Panzerbrigade mit den zugewiesenen Truppen - verteidigen Sie sich weiterhin an der aktuellen Grenze und achten dabei besonders auf den linken Flügel. Gefechtsstand - südlicher Abschnitt Großdubrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     3. Panzerbrigade) - bis 6.00 Uhr ziehen sich ihre Truppen über die Spreeübergänge zurück. und beziehen sie die Verteidigung an der Grenze der Höhe 193.0, Klein- und Großwelka. Ausgehend von der Linie halten Sie sich ab 10.00 Uhr in Bereitschaft zum Gegenangriff auf den Feind in Richtung: Rattwitz, Bloaschütz, Nimschütz. Gefechtsstand – westlicher Rand Großwelka. Unterstützt durch das 27. SFL-Art.-Reg. (Panzerjäger-Regiment).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     2. Panzerbrigade - unter dem Kommando des stellvertretenden Brigade Kommandeurs - Oberstleutnant Dmitriev, herausfahren seiner Panzer, in der Gegend von Strohschütz aufstellen und dem Kommandeur der 3. Panzerbrigade zur Verfügung zu stellen. Die rückwärtigen Dienste der Brigade konzentrieren sich in den Wäldern nördlich von Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     1. mot. Inf.-Brigade) mit dem 2. Granatwerferregiment - ziehen Sie sich sofort in kleinen Gruppen von dem besetzten Abschnitt zurück und nehmen Sie die Verteidigung entlang des Westufers der Spree ein. Gefechtsstand – Neu Malsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     25. und 24. SFL-Artillerie-Regiment, 1. Geschoßwerferabteilung und das 47. Artillerie-Regiment - die Hauptkräfte bleiben bis zum Morgen des 25.IV.1945 im bisherigen Gebiet und übernehmen die Verteidigung gemäß den Anweisungen des Artilleriekommandeurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Leiter der Aufklärung - organisieren Sie die nächtliche Aufklärung im Gebiet Bunzlau? (Bolbritz!?) mit der Aufgabe zur Bestimmung der Zusammensetzung und Gruppierung feindlicher Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Stellvertretender Brigadekommandeur für rückwärtige Dienste - Nachschub von Treibstoff und Munition gemäß den Richtlinien des Leiters des Rückwärtigen Dienstes sicherstellen. Gefechtsstand – 6. Nachrichtenbataillon?), 2. Kradschützen-Bataillon, 15. Pionierbataillon bis zum Morgen des 25.IV.1945. – Luga. 15. Pionierbataillon schirmt ab und geht an Luga heran in westlicher und nördlicher Richtung. Rückwärtige Dienste Raum Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Gefechtsstand Korps ab 6.00 Uhr – Großwelka, ab 6.00 Uhr – Luga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.     2. Kradschützen-Bataillon) – bezieht Stellung im Gebiet von Übigau, um den Stab des Korps von Norden abzuschirmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.  Es sollen Berichte vorgelegt werden: über die Uhrzeit des Marschbeginns und über das Zusammenstoßen mit dem Feind, dann stündlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                                 Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                          A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.535 Großwelka/Quoos/Übigau ====&lt;br /&gt;
1945, 25 April, 3.00 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 019 des Stabschefs des 1. Panzerkorps über den Übergang des 4. Panzerbrigade und der 1. mot. Inf.-Brigade in die Reserve des Armeebefehlshabers und die Unterstellung der 3. Panzerbrigade unter den Kommandeur der 8. Infanteriedivision. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemäß dem Gefechtsbefehl des Stabes der 2. polnischen Armee WP vom 25.IV.1945 befahl der Korpskommandeur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     3. Panzerbrigade, 24.,25. und 27. SFL-Artillerieregiment wird der 8. Infanteriedivision zugewiesen. Zugewiesene Truppen verstärken die Verteidigung der Division. Tarnen sie die Kampffahrzeuge und organisieren Sie Panzerhinterhalte auf der Linie: a) Kreckwitz, Höhe 193,0, Großwelka; b) Horka, Übigau, Radibor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Granatwerferregiment sowie die 1. Geschoßwerferabteilung werden der 9. Infanteriedivision zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die 4. Panzerbrigade, ohne ein einziges Panzerbataillon– die Reserve des Armeekommandanten – ist bis 7.00 Uhr im Zentrum von Quoos. Ein Bataillon soll dem 17. Infanterie-Regiment mit der Aufgabe des gemeinsamen Kampfes in der Region Sdier zugeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Die 1. mot. Inf.-Brigade bildet zusammen mit der 4. Panzerbrigade eine mobile Reserve des Armeekommandanten, um den zweiten Verteidigungsabschnitt auf der Linie Übigau – Quoos zu besetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Kommandeure der zugewiesenen Truppen - melden sich bis 8.00 Uhr des 25.IV.1945 bei den Divisionskommandeuren, um von ihnen Gefechtsaufgabenaufgaben zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Gefechtsstände: 8. Infanteriedivision – Quoos, 9. Infanteriedivision – Horka 8048 (russ. Koordinate).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Über die Ausführung ist bis 10.00 Uhr 25.IV.1945 Meldung zu erstatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Artilleriekommandant - sorgen Sie für den rechtzeitigen Abzug der Abteilungen und deren Konzentration im neuen Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.536 Kleinwelka/Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945; 25. April 3.00 Uhr, Kleinwelka. - Gefechtsbericht Nr. 011 des Stabschefs des 5. schweren Panzerregiments über die Kämpfe der 1. Panzerkompanie in der Umgebung Salzenforst. Karte 1:50000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich melde, dass beim Angriff der 1. Kompanie des 5. schweren Panzer-Regiments um 18.00 Uhr am 24.IV.1945 in Richtung Salzenforst zwei Panzer &amp;quot;Tiger&amp;quot; ausbrannten und einer in der Gegend von Salzenforst beschädigt wurde. Derzeit besetzt die 1. Kompanie Feuerstellungen am südlichen Rand des Wäldchens 500 m nordöstlich von Salzenforst. Die Kompanie erlitt keine Verluste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef des 5. Unabhängigen (selbstständigen) schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Panzergrenadier-Division Brandenburg ====&lt;br /&gt;
Von Anfang März bis Mitte April 1945 stand die Division im Raum Weißwasser an der Lausitzer Neiße. Bei dem erneuten sowjetischen Großangriff der Roten Armee am 16. April wurde die Division schließlich im Raum Rothenburg-Penzig (nördlich Görlitz) eingekesselt, konnte jedoch schon am 20. April nach Löbau ausbrechen. Nachdem die Reste der Division um Bautzen gekämpft hatten, wurden sie am 3. Mai 1945 per Bahn in den Raum Mährisch-Ostrau in das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren verbracht. Anfang Mai 1945 kämpften dort immer noch Einheiten der Division bei Olmütz und zogen sich bis in den Raum Deutsch-Brod zurück. Nach der Kapitulation der Wehrmacht marschierte ein Teil der Division nach Westen, während andere Teile sich einfach auflösten. Ein großer Teil ging in Tabor in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Vielfach wurden Angehörige der Division von der tschechischen Bevölkerung ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisberichte von Salzenforster Einwohnern ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H.-J. Schneider *02.01.1941 Salzenforst Nr.28:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;In der Nacht vom 13. zum 14. 02 1945 konnten wir von Salzenforst aus einen hellen Schein in Richtung Dresden erkennen. Ich war gerade 4 Jahre alt. Es wurde gesagt, Dresden brennt. Man sprach davon, daß vorher Christbäume von Aufklärungsflugzeugen gesetzt wurden (sogenannte brennende Fackeln), um den Bomben die Ziele zu markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dann die Kriegshandlungen näher rückten, wurden mit unseren Nachbarn sowie im gesamten Viertel, auch Ziegenviertel genannt, (dort wohnten Witschas, Schulze, Schneider, Hänsch, Paulik, Polan, Dresler und Heine), Maßnahmen ergriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männer, außer Johann Polan, waren eingezogen oder bereits verstorben. Bei den ersten Kriegshandlungen fuhren wir mit unseren Kuhgespannen in die Sandgrube in Richtung Uhna - Schmochtitz. Hier flogen mit heulendem Geräusch die Granaten über uns. Als dieser Angriff vorüber war, kehrten wir wieder in unsere Gehöfte zurück. Die Kriegshandlungen rückten immer näher und uns wurde befohlen, Salzenforst zu verlassen. Wir flüchteten mit unseren Kuhgespannen +ber Sohland bis nach Schluckenau. Unser Wagen war bepackt mit Futter für die Kühe, 5 Gänse, ein Krug mit Sahne (aus der durch das Geschüttel Butter wurde) und ein paar Habseligkeiten für Mutter, Tante und uns 2 Jungs. Dort erlebten wir auch Fliegeralarm und suchten in Kellern Unterschutz. Kann mich aber an Bombenexplosionen nicht erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir wieder zu Hause waren, konnten wir keine großen Schäden erkennen. In unserer Hofeinfahrt stand ein kaputtes Halbraupenfahrzeug und bei Schulzes- oder Witschas Scheune, ich weiß es nicht mehr genau, war durch ein Panzer eine Gebäudeecke stark beschädigt. Die beschädigten Kriegsgeräte und die freiliegende Munition wurden noch von der Wehrmacht weggeräumt. Die &amp;quot;Russen&amp;quot; rückten dann ins Dorf ein und Nachbars Polan Friedel wurde zwischen uns zwei Jungs im Bett versteckt, denn Kinder wurden in Ruhe gelassen. In unserem Haus war für kurze Zeit auch ein russischer Offizier einquartiert, so daß wir relative Ruhe hatten. Dann wurden Leute aus dem Dorf verpflichtet, Vieh aus den Ställen der Bauern in Richtung Osten zu treiben. Wir behielten aber unser Vieh. Später kamen die &amp;quot;Russen&amp;quot; mit ihren Panjewagen ins Dorf gefahren und tauschten Gegenstände (auch Spielzeug) gegen Lebensmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Vater kam im Herbst 1945 aus der Gefangenschaft abgemagert zurück. Da er nur ein Auge besaß und auf der anderen Seite ein Glasauge trug und dieses wegwarf, wurde er als Invalide aus der Gefangenschaft entlassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin Schulze Haus Nr. 29:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 14 Jahren erlebte er die Kämpfe in und um Salzenforst hautnah mit. Gemeinsam mit Älteren vom Volkssturm sollte er als Hitlerjunge Panzersperren errichten. Die Deutschen griffen Salzenforst von Bolbritz und Uhna aus an. Die Scheune seines elterlichen Gehöftes wurde durch Panzerbeschuß stark beschädigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martha Worm Haus Nr.24:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine alleinstehende Großmutter begab sich mit ihren 2 Töchtern auf die Flucht Richtung Sächsische Schweiz nach Rathmannsdorf zu Verwandten. Wie so viele konnten sie nur das Notwendigste mitnehmen. Nach ihrer Rückkehr waren Haus und Hof geplündert. Das versteckte Hab und Gut wurde von den russischen Soldaten, welche einquartiert waren, gefunden und konfisziert. Mein Vater Ferdinand Worm, froh, den Krieg überlebt zu haben, floh aus englischer Gefangenschaft und kam über Umwege 1946 nach Hause.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Karl Domschke Haus Nr.14 und Moldenhauer Haus Nr.16c, Schatte, Weiß:&#039;&#039;&#039;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Domschke war bei der Erschießung der jüdischen Frauen zugegen. (Manfred gibt Bericht). Erlebnisse s. u. &amp;quot;Judendenkmal&amp;quot;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene Einwohner ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in Salzenforst wurden mit der gleichen Härte geführt wie überall um Bautzen. Es wurden zahlreiche Gebäude im Ort durch Artillerie- und Panzerbeschuss zerstört. Lt. Ortschronik starben bei den Kämpfen 6 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22.04.45 wurde &#039;&#039;&#039;Karl Pietschmann&#039;&#039;&#039; durch einen deutschen Wachposten auf dem Feld erschossen, weil er nicht stehen blieb. Man sagt, Karl war geistig verwirrt. Die Chronik berichtet, dass Herr Pietschmann die Kühe auf der Wiese umpflocken wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus Nr.33 (ehemals Dreßler) war eine Anzahl zurückgebliebener Einwohner im Keller eingesperrt. Der pensionierte Schulmeister Wange hatte eine weiße Fahne oder Taschentuch gehisst und sich wieder in das Haus zurückbegeben. Die deutschen Soldaten vermuteten einen Hinterhalt der Polen und warfen eine oder mehrere Handgranaten in das Haus. Herr Wange war sofort tot und Frau Suschke und Frau Preusche starben an ihren schweren Verletzungen (Pietsch, Karl: „Ortschronik Salzenforst“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Margarethe Suschke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Maria Auguste Preusche&#039;&#039;&#039; (1. Frau von Preusche, Hermann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Herr &#039;&#039;&#039;Ernst Heinrich Richard Wange&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kam es zu einem tragischen Unfall.  Die 7-jährigen Kinder &#039;&#039;&#039;Wolfgang Mattitza&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Günter Jentsch&#039;&#039;&#039; spielten am 23.05.1945 auf dem Feld von Domschke (jetzt Kreisverkehr) Hascher. Dabei fanden sie eine Stielhandgranate und da sie nicht wussten, um was es sich handelte, schmissen sie diese weg. Durch die Explosion wurden beide Kinder schwer verletzt. Nachdem man sie fand, wurden sie mit dem Fuhrwerk nach Bautzen gebracht. Wolfgang M. verlor das rechte Auge, Günter J. verstarb am nächsten Tag im St. Benno Krankenhaus in Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene ausländische Bürger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maslanka, Feliks Tod.jpg|mini|548x548px|Bekanntmachung zur Hinrichtung von Feliks Maslanka]]&lt;br /&gt;
Während des Krieges waren im Ort ausländische Bürger zur Arbeit auf den Bauernhöfen gezwungen (sog. „Zwangsarbeiter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod des Zwangsarbeiters &#039;&#039;&#039;Feliks Maslanka&#039;&#039;&#039; aus Polen wurde am 13.02.42 durch die Gestapo Dresden angezeigt. Augenzeugen berichteten, dass während des Krieges ein Zwangsarbeiter erhängt wurde, weil dieser eine Liaison mit einer Deutschen gehabt haben soll. Das war Herr Maslanka. Die Hinrichtung fand ganz in der Nähe des Chorberges statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau &#039;&#039;&#039;Anna Hortaszko&#039;&#039;&#039;, ebenfalls Zwangsarbeiterin aus Polen, verstarb lt. Sterbeurkunde am 05.04.45 um 22 Uhr mit 23 Jahren an einem Herzschlag. Sie wurde im Waschhaus des Hauses Nr.17 tot aufgefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;KZ - Häftling mit der Nr. 186443&#039;&#039;&#039; ist am 10.02.1945 gegen 17 Uhr am Pfahl 48/5 des Bahndammes der Reichseisenbahn in Stiebitz tot aufgefunden worden. Es war &#039;&#039;&#039;Rene&#039;&#039;&#039; Louis Jean Gabriel &#039;&#039;&#039;Stouff&#039;&#039;&#039;; geboren am 03.03.1920 in Arbois/Frankreich. Am 30.4.1944 kam er mit dem Transport aus Paris am KL Auschwitz an. Nach dem &#039;&#039;Kalender der historischen Ereignisse im KL Auschwitz&#039;&#039; [&#039;&#039;Kalendarium wydarzeń w KL Auschwitz&#039;&#039;], S. 649 von D. Czech wurden die Häftlinge am 30.04.1944 aus Paris gebracht. Sie erhielten Nummern von 184 936 bis 186 590 (Archiv des Museums Gross-Rosen). Letzter Eintrag in der Datei: 14.8.1944 r. KL Birkenau, B II f, Block 11. Von Rene Stouff wissen wir, dass dieser am 7.5/9.5.1944, 31.7./1.8.1944 und 7./8.1944 sowie am 14.8.1944 vom Lagerarzt im KZ Auschwitz untersucht wurde. Er wurde am  18.01.45 von Auschwitz-Birkenau deportiert, danach für einige Tage im KL Groß-Rosen untergebracht. Auf dem weiteren Transport mit der Reichsbahn in Richtung Mauthausen von der SS am 03.02.1945 getötet. Sein lebloser Körper wurde in der Nähe von Bautzen aus dem Zug geworfen. (Such- und Bescheinigungsvorgang Nr. 208.355 /Arolsen Archiv)     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Soldatengrab auf dem Friedhof Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik.png|mini]]&lt;br /&gt;
Wann das Grab mit dem Grabstein errichtet wurde, ist nicht mehr bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulz, Albert                      &#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;20.07.1920                                                                †25.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldwebel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Baumgarten, Johann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1926 Saarlautern                                        †April 1945 in Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schütze der St.Kp.II G.E.R. mot. G.D. -1797-         am Garten von Holland Nr.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater: August Baumgarten Saarlautern I; Saarstr. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Krepela, Friedrich aus Wien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1921 Wien                                                      †25.04.1945 Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soldat                                                                        Hausgarten bei Seidler Nr.11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Truppe: Edelweiß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RAD Feldnachschublager FP-Nr.46927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmidt, Gerhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;25.01.1922 Halbemond (Ostfriesland)                 †29.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obergefreiter des 2.FschPzGrenReg.1HG          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rebel, Bernhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;14.01.1927 Schwerstedt (Ettersberg/Weimar oder bei Straußfurt/Sömmerda) †04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwabe, Günther Manfred Hermann Ernst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;08.04.1926 Frankfurt/Main                                    †25.04.1945 in Temritz gefallen (Sterbe-Urk. Kleinwelka 7/46)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier; vermutlich II.Fsch.PZ.Gren.Reg.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abiturient/evangelisch/ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohnhaft in Sondershausen, Göldnerstraße 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: Berndt, Eberhard)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchhalteparolen zu Kriegsende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Befehle von der Führung ====&lt;br /&gt;
Anfang März Generaloberst Guderian: &#039;&#039;&amp;quot;Der deutsche Ostkämpfer weiß, daß dies der letzte und entscheidende Kampf ist, der über den Fortbestand unseres Volkes und unserer Nation entscheidet ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. März Dr. Goebbels: &#039;&#039;&amp;quot;..... schlagt die Bolschewisten, wo ihr sie trefft! ... Niemals wird die Kunde kommen, daß wir kapitulieren...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. März A. Hitler: &#039;&#039;&amp;quot;es gibt nur ein Gebot, mit verbissener Entschlossenheit allles zu tun, um den Gefahren zu trotzen, die Wende wieder herbeizuführen und zu dem Zweck dieWiderstandskraft unseres Volkes und die seiner Wehrmacht materiell und geistig zu stärken. Ebenso groß muß aber unser Fanatismus in der vernichtung derjenigen sein, die sich dem zu widersetzen suchen ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
02. April Reichsminister und Privatsekretär M. Bormann: &#039;&#039;&amp;quot;... der Kampf gegen den ins Reich eingedrungenen Gegner ist überall mit aller Unnachgiebigkeit und Unerbittlichkeit zu führen ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Reichsführer der SS Heinrich Himmler: &#039;&#039;&amp;quot;... jedes Dorf und jede Stadt werde mit allen Mitteln gehalten. Jededr für die Verteidigung eines Ortes verantwortliche deutsche Mann, der gegen diese selbstverständliche nationale Pflicht verstößt, verliert Ehre und Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Oberkommando der Wehrmacht Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel: &#039;&#039;&amp;quot;... Städte liegen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Sie müssen daher bis zum äußersten verteidigt und gehalten werden ... für die Befolgung des Befehls sind die in jeder Stadt ernannten Kampfkommandanten persönlich verantwortlich. Handeln sie dieser soldatischen Pflicht und ASufgabe zuwider, sowie alle zivilen Amtspersonen, die den Kampfkommandanten von der Pflicht abspenstig zu machen versuchen, oder gar bei der Erfüllung seiner Aufgaben behindern, werden zum Tode verurteilt ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führerbefehl Adolf Hitlers vom 16. April 1945: &#039;&#039;&amp;quot;Wer euch Befehl zum Rückzug gibt, ohne das ihr ihn genau kennt, ist sofort festzunehmen und nötigenfalls augenblicklich umzulegen, ganz gleich, welchen Rang er besitzt.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befehl von Generalfeldmarschall Ferdinand Schoerner an die Kommandeure: &#039;&#039;&amp;quot;Ich kenne keine Begriffe wie Absetzen, Zurückkämpfen, Einklappen.&amp;quot;&#039;&#039; Schoerner wird als brutalster aller Feldmarschäle bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. April Tagesbefehl Schoerner: &#039;&#039;&amp;quot;Wer seine Stellung verläßt, wird erschossen.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 6/1965)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Propaganda in Sachsen bzw. Bautzen ====&lt;br /&gt;
5. März Gauleiter Sachsen Martin Mutschmann. &#039;&#039;&amp;quot;Der Glaube an den Sieg muß erhalten bleiben und darf niemals durch ein etwaiges Vorrücken des Gegners zerbrechen. jed Meter Boden, den der Feind gewinnt, muß er mit einem ungeheuren Blutzoll erkaufen ... Nur der Tapfere behält das Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. März Kreisleiter Karl Martin vor den Bautzener Handwerks-u. Handelsbetrieben: &#039;&#039;&amp;quot;... Der Führer hat dieses Jahr als das Jahr der Wende bezeichnet. Auf sein Wort können wir uns unbedingt verlassen ... Für uns gilt es durchzuhalten, den Kopf hoch zu halten bis zu dem uns gewissen Endsieg ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. März Propagandaleiter Elsner (Großkundgebung in Bautzen): &#039;&#039;&amp;quot;... Mitten im Generalsturm unsrer Feinde müssen wir uns entscheiden, ob wir durchhalten wollen oder nicht, ob wir noch Vertrauen und Glauben an den Sieg haben ... Halten wir also aus und nehmen uns die deutschen Stützpunkte am Atlantik zum Vorbild! ...!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. April Gauleiter Mutschmann: &#039;&#039;&amp;quot;... Widerstand und Kampf bis zum Letzten! Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen und bedroht unsere Heimat mit Hunger und Elend, mit Tod und Verderben. Wer in dieser Not des Volkes gegen die Anordnungen der Partei und des Staates handelt und der nationalen Ehre unseres Volkes Schande macht, wird aus der Volksgemeinschaft ausgelöscht. jede Feindbegünstigung, sei es die Annahme von Geschenken, das Heraushängen weißer Tücher aus den Fenstern oder irgendeine Form der Anbiederung an den Feind ist Landesverrat und wird mit den Tode bestraft ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Geschichtsereignisse&amp;diff=913</id>
		<title>Geschichtsereignisse</title>
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		<updated>2025-11-26T10:28:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Dorfzerstörung vom 23.-25. April 1945 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Brände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfbrand am 19. April 1801 ===&lt;br /&gt;
An diesem Tag brach beim Bauer Lukas ein Feuer aus und legte 5 Bauerngüter und 8 Häuslernahrungen in Schutt und Asche. Die Brandversicherung, die in Sachsen bereits 1770 eingeführt worden war, hatte noch nicht überall Eingang gefunden. 1777 hatte die sächsische Regierung dann eine sogenannte &amp;quot;Feuerordnung&amp;quot; erlassen, nach der sich die Bewohner richten mußten, sowohl bei der Erbauung neuer Häuser wie auch sonst. Den Abgebrannten wurde, wie zu der damaligen Zeit üblich, durch freiwillige Sammlungen geholfen. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuersbrunst am 10.Mai 1812 ===&lt;br /&gt;
In den &amp;quot;Budissiner Nachrichten&amp;quot; vom 16.05.1812 ist folgendes zu lesen: &amp;quot;In der Mittagsstunde des vorigen Sonntags (10.Mai), brach zu Salzenforst, während die meisten Bewohner zur Messe in Bautzen waren, ein plötzliches Feuer aus, welches, vom Winde schnell verbreitet, ungeachtet der Anstrengungen der Hilfeleistenden, binnen anderthalb Stunden 5 Bauernhöfe, 2 Gärtner- und 5 Häusleranwesen vollständig und von 2 Bauernhöfen die Wirtschaftsgebäude in Asche verwandelte. Ein gebrechlicher Auszügler, der noch zu retten versuchte, wurde dabei vom Feuer heftig beschädigt. Es verbrannten ferner 3 Pferde, 2 Kühe, 3 Kälber, 5 Schweine, 1 Hund und 84 Stück Schafvieh, viele Wagen, fast alle Ackergerätschaften, 354 Scheffel Getreide und Feldfrüchte, alle Futtervorräte sowie das Hausgeräte, die Betten und Kleider der meisten Verunglückten, sodaß mehrere nichts als die Kleider, in welcher sie aus der Kirche kamen, gegenwärtig besitzen. Acht der Abgebrannten erfuhren dieses Unglück zum zweitenmal. Mit Schulden, die sie bei dem wenig dankbaren Boden der Gegend und dem Drucke der Zeit bisher nicht abzutragen vermochten, hatten sie wieder aufgebaut und sind jetzt, da sie unglücklicherweise ihre Grundstücke, gleich den Übrigen, weit unter dem Werte versichern lassen, ohne ausreichende Mittel, von Neuem zu bauen. Bei diesem großen Elende der meisten Verunglückten können wir, so oft auch in gegenwärtigen Zeiten die Wohltätigkeit in Anspruch genommen wird, doch nicht umhin, edle Menschenfreunde un Unterstützung zu bitten, fest überzeugt, daß keiner, der es vermag, eine Beisteuer zur Linderung des Mangels dieser schuldlos Verarmten versagen werde. Schon sind von mehreren Herrschaften und Gemeinden Beiträge eingelangt. Der Bauer Hennig zu Salzenforst wird, unter Zuziehung der dortigen Gerichten die Natural- und unsere Kanzlei die Geldbeiträge, welche ferner eingehen dürften, annehmen, letzte auch, nebst uns, für gewissenhafte unparteiische Verteilung die möglichste Sorge tragen, und das Empfangene in diesen Blättern dankbar anzeigen. Möchte ein gesegneter Erfolg unsre Bitte begleiten!&amp;quot;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;Sorbische Denkmale&amp;quot; von Trudla Malinkowa wird berichtet, daß das Wohnhaus von Johann Seiler (Nr.14), dem Vater von Handrij Zejler, bei dem Brand zerstört und danach neu errichtet worden ist.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachricht vom Brand sprach sich schnell herum und aus den Nachbardörfern Bolbritz, Stiebitz, Kleinwelka, Seidau, Uhna, Teichnitz und Schmochtitz kamen die Helfer mit ihren Feuerspritzen, die man seit einigen Jahrzehnten angeschaft hatte, zum Brandherd. Sogar aus Bischofswerda, Neschwitz und dem Klöster St. Marienstern war Hilfe gekommen. Sogar die &amp;quot;Feuerkompagnie&amp;quot; aus Bautzen eilte herbei. Doch das Löschwasser reichte nicht, da der Dorfteich alsbald erschöpft war. Die meisten Betroffenen hatten von der Oberlausitzer Brandversicherung keinen rechten Gebrauch gemacht und ihre Anwesen nicht hoch genug versichert. 1820 waren jedoch alle Gehöfte bis auf eins wieder aufgebaut. So wird berichtet, daß der Schmied die Hilfsmaßnahmen geleitet hatte. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfzerstörung vom 23.-25. April 1945 ===&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von 16 vollständig und 21 teilweise zerstörten Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Napoleon 1813 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleon in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleon.jpg|mini|Abb.: Postkarte mit dem Bildnis Napoleons]]&lt;br /&gt;
Vor und während der Schlacht bei Bautzen, welche am 21.Mai 1813 stattfand, hatte Napoleon seinen Beobachtungsposten in Salzenforst bei Kettan im Haus Nr. 1 eingerichtet; sein Hauptquartier dagegen in Kleinförstchen bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19./20.05.1813 führte der Hausbesitzer Juri (Georg) Kettan den Kaiser der Franzosen,  Napoleon Bonaparte, und seine Offiziere auf den Chorberg und erklärte die umliegenden Ortschaften (Chr. S. 14). Bereits am 15.05.1813 beschossen die Franzosen vom Chorberg mit Kanonen die Preußen bei Lubachau (Chr. S.16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird berichtet, daß Kettan, Juri stotterte und im Beisein der Franzosen nur auf der Ofenbank sitzen durfte. Ein gewisser Löschau aus Salzenforst hat die Franzosen im Mai 1813 durch die Spree geführt und ist nicht wieder heimgekehrt. (s. Chr. S. 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L. Oberhofer berichtet in &amp;quot;Geschichte der Stadt Bautzen&amp;quot; von 1963, daß es eine Napoleonsstube in Salzenforst gab; vermutlich in Haus Nr.1. Am 19.05.1813 ritt der Kaiser auf den Windmühlenberg bei Loga und die Wiwalze, um Beobachtungen anzustellen. Auf einer Felsenkuppe bei Stiebitz entwarf er seinen Angriffsplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichtlicher Hintergrund aus dem Buch von Ralf Schramm: „Der 19.Mai 1813 und seine Ursachen“: ====&lt;br /&gt;
Das XI. Korps der französischen Armee unter Marschall Macdonald marschierte am 15.05.1813 bis auf die Höhen von Klein-u. Oberförstchen, von wo aus er die verbündeten Armeen der Preußen und Russen sehen konnte, die vereint östlich der Spree hinter Bautzen stehen. Am Abend besetzte das Korps die Anhöhen von Gaußig bis Kleinwelka (S.42). Am 17.05. gegen 6Uhr abends unternahm Macdonald mit einem Teil des XI. Korps eine Erkennung, was eine Kanonade von beiden Seiten veranlaßte (S.46). Gegen Mittag des 18.05. verließ Napoleon Dresden und traf mit dem größten Teil der Garde in Hartha ein (S.54).  Am 19.05. stand das XI. Korps unter Marschall Macdonald vor Bautzen, das VI. Korps unter Marschall Marmont stand links von ihm, dem Dorf Nimschütz gegenüber. Den linken Flügel bildete das IV: Korps unter General Bertrand. Er schloß sich nördlich des IV. Korps an und lehnte an Kleinwelka. Die Garden und das I. Kavalleriekorps unter Latour-Maubourg stellten sich als Reserve zwischen Göda und Kleinförstchen zu beiden Seiten der Straße, die von Dresden nach Bautzen führt, auf. Am frühen Morgen des 19.05. verließ Napoleon Großharthau und nahm sein Hauptquartier in Kleinförstchen (S.57).&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto 1.jpg|mini|Napoleon bei Bautzen in der Nacht vom 20. zum 21. Mai 1813 (Paul Gavarni 1836)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleonmuseum-Gemaeldeecke.jpg|mini|Napoleon mit Gräfin Auguste Charlotte am Sonnentempel in Schmochtitz (Napoleonmuseum Georgewitz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Temritz ====&lt;br /&gt;
1813: von den Russischen Truppen wurde das Koban&#039;sche Gut in Temritz in Brand gesteckt und eingeäschert. In der Chronik S.189ff. wird die Requirierung des Lehmann&#039;schen Gutes in Temritz beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
Napoleon hatte ein intimes Verhältnis mit der Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge, Rittergutsbesitzerin von Schmochtitz. Die Gräfin verbrachte die 4 Jahre von 1809 -1812 in Paris (Franz Triebs: &amp;quot;Franzosengrab&amp;quot; 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (Chr. S.308-309). Zeugnis davon ist ein Gemälde, welches beide im Sonnentempel von Schmochtitz darstellt. Napoleon ritt mit einem Offizier vom Hauptquartier in Kleinförstchen nach Schmochtitz. Als sich die Tür für den Kaiser öffnete, blieb der Offizier bei den Pferden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräfinn verehrte Napoleon sehr. Während der Verbannung Napoleons auf der Insel Elba besuchte sie ihn. Sie sagte zu ihm: &amp;quot;Sie sind jetzt ein Privatmann. Ich werde Sie freikaufen&amp;quot;. &amp;quot;Nein&amp;quot; erwiderte der Kaiser, &amp;quot;dafür reicht Ihr Vermögen nicht. Ich danke Ihnen.&amp;quot; (E.  Klausnitzer: Bautzener Kulturschau 3/1980) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Weltkrieg, Kampf um Bautzen 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Offensive ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in und um Bautzen begannen am 16. April 1945 mit dem Angriff der 1. ukrainischen Front und der 2. polnischen Armee über die Neiße bei Rothenburg in Richtung Dresden. Am 18. April begann der Angriff auf Bautzen. Im Norden von der 26. mech. Gardebrigade, im Osten von der 24. mech. Gardebrigade und im Süden von der 25. mech. Gardebrigade gemeinsam mit der 57. Panzerbrigade umringt, drangen am 19.04. sowjetische Truppen in Bautzen ein. Ebenfalls am 19. April erreichte die nördlich von Bautzen in Richtung Großdubrau-Radibor vorrückende 3. Panzerbrigade des 1. polnischen Panzerkorps die Gemeinden Bolbritz und Salzenforst. Sie hatte das Ziel, die Autobahn Richtung Dresden bei Döbschke zu unterbrechen. Am 23. April begann der Gegenangriff der Deutschen zur Befreiung des von den Russen eingeschlossenen Bautzen. Daran beteiligt waren ein Fallschirmpanzerkorps und die dazugezogene Fallschirmpanzerdivision 1 &amp;quot;Hermann Göring&amp;quot;. In Bautzen standen dem Kampfkommandanten Oberst Hoepke etwa 3000 Mann zur Verfügung. Dazu gehörten etwa 200 Mann der SS-Division &amp;quot;Frundsberg&amp;quot;, Volkssturmbataillone, Flakabteilungen, Landesschützen, eine Bewährungskompanie der 4. Panzerarmee und Reste des Grenadierregimentes 1244. Oberst Hoepke ließ am 20. April die Kronprinzenbrücke und in der Seidau die Spreebrücke sprengen.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampfhandlungen in und um Salzenforst vom 23.04-26.04.1945 ===&lt;br /&gt;
In der stockdunklen, naßkalten und regnerischen Nacht vom 23. zum 24.04. wurde die 2. polnische Panzerbrigade von Malschwitz und Niedergurig nach Salzenforst verlegt. Am 24.04. führte diese Brigade einen Gegenangriff mit 2 Panzerbataillonen und 1 Infanteriebataillon aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polnischen Panzer hatten deutsche Einheiten von der Autobahn westlich von Bautzen vertrieben und den Humboldthain südöstlich von Stiebitz erreicht. Dabei hatte das II. Bataillon des Fallschirmpanzer-Grenadierregimentes I „HG“ an der Ziegelei Dreistern und bei Oberförstchen erhebliche Verluste erlitten. Grenadiere dieses II. Bataillons führten bis zur Dämmerung ein stundenlanges, heftiges Gefecht mit einer Einheit des 929. Schützenregimentes um das Umspannwerk Rattwitz, das sie mit hohen Verlusten einnahmen. Gepanzerte Kräfte wurden an diesem Tag aus Bautzen herausgezogen. Dazu gehörte die Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“, die vor Bloaschütz konzentriert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angriff wurde  am 24.04. 12 Uhr abgebrochen und die 2. polnische Panzerbrigade musste auf Salzenforst und Bolbritz zurückgehen, als deutsche Truppen über Oberförstchen und Bloaschütz zur Umfassung ansetzten, um westlich Salzenforst durchzubrechen und somit die polnische Gruppierung bei Groß-u. Kleinwelka bedrohten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gruben sich am Rand der Ortschaften Salzenforst und Bolbritz mit der Front nach Süden ein. Der Druck der Deutschen nahm stündlich zu. Auf Grund des Treibstoffmangels war die 2. polnische Panzerbrigade unter dem Feuerschutz der Artillerie gezwungen, auf die Ortschaften Schmochtitz und Strohschütz zurückzugehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr.png|mini|605x605px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwäche der 2. poln. Armee erkennend, greift am 25.04. die FschPzDiv 1 „HG“ gegen 13 Uhr aus Richtung Nordwesten auf Teichnitz und Kleinwelka an. Gegen 14 Uhr wurde durch das II. Bataillon des FschGrR 2 „HG“ der Ort Temritz eingenommen. Am Nachmittag erfolgte ein Flankenmanöver der Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“ über Bolbritz und Salzenforst. Die Front der polnischen Truppen wurde aufgerollt und Kleinwelka eingenommen. Am 25. Und 26.04. kommt es in und um Kleinwelka zu schweren Kämpfen mit dem 1. Poln. Panzerkorps. Die polnischen Truppen flohen nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salzenforst wurde am 25.04. von den deutschen Truppen besetzt. Wie Dr. J. Ziesche schreibt, erschossen Angehörige der Panzergrenadierdivision &amp;quot;Brandenburg&amp;quot; sowjetische und polnische Verwundete im Haus Nr.34, wo die Polen ein kleines Lazarett eingerichtet hatten. Die Angaben der Getöteten schwanken zwischen 9 und 14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26./27.04. wurde die 9. Poln. Infanteriedivision im Raum Panschwitz-Kuckau zerschlagen, woran auch Ukrainer der Panzerjagdbrigade „Freie Ukraine“ beteiligt waren. Am 27.04. wurde Bautzen bis zum Kriegsende von der Wehrmacht besetzt. Am 08.05., dem Tag der Kapitulation, nahm das 32. Infanterieregiment der 8. polnischen Infanteriedivision kampflos die Stadt Bautzen ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Quellen:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Spurensuche-Die Kämpfe um Weißenberg und Bautzen im April 1945“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Bautzen im April 1945“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urbanke, Axel: „Endkampf um das Reichsgebiet 1944-1945 Ostfront“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 5,6,7/1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefechtsberichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.511 Luga/Stiebitz/Nadelwitz ====&lt;br /&gt;
GM Nr.26 SC 1.PPK an BH mot. und Pz-Truppen 1.UKF, 24.04.45 12 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     In Erfüllung des GB des Korpskommandeurs ging die 2. PBr um 10 Uhr zum A über und blockierte um 12 Uhr nach Überwindung heftigen Feuerwiderstandes durch den Gegner an der Chaussee 1 km S Stiebitz. Dabei wurden 2 Panzer, 1 SPW und 3 Kfz. des Gegners abgeschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 3.PBr trifft auf außergewöhnlich heftigen Feuerwiderstand gegnerischer Art. und GW aus Richtung Gutshof Nadelwitz, Kasernengebäude am Gutshof an der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     1.mot. Inf. Br: die Schützenbataillone befinden sich O der Chaussee Doberschütz, Bautzen im Abschnitt: Kreuzung der Chaussee mit der AB, Kreuzung der Landstraße mit der Chaussee 1 km NW Höhe 189,0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.513 Bautzen/Nimschütz/Doberschau/Wartha ====&lt;br /&gt;
GM Nr.93 der Führung der 2.PA an die Führung der 1.UKF,24.04.45 14 Uhr (K:100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1.PPK vernichtet im ZW mit dem 48.SK und dem 7.mGK die gegnerische Panzergruppierung am SW, SO OR Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1. mot. Inf. Br verteidigt sich im Abschnitt 1 km NO Bautzen, Wegegabelung O Nimschütz. Die 2.PBr ging zum Angriff über und erreichte um 17 Uhr die Flussbiegung SW Bautzen, wo sie das W Flussufer säuberte. Die 3.PBr ging in Richtung Sokulahora, Doberschau zum Angriff über und erreichte die Wegegabelung 1 km SO Bautzen. 7 Panzer blieben wegen TS-Mangel liegen. Korpsstab: Großwelka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Um 13 Uhr traf eine Kolonne von 250 Kfz. unter Führung des Stellvertreter Chefs RD der Front mit TS und Diesel für die Panzer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Armeestab ab 6 Uhr 24.04.45 Wartha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH (Befehlshaber) der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.514 Bautzen ====&lt;br /&gt;
Meldung der Führung der 2.PA an Führung 1.UKF über die Lage in Bautzen, 24.04.45 15 Uhr Neudorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht während der Gespräche mit General Petrow meldete ich ihm, das Kortschagin nur den Südlichen Teil von BZ aufgegeben hat, so jedenfalls informierte mich Kortschagin.  Es ist jedoch zu vermuten, dass zu diesem Zeitpunkt die gesamte Stadt mit Ausnahme einzelner Widerstandsherde in den Händen des Gegners war. Seit heute Morgen gibt es Gefechte um die Stadt. Ich habe Kortschagin, dem Korpskommandeur Rogossni mit seiner 254.SD ein Regiment der Panzerjägerbrigade und ein Regiment SU -76 zugeteilt und unterstütze ihn mit zwei PBr, die Schläge aus O und SO sowie W und SW führen. Ich habe meiner gesamten Artillerie befohlen, den Kampf um BZ zu unterstützen. Ich habe in Ihrem Namen Kortschagin aufgefordert, die Lage wiederherzustellen und die Stadt koste es was es wolle zu halten. Seit dem Morgen führen wir Gefechte um BZ, ohne irgendwelche spürbaren Ergebnisse. Das Fehlen der Infanterie macht sich bemerkbar. Die Panzer und SFL greifen selbständig an und erleiden Verluste durch gestreckte Ladungen und Artillerie des Gegners. Wir brauchen Infanterie. Ich bitte um Ihre Weisungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Zur vollständigen Einnahme und zum Halten der wichtigen Straßenknoten in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Zur Deckung der 30 km breiten und nicht gesicherten Bresche zwischen BZ und der linken Flanke der 9. ID durch die in der vergangenen Nacht und seit morgens den ganze Tag gegnerische Gruppen in Kompanie- und Bataillonsstärke mit gepanzerten Fahrzeugen in die rückwertigen Räume der 9. und 8. ID einsickern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Für einen Schlag am linken Ufer der Spree und den „Weißen Schöps“ in Richtung Korotejew mit dem Ziel, den eingesickerten Gegner schnellstens zu liquidieren. Dazu bitte ich um die Erlaubnis, unverzüglich meine 10., 7., und Teile der 5.ID aus S in den Raum Königswartha zu verlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Swierszewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.515 Autobahn/Rattwitz/Bolbritz/Kreckwitz/ Basankwitz/Niedergurig ====&lt;br /&gt;
GM Nr.27 SC 1.PPK an Führung 2.PA, 24.04.45 15 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Nach Einnahme von BZ begann der Gegner mit Unterstützung von starkem Artillerie- und Granatwerfer-Feuer in kleinen Gruppen entlang der Autobahn nach W und NW durchzubrechen. Unter starker Feuereinwirkung verließ die 14.PJBr um 14 Uhr den Raum Rattwitz nach N. Ein Angriff gegnerischer Panzer und Infanterie in Richtung Oberuhna wurde abgeschlagen. Es wurden 2 Panzer abgeschossen. Die restlichen drehten nach W ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Um 14.30 Uhr brach der Gegner mit einer Kompanie in Bolbritz durch. Die restlichen kleinen Gruppen drehten nach W und nördlich davon. Im Raum Kreckwitz handelten bis 2 Bttr des Gegners, in Basankwitz bis 1 Bttr, in Niedergurig bis 1 Bttr und am N OR 1 Bttr Artillerie und GW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Die TT des Korps setzen die Erfüllung ihrer Aufgabe fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.520 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 18.00 Uhr, Salzenforst. - Gefechtsbericht Nr. 0010 des Kommandeurs des 28. Panzerartillerieregiments über die Kampfhandlungen des Regiments in der Region Salzenforst. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Das 28. SFL-AR (Selbstfahrlafetten-Artillerie-Regiment) wurden zur Verteidigung am nordwestlichen Rand von Salzenforst eingesetzt. Um 11:00 Uhr 24.IV.1945, wurden 2 gepanzerte Geschütze SU-85 entsandt, um den rechten Flügel des Panzerangriffs im Wald 1,5 km südlich von Salzenforst zu unterstützen, eines der Geschütze wurde beschädigt (von einer Kanone durchbohrt) und der Geschützkommandant wurde tödlich verwundet. Die restlichen Kampffahrzeuge befinden sich in der Verteidigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Inventar der SFL (Selbstfahrlafette oder Geschützpanzer) SU-85 im Regiment - 20. Der tatsächliche Zustand – 12 bereit zum Kampf. In der Zeit vom 16. bis 24.IV.1945 wurden beschädigt: 3 Geschütze im Gebiet Horka, eines im Gebiet Klix, und eines im Gebiet Salzenforst. Ein Geschütz versank in einem Sumpf im Bereich der Schule Horka, zwei Kampffahrzeuge wurden in der Gegend Horka aufgrund einer technischen Störung zurückgelassen. Insgesamt 8 SU-85 Panzergeschütze (Gefechtsfahrzeuge) außerhalb der Kampfformationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Versorgungsstatus des Regiments: Treibstoff - Dieselkraftstoff 0,7 TF, Benzin - 0,25 TF, Munition - 1 KS; Essen - 2 Rationen pro Tag. Darüber hinaus gibt es in der Gegend von Algier (500 nw Geheege-Ortsteil von Rothenburg): Treibstoff - Dieselkraftstoff 1,5 TF, Benzin 1,5 TF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Verbindung mit dem Armeestab durch die Verbindungsoffiziere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef                                                           Befehlshaber des 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Czubczenko, Major                                       Panzerabwehrartillerieregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                                                                  M. Zubkow, Oberstleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TF – Tankfüllung;  KS - Kampfsatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 521Welka/Niedergurig/Nimschütz ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 18.00 Uhr Welka. – Gefechtsbericht Nr. 080 des Leiters der OPL-Abteilung der 2. Polnischen Armee WP (Wielko Polska – Großpolen?) an den Befehlshaber der 2. poln. Armee WP über die Aktivitäten der feindlichen Luftwaffe und der OPL-Einheiten der Armee. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Armeeeinheiten kämpfen an den bestehenden Grenzen und Regionen. Die feindliche Panzergruppe, die im Rücken der Armee operierte, griff Niedergurig und Nimschütz an; Angriffe wurden abgewehrt. Die zweite Gruppe, die nach unvollständigen Angaben etwa 200 Kampffahrzeuge zählt, griff Bautzen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Während des letzten Tages wurden auf der Landebahn der Armee 43 FW-190 Flugzeuge entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die feindliche Luftwaffe führte Aufklärung über der Kampfgruppe der Truppen, vor allem auf der Straße Bautzen, Malschwitz, Guttau und Bautzen, Königswartha durch. Die Aufklärung erfolgte mit Flugzeugen des Typs He-111, und besonders intensiv mit FW-190 in einer Höhe von 1000 -3000 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Gruppe von 6- 10 Flugzeugen FW-190 der feindlichen Luftwaffe bombardierte und attackierte mit Waffen die Fahrzeugkolonne von 250 Frontfahrzeugen, welche auf der Straße von Welka nach Neudorf Munition und MPS für unsere Armee mitgeführte. 60 rotierende Antipersonenbomben sowie 11 FAB-50 wurden abgeworfen. Es verbrannten 8 Autos auf der Straße von Welka nach Neudorf und 9 Fahrzeuge im Wald nördlich von Neudorf. Die feindliche Luftwaffe griff die Straße Großwelka Königswartha an. 2 Stunden lang bombardierte und beschoß eine Gruppe von 5-6 Flugzeugen FW-190 diese systematisch mit Bordwaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Das Regiment, das die Frontkolonne deckte, feuerte. Es gab keine abgeschossenen Flugzeuge. Munitionsverbrauch unbekannt. Die Einheiten der 3. Flak-Division feuerten nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Das Flak-Artilleriefeuer schoss keine feindlichen Flugzeuge ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Bestand und Verbrauch der Munition. Flakdivision:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbrauch:   85 mm – 0 KS             Bestand:            85mm – 1,2 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      37 mm – 0 KS                                    37 mm – 1,7 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      12,7 mm – 0 KS                                 12,7 mm – 1,2 KS   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 528 Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 20.00 Uhr (Luga). – Gefechtsbericht Nr.28 des Stabschefs des 1. Panzerkorps an den Kommandeur der 2. poln. Armee WP über die Kämpfe des Korps in Bautzen. Karte 1:100 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 20.00 Uhr 24.IV.1945 befahl der Korpskommandeur: die 2. Panzerbrigade mit einem Bataillon des 34. Infanterieregiments den Feind zurückzuschlagen, der in den westlichen Rand einbrach. Während der zweistündigen Kämpfe wurden sechs Panzer „Tiger“ und „Ferdinand“ beschädigt. Aus dem Hinterhalt beschädigte und verbrannte der Feind mit „Tiger“ und „Ferdinand“ fünf unserer Panzer. Etwa 25 feindliche schwere Panzer, massiv unterstützt durch ein Infanteriebataillon, griffen die Gefechtsformationen unserer und benachbarter Truppen am westlichen Rand von Bautzen an. Infanterie und Artillerie benachbarter Truppen befinden sich östlich von uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                     Chef des 1. Stabskorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                     A. Jerisow, Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.531 Stiebitz/Teichnitz/Burk ====&lt;br /&gt;
GM 2.Poln. Armee an Führung 1.UKF, 24.04.45 22 Uhr (Neudorf), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Der Gegner leistete mit zerstreuten Einheiten der PGD „Brandenburg“, dem 114.Marschbataillon, dem 185.Volkssturm. Btl. im Verlaufe des 24.04.1945 heftigen Widerstand und führte GA mit bis zu 1 Bataillon unterstützt durch 5-6 Panzer. Die generische Luftwaffe bombardierte im Verlauf des gesamten 24.04.45 mit Gruppen von bis 30 Flugzeugen (Messerschmitt) unsere Gefechtsordnung und die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Armee im Verlauf des 24.IV.1945: Die 10. PD war im Angriffsgefecht, ..... auf der Linie: 2km südwestlich Neustadt, ....  Die 5. 8. Und 9. PD im vorigen Gebiet befahlen den Abwehrkampf und wehrten eine kleine Gruppe von Feinden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Das 1.PPK mit den 7.mGK und die 254.SD des 48.SK führen mit wechselndem Erfolg Gefechte um Bautzen. Am 24.04.45 20 Uhr setzten sich die TT im Abschnitt Stiebitz, Teichnitz, 2 km SW Burk fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Kfz.-Kolonne der Front mit Munition und Treibstoff traf im Raum Neudorf ein. Dorthin kamen Vertreter der TT zur Übernahme von TS und Munition. Das 1.PPK erhielt keinen TS infolge der aktiven Handlungen der gegnerischen Luftwaffe auf die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Nachrichtenverbindung zu den TT der Armee über Funk und Verbindungsoffiziere. Die Drahtverbindung arbeitete mit Unterbrechung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Ich habe mich entschlossen die Erfüllung der gestellten Aufgabe fortzusetzen und mit dem 1.PPK Gefechte zur Einnahme von Bautzen zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 532 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 23.00 Uhr, Salzenforst – Gefechtsmeldung des Kommandeurs des 5. Schweren Panzerregiments an den Befehlshaber der 2. Poln. Armee über die Gefahr der Gefangennahme durch den Feind bei Salzenforst und der Rückzug des Regiments auf den neuen Verteidigungsabschnitt: Wald 1 km südwestlich von Welka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.IV.1945 ab 12.00 Uhr kämpfte das Regiment gegen feindliche Panzer und Infanterie, die aus dem Gebiet von Bolbritz und dem westlichen Rand von Bautzen kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Panzer, von schwerem Artillerie- und Flugzeugfeuer unterstützt, rückten am 24.IV.1945 22.00 Uhr bis Salzenforst vor. Das Regiment zog sich auf die neue Verteidigungslinie zurück – Wald 1 km südwestlich von Welka. Verluste: 3 Panzer T-34 85mm. Unsere Infanterie gibt es nicht und es gab sie nicht. Das Regiment kämpfte nur mit seinen Gefechtsfahrzeugen. Bitte um weitere Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommandeur des 5. Selbstständigen schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.533 Neudorf/Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 25.IV., 2.00 Neudorf. - Der Gefechtsbefehl des Stabschefs der 2. Armee WP definiert die Aufgaben der Truppen für den Tag 25. April 1945. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befehlshaber der Armee befahl am 25.IV.1945 die folgenden Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    8. Infanteriedivision - nach Bereitstellung im Bereich Luga, Quoos und im Wäldchen nördlich von Quoos beginnen Sie am 25.IV.1945 um 9.00 Uhr den Vormarsch in Richtung Königswartha bis zum Aufeinandertreffen mit Einheiten der 14. Gardeschützendivision und nehmen Sie Kontakt mit Ihnen auf. Anschließend greifen Sie in Richtung Guttau, Kleinsaubernitz an um die Truppen der 7. Und 10. Infanteriedivision zu erreichen und sich mit diesen zu verbinden. Divisionsstab – Quoos, danach Sdier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    10. Infanteriedivision – Angriff nach Süden in Richtung Uhyst, Sdier; vereinigen sie sich mit den Einheiten der 8. Infanteriedivision. Divisionsstab: - Nochten, danach Uhyst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    7. Infanteriedivision fährt mit dem Angriff Richtung Dauban fort und weiter westlich schließen Sie sich den Truppen der 8. Infanteriedivision an, die nach Osten vorrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.    Die 5. und 9. Infanteriedivision - Verteidigung auf breiter Front auf der Linie: 5. Inf.-Div. - östlicher Rand von Kamenz und die 9. Inf.-Div. – Helenau, Bischheim, Nieder Lichtenau, Höhe 306,2, Lichtenberg, Höhe 296,3, Höhe 305,6, Höhe 299,5, Gemeindebusch - decken Sie die Richtung Dresden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.    1. Panzerkorps - Führen Sie in Zusammenarbeit mit dem 7.mech. Gardekorps die zuvor erhaltene Aufgabe gemäß dem Kampfbefehl Nr. 11554 durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.    Führen Sie Aktionen entschlossen und entschieden durch und sorgen Sie vor allem für eine effiziente und flexible Führung der Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.    Armeestab -Neudorf (4km südlich von Königswartha).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.    Bestätigen Sie den Empfang der Befehle, und berichten Sie über die erteilten Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Operationsabteilung                    Stabschef der 2. Armee WP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S. Noss, Oberst                                               J. Sankowski, Brigadegeneral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 534 Großwelka/Großdubrau/Neumalsitz ====&lt;br /&gt;
1945, 25. April, 2.30 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 18 des Stabschefs des 1. Panzerkorps zum Halten der Verteidigungsstellungen des Korps entlang der Grenze Klein- und Großwelka, Fluß Spree. Karte 1:100000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Befehl des Armeekommandanten befahl der Korpskommandant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     4. Panzerbrigade mit den zugewiesenen Truppen - verteidigen Sie sich weiterhin an der aktuellen Grenze und achten dabei besonders auf den linken Flügel. Gefechtsstand - südlicher Abschnitt Großdubrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     3. Panzerbrigade) - bis 6.00 Uhr ziehen sich ihre Truppen über die Spreeübergänge zurück. und beziehen sie die Verteidigung an der Grenze der Höhe 193.0, Klein- und Großwelka. Ausgehend von der Linie halten Sie sich ab 10.00 Uhr in Bereitschaft zum Gegenangriff auf den Feind in Richtung: Rattwitz, Bloaschütz, Nimschütz. Gefechtsstand – westlicher Rand Großwelka. Unterstützt durch das 27. SFL-Art.-Reg. (Panzerjäger-Regiment).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     2. Panzerbrigade - unter dem Kommando des stellvertretenden Brigade Kommandeurs - Oberstleutnant Dmitriev, herausfahren seiner Panzer, in der Gegend von Strohschütz aufstellen und dem Kommandeur der 3. Panzerbrigade zur Verfügung zu stellen. Die rückwärtigen Dienste der Brigade konzentrieren sich in den Wäldern nördlich von Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     1. mot. Inf.-Brigade) mit dem 2. Granatwerferregiment - ziehen Sie sich sofort in kleinen Gruppen von dem besetzten Abschnitt zurück und nehmen Sie die Verteidigung entlang des Westufers der Spree ein. Gefechtsstand – Neu Malsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     25. und 24. SFL-Artillerie-Regiment, 1. Geschoßwerferabteilung und das 47. Artillerie-Regiment - die Hauptkräfte bleiben bis zum Morgen des 25.IV.1945 im bisherigen Gebiet und übernehmen die Verteidigung gemäß den Anweisungen des Artilleriekommandeurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Leiter der Aufklärung - organisieren Sie die nächtliche Aufklärung im Gebiet Bunzlau? (Bolbritz!?) mit der Aufgabe zur Bestimmung der Zusammensetzung und Gruppierung feindlicher Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Stellvertretender Brigadekommandeur für rückwärtige Dienste - Nachschub von Treibstoff und Munition gemäß den Richtlinien des Leiters des Rückwärtigen Dienstes sicherstellen. Gefechtsstand – 6. Nachrichtenbataillon?), 2. Kradschützen-Bataillon, 15. Pionierbataillon bis zum Morgen des 25.IV.1945. – Luga. 15. Pionierbataillon schirmt ab und geht an Luga heran in westlicher und nördlicher Richtung. Rückwärtige Dienste Raum Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Gefechtsstand Korps ab 6.00 Uhr – Großwelka, ab 6.00 Uhr – Luga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.     2. Kradschützen-Bataillon) – bezieht Stellung im Gebiet von Übigau, um den Stab des Korps von Norden abzuschirmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.  Es sollen Berichte vorgelegt werden: über die Uhrzeit des Marschbeginns und über das Zusammenstoßen mit dem Feind, dann stündlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                                 Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                          A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.535 Großwelka/Quoos/Übigau ====&lt;br /&gt;
1945, 25 April, 3.00 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 019 des Stabschefs des 1. Panzerkorps über den Übergang des 4. Panzerbrigade und der 1. mot. Inf.-Brigade in die Reserve des Armeebefehlshabers und die Unterstellung der 3. Panzerbrigade unter den Kommandeur der 8. Infanteriedivision. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemäß dem Gefechtsbefehl des Stabes der 2. polnischen Armee WP vom 25.IV.1945 befahl der Korpskommandeur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     3. Panzerbrigade, 24.,25. und 27. SFL-Artillerieregiment wird der 8. Infanteriedivision zugewiesen. Zugewiesene Truppen verstärken die Verteidigung der Division. Tarnen sie die Kampffahrzeuge und organisieren Sie Panzerhinterhalte auf der Linie: a) Kreckwitz, Höhe 193,0, Großwelka; b) Horka, Übigau, Radibor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Granatwerferregiment sowie die 1. Geschoßwerferabteilung werden der 9. Infanteriedivision zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die 4. Panzerbrigade, ohne ein einziges Panzerbataillon– die Reserve des Armeekommandanten – ist bis 7.00 Uhr im Zentrum von Quoos. Ein Bataillon soll dem 17. Infanterie-Regiment mit der Aufgabe des gemeinsamen Kampfes in der Region Sdier zugeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Die 1. mot. Inf.-Brigade bildet zusammen mit der 4. Panzerbrigade eine mobile Reserve des Armeekommandanten, um den zweiten Verteidigungsabschnitt auf der Linie Übigau – Quoos zu besetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Kommandeure der zugewiesenen Truppen - melden sich bis 8.00 Uhr des 25.IV.1945 bei den Divisionskommandeuren, um von ihnen Gefechtsaufgabenaufgaben zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Gefechtsstände: 8. Infanteriedivision – Quoos, 9. Infanteriedivision – Horka 8048 (russ. Koordinate).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Über die Ausführung ist bis 10.00 Uhr 25.IV.1945 Meldung zu erstatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Artilleriekommandant - sorgen Sie für den rechtzeitigen Abzug der Abteilungen und deren Konzentration im neuen Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.536 Kleinwelka/Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945; 25. April 3.00 Uhr, Kleinwelka. - Gefechtsbericht Nr. 011 des Stabschefs des 5. schweren Panzerregiments über die Kämpfe der 1. Panzerkompanie in der Umgebung Salzenforst. Karte 1:50000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich melde, dass beim Angriff der 1. Kompanie des 5. schweren Panzer-Regiments um 18.00 Uhr am 24.IV.1945 in Richtung Salzenforst zwei Panzer &amp;quot;Tiger&amp;quot; ausbrannten und einer in der Gegend von Salzenforst beschädigt wurde. Derzeit besetzt die 1. Kompanie Feuerstellungen am südlichen Rand des Wäldchens 500 m nordöstlich von Salzenforst. Die Kompanie erlitt keine Verluste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef des 5. Unabhängigen (selbstständigen) schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Panzergrenadier-Division Brandenburg ====&lt;br /&gt;
Von Anfang März bis Mitte April 1945 stand die Division im Raum Weißwasser an der Lausitzer Neiße. Bei dem erneuten sowjetischen Großangriff der Roten Armee am 16. April wurde die Division schließlich im Raum Rothenburg-Penzig (nördlich Görlitz) eingekesselt, konnte jedoch schon am 20. April nach Löbau ausbrechen. Nachdem die Reste der Division um Bautzen gekämpft hatten, wurden sie am 3. Mai 1945 per Bahn in den Raum Mährisch-Ostrau in das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren verbracht. Anfang Mai 1945 kämpften dort immer noch Einheiten der Division bei Olmütz und zogen sich bis in den Raum Deutsch-Brod zurück. Nach der Kapitulation der Wehrmacht marschierte ein Teil der Division nach Westen, während andere Teile sich einfach auflösten. Ein großer Teil ging in Tabor in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Vielfach wurden Angehörige der Division von der tschechischen Bevölkerung ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisberichte von Salzenforster Einwohnern ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H.-J. Schneider *02.01.1941 Salzenforst Nr.28:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;In der Nacht vom 13. zum 14. 02 1945 konnten wir von Salzenforst aus einen hellen Schein in Richtung Dresden erkennen. Ich war gerade 4 Jahre alt. Es wurde gesagt, Dresden brennt. Man sprach davon, daß vorher Christbäume von Aufklärungsflugzeugen gesetzt wurden (sogenannte brennende Fackeln), um den Bomben die Ziele zu markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dann die Kriegshandlungen näher rückten, wurden mit unseren Nachbarn sowie im gesamten Viertel, auch Ziegenviertel genannt, (dort wohnten Witschas, Schulze, Schneider, Hänsch, Paulik, Polan, Dresler und Heine), Maßnahmen ergriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männer, außer Johann Polan, waren eingezogen oder bereits verstorben. Bei den ersten Kriegshandlungen fuhren wir mit unseren Kuhgespannen in die Sandgrube in Richtung Uhna - Schmochtitz. Hier flogen mit heulendem Geräusch die Granaten über uns. Als dieser Angriff vorüber war, kehrten wir wieder in unsere Gehöfte zurück. Die Kriegshandlungen rückten immer näher und uns wurde befohlen, Salzenforst zu verlassen. Wir flüchteten mit unseren Kuhgespannen +ber Sohland bis nach Schluckenau. Unser Wagen war bepackt mit Futter für die Kühe, 5 Gänse, ein Krug mit Sahne (aus der durch das Geschüttel Butter wurde) und ein paar Habseligkeiten für Mutter, Tante und uns 2 Jungs. Dort erlebten wir auch Fliegeralarm und suchten in Kellern Unterschutz. Kann mich aber an Bombenexplosionen nicht erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir wieder zu Hause waren, konnten wir keine großen Schäden erkennen. In unserer Hofeinfahrt stand ein kaputtes Halbraupenfahrzeug und bei Schulzes- oder Witschas Scheune, ich weiß es nicht mehr genau, war durch ein Panzer eine Gebäudeecke stark beschädigt. Die beschädigten Kriegsgeräte und die freiliegende Munition wurden noch von der Wehrmacht weggeräumt. Die &amp;quot;Russen&amp;quot; rückten dann ins Dorf ein und Nachbars Polan Friedel wurde zwischen uns zwei Jungs im Bett versteckt, denn Kinder wurden in Ruhe gelassen. In unserem Haus war für kurze Zeit auch ein russischer Offizier einquartiert, so daß wir relative Ruhe hatten. Dann wurden Leute aus dem Dorf verpflichtet, Vieh aus den Ställen der Bauern in Richtung Osten zu treiben. Wir behielten aber unser Vieh. Später kamen die &amp;quot;Russen&amp;quot; mit ihren Panjewagen ins Dorf gefahren und tauschten Gegenstände (auch Spielzeug) gegen Lebensmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Vater kam im Herbst 1945 aus der Gefangenschaft abgemagert zurück. Da er nur ein Auge besaß und auf der anderen Seite ein Glasauge trug und dieses wegwarf, wurde er als Invalide aus der Gefangenschaft entlassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin Schulze Haus Nr. 29:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 14 Jahren erlebte er die Kämpfe in und um Salzenforst hautnah mit. Gemeinsam mit Älteren vom Volkssturm sollte er als Hitlerjunge Panzersperren errichten. Die Deutschen griffen Salzenforst von Bolbritz und Uhna aus an. Die Scheune seines elterlichen Gehöftes wurde durch Panzerbeschuß stark beschädigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martha Worm Haus Nr.24:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine alleinstehende Großmutter begab sich mit ihren 2 Töchtern auf die Flucht Richtung Sächsische Schweiz nach Rathmannsdorf zu Verwandten. Wie so viele konnten sie nur das Notwendigste mitnehmen. Nach ihrer Rückkehr waren Haus und Hof geplündert. Das versteckte Hab und Gut wurde von den russischen Soldaten, welche einquartiert waren, gefunden und konfisziert. Mein Vater Ferdinand Worm, froh, den Krieg überlebt zu haben, floh aus englischer Gefangenschaft und kam über Umwege 1946 nach Hause.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Karl Domschke Haus Nr.14 und Moldenhauer Haus Nr.16c, Schatte, Weiß:&#039;&#039;&#039;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Domschke war bei der Erschießung der jüdischen Frauen zugegen. (Manfred gibt Bericht). Erlebnisse s. u. &amp;quot;Judendenkmal&amp;quot;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene Einwohner ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in Salzenforst wurden mit der gleichen Härte geführt wie überall um Bautzen. Es wurden zahlreiche Gebäude im Ort durch Artillerie- und Panzerbeschuss zerstört. Lt. Ortschronik starben bei den Kämpfen 6 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22.04.45 wurde &#039;&#039;&#039;Karl Pietschmann&#039;&#039;&#039; durch einen deutschen Wachposten auf dem Feld erschossen, weil er nicht stehen blieb. Man sagt, Karl war geistig verwirrt. Die Chronik berichtet, dass Herr Pietschmann die Kühe auf der Wiese umpflocken wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus Nr.33 (ehemals Dreßler) war eine Anzahl zurückgebliebener Einwohner im Keller eingesperrt. Der pensionierte Schulmeister Wange hatte eine weiße Fahne oder Taschentuch gehisst und sich wieder in das Haus zurückbegeben. Die deutschen Soldaten vermuteten einen Hinterhalt der Polen und warfen eine oder mehrere Handgranaten in das Haus. Herr Wange war sofort tot und Frau Suschke und Frau Preusche starben an ihren schweren Verletzungen (Pietsch, Karl: „Ortschronik Salzenforst“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Margarethe Suschke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Maria Auguste Preusche&#039;&#039;&#039; (1. Frau von Preusche, Hermann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Herr &#039;&#039;&#039;Ernst Heinrich Richard Wange&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kam es zu einem tragischen Unfall.  Die 7-jährigen Kinder &#039;&#039;&#039;Wolfgang Mattitza&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Günter Jentsch&#039;&#039;&#039; spielten am 23.05.1945 auf dem Feld von Domschke (jetzt Kreisverkehr) Hascher. Dabei fanden sie eine Stielhandgranate und da sie nicht wussten, um was es sich handelte, schmissen sie diese weg. Durch die Explosion wurden beide Kinder schwer verletzt. Nachdem man sie fand, wurden sie mit dem Fuhrwerk nach Bautzen gebracht. Wolfgang M. verlor das rechte Auge, Günter J. verstarb am nächsten Tag im St. Benno Krankenhaus in Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene ausländische Bürger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maslanka, Feliks Tod.jpg|mini|548x548px|Bekanntmachung zur Hinrichtung von Feliks Maslanka]]&lt;br /&gt;
Während des Krieges waren im Ort ausländische Bürger zur Arbeit auf den Bauernhöfen gezwungen (sog. „Zwangsarbeiter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod des Zwangsarbeiters &#039;&#039;&#039;Feliks Maslanka&#039;&#039;&#039; aus Polen wurde am 13.02.42 durch die Gestapo Dresden angezeigt. Augenzeugen berichteten, dass während des Krieges ein Zwangsarbeiter erhängt wurde, weil dieser eine Liaison mit einer Deutschen gehabt haben soll. Das war Herr Maslanka. Die Hinrichtung fand ganz in der Nähe des Chorberges statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau &#039;&#039;&#039;Anna Hortaszko&#039;&#039;&#039;, ebenfalls Zwangsarbeiterin aus Polen, verstarb lt. Sterbeurkunde am 05.04.45 um 22 Uhr mit 23 Jahren an einem Herzschlag. Sie wurde im Waschhaus des Hauses Nr.17 tot aufgefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;KZ - Häftling mit der Nr. 186443&#039;&#039;&#039; ist am 10.02.1945 gegen 17 Uhr am Pfahl 48/5 des Bahndammes der Reichseisenbahn in Stiebitz tot aufgefunden worden. Es war &#039;&#039;&#039;Rene&#039;&#039;&#039; Louis Jean Gabriel &#039;&#039;&#039;Stouff&#039;&#039;&#039;; geboren am 03.03.1920 in Arbois/Frankreich. Am 30.4.1944 kam er mit dem Transport aus Paris am KL Auschwitz an. Nach dem &#039;&#039;Kalender der historischen Ereignisse im KL Auschwitz&#039;&#039; [&#039;&#039;Kalendarium wydarzeń w KL Auschwitz&#039;&#039;], S. 649 von D. Czech wurden die Häftlinge am 30.04.1944 aus Paris gebracht. Sie erhielten Nummern von 184 936 bis 186 590 (Archiv des Museums Gross-Rosen). Letzter Eintrag in der Datei: 14.8.1944 r. KL Birkenau, B II f, Block 11. Von Rene Stouff wissen wir, dass dieser am 7.5/9.5.1944, 31.7./1.8.1944 und 7./8.1944 sowie am 14.8.1944 vom Lagerarzt im KZ Auschwitz untersucht wurde. Er wurde am  18.01.45 von Auschwitz-Birkenau deportiert, danach für einige Tage im KL Groß-Rosen untergebracht. Auf dem weiteren Transport mit der Reichsbahn in Richtung Mauthausen von der SS am 03.02.1945 getötet. Sein lebloser Körper wurde in der Nähe von Bautzen aus dem Zug geworfen. (Such- und Bescheinigungsvorgang Nr. 208.355 /Arolsen Archiv)     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Soldatengrab auf dem Friedhof Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik.png|mini]]&lt;br /&gt;
Wann das Grab mit dem Grabstein errichtet wurde, ist nicht mehr bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulz, Albert                      &#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;20.07.1920                                                                †25.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldwebel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Baumgarten, Johann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1926 Saarlautern                                        †April 1945 in Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schütze der St.Kp.II G.E.R. mot. G.D. -1797-         am Garten von Holland Nr.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater: August Baumgarten Saarlautern I; Saarstr. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Krepela, Friedrich aus Wien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1921 Wien                                                      †25.04.1945 Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soldat                                                                        Hausgarten bei Seidler Nr.11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Truppe: Edelweiß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RAD Feldnachschublager FP-Nr.46927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmidt, Gerhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;25.01.1922 Halbemond (Ostfriesland)                 †29.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obergefreiter des 2.FschPzGrenReg.1HG          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rebel, Bernhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;14.01.1927 Schwerstedt (Ettersberg/Weimar oder bei Straußfurt/Sömmerda) †04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwabe, Günther Manfred Hermann Ernst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;08.04.1926 Frankfurt/Main                                    †25.04.1945 in Temritz gefallen (Sterbe-Urk. Kleinwelka 7/46)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier; vermutlich II.Fsch.PZ.Gren.Reg.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abiturient/evangelisch/ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohnhaft in Sondershausen, Göldnerstraße 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: Berndt, Eberhard)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchhalteparolen zu Kriegsende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Befehle von der Führung ====&lt;br /&gt;
Anfang März Generaloberst Guderian: &#039;&#039;&amp;quot;Der deutsche Ostkämpfer weiß, daß dies der letzte und entscheidende Kampf ist, der über den Fortbestand unseres Volkes und unserer Nation entscheidet ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. März Dr. Goebbels: &#039;&#039;&amp;quot;..... schlagt die Bolschewisten, wo ihr sie trefft! ... Niemals wird die Kunde kommen, daß wir kapitulieren...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. März A. Hitler: &#039;&#039;&amp;quot;es gibt nur ein Gebot, mit verbissener Entschlossenheit allles zu tun, um den Gefahren zu trotzen, die Wende wieder herbeizuführen und zu dem Zweck dieWiderstandskraft unseres Volkes und die seiner Wehrmacht materiell und geistig zu stärken. Ebenso groß muß aber unser Fanatismus in der vernichtung derjenigen sein, die sich dem zu widersetzen suchen ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
02. April Reichsminister und Privatsekretär M. Bormann: &#039;&#039;&amp;quot;... der Kampf gegen den ins Reich eingedrungenen Gegner ist überall mit aller Unnachgiebigkeit und Unerbittlichkeit zu führen ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Reichsführer der SS Heinrich Himmler: &#039;&#039;&amp;quot;... jedes Dorf und jede Stadt werde mit allen Mitteln gehalten. Jededr für die Verteidigung eines Ortes verantwortliche deutsche Mann, der gegen diese selbstverständliche nationale Pflicht verstößt, verliert Ehre und Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Oberkommando der Wehrmacht Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel: &#039;&#039;&amp;quot;... Städte liegen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Sie müssen daher bis zum äußersten verteidigt und gehalten werden ... für die Befolgung des Befehls sind die in jeder Stadt ernannten Kampfkommandanten persönlich verantwortlich. Handeln sie dieser soldatischen Pflicht und ASufgabe zuwider, sowie alle zivilen Amtspersonen, die den Kampfkommandanten von der Pflicht abspenstig zu machen versuchen, oder gar bei der Erfüllung seiner Aufgaben behindern, werden zum Tode verurteilt ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führerbefehl Adolf Hitlers vom 16. April 1945: &#039;&#039;&amp;quot;Wer euch Befehl zum Rückzug gibt, ohne das ihr ihn genau kennt, ist sofort festzunehmen und nötigenfalls augenblicklich umzulegen, ganz gleich, welchen Rang er besitzt.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befehl von Generalfeldmarschall Ferdinand Schoerner an die Kommandeure: &#039;&#039;&amp;quot;Ich kenne keine Begriffe wie Absetzen, Zurückkämpfen, Einklappen.&amp;quot;&#039;&#039; Schoerner wird als brutalster aller Feldmarschäle bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. April Tagesbefehl Schoerner: &#039;&#039;&amp;quot;Wer seine Stellung verläßt, wird erschossen.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 6/1965)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Propaganda in Sachsen bzw. Bautzen ====&lt;br /&gt;
5. März Gauleiter Sachsen Martin Mutschmann. &#039;&#039;&amp;quot;Der Glaube an den Sieg muß erhalten bleiben und darf niemals durch ein etwaiges Vorrücken des Gegners zerbrechen. jed Meter Boden, den der Feind gewinnt, muß er mit einem ungeheuren Blutzoll erkaufen ... Nur der Tapfere behält das Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. März Kreisleiter Karl Martin vor den Bautzener Handwerks-u. Handelsbetrieben: &#039;&#039;&amp;quot;... Der Führer hat dieses Jahr als das Jahr der Wende bezeichnet. Auf sein Wort können wir uns unbedingt verlassen ... Für uns gilt es durchzuhalten, den Kopf hoch zu halten bis zu dem uns gewissen Endsieg ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. März Propagandaleiter Elsner (Großkundgebung in Bautzen): &#039;&#039;&amp;quot;... Mitten im Generalsturm unsrer Feinde müssen wir uns entscheiden, ob wir durchhalten wollen oder nicht, ob wir noch Vertrauen und Glauben an den Sieg haben ... Halten wir also aus und nehmen uns die deutschen Stützpunkte am Atlantik zum Vorbild! ...!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. April Gauleiter Mutschmann: &#039;&#039;&amp;quot;... Widerstand und Kampf bis zum Letzten! Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen und bedroht unsere Heimat mit Hunger und Elend, mit Tod und Verderben. Wer in dieser Not des Volkes gegen die Anordnungen der Partei und des Staates handelt und der nationalen Ehre unseres Volkes Schande macht, wird aus der Volksgemeinschaft ausgelöscht. jede Feindbegünstigung, sei es die Annahme von Geschenken, das Heraushängen weißer Tücher aus den Fenstern oder irgendeine Form der Anbiederung an den Feind ist Landesverrat und wird mit den Tode bestraft ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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		<title>Geschichtsereignisse</title>
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		<updated>2025-11-26T10:27:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Dorfzerstörung vom 23.-25. April 1945 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Brände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfbrand am 19. April 1801 ===&lt;br /&gt;
An diesem Tag brach beim Bauer Lukas ein Feuer aus und legte 5 Bauerngüter und 8 Häuslernahrungen in Schutt und Asche. Die Brandversicherung, die in Sachsen bereits 1770 eingeführt worden war, hatte noch nicht überall Eingang gefunden. 1777 hatte die sächsische Regierung dann eine sogenannte &amp;quot;Feuerordnung&amp;quot; erlassen, nach der sich die Bewohner richten mußten, sowohl bei der Erbauung neuer Häuser wie auch sonst. Den Abgebrannten wurde, wie zu der damaligen Zeit üblich, durch freiwillige Sammlungen geholfen. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuersbrunst am 10.Mai 1812 ===&lt;br /&gt;
In den &amp;quot;Budissiner Nachrichten&amp;quot; vom 16.05.1812 ist folgendes zu lesen: &amp;quot;In der Mittagsstunde des vorigen Sonntags (10.Mai), brach zu Salzenforst, während die meisten Bewohner zur Messe in Bautzen waren, ein plötzliches Feuer aus, welches, vom Winde schnell verbreitet, ungeachtet der Anstrengungen der Hilfeleistenden, binnen anderthalb Stunden 5 Bauernhöfe, 2 Gärtner- und 5 Häusleranwesen vollständig und von 2 Bauernhöfen die Wirtschaftsgebäude in Asche verwandelte. Ein gebrechlicher Auszügler, der noch zu retten versuchte, wurde dabei vom Feuer heftig beschädigt. Es verbrannten ferner 3 Pferde, 2 Kühe, 3 Kälber, 5 Schweine, 1 Hund und 84 Stück Schafvieh, viele Wagen, fast alle Ackergerätschaften, 354 Scheffel Getreide und Feldfrüchte, alle Futtervorräte sowie das Hausgeräte, die Betten und Kleider der meisten Verunglückten, sodaß mehrere nichts als die Kleider, in welcher sie aus der Kirche kamen, gegenwärtig besitzen. Acht der Abgebrannten erfuhren dieses Unglück zum zweitenmal. Mit Schulden, die sie bei dem wenig dankbaren Boden der Gegend und dem Drucke der Zeit bisher nicht abzutragen vermochten, hatten sie wieder aufgebaut und sind jetzt, da sie unglücklicherweise ihre Grundstücke, gleich den Übrigen, weit unter dem Werte versichern lassen, ohne ausreichende Mittel, von Neuem zu bauen. Bei diesem großen Elende der meisten Verunglückten können wir, so oft auch in gegenwärtigen Zeiten die Wohltätigkeit in Anspruch genommen wird, doch nicht umhin, edle Menschenfreunde un Unterstützung zu bitten, fest überzeugt, daß keiner, der es vermag, eine Beisteuer zur Linderung des Mangels dieser schuldlos Verarmten versagen werde. Schon sind von mehreren Herrschaften und Gemeinden Beiträge eingelangt. Der Bauer Hennig zu Salzenforst wird, unter Zuziehung der dortigen Gerichten die Natural- und unsere Kanzlei die Geldbeiträge, welche ferner eingehen dürften, annehmen, letzte auch, nebst uns, für gewissenhafte unparteiische Verteilung die möglichste Sorge tragen, und das Empfangene in diesen Blättern dankbar anzeigen. Möchte ein gesegneter Erfolg unsre Bitte begleiten!&amp;quot;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;Sorbische Denkmale&amp;quot; von Trudla Malinkowa wird berichtet, daß das Wohnhaus von Johann Seiler (Nr.14), dem Vater von Handrij Zejler, bei dem Brand zerstört und danach neu errichtet worden ist.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachricht vom Brand sprach sich schnell herum und aus den Nachbardörfern Bolbritz, Stiebitz, Kleinwelka, Seidau, Uhna, Teichnitz und Schmochtitz kamen die Helfer mit ihren Feuerspritzen, die man seit einigen Jahrzehnten angeschaft hatte, zum Brandherd. Sogar aus Bischofswerda, Neschwitz und dem Klöster St. Marienstern war Hilfe gekommen. Sogar die &amp;quot;Feuerkompagnie&amp;quot; aus Bautzen eilte herbei. Doch das Löschwasser reichte nicht, da der Dorfteich alsbald erschöpft war. Die meisten Betroffenen hatten von der Oberlausitzer Brandversicherung keinen rechten Gebrauch gemacht und ihre Anwesen nicht hoch genug versichert. 1820 waren jedoch alle Gehöfte bis auf eins wieder aufgebaut. J. Schneider berichtet, daß der Schmied die Hilfsmaßnahmen geleitet hatte. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfzerstörung vom 23.-25. April 1945 ===&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von 16 vollständig und 21 teilweise zerstörten Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Napoleon 1813 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleon in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleon.jpg|mini|Abb.: Postkarte mit dem Bildnis Napoleons]]&lt;br /&gt;
Vor und während der Schlacht bei Bautzen, welche am 21.Mai 1813 stattfand, hatte Napoleon seinen Beobachtungsposten in Salzenforst bei Kettan im Haus Nr. 1 eingerichtet; sein Hauptquartier dagegen in Kleinförstchen bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19./20.05.1813 führte der Hausbesitzer Juri (Georg) Kettan den Kaiser der Franzosen,  Napoleon Bonaparte, und seine Offiziere auf den Chorberg und erklärte die umliegenden Ortschaften (Chr. S. 14). Bereits am 15.05.1813 beschossen die Franzosen vom Chorberg mit Kanonen die Preußen bei Lubachau (Chr. S.16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird berichtet, daß Kettan, Juri stotterte und im Beisein der Franzosen nur auf der Ofenbank sitzen durfte. Ein gewisser Löschau aus Salzenforst hat die Franzosen im Mai 1813 durch die Spree geführt und ist nicht wieder heimgekehrt. (s. Chr. S. 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L. Oberhofer berichtet in &amp;quot;Geschichte der Stadt Bautzen&amp;quot; von 1963, daß es eine Napoleonsstube in Salzenforst gab; vermutlich in Haus Nr.1. Am 19.05.1813 ritt der Kaiser auf den Windmühlenberg bei Loga und die Wiwalze, um Beobachtungen anzustellen. Auf einer Felsenkuppe bei Stiebitz entwarf er seinen Angriffsplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichtlicher Hintergrund aus dem Buch von Ralf Schramm: „Der 19.Mai 1813 und seine Ursachen“: ====&lt;br /&gt;
Das XI. Korps der französischen Armee unter Marschall Macdonald marschierte am 15.05.1813 bis auf die Höhen von Klein-u. Oberförstchen, von wo aus er die verbündeten Armeen der Preußen und Russen sehen konnte, die vereint östlich der Spree hinter Bautzen stehen. Am Abend besetzte das Korps die Anhöhen von Gaußig bis Kleinwelka (S.42). Am 17.05. gegen 6Uhr abends unternahm Macdonald mit einem Teil des XI. Korps eine Erkennung, was eine Kanonade von beiden Seiten veranlaßte (S.46). Gegen Mittag des 18.05. verließ Napoleon Dresden und traf mit dem größten Teil der Garde in Hartha ein (S.54).  Am 19.05. stand das XI. Korps unter Marschall Macdonald vor Bautzen, das VI. Korps unter Marschall Marmont stand links von ihm, dem Dorf Nimschütz gegenüber. Den linken Flügel bildete das IV: Korps unter General Bertrand. Er schloß sich nördlich des IV. Korps an und lehnte an Kleinwelka. Die Garden und das I. Kavalleriekorps unter Latour-Maubourg stellten sich als Reserve zwischen Göda und Kleinförstchen zu beiden Seiten der Straße, die von Dresden nach Bautzen führt, auf. Am frühen Morgen des 19.05. verließ Napoleon Großharthau und nahm sein Hauptquartier in Kleinförstchen (S.57).&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto 1.jpg|mini|Napoleon bei Bautzen in der Nacht vom 20. zum 21. Mai 1813 (Paul Gavarni 1836)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleonmuseum-Gemaeldeecke.jpg|mini|Napoleon mit Gräfin Auguste Charlotte am Sonnentempel in Schmochtitz (Napoleonmuseum Georgewitz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Temritz ====&lt;br /&gt;
1813: von den Russischen Truppen wurde das Koban&#039;sche Gut in Temritz in Brand gesteckt und eingeäschert. In der Chronik S.189ff. wird die Requirierung des Lehmann&#039;schen Gutes in Temritz beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
Napoleon hatte ein intimes Verhältnis mit der Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge, Rittergutsbesitzerin von Schmochtitz. Die Gräfin verbrachte die 4 Jahre von 1809 -1812 in Paris (Franz Triebs: &amp;quot;Franzosengrab&amp;quot; 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (Chr. S.308-309). Zeugnis davon ist ein Gemälde, welches beide im Sonnentempel von Schmochtitz darstellt. Napoleon ritt mit einem Offizier vom Hauptquartier in Kleinförstchen nach Schmochtitz. Als sich die Tür für den Kaiser öffnete, blieb der Offizier bei den Pferden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräfinn verehrte Napoleon sehr. Während der Verbannung Napoleons auf der Insel Elba besuchte sie ihn. Sie sagte zu ihm: &amp;quot;Sie sind jetzt ein Privatmann. Ich werde Sie freikaufen&amp;quot;. &amp;quot;Nein&amp;quot; erwiderte der Kaiser, &amp;quot;dafür reicht Ihr Vermögen nicht. Ich danke Ihnen.&amp;quot; (E.  Klausnitzer: Bautzener Kulturschau 3/1980) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Weltkrieg, Kampf um Bautzen 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Offensive ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in und um Bautzen begannen am 16. April 1945 mit dem Angriff der 1. ukrainischen Front und der 2. polnischen Armee über die Neiße bei Rothenburg in Richtung Dresden. Am 18. April begann der Angriff auf Bautzen. Im Norden von der 26. mech. Gardebrigade, im Osten von der 24. mech. Gardebrigade und im Süden von der 25. mech. Gardebrigade gemeinsam mit der 57. Panzerbrigade umringt, drangen am 19.04. sowjetische Truppen in Bautzen ein. Ebenfalls am 19. April erreichte die nördlich von Bautzen in Richtung Großdubrau-Radibor vorrückende 3. Panzerbrigade des 1. polnischen Panzerkorps die Gemeinden Bolbritz und Salzenforst. Sie hatte das Ziel, die Autobahn Richtung Dresden bei Döbschke zu unterbrechen. Am 23. April begann der Gegenangriff der Deutschen zur Befreiung des von den Russen eingeschlossenen Bautzen. Daran beteiligt waren ein Fallschirmpanzerkorps und die dazugezogene Fallschirmpanzerdivision 1 &amp;quot;Hermann Göring&amp;quot;. In Bautzen standen dem Kampfkommandanten Oberst Hoepke etwa 3000 Mann zur Verfügung. Dazu gehörten etwa 200 Mann der SS-Division &amp;quot;Frundsberg&amp;quot;, Volkssturmbataillone, Flakabteilungen, Landesschützen, eine Bewährungskompanie der 4. Panzerarmee und Reste des Grenadierregimentes 1244. Oberst Hoepke ließ am 20. April die Kronprinzenbrücke und in der Seidau die Spreebrücke sprengen.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampfhandlungen in und um Salzenforst vom 23.04-26.04.1945 ===&lt;br /&gt;
In der stockdunklen, naßkalten und regnerischen Nacht vom 23. zum 24.04. wurde die 2. polnische Panzerbrigade von Malschwitz und Niedergurig nach Salzenforst verlegt. Am 24.04. führte diese Brigade einen Gegenangriff mit 2 Panzerbataillonen und 1 Infanteriebataillon aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polnischen Panzer hatten deutsche Einheiten von der Autobahn westlich von Bautzen vertrieben und den Humboldthain südöstlich von Stiebitz erreicht. Dabei hatte das II. Bataillon des Fallschirmpanzer-Grenadierregimentes I „HG“ an der Ziegelei Dreistern und bei Oberförstchen erhebliche Verluste erlitten. Grenadiere dieses II. Bataillons führten bis zur Dämmerung ein stundenlanges, heftiges Gefecht mit einer Einheit des 929. Schützenregimentes um das Umspannwerk Rattwitz, das sie mit hohen Verlusten einnahmen. Gepanzerte Kräfte wurden an diesem Tag aus Bautzen herausgezogen. Dazu gehörte die Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“, die vor Bloaschütz konzentriert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angriff wurde  am 24.04. 12 Uhr abgebrochen und die 2. polnische Panzerbrigade musste auf Salzenforst und Bolbritz zurückgehen, als deutsche Truppen über Oberförstchen und Bloaschütz zur Umfassung ansetzten, um westlich Salzenforst durchzubrechen und somit die polnische Gruppierung bei Groß-u. Kleinwelka bedrohten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gruben sich am Rand der Ortschaften Salzenforst und Bolbritz mit der Front nach Süden ein. Der Druck der Deutschen nahm stündlich zu. Auf Grund des Treibstoffmangels war die 2. polnische Panzerbrigade unter dem Feuerschutz der Artillerie gezwungen, auf die Ortschaften Schmochtitz und Strohschütz zurückzugehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr.png|mini|605x605px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwäche der 2. poln. Armee erkennend, greift am 25.04. die FschPzDiv 1 „HG“ gegen 13 Uhr aus Richtung Nordwesten auf Teichnitz und Kleinwelka an. Gegen 14 Uhr wurde durch das II. Bataillon des FschGrR 2 „HG“ der Ort Temritz eingenommen. Am Nachmittag erfolgte ein Flankenmanöver der Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“ über Bolbritz und Salzenforst. Die Front der polnischen Truppen wurde aufgerollt und Kleinwelka eingenommen. Am 25. Und 26.04. kommt es in und um Kleinwelka zu schweren Kämpfen mit dem 1. Poln. Panzerkorps. Die polnischen Truppen flohen nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salzenforst wurde am 25.04. von den deutschen Truppen besetzt. Wie Dr. J. Ziesche schreibt, erschossen Angehörige der Panzergrenadierdivision &amp;quot;Brandenburg&amp;quot; sowjetische und polnische Verwundete im Haus Nr.34, wo die Polen ein kleines Lazarett eingerichtet hatten. Die Angaben der Getöteten schwanken zwischen 9 und 14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26./27.04. wurde die 9. Poln. Infanteriedivision im Raum Panschwitz-Kuckau zerschlagen, woran auch Ukrainer der Panzerjagdbrigade „Freie Ukraine“ beteiligt waren. Am 27.04. wurde Bautzen bis zum Kriegsende von der Wehrmacht besetzt. Am 08.05., dem Tag der Kapitulation, nahm das 32. Infanterieregiment der 8. polnischen Infanteriedivision kampflos die Stadt Bautzen ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Quellen:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Spurensuche-Die Kämpfe um Weißenberg und Bautzen im April 1945“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Bautzen im April 1945“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urbanke, Axel: „Endkampf um das Reichsgebiet 1944-1945 Ostfront“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 5,6,7/1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefechtsberichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.511 Luga/Stiebitz/Nadelwitz ====&lt;br /&gt;
GM Nr.26 SC 1.PPK an BH mot. und Pz-Truppen 1.UKF, 24.04.45 12 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     In Erfüllung des GB des Korpskommandeurs ging die 2. PBr um 10 Uhr zum A über und blockierte um 12 Uhr nach Überwindung heftigen Feuerwiderstandes durch den Gegner an der Chaussee 1 km S Stiebitz. Dabei wurden 2 Panzer, 1 SPW und 3 Kfz. des Gegners abgeschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 3.PBr trifft auf außergewöhnlich heftigen Feuerwiderstand gegnerischer Art. und GW aus Richtung Gutshof Nadelwitz, Kasernengebäude am Gutshof an der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     1.mot. Inf. Br: die Schützenbataillone befinden sich O der Chaussee Doberschütz, Bautzen im Abschnitt: Kreuzung der Chaussee mit der AB, Kreuzung der Landstraße mit der Chaussee 1 km NW Höhe 189,0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.513 Bautzen/Nimschütz/Doberschau/Wartha ====&lt;br /&gt;
GM Nr.93 der Führung der 2.PA an die Führung der 1.UKF,24.04.45 14 Uhr (K:100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1.PPK vernichtet im ZW mit dem 48.SK und dem 7.mGK die gegnerische Panzergruppierung am SW, SO OR Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1. mot. Inf. Br verteidigt sich im Abschnitt 1 km NO Bautzen, Wegegabelung O Nimschütz. Die 2.PBr ging zum Angriff über und erreichte um 17 Uhr die Flussbiegung SW Bautzen, wo sie das W Flussufer säuberte. Die 3.PBr ging in Richtung Sokulahora, Doberschau zum Angriff über und erreichte die Wegegabelung 1 km SO Bautzen. 7 Panzer blieben wegen TS-Mangel liegen. Korpsstab: Großwelka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Um 13 Uhr traf eine Kolonne von 250 Kfz. unter Führung des Stellvertreter Chefs RD der Front mit TS und Diesel für die Panzer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Armeestab ab 6 Uhr 24.04.45 Wartha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH (Befehlshaber) der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.514 Bautzen ====&lt;br /&gt;
Meldung der Führung der 2.PA an Führung 1.UKF über die Lage in Bautzen, 24.04.45 15 Uhr Neudorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht während der Gespräche mit General Petrow meldete ich ihm, das Kortschagin nur den Südlichen Teil von BZ aufgegeben hat, so jedenfalls informierte mich Kortschagin.  Es ist jedoch zu vermuten, dass zu diesem Zeitpunkt die gesamte Stadt mit Ausnahme einzelner Widerstandsherde in den Händen des Gegners war. Seit heute Morgen gibt es Gefechte um die Stadt. Ich habe Kortschagin, dem Korpskommandeur Rogossni mit seiner 254.SD ein Regiment der Panzerjägerbrigade und ein Regiment SU -76 zugeteilt und unterstütze ihn mit zwei PBr, die Schläge aus O und SO sowie W und SW führen. Ich habe meiner gesamten Artillerie befohlen, den Kampf um BZ zu unterstützen. Ich habe in Ihrem Namen Kortschagin aufgefordert, die Lage wiederherzustellen und die Stadt koste es was es wolle zu halten. Seit dem Morgen führen wir Gefechte um BZ, ohne irgendwelche spürbaren Ergebnisse. Das Fehlen der Infanterie macht sich bemerkbar. Die Panzer und SFL greifen selbständig an und erleiden Verluste durch gestreckte Ladungen und Artillerie des Gegners. Wir brauchen Infanterie. Ich bitte um Ihre Weisungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Zur vollständigen Einnahme und zum Halten der wichtigen Straßenknoten in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Zur Deckung der 30 km breiten und nicht gesicherten Bresche zwischen BZ und der linken Flanke der 9. ID durch die in der vergangenen Nacht und seit morgens den ganze Tag gegnerische Gruppen in Kompanie- und Bataillonsstärke mit gepanzerten Fahrzeugen in die rückwertigen Räume der 9. und 8. ID einsickern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Für einen Schlag am linken Ufer der Spree und den „Weißen Schöps“ in Richtung Korotejew mit dem Ziel, den eingesickerten Gegner schnellstens zu liquidieren. Dazu bitte ich um die Erlaubnis, unverzüglich meine 10., 7., und Teile der 5.ID aus S in den Raum Königswartha zu verlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Swierszewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.515 Autobahn/Rattwitz/Bolbritz/Kreckwitz/ Basankwitz/Niedergurig ====&lt;br /&gt;
GM Nr.27 SC 1.PPK an Führung 2.PA, 24.04.45 15 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Nach Einnahme von BZ begann der Gegner mit Unterstützung von starkem Artillerie- und Granatwerfer-Feuer in kleinen Gruppen entlang der Autobahn nach W und NW durchzubrechen. Unter starker Feuereinwirkung verließ die 14.PJBr um 14 Uhr den Raum Rattwitz nach N. Ein Angriff gegnerischer Panzer und Infanterie in Richtung Oberuhna wurde abgeschlagen. Es wurden 2 Panzer abgeschossen. Die restlichen drehten nach W ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Um 14.30 Uhr brach der Gegner mit einer Kompanie in Bolbritz durch. Die restlichen kleinen Gruppen drehten nach W und nördlich davon. Im Raum Kreckwitz handelten bis 2 Bttr des Gegners, in Basankwitz bis 1 Bttr, in Niedergurig bis 1 Bttr und am N OR 1 Bttr Artillerie und GW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Die TT des Korps setzen die Erfüllung ihrer Aufgabe fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.520 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 18.00 Uhr, Salzenforst. - Gefechtsbericht Nr. 0010 des Kommandeurs des 28. Panzerartillerieregiments über die Kampfhandlungen des Regiments in der Region Salzenforst. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Das 28. SFL-AR (Selbstfahrlafetten-Artillerie-Regiment) wurden zur Verteidigung am nordwestlichen Rand von Salzenforst eingesetzt. Um 11:00 Uhr 24.IV.1945, wurden 2 gepanzerte Geschütze SU-85 entsandt, um den rechten Flügel des Panzerangriffs im Wald 1,5 km südlich von Salzenforst zu unterstützen, eines der Geschütze wurde beschädigt (von einer Kanone durchbohrt) und der Geschützkommandant wurde tödlich verwundet. Die restlichen Kampffahrzeuge befinden sich in der Verteidigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Inventar der SFL (Selbstfahrlafette oder Geschützpanzer) SU-85 im Regiment - 20. Der tatsächliche Zustand – 12 bereit zum Kampf. In der Zeit vom 16. bis 24.IV.1945 wurden beschädigt: 3 Geschütze im Gebiet Horka, eines im Gebiet Klix, und eines im Gebiet Salzenforst. Ein Geschütz versank in einem Sumpf im Bereich der Schule Horka, zwei Kampffahrzeuge wurden in der Gegend Horka aufgrund einer technischen Störung zurückgelassen. Insgesamt 8 SU-85 Panzergeschütze (Gefechtsfahrzeuge) außerhalb der Kampfformationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Versorgungsstatus des Regiments: Treibstoff - Dieselkraftstoff 0,7 TF, Benzin - 0,25 TF, Munition - 1 KS; Essen - 2 Rationen pro Tag. Darüber hinaus gibt es in der Gegend von Algier (500 nw Geheege-Ortsteil von Rothenburg): Treibstoff - Dieselkraftstoff 1,5 TF, Benzin 1,5 TF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Verbindung mit dem Armeestab durch die Verbindungsoffiziere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef                                                           Befehlshaber des 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Czubczenko, Major                                       Panzerabwehrartillerieregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                                                                  M. Zubkow, Oberstleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TF – Tankfüllung;  KS - Kampfsatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 521Welka/Niedergurig/Nimschütz ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 18.00 Uhr Welka. – Gefechtsbericht Nr. 080 des Leiters der OPL-Abteilung der 2. Polnischen Armee WP (Wielko Polska – Großpolen?) an den Befehlshaber der 2. poln. Armee WP über die Aktivitäten der feindlichen Luftwaffe und der OPL-Einheiten der Armee. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Armeeeinheiten kämpfen an den bestehenden Grenzen und Regionen. Die feindliche Panzergruppe, die im Rücken der Armee operierte, griff Niedergurig und Nimschütz an; Angriffe wurden abgewehrt. Die zweite Gruppe, die nach unvollständigen Angaben etwa 200 Kampffahrzeuge zählt, griff Bautzen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Während des letzten Tages wurden auf der Landebahn der Armee 43 FW-190 Flugzeuge entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die feindliche Luftwaffe führte Aufklärung über der Kampfgruppe der Truppen, vor allem auf der Straße Bautzen, Malschwitz, Guttau und Bautzen, Königswartha durch. Die Aufklärung erfolgte mit Flugzeugen des Typs He-111, und besonders intensiv mit FW-190 in einer Höhe von 1000 -3000 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Gruppe von 6- 10 Flugzeugen FW-190 der feindlichen Luftwaffe bombardierte und attackierte mit Waffen die Fahrzeugkolonne von 250 Frontfahrzeugen, welche auf der Straße von Welka nach Neudorf Munition und MPS für unsere Armee mitgeführte. 60 rotierende Antipersonenbomben sowie 11 FAB-50 wurden abgeworfen. Es verbrannten 8 Autos auf der Straße von Welka nach Neudorf und 9 Fahrzeuge im Wald nördlich von Neudorf. Die feindliche Luftwaffe griff die Straße Großwelka Königswartha an. 2 Stunden lang bombardierte und beschoß eine Gruppe von 5-6 Flugzeugen FW-190 diese systematisch mit Bordwaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Das Regiment, das die Frontkolonne deckte, feuerte. Es gab keine abgeschossenen Flugzeuge. Munitionsverbrauch unbekannt. Die Einheiten der 3. Flak-Division feuerten nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Das Flak-Artilleriefeuer schoss keine feindlichen Flugzeuge ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Bestand und Verbrauch der Munition. Flakdivision:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbrauch:   85 mm – 0 KS             Bestand:            85mm – 1,2 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      37 mm – 0 KS                                    37 mm – 1,7 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      12,7 mm – 0 KS                                 12,7 mm – 1,2 KS   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 528 Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 20.00 Uhr (Luga). – Gefechtsbericht Nr.28 des Stabschefs des 1. Panzerkorps an den Kommandeur der 2. poln. Armee WP über die Kämpfe des Korps in Bautzen. Karte 1:100 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 20.00 Uhr 24.IV.1945 befahl der Korpskommandeur: die 2. Panzerbrigade mit einem Bataillon des 34. Infanterieregiments den Feind zurückzuschlagen, der in den westlichen Rand einbrach. Während der zweistündigen Kämpfe wurden sechs Panzer „Tiger“ und „Ferdinand“ beschädigt. Aus dem Hinterhalt beschädigte und verbrannte der Feind mit „Tiger“ und „Ferdinand“ fünf unserer Panzer. Etwa 25 feindliche schwere Panzer, massiv unterstützt durch ein Infanteriebataillon, griffen die Gefechtsformationen unserer und benachbarter Truppen am westlichen Rand von Bautzen an. Infanterie und Artillerie benachbarter Truppen befinden sich östlich von uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                     Chef des 1. Stabskorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                     A. Jerisow, Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.531 Stiebitz/Teichnitz/Burk ====&lt;br /&gt;
GM 2.Poln. Armee an Führung 1.UKF, 24.04.45 22 Uhr (Neudorf), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Der Gegner leistete mit zerstreuten Einheiten der PGD „Brandenburg“, dem 114.Marschbataillon, dem 185.Volkssturm. Btl. im Verlaufe des 24.04.1945 heftigen Widerstand und führte GA mit bis zu 1 Bataillon unterstützt durch 5-6 Panzer. Die generische Luftwaffe bombardierte im Verlauf des gesamten 24.04.45 mit Gruppen von bis 30 Flugzeugen (Messerschmitt) unsere Gefechtsordnung und die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Armee im Verlauf des 24.IV.1945: Die 10. PD war im Angriffsgefecht, ..... auf der Linie: 2km südwestlich Neustadt, ....  Die 5. 8. Und 9. PD im vorigen Gebiet befahlen den Abwehrkampf und wehrten eine kleine Gruppe von Feinden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Das 1.PPK mit den 7.mGK und die 254.SD des 48.SK führen mit wechselndem Erfolg Gefechte um Bautzen. Am 24.04.45 20 Uhr setzten sich die TT im Abschnitt Stiebitz, Teichnitz, 2 km SW Burk fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Kfz.-Kolonne der Front mit Munition und Treibstoff traf im Raum Neudorf ein. Dorthin kamen Vertreter der TT zur Übernahme von TS und Munition. Das 1.PPK erhielt keinen TS infolge der aktiven Handlungen der gegnerischen Luftwaffe auf die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Nachrichtenverbindung zu den TT der Armee über Funk und Verbindungsoffiziere. Die Drahtverbindung arbeitete mit Unterbrechung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Ich habe mich entschlossen die Erfüllung der gestellten Aufgabe fortzusetzen und mit dem 1.PPK Gefechte zur Einnahme von Bautzen zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 532 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 23.00 Uhr, Salzenforst – Gefechtsmeldung des Kommandeurs des 5. Schweren Panzerregiments an den Befehlshaber der 2. Poln. Armee über die Gefahr der Gefangennahme durch den Feind bei Salzenforst und der Rückzug des Regiments auf den neuen Verteidigungsabschnitt: Wald 1 km südwestlich von Welka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.IV.1945 ab 12.00 Uhr kämpfte das Regiment gegen feindliche Panzer und Infanterie, die aus dem Gebiet von Bolbritz und dem westlichen Rand von Bautzen kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Panzer, von schwerem Artillerie- und Flugzeugfeuer unterstützt, rückten am 24.IV.1945 22.00 Uhr bis Salzenforst vor. Das Regiment zog sich auf die neue Verteidigungslinie zurück – Wald 1 km südwestlich von Welka. Verluste: 3 Panzer T-34 85mm. Unsere Infanterie gibt es nicht und es gab sie nicht. Das Regiment kämpfte nur mit seinen Gefechtsfahrzeugen. Bitte um weitere Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommandeur des 5. Selbstständigen schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.533 Neudorf/Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 25.IV., 2.00 Neudorf. - Der Gefechtsbefehl des Stabschefs der 2. Armee WP definiert die Aufgaben der Truppen für den Tag 25. April 1945. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befehlshaber der Armee befahl am 25.IV.1945 die folgenden Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    8. Infanteriedivision - nach Bereitstellung im Bereich Luga, Quoos und im Wäldchen nördlich von Quoos beginnen Sie am 25.IV.1945 um 9.00 Uhr den Vormarsch in Richtung Königswartha bis zum Aufeinandertreffen mit Einheiten der 14. Gardeschützendivision und nehmen Sie Kontakt mit Ihnen auf. Anschließend greifen Sie in Richtung Guttau, Kleinsaubernitz an um die Truppen der 7. Und 10. Infanteriedivision zu erreichen und sich mit diesen zu verbinden. Divisionsstab – Quoos, danach Sdier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    10. Infanteriedivision – Angriff nach Süden in Richtung Uhyst, Sdier; vereinigen sie sich mit den Einheiten der 8. Infanteriedivision. Divisionsstab: - Nochten, danach Uhyst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    7. Infanteriedivision fährt mit dem Angriff Richtung Dauban fort und weiter westlich schließen Sie sich den Truppen der 8. Infanteriedivision an, die nach Osten vorrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.    Die 5. und 9. Infanteriedivision - Verteidigung auf breiter Front auf der Linie: 5. Inf.-Div. - östlicher Rand von Kamenz und die 9. Inf.-Div. – Helenau, Bischheim, Nieder Lichtenau, Höhe 306,2, Lichtenberg, Höhe 296,3, Höhe 305,6, Höhe 299,5, Gemeindebusch - decken Sie die Richtung Dresden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.    1. Panzerkorps - Führen Sie in Zusammenarbeit mit dem 7.mech. Gardekorps die zuvor erhaltene Aufgabe gemäß dem Kampfbefehl Nr. 11554 durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.    Führen Sie Aktionen entschlossen und entschieden durch und sorgen Sie vor allem für eine effiziente und flexible Führung der Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.    Armeestab -Neudorf (4km südlich von Königswartha).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.    Bestätigen Sie den Empfang der Befehle, und berichten Sie über die erteilten Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Operationsabteilung                    Stabschef der 2. Armee WP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S. Noss, Oberst                                               J. Sankowski, Brigadegeneral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 534 Großwelka/Großdubrau/Neumalsitz ====&lt;br /&gt;
1945, 25. April, 2.30 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 18 des Stabschefs des 1. Panzerkorps zum Halten der Verteidigungsstellungen des Korps entlang der Grenze Klein- und Großwelka, Fluß Spree. Karte 1:100000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Befehl des Armeekommandanten befahl der Korpskommandant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     4. Panzerbrigade mit den zugewiesenen Truppen - verteidigen Sie sich weiterhin an der aktuellen Grenze und achten dabei besonders auf den linken Flügel. Gefechtsstand - südlicher Abschnitt Großdubrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     3. Panzerbrigade) - bis 6.00 Uhr ziehen sich ihre Truppen über die Spreeübergänge zurück. und beziehen sie die Verteidigung an der Grenze der Höhe 193.0, Klein- und Großwelka. Ausgehend von der Linie halten Sie sich ab 10.00 Uhr in Bereitschaft zum Gegenangriff auf den Feind in Richtung: Rattwitz, Bloaschütz, Nimschütz. Gefechtsstand – westlicher Rand Großwelka. Unterstützt durch das 27. SFL-Art.-Reg. (Panzerjäger-Regiment).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     2. Panzerbrigade - unter dem Kommando des stellvertretenden Brigade Kommandeurs - Oberstleutnant Dmitriev, herausfahren seiner Panzer, in der Gegend von Strohschütz aufstellen und dem Kommandeur der 3. Panzerbrigade zur Verfügung zu stellen. Die rückwärtigen Dienste der Brigade konzentrieren sich in den Wäldern nördlich von Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     1. mot. Inf.-Brigade) mit dem 2. Granatwerferregiment - ziehen Sie sich sofort in kleinen Gruppen von dem besetzten Abschnitt zurück und nehmen Sie die Verteidigung entlang des Westufers der Spree ein. Gefechtsstand – Neu Malsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     25. und 24. SFL-Artillerie-Regiment, 1. Geschoßwerferabteilung und das 47. Artillerie-Regiment - die Hauptkräfte bleiben bis zum Morgen des 25.IV.1945 im bisherigen Gebiet und übernehmen die Verteidigung gemäß den Anweisungen des Artilleriekommandeurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Leiter der Aufklärung - organisieren Sie die nächtliche Aufklärung im Gebiet Bunzlau? (Bolbritz!?) mit der Aufgabe zur Bestimmung der Zusammensetzung und Gruppierung feindlicher Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Stellvertretender Brigadekommandeur für rückwärtige Dienste - Nachschub von Treibstoff und Munition gemäß den Richtlinien des Leiters des Rückwärtigen Dienstes sicherstellen. Gefechtsstand – 6. Nachrichtenbataillon?), 2. Kradschützen-Bataillon, 15. Pionierbataillon bis zum Morgen des 25.IV.1945. – Luga. 15. Pionierbataillon schirmt ab und geht an Luga heran in westlicher und nördlicher Richtung. Rückwärtige Dienste Raum Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Gefechtsstand Korps ab 6.00 Uhr – Großwelka, ab 6.00 Uhr – Luga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.     2. Kradschützen-Bataillon) – bezieht Stellung im Gebiet von Übigau, um den Stab des Korps von Norden abzuschirmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.  Es sollen Berichte vorgelegt werden: über die Uhrzeit des Marschbeginns und über das Zusammenstoßen mit dem Feind, dann stündlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                                 Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                          A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.535 Großwelka/Quoos/Übigau ====&lt;br /&gt;
1945, 25 April, 3.00 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 019 des Stabschefs des 1. Panzerkorps über den Übergang des 4. Panzerbrigade und der 1. mot. Inf.-Brigade in die Reserve des Armeebefehlshabers und die Unterstellung der 3. Panzerbrigade unter den Kommandeur der 8. Infanteriedivision. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemäß dem Gefechtsbefehl des Stabes der 2. polnischen Armee WP vom 25.IV.1945 befahl der Korpskommandeur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     3. Panzerbrigade, 24.,25. und 27. SFL-Artillerieregiment wird der 8. Infanteriedivision zugewiesen. Zugewiesene Truppen verstärken die Verteidigung der Division. Tarnen sie die Kampffahrzeuge und organisieren Sie Panzerhinterhalte auf der Linie: a) Kreckwitz, Höhe 193,0, Großwelka; b) Horka, Übigau, Radibor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Granatwerferregiment sowie die 1. Geschoßwerferabteilung werden der 9. Infanteriedivision zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die 4. Panzerbrigade, ohne ein einziges Panzerbataillon– die Reserve des Armeekommandanten – ist bis 7.00 Uhr im Zentrum von Quoos. Ein Bataillon soll dem 17. Infanterie-Regiment mit der Aufgabe des gemeinsamen Kampfes in der Region Sdier zugeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Die 1. mot. Inf.-Brigade bildet zusammen mit der 4. Panzerbrigade eine mobile Reserve des Armeekommandanten, um den zweiten Verteidigungsabschnitt auf der Linie Übigau – Quoos zu besetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Kommandeure der zugewiesenen Truppen - melden sich bis 8.00 Uhr des 25.IV.1945 bei den Divisionskommandeuren, um von ihnen Gefechtsaufgabenaufgaben zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Gefechtsstände: 8. Infanteriedivision – Quoos, 9. Infanteriedivision – Horka 8048 (russ. Koordinate).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Über die Ausführung ist bis 10.00 Uhr 25.IV.1945 Meldung zu erstatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Artilleriekommandant - sorgen Sie für den rechtzeitigen Abzug der Abteilungen und deren Konzentration im neuen Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.536 Kleinwelka/Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945; 25. April 3.00 Uhr, Kleinwelka. - Gefechtsbericht Nr. 011 des Stabschefs des 5. schweren Panzerregiments über die Kämpfe der 1. Panzerkompanie in der Umgebung Salzenforst. Karte 1:50000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich melde, dass beim Angriff der 1. Kompanie des 5. schweren Panzer-Regiments um 18.00 Uhr am 24.IV.1945 in Richtung Salzenforst zwei Panzer &amp;quot;Tiger&amp;quot; ausbrannten und einer in der Gegend von Salzenforst beschädigt wurde. Derzeit besetzt die 1. Kompanie Feuerstellungen am südlichen Rand des Wäldchens 500 m nordöstlich von Salzenforst. Die Kompanie erlitt keine Verluste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef des 5. Unabhängigen (selbstständigen) schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Panzergrenadier-Division Brandenburg ====&lt;br /&gt;
Von Anfang März bis Mitte April 1945 stand die Division im Raum Weißwasser an der Lausitzer Neiße. Bei dem erneuten sowjetischen Großangriff der Roten Armee am 16. April wurde die Division schließlich im Raum Rothenburg-Penzig (nördlich Görlitz) eingekesselt, konnte jedoch schon am 20. April nach Löbau ausbrechen. Nachdem die Reste der Division um Bautzen gekämpft hatten, wurden sie am 3. Mai 1945 per Bahn in den Raum Mährisch-Ostrau in das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren verbracht. Anfang Mai 1945 kämpften dort immer noch Einheiten der Division bei Olmütz und zogen sich bis in den Raum Deutsch-Brod zurück. Nach der Kapitulation der Wehrmacht marschierte ein Teil der Division nach Westen, während andere Teile sich einfach auflösten. Ein großer Teil ging in Tabor in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Vielfach wurden Angehörige der Division von der tschechischen Bevölkerung ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisberichte von Salzenforster Einwohnern ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H.-J. Schneider *02.01.1941 Salzenforst Nr.28:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;In der Nacht vom 13. zum 14. 02 1945 konnten wir von Salzenforst aus einen hellen Schein in Richtung Dresden erkennen. Ich war gerade 4 Jahre alt. Es wurde gesagt, Dresden brennt. Man sprach davon, daß vorher Christbäume von Aufklärungsflugzeugen gesetzt wurden (sogenannte brennende Fackeln), um den Bomben die Ziele zu markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dann die Kriegshandlungen näher rückten, wurden mit unseren Nachbarn sowie im gesamten Viertel, auch Ziegenviertel genannt, (dort wohnten Witschas, Schulze, Schneider, Hänsch, Paulik, Polan, Dresler und Heine), Maßnahmen ergriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männer, außer Johann Polan, waren eingezogen oder bereits verstorben. Bei den ersten Kriegshandlungen fuhren wir mit unseren Kuhgespannen in die Sandgrube in Richtung Uhna - Schmochtitz. Hier flogen mit heulendem Geräusch die Granaten über uns. Als dieser Angriff vorüber war, kehrten wir wieder in unsere Gehöfte zurück. Die Kriegshandlungen rückten immer näher und uns wurde befohlen, Salzenforst zu verlassen. Wir flüchteten mit unseren Kuhgespannen +ber Sohland bis nach Schluckenau. Unser Wagen war bepackt mit Futter für die Kühe, 5 Gänse, ein Krug mit Sahne (aus der durch das Geschüttel Butter wurde) und ein paar Habseligkeiten für Mutter, Tante und uns 2 Jungs. Dort erlebten wir auch Fliegeralarm und suchten in Kellern Unterschutz. Kann mich aber an Bombenexplosionen nicht erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir wieder zu Hause waren, konnten wir keine großen Schäden erkennen. In unserer Hofeinfahrt stand ein kaputtes Halbraupenfahrzeug und bei Schulzes- oder Witschas Scheune, ich weiß es nicht mehr genau, war durch ein Panzer eine Gebäudeecke stark beschädigt. Die beschädigten Kriegsgeräte und die freiliegende Munition wurden noch von der Wehrmacht weggeräumt. Die &amp;quot;Russen&amp;quot; rückten dann ins Dorf ein und Nachbars Polan Friedel wurde zwischen uns zwei Jungs im Bett versteckt, denn Kinder wurden in Ruhe gelassen. In unserem Haus war für kurze Zeit auch ein russischer Offizier einquartiert, so daß wir relative Ruhe hatten. Dann wurden Leute aus dem Dorf verpflichtet, Vieh aus den Ställen der Bauern in Richtung Osten zu treiben. Wir behielten aber unser Vieh. Später kamen die &amp;quot;Russen&amp;quot; mit ihren Panjewagen ins Dorf gefahren und tauschten Gegenstände (auch Spielzeug) gegen Lebensmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Vater kam im Herbst 1945 aus der Gefangenschaft abgemagert zurück. Da er nur ein Auge besaß und auf der anderen Seite ein Glasauge trug und dieses wegwarf, wurde er als Invalide aus der Gefangenschaft entlassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin Schulze Haus Nr. 29:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 14 Jahren erlebte er die Kämpfe in und um Salzenforst hautnah mit. Gemeinsam mit Älteren vom Volkssturm sollte er als Hitlerjunge Panzersperren errichten. Die Deutschen griffen Salzenforst von Bolbritz und Uhna aus an. Die Scheune seines elterlichen Gehöftes wurde durch Panzerbeschuß stark beschädigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martha Worm Haus Nr.24:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine alleinstehende Großmutter begab sich mit ihren 2 Töchtern auf die Flucht Richtung Sächsische Schweiz nach Rathmannsdorf zu Verwandten. Wie so viele konnten sie nur das Notwendigste mitnehmen. Nach ihrer Rückkehr waren Haus und Hof geplündert. Das versteckte Hab und Gut wurde von den russischen Soldaten, welche einquartiert waren, gefunden und konfisziert. Mein Vater Ferdinand Worm, froh, den Krieg überlebt zu haben, floh aus englischer Gefangenschaft und kam über Umwege 1946 nach Hause.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Karl Domschke Haus Nr.14 und Moldenhauer Haus Nr.16c, Schatte, Weiß:&#039;&#039;&#039;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Domschke war bei der Erschießung der jüdischen Frauen zugegen. (Manfred gibt Bericht). Erlebnisse s. u. &amp;quot;Judendenkmal&amp;quot;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene Einwohner ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in Salzenforst wurden mit der gleichen Härte geführt wie überall um Bautzen. Es wurden zahlreiche Gebäude im Ort durch Artillerie- und Panzerbeschuss zerstört. Lt. Ortschronik starben bei den Kämpfen 6 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22.04.45 wurde &#039;&#039;&#039;Karl Pietschmann&#039;&#039;&#039; durch einen deutschen Wachposten auf dem Feld erschossen, weil er nicht stehen blieb. Man sagt, Karl war geistig verwirrt. Die Chronik berichtet, dass Herr Pietschmann die Kühe auf der Wiese umpflocken wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus Nr.33 (ehemals Dreßler) war eine Anzahl zurückgebliebener Einwohner im Keller eingesperrt. Der pensionierte Schulmeister Wange hatte eine weiße Fahne oder Taschentuch gehisst und sich wieder in das Haus zurückbegeben. Die deutschen Soldaten vermuteten einen Hinterhalt der Polen und warfen eine oder mehrere Handgranaten in das Haus. Herr Wange war sofort tot und Frau Suschke und Frau Preusche starben an ihren schweren Verletzungen (Pietsch, Karl: „Ortschronik Salzenforst“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Margarethe Suschke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Maria Auguste Preusche&#039;&#039;&#039; (1. Frau von Preusche, Hermann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Herr &#039;&#039;&#039;Ernst Heinrich Richard Wange&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kam es zu einem tragischen Unfall.  Die 7-jährigen Kinder &#039;&#039;&#039;Wolfgang Mattitza&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Günter Jentsch&#039;&#039;&#039; spielten am 23.05.1945 auf dem Feld von Domschke (jetzt Kreisverkehr) Hascher. Dabei fanden sie eine Stielhandgranate und da sie nicht wussten, um was es sich handelte, schmissen sie diese weg. Durch die Explosion wurden beide Kinder schwer verletzt. Nachdem man sie fand, wurden sie mit dem Fuhrwerk nach Bautzen gebracht. Wolfgang M. verlor das rechte Auge, Günter J. verstarb am nächsten Tag im St. Benno Krankenhaus in Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene ausländische Bürger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maslanka, Feliks Tod.jpg|mini|548x548px|Bekanntmachung zur Hinrichtung von Feliks Maslanka]]&lt;br /&gt;
Während des Krieges waren im Ort ausländische Bürger zur Arbeit auf den Bauernhöfen gezwungen (sog. „Zwangsarbeiter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod des Zwangsarbeiters &#039;&#039;&#039;Feliks Maslanka&#039;&#039;&#039; aus Polen wurde am 13.02.42 durch die Gestapo Dresden angezeigt. Augenzeugen berichteten, dass während des Krieges ein Zwangsarbeiter erhängt wurde, weil dieser eine Liaison mit einer Deutschen gehabt haben soll. Das war Herr Maslanka. Die Hinrichtung fand ganz in der Nähe des Chorberges statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau &#039;&#039;&#039;Anna Hortaszko&#039;&#039;&#039;, ebenfalls Zwangsarbeiterin aus Polen, verstarb lt. Sterbeurkunde am 05.04.45 um 22 Uhr mit 23 Jahren an einem Herzschlag. Sie wurde im Waschhaus des Hauses Nr.17 tot aufgefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;KZ - Häftling mit der Nr. 186443&#039;&#039;&#039; ist am 10.02.1945 gegen 17 Uhr am Pfahl 48/5 des Bahndammes der Reichseisenbahn in Stiebitz tot aufgefunden worden. Es war &#039;&#039;&#039;Rene&#039;&#039;&#039; Louis Jean Gabriel &#039;&#039;&#039;Stouff&#039;&#039;&#039;; geboren am 03.03.1920 in Arbois/Frankreich. Am 30.4.1944 kam er mit dem Transport aus Paris am KL Auschwitz an. Nach dem &#039;&#039;Kalender der historischen Ereignisse im KL Auschwitz&#039;&#039; [&#039;&#039;Kalendarium wydarzeń w KL Auschwitz&#039;&#039;], S. 649 von D. Czech wurden die Häftlinge am 30.04.1944 aus Paris gebracht. Sie erhielten Nummern von 184 936 bis 186 590 (Archiv des Museums Gross-Rosen). Letzter Eintrag in der Datei: 14.8.1944 r. KL Birkenau, B II f, Block 11. Von Rene Stouff wissen wir, dass dieser am 7.5/9.5.1944, 31.7./1.8.1944 und 7./8.1944 sowie am 14.8.1944 vom Lagerarzt im KZ Auschwitz untersucht wurde. Er wurde am  18.01.45 von Auschwitz-Birkenau deportiert, danach für einige Tage im KL Groß-Rosen untergebracht. Auf dem weiteren Transport mit der Reichsbahn in Richtung Mauthausen von der SS am 03.02.1945 getötet. Sein lebloser Körper wurde in der Nähe von Bautzen aus dem Zug geworfen. (Such- und Bescheinigungsvorgang Nr. 208.355 /Arolsen Archiv)     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Soldatengrab auf dem Friedhof Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik.png|mini]]&lt;br /&gt;
Wann das Grab mit dem Grabstein errichtet wurde, ist nicht mehr bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulz, Albert                      &#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;20.07.1920                                                                †25.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldwebel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Baumgarten, Johann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1926 Saarlautern                                        †April 1945 in Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schütze der St.Kp.II G.E.R. mot. G.D. -1797-         am Garten von Holland Nr.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater: August Baumgarten Saarlautern I; Saarstr. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Krepela, Friedrich aus Wien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1921 Wien                                                      †25.04.1945 Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soldat                                                                        Hausgarten bei Seidler Nr.11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Truppe: Edelweiß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RAD Feldnachschublager FP-Nr.46927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmidt, Gerhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;25.01.1922 Halbemond (Ostfriesland)                 †29.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obergefreiter des 2.FschPzGrenReg.1HG          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rebel, Bernhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;14.01.1927 Schwerstedt (Ettersberg/Weimar oder bei Straußfurt/Sömmerda) †04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwabe, Günther Manfred Hermann Ernst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;08.04.1926 Frankfurt/Main                                    †25.04.1945 in Temritz gefallen (Sterbe-Urk. Kleinwelka 7/46)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier; vermutlich II.Fsch.PZ.Gren.Reg.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abiturient/evangelisch/ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohnhaft in Sondershausen, Göldnerstraße 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: Berndt, Eberhard)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchhalteparolen zu Kriegsende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Befehle von der Führung ====&lt;br /&gt;
Anfang März Generaloberst Guderian: &#039;&#039;&amp;quot;Der deutsche Ostkämpfer weiß, daß dies der letzte und entscheidende Kampf ist, der über den Fortbestand unseres Volkes und unserer Nation entscheidet ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. März Dr. Goebbels: &#039;&#039;&amp;quot;..... schlagt die Bolschewisten, wo ihr sie trefft! ... Niemals wird die Kunde kommen, daß wir kapitulieren...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. März A. Hitler: &#039;&#039;&amp;quot;es gibt nur ein Gebot, mit verbissener Entschlossenheit allles zu tun, um den Gefahren zu trotzen, die Wende wieder herbeizuführen und zu dem Zweck dieWiderstandskraft unseres Volkes und die seiner Wehrmacht materiell und geistig zu stärken. Ebenso groß muß aber unser Fanatismus in der vernichtung derjenigen sein, die sich dem zu widersetzen suchen ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
02. April Reichsminister und Privatsekretär M. Bormann: &#039;&#039;&amp;quot;... der Kampf gegen den ins Reich eingedrungenen Gegner ist überall mit aller Unnachgiebigkeit und Unerbittlichkeit zu führen ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Reichsführer der SS Heinrich Himmler: &#039;&#039;&amp;quot;... jedes Dorf und jede Stadt werde mit allen Mitteln gehalten. Jededr für die Verteidigung eines Ortes verantwortliche deutsche Mann, der gegen diese selbstverständliche nationale Pflicht verstößt, verliert Ehre und Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Oberkommando der Wehrmacht Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel: &#039;&#039;&amp;quot;... Städte liegen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Sie müssen daher bis zum äußersten verteidigt und gehalten werden ... für die Befolgung des Befehls sind die in jeder Stadt ernannten Kampfkommandanten persönlich verantwortlich. Handeln sie dieser soldatischen Pflicht und ASufgabe zuwider, sowie alle zivilen Amtspersonen, die den Kampfkommandanten von der Pflicht abspenstig zu machen versuchen, oder gar bei der Erfüllung seiner Aufgaben behindern, werden zum Tode verurteilt ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führerbefehl Adolf Hitlers vom 16. April 1945: &#039;&#039;&amp;quot;Wer euch Befehl zum Rückzug gibt, ohne das ihr ihn genau kennt, ist sofort festzunehmen und nötigenfalls augenblicklich umzulegen, ganz gleich, welchen Rang er besitzt.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befehl von Generalfeldmarschall Ferdinand Schoerner an die Kommandeure: &#039;&#039;&amp;quot;Ich kenne keine Begriffe wie Absetzen, Zurückkämpfen, Einklappen.&amp;quot;&#039;&#039; Schoerner wird als brutalster aller Feldmarschäle bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. April Tagesbefehl Schoerner: &#039;&#039;&amp;quot;Wer seine Stellung verläßt, wird erschossen.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 6/1965)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Propaganda in Sachsen bzw. Bautzen ====&lt;br /&gt;
5. März Gauleiter Sachsen Martin Mutschmann. &#039;&#039;&amp;quot;Der Glaube an den Sieg muß erhalten bleiben und darf niemals durch ein etwaiges Vorrücken des Gegners zerbrechen. jed Meter Boden, den der Feind gewinnt, muß er mit einem ungeheuren Blutzoll erkaufen ... Nur der Tapfere behält das Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. März Kreisleiter Karl Martin vor den Bautzener Handwerks-u. Handelsbetrieben: &#039;&#039;&amp;quot;... Der Führer hat dieses Jahr als das Jahr der Wende bezeichnet. Auf sein Wort können wir uns unbedingt verlassen ... Für uns gilt es durchzuhalten, den Kopf hoch zu halten bis zu dem uns gewissen Endsieg ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. März Propagandaleiter Elsner (Großkundgebung in Bautzen): &#039;&#039;&amp;quot;... Mitten im Generalsturm unsrer Feinde müssen wir uns entscheiden, ob wir durchhalten wollen oder nicht, ob wir noch Vertrauen und Glauben an den Sieg haben ... Halten wir also aus und nehmen uns die deutschen Stützpunkte am Atlantik zum Vorbild! ...!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. April Gauleiter Mutschmann: &#039;&#039;&amp;quot;... Widerstand und Kampf bis zum Letzten! Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen und bedroht unsere Heimat mit Hunger und Elend, mit Tod und Verderben. Wer in dieser Not des Volkes gegen die Anordnungen der Partei und des Staates handelt und der nationalen Ehre unseres Volkes Schande macht, wird aus der Volksgemeinschaft ausgelöscht. jede Feindbegünstigung, sei es die Annahme von Geschenken, das Heraushängen weißer Tücher aus den Fenstern oder irgendeine Form der Anbiederung an den Feind ist Landesverrat und wird mit den Tode bestraft ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Geschichtsereignisse&amp;diff=911</id>
		<title>Geschichtsereignisse</title>
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		<updated>2025-11-26T10:23:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Feuersbrunst am 10.Mai 1812 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Brände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfbrand am 19. April 1801 ===&lt;br /&gt;
An diesem Tag brach beim Bauer Lukas ein Feuer aus und legte 5 Bauerngüter und 8 Häuslernahrungen in Schutt und Asche. Die Brandversicherung, die in Sachsen bereits 1770 eingeführt worden war, hatte noch nicht überall Eingang gefunden. 1777 hatte die sächsische Regierung dann eine sogenannte &amp;quot;Feuerordnung&amp;quot; erlassen, nach der sich die Bewohner richten mußten, sowohl bei der Erbauung neuer Häuser wie auch sonst. Den Abgebrannten wurde, wie zu der damaligen Zeit üblich, durch freiwillige Sammlungen geholfen. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuersbrunst am 10.Mai 1812 ===&lt;br /&gt;
In den &amp;quot;Budissiner Nachrichten&amp;quot; vom 16.05.1812 ist folgendes zu lesen: &amp;quot;In der Mittagsstunde des vorigen Sonntags (10.Mai), brach zu Salzenforst, während die meisten Bewohner zur Messe in Bautzen waren, ein plötzliches Feuer aus, welches, vom Winde schnell verbreitet, ungeachtet der Anstrengungen der Hilfeleistenden, binnen anderthalb Stunden 5 Bauernhöfe, 2 Gärtner- und 5 Häusleranwesen vollständig und von 2 Bauernhöfen die Wirtschaftsgebäude in Asche verwandelte. Ein gebrechlicher Auszügler, der noch zu retten versuchte, wurde dabei vom Feuer heftig beschädigt. Es verbrannten ferner 3 Pferde, 2 Kühe, 3 Kälber, 5 Schweine, 1 Hund und 84 Stück Schafvieh, viele Wagen, fast alle Ackergerätschaften, 354 Scheffel Getreide und Feldfrüchte, alle Futtervorräte sowie das Hausgeräte, die Betten und Kleider der meisten Verunglückten, sodaß mehrere nichts als die Kleider, in welcher sie aus der Kirche kamen, gegenwärtig besitzen. Acht der Abgebrannten erfuhren dieses Unglück zum zweitenmal. Mit Schulden, die sie bei dem wenig dankbaren Boden der Gegend und dem Drucke der Zeit bisher nicht abzutragen vermochten, hatten sie wieder aufgebaut und sind jetzt, da sie unglücklicherweise ihre Grundstücke, gleich den Übrigen, weit unter dem Werte versichern lassen, ohne ausreichende Mittel, von Neuem zu bauen. Bei diesem großen Elende der meisten Verunglückten können wir, so oft auch in gegenwärtigen Zeiten die Wohltätigkeit in Anspruch genommen wird, doch nicht umhin, edle Menschenfreunde un Unterstützung zu bitten, fest überzeugt, daß keiner, der es vermag, eine Beisteuer zur Linderung des Mangels dieser schuldlos Verarmten versagen werde. Schon sind von mehreren Herrschaften und Gemeinden Beiträge eingelangt. Der Bauer Hennig zu Salzenforst wird, unter Zuziehung der dortigen Gerichten die Natural- und unsere Kanzlei die Geldbeiträge, welche ferner eingehen dürften, annehmen, letzte auch, nebst uns, für gewissenhafte unparteiische Verteilung die möglichste Sorge tragen, und das Empfangene in diesen Blättern dankbar anzeigen. Möchte ein gesegneter Erfolg unsre Bitte begleiten!&amp;quot;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;Sorbische Denkmale&amp;quot; von Trudla Malinkowa wird berichtet, daß das Wohnhaus von Johann Seiler (Nr.14), dem Vater von Handrij Zejler, bei dem Brand zerstört und danach neu errichtet worden ist.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachricht vom Brand sprach sich schnel herum und aus den Nachbardörfern Bolbritz, Stiebitz, Kleinwelka, Seidau, Uhna, Teichnitz und Schmochtitz kamen die Helfer mit ihren Feuerspritzen zum Brandherd. Sogar aus Bischofswerda, Neschwitz und dem Klöster St. Marienstern war Hilfe gekommen. Sogar die &amp;quot;Feuerkompagnie&amp;quot; aus Bautzen eilte herbei. Doch das Löschwasser reichte nicht, da der Dorfteich alsbald erschöpft war. Die meisten Betroffenen hatten von der Oberlausitzer Brandversicherung keinen rechten Gebrauch gemacht und ihre Anwesen nicht hoch genug versichert. 1820 waren jedoch alle Gehöfte bis auf eins wieder aufgebaut. J. Schneider berichtet, daß der Schmied die Hilfsmaßnahmen geleitet hatte. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfzerstörung vom 23.-25. April 1945 ===&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von 16 vollständig und 21 teilweise zerstörten Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Napoleon 1813 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleon in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleon.jpg|mini|Abb.: Postkarte mit dem Bildnis Napoleons]]&lt;br /&gt;
Vor und während der Schlacht bei Bautzen, welche am 21.Mai 1813 stattfand, hatte Napoleon seinen Beobachtungsposten in Salzenforst bei Kettan im Haus Nr. 1 eingerichtet; sein Hauptquartier dagegen in Kleinförstchen bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19./20.05.1813 führte der Hausbesitzer Juri (Georg) Kettan den Kaiser der Franzosen,  Napoleon Bonaparte, und seine Offiziere auf den Chorberg und erklärte die umliegenden Ortschaften (Chr. S. 14). Bereits am 15.05.1813 beschossen die Franzosen vom Chorberg mit Kanonen die Preußen bei Lubachau (Chr. S.16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird berichtet, daß Kettan, Juri stotterte und im Beisein der Franzosen nur auf der Ofenbank sitzen durfte. Ein gewisser Löschau aus Salzenforst hat die Franzosen im Mai 1813 durch die Spree geführt und ist nicht wieder heimgekehrt. (s. Chr. S. 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L. Oberhofer berichtet in &amp;quot;Geschichte der Stadt Bautzen&amp;quot; von 1963, daß es eine Napoleonsstube in Salzenforst gab; vermutlich in Haus Nr.1. Am 19.05.1813 ritt der Kaiser auf den Windmühlenberg bei Loga und die Wiwalze, um Beobachtungen anzustellen. Auf einer Felsenkuppe bei Stiebitz entwarf er seinen Angriffsplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichtlicher Hintergrund aus dem Buch von Ralf Schramm: „Der 19.Mai 1813 und seine Ursachen“: ====&lt;br /&gt;
Das XI. Korps der französischen Armee unter Marschall Macdonald marschierte am 15.05.1813 bis auf die Höhen von Klein-u. Oberförstchen, von wo aus er die verbündeten Armeen der Preußen und Russen sehen konnte, die vereint östlich der Spree hinter Bautzen stehen. Am Abend besetzte das Korps die Anhöhen von Gaußig bis Kleinwelka (S.42). Am 17.05. gegen 6Uhr abends unternahm Macdonald mit einem Teil des XI. Korps eine Erkennung, was eine Kanonade von beiden Seiten veranlaßte (S.46). Gegen Mittag des 18.05. verließ Napoleon Dresden und traf mit dem größten Teil der Garde in Hartha ein (S.54).  Am 19.05. stand das XI. Korps unter Marschall Macdonald vor Bautzen, das VI. Korps unter Marschall Marmont stand links von ihm, dem Dorf Nimschütz gegenüber. Den linken Flügel bildete das IV: Korps unter General Bertrand. Er schloß sich nördlich des IV. Korps an und lehnte an Kleinwelka. Die Garden und das I. Kavalleriekorps unter Latour-Maubourg stellten sich als Reserve zwischen Göda und Kleinförstchen zu beiden Seiten der Straße, die von Dresden nach Bautzen führt, auf. Am frühen Morgen des 19.05. verließ Napoleon Großharthau und nahm sein Hauptquartier in Kleinförstchen (S.57).&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto 1.jpg|mini|Napoleon bei Bautzen in der Nacht vom 20. zum 21. Mai 1813 (Paul Gavarni 1836)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleonmuseum-Gemaeldeecke.jpg|mini|Napoleon mit Gräfin Auguste Charlotte am Sonnentempel in Schmochtitz (Napoleonmuseum Georgewitz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Temritz ====&lt;br /&gt;
1813: von den Russischen Truppen wurde das Koban&#039;sche Gut in Temritz in Brand gesteckt und eingeäschert. In der Chronik S.189ff. wird die Requirierung des Lehmann&#039;schen Gutes in Temritz beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
Napoleon hatte ein intimes Verhältnis mit der Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge, Rittergutsbesitzerin von Schmochtitz. Die Gräfin verbrachte die 4 Jahre von 1809 -1812 in Paris (Franz Triebs: &amp;quot;Franzosengrab&amp;quot; 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (Chr. S.308-309). Zeugnis davon ist ein Gemälde, welches beide im Sonnentempel von Schmochtitz darstellt. Napoleon ritt mit einem Offizier vom Hauptquartier in Kleinförstchen nach Schmochtitz. Als sich die Tür für den Kaiser öffnete, blieb der Offizier bei den Pferden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräfinn verehrte Napoleon sehr. Während der Verbannung Napoleons auf der Insel Elba besuchte sie ihn. Sie sagte zu ihm: &amp;quot;Sie sind jetzt ein Privatmann. Ich werde Sie freikaufen&amp;quot;. &amp;quot;Nein&amp;quot; erwiderte der Kaiser, &amp;quot;dafür reicht Ihr Vermögen nicht. Ich danke Ihnen.&amp;quot; (E.  Klausnitzer: Bautzener Kulturschau 3/1980) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Weltkrieg, Kampf um Bautzen 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Offensive ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in und um Bautzen begannen am 16. April 1945 mit dem Angriff der 1. ukrainischen Front und der 2. polnischen Armee über die Neiße bei Rothenburg in Richtung Dresden. Am 18. April begann der Angriff auf Bautzen. Im Norden von der 26. mech. Gardebrigade, im Osten von der 24. mech. Gardebrigade und im Süden von der 25. mech. Gardebrigade gemeinsam mit der 57. Panzerbrigade umringt, drangen am 19.04. sowjetische Truppen in Bautzen ein. Ebenfalls am 19. April erreichte die nördlich von Bautzen in Richtung Großdubrau-Radibor vorrückende 3. Panzerbrigade des 1. polnischen Panzerkorps die Gemeinden Bolbritz und Salzenforst. Sie hatte das Ziel, die Autobahn Richtung Dresden bei Döbschke zu unterbrechen. Am 23. April begann der Gegenangriff der Deutschen zur Befreiung des von den Russen eingeschlossenen Bautzen. Daran beteiligt waren ein Fallschirmpanzerkorps und die dazugezogene Fallschirmpanzerdivision 1 &amp;quot;Hermann Göring&amp;quot;. In Bautzen standen dem Kampfkommandanten Oberst Hoepke etwa 3000 Mann zur Verfügung. Dazu gehörten etwa 200 Mann der SS-Division &amp;quot;Frundsberg&amp;quot;, Volkssturmbataillone, Flakabteilungen, Landesschützen, eine Bewährungskompanie der 4. Panzerarmee und Reste des Grenadierregimentes 1244. Oberst Hoepke ließ am 20. April die Kronprinzenbrücke und in der Seidau die Spreebrücke sprengen.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampfhandlungen in und um Salzenforst vom 23.04-26.04.1945 ===&lt;br /&gt;
In der stockdunklen, naßkalten und regnerischen Nacht vom 23. zum 24.04. wurde die 2. polnische Panzerbrigade von Malschwitz und Niedergurig nach Salzenforst verlegt. Am 24.04. führte diese Brigade einen Gegenangriff mit 2 Panzerbataillonen und 1 Infanteriebataillon aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polnischen Panzer hatten deutsche Einheiten von der Autobahn westlich von Bautzen vertrieben und den Humboldthain südöstlich von Stiebitz erreicht. Dabei hatte das II. Bataillon des Fallschirmpanzer-Grenadierregimentes I „HG“ an der Ziegelei Dreistern und bei Oberförstchen erhebliche Verluste erlitten. Grenadiere dieses II. Bataillons führten bis zur Dämmerung ein stundenlanges, heftiges Gefecht mit einer Einheit des 929. Schützenregimentes um das Umspannwerk Rattwitz, das sie mit hohen Verlusten einnahmen. Gepanzerte Kräfte wurden an diesem Tag aus Bautzen herausgezogen. Dazu gehörte die Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“, die vor Bloaschütz konzentriert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angriff wurde  am 24.04. 12 Uhr abgebrochen und die 2. polnische Panzerbrigade musste auf Salzenforst und Bolbritz zurückgehen, als deutsche Truppen über Oberförstchen und Bloaschütz zur Umfassung ansetzten, um westlich Salzenforst durchzubrechen und somit die polnische Gruppierung bei Groß-u. Kleinwelka bedrohten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gruben sich am Rand der Ortschaften Salzenforst und Bolbritz mit der Front nach Süden ein. Der Druck der Deutschen nahm stündlich zu. Auf Grund des Treibstoffmangels war die 2. polnische Panzerbrigade unter dem Feuerschutz der Artillerie gezwungen, auf die Ortschaften Schmochtitz und Strohschütz zurückzugehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr.png|mini|605x605px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwäche der 2. poln. Armee erkennend, greift am 25.04. die FschPzDiv 1 „HG“ gegen 13 Uhr aus Richtung Nordwesten auf Teichnitz und Kleinwelka an. Gegen 14 Uhr wurde durch das II. Bataillon des FschGrR 2 „HG“ der Ort Temritz eingenommen. Am Nachmittag erfolgte ein Flankenmanöver der Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“ über Bolbritz und Salzenforst. Die Front der polnischen Truppen wurde aufgerollt und Kleinwelka eingenommen. Am 25. Und 26.04. kommt es in und um Kleinwelka zu schweren Kämpfen mit dem 1. Poln. Panzerkorps. Die polnischen Truppen flohen nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salzenforst wurde am 25.04. von den deutschen Truppen besetzt. Wie Dr. J. Ziesche schreibt, erschossen Angehörige der Panzergrenadierdivision &amp;quot;Brandenburg&amp;quot; sowjetische und polnische Verwundete im Haus Nr.34, wo die Polen ein kleines Lazarett eingerichtet hatten. Die Angaben der Getöteten schwanken zwischen 9 und 14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26./27.04. wurde die 9. Poln. Infanteriedivision im Raum Panschwitz-Kuckau zerschlagen, woran auch Ukrainer der Panzerjagdbrigade „Freie Ukraine“ beteiligt waren. Am 27.04. wurde Bautzen bis zum Kriegsende von der Wehrmacht besetzt. Am 08.05., dem Tag der Kapitulation, nahm das 32. Infanterieregiment der 8. polnischen Infanteriedivision kampflos die Stadt Bautzen ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Quellen:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Spurensuche-Die Kämpfe um Weißenberg und Bautzen im April 1945“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Bautzen im April 1945“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urbanke, Axel: „Endkampf um das Reichsgebiet 1944-1945 Ostfront“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 5,6,7/1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefechtsberichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.511 Luga/Stiebitz/Nadelwitz ====&lt;br /&gt;
GM Nr.26 SC 1.PPK an BH mot. und Pz-Truppen 1.UKF, 24.04.45 12 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     In Erfüllung des GB des Korpskommandeurs ging die 2. PBr um 10 Uhr zum A über und blockierte um 12 Uhr nach Überwindung heftigen Feuerwiderstandes durch den Gegner an der Chaussee 1 km S Stiebitz. Dabei wurden 2 Panzer, 1 SPW und 3 Kfz. des Gegners abgeschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 3.PBr trifft auf außergewöhnlich heftigen Feuerwiderstand gegnerischer Art. und GW aus Richtung Gutshof Nadelwitz, Kasernengebäude am Gutshof an der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     1.mot. Inf. Br: die Schützenbataillone befinden sich O der Chaussee Doberschütz, Bautzen im Abschnitt: Kreuzung der Chaussee mit der AB, Kreuzung der Landstraße mit der Chaussee 1 km NW Höhe 189,0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.513 Bautzen/Nimschütz/Doberschau/Wartha ====&lt;br /&gt;
GM Nr.93 der Führung der 2.PA an die Führung der 1.UKF,24.04.45 14 Uhr (K:100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1.PPK vernichtet im ZW mit dem 48.SK und dem 7.mGK die gegnerische Panzergruppierung am SW, SO OR Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1. mot. Inf. Br verteidigt sich im Abschnitt 1 km NO Bautzen, Wegegabelung O Nimschütz. Die 2.PBr ging zum Angriff über und erreichte um 17 Uhr die Flussbiegung SW Bautzen, wo sie das W Flussufer säuberte. Die 3.PBr ging in Richtung Sokulahora, Doberschau zum Angriff über und erreichte die Wegegabelung 1 km SO Bautzen. 7 Panzer blieben wegen TS-Mangel liegen. Korpsstab: Großwelka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Um 13 Uhr traf eine Kolonne von 250 Kfz. unter Führung des Stellvertreter Chefs RD der Front mit TS und Diesel für die Panzer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Armeestab ab 6 Uhr 24.04.45 Wartha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH (Befehlshaber) der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.514 Bautzen ====&lt;br /&gt;
Meldung der Führung der 2.PA an Führung 1.UKF über die Lage in Bautzen, 24.04.45 15 Uhr Neudorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht während der Gespräche mit General Petrow meldete ich ihm, das Kortschagin nur den Südlichen Teil von BZ aufgegeben hat, so jedenfalls informierte mich Kortschagin.  Es ist jedoch zu vermuten, dass zu diesem Zeitpunkt die gesamte Stadt mit Ausnahme einzelner Widerstandsherde in den Händen des Gegners war. Seit heute Morgen gibt es Gefechte um die Stadt. Ich habe Kortschagin, dem Korpskommandeur Rogossni mit seiner 254.SD ein Regiment der Panzerjägerbrigade und ein Regiment SU -76 zugeteilt und unterstütze ihn mit zwei PBr, die Schläge aus O und SO sowie W und SW führen. Ich habe meiner gesamten Artillerie befohlen, den Kampf um BZ zu unterstützen. Ich habe in Ihrem Namen Kortschagin aufgefordert, die Lage wiederherzustellen und die Stadt koste es was es wolle zu halten. Seit dem Morgen führen wir Gefechte um BZ, ohne irgendwelche spürbaren Ergebnisse. Das Fehlen der Infanterie macht sich bemerkbar. Die Panzer und SFL greifen selbständig an und erleiden Verluste durch gestreckte Ladungen und Artillerie des Gegners. Wir brauchen Infanterie. Ich bitte um Ihre Weisungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Zur vollständigen Einnahme und zum Halten der wichtigen Straßenknoten in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Zur Deckung der 30 km breiten und nicht gesicherten Bresche zwischen BZ und der linken Flanke der 9. ID durch die in der vergangenen Nacht und seit morgens den ganze Tag gegnerische Gruppen in Kompanie- und Bataillonsstärke mit gepanzerten Fahrzeugen in die rückwertigen Räume der 9. und 8. ID einsickern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Für einen Schlag am linken Ufer der Spree und den „Weißen Schöps“ in Richtung Korotejew mit dem Ziel, den eingesickerten Gegner schnellstens zu liquidieren. Dazu bitte ich um die Erlaubnis, unverzüglich meine 10., 7., und Teile der 5.ID aus S in den Raum Königswartha zu verlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Swierszewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.515 Autobahn/Rattwitz/Bolbritz/Kreckwitz/ Basankwitz/Niedergurig ====&lt;br /&gt;
GM Nr.27 SC 1.PPK an Führung 2.PA, 24.04.45 15 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Nach Einnahme von BZ begann der Gegner mit Unterstützung von starkem Artillerie- und Granatwerfer-Feuer in kleinen Gruppen entlang der Autobahn nach W und NW durchzubrechen. Unter starker Feuereinwirkung verließ die 14.PJBr um 14 Uhr den Raum Rattwitz nach N. Ein Angriff gegnerischer Panzer und Infanterie in Richtung Oberuhna wurde abgeschlagen. Es wurden 2 Panzer abgeschossen. Die restlichen drehten nach W ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Um 14.30 Uhr brach der Gegner mit einer Kompanie in Bolbritz durch. Die restlichen kleinen Gruppen drehten nach W und nördlich davon. Im Raum Kreckwitz handelten bis 2 Bttr des Gegners, in Basankwitz bis 1 Bttr, in Niedergurig bis 1 Bttr und am N OR 1 Bttr Artillerie und GW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Die TT des Korps setzen die Erfüllung ihrer Aufgabe fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.520 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 18.00 Uhr, Salzenforst. - Gefechtsbericht Nr. 0010 des Kommandeurs des 28. Panzerartillerieregiments über die Kampfhandlungen des Regiments in der Region Salzenforst. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Das 28. SFL-AR (Selbstfahrlafetten-Artillerie-Regiment) wurden zur Verteidigung am nordwestlichen Rand von Salzenforst eingesetzt. Um 11:00 Uhr 24.IV.1945, wurden 2 gepanzerte Geschütze SU-85 entsandt, um den rechten Flügel des Panzerangriffs im Wald 1,5 km südlich von Salzenforst zu unterstützen, eines der Geschütze wurde beschädigt (von einer Kanone durchbohrt) und der Geschützkommandant wurde tödlich verwundet. Die restlichen Kampffahrzeuge befinden sich in der Verteidigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Inventar der SFL (Selbstfahrlafette oder Geschützpanzer) SU-85 im Regiment - 20. Der tatsächliche Zustand – 12 bereit zum Kampf. In der Zeit vom 16. bis 24.IV.1945 wurden beschädigt: 3 Geschütze im Gebiet Horka, eines im Gebiet Klix, und eines im Gebiet Salzenforst. Ein Geschütz versank in einem Sumpf im Bereich der Schule Horka, zwei Kampffahrzeuge wurden in der Gegend Horka aufgrund einer technischen Störung zurückgelassen. Insgesamt 8 SU-85 Panzergeschütze (Gefechtsfahrzeuge) außerhalb der Kampfformationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Versorgungsstatus des Regiments: Treibstoff - Dieselkraftstoff 0,7 TF, Benzin - 0,25 TF, Munition - 1 KS; Essen - 2 Rationen pro Tag. Darüber hinaus gibt es in der Gegend von Algier (500 nw Geheege-Ortsteil von Rothenburg): Treibstoff - Dieselkraftstoff 1,5 TF, Benzin 1,5 TF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Verbindung mit dem Armeestab durch die Verbindungsoffiziere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef                                                           Befehlshaber des 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Czubczenko, Major                                       Panzerabwehrartillerieregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                                                                  M. Zubkow, Oberstleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TF – Tankfüllung;  KS - Kampfsatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 521Welka/Niedergurig/Nimschütz ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 18.00 Uhr Welka. – Gefechtsbericht Nr. 080 des Leiters der OPL-Abteilung der 2. Polnischen Armee WP (Wielko Polska – Großpolen?) an den Befehlshaber der 2. poln. Armee WP über die Aktivitäten der feindlichen Luftwaffe und der OPL-Einheiten der Armee. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Armeeeinheiten kämpfen an den bestehenden Grenzen und Regionen. Die feindliche Panzergruppe, die im Rücken der Armee operierte, griff Niedergurig und Nimschütz an; Angriffe wurden abgewehrt. Die zweite Gruppe, die nach unvollständigen Angaben etwa 200 Kampffahrzeuge zählt, griff Bautzen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Während des letzten Tages wurden auf der Landebahn der Armee 43 FW-190 Flugzeuge entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die feindliche Luftwaffe führte Aufklärung über der Kampfgruppe der Truppen, vor allem auf der Straße Bautzen, Malschwitz, Guttau und Bautzen, Königswartha durch. Die Aufklärung erfolgte mit Flugzeugen des Typs He-111, und besonders intensiv mit FW-190 in einer Höhe von 1000 -3000 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Gruppe von 6- 10 Flugzeugen FW-190 der feindlichen Luftwaffe bombardierte und attackierte mit Waffen die Fahrzeugkolonne von 250 Frontfahrzeugen, welche auf der Straße von Welka nach Neudorf Munition und MPS für unsere Armee mitgeführte. 60 rotierende Antipersonenbomben sowie 11 FAB-50 wurden abgeworfen. Es verbrannten 8 Autos auf der Straße von Welka nach Neudorf und 9 Fahrzeuge im Wald nördlich von Neudorf. Die feindliche Luftwaffe griff die Straße Großwelka Königswartha an. 2 Stunden lang bombardierte und beschoß eine Gruppe von 5-6 Flugzeugen FW-190 diese systematisch mit Bordwaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Das Regiment, das die Frontkolonne deckte, feuerte. Es gab keine abgeschossenen Flugzeuge. Munitionsverbrauch unbekannt. Die Einheiten der 3. Flak-Division feuerten nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Das Flak-Artilleriefeuer schoss keine feindlichen Flugzeuge ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Bestand und Verbrauch der Munition. Flakdivision:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbrauch:   85 mm – 0 KS             Bestand:            85mm – 1,2 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      37 mm – 0 KS                                    37 mm – 1,7 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      12,7 mm – 0 KS                                 12,7 mm – 1,2 KS   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 528 Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 20.00 Uhr (Luga). – Gefechtsbericht Nr.28 des Stabschefs des 1. Panzerkorps an den Kommandeur der 2. poln. Armee WP über die Kämpfe des Korps in Bautzen. Karte 1:100 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 20.00 Uhr 24.IV.1945 befahl der Korpskommandeur: die 2. Panzerbrigade mit einem Bataillon des 34. Infanterieregiments den Feind zurückzuschlagen, der in den westlichen Rand einbrach. Während der zweistündigen Kämpfe wurden sechs Panzer „Tiger“ und „Ferdinand“ beschädigt. Aus dem Hinterhalt beschädigte und verbrannte der Feind mit „Tiger“ und „Ferdinand“ fünf unserer Panzer. Etwa 25 feindliche schwere Panzer, massiv unterstützt durch ein Infanteriebataillon, griffen die Gefechtsformationen unserer und benachbarter Truppen am westlichen Rand von Bautzen an. Infanterie und Artillerie benachbarter Truppen befinden sich östlich von uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                     Chef des 1. Stabskorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                     A. Jerisow, Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.531 Stiebitz/Teichnitz/Burk ====&lt;br /&gt;
GM 2.Poln. Armee an Führung 1.UKF, 24.04.45 22 Uhr (Neudorf), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Der Gegner leistete mit zerstreuten Einheiten der PGD „Brandenburg“, dem 114.Marschbataillon, dem 185.Volkssturm. Btl. im Verlaufe des 24.04.1945 heftigen Widerstand und führte GA mit bis zu 1 Bataillon unterstützt durch 5-6 Panzer. Die generische Luftwaffe bombardierte im Verlauf des gesamten 24.04.45 mit Gruppen von bis 30 Flugzeugen (Messerschmitt) unsere Gefechtsordnung und die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Armee im Verlauf des 24.IV.1945: Die 10. PD war im Angriffsgefecht, ..... auf der Linie: 2km südwestlich Neustadt, ....  Die 5. 8. Und 9. PD im vorigen Gebiet befahlen den Abwehrkampf und wehrten eine kleine Gruppe von Feinden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Das 1.PPK mit den 7.mGK und die 254.SD des 48.SK führen mit wechselndem Erfolg Gefechte um Bautzen. Am 24.04.45 20 Uhr setzten sich die TT im Abschnitt Stiebitz, Teichnitz, 2 km SW Burk fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Kfz.-Kolonne der Front mit Munition und Treibstoff traf im Raum Neudorf ein. Dorthin kamen Vertreter der TT zur Übernahme von TS und Munition. Das 1.PPK erhielt keinen TS infolge der aktiven Handlungen der gegnerischen Luftwaffe auf die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Nachrichtenverbindung zu den TT der Armee über Funk und Verbindungsoffiziere. Die Drahtverbindung arbeitete mit Unterbrechung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Ich habe mich entschlossen die Erfüllung der gestellten Aufgabe fortzusetzen und mit dem 1.PPK Gefechte zur Einnahme von Bautzen zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 532 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 23.00 Uhr, Salzenforst – Gefechtsmeldung des Kommandeurs des 5. Schweren Panzerregiments an den Befehlshaber der 2. Poln. Armee über die Gefahr der Gefangennahme durch den Feind bei Salzenforst und der Rückzug des Regiments auf den neuen Verteidigungsabschnitt: Wald 1 km südwestlich von Welka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.IV.1945 ab 12.00 Uhr kämpfte das Regiment gegen feindliche Panzer und Infanterie, die aus dem Gebiet von Bolbritz und dem westlichen Rand von Bautzen kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Panzer, von schwerem Artillerie- und Flugzeugfeuer unterstützt, rückten am 24.IV.1945 22.00 Uhr bis Salzenforst vor. Das Regiment zog sich auf die neue Verteidigungslinie zurück – Wald 1 km südwestlich von Welka. Verluste: 3 Panzer T-34 85mm. Unsere Infanterie gibt es nicht und es gab sie nicht. Das Regiment kämpfte nur mit seinen Gefechtsfahrzeugen. Bitte um weitere Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommandeur des 5. Selbstständigen schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.533 Neudorf/Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 25.IV., 2.00 Neudorf. - Der Gefechtsbefehl des Stabschefs der 2. Armee WP definiert die Aufgaben der Truppen für den Tag 25. April 1945. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befehlshaber der Armee befahl am 25.IV.1945 die folgenden Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    8. Infanteriedivision - nach Bereitstellung im Bereich Luga, Quoos und im Wäldchen nördlich von Quoos beginnen Sie am 25.IV.1945 um 9.00 Uhr den Vormarsch in Richtung Königswartha bis zum Aufeinandertreffen mit Einheiten der 14. Gardeschützendivision und nehmen Sie Kontakt mit Ihnen auf. Anschließend greifen Sie in Richtung Guttau, Kleinsaubernitz an um die Truppen der 7. Und 10. Infanteriedivision zu erreichen und sich mit diesen zu verbinden. Divisionsstab – Quoos, danach Sdier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    10. Infanteriedivision – Angriff nach Süden in Richtung Uhyst, Sdier; vereinigen sie sich mit den Einheiten der 8. Infanteriedivision. Divisionsstab: - Nochten, danach Uhyst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    7. Infanteriedivision fährt mit dem Angriff Richtung Dauban fort und weiter westlich schließen Sie sich den Truppen der 8. Infanteriedivision an, die nach Osten vorrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.    Die 5. und 9. Infanteriedivision - Verteidigung auf breiter Front auf der Linie: 5. Inf.-Div. - östlicher Rand von Kamenz und die 9. Inf.-Div. – Helenau, Bischheim, Nieder Lichtenau, Höhe 306,2, Lichtenberg, Höhe 296,3, Höhe 305,6, Höhe 299,5, Gemeindebusch - decken Sie die Richtung Dresden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.    1. Panzerkorps - Führen Sie in Zusammenarbeit mit dem 7.mech. Gardekorps die zuvor erhaltene Aufgabe gemäß dem Kampfbefehl Nr. 11554 durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.    Führen Sie Aktionen entschlossen und entschieden durch und sorgen Sie vor allem für eine effiziente und flexible Führung der Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.    Armeestab -Neudorf (4km südlich von Königswartha).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.    Bestätigen Sie den Empfang der Befehle, und berichten Sie über die erteilten Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Operationsabteilung                    Stabschef der 2. Armee WP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S. Noss, Oberst                                               J. Sankowski, Brigadegeneral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 534 Großwelka/Großdubrau/Neumalsitz ====&lt;br /&gt;
1945, 25. April, 2.30 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 18 des Stabschefs des 1. Panzerkorps zum Halten der Verteidigungsstellungen des Korps entlang der Grenze Klein- und Großwelka, Fluß Spree. Karte 1:100000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Befehl des Armeekommandanten befahl der Korpskommandant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     4. Panzerbrigade mit den zugewiesenen Truppen - verteidigen Sie sich weiterhin an der aktuellen Grenze und achten dabei besonders auf den linken Flügel. Gefechtsstand - südlicher Abschnitt Großdubrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     3. Panzerbrigade) - bis 6.00 Uhr ziehen sich ihre Truppen über die Spreeübergänge zurück. und beziehen sie die Verteidigung an der Grenze der Höhe 193.0, Klein- und Großwelka. Ausgehend von der Linie halten Sie sich ab 10.00 Uhr in Bereitschaft zum Gegenangriff auf den Feind in Richtung: Rattwitz, Bloaschütz, Nimschütz. Gefechtsstand – westlicher Rand Großwelka. Unterstützt durch das 27. SFL-Art.-Reg. (Panzerjäger-Regiment).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     2. Panzerbrigade - unter dem Kommando des stellvertretenden Brigade Kommandeurs - Oberstleutnant Dmitriev, herausfahren seiner Panzer, in der Gegend von Strohschütz aufstellen und dem Kommandeur der 3. Panzerbrigade zur Verfügung zu stellen. Die rückwärtigen Dienste der Brigade konzentrieren sich in den Wäldern nördlich von Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     1. mot. Inf.-Brigade) mit dem 2. Granatwerferregiment - ziehen Sie sich sofort in kleinen Gruppen von dem besetzten Abschnitt zurück und nehmen Sie die Verteidigung entlang des Westufers der Spree ein. Gefechtsstand – Neu Malsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     25. und 24. SFL-Artillerie-Regiment, 1. Geschoßwerferabteilung und das 47. Artillerie-Regiment - die Hauptkräfte bleiben bis zum Morgen des 25.IV.1945 im bisherigen Gebiet und übernehmen die Verteidigung gemäß den Anweisungen des Artilleriekommandeurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Leiter der Aufklärung - organisieren Sie die nächtliche Aufklärung im Gebiet Bunzlau? (Bolbritz!?) mit der Aufgabe zur Bestimmung der Zusammensetzung und Gruppierung feindlicher Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Stellvertretender Brigadekommandeur für rückwärtige Dienste - Nachschub von Treibstoff und Munition gemäß den Richtlinien des Leiters des Rückwärtigen Dienstes sicherstellen. Gefechtsstand – 6. Nachrichtenbataillon?), 2. Kradschützen-Bataillon, 15. Pionierbataillon bis zum Morgen des 25.IV.1945. – Luga. 15. Pionierbataillon schirmt ab und geht an Luga heran in westlicher und nördlicher Richtung. Rückwärtige Dienste Raum Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Gefechtsstand Korps ab 6.00 Uhr – Großwelka, ab 6.00 Uhr – Luga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.     2. Kradschützen-Bataillon) – bezieht Stellung im Gebiet von Übigau, um den Stab des Korps von Norden abzuschirmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.  Es sollen Berichte vorgelegt werden: über die Uhrzeit des Marschbeginns und über das Zusammenstoßen mit dem Feind, dann stündlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                                 Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                          A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.535 Großwelka/Quoos/Übigau ====&lt;br /&gt;
1945, 25 April, 3.00 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 019 des Stabschefs des 1. Panzerkorps über den Übergang des 4. Panzerbrigade und der 1. mot. Inf.-Brigade in die Reserve des Armeebefehlshabers und die Unterstellung der 3. Panzerbrigade unter den Kommandeur der 8. Infanteriedivision. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemäß dem Gefechtsbefehl des Stabes der 2. polnischen Armee WP vom 25.IV.1945 befahl der Korpskommandeur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     3. Panzerbrigade, 24.,25. und 27. SFL-Artillerieregiment wird der 8. Infanteriedivision zugewiesen. Zugewiesene Truppen verstärken die Verteidigung der Division. Tarnen sie die Kampffahrzeuge und organisieren Sie Panzerhinterhalte auf der Linie: a) Kreckwitz, Höhe 193,0, Großwelka; b) Horka, Übigau, Radibor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Granatwerferregiment sowie die 1. Geschoßwerferabteilung werden der 9. Infanteriedivision zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die 4. Panzerbrigade, ohne ein einziges Panzerbataillon– die Reserve des Armeekommandanten – ist bis 7.00 Uhr im Zentrum von Quoos. Ein Bataillon soll dem 17. Infanterie-Regiment mit der Aufgabe des gemeinsamen Kampfes in der Region Sdier zugeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Die 1. mot. Inf.-Brigade bildet zusammen mit der 4. Panzerbrigade eine mobile Reserve des Armeekommandanten, um den zweiten Verteidigungsabschnitt auf der Linie Übigau – Quoos zu besetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Kommandeure der zugewiesenen Truppen - melden sich bis 8.00 Uhr des 25.IV.1945 bei den Divisionskommandeuren, um von ihnen Gefechtsaufgabenaufgaben zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Gefechtsstände: 8. Infanteriedivision – Quoos, 9. Infanteriedivision – Horka 8048 (russ. Koordinate).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Über die Ausführung ist bis 10.00 Uhr 25.IV.1945 Meldung zu erstatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Artilleriekommandant - sorgen Sie für den rechtzeitigen Abzug der Abteilungen und deren Konzentration im neuen Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.536 Kleinwelka/Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945; 25. April 3.00 Uhr, Kleinwelka. - Gefechtsbericht Nr. 011 des Stabschefs des 5. schweren Panzerregiments über die Kämpfe der 1. Panzerkompanie in der Umgebung Salzenforst. Karte 1:50000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich melde, dass beim Angriff der 1. Kompanie des 5. schweren Panzer-Regiments um 18.00 Uhr am 24.IV.1945 in Richtung Salzenforst zwei Panzer &amp;quot;Tiger&amp;quot; ausbrannten und einer in der Gegend von Salzenforst beschädigt wurde. Derzeit besetzt die 1. Kompanie Feuerstellungen am südlichen Rand des Wäldchens 500 m nordöstlich von Salzenforst. Die Kompanie erlitt keine Verluste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef des 5. Unabhängigen (selbstständigen) schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Panzergrenadier-Division Brandenburg ====&lt;br /&gt;
Von Anfang März bis Mitte April 1945 stand die Division im Raum Weißwasser an der Lausitzer Neiße. Bei dem erneuten sowjetischen Großangriff der Roten Armee am 16. April wurde die Division schließlich im Raum Rothenburg-Penzig (nördlich Görlitz) eingekesselt, konnte jedoch schon am 20. April nach Löbau ausbrechen. Nachdem die Reste der Division um Bautzen gekämpft hatten, wurden sie am 3. Mai 1945 per Bahn in den Raum Mährisch-Ostrau in das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren verbracht. Anfang Mai 1945 kämpften dort immer noch Einheiten der Division bei Olmütz und zogen sich bis in den Raum Deutsch-Brod zurück. Nach der Kapitulation der Wehrmacht marschierte ein Teil der Division nach Westen, während andere Teile sich einfach auflösten. Ein großer Teil ging in Tabor in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Vielfach wurden Angehörige der Division von der tschechischen Bevölkerung ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisberichte von Salzenforster Einwohnern ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H.-J. Schneider *02.01.1941 Salzenforst Nr.28:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;In der Nacht vom 13. zum 14. 02 1945 konnten wir von Salzenforst aus einen hellen Schein in Richtung Dresden erkennen. Ich war gerade 4 Jahre alt. Es wurde gesagt, Dresden brennt. Man sprach davon, daß vorher Christbäume von Aufklärungsflugzeugen gesetzt wurden (sogenannte brennende Fackeln), um den Bomben die Ziele zu markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dann die Kriegshandlungen näher rückten, wurden mit unseren Nachbarn sowie im gesamten Viertel, auch Ziegenviertel genannt, (dort wohnten Witschas, Schulze, Schneider, Hänsch, Paulik, Polan, Dresler und Heine), Maßnahmen ergriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männer, außer Johann Polan, waren eingezogen oder bereits verstorben. Bei den ersten Kriegshandlungen fuhren wir mit unseren Kuhgespannen in die Sandgrube in Richtung Uhna - Schmochtitz. Hier flogen mit heulendem Geräusch die Granaten über uns. Als dieser Angriff vorüber war, kehrten wir wieder in unsere Gehöfte zurück. Die Kriegshandlungen rückten immer näher und uns wurde befohlen, Salzenforst zu verlassen. Wir flüchteten mit unseren Kuhgespannen +ber Sohland bis nach Schluckenau. Unser Wagen war bepackt mit Futter für die Kühe, 5 Gänse, ein Krug mit Sahne (aus der durch das Geschüttel Butter wurde) und ein paar Habseligkeiten für Mutter, Tante und uns 2 Jungs. Dort erlebten wir auch Fliegeralarm und suchten in Kellern Unterschutz. Kann mich aber an Bombenexplosionen nicht erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir wieder zu Hause waren, konnten wir keine großen Schäden erkennen. In unserer Hofeinfahrt stand ein kaputtes Halbraupenfahrzeug und bei Schulzes- oder Witschas Scheune, ich weiß es nicht mehr genau, war durch ein Panzer eine Gebäudeecke stark beschädigt. Die beschädigten Kriegsgeräte und die freiliegende Munition wurden noch von der Wehrmacht weggeräumt. Die &amp;quot;Russen&amp;quot; rückten dann ins Dorf ein und Nachbars Polan Friedel wurde zwischen uns zwei Jungs im Bett versteckt, denn Kinder wurden in Ruhe gelassen. In unserem Haus war für kurze Zeit auch ein russischer Offizier einquartiert, so daß wir relative Ruhe hatten. Dann wurden Leute aus dem Dorf verpflichtet, Vieh aus den Ställen der Bauern in Richtung Osten zu treiben. Wir behielten aber unser Vieh. Später kamen die &amp;quot;Russen&amp;quot; mit ihren Panjewagen ins Dorf gefahren und tauschten Gegenstände (auch Spielzeug) gegen Lebensmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Vater kam im Herbst 1945 aus der Gefangenschaft abgemagert zurück. Da er nur ein Auge besaß und auf der anderen Seite ein Glasauge trug und dieses wegwarf, wurde er als Invalide aus der Gefangenschaft entlassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin Schulze Haus Nr. 29:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 14 Jahren erlebte er die Kämpfe in und um Salzenforst hautnah mit. Gemeinsam mit Älteren vom Volkssturm sollte er als Hitlerjunge Panzersperren errichten. Die Deutschen griffen Salzenforst von Bolbritz und Uhna aus an. Die Scheune seines elterlichen Gehöftes wurde durch Panzerbeschuß stark beschädigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martha Worm Haus Nr.24:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine alleinstehende Großmutter begab sich mit ihren 2 Töchtern auf die Flucht Richtung Sächsische Schweiz nach Rathmannsdorf zu Verwandten. Wie so viele konnten sie nur das Notwendigste mitnehmen. Nach ihrer Rückkehr waren Haus und Hof geplündert. Das versteckte Hab und Gut wurde von den russischen Soldaten, welche einquartiert waren, gefunden und konfisziert. Mein Vater Ferdinand Worm, froh, den Krieg überlebt zu haben, floh aus englischer Gefangenschaft und kam über Umwege 1946 nach Hause.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Karl Domschke Haus Nr.14 und Moldenhauer Haus Nr.16c, Schatte, Weiß:&#039;&#039;&#039;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Domschke war bei der Erschießung der jüdischen Frauen zugegen. (Manfred gibt Bericht). Erlebnisse s. u. &amp;quot;Judendenkmal&amp;quot;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene Einwohner ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in Salzenforst wurden mit der gleichen Härte geführt wie überall um Bautzen. Es wurden zahlreiche Gebäude im Ort durch Artillerie- und Panzerbeschuss zerstört. Lt. Ortschronik starben bei den Kämpfen 6 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22.04.45 wurde &#039;&#039;&#039;Karl Pietschmann&#039;&#039;&#039; durch einen deutschen Wachposten auf dem Feld erschossen, weil er nicht stehen blieb. Man sagt, Karl war geistig verwirrt. Die Chronik berichtet, dass Herr Pietschmann die Kühe auf der Wiese umpflocken wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus Nr.33 (ehemals Dreßler) war eine Anzahl zurückgebliebener Einwohner im Keller eingesperrt. Der pensionierte Schulmeister Wange hatte eine weiße Fahne oder Taschentuch gehisst und sich wieder in das Haus zurückbegeben. Die deutschen Soldaten vermuteten einen Hinterhalt der Polen und warfen eine oder mehrere Handgranaten in das Haus. Herr Wange war sofort tot und Frau Suschke und Frau Preusche starben an ihren schweren Verletzungen (Pietsch, Karl: „Ortschronik Salzenforst“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Margarethe Suschke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Maria Auguste Preusche&#039;&#039;&#039; (1. Frau von Preusche, Hermann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Herr &#039;&#039;&#039;Ernst Heinrich Richard Wange&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kam es zu einem tragischen Unfall.  Die 7-jährigen Kinder &#039;&#039;&#039;Wolfgang Mattitza&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Günter Jentsch&#039;&#039;&#039; spielten am 23.05.1945 auf dem Feld von Domschke (jetzt Kreisverkehr) Hascher. Dabei fanden sie eine Stielhandgranate und da sie nicht wussten, um was es sich handelte, schmissen sie diese weg. Durch die Explosion wurden beide Kinder schwer verletzt. Nachdem man sie fand, wurden sie mit dem Fuhrwerk nach Bautzen gebracht. Wolfgang M. verlor das rechte Auge, Günter J. verstarb am nächsten Tag im St. Benno Krankenhaus in Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene ausländische Bürger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maslanka, Feliks Tod.jpg|mini|548x548px|Bekanntmachung zur Hinrichtung von Feliks Maslanka]]&lt;br /&gt;
Während des Krieges waren im Ort ausländische Bürger zur Arbeit auf den Bauernhöfen gezwungen (sog. „Zwangsarbeiter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod des Zwangsarbeiters &#039;&#039;&#039;Feliks Maslanka&#039;&#039;&#039; aus Polen wurde am 13.02.42 durch die Gestapo Dresden angezeigt. Augenzeugen berichteten, dass während des Krieges ein Zwangsarbeiter erhängt wurde, weil dieser eine Liaison mit einer Deutschen gehabt haben soll. Das war Herr Maslanka. Die Hinrichtung fand ganz in der Nähe des Chorberges statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau &#039;&#039;&#039;Anna Hortaszko&#039;&#039;&#039;, ebenfalls Zwangsarbeiterin aus Polen, verstarb lt. Sterbeurkunde am 05.04.45 um 22 Uhr mit 23 Jahren an einem Herzschlag. Sie wurde im Waschhaus des Hauses Nr.17 tot aufgefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;KZ - Häftling mit der Nr. 186443&#039;&#039;&#039; ist am 10.02.1945 gegen 17 Uhr am Pfahl 48/5 des Bahndammes der Reichseisenbahn in Stiebitz tot aufgefunden worden. Es war &#039;&#039;&#039;Rene&#039;&#039;&#039; Louis Jean Gabriel &#039;&#039;&#039;Stouff&#039;&#039;&#039;; geboren am 03.03.1920 in Arbois/Frankreich. Am 30.4.1944 kam er mit dem Transport aus Paris am KL Auschwitz an. Nach dem &#039;&#039;Kalender der historischen Ereignisse im KL Auschwitz&#039;&#039; [&#039;&#039;Kalendarium wydarzeń w KL Auschwitz&#039;&#039;], S. 649 von D. Czech wurden die Häftlinge am 30.04.1944 aus Paris gebracht. Sie erhielten Nummern von 184 936 bis 186 590 (Archiv des Museums Gross-Rosen). Letzter Eintrag in der Datei: 14.8.1944 r. KL Birkenau, B II f, Block 11. Von Rene Stouff wissen wir, dass dieser am 7.5/9.5.1944, 31.7./1.8.1944 und 7./8.1944 sowie am 14.8.1944 vom Lagerarzt im KZ Auschwitz untersucht wurde. Er wurde am  18.01.45 von Auschwitz-Birkenau deportiert, danach für einige Tage im KL Groß-Rosen untergebracht. Auf dem weiteren Transport mit der Reichsbahn in Richtung Mauthausen von der SS am 03.02.1945 getötet. Sein lebloser Körper wurde in der Nähe von Bautzen aus dem Zug geworfen. (Such- und Bescheinigungsvorgang Nr. 208.355 /Arolsen Archiv)     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Soldatengrab auf dem Friedhof Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik.png|mini]]&lt;br /&gt;
Wann das Grab mit dem Grabstein errichtet wurde, ist nicht mehr bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulz, Albert                      &#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;20.07.1920                                                                †25.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldwebel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Baumgarten, Johann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1926 Saarlautern                                        †April 1945 in Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schütze der St.Kp.II G.E.R. mot. G.D. -1797-         am Garten von Holland Nr.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater: August Baumgarten Saarlautern I; Saarstr. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Krepela, Friedrich aus Wien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1921 Wien                                                      †25.04.1945 Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soldat                                                                        Hausgarten bei Seidler Nr.11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Truppe: Edelweiß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RAD Feldnachschublager FP-Nr.46927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmidt, Gerhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;25.01.1922 Halbemond (Ostfriesland)                 †29.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obergefreiter des 2.FschPzGrenReg.1HG          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rebel, Bernhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;14.01.1927 Schwerstedt (Ettersberg/Weimar oder bei Straußfurt/Sömmerda) †04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwabe, Günther Manfred Hermann Ernst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;08.04.1926 Frankfurt/Main                                    †25.04.1945 in Temritz gefallen (Sterbe-Urk. Kleinwelka 7/46)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier; vermutlich II.Fsch.PZ.Gren.Reg.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abiturient/evangelisch/ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohnhaft in Sondershausen, Göldnerstraße 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: Berndt, Eberhard)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchhalteparolen zu Kriegsende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Befehle von der Führung ====&lt;br /&gt;
Anfang März Generaloberst Guderian: &#039;&#039;&amp;quot;Der deutsche Ostkämpfer weiß, daß dies der letzte und entscheidende Kampf ist, der über den Fortbestand unseres Volkes und unserer Nation entscheidet ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. März Dr. Goebbels: &#039;&#039;&amp;quot;..... schlagt die Bolschewisten, wo ihr sie trefft! ... Niemals wird die Kunde kommen, daß wir kapitulieren...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. März A. Hitler: &#039;&#039;&amp;quot;es gibt nur ein Gebot, mit verbissener Entschlossenheit allles zu tun, um den Gefahren zu trotzen, die Wende wieder herbeizuführen und zu dem Zweck dieWiderstandskraft unseres Volkes und die seiner Wehrmacht materiell und geistig zu stärken. Ebenso groß muß aber unser Fanatismus in der vernichtung derjenigen sein, die sich dem zu widersetzen suchen ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
02. April Reichsminister und Privatsekretär M. Bormann: &#039;&#039;&amp;quot;... der Kampf gegen den ins Reich eingedrungenen Gegner ist überall mit aller Unnachgiebigkeit und Unerbittlichkeit zu führen ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Reichsführer der SS Heinrich Himmler: &#039;&#039;&amp;quot;... jedes Dorf und jede Stadt werde mit allen Mitteln gehalten. Jededr für die Verteidigung eines Ortes verantwortliche deutsche Mann, der gegen diese selbstverständliche nationale Pflicht verstößt, verliert Ehre und Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Oberkommando der Wehrmacht Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel: &#039;&#039;&amp;quot;... Städte liegen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Sie müssen daher bis zum äußersten verteidigt und gehalten werden ... für die Befolgung des Befehls sind die in jeder Stadt ernannten Kampfkommandanten persönlich verantwortlich. Handeln sie dieser soldatischen Pflicht und ASufgabe zuwider, sowie alle zivilen Amtspersonen, die den Kampfkommandanten von der Pflicht abspenstig zu machen versuchen, oder gar bei der Erfüllung seiner Aufgaben behindern, werden zum Tode verurteilt ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führerbefehl Adolf Hitlers vom 16. April 1945: &#039;&#039;&amp;quot;Wer euch Befehl zum Rückzug gibt, ohne das ihr ihn genau kennt, ist sofort festzunehmen und nötigenfalls augenblicklich umzulegen, ganz gleich, welchen Rang er besitzt.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befehl von Generalfeldmarschall Ferdinand Schoerner an die Kommandeure: &#039;&#039;&amp;quot;Ich kenne keine Begriffe wie Absetzen, Zurückkämpfen, Einklappen.&amp;quot;&#039;&#039; Schoerner wird als brutalster aller Feldmarschäle bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. April Tagesbefehl Schoerner: &#039;&#039;&amp;quot;Wer seine Stellung verläßt, wird erschossen.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 6/1965)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Propaganda in Sachsen bzw. Bautzen ====&lt;br /&gt;
5. März Gauleiter Sachsen Martin Mutschmann. &#039;&#039;&amp;quot;Der Glaube an den Sieg muß erhalten bleiben und darf niemals durch ein etwaiges Vorrücken des Gegners zerbrechen. jed Meter Boden, den der Feind gewinnt, muß er mit einem ungeheuren Blutzoll erkaufen ... Nur der Tapfere behält das Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. März Kreisleiter Karl Martin vor den Bautzener Handwerks-u. Handelsbetrieben: &#039;&#039;&amp;quot;... Der Führer hat dieses Jahr als das Jahr der Wende bezeichnet. Auf sein Wort können wir uns unbedingt verlassen ... Für uns gilt es durchzuhalten, den Kopf hoch zu halten bis zu dem uns gewissen Endsieg ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. März Propagandaleiter Elsner (Großkundgebung in Bautzen): &#039;&#039;&amp;quot;... Mitten im Generalsturm unsrer Feinde müssen wir uns entscheiden, ob wir durchhalten wollen oder nicht, ob wir noch Vertrauen und Glauben an den Sieg haben ... Halten wir also aus und nehmen uns die deutschen Stützpunkte am Atlantik zum Vorbild! ...!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. April Gauleiter Mutschmann: &#039;&#039;&amp;quot;... Widerstand und Kampf bis zum Letzten! Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen und bedroht unsere Heimat mit Hunger und Elend, mit Tod und Verderben. Wer in dieser Not des Volkes gegen die Anordnungen der Partei und des Staates handelt und der nationalen Ehre unseres Volkes Schande macht, wird aus der Volksgemeinschaft ausgelöscht. jede Feindbegünstigung, sei es die Annahme von Geschenken, das Heraushängen weißer Tücher aus den Fenstern oder irgendeine Form der Anbiederung an den Feind ist Landesverrat und wird mit den Tode bestraft ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Geschichtsereignisse&amp;diff=910</id>
		<title>Geschichtsereignisse</title>
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		<updated>2025-11-26T10:19:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Feuersbrunst am 10.Mai 1812 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Brände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfbrand am 19. April 1801 ===&lt;br /&gt;
An diesem Tag brach beim Bauer Lukas ein Feuer aus und legte 5 Bauerngüter und 8 Häuslernahrungen in Schutt und Asche. Die Brandversicherung, die in Sachsen bereits 1770 eingeführt worden war, hatte noch nicht überall Eingang gefunden. 1777 hatte die sächsische Regierung dann eine sogenannte &amp;quot;Feuerordnung&amp;quot; erlassen, nach der sich die Bewohner richten mußten, sowohl bei der Erbauung neuer Häuser wie auch sonst. Den Abgebrannten wurde, wie zu der damaligen Zeit üblich, durch freiwillige Sammlungen geholfen. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuersbrunst am 10.Mai 1812 ===&lt;br /&gt;
In den &amp;quot;Budissiner Nachrichten&amp;quot; vom 16.05.1812 ist folgendes zu lesen: &amp;quot;In der Mittagsstunde des vorigen Sonntags (10.Mai), brach zu Salzenforst, während die meisten Bewohner zur Messe in Bautzen waren, ein plötzliches Feuer aus, welches, vom Winde schnell verbreitet, ungeachtet der Anstrengungen der Hilfeleistenden, binnen anderthalb Stunden 5 Bauernhöfe, 2 Gärtner- und 5 Häusleranwesen vollständig und von 2 Bauernhöfen die Wirtschaftsgebäude in Asche verwandelte. Ein gebrechlicher Auszügler, der noch zu retten versuchte, wurde dabei vom Feuer heftig beschädigt. Es verbrannten ferner 3 Pferde, 2 Kühe, 3 Kälber, 5 Schweine, 1 Hund und 84 Stück Schafvieh, viele Wagen, fast alle Ackergerätschaften, 354 Scheffel Getreide und Feldfrüchte, alle Futtervorräte sowie das Hausgeräte, die Betten und Kleider der meisten Verunglückten, sodaß mehrere nichts als die Kleider, in welcher sie aus der Kirche kamen, gegenwärtig besitzen. Acht der Abgebrannten erfuhren dieses Unglück zum zweitenmal. Mit Schulden, die sie bei dem wenig dankbaren Boden der Gegend und dem Drucke der Zeit bisher nicht abzutragen vermochten, hatten sie wieder aufgebaut und sind jetzt, da sie unglücklicherweise ihre Grundstücke, gleich den Übrigen, weit unter dem Werte versichern lassen, ohne ausreichende Mittel, von Neuem zu bauen. Bei diesem großen Elende der meisten Verunglückten können wir, so oft auch in gegenwärtigen Zeiten die Wohltätigkeit in Anspruch genommen wird, doch nicht umhin, edle Menschenfreunde un Unterstützung zu bitten, fest überzeugt, daß keiner, der es vermag, eine Beisteuer zur Linderung des Mangels dieser schuldlos Verarmten versagen werde. Schon sind von mehreren Herrschaften und Gemeinden Beiträge eingelangt. Der Bauer Hennig zu Salzenforst wird, unter Zuziehung der dortigen Gerichten die Natural- und unsere Kanzlei die Geldbeiträge, welche ferner eingehen dürften, annehmen, letzte auch, nebst uns, für gewissenhafte unparteiische Verteilung die möglichste Sorge tragen, und das Empfangene in diesen Blättern dankbar anzeigen. Möchte ein gesegneter Erfolg unsre Bitte begleiten!&amp;quot;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;Sorbische Denkmale&amp;quot; von Trudla Malinkowa wird berichtet, daß das Wohnhaus von Johann Seiler (Nr.14), dem Vater von Handrij Zejler, bei dem Brand zerstört und danach neu errichtet worden ist.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachricht vom Brand sprach sich schnel herum und aus den Nachbardörfern Bolbritz, Stiebitz, Kleinwelka, Seidau, Uhna, Teichnitz und Schmochtitz kamen die Helfer mit ihren Feuerspritzen zum Brandherd. Sogar aus Bischofswerda, Neschwitz und dem Klöster St. Marienstern war Hilfe gekommen. Die meisten Betroffenen hatten von der Oberlausitzer Brandversicherung keinen rechten Gebrauch gemacht und ihre Anwesen nicht hoch genug versichert. 1820 waren jedoch alle Gehöfte bis auf eins wieder aufgebaut. J. Schneider berichtet, daß der Schmied die Hilfsmaßnahmen geleitet hatte. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfzerstörung vom 23.-25. April 1945 ===&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von 16 vollständig und 21 teilweise zerstörten Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Napoleon 1813 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleon in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleon.jpg|mini|Abb.: Postkarte mit dem Bildnis Napoleons]]&lt;br /&gt;
Vor und während der Schlacht bei Bautzen, welche am 21.Mai 1813 stattfand, hatte Napoleon seinen Beobachtungsposten in Salzenforst bei Kettan im Haus Nr. 1 eingerichtet; sein Hauptquartier dagegen in Kleinförstchen bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19./20.05.1813 führte der Hausbesitzer Juri (Georg) Kettan den Kaiser der Franzosen,  Napoleon Bonaparte, und seine Offiziere auf den Chorberg und erklärte die umliegenden Ortschaften (Chr. S. 14). Bereits am 15.05.1813 beschossen die Franzosen vom Chorberg mit Kanonen die Preußen bei Lubachau (Chr. S.16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird berichtet, daß Kettan, Juri stotterte und im Beisein der Franzosen nur auf der Ofenbank sitzen durfte. Ein gewisser Löschau aus Salzenforst hat die Franzosen im Mai 1813 durch die Spree geführt und ist nicht wieder heimgekehrt. (s. Chr. S. 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L. Oberhofer berichtet in &amp;quot;Geschichte der Stadt Bautzen&amp;quot; von 1963, daß es eine Napoleonsstube in Salzenforst gab; vermutlich in Haus Nr.1. Am 19.05.1813 ritt der Kaiser auf den Windmühlenberg bei Loga und die Wiwalze, um Beobachtungen anzustellen. Auf einer Felsenkuppe bei Stiebitz entwarf er seinen Angriffsplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichtlicher Hintergrund aus dem Buch von Ralf Schramm: „Der 19.Mai 1813 und seine Ursachen“: ====&lt;br /&gt;
Das XI. Korps der französischen Armee unter Marschall Macdonald marschierte am 15.05.1813 bis auf die Höhen von Klein-u. Oberförstchen, von wo aus er die verbündeten Armeen der Preußen und Russen sehen konnte, die vereint östlich der Spree hinter Bautzen stehen. Am Abend besetzte das Korps die Anhöhen von Gaußig bis Kleinwelka (S.42). Am 17.05. gegen 6Uhr abends unternahm Macdonald mit einem Teil des XI. Korps eine Erkennung, was eine Kanonade von beiden Seiten veranlaßte (S.46). Gegen Mittag des 18.05. verließ Napoleon Dresden und traf mit dem größten Teil der Garde in Hartha ein (S.54).  Am 19.05. stand das XI. Korps unter Marschall Macdonald vor Bautzen, das VI. Korps unter Marschall Marmont stand links von ihm, dem Dorf Nimschütz gegenüber. Den linken Flügel bildete das IV: Korps unter General Bertrand. Er schloß sich nördlich des IV. Korps an und lehnte an Kleinwelka. Die Garden und das I. Kavalleriekorps unter Latour-Maubourg stellten sich als Reserve zwischen Göda und Kleinförstchen zu beiden Seiten der Straße, die von Dresden nach Bautzen führt, auf. Am frühen Morgen des 19.05. verließ Napoleon Großharthau und nahm sein Hauptquartier in Kleinförstchen (S.57).&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto 1.jpg|mini|Napoleon bei Bautzen in der Nacht vom 20. zum 21. Mai 1813 (Paul Gavarni 1836)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleonmuseum-Gemaeldeecke.jpg|mini|Napoleon mit Gräfin Auguste Charlotte am Sonnentempel in Schmochtitz (Napoleonmuseum Georgewitz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Temritz ====&lt;br /&gt;
1813: von den Russischen Truppen wurde das Koban&#039;sche Gut in Temritz in Brand gesteckt und eingeäschert. In der Chronik S.189ff. wird die Requirierung des Lehmann&#039;schen Gutes in Temritz beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
Napoleon hatte ein intimes Verhältnis mit der Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge, Rittergutsbesitzerin von Schmochtitz. Die Gräfin verbrachte die 4 Jahre von 1809 -1812 in Paris (Franz Triebs: &amp;quot;Franzosengrab&amp;quot; 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (Chr. S.308-309). Zeugnis davon ist ein Gemälde, welches beide im Sonnentempel von Schmochtitz darstellt. Napoleon ritt mit einem Offizier vom Hauptquartier in Kleinförstchen nach Schmochtitz. Als sich die Tür für den Kaiser öffnete, blieb der Offizier bei den Pferden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräfinn verehrte Napoleon sehr. Während der Verbannung Napoleons auf der Insel Elba besuchte sie ihn. Sie sagte zu ihm: &amp;quot;Sie sind jetzt ein Privatmann. Ich werde Sie freikaufen&amp;quot;. &amp;quot;Nein&amp;quot; erwiderte der Kaiser, &amp;quot;dafür reicht Ihr Vermögen nicht. Ich danke Ihnen.&amp;quot; (E.  Klausnitzer: Bautzener Kulturschau 3/1980) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Weltkrieg, Kampf um Bautzen 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Offensive ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in und um Bautzen begannen am 16. April 1945 mit dem Angriff der 1. ukrainischen Front und der 2. polnischen Armee über die Neiße bei Rothenburg in Richtung Dresden. Am 18. April begann der Angriff auf Bautzen. Im Norden von der 26. mech. Gardebrigade, im Osten von der 24. mech. Gardebrigade und im Süden von der 25. mech. Gardebrigade gemeinsam mit der 57. Panzerbrigade umringt, drangen am 19.04. sowjetische Truppen in Bautzen ein. Ebenfalls am 19. April erreichte die nördlich von Bautzen in Richtung Großdubrau-Radibor vorrückende 3. Panzerbrigade des 1. polnischen Panzerkorps die Gemeinden Bolbritz und Salzenforst. Sie hatte das Ziel, die Autobahn Richtung Dresden bei Döbschke zu unterbrechen. Am 23. April begann der Gegenangriff der Deutschen zur Befreiung des von den Russen eingeschlossenen Bautzen. Daran beteiligt waren ein Fallschirmpanzerkorps und die dazugezogene Fallschirmpanzerdivision 1 &amp;quot;Hermann Göring&amp;quot;. In Bautzen standen dem Kampfkommandanten Oberst Hoepke etwa 3000 Mann zur Verfügung. Dazu gehörten etwa 200 Mann der SS-Division &amp;quot;Frundsberg&amp;quot;, Volkssturmbataillone, Flakabteilungen, Landesschützen, eine Bewährungskompanie der 4. Panzerarmee und Reste des Grenadierregimentes 1244. Oberst Hoepke ließ am 20. April die Kronprinzenbrücke und in der Seidau die Spreebrücke sprengen.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampfhandlungen in und um Salzenforst vom 23.04-26.04.1945 ===&lt;br /&gt;
In der stockdunklen, naßkalten und regnerischen Nacht vom 23. zum 24.04. wurde die 2. polnische Panzerbrigade von Malschwitz und Niedergurig nach Salzenforst verlegt. Am 24.04. führte diese Brigade einen Gegenangriff mit 2 Panzerbataillonen und 1 Infanteriebataillon aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polnischen Panzer hatten deutsche Einheiten von der Autobahn westlich von Bautzen vertrieben und den Humboldthain südöstlich von Stiebitz erreicht. Dabei hatte das II. Bataillon des Fallschirmpanzer-Grenadierregimentes I „HG“ an der Ziegelei Dreistern und bei Oberförstchen erhebliche Verluste erlitten. Grenadiere dieses II. Bataillons führten bis zur Dämmerung ein stundenlanges, heftiges Gefecht mit einer Einheit des 929. Schützenregimentes um das Umspannwerk Rattwitz, das sie mit hohen Verlusten einnahmen. Gepanzerte Kräfte wurden an diesem Tag aus Bautzen herausgezogen. Dazu gehörte die Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“, die vor Bloaschütz konzentriert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angriff wurde  am 24.04. 12 Uhr abgebrochen und die 2. polnische Panzerbrigade musste auf Salzenforst und Bolbritz zurückgehen, als deutsche Truppen über Oberförstchen und Bloaschütz zur Umfassung ansetzten, um westlich Salzenforst durchzubrechen und somit die polnische Gruppierung bei Groß-u. Kleinwelka bedrohten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gruben sich am Rand der Ortschaften Salzenforst und Bolbritz mit der Front nach Süden ein. Der Druck der Deutschen nahm stündlich zu. Auf Grund des Treibstoffmangels war die 2. polnische Panzerbrigade unter dem Feuerschutz der Artillerie gezwungen, auf die Ortschaften Schmochtitz und Strohschütz zurückzugehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr.png|mini|605x605px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwäche der 2. poln. Armee erkennend, greift am 25.04. die FschPzDiv 1 „HG“ gegen 13 Uhr aus Richtung Nordwesten auf Teichnitz und Kleinwelka an. Gegen 14 Uhr wurde durch das II. Bataillon des FschGrR 2 „HG“ der Ort Temritz eingenommen. Am Nachmittag erfolgte ein Flankenmanöver der Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“ über Bolbritz und Salzenforst. Die Front der polnischen Truppen wurde aufgerollt und Kleinwelka eingenommen. Am 25. Und 26.04. kommt es in und um Kleinwelka zu schweren Kämpfen mit dem 1. Poln. Panzerkorps. Die polnischen Truppen flohen nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salzenforst wurde am 25.04. von den deutschen Truppen besetzt. Wie Dr. J. Ziesche schreibt, erschossen Angehörige der Panzergrenadierdivision &amp;quot;Brandenburg&amp;quot; sowjetische und polnische Verwundete im Haus Nr.34, wo die Polen ein kleines Lazarett eingerichtet hatten. Die Angaben der Getöteten schwanken zwischen 9 und 14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26./27.04. wurde die 9. Poln. Infanteriedivision im Raum Panschwitz-Kuckau zerschlagen, woran auch Ukrainer der Panzerjagdbrigade „Freie Ukraine“ beteiligt waren. Am 27.04. wurde Bautzen bis zum Kriegsende von der Wehrmacht besetzt. Am 08.05., dem Tag der Kapitulation, nahm das 32. Infanterieregiment der 8. polnischen Infanteriedivision kampflos die Stadt Bautzen ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Quellen:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Spurensuche-Die Kämpfe um Weißenberg und Bautzen im April 1945“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Bautzen im April 1945“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urbanke, Axel: „Endkampf um das Reichsgebiet 1944-1945 Ostfront“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 5,6,7/1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefechtsberichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.511 Luga/Stiebitz/Nadelwitz ====&lt;br /&gt;
GM Nr.26 SC 1.PPK an BH mot. und Pz-Truppen 1.UKF, 24.04.45 12 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     In Erfüllung des GB des Korpskommandeurs ging die 2. PBr um 10 Uhr zum A über und blockierte um 12 Uhr nach Überwindung heftigen Feuerwiderstandes durch den Gegner an der Chaussee 1 km S Stiebitz. Dabei wurden 2 Panzer, 1 SPW und 3 Kfz. des Gegners abgeschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 3.PBr trifft auf außergewöhnlich heftigen Feuerwiderstand gegnerischer Art. und GW aus Richtung Gutshof Nadelwitz, Kasernengebäude am Gutshof an der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     1.mot. Inf. Br: die Schützenbataillone befinden sich O der Chaussee Doberschütz, Bautzen im Abschnitt: Kreuzung der Chaussee mit der AB, Kreuzung der Landstraße mit der Chaussee 1 km NW Höhe 189,0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.513 Bautzen/Nimschütz/Doberschau/Wartha ====&lt;br /&gt;
GM Nr.93 der Führung der 2.PA an die Führung der 1.UKF,24.04.45 14 Uhr (K:100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1.PPK vernichtet im ZW mit dem 48.SK und dem 7.mGK die gegnerische Panzergruppierung am SW, SO OR Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1. mot. Inf. Br verteidigt sich im Abschnitt 1 km NO Bautzen, Wegegabelung O Nimschütz. Die 2.PBr ging zum Angriff über und erreichte um 17 Uhr die Flussbiegung SW Bautzen, wo sie das W Flussufer säuberte. Die 3.PBr ging in Richtung Sokulahora, Doberschau zum Angriff über und erreichte die Wegegabelung 1 km SO Bautzen. 7 Panzer blieben wegen TS-Mangel liegen. Korpsstab: Großwelka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Um 13 Uhr traf eine Kolonne von 250 Kfz. unter Führung des Stellvertreter Chefs RD der Front mit TS und Diesel für die Panzer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Armeestab ab 6 Uhr 24.04.45 Wartha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH (Befehlshaber) der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.514 Bautzen ====&lt;br /&gt;
Meldung der Führung der 2.PA an Führung 1.UKF über die Lage in Bautzen, 24.04.45 15 Uhr Neudorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht während der Gespräche mit General Petrow meldete ich ihm, das Kortschagin nur den Südlichen Teil von BZ aufgegeben hat, so jedenfalls informierte mich Kortschagin.  Es ist jedoch zu vermuten, dass zu diesem Zeitpunkt die gesamte Stadt mit Ausnahme einzelner Widerstandsherde in den Händen des Gegners war. Seit heute Morgen gibt es Gefechte um die Stadt. Ich habe Kortschagin, dem Korpskommandeur Rogossni mit seiner 254.SD ein Regiment der Panzerjägerbrigade und ein Regiment SU -76 zugeteilt und unterstütze ihn mit zwei PBr, die Schläge aus O und SO sowie W und SW führen. Ich habe meiner gesamten Artillerie befohlen, den Kampf um BZ zu unterstützen. Ich habe in Ihrem Namen Kortschagin aufgefordert, die Lage wiederherzustellen und die Stadt koste es was es wolle zu halten. Seit dem Morgen führen wir Gefechte um BZ, ohne irgendwelche spürbaren Ergebnisse. Das Fehlen der Infanterie macht sich bemerkbar. Die Panzer und SFL greifen selbständig an und erleiden Verluste durch gestreckte Ladungen und Artillerie des Gegners. Wir brauchen Infanterie. Ich bitte um Ihre Weisungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Zur vollständigen Einnahme und zum Halten der wichtigen Straßenknoten in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Zur Deckung der 30 km breiten und nicht gesicherten Bresche zwischen BZ und der linken Flanke der 9. ID durch die in der vergangenen Nacht und seit morgens den ganze Tag gegnerische Gruppen in Kompanie- und Bataillonsstärke mit gepanzerten Fahrzeugen in die rückwertigen Räume der 9. und 8. ID einsickern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Für einen Schlag am linken Ufer der Spree und den „Weißen Schöps“ in Richtung Korotejew mit dem Ziel, den eingesickerten Gegner schnellstens zu liquidieren. Dazu bitte ich um die Erlaubnis, unverzüglich meine 10., 7., und Teile der 5.ID aus S in den Raum Königswartha zu verlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Swierszewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.515 Autobahn/Rattwitz/Bolbritz/Kreckwitz/ Basankwitz/Niedergurig ====&lt;br /&gt;
GM Nr.27 SC 1.PPK an Führung 2.PA, 24.04.45 15 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Nach Einnahme von BZ begann der Gegner mit Unterstützung von starkem Artillerie- und Granatwerfer-Feuer in kleinen Gruppen entlang der Autobahn nach W und NW durchzubrechen. Unter starker Feuereinwirkung verließ die 14.PJBr um 14 Uhr den Raum Rattwitz nach N. Ein Angriff gegnerischer Panzer und Infanterie in Richtung Oberuhna wurde abgeschlagen. Es wurden 2 Panzer abgeschossen. Die restlichen drehten nach W ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Um 14.30 Uhr brach der Gegner mit einer Kompanie in Bolbritz durch. Die restlichen kleinen Gruppen drehten nach W und nördlich davon. Im Raum Kreckwitz handelten bis 2 Bttr des Gegners, in Basankwitz bis 1 Bttr, in Niedergurig bis 1 Bttr und am N OR 1 Bttr Artillerie und GW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Die TT des Korps setzen die Erfüllung ihrer Aufgabe fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.520 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 18.00 Uhr, Salzenforst. - Gefechtsbericht Nr. 0010 des Kommandeurs des 28. Panzerartillerieregiments über die Kampfhandlungen des Regiments in der Region Salzenforst. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Das 28. SFL-AR (Selbstfahrlafetten-Artillerie-Regiment) wurden zur Verteidigung am nordwestlichen Rand von Salzenforst eingesetzt. Um 11:00 Uhr 24.IV.1945, wurden 2 gepanzerte Geschütze SU-85 entsandt, um den rechten Flügel des Panzerangriffs im Wald 1,5 km südlich von Salzenforst zu unterstützen, eines der Geschütze wurde beschädigt (von einer Kanone durchbohrt) und der Geschützkommandant wurde tödlich verwundet. Die restlichen Kampffahrzeuge befinden sich in der Verteidigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Inventar der SFL (Selbstfahrlafette oder Geschützpanzer) SU-85 im Regiment - 20. Der tatsächliche Zustand – 12 bereit zum Kampf. In der Zeit vom 16. bis 24.IV.1945 wurden beschädigt: 3 Geschütze im Gebiet Horka, eines im Gebiet Klix, und eines im Gebiet Salzenforst. Ein Geschütz versank in einem Sumpf im Bereich der Schule Horka, zwei Kampffahrzeuge wurden in der Gegend Horka aufgrund einer technischen Störung zurückgelassen. Insgesamt 8 SU-85 Panzergeschütze (Gefechtsfahrzeuge) außerhalb der Kampfformationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Versorgungsstatus des Regiments: Treibstoff - Dieselkraftstoff 0,7 TF, Benzin - 0,25 TF, Munition - 1 KS; Essen - 2 Rationen pro Tag. Darüber hinaus gibt es in der Gegend von Algier (500 nw Geheege-Ortsteil von Rothenburg): Treibstoff - Dieselkraftstoff 1,5 TF, Benzin 1,5 TF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Verbindung mit dem Armeestab durch die Verbindungsoffiziere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef                                                           Befehlshaber des 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Czubczenko, Major                                       Panzerabwehrartillerieregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                                                                  M. Zubkow, Oberstleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TF – Tankfüllung;  KS - Kampfsatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 521Welka/Niedergurig/Nimschütz ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 18.00 Uhr Welka. – Gefechtsbericht Nr. 080 des Leiters der OPL-Abteilung der 2. Polnischen Armee WP (Wielko Polska – Großpolen?) an den Befehlshaber der 2. poln. Armee WP über die Aktivitäten der feindlichen Luftwaffe und der OPL-Einheiten der Armee. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Armeeeinheiten kämpfen an den bestehenden Grenzen und Regionen. Die feindliche Panzergruppe, die im Rücken der Armee operierte, griff Niedergurig und Nimschütz an; Angriffe wurden abgewehrt. Die zweite Gruppe, die nach unvollständigen Angaben etwa 200 Kampffahrzeuge zählt, griff Bautzen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Während des letzten Tages wurden auf der Landebahn der Armee 43 FW-190 Flugzeuge entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die feindliche Luftwaffe führte Aufklärung über der Kampfgruppe der Truppen, vor allem auf der Straße Bautzen, Malschwitz, Guttau und Bautzen, Königswartha durch. Die Aufklärung erfolgte mit Flugzeugen des Typs He-111, und besonders intensiv mit FW-190 in einer Höhe von 1000 -3000 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Gruppe von 6- 10 Flugzeugen FW-190 der feindlichen Luftwaffe bombardierte und attackierte mit Waffen die Fahrzeugkolonne von 250 Frontfahrzeugen, welche auf der Straße von Welka nach Neudorf Munition und MPS für unsere Armee mitgeführte. 60 rotierende Antipersonenbomben sowie 11 FAB-50 wurden abgeworfen. Es verbrannten 8 Autos auf der Straße von Welka nach Neudorf und 9 Fahrzeuge im Wald nördlich von Neudorf. Die feindliche Luftwaffe griff die Straße Großwelka Königswartha an. 2 Stunden lang bombardierte und beschoß eine Gruppe von 5-6 Flugzeugen FW-190 diese systematisch mit Bordwaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Das Regiment, das die Frontkolonne deckte, feuerte. Es gab keine abgeschossenen Flugzeuge. Munitionsverbrauch unbekannt. Die Einheiten der 3. Flak-Division feuerten nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Das Flak-Artilleriefeuer schoss keine feindlichen Flugzeuge ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Bestand und Verbrauch der Munition. Flakdivision:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbrauch:   85 mm – 0 KS             Bestand:            85mm – 1,2 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      37 mm – 0 KS                                    37 mm – 1,7 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      12,7 mm – 0 KS                                 12,7 mm – 1,2 KS   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 528 Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 20.00 Uhr (Luga). – Gefechtsbericht Nr.28 des Stabschefs des 1. Panzerkorps an den Kommandeur der 2. poln. Armee WP über die Kämpfe des Korps in Bautzen. Karte 1:100 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 20.00 Uhr 24.IV.1945 befahl der Korpskommandeur: die 2. Panzerbrigade mit einem Bataillon des 34. Infanterieregiments den Feind zurückzuschlagen, der in den westlichen Rand einbrach. Während der zweistündigen Kämpfe wurden sechs Panzer „Tiger“ und „Ferdinand“ beschädigt. Aus dem Hinterhalt beschädigte und verbrannte der Feind mit „Tiger“ und „Ferdinand“ fünf unserer Panzer. Etwa 25 feindliche schwere Panzer, massiv unterstützt durch ein Infanteriebataillon, griffen die Gefechtsformationen unserer und benachbarter Truppen am westlichen Rand von Bautzen an. Infanterie und Artillerie benachbarter Truppen befinden sich östlich von uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                     Chef des 1. Stabskorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                     A. Jerisow, Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.531 Stiebitz/Teichnitz/Burk ====&lt;br /&gt;
GM 2.Poln. Armee an Führung 1.UKF, 24.04.45 22 Uhr (Neudorf), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Der Gegner leistete mit zerstreuten Einheiten der PGD „Brandenburg“, dem 114.Marschbataillon, dem 185.Volkssturm. Btl. im Verlaufe des 24.04.1945 heftigen Widerstand und führte GA mit bis zu 1 Bataillon unterstützt durch 5-6 Panzer. Die generische Luftwaffe bombardierte im Verlauf des gesamten 24.04.45 mit Gruppen von bis 30 Flugzeugen (Messerschmitt) unsere Gefechtsordnung und die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Armee im Verlauf des 24.IV.1945: Die 10. PD war im Angriffsgefecht, ..... auf der Linie: 2km südwestlich Neustadt, ....  Die 5. 8. Und 9. PD im vorigen Gebiet befahlen den Abwehrkampf und wehrten eine kleine Gruppe von Feinden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Das 1.PPK mit den 7.mGK und die 254.SD des 48.SK führen mit wechselndem Erfolg Gefechte um Bautzen. Am 24.04.45 20 Uhr setzten sich die TT im Abschnitt Stiebitz, Teichnitz, 2 km SW Burk fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Kfz.-Kolonne der Front mit Munition und Treibstoff traf im Raum Neudorf ein. Dorthin kamen Vertreter der TT zur Übernahme von TS und Munition. Das 1.PPK erhielt keinen TS infolge der aktiven Handlungen der gegnerischen Luftwaffe auf die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Nachrichtenverbindung zu den TT der Armee über Funk und Verbindungsoffiziere. Die Drahtverbindung arbeitete mit Unterbrechung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Ich habe mich entschlossen die Erfüllung der gestellten Aufgabe fortzusetzen und mit dem 1.PPK Gefechte zur Einnahme von Bautzen zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 532 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 23.00 Uhr, Salzenforst – Gefechtsmeldung des Kommandeurs des 5. Schweren Panzerregiments an den Befehlshaber der 2. Poln. Armee über die Gefahr der Gefangennahme durch den Feind bei Salzenforst und der Rückzug des Regiments auf den neuen Verteidigungsabschnitt: Wald 1 km südwestlich von Welka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.IV.1945 ab 12.00 Uhr kämpfte das Regiment gegen feindliche Panzer und Infanterie, die aus dem Gebiet von Bolbritz und dem westlichen Rand von Bautzen kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Panzer, von schwerem Artillerie- und Flugzeugfeuer unterstützt, rückten am 24.IV.1945 22.00 Uhr bis Salzenforst vor. Das Regiment zog sich auf die neue Verteidigungslinie zurück – Wald 1 km südwestlich von Welka. Verluste: 3 Panzer T-34 85mm. Unsere Infanterie gibt es nicht und es gab sie nicht. Das Regiment kämpfte nur mit seinen Gefechtsfahrzeugen. Bitte um weitere Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommandeur des 5. Selbstständigen schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.533 Neudorf/Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 25.IV., 2.00 Neudorf. - Der Gefechtsbefehl des Stabschefs der 2. Armee WP definiert die Aufgaben der Truppen für den Tag 25. April 1945. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befehlshaber der Armee befahl am 25.IV.1945 die folgenden Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    8. Infanteriedivision - nach Bereitstellung im Bereich Luga, Quoos und im Wäldchen nördlich von Quoos beginnen Sie am 25.IV.1945 um 9.00 Uhr den Vormarsch in Richtung Königswartha bis zum Aufeinandertreffen mit Einheiten der 14. Gardeschützendivision und nehmen Sie Kontakt mit Ihnen auf. Anschließend greifen Sie in Richtung Guttau, Kleinsaubernitz an um die Truppen der 7. Und 10. Infanteriedivision zu erreichen und sich mit diesen zu verbinden. Divisionsstab – Quoos, danach Sdier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    10. Infanteriedivision – Angriff nach Süden in Richtung Uhyst, Sdier; vereinigen sie sich mit den Einheiten der 8. Infanteriedivision. Divisionsstab: - Nochten, danach Uhyst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    7. Infanteriedivision fährt mit dem Angriff Richtung Dauban fort und weiter westlich schließen Sie sich den Truppen der 8. Infanteriedivision an, die nach Osten vorrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.    Die 5. und 9. Infanteriedivision - Verteidigung auf breiter Front auf der Linie: 5. Inf.-Div. - östlicher Rand von Kamenz und die 9. Inf.-Div. – Helenau, Bischheim, Nieder Lichtenau, Höhe 306,2, Lichtenberg, Höhe 296,3, Höhe 305,6, Höhe 299,5, Gemeindebusch - decken Sie die Richtung Dresden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.    1. Panzerkorps - Führen Sie in Zusammenarbeit mit dem 7.mech. Gardekorps die zuvor erhaltene Aufgabe gemäß dem Kampfbefehl Nr. 11554 durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.    Führen Sie Aktionen entschlossen und entschieden durch und sorgen Sie vor allem für eine effiziente und flexible Führung der Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.    Armeestab -Neudorf (4km südlich von Königswartha).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.    Bestätigen Sie den Empfang der Befehle, und berichten Sie über die erteilten Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Operationsabteilung                    Stabschef der 2. Armee WP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S. Noss, Oberst                                               J. Sankowski, Brigadegeneral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 534 Großwelka/Großdubrau/Neumalsitz ====&lt;br /&gt;
1945, 25. April, 2.30 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 18 des Stabschefs des 1. Panzerkorps zum Halten der Verteidigungsstellungen des Korps entlang der Grenze Klein- und Großwelka, Fluß Spree. Karte 1:100000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Befehl des Armeekommandanten befahl der Korpskommandant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     4. Panzerbrigade mit den zugewiesenen Truppen - verteidigen Sie sich weiterhin an der aktuellen Grenze und achten dabei besonders auf den linken Flügel. Gefechtsstand - südlicher Abschnitt Großdubrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     3. Panzerbrigade) - bis 6.00 Uhr ziehen sich ihre Truppen über die Spreeübergänge zurück. und beziehen sie die Verteidigung an der Grenze der Höhe 193.0, Klein- und Großwelka. Ausgehend von der Linie halten Sie sich ab 10.00 Uhr in Bereitschaft zum Gegenangriff auf den Feind in Richtung: Rattwitz, Bloaschütz, Nimschütz. Gefechtsstand – westlicher Rand Großwelka. Unterstützt durch das 27. SFL-Art.-Reg. (Panzerjäger-Regiment).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     2. Panzerbrigade - unter dem Kommando des stellvertretenden Brigade Kommandeurs - Oberstleutnant Dmitriev, herausfahren seiner Panzer, in der Gegend von Strohschütz aufstellen und dem Kommandeur der 3. Panzerbrigade zur Verfügung zu stellen. Die rückwärtigen Dienste der Brigade konzentrieren sich in den Wäldern nördlich von Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     1. mot. Inf.-Brigade) mit dem 2. Granatwerferregiment - ziehen Sie sich sofort in kleinen Gruppen von dem besetzten Abschnitt zurück und nehmen Sie die Verteidigung entlang des Westufers der Spree ein. Gefechtsstand – Neu Malsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     25. und 24. SFL-Artillerie-Regiment, 1. Geschoßwerferabteilung und das 47. Artillerie-Regiment - die Hauptkräfte bleiben bis zum Morgen des 25.IV.1945 im bisherigen Gebiet und übernehmen die Verteidigung gemäß den Anweisungen des Artilleriekommandeurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Leiter der Aufklärung - organisieren Sie die nächtliche Aufklärung im Gebiet Bunzlau? (Bolbritz!?) mit der Aufgabe zur Bestimmung der Zusammensetzung und Gruppierung feindlicher Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Stellvertretender Brigadekommandeur für rückwärtige Dienste - Nachschub von Treibstoff und Munition gemäß den Richtlinien des Leiters des Rückwärtigen Dienstes sicherstellen. Gefechtsstand – 6. Nachrichtenbataillon?), 2. Kradschützen-Bataillon, 15. Pionierbataillon bis zum Morgen des 25.IV.1945. – Luga. 15. Pionierbataillon schirmt ab und geht an Luga heran in westlicher und nördlicher Richtung. Rückwärtige Dienste Raum Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Gefechtsstand Korps ab 6.00 Uhr – Großwelka, ab 6.00 Uhr – Luga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.     2. Kradschützen-Bataillon) – bezieht Stellung im Gebiet von Übigau, um den Stab des Korps von Norden abzuschirmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.  Es sollen Berichte vorgelegt werden: über die Uhrzeit des Marschbeginns und über das Zusammenstoßen mit dem Feind, dann stündlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                                 Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                          A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.535 Großwelka/Quoos/Übigau ====&lt;br /&gt;
1945, 25 April, 3.00 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 019 des Stabschefs des 1. Panzerkorps über den Übergang des 4. Panzerbrigade und der 1. mot. Inf.-Brigade in die Reserve des Armeebefehlshabers und die Unterstellung der 3. Panzerbrigade unter den Kommandeur der 8. Infanteriedivision. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemäß dem Gefechtsbefehl des Stabes der 2. polnischen Armee WP vom 25.IV.1945 befahl der Korpskommandeur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     3. Panzerbrigade, 24.,25. und 27. SFL-Artillerieregiment wird der 8. Infanteriedivision zugewiesen. Zugewiesene Truppen verstärken die Verteidigung der Division. Tarnen sie die Kampffahrzeuge und organisieren Sie Panzerhinterhalte auf der Linie: a) Kreckwitz, Höhe 193,0, Großwelka; b) Horka, Übigau, Radibor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Granatwerferregiment sowie die 1. Geschoßwerferabteilung werden der 9. Infanteriedivision zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die 4. Panzerbrigade, ohne ein einziges Panzerbataillon– die Reserve des Armeekommandanten – ist bis 7.00 Uhr im Zentrum von Quoos. Ein Bataillon soll dem 17. Infanterie-Regiment mit der Aufgabe des gemeinsamen Kampfes in der Region Sdier zugeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Die 1. mot. Inf.-Brigade bildet zusammen mit der 4. Panzerbrigade eine mobile Reserve des Armeekommandanten, um den zweiten Verteidigungsabschnitt auf der Linie Übigau – Quoos zu besetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Kommandeure der zugewiesenen Truppen - melden sich bis 8.00 Uhr des 25.IV.1945 bei den Divisionskommandeuren, um von ihnen Gefechtsaufgabenaufgaben zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Gefechtsstände: 8. Infanteriedivision – Quoos, 9. Infanteriedivision – Horka 8048 (russ. Koordinate).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Über die Ausführung ist bis 10.00 Uhr 25.IV.1945 Meldung zu erstatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Artilleriekommandant - sorgen Sie für den rechtzeitigen Abzug der Abteilungen und deren Konzentration im neuen Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.536 Kleinwelka/Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945; 25. April 3.00 Uhr, Kleinwelka. - Gefechtsbericht Nr. 011 des Stabschefs des 5. schweren Panzerregiments über die Kämpfe der 1. Panzerkompanie in der Umgebung Salzenforst. Karte 1:50000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich melde, dass beim Angriff der 1. Kompanie des 5. schweren Panzer-Regiments um 18.00 Uhr am 24.IV.1945 in Richtung Salzenforst zwei Panzer &amp;quot;Tiger&amp;quot; ausbrannten und einer in der Gegend von Salzenforst beschädigt wurde. Derzeit besetzt die 1. Kompanie Feuerstellungen am südlichen Rand des Wäldchens 500 m nordöstlich von Salzenforst. Die Kompanie erlitt keine Verluste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef des 5. Unabhängigen (selbstständigen) schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Panzergrenadier-Division Brandenburg ====&lt;br /&gt;
Von Anfang März bis Mitte April 1945 stand die Division im Raum Weißwasser an der Lausitzer Neiße. Bei dem erneuten sowjetischen Großangriff der Roten Armee am 16. April wurde die Division schließlich im Raum Rothenburg-Penzig (nördlich Görlitz) eingekesselt, konnte jedoch schon am 20. April nach Löbau ausbrechen. Nachdem die Reste der Division um Bautzen gekämpft hatten, wurden sie am 3. Mai 1945 per Bahn in den Raum Mährisch-Ostrau in das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren verbracht. Anfang Mai 1945 kämpften dort immer noch Einheiten der Division bei Olmütz und zogen sich bis in den Raum Deutsch-Brod zurück. Nach der Kapitulation der Wehrmacht marschierte ein Teil der Division nach Westen, während andere Teile sich einfach auflösten. Ein großer Teil ging in Tabor in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Vielfach wurden Angehörige der Division von der tschechischen Bevölkerung ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisberichte von Salzenforster Einwohnern ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H.-J. Schneider *02.01.1941 Salzenforst Nr.28:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;In der Nacht vom 13. zum 14. 02 1945 konnten wir von Salzenforst aus einen hellen Schein in Richtung Dresden erkennen. Ich war gerade 4 Jahre alt. Es wurde gesagt, Dresden brennt. Man sprach davon, daß vorher Christbäume von Aufklärungsflugzeugen gesetzt wurden (sogenannte brennende Fackeln), um den Bomben die Ziele zu markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dann die Kriegshandlungen näher rückten, wurden mit unseren Nachbarn sowie im gesamten Viertel, auch Ziegenviertel genannt, (dort wohnten Witschas, Schulze, Schneider, Hänsch, Paulik, Polan, Dresler und Heine), Maßnahmen ergriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männer, außer Johann Polan, waren eingezogen oder bereits verstorben. Bei den ersten Kriegshandlungen fuhren wir mit unseren Kuhgespannen in die Sandgrube in Richtung Uhna - Schmochtitz. Hier flogen mit heulendem Geräusch die Granaten über uns. Als dieser Angriff vorüber war, kehrten wir wieder in unsere Gehöfte zurück. Die Kriegshandlungen rückten immer näher und uns wurde befohlen, Salzenforst zu verlassen. Wir flüchteten mit unseren Kuhgespannen +ber Sohland bis nach Schluckenau. Unser Wagen war bepackt mit Futter für die Kühe, 5 Gänse, ein Krug mit Sahne (aus der durch das Geschüttel Butter wurde) und ein paar Habseligkeiten für Mutter, Tante und uns 2 Jungs. Dort erlebten wir auch Fliegeralarm und suchten in Kellern Unterschutz. Kann mich aber an Bombenexplosionen nicht erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir wieder zu Hause waren, konnten wir keine großen Schäden erkennen. In unserer Hofeinfahrt stand ein kaputtes Halbraupenfahrzeug und bei Schulzes- oder Witschas Scheune, ich weiß es nicht mehr genau, war durch ein Panzer eine Gebäudeecke stark beschädigt. Die beschädigten Kriegsgeräte und die freiliegende Munition wurden noch von der Wehrmacht weggeräumt. Die &amp;quot;Russen&amp;quot; rückten dann ins Dorf ein und Nachbars Polan Friedel wurde zwischen uns zwei Jungs im Bett versteckt, denn Kinder wurden in Ruhe gelassen. In unserem Haus war für kurze Zeit auch ein russischer Offizier einquartiert, so daß wir relative Ruhe hatten. Dann wurden Leute aus dem Dorf verpflichtet, Vieh aus den Ställen der Bauern in Richtung Osten zu treiben. Wir behielten aber unser Vieh. Später kamen die &amp;quot;Russen&amp;quot; mit ihren Panjewagen ins Dorf gefahren und tauschten Gegenstände (auch Spielzeug) gegen Lebensmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Vater kam im Herbst 1945 aus der Gefangenschaft abgemagert zurück. Da er nur ein Auge besaß und auf der anderen Seite ein Glasauge trug und dieses wegwarf, wurde er als Invalide aus der Gefangenschaft entlassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin Schulze Haus Nr. 29:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 14 Jahren erlebte er die Kämpfe in und um Salzenforst hautnah mit. Gemeinsam mit Älteren vom Volkssturm sollte er als Hitlerjunge Panzersperren errichten. Die Deutschen griffen Salzenforst von Bolbritz und Uhna aus an. Die Scheune seines elterlichen Gehöftes wurde durch Panzerbeschuß stark beschädigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martha Worm Haus Nr.24:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine alleinstehende Großmutter begab sich mit ihren 2 Töchtern auf die Flucht Richtung Sächsische Schweiz nach Rathmannsdorf zu Verwandten. Wie so viele konnten sie nur das Notwendigste mitnehmen. Nach ihrer Rückkehr waren Haus und Hof geplündert. Das versteckte Hab und Gut wurde von den russischen Soldaten, welche einquartiert waren, gefunden und konfisziert. Mein Vater Ferdinand Worm, froh, den Krieg überlebt zu haben, floh aus englischer Gefangenschaft und kam über Umwege 1946 nach Hause.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Karl Domschke Haus Nr.14 und Moldenhauer Haus Nr.16c, Schatte, Weiß:&#039;&#039;&#039;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Domschke war bei der Erschießung der jüdischen Frauen zugegen. (Manfred gibt Bericht). Erlebnisse s. u. &amp;quot;Judendenkmal&amp;quot;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene Einwohner ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in Salzenforst wurden mit der gleichen Härte geführt wie überall um Bautzen. Es wurden zahlreiche Gebäude im Ort durch Artillerie- und Panzerbeschuss zerstört. Lt. Ortschronik starben bei den Kämpfen 6 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22.04.45 wurde &#039;&#039;&#039;Karl Pietschmann&#039;&#039;&#039; durch einen deutschen Wachposten auf dem Feld erschossen, weil er nicht stehen blieb. Man sagt, Karl war geistig verwirrt. Die Chronik berichtet, dass Herr Pietschmann die Kühe auf der Wiese umpflocken wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus Nr.33 (ehemals Dreßler) war eine Anzahl zurückgebliebener Einwohner im Keller eingesperrt. Der pensionierte Schulmeister Wange hatte eine weiße Fahne oder Taschentuch gehisst und sich wieder in das Haus zurückbegeben. Die deutschen Soldaten vermuteten einen Hinterhalt der Polen und warfen eine oder mehrere Handgranaten in das Haus. Herr Wange war sofort tot und Frau Suschke und Frau Preusche starben an ihren schweren Verletzungen (Pietsch, Karl: „Ortschronik Salzenforst“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Margarethe Suschke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Maria Auguste Preusche&#039;&#039;&#039; (1. Frau von Preusche, Hermann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Herr &#039;&#039;&#039;Ernst Heinrich Richard Wange&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kam es zu einem tragischen Unfall.  Die 7-jährigen Kinder &#039;&#039;&#039;Wolfgang Mattitza&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Günter Jentsch&#039;&#039;&#039; spielten am 23.05.1945 auf dem Feld von Domschke (jetzt Kreisverkehr) Hascher. Dabei fanden sie eine Stielhandgranate und da sie nicht wussten, um was es sich handelte, schmissen sie diese weg. Durch die Explosion wurden beide Kinder schwer verletzt. Nachdem man sie fand, wurden sie mit dem Fuhrwerk nach Bautzen gebracht. Wolfgang M. verlor das rechte Auge, Günter J. verstarb am nächsten Tag im St. Benno Krankenhaus in Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene ausländische Bürger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maslanka, Feliks Tod.jpg|mini|548x548px|Bekanntmachung zur Hinrichtung von Feliks Maslanka]]&lt;br /&gt;
Während des Krieges waren im Ort ausländische Bürger zur Arbeit auf den Bauernhöfen gezwungen (sog. „Zwangsarbeiter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod des Zwangsarbeiters &#039;&#039;&#039;Feliks Maslanka&#039;&#039;&#039; aus Polen wurde am 13.02.42 durch die Gestapo Dresden angezeigt. Augenzeugen berichteten, dass während des Krieges ein Zwangsarbeiter erhängt wurde, weil dieser eine Liaison mit einer Deutschen gehabt haben soll. Das war Herr Maslanka. Die Hinrichtung fand ganz in der Nähe des Chorberges statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau &#039;&#039;&#039;Anna Hortaszko&#039;&#039;&#039;, ebenfalls Zwangsarbeiterin aus Polen, verstarb lt. Sterbeurkunde am 05.04.45 um 22 Uhr mit 23 Jahren an einem Herzschlag. Sie wurde im Waschhaus des Hauses Nr.17 tot aufgefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;KZ - Häftling mit der Nr. 186443&#039;&#039;&#039; ist am 10.02.1945 gegen 17 Uhr am Pfahl 48/5 des Bahndammes der Reichseisenbahn in Stiebitz tot aufgefunden worden. Es war &#039;&#039;&#039;Rene&#039;&#039;&#039; Louis Jean Gabriel &#039;&#039;&#039;Stouff&#039;&#039;&#039;; geboren am 03.03.1920 in Arbois/Frankreich. Am 30.4.1944 kam er mit dem Transport aus Paris am KL Auschwitz an. Nach dem &#039;&#039;Kalender der historischen Ereignisse im KL Auschwitz&#039;&#039; [&#039;&#039;Kalendarium wydarzeń w KL Auschwitz&#039;&#039;], S. 649 von D. Czech wurden die Häftlinge am 30.04.1944 aus Paris gebracht. Sie erhielten Nummern von 184 936 bis 186 590 (Archiv des Museums Gross-Rosen). Letzter Eintrag in der Datei: 14.8.1944 r. KL Birkenau, B II f, Block 11. Von Rene Stouff wissen wir, dass dieser am 7.5/9.5.1944, 31.7./1.8.1944 und 7./8.1944 sowie am 14.8.1944 vom Lagerarzt im KZ Auschwitz untersucht wurde. Er wurde am  18.01.45 von Auschwitz-Birkenau deportiert, danach für einige Tage im KL Groß-Rosen untergebracht. Auf dem weiteren Transport mit der Reichsbahn in Richtung Mauthausen von der SS am 03.02.1945 getötet. Sein lebloser Körper wurde in der Nähe von Bautzen aus dem Zug geworfen. (Such- und Bescheinigungsvorgang Nr. 208.355 /Arolsen Archiv)     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Soldatengrab auf dem Friedhof Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik.png|mini]]&lt;br /&gt;
Wann das Grab mit dem Grabstein errichtet wurde, ist nicht mehr bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulz, Albert                      &#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;20.07.1920                                                                †25.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldwebel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Baumgarten, Johann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1926 Saarlautern                                        †April 1945 in Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schütze der St.Kp.II G.E.R. mot. G.D. -1797-         am Garten von Holland Nr.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater: August Baumgarten Saarlautern I; Saarstr. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Krepela, Friedrich aus Wien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1921 Wien                                                      †25.04.1945 Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soldat                                                                        Hausgarten bei Seidler Nr.11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Truppe: Edelweiß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RAD Feldnachschublager FP-Nr.46927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmidt, Gerhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;25.01.1922 Halbemond (Ostfriesland)                 †29.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obergefreiter des 2.FschPzGrenReg.1HG          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rebel, Bernhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;14.01.1927 Schwerstedt (Ettersberg/Weimar oder bei Straußfurt/Sömmerda) †04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwabe, Günther Manfred Hermann Ernst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;08.04.1926 Frankfurt/Main                                    †25.04.1945 in Temritz gefallen (Sterbe-Urk. Kleinwelka 7/46)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier; vermutlich II.Fsch.PZ.Gren.Reg.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abiturient/evangelisch/ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohnhaft in Sondershausen, Göldnerstraße 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: Berndt, Eberhard)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchhalteparolen zu Kriegsende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Befehle von der Führung ====&lt;br /&gt;
Anfang März Generaloberst Guderian: &#039;&#039;&amp;quot;Der deutsche Ostkämpfer weiß, daß dies der letzte und entscheidende Kampf ist, der über den Fortbestand unseres Volkes und unserer Nation entscheidet ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. März Dr. Goebbels: &#039;&#039;&amp;quot;..... schlagt die Bolschewisten, wo ihr sie trefft! ... Niemals wird die Kunde kommen, daß wir kapitulieren...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. März A. Hitler: &#039;&#039;&amp;quot;es gibt nur ein Gebot, mit verbissener Entschlossenheit allles zu tun, um den Gefahren zu trotzen, die Wende wieder herbeizuführen und zu dem Zweck dieWiderstandskraft unseres Volkes und die seiner Wehrmacht materiell und geistig zu stärken. Ebenso groß muß aber unser Fanatismus in der vernichtung derjenigen sein, die sich dem zu widersetzen suchen ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
02. April Reichsminister und Privatsekretär M. Bormann: &#039;&#039;&amp;quot;... der Kampf gegen den ins Reich eingedrungenen Gegner ist überall mit aller Unnachgiebigkeit und Unerbittlichkeit zu führen ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Reichsführer der SS Heinrich Himmler: &#039;&#039;&amp;quot;... jedes Dorf und jede Stadt werde mit allen Mitteln gehalten. Jededr für die Verteidigung eines Ortes verantwortliche deutsche Mann, der gegen diese selbstverständliche nationale Pflicht verstößt, verliert Ehre und Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Oberkommando der Wehrmacht Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel: &#039;&#039;&amp;quot;... Städte liegen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Sie müssen daher bis zum äußersten verteidigt und gehalten werden ... für die Befolgung des Befehls sind die in jeder Stadt ernannten Kampfkommandanten persönlich verantwortlich. Handeln sie dieser soldatischen Pflicht und ASufgabe zuwider, sowie alle zivilen Amtspersonen, die den Kampfkommandanten von der Pflicht abspenstig zu machen versuchen, oder gar bei der Erfüllung seiner Aufgaben behindern, werden zum Tode verurteilt ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führerbefehl Adolf Hitlers vom 16. April 1945: &#039;&#039;&amp;quot;Wer euch Befehl zum Rückzug gibt, ohne das ihr ihn genau kennt, ist sofort festzunehmen und nötigenfalls augenblicklich umzulegen, ganz gleich, welchen Rang er besitzt.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befehl von Generalfeldmarschall Ferdinand Schoerner an die Kommandeure: &#039;&#039;&amp;quot;Ich kenne keine Begriffe wie Absetzen, Zurückkämpfen, Einklappen.&amp;quot;&#039;&#039; Schoerner wird als brutalster aller Feldmarschäle bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. April Tagesbefehl Schoerner: &#039;&#039;&amp;quot;Wer seine Stellung verläßt, wird erschossen.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 6/1965)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Propaganda in Sachsen bzw. Bautzen ====&lt;br /&gt;
5. März Gauleiter Sachsen Martin Mutschmann. &#039;&#039;&amp;quot;Der Glaube an den Sieg muß erhalten bleiben und darf niemals durch ein etwaiges Vorrücken des Gegners zerbrechen. jed Meter Boden, den der Feind gewinnt, muß er mit einem ungeheuren Blutzoll erkaufen ... Nur der Tapfere behält das Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. März Kreisleiter Karl Martin vor den Bautzener Handwerks-u. Handelsbetrieben: &#039;&#039;&amp;quot;... Der Führer hat dieses Jahr als das Jahr der Wende bezeichnet. Auf sein Wort können wir uns unbedingt verlassen ... Für uns gilt es durchzuhalten, den Kopf hoch zu halten bis zu dem uns gewissen Endsieg ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. März Propagandaleiter Elsner (Großkundgebung in Bautzen): &#039;&#039;&amp;quot;... Mitten im Generalsturm unsrer Feinde müssen wir uns entscheiden, ob wir durchhalten wollen oder nicht, ob wir noch Vertrauen und Glauben an den Sieg haben ... Halten wir also aus und nehmen uns die deutschen Stützpunkte am Atlantik zum Vorbild! ...!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. April Gauleiter Mutschmann: &#039;&#039;&amp;quot;... Widerstand und Kampf bis zum Letzten! Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen und bedroht unsere Heimat mit Hunger und Elend, mit Tod und Verderben. Wer in dieser Not des Volkes gegen die Anordnungen der Partei und des Staates handelt und der nationalen Ehre unseres Volkes Schande macht, wird aus der Volksgemeinschaft ausgelöscht. jede Feindbegünstigung, sei es die Annahme von Geschenken, das Heraushängen weißer Tücher aus den Fenstern oder irgendeine Form der Anbiederung an den Feind ist Landesverrat und wird mit den Tode bestraft ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Geschichtsereignisse&amp;diff=909</id>
		<title>Geschichtsereignisse</title>
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		<updated>2025-11-26T10:13:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Feuersbrunst am 10.Mai 1812 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Brände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfbrand am 19. April 1801 ===&lt;br /&gt;
An diesem Tag brach beim Bauer Lukas ein Feuer aus und legte 5 Bauerngüter und 8 Häuslernahrungen in Schutt und Asche. Die Brandversicherung, die in Sachsen bereits 1770 eingeführt worden war, hatte noch nicht überall Eingang gefunden. 1777 hatte die sächsische Regierung dann eine sogenannte &amp;quot;Feuerordnung&amp;quot; erlassen, nach der sich die Bewohner richten mußten, sowohl bei der Erbauung neuer Häuser wie auch sonst. Den Abgebrannten wurde, wie zu der damaligen Zeit üblich, durch freiwillige Sammlungen geholfen. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuersbrunst am 10.Mai 1812 ===&lt;br /&gt;
In den &amp;quot;Budissiner Nachrichten&amp;quot; vom 16.05.1812 ist folgendes zu lesen: &amp;quot;In der Mittagsstunde des vorigen Sonntags (10.Mai), brach zu Salzenforst, während die meisten Bewohner zur Messe in Bautzen waren, ein plötzliches Feuer aus, welches, vom Winde schnell verbreitet, ungeachtet der Anstrengungen der Hilfeleistenden, binnen anderthalb Stunden 5 Bauernhöfe, 2 Gärtner- und 5 Häusleranwesen vollständig und von 2 Bauernhöfen die Wirtschaftsgebäude in Asche verwandelte. Ein gebrechlicher Auszügler, der noch zu retten versuchte, wurde dabei vom Feuer heftig beschädigt. Es verbrannten ferner 3 Pferde, 2 Kühe, 3 Kälber, 5 Schweine, 1 Hund und 84 Stück Schafvieh, viele Wagen, fast alle Ackergerätschaften, 354 Scheffel Getreide und Feldfrüchte, alle Futtervorräte sowie das Hausgeräte, die Betten und Kleider der meisten Verunglückten, sodaß mehrere nichts als die Kleider, in welcher sie aus der Kirche kamen, gegenwärtig besitzen. Acht der Abgebrannten erfuhren dieses Unglück zum zweitenmal. Mit Schulden, die sie bei dem wenig dankbaren Boden der Gegend und dem Drucke der Zeit bisher nicht abzutragen vermochten, hatten sie wieder aufgebaut und sind jetzt, da sie unglücklicherweise ihre Grundstücke, gleich den Übrigen, weit unter dem Werte versichern lassen, ohne ausreichende Mittel, von Neuem zu bauen. Bei diesem großen Elende der meisten Verunglückten können wir, so oft auch in gegenwärtigen Zeiten die Wohltätigkeit in Anspruch genommen wird, doch nicht umhin, edle Menschenfreunde un Unterstützung zu bitten, fest überzeugt, daß keiner, der es vermag, eine Beisteuer zur Linderung des Mangels dieser schuldlos Verarmten versagen werde. Schon sind von mehreren Herrschaften und Gemeinden Beiträge eingelangt. Der Bauer Hennig zu Salzenforst wird, unter Zuziehung der dortigen Gerichten die Natural- und unsere Kanzlei die Geldbeiträge, welche ferner eingehen dürften, annehmen, letzte auch, nebst uns, für gewissenhafte unparteiische Verteilung die möglichste Sorge tragen, und das Empfangene in diesen Blättern dankbar anzeigen. Möchte ein gesegneter Erfolg unsre Bitte begleiten!&amp;quot;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;Sorbische Denkmale&amp;quot; von Trudla Malinkowa wird berichtet, daß das Wohnhaus von Johann Seiler (Nr.14), dem Vater von Handrij Zejler, bei dem Brand zerstört und danach neu errichtet worden ist.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Betroffenen hatten von der Oberlausitzer Brandversicherung keinen rechten Gebrauch gemacht und ihre Anwesen nicht hoch genug versichert. 1820 waren jedoch alle Gehöfte bis auf eins wieder aufgebaut. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfzerstörung vom 23.-25. April 1945 ===&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von 16 vollständig und 21 teilweise zerstörten Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Napoleon 1813 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleon in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleon.jpg|mini|Abb.: Postkarte mit dem Bildnis Napoleons]]&lt;br /&gt;
Vor und während der Schlacht bei Bautzen, welche am 21.Mai 1813 stattfand, hatte Napoleon seinen Beobachtungsposten in Salzenforst bei Kettan im Haus Nr. 1 eingerichtet; sein Hauptquartier dagegen in Kleinförstchen bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19./20.05.1813 führte der Hausbesitzer Juri (Georg) Kettan den Kaiser der Franzosen,  Napoleon Bonaparte, und seine Offiziere auf den Chorberg und erklärte die umliegenden Ortschaften (Chr. S. 14). Bereits am 15.05.1813 beschossen die Franzosen vom Chorberg mit Kanonen die Preußen bei Lubachau (Chr. S.16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird berichtet, daß Kettan, Juri stotterte und im Beisein der Franzosen nur auf der Ofenbank sitzen durfte. Ein gewisser Löschau aus Salzenforst hat die Franzosen im Mai 1813 durch die Spree geführt und ist nicht wieder heimgekehrt. (s. Chr. S. 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L. Oberhofer berichtet in &amp;quot;Geschichte der Stadt Bautzen&amp;quot; von 1963, daß es eine Napoleonsstube in Salzenforst gab; vermutlich in Haus Nr.1. Am 19.05.1813 ritt der Kaiser auf den Windmühlenberg bei Loga und die Wiwalze, um Beobachtungen anzustellen. Auf einer Felsenkuppe bei Stiebitz entwarf er seinen Angriffsplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichtlicher Hintergrund aus dem Buch von Ralf Schramm: „Der 19.Mai 1813 und seine Ursachen“: ====&lt;br /&gt;
Das XI. Korps der französischen Armee unter Marschall Macdonald marschierte am 15.05.1813 bis auf die Höhen von Klein-u. Oberförstchen, von wo aus er die verbündeten Armeen der Preußen und Russen sehen konnte, die vereint östlich der Spree hinter Bautzen stehen. Am Abend besetzte das Korps die Anhöhen von Gaußig bis Kleinwelka (S.42). Am 17.05. gegen 6Uhr abends unternahm Macdonald mit einem Teil des XI. Korps eine Erkennung, was eine Kanonade von beiden Seiten veranlaßte (S.46). Gegen Mittag des 18.05. verließ Napoleon Dresden und traf mit dem größten Teil der Garde in Hartha ein (S.54).  Am 19.05. stand das XI. Korps unter Marschall Macdonald vor Bautzen, das VI. Korps unter Marschall Marmont stand links von ihm, dem Dorf Nimschütz gegenüber. Den linken Flügel bildete das IV: Korps unter General Bertrand. Er schloß sich nördlich des IV. Korps an und lehnte an Kleinwelka. Die Garden und das I. Kavalleriekorps unter Latour-Maubourg stellten sich als Reserve zwischen Göda und Kleinförstchen zu beiden Seiten der Straße, die von Dresden nach Bautzen führt, auf. Am frühen Morgen des 19.05. verließ Napoleon Großharthau und nahm sein Hauptquartier in Kleinförstchen (S.57).&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto 1.jpg|mini|Napoleon bei Bautzen in der Nacht vom 20. zum 21. Mai 1813 (Paul Gavarni 1836)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleonmuseum-Gemaeldeecke.jpg|mini|Napoleon mit Gräfin Auguste Charlotte am Sonnentempel in Schmochtitz (Napoleonmuseum Georgewitz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Temritz ====&lt;br /&gt;
1813: von den Russischen Truppen wurde das Koban&#039;sche Gut in Temritz in Brand gesteckt und eingeäschert. In der Chronik S.189ff. wird die Requirierung des Lehmann&#039;schen Gutes in Temritz beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
Napoleon hatte ein intimes Verhältnis mit der Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge, Rittergutsbesitzerin von Schmochtitz. Die Gräfin verbrachte die 4 Jahre von 1809 -1812 in Paris (Franz Triebs: &amp;quot;Franzosengrab&amp;quot; 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (Chr. S.308-309). Zeugnis davon ist ein Gemälde, welches beide im Sonnentempel von Schmochtitz darstellt. Napoleon ritt mit einem Offizier vom Hauptquartier in Kleinförstchen nach Schmochtitz. Als sich die Tür für den Kaiser öffnete, blieb der Offizier bei den Pferden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräfinn verehrte Napoleon sehr. Während der Verbannung Napoleons auf der Insel Elba besuchte sie ihn. Sie sagte zu ihm: &amp;quot;Sie sind jetzt ein Privatmann. Ich werde Sie freikaufen&amp;quot;. &amp;quot;Nein&amp;quot; erwiderte der Kaiser, &amp;quot;dafür reicht Ihr Vermögen nicht. Ich danke Ihnen.&amp;quot; (E.  Klausnitzer: Bautzener Kulturschau 3/1980) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Weltkrieg, Kampf um Bautzen 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Offensive ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in und um Bautzen begannen am 16. April 1945 mit dem Angriff der 1. ukrainischen Front und der 2. polnischen Armee über die Neiße bei Rothenburg in Richtung Dresden. Am 18. April begann der Angriff auf Bautzen. Im Norden von der 26. mech. Gardebrigade, im Osten von der 24. mech. Gardebrigade und im Süden von der 25. mech. Gardebrigade gemeinsam mit der 57. Panzerbrigade umringt, drangen am 19.04. sowjetische Truppen in Bautzen ein. Ebenfalls am 19. April erreichte die nördlich von Bautzen in Richtung Großdubrau-Radibor vorrückende 3. Panzerbrigade des 1. polnischen Panzerkorps die Gemeinden Bolbritz und Salzenforst. Sie hatte das Ziel, die Autobahn Richtung Dresden bei Döbschke zu unterbrechen. Am 23. April begann der Gegenangriff der Deutschen zur Befreiung des von den Russen eingeschlossenen Bautzen. Daran beteiligt waren ein Fallschirmpanzerkorps und die dazugezogene Fallschirmpanzerdivision 1 &amp;quot;Hermann Göring&amp;quot;. In Bautzen standen dem Kampfkommandanten Oberst Hoepke etwa 3000 Mann zur Verfügung. Dazu gehörten etwa 200 Mann der SS-Division &amp;quot;Frundsberg&amp;quot;, Volkssturmbataillone, Flakabteilungen, Landesschützen, eine Bewährungskompanie der 4. Panzerarmee und Reste des Grenadierregimentes 1244. Oberst Hoepke ließ am 20. April die Kronprinzenbrücke und in der Seidau die Spreebrücke sprengen.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampfhandlungen in und um Salzenforst vom 23.04-26.04.1945 ===&lt;br /&gt;
In der stockdunklen, naßkalten und regnerischen Nacht vom 23. zum 24.04. wurde die 2. polnische Panzerbrigade von Malschwitz und Niedergurig nach Salzenforst verlegt. Am 24.04. führte diese Brigade einen Gegenangriff mit 2 Panzerbataillonen und 1 Infanteriebataillon aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polnischen Panzer hatten deutsche Einheiten von der Autobahn westlich von Bautzen vertrieben und den Humboldthain südöstlich von Stiebitz erreicht. Dabei hatte das II. Bataillon des Fallschirmpanzer-Grenadierregimentes I „HG“ an der Ziegelei Dreistern und bei Oberförstchen erhebliche Verluste erlitten. Grenadiere dieses II. Bataillons führten bis zur Dämmerung ein stundenlanges, heftiges Gefecht mit einer Einheit des 929. Schützenregimentes um das Umspannwerk Rattwitz, das sie mit hohen Verlusten einnahmen. Gepanzerte Kräfte wurden an diesem Tag aus Bautzen herausgezogen. Dazu gehörte die Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“, die vor Bloaschütz konzentriert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angriff wurde  am 24.04. 12 Uhr abgebrochen und die 2. polnische Panzerbrigade musste auf Salzenforst und Bolbritz zurückgehen, als deutsche Truppen über Oberförstchen und Bloaschütz zur Umfassung ansetzten, um westlich Salzenforst durchzubrechen und somit die polnische Gruppierung bei Groß-u. Kleinwelka bedrohten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gruben sich am Rand der Ortschaften Salzenforst und Bolbritz mit der Front nach Süden ein. Der Druck der Deutschen nahm stündlich zu. Auf Grund des Treibstoffmangels war die 2. polnische Panzerbrigade unter dem Feuerschutz der Artillerie gezwungen, auf die Ortschaften Schmochtitz und Strohschütz zurückzugehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr.png|mini|605x605px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwäche der 2. poln. Armee erkennend, greift am 25.04. die FschPzDiv 1 „HG“ gegen 13 Uhr aus Richtung Nordwesten auf Teichnitz und Kleinwelka an. Gegen 14 Uhr wurde durch das II. Bataillon des FschGrR 2 „HG“ der Ort Temritz eingenommen. Am Nachmittag erfolgte ein Flankenmanöver der Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“ über Bolbritz und Salzenforst. Die Front der polnischen Truppen wurde aufgerollt und Kleinwelka eingenommen. Am 25. Und 26.04. kommt es in und um Kleinwelka zu schweren Kämpfen mit dem 1. Poln. Panzerkorps. Die polnischen Truppen flohen nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salzenforst wurde am 25.04. von den deutschen Truppen besetzt. Wie Dr. J. Ziesche schreibt, erschossen Angehörige der Panzergrenadierdivision &amp;quot;Brandenburg&amp;quot; sowjetische und polnische Verwundete im Haus Nr.34, wo die Polen ein kleines Lazarett eingerichtet hatten. Die Angaben der Getöteten schwanken zwischen 9 und 14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26./27.04. wurde die 9. Poln. Infanteriedivision im Raum Panschwitz-Kuckau zerschlagen, woran auch Ukrainer der Panzerjagdbrigade „Freie Ukraine“ beteiligt waren. Am 27.04. wurde Bautzen bis zum Kriegsende von der Wehrmacht besetzt. Am 08.05., dem Tag der Kapitulation, nahm das 32. Infanterieregiment der 8. polnischen Infanteriedivision kampflos die Stadt Bautzen ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Quellen:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Spurensuche-Die Kämpfe um Weißenberg und Bautzen im April 1945“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Bautzen im April 1945“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urbanke, Axel: „Endkampf um das Reichsgebiet 1944-1945 Ostfront“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 5,6,7/1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefechtsberichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.511 Luga/Stiebitz/Nadelwitz ====&lt;br /&gt;
GM Nr.26 SC 1.PPK an BH mot. und Pz-Truppen 1.UKF, 24.04.45 12 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     In Erfüllung des GB des Korpskommandeurs ging die 2. PBr um 10 Uhr zum A über und blockierte um 12 Uhr nach Überwindung heftigen Feuerwiderstandes durch den Gegner an der Chaussee 1 km S Stiebitz. Dabei wurden 2 Panzer, 1 SPW und 3 Kfz. des Gegners abgeschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 3.PBr trifft auf außergewöhnlich heftigen Feuerwiderstand gegnerischer Art. und GW aus Richtung Gutshof Nadelwitz, Kasernengebäude am Gutshof an der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     1.mot. Inf. Br: die Schützenbataillone befinden sich O der Chaussee Doberschütz, Bautzen im Abschnitt: Kreuzung der Chaussee mit der AB, Kreuzung der Landstraße mit der Chaussee 1 km NW Höhe 189,0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.513 Bautzen/Nimschütz/Doberschau/Wartha ====&lt;br /&gt;
GM Nr.93 der Führung der 2.PA an die Führung der 1.UKF,24.04.45 14 Uhr (K:100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1.PPK vernichtet im ZW mit dem 48.SK und dem 7.mGK die gegnerische Panzergruppierung am SW, SO OR Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1. mot. Inf. Br verteidigt sich im Abschnitt 1 km NO Bautzen, Wegegabelung O Nimschütz. Die 2.PBr ging zum Angriff über und erreichte um 17 Uhr die Flussbiegung SW Bautzen, wo sie das W Flussufer säuberte. Die 3.PBr ging in Richtung Sokulahora, Doberschau zum Angriff über und erreichte die Wegegabelung 1 km SO Bautzen. 7 Panzer blieben wegen TS-Mangel liegen. Korpsstab: Großwelka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Um 13 Uhr traf eine Kolonne von 250 Kfz. unter Führung des Stellvertreter Chefs RD der Front mit TS und Diesel für die Panzer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Armeestab ab 6 Uhr 24.04.45 Wartha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH (Befehlshaber) der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.514 Bautzen ====&lt;br /&gt;
Meldung der Führung der 2.PA an Führung 1.UKF über die Lage in Bautzen, 24.04.45 15 Uhr Neudorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht während der Gespräche mit General Petrow meldete ich ihm, das Kortschagin nur den Südlichen Teil von BZ aufgegeben hat, so jedenfalls informierte mich Kortschagin.  Es ist jedoch zu vermuten, dass zu diesem Zeitpunkt die gesamte Stadt mit Ausnahme einzelner Widerstandsherde in den Händen des Gegners war. Seit heute Morgen gibt es Gefechte um die Stadt. Ich habe Kortschagin, dem Korpskommandeur Rogossni mit seiner 254.SD ein Regiment der Panzerjägerbrigade und ein Regiment SU -76 zugeteilt und unterstütze ihn mit zwei PBr, die Schläge aus O und SO sowie W und SW führen. Ich habe meiner gesamten Artillerie befohlen, den Kampf um BZ zu unterstützen. Ich habe in Ihrem Namen Kortschagin aufgefordert, die Lage wiederherzustellen und die Stadt koste es was es wolle zu halten. Seit dem Morgen führen wir Gefechte um BZ, ohne irgendwelche spürbaren Ergebnisse. Das Fehlen der Infanterie macht sich bemerkbar. Die Panzer und SFL greifen selbständig an und erleiden Verluste durch gestreckte Ladungen und Artillerie des Gegners. Wir brauchen Infanterie. Ich bitte um Ihre Weisungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Zur vollständigen Einnahme und zum Halten der wichtigen Straßenknoten in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Zur Deckung der 30 km breiten und nicht gesicherten Bresche zwischen BZ und der linken Flanke der 9. ID durch die in der vergangenen Nacht und seit morgens den ganze Tag gegnerische Gruppen in Kompanie- und Bataillonsstärke mit gepanzerten Fahrzeugen in die rückwertigen Räume der 9. und 8. ID einsickern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Für einen Schlag am linken Ufer der Spree und den „Weißen Schöps“ in Richtung Korotejew mit dem Ziel, den eingesickerten Gegner schnellstens zu liquidieren. Dazu bitte ich um die Erlaubnis, unverzüglich meine 10., 7., und Teile der 5.ID aus S in den Raum Königswartha zu verlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Swierszewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.515 Autobahn/Rattwitz/Bolbritz/Kreckwitz/ Basankwitz/Niedergurig ====&lt;br /&gt;
GM Nr.27 SC 1.PPK an Führung 2.PA, 24.04.45 15 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Nach Einnahme von BZ begann der Gegner mit Unterstützung von starkem Artillerie- und Granatwerfer-Feuer in kleinen Gruppen entlang der Autobahn nach W und NW durchzubrechen. Unter starker Feuereinwirkung verließ die 14.PJBr um 14 Uhr den Raum Rattwitz nach N. Ein Angriff gegnerischer Panzer und Infanterie in Richtung Oberuhna wurde abgeschlagen. Es wurden 2 Panzer abgeschossen. Die restlichen drehten nach W ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Um 14.30 Uhr brach der Gegner mit einer Kompanie in Bolbritz durch. Die restlichen kleinen Gruppen drehten nach W und nördlich davon. Im Raum Kreckwitz handelten bis 2 Bttr des Gegners, in Basankwitz bis 1 Bttr, in Niedergurig bis 1 Bttr und am N OR 1 Bttr Artillerie und GW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Die TT des Korps setzen die Erfüllung ihrer Aufgabe fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.520 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 18.00 Uhr, Salzenforst. - Gefechtsbericht Nr. 0010 des Kommandeurs des 28. Panzerartillerieregiments über die Kampfhandlungen des Regiments in der Region Salzenforst. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Das 28. SFL-AR (Selbstfahrlafetten-Artillerie-Regiment) wurden zur Verteidigung am nordwestlichen Rand von Salzenforst eingesetzt. Um 11:00 Uhr 24.IV.1945, wurden 2 gepanzerte Geschütze SU-85 entsandt, um den rechten Flügel des Panzerangriffs im Wald 1,5 km südlich von Salzenforst zu unterstützen, eines der Geschütze wurde beschädigt (von einer Kanone durchbohrt) und der Geschützkommandant wurde tödlich verwundet. Die restlichen Kampffahrzeuge befinden sich in der Verteidigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Inventar der SFL (Selbstfahrlafette oder Geschützpanzer) SU-85 im Regiment - 20. Der tatsächliche Zustand – 12 bereit zum Kampf. In der Zeit vom 16. bis 24.IV.1945 wurden beschädigt: 3 Geschütze im Gebiet Horka, eines im Gebiet Klix, und eines im Gebiet Salzenforst. Ein Geschütz versank in einem Sumpf im Bereich der Schule Horka, zwei Kampffahrzeuge wurden in der Gegend Horka aufgrund einer technischen Störung zurückgelassen. Insgesamt 8 SU-85 Panzergeschütze (Gefechtsfahrzeuge) außerhalb der Kampfformationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Versorgungsstatus des Regiments: Treibstoff - Dieselkraftstoff 0,7 TF, Benzin - 0,25 TF, Munition - 1 KS; Essen - 2 Rationen pro Tag. Darüber hinaus gibt es in der Gegend von Algier (500 nw Geheege-Ortsteil von Rothenburg): Treibstoff - Dieselkraftstoff 1,5 TF, Benzin 1,5 TF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Verbindung mit dem Armeestab durch die Verbindungsoffiziere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef                                                           Befehlshaber des 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Czubczenko, Major                                       Panzerabwehrartillerieregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                                                                  M. Zubkow, Oberstleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TF – Tankfüllung;  KS - Kampfsatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 521Welka/Niedergurig/Nimschütz ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 18.00 Uhr Welka. – Gefechtsbericht Nr. 080 des Leiters der OPL-Abteilung der 2. Polnischen Armee WP (Wielko Polska – Großpolen?) an den Befehlshaber der 2. poln. Armee WP über die Aktivitäten der feindlichen Luftwaffe und der OPL-Einheiten der Armee. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Armeeeinheiten kämpfen an den bestehenden Grenzen und Regionen. Die feindliche Panzergruppe, die im Rücken der Armee operierte, griff Niedergurig und Nimschütz an; Angriffe wurden abgewehrt. Die zweite Gruppe, die nach unvollständigen Angaben etwa 200 Kampffahrzeuge zählt, griff Bautzen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Während des letzten Tages wurden auf der Landebahn der Armee 43 FW-190 Flugzeuge entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die feindliche Luftwaffe führte Aufklärung über der Kampfgruppe der Truppen, vor allem auf der Straße Bautzen, Malschwitz, Guttau und Bautzen, Königswartha durch. Die Aufklärung erfolgte mit Flugzeugen des Typs He-111, und besonders intensiv mit FW-190 in einer Höhe von 1000 -3000 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Gruppe von 6- 10 Flugzeugen FW-190 der feindlichen Luftwaffe bombardierte und attackierte mit Waffen die Fahrzeugkolonne von 250 Frontfahrzeugen, welche auf der Straße von Welka nach Neudorf Munition und MPS für unsere Armee mitgeführte. 60 rotierende Antipersonenbomben sowie 11 FAB-50 wurden abgeworfen. Es verbrannten 8 Autos auf der Straße von Welka nach Neudorf und 9 Fahrzeuge im Wald nördlich von Neudorf. Die feindliche Luftwaffe griff die Straße Großwelka Königswartha an. 2 Stunden lang bombardierte und beschoß eine Gruppe von 5-6 Flugzeugen FW-190 diese systematisch mit Bordwaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Das Regiment, das die Frontkolonne deckte, feuerte. Es gab keine abgeschossenen Flugzeuge. Munitionsverbrauch unbekannt. Die Einheiten der 3. Flak-Division feuerten nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Das Flak-Artilleriefeuer schoss keine feindlichen Flugzeuge ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Bestand und Verbrauch der Munition. Flakdivision:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbrauch:   85 mm – 0 KS             Bestand:            85mm – 1,2 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      37 mm – 0 KS                                    37 mm – 1,7 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      12,7 mm – 0 KS                                 12,7 mm – 1,2 KS   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 528 Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 20.00 Uhr (Luga). – Gefechtsbericht Nr.28 des Stabschefs des 1. Panzerkorps an den Kommandeur der 2. poln. Armee WP über die Kämpfe des Korps in Bautzen. Karte 1:100 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 20.00 Uhr 24.IV.1945 befahl der Korpskommandeur: die 2. Panzerbrigade mit einem Bataillon des 34. Infanterieregiments den Feind zurückzuschlagen, der in den westlichen Rand einbrach. Während der zweistündigen Kämpfe wurden sechs Panzer „Tiger“ und „Ferdinand“ beschädigt. Aus dem Hinterhalt beschädigte und verbrannte der Feind mit „Tiger“ und „Ferdinand“ fünf unserer Panzer. Etwa 25 feindliche schwere Panzer, massiv unterstützt durch ein Infanteriebataillon, griffen die Gefechtsformationen unserer und benachbarter Truppen am westlichen Rand von Bautzen an. Infanterie und Artillerie benachbarter Truppen befinden sich östlich von uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                     Chef des 1. Stabskorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                     A. Jerisow, Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.531 Stiebitz/Teichnitz/Burk ====&lt;br /&gt;
GM 2.Poln. Armee an Führung 1.UKF, 24.04.45 22 Uhr (Neudorf), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Der Gegner leistete mit zerstreuten Einheiten der PGD „Brandenburg“, dem 114.Marschbataillon, dem 185.Volkssturm. Btl. im Verlaufe des 24.04.1945 heftigen Widerstand und führte GA mit bis zu 1 Bataillon unterstützt durch 5-6 Panzer. Die generische Luftwaffe bombardierte im Verlauf des gesamten 24.04.45 mit Gruppen von bis 30 Flugzeugen (Messerschmitt) unsere Gefechtsordnung und die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Armee im Verlauf des 24.IV.1945: Die 10. PD war im Angriffsgefecht, ..... auf der Linie: 2km südwestlich Neustadt, ....  Die 5. 8. Und 9. PD im vorigen Gebiet befahlen den Abwehrkampf und wehrten eine kleine Gruppe von Feinden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Das 1.PPK mit den 7.mGK und die 254.SD des 48.SK führen mit wechselndem Erfolg Gefechte um Bautzen. Am 24.04.45 20 Uhr setzten sich die TT im Abschnitt Stiebitz, Teichnitz, 2 km SW Burk fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Kfz.-Kolonne der Front mit Munition und Treibstoff traf im Raum Neudorf ein. Dorthin kamen Vertreter der TT zur Übernahme von TS und Munition. Das 1.PPK erhielt keinen TS infolge der aktiven Handlungen der gegnerischen Luftwaffe auf die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Nachrichtenverbindung zu den TT der Armee über Funk und Verbindungsoffiziere. Die Drahtverbindung arbeitete mit Unterbrechung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Ich habe mich entschlossen die Erfüllung der gestellten Aufgabe fortzusetzen und mit dem 1.PPK Gefechte zur Einnahme von Bautzen zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 532 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 23.00 Uhr, Salzenforst – Gefechtsmeldung des Kommandeurs des 5. Schweren Panzerregiments an den Befehlshaber der 2. Poln. Armee über die Gefahr der Gefangennahme durch den Feind bei Salzenforst und der Rückzug des Regiments auf den neuen Verteidigungsabschnitt: Wald 1 km südwestlich von Welka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.IV.1945 ab 12.00 Uhr kämpfte das Regiment gegen feindliche Panzer und Infanterie, die aus dem Gebiet von Bolbritz und dem westlichen Rand von Bautzen kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Panzer, von schwerem Artillerie- und Flugzeugfeuer unterstützt, rückten am 24.IV.1945 22.00 Uhr bis Salzenforst vor. Das Regiment zog sich auf die neue Verteidigungslinie zurück – Wald 1 km südwestlich von Welka. Verluste: 3 Panzer T-34 85mm. Unsere Infanterie gibt es nicht und es gab sie nicht. Das Regiment kämpfte nur mit seinen Gefechtsfahrzeugen. Bitte um weitere Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommandeur des 5. Selbstständigen schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.533 Neudorf/Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 25.IV., 2.00 Neudorf. - Der Gefechtsbefehl des Stabschefs der 2. Armee WP definiert die Aufgaben der Truppen für den Tag 25. April 1945. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befehlshaber der Armee befahl am 25.IV.1945 die folgenden Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    8. Infanteriedivision - nach Bereitstellung im Bereich Luga, Quoos und im Wäldchen nördlich von Quoos beginnen Sie am 25.IV.1945 um 9.00 Uhr den Vormarsch in Richtung Königswartha bis zum Aufeinandertreffen mit Einheiten der 14. Gardeschützendivision und nehmen Sie Kontakt mit Ihnen auf. Anschließend greifen Sie in Richtung Guttau, Kleinsaubernitz an um die Truppen der 7. Und 10. Infanteriedivision zu erreichen und sich mit diesen zu verbinden. Divisionsstab – Quoos, danach Sdier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    10. Infanteriedivision – Angriff nach Süden in Richtung Uhyst, Sdier; vereinigen sie sich mit den Einheiten der 8. Infanteriedivision. Divisionsstab: - Nochten, danach Uhyst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    7. Infanteriedivision fährt mit dem Angriff Richtung Dauban fort und weiter westlich schließen Sie sich den Truppen der 8. Infanteriedivision an, die nach Osten vorrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.    Die 5. und 9. Infanteriedivision - Verteidigung auf breiter Front auf der Linie: 5. Inf.-Div. - östlicher Rand von Kamenz und die 9. Inf.-Div. – Helenau, Bischheim, Nieder Lichtenau, Höhe 306,2, Lichtenberg, Höhe 296,3, Höhe 305,6, Höhe 299,5, Gemeindebusch - decken Sie die Richtung Dresden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.    1. Panzerkorps - Führen Sie in Zusammenarbeit mit dem 7.mech. Gardekorps die zuvor erhaltene Aufgabe gemäß dem Kampfbefehl Nr. 11554 durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.    Führen Sie Aktionen entschlossen und entschieden durch und sorgen Sie vor allem für eine effiziente und flexible Führung der Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.    Armeestab -Neudorf (4km südlich von Königswartha).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.    Bestätigen Sie den Empfang der Befehle, und berichten Sie über die erteilten Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Operationsabteilung                    Stabschef der 2. Armee WP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S. Noss, Oberst                                               J. Sankowski, Brigadegeneral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 534 Großwelka/Großdubrau/Neumalsitz ====&lt;br /&gt;
1945, 25. April, 2.30 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 18 des Stabschefs des 1. Panzerkorps zum Halten der Verteidigungsstellungen des Korps entlang der Grenze Klein- und Großwelka, Fluß Spree. Karte 1:100000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Befehl des Armeekommandanten befahl der Korpskommandant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     4. Panzerbrigade mit den zugewiesenen Truppen - verteidigen Sie sich weiterhin an der aktuellen Grenze und achten dabei besonders auf den linken Flügel. Gefechtsstand - südlicher Abschnitt Großdubrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     3. Panzerbrigade) - bis 6.00 Uhr ziehen sich ihre Truppen über die Spreeübergänge zurück. und beziehen sie die Verteidigung an der Grenze der Höhe 193.0, Klein- und Großwelka. Ausgehend von der Linie halten Sie sich ab 10.00 Uhr in Bereitschaft zum Gegenangriff auf den Feind in Richtung: Rattwitz, Bloaschütz, Nimschütz. Gefechtsstand – westlicher Rand Großwelka. Unterstützt durch das 27. SFL-Art.-Reg. (Panzerjäger-Regiment).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     2. Panzerbrigade - unter dem Kommando des stellvertretenden Brigade Kommandeurs - Oberstleutnant Dmitriev, herausfahren seiner Panzer, in der Gegend von Strohschütz aufstellen und dem Kommandeur der 3. Panzerbrigade zur Verfügung zu stellen. Die rückwärtigen Dienste der Brigade konzentrieren sich in den Wäldern nördlich von Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     1. mot. Inf.-Brigade) mit dem 2. Granatwerferregiment - ziehen Sie sich sofort in kleinen Gruppen von dem besetzten Abschnitt zurück und nehmen Sie die Verteidigung entlang des Westufers der Spree ein. Gefechtsstand – Neu Malsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     25. und 24. SFL-Artillerie-Regiment, 1. Geschoßwerferabteilung und das 47. Artillerie-Regiment - die Hauptkräfte bleiben bis zum Morgen des 25.IV.1945 im bisherigen Gebiet und übernehmen die Verteidigung gemäß den Anweisungen des Artilleriekommandeurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Leiter der Aufklärung - organisieren Sie die nächtliche Aufklärung im Gebiet Bunzlau? (Bolbritz!?) mit der Aufgabe zur Bestimmung der Zusammensetzung und Gruppierung feindlicher Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Stellvertretender Brigadekommandeur für rückwärtige Dienste - Nachschub von Treibstoff und Munition gemäß den Richtlinien des Leiters des Rückwärtigen Dienstes sicherstellen. Gefechtsstand – 6. Nachrichtenbataillon?), 2. Kradschützen-Bataillon, 15. Pionierbataillon bis zum Morgen des 25.IV.1945. – Luga. 15. Pionierbataillon schirmt ab und geht an Luga heran in westlicher und nördlicher Richtung. Rückwärtige Dienste Raum Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Gefechtsstand Korps ab 6.00 Uhr – Großwelka, ab 6.00 Uhr – Luga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.     2. Kradschützen-Bataillon) – bezieht Stellung im Gebiet von Übigau, um den Stab des Korps von Norden abzuschirmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.  Es sollen Berichte vorgelegt werden: über die Uhrzeit des Marschbeginns und über das Zusammenstoßen mit dem Feind, dann stündlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                                 Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                          A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.535 Großwelka/Quoos/Übigau ====&lt;br /&gt;
1945, 25 April, 3.00 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 019 des Stabschefs des 1. Panzerkorps über den Übergang des 4. Panzerbrigade und der 1. mot. Inf.-Brigade in die Reserve des Armeebefehlshabers und die Unterstellung der 3. Panzerbrigade unter den Kommandeur der 8. Infanteriedivision. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemäß dem Gefechtsbefehl des Stabes der 2. polnischen Armee WP vom 25.IV.1945 befahl der Korpskommandeur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     3. Panzerbrigade, 24.,25. und 27. SFL-Artillerieregiment wird der 8. Infanteriedivision zugewiesen. Zugewiesene Truppen verstärken die Verteidigung der Division. Tarnen sie die Kampffahrzeuge und organisieren Sie Panzerhinterhalte auf der Linie: a) Kreckwitz, Höhe 193,0, Großwelka; b) Horka, Übigau, Radibor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Granatwerferregiment sowie die 1. Geschoßwerferabteilung werden der 9. Infanteriedivision zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die 4. Panzerbrigade, ohne ein einziges Panzerbataillon– die Reserve des Armeekommandanten – ist bis 7.00 Uhr im Zentrum von Quoos. Ein Bataillon soll dem 17. Infanterie-Regiment mit der Aufgabe des gemeinsamen Kampfes in der Region Sdier zugeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Die 1. mot. Inf.-Brigade bildet zusammen mit der 4. Panzerbrigade eine mobile Reserve des Armeekommandanten, um den zweiten Verteidigungsabschnitt auf der Linie Übigau – Quoos zu besetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Kommandeure der zugewiesenen Truppen - melden sich bis 8.00 Uhr des 25.IV.1945 bei den Divisionskommandeuren, um von ihnen Gefechtsaufgabenaufgaben zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Gefechtsstände: 8. Infanteriedivision – Quoos, 9. Infanteriedivision – Horka 8048 (russ. Koordinate).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Über die Ausführung ist bis 10.00 Uhr 25.IV.1945 Meldung zu erstatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Artilleriekommandant - sorgen Sie für den rechtzeitigen Abzug der Abteilungen und deren Konzentration im neuen Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.536 Kleinwelka/Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945; 25. April 3.00 Uhr, Kleinwelka. - Gefechtsbericht Nr. 011 des Stabschefs des 5. schweren Panzerregiments über die Kämpfe der 1. Panzerkompanie in der Umgebung Salzenforst. Karte 1:50000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich melde, dass beim Angriff der 1. Kompanie des 5. schweren Panzer-Regiments um 18.00 Uhr am 24.IV.1945 in Richtung Salzenforst zwei Panzer &amp;quot;Tiger&amp;quot; ausbrannten und einer in der Gegend von Salzenforst beschädigt wurde. Derzeit besetzt die 1. Kompanie Feuerstellungen am südlichen Rand des Wäldchens 500 m nordöstlich von Salzenforst. Die Kompanie erlitt keine Verluste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef des 5. Unabhängigen (selbstständigen) schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Panzergrenadier-Division Brandenburg ====&lt;br /&gt;
Von Anfang März bis Mitte April 1945 stand die Division im Raum Weißwasser an der Lausitzer Neiße. Bei dem erneuten sowjetischen Großangriff der Roten Armee am 16. April wurde die Division schließlich im Raum Rothenburg-Penzig (nördlich Görlitz) eingekesselt, konnte jedoch schon am 20. April nach Löbau ausbrechen. Nachdem die Reste der Division um Bautzen gekämpft hatten, wurden sie am 3. Mai 1945 per Bahn in den Raum Mährisch-Ostrau in das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren verbracht. Anfang Mai 1945 kämpften dort immer noch Einheiten der Division bei Olmütz und zogen sich bis in den Raum Deutsch-Brod zurück. Nach der Kapitulation der Wehrmacht marschierte ein Teil der Division nach Westen, während andere Teile sich einfach auflösten. Ein großer Teil ging in Tabor in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Vielfach wurden Angehörige der Division von der tschechischen Bevölkerung ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisberichte von Salzenforster Einwohnern ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H.-J. Schneider *02.01.1941 Salzenforst Nr.28:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;In der Nacht vom 13. zum 14. 02 1945 konnten wir von Salzenforst aus einen hellen Schein in Richtung Dresden erkennen. Ich war gerade 4 Jahre alt. Es wurde gesagt, Dresden brennt. Man sprach davon, daß vorher Christbäume von Aufklärungsflugzeugen gesetzt wurden (sogenannte brennende Fackeln), um den Bomben die Ziele zu markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dann die Kriegshandlungen näher rückten, wurden mit unseren Nachbarn sowie im gesamten Viertel, auch Ziegenviertel genannt, (dort wohnten Witschas, Schulze, Schneider, Hänsch, Paulik, Polan, Dresler und Heine), Maßnahmen ergriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männer, außer Johann Polan, waren eingezogen oder bereits verstorben. Bei den ersten Kriegshandlungen fuhren wir mit unseren Kuhgespannen in die Sandgrube in Richtung Uhna - Schmochtitz. Hier flogen mit heulendem Geräusch die Granaten über uns. Als dieser Angriff vorüber war, kehrten wir wieder in unsere Gehöfte zurück. Die Kriegshandlungen rückten immer näher und uns wurde befohlen, Salzenforst zu verlassen. Wir flüchteten mit unseren Kuhgespannen +ber Sohland bis nach Schluckenau. Unser Wagen war bepackt mit Futter für die Kühe, 5 Gänse, ein Krug mit Sahne (aus der durch das Geschüttel Butter wurde) und ein paar Habseligkeiten für Mutter, Tante und uns 2 Jungs. Dort erlebten wir auch Fliegeralarm und suchten in Kellern Unterschutz. Kann mich aber an Bombenexplosionen nicht erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir wieder zu Hause waren, konnten wir keine großen Schäden erkennen. In unserer Hofeinfahrt stand ein kaputtes Halbraupenfahrzeug und bei Schulzes- oder Witschas Scheune, ich weiß es nicht mehr genau, war durch ein Panzer eine Gebäudeecke stark beschädigt. Die beschädigten Kriegsgeräte und die freiliegende Munition wurden noch von der Wehrmacht weggeräumt. Die &amp;quot;Russen&amp;quot; rückten dann ins Dorf ein und Nachbars Polan Friedel wurde zwischen uns zwei Jungs im Bett versteckt, denn Kinder wurden in Ruhe gelassen. In unserem Haus war für kurze Zeit auch ein russischer Offizier einquartiert, so daß wir relative Ruhe hatten. Dann wurden Leute aus dem Dorf verpflichtet, Vieh aus den Ställen der Bauern in Richtung Osten zu treiben. Wir behielten aber unser Vieh. Später kamen die &amp;quot;Russen&amp;quot; mit ihren Panjewagen ins Dorf gefahren und tauschten Gegenstände (auch Spielzeug) gegen Lebensmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Vater kam im Herbst 1945 aus der Gefangenschaft abgemagert zurück. Da er nur ein Auge besaß und auf der anderen Seite ein Glasauge trug und dieses wegwarf, wurde er als Invalide aus der Gefangenschaft entlassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin Schulze Haus Nr. 29:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 14 Jahren erlebte er die Kämpfe in und um Salzenforst hautnah mit. Gemeinsam mit Älteren vom Volkssturm sollte er als Hitlerjunge Panzersperren errichten. Die Deutschen griffen Salzenforst von Bolbritz und Uhna aus an. Die Scheune seines elterlichen Gehöftes wurde durch Panzerbeschuß stark beschädigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martha Worm Haus Nr.24:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine alleinstehende Großmutter begab sich mit ihren 2 Töchtern auf die Flucht Richtung Sächsische Schweiz nach Rathmannsdorf zu Verwandten. Wie so viele konnten sie nur das Notwendigste mitnehmen. Nach ihrer Rückkehr waren Haus und Hof geplündert. Das versteckte Hab und Gut wurde von den russischen Soldaten, welche einquartiert waren, gefunden und konfisziert. Mein Vater Ferdinand Worm, froh, den Krieg überlebt zu haben, floh aus englischer Gefangenschaft und kam über Umwege 1946 nach Hause.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Karl Domschke Haus Nr.14 und Moldenhauer Haus Nr.16c, Schatte, Weiß:&#039;&#039;&#039;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Domschke war bei der Erschießung der jüdischen Frauen zugegen. (Manfred gibt Bericht). Erlebnisse s. u. &amp;quot;Judendenkmal&amp;quot;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene Einwohner ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in Salzenforst wurden mit der gleichen Härte geführt wie überall um Bautzen. Es wurden zahlreiche Gebäude im Ort durch Artillerie- und Panzerbeschuss zerstört. Lt. Ortschronik starben bei den Kämpfen 6 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22.04.45 wurde &#039;&#039;&#039;Karl Pietschmann&#039;&#039;&#039; durch einen deutschen Wachposten auf dem Feld erschossen, weil er nicht stehen blieb. Man sagt, Karl war geistig verwirrt. Die Chronik berichtet, dass Herr Pietschmann die Kühe auf der Wiese umpflocken wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus Nr.33 (ehemals Dreßler) war eine Anzahl zurückgebliebener Einwohner im Keller eingesperrt. Der pensionierte Schulmeister Wange hatte eine weiße Fahne oder Taschentuch gehisst und sich wieder in das Haus zurückbegeben. Die deutschen Soldaten vermuteten einen Hinterhalt der Polen und warfen eine oder mehrere Handgranaten in das Haus. Herr Wange war sofort tot und Frau Suschke und Frau Preusche starben an ihren schweren Verletzungen (Pietsch, Karl: „Ortschronik Salzenforst“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Margarethe Suschke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Maria Auguste Preusche&#039;&#039;&#039; (1. Frau von Preusche, Hermann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Herr &#039;&#039;&#039;Ernst Heinrich Richard Wange&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kam es zu einem tragischen Unfall.  Die 7-jährigen Kinder &#039;&#039;&#039;Wolfgang Mattitza&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Günter Jentsch&#039;&#039;&#039; spielten am 23.05.1945 auf dem Feld von Domschke (jetzt Kreisverkehr) Hascher. Dabei fanden sie eine Stielhandgranate und da sie nicht wussten, um was es sich handelte, schmissen sie diese weg. Durch die Explosion wurden beide Kinder schwer verletzt. Nachdem man sie fand, wurden sie mit dem Fuhrwerk nach Bautzen gebracht. Wolfgang M. verlor das rechte Auge, Günter J. verstarb am nächsten Tag im St. Benno Krankenhaus in Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene ausländische Bürger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maslanka, Feliks Tod.jpg|mini|548x548px|Bekanntmachung zur Hinrichtung von Feliks Maslanka]]&lt;br /&gt;
Während des Krieges waren im Ort ausländische Bürger zur Arbeit auf den Bauernhöfen gezwungen (sog. „Zwangsarbeiter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod des Zwangsarbeiters &#039;&#039;&#039;Feliks Maslanka&#039;&#039;&#039; aus Polen wurde am 13.02.42 durch die Gestapo Dresden angezeigt. Augenzeugen berichteten, dass während des Krieges ein Zwangsarbeiter erhängt wurde, weil dieser eine Liaison mit einer Deutschen gehabt haben soll. Das war Herr Maslanka. Die Hinrichtung fand ganz in der Nähe des Chorberges statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau &#039;&#039;&#039;Anna Hortaszko&#039;&#039;&#039;, ebenfalls Zwangsarbeiterin aus Polen, verstarb lt. Sterbeurkunde am 05.04.45 um 22 Uhr mit 23 Jahren an einem Herzschlag. Sie wurde im Waschhaus des Hauses Nr.17 tot aufgefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;KZ - Häftling mit der Nr. 186443&#039;&#039;&#039; ist am 10.02.1945 gegen 17 Uhr am Pfahl 48/5 des Bahndammes der Reichseisenbahn in Stiebitz tot aufgefunden worden. Es war &#039;&#039;&#039;Rene&#039;&#039;&#039; Louis Jean Gabriel &#039;&#039;&#039;Stouff&#039;&#039;&#039;; geboren am 03.03.1920 in Arbois/Frankreich. Am 30.4.1944 kam er mit dem Transport aus Paris am KL Auschwitz an. Nach dem &#039;&#039;Kalender der historischen Ereignisse im KL Auschwitz&#039;&#039; [&#039;&#039;Kalendarium wydarzeń w KL Auschwitz&#039;&#039;], S. 649 von D. Czech wurden die Häftlinge am 30.04.1944 aus Paris gebracht. Sie erhielten Nummern von 184 936 bis 186 590 (Archiv des Museums Gross-Rosen). Letzter Eintrag in der Datei: 14.8.1944 r. KL Birkenau, B II f, Block 11. Von Rene Stouff wissen wir, dass dieser am 7.5/9.5.1944, 31.7./1.8.1944 und 7./8.1944 sowie am 14.8.1944 vom Lagerarzt im KZ Auschwitz untersucht wurde. Er wurde am  18.01.45 von Auschwitz-Birkenau deportiert, danach für einige Tage im KL Groß-Rosen untergebracht. Auf dem weiteren Transport mit der Reichsbahn in Richtung Mauthausen von der SS am 03.02.1945 getötet. Sein lebloser Körper wurde in der Nähe von Bautzen aus dem Zug geworfen. (Such- und Bescheinigungsvorgang Nr. 208.355 /Arolsen Archiv)     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Soldatengrab auf dem Friedhof Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik.png|mini]]&lt;br /&gt;
Wann das Grab mit dem Grabstein errichtet wurde, ist nicht mehr bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulz, Albert                      &#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;20.07.1920                                                                †25.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldwebel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Baumgarten, Johann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1926 Saarlautern                                        †April 1945 in Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schütze der St.Kp.II G.E.R. mot. G.D. -1797-         am Garten von Holland Nr.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater: August Baumgarten Saarlautern I; Saarstr. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Krepela, Friedrich aus Wien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1921 Wien                                                      †25.04.1945 Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soldat                                                                        Hausgarten bei Seidler Nr.11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Truppe: Edelweiß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RAD Feldnachschublager FP-Nr.46927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmidt, Gerhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;25.01.1922 Halbemond (Ostfriesland)                 †29.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obergefreiter des 2.FschPzGrenReg.1HG          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rebel, Bernhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;14.01.1927 Schwerstedt (Ettersberg/Weimar oder bei Straußfurt/Sömmerda) †04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwabe, Günther Manfred Hermann Ernst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;08.04.1926 Frankfurt/Main                                    †25.04.1945 in Temritz gefallen (Sterbe-Urk. Kleinwelka 7/46)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier; vermutlich II.Fsch.PZ.Gren.Reg.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abiturient/evangelisch/ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohnhaft in Sondershausen, Göldnerstraße 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: Berndt, Eberhard)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchhalteparolen zu Kriegsende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Befehle von der Führung ====&lt;br /&gt;
Anfang März Generaloberst Guderian: &#039;&#039;&amp;quot;Der deutsche Ostkämpfer weiß, daß dies der letzte und entscheidende Kampf ist, der über den Fortbestand unseres Volkes und unserer Nation entscheidet ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. März Dr. Goebbels: &#039;&#039;&amp;quot;..... schlagt die Bolschewisten, wo ihr sie trefft! ... Niemals wird die Kunde kommen, daß wir kapitulieren...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. März A. Hitler: &#039;&#039;&amp;quot;es gibt nur ein Gebot, mit verbissener Entschlossenheit allles zu tun, um den Gefahren zu trotzen, die Wende wieder herbeizuführen und zu dem Zweck dieWiderstandskraft unseres Volkes und die seiner Wehrmacht materiell und geistig zu stärken. Ebenso groß muß aber unser Fanatismus in der vernichtung derjenigen sein, die sich dem zu widersetzen suchen ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
02. April Reichsminister und Privatsekretär M. Bormann: &#039;&#039;&amp;quot;... der Kampf gegen den ins Reich eingedrungenen Gegner ist überall mit aller Unnachgiebigkeit und Unerbittlichkeit zu führen ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Reichsführer der SS Heinrich Himmler: &#039;&#039;&amp;quot;... jedes Dorf und jede Stadt werde mit allen Mitteln gehalten. Jededr für die Verteidigung eines Ortes verantwortliche deutsche Mann, der gegen diese selbstverständliche nationale Pflicht verstößt, verliert Ehre und Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Oberkommando der Wehrmacht Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel: &#039;&#039;&amp;quot;... Städte liegen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Sie müssen daher bis zum äußersten verteidigt und gehalten werden ... für die Befolgung des Befehls sind die in jeder Stadt ernannten Kampfkommandanten persönlich verantwortlich. Handeln sie dieser soldatischen Pflicht und ASufgabe zuwider, sowie alle zivilen Amtspersonen, die den Kampfkommandanten von der Pflicht abspenstig zu machen versuchen, oder gar bei der Erfüllung seiner Aufgaben behindern, werden zum Tode verurteilt ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führerbefehl Adolf Hitlers vom 16. April 1945: &#039;&#039;&amp;quot;Wer euch Befehl zum Rückzug gibt, ohne das ihr ihn genau kennt, ist sofort festzunehmen und nötigenfalls augenblicklich umzulegen, ganz gleich, welchen Rang er besitzt.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befehl von Generalfeldmarschall Ferdinand Schoerner an die Kommandeure: &#039;&#039;&amp;quot;Ich kenne keine Begriffe wie Absetzen, Zurückkämpfen, Einklappen.&amp;quot;&#039;&#039; Schoerner wird als brutalster aller Feldmarschäle bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. April Tagesbefehl Schoerner: &#039;&#039;&amp;quot;Wer seine Stellung verläßt, wird erschossen.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 6/1965)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Propaganda in Sachsen bzw. Bautzen ====&lt;br /&gt;
5. März Gauleiter Sachsen Martin Mutschmann. &#039;&#039;&amp;quot;Der Glaube an den Sieg muß erhalten bleiben und darf niemals durch ein etwaiges Vorrücken des Gegners zerbrechen. jed Meter Boden, den der Feind gewinnt, muß er mit einem ungeheuren Blutzoll erkaufen ... Nur der Tapfere behält das Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. März Kreisleiter Karl Martin vor den Bautzener Handwerks-u. Handelsbetrieben: &#039;&#039;&amp;quot;... Der Führer hat dieses Jahr als das Jahr der Wende bezeichnet. Auf sein Wort können wir uns unbedingt verlassen ... Für uns gilt es durchzuhalten, den Kopf hoch zu halten bis zu dem uns gewissen Endsieg ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. März Propagandaleiter Elsner (Großkundgebung in Bautzen): &#039;&#039;&amp;quot;... Mitten im Generalsturm unsrer Feinde müssen wir uns entscheiden, ob wir durchhalten wollen oder nicht, ob wir noch Vertrauen und Glauben an den Sieg haben ... Halten wir also aus und nehmen uns die deutschen Stützpunkte am Atlantik zum Vorbild! ...!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. April Gauleiter Mutschmann: &#039;&#039;&amp;quot;... Widerstand und Kampf bis zum Letzten! Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen und bedroht unsere Heimat mit Hunger und Elend, mit Tod und Verderben. Wer in dieser Not des Volkes gegen die Anordnungen der Partei und des Staates handelt und der nationalen Ehre unseres Volkes Schande macht, wird aus der Volksgemeinschaft ausgelöscht. jede Feindbegünstigung, sei es die Annahme von Geschenken, das Heraushängen weißer Tücher aus den Fenstern oder irgendeine Form der Anbiederung an den Feind ist Landesverrat und wird mit den Tode bestraft ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Geschichtsereignisse&amp;diff=908</id>
		<title>Geschichtsereignisse</title>
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		<updated>2025-11-26T10:06:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Dorfbrand am 19. April 1801 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Brände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfbrand am 19. April 1801 ===&lt;br /&gt;
An diesem Tag brach beim Bauer Lukas ein Feuer aus und legte 5 Bauerngüter und 8 Häuslernahrungen in Schutt und Asche. Die Brandversicherung, die in Sachsen bereits 1770 eingeführt worden war, hatte noch nicht überall Eingang gefunden. 1777 hatte die sächsische Regierung dann eine sogenannte &amp;quot;Feuerordnung&amp;quot; erlassen, nach der sich die Bewohner richten mußten, sowohl bei der Erbauung neuer Häuser wie auch sonst. Den Abgebrannten wurde, wie zu der damaligen Zeit üblich, durch freiwillige Sammlungen geholfen. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuersbrunst am 10.Mai 1812 ===&lt;br /&gt;
In den &amp;quot;Budissiner Nachrichten&amp;quot; vom 16.05.1812 ist folgendes zu lesen: In der Mittagsstunde des vorigen Sonntags (10.Mai), brach zu Salzenforst, während die meisten Bewohner zur Messe in Bautzen waren, ein plötzliches Feuer aus, welches, vom Winde schnell verbreitet, ungeachtet der Anstrengungen der Hilfeleistenden, binnen anderthalb Stunden 5 Bauernhöfe, 2 Gärtner- und 5 Häusleranwesen vollständig und von 2 Bauernhöfen die Wirtschaftsgebäude in Asche verwandelte. Ein gebrechlicher Auszügler, der noch zu retten versuchte, wurde dabei vom Feuer heftig beschädigt. Es verbrannten ferner 3 Pferde, 2 Kühe, 3 Kälber, 5 Schweine, 1 Hund und 84 Stück Schafvieh, viele Wagen, fast alle Ackergerätschaften, 354 Scheffel Getreide und Feldfrüchte, alle Futtervorräte sowie das Hausgeräte, die Betten und Kleider der meisten Verunglückten, sodaß mehrere nichts als die Kleider, in welcher sie aus der Kirche kamen, gegenwärtig besitzen. Acht der Abgebrannten erfuhren dieses Unglück zum zweitenmal. Mit Schulden, die sie bei dem wenig dankbaren Boden der Gegend und dem Drucke der Zeit bisher nicht abzutragen vermochten, hatten sie wieder aufgebaut und sind jetzt, da sie unglücklicherweise ihre Grundstücke, gleich den Übrigen, weit unter dem Werte versichern lassen, ohne ausreichende Mittel, von Neuem zu bauen. Bei diesem großen Elende der meisten Verunglückten können wir, so oft auch in gegenwärtigen Zeiten die Wohltätigkeit in Anspruch genommen wird, doch nicht umhin, edle Menschenfreunde un Unterstützung zu bitten, fest überzeugt, daß keiner, der es vermag, eine Beisteuer zur Linderung des Mangels dieser schuldlos Verarmten versagen werde. Schon sind von mehreren Herrschaften und Gemeinden Beiträge eingelangt. Der Bauer Hennig zu Salzenforst wird, unter Zuziehung der dortigen Gerichten die Natural- und unsere Kanzlei die Geldbeiträge, welche ferner eingehen dürften, annehmen, letzte auch, nebst uns, für gewissenhafte unparteiische Verteilung die möglichste Sorge tragen, und das Empfangene in diesen Blättern dankbar anzeigen. Möchte ein gesegneter Erfolg unsre Bitte begleiten!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;Sorbische Denkmale&amp;quot; von Trudla Malinkowa wird berichtet, daß das Wohnhaus von Johann Seiler (Nr.14), dem Vater von Handrij Zejler, bei dem Brand zerstört und danach neu errichtet worden ist.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfzerstörung vom 23.-25. April 1945 ===&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von 16 vollständig und 21 teilweise zerstörten Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Napoleon 1813 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleon in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleon.jpg|mini|Abb.: Postkarte mit dem Bildnis Napoleons]]&lt;br /&gt;
Vor und während der Schlacht bei Bautzen, welche am 21.Mai 1813 stattfand, hatte Napoleon seinen Beobachtungsposten in Salzenforst bei Kettan im Haus Nr. 1 eingerichtet; sein Hauptquartier dagegen in Kleinförstchen bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19./20.05.1813 führte der Hausbesitzer Juri (Georg) Kettan den Kaiser der Franzosen,  Napoleon Bonaparte, und seine Offiziere auf den Chorberg und erklärte die umliegenden Ortschaften (Chr. S. 14). Bereits am 15.05.1813 beschossen die Franzosen vom Chorberg mit Kanonen die Preußen bei Lubachau (Chr. S.16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird berichtet, daß Kettan, Juri stotterte und im Beisein der Franzosen nur auf der Ofenbank sitzen durfte. Ein gewisser Löschau aus Salzenforst hat die Franzosen im Mai 1813 durch die Spree geführt und ist nicht wieder heimgekehrt. (s. Chr. S. 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L. Oberhofer berichtet in &amp;quot;Geschichte der Stadt Bautzen&amp;quot; von 1963, daß es eine Napoleonsstube in Salzenforst gab; vermutlich in Haus Nr.1. Am 19.05.1813 ritt der Kaiser auf den Windmühlenberg bei Loga und die Wiwalze, um Beobachtungen anzustellen. Auf einer Felsenkuppe bei Stiebitz entwarf er seinen Angriffsplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichtlicher Hintergrund aus dem Buch von Ralf Schramm: „Der 19.Mai 1813 und seine Ursachen“: ====&lt;br /&gt;
Das XI. Korps der französischen Armee unter Marschall Macdonald marschierte am 15.05.1813 bis auf die Höhen von Klein-u. Oberförstchen, von wo aus er die verbündeten Armeen der Preußen und Russen sehen konnte, die vereint östlich der Spree hinter Bautzen stehen. Am Abend besetzte das Korps die Anhöhen von Gaußig bis Kleinwelka (S.42). Am 17.05. gegen 6Uhr abends unternahm Macdonald mit einem Teil des XI. Korps eine Erkennung, was eine Kanonade von beiden Seiten veranlaßte (S.46). Gegen Mittag des 18.05. verließ Napoleon Dresden und traf mit dem größten Teil der Garde in Hartha ein (S.54).  Am 19.05. stand das XI. Korps unter Marschall Macdonald vor Bautzen, das VI. Korps unter Marschall Marmont stand links von ihm, dem Dorf Nimschütz gegenüber. Den linken Flügel bildete das IV: Korps unter General Bertrand. Er schloß sich nördlich des IV. Korps an und lehnte an Kleinwelka. Die Garden und das I. Kavalleriekorps unter Latour-Maubourg stellten sich als Reserve zwischen Göda und Kleinförstchen zu beiden Seiten der Straße, die von Dresden nach Bautzen führt, auf. Am frühen Morgen des 19.05. verließ Napoleon Großharthau und nahm sein Hauptquartier in Kleinförstchen (S.57).&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto 1.jpg|mini|Napoleon bei Bautzen in der Nacht vom 20. zum 21. Mai 1813 (Paul Gavarni 1836)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleonmuseum-Gemaeldeecke.jpg|mini|Napoleon mit Gräfin Auguste Charlotte am Sonnentempel in Schmochtitz (Napoleonmuseum Georgewitz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Temritz ====&lt;br /&gt;
1813: von den Russischen Truppen wurde das Koban&#039;sche Gut in Temritz in Brand gesteckt und eingeäschert. In der Chronik S.189ff. wird die Requirierung des Lehmann&#039;schen Gutes in Temritz beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
Napoleon hatte ein intimes Verhältnis mit der Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge, Rittergutsbesitzerin von Schmochtitz. Die Gräfin verbrachte die 4 Jahre von 1809 -1812 in Paris (Franz Triebs: &amp;quot;Franzosengrab&amp;quot; 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (Chr. S.308-309). Zeugnis davon ist ein Gemälde, welches beide im Sonnentempel von Schmochtitz darstellt. Napoleon ritt mit einem Offizier vom Hauptquartier in Kleinförstchen nach Schmochtitz. Als sich die Tür für den Kaiser öffnete, blieb der Offizier bei den Pferden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräfinn verehrte Napoleon sehr. Während der Verbannung Napoleons auf der Insel Elba besuchte sie ihn. Sie sagte zu ihm: &amp;quot;Sie sind jetzt ein Privatmann. Ich werde Sie freikaufen&amp;quot;. &amp;quot;Nein&amp;quot; erwiderte der Kaiser, &amp;quot;dafür reicht Ihr Vermögen nicht. Ich danke Ihnen.&amp;quot; (E.  Klausnitzer: Bautzener Kulturschau 3/1980) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Weltkrieg, Kampf um Bautzen 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Offensive ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in und um Bautzen begannen am 16. April 1945 mit dem Angriff der 1. ukrainischen Front und der 2. polnischen Armee über die Neiße bei Rothenburg in Richtung Dresden. Am 18. April begann der Angriff auf Bautzen. Im Norden von der 26. mech. Gardebrigade, im Osten von der 24. mech. Gardebrigade und im Süden von der 25. mech. Gardebrigade gemeinsam mit der 57. Panzerbrigade umringt, drangen am 19.04. sowjetische Truppen in Bautzen ein. Ebenfalls am 19. April erreichte die nördlich von Bautzen in Richtung Großdubrau-Radibor vorrückende 3. Panzerbrigade des 1. polnischen Panzerkorps die Gemeinden Bolbritz und Salzenforst. Sie hatte das Ziel, die Autobahn Richtung Dresden bei Döbschke zu unterbrechen. Am 23. April begann der Gegenangriff der Deutschen zur Befreiung des von den Russen eingeschlossenen Bautzen. Daran beteiligt waren ein Fallschirmpanzerkorps und die dazugezogene Fallschirmpanzerdivision 1 &amp;quot;Hermann Göring&amp;quot;. In Bautzen standen dem Kampfkommandanten Oberst Hoepke etwa 3000 Mann zur Verfügung. Dazu gehörten etwa 200 Mann der SS-Division &amp;quot;Frundsberg&amp;quot;, Volkssturmbataillone, Flakabteilungen, Landesschützen, eine Bewährungskompanie der 4. Panzerarmee und Reste des Grenadierregimentes 1244. Oberst Hoepke ließ am 20. April die Kronprinzenbrücke und in der Seidau die Spreebrücke sprengen.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampfhandlungen in und um Salzenforst vom 23.04-26.04.1945 ===&lt;br /&gt;
In der stockdunklen, naßkalten und regnerischen Nacht vom 23. zum 24.04. wurde die 2. polnische Panzerbrigade von Malschwitz und Niedergurig nach Salzenforst verlegt. Am 24.04. führte diese Brigade einen Gegenangriff mit 2 Panzerbataillonen und 1 Infanteriebataillon aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polnischen Panzer hatten deutsche Einheiten von der Autobahn westlich von Bautzen vertrieben und den Humboldthain südöstlich von Stiebitz erreicht. Dabei hatte das II. Bataillon des Fallschirmpanzer-Grenadierregimentes I „HG“ an der Ziegelei Dreistern und bei Oberförstchen erhebliche Verluste erlitten. Grenadiere dieses II. Bataillons führten bis zur Dämmerung ein stundenlanges, heftiges Gefecht mit einer Einheit des 929. Schützenregimentes um das Umspannwerk Rattwitz, das sie mit hohen Verlusten einnahmen. Gepanzerte Kräfte wurden an diesem Tag aus Bautzen herausgezogen. Dazu gehörte die Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“, die vor Bloaschütz konzentriert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angriff wurde  am 24.04. 12 Uhr abgebrochen und die 2. polnische Panzerbrigade musste auf Salzenforst und Bolbritz zurückgehen, als deutsche Truppen über Oberförstchen und Bloaschütz zur Umfassung ansetzten, um westlich Salzenforst durchzubrechen und somit die polnische Gruppierung bei Groß-u. Kleinwelka bedrohten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gruben sich am Rand der Ortschaften Salzenforst und Bolbritz mit der Front nach Süden ein. Der Druck der Deutschen nahm stündlich zu. Auf Grund des Treibstoffmangels war die 2. polnische Panzerbrigade unter dem Feuerschutz der Artillerie gezwungen, auf die Ortschaften Schmochtitz und Strohschütz zurückzugehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr.png|mini|605x605px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwäche der 2. poln. Armee erkennend, greift am 25.04. die FschPzDiv 1 „HG“ gegen 13 Uhr aus Richtung Nordwesten auf Teichnitz und Kleinwelka an. Gegen 14 Uhr wurde durch das II. Bataillon des FschGrR 2 „HG“ der Ort Temritz eingenommen. Am Nachmittag erfolgte ein Flankenmanöver der Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“ über Bolbritz und Salzenforst. Die Front der polnischen Truppen wurde aufgerollt und Kleinwelka eingenommen. Am 25. Und 26.04. kommt es in und um Kleinwelka zu schweren Kämpfen mit dem 1. Poln. Panzerkorps. Die polnischen Truppen flohen nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salzenforst wurde am 25.04. von den deutschen Truppen besetzt. Wie Dr. J. Ziesche schreibt, erschossen Angehörige der Panzergrenadierdivision &amp;quot;Brandenburg&amp;quot; sowjetische und polnische Verwundete im Haus Nr.34, wo die Polen ein kleines Lazarett eingerichtet hatten. Die Angaben der Getöteten schwanken zwischen 9 und 14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26./27.04. wurde die 9. Poln. Infanteriedivision im Raum Panschwitz-Kuckau zerschlagen, woran auch Ukrainer der Panzerjagdbrigade „Freie Ukraine“ beteiligt waren. Am 27.04. wurde Bautzen bis zum Kriegsende von der Wehrmacht besetzt. Am 08.05., dem Tag der Kapitulation, nahm das 32. Infanterieregiment der 8. polnischen Infanteriedivision kampflos die Stadt Bautzen ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Quellen:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Spurensuche-Die Kämpfe um Weißenberg und Bautzen im April 1945“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Bautzen im April 1945“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urbanke, Axel: „Endkampf um das Reichsgebiet 1944-1945 Ostfront“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 5,6,7/1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefechtsberichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.511 Luga/Stiebitz/Nadelwitz ====&lt;br /&gt;
GM Nr.26 SC 1.PPK an BH mot. und Pz-Truppen 1.UKF, 24.04.45 12 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     In Erfüllung des GB des Korpskommandeurs ging die 2. PBr um 10 Uhr zum A über und blockierte um 12 Uhr nach Überwindung heftigen Feuerwiderstandes durch den Gegner an der Chaussee 1 km S Stiebitz. Dabei wurden 2 Panzer, 1 SPW und 3 Kfz. des Gegners abgeschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 3.PBr trifft auf außergewöhnlich heftigen Feuerwiderstand gegnerischer Art. und GW aus Richtung Gutshof Nadelwitz, Kasernengebäude am Gutshof an der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     1.mot. Inf. Br: die Schützenbataillone befinden sich O der Chaussee Doberschütz, Bautzen im Abschnitt: Kreuzung der Chaussee mit der AB, Kreuzung der Landstraße mit der Chaussee 1 km NW Höhe 189,0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.513 Bautzen/Nimschütz/Doberschau/Wartha ====&lt;br /&gt;
GM Nr.93 der Führung der 2.PA an die Führung der 1.UKF,24.04.45 14 Uhr (K:100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1.PPK vernichtet im ZW mit dem 48.SK und dem 7.mGK die gegnerische Panzergruppierung am SW, SO OR Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1. mot. Inf. Br verteidigt sich im Abschnitt 1 km NO Bautzen, Wegegabelung O Nimschütz. Die 2.PBr ging zum Angriff über und erreichte um 17 Uhr die Flussbiegung SW Bautzen, wo sie das W Flussufer säuberte. Die 3.PBr ging in Richtung Sokulahora, Doberschau zum Angriff über und erreichte die Wegegabelung 1 km SO Bautzen. 7 Panzer blieben wegen TS-Mangel liegen. Korpsstab: Großwelka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Um 13 Uhr traf eine Kolonne von 250 Kfz. unter Führung des Stellvertreter Chefs RD der Front mit TS und Diesel für die Panzer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Armeestab ab 6 Uhr 24.04.45 Wartha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH (Befehlshaber) der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.514 Bautzen ====&lt;br /&gt;
Meldung der Führung der 2.PA an Führung 1.UKF über die Lage in Bautzen, 24.04.45 15 Uhr Neudorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht während der Gespräche mit General Petrow meldete ich ihm, das Kortschagin nur den Südlichen Teil von BZ aufgegeben hat, so jedenfalls informierte mich Kortschagin.  Es ist jedoch zu vermuten, dass zu diesem Zeitpunkt die gesamte Stadt mit Ausnahme einzelner Widerstandsherde in den Händen des Gegners war. Seit heute Morgen gibt es Gefechte um die Stadt. Ich habe Kortschagin, dem Korpskommandeur Rogossni mit seiner 254.SD ein Regiment der Panzerjägerbrigade und ein Regiment SU -76 zugeteilt und unterstütze ihn mit zwei PBr, die Schläge aus O und SO sowie W und SW führen. Ich habe meiner gesamten Artillerie befohlen, den Kampf um BZ zu unterstützen. Ich habe in Ihrem Namen Kortschagin aufgefordert, die Lage wiederherzustellen und die Stadt koste es was es wolle zu halten. Seit dem Morgen führen wir Gefechte um BZ, ohne irgendwelche spürbaren Ergebnisse. Das Fehlen der Infanterie macht sich bemerkbar. Die Panzer und SFL greifen selbständig an und erleiden Verluste durch gestreckte Ladungen und Artillerie des Gegners. Wir brauchen Infanterie. Ich bitte um Ihre Weisungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Zur vollständigen Einnahme und zum Halten der wichtigen Straßenknoten in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Zur Deckung der 30 km breiten und nicht gesicherten Bresche zwischen BZ und der linken Flanke der 9. ID durch die in der vergangenen Nacht und seit morgens den ganze Tag gegnerische Gruppen in Kompanie- und Bataillonsstärke mit gepanzerten Fahrzeugen in die rückwertigen Räume der 9. und 8. ID einsickern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Für einen Schlag am linken Ufer der Spree und den „Weißen Schöps“ in Richtung Korotejew mit dem Ziel, den eingesickerten Gegner schnellstens zu liquidieren. Dazu bitte ich um die Erlaubnis, unverzüglich meine 10., 7., und Teile der 5.ID aus S in den Raum Königswartha zu verlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Swierszewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.515 Autobahn/Rattwitz/Bolbritz/Kreckwitz/ Basankwitz/Niedergurig ====&lt;br /&gt;
GM Nr.27 SC 1.PPK an Führung 2.PA, 24.04.45 15 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Nach Einnahme von BZ begann der Gegner mit Unterstützung von starkem Artillerie- und Granatwerfer-Feuer in kleinen Gruppen entlang der Autobahn nach W und NW durchzubrechen. Unter starker Feuereinwirkung verließ die 14.PJBr um 14 Uhr den Raum Rattwitz nach N. Ein Angriff gegnerischer Panzer und Infanterie in Richtung Oberuhna wurde abgeschlagen. Es wurden 2 Panzer abgeschossen. Die restlichen drehten nach W ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Um 14.30 Uhr brach der Gegner mit einer Kompanie in Bolbritz durch. Die restlichen kleinen Gruppen drehten nach W und nördlich davon. Im Raum Kreckwitz handelten bis 2 Bttr des Gegners, in Basankwitz bis 1 Bttr, in Niedergurig bis 1 Bttr und am N OR 1 Bttr Artillerie und GW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Die TT des Korps setzen die Erfüllung ihrer Aufgabe fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.520 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 18.00 Uhr, Salzenforst. - Gefechtsbericht Nr. 0010 des Kommandeurs des 28. Panzerartillerieregiments über die Kampfhandlungen des Regiments in der Region Salzenforst. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Das 28. SFL-AR (Selbstfahrlafetten-Artillerie-Regiment) wurden zur Verteidigung am nordwestlichen Rand von Salzenforst eingesetzt. Um 11:00 Uhr 24.IV.1945, wurden 2 gepanzerte Geschütze SU-85 entsandt, um den rechten Flügel des Panzerangriffs im Wald 1,5 km südlich von Salzenforst zu unterstützen, eines der Geschütze wurde beschädigt (von einer Kanone durchbohrt) und der Geschützkommandant wurde tödlich verwundet. Die restlichen Kampffahrzeuge befinden sich in der Verteidigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Inventar der SFL (Selbstfahrlafette oder Geschützpanzer) SU-85 im Regiment - 20. Der tatsächliche Zustand – 12 bereit zum Kampf. In der Zeit vom 16. bis 24.IV.1945 wurden beschädigt: 3 Geschütze im Gebiet Horka, eines im Gebiet Klix, und eines im Gebiet Salzenforst. Ein Geschütz versank in einem Sumpf im Bereich der Schule Horka, zwei Kampffahrzeuge wurden in der Gegend Horka aufgrund einer technischen Störung zurückgelassen. Insgesamt 8 SU-85 Panzergeschütze (Gefechtsfahrzeuge) außerhalb der Kampfformationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Versorgungsstatus des Regiments: Treibstoff - Dieselkraftstoff 0,7 TF, Benzin - 0,25 TF, Munition - 1 KS; Essen - 2 Rationen pro Tag. Darüber hinaus gibt es in der Gegend von Algier (500 nw Geheege-Ortsteil von Rothenburg): Treibstoff - Dieselkraftstoff 1,5 TF, Benzin 1,5 TF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Verbindung mit dem Armeestab durch die Verbindungsoffiziere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef                                                           Befehlshaber des 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Czubczenko, Major                                       Panzerabwehrartillerieregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                                                                  M. Zubkow, Oberstleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TF – Tankfüllung;  KS - Kampfsatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 521Welka/Niedergurig/Nimschütz ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 18.00 Uhr Welka. – Gefechtsbericht Nr. 080 des Leiters der OPL-Abteilung der 2. Polnischen Armee WP (Wielko Polska – Großpolen?) an den Befehlshaber der 2. poln. Armee WP über die Aktivitäten der feindlichen Luftwaffe und der OPL-Einheiten der Armee. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Armeeeinheiten kämpfen an den bestehenden Grenzen und Regionen. Die feindliche Panzergruppe, die im Rücken der Armee operierte, griff Niedergurig und Nimschütz an; Angriffe wurden abgewehrt. Die zweite Gruppe, die nach unvollständigen Angaben etwa 200 Kampffahrzeuge zählt, griff Bautzen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Während des letzten Tages wurden auf der Landebahn der Armee 43 FW-190 Flugzeuge entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die feindliche Luftwaffe führte Aufklärung über der Kampfgruppe der Truppen, vor allem auf der Straße Bautzen, Malschwitz, Guttau und Bautzen, Königswartha durch. Die Aufklärung erfolgte mit Flugzeugen des Typs He-111, und besonders intensiv mit FW-190 in einer Höhe von 1000 -3000 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Gruppe von 6- 10 Flugzeugen FW-190 der feindlichen Luftwaffe bombardierte und attackierte mit Waffen die Fahrzeugkolonne von 250 Frontfahrzeugen, welche auf der Straße von Welka nach Neudorf Munition und MPS für unsere Armee mitgeführte. 60 rotierende Antipersonenbomben sowie 11 FAB-50 wurden abgeworfen. Es verbrannten 8 Autos auf der Straße von Welka nach Neudorf und 9 Fahrzeuge im Wald nördlich von Neudorf. Die feindliche Luftwaffe griff die Straße Großwelka Königswartha an. 2 Stunden lang bombardierte und beschoß eine Gruppe von 5-6 Flugzeugen FW-190 diese systematisch mit Bordwaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Das Regiment, das die Frontkolonne deckte, feuerte. Es gab keine abgeschossenen Flugzeuge. Munitionsverbrauch unbekannt. Die Einheiten der 3. Flak-Division feuerten nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Das Flak-Artilleriefeuer schoss keine feindlichen Flugzeuge ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Bestand und Verbrauch der Munition. Flakdivision:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbrauch:   85 mm – 0 KS             Bestand:            85mm – 1,2 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      37 mm – 0 KS                                    37 mm – 1,7 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      12,7 mm – 0 KS                                 12,7 mm – 1,2 KS   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 528 Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 20.00 Uhr (Luga). – Gefechtsbericht Nr.28 des Stabschefs des 1. Panzerkorps an den Kommandeur der 2. poln. Armee WP über die Kämpfe des Korps in Bautzen. Karte 1:100 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 20.00 Uhr 24.IV.1945 befahl der Korpskommandeur: die 2. Panzerbrigade mit einem Bataillon des 34. Infanterieregiments den Feind zurückzuschlagen, der in den westlichen Rand einbrach. Während der zweistündigen Kämpfe wurden sechs Panzer „Tiger“ und „Ferdinand“ beschädigt. Aus dem Hinterhalt beschädigte und verbrannte der Feind mit „Tiger“ und „Ferdinand“ fünf unserer Panzer. Etwa 25 feindliche schwere Panzer, massiv unterstützt durch ein Infanteriebataillon, griffen die Gefechtsformationen unserer und benachbarter Truppen am westlichen Rand von Bautzen an. Infanterie und Artillerie benachbarter Truppen befinden sich östlich von uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                     Chef des 1. Stabskorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                     A. Jerisow, Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.531 Stiebitz/Teichnitz/Burk ====&lt;br /&gt;
GM 2.Poln. Armee an Führung 1.UKF, 24.04.45 22 Uhr (Neudorf), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Der Gegner leistete mit zerstreuten Einheiten der PGD „Brandenburg“, dem 114.Marschbataillon, dem 185.Volkssturm. Btl. im Verlaufe des 24.04.1945 heftigen Widerstand und führte GA mit bis zu 1 Bataillon unterstützt durch 5-6 Panzer. Die generische Luftwaffe bombardierte im Verlauf des gesamten 24.04.45 mit Gruppen von bis 30 Flugzeugen (Messerschmitt) unsere Gefechtsordnung und die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Armee im Verlauf des 24.IV.1945: Die 10. PD war im Angriffsgefecht, ..... auf der Linie: 2km südwestlich Neustadt, ....  Die 5. 8. Und 9. PD im vorigen Gebiet befahlen den Abwehrkampf und wehrten eine kleine Gruppe von Feinden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Das 1.PPK mit den 7.mGK und die 254.SD des 48.SK führen mit wechselndem Erfolg Gefechte um Bautzen. Am 24.04.45 20 Uhr setzten sich die TT im Abschnitt Stiebitz, Teichnitz, 2 km SW Burk fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Kfz.-Kolonne der Front mit Munition und Treibstoff traf im Raum Neudorf ein. Dorthin kamen Vertreter der TT zur Übernahme von TS und Munition. Das 1.PPK erhielt keinen TS infolge der aktiven Handlungen der gegnerischen Luftwaffe auf die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Nachrichtenverbindung zu den TT der Armee über Funk und Verbindungsoffiziere. Die Drahtverbindung arbeitete mit Unterbrechung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Ich habe mich entschlossen die Erfüllung der gestellten Aufgabe fortzusetzen und mit dem 1.PPK Gefechte zur Einnahme von Bautzen zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 532 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 23.00 Uhr, Salzenforst – Gefechtsmeldung des Kommandeurs des 5. Schweren Panzerregiments an den Befehlshaber der 2. Poln. Armee über die Gefahr der Gefangennahme durch den Feind bei Salzenforst und der Rückzug des Regiments auf den neuen Verteidigungsabschnitt: Wald 1 km südwestlich von Welka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.IV.1945 ab 12.00 Uhr kämpfte das Regiment gegen feindliche Panzer und Infanterie, die aus dem Gebiet von Bolbritz und dem westlichen Rand von Bautzen kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Panzer, von schwerem Artillerie- und Flugzeugfeuer unterstützt, rückten am 24.IV.1945 22.00 Uhr bis Salzenforst vor. Das Regiment zog sich auf die neue Verteidigungslinie zurück – Wald 1 km südwestlich von Welka. Verluste: 3 Panzer T-34 85mm. Unsere Infanterie gibt es nicht und es gab sie nicht. Das Regiment kämpfte nur mit seinen Gefechtsfahrzeugen. Bitte um weitere Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommandeur des 5. Selbstständigen schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.533 Neudorf/Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 25.IV., 2.00 Neudorf. - Der Gefechtsbefehl des Stabschefs der 2. Armee WP definiert die Aufgaben der Truppen für den Tag 25. April 1945. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befehlshaber der Armee befahl am 25.IV.1945 die folgenden Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    8. Infanteriedivision - nach Bereitstellung im Bereich Luga, Quoos und im Wäldchen nördlich von Quoos beginnen Sie am 25.IV.1945 um 9.00 Uhr den Vormarsch in Richtung Königswartha bis zum Aufeinandertreffen mit Einheiten der 14. Gardeschützendivision und nehmen Sie Kontakt mit Ihnen auf. Anschließend greifen Sie in Richtung Guttau, Kleinsaubernitz an um die Truppen der 7. Und 10. Infanteriedivision zu erreichen und sich mit diesen zu verbinden. Divisionsstab – Quoos, danach Sdier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    10. Infanteriedivision – Angriff nach Süden in Richtung Uhyst, Sdier; vereinigen sie sich mit den Einheiten der 8. Infanteriedivision. Divisionsstab: - Nochten, danach Uhyst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    7. Infanteriedivision fährt mit dem Angriff Richtung Dauban fort und weiter westlich schließen Sie sich den Truppen der 8. Infanteriedivision an, die nach Osten vorrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.    Die 5. und 9. Infanteriedivision - Verteidigung auf breiter Front auf der Linie: 5. Inf.-Div. - östlicher Rand von Kamenz und die 9. Inf.-Div. – Helenau, Bischheim, Nieder Lichtenau, Höhe 306,2, Lichtenberg, Höhe 296,3, Höhe 305,6, Höhe 299,5, Gemeindebusch - decken Sie die Richtung Dresden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.    1. Panzerkorps - Führen Sie in Zusammenarbeit mit dem 7.mech. Gardekorps die zuvor erhaltene Aufgabe gemäß dem Kampfbefehl Nr. 11554 durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.    Führen Sie Aktionen entschlossen und entschieden durch und sorgen Sie vor allem für eine effiziente und flexible Führung der Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.    Armeestab -Neudorf (4km südlich von Königswartha).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.    Bestätigen Sie den Empfang der Befehle, und berichten Sie über die erteilten Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Operationsabteilung                    Stabschef der 2. Armee WP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S. Noss, Oberst                                               J. Sankowski, Brigadegeneral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 534 Großwelka/Großdubrau/Neumalsitz ====&lt;br /&gt;
1945, 25. April, 2.30 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 18 des Stabschefs des 1. Panzerkorps zum Halten der Verteidigungsstellungen des Korps entlang der Grenze Klein- und Großwelka, Fluß Spree. Karte 1:100000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Befehl des Armeekommandanten befahl der Korpskommandant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     4. Panzerbrigade mit den zugewiesenen Truppen - verteidigen Sie sich weiterhin an der aktuellen Grenze und achten dabei besonders auf den linken Flügel. Gefechtsstand - südlicher Abschnitt Großdubrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     3. Panzerbrigade) - bis 6.00 Uhr ziehen sich ihre Truppen über die Spreeübergänge zurück. und beziehen sie die Verteidigung an der Grenze der Höhe 193.0, Klein- und Großwelka. Ausgehend von der Linie halten Sie sich ab 10.00 Uhr in Bereitschaft zum Gegenangriff auf den Feind in Richtung: Rattwitz, Bloaschütz, Nimschütz. Gefechtsstand – westlicher Rand Großwelka. Unterstützt durch das 27. SFL-Art.-Reg. (Panzerjäger-Regiment).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     2. Panzerbrigade - unter dem Kommando des stellvertretenden Brigade Kommandeurs - Oberstleutnant Dmitriev, herausfahren seiner Panzer, in der Gegend von Strohschütz aufstellen und dem Kommandeur der 3. Panzerbrigade zur Verfügung zu stellen. Die rückwärtigen Dienste der Brigade konzentrieren sich in den Wäldern nördlich von Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     1. mot. Inf.-Brigade) mit dem 2. Granatwerferregiment - ziehen Sie sich sofort in kleinen Gruppen von dem besetzten Abschnitt zurück und nehmen Sie die Verteidigung entlang des Westufers der Spree ein. Gefechtsstand – Neu Malsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     25. und 24. SFL-Artillerie-Regiment, 1. Geschoßwerferabteilung und das 47. Artillerie-Regiment - die Hauptkräfte bleiben bis zum Morgen des 25.IV.1945 im bisherigen Gebiet und übernehmen die Verteidigung gemäß den Anweisungen des Artilleriekommandeurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Leiter der Aufklärung - organisieren Sie die nächtliche Aufklärung im Gebiet Bunzlau? (Bolbritz!?) mit der Aufgabe zur Bestimmung der Zusammensetzung und Gruppierung feindlicher Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Stellvertretender Brigadekommandeur für rückwärtige Dienste - Nachschub von Treibstoff und Munition gemäß den Richtlinien des Leiters des Rückwärtigen Dienstes sicherstellen. Gefechtsstand – 6. Nachrichtenbataillon?), 2. Kradschützen-Bataillon, 15. Pionierbataillon bis zum Morgen des 25.IV.1945. – Luga. 15. Pionierbataillon schirmt ab und geht an Luga heran in westlicher und nördlicher Richtung. Rückwärtige Dienste Raum Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Gefechtsstand Korps ab 6.00 Uhr – Großwelka, ab 6.00 Uhr – Luga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.     2. Kradschützen-Bataillon) – bezieht Stellung im Gebiet von Übigau, um den Stab des Korps von Norden abzuschirmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.  Es sollen Berichte vorgelegt werden: über die Uhrzeit des Marschbeginns und über das Zusammenstoßen mit dem Feind, dann stündlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                                 Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                          A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.535 Großwelka/Quoos/Übigau ====&lt;br /&gt;
1945, 25 April, 3.00 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 019 des Stabschefs des 1. Panzerkorps über den Übergang des 4. Panzerbrigade und der 1. mot. Inf.-Brigade in die Reserve des Armeebefehlshabers und die Unterstellung der 3. Panzerbrigade unter den Kommandeur der 8. Infanteriedivision. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemäß dem Gefechtsbefehl des Stabes der 2. polnischen Armee WP vom 25.IV.1945 befahl der Korpskommandeur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     3. Panzerbrigade, 24.,25. und 27. SFL-Artillerieregiment wird der 8. Infanteriedivision zugewiesen. Zugewiesene Truppen verstärken die Verteidigung der Division. Tarnen sie die Kampffahrzeuge und organisieren Sie Panzerhinterhalte auf der Linie: a) Kreckwitz, Höhe 193,0, Großwelka; b) Horka, Übigau, Radibor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Granatwerferregiment sowie die 1. Geschoßwerferabteilung werden der 9. Infanteriedivision zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die 4. Panzerbrigade, ohne ein einziges Panzerbataillon– die Reserve des Armeekommandanten – ist bis 7.00 Uhr im Zentrum von Quoos. Ein Bataillon soll dem 17. Infanterie-Regiment mit der Aufgabe des gemeinsamen Kampfes in der Region Sdier zugeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Die 1. mot. Inf.-Brigade bildet zusammen mit der 4. Panzerbrigade eine mobile Reserve des Armeekommandanten, um den zweiten Verteidigungsabschnitt auf der Linie Übigau – Quoos zu besetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Kommandeure der zugewiesenen Truppen - melden sich bis 8.00 Uhr des 25.IV.1945 bei den Divisionskommandeuren, um von ihnen Gefechtsaufgabenaufgaben zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Gefechtsstände: 8. Infanteriedivision – Quoos, 9. Infanteriedivision – Horka 8048 (russ. Koordinate).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Über die Ausführung ist bis 10.00 Uhr 25.IV.1945 Meldung zu erstatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Artilleriekommandant - sorgen Sie für den rechtzeitigen Abzug der Abteilungen und deren Konzentration im neuen Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.536 Kleinwelka/Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945; 25. April 3.00 Uhr, Kleinwelka. - Gefechtsbericht Nr. 011 des Stabschefs des 5. schweren Panzerregiments über die Kämpfe der 1. Panzerkompanie in der Umgebung Salzenforst. Karte 1:50000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich melde, dass beim Angriff der 1. Kompanie des 5. schweren Panzer-Regiments um 18.00 Uhr am 24.IV.1945 in Richtung Salzenforst zwei Panzer &amp;quot;Tiger&amp;quot; ausbrannten und einer in der Gegend von Salzenforst beschädigt wurde. Derzeit besetzt die 1. Kompanie Feuerstellungen am südlichen Rand des Wäldchens 500 m nordöstlich von Salzenforst. Die Kompanie erlitt keine Verluste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef des 5. Unabhängigen (selbstständigen) schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Panzergrenadier-Division Brandenburg ====&lt;br /&gt;
Von Anfang März bis Mitte April 1945 stand die Division im Raum Weißwasser an der Lausitzer Neiße. Bei dem erneuten sowjetischen Großangriff der Roten Armee am 16. April wurde die Division schließlich im Raum Rothenburg-Penzig (nördlich Görlitz) eingekesselt, konnte jedoch schon am 20. April nach Löbau ausbrechen. Nachdem die Reste der Division um Bautzen gekämpft hatten, wurden sie am 3. Mai 1945 per Bahn in den Raum Mährisch-Ostrau in das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren verbracht. Anfang Mai 1945 kämpften dort immer noch Einheiten der Division bei Olmütz und zogen sich bis in den Raum Deutsch-Brod zurück. Nach der Kapitulation der Wehrmacht marschierte ein Teil der Division nach Westen, während andere Teile sich einfach auflösten. Ein großer Teil ging in Tabor in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Vielfach wurden Angehörige der Division von der tschechischen Bevölkerung ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisberichte von Salzenforster Einwohnern ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H.-J. Schneider *02.01.1941 Salzenforst Nr.28:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;In der Nacht vom 13. zum 14. 02 1945 konnten wir von Salzenforst aus einen hellen Schein in Richtung Dresden erkennen. Ich war gerade 4 Jahre alt. Es wurde gesagt, Dresden brennt. Man sprach davon, daß vorher Christbäume von Aufklärungsflugzeugen gesetzt wurden (sogenannte brennende Fackeln), um den Bomben die Ziele zu markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dann die Kriegshandlungen näher rückten, wurden mit unseren Nachbarn sowie im gesamten Viertel, auch Ziegenviertel genannt, (dort wohnten Witschas, Schulze, Schneider, Hänsch, Paulik, Polan, Dresler und Heine), Maßnahmen ergriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männer, außer Johann Polan, waren eingezogen oder bereits verstorben. Bei den ersten Kriegshandlungen fuhren wir mit unseren Kuhgespannen in die Sandgrube in Richtung Uhna - Schmochtitz. Hier flogen mit heulendem Geräusch die Granaten über uns. Als dieser Angriff vorüber war, kehrten wir wieder in unsere Gehöfte zurück. Die Kriegshandlungen rückten immer näher und uns wurde befohlen, Salzenforst zu verlassen. Wir flüchteten mit unseren Kuhgespannen +ber Sohland bis nach Schluckenau. Unser Wagen war bepackt mit Futter für die Kühe, 5 Gänse, ein Krug mit Sahne (aus der durch das Geschüttel Butter wurde) und ein paar Habseligkeiten für Mutter, Tante und uns 2 Jungs. Dort erlebten wir auch Fliegeralarm und suchten in Kellern Unterschutz. Kann mich aber an Bombenexplosionen nicht erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir wieder zu Hause waren, konnten wir keine großen Schäden erkennen. In unserer Hofeinfahrt stand ein kaputtes Halbraupenfahrzeug und bei Schulzes- oder Witschas Scheune, ich weiß es nicht mehr genau, war durch ein Panzer eine Gebäudeecke stark beschädigt. Die beschädigten Kriegsgeräte und die freiliegende Munition wurden noch von der Wehrmacht weggeräumt. Die &amp;quot;Russen&amp;quot; rückten dann ins Dorf ein und Nachbars Polan Friedel wurde zwischen uns zwei Jungs im Bett versteckt, denn Kinder wurden in Ruhe gelassen. In unserem Haus war für kurze Zeit auch ein russischer Offizier einquartiert, so daß wir relative Ruhe hatten. Dann wurden Leute aus dem Dorf verpflichtet, Vieh aus den Ställen der Bauern in Richtung Osten zu treiben. Wir behielten aber unser Vieh. Später kamen die &amp;quot;Russen&amp;quot; mit ihren Panjewagen ins Dorf gefahren und tauschten Gegenstände (auch Spielzeug) gegen Lebensmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Vater kam im Herbst 1945 aus der Gefangenschaft abgemagert zurück. Da er nur ein Auge besaß und auf der anderen Seite ein Glasauge trug und dieses wegwarf, wurde er als Invalide aus der Gefangenschaft entlassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin Schulze Haus Nr. 29:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 14 Jahren erlebte er die Kämpfe in und um Salzenforst hautnah mit. Gemeinsam mit Älteren vom Volkssturm sollte er als Hitlerjunge Panzersperren errichten. Die Deutschen griffen Salzenforst von Bolbritz und Uhna aus an. Die Scheune seines elterlichen Gehöftes wurde durch Panzerbeschuß stark beschädigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martha Worm Haus Nr.24:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine alleinstehende Großmutter begab sich mit ihren 2 Töchtern auf die Flucht Richtung Sächsische Schweiz nach Rathmannsdorf zu Verwandten. Wie so viele konnten sie nur das Notwendigste mitnehmen. Nach ihrer Rückkehr waren Haus und Hof geplündert. Das versteckte Hab und Gut wurde von den russischen Soldaten, welche einquartiert waren, gefunden und konfisziert. Mein Vater Ferdinand Worm, froh, den Krieg überlebt zu haben, floh aus englischer Gefangenschaft und kam über Umwege 1946 nach Hause.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Karl Domschke Haus Nr.14 und Moldenhauer Haus Nr.16c, Schatte, Weiß:&#039;&#039;&#039;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Domschke war bei der Erschießung der jüdischen Frauen zugegen. (Manfred gibt Bericht). Erlebnisse s. u. &amp;quot;Judendenkmal&amp;quot;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene Einwohner ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in Salzenforst wurden mit der gleichen Härte geführt wie überall um Bautzen. Es wurden zahlreiche Gebäude im Ort durch Artillerie- und Panzerbeschuss zerstört. Lt. Ortschronik starben bei den Kämpfen 6 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22.04.45 wurde &#039;&#039;&#039;Karl Pietschmann&#039;&#039;&#039; durch einen deutschen Wachposten auf dem Feld erschossen, weil er nicht stehen blieb. Man sagt, Karl war geistig verwirrt. Die Chronik berichtet, dass Herr Pietschmann die Kühe auf der Wiese umpflocken wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus Nr.33 (ehemals Dreßler) war eine Anzahl zurückgebliebener Einwohner im Keller eingesperrt. Der pensionierte Schulmeister Wange hatte eine weiße Fahne oder Taschentuch gehisst und sich wieder in das Haus zurückbegeben. Die deutschen Soldaten vermuteten einen Hinterhalt der Polen und warfen eine oder mehrere Handgranaten in das Haus. Herr Wange war sofort tot und Frau Suschke und Frau Preusche starben an ihren schweren Verletzungen (Pietsch, Karl: „Ortschronik Salzenforst“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Margarethe Suschke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Maria Auguste Preusche&#039;&#039;&#039; (1. Frau von Preusche, Hermann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Herr &#039;&#039;&#039;Ernst Heinrich Richard Wange&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kam es zu einem tragischen Unfall.  Die 7-jährigen Kinder &#039;&#039;&#039;Wolfgang Mattitza&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Günter Jentsch&#039;&#039;&#039; spielten am 23.05.1945 auf dem Feld von Domschke (jetzt Kreisverkehr) Hascher. Dabei fanden sie eine Stielhandgranate und da sie nicht wussten, um was es sich handelte, schmissen sie diese weg. Durch die Explosion wurden beide Kinder schwer verletzt. Nachdem man sie fand, wurden sie mit dem Fuhrwerk nach Bautzen gebracht. Wolfgang M. verlor das rechte Auge, Günter J. verstarb am nächsten Tag im St. Benno Krankenhaus in Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene ausländische Bürger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maslanka, Feliks Tod.jpg|mini|548x548px|Bekanntmachung zur Hinrichtung von Feliks Maslanka]]&lt;br /&gt;
Während des Krieges waren im Ort ausländische Bürger zur Arbeit auf den Bauernhöfen gezwungen (sog. „Zwangsarbeiter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod des Zwangsarbeiters &#039;&#039;&#039;Feliks Maslanka&#039;&#039;&#039; aus Polen wurde am 13.02.42 durch die Gestapo Dresden angezeigt. Augenzeugen berichteten, dass während des Krieges ein Zwangsarbeiter erhängt wurde, weil dieser eine Liaison mit einer Deutschen gehabt haben soll. Das war Herr Maslanka. Die Hinrichtung fand ganz in der Nähe des Chorberges statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau &#039;&#039;&#039;Anna Hortaszko&#039;&#039;&#039;, ebenfalls Zwangsarbeiterin aus Polen, verstarb lt. Sterbeurkunde am 05.04.45 um 22 Uhr mit 23 Jahren an einem Herzschlag. Sie wurde im Waschhaus des Hauses Nr.17 tot aufgefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;KZ - Häftling mit der Nr. 186443&#039;&#039;&#039; ist am 10.02.1945 gegen 17 Uhr am Pfahl 48/5 des Bahndammes der Reichseisenbahn in Stiebitz tot aufgefunden worden. Es war &#039;&#039;&#039;Rene&#039;&#039;&#039; Louis Jean Gabriel &#039;&#039;&#039;Stouff&#039;&#039;&#039;; geboren am 03.03.1920 in Arbois/Frankreich. Am 30.4.1944 kam er mit dem Transport aus Paris am KL Auschwitz an. Nach dem &#039;&#039;Kalender der historischen Ereignisse im KL Auschwitz&#039;&#039; [&#039;&#039;Kalendarium wydarzeń w KL Auschwitz&#039;&#039;], S. 649 von D. Czech wurden die Häftlinge am 30.04.1944 aus Paris gebracht. Sie erhielten Nummern von 184 936 bis 186 590 (Archiv des Museums Gross-Rosen). Letzter Eintrag in der Datei: 14.8.1944 r. KL Birkenau, B II f, Block 11. Von Rene Stouff wissen wir, dass dieser am 7.5/9.5.1944, 31.7./1.8.1944 und 7./8.1944 sowie am 14.8.1944 vom Lagerarzt im KZ Auschwitz untersucht wurde. Er wurde am  18.01.45 von Auschwitz-Birkenau deportiert, danach für einige Tage im KL Groß-Rosen untergebracht. Auf dem weiteren Transport mit der Reichsbahn in Richtung Mauthausen von der SS am 03.02.1945 getötet. Sein lebloser Körper wurde in der Nähe von Bautzen aus dem Zug geworfen. (Such- und Bescheinigungsvorgang Nr. 208.355 /Arolsen Archiv)     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Soldatengrab auf dem Friedhof Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik.png|mini]]&lt;br /&gt;
Wann das Grab mit dem Grabstein errichtet wurde, ist nicht mehr bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulz, Albert                      &#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;20.07.1920                                                                †25.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldwebel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Baumgarten, Johann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1926 Saarlautern                                        †April 1945 in Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schütze der St.Kp.II G.E.R. mot. G.D. -1797-         am Garten von Holland Nr.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater: August Baumgarten Saarlautern I; Saarstr. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Krepela, Friedrich aus Wien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1921 Wien                                                      †25.04.1945 Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soldat                                                                        Hausgarten bei Seidler Nr.11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Truppe: Edelweiß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RAD Feldnachschublager FP-Nr.46927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmidt, Gerhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;25.01.1922 Halbemond (Ostfriesland)                 †29.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obergefreiter des 2.FschPzGrenReg.1HG          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rebel, Bernhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;14.01.1927 Schwerstedt (Ettersberg/Weimar oder bei Straußfurt/Sömmerda) †04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwabe, Günther Manfred Hermann Ernst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;08.04.1926 Frankfurt/Main                                    †25.04.1945 in Temritz gefallen (Sterbe-Urk. Kleinwelka 7/46)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier; vermutlich II.Fsch.PZ.Gren.Reg.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abiturient/evangelisch/ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohnhaft in Sondershausen, Göldnerstraße 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: Berndt, Eberhard)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchhalteparolen zu Kriegsende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Befehle von der Führung ====&lt;br /&gt;
Anfang März Generaloberst Guderian: &#039;&#039;&amp;quot;Der deutsche Ostkämpfer weiß, daß dies der letzte und entscheidende Kampf ist, der über den Fortbestand unseres Volkes und unserer Nation entscheidet ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. März Dr. Goebbels: &#039;&#039;&amp;quot;..... schlagt die Bolschewisten, wo ihr sie trefft! ... Niemals wird die Kunde kommen, daß wir kapitulieren...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. März A. Hitler: &#039;&#039;&amp;quot;es gibt nur ein Gebot, mit verbissener Entschlossenheit allles zu tun, um den Gefahren zu trotzen, die Wende wieder herbeizuführen und zu dem Zweck dieWiderstandskraft unseres Volkes und die seiner Wehrmacht materiell und geistig zu stärken. Ebenso groß muß aber unser Fanatismus in der vernichtung derjenigen sein, die sich dem zu widersetzen suchen ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
02. April Reichsminister und Privatsekretär M. Bormann: &#039;&#039;&amp;quot;... der Kampf gegen den ins Reich eingedrungenen Gegner ist überall mit aller Unnachgiebigkeit und Unerbittlichkeit zu führen ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Reichsführer der SS Heinrich Himmler: &#039;&#039;&amp;quot;... jedes Dorf und jede Stadt werde mit allen Mitteln gehalten. Jededr für die Verteidigung eines Ortes verantwortliche deutsche Mann, der gegen diese selbstverständliche nationale Pflicht verstößt, verliert Ehre und Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Oberkommando der Wehrmacht Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel: &#039;&#039;&amp;quot;... Städte liegen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Sie müssen daher bis zum äußersten verteidigt und gehalten werden ... für die Befolgung des Befehls sind die in jeder Stadt ernannten Kampfkommandanten persönlich verantwortlich. Handeln sie dieser soldatischen Pflicht und ASufgabe zuwider, sowie alle zivilen Amtspersonen, die den Kampfkommandanten von der Pflicht abspenstig zu machen versuchen, oder gar bei der Erfüllung seiner Aufgaben behindern, werden zum Tode verurteilt ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führerbefehl Adolf Hitlers vom 16. April 1945: &#039;&#039;&amp;quot;Wer euch Befehl zum Rückzug gibt, ohne das ihr ihn genau kennt, ist sofort festzunehmen und nötigenfalls augenblicklich umzulegen, ganz gleich, welchen Rang er besitzt.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befehl von Generalfeldmarschall Ferdinand Schoerner an die Kommandeure: &#039;&#039;&amp;quot;Ich kenne keine Begriffe wie Absetzen, Zurückkämpfen, Einklappen.&amp;quot;&#039;&#039; Schoerner wird als brutalster aller Feldmarschäle bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. April Tagesbefehl Schoerner: &#039;&#039;&amp;quot;Wer seine Stellung verläßt, wird erschossen.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 6/1965)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Propaganda in Sachsen bzw. Bautzen ====&lt;br /&gt;
5. März Gauleiter Sachsen Martin Mutschmann. &#039;&#039;&amp;quot;Der Glaube an den Sieg muß erhalten bleiben und darf niemals durch ein etwaiges Vorrücken des Gegners zerbrechen. jed Meter Boden, den der Feind gewinnt, muß er mit einem ungeheuren Blutzoll erkaufen ... Nur der Tapfere behält das Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. März Kreisleiter Karl Martin vor den Bautzener Handwerks-u. Handelsbetrieben: &#039;&#039;&amp;quot;... Der Führer hat dieses Jahr als das Jahr der Wende bezeichnet. Auf sein Wort können wir uns unbedingt verlassen ... Für uns gilt es durchzuhalten, den Kopf hoch zu halten bis zu dem uns gewissen Endsieg ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. März Propagandaleiter Elsner (Großkundgebung in Bautzen): &#039;&#039;&amp;quot;... Mitten im Generalsturm unsrer Feinde müssen wir uns entscheiden, ob wir durchhalten wollen oder nicht, ob wir noch Vertrauen und Glauben an den Sieg haben ... Halten wir also aus und nehmen uns die deutschen Stützpunkte am Atlantik zum Vorbild! ...!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. April Gauleiter Mutschmann: &#039;&#039;&amp;quot;... Widerstand und Kampf bis zum Letzten! Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen und bedroht unsere Heimat mit Hunger und Elend, mit Tod und Verderben. Wer in dieser Not des Volkes gegen die Anordnungen der Partei und des Staates handelt und der nationalen Ehre unseres Volkes Schande macht, wird aus der Volksgemeinschaft ausgelöscht. jede Feindbegünstigung, sei es die Annahme von Geschenken, das Heraushängen weißer Tücher aus den Fenstern oder irgendeine Form der Anbiederung an den Feind ist Landesverrat und wird mit den Tode bestraft ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Geschichtsereignisse&amp;diff=907</id>
		<title>Geschichtsereignisse</title>
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		<updated>2025-11-26T10:01:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Dorfbrand am 19. April 1801 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Brände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfbrand am 19. April 1801 ===&lt;br /&gt;
An diesem Tag brach beim Bauer Lukas ein Feuer aus und legte 5 Bauerngüter und 8 Häuslernahrungen in Schutt und Asche. Die Brandversicherung in Sachsen bereits 1770 eingeführt worden, hatte noch nicht überall Eingang gefunden. Den Abgebrannten wurde durch freiwillige Sammlungen geholfen. (J. Schneider: &amp;quot;Als das Feuer wütete&amp;quot; NBZ Nr.11)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuersbrunst am 10.Mai 1812 ===&lt;br /&gt;
In den &amp;quot;Budissiner Nachrichten&amp;quot; vom 16.05.1812 ist folgendes zu lesen: In der Mittagsstunde des vorigen Sonntags (10.Mai), brach zu Salzenforst, während die meisten Bewohner zur Messe in Bautzen waren, ein plötzliches Feuer aus, welches, vom Winde schnell verbreitet, ungeachtet der Anstrengungen der Hilfeleistenden, binnen anderthalb Stunden 5 Bauernhöfe, 2 Gärtner- und 5 Häusleranwesen vollständig und von 2 Bauernhöfen die Wirtschaftsgebäude in Asche verwandelte. Ein gebrechlicher Auszügler, der noch zu retten versuchte, wurde dabei vom Feuer heftig beschädigt. Es verbrannten ferner 3 Pferde, 2 Kühe, 3 Kälber, 5 Schweine, 1 Hund und 84 Stück Schafvieh, viele Wagen, fast alle Ackergerätschaften, 354 Scheffel Getreide und Feldfrüchte, alle Futtervorräte sowie das Hausgeräte, die Betten und Kleider der meisten Verunglückten, sodaß mehrere nichts als die Kleider, in welcher sie aus der Kirche kamen, gegenwärtig besitzen. Acht der Abgebrannten erfuhren dieses Unglück zum zweitenmal. Mit Schulden, die sie bei dem wenig dankbaren Boden der Gegend und dem Drucke der Zeit bisher nicht abzutragen vermochten, hatten sie wieder aufgebaut und sind jetzt, da sie unglücklicherweise ihre Grundstücke, gleich den Übrigen, weit unter dem Werte versichern lassen, ohne ausreichende Mittel, von Neuem zu bauen. Bei diesem großen Elende der meisten Verunglückten können wir, so oft auch in gegenwärtigen Zeiten die Wohltätigkeit in Anspruch genommen wird, doch nicht umhin, edle Menschenfreunde un Unterstützung zu bitten, fest überzeugt, daß keiner, der es vermag, eine Beisteuer zur Linderung des Mangels dieser schuldlos Verarmten versagen werde. Schon sind von mehreren Herrschaften und Gemeinden Beiträge eingelangt. Der Bauer Hennig zu Salzenforst wird, unter Zuziehung der dortigen Gerichten die Natural- und unsere Kanzlei die Geldbeiträge, welche ferner eingehen dürften, annehmen, letzte auch, nebst uns, für gewissenhafte unparteiische Verteilung die möglichste Sorge tragen, und das Empfangene in diesen Blättern dankbar anzeigen. Möchte ein gesegneter Erfolg unsre Bitte begleiten!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;Sorbische Denkmale&amp;quot; von Trudla Malinkowa wird berichtet, daß das Wohnhaus von Johann Seiler (Nr.14), dem Vater von Handrij Zejler, bei dem Brand zerstört und danach neu errichtet worden ist.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfzerstörung vom 23.-25. April 1945 ===&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von 16 vollständig und 21 teilweise zerstörten Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Napoleon 1813 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleon in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleon.jpg|mini|Abb.: Postkarte mit dem Bildnis Napoleons]]&lt;br /&gt;
Vor und während der Schlacht bei Bautzen, welche am 21.Mai 1813 stattfand, hatte Napoleon seinen Beobachtungsposten in Salzenforst bei Kettan im Haus Nr. 1 eingerichtet; sein Hauptquartier dagegen in Kleinförstchen bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19./20.05.1813 führte der Hausbesitzer Juri (Georg) Kettan den Kaiser der Franzosen,  Napoleon Bonaparte, und seine Offiziere auf den Chorberg und erklärte die umliegenden Ortschaften (Chr. S. 14). Bereits am 15.05.1813 beschossen die Franzosen vom Chorberg mit Kanonen die Preußen bei Lubachau (Chr. S.16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird berichtet, daß Kettan, Juri stotterte und im Beisein der Franzosen nur auf der Ofenbank sitzen durfte. Ein gewisser Löschau aus Salzenforst hat die Franzosen im Mai 1813 durch die Spree geführt und ist nicht wieder heimgekehrt. (s. Chr. S. 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L. Oberhofer berichtet in &amp;quot;Geschichte der Stadt Bautzen&amp;quot; von 1963, daß es eine Napoleonsstube in Salzenforst gab; vermutlich in Haus Nr.1. Am 19.05.1813 ritt der Kaiser auf den Windmühlenberg bei Loga und die Wiwalze, um Beobachtungen anzustellen. Auf einer Felsenkuppe bei Stiebitz entwarf er seinen Angriffsplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichtlicher Hintergrund aus dem Buch von Ralf Schramm: „Der 19.Mai 1813 und seine Ursachen“: ====&lt;br /&gt;
Das XI. Korps der französischen Armee unter Marschall Macdonald marschierte am 15.05.1813 bis auf die Höhen von Klein-u. Oberförstchen, von wo aus er die verbündeten Armeen der Preußen und Russen sehen konnte, die vereint östlich der Spree hinter Bautzen stehen. Am Abend besetzte das Korps die Anhöhen von Gaußig bis Kleinwelka (S.42). Am 17.05. gegen 6Uhr abends unternahm Macdonald mit einem Teil des XI. Korps eine Erkennung, was eine Kanonade von beiden Seiten veranlaßte (S.46). Gegen Mittag des 18.05. verließ Napoleon Dresden und traf mit dem größten Teil der Garde in Hartha ein (S.54).  Am 19.05. stand das XI. Korps unter Marschall Macdonald vor Bautzen, das VI. Korps unter Marschall Marmont stand links von ihm, dem Dorf Nimschütz gegenüber. Den linken Flügel bildete das IV: Korps unter General Bertrand. Er schloß sich nördlich des IV. Korps an und lehnte an Kleinwelka. Die Garden und das I. Kavalleriekorps unter Latour-Maubourg stellten sich als Reserve zwischen Göda und Kleinförstchen zu beiden Seiten der Straße, die von Dresden nach Bautzen führt, auf. Am frühen Morgen des 19.05. verließ Napoleon Großharthau und nahm sein Hauptquartier in Kleinförstchen (S.57).&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto 1.jpg|mini|Napoleon bei Bautzen in der Nacht vom 20. zum 21. Mai 1813 (Paul Gavarni 1836)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleonmuseum-Gemaeldeecke.jpg|mini|Napoleon mit Gräfin Auguste Charlotte am Sonnentempel in Schmochtitz (Napoleonmuseum Georgewitz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Temritz ====&lt;br /&gt;
1813: von den Russischen Truppen wurde das Koban&#039;sche Gut in Temritz in Brand gesteckt und eingeäschert. In der Chronik S.189ff. wird die Requirierung des Lehmann&#039;schen Gutes in Temritz beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
Napoleon hatte ein intimes Verhältnis mit der Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge, Rittergutsbesitzerin von Schmochtitz. Die Gräfin verbrachte die 4 Jahre von 1809 -1812 in Paris (Franz Triebs: &amp;quot;Franzosengrab&amp;quot; 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (Chr. S.308-309). Zeugnis davon ist ein Gemälde, welches beide im Sonnentempel von Schmochtitz darstellt. Napoleon ritt mit einem Offizier vom Hauptquartier in Kleinförstchen nach Schmochtitz. Als sich die Tür für den Kaiser öffnete, blieb der Offizier bei den Pferden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräfinn verehrte Napoleon sehr. Während der Verbannung Napoleons auf der Insel Elba besuchte sie ihn. Sie sagte zu ihm: &amp;quot;Sie sind jetzt ein Privatmann. Ich werde Sie freikaufen&amp;quot;. &amp;quot;Nein&amp;quot; erwiderte der Kaiser, &amp;quot;dafür reicht Ihr Vermögen nicht. Ich danke Ihnen.&amp;quot; (E.  Klausnitzer: Bautzener Kulturschau 3/1980) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Weltkrieg, Kampf um Bautzen 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Offensive ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in und um Bautzen begannen am 16. April 1945 mit dem Angriff der 1. ukrainischen Front und der 2. polnischen Armee über die Neiße bei Rothenburg in Richtung Dresden. Am 18. April begann der Angriff auf Bautzen. Im Norden von der 26. mech. Gardebrigade, im Osten von der 24. mech. Gardebrigade und im Süden von der 25. mech. Gardebrigade gemeinsam mit der 57. Panzerbrigade umringt, drangen am 19.04. sowjetische Truppen in Bautzen ein. Ebenfalls am 19. April erreichte die nördlich von Bautzen in Richtung Großdubrau-Radibor vorrückende 3. Panzerbrigade des 1. polnischen Panzerkorps die Gemeinden Bolbritz und Salzenforst. Sie hatte das Ziel, die Autobahn Richtung Dresden bei Döbschke zu unterbrechen. Am 23. April begann der Gegenangriff der Deutschen zur Befreiung des von den Russen eingeschlossenen Bautzen. Daran beteiligt waren ein Fallschirmpanzerkorps und die dazugezogene Fallschirmpanzerdivision 1 &amp;quot;Hermann Göring&amp;quot;. In Bautzen standen dem Kampfkommandanten Oberst Hoepke etwa 3000 Mann zur Verfügung. Dazu gehörten etwa 200 Mann der SS-Division &amp;quot;Frundsberg&amp;quot;, Volkssturmbataillone, Flakabteilungen, Landesschützen, eine Bewährungskompanie der 4. Panzerarmee und Reste des Grenadierregimentes 1244. Oberst Hoepke ließ am 20. April die Kronprinzenbrücke und in der Seidau die Spreebrücke sprengen.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampfhandlungen in und um Salzenforst vom 23.04-26.04.1945 ===&lt;br /&gt;
In der stockdunklen, naßkalten und regnerischen Nacht vom 23. zum 24.04. wurde die 2. polnische Panzerbrigade von Malschwitz und Niedergurig nach Salzenforst verlegt. Am 24.04. führte diese Brigade einen Gegenangriff mit 2 Panzerbataillonen und 1 Infanteriebataillon aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polnischen Panzer hatten deutsche Einheiten von der Autobahn westlich von Bautzen vertrieben und den Humboldthain südöstlich von Stiebitz erreicht. Dabei hatte das II. Bataillon des Fallschirmpanzer-Grenadierregimentes I „HG“ an der Ziegelei Dreistern und bei Oberförstchen erhebliche Verluste erlitten. Grenadiere dieses II. Bataillons führten bis zur Dämmerung ein stundenlanges, heftiges Gefecht mit einer Einheit des 929. Schützenregimentes um das Umspannwerk Rattwitz, das sie mit hohen Verlusten einnahmen. Gepanzerte Kräfte wurden an diesem Tag aus Bautzen herausgezogen. Dazu gehörte die Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“, die vor Bloaschütz konzentriert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angriff wurde  am 24.04. 12 Uhr abgebrochen und die 2. polnische Panzerbrigade musste auf Salzenforst und Bolbritz zurückgehen, als deutsche Truppen über Oberförstchen und Bloaschütz zur Umfassung ansetzten, um westlich Salzenforst durchzubrechen und somit die polnische Gruppierung bei Groß-u. Kleinwelka bedrohten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gruben sich am Rand der Ortschaften Salzenforst und Bolbritz mit der Front nach Süden ein. Der Druck der Deutschen nahm stündlich zu. Auf Grund des Treibstoffmangels war die 2. polnische Panzerbrigade unter dem Feuerschutz der Artillerie gezwungen, auf die Ortschaften Schmochtitz und Strohschütz zurückzugehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr.png|mini|605x605px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwäche der 2. poln. Armee erkennend, greift am 25.04. die FschPzDiv 1 „HG“ gegen 13 Uhr aus Richtung Nordwesten auf Teichnitz und Kleinwelka an. Gegen 14 Uhr wurde durch das II. Bataillon des FschGrR 2 „HG“ der Ort Temritz eingenommen. Am Nachmittag erfolgte ein Flankenmanöver der Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“ über Bolbritz und Salzenforst. Die Front der polnischen Truppen wurde aufgerollt und Kleinwelka eingenommen. Am 25. Und 26.04. kommt es in und um Kleinwelka zu schweren Kämpfen mit dem 1. Poln. Panzerkorps. Die polnischen Truppen flohen nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salzenforst wurde am 25.04. von den deutschen Truppen besetzt. Wie Dr. J. Ziesche schreibt, erschossen Angehörige der Panzergrenadierdivision &amp;quot;Brandenburg&amp;quot; sowjetische und polnische Verwundete im Haus Nr.34, wo die Polen ein kleines Lazarett eingerichtet hatten. Die Angaben der Getöteten schwanken zwischen 9 und 14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26./27.04. wurde die 9. Poln. Infanteriedivision im Raum Panschwitz-Kuckau zerschlagen, woran auch Ukrainer der Panzerjagdbrigade „Freie Ukraine“ beteiligt waren. Am 27.04. wurde Bautzen bis zum Kriegsende von der Wehrmacht besetzt. Am 08.05., dem Tag der Kapitulation, nahm das 32. Infanterieregiment der 8. polnischen Infanteriedivision kampflos die Stadt Bautzen ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Quellen:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Spurensuche-Die Kämpfe um Weißenberg und Bautzen im April 1945“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Bautzen im April 1945“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urbanke, Axel: „Endkampf um das Reichsgebiet 1944-1945 Ostfront“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 5,6,7/1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefechtsberichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.511 Luga/Stiebitz/Nadelwitz ====&lt;br /&gt;
GM Nr.26 SC 1.PPK an BH mot. und Pz-Truppen 1.UKF, 24.04.45 12 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     In Erfüllung des GB des Korpskommandeurs ging die 2. PBr um 10 Uhr zum A über und blockierte um 12 Uhr nach Überwindung heftigen Feuerwiderstandes durch den Gegner an der Chaussee 1 km S Stiebitz. Dabei wurden 2 Panzer, 1 SPW und 3 Kfz. des Gegners abgeschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 3.PBr trifft auf außergewöhnlich heftigen Feuerwiderstand gegnerischer Art. und GW aus Richtung Gutshof Nadelwitz, Kasernengebäude am Gutshof an der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     1.mot. Inf. Br: die Schützenbataillone befinden sich O der Chaussee Doberschütz, Bautzen im Abschnitt: Kreuzung der Chaussee mit der AB, Kreuzung der Landstraße mit der Chaussee 1 km NW Höhe 189,0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.513 Bautzen/Nimschütz/Doberschau/Wartha ====&lt;br /&gt;
GM Nr.93 der Führung der 2.PA an die Führung der 1.UKF,24.04.45 14 Uhr (K:100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1.PPK vernichtet im ZW mit dem 48.SK und dem 7.mGK die gegnerische Panzergruppierung am SW, SO OR Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1. mot. Inf. Br verteidigt sich im Abschnitt 1 km NO Bautzen, Wegegabelung O Nimschütz. Die 2.PBr ging zum Angriff über und erreichte um 17 Uhr die Flussbiegung SW Bautzen, wo sie das W Flussufer säuberte. Die 3.PBr ging in Richtung Sokulahora, Doberschau zum Angriff über und erreichte die Wegegabelung 1 km SO Bautzen. 7 Panzer blieben wegen TS-Mangel liegen. Korpsstab: Großwelka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Um 13 Uhr traf eine Kolonne von 250 Kfz. unter Führung des Stellvertreter Chefs RD der Front mit TS und Diesel für die Panzer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Armeestab ab 6 Uhr 24.04.45 Wartha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH (Befehlshaber) der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.514 Bautzen ====&lt;br /&gt;
Meldung der Führung der 2.PA an Führung 1.UKF über die Lage in Bautzen, 24.04.45 15 Uhr Neudorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht während der Gespräche mit General Petrow meldete ich ihm, das Kortschagin nur den Südlichen Teil von BZ aufgegeben hat, so jedenfalls informierte mich Kortschagin.  Es ist jedoch zu vermuten, dass zu diesem Zeitpunkt die gesamte Stadt mit Ausnahme einzelner Widerstandsherde in den Händen des Gegners war. Seit heute Morgen gibt es Gefechte um die Stadt. Ich habe Kortschagin, dem Korpskommandeur Rogossni mit seiner 254.SD ein Regiment der Panzerjägerbrigade und ein Regiment SU -76 zugeteilt und unterstütze ihn mit zwei PBr, die Schläge aus O und SO sowie W und SW führen. Ich habe meiner gesamten Artillerie befohlen, den Kampf um BZ zu unterstützen. Ich habe in Ihrem Namen Kortschagin aufgefordert, die Lage wiederherzustellen und die Stadt koste es was es wolle zu halten. Seit dem Morgen führen wir Gefechte um BZ, ohne irgendwelche spürbaren Ergebnisse. Das Fehlen der Infanterie macht sich bemerkbar. Die Panzer und SFL greifen selbständig an und erleiden Verluste durch gestreckte Ladungen und Artillerie des Gegners. Wir brauchen Infanterie. Ich bitte um Ihre Weisungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Zur vollständigen Einnahme und zum Halten der wichtigen Straßenknoten in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Zur Deckung der 30 km breiten und nicht gesicherten Bresche zwischen BZ und der linken Flanke der 9. ID durch die in der vergangenen Nacht und seit morgens den ganze Tag gegnerische Gruppen in Kompanie- und Bataillonsstärke mit gepanzerten Fahrzeugen in die rückwertigen Räume der 9. und 8. ID einsickern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Für einen Schlag am linken Ufer der Spree und den „Weißen Schöps“ in Richtung Korotejew mit dem Ziel, den eingesickerten Gegner schnellstens zu liquidieren. Dazu bitte ich um die Erlaubnis, unverzüglich meine 10., 7., und Teile der 5.ID aus S in den Raum Königswartha zu verlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Swierszewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.515 Autobahn/Rattwitz/Bolbritz/Kreckwitz/ Basankwitz/Niedergurig ====&lt;br /&gt;
GM Nr.27 SC 1.PPK an Führung 2.PA, 24.04.45 15 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Nach Einnahme von BZ begann der Gegner mit Unterstützung von starkem Artillerie- und Granatwerfer-Feuer in kleinen Gruppen entlang der Autobahn nach W und NW durchzubrechen. Unter starker Feuereinwirkung verließ die 14.PJBr um 14 Uhr den Raum Rattwitz nach N. Ein Angriff gegnerischer Panzer und Infanterie in Richtung Oberuhna wurde abgeschlagen. Es wurden 2 Panzer abgeschossen. Die restlichen drehten nach W ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Um 14.30 Uhr brach der Gegner mit einer Kompanie in Bolbritz durch. Die restlichen kleinen Gruppen drehten nach W und nördlich davon. Im Raum Kreckwitz handelten bis 2 Bttr des Gegners, in Basankwitz bis 1 Bttr, in Niedergurig bis 1 Bttr und am N OR 1 Bttr Artillerie und GW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Die TT des Korps setzen die Erfüllung ihrer Aufgabe fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.520 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 18.00 Uhr, Salzenforst. - Gefechtsbericht Nr. 0010 des Kommandeurs des 28. Panzerartillerieregiments über die Kampfhandlungen des Regiments in der Region Salzenforst. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Das 28. SFL-AR (Selbstfahrlafetten-Artillerie-Regiment) wurden zur Verteidigung am nordwestlichen Rand von Salzenforst eingesetzt. Um 11:00 Uhr 24.IV.1945, wurden 2 gepanzerte Geschütze SU-85 entsandt, um den rechten Flügel des Panzerangriffs im Wald 1,5 km südlich von Salzenforst zu unterstützen, eines der Geschütze wurde beschädigt (von einer Kanone durchbohrt) und der Geschützkommandant wurde tödlich verwundet. Die restlichen Kampffahrzeuge befinden sich in der Verteidigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Inventar der SFL (Selbstfahrlafette oder Geschützpanzer) SU-85 im Regiment - 20. Der tatsächliche Zustand – 12 bereit zum Kampf. In der Zeit vom 16. bis 24.IV.1945 wurden beschädigt: 3 Geschütze im Gebiet Horka, eines im Gebiet Klix, und eines im Gebiet Salzenforst. Ein Geschütz versank in einem Sumpf im Bereich der Schule Horka, zwei Kampffahrzeuge wurden in der Gegend Horka aufgrund einer technischen Störung zurückgelassen. Insgesamt 8 SU-85 Panzergeschütze (Gefechtsfahrzeuge) außerhalb der Kampfformationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Versorgungsstatus des Regiments: Treibstoff - Dieselkraftstoff 0,7 TF, Benzin - 0,25 TF, Munition - 1 KS; Essen - 2 Rationen pro Tag. Darüber hinaus gibt es in der Gegend von Algier (500 nw Geheege-Ortsteil von Rothenburg): Treibstoff - Dieselkraftstoff 1,5 TF, Benzin 1,5 TF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Verbindung mit dem Armeestab durch die Verbindungsoffiziere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef                                                           Befehlshaber des 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Czubczenko, Major                                       Panzerabwehrartillerieregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                                                                  M. Zubkow, Oberstleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TF – Tankfüllung;  KS - Kampfsatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 521Welka/Niedergurig/Nimschütz ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 18.00 Uhr Welka. – Gefechtsbericht Nr. 080 des Leiters der OPL-Abteilung der 2. Polnischen Armee WP (Wielko Polska – Großpolen?) an den Befehlshaber der 2. poln. Armee WP über die Aktivitäten der feindlichen Luftwaffe und der OPL-Einheiten der Armee. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Armeeeinheiten kämpfen an den bestehenden Grenzen und Regionen. Die feindliche Panzergruppe, die im Rücken der Armee operierte, griff Niedergurig und Nimschütz an; Angriffe wurden abgewehrt. Die zweite Gruppe, die nach unvollständigen Angaben etwa 200 Kampffahrzeuge zählt, griff Bautzen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Während des letzten Tages wurden auf der Landebahn der Armee 43 FW-190 Flugzeuge entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die feindliche Luftwaffe führte Aufklärung über der Kampfgruppe der Truppen, vor allem auf der Straße Bautzen, Malschwitz, Guttau und Bautzen, Königswartha durch. Die Aufklärung erfolgte mit Flugzeugen des Typs He-111, und besonders intensiv mit FW-190 in einer Höhe von 1000 -3000 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Gruppe von 6- 10 Flugzeugen FW-190 der feindlichen Luftwaffe bombardierte und attackierte mit Waffen die Fahrzeugkolonne von 250 Frontfahrzeugen, welche auf der Straße von Welka nach Neudorf Munition und MPS für unsere Armee mitgeführte. 60 rotierende Antipersonenbomben sowie 11 FAB-50 wurden abgeworfen. Es verbrannten 8 Autos auf der Straße von Welka nach Neudorf und 9 Fahrzeuge im Wald nördlich von Neudorf. Die feindliche Luftwaffe griff die Straße Großwelka Königswartha an. 2 Stunden lang bombardierte und beschoß eine Gruppe von 5-6 Flugzeugen FW-190 diese systematisch mit Bordwaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Das Regiment, das die Frontkolonne deckte, feuerte. Es gab keine abgeschossenen Flugzeuge. Munitionsverbrauch unbekannt. Die Einheiten der 3. Flak-Division feuerten nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Das Flak-Artilleriefeuer schoss keine feindlichen Flugzeuge ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Bestand und Verbrauch der Munition. Flakdivision:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbrauch:   85 mm – 0 KS             Bestand:            85mm – 1,2 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      37 mm – 0 KS                                    37 mm – 1,7 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      12,7 mm – 0 KS                                 12,7 mm – 1,2 KS   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 528 Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 20.00 Uhr (Luga). – Gefechtsbericht Nr.28 des Stabschefs des 1. Panzerkorps an den Kommandeur der 2. poln. Armee WP über die Kämpfe des Korps in Bautzen. Karte 1:100 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 20.00 Uhr 24.IV.1945 befahl der Korpskommandeur: die 2. Panzerbrigade mit einem Bataillon des 34. Infanterieregiments den Feind zurückzuschlagen, der in den westlichen Rand einbrach. Während der zweistündigen Kämpfe wurden sechs Panzer „Tiger“ und „Ferdinand“ beschädigt. Aus dem Hinterhalt beschädigte und verbrannte der Feind mit „Tiger“ und „Ferdinand“ fünf unserer Panzer. Etwa 25 feindliche schwere Panzer, massiv unterstützt durch ein Infanteriebataillon, griffen die Gefechtsformationen unserer und benachbarter Truppen am westlichen Rand von Bautzen an. Infanterie und Artillerie benachbarter Truppen befinden sich östlich von uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                     Chef des 1. Stabskorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                     A. Jerisow, Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.531 Stiebitz/Teichnitz/Burk ====&lt;br /&gt;
GM 2.Poln. Armee an Führung 1.UKF, 24.04.45 22 Uhr (Neudorf), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Der Gegner leistete mit zerstreuten Einheiten der PGD „Brandenburg“, dem 114.Marschbataillon, dem 185.Volkssturm. Btl. im Verlaufe des 24.04.1945 heftigen Widerstand und führte GA mit bis zu 1 Bataillon unterstützt durch 5-6 Panzer. Die generische Luftwaffe bombardierte im Verlauf des gesamten 24.04.45 mit Gruppen von bis 30 Flugzeugen (Messerschmitt) unsere Gefechtsordnung und die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Armee im Verlauf des 24.IV.1945: Die 10. PD war im Angriffsgefecht, ..... auf der Linie: 2km südwestlich Neustadt, ....  Die 5. 8. Und 9. PD im vorigen Gebiet befahlen den Abwehrkampf und wehrten eine kleine Gruppe von Feinden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Das 1.PPK mit den 7.mGK und die 254.SD des 48.SK führen mit wechselndem Erfolg Gefechte um Bautzen. Am 24.04.45 20 Uhr setzten sich die TT im Abschnitt Stiebitz, Teichnitz, 2 km SW Burk fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Kfz.-Kolonne der Front mit Munition und Treibstoff traf im Raum Neudorf ein. Dorthin kamen Vertreter der TT zur Übernahme von TS und Munition. Das 1.PPK erhielt keinen TS infolge der aktiven Handlungen der gegnerischen Luftwaffe auf die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Nachrichtenverbindung zu den TT der Armee über Funk und Verbindungsoffiziere. Die Drahtverbindung arbeitete mit Unterbrechung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Ich habe mich entschlossen die Erfüllung der gestellten Aufgabe fortzusetzen und mit dem 1.PPK Gefechte zur Einnahme von Bautzen zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 532 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 23.00 Uhr, Salzenforst – Gefechtsmeldung des Kommandeurs des 5. Schweren Panzerregiments an den Befehlshaber der 2. Poln. Armee über die Gefahr der Gefangennahme durch den Feind bei Salzenforst und der Rückzug des Regiments auf den neuen Verteidigungsabschnitt: Wald 1 km südwestlich von Welka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.IV.1945 ab 12.00 Uhr kämpfte das Regiment gegen feindliche Panzer und Infanterie, die aus dem Gebiet von Bolbritz und dem westlichen Rand von Bautzen kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Panzer, von schwerem Artillerie- und Flugzeugfeuer unterstützt, rückten am 24.IV.1945 22.00 Uhr bis Salzenforst vor. Das Regiment zog sich auf die neue Verteidigungslinie zurück – Wald 1 km südwestlich von Welka. Verluste: 3 Panzer T-34 85mm. Unsere Infanterie gibt es nicht und es gab sie nicht. Das Regiment kämpfte nur mit seinen Gefechtsfahrzeugen. Bitte um weitere Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommandeur des 5. Selbstständigen schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.533 Neudorf/Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 25.IV., 2.00 Neudorf. - Der Gefechtsbefehl des Stabschefs der 2. Armee WP definiert die Aufgaben der Truppen für den Tag 25. April 1945. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befehlshaber der Armee befahl am 25.IV.1945 die folgenden Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    8. Infanteriedivision - nach Bereitstellung im Bereich Luga, Quoos und im Wäldchen nördlich von Quoos beginnen Sie am 25.IV.1945 um 9.00 Uhr den Vormarsch in Richtung Königswartha bis zum Aufeinandertreffen mit Einheiten der 14. Gardeschützendivision und nehmen Sie Kontakt mit Ihnen auf. Anschließend greifen Sie in Richtung Guttau, Kleinsaubernitz an um die Truppen der 7. Und 10. Infanteriedivision zu erreichen und sich mit diesen zu verbinden. Divisionsstab – Quoos, danach Sdier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    10. Infanteriedivision – Angriff nach Süden in Richtung Uhyst, Sdier; vereinigen sie sich mit den Einheiten der 8. Infanteriedivision. Divisionsstab: - Nochten, danach Uhyst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    7. Infanteriedivision fährt mit dem Angriff Richtung Dauban fort und weiter westlich schließen Sie sich den Truppen der 8. Infanteriedivision an, die nach Osten vorrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.    Die 5. und 9. Infanteriedivision - Verteidigung auf breiter Front auf der Linie: 5. Inf.-Div. - östlicher Rand von Kamenz und die 9. Inf.-Div. – Helenau, Bischheim, Nieder Lichtenau, Höhe 306,2, Lichtenberg, Höhe 296,3, Höhe 305,6, Höhe 299,5, Gemeindebusch - decken Sie die Richtung Dresden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.    1. Panzerkorps - Führen Sie in Zusammenarbeit mit dem 7.mech. Gardekorps die zuvor erhaltene Aufgabe gemäß dem Kampfbefehl Nr. 11554 durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.    Führen Sie Aktionen entschlossen und entschieden durch und sorgen Sie vor allem für eine effiziente und flexible Führung der Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.    Armeestab -Neudorf (4km südlich von Königswartha).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.    Bestätigen Sie den Empfang der Befehle, und berichten Sie über die erteilten Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Operationsabteilung                    Stabschef der 2. Armee WP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S. Noss, Oberst                                               J. Sankowski, Brigadegeneral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 534 Großwelka/Großdubrau/Neumalsitz ====&lt;br /&gt;
1945, 25. April, 2.30 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 18 des Stabschefs des 1. Panzerkorps zum Halten der Verteidigungsstellungen des Korps entlang der Grenze Klein- und Großwelka, Fluß Spree. Karte 1:100000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Befehl des Armeekommandanten befahl der Korpskommandant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     4. Panzerbrigade mit den zugewiesenen Truppen - verteidigen Sie sich weiterhin an der aktuellen Grenze und achten dabei besonders auf den linken Flügel. Gefechtsstand - südlicher Abschnitt Großdubrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     3. Panzerbrigade) - bis 6.00 Uhr ziehen sich ihre Truppen über die Spreeübergänge zurück. und beziehen sie die Verteidigung an der Grenze der Höhe 193.0, Klein- und Großwelka. Ausgehend von der Linie halten Sie sich ab 10.00 Uhr in Bereitschaft zum Gegenangriff auf den Feind in Richtung: Rattwitz, Bloaschütz, Nimschütz. Gefechtsstand – westlicher Rand Großwelka. Unterstützt durch das 27. SFL-Art.-Reg. (Panzerjäger-Regiment).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     2. Panzerbrigade - unter dem Kommando des stellvertretenden Brigade Kommandeurs - Oberstleutnant Dmitriev, herausfahren seiner Panzer, in der Gegend von Strohschütz aufstellen und dem Kommandeur der 3. Panzerbrigade zur Verfügung zu stellen. Die rückwärtigen Dienste der Brigade konzentrieren sich in den Wäldern nördlich von Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     1. mot. Inf.-Brigade) mit dem 2. Granatwerferregiment - ziehen Sie sich sofort in kleinen Gruppen von dem besetzten Abschnitt zurück und nehmen Sie die Verteidigung entlang des Westufers der Spree ein. Gefechtsstand – Neu Malsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     25. und 24. SFL-Artillerie-Regiment, 1. Geschoßwerferabteilung und das 47. Artillerie-Regiment - die Hauptkräfte bleiben bis zum Morgen des 25.IV.1945 im bisherigen Gebiet und übernehmen die Verteidigung gemäß den Anweisungen des Artilleriekommandeurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Leiter der Aufklärung - organisieren Sie die nächtliche Aufklärung im Gebiet Bunzlau? (Bolbritz!?) mit der Aufgabe zur Bestimmung der Zusammensetzung und Gruppierung feindlicher Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Stellvertretender Brigadekommandeur für rückwärtige Dienste - Nachschub von Treibstoff und Munition gemäß den Richtlinien des Leiters des Rückwärtigen Dienstes sicherstellen. Gefechtsstand – 6. Nachrichtenbataillon?), 2. Kradschützen-Bataillon, 15. Pionierbataillon bis zum Morgen des 25.IV.1945. – Luga. 15. Pionierbataillon schirmt ab und geht an Luga heran in westlicher und nördlicher Richtung. Rückwärtige Dienste Raum Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Gefechtsstand Korps ab 6.00 Uhr – Großwelka, ab 6.00 Uhr – Luga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.     2. Kradschützen-Bataillon) – bezieht Stellung im Gebiet von Übigau, um den Stab des Korps von Norden abzuschirmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.  Es sollen Berichte vorgelegt werden: über die Uhrzeit des Marschbeginns und über das Zusammenstoßen mit dem Feind, dann stündlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                                 Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                          A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.535 Großwelka/Quoos/Übigau ====&lt;br /&gt;
1945, 25 April, 3.00 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 019 des Stabschefs des 1. Panzerkorps über den Übergang des 4. Panzerbrigade und der 1. mot. Inf.-Brigade in die Reserve des Armeebefehlshabers und die Unterstellung der 3. Panzerbrigade unter den Kommandeur der 8. Infanteriedivision. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemäß dem Gefechtsbefehl des Stabes der 2. polnischen Armee WP vom 25.IV.1945 befahl der Korpskommandeur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     3. Panzerbrigade, 24.,25. und 27. SFL-Artillerieregiment wird der 8. Infanteriedivision zugewiesen. Zugewiesene Truppen verstärken die Verteidigung der Division. Tarnen sie die Kampffahrzeuge und organisieren Sie Panzerhinterhalte auf der Linie: a) Kreckwitz, Höhe 193,0, Großwelka; b) Horka, Übigau, Radibor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Granatwerferregiment sowie die 1. Geschoßwerferabteilung werden der 9. Infanteriedivision zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die 4. Panzerbrigade, ohne ein einziges Panzerbataillon– die Reserve des Armeekommandanten – ist bis 7.00 Uhr im Zentrum von Quoos. Ein Bataillon soll dem 17. Infanterie-Regiment mit der Aufgabe des gemeinsamen Kampfes in der Region Sdier zugeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Die 1. mot. Inf.-Brigade bildet zusammen mit der 4. Panzerbrigade eine mobile Reserve des Armeekommandanten, um den zweiten Verteidigungsabschnitt auf der Linie Übigau – Quoos zu besetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Kommandeure der zugewiesenen Truppen - melden sich bis 8.00 Uhr des 25.IV.1945 bei den Divisionskommandeuren, um von ihnen Gefechtsaufgabenaufgaben zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Gefechtsstände: 8. Infanteriedivision – Quoos, 9. Infanteriedivision – Horka 8048 (russ. Koordinate).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Über die Ausführung ist bis 10.00 Uhr 25.IV.1945 Meldung zu erstatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Artilleriekommandant - sorgen Sie für den rechtzeitigen Abzug der Abteilungen und deren Konzentration im neuen Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.536 Kleinwelka/Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945; 25. April 3.00 Uhr, Kleinwelka. - Gefechtsbericht Nr. 011 des Stabschefs des 5. schweren Panzerregiments über die Kämpfe der 1. Panzerkompanie in der Umgebung Salzenforst. Karte 1:50000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich melde, dass beim Angriff der 1. Kompanie des 5. schweren Panzer-Regiments um 18.00 Uhr am 24.IV.1945 in Richtung Salzenforst zwei Panzer &amp;quot;Tiger&amp;quot; ausbrannten und einer in der Gegend von Salzenforst beschädigt wurde. Derzeit besetzt die 1. Kompanie Feuerstellungen am südlichen Rand des Wäldchens 500 m nordöstlich von Salzenforst. Die Kompanie erlitt keine Verluste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef des 5. Unabhängigen (selbstständigen) schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Panzergrenadier-Division Brandenburg ====&lt;br /&gt;
Von Anfang März bis Mitte April 1945 stand die Division im Raum Weißwasser an der Lausitzer Neiße. Bei dem erneuten sowjetischen Großangriff der Roten Armee am 16. April wurde die Division schließlich im Raum Rothenburg-Penzig (nördlich Görlitz) eingekesselt, konnte jedoch schon am 20. April nach Löbau ausbrechen. Nachdem die Reste der Division um Bautzen gekämpft hatten, wurden sie am 3. Mai 1945 per Bahn in den Raum Mährisch-Ostrau in das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren verbracht. Anfang Mai 1945 kämpften dort immer noch Einheiten der Division bei Olmütz und zogen sich bis in den Raum Deutsch-Brod zurück. Nach der Kapitulation der Wehrmacht marschierte ein Teil der Division nach Westen, während andere Teile sich einfach auflösten. Ein großer Teil ging in Tabor in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Vielfach wurden Angehörige der Division von der tschechischen Bevölkerung ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisberichte von Salzenforster Einwohnern ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H.-J. Schneider *02.01.1941 Salzenforst Nr.28:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;In der Nacht vom 13. zum 14. 02 1945 konnten wir von Salzenforst aus einen hellen Schein in Richtung Dresden erkennen. Ich war gerade 4 Jahre alt. Es wurde gesagt, Dresden brennt. Man sprach davon, daß vorher Christbäume von Aufklärungsflugzeugen gesetzt wurden (sogenannte brennende Fackeln), um den Bomben die Ziele zu markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dann die Kriegshandlungen näher rückten, wurden mit unseren Nachbarn sowie im gesamten Viertel, auch Ziegenviertel genannt, (dort wohnten Witschas, Schulze, Schneider, Hänsch, Paulik, Polan, Dresler und Heine), Maßnahmen ergriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männer, außer Johann Polan, waren eingezogen oder bereits verstorben. Bei den ersten Kriegshandlungen fuhren wir mit unseren Kuhgespannen in die Sandgrube in Richtung Uhna - Schmochtitz. Hier flogen mit heulendem Geräusch die Granaten über uns. Als dieser Angriff vorüber war, kehrten wir wieder in unsere Gehöfte zurück. Die Kriegshandlungen rückten immer näher und uns wurde befohlen, Salzenforst zu verlassen. Wir flüchteten mit unseren Kuhgespannen +ber Sohland bis nach Schluckenau. Unser Wagen war bepackt mit Futter für die Kühe, 5 Gänse, ein Krug mit Sahne (aus der durch das Geschüttel Butter wurde) und ein paar Habseligkeiten für Mutter, Tante und uns 2 Jungs. Dort erlebten wir auch Fliegeralarm und suchten in Kellern Unterschutz. Kann mich aber an Bombenexplosionen nicht erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir wieder zu Hause waren, konnten wir keine großen Schäden erkennen. In unserer Hofeinfahrt stand ein kaputtes Halbraupenfahrzeug und bei Schulzes- oder Witschas Scheune, ich weiß es nicht mehr genau, war durch ein Panzer eine Gebäudeecke stark beschädigt. Die beschädigten Kriegsgeräte und die freiliegende Munition wurden noch von der Wehrmacht weggeräumt. Die &amp;quot;Russen&amp;quot; rückten dann ins Dorf ein und Nachbars Polan Friedel wurde zwischen uns zwei Jungs im Bett versteckt, denn Kinder wurden in Ruhe gelassen. In unserem Haus war für kurze Zeit auch ein russischer Offizier einquartiert, so daß wir relative Ruhe hatten. Dann wurden Leute aus dem Dorf verpflichtet, Vieh aus den Ställen der Bauern in Richtung Osten zu treiben. Wir behielten aber unser Vieh. Später kamen die &amp;quot;Russen&amp;quot; mit ihren Panjewagen ins Dorf gefahren und tauschten Gegenstände (auch Spielzeug) gegen Lebensmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Vater kam im Herbst 1945 aus der Gefangenschaft abgemagert zurück. Da er nur ein Auge besaß und auf der anderen Seite ein Glasauge trug und dieses wegwarf, wurde er als Invalide aus der Gefangenschaft entlassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin Schulze Haus Nr. 29:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 14 Jahren erlebte er die Kämpfe in und um Salzenforst hautnah mit. Gemeinsam mit Älteren vom Volkssturm sollte er als Hitlerjunge Panzersperren errichten. Die Deutschen griffen Salzenforst von Bolbritz und Uhna aus an. Die Scheune seines elterlichen Gehöftes wurde durch Panzerbeschuß stark beschädigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martha Worm Haus Nr.24:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine alleinstehende Großmutter begab sich mit ihren 2 Töchtern auf die Flucht Richtung Sächsische Schweiz nach Rathmannsdorf zu Verwandten. Wie so viele konnten sie nur das Notwendigste mitnehmen. Nach ihrer Rückkehr waren Haus und Hof geplündert. Das versteckte Hab und Gut wurde von den russischen Soldaten, welche einquartiert waren, gefunden und konfisziert. Mein Vater Ferdinand Worm, froh, den Krieg überlebt zu haben, floh aus englischer Gefangenschaft und kam über Umwege 1946 nach Hause.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Karl Domschke Haus Nr.14 und Moldenhauer Haus Nr.16c, Schatte, Weiß:&#039;&#039;&#039;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Domschke war bei der Erschießung der jüdischen Frauen zugegen. (Manfred gibt Bericht). Erlebnisse s. u. &amp;quot;Judendenkmal&amp;quot;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene Einwohner ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in Salzenforst wurden mit der gleichen Härte geführt wie überall um Bautzen. Es wurden zahlreiche Gebäude im Ort durch Artillerie- und Panzerbeschuss zerstört. Lt. Ortschronik starben bei den Kämpfen 6 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22.04.45 wurde &#039;&#039;&#039;Karl Pietschmann&#039;&#039;&#039; durch einen deutschen Wachposten auf dem Feld erschossen, weil er nicht stehen blieb. Man sagt, Karl war geistig verwirrt. Die Chronik berichtet, dass Herr Pietschmann die Kühe auf der Wiese umpflocken wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus Nr.33 (ehemals Dreßler) war eine Anzahl zurückgebliebener Einwohner im Keller eingesperrt. Der pensionierte Schulmeister Wange hatte eine weiße Fahne oder Taschentuch gehisst und sich wieder in das Haus zurückbegeben. Die deutschen Soldaten vermuteten einen Hinterhalt der Polen und warfen eine oder mehrere Handgranaten in das Haus. Herr Wange war sofort tot und Frau Suschke und Frau Preusche starben an ihren schweren Verletzungen (Pietsch, Karl: „Ortschronik Salzenforst“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Margarethe Suschke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Maria Auguste Preusche&#039;&#039;&#039; (1. Frau von Preusche, Hermann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Herr &#039;&#039;&#039;Ernst Heinrich Richard Wange&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kam es zu einem tragischen Unfall.  Die 7-jährigen Kinder &#039;&#039;&#039;Wolfgang Mattitza&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Günter Jentsch&#039;&#039;&#039; spielten am 23.05.1945 auf dem Feld von Domschke (jetzt Kreisverkehr) Hascher. Dabei fanden sie eine Stielhandgranate und da sie nicht wussten, um was es sich handelte, schmissen sie diese weg. Durch die Explosion wurden beide Kinder schwer verletzt. Nachdem man sie fand, wurden sie mit dem Fuhrwerk nach Bautzen gebracht. Wolfgang M. verlor das rechte Auge, Günter J. verstarb am nächsten Tag im St. Benno Krankenhaus in Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene ausländische Bürger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maslanka, Feliks Tod.jpg|mini|548x548px|Bekanntmachung zur Hinrichtung von Feliks Maslanka]]&lt;br /&gt;
Während des Krieges waren im Ort ausländische Bürger zur Arbeit auf den Bauernhöfen gezwungen (sog. „Zwangsarbeiter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod des Zwangsarbeiters &#039;&#039;&#039;Feliks Maslanka&#039;&#039;&#039; aus Polen wurde am 13.02.42 durch die Gestapo Dresden angezeigt. Augenzeugen berichteten, dass während des Krieges ein Zwangsarbeiter erhängt wurde, weil dieser eine Liaison mit einer Deutschen gehabt haben soll. Das war Herr Maslanka. Die Hinrichtung fand ganz in der Nähe des Chorberges statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau &#039;&#039;&#039;Anna Hortaszko&#039;&#039;&#039;, ebenfalls Zwangsarbeiterin aus Polen, verstarb lt. Sterbeurkunde am 05.04.45 um 22 Uhr mit 23 Jahren an einem Herzschlag. Sie wurde im Waschhaus des Hauses Nr.17 tot aufgefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;KZ - Häftling mit der Nr. 186443&#039;&#039;&#039; ist am 10.02.1945 gegen 17 Uhr am Pfahl 48/5 des Bahndammes der Reichseisenbahn in Stiebitz tot aufgefunden worden. Es war &#039;&#039;&#039;Rene&#039;&#039;&#039; Louis Jean Gabriel &#039;&#039;&#039;Stouff&#039;&#039;&#039;; geboren am 03.03.1920 in Arbois/Frankreich. Am 30.4.1944 kam er mit dem Transport aus Paris am KL Auschwitz an. Nach dem &#039;&#039;Kalender der historischen Ereignisse im KL Auschwitz&#039;&#039; [&#039;&#039;Kalendarium wydarzeń w KL Auschwitz&#039;&#039;], S. 649 von D. Czech wurden die Häftlinge am 30.04.1944 aus Paris gebracht. Sie erhielten Nummern von 184 936 bis 186 590 (Archiv des Museums Gross-Rosen). Letzter Eintrag in der Datei: 14.8.1944 r. KL Birkenau, B II f, Block 11. Von Rene Stouff wissen wir, dass dieser am 7.5/9.5.1944, 31.7./1.8.1944 und 7./8.1944 sowie am 14.8.1944 vom Lagerarzt im KZ Auschwitz untersucht wurde. Er wurde am  18.01.45 von Auschwitz-Birkenau deportiert, danach für einige Tage im KL Groß-Rosen untergebracht. Auf dem weiteren Transport mit der Reichsbahn in Richtung Mauthausen von der SS am 03.02.1945 getötet. Sein lebloser Körper wurde in der Nähe von Bautzen aus dem Zug geworfen. (Such- und Bescheinigungsvorgang Nr. 208.355 /Arolsen Archiv)     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Soldatengrab auf dem Friedhof Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik.png|mini]]&lt;br /&gt;
Wann das Grab mit dem Grabstein errichtet wurde, ist nicht mehr bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulz, Albert                      &#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;20.07.1920                                                                †25.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldwebel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Baumgarten, Johann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1926 Saarlautern                                        †April 1945 in Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schütze der St.Kp.II G.E.R. mot. G.D. -1797-         am Garten von Holland Nr.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater: August Baumgarten Saarlautern I; Saarstr. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Krepela, Friedrich aus Wien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1921 Wien                                                      †25.04.1945 Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soldat                                                                        Hausgarten bei Seidler Nr.11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Truppe: Edelweiß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RAD Feldnachschublager FP-Nr.46927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmidt, Gerhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;25.01.1922 Halbemond (Ostfriesland)                 †29.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obergefreiter des 2.FschPzGrenReg.1HG          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rebel, Bernhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;14.01.1927 Schwerstedt (Ettersberg/Weimar oder bei Straußfurt/Sömmerda) †04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwabe, Günther Manfred Hermann Ernst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;08.04.1926 Frankfurt/Main                                    †25.04.1945 in Temritz gefallen (Sterbe-Urk. Kleinwelka 7/46)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier; vermutlich II.Fsch.PZ.Gren.Reg.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abiturient/evangelisch/ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohnhaft in Sondershausen, Göldnerstraße 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: Berndt, Eberhard)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchhalteparolen zu Kriegsende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Befehle von der Führung ====&lt;br /&gt;
Anfang März Generaloberst Guderian: &#039;&#039;&amp;quot;Der deutsche Ostkämpfer weiß, daß dies der letzte und entscheidende Kampf ist, der über den Fortbestand unseres Volkes und unserer Nation entscheidet ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. März Dr. Goebbels: &#039;&#039;&amp;quot;..... schlagt die Bolschewisten, wo ihr sie trefft! ... Niemals wird die Kunde kommen, daß wir kapitulieren...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. März A. Hitler: &#039;&#039;&amp;quot;es gibt nur ein Gebot, mit verbissener Entschlossenheit allles zu tun, um den Gefahren zu trotzen, die Wende wieder herbeizuführen und zu dem Zweck dieWiderstandskraft unseres Volkes und die seiner Wehrmacht materiell und geistig zu stärken. Ebenso groß muß aber unser Fanatismus in der vernichtung derjenigen sein, die sich dem zu widersetzen suchen ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
02. April Reichsminister und Privatsekretär M. Bormann: &#039;&#039;&amp;quot;... der Kampf gegen den ins Reich eingedrungenen Gegner ist überall mit aller Unnachgiebigkeit und Unerbittlichkeit zu führen ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Reichsführer der SS Heinrich Himmler: &#039;&#039;&amp;quot;... jedes Dorf und jede Stadt werde mit allen Mitteln gehalten. Jededr für die Verteidigung eines Ortes verantwortliche deutsche Mann, der gegen diese selbstverständliche nationale Pflicht verstößt, verliert Ehre und Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Oberkommando der Wehrmacht Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel: &#039;&#039;&amp;quot;... Städte liegen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Sie müssen daher bis zum äußersten verteidigt und gehalten werden ... für die Befolgung des Befehls sind die in jeder Stadt ernannten Kampfkommandanten persönlich verantwortlich. Handeln sie dieser soldatischen Pflicht und ASufgabe zuwider, sowie alle zivilen Amtspersonen, die den Kampfkommandanten von der Pflicht abspenstig zu machen versuchen, oder gar bei der Erfüllung seiner Aufgaben behindern, werden zum Tode verurteilt ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führerbefehl Adolf Hitlers vom 16. April 1945: &#039;&#039;&amp;quot;Wer euch Befehl zum Rückzug gibt, ohne das ihr ihn genau kennt, ist sofort festzunehmen und nötigenfalls augenblicklich umzulegen, ganz gleich, welchen Rang er besitzt.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befehl von Generalfeldmarschall Ferdinand Schoerner an die Kommandeure: &#039;&#039;&amp;quot;Ich kenne keine Begriffe wie Absetzen, Zurückkämpfen, Einklappen.&amp;quot;&#039;&#039; Schoerner wird als brutalster aller Feldmarschäle bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. April Tagesbefehl Schoerner: &#039;&#039;&amp;quot;Wer seine Stellung verläßt, wird erschossen.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 6/1965)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Propaganda in Sachsen bzw. Bautzen ====&lt;br /&gt;
5. März Gauleiter Sachsen Martin Mutschmann. &#039;&#039;&amp;quot;Der Glaube an den Sieg muß erhalten bleiben und darf niemals durch ein etwaiges Vorrücken des Gegners zerbrechen. jed Meter Boden, den der Feind gewinnt, muß er mit einem ungeheuren Blutzoll erkaufen ... Nur der Tapfere behält das Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. März Kreisleiter Karl Martin vor den Bautzener Handwerks-u. Handelsbetrieben: &#039;&#039;&amp;quot;... Der Führer hat dieses Jahr als das Jahr der Wende bezeichnet. Auf sein Wort können wir uns unbedingt verlassen ... Für uns gilt es durchzuhalten, den Kopf hoch zu halten bis zu dem uns gewissen Endsieg ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. März Propagandaleiter Elsner (Großkundgebung in Bautzen): &#039;&#039;&amp;quot;... Mitten im Generalsturm unsrer Feinde müssen wir uns entscheiden, ob wir durchhalten wollen oder nicht, ob wir noch Vertrauen und Glauben an den Sieg haben ... Halten wir also aus und nehmen uns die deutschen Stützpunkte am Atlantik zum Vorbild! ...!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. April Gauleiter Mutschmann: &#039;&#039;&amp;quot;... Widerstand und Kampf bis zum Letzten! Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen und bedroht unsere Heimat mit Hunger und Elend, mit Tod und Verderben. Wer in dieser Not des Volkes gegen die Anordnungen der Partei und des Staates handelt und der nationalen Ehre unseres Volkes Schande macht, wird aus der Volksgemeinschaft ausgelöscht. jede Feindbegünstigung, sei es die Annahme von Geschenken, das Heraushängen weißer Tücher aus den Fenstern oder irgendeine Form der Anbiederung an den Feind ist Landesverrat und wird mit den Tode bestraft ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Ehemalige_Gemeinde_Salzenforst_und_ihre_Ortsteile&amp;diff=906</id>
		<title>Ehemalige Gemeinde Salzenforst und ihre Ortsteile</title>
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		<updated>2025-11-25T10:21:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Das Rittergut */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Schmochtitz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Die Gutssiedlung befindet sich in den Niederungen des Milkwitzer Wassers zwischen der Wiwalze im Südwesten und dem Roten Berg im Nordosten. Die Gründung dieses Siedlungskomplexes wird um 1200 (Brakteatenfund mit Münzen um 1160-1240) angenommen. Die erste urkundliche Erwähnung fanden Eichler/Walther von 1391.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingepfarrt ist Schmochtitz nach Göda, der katholische Teil wird von Storcha betreut.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einwohner ====&lt;br /&gt;
1777 - Die Siedlung der Gutshintersassen umfaßte 8 Gärtner und 9 Häusler und befand sich nördlich der Zufahrt Richtung Bautzen. Nach Bränden vor 1800 wurde sie weiter südlich angelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1880 - 140 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 - 126 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 - 109 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1987 - 115 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 - 75 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gewerbe ====&lt;br /&gt;
vor 1910: 1 Schmied, 1 Bäcker, 1 Schuhmacher, 1 Schenkwirt (Gasthof &amp;quot;Zu den 3 Rosen&amp;quot;); 1905 Anbau eines Ballsaales durch Inhaber Blankenstein. (Ortschronist Hilbrig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 wurden Nieder-und Oberuhna mit Löschau nach Schmochtitz eingemeindet. Schmochtitz wiederum wurde im Jahre 1946 nach Salzenforst eingemeindet und war vorher selbstständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schmochtitz Rittergut aus Schlösser in d. mittl. u. westl. Oberl..jpg|mini|411x411px|Schloß Schmochtitz um 1893 (aus: Lars-Arne Dannenberg/Matthias Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Besitzer ====&lt;br /&gt;
Der Grundherrennachweis vor 1880 umfaßt die Geschlechter: von Metzradt (bis 1621), v. Haugwitz (bis 1663), v. Penzig (bis 1729), zwischendurch v. Warnsdorf (1721-1725), v. Kleist (bis 1753), v. Manteuffel (bis 1763).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Peter August Schönberg (1732-1791) als nächsten Besitzer gehen das alte Schloß (nach Entwürfen D. Pöppelmanns) und die Erstgestaltung des Parkes zurück. Von 1763 bis 1821 besaßen Peter August v. Schönberg und nach seinen Tod 1791 seine Tochter Charlotte v. Kielmannsegge das Rittergut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besitzer ab 1821 war Sigismund Graf v. Riesch (bis 1856), Dr. Otto Weber (bis 1883), Dr. Hans Otto (bis 1888), Georg v. Beschwitz (bis 1892), Otto Thost und Sohn (bis 1921). (Quelle: Dr. Georg Krahl: &amp;quot;Schmochtitz Teil 6&amp;quot; aus Gödaer Heimatblatt 2002) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Peter August von Schönberg ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auguste Charlotte von Kielmannsegge ====&lt;br /&gt;
Dem kurfürstlichen Hausmarschall und Freimaurer P.A. v. Schönberg schenkte seine Frau, eine geb. Gräfin von Hoym, am 08. Mai 1777 eine Tochter, Auguste Charlotte. Mit 12 Jahren starb ihre Mutter. A. Charlotte heiratete 1796 den Grafen Lynar aus Lübbenau. Ein Sohn, Hermann Rochus, wurde geboren. 1797 verließ Charlotte ihren Mann und reiste mit dem Dresdner Maler Grassi nach Italien. Dort hörte sie von Napoleon und die Leidenschaft für den Maler erlosch. Sie reiste nach Paris, wo sie Napoleon näher kennenlernte. Ihr Mann verstarb mit 27 Jahren. Sie erbte und erhielt 1800 die Besitzungen ihres Vaters, der 1791 starb.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1802 heiratete sie in Hannover den Grafen v. Kielmannsegge. Natalie und Alfred wurden geboren. Der Graf spürte alsbald die Schwärmerei seiner Frau für Napoleon, den er ablehnte. Er bezichtigte sie, eine Agentin der Geheimpolizei Napoleons zu sein. Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (s. u. Napoleon in Schmochtitz) (Quelle: E. Klausnitzer in Bautzener Kulturschau 3/1980)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sonnentempel ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Sonnentempel 3.jpg|mini|407x407px|Der &amp;quot;Sonnentempel&amp;quot; von Schmochtitz (Th. Schütze: Abschied v. Sonnentempel BZ KS 6/1955)]]Nördlich von Schmochtitz, nahe Großbrösern, befand sich ein reizvolles, kleines Bauwerk. Auf einem 3-stufigen kreisrunden steinernen Unterbau erhoben sich acht 3m hohe toskanische Granitsäulen, die ein einfaches Holzgebälk trugen. Über den Kapitälen waren sie durch einen verzierten Architrav (Holzring) verbunden; darüber wölbte sich ein hübsches Zeltdach. Innerhalb an den Säulen befanden sich steinerne Sitze und in der Mitte stand ein wuchtiger steinerner Tisch. An der Innenseite des Holzringes waren folgende Worte zu lesen: &#039;&#039;&amp;quot;Fürchte Gott. Ehret den König. Beherrsche Dich. Halte Maß. Schweige und Handle. Erkenne Dich selbst. Thue Recht. Scheue Niemand.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vermögende und kunstsinnige kurfürstliche Hausmarschall Peter August von Schönberg, der das Schmochtitzer Gut von 1763-1791 besaß, ließ diesen Tempel errichten. Vom Park aus führte damals eine Allee zum Sonnentempel. Der Tempel bezeugt die Gesinnung P. A. v. Schönbergs als Freimaurer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf der Zeit geriet der Tempel in Verfall. Im Jahre 1954 war die Rettung dieses kleinen Kunstwerkes geplant. Die Finanzierung der Restaurierung war durch das bischhöfliche Ordinariat und die Denkmalpflege des Kreises gesichert. Den Auftrag dazu erhielt der Architekt Hentschke. Doch es kam anders. Ein Orkan hatte in den Morgenstunden des 17. Januar 1955 den bereits beschädigten Sonnentempel vollständig zum Einsturz gebracht. Ein Bild der Verwüstung; teilweise zerborstene Säulen lagen wild durcheinander, selbst Podeste und Steinsitze waren umgeworfen. Ein Wiederaufbau hätte einen unverhältnismäßigen Betrag erfordert und wegen der ohnehin knappen Mittel wurde von den zuständigen Stellen dagegen entschieden (Th. Schütze: &amp;quot;Abschied vom Sonnentempel&amp;quot;, Bautzener Kulturvorschau 06/1955).    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Taufkapelle ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Schmochtitz Taufkapelle 2 BZ KS 1977-4 2.jpg|mini|321x321px|Taufkapelle in Schmochtitz vor 1975 (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 4/1977)]]&lt;br /&gt;
1775 ließ Peter August v. Schönberg eine turmartige Taufkapelle mit glockenförmiger Haube errichten. Durch private Initiative konnte sie 1975 vor dem völligen Verfall gerettet werden (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 4/1977).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut in kirchlicher Trägerschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Priesterseminar ====&lt;br /&gt;
Mit der Wiedererrichtung des Bistums Meißen im Jahre 1921 wurde die Einrichtung eines Seminars zur Priesterausbildung notwendig, da das Wendische Seminar, welches von den Temritzer Siman gegründet wurde, nach dem I.WK schloß. Im Jahre 1925 kam es aus diesem Zweck zum Kauf, dessen herrnhaus umgebaut und am 10.Mai 1927 als Priesterseminar des Bistums Meißen eröffnet wurde. 95 Studenten durchliefen nach ihrem Theologiestudium und vor ihrem Einsatz als Priester das Seminar.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kirchengut ====&lt;br /&gt;
Das Herrenhaus und damit das Seminar wurde in den letzen Apriltagen durch Brand völlig vernichtet. Das Rittergut mit seinen 130 ha blieb aber trotz Bodenreform im Besitz des Bistums. 1986 wurde mit dem Neuaufbau begonnen. Ziel war ein Erholungsheim für Familien mit Behinderten. Am 01.09.1992 erfolgte jedoch die Eröffnung des &amp;quot;Bischof-Benno-Hauses&amp;quot; als offenes und öffentliches Bildungshaus in Trägerschaft des jetzigen Bistums Dresden-Meißen. nach und nach wurden weitere Gebäude (Torhaus, Familienhaus, Scheune) saniert. Den Gästen stehen Seminarräume, ein Festsaal, ein großer gemeinschaftsraum in der Scheune, eine Kirche, eine Hauskapelle, eine Bibliothek sowie eine Kegelbahn zur Verfügung. (Quelle: Dr. P. Straube: &amp;quot;das Rittergut Schmochtitz in kirchlicher Trägerschaft seit 1925&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bildungsgut Sankt Benno ====&lt;br /&gt;
Am 07.09.2020 erhält das Bischof-Benno-Haus den neuen Namen &amp;quot;Bildungsgut Sankt Benno&amp;quot; und damit ein neues Programm. Neu sind Seminare zur &amp;quot;Lebensgestaltung&amp;quot; und zur &amp;quot;Bildung&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix ===&lt;br /&gt;
Das einzige Kruzifix in Schmochtitz befindet sich an der Kreuzung schräg gegenüber dem Eingang zum Bischof Benno Haus. Ein eisernes Kreuz mit dem Korpus Christi auf einem Granitsockel ohne Inschrift. Der Eigentümer ist unbekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milleniumsdenkmal ===&lt;br /&gt;
Das im November 2000 geweihte Denkmal Cyrill und Methodius steht nahe des Roten Berges an der Straße Richtung Loga und wurde nach einer Schändung im Februar des Jahres 2023 am 26. November durch Pfarrer G. Nawka aus Wittichenau vor 60 Gläubigen neu geweiht. Unbekannte stahlen damals den großen Bischofsstab und schlugen die Hand der Statue des Hl. Methodius ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niederuhna ==&lt;br /&gt;
1500 - erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 93 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1842 - Großbrand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 105 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 113 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 - nach Schmochtitz eingemeindet, vorher selbstständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 84 Einwohner, zusammen mit Oberuhna (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oberuhna  ==&lt;br /&gt;
Oberuhna und Löschau sind seit 1777 eine Gemeinde, 1936 nach Schmochtitz eingemeindet, 1969 nach Salzenforst eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ort ===&lt;br /&gt;
1359 - erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1407 - Rittersitz                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1580 - Rittergut                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 87 Einwohner                                                                                             &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 99 Einwohner                                                                                                                       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 104 Einwohner                                                                                                                    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 - 163 Einwohner                                                                                                                      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 - Stromanschluß - (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
Während Niedruhna zur HerrschaftbMilkwitz gehörte, bestand in Oberuhna ein eigenständiges Rittergut. Das kleine Gut befand sich im Besitz verschiedener Adelsfamilien und ab 1798 bürgerlicher Landwirte. Das Herrenhaus unterscheidet sich im Aussehen kaum von den Wirtschaftsgebäuden. Die Bausubstanz^stammt noch aus dem 18. JH. Der kleine Vorbau dürfte um 1910 entstanden sein. Das Rittergut fiel 1945 unter die Bodenreform. obwohl es nur 89 ha umfaßte. Der Hof wurde in einzelne Parztellen zerstückelt, wobi der vordere Teil des Wohnhauses an die Familie Nowak fiel. Nachdem diese 1979 in den Westen ausreiset, nutzte die LPG die Räume. Nach dem Ende der DDR wurde das Haus an den in Hamm lebenden Sohn zurückgegeben, der Fassade und Innenräume sanierte, um diese Haushälfte gelegentlich zu nutzen. (L-A. Dannenberg/M. Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;) .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Brand von Oberuhna im Jahr 1842 ===&lt;br /&gt;
Am 20. August 1842, kurz nach 12 Uhr mittags, traf bei einem schweren Gewitter ein Blitz das alte unbewohnte Herrenhaus auf dem Rittergutshofe zu Oberuhna und entzündete das sofort. Bei der vorherrschenden trockenen Jahreszeit, heftigem Winde und dem großenteils eingebrachten Getreide verbreitete sich das Feuer mit ungemeiner Schnelligkeit auf die anderen Rittergutsgebäude und haben die Dörfer Ober-u. Niederuhna fast durchgängig in Asche gelegt. Sämtliche Abgebrannte haben ihre Haus-u. Wirtschaftsgeräte sowie die eingelagerten Getreidevorräte verloren. Darüber hinaus verbrannte folgendes Vieh:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rittergut - 6 Kühe, 2 Schweine&lt;br /&gt;
* Großbauer Jacob Schmole - 4 Schweine, 4 Kälber, 32 Lämmer und 2 Stähre&lt;br /&gt;
* 2 verschiedenen Gärtnern jedem ein Schwein, einem Dritten ein Kalb&lt;br /&gt;
(Budissiner Nachrichten August/1842)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unnatürliche Tode ===&lt;br /&gt;
Am 16. Juli 1844 ist der auf dem Rittergutshofe zu Oberuhna dienende 23-jährige Kleinkutscher Andreas Donath in der nach dem Rittergutshofe führenden Allee unvorsichtigerweise von einem beladenen Leiterwagen gesprungen, unter denselben gefallen und totgefahren worden (Budissiner Nachrichten Nr.60/1844).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Münzfund ===&lt;br /&gt;
1973 entdeckte der Kranfahrer Harry Günther auf seinem Grundstück Nr.16 in Oberuhna beim Entwässern einer alten Kellermauer ein dunkelbraunes Töpfchen in der Größe einer Kaffeetasse mit Henkelansatz. Es enthielt 56 groschen aus Billon, das ist eine Kupfer-Siolberlegierung. Die Münzen waren alle mit Grünspan überzogen, weil der Kupferanteil überwog. Sie zeigten auf der Vorderseite die Inschrift &amp;quot;24 einen Taler&amp;quot; und auf der Rückseite das Kursächsische oder Hannoversche Wappen. Die Jahreszahlen laufen von 1694 bis 1802. Leinenrste von der Umhüllung der Münzen enthielt das Töpfchen ebenfalls. (Bautzener Kulturschau 5/1974. F. Lehmann: &amp;quot;Ausgrabungen und Funde Teil 1&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 wurden bei Frenzel in Löschau 130 Silbermünzen gefunden (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wolfgang Wenk - Ortsdenkmalpfleger ====&lt;br /&gt;
Am 04. Mai 1988 verstarb Wolfgang Wenk aus Oberuhna, der Ortsdenkmalpfleger der Gemeinde Salzenforst, erst 47 Jahre alt. Er spürte eine ganze Reihe historischer Wegweiser auf, so den bereits verschollenen Gedenkstein für die in den Befreiungskriegen gefallenen französischen Soldaten in Schmochtitz, den &amp;quot;Kleinen Bierstein&amp;quot; unweit des Milleniumdenkmals sowie den &amp;quot;Kreuzstein&amp;quot; an der Straße nach Loga. Auch sorgte er für die sachgerechte Erhaltung und Lagerung der wertvollen alten Grabplatten aus dem Vorraum der Gödaer Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Löschau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ort ===&lt;br /&gt;
1363 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1580 - zum Rittergut Milkwitz gehörig &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1777 - zum Rittergut Oberuhna gehörig  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner Löschau        ===&lt;br /&gt;
1834 - 41 Einwohner   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 50 Einwohner    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 36 Einwohner    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 32 Einwohner (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)                                                                             &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strom ===&lt;br /&gt;
1910 - Stromanschluß - Der einzige Abnehmer 1910 war die Wirtschaft von Gerhard Schmole (*1881). Er kannte die Vorteile des elektrischen Stromes und damit verbunden die Minimierung eines Brandes. (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Temritz ==&lt;br /&gt;
Temritz liegt etwa 4 km nordwestlich von Bautzens Stadtzentrum entfernt auf 215 &amp;lt;abbr&amp;gt;m&amp;lt;/abbr&amp;gt; ü. NN am &#039;&#039;Temritzer Wasser&#039;&#039;, welches hier zu einem Teich angestaut ist. Es ist ein Straßendorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort wurde schon 1225 erstmals als Allodium &#039;&#039;Tymericz&#039;&#039; erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Ort ===&lt;br /&gt;
eingemeindet am 01.07.1950; ab 1936 zu Kleinwelka gehörend, vorher selbstständig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1880: 84 Einwohner, davon 83 Sorben und 1 Deutscher (nach A. Muka)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
Mercin und Jurij Siman gründeten 1724 das wendische Seminar in Prag als Ausbildungsstätte für den katholischen Priesternachwuchs. Auch der sorbische Volksmusikant Nikolaus Kral (1791-?) wurde in Temritz geboren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiwalze ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Name ====&lt;br /&gt;
Die Wiwalze (auch St. Michaelisberg genannt) ist 247m hoch, gehörte seit jeher zu dem Dorf Temritz und diente den Bauern früher als gemeinsamer Hutungsplatz für ihre Schafherden (Schafsberg). Auf Grund der Nähe zu Schmochtitz wurde die Anhöhe auch &amp;quot;Schmochtitzer Berg&amp;quot; genannt. So heißt es in einer Beschreibung der Schlacht bei Bautzen, daß Napoleon auf dem &amp;quot;Schmochtitzer Berge&amp;quot; Beobachtungen über die Stellungen des Feindes angestellt hatte. Bereits 1817 wird die Wiwalze &amp;quot;Lerchenberg&amp;quot; genannt und 1818 wird von einem &amp;quot;Spitzberg&amp;quot; geschrieben. Der Ursprung des Namens ist nicht eindeutig belegt. Die Bezeichnung &amp;quot;Viehwalze&amp;quot; ist eine Verkümmerung des sorbischen Wortes Wiewalze. Im Wendischen bedeuten die Silben &amp;quot;wi&amp;quot; und &amp;quot;walc&amp;quot; soviel wie &amp;quot;winden&amp;quot;, &amp;quot;wälzen&amp;quot;. Auf einer Karte wurde die Anhöhe als &amp;quot;Wihals-Berg&amp;quot; eingezeichnet. Die Ableitung des deutschen Namens &amp;quot;Michael&amp;quot; zum sorbischen &amp;quot;Mihal&amp;quot; und bei nachlässiger Aussprache könnte aus &amp;quot;Michaelisberg&amp;quot; der &amp;quot;Wihalsberg&amp;quot; werden. Obwohl er zu Temritz gehört, hieß er niemals &amp;quot;Temritzer Berg&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eigentümer ====&lt;br /&gt;
In der Chronik S.171ff. wird die Zugehörigkeit der Wiwalze 1668 urkundlich erwähnt. In jenem Jahr verkauft  vom Amtssekretär Hoffmann an Peter Roatschen aus Burk und Hanns Cucule aus Temritz. Diese verkauften das Grundstück am 13.April 1744 weiter an die Bauern Johann Marx in Temritz und Katzer. Der Marx&#039;sche Besitz ist dann in den Besitz der Familie Mörbe gekommen. Die andere Hälfte des Gutes ist auf die Familie Krahl übergegangen. Der letzte Besitzer, August JakobKrahl (1859-1935), starb kinderlos und es erbte seine Nichte Katharina, welche Johann Waurick geheiratet hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schönbergscher Pavillon ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiwalze Pavillon 1.jpg|mini|479x479px|Zeichnung von Johann Gottfried Schultz 1776 &amp;quot;Der Schönbergsche Pavillon&amp;quot; (aus Oberlausitzer Hausbuch 2014) Kulturhistorisches Museum Görlitz]]&lt;br /&gt;
Da man von der Wiwalze einen herrlichen Rundblick auf Bautzen und Umgebung hatte, pachtete 1769 den obersten Teil der damals unbewaldeten Anhöhe  der Hausmarschall Peter August von Schönberg auf 20 Jahre zur Errichtung eines Lusthauses. Es handelte sich um ein einstöckiges hölzernes Gebäude auf quadratischem Grundriß, an mindestens 2 Seiten besaß es rundbogige, zweiflüglige Türen. Ein breites, gekehltes Gesims leitete über zu einem hohen, als Pyramide gestalteten Dach. Dessen Spitze krönte ein eiförmiger Knopf und eine Wetterfahne. Das Häuschen war von einem Geländer umgeben. Die Erdmassen des beim Bau ausgehobenen Grabens rings um das Pachtgrundstück wurden in der Mitte angehäuft und darauf das Lusthaus gebaut. Um die Speisen und Getränke jederzeit zur Verfügung zu haben, existierte unter den &amp;quot;Pavillon&amp;quot; ein Keller mit Zugang auf der Westseite. An der Hügelauffahrt standen 2 Figuren, die Tafeln mit den Aufschriften &amp;quot;Willkommen&amp;quot; und &amp;quot;Adieu&amp;quot; trugen. Als Kürfürst Friedrich August III. von Sachsen am 18. Mai 1769 den Hausmarschall von Schönberg besuchte, wurde für das fürstliche Paar ein &amp;quot;wendischer Bauerntanz&amp;quot; aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1789 verlängerte Schönberg den Vertrag auf weitere 20 Jahre. Eigentümer waren damals George Krahl und Johann Christian Moerbe aus Temritz. Das verpachtete Grundstück war 32 Ellen lang und 30 Ellen breit und der Zins betrug 8 Thaler jährlich. 1809 lief der Pachtvertrag aus. Peter August v. Schönberg starb 1791. Seine Tochter und Erbin Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge verlängerte den Vertrag nicht und der Pavillon verfiel.  Schließlich wurde dieser abgerissen, nachdem er mutwillig von Nachbarn beschädigt wurde.  &lt;br /&gt;
[[Datei:Wiwalze Pavillon 2.jpg|mini|479x479px|Zeichnung von Christoph Nathe 1787 &amp;quot;Ausblick vom Rabenstein über den westlichen Stadtrand von Bautzen&amp;quot; (aus Oberlausitzer Hausbuch 2014)]]&lt;br /&gt;
==== weitere Geschichte ====&lt;br /&gt;
1833 wurde die Wiwalze mit Laub-u. Nadelbäumen bepflanzt, da die Schafzucht nicht mehr wirtschaftlich war. Um 1910 wurde von dem Fabrikanten und Gutsbesitzer Otto Thost aus Schmochtitz eine Eisenkonstruktion für die Feuerwehr zu Übungszweckenturm errichtet; beschlagen mit Eisenplaten und mit Luken versehen. An der Spitze befand sich ein Eisengeländer. 1945 war auf diesem Turm eine deutsche Fliegerabwehrbeobachtungsstelle eingerichtet. 1947 aber vom damaligen Besitzer Johann Waurich aus Temritz abgerissen. Überreste sind heute noch sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quellen: Ortschronik S.171-180); Dr. Georg Krahl: &amp;quot;Vom Berg mit den 7 Namen&amp;quot; Oberlausitzer Hausbuch 2014); Kai Wenzel: &amp;quot;Der Schönbergsche Pavillon bei Schmochtitz&amp;quot; Oberlausitzer Hausbuch 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Sorbische Hochzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sorbische Hochzeit Temritz 1888 3.jpg|mini|477x477px|Sorbische katholische Hochzeit von 1888; Brautpaar, Hochzeitsbitter, 4 Brautjungfern, 2 Brautführer, Slónka sowie der Bruder der Braut]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschrieben wird eine Bauernhochzeit zwischen Anna Krahl aus Temritz und Michael Domsch aus Basankwitz am Dienstag, dem 08.05.1888 in Temritz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hatten mindestens 200 Personen daran teilgenommen, davon Gäste aus den angesehensten Bauernfamilien aus Nah und Fern der wendischen Lausitz. Die Braut im Festgewand erschien mit der festlich geschmückten Pferdekutsche und betrat 10 Uhr die Pfarrkirche „Unserer lieben Frauen“ in Bautzen gemeinsam mit der „Slónka“, welche den Ehrendienst bei der Braut zu versehen hat. Ein zweiter Wagen brachte 4 Brautjungfern, Druzki genannt, ebenfalls in Festkleidung. Anwesend waren die beiden Brautführer, wendisch „Swat“, wovon je einer aus der Verwandtschaft der Braut bzw. des Bräutigams stammt, und der Hochzeitsbitter, sorbisch „Brazka“, der Zeremonienmeister und damit eine der wichtigsten Personen. Der Bräutigam sowie alle männlichen Begleiter erschienen im langen Gehrock, schwarzer Hose und Zykinderhut. Während der Trauung saßen Männer und Frauen getrennt. Nach Beendigung der Heiligen Messe, welche als erstes stattfand, hielt der Priester eine Rede, darauf folgte die eigentliche Trauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In und vor der Kirche sammelten sich eine Menge Schaulustiger. Anschließend ging es nach Temritz in das Gehöft der Brauteltern. Musikanten spielten den langsamen und choralartigen Brautmarsch. Hof und Eingang waren mit Girlanden und grünen Bändern geschmückt. Dort warteten bereits der Vater, Geschwister und die Gäste. Der „Brazka“ hielt eine Rede, gedachte der nicht mehr anwesenden Brautmutter und forderte dann das Brautpaar auf, das Haus zu betreten und die umfangreich vorbereitete Feier sowie das Mahl mit Freude zu genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besteck mußte jeder Gast selbst mitbringen. Es gab Suppe, alsdann  Rindfleisch mit Gemüse, dann Schweinefleisch mit Gemüse, dann Schweine-u. Kalbsbraten mit Salat und Kompott, zum Schluß Butter und Brot und Kuchen. Und dazu Branntwein, kein Wein. Nach dem Essen wurde getanzt, gespielt und Bier getrunken. Das ging bis in die frühen Morgenstunden. Die Aufgabe der beiden „Swaten“ und der „Slónka“ war es, die Braut vor jungen Burschen zu schützen, welche versuchten, der Braut den Schuh auszuziehen, um ihn gegen einige Taler einzulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Morgen fuhren die Brautleute zuerst in die Kirche, dann wurde zum letzten Mal im väterlichen Haus Mittag gegessen und danach erfolgte die Abreise. Die  Ausstattung der Brautwar bereits verladen und mit Girlanden umwunden. Und ein schwermütiges Abschiedslied und eine gefühlsvolle Rede des „Brazkas“ sorgten dafür, daß keiner seine Rührung verbergen konnte. (gekürzt aus Dr. Gisela Bruk: „Sie wird mir ein herrliches Andenken bleiben“, Hausbuch ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifixe ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Straße nach Kleinseidau .jpg|mini|Kruzifix in Temritz auf dem Weg nach Kleinseidau von Johann Müller (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz auf dem Weg nach Kleinseidau ====&lt;br /&gt;
Diese Betsäule wurde 1899 errichtet, 1995/96 restauriert und von Pfarrer Werner aus Storcha geweiht. Bei der restaurierung wurden  auch die fehlenden 2 Keramiksterne am Granitsockel ersetzt.Die goldene Inschrift auf der Vorderseite der Granitsäule lautet: &#039;&#039;&amp;quot; Was will das Kreuz, das am Wege steht? Es will jeden, der vorüber geht, Das süße Wort der Hoffnung sagen, Das Kreuz hilft, Dich zum Himmel tragen.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im unteren Teil sind die Initialen J.E.M. und das Jahr 1899 eingraviert. Der Auszügler Johann Ernst Möhn (1820-1899) verstarb am 04.06.1899 in Temritz Haus Nr.5 im Alter von 79J 1M und 11T(Sterbe-Urk. Seidau 70/1899). Er war der Schwiegervater vom Gutsbesitzer und Gemeindevorstand Johann Müller (Haus Nr.6) .  &lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Ort Haus Nr.9 .jpg|mini|Kruzifix in Temritz vor dem Haus von Rötschke Haus Nr.9 (1992)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz vor dem Haus von Rötschke Haus Nr.9 ====&lt;br /&gt;
Die Aufnahme ist von 1992. Im Februar 2025 war an der Stelle des Kreuzes nur eine kleine Lücke. Es wird restauriert und erstrahlt danach im neuen Glanz. Besitzer des Betkreuzes war jedoch die Familie Waurick und vorher die Familie Krahl (Haus Nr.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix Temritz Ortseinfahrt von Bautzen nach Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Ortseinfahrt v. BZ 3.jpg|mini|Kruzifix in Temritz an der Straße von Bautzen nach Schmochtitz (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Vorderseite sind die vergoldeten Initialen J.T.M, darunter M.M. und darunter das Jahr 1875. eingraviert. Einem Bericht zufolge wurde die Granitsäule in den Kriegstagen des April 1945 von Vollkettenfahrzeugen aus dem Boden gerissen und das gußeiserne Kreuz zerbrach. In den  Folgejahren wurde die Bruchstücke verschüttet und von einer Hecke überwuchert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sterbeurkunde von Seidau Nr.107/1874 ist die Totgeburt eines Sohnes von Gutsbesitzer Johann Traugott Mörbe (JTM) und seiner Frau Maria, geb. Schneider (MM), vermerkt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Temritzer Einwohner Klaus, Christian und Thomas Mörbe wurde die Betsäule wieder instandgesetzt und in einem Hohlfundament aus Beton neu aufgestellt. In die Deckplatte ist ein poliertes Grabkreuz (angefertigt von Steinmetz Haase) eingesetzt, an dessen Ostseite ein neuer Korpus befestigt ist. Ein Nachguß des originalen Kreuzes konnte nicht realisiert werden, weil die Bruchstücke zur Formung nicht ausgereicht haben. Im Kopfteil der Ostseite der Säule sind noch Reste einer mit schwarzer Farbe aufgebrachten sorbischsprachigen Beschriftung zu erkennen. Die Schmalseiten zeigen im oberen Bereich je ein plastisch ausgearbeitetes lateinisches Kreuz. &lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Straße n. BZ .jpg|mini|Kruzifix in Temritz an der Straße nach Bautzen von Johann Müller (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz an der Straße nach Bautzen ====&lt;br /&gt;
1899 von Johann Müller aus Temritz errichtet. 1976 war das Kreuz aus Sandstein verschollen. Wahrscheinlich von Randalierern in den nahen Teich geworfen, wo man es später wiederfand. Es wurde 1991 erneut restauriert, mit einem Kreuz aus Metall. 1997 wurde dieses ebenfalls entwendet. Da sich die Säule auf dem Flurstück der Agrofarm Göda befindet, erteilte sie den Auftrag zur Neuanfertigung von Kreuz und vergoldetem Korpus an die Schmiede Kaczmar in Jeßnitz. Am Palmsonntag, dem 05. April 2009 wurde mit einem ökumenischen Gottesdienst die wieder vollständige Betsäule geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite Auf dem Sandsteinsockel befinden sich Inschriften in sorbischer Sprache. Übersetzt steht auf der Vorderseite: &#039;&#039;&amp;quot;Oh ihr alle, die ihr auf diesem Weg vorbei geht, sehet, ob ein Schmerz meinem Schmerz gleicht.&amp;quot; Jeremia 1.12&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und auf der Rückseite: &#039;&#039;&amp;quot;Aufgestellt im Jahre des Herrn 1899 von Johannes Müller und Anna seiner Ehefrau aus Temritz erneuert 1991&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb der vergoldeten Jesusfigur steht sowohl in sorbisch als auch in deutsch: &#039;&#039;&amp;quot;Jesus unser Hirte.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentümer des Betkreuzes waren die Familien: Müller; Lippitsch; Spittank &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bloaschütz ==&lt;br /&gt;
1296 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 83 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 108 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 92 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900 - 97 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 - 86 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 138 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 - Stromanschluß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bolbritz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dorfschule Bolbritz.jpg|mini|463x463px|Dorfschule Bolbritz (Postkarte zum 25-jährigem Jubiläum)]]1283 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1562 Rittergut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 - 98 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 116 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 135 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 123 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entstehung ====&lt;br /&gt;
In der Ortschronik (S.133ff.) wird berichtet, daß die Schule in Bolbritz bereits zwischen 1753 und 1756 auf Initiative der Gräfin Dorothea Luise Charlotte von Gersdorf (1706-1794) von ihrem Verwalter Schenk am Gödaer Weg gebaut wurde. Schulhalter war sein Schwager Hobrack. Auf Grund eines Streits zwischen Gräfin und Verwalter wurde die Schule in ein östlich davon neu gebautes Gebäude verlegt (Echtelsches Haus). 1834 kaufte dieses Haus die Parochie Göda für 475 Taler und richtete es den gesetzlichen Bestimmungen zum Schulhause ein.        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25.06.1886 fand die feierliche Eröffnung der &amp;quot;Neuen Schule&amp;quot; statt. 1912 wurde ein Antrag zwecks Lichtentnahme an das Elektrische Werk in Bautzen gestellt. 1923 erfolgte eine Erweiterung durch Schulanbau. 1956 wurde für das Lehrpersonal ein Wohnhaus neben der Schule errichtet. Am 01.09.1959 fand der Zusammenschluß der Schulen Bolbritz und Storcha zu einem Schulkombinat statt.       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lehrer ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Alte Schule =====&lt;br /&gt;
Von 1793 bis zu seinem Tod1842 war Gottfried Kmoch Schulhalter und ab 1835 ständiger Lehrer. Von 1843 bis 1871 war August Wilhelm Tietze Lehrer in Bolbritz, da 1872 nach Amerika auswanderte. Johann August Kubitz (*27.06.1845) ab 1868 Vicar, später Hilfslehrer und ab 1872 Lehrer in Bolbritz.                 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neue Schule bis 1945 =====&lt;br /&gt;
Von 1886 bis 20.11.1892 wurde erster Lehrer und Schulleiter Pastor Christoph August Domaschk. Ab 1891 Hilfslehrer und ab 1894 als Lehrer und späterer Schulleiter war über 40 Jahre lang Johann August Beyer (*02.11.1868) tätig. 1897 erfolgt die Einstellung einer Lehrerhilfskraft und 1899 einer Handarbeitslehrerin.  Der Unterricht wurde in deutsch und sorbisch geführt. Ab Ostern 1914 wurde die Schule 4-klassig und das Mädchenturnen eingeführt. Ab 01.05.1914 wird der Hilfslehrer Kurt Stephan aus Dresden eingestellt, welcher am 01.04.1915 zum Heeresdienst einberufen wurde. Ab 15.04.1919 übernahm Schulamtskandidat Willy Soltmann aus Bischofswerda die Hilfslehrerstelle. Am 01.02.1928 erscheint in den Akten der Lehrer A. v. Kielpinski. Am 17.02.1932 erfolgte die Pensionierung des Oberlehrers Beyer. Neuer Schulleiter wurde Michalk. Gemeinsam mit dem Lehrer Kielpinski unterrichten sie bis Kriegsende 1945.                &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neue Schule ab 1945 =====&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wechselte das Personal häufiger. Von Juli bis Oktober 1945 war Herr Alexander Langer aus Gnaschwitz Aushilfslehrer, danach, bis Februar 1946 Heinz Hildebrandt. Im Mai 1946 ersetzte Neulehrer Richard Seiler den Lehrer Max Frenzel. Im Juni 1947 wurde Frau Frieda Michalk Schulleiterin. Ab 01. September 1950 wurde der Lehrer Herbert Ladusch neuer Schulleiter und seine Frau Zita Ladusch als Lehrerin angestellt, welche dann ab Januar 1953 Schulleiterin wurde.  Daneben arbeiteten als Lehrer noch folgende Personen: 1948-Georg Ritscher; Frl. Michalk, Paul Scholze, Ernst Weikert und Helmut Kowar; 1951 Frl. Anna Fitzky und Frl. Christa Kockert sowie Frl. Anna Ziesch und Rosemarie Schütze und als Sportlehrer Herbert Eckert; 1952 Caritas Kockert bzw. Otto Dietmar als Russischlehrer; 1953 Herr Ernst Siegel, Frau Irmgard Kaden und Herr Peter Münnich als &amp;quot;Wanderlehrer&amp;quot;; 1954 Annemarie Hantschke sowie Frl. Annelies Palme. Ab 01.05.1953 wurde Herr Lehrer Herbert Eckert Schulleiter. Von 1955 bis 1956 waren die Lehrer Kurt Menzel und Georg Gärtnerr Lehrer. 1955 wurden die Lehrerinnen Frl. Gertrud Knopf und Lieselotte Knöchel als Lehrerinnen angestellt. Am 01.09.1956 wurde der Lehrer Ernst Weickert nach 10 Jahren Schuldienst nach Bautzen versetzt. Am 01.09.1957 kam Georg Nuck an die Schule.                  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1959 gegründeten Schulkombinat Boolbritz/Storcha arbeiteten neben dem Schulleiter Paul Kindermann (Stellvertretender Schulleiter) die Kollegen Josef Sauer, Georg Nuck, Günter Rohark sowie die Kolleginnen Marianne Müller, Rita Nuck, Lieselotte Knöchel, Anna Sauer und als Handarbeitslehrerin Dorothea Kappler. Hortkraft in Bolbritz war Frau Marie Kappler.                 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schüler ====&lt;br /&gt;
1899 besuchten 129 Kinder (alle evangelisch), davon 101 wendischer Nation, die 3-klassige Schule. 1904 besuchten 131 Schüler, davon 65 Knaben, 56 Mädchen die Schule. 1912 zählt die Schule 107 Kinder, davon 1.Klasse 43, 2.Klasse 35 und 3.Klasse 29 Kinder. Der Schülerstand von 1946 betrug 150 Kinder.        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Schulbetrieb fand bis 1980 statt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
Dieses schlichte Herrenhaus, wahrscheinlich im 1. Drittel des 19. JH. erbaut, wurde 1945 aufgesiedelt und die Besitzerfaimlie Aichele enteignet. Das Rittergut ist aus einer Wasserburg hervorgegangen. Bedeutende Reste sind erhalten geblieben. Ein als Schuppen genutztes Nebengebäude im Norden des Gehöftes ist als steinernes Burggebäude aus der Zeit der deutschen Landnahme erkannt worden. Der 9 m lange Bau hat ein gewölbtes Erdgeschoß. Im Obergeschoß sind in das dicke Mauerwerk Rundbogenfenster eingelassen. Das Bauwerk steht auf einem aufgeschütteten Hügel und war früher von einem Wassergraben umgeben. Die Burg dürfte aus dem 13. JH. stammen. 1283 wird ein Gerhard von Bolbritz erwähnt, womit die schriftliche Überlieferung einsetzt. Bis 1815 in adeligem Besitz, kaufte es der vom sächsischen König in den Adelsstand erhobene Pächter G. R. König 1820. Seit 1838 (die Adelsfamilie von König blieb ohne mänliche Nachkommen) wurde das Rittergut von einheimischen Landwirten bewirtschaftet. (L-A. Dannenberg/M. Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Taubenhaus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bolbritz Taubenhaus 3.jpg|mini|412x412px|aus: Bautzener Kulturvorschau 11/1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Artikel &amp;quot;Taubenhäuser sind ländliche Kulturdenkmale&amp;quot; in der Bautzener Kulturvorschau 11/1955 widmet sich Theodor Schütze diesen interessanten Bauten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Obwohl Tauben nach wie vor gezüchtet werden, hat die Zahl der Taubenhäuser abgenommen. Das freistehende Taubenhaus war vielleicht im Wege, als man anfing, den Hof mit motorisierten Fahrzeugen zu befahren. Dieses Häuschen mußte an die 3m hoch über der Erde stehen, und indem man allerlei Verzierungen anbrachte, erreichte man, daß es nicht nur das luftigste, sondern auch das lustigste aller Bauwerke wurde. So steht ein Taubenhaus, oder genauer ein &amp;quot;Taubenständer&amp;quot; in Bolbritz, welches auf einer schlanken steinernen Säiule ruht. Das Dach ist wie ein wahrer Spitzhut gestaltet. dessen aufgesetzte Spitze eine drachenmaulförmige Windfahne von 1752 zierte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Döberkitz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Schloß ===&lt;br /&gt;
Der Herrensitz ist aus einem Vorwerk entstanden, welches zum Rittergut Dahren gehörte. Durch Erbtrennung kam es 1774 zur Abtrennung und gelangte als eigenständiges Rittergut an J.G. Rüde aus Lauban. 1892 erhielt es sein heutiges Aussehen. Das Mauerwerk der unteren Geschosse stammt noch aus dem 18. JH. Das barocke Portal blieb erhalten. Ergänzt hat man das 2. Obergeschoß und das mit einem Ziergitter bekrönte Walmdach. Der Wappenstein an der südlichen Fassade erinnert an die ehemaligen Besitzer, die Grafen zu Lippe-Biesterfeld-Weißenfels. Nach der Enteignung 1945 diente das Schloß als Mehrfamilienhaus, ab den 1980 -iger Jahren als Wohnheim für geistig Behinderte und ab 2015 als Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge. (L-A. Dannenberg/M. Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fund aus der Steinzeit ===&lt;br /&gt;
Die Genossenschaftsbäuerin Elfriede Kliche aus Döberkitz war beim Aussortieren von Steinen auf der Kombine, da rollte ihr eine jungsteinzeitliche Axt mit Facettenschliff entgegen. Sie war 11 cm lang und 4 cm breit und trotz 4000 jähriger Lagerung tadellos erhalten. Die Fundstelle lag an der Kamenzer Straße Abzweig Jannowitz-Löschau/Bolbritz. (Bautzener Kulturschau 5/1974. F. Lehmann: &amp;quot;Ausgrabungen und Funde Teil 1&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kleinwelka ==&lt;br /&gt;
Bis 1932 bestand Kleinwelka aus zwei nebeneinander gelegenen Teilen, dem kleinen Dorf Kleinwelka, das offenbar auf sorbische Gründung zurückgeht, und der Kolonie Kleinwelka, die 1751 als Brüdergemeinde der Herrnhuter gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kolonie Kleinwelka ===&lt;br /&gt;
Eine Gruppe sorbischer Pietisten (Gottesfürchtige) wechselte von Teichnitz nach Kleinwelka, da einer von ihnen 1747 das Lehngut kaufte. Oberamtsmann Graf von Gersdorf, der in Teichnitz im Schloß wohnte, gab ihnen Grund und Boden in Kleinwelka. Gründungstag ist der 24. Juli1751. Das erste Haus von der Brüdergemeinde in dieser Kolonie, 1752 erbaut, steht am Kirchplatz (Nr.4). Die Kirche (Betsaal) wurde 1758 gebaut und 1856 erweitert. Den Platz dafür spendete Rittergutsbesitzerin Gräfin von Reuß im Jahre 1757. Das Gotteshaus entbehrt jeglichen Schmuckes. Nicht einmal ein Turmist vorhanden. Die Glocken hängen in einem Dachreiter. Statt von einer Kanzel predigt der Pfarrer hinter einem Rednerpult. Da Männer und Frauen getrennt wohnten, gab es ein Schwestern- und ein Bruderhaus. Eine Knaben-und Mädchenerziehungsanstalt beherbergte die Kinder von Missionaren. Sie wurden in strenger Frömmigkeit erzogen und viele von ihnen sahen ihre Eltern jahrelang nicht. Manche wurden Waisen, wenn ihre Eltern in den Missionen starben. (Kirchenblatt der kath. Gemeinde 10/1984)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedhof (Gottesacker) liegt südlich der Kirche. es ist ein offener Garten, umgeben von Hecken. Die Gräber, eines gleicht dem anderen,  sind mit rechteckigen Sandsteinplatten bedeckt und verraten mit den Geburtsorten der hier Bestatteten die weltweiten Beziehungen der Herrnhuter Brüdergemeinde. Die neue Siedlung vergrößerte sich vor allem durch Zuzug von Handwerkern und Gewerbetreibenden. 1764 entstand ein Brüderhaus, 1770 ein Schwesternhaus, 1778 ein Diasporahaus, also für Menschen, die ihre Heimat unfreiwillig verlassen mußten, um 1800 ein Witwenhaus, um 1820 ein Pilgerhaus, wo Missionarsfamilien aus der ganzen Welt ihre ein-bis zweijährige &amp;quot;Ruhepause&amp;quot; verbrachten (Bautzener Kulturschau 12/1973), um danach wieder auf Mission zu gehen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird auch von einer Familie Merklin berichtet, die nach 10-jähriger Missionärstätigkeit in Labrador 1921 wieder nach Deutschland kam, in ihrer Heimat im Württemberger Ländle keine Aufenthaltsgenehmigung erhielt und in eben jenem Pilgerhaus ein Zuhause fand.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glockengießerei ===&lt;br /&gt;
Der 1778 in Kleinwelka geborene Bruder Friedrich Gruhl gründete 1812 eine Glockengießerei. Das zweigeschossige &amp;quot;Glockengießerhaus&amp;quot; trägt auf dem Schlußstein der Haustür die jahreszahl 1818. Die allererste Glocke hängt noch im Dachreiter der Kleinwelkaer Kirche. Gruhl schuf auch das herrliche vierteilige Geläut des Bautzener Domes. 1852 starb Friedrich Gruhl. Sein Sohn Ernst führte den Betrieb bis 1864, danach Theodor Werner. 1896 ging die Gießerei in Konkurs. Heute erinnern nur noch das Wohnhaus und die Glockengasse an die Blütezeit des Betriebes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Rudolph hat in einer Abhandlung &amp;quot;Die Kleinwelkaer Glockengießer&amp;quot; (Letopis C5. 1961/62) die Geschichte des Betriebes dargelegt und ein Verzeichnis  der 692 nachweisbaren Glocken beigefügt.  (Bautzener Kulturschau 12/1973; Theodor Schütze: &amp;quot;Denkmäler in unserem Kreis&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;tz&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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		<title>Ehemalige Gemeinde Salzenforst und ihre Ortsteile</title>
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		<updated>2025-11-25T10:16:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Das Rittergut */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Schmochtitz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Die Gutssiedlung befindet sich in den Niederungen des Milkwitzer Wassers zwischen der Wiwalze im Südwesten und dem Roten Berg im Nordosten. Die Gründung dieses Siedlungskomplexes wird um 1200 (Brakteatenfund mit Münzen um 1160-1240) angenommen. Die erste urkundliche Erwähnung fanden Eichler/Walther von 1391.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingepfarrt ist Schmochtitz nach Göda, der katholische Teil wird von Storcha betreut.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einwohner ====&lt;br /&gt;
1777 - Die Siedlung der Gutshintersassen umfaßte 8 Gärtner und 9 Häusler und befand sich nördlich der Zufahrt Richtung Bautzen. Nach Bränden vor 1800 wurde sie weiter südlich angelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1880 - 140 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 - 126 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 - 109 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1987 - 115 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 - 75 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gewerbe ====&lt;br /&gt;
vor 1910: 1 Schmied, 1 Bäcker, 1 Schuhmacher, 1 Schenkwirt (Gasthof &amp;quot;Zu den 3 Rosen&amp;quot;); 1905 Anbau eines Ballsaales durch Inhaber Blankenstein. (Ortschronist Hilbrig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 wurden Nieder-und Oberuhna mit Löschau nach Schmochtitz eingemeindet. Schmochtitz wiederum wurde im Jahre 1946 nach Salzenforst eingemeindet und war vorher selbstständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Besitzer ====&lt;br /&gt;
Der Grundherrennachweis vor 1880 umfaßt die Geschlechter: von Metzradt (bis 1621), v. Haugwitz (bis 1663), v. Penzig (bis 1729), zwischendurch v. Warnsdorf (1721-1725), v. Kleist (bis 1753), v. Manteuffel (bis 1763).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Peter August Schönberg (1732-1791) als nächsten Besitzer gehen das alte Schloß (nach Entwürfen D. Pöppelmanns) und die Erstgestaltung des Parkes zurück. Von 1763 bis 1821 besaßen Peter August v. Schönberg und nach seinen Tod 1791 seine Tochter Charlotte v. Kielmannsegge das Rittergut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besitzer ab 1821 war Sigismund Graf v. Riesch (bis 1856), Dr. Otto Weber (bis 1883), Dr. Hans Otto (bis 1888), Georg v. Beschwitz (bis 1892), Otto Thost und Sohn (bis 1921). (Quelle: Dr. Georg Krahl: &amp;quot;Schmochtitz Teil 6&amp;quot; aus Gödaer Heimatblatt 2002) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Peter August von Schönberg ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auguste Charlotte von Kielmannsegge ====&lt;br /&gt;
Dem kurfürstlichen Hausmarschall und Freimaurer P.A. v. Schönberg schenkte seine Frau, eine geb. Gräfin von Hoym, am 08. Mai 1777 eine Tochter, Auguste Charlotte. Mit 12 Jahren starb ihre Mutter. A. Charlotte heiratete 1796 den Grafen Lynar aus Lübbenau. Ein Sohn, Hermann Rochus, wurde geboren. 1797 verließ Charlotte ihren Mann und reiste mit dem Dresdner Maler Grassi nach Italien. Dort hörte sie von Napoleon und die Leidenschaft für den Maler erlosch. Sie reiste nach Paris, wo sie Napoleon näher kennenlernte. Ihr Mann verstarb mit 27 Jahren. Sie erbte und erhielt 1800 die Besitzungen ihres Vaters, der 1791 starb.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1802 heiratete sie in Hannover den Grafen v. Kielmannsegge. Natalie und Alfred wurden geboren. Der Graf spürte alsbald die Schwärmerei seiner Frau für Napoleon, den er ablehnte. Er bezichtigte sie, eine Agentin der Geheimpolizei Napoleons zu sein. Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (s. u. Napoleon in Schmochtitz) (Quelle: E. Klausnitzer in Bautzener Kulturschau 3/1980)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sonnentempel ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Sonnentempel 3.jpg|mini|407x407px|Der &amp;quot;Sonnentempel&amp;quot; von Schmochtitz (Th. Schütze: Abschied v. Sonnentempel BZ KS 6/1955)]]Nördlich von Schmochtitz, nahe Großbrösern, befand sich ein reizvolles, kleines Bauwerk. Auf einem 3-stufigen kreisrunden steinernen Unterbau erhoben sich acht 3m hohe toskanische Granitsäulen, die ein einfaches Holzgebälk trugen. Über den Kapitälen waren sie durch einen verzierten Architrav (Holzring) verbunden; darüber wölbte sich ein hübsches Zeltdach. Innerhalb an den Säulen befanden sich steinerne Sitze und in der Mitte stand ein wuchtiger steinerner Tisch. An der Innenseite des Holzringes waren folgende Worte zu lesen: &#039;&#039;&amp;quot;Fürchte Gott. Ehret den König. Beherrsche Dich. Halte Maß. Schweige und Handle. Erkenne Dich selbst. Thue Recht. Scheue Niemand.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vermögende und kunstsinnige kurfürstliche Hausmarschall Peter August von Schönberg, der das Schmochtitzer Gut von 1763-1791 besaß, ließ diesen Tempel errichten. Vom Park aus führte damals eine Allee zum Sonnentempel. Der Tempel bezeugt die Gesinnung P. A. v. Schönbergs als Freimaurer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf der Zeit geriet der Tempel in Verfall. Im Jahre 1954 war die Rettung dieses kleinen Kunstwerkes geplant. Die Finanzierung der Restaurierung war durch das bischhöfliche Ordinariat und die Denkmalpflege des Kreises gesichert. Den Auftrag dazu erhielt der Architekt Hentschke. Doch es kam anders. Ein Orkan hatte in den Morgenstunden des 17. Januar 1955 den bereits beschädigten Sonnentempel vollständig zum Einsturz gebracht. Ein Bild der Verwüstung; teilweise zerborstene Säulen lagen wild durcheinander, selbst Podeste und Steinsitze waren umgeworfen. Ein Wiederaufbau hätte einen unverhältnismäßigen Betrag erfordert und wegen der ohnehin knappen Mittel wurde von den zuständigen Stellen dagegen entschieden (Th. Schütze: &amp;quot;Abschied vom Sonnentempel&amp;quot;, Bautzener Kulturvorschau 06/1955).    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Taufkapelle ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Schmochtitz Taufkapelle 2 BZ KS 1977-4 2.jpg|mini|321x321px|Taufkapelle in Schmochtitz vor 1975 (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 4/1977)]]&lt;br /&gt;
1775 ließ Peter August v. Schönberg eine turmartige Taufkapelle mit glockenförmiger Haube errichten. Durch private Initiative konnte sie 1975 vor dem völligen Verfall gerettet werden (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 4/1977).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut in kirchlicher Trägerschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Priesterseminar ====&lt;br /&gt;
Mit der Wiedererrichtung des Bistums Meißen im Jahre 1921 wurde die Einrichtung eines Seminars zur Priesterausbildung notwendig, da das Wendische Seminar, welches von den Temritzer Siman gegründet wurde, nach dem I.WK schloß. Im Jahre 1925 kam es aus diesem Zweck zum Kauf, dessen herrnhaus umgebaut und am 10.Mai 1927 als Priesterseminar des Bistums Meißen eröffnet wurde. 95 Studenten durchliefen nach ihrem Theologiestudium und vor ihrem Einsatz als Priester das Seminar.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kirchengut ====&lt;br /&gt;
Das Herrenhaus und damit das Seminar wurde in den letzen Apriltagen durch Brand völlig vernichtet. Das Rittergut mit seinen 130 ha blieb aber trotz Bodenreform im Besitz des Bistums. 1986 wurde mit dem Neuaufbau begonnen. Ziel war ein Erholungsheim für Familien mit Behinderten. Am 01.09.1992 erfolgte jedoch die Eröffnung des &amp;quot;Bischof-Benno-Hauses&amp;quot; als offenes und öffentliches Bildungshaus in Trägerschaft des jetzigen Bistums Dresden-Meißen. nach und nach wurden weitere Gebäude (Torhaus, Familienhaus, Scheune) saniert. Den Gästen stehen Seminarräume, ein Festsaal, ein großer gemeinschaftsraum in der Scheune, eine Kirche, eine Hauskapelle, eine Bibliothek sowie eine Kegelbahn zur Verfügung. (Quelle: Dr. P. Straube: &amp;quot;das Rittergut Schmochtitz in kirchlicher Trägerschaft seit 1925&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bildungsgut Sankt Benno ====&lt;br /&gt;
Am 07.09.2020 erhält das Bischof-Benno-Haus den neuen Namen &amp;quot;Bildungsgut Sankt Benno&amp;quot; und damit ein neues Programm. Neu sind Seminare zur &amp;quot;Lebensgestaltung&amp;quot; und zur &amp;quot;Bildung&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix ===&lt;br /&gt;
Das einzige Kruzifix in Schmochtitz befindet sich an der Kreuzung schräg gegenüber dem Eingang zum Bischof Benno Haus. Ein eisernes Kreuz mit dem Korpus Christi auf einem Granitsockel ohne Inschrift. Der Eigentümer ist unbekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milleniumsdenkmal ===&lt;br /&gt;
Das im November 2000 geweihte Denkmal Cyrill und Methodius steht nahe des Roten Berges an der Straße Richtung Loga und wurde nach einer Schändung im Februar des Jahres 2023 am 26. November durch Pfarrer G. Nawka aus Wittichenau vor 60 Gläubigen neu geweiht. Unbekannte stahlen damals den großen Bischofsstab und schlugen die Hand der Statue des Hl. Methodius ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niederuhna ==&lt;br /&gt;
1500 - erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 93 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1842 - Großbrand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 105 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 113 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 - nach Schmochtitz eingemeindet, vorher selbstständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 84 Einwohner, zusammen mit Oberuhna (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oberuhna  ==&lt;br /&gt;
Oberuhna und Löschau sind seit 1777 eine Gemeinde, 1936 nach Schmochtitz eingemeindet, 1969 nach Salzenforst eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ort ===&lt;br /&gt;
1359 - erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1407 - Rittersitz                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1580 - Rittergut                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 87 Einwohner                                                                                             &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 99 Einwohner                                                                                                                       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 104 Einwohner                                                                                                                    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 - 163 Einwohner                                                                                                                      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 - Stromanschluß - (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
Während Niedruhna zur HerrschaftbMilkwitz gehörte, bestand in Oberuhna ein eigenständiges Rittergut. Das kleine Gut befand sich im Besitz verschiedener Adelsfamilien und ab 1798 bürgerlicher Landwirte. Das Herrenhaus unterscheidet sich im Aussehen kaum von den Wirtschaftsgebäuden. Die Bausubstanz^stammt noch aus dem 18. JH. Der kleine Vorbau dürfte um 1910 entstanden sein. Das Rittergut fiel 1945 unter die Bodenreform. obwohl es nur 89 ha umfaßte. Der Hof wurde in einzelne Parztellen zerstückelt, wobi der vordere Teil des Wohnhauses an die Familie Nowak fiel. Nachdem diese 1979 in den Westen ausreiset, nutzte die LPG die Räume. Nach dem Ende der DDR wurde das Haus an den in Hamm lebenden Sohn zurückgegeben, der Fassade und Innenräume sanierte, um diese Haushälfte gelegentlich zu nutzen. (L-A. Dannenberg/M. Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;) .Der Brand von Oberuhna im Jahr 1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. August 1842, kurz nach 12 Uhr mittags, traf bei einem schweren Gewitter ein Blitz das alte unbewohnte Herrenhaus auf dem Rittergutshofe zu Oberuhna und entzündete das sofort. Bei der vorherrschenden trockenen Jahreszeit, heftigem Winde und dem großenteils eingebrachten Getreide verbreitete sich das Feuer mit ungemeiner Schnelligkeit auf die anderen Rittergutsgebäude und haben die Dörfer Ober-u. Niederuhna fast durchgängig in Asche gelegt. Sämtliche Abgebrannte haben ihre Haus-u. Wirtschaftsgeräte sowie die eingelagerten Getreidevorräte verloren. Darüber hinaus verbrannte folgendes Vieh:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rittergut - 6 Kühe, 2 Schweine&lt;br /&gt;
* Großbauer Jacob Schmole - 4 Schweine, 4 Kälber, 32 Lämmer und 2 Stähre&lt;br /&gt;
* 2 verschiedenen Gärtnern jedem ein Schwein, einem Dritten ein Kalb&lt;br /&gt;
(Budissiner Nachrichten August/1842)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unnatürliche Tode ===&lt;br /&gt;
Am 16. Juli 1844 ist der auf dem Rittergutshofe zu Oberuhna dienende 23-jährige Kleinkutscher Andreas Donath in der nach dem Rittergutshofe führenden Allee unvorsichtigerweise von einem beladenen Leiterwagen gesprungen, unter denselben gefallen und totgefahren worden (Budissiner Nachrichten Nr.60/1844).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Münzfund ===&lt;br /&gt;
1973 entdeckte der Kranfahrer Harry Günther auf seinem Grundstück Nr.16 in Oberuhna beim Entwässern einer alten Kellermauer ein dunkelbraunes Töpfchen in der Größe einer Kaffeetasse mit Henkelansatz. Es enthielt 56 groschen aus Billon, das ist eine Kupfer-Siolberlegierung. Die Münzen waren alle mit Grünspan überzogen, weil der Kupferanteil überwog. Sie zeigten auf der Vorderseite die Inschrift &amp;quot;24 einen Taler&amp;quot; und auf der Rückseite das Kursächsische oder Hannoversche Wappen. Die Jahreszahlen laufen von 1694 bis 1802. Leinenrste von der Umhüllung der Münzen enthielt das Töpfchen ebenfalls. (Bautzener Kulturschau 5/1974. F. Lehmann: &amp;quot;Ausgrabungen und Funde Teil 1&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 wurden bei Frenzel in Löschau 130 Silbermünzen gefunden (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wolfgang Wenk - Ortsdenkmalpfleger ====&lt;br /&gt;
Am 04. Mai 1988 verstarb Wolfgang Wenk aus Oberuhna, der Ortsdenkmalpfleger der Gemeinde Salzenforst, erst 47 Jahre alt. Er spürte eine ganze Reihe historischer Wegweiser auf, so den bereits verschollenen Gedenkstein für die in den Befreiungskriegen gefallenen französischen Soldaten in Schmochtitz, den &amp;quot;Kleinen Bierstein&amp;quot; unweit des Milleniumdenkmals sowie den &amp;quot;Kreuzstein&amp;quot; an der Straße nach Loga. Auch sorgte er für die sachgerechte Erhaltung und Lagerung der wertvollen alten Grabplatten aus dem Vorraum der Gödaer Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Löschau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ort ===&lt;br /&gt;
1363 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1580 - zum Rittergut Milkwitz gehörig &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1777 - zum Rittergut Oberuhna gehörig  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner Löschau        ===&lt;br /&gt;
1834 - 41 Einwohner   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 50 Einwohner    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 36 Einwohner    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 32 Einwohner (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)                                                                             &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strom ===&lt;br /&gt;
1910 - Stromanschluß - Der einzige Abnehmer 1910 war die Wirtschaft von Gerhard Schmole (*1881). Er kannte die Vorteile des elektrischen Stromes und damit verbunden die Minimierung eines Brandes. (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Temritz ==&lt;br /&gt;
Temritz liegt etwa 4 km nordwestlich von Bautzens Stadtzentrum entfernt auf 215 &amp;lt;abbr&amp;gt;m&amp;lt;/abbr&amp;gt; ü. NN am &#039;&#039;Temritzer Wasser&#039;&#039;, welches hier zu einem Teich angestaut ist. Es ist ein Straßendorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort wurde schon 1225 erstmals als Allodium &#039;&#039;Tymericz&#039;&#039; erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Ort ===&lt;br /&gt;
eingemeindet am 01.07.1950; ab 1936 zu Kleinwelka gehörend, vorher selbstständig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1880: 84 Einwohner, davon 83 Sorben und 1 Deutscher (nach A. Muka)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
Mercin und Jurij Siman gründeten 1724 das wendische Seminar in Prag als Ausbildungsstätte für den katholischen Priesternachwuchs. Auch der sorbische Volksmusikant Nikolaus Kral (1791-?) wurde in Temritz geboren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiwalze ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Name ====&lt;br /&gt;
Die Wiwalze (auch St. Michaelisberg genannt) ist 247m hoch, gehörte seit jeher zu dem Dorf Temritz und diente den Bauern früher als gemeinsamer Hutungsplatz für ihre Schafherden (Schafsberg). Auf Grund der Nähe zu Schmochtitz wurde die Anhöhe auch &amp;quot;Schmochtitzer Berg&amp;quot; genannt. So heißt es in einer Beschreibung der Schlacht bei Bautzen, daß Napoleon auf dem &amp;quot;Schmochtitzer Berge&amp;quot; Beobachtungen über die Stellungen des Feindes angestellt hatte. Bereits 1817 wird die Wiwalze &amp;quot;Lerchenberg&amp;quot; genannt und 1818 wird von einem &amp;quot;Spitzberg&amp;quot; geschrieben. Der Ursprung des Namens ist nicht eindeutig belegt. Die Bezeichnung &amp;quot;Viehwalze&amp;quot; ist eine Verkümmerung des sorbischen Wortes Wiewalze. Im Wendischen bedeuten die Silben &amp;quot;wi&amp;quot; und &amp;quot;walc&amp;quot; soviel wie &amp;quot;winden&amp;quot;, &amp;quot;wälzen&amp;quot;. Auf einer Karte wurde die Anhöhe als &amp;quot;Wihals-Berg&amp;quot; eingezeichnet. Die Ableitung des deutschen Namens &amp;quot;Michael&amp;quot; zum sorbischen &amp;quot;Mihal&amp;quot; und bei nachlässiger Aussprache könnte aus &amp;quot;Michaelisberg&amp;quot; der &amp;quot;Wihalsberg&amp;quot; werden. Obwohl er zu Temritz gehört, hieß er niemals &amp;quot;Temritzer Berg&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eigentümer ====&lt;br /&gt;
In der Chronik S.171ff. wird die Zugehörigkeit der Wiwalze 1668 urkundlich erwähnt. In jenem Jahr verkauft  vom Amtssekretär Hoffmann an Peter Roatschen aus Burk und Hanns Cucule aus Temritz. Diese verkauften das Grundstück am 13.April 1744 weiter an die Bauern Johann Marx in Temritz und Katzer. Der Marx&#039;sche Besitz ist dann in den Besitz der Familie Mörbe gekommen. Die andere Hälfte des Gutes ist auf die Familie Krahl übergegangen. Der letzte Besitzer, August JakobKrahl (1859-1935), starb kinderlos und es erbte seine Nichte Katharina, welche Johann Waurick geheiratet hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schönbergscher Pavillon ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiwalze Pavillon 1.jpg|mini|479x479px|Zeichnung von Johann Gottfried Schultz 1776 &amp;quot;Der Schönbergsche Pavillon&amp;quot; (aus Oberlausitzer Hausbuch 2014) Kulturhistorisches Museum Görlitz]]&lt;br /&gt;
Da man von der Wiwalze einen herrlichen Rundblick auf Bautzen und Umgebung hatte, pachtete 1769 den obersten Teil der damals unbewaldeten Anhöhe  der Hausmarschall Peter August von Schönberg auf 20 Jahre zur Errichtung eines Lusthauses. Es handelte sich um ein einstöckiges hölzernes Gebäude auf quadratischem Grundriß, an mindestens 2 Seiten besaß es rundbogige, zweiflüglige Türen. Ein breites, gekehltes Gesims leitete über zu einem hohen, als Pyramide gestalteten Dach. Dessen Spitze krönte ein eiförmiger Knopf und eine Wetterfahne. Das Häuschen war von einem Geländer umgeben. Die Erdmassen des beim Bau ausgehobenen Grabens rings um das Pachtgrundstück wurden in der Mitte angehäuft und darauf das Lusthaus gebaut. Um die Speisen und Getränke jederzeit zur Verfügung zu haben, existierte unter den &amp;quot;Pavillon&amp;quot; ein Keller mit Zugang auf der Westseite. An der Hügelauffahrt standen 2 Figuren, die Tafeln mit den Aufschriften &amp;quot;Willkommen&amp;quot; und &amp;quot;Adieu&amp;quot; trugen. Als Kürfürst Friedrich August III. von Sachsen am 18. Mai 1769 den Hausmarschall von Schönberg besuchte, wurde für das fürstliche Paar ein &amp;quot;wendischer Bauerntanz&amp;quot; aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1789 verlängerte Schönberg den Vertrag auf weitere 20 Jahre. Eigentümer waren damals George Krahl und Johann Christian Moerbe aus Temritz. Das verpachtete Grundstück war 32 Ellen lang und 30 Ellen breit und der Zins betrug 8 Thaler jährlich. 1809 lief der Pachtvertrag aus. Peter August v. Schönberg starb 1791. Seine Tochter und Erbin Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge verlängerte den Vertrag nicht und der Pavillon verfiel.  Schließlich wurde dieser abgerissen, nachdem er mutwillig von Nachbarn beschädigt wurde.  &lt;br /&gt;
[[Datei:Wiwalze Pavillon 2.jpg|mini|479x479px|Zeichnung von Christoph Nathe 1787 &amp;quot;Ausblick vom Rabenstein über den westlichen Stadtrand von Bautzen&amp;quot; (aus Oberlausitzer Hausbuch 2014)]]&lt;br /&gt;
==== weitere Geschichte ====&lt;br /&gt;
1833 wurde die Wiwalze mit Laub-u. Nadelbäumen bepflanzt, da die Schafzucht nicht mehr wirtschaftlich war. Um 1910 wurde von dem Fabrikanten und Gutsbesitzer Otto Thost aus Schmochtitz eine Eisenkonstruktion für die Feuerwehr zu Übungszweckenturm errichtet; beschlagen mit Eisenplaten und mit Luken versehen. An der Spitze befand sich ein Eisengeländer. 1945 war auf diesem Turm eine deutsche Fliegerabwehrbeobachtungsstelle eingerichtet. 1947 aber vom damaligen Besitzer Johann Waurich aus Temritz abgerissen. Überreste sind heute noch sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quellen: Ortschronik S.171-180); Dr. Georg Krahl: &amp;quot;Vom Berg mit den 7 Namen&amp;quot; Oberlausitzer Hausbuch 2014); Kai Wenzel: &amp;quot;Der Schönbergsche Pavillon bei Schmochtitz&amp;quot; Oberlausitzer Hausbuch 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Sorbische Hochzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sorbische Hochzeit Temritz 1888 3.jpg|mini|477x477px|Sorbische katholische Hochzeit von 1888; Brautpaar, Hochzeitsbitter, 4 Brautjungfern, 2 Brautführer, Slónka sowie der Bruder der Braut]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschrieben wird eine Bauernhochzeit zwischen Anna Krahl aus Temritz und Michael Domsch aus Basankwitz am Dienstag, dem 08.05.1888 in Temritz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hatten mindestens 200 Personen daran teilgenommen, davon Gäste aus den angesehensten Bauernfamilien aus Nah und Fern der wendischen Lausitz. Die Braut im Festgewand erschien mit der festlich geschmückten Pferdekutsche und betrat 10 Uhr die Pfarrkirche „Unserer lieben Frauen“ in Bautzen gemeinsam mit der „Slónka“, welche den Ehrendienst bei der Braut zu versehen hat. Ein zweiter Wagen brachte 4 Brautjungfern, Druzki genannt, ebenfalls in Festkleidung. Anwesend waren die beiden Brautführer, wendisch „Swat“, wovon je einer aus der Verwandtschaft der Braut bzw. des Bräutigams stammt, und der Hochzeitsbitter, sorbisch „Brazka“, der Zeremonienmeister und damit eine der wichtigsten Personen. Der Bräutigam sowie alle männlichen Begleiter erschienen im langen Gehrock, schwarzer Hose und Zykinderhut. Während der Trauung saßen Männer und Frauen getrennt. Nach Beendigung der Heiligen Messe, welche als erstes stattfand, hielt der Priester eine Rede, darauf folgte die eigentliche Trauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In und vor der Kirche sammelten sich eine Menge Schaulustiger. Anschließend ging es nach Temritz in das Gehöft der Brauteltern. Musikanten spielten den langsamen und choralartigen Brautmarsch. Hof und Eingang waren mit Girlanden und grünen Bändern geschmückt. Dort warteten bereits der Vater, Geschwister und die Gäste. Der „Brazka“ hielt eine Rede, gedachte der nicht mehr anwesenden Brautmutter und forderte dann das Brautpaar auf, das Haus zu betreten und die umfangreich vorbereitete Feier sowie das Mahl mit Freude zu genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besteck mußte jeder Gast selbst mitbringen. Es gab Suppe, alsdann  Rindfleisch mit Gemüse, dann Schweinefleisch mit Gemüse, dann Schweine-u. Kalbsbraten mit Salat und Kompott, zum Schluß Butter und Brot und Kuchen. Und dazu Branntwein, kein Wein. Nach dem Essen wurde getanzt, gespielt und Bier getrunken. Das ging bis in die frühen Morgenstunden. Die Aufgabe der beiden „Swaten“ und der „Slónka“ war es, die Braut vor jungen Burschen zu schützen, welche versuchten, der Braut den Schuh auszuziehen, um ihn gegen einige Taler einzulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Morgen fuhren die Brautleute zuerst in die Kirche, dann wurde zum letzten Mal im väterlichen Haus Mittag gegessen und danach erfolgte die Abreise. Die  Ausstattung der Brautwar bereits verladen und mit Girlanden umwunden. Und ein schwermütiges Abschiedslied und eine gefühlsvolle Rede des „Brazkas“ sorgten dafür, daß keiner seine Rührung verbergen konnte. (gekürzt aus Dr. Gisela Bruk: „Sie wird mir ein herrliches Andenken bleiben“, Hausbuch ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifixe ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Straße nach Kleinseidau .jpg|mini|Kruzifix in Temritz auf dem Weg nach Kleinseidau von Johann Müller (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz auf dem Weg nach Kleinseidau ====&lt;br /&gt;
Diese Betsäule wurde 1899 errichtet, 1995/96 restauriert und von Pfarrer Werner aus Storcha geweiht. Bei der restaurierung wurden  auch die fehlenden 2 Keramiksterne am Granitsockel ersetzt.Die goldene Inschrift auf der Vorderseite der Granitsäule lautet: &#039;&#039;&amp;quot; Was will das Kreuz, das am Wege steht? Es will jeden, der vorüber geht, Das süße Wort der Hoffnung sagen, Das Kreuz hilft, Dich zum Himmel tragen.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im unteren Teil sind die Initialen J.E.M. und das Jahr 1899 eingraviert. Der Auszügler Johann Ernst Möhn (1820-1899) verstarb am 04.06.1899 in Temritz Haus Nr.5 im Alter von 79J 1M und 11T(Sterbe-Urk. Seidau 70/1899). Er war der Schwiegervater vom Gutsbesitzer und Gemeindevorstand Johann Müller (Haus Nr.6) .  &lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Ort Haus Nr.9 .jpg|mini|Kruzifix in Temritz vor dem Haus von Rötschke Haus Nr.9 (1992)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz vor dem Haus von Rötschke Haus Nr.9 ====&lt;br /&gt;
Die Aufnahme ist von 1992. Im Februar 2025 war an der Stelle des Kreuzes nur eine kleine Lücke. Es wird restauriert und erstrahlt danach im neuen Glanz. Besitzer des Betkreuzes war jedoch die Familie Waurick und vorher die Familie Krahl (Haus Nr.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix Temritz Ortseinfahrt von Bautzen nach Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Ortseinfahrt v. BZ 3.jpg|mini|Kruzifix in Temritz an der Straße von Bautzen nach Schmochtitz (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Vorderseite sind die vergoldeten Initialen J.T.M, darunter M.M. und darunter das Jahr 1875. eingraviert. Einem Bericht zufolge wurde die Granitsäule in den Kriegstagen des April 1945 von Vollkettenfahrzeugen aus dem Boden gerissen und das gußeiserne Kreuz zerbrach. In den  Folgejahren wurde die Bruchstücke verschüttet und von einer Hecke überwuchert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sterbeurkunde von Seidau Nr.107/1874 ist die Totgeburt eines Sohnes von Gutsbesitzer Johann Traugott Mörbe (JTM) und seiner Frau Maria, geb. Schneider (MM), vermerkt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Temritzer Einwohner Klaus, Christian und Thomas Mörbe wurde die Betsäule wieder instandgesetzt und in einem Hohlfundament aus Beton neu aufgestellt. In die Deckplatte ist ein poliertes Grabkreuz (angefertigt von Steinmetz Haase) eingesetzt, an dessen Ostseite ein neuer Korpus befestigt ist. Ein Nachguß des originalen Kreuzes konnte nicht realisiert werden, weil die Bruchstücke zur Formung nicht ausgereicht haben. Im Kopfteil der Ostseite der Säule sind noch Reste einer mit schwarzer Farbe aufgebrachten sorbischsprachigen Beschriftung zu erkennen. Die Schmalseiten zeigen im oberen Bereich je ein plastisch ausgearbeitetes lateinisches Kreuz. &lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Straße n. BZ .jpg|mini|Kruzifix in Temritz an der Straße nach Bautzen von Johann Müller (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz an der Straße nach Bautzen ====&lt;br /&gt;
1899 von Johann Müller aus Temritz errichtet. 1976 war das Kreuz aus Sandstein verschollen. Wahrscheinlich von Randalierern in den nahen Teich geworfen, wo man es später wiederfand. Es wurde 1991 erneut restauriert, mit einem Kreuz aus Metall. 1997 wurde dieses ebenfalls entwendet. Da sich die Säule auf dem Flurstück der Agrofarm Göda befindet, erteilte sie den Auftrag zur Neuanfertigung von Kreuz und vergoldetem Korpus an die Schmiede Kaczmar in Jeßnitz. Am Palmsonntag, dem 05. April 2009 wurde mit einem ökumenischen Gottesdienst die wieder vollständige Betsäule geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite Auf dem Sandsteinsockel befinden sich Inschriften in sorbischer Sprache. Übersetzt steht auf der Vorderseite: &#039;&#039;&amp;quot;Oh ihr alle, die ihr auf diesem Weg vorbei geht, sehet, ob ein Schmerz meinem Schmerz gleicht.&amp;quot; Jeremia 1.12&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und auf der Rückseite: &#039;&#039;&amp;quot;Aufgestellt im Jahre des Herrn 1899 von Johannes Müller und Anna seiner Ehefrau aus Temritz erneuert 1991&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb der vergoldeten Jesusfigur steht sowohl in sorbisch als auch in deutsch: &#039;&#039;&amp;quot;Jesus unser Hirte.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentümer des Betkreuzes waren die Familien: Müller; Lippitsch; Spittank &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bloaschütz ==&lt;br /&gt;
1296 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 83 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 108 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 92 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900 - 97 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 - 86 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 138 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 - Stromanschluß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bolbritz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dorfschule Bolbritz.jpg|mini|463x463px|Dorfschule Bolbritz (Postkarte zum 25-jährigem Jubiläum)]]1283 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1562 Rittergut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 - 98 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 116 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 135 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 123 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entstehung ====&lt;br /&gt;
In der Ortschronik (S.133ff.) wird berichtet, daß die Schule in Bolbritz bereits zwischen 1753 und 1756 auf Initiative der Gräfin Dorothea Luise Charlotte von Gersdorf (1706-1794) von ihrem Verwalter Schenk am Gödaer Weg gebaut wurde. Schulhalter war sein Schwager Hobrack. Auf Grund eines Streits zwischen Gräfin und Verwalter wurde die Schule in ein östlich davon neu gebautes Gebäude verlegt (Echtelsches Haus). 1834 kaufte dieses Haus die Parochie Göda für 475 Taler und richtete es den gesetzlichen Bestimmungen zum Schulhause ein.        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25.06.1886 fand die feierliche Eröffnung der &amp;quot;Neuen Schule&amp;quot; statt. 1912 wurde ein Antrag zwecks Lichtentnahme an das Elektrische Werk in Bautzen gestellt. 1923 erfolgte eine Erweiterung durch Schulanbau. 1956 wurde für das Lehrpersonal ein Wohnhaus neben der Schule errichtet. Am 01.09.1959 fand der Zusammenschluß der Schulen Bolbritz und Storcha zu einem Schulkombinat statt.       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lehrer ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Alte Schule =====&lt;br /&gt;
Von 1793 bis zu seinem Tod1842 war Gottfried Kmoch Schulhalter und ab 1835 ständiger Lehrer. Von 1843 bis 1871 war August Wilhelm Tietze Lehrer in Bolbritz, da 1872 nach Amerika auswanderte. Johann August Kubitz (*27.06.1845) ab 1868 Vicar, später Hilfslehrer und ab 1872 Lehrer in Bolbritz.                 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neue Schule bis 1945 =====&lt;br /&gt;
Von 1886 bis 20.11.1892 wurde erster Lehrer und Schulleiter Pastor Christoph August Domaschk. Ab 1891 Hilfslehrer und ab 1894 als Lehrer und späterer Schulleiter war über 40 Jahre lang Johann August Beyer (*02.11.1868) tätig. 1897 erfolgt die Einstellung einer Lehrerhilfskraft und 1899 einer Handarbeitslehrerin.  Der Unterricht wurde in deutsch und sorbisch geführt. Ab Ostern 1914 wurde die Schule 4-klassig und das Mädchenturnen eingeführt. Ab 01.05.1914 wird der Hilfslehrer Kurt Stephan aus Dresden eingestellt, welcher am 01.04.1915 zum Heeresdienst einberufen wurde. Ab 15.04.1919 übernahm Schulamtskandidat Willy Soltmann aus Bischofswerda die Hilfslehrerstelle. Am 01.02.1928 erscheint in den Akten der Lehrer A. v. Kielpinski. Am 17.02.1932 erfolgte die Pensionierung des Oberlehrers Beyer. Neuer Schulleiter wurde Michalk. Gemeinsam mit dem Lehrer Kielpinski unterrichten sie bis Kriegsende 1945.                &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neue Schule ab 1945 =====&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wechselte das Personal häufiger. Von Juli bis Oktober 1945 war Herr Alexander Langer aus Gnaschwitz Aushilfslehrer, danach, bis Februar 1946 Heinz Hildebrandt. Im Mai 1946 ersetzte Neulehrer Richard Seiler den Lehrer Max Frenzel. Im Juni 1947 wurde Frau Frieda Michalk Schulleiterin. Ab 01. September 1950 wurde der Lehrer Herbert Ladusch neuer Schulleiter und seine Frau Zita Ladusch als Lehrerin angestellt, welche dann ab Januar 1953 Schulleiterin wurde.  Daneben arbeiteten als Lehrer noch folgende Personen: 1948-Georg Ritscher; Frl. Michalk, Paul Scholze, Ernst Weikert und Helmut Kowar; 1951 Frl. Anna Fitzky und Frl. Christa Kockert sowie Frl. Anna Ziesch und Rosemarie Schütze und als Sportlehrer Herbert Eckert; 1952 Caritas Kockert bzw. Otto Dietmar als Russischlehrer; 1953 Herr Ernst Siegel, Frau Irmgard Kaden und Herr Peter Münnich als &amp;quot;Wanderlehrer&amp;quot;; 1954 Annemarie Hantschke sowie Frl. Annelies Palme. Ab 01.05.1953 wurde Herr Lehrer Herbert Eckert Schulleiter. Von 1955 bis 1956 waren die Lehrer Kurt Menzel und Georg Gärtnerr Lehrer. 1955 wurden die Lehrerinnen Frl. Gertrud Knopf und Lieselotte Knöchel als Lehrerinnen angestellt. Am 01.09.1956 wurde der Lehrer Ernst Weickert nach 10 Jahren Schuldienst nach Bautzen versetzt. Am 01.09.1957 kam Georg Nuck an die Schule.                  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1959 gegründeten Schulkombinat Boolbritz/Storcha arbeiteten neben dem Schulleiter Paul Kindermann (Stellvertretender Schulleiter) die Kollegen Josef Sauer, Georg Nuck, Günter Rohark sowie die Kolleginnen Marianne Müller, Rita Nuck, Lieselotte Knöchel, Anna Sauer und als Handarbeitslehrerin Dorothea Kappler. Hortkraft in Bolbritz war Frau Marie Kappler.                 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schüler ====&lt;br /&gt;
1899 besuchten 129 Kinder (alle evangelisch), davon 101 wendischer Nation, die 3-klassige Schule. 1904 besuchten 131 Schüler, davon 65 Knaben, 56 Mädchen die Schule. 1912 zählt die Schule 107 Kinder, davon 1.Klasse 43, 2.Klasse 35 und 3.Klasse 29 Kinder. Der Schülerstand von 1946 betrug 150 Kinder.        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Schulbetrieb fand bis 1980 statt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
Dieses schlichte Herrenhaus, wahrscheinlich im 1. Drittel des 19. JH. erbaut, wurde 1945 aufgesiedelt und die Besitzerfaimlie Aichele enteignet. Das Rittergut ist aus einer Wasserburg hervorgegangen. Bedeutende Reste sind erhalten geblieben. Ein als Schuppen genutztes Nebengebäude im Norden des Gehöftes ist als steinernes Burggebäude aus der Zeit der deutschen Landnahme erkannt worden. Der 9 m lange Bau hat ein gewölbtes Erdgeschoß. Im Obergeschoß sind in das dicke Mauerwerk Rundbogenfenster eingelassen. Das Bauwerk steht auf einem aufgeschütteten Hügel und war früher von einem Wassergraben umgeben. Die Burg dürfte aus dem 13. JH. stammen. 1283 wird ein Gerhard von Bolbritz erwähnt, womit die schriftliche Überlieferung einsetzt. Bis 1815 in adeligem Besitz, kaufte es der vom sächsischen König in den Adelsstand erhobene Pächter G. R. König 1820. Seit 1838 (die Adelsfamilie von König blieb ohne mänliche Nachkommen) wurde das Rittergut von einheimischen Landwirten bewirtschaftet. (L-A. Dannenberg/M. Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Taubenhaus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bolbritz Taubenhaus 3.jpg|mini|412x412px|aus: Bautzener Kulturvorschau 11/1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Artikel &amp;quot;Taubenhäuser sind ländliche Kulturdenkmale&amp;quot; in der Bautzener Kulturvorschau 11/1955 widmet sich Theodor Schütze diesen interessanten Bauten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Obwohl Tauben nach wie vor gezüchtet werden, hat die Zahl der Taubenhäuser abgenommen. Das freistehende Taubenhaus war vielleicht im Wege, als man anfing, den Hof mit motorisierten Fahrzeugen zu befahren. Dieses Häuschen mußte an die 3m hoch über der Erde stehen, und indem man allerlei Verzierungen anbrachte, erreichte man, daß es nicht nur das luftigste, sondern auch das lustigste aller Bauwerke wurde. So steht ein Taubenhaus, oder genauer ein &amp;quot;Taubenständer&amp;quot; in Bolbritz, welches auf einer schlanken steinernen Säiule ruht. Das Dach ist wie ein wahrer Spitzhut gestaltet. dessen aufgesetzte Spitze eine drachenmaulförmige Windfahne von 1752 zierte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Döberkitz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Schloß ===&lt;br /&gt;
Der Herrensitz ist aus einem Vorwerk entstanden, welches zum Rittergut Dahren gehörte. Durch Erbtrennung kam es 1774 zur Abtrennung und gelangte als eigenständiges Rittergut an J.G. Rüde aus Lauban. 1892 erhielt es sein heutiges Aussehen. Das Mauerwerk der unteren Geschosse stammt noch aus dem 18. JH. Das barocke Portal blieb erhalten. Ergänzt hat man das 2. Obergeschoß und das mit einem Ziergitter bekrönte Walmdach. Der Wappenstein an der südlichen Fassade erinnert an die ehemaligen Besitzer, die Grafen zu Lippe-Biesterfeld-Weißenfels. Nach der Enteignung 1945 diente das Schloß als Mehrfamilienhaus, ab den 1980 -iger Jahren als Wohnheim für geistig Behinderte und ab 2015 als Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge. (L-A. Dannenberg/M. Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fund aus der Steinzeit ===&lt;br /&gt;
Die Genossenschaftsbäuerin Elfriede Kliche aus Döberkitz war beim Aussortieren von Steinen auf der Kombine, da rollte ihr eine jungsteinzeitliche Axt mit Facettenschliff entgegen. Sie war 11 cm lang und 4 cm breit und trotz 4000 jähriger Lagerung tadellos erhalten. Die Fundstelle lag an der Kamenzer Straße Abzweig Jannowitz-Löschau/Bolbritz. (Bautzener Kulturschau 5/1974. F. Lehmann: &amp;quot;Ausgrabungen und Funde Teil 1&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kleinwelka ==&lt;br /&gt;
Bis 1932 bestand Kleinwelka aus zwei nebeneinander gelegenen Teilen, dem kleinen Dorf Kleinwelka, das offenbar auf sorbische Gründung zurückgeht, und der Kolonie Kleinwelka, die 1751 als Brüdergemeinde der Herrnhuter gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kolonie Kleinwelka ===&lt;br /&gt;
Eine Gruppe sorbischer Pietisten (Gottesfürchtige) wechselte von Teichnitz nach Kleinwelka, da einer von ihnen 1747 das Lehngut kaufte. Oberamtsmann Graf von Gersdorf, der in Teichnitz im Schloß wohnte, gab ihnen Grund und Boden in Kleinwelka. Gründungstag ist der 24. Juli1751. Das erste Haus von der Brüdergemeinde in dieser Kolonie, 1752 erbaut, steht am Kirchplatz (Nr.4). Die Kirche (Betsaal) wurde 1758 gebaut und 1856 erweitert. Den Platz dafür spendete Rittergutsbesitzerin Gräfin von Reuß im Jahre 1757. Das Gotteshaus entbehrt jeglichen Schmuckes. Nicht einmal ein Turmist vorhanden. Die Glocken hängen in einem Dachreiter. Statt von einer Kanzel predigt der Pfarrer hinter einem Rednerpult. Da Männer und Frauen getrennt wohnten, gab es ein Schwestern- und ein Bruderhaus. Eine Knaben-und Mädchenerziehungsanstalt beherbergte die Kinder von Missionaren. Sie wurden in strenger Frömmigkeit erzogen und viele von ihnen sahen ihre Eltern jahrelang nicht. Manche wurden Waisen, wenn ihre Eltern in den Missionen starben. (Kirchenblatt der kath. Gemeinde 10/1984)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedhof (Gottesacker) liegt südlich der Kirche. es ist ein offener Garten, umgeben von Hecken. Die Gräber, eines gleicht dem anderen,  sind mit rechteckigen Sandsteinplatten bedeckt und verraten mit den Geburtsorten der hier Bestatteten die weltweiten Beziehungen der Herrnhuter Brüdergemeinde. Die neue Siedlung vergrößerte sich vor allem durch Zuzug von Handwerkern und Gewerbetreibenden. 1764 entstand ein Brüderhaus, 1770 ein Schwesternhaus, 1778 ein Diasporahaus, also für Menschen, die ihre Heimat unfreiwillig verlassen mußten, um 1800 ein Witwenhaus, um 1820 ein Pilgerhaus, wo Missionarsfamilien aus der ganzen Welt ihre ein-bis zweijährige &amp;quot;Ruhepause&amp;quot; verbrachten (Bautzener Kulturschau 12/1973), um danach wieder auf Mission zu gehen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird auch von einer Familie Merklin berichtet, die nach 10-jähriger Missionärstätigkeit in Labrador 1921 wieder nach Deutschland kam, in ihrer Heimat im Württemberger Ländle keine Aufenthaltsgenehmigung erhielt und in eben jenem Pilgerhaus ein Zuhause fand.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glockengießerei ===&lt;br /&gt;
Der 1778 in Kleinwelka geborene Bruder Friedrich Gruhl gründete 1812 eine Glockengießerei. Das zweigeschossige &amp;quot;Glockengießerhaus&amp;quot; trägt auf dem Schlußstein der Haustür die jahreszahl 1818. Die allererste Glocke hängt noch im Dachreiter der Kleinwelkaer Kirche. Gruhl schuf auch das herrliche vierteilige Geläut des Bautzener Domes. 1852 starb Friedrich Gruhl. Sein Sohn Ernst führte den Betrieb bis 1864, danach Theodor Werner. 1896 ging die Gießerei in Konkurs. Heute erinnern nur noch das Wohnhaus und die Glockengasse an die Blütezeit des Betriebes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Rudolph hat in einer Abhandlung &amp;quot;Die Kleinwelkaer Glockengießer&amp;quot; (Letopis C5. 1961/62) die Geschichte des Betriebes dargelegt und ein Verzeichnis  der 692 nachweisbaren Glocken beigefügt.  (Bautzener Kulturschau 12/1973; Theodor Schütze: &amp;quot;Denkmäler in unserem Kreis&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Ehemalige_Gemeinde_Salzenforst_und_ihre_Ortsteile&amp;diff=903</id>
		<title>Ehemalige Gemeinde Salzenforst und ihre Ortsteile</title>
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		<updated>2025-11-25T10:08:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Löschau */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Schmochtitz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Die Gutssiedlung befindet sich in den Niederungen des Milkwitzer Wassers zwischen der Wiwalze im Südwesten und dem Roten Berg im Nordosten. Die Gründung dieses Siedlungskomplexes wird um 1200 (Brakteatenfund mit Münzen um 1160-1240) angenommen. Die erste urkundliche Erwähnung fanden Eichler/Walther von 1391.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingepfarrt ist Schmochtitz nach Göda, der katholische Teil wird von Storcha betreut.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einwohner ====&lt;br /&gt;
1777 - Die Siedlung der Gutshintersassen umfaßte 8 Gärtner und 9 Häusler und befand sich nördlich der Zufahrt Richtung Bautzen. Nach Bränden vor 1800 wurde sie weiter südlich angelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1880 - 140 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 - 126 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 - 109 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1987 - 115 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 - 75 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gewerbe ====&lt;br /&gt;
vor 1910: 1 Schmied, 1 Bäcker, 1 Schuhmacher, 1 Schenkwirt (Gasthof &amp;quot;Zu den 3 Rosen&amp;quot;); 1905 Anbau eines Ballsaales durch Inhaber Blankenstein. (Ortschronist Hilbrig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 wurden Nieder-und Oberuhna mit Löschau nach Schmochtitz eingemeindet. Schmochtitz wiederum wurde im Jahre 1946 nach Salzenforst eingemeindet und war vorher selbstständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Besitzer ====&lt;br /&gt;
Der Grundherrennachweis vor 1880 umfaßt die Geschlechter: von Metzradt (bis 1621), v. Haugwitz (bis 1663), v. Penzig (bis 1729), zwischendurch v. Warnsdorf (1721-1725), v. Kleist (bis 1753), v. Manteuffel (bis 1763).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Peter August Schönberg (1732-1791) als nächsten Besitzer gehen das alte Schloß (nach Entwürfen D. Pöppelmanns) und die Erstgestaltung des Parkes zurück. Von 1763 bis 1821 besaßen Peter August v. Schönberg und nach seinen Tod 1791 seine Tochter Charlotte v. Kielmannsegge das Rittergut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besitzer ab 1821 war Sigismund Graf v. Riesch (bis 1856), Dr. Otto Weber (bis 1883), Dr. Hans Otto (bis 1888), Georg v. Beschwitz (bis 1892), Otto Thost und Sohn (bis 1921). (Quelle: Dr. Georg Krahl: &amp;quot;Schmochtitz Teil 6&amp;quot; aus Gödaer Heimatblatt 2002) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Peter August von Schönberg ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auguste Charlotte von Kielmannsegge ====&lt;br /&gt;
Dem kurfürstlichen Hausmarschall und Freimaurer P.A. v. Schönberg schenkte seine Frau, eine geb. Gräfin von Hoym, am 08. Mai 1777 eine Tochter, Auguste Charlotte. Mit 12 Jahren starb ihre Mutter. A. Charlotte heiratete 1796 den Grafen Lynar aus Lübbenau. Ein Sohn, Hermann Rochus, wurde geboren. 1797 verließ Charlotte ihren Mann und reiste mit dem Dresdner Maler Grassi nach Italien. Dort hörte sie von Napoleon und die Leidenschaft für den Maler erlosch. Sie reiste nach Paris, wo sie Napoleon näher kennenlernte. Ihr Mann verstarb mit 27 Jahren. Sie erbte und erhielt 1800 die Besitzungen ihres Vaters, der 1791 starb.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1802 heiratete sie in Hannover den Grafen v. Kielmannsegge. Natalie und Alfred wurden geboren. Der Graf spürte alsbald die Schwärmerei seiner Frau für Napoleon, den er ablehnte. Er bezichtigte sie, eine Agentin der Geheimpolizei Napoleons zu sein. Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (s. u. Napoleon in Schmochtitz) (Quelle: E. Klausnitzer in Bautzener Kulturschau 3/1980)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sonnentempel ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Sonnentempel 3.jpg|mini|407x407px|Der &amp;quot;Sonnentempel&amp;quot; von Schmochtitz (Th. Schütze: Abschied v. Sonnentempel BZ KS 6/1955)]]Nördlich von Schmochtitz, nahe Großbrösern, befand sich ein reizvolles, kleines Bauwerk. Auf einem 3-stufigen kreisrunden steinernen Unterbau erhoben sich acht 3m hohe toskanische Granitsäulen, die ein einfaches Holzgebälk trugen. Über den Kapitälen waren sie durch einen verzierten Architrav (Holzring) verbunden; darüber wölbte sich ein hübsches Zeltdach. Innerhalb an den Säulen befanden sich steinerne Sitze und in der Mitte stand ein wuchtiger steinerner Tisch. An der Innenseite des Holzringes waren folgende Worte zu lesen: &#039;&#039;&amp;quot;Fürchte Gott. Ehret den König. Beherrsche Dich. Halte Maß. Schweige und Handle. Erkenne Dich selbst. Thue Recht. Scheue Niemand.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vermögende und kunstsinnige kurfürstliche Hausmarschall Peter August von Schönberg, der das Schmochtitzer Gut von 1763-1791 besaß, ließ diesen Tempel errichten. Vom Park aus führte damals eine Allee zum Sonnentempel. Der Tempel bezeugt die Gesinnung P. A. v. Schönbergs als Freimaurer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf der Zeit geriet der Tempel in Verfall. Im Jahre 1954 war die Rettung dieses kleinen Kunstwerkes geplant. Die Finanzierung der Restaurierung war durch das bischhöfliche Ordinariat und die Denkmalpflege des Kreises gesichert. Den Auftrag dazu erhielt der Architekt Hentschke. Doch es kam anders. Ein Orkan hatte in den Morgenstunden des 17. Januar 1955 den bereits beschädigten Sonnentempel vollständig zum Einsturz gebracht. Ein Bild der Verwüstung; teilweise zerborstene Säulen lagen wild durcheinander, selbst Podeste und Steinsitze waren umgeworfen. Ein Wiederaufbau hätte einen unverhältnismäßigen Betrag erfordert und wegen der ohnehin knappen Mittel wurde von den zuständigen Stellen dagegen entschieden (Th. Schütze: &amp;quot;Abschied vom Sonnentempel&amp;quot;, Bautzener Kulturvorschau 06/1955).    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Taufkapelle ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Schmochtitz Taufkapelle 2 BZ KS 1977-4 2.jpg|mini|321x321px|Taufkapelle in Schmochtitz vor 1975 (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 4/1977)]]&lt;br /&gt;
1775 ließ Peter August v. Schönberg eine turmartige Taufkapelle mit glockenförmiger Haube errichten. Durch private Initiative konnte sie 1975 vor dem völligen Verfall gerettet werden (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 4/1977).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut in kirchlicher Trägerschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Priesterseminar ====&lt;br /&gt;
Mit der Wiedererrichtung des Bistums Meißen im Jahre 1921 wurde die Einrichtung eines Seminars zur Priesterausbildung notwendig, da das Wendische Seminar, welches von den Temritzer Siman gegründet wurde, nach dem I.WK schloß. Im Jahre 1925 kam es aus diesem Zweck zum Kauf, dessen herrnhaus umgebaut und am 10.Mai 1927 als Priesterseminar des Bistums Meißen eröffnet wurde. 95 Studenten durchliefen nach ihrem Theologiestudium und vor ihrem Einsatz als Priester das Seminar.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kirchengut ====&lt;br /&gt;
Das Herrenhaus und damit das Seminar wurde in den letzen Apriltagen durch Brand völlig vernichtet. Das Rittergut mit seinen 130 ha blieb aber trotz Bodenreform im Besitz des Bistums. 1986 wurde mit dem Neuaufbau begonnen. Ziel war ein Erholungsheim für Familien mit Behinderten. Am 01.09.1992 erfolgte jedoch die Eröffnung des &amp;quot;Bischof-Benno-Hauses&amp;quot; als offenes und öffentliches Bildungshaus in Trägerschaft des jetzigen Bistums Dresden-Meißen. nach und nach wurden weitere Gebäude (Torhaus, Familienhaus, Scheune) saniert. Den Gästen stehen Seminarräume, ein Festsaal, ein großer gemeinschaftsraum in der Scheune, eine Kirche, eine Hauskapelle, eine Bibliothek sowie eine Kegelbahn zur Verfügung. (Quelle: Dr. P. Straube: &amp;quot;das Rittergut Schmochtitz in kirchlicher Trägerschaft seit 1925&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bildungsgut Sankt Benno ====&lt;br /&gt;
Am 07.09.2020 erhält das Bischof-Benno-Haus den neuen Namen &amp;quot;Bildungsgut Sankt Benno&amp;quot; und damit ein neues Programm. Neu sind Seminare zur &amp;quot;Lebensgestaltung&amp;quot; und zur &amp;quot;Bildung&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix ===&lt;br /&gt;
Das einzige Kruzifix in Schmochtitz befindet sich an der Kreuzung schräg gegenüber dem Eingang zum Bischof Benno Haus. Ein eisernes Kreuz mit dem Korpus Christi auf einem Granitsockel ohne Inschrift. Der Eigentümer ist unbekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milleniumsdenkmal ===&lt;br /&gt;
Das im November 2000 geweihte Denkmal Cyrill und Methodius steht nahe des Roten Berges an der Straße Richtung Loga und wurde nach einer Schändung im Februar des Jahres 2023 am 26. November durch Pfarrer G. Nawka aus Wittichenau vor 60 Gläubigen neu geweiht. Unbekannte stahlen damals den großen Bischofsstab und schlugen die Hand der Statue des Hl. Methodius ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niederuhna ==&lt;br /&gt;
1500 - erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 93 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1842 - Großbrand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 105 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 113 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 - nach Schmochtitz eingemeindet, vorher selbstständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 84 Einwohner, zusammen mit Oberuhna (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oberuhna  ==&lt;br /&gt;
Oberuhna und Löschau sind seit 1777 eine Gemeinde, 1936 nach Schmochtitz eingemeindet, 1969 nach Salzenforst eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ort ===&lt;br /&gt;
1359 - erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1407 - Rittersitz                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1580 - Rittergut                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 87 Einwohner                                                                                             &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 99 Einwohner                                                                                                                       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 104 Einwohner                                                                                                                    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 - 163 Einwohner                                                                                                                      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 - Stromanschluß - (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
Während Niedruhna zur HerrschaftbMilkwitz gehörte, bestand in Oberuhna ein eigenständiges Rittergut. Das kleine Gut befand sich im Besitz verschiedener Adelsfamilien und ab 1798 bürgerlicher Landwirte. Das Herrenhaus unterscheidet sich im Aussehen kaum von den Wirtschaftsgebäuden. Die Bausubstanz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Brand von Oberuhna im Jahr 1842 ===&lt;br /&gt;
Am 20. August 1842, kurz nach 12 Uhr mittags, traf bei einem schweren Gewitter ein Blitz das alte unbewohnte Herrenhaus auf dem Rittergutshofe zu Oberuhna und entzündete das sofort. Bei der vorherrschenden trockenen Jahreszeit, heftigem Winde und dem großenteils eingebrachten Getreide verbreitete sich das Feuer mit ungemeiner Schnelligkeit auf die anderen Rittergutsgebäude und haben die Dörfer Ober-u. Niederuhna fast durchgängig in Asche gelegt. Sämtliche Abgebrannte haben ihre Haus-u. Wirtschaftsgeräte sowie die eingelagerten Getreidevorräte verloren. Darüber hinaus verbrannte folgendes Vieh:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rittergut - 6 Kühe, 2 Schweine&lt;br /&gt;
* Großbauer Jacob Schmole - 4 Schweine, 4 Kälber, 32 Lämmer und 2 Stähre&lt;br /&gt;
* 2 verschiedenen Gärtnern jedem ein Schwein, einem Dritten ein Kalb&lt;br /&gt;
(Budissiner Nachrichten August/1842)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unnatürliche Tode ===&lt;br /&gt;
Am 16. Juli 1844 ist der auf dem Rittergutshofe zu Oberuhna dienende 23-jährige Kleinkutscher Andreas Donath in der nach dem Rittergutshofe führenden Allee unvorsichtigerweise von einem beladenen Leiterwagen gesprungen, unter denselben gefallen und totgefahren worden (Budissiner Nachrichten Nr.60/1844).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Münzfund ===&lt;br /&gt;
1973 entdeckte der Kranfahrer Harry Günther auf seinem Grundstück Nr.16 in Oberuhna beim Entwässern einer alten Kellermauer ein dunkelbraunes Töpfchen in der Größe einer Kaffeetasse mit Henkelansatz. Es enthielt 56 groschen aus Billon, das ist eine Kupfer-Siolberlegierung. Die Münzen waren alle mit Grünspan überzogen, weil der Kupferanteil überwog. Sie zeigten auf der Vorderseite die Inschrift &amp;quot;24 einen Taler&amp;quot; und auf der Rückseite das Kursächsische oder Hannoversche Wappen. Die Jahreszahlen laufen von 1694 bis 1802. Leinenrste von der Umhüllung der Münzen enthielt das Töpfchen ebenfalls. (Bautzener Kulturschau 5/1974. F. Lehmann: &amp;quot;Ausgrabungen und Funde Teil 1&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 wurden bei Frenzel in Löschau 130 Silbermünzen gefunden (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wolfgang Wenk - Ortsdenkmalpfleger ====&lt;br /&gt;
Am 04. Mai 1988 verstarb Wolfgang Wenk aus Oberuhna, der Ortsdenkmalpfleger der Gemeinde Salzenforst, erst 47 Jahre alt. Er spürte eine ganze Reihe historischer Wegweiser auf, so den bereits verschollenen Gedenkstein für die in den Befreiungskriegen gefallenen französischen Soldaten in Schmochtitz, den &amp;quot;Kleinen Bierstein&amp;quot; unweit des Milleniumdenkmals sowie den &amp;quot;Kreuzstein&amp;quot; an der Straße nach Loga. Auch sorgte er für die sachgerechte Erhaltung und Lagerung der wertvollen alten Grabplatten aus dem Vorraum der Gödaer Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Löschau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ort ===&lt;br /&gt;
1363 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1580 - zum Rittergut Milkwitz gehörig &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1777 - zum Rittergut Oberuhna gehörig  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner Löschau        ===&lt;br /&gt;
1834 - 41 Einwohner   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 50 Einwohner    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 36 Einwohner    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 32 Einwohner (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)                                                                             &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strom ===&lt;br /&gt;
1910 - Stromanschluß - Der einzige Abnehmer 1910 war die Wirtschaft von Gerhard Schmole (*1881). Er kannte die Vorteile des elektrischen Stromes und damit verbunden die Minimierung eines Brandes. (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Temritz ==&lt;br /&gt;
Temritz liegt etwa 4 km nordwestlich von Bautzens Stadtzentrum entfernt auf 215 &amp;lt;abbr&amp;gt;m&amp;lt;/abbr&amp;gt; ü. NN am &#039;&#039;Temritzer Wasser&#039;&#039;, welches hier zu einem Teich angestaut ist. Es ist ein Straßendorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort wurde schon 1225 erstmals als Allodium &#039;&#039;Tymericz&#039;&#039; erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Ort ===&lt;br /&gt;
eingemeindet am 01.07.1950; ab 1936 zu Kleinwelka gehörend, vorher selbstständig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1880: 84 Einwohner, davon 83 Sorben und 1 Deutscher (nach A. Muka)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
Mercin und Jurij Siman gründeten 1724 das wendische Seminar in Prag als Ausbildungsstätte für den katholischen Priesternachwuchs. Auch der sorbische Volksmusikant Nikolaus Kral (1791-?) wurde in Temritz geboren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiwalze ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Name ====&lt;br /&gt;
Die Wiwalze (auch St. Michaelisberg genannt) ist 247m hoch, gehörte seit jeher zu dem Dorf Temritz und diente den Bauern früher als gemeinsamer Hutungsplatz für ihre Schafherden (Schafsberg). Auf Grund der Nähe zu Schmochtitz wurde die Anhöhe auch &amp;quot;Schmochtitzer Berg&amp;quot; genannt. So heißt es in einer Beschreibung der Schlacht bei Bautzen, daß Napoleon auf dem &amp;quot;Schmochtitzer Berge&amp;quot; Beobachtungen über die Stellungen des Feindes angestellt hatte. Bereits 1817 wird die Wiwalze &amp;quot;Lerchenberg&amp;quot; genannt und 1818 wird von einem &amp;quot;Spitzberg&amp;quot; geschrieben. Der Ursprung des Namens ist nicht eindeutig belegt. Die Bezeichnung &amp;quot;Viehwalze&amp;quot; ist eine Verkümmerung des sorbischen Wortes Wiewalze. Im Wendischen bedeuten die Silben &amp;quot;wi&amp;quot; und &amp;quot;walc&amp;quot; soviel wie &amp;quot;winden&amp;quot;, &amp;quot;wälzen&amp;quot;. Auf einer Karte wurde die Anhöhe als &amp;quot;Wihals-Berg&amp;quot; eingezeichnet. Die Ableitung des deutschen Namens &amp;quot;Michael&amp;quot; zum sorbischen &amp;quot;Mihal&amp;quot; und bei nachlässiger Aussprache könnte aus &amp;quot;Michaelisberg&amp;quot; der &amp;quot;Wihalsberg&amp;quot; werden. Obwohl er zu Temritz gehört, hieß er niemals &amp;quot;Temritzer Berg&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eigentümer ====&lt;br /&gt;
In der Chronik S.171ff. wird die Zugehörigkeit der Wiwalze 1668 urkundlich erwähnt. In jenem Jahr verkauft  vom Amtssekretär Hoffmann an Peter Roatschen aus Burk und Hanns Cucule aus Temritz. Diese verkauften das Grundstück am 13.April 1744 weiter an die Bauern Johann Marx in Temritz und Katzer. Der Marx&#039;sche Besitz ist dann in den Besitz der Familie Mörbe gekommen. Die andere Hälfte des Gutes ist auf die Familie Krahl übergegangen. Der letzte Besitzer, August JakobKrahl (1859-1935), starb kinderlos und es erbte seine Nichte Katharina, welche Johann Waurick geheiratet hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schönbergscher Pavillon ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiwalze Pavillon 1.jpg|mini|479x479px|Zeichnung von Johann Gottfried Schultz 1776 &amp;quot;Der Schönbergsche Pavillon&amp;quot; (aus Oberlausitzer Hausbuch 2014) Kulturhistorisches Museum Görlitz]]&lt;br /&gt;
Da man von der Wiwalze einen herrlichen Rundblick auf Bautzen und Umgebung hatte, pachtete 1769 den obersten Teil der damals unbewaldeten Anhöhe  der Hausmarschall Peter August von Schönberg auf 20 Jahre zur Errichtung eines Lusthauses. Es handelte sich um ein einstöckiges hölzernes Gebäude auf quadratischem Grundriß, an mindestens 2 Seiten besaß es rundbogige, zweiflüglige Türen. Ein breites, gekehltes Gesims leitete über zu einem hohen, als Pyramide gestalteten Dach. Dessen Spitze krönte ein eiförmiger Knopf und eine Wetterfahne. Das Häuschen war von einem Geländer umgeben. Die Erdmassen des beim Bau ausgehobenen Grabens rings um das Pachtgrundstück wurden in der Mitte angehäuft und darauf das Lusthaus gebaut. Um die Speisen und Getränke jederzeit zur Verfügung zu haben, existierte unter den &amp;quot;Pavillon&amp;quot; ein Keller mit Zugang auf der Westseite. An der Hügelauffahrt standen 2 Figuren, die Tafeln mit den Aufschriften &amp;quot;Willkommen&amp;quot; und &amp;quot;Adieu&amp;quot; trugen. Als Kürfürst Friedrich August III. von Sachsen am 18. Mai 1769 den Hausmarschall von Schönberg besuchte, wurde für das fürstliche Paar ein &amp;quot;wendischer Bauerntanz&amp;quot; aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1789 verlängerte Schönberg den Vertrag auf weitere 20 Jahre. Eigentümer waren damals George Krahl und Johann Christian Moerbe aus Temritz. Das verpachtete Grundstück war 32 Ellen lang und 30 Ellen breit und der Zins betrug 8 Thaler jährlich. 1809 lief der Pachtvertrag aus. Peter August v. Schönberg starb 1791. Seine Tochter und Erbin Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge verlängerte den Vertrag nicht und der Pavillon verfiel.  Schließlich wurde dieser abgerissen, nachdem er mutwillig von Nachbarn beschädigt wurde.  &lt;br /&gt;
[[Datei:Wiwalze Pavillon 2.jpg|mini|479x479px|Zeichnung von Christoph Nathe 1787 &amp;quot;Ausblick vom Rabenstein über den westlichen Stadtrand von Bautzen&amp;quot; (aus Oberlausitzer Hausbuch 2014)]]&lt;br /&gt;
==== weitere Geschichte ====&lt;br /&gt;
1833 wurde die Wiwalze mit Laub-u. Nadelbäumen bepflanzt, da die Schafzucht nicht mehr wirtschaftlich war. Um 1910 wurde von dem Fabrikanten und Gutsbesitzer Otto Thost aus Schmochtitz eine Eisenkonstruktion für die Feuerwehr zu Übungszweckenturm errichtet; beschlagen mit Eisenplaten und mit Luken versehen. An der Spitze befand sich ein Eisengeländer. 1945 war auf diesem Turm eine deutsche Fliegerabwehrbeobachtungsstelle eingerichtet. 1947 aber vom damaligen Besitzer Johann Waurich aus Temritz abgerissen. Überreste sind heute noch sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quellen: Ortschronik S.171-180); Dr. Georg Krahl: &amp;quot;Vom Berg mit den 7 Namen&amp;quot; Oberlausitzer Hausbuch 2014); Kai Wenzel: &amp;quot;Der Schönbergsche Pavillon bei Schmochtitz&amp;quot; Oberlausitzer Hausbuch 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Sorbische Hochzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sorbische Hochzeit Temritz 1888 3.jpg|mini|477x477px|Sorbische katholische Hochzeit von 1888; Brautpaar, Hochzeitsbitter, 4 Brautjungfern, 2 Brautführer, Slónka sowie der Bruder der Braut]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschrieben wird eine Bauernhochzeit zwischen Anna Krahl aus Temritz und Michael Domsch aus Basankwitz am Dienstag, dem 08.05.1888 in Temritz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hatten mindestens 200 Personen daran teilgenommen, davon Gäste aus den angesehensten Bauernfamilien aus Nah und Fern der wendischen Lausitz. Die Braut im Festgewand erschien mit der festlich geschmückten Pferdekutsche und betrat 10 Uhr die Pfarrkirche „Unserer lieben Frauen“ in Bautzen gemeinsam mit der „Slónka“, welche den Ehrendienst bei der Braut zu versehen hat. Ein zweiter Wagen brachte 4 Brautjungfern, Druzki genannt, ebenfalls in Festkleidung. Anwesend waren die beiden Brautführer, wendisch „Swat“, wovon je einer aus der Verwandtschaft der Braut bzw. des Bräutigams stammt, und der Hochzeitsbitter, sorbisch „Brazka“, der Zeremonienmeister und damit eine der wichtigsten Personen. Der Bräutigam sowie alle männlichen Begleiter erschienen im langen Gehrock, schwarzer Hose und Zykinderhut. Während der Trauung saßen Männer und Frauen getrennt. Nach Beendigung der Heiligen Messe, welche als erstes stattfand, hielt der Priester eine Rede, darauf folgte die eigentliche Trauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In und vor der Kirche sammelten sich eine Menge Schaulustiger. Anschließend ging es nach Temritz in das Gehöft der Brauteltern. Musikanten spielten den langsamen und choralartigen Brautmarsch. Hof und Eingang waren mit Girlanden und grünen Bändern geschmückt. Dort warteten bereits der Vater, Geschwister und die Gäste. Der „Brazka“ hielt eine Rede, gedachte der nicht mehr anwesenden Brautmutter und forderte dann das Brautpaar auf, das Haus zu betreten und die umfangreich vorbereitete Feier sowie das Mahl mit Freude zu genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besteck mußte jeder Gast selbst mitbringen. Es gab Suppe, alsdann  Rindfleisch mit Gemüse, dann Schweinefleisch mit Gemüse, dann Schweine-u. Kalbsbraten mit Salat und Kompott, zum Schluß Butter und Brot und Kuchen. Und dazu Branntwein, kein Wein. Nach dem Essen wurde getanzt, gespielt und Bier getrunken. Das ging bis in die frühen Morgenstunden. Die Aufgabe der beiden „Swaten“ und der „Slónka“ war es, die Braut vor jungen Burschen zu schützen, welche versuchten, der Braut den Schuh auszuziehen, um ihn gegen einige Taler einzulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Morgen fuhren die Brautleute zuerst in die Kirche, dann wurde zum letzten Mal im väterlichen Haus Mittag gegessen und danach erfolgte die Abreise. Die  Ausstattung der Brautwar bereits verladen und mit Girlanden umwunden. Und ein schwermütiges Abschiedslied und eine gefühlsvolle Rede des „Brazkas“ sorgten dafür, daß keiner seine Rührung verbergen konnte. (gekürzt aus Dr. Gisela Bruk: „Sie wird mir ein herrliches Andenken bleiben“, Hausbuch ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifixe ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Straße nach Kleinseidau .jpg|mini|Kruzifix in Temritz auf dem Weg nach Kleinseidau von Johann Müller (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz auf dem Weg nach Kleinseidau ====&lt;br /&gt;
Diese Betsäule wurde 1899 errichtet, 1995/96 restauriert und von Pfarrer Werner aus Storcha geweiht. Bei der restaurierung wurden  auch die fehlenden 2 Keramiksterne am Granitsockel ersetzt.Die goldene Inschrift auf der Vorderseite der Granitsäule lautet: &#039;&#039;&amp;quot; Was will das Kreuz, das am Wege steht? Es will jeden, der vorüber geht, Das süße Wort der Hoffnung sagen, Das Kreuz hilft, Dich zum Himmel tragen.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im unteren Teil sind die Initialen J.E.M. und das Jahr 1899 eingraviert. Der Auszügler Johann Ernst Möhn (1820-1899) verstarb am 04.06.1899 in Temritz Haus Nr.5 im Alter von 79J 1M und 11T(Sterbe-Urk. Seidau 70/1899). Er war der Schwiegervater vom Gutsbesitzer und Gemeindevorstand Johann Müller (Haus Nr.6) .  &lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Ort Haus Nr.9 .jpg|mini|Kruzifix in Temritz vor dem Haus von Rötschke Haus Nr.9 (1992)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz vor dem Haus von Rötschke Haus Nr.9 ====&lt;br /&gt;
Die Aufnahme ist von 1992. Im Februar 2025 war an der Stelle des Kreuzes nur eine kleine Lücke. Es wird restauriert und erstrahlt danach im neuen Glanz. Besitzer des Betkreuzes war jedoch die Familie Waurick und vorher die Familie Krahl (Haus Nr.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix Temritz Ortseinfahrt von Bautzen nach Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Ortseinfahrt v. BZ 3.jpg|mini|Kruzifix in Temritz an der Straße von Bautzen nach Schmochtitz (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Vorderseite sind die vergoldeten Initialen J.T.M, darunter M.M. und darunter das Jahr 1875. eingraviert. Einem Bericht zufolge wurde die Granitsäule in den Kriegstagen des April 1945 von Vollkettenfahrzeugen aus dem Boden gerissen und das gußeiserne Kreuz zerbrach. In den  Folgejahren wurde die Bruchstücke verschüttet und von einer Hecke überwuchert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sterbeurkunde von Seidau Nr.107/1874 ist die Totgeburt eines Sohnes von Gutsbesitzer Johann Traugott Mörbe (JTM) und seiner Frau Maria, geb. Schneider (MM), vermerkt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Temritzer Einwohner Klaus, Christian und Thomas Mörbe wurde die Betsäule wieder instandgesetzt und in einem Hohlfundament aus Beton neu aufgestellt. In die Deckplatte ist ein poliertes Grabkreuz (angefertigt von Steinmetz Haase) eingesetzt, an dessen Ostseite ein neuer Korpus befestigt ist. Ein Nachguß des originalen Kreuzes konnte nicht realisiert werden, weil die Bruchstücke zur Formung nicht ausgereicht haben. Im Kopfteil der Ostseite der Säule sind noch Reste einer mit schwarzer Farbe aufgebrachten sorbischsprachigen Beschriftung zu erkennen. Die Schmalseiten zeigen im oberen Bereich je ein plastisch ausgearbeitetes lateinisches Kreuz. &lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Straße n. BZ .jpg|mini|Kruzifix in Temritz an der Straße nach Bautzen von Johann Müller (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz an der Straße nach Bautzen ====&lt;br /&gt;
1899 von Johann Müller aus Temritz errichtet. 1976 war das Kreuz aus Sandstein verschollen. Wahrscheinlich von Randalierern in den nahen Teich geworfen, wo man es später wiederfand. Es wurde 1991 erneut restauriert, mit einem Kreuz aus Metall. 1997 wurde dieses ebenfalls entwendet. Da sich die Säule auf dem Flurstück der Agrofarm Göda befindet, erteilte sie den Auftrag zur Neuanfertigung von Kreuz und vergoldetem Korpus an die Schmiede Kaczmar in Jeßnitz. Am Palmsonntag, dem 05. April 2009 wurde mit einem ökumenischen Gottesdienst die wieder vollständige Betsäule geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite Auf dem Sandsteinsockel befinden sich Inschriften in sorbischer Sprache. Übersetzt steht auf der Vorderseite: &#039;&#039;&amp;quot;Oh ihr alle, die ihr auf diesem Weg vorbei geht, sehet, ob ein Schmerz meinem Schmerz gleicht.&amp;quot; Jeremia 1.12&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und auf der Rückseite: &#039;&#039;&amp;quot;Aufgestellt im Jahre des Herrn 1899 von Johannes Müller und Anna seiner Ehefrau aus Temritz erneuert 1991&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb der vergoldeten Jesusfigur steht sowohl in sorbisch als auch in deutsch: &#039;&#039;&amp;quot;Jesus unser Hirte.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentümer des Betkreuzes waren die Familien: Müller; Lippitsch; Spittank &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bloaschütz ==&lt;br /&gt;
1296 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 83 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 108 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 92 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900 - 97 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 - 86 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 138 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 - Stromanschluß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bolbritz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dorfschule Bolbritz.jpg|mini|463x463px|Dorfschule Bolbritz (Postkarte zum 25-jährigem Jubiläum)]]1283 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1562 Rittergut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 - 98 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 116 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 135 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 123 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entstehung ====&lt;br /&gt;
In der Ortschronik (S.133ff.) wird berichtet, daß die Schule in Bolbritz bereits zwischen 1753 und 1756 auf Initiative der Gräfin Dorothea Luise Charlotte von Gersdorf (1706-1794) von ihrem Verwalter Schenk am Gödaer Weg gebaut wurde. Schulhalter war sein Schwager Hobrack. Auf Grund eines Streits zwischen Gräfin und Verwalter wurde die Schule in ein östlich davon neu gebautes Gebäude verlegt (Echtelsches Haus). 1834 kaufte dieses Haus die Parochie Göda für 475 Taler und richtete es den gesetzlichen Bestimmungen zum Schulhause ein.        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25.06.1886 fand die feierliche Eröffnung der &amp;quot;Neuen Schule&amp;quot; statt. 1912 wurde ein Antrag zwecks Lichtentnahme an das Elektrische Werk in Bautzen gestellt. 1923 erfolgte eine Erweiterung durch Schulanbau. 1956 wurde für das Lehrpersonal ein Wohnhaus neben der Schule errichtet. Am 01.09.1959 fand der Zusammenschluß der Schulen Bolbritz und Storcha zu einem Schulkombinat statt.       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lehrer ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Alte Schule =====&lt;br /&gt;
Von 1793 bis zu seinem Tod1842 war Gottfried Kmoch Schulhalter und ab 1835 ständiger Lehrer. Von 1843 bis 1871 war August Wilhelm Tietze Lehrer in Bolbritz, da 1872 nach Amerika auswanderte. Johann August Kubitz (*27.06.1845) ab 1868 Vicar, später Hilfslehrer und ab 1872 Lehrer in Bolbritz.                 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neue Schule bis 1945 =====&lt;br /&gt;
Von 1886 bis 20.11.1892 wurde erster Lehrer und Schulleiter Pastor Christoph August Domaschk. Ab 1891 Hilfslehrer und ab 1894 als Lehrer und späterer Schulleiter war über 40 Jahre lang Johann August Beyer (*02.11.1868) tätig. 1897 erfolgt die Einstellung einer Lehrerhilfskraft und 1899 einer Handarbeitslehrerin.  Der Unterricht wurde in deutsch und sorbisch geführt. Ab Ostern 1914 wurde die Schule 4-klassig und das Mädchenturnen eingeführt. Ab 01.05.1914 wird der Hilfslehrer Kurt Stephan aus Dresden eingestellt, welcher am 01.04.1915 zum Heeresdienst einberufen wurde. Ab 15.04.1919 übernahm Schulamtskandidat Willy Soltmann aus Bischofswerda die Hilfslehrerstelle. Am 01.02.1928 erscheint in den Akten der Lehrer A. v. Kielpinski. Am 17.02.1932 erfolgte die Pensionierung des Oberlehrers Beyer. Neuer Schulleiter wurde Michalk. Gemeinsam mit dem Lehrer Kielpinski unterrichten sie bis Kriegsende 1945.                &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neue Schule ab 1945 =====&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wechselte das Personal häufiger. Von Juli bis Oktober 1945 war Herr Alexander Langer aus Gnaschwitz Aushilfslehrer, danach, bis Februar 1946 Heinz Hildebrandt. Im Mai 1946 ersetzte Neulehrer Richard Seiler den Lehrer Max Frenzel. Im Juni 1947 wurde Frau Frieda Michalk Schulleiterin. Ab 01. September 1950 wurde der Lehrer Herbert Ladusch neuer Schulleiter und seine Frau Zita Ladusch als Lehrerin angestellt, welche dann ab Januar 1953 Schulleiterin wurde.  Daneben arbeiteten als Lehrer noch folgende Personen: 1948-Georg Ritscher; Frl. Michalk, Paul Scholze, Ernst Weikert und Helmut Kowar; 1951 Frl. Anna Fitzky und Frl. Christa Kockert sowie Frl. Anna Ziesch und Rosemarie Schütze und als Sportlehrer Herbert Eckert; 1952 Caritas Kockert bzw. Otto Dietmar als Russischlehrer; 1953 Herr Ernst Siegel, Frau Irmgard Kaden und Herr Peter Münnich als &amp;quot;Wanderlehrer&amp;quot;; 1954 Annemarie Hantschke sowie Frl. Annelies Palme. Ab 01.05.1953 wurde Herr Lehrer Herbert Eckert Schulleiter. Von 1955 bis 1956 waren die Lehrer Kurt Menzel und Georg Gärtnerr Lehrer. 1955 wurden die Lehrerinnen Frl. Gertrud Knopf und Lieselotte Knöchel als Lehrerinnen angestellt. Am 01.09.1956 wurde der Lehrer Ernst Weickert nach 10 Jahren Schuldienst nach Bautzen versetzt. Am 01.09.1957 kam Georg Nuck an die Schule.                  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1959 gegründeten Schulkombinat Boolbritz/Storcha arbeiteten neben dem Schulleiter Paul Kindermann (Stellvertretender Schulleiter) die Kollegen Josef Sauer, Georg Nuck, Günter Rohark sowie die Kolleginnen Marianne Müller, Rita Nuck, Lieselotte Knöchel, Anna Sauer und als Handarbeitslehrerin Dorothea Kappler. Hortkraft in Bolbritz war Frau Marie Kappler.                 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schüler ====&lt;br /&gt;
1899 besuchten 129 Kinder (alle evangelisch), davon 101 wendischer Nation, die 3-klassige Schule. 1904 besuchten 131 Schüler, davon 65 Knaben, 56 Mädchen die Schule. 1912 zählt die Schule 107 Kinder, davon 1.Klasse 43, 2.Klasse 35 und 3.Klasse 29 Kinder. Der Schülerstand von 1946 betrug 150 Kinder.        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Schulbetrieb fand bis 1980 statt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
Dieses schlichte Herrenhaus, wahrscheinlich im 1. Drittel des 19. JH. erbaut, wurde 1945 aufgesiedelt und die Besitzerfaimlie Aichele enteignet. Das Rittergut ist aus einer Wasserburg hervorgegangen. Bedeutende Reste sind erhalten geblieben. Ein als Schuppen genutztes Nebengebäude im Norden des Gehöftes ist als steinernes Burggebäude aus der Zeit der deutschen Landnahme erkannt worden. Der 9 m lange Bau hat ein gewölbtes Erdgeschoß. Im Obergeschoß sind in das dicke Mauerwerk Rundbogenfenster eingelassen. Das Bauwerk steht auf einem aufgeschütteten Hügel und war früher von einem Wassergraben umgeben. Die Burg dürfte aus dem 13. JH. stammen. 1283 wird ein Gerhard von Bolbritz erwähnt, womit die schriftliche Überlieferung einsetzt. Bis 1815 in adeligem Besitz, kaufte es der vom sächsischen König in den Adelsstand erhobene Pächter G. R. König 1820. Seit 1838 (die Adelsfamilie von König blieb ohne mänliche Nachkommen) wurde das Rittergut von einheimischen Landwirten bewirtschaftet. (L-A. Dannenberg/M. Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Taubenhaus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bolbritz Taubenhaus 3.jpg|mini|412x412px|aus: Bautzener Kulturvorschau 11/1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Artikel &amp;quot;Taubenhäuser sind ländliche Kulturdenkmale&amp;quot; in der Bautzener Kulturvorschau 11/1955 widmet sich Theodor Schütze diesen interessanten Bauten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Obwohl Tauben nach wie vor gezüchtet werden, hat die Zahl der Taubenhäuser abgenommen. Das freistehende Taubenhaus war vielleicht im Wege, als man anfing, den Hof mit motorisierten Fahrzeugen zu befahren. Dieses Häuschen mußte an die 3m hoch über der Erde stehen, und indem man allerlei Verzierungen anbrachte, erreichte man, daß es nicht nur das luftigste, sondern auch das lustigste aller Bauwerke wurde. So steht ein Taubenhaus, oder genauer ein &amp;quot;Taubenständer&amp;quot; in Bolbritz, welches auf einer schlanken steinernen Säiule ruht. Das Dach ist wie ein wahrer Spitzhut gestaltet. dessen aufgesetzte Spitze eine drachenmaulförmige Windfahne von 1752 zierte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Döberkitz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Schloß ===&lt;br /&gt;
Der Herrensitz ist aus einem Vorwerk entstanden, welches zum Rittergut Dahren gehörte. Durch Erbtrennung kam es 1774 zur Abtrennung und gelangte als eigenständiges Rittergut an J.G. Rüde aus Lauban. 1892 erhielt es sein heutiges Aussehen. Das Mauerwerk der unteren Geschosse stammt noch aus dem 18. JH. Das barocke Portal blieb erhalten. Ergänzt hat man das 2. Obergeschoß und das mit einem Ziergitter bekrönte Walmdach. Der Wappenstein an der südlichen Fassade erinnert an die ehemaligen Besitzer, die Grafen zu Lippe-Biesterfeld-Weißenfels. Nach der Enteignung 1945 diente das Schloß als Mehrfamilienhaus, ab den 1980 -iger Jahren als Wohnheim für geistig Behinderte und ab 2015 als Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge. (L-A. Dannenberg/M. Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fund aus der Steinzeit ===&lt;br /&gt;
Die Genossenschaftsbäuerin Elfriede Kliche aus Döberkitz war beim Aussortieren von Steinen auf der Kombine, da rollte ihr eine jungsteinzeitliche Axt mit Facettenschliff entgegen. Sie war 11 cm lang und 4 cm breit und trotz 4000 jähriger Lagerung tadellos erhalten. Die Fundstelle lag an der Kamenzer Straße Abzweig Jannowitz-Löschau/Bolbritz. (Bautzener Kulturschau 5/1974. F. Lehmann: &amp;quot;Ausgrabungen und Funde Teil 1&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kleinwelka ==&lt;br /&gt;
Bis 1932 bestand Kleinwelka aus zwei nebeneinander gelegenen Teilen, dem kleinen Dorf Kleinwelka, das offenbar auf sorbische Gründung zurückgeht, und der Kolonie Kleinwelka, die 1751 als Brüdergemeinde der Herrnhuter gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kolonie Kleinwelka ===&lt;br /&gt;
Eine Gruppe sorbischer Pietisten (Gottesfürchtige) wechselte von Teichnitz nach Kleinwelka, da einer von ihnen 1747 das Lehngut kaufte. Oberamtsmann Graf von Gersdorf, der in Teichnitz im Schloß wohnte, gab ihnen Grund und Boden in Kleinwelka. Gründungstag ist der 24. Juli1751. Das erste Haus von der Brüdergemeinde in dieser Kolonie, 1752 erbaut, steht am Kirchplatz (Nr.4). Die Kirche (Betsaal) wurde 1758 gebaut und 1856 erweitert. Den Platz dafür spendete Rittergutsbesitzerin Gräfin von Reuß im Jahre 1757. Das Gotteshaus entbehrt jeglichen Schmuckes. Nicht einmal ein Turmist vorhanden. Die Glocken hängen in einem Dachreiter. Statt von einer Kanzel predigt der Pfarrer hinter einem Rednerpult. Da Männer und Frauen getrennt wohnten, gab es ein Schwestern- und ein Bruderhaus. Eine Knaben-und Mädchenerziehungsanstalt beherbergte die Kinder von Missionaren. Sie wurden in strenger Frömmigkeit erzogen und viele von ihnen sahen ihre Eltern jahrelang nicht. Manche wurden Waisen, wenn ihre Eltern in den Missionen starben. (Kirchenblatt der kath. Gemeinde 10/1984)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedhof (Gottesacker) liegt südlich der Kirche. es ist ein offener Garten, umgeben von Hecken. Die Gräber, eines gleicht dem anderen,  sind mit rechteckigen Sandsteinplatten bedeckt und verraten mit den Geburtsorten der hier Bestatteten die weltweiten Beziehungen der Herrnhuter Brüdergemeinde. Die neue Siedlung vergrößerte sich vor allem durch Zuzug von Handwerkern und Gewerbetreibenden. 1764 entstand ein Brüderhaus, 1770 ein Schwesternhaus, 1778 ein Diasporahaus, also für Menschen, die ihre Heimat unfreiwillig verlassen mußten, um 1800 ein Witwenhaus, um 1820 ein Pilgerhaus, wo Missionarsfamilien aus der ganzen Welt ihre ein-bis zweijährige &amp;quot;Ruhepause&amp;quot; verbrachten (Bautzener Kulturschau 12/1973), um danach wieder auf Mission zu gehen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird auch von einer Familie Merklin berichtet, die nach 10-jähriger Missionärstätigkeit in Labrador 1921 wieder nach Deutschland kam, in ihrer Heimat im Württemberger Ländle keine Aufenthaltsgenehmigung erhielt und in eben jenem Pilgerhaus ein Zuhause fand.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glockengießerei ===&lt;br /&gt;
Der 1778 in Kleinwelka geborene Bruder Friedrich Gruhl gründete 1812 eine Glockengießerei. Das zweigeschossige &amp;quot;Glockengießerhaus&amp;quot; trägt auf dem Schlußstein der Haustür die jahreszahl 1818. Die allererste Glocke hängt noch im Dachreiter der Kleinwelkaer Kirche. Gruhl schuf auch das herrliche vierteilige Geläut des Bautzener Domes. 1852 starb Friedrich Gruhl. Sein Sohn Ernst führte den Betrieb bis 1864, danach Theodor Werner. 1896 ging die Gießerei in Konkurs. Heute erinnern nur noch das Wohnhaus und die Glockengasse an die Blütezeit des Betriebes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Rudolph hat in einer Abhandlung &amp;quot;Die Kleinwelkaer Glockengießer&amp;quot; (Letopis C5. 1961/62) die Geschichte des Betriebes dargelegt und ein Verzeichnis  der 692 nachweisbaren Glocken beigefügt.  (Bautzener Kulturschau 12/1973; Theodor Schütze: &amp;quot;Denkmäler in unserem Kreis&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Ehemalige_Gemeinde_Salzenforst_und_ihre_Ortsteile&amp;diff=902</id>
		<title>Ehemalige Gemeinde Salzenforst und ihre Ortsteile</title>
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		<updated>2025-11-25T09:50:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Das Rittergut */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Schmochtitz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Die Gutssiedlung befindet sich in den Niederungen des Milkwitzer Wassers zwischen der Wiwalze im Südwesten und dem Roten Berg im Nordosten. Die Gründung dieses Siedlungskomplexes wird um 1200 (Brakteatenfund mit Münzen um 1160-1240) angenommen. Die erste urkundliche Erwähnung fanden Eichler/Walther von 1391.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingepfarrt ist Schmochtitz nach Göda, der katholische Teil wird von Storcha betreut.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einwohner ====&lt;br /&gt;
1777 - Die Siedlung der Gutshintersassen umfaßte 8 Gärtner und 9 Häusler und befand sich nördlich der Zufahrt Richtung Bautzen. Nach Bränden vor 1800 wurde sie weiter südlich angelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1880 - 140 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 - 126 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 - 109 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1987 - 115 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 - 75 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gewerbe ====&lt;br /&gt;
vor 1910: 1 Schmied, 1 Bäcker, 1 Schuhmacher, 1 Schenkwirt (Gasthof &amp;quot;Zu den 3 Rosen&amp;quot;); 1905 Anbau eines Ballsaales durch Inhaber Blankenstein. (Ortschronist Hilbrig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 wurden Nieder-und Oberuhna mit Löschau nach Schmochtitz eingemeindet. Schmochtitz wiederum wurde im Jahre 1946 nach Salzenforst eingemeindet und war vorher selbstständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Besitzer ====&lt;br /&gt;
Der Grundherrennachweis vor 1880 umfaßt die Geschlechter: von Metzradt (bis 1621), v. Haugwitz (bis 1663), v. Penzig (bis 1729), zwischendurch v. Warnsdorf (1721-1725), v. Kleist (bis 1753), v. Manteuffel (bis 1763).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Peter August Schönberg (1732-1791) als nächsten Besitzer gehen das alte Schloß (nach Entwürfen D. Pöppelmanns) und die Erstgestaltung des Parkes zurück. Von 1763 bis 1821 besaßen Peter August v. Schönberg und nach seinen Tod 1791 seine Tochter Charlotte v. Kielmannsegge das Rittergut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besitzer ab 1821 war Sigismund Graf v. Riesch (bis 1856), Dr. Otto Weber (bis 1883), Dr. Hans Otto (bis 1888), Georg v. Beschwitz (bis 1892), Otto Thost und Sohn (bis 1921). (Quelle: Dr. Georg Krahl: &amp;quot;Schmochtitz Teil 6&amp;quot; aus Gödaer Heimatblatt 2002) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Peter August von Schönberg ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auguste Charlotte von Kielmannsegge ====&lt;br /&gt;
Dem kurfürstlichen Hausmarschall und Freimaurer P.A. v. Schönberg schenkte seine Frau, eine geb. Gräfin von Hoym, am 08. Mai 1777 eine Tochter, Auguste Charlotte. Mit 12 Jahren starb ihre Mutter. A. Charlotte heiratete 1796 den Grafen Lynar aus Lübbenau. Ein Sohn, Hermann Rochus, wurde geboren. 1797 verließ Charlotte ihren Mann und reiste mit dem Dresdner Maler Grassi nach Italien. Dort hörte sie von Napoleon und die Leidenschaft für den Maler erlosch. Sie reiste nach Paris, wo sie Napoleon näher kennenlernte. Ihr Mann verstarb mit 27 Jahren. Sie erbte und erhielt 1800 die Besitzungen ihres Vaters, der 1791 starb.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1802 heiratete sie in Hannover den Grafen v. Kielmannsegge. Natalie und Alfred wurden geboren. Der Graf spürte alsbald die Schwärmerei seiner Frau für Napoleon, den er ablehnte. Er bezichtigte sie, eine Agentin der Geheimpolizei Napoleons zu sein. Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (s. u. Napoleon in Schmochtitz) (Quelle: E. Klausnitzer in Bautzener Kulturschau 3/1980)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sonnentempel ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Sonnentempel 3.jpg|mini|407x407px|Der &amp;quot;Sonnentempel&amp;quot; von Schmochtitz (Th. Schütze: Abschied v. Sonnentempel BZ KS 6/1955)]]Nördlich von Schmochtitz, nahe Großbrösern, befand sich ein reizvolles, kleines Bauwerk. Auf einem 3-stufigen kreisrunden steinernen Unterbau erhoben sich acht 3m hohe toskanische Granitsäulen, die ein einfaches Holzgebälk trugen. Über den Kapitälen waren sie durch einen verzierten Architrav (Holzring) verbunden; darüber wölbte sich ein hübsches Zeltdach. Innerhalb an den Säulen befanden sich steinerne Sitze und in der Mitte stand ein wuchtiger steinerner Tisch. An der Innenseite des Holzringes waren folgende Worte zu lesen: &#039;&#039;&amp;quot;Fürchte Gott. Ehret den König. Beherrsche Dich. Halte Maß. Schweige und Handle. Erkenne Dich selbst. Thue Recht. Scheue Niemand.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vermögende und kunstsinnige kurfürstliche Hausmarschall Peter August von Schönberg, der das Schmochtitzer Gut von 1763-1791 besaß, ließ diesen Tempel errichten. Vom Park aus führte damals eine Allee zum Sonnentempel. Der Tempel bezeugt die Gesinnung P. A. v. Schönbergs als Freimaurer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf der Zeit geriet der Tempel in Verfall. Im Jahre 1954 war die Rettung dieses kleinen Kunstwerkes geplant. Die Finanzierung der Restaurierung war durch das bischhöfliche Ordinariat und die Denkmalpflege des Kreises gesichert. Den Auftrag dazu erhielt der Architekt Hentschke. Doch es kam anders. Ein Orkan hatte in den Morgenstunden des 17. Januar 1955 den bereits beschädigten Sonnentempel vollständig zum Einsturz gebracht. Ein Bild der Verwüstung; teilweise zerborstene Säulen lagen wild durcheinander, selbst Podeste und Steinsitze waren umgeworfen. Ein Wiederaufbau hätte einen unverhältnismäßigen Betrag erfordert und wegen der ohnehin knappen Mittel wurde von den zuständigen Stellen dagegen entschieden (Th. Schütze: &amp;quot;Abschied vom Sonnentempel&amp;quot;, Bautzener Kulturvorschau 06/1955).    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Taufkapelle ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Schmochtitz Taufkapelle 2 BZ KS 1977-4 2.jpg|mini|321x321px|Taufkapelle in Schmochtitz vor 1975 (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 4/1977)]]&lt;br /&gt;
1775 ließ Peter August v. Schönberg eine turmartige Taufkapelle mit glockenförmiger Haube errichten. Durch private Initiative konnte sie 1975 vor dem völligen Verfall gerettet werden (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 4/1977).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut in kirchlicher Trägerschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Priesterseminar ====&lt;br /&gt;
Mit der Wiedererrichtung des Bistums Meißen im Jahre 1921 wurde die Einrichtung eines Seminars zur Priesterausbildung notwendig, da das Wendische Seminar, welches von den Temritzer Siman gegründet wurde, nach dem I.WK schloß. Im Jahre 1925 kam es aus diesem Zweck zum Kauf, dessen herrnhaus umgebaut und am 10.Mai 1927 als Priesterseminar des Bistums Meißen eröffnet wurde. 95 Studenten durchliefen nach ihrem Theologiestudium und vor ihrem Einsatz als Priester das Seminar.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kirchengut ====&lt;br /&gt;
Das Herrenhaus und damit das Seminar wurde in den letzen Apriltagen durch Brand völlig vernichtet. Das Rittergut mit seinen 130 ha blieb aber trotz Bodenreform im Besitz des Bistums. 1986 wurde mit dem Neuaufbau begonnen. Ziel war ein Erholungsheim für Familien mit Behinderten. Am 01.09.1992 erfolgte jedoch die Eröffnung des &amp;quot;Bischof-Benno-Hauses&amp;quot; als offenes und öffentliches Bildungshaus in Trägerschaft des jetzigen Bistums Dresden-Meißen. nach und nach wurden weitere Gebäude (Torhaus, Familienhaus, Scheune) saniert. Den Gästen stehen Seminarräume, ein Festsaal, ein großer gemeinschaftsraum in der Scheune, eine Kirche, eine Hauskapelle, eine Bibliothek sowie eine Kegelbahn zur Verfügung. (Quelle: Dr. P. Straube: &amp;quot;das Rittergut Schmochtitz in kirchlicher Trägerschaft seit 1925&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bildungsgut Sankt Benno ====&lt;br /&gt;
Am 07.09.2020 erhält das Bischof-Benno-Haus den neuen Namen &amp;quot;Bildungsgut Sankt Benno&amp;quot; und damit ein neues Programm. Neu sind Seminare zur &amp;quot;Lebensgestaltung&amp;quot; und zur &amp;quot;Bildung&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix ===&lt;br /&gt;
Das einzige Kruzifix in Schmochtitz befindet sich an der Kreuzung schräg gegenüber dem Eingang zum Bischof Benno Haus. Ein eisernes Kreuz mit dem Korpus Christi auf einem Granitsockel ohne Inschrift. Der Eigentümer ist unbekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milleniumsdenkmal ===&lt;br /&gt;
Das im November 2000 geweihte Denkmal Cyrill und Methodius steht nahe des Roten Berges an der Straße Richtung Loga und wurde nach einer Schändung im Februar des Jahres 2023 am 26. November durch Pfarrer G. Nawka aus Wittichenau vor 60 Gläubigen neu geweiht. Unbekannte stahlen damals den großen Bischofsstab und schlugen die Hand der Statue des Hl. Methodius ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niederuhna ==&lt;br /&gt;
1500 - erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 93 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1842 - Großbrand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 105 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 113 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 - nach Schmochtitz eingemeindet, vorher selbstständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 84 Einwohner, zusammen mit Oberuhna (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oberuhna  ==&lt;br /&gt;
Oberuhna und Löschau sind seit 1777 eine Gemeinde, 1936 nach Schmochtitz eingemeindet, 1969 nach Salzenforst eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ort ===&lt;br /&gt;
1359 - erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1407 - Rittersitz                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1580 - Rittergut                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 87 Einwohner                                                                                             &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 99 Einwohner                                                                                                                       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 104 Einwohner                                                                                                                    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 - 163 Einwohner                                                                                                                      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 - Stromanschluß - (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Löschau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ort ===&lt;br /&gt;
1363 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1580 - zum Rittergut Milkwitz gehörig &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1777 - zum Rittergut Oberuhna gehörig  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner Löschau        ===&lt;br /&gt;
1834 - 41 Einwohner   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 50 Einwohner    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 36 Einwohner    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 32 Einwohner (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)                                                                             &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strom ===&lt;br /&gt;
1910 - Stromanschluß - Der einzige Abnehmer 1910 war die Wirtschaft von Gerhard Schmole (*1881). Er kannte die Vorteile des elektrischen Stromes und damit verbunden die Minimierung eines Brandes. (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Brand von Oberuhna im Jahr 1842 ===&lt;br /&gt;
Am 20. August 1842, kurz nach 12 Uhr mittags, traf bei einem schweren Gewitter ein Blitz das alte unbewohnte Herrenhaus auf dem Rittergutshofe zu Oberuhna und entzündete das sofort. Bei der vorherrschenden trockenen Jahreszeit, heftigem Winde und dem großenteils eingebrachten Getreide verbreitete sich das Feuer mit ungemeiner Schnelligkeit auf die anderen Rittergutsgebäude und haben die Dörfer Ober-u. Niederuhna fast durchgängig in Asche gelegt. Sämtliche Abgebrannte haben ihre Haus-u. Wirtschaftsgeräte sowie die eingelagerten Getreidevorräte verloren. Darüber hinaus verbrannte folgendes Vieh:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rittergut - 6 Kühe, 2 Schweine&lt;br /&gt;
* Großbauer Jacob Schmole - 4 Schweine, 4 Kälber, 32 Lämmer und 2 Stähre&lt;br /&gt;
* 2 verschiedenen Gärtnern jedem ein Schwein, einem Dritten ein Kalb&lt;br /&gt;
(Budissiner Nachrichten August/1842)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unnatürliche Tode ===&lt;br /&gt;
Am 16. Juli 1844 ist der auf dem Rittergutshofe zu Oberuhna dienende 23-jährige Kleinkutscher Andreas Donath in der nach dem Rittergutshofe führenden Allee unvorsichtigerweise von einem beladenen Leiterwagen gesprungen, unter denselben gefallen und totgefahren worden (Budissiner Nachrichten Nr.60/1844).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Münzfund ===&lt;br /&gt;
1973 entdeckte der Kranfahrer Harry Günther auf seinem Grundstück Nr.16 in Oberuhna beim Entwässern einer alten Kellermauer ein dunkelbraunes Töpfchen in der Größe einer Kaffeetasse mit Henkelansatz. Es enthielt 56 groschen aus Billon, das ist eine Kupfer-Siolberlegierung. Die Münzen waren alle mit Grünspan überzogen, weil der Kupferanteil überwog. Sie zeigten auf der Vorderseite die Inschrift &amp;quot;24 einen Taler&amp;quot; und auf der Rückseite das Kursächsische oder Hannoversche Wappen. Die Jahreszahlen laufen von 1694 bis 1802. Leinenrste von der Umhüllung der Münzen enthielt das Töpfchen ebenfalls. (Bautzener Kulturschau 5/1974. F. Lehmann: &amp;quot;Ausgrabungen und Funde Teil 1&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 wurden bei Frenzel in Löschau 130 Silbermünzen gefunden (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wolfgang Wenk - Ortsdenkmalpfleger ====&lt;br /&gt;
Am 04. Mai 1988 verstarb Wolfgang Wenk aus Oberuhna, der Ortsdenkmalpfleger der Gemeinde Salzenforst, erst 47 Jahre alt. Er spürte eine ganze Reihe historischer Wegweiser auf, so den bereits verschollenen Gedenkstein für die in den Befreiungskriegen gefallenen französischen Soldaten in Schmochtitz, den &amp;quot;Kleinen Bierstein&amp;quot; unweit des Milleniumdenkmals sowie den &amp;quot;Kreuzstein&amp;quot; an der Straße nach Loga. Auch sorgte er für die sachgerechte Erhaltung und Lagerung der wertvollen alten Grabplatten aus dem Vorraum der Gödaer Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Temritz ==&lt;br /&gt;
Temritz liegt etwa 4 km nordwestlich von Bautzens Stadtzentrum entfernt auf 215 &amp;lt;abbr&amp;gt;m&amp;lt;/abbr&amp;gt; ü. NN am &#039;&#039;Temritzer Wasser&#039;&#039;, welches hier zu einem Teich angestaut ist. Es ist ein Straßendorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort wurde schon 1225 erstmals als Allodium &#039;&#039;Tymericz&#039;&#039; erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Ort ===&lt;br /&gt;
eingemeindet am 01.07.1950; ab 1936 zu Kleinwelka gehörend, vorher selbstständig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1880: 84 Einwohner, davon 83 Sorben und 1 Deutscher (nach A. Muka)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
Mercin und Jurij Siman gründeten 1724 das wendische Seminar in Prag als Ausbildungsstätte für den katholischen Priesternachwuchs. Auch der sorbische Volksmusikant Nikolaus Kral (1791-?) wurde in Temritz geboren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiwalze ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Name ====&lt;br /&gt;
Die Wiwalze (auch St. Michaelisberg genannt) ist 247m hoch, gehörte seit jeher zu dem Dorf Temritz und diente den Bauern früher als gemeinsamer Hutungsplatz für ihre Schafherden (Schafsberg). Auf Grund der Nähe zu Schmochtitz wurde die Anhöhe auch &amp;quot;Schmochtitzer Berg&amp;quot; genannt. So heißt es in einer Beschreibung der Schlacht bei Bautzen, daß Napoleon auf dem &amp;quot;Schmochtitzer Berge&amp;quot; Beobachtungen über die Stellungen des Feindes angestellt hatte. Bereits 1817 wird die Wiwalze &amp;quot;Lerchenberg&amp;quot; genannt und 1818 wird von einem &amp;quot;Spitzberg&amp;quot; geschrieben. Der Ursprung des Namens ist nicht eindeutig belegt. Die Bezeichnung &amp;quot;Viehwalze&amp;quot; ist eine Verkümmerung des sorbischen Wortes Wiewalze. Im Wendischen bedeuten die Silben &amp;quot;wi&amp;quot; und &amp;quot;walc&amp;quot; soviel wie &amp;quot;winden&amp;quot;, &amp;quot;wälzen&amp;quot;. Auf einer Karte wurde die Anhöhe als &amp;quot;Wihals-Berg&amp;quot; eingezeichnet. Die Ableitung des deutschen Namens &amp;quot;Michael&amp;quot; zum sorbischen &amp;quot;Mihal&amp;quot; und bei nachlässiger Aussprache könnte aus &amp;quot;Michaelisberg&amp;quot; der &amp;quot;Wihalsberg&amp;quot; werden. Obwohl er zu Temritz gehört, hieß er niemals &amp;quot;Temritzer Berg&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eigentümer ====&lt;br /&gt;
In der Chronik S.171ff. wird die Zugehörigkeit der Wiwalze 1668 urkundlich erwähnt. In jenem Jahr verkauft  vom Amtssekretär Hoffmann an Peter Roatschen aus Burk und Hanns Cucule aus Temritz. Diese verkauften das Grundstück am 13.April 1744 weiter an die Bauern Johann Marx in Temritz und Katzer. Der Marx&#039;sche Besitz ist dann in den Besitz der Familie Mörbe gekommen. Die andere Hälfte des Gutes ist auf die Familie Krahl übergegangen. Der letzte Besitzer, August JakobKrahl (1859-1935), starb kinderlos und es erbte seine Nichte Katharina, welche Johann Waurick geheiratet hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schönbergscher Pavillon ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiwalze Pavillon 1.jpg|mini|479x479px|Zeichnung von Johann Gottfried Schultz 1776 &amp;quot;Der Schönbergsche Pavillon&amp;quot; (aus Oberlausitzer Hausbuch 2014) Kulturhistorisches Museum Görlitz]]&lt;br /&gt;
Da man von der Wiwalze einen herrlichen Rundblick auf Bautzen und Umgebung hatte, pachtete 1769 den obersten Teil der damals unbewaldeten Anhöhe  der Hausmarschall Peter August von Schönberg auf 20 Jahre zur Errichtung eines Lusthauses. Es handelte sich um ein einstöckiges hölzernes Gebäude auf quadratischem Grundriß, an mindestens 2 Seiten besaß es rundbogige, zweiflüglige Türen. Ein breites, gekehltes Gesims leitete über zu einem hohen, als Pyramide gestalteten Dach. Dessen Spitze krönte ein eiförmiger Knopf und eine Wetterfahne. Das Häuschen war von einem Geländer umgeben. Die Erdmassen des beim Bau ausgehobenen Grabens rings um das Pachtgrundstück wurden in der Mitte angehäuft und darauf das Lusthaus gebaut. Um die Speisen und Getränke jederzeit zur Verfügung zu haben, existierte unter den &amp;quot;Pavillon&amp;quot; ein Keller mit Zugang auf der Westseite. An der Hügelauffahrt standen 2 Figuren, die Tafeln mit den Aufschriften &amp;quot;Willkommen&amp;quot; und &amp;quot;Adieu&amp;quot; trugen. Als Kürfürst Friedrich August III. von Sachsen am 18. Mai 1769 den Hausmarschall von Schönberg besuchte, wurde für das fürstliche Paar ein &amp;quot;wendischer Bauerntanz&amp;quot; aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1789 verlängerte Schönberg den Vertrag auf weitere 20 Jahre. Eigentümer waren damals George Krahl und Johann Christian Moerbe aus Temritz. Das verpachtete Grundstück war 32 Ellen lang und 30 Ellen breit und der Zins betrug 8 Thaler jährlich. 1809 lief der Pachtvertrag aus. Peter August v. Schönberg starb 1791. Seine Tochter und Erbin Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge verlängerte den Vertrag nicht und der Pavillon verfiel.  Schließlich wurde dieser abgerissen, nachdem er mutwillig von Nachbarn beschädigt wurde.  &lt;br /&gt;
[[Datei:Wiwalze Pavillon 2.jpg|mini|479x479px|Zeichnung von Christoph Nathe 1787 &amp;quot;Ausblick vom Rabenstein über den westlichen Stadtrand von Bautzen&amp;quot; (aus Oberlausitzer Hausbuch 2014)]]&lt;br /&gt;
==== weitere Geschichte ====&lt;br /&gt;
1833 wurde die Wiwalze mit Laub-u. Nadelbäumen bepflanzt, da die Schafzucht nicht mehr wirtschaftlich war. Um 1910 wurde von dem Fabrikanten und Gutsbesitzer Otto Thost aus Schmochtitz eine Eisenkonstruktion für die Feuerwehr zu Übungszweckenturm errichtet; beschlagen mit Eisenplaten und mit Luken versehen. An der Spitze befand sich ein Eisengeländer. 1945 war auf diesem Turm eine deutsche Fliegerabwehrbeobachtungsstelle eingerichtet. 1947 aber vom damaligen Besitzer Johann Waurich aus Temritz abgerissen. Überreste sind heute noch sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quellen: Ortschronik S.171-180); Dr. Georg Krahl: &amp;quot;Vom Berg mit den 7 Namen&amp;quot; Oberlausitzer Hausbuch 2014); Kai Wenzel: &amp;quot;Der Schönbergsche Pavillon bei Schmochtitz&amp;quot; Oberlausitzer Hausbuch 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Sorbische Hochzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sorbische Hochzeit Temritz 1888 3.jpg|mini|477x477px|Sorbische katholische Hochzeit von 1888; Brautpaar, Hochzeitsbitter, 4 Brautjungfern, 2 Brautführer, Slónka sowie der Bruder der Braut]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschrieben wird eine Bauernhochzeit zwischen Anna Krahl aus Temritz und Michael Domsch aus Basankwitz am Dienstag, dem 08.05.1888 in Temritz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hatten mindestens 200 Personen daran teilgenommen, davon Gäste aus den angesehensten Bauernfamilien aus Nah und Fern der wendischen Lausitz. Die Braut im Festgewand erschien mit der festlich geschmückten Pferdekutsche und betrat 10 Uhr die Pfarrkirche „Unserer lieben Frauen“ in Bautzen gemeinsam mit der „Slónka“, welche den Ehrendienst bei der Braut zu versehen hat. Ein zweiter Wagen brachte 4 Brautjungfern, Druzki genannt, ebenfalls in Festkleidung. Anwesend waren die beiden Brautführer, wendisch „Swat“, wovon je einer aus der Verwandtschaft der Braut bzw. des Bräutigams stammt, und der Hochzeitsbitter, sorbisch „Brazka“, der Zeremonienmeister und damit eine der wichtigsten Personen. Der Bräutigam sowie alle männlichen Begleiter erschienen im langen Gehrock, schwarzer Hose und Zykinderhut. Während der Trauung saßen Männer und Frauen getrennt. Nach Beendigung der Heiligen Messe, welche als erstes stattfand, hielt der Priester eine Rede, darauf folgte die eigentliche Trauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In und vor der Kirche sammelten sich eine Menge Schaulustiger. Anschließend ging es nach Temritz in das Gehöft der Brauteltern. Musikanten spielten den langsamen und choralartigen Brautmarsch. Hof und Eingang waren mit Girlanden und grünen Bändern geschmückt. Dort warteten bereits der Vater, Geschwister und die Gäste. Der „Brazka“ hielt eine Rede, gedachte der nicht mehr anwesenden Brautmutter und forderte dann das Brautpaar auf, das Haus zu betreten und die umfangreich vorbereitete Feier sowie das Mahl mit Freude zu genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besteck mußte jeder Gast selbst mitbringen. Es gab Suppe, alsdann  Rindfleisch mit Gemüse, dann Schweinefleisch mit Gemüse, dann Schweine-u. Kalbsbraten mit Salat und Kompott, zum Schluß Butter und Brot und Kuchen. Und dazu Branntwein, kein Wein. Nach dem Essen wurde getanzt, gespielt und Bier getrunken. Das ging bis in die frühen Morgenstunden. Die Aufgabe der beiden „Swaten“ und der „Slónka“ war es, die Braut vor jungen Burschen zu schützen, welche versuchten, der Braut den Schuh auszuziehen, um ihn gegen einige Taler einzulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Morgen fuhren die Brautleute zuerst in die Kirche, dann wurde zum letzten Mal im väterlichen Haus Mittag gegessen und danach erfolgte die Abreise. Die  Ausstattung der Brautwar bereits verladen und mit Girlanden umwunden. Und ein schwermütiges Abschiedslied und eine gefühlsvolle Rede des „Brazkas“ sorgten dafür, daß keiner seine Rührung verbergen konnte. (gekürzt aus Dr. Gisela Bruk: „Sie wird mir ein herrliches Andenken bleiben“, Hausbuch ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifixe ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Straße nach Kleinseidau .jpg|mini|Kruzifix in Temritz auf dem Weg nach Kleinseidau von Johann Müller (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz auf dem Weg nach Kleinseidau ====&lt;br /&gt;
Diese Betsäule wurde 1899 errichtet, 1995/96 restauriert und von Pfarrer Werner aus Storcha geweiht. Bei der restaurierung wurden  auch die fehlenden 2 Keramiksterne am Granitsockel ersetzt.Die goldene Inschrift auf der Vorderseite der Granitsäule lautet: &#039;&#039;&amp;quot; Was will das Kreuz, das am Wege steht? Es will jeden, der vorüber geht, Das süße Wort der Hoffnung sagen, Das Kreuz hilft, Dich zum Himmel tragen.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im unteren Teil sind die Initialen J.E.M. und das Jahr 1899 eingraviert. Der Auszügler Johann Ernst Möhn (1820-1899) verstarb am 04.06.1899 in Temritz Haus Nr.5 im Alter von 79J 1M und 11T(Sterbe-Urk. Seidau 70/1899). Er war der Schwiegervater vom Gutsbesitzer und Gemeindevorstand Johann Müller (Haus Nr.6) .  &lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Ort Haus Nr.9 .jpg|mini|Kruzifix in Temritz vor dem Haus von Rötschke Haus Nr.9 (1992)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz vor dem Haus von Rötschke Haus Nr.9 ====&lt;br /&gt;
Die Aufnahme ist von 1992. Im Februar 2025 war an der Stelle des Kreuzes nur eine kleine Lücke. Es wird restauriert und erstrahlt danach im neuen Glanz. Besitzer des Betkreuzes war jedoch die Familie Waurick und vorher die Familie Krahl (Haus Nr.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix Temritz Ortseinfahrt von Bautzen nach Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Ortseinfahrt v. BZ 3.jpg|mini|Kruzifix in Temritz an der Straße von Bautzen nach Schmochtitz (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Vorderseite sind die vergoldeten Initialen J.T.M, darunter M.M. und darunter das Jahr 1875. eingraviert. Einem Bericht zufolge wurde die Granitsäule in den Kriegstagen des April 1945 von Vollkettenfahrzeugen aus dem Boden gerissen und das gußeiserne Kreuz zerbrach. In den  Folgejahren wurde die Bruchstücke verschüttet und von einer Hecke überwuchert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sterbeurkunde von Seidau Nr.107/1874 ist die Totgeburt eines Sohnes von Gutsbesitzer Johann Traugott Mörbe (JTM) und seiner Frau Maria, geb. Schneider (MM), vermerkt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Temritzer Einwohner Klaus, Christian und Thomas Mörbe wurde die Betsäule wieder instandgesetzt und in einem Hohlfundament aus Beton neu aufgestellt. In die Deckplatte ist ein poliertes Grabkreuz (angefertigt von Steinmetz Haase) eingesetzt, an dessen Ostseite ein neuer Korpus befestigt ist. Ein Nachguß des originalen Kreuzes konnte nicht realisiert werden, weil die Bruchstücke zur Formung nicht ausgereicht haben. Im Kopfteil der Ostseite der Säule sind noch Reste einer mit schwarzer Farbe aufgebrachten sorbischsprachigen Beschriftung zu erkennen. Die Schmalseiten zeigen im oberen Bereich je ein plastisch ausgearbeitetes lateinisches Kreuz. &lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Straße n. BZ .jpg|mini|Kruzifix in Temritz an der Straße nach Bautzen von Johann Müller (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz an der Straße nach Bautzen ====&lt;br /&gt;
1899 von Johann Müller aus Temritz errichtet. 1976 war das Kreuz aus Sandstein verschollen. Wahrscheinlich von Randalierern in den nahen Teich geworfen, wo man es später wiederfand. Es wurde 1991 erneut restauriert, mit einem Kreuz aus Metall. 1997 wurde dieses ebenfalls entwendet. Da sich die Säule auf dem Flurstück der Agrofarm Göda befindet, erteilte sie den Auftrag zur Neuanfertigung von Kreuz und vergoldetem Korpus an die Schmiede Kaczmar in Jeßnitz. Am Palmsonntag, dem 05. April 2009 wurde mit einem ökumenischen Gottesdienst die wieder vollständige Betsäule geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite Auf dem Sandsteinsockel befinden sich Inschriften in sorbischer Sprache. Übersetzt steht auf der Vorderseite: &#039;&#039;&amp;quot;Oh ihr alle, die ihr auf diesem Weg vorbei geht, sehet, ob ein Schmerz meinem Schmerz gleicht.&amp;quot; Jeremia 1.12&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und auf der Rückseite: &#039;&#039;&amp;quot;Aufgestellt im Jahre des Herrn 1899 von Johannes Müller und Anna seiner Ehefrau aus Temritz erneuert 1991&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb der vergoldeten Jesusfigur steht sowohl in sorbisch als auch in deutsch: &#039;&#039;&amp;quot;Jesus unser Hirte.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentümer des Betkreuzes waren die Familien: Müller; Lippitsch; Spittank &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bloaschütz ==&lt;br /&gt;
1296 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 83 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 108 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 92 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900 - 97 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 - 86 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 138 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 - Stromanschluß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bolbritz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dorfschule Bolbritz.jpg|mini|463x463px|Dorfschule Bolbritz (Postkarte zum 25-jährigem Jubiläum)]]1283 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1562 Rittergut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 - 98 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 116 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 135 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 123 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entstehung ====&lt;br /&gt;
In der Ortschronik (S.133ff.) wird berichtet, daß die Schule in Bolbritz bereits zwischen 1753 und 1756 auf Initiative der Gräfin Dorothea Luise Charlotte von Gersdorf (1706-1794) von ihrem Verwalter Schenk am Gödaer Weg gebaut wurde. Schulhalter war sein Schwager Hobrack. Auf Grund eines Streits zwischen Gräfin und Verwalter wurde die Schule in ein östlich davon neu gebautes Gebäude verlegt (Echtelsches Haus). 1834 kaufte dieses Haus die Parochie Göda für 475 Taler und richtete es den gesetzlichen Bestimmungen zum Schulhause ein.        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25.06.1886 fand die feierliche Eröffnung der &amp;quot;Neuen Schule&amp;quot; statt. 1912 wurde ein Antrag zwecks Lichtentnahme an das Elektrische Werk in Bautzen gestellt. 1923 erfolgte eine Erweiterung durch Schulanbau. 1956 wurde für das Lehrpersonal ein Wohnhaus neben der Schule errichtet. Am 01.09.1959 fand der Zusammenschluß der Schulen Bolbritz und Storcha zu einem Schulkombinat statt.       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lehrer ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Alte Schule =====&lt;br /&gt;
Von 1793 bis zu seinem Tod1842 war Gottfried Kmoch Schulhalter und ab 1835 ständiger Lehrer. Von 1843 bis 1871 war August Wilhelm Tietze Lehrer in Bolbritz, da 1872 nach Amerika auswanderte. Johann August Kubitz (*27.06.1845) ab 1868 Vicar, später Hilfslehrer und ab 1872 Lehrer in Bolbritz.                 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neue Schule bis 1945 =====&lt;br /&gt;
Von 1886 bis 20.11.1892 wurde erster Lehrer und Schulleiter Pastor Christoph August Domaschk. Ab 1891 Hilfslehrer und ab 1894 als Lehrer und späterer Schulleiter war über 40 Jahre lang Johann August Beyer (*02.11.1868) tätig. 1897 erfolgt die Einstellung einer Lehrerhilfskraft und 1899 einer Handarbeitslehrerin.  Der Unterricht wurde in deutsch und sorbisch geführt. Ab Ostern 1914 wurde die Schule 4-klassig und das Mädchenturnen eingeführt. Ab 01.05.1914 wird der Hilfslehrer Kurt Stephan aus Dresden eingestellt, welcher am 01.04.1915 zum Heeresdienst einberufen wurde. Ab 15.04.1919 übernahm Schulamtskandidat Willy Soltmann aus Bischofswerda die Hilfslehrerstelle. Am 01.02.1928 erscheint in den Akten der Lehrer A. v. Kielpinski. Am 17.02.1932 erfolgte die Pensionierung des Oberlehrers Beyer. Neuer Schulleiter wurde Michalk. Gemeinsam mit dem Lehrer Kielpinski unterrichten sie bis Kriegsende 1945.                &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neue Schule ab 1945 =====&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wechselte das Personal häufiger. Von Juli bis Oktober 1945 war Herr Alexander Langer aus Gnaschwitz Aushilfslehrer, danach, bis Februar 1946 Heinz Hildebrandt. Im Mai 1946 ersetzte Neulehrer Richard Seiler den Lehrer Max Frenzel. Im Juni 1947 wurde Frau Frieda Michalk Schulleiterin. Ab 01. September 1950 wurde der Lehrer Herbert Ladusch neuer Schulleiter und seine Frau Zita Ladusch als Lehrerin angestellt, welche dann ab Januar 1953 Schulleiterin wurde.  Daneben arbeiteten als Lehrer noch folgende Personen: 1948-Georg Ritscher; Frl. Michalk, Paul Scholze, Ernst Weikert und Helmut Kowar; 1951 Frl. Anna Fitzky und Frl. Christa Kockert sowie Frl. Anna Ziesch und Rosemarie Schütze und als Sportlehrer Herbert Eckert; 1952 Caritas Kockert bzw. Otto Dietmar als Russischlehrer; 1953 Herr Ernst Siegel, Frau Irmgard Kaden und Herr Peter Münnich als &amp;quot;Wanderlehrer&amp;quot;; 1954 Annemarie Hantschke sowie Frl. Annelies Palme. Ab 01.05.1953 wurde Herr Lehrer Herbert Eckert Schulleiter. Von 1955 bis 1956 waren die Lehrer Kurt Menzel und Georg Gärtnerr Lehrer. 1955 wurden die Lehrerinnen Frl. Gertrud Knopf und Lieselotte Knöchel als Lehrerinnen angestellt. Am 01.09.1956 wurde der Lehrer Ernst Weickert nach 10 Jahren Schuldienst nach Bautzen versetzt. Am 01.09.1957 kam Georg Nuck an die Schule.                  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1959 gegründeten Schulkombinat Boolbritz/Storcha arbeiteten neben dem Schulleiter Paul Kindermann (Stellvertretender Schulleiter) die Kollegen Josef Sauer, Georg Nuck, Günter Rohark sowie die Kolleginnen Marianne Müller, Rita Nuck, Lieselotte Knöchel, Anna Sauer und als Handarbeitslehrerin Dorothea Kappler. Hortkraft in Bolbritz war Frau Marie Kappler.                 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schüler ====&lt;br /&gt;
1899 besuchten 129 Kinder (alle evangelisch), davon 101 wendischer Nation, die 3-klassige Schule. 1904 besuchten 131 Schüler, davon 65 Knaben, 56 Mädchen die Schule. 1912 zählt die Schule 107 Kinder, davon 1.Klasse 43, 2.Klasse 35 und 3.Klasse 29 Kinder. Der Schülerstand von 1946 betrug 150 Kinder.        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Schulbetrieb fand bis 1980 statt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
Dieses schlichte Herrenhaus, wahrscheinlich im 1. Drittel des 19. JH. erbaut, wurde 1945 aufgesiedelt und die Besitzerfaimlie Aichele enteignet. Das Rittergut ist aus einer Wasserburg hervorgegangen. Bedeutende Reste sind erhalten geblieben. Ein als Schuppen genutztes Nebengebäude im Norden des Gehöftes ist als steinernes Burggebäude aus der Zeit der deutschen Landnahme erkannt worden. Der 9 m lange Bau hat ein gewölbtes Erdgeschoß. Im Obergeschoß sind in das dicke Mauerwerk Rundbogenfenster eingelassen. Das Bauwerk steht auf einem aufgeschütteten Hügel und war früher von einem Wassergraben umgeben. Die Burg dürfte aus dem 13. JH. stammen. 1283 wird ein Gerhard von Bolbritz erwähnt, womit die schriftliche Überlieferung einsetzt. Bis 1815 in adeligem Besitz, kaufte es der vom sächsischen König in den Adelsstand erhobene Pächter G. R. König 1820. Seit 1838 (die Adelsfamilie von König blieb ohne mänliche Nachkommen) wurde das Rittergut von einheimischen Landwirten bewirtschaftet. (L-A. Dannenberg/M. Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Taubenhaus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bolbritz Taubenhaus 3.jpg|mini|412x412px|aus: Bautzener Kulturvorschau 11/1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Artikel &amp;quot;Taubenhäuser sind ländliche Kulturdenkmale&amp;quot; in der Bautzener Kulturvorschau 11/1955 widmet sich Theodor Schütze diesen interessanten Bauten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Obwohl Tauben nach wie vor gezüchtet werden, hat die Zahl der Taubenhäuser abgenommen. Das freistehende Taubenhaus war vielleicht im Wege, als man anfing, den Hof mit motorisierten Fahrzeugen zu befahren. Dieses Häuschen mußte an die 3m hoch über der Erde stehen, und indem man allerlei Verzierungen anbrachte, erreichte man, daß es nicht nur das luftigste, sondern auch das lustigste aller Bauwerke wurde. So steht ein Taubenhaus, oder genauer ein &amp;quot;Taubenständer&amp;quot; in Bolbritz, welches auf einer schlanken steinernen Säiule ruht. Das Dach ist wie ein wahrer Spitzhut gestaltet. dessen aufgesetzte Spitze eine drachenmaulförmige Windfahne von 1752 zierte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Döberkitz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Schloß ===&lt;br /&gt;
Der Herrensitz ist aus einem Vorwerk entstanden, welches zum Rittergut Dahren gehörte. Durch Erbtrennung kam es 1774 zur Abtrennung und gelangte als eigenständiges Rittergut an J.G. Rüde aus Lauban. 1892 erhielt es sein heutiges Aussehen. Das Mauerwerk der unteren Geschosse stammt noch aus dem 18. JH. Das barocke Portal blieb erhalten. Ergänzt hat man das 2. Obergeschoß und das mit einem Ziergitter bekrönte Walmdach. Der Wappenstein an der südlichen Fassade erinnert an die ehemaligen Besitzer, die Grafen zu Lippe-Biesterfeld-Weißenfels. Nach der Enteignung 1945 diente das Schloß als Mehrfamilienhaus, ab den 1980 -iger Jahren als Wohnheim für geistig Behinderte und ab 2015 als Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge. (L-A. Dannenberg/M. Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fund aus der Steinzeit ===&lt;br /&gt;
Die Genossenschaftsbäuerin Elfriede Kliche aus Döberkitz war beim Aussortieren von Steinen auf der Kombine, da rollte ihr eine jungsteinzeitliche Axt mit Facettenschliff entgegen. Sie war 11 cm lang und 4 cm breit und trotz 4000 jähriger Lagerung tadellos erhalten. Die Fundstelle lag an der Kamenzer Straße Abzweig Jannowitz-Löschau/Bolbritz. (Bautzener Kulturschau 5/1974. F. Lehmann: &amp;quot;Ausgrabungen und Funde Teil 1&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kleinwelka ==&lt;br /&gt;
Bis 1932 bestand Kleinwelka aus zwei nebeneinander gelegenen Teilen, dem kleinen Dorf Kleinwelka, das offenbar auf sorbische Gründung zurückgeht, und der Kolonie Kleinwelka, die 1751 als Brüdergemeinde der Herrnhuter gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kolonie Kleinwelka ===&lt;br /&gt;
Eine Gruppe sorbischer Pietisten (Gottesfürchtige) wechselte von Teichnitz nach Kleinwelka, da einer von ihnen 1747 das Lehngut kaufte. Oberamtsmann Graf von Gersdorf, der in Teichnitz im Schloß wohnte, gab ihnen Grund und Boden in Kleinwelka. Gründungstag ist der 24. Juli1751. Das erste Haus von der Brüdergemeinde in dieser Kolonie, 1752 erbaut, steht am Kirchplatz (Nr.4). Die Kirche (Betsaal) wurde 1758 gebaut und 1856 erweitert. Den Platz dafür spendete Rittergutsbesitzerin Gräfin von Reuß im Jahre 1757. Das Gotteshaus entbehrt jeglichen Schmuckes. Nicht einmal ein Turmist vorhanden. Die Glocken hängen in einem Dachreiter. Statt von einer Kanzel predigt der Pfarrer hinter einem Rednerpult. Da Männer und Frauen getrennt wohnten, gab es ein Schwestern- und ein Bruderhaus. Eine Knaben-und Mädchenerziehungsanstalt beherbergte die Kinder von Missionaren. Sie wurden in strenger Frömmigkeit erzogen und viele von ihnen sahen ihre Eltern jahrelang nicht. Manche wurden Waisen, wenn ihre Eltern in den Missionen starben. (Kirchenblatt der kath. Gemeinde 10/1984)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedhof (Gottesacker) liegt südlich der Kirche. es ist ein offener Garten, umgeben von Hecken. Die Gräber, eines gleicht dem anderen,  sind mit rechteckigen Sandsteinplatten bedeckt und verraten mit den Geburtsorten der hier Bestatteten die weltweiten Beziehungen der Herrnhuter Brüdergemeinde. Die neue Siedlung vergrößerte sich vor allem durch Zuzug von Handwerkern und Gewerbetreibenden. 1764 entstand ein Brüderhaus, 1770 ein Schwesternhaus, 1778 ein Diasporahaus, also für Menschen, die ihre Heimat unfreiwillig verlassen mußten, um 1800 ein Witwenhaus, um 1820 ein Pilgerhaus, wo Missionarsfamilien aus der ganzen Welt ihre ein-bis zweijährige &amp;quot;Ruhepause&amp;quot; verbrachten (Bautzener Kulturschau 12/1973), um danach wieder auf Mission zu gehen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird auch von einer Familie Merklin berichtet, die nach 10-jähriger Missionärstätigkeit in Labrador 1921 wieder nach Deutschland kam, in ihrer Heimat im Württemberger Ländle keine Aufenthaltsgenehmigung erhielt und in eben jenem Pilgerhaus ein Zuhause fand.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glockengießerei ===&lt;br /&gt;
Der 1778 in Kleinwelka geborene Bruder Friedrich Gruhl gründete 1812 eine Glockengießerei. Das zweigeschossige &amp;quot;Glockengießerhaus&amp;quot; trägt auf dem Schlußstein der Haustür die jahreszahl 1818. Die allererste Glocke hängt noch im Dachreiter der Kleinwelkaer Kirche. Gruhl schuf auch das herrliche vierteilige Geläut des Bautzener Domes. 1852 starb Friedrich Gruhl. Sein Sohn Ernst führte den Betrieb bis 1864, danach Theodor Werner. 1896 ging die Gießerei in Konkurs. Heute erinnern nur noch das Wohnhaus und die Glockengasse an die Blütezeit des Betriebes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Rudolph hat in einer Abhandlung &amp;quot;Die Kleinwelkaer Glockengießer&amp;quot; (Letopis C5. 1961/62) die Geschichte des Betriebes dargelegt und ein Verzeichnis  der 692 nachweisbaren Glocken beigefügt.  (Bautzener Kulturschau 12/1973; Theodor Schütze: &amp;quot;Denkmäler in unserem Kreis&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Ehemalige_Gemeinde_Salzenforst_und_ihre_Ortsteile&amp;diff=901</id>
		<title>Ehemalige Gemeinde Salzenforst und ihre Ortsteile</title>
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		<updated>2025-11-25T09:42:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Taubenhaus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Schmochtitz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Die Gutssiedlung befindet sich in den Niederungen des Milkwitzer Wassers zwischen der Wiwalze im Südwesten und dem Roten Berg im Nordosten. Die Gründung dieses Siedlungskomplexes wird um 1200 (Brakteatenfund mit Münzen um 1160-1240) angenommen. Die erste urkundliche Erwähnung fanden Eichler/Walther von 1391.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingepfarrt ist Schmochtitz nach Göda, der katholische Teil wird von Storcha betreut.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einwohner ====&lt;br /&gt;
1777 - Die Siedlung der Gutshintersassen umfaßte 8 Gärtner und 9 Häusler und befand sich nördlich der Zufahrt Richtung Bautzen. Nach Bränden vor 1800 wurde sie weiter südlich angelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1880 - 140 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 - 126 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 - 109 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1987 - 115 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 - 75 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gewerbe ====&lt;br /&gt;
vor 1910: 1 Schmied, 1 Bäcker, 1 Schuhmacher, 1 Schenkwirt (Gasthof &amp;quot;Zu den 3 Rosen&amp;quot;); 1905 Anbau eines Ballsaales durch Inhaber Blankenstein. (Ortschronist Hilbrig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 wurden Nieder-und Oberuhna mit Löschau nach Schmochtitz eingemeindet. Schmochtitz wiederum wurde im Jahre 1946 nach Salzenforst eingemeindet und war vorher selbstständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Besitzer ====&lt;br /&gt;
Der Grundherrennachweis vor 1880 umfaßt die Geschlechter: von Metzradt (bis 1621), v. Haugwitz (bis 1663), v. Penzig (bis 1729), zwischendurch v. Warnsdorf (1721-1725), v. Kleist (bis 1753), v. Manteuffel (bis 1763).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Peter August Schönberg (1732-1791) als nächsten Besitzer gehen das alte Schloß (nach Entwürfen D. Pöppelmanns) und die Erstgestaltung des Parkes zurück. Von 1763 bis 1821 besaßen Peter August v. Schönberg und nach seinen Tod 1791 seine Tochter Charlotte v. Kielmannsegge das Rittergut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besitzer ab 1821 war Sigismund Graf v. Riesch (bis 1856), Dr. Otto Weber (bis 1883), Dr. Hans Otto (bis 1888), Georg v. Beschwitz (bis 1892), Otto Thost und Sohn (bis 1921). (Quelle: Dr. Georg Krahl: &amp;quot;Schmochtitz Teil 6&amp;quot; aus Gödaer Heimatblatt 2002) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Peter August von Schönberg ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auguste Charlotte von Kielmannsegge ====&lt;br /&gt;
Dem kurfürstlichen Hausmarschall und Freimaurer P.A. v. Schönberg schenkte seine Frau, eine geb. Gräfin von Hoym, am 08. Mai 1777 eine Tochter, Auguste Charlotte. Mit 12 Jahren starb ihre Mutter. A. Charlotte heiratete 1796 den Grafen Lynar aus Lübbenau. Ein Sohn, Hermann Rochus, wurde geboren. 1797 verließ Charlotte ihren Mann und reiste mit dem Dresdner Maler Grassi nach Italien. Dort hörte sie von Napoleon und die Leidenschaft für den Maler erlosch. Sie reiste nach Paris, wo sie Napoleon näher kennenlernte. Ihr Mann verstarb mit 27 Jahren. Sie erbte und erhielt 1800 die Besitzungen ihres Vaters, der 1791 starb.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1802 heiratete sie in Hannover den Grafen v. Kielmannsegge. Natalie und Alfred wurden geboren. Der Graf spürte alsbald die Schwärmerei seiner Frau für Napoleon, den er ablehnte. Er bezichtigte sie, eine Agentin der Geheimpolizei Napoleons zu sein. Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (s. u. Napoleon in Schmochtitz) (Quelle: E. Klausnitzer in Bautzener Kulturschau 3/1980)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sonnentempel ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Sonnentempel 3.jpg|mini|407x407px|Der &amp;quot;Sonnentempel&amp;quot; von Schmochtitz (Th. Schütze: Abschied v. Sonnentempel BZ KS 6/1955)]]Nördlich von Schmochtitz, nahe Großbrösern, befand sich ein reizvolles, kleines Bauwerk. Auf einem 3-stufigen kreisrunden steinernen Unterbau erhoben sich acht 3m hohe toskanische Granitsäulen, die ein einfaches Holzgebälk trugen. Über den Kapitälen waren sie durch einen verzierten Architrav (Holzring) verbunden; darüber wölbte sich ein hübsches Zeltdach. Innerhalb an den Säulen befanden sich steinerne Sitze und in der Mitte stand ein wuchtiger steinerner Tisch. An der Innenseite des Holzringes waren folgende Worte zu lesen: &#039;&#039;&amp;quot;Fürchte Gott. Ehret den König. Beherrsche Dich. Halte Maß. Schweige und Handle. Erkenne Dich selbst. Thue Recht. Scheue Niemand.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vermögende und kunstsinnige kurfürstliche Hausmarschall Peter August von Schönberg, der das Schmochtitzer Gut von 1763-1791 besaß, ließ diesen Tempel errichten. Vom Park aus führte damals eine Allee zum Sonnentempel. Der Tempel bezeugt die Gesinnung P. A. v. Schönbergs als Freimaurer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf der Zeit geriet der Tempel in Verfall. Im Jahre 1954 war die Rettung dieses kleinen Kunstwerkes geplant. Die Finanzierung der Restaurierung war durch das bischhöfliche Ordinariat und die Denkmalpflege des Kreises gesichert. Den Auftrag dazu erhielt der Architekt Hentschke. Doch es kam anders. Ein Orkan hatte in den Morgenstunden des 17. Januar 1955 den bereits beschädigten Sonnentempel vollständig zum Einsturz gebracht. Ein Bild der Verwüstung; teilweise zerborstene Säulen lagen wild durcheinander, selbst Podeste und Steinsitze waren umgeworfen. Ein Wiederaufbau hätte einen unverhältnismäßigen Betrag erfordert und wegen der ohnehin knappen Mittel wurde von den zuständigen Stellen dagegen entschieden (Th. Schütze: &amp;quot;Abschied vom Sonnentempel&amp;quot;, Bautzener Kulturvorschau 06/1955).    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Taufkapelle ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Schmochtitz Taufkapelle 2 BZ KS 1977-4 2.jpg|mini|321x321px|Taufkapelle in Schmochtitz vor 1975 (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 4/1977)]]&lt;br /&gt;
1775 ließ Peter August v. Schönberg eine turmartige Taufkapelle mit glockenförmiger Haube errichten. Durch private Initiative konnte sie 1975 vor dem völligen Verfall gerettet werden (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 4/1977).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut in kirchlicher Trägerschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Priesterseminar ====&lt;br /&gt;
Mit der Wiedererrichtung des Bistums Meißen im Jahre 1921 wurde die Einrichtung eines Seminars zur Priesterausbildung notwendig, da das Wendische Seminar, welches von den Temritzer Siman gegründet wurde, nach dem I.WK schloß. Im Jahre 1925 kam es aus diesem Zweck zum Kauf, dessen herrnhaus umgebaut und am 10.Mai 1927 als Priesterseminar des Bistums Meißen eröffnet wurde. 95 Studenten durchliefen nach ihrem Theologiestudium und vor ihrem Einsatz als Priester das Seminar.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kirchengut ====&lt;br /&gt;
Das Herrenhaus und damit das Seminar wurde in den letzen Apriltagen durch Brand völlig vernichtet. Das Rittergut mit seinen 130 ha blieb aber trotz Bodenreform im Besitz des Bistums. 1986 wurde mit dem Neuaufbau begonnen. Ziel war ein Erholungsheim für Familien mit Behinderten. Am 01.09.1992 erfolgte jedoch die Eröffnung des &amp;quot;Bischof-Benno-Hauses&amp;quot; als offenes und öffentliches Bildungshaus in Trägerschaft des jetzigen Bistums Dresden-Meißen. nach und nach wurden weitere Gebäude (Torhaus, Familienhaus, Scheune) saniert. Den Gästen stehen Seminarräume, ein Festsaal, ein großer gemeinschaftsraum in der Scheune, eine Kirche, eine Hauskapelle, eine Bibliothek sowie eine Kegelbahn zur Verfügung. (Quelle: Dr. P. Straube: &amp;quot;das Rittergut Schmochtitz in kirchlicher Trägerschaft seit 1925&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bildungsgut Sankt Benno ====&lt;br /&gt;
Am 07.09.2020 erhält das Bischof-Benno-Haus den neuen Namen &amp;quot;Bildungsgut Sankt Benno&amp;quot; und damit ein neues Programm. Neu sind Seminare zur &amp;quot;Lebensgestaltung&amp;quot; und zur &amp;quot;Bildung&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix ===&lt;br /&gt;
Das einzige Kruzifix in Schmochtitz befindet sich an der Kreuzung schräg gegenüber dem Eingang zum Bischof Benno Haus. Ein eisernes Kreuz mit dem Korpus Christi auf einem Granitsockel ohne Inschrift. Der Eigentümer ist unbekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milleniumsdenkmal ===&lt;br /&gt;
Das im November 2000 geweihte Denkmal Cyrill und Methodius steht nahe des Roten Berges an der Straße Richtung Loga und wurde nach einer Schändung im Februar des Jahres 2023 am 26. November durch Pfarrer G. Nawka aus Wittichenau vor 60 Gläubigen neu geweiht. Unbekannte stahlen damals den großen Bischofsstab und schlugen die Hand der Statue des Hl. Methodius ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niederuhna ==&lt;br /&gt;
1500 - erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 93 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1842 - Großbrand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 105 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 113 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 - nach Schmochtitz eingemeindet, vorher selbstständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 84 Einwohner, zusammen mit Oberuhna (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oberuhna  ==&lt;br /&gt;
Oberuhna und Löschau sind seit 1777 eine Gemeinde, 1936 nach Schmochtitz eingemeindet, 1969 nach Salzenforst eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ort ===&lt;br /&gt;
1359 - erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1407 - Rittersitz                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1580 - Rittergut                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 87 Einwohner                                                                                             &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 99 Einwohner                                                                                                                       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 104 Einwohner                                                                                                                    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 - 163 Einwohner                                                                                                                      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 - Stromanschluß - (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Löschau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ort ===&lt;br /&gt;
1363 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1580 - zum Rittergut Milkwitz gehörig &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1777 - zum Rittergut Oberuhna gehörig  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner Löschau        ===&lt;br /&gt;
1834 - 41 Einwohner   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 50 Einwohner    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 36 Einwohner    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 32 Einwohner (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)                                                                             &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strom ===&lt;br /&gt;
1910 - Stromanschluß - Der einzige Abnehmer 1910 war die Wirtschaft von Gerhard Schmole (*1881). Er kannte die Vorteile des elektrischen Stromes und damit verbunden die Minimierung eines Brandes. (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Brand von Oberuhna im Jahr 1842 ===&lt;br /&gt;
Am 20. August 1842, kurz nach 12 Uhr mittags, traf bei einem schweren Gewitter ein Blitz das alte unbewohnte Herrenhaus auf dem Rittergutshofe zu Oberuhna und entzündete das sofort. Bei der vorherrschenden trockenen Jahreszeit, heftigem Winde und dem großenteils eingebrachten Getreide verbreitete sich das Feuer mit ungemeiner Schnelligkeit auf die anderen Rittergutsgebäude und haben die Dörfer Ober-u. Niederuhna fast durchgängig in Asche gelegt. Sämtliche Abgebrannte haben ihre Haus-u. Wirtschaftsgeräte sowie die eingelagerten Getreidevorräte verloren. Darüber hinaus verbrannte folgendes Vieh:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rittergut - 6 Kühe, 2 Schweine&lt;br /&gt;
* Großbauer Jacob Schmole - 4 Schweine, 4 Kälber, 32 Lämmer und 2 Stähre&lt;br /&gt;
* 2 verschiedenen Gärtnern jedem ein Schwein, einem Dritten ein Kalb&lt;br /&gt;
(Budissiner Nachrichten August/1842)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unnatürliche Tode ===&lt;br /&gt;
Am 16. Juli 1844 ist der auf dem Rittergutshofe zu Oberuhna dienende 23-jährige Kleinkutscher Andreas Donath in der nach dem Rittergutshofe führenden Allee unvorsichtigerweise von einem beladenen Leiterwagen gesprungen, unter denselben gefallen und totgefahren worden (Budissiner Nachrichten Nr.60/1844).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Münzfund ===&lt;br /&gt;
1973 entdeckte der Kranfahrer Harry Günther auf seinem Grundstück Nr.16 in Oberuhna beim Entwässern einer alten Kellermauer ein dunkelbraunes Töpfchen in der Größe einer Kaffeetasse mit Henkelansatz. Es enthielt 56 groschen aus Billon, das ist eine Kupfer-Siolberlegierung. Die Münzen waren alle mit Grünspan überzogen, weil der Kupferanteil überwog. Sie zeigten auf der Vorderseite die Inschrift &amp;quot;24 einen Taler&amp;quot; und auf der Rückseite das Kursächsische oder Hannoversche Wappen. Die Jahreszahlen laufen von 1694 bis 1802. Leinenrste von der Umhüllung der Münzen enthielt das Töpfchen ebenfalls. (Bautzener Kulturschau 5/1974. F. Lehmann: &amp;quot;Ausgrabungen und Funde Teil 1&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 wurden bei Frenzel in Löschau 130 Silbermünzen gefunden (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wolfgang Wenk - Ortsdenkmalpfleger ====&lt;br /&gt;
Am 04. Mai 1988 verstarb Wolfgang Wenk aus Oberuhna, der Ortsdenkmalpfleger der Gemeinde Salzenforst, erst 47 Jahre alt. Er spürte eine ganze Reihe historischer Wegweiser auf, so den bereits verschollenen Gedenkstein für die in den Befreiungskriegen gefallenen französischen Soldaten in Schmochtitz, den &amp;quot;Kleinen Bierstein&amp;quot; unweit des Milleniumdenkmals sowie den &amp;quot;Kreuzstein&amp;quot; an der Straße nach Loga. Auch sorgte er für die sachgerechte Erhaltung und Lagerung der wertvollen alten Grabplatten aus dem Vorraum der Gödaer Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Temritz ==&lt;br /&gt;
Temritz liegt etwa 4 km nordwestlich von Bautzens Stadtzentrum entfernt auf 215 &amp;lt;abbr&amp;gt;m&amp;lt;/abbr&amp;gt; ü. NN am &#039;&#039;Temritzer Wasser&#039;&#039;, welches hier zu einem Teich angestaut ist. Es ist ein Straßendorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort wurde schon 1225 erstmals als Allodium &#039;&#039;Tymericz&#039;&#039; erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Ort ===&lt;br /&gt;
eingemeindet am 01.07.1950; ab 1936 zu Kleinwelka gehörend, vorher selbstständig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1880: 84 Einwohner, davon 83 Sorben und 1 Deutscher (nach A. Muka)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
Mercin und Jurij Siman gründeten 1724 das wendische Seminar in Prag als Ausbildungsstätte für den katholischen Priesternachwuchs. Auch der sorbische Volksmusikant Nikolaus Kral (1791-?) wurde in Temritz geboren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiwalze ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Name ====&lt;br /&gt;
Die Wiwalze (auch St. Michaelisberg genannt) ist 247m hoch, gehörte seit jeher zu dem Dorf Temritz und diente den Bauern früher als gemeinsamer Hutungsplatz für ihre Schafherden (Schafsberg). Auf Grund der Nähe zu Schmochtitz wurde die Anhöhe auch &amp;quot;Schmochtitzer Berg&amp;quot; genannt. So heißt es in einer Beschreibung der Schlacht bei Bautzen, daß Napoleon auf dem &amp;quot;Schmochtitzer Berge&amp;quot; Beobachtungen über die Stellungen des Feindes angestellt hatte. Bereits 1817 wird die Wiwalze &amp;quot;Lerchenberg&amp;quot; genannt und 1818 wird von einem &amp;quot;Spitzberg&amp;quot; geschrieben. Der Ursprung des Namens ist nicht eindeutig belegt. Die Bezeichnung &amp;quot;Viehwalze&amp;quot; ist eine Verkümmerung des sorbischen Wortes Wiewalze. Im Wendischen bedeuten die Silben &amp;quot;wi&amp;quot; und &amp;quot;walc&amp;quot; soviel wie &amp;quot;winden&amp;quot;, &amp;quot;wälzen&amp;quot;. Auf einer Karte wurde die Anhöhe als &amp;quot;Wihals-Berg&amp;quot; eingezeichnet. Die Ableitung des deutschen Namens &amp;quot;Michael&amp;quot; zum sorbischen &amp;quot;Mihal&amp;quot; und bei nachlässiger Aussprache könnte aus &amp;quot;Michaelisberg&amp;quot; der &amp;quot;Wihalsberg&amp;quot; werden. Obwohl er zu Temritz gehört, hieß er niemals &amp;quot;Temritzer Berg&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eigentümer ====&lt;br /&gt;
In der Chronik S.171ff. wird die Zugehörigkeit der Wiwalze 1668 urkundlich erwähnt. In jenem Jahr verkauft  vom Amtssekretär Hoffmann an Peter Roatschen aus Burk und Hanns Cucule aus Temritz. Diese verkauften das Grundstück am 13.April 1744 weiter an die Bauern Johann Marx in Temritz und Katzer. Der Marx&#039;sche Besitz ist dann in den Besitz der Familie Mörbe gekommen. Die andere Hälfte des Gutes ist auf die Familie Krahl übergegangen. Der letzte Besitzer, August JakobKrahl (1859-1935), starb kinderlos und es erbte seine Nichte Katharina, welche Johann Waurick geheiratet hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schönbergscher Pavillon ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiwalze Pavillon 1.jpg|mini|479x479px|Zeichnung von Johann Gottfried Schultz 1776 &amp;quot;Der Schönbergsche Pavillon&amp;quot; (aus Oberlausitzer Hausbuch 2014) Kulturhistorisches Museum Görlitz]]&lt;br /&gt;
Da man von der Wiwalze einen herrlichen Rundblick auf Bautzen und Umgebung hatte, pachtete 1769 den obersten Teil der damals unbewaldeten Anhöhe  der Hausmarschall Peter August von Schönberg auf 20 Jahre zur Errichtung eines Lusthauses. Es handelte sich um ein einstöckiges hölzernes Gebäude auf quadratischem Grundriß, an mindestens 2 Seiten besaß es rundbogige, zweiflüglige Türen. Ein breites, gekehltes Gesims leitete über zu einem hohen, als Pyramide gestalteten Dach. Dessen Spitze krönte ein eiförmiger Knopf und eine Wetterfahne. Das Häuschen war von einem Geländer umgeben. Die Erdmassen des beim Bau ausgehobenen Grabens rings um das Pachtgrundstück wurden in der Mitte angehäuft und darauf das Lusthaus gebaut. Um die Speisen und Getränke jederzeit zur Verfügung zu haben, existierte unter den &amp;quot;Pavillon&amp;quot; ein Keller mit Zugang auf der Westseite. An der Hügelauffahrt standen 2 Figuren, die Tafeln mit den Aufschriften &amp;quot;Willkommen&amp;quot; und &amp;quot;Adieu&amp;quot; trugen. Als Kürfürst Friedrich August III. von Sachsen am 18. Mai 1769 den Hausmarschall von Schönberg besuchte, wurde für das fürstliche Paar ein &amp;quot;wendischer Bauerntanz&amp;quot; aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1789 verlängerte Schönberg den Vertrag auf weitere 20 Jahre. Eigentümer waren damals George Krahl und Johann Christian Moerbe aus Temritz. Das verpachtete Grundstück war 32 Ellen lang und 30 Ellen breit und der Zins betrug 8 Thaler jährlich. 1809 lief der Pachtvertrag aus. Peter August v. Schönberg starb 1791. Seine Tochter und Erbin Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge verlängerte den Vertrag nicht und der Pavillon verfiel.  Schließlich wurde dieser abgerissen, nachdem er mutwillig von Nachbarn beschädigt wurde.  &lt;br /&gt;
[[Datei:Wiwalze Pavillon 2.jpg|mini|479x479px|Zeichnung von Christoph Nathe 1787 &amp;quot;Ausblick vom Rabenstein über den westlichen Stadtrand von Bautzen&amp;quot; (aus Oberlausitzer Hausbuch 2014)]]&lt;br /&gt;
==== weitere Geschichte ====&lt;br /&gt;
1833 wurde die Wiwalze mit Laub-u. Nadelbäumen bepflanzt, da die Schafzucht nicht mehr wirtschaftlich war. Um 1910 wurde von dem Fabrikanten und Gutsbesitzer Otto Thost aus Schmochtitz eine Eisenkonstruktion für die Feuerwehr zu Übungszweckenturm errichtet; beschlagen mit Eisenplaten und mit Luken versehen. An der Spitze befand sich ein Eisengeländer. 1945 war auf diesem Turm eine deutsche Fliegerabwehrbeobachtungsstelle eingerichtet. 1947 aber vom damaligen Besitzer Johann Waurich aus Temritz abgerissen. Überreste sind heute noch sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quellen: Ortschronik S.171-180); Dr. Georg Krahl: &amp;quot;Vom Berg mit den 7 Namen&amp;quot; Oberlausitzer Hausbuch 2014); Kai Wenzel: &amp;quot;Der Schönbergsche Pavillon bei Schmochtitz&amp;quot; Oberlausitzer Hausbuch 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Sorbische Hochzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sorbische Hochzeit Temritz 1888 3.jpg|mini|477x477px|Sorbische katholische Hochzeit von 1888; Brautpaar, Hochzeitsbitter, 4 Brautjungfern, 2 Brautführer, Slónka sowie der Bruder der Braut]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschrieben wird eine Bauernhochzeit zwischen Anna Krahl aus Temritz und Michael Domsch aus Basankwitz am Dienstag, dem 08.05.1888 in Temritz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hatten mindestens 200 Personen daran teilgenommen, davon Gäste aus den angesehensten Bauernfamilien aus Nah und Fern der wendischen Lausitz. Die Braut im Festgewand erschien mit der festlich geschmückten Pferdekutsche und betrat 10 Uhr die Pfarrkirche „Unserer lieben Frauen“ in Bautzen gemeinsam mit der „Slónka“, welche den Ehrendienst bei der Braut zu versehen hat. Ein zweiter Wagen brachte 4 Brautjungfern, Druzki genannt, ebenfalls in Festkleidung. Anwesend waren die beiden Brautführer, wendisch „Swat“, wovon je einer aus der Verwandtschaft der Braut bzw. des Bräutigams stammt, und der Hochzeitsbitter, sorbisch „Brazka“, der Zeremonienmeister und damit eine der wichtigsten Personen. Der Bräutigam sowie alle männlichen Begleiter erschienen im langen Gehrock, schwarzer Hose und Zykinderhut. Während der Trauung saßen Männer und Frauen getrennt. Nach Beendigung der Heiligen Messe, welche als erstes stattfand, hielt der Priester eine Rede, darauf folgte die eigentliche Trauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In und vor der Kirche sammelten sich eine Menge Schaulustiger. Anschließend ging es nach Temritz in das Gehöft der Brauteltern. Musikanten spielten den langsamen und choralartigen Brautmarsch. Hof und Eingang waren mit Girlanden und grünen Bändern geschmückt. Dort warteten bereits der Vater, Geschwister und die Gäste. Der „Brazka“ hielt eine Rede, gedachte der nicht mehr anwesenden Brautmutter und forderte dann das Brautpaar auf, das Haus zu betreten und die umfangreich vorbereitete Feier sowie das Mahl mit Freude zu genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besteck mußte jeder Gast selbst mitbringen. Es gab Suppe, alsdann  Rindfleisch mit Gemüse, dann Schweinefleisch mit Gemüse, dann Schweine-u. Kalbsbraten mit Salat und Kompott, zum Schluß Butter und Brot und Kuchen. Und dazu Branntwein, kein Wein. Nach dem Essen wurde getanzt, gespielt und Bier getrunken. Das ging bis in die frühen Morgenstunden. Die Aufgabe der beiden „Swaten“ und der „Slónka“ war es, die Braut vor jungen Burschen zu schützen, welche versuchten, der Braut den Schuh auszuziehen, um ihn gegen einige Taler einzulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Morgen fuhren die Brautleute zuerst in die Kirche, dann wurde zum letzten Mal im väterlichen Haus Mittag gegessen und danach erfolgte die Abreise. Die  Ausstattung der Brautwar bereits verladen und mit Girlanden umwunden. Und ein schwermütiges Abschiedslied und eine gefühlsvolle Rede des „Brazkas“ sorgten dafür, daß keiner seine Rührung verbergen konnte. (gekürzt aus Dr. Gisela Bruk: „Sie wird mir ein herrliches Andenken bleiben“, Hausbuch ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifixe ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Straße nach Kleinseidau .jpg|mini|Kruzifix in Temritz auf dem Weg nach Kleinseidau von Johann Müller (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz auf dem Weg nach Kleinseidau ====&lt;br /&gt;
Diese Betsäule wurde 1899 errichtet, 1995/96 restauriert und von Pfarrer Werner aus Storcha geweiht. Bei der restaurierung wurden  auch die fehlenden 2 Keramiksterne am Granitsockel ersetzt.Die goldene Inschrift auf der Vorderseite der Granitsäule lautet: &#039;&#039;&amp;quot; Was will das Kreuz, das am Wege steht? Es will jeden, der vorüber geht, Das süße Wort der Hoffnung sagen, Das Kreuz hilft, Dich zum Himmel tragen.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im unteren Teil sind die Initialen J.E.M. und das Jahr 1899 eingraviert. Der Auszügler Johann Ernst Möhn (1820-1899) verstarb am 04.06.1899 in Temritz Haus Nr.5 im Alter von 79J 1M und 11T(Sterbe-Urk. Seidau 70/1899). Er war der Schwiegervater vom Gutsbesitzer und Gemeindevorstand Johann Müller (Haus Nr.6) .  &lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Ort Haus Nr.9 .jpg|mini|Kruzifix in Temritz vor dem Haus von Rötschke Haus Nr.9 (1992)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz vor dem Haus von Rötschke Haus Nr.9 ====&lt;br /&gt;
Die Aufnahme ist von 1992. Im Februar 2025 war an der Stelle des Kreuzes nur eine kleine Lücke. Es wird restauriert und erstrahlt danach im neuen Glanz. Besitzer des Betkreuzes war jedoch die Familie Waurick und vorher die Familie Krahl (Haus Nr.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix Temritz Ortseinfahrt von Bautzen nach Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Ortseinfahrt v. BZ 3.jpg|mini|Kruzifix in Temritz an der Straße von Bautzen nach Schmochtitz (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Vorderseite sind die vergoldeten Initialen J.T.M, darunter M.M. und darunter das Jahr 1875. eingraviert. Einem Bericht zufolge wurde die Granitsäule in den Kriegstagen des April 1945 von Vollkettenfahrzeugen aus dem Boden gerissen und das gußeiserne Kreuz zerbrach. In den  Folgejahren wurde die Bruchstücke verschüttet und von einer Hecke überwuchert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sterbeurkunde von Seidau Nr.107/1874 ist die Totgeburt eines Sohnes von Gutsbesitzer Johann Traugott Mörbe (JTM) und seiner Frau Maria, geb. Schneider (MM), vermerkt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Temritzer Einwohner Klaus, Christian und Thomas Mörbe wurde die Betsäule wieder instandgesetzt und in einem Hohlfundament aus Beton neu aufgestellt. In die Deckplatte ist ein poliertes Grabkreuz (angefertigt von Steinmetz Haase) eingesetzt, an dessen Ostseite ein neuer Korpus befestigt ist. Ein Nachguß des originalen Kreuzes konnte nicht realisiert werden, weil die Bruchstücke zur Formung nicht ausgereicht haben. Im Kopfteil der Ostseite der Säule sind noch Reste einer mit schwarzer Farbe aufgebrachten sorbischsprachigen Beschriftung zu erkennen. Die Schmalseiten zeigen im oberen Bereich je ein plastisch ausgearbeitetes lateinisches Kreuz. &lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Straße n. BZ .jpg|mini|Kruzifix in Temritz an der Straße nach Bautzen von Johann Müller (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz an der Straße nach Bautzen ====&lt;br /&gt;
1899 von Johann Müller aus Temritz errichtet. 1976 war das Kreuz aus Sandstein verschollen. Wahrscheinlich von Randalierern in den nahen Teich geworfen, wo man es später wiederfand. Es wurde 1991 erneut restauriert, mit einem Kreuz aus Metall. 1997 wurde dieses ebenfalls entwendet. Da sich die Säule auf dem Flurstück der Agrofarm Göda befindet, erteilte sie den Auftrag zur Neuanfertigung von Kreuz und vergoldetem Korpus an die Schmiede Kaczmar in Jeßnitz. Am Palmsonntag, dem 05. April 2009 wurde mit einem ökumenischen Gottesdienst die wieder vollständige Betsäule geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite Auf dem Sandsteinsockel befinden sich Inschriften in sorbischer Sprache. Übersetzt steht auf der Vorderseite: &#039;&#039;&amp;quot;Oh ihr alle, die ihr auf diesem Weg vorbei geht, sehet, ob ein Schmerz meinem Schmerz gleicht.&amp;quot; Jeremia 1.12&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und auf der Rückseite: &#039;&#039;&amp;quot;Aufgestellt im Jahre des Herrn 1899 von Johannes Müller und Anna seiner Ehefrau aus Temritz erneuert 1991&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb der vergoldeten Jesusfigur steht sowohl in sorbisch als auch in deutsch: &#039;&#039;&amp;quot;Jesus unser Hirte.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentümer des Betkreuzes waren die Familien: Müller; Lippitsch; Spittank &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bloaschütz ==&lt;br /&gt;
1296 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 83 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 108 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 92 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900 - 97 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 - 86 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 138 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 - Stromanschluß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bolbritz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dorfschule Bolbritz.jpg|mini|463x463px|Dorfschule Bolbritz (Postkarte zum 25-jährigem Jubiläum)]]1283 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1562 Rittergut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 - 98 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 116 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 135 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 123 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entstehung ====&lt;br /&gt;
In der Ortschronik (S.133ff.) wird berichtet, daß die Schule in Bolbritz bereits zwischen 1753 und 1756 auf Initiative der Gräfin Dorothea Luise Charlotte von Gersdorf (1706-1794) von ihrem Verwalter Schenk am Gödaer Weg gebaut wurde. Schulhalter war sein Schwager Hobrack. Auf Grund eines Streits zwischen Gräfin und Verwalter wurde die Schule in ein östlich davon neu gebautes Gebäude verlegt (Echtelsches Haus). 1834 kaufte dieses Haus die Parochie Göda für 475 Taler und richtete es den gesetzlichen Bestimmungen zum Schulhause ein.        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25.06.1886 fand die feierliche Eröffnung der &amp;quot;Neuen Schule&amp;quot; statt. 1912 wurde ein Antrag zwecks Lichtentnahme an das Elektrische Werk in Bautzen gestellt. 1923 erfolgte eine Erweiterung durch Schulanbau. 1956 wurde für das Lehrpersonal ein Wohnhaus neben der Schule errichtet. Am 01.09.1959 fand der Zusammenschluß der Schulen Bolbritz und Storcha zu einem Schulkombinat statt.       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lehrer ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Alte Schule =====&lt;br /&gt;
Von 1793 bis zu seinem Tod1842 war Gottfried Kmoch Schulhalter und ab 1835 ständiger Lehrer. Von 1843 bis 1871 war August Wilhelm Tietze Lehrer in Bolbritz, da 1872 nach Amerika auswanderte. Johann August Kubitz (*27.06.1845) ab 1868 Vicar, später Hilfslehrer und ab 1872 Lehrer in Bolbritz.                 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neue Schule bis 1945 =====&lt;br /&gt;
Von 1886 bis 20.11.1892 wurde erster Lehrer und Schulleiter Pastor Christoph August Domaschk. Ab 1891 Hilfslehrer und ab 1894 als Lehrer und späterer Schulleiter war über 40 Jahre lang Johann August Beyer (*02.11.1868) tätig. 1897 erfolgt die Einstellung einer Lehrerhilfskraft und 1899 einer Handarbeitslehrerin.  Der Unterricht wurde in deutsch und sorbisch geführt. Ab Ostern 1914 wurde die Schule 4-klassig und das Mädchenturnen eingeführt. Ab 01.05.1914 wird der Hilfslehrer Kurt Stephan aus Dresden eingestellt, welcher am 01.04.1915 zum Heeresdienst einberufen wurde. Ab 15.04.1919 übernahm Schulamtskandidat Willy Soltmann aus Bischofswerda die Hilfslehrerstelle. Am 01.02.1928 erscheint in den Akten der Lehrer A. v. Kielpinski. Am 17.02.1932 erfolgte die Pensionierung des Oberlehrers Beyer. Neuer Schulleiter wurde Michalk. Gemeinsam mit dem Lehrer Kielpinski unterrichten sie bis Kriegsende 1945.                &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neue Schule ab 1945 =====&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wechselte das Personal häufiger. Von Juli bis Oktober 1945 war Herr Alexander Langer aus Gnaschwitz Aushilfslehrer, danach, bis Februar 1946 Heinz Hildebrandt. Im Mai 1946 ersetzte Neulehrer Richard Seiler den Lehrer Max Frenzel. Im Juni 1947 wurde Frau Frieda Michalk Schulleiterin. Ab 01. September 1950 wurde der Lehrer Herbert Ladusch neuer Schulleiter und seine Frau Zita Ladusch als Lehrerin angestellt, welche dann ab Januar 1953 Schulleiterin wurde.  Daneben arbeiteten als Lehrer noch folgende Personen: 1948-Georg Ritscher; Frl. Michalk, Paul Scholze, Ernst Weikert und Helmut Kowar; 1951 Frl. Anna Fitzky und Frl. Christa Kockert sowie Frl. Anna Ziesch und Rosemarie Schütze und als Sportlehrer Herbert Eckert; 1952 Caritas Kockert bzw. Otto Dietmar als Russischlehrer; 1953 Herr Ernst Siegel, Frau Irmgard Kaden und Herr Peter Münnich als &amp;quot;Wanderlehrer&amp;quot;; 1954 Annemarie Hantschke sowie Frl. Annelies Palme. Ab 01.05.1953 wurde Herr Lehrer Herbert Eckert Schulleiter. Von 1955 bis 1956 waren die Lehrer Kurt Menzel und Georg Gärtnerr Lehrer. 1955 wurden die Lehrerinnen Frl. Gertrud Knopf und Lieselotte Knöchel als Lehrerinnen angestellt. Am 01.09.1956 wurde der Lehrer Ernst Weickert nach 10 Jahren Schuldienst nach Bautzen versetzt. Am 01.09.1957 kam Georg Nuck an die Schule.                  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1959 gegründeten Schulkombinat Boolbritz/Storcha arbeiteten neben dem Schulleiter Paul Kindermann (Stellvertretender Schulleiter) die Kollegen Josef Sauer, Georg Nuck, Günter Rohark sowie die Kolleginnen Marianne Müller, Rita Nuck, Lieselotte Knöchel, Anna Sauer und als Handarbeitslehrerin Dorothea Kappler. Hortkraft in Bolbritz war Frau Marie Kappler.                 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schüler ====&lt;br /&gt;
1899 besuchten 129 Kinder (alle evangelisch), davon 101 wendischer Nation, die 3-klassige Schule. 1904 besuchten 131 Schüler, davon 65 Knaben, 56 Mädchen die Schule. 1912 zählt die Schule 107 Kinder, davon 1.Klasse 43, 2.Klasse 35 und 3.Klasse 29 Kinder. Der Schülerstand von 1946 betrug 150 Kinder.        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Schulbetrieb fand bis 1980 statt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
Dieses schlichte, wahrscheinlich im 1. Drittel des 19. JH. erbaute Herrenhaus, wurde 1945 aufgesiedelt. Das Rittergut ist aus einer Wasserburg hervorgegangen. Berdeutende Reste sind erhalten geblieben. Ein als Schuppen genutztes Nebengebäude im Norden des Gehöftes ist als steinernes Burggebäude aus der Zeit der deutschen Landnahme erkannt worden. Der 9 m lange Bau hat ein gewölbtes Erdgeschoß. Im Obergeschoß sind in das dicke Mauerwerk Rundbogenfenster eingelassen. Das Bauwerk steht auf einem aufgeschütteten Hügel und war früher von einem Wassergraben umgeben. Die Burg dürfte aus dem 13. JH. stammen. 1283 wird ein Gerhard von Bolbritz erwähnt, wömit die schriftliche Überlieferung einsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Taubenhaus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bolbritz Taubenhaus 3.jpg|mini|412x412px|aus: Bautzener Kulturvorschau 11/1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Artikel &amp;quot;Taubenhäuser sind ländliche Kulturdenkmale&amp;quot; in der Bautzener Kulturvorschau 11/1955 widmet sich Theodor Schütze diesen interessanten Bauten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Obwohl Tauben nach wie vor gezüchtet werden, hat die Zahl der Taubenhäuser abgenommen. Das freistehende Taubenhaus war vielleicht im Wege, als man anfing, den Hof mit motorisierten Fahrzeugen zu befahren. Dieses Häuschen mußte an die 3m hoch über der Erde stehen, und indem man allerlei Verzierungen anbrachte, erreichte man, daß es nicht nur das luftigste, sondern auch das lustigste aller Bauwerke wurde. So steht ein Taubenhaus, oder genauer ein &amp;quot;Taubenständer&amp;quot; in Bolbritz, welches auf einer schlanken steinernen Säiule ruht. Das Dach ist wie ein wahrer Spitzhut gestaltet. dessen aufgesetzte Spitze eine drachenmaulförmige Windfahne von 1752 zierte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Döberkitz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Schloß ===&lt;br /&gt;
Der Herrensitz ist aus einem Vorwerk entstanden, welches zum Rittergut Dahren gehörte. Durch Erbtrennung kam es 1774 zur Abtrennung und gelangte als eigenständiges Rittergut an J.G. Rüde aus Lauban. 1892 erhielt es sein heutiges Aussehen. Das Mauerwerk der unteren Geschosse stammt noch aus dem 18. JH. Das barocke Portal blieb erhalten. Ergänzt hat man das 2. Obergeschoß und das mit einem Ziergitter bekrönte Walmdach. Der Wappenstein an der südlichen Fassade erinnert an die ehemaligen Besitzer, die Grafen zu Lippe-Biesterfeld-Weißenfels. Nach der Enteignung 1945 diente das Schloß als Mehrfamilienhaus, ab den 1980 -iger Jahren als Wohnheim für geistig Behinderte und ab 2015 als Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge (L-A. Dannenberg/M. Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fund aus der Steinzeit ===&lt;br /&gt;
Die Genossenschaftsbäuerin Elfriede Kliche aus Döberkitz war beim Aussortieren von Steinen auf der Kombine, da rollte ihr eine jungsteinzeitliche Axt mit Facettenschliff entgegen. Sie war 11 cm lang und 4 cm breit und trotz 4000 jähriger Lagerung tadellos erhalten. Die Fundstelle lag an der Kamenzer Straße Abzweig Jannowitz-Löschau/Bolbritz. (Bautzener Kulturschau 5/1974. F. Lehmann: &amp;quot;Ausgrabungen und Funde Teil 1&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kleinwelka ==&lt;br /&gt;
Bis 1932 bestand Kleinwelka aus zwei nebeneinander gelegenen Teilen, dem kleinen Dorf Kleinwelka, das offenbar auf sorbische Gründung zurückgeht, und der Kolonie Kleinwelka, die 1751 als Brüdergemeinde der Herrnhuter gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kolonie Kleinwelka ===&lt;br /&gt;
Eine Gruppe sorbischer Pietisten (Gottesfürchtige) wechselte von Teichnitz nach Kleinwelka, da einer von ihnen 1747 das Lehngut kaufte. Oberamtsmann Graf von Gersdorf, der in Teichnitz im Schloß wohnte, gab ihnen Grund und Boden in Kleinwelka. Gründungstag ist der 24. Juli1751. Das erste Haus von der Brüdergemeinde in dieser Kolonie, 1752 erbaut, steht am Kirchplatz (Nr.4). Die Kirche (Betsaal) wurde 1758 gebaut und 1856 erweitert. Den Platz dafür spendete Rittergutsbesitzerin Gräfin von Reuß im Jahre 1757. Das Gotteshaus entbehrt jeglichen Schmuckes. Nicht einmal ein Turmist vorhanden. Die Glocken hängen in einem Dachreiter. Statt von einer Kanzel predigt der Pfarrer hinter einem Rednerpult. Da Männer und Frauen getrennt wohnten, gab es ein Schwestern- und ein Bruderhaus. Eine Knaben-und Mädchenerziehungsanstalt beherbergte die Kinder von Missionaren. Sie wurden in strenger Frömmigkeit erzogen und viele von ihnen sahen ihre Eltern jahrelang nicht. Manche wurden Waisen, wenn ihre Eltern in den Missionen starben. (Kirchenblatt der kath. Gemeinde 10/1984)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedhof (Gottesacker) liegt südlich der Kirche. es ist ein offener Garten, umgeben von Hecken. Die Gräber, eines gleicht dem anderen,  sind mit rechteckigen Sandsteinplatten bedeckt und verraten mit den Geburtsorten der hier Bestatteten die weltweiten Beziehungen der Herrnhuter Brüdergemeinde. Die neue Siedlung vergrößerte sich vor allem durch Zuzug von Handwerkern und Gewerbetreibenden. 1764 entstand ein Brüderhaus, 1770 ein Schwesternhaus, 1778 ein Diasporahaus, also für Menschen, die ihre Heimat unfreiwillig verlassen mußten, um 1800 ein Witwenhaus, um 1820 ein Pilgerhaus, wo Missionarsfamilien aus der ganzen Welt ihre ein-bis zweijährige &amp;quot;Ruhepause&amp;quot; verbrachten (Bautzener Kulturschau 12/1973), um danach wieder auf Mission zu gehen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird auch von einer Familie Merklin berichtet, die nach 10-jähriger Missionärstätigkeit in Labrador 1921 wieder nach Deutschland kam, in ihrer Heimat im Württemberger Ländle keine Aufenthaltsgenehmigung erhielt und in eben jenem Pilgerhaus ein Zuhause fand.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glockengießerei ===&lt;br /&gt;
Der 1778 in Kleinwelka geborene Bruder Friedrich Gruhl gründete 1812 eine Glockengießerei. Das zweigeschossige &amp;quot;Glockengießerhaus&amp;quot; trägt auf dem Schlußstein der Haustür die jahreszahl 1818. Die allererste Glocke hängt noch im Dachreiter der Kleinwelkaer Kirche. Gruhl schuf auch das herrliche vierteilige Geläut des Bautzener Domes. 1852 starb Friedrich Gruhl. Sein Sohn Ernst führte den Betrieb bis 1864, danach Theodor Werner. 1896 ging die Gießerei in Konkurs. Heute erinnern nur noch das Wohnhaus und die Glockengasse an die Blütezeit des Betriebes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Rudolph hat in einer Abhandlung &amp;quot;Die Kleinwelkaer Glockengießer&amp;quot; (Letopis C5. 1961/62) die Geschichte des Betriebes dargelegt und ein Verzeichnis  der 692 nachweisbaren Glocken beigefügt.  (Bautzener Kulturschau 12/1973; Theodor Schütze: &amp;quot;Denkmäler in unserem Kreis&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Ehemalige_Gemeinde_Salzenforst_und_ihre_Ortsteile&amp;diff=900</id>
		<title>Ehemalige Gemeinde Salzenforst und ihre Ortsteile</title>
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		<updated>2025-11-25T09:32:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Fund aus der Steinzeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Schmochtitz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Die Gutssiedlung befindet sich in den Niederungen des Milkwitzer Wassers zwischen der Wiwalze im Südwesten und dem Roten Berg im Nordosten. Die Gründung dieses Siedlungskomplexes wird um 1200 (Brakteatenfund mit Münzen um 1160-1240) angenommen. Die erste urkundliche Erwähnung fanden Eichler/Walther von 1391.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingepfarrt ist Schmochtitz nach Göda, der katholische Teil wird von Storcha betreut.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einwohner ====&lt;br /&gt;
1777 - Die Siedlung der Gutshintersassen umfaßte 8 Gärtner und 9 Häusler und befand sich nördlich der Zufahrt Richtung Bautzen. Nach Bränden vor 1800 wurde sie weiter südlich angelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1880 - 140 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 - 126 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 - 109 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1987 - 115 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 - 75 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gewerbe ====&lt;br /&gt;
vor 1910: 1 Schmied, 1 Bäcker, 1 Schuhmacher, 1 Schenkwirt (Gasthof &amp;quot;Zu den 3 Rosen&amp;quot;); 1905 Anbau eines Ballsaales durch Inhaber Blankenstein. (Ortschronist Hilbrig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 wurden Nieder-und Oberuhna mit Löschau nach Schmochtitz eingemeindet. Schmochtitz wiederum wurde im Jahre 1946 nach Salzenforst eingemeindet und war vorher selbstständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Besitzer ====&lt;br /&gt;
Der Grundherrennachweis vor 1880 umfaßt die Geschlechter: von Metzradt (bis 1621), v. Haugwitz (bis 1663), v. Penzig (bis 1729), zwischendurch v. Warnsdorf (1721-1725), v. Kleist (bis 1753), v. Manteuffel (bis 1763).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Peter August Schönberg (1732-1791) als nächsten Besitzer gehen das alte Schloß (nach Entwürfen D. Pöppelmanns) und die Erstgestaltung des Parkes zurück. Von 1763 bis 1821 besaßen Peter August v. Schönberg und nach seinen Tod 1791 seine Tochter Charlotte v. Kielmannsegge das Rittergut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besitzer ab 1821 war Sigismund Graf v. Riesch (bis 1856), Dr. Otto Weber (bis 1883), Dr. Hans Otto (bis 1888), Georg v. Beschwitz (bis 1892), Otto Thost und Sohn (bis 1921). (Quelle: Dr. Georg Krahl: &amp;quot;Schmochtitz Teil 6&amp;quot; aus Gödaer Heimatblatt 2002) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Peter August von Schönberg ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auguste Charlotte von Kielmannsegge ====&lt;br /&gt;
Dem kurfürstlichen Hausmarschall und Freimaurer P.A. v. Schönberg schenkte seine Frau, eine geb. Gräfin von Hoym, am 08. Mai 1777 eine Tochter, Auguste Charlotte. Mit 12 Jahren starb ihre Mutter. A. Charlotte heiratete 1796 den Grafen Lynar aus Lübbenau. Ein Sohn, Hermann Rochus, wurde geboren. 1797 verließ Charlotte ihren Mann und reiste mit dem Dresdner Maler Grassi nach Italien. Dort hörte sie von Napoleon und die Leidenschaft für den Maler erlosch. Sie reiste nach Paris, wo sie Napoleon näher kennenlernte. Ihr Mann verstarb mit 27 Jahren. Sie erbte und erhielt 1800 die Besitzungen ihres Vaters, der 1791 starb.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1802 heiratete sie in Hannover den Grafen v. Kielmannsegge. Natalie und Alfred wurden geboren. Der Graf spürte alsbald die Schwärmerei seiner Frau für Napoleon, den er ablehnte. Er bezichtigte sie, eine Agentin der Geheimpolizei Napoleons zu sein. Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (s. u. Napoleon in Schmochtitz) (Quelle: E. Klausnitzer in Bautzener Kulturschau 3/1980)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sonnentempel ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Sonnentempel 3.jpg|mini|407x407px|Der &amp;quot;Sonnentempel&amp;quot; von Schmochtitz (Th. Schütze: Abschied v. Sonnentempel BZ KS 6/1955)]]Nördlich von Schmochtitz, nahe Großbrösern, befand sich ein reizvolles, kleines Bauwerk. Auf einem 3-stufigen kreisrunden steinernen Unterbau erhoben sich acht 3m hohe toskanische Granitsäulen, die ein einfaches Holzgebälk trugen. Über den Kapitälen waren sie durch einen verzierten Architrav (Holzring) verbunden; darüber wölbte sich ein hübsches Zeltdach. Innerhalb an den Säulen befanden sich steinerne Sitze und in der Mitte stand ein wuchtiger steinerner Tisch. An der Innenseite des Holzringes waren folgende Worte zu lesen: &#039;&#039;&amp;quot;Fürchte Gott. Ehret den König. Beherrsche Dich. Halte Maß. Schweige und Handle. Erkenne Dich selbst. Thue Recht. Scheue Niemand.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vermögende und kunstsinnige kurfürstliche Hausmarschall Peter August von Schönberg, der das Schmochtitzer Gut von 1763-1791 besaß, ließ diesen Tempel errichten. Vom Park aus führte damals eine Allee zum Sonnentempel. Der Tempel bezeugt die Gesinnung P. A. v. Schönbergs als Freimaurer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf der Zeit geriet der Tempel in Verfall. Im Jahre 1954 war die Rettung dieses kleinen Kunstwerkes geplant. Die Finanzierung der Restaurierung war durch das bischhöfliche Ordinariat und die Denkmalpflege des Kreises gesichert. Den Auftrag dazu erhielt der Architekt Hentschke. Doch es kam anders. Ein Orkan hatte in den Morgenstunden des 17. Januar 1955 den bereits beschädigten Sonnentempel vollständig zum Einsturz gebracht. Ein Bild der Verwüstung; teilweise zerborstene Säulen lagen wild durcheinander, selbst Podeste und Steinsitze waren umgeworfen. Ein Wiederaufbau hätte einen unverhältnismäßigen Betrag erfordert und wegen der ohnehin knappen Mittel wurde von den zuständigen Stellen dagegen entschieden (Th. Schütze: &amp;quot;Abschied vom Sonnentempel&amp;quot;, Bautzener Kulturvorschau 06/1955).    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Taufkapelle ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Schmochtitz Taufkapelle 2 BZ KS 1977-4 2.jpg|mini|321x321px|Taufkapelle in Schmochtitz vor 1975 (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 4/1977)]]&lt;br /&gt;
1775 ließ Peter August v. Schönberg eine turmartige Taufkapelle mit glockenförmiger Haube errichten. Durch private Initiative konnte sie 1975 vor dem völligen Verfall gerettet werden (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 4/1977).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rittergut in kirchlicher Trägerschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Priesterseminar ====&lt;br /&gt;
Mit der Wiedererrichtung des Bistums Meißen im Jahre 1921 wurde die Einrichtung eines Seminars zur Priesterausbildung notwendig, da das Wendische Seminar, welches von den Temritzer Siman gegründet wurde, nach dem I.WK schloß. Im Jahre 1925 kam es aus diesem Zweck zum Kauf, dessen herrnhaus umgebaut und am 10.Mai 1927 als Priesterseminar des Bistums Meißen eröffnet wurde. 95 Studenten durchliefen nach ihrem Theologiestudium und vor ihrem Einsatz als Priester das Seminar.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kirchengut ====&lt;br /&gt;
Das Herrenhaus und damit das Seminar wurde in den letzen Apriltagen durch Brand völlig vernichtet. Das Rittergut mit seinen 130 ha blieb aber trotz Bodenreform im Besitz des Bistums. 1986 wurde mit dem Neuaufbau begonnen. Ziel war ein Erholungsheim für Familien mit Behinderten. Am 01.09.1992 erfolgte jedoch die Eröffnung des &amp;quot;Bischof-Benno-Hauses&amp;quot; als offenes und öffentliches Bildungshaus in Trägerschaft des jetzigen Bistums Dresden-Meißen. nach und nach wurden weitere Gebäude (Torhaus, Familienhaus, Scheune) saniert. Den Gästen stehen Seminarräume, ein Festsaal, ein großer gemeinschaftsraum in der Scheune, eine Kirche, eine Hauskapelle, eine Bibliothek sowie eine Kegelbahn zur Verfügung. (Quelle: Dr. P. Straube: &amp;quot;das Rittergut Schmochtitz in kirchlicher Trägerschaft seit 1925&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bildungsgut Sankt Benno ====&lt;br /&gt;
Am 07.09.2020 erhält das Bischof-Benno-Haus den neuen Namen &amp;quot;Bildungsgut Sankt Benno&amp;quot; und damit ein neues Programm. Neu sind Seminare zur &amp;quot;Lebensgestaltung&amp;quot; und zur &amp;quot;Bildung&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifix ===&lt;br /&gt;
Das einzige Kruzifix in Schmochtitz befindet sich an der Kreuzung schräg gegenüber dem Eingang zum Bischof Benno Haus. Ein eisernes Kreuz mit dem Korpus Christi auf einem Granitsockel ohne Inschrift. Der Eigentümer ist unbekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milleniumsdenkmal ===&lt;br /&gt;
Das im November 2000 geweihte Denkmal Cyrill und Methodius steht nahe des Roten Berges an der Straße Richtung Loga und wurde nach einer Schändung im Februar des Jahres 2023 am 26. November durch Pfarrer G. Nawka aus Wittichenau vor 60 Gläubigen neu geweiht. Unbekannte stahlen damals den großen Bischofsstab und schlugen die Hand der Statue des Hl. Methodius ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niederuhna ==&lt;br /&gt;
1500 - erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 93 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1842 - Großbrand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 105 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 113 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 - nach Schmochtitz eingemeindet, vorher selbstständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 84 Einwohner, zusammen mit Oberuhna (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oberuhna  ==&lt;br /&gt;
Oberuhna und Löschau sind seit 1777 eine Gemeinde, 1936 nach Schmochtitz eingemeindet, 1969 nach Salzenforst eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ort ===&lt;br /&gt;
1359 - erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1407 - Rittersitz                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1580 - Rittergut                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 87 Einwohner                                                                                             &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 99 Einwohner                                                                                                                       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 104 Einwohner                                                                                                                    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 - 163 Einwohner                                                                                                                      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 - Stromanschluß - (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Löschau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ort ===&lt;br /&gt;
1363 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1580 - zum Rittergut Milkwitz gehörig &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1777 - zum Rittergut Oberuhna gehörig  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner Löschau        ===&lt;br /&gt;
1834 - 41 Einwohner   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 50 Einwohner    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 36 Einwohner    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 32 Einwohner (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)                                                                             &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strom ===&lt;br /&gt;
1910 - Stromanschluß - Der einzige Abnehmer 1910 war die Wirtschaft von Gerhard Schmole (*1881). Er kannte die Vorteile des elektrischen Stromes und damit verbunden die Minimierung eines Brandes. (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Brand von Oberuhna im Jahr 1842 ===&lt;br /&gt;
Am 20. August 1842, kurz nach 12 Uhr mittags, traf bei einem schweren Gewitter ein Blitz das alte unbewohnte Herrenhaus auf dem Rittergutshofe zu Oberuhna und entzündete das sofort. Bei der vorherrschenden trockenen Jahreszeit, heftigem Winde und dem großenteils eingebrachten Getreide verbreitete sich das Feuer mit ungemeiner Schnelligkeit auf die anderen Rittergutsgebäude und haben die Dörfer Ober-u. Niederuhna fast durchgängig in Asche gelegt. Sämtliche Abgebrannte haben ihre Haus-u. Wirtschaftsgeräte sowie die eingelagerten Getreidevorräte verloren. Darüber hinaus verbrannte folgendes Vieh:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rittergut - 6 Kühe, 2 Schweine&lt;br /&gt;
* Großbauer Jacob Schmole - 4 Schweine, 4 Kälber, 32 Lämmer und 2 Stähre&lt;br /&gt;
* 2 verschiedenen Gärtnern jedem ein Schwein, einem Dritten ein Kalb&lt;br /&gt;
(Budissiner Nachrichten August/1842)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unnatürliche Tode ===&lt;br /&gt;
Am 16. Juli 1844 ist der auf dem Rittergutshofe zu Oberuhna dienende 23-jährige Kleinkutscher Andreas Donath in der nach dem Rittergutshofe führenden Allee unvorsichtigerweise von einem beladenen Leiterwagen gesprungen, unter denselben gefallen und totgefahren worden (Budissiner Nachrichten Nr.60/1844).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Münzfund ===&lt;br /&gt;
1973 entdeckte der Kranfahrer Harry Günther auf seinem Grundstück Nr.16 in Oberuhna beim Entwässern einer alten Kellermauer ein dunkelbraunes Töpfchen in der Größe einer Kaffeetasse mit Henkelansatz. Es enthielt 56 groschen aus Billon, das ist eine Kupfer-Siolberlegierung. Die Münzen waren alle mit Grünspan überzogen, weil der Kupferanteil überwog. Sie zeigten auf der Vorderseite die Inschrift &amp;quot;24 einen Taler&amp;quot; und auf der Rückseite das Kursächsische oder Hannoversche Wappen. Die Jahreszahlen laufen von 1694 bis 1802. Leinenrste von der Umhüllung der Münzen enthielt das Töpfchen ebenfalls. (Bautzener Kulturschau 5/1974. F. Lehmann: &amp;quot;Ausgrabungen und Funde Teil 1&amp;quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 wurden bei Frenzel in Löschau 130 Silbermünzen gefunden (S. Casper: Göda u. Umgebung 2016). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wolfgang Wenk - Ortsdenkmalpfleger ====&lt;br /&gt;
Am 04. Mai 1988 verstarb Wolfgang Wenk aus Oberuhna, der Ortsdenkmalpfleger der Gemeinde Salzenforst, erst 47 Jahre alt. Er spürte eine ganze Reihe historischer Wegweiser auf, so den bereits verschollenen Gedenkstein für die in den Befreiungskriegen gefallenen französischen Soldaten in Schmochtitz, den &amp;quot;Kleinen Bierstein&amp;quot; unweit des Milleniumdenkmals sowie den &amp;quot;Kreuzstein&amp;quot; an der Straße nach Loga. Auch sorgte er für die sachgerechte Erhaltung und Lagerung der wertvollen alten Grabplatten aus dem Vorraum der Gödaer Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Temritz ==&lt;br /&gt;
Temritz liegt etwa 4 km nordwestlich von Bautzens Stadtzentrum entfernt auf 215 &amp;lt;abbr&amp;gt;m&amp;lt;/abbr&amp;gt; ü. NN am &#039;&#039;Temritzer Wasser&#039;&#039;, welches hier zu einem Teich angestaut ist. Es ist ein Straßendorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort wurde schon 1225 erstmals als Allodium &#039;&#039;Tymericz&#039;&#039; erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Ort ===&lt;br /&gt;
eingemeindet am 01.07.1950; ab 1936 zu Kleinwelka gehörend, vorher selbstständig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1880: 84 Einwohner, davon 83 Sorben und 1 Deutscher (nach A. Muka)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
Mercin und Jurij Siman gründeten 1724 das wendische Seminar in Prag als Ausbildungsstätte für den katholischen Priesternachwuchs. Auch der sorbische Volksmusikant Nikolaus Kral (1791-?) wurde in Temritz geboren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiwalze ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Name ====&lt;br /&gt;
Die Wiwalze (auch St. Michaelisberg genannt) ist 247m hoch, gehörte seit jeher zu dem Dorf Temritz und diente den Bauern früher als gemeinsamer Hutungsplatz für ihre Schafherden (Schafsberg). Auf Grund der Nähe zu Schmochtitz wurde die Anhöhe auch &amp;quot;Schmochtitzer Berg&amp;quot; genannt. So heißt es in einer Beschreibung der Schlacht bei Bautzen, daß Napoleon auf dem &amp;quot;Schmochtitzer Berge&amp;quot; Beobachtungen über die Stellungen des Feindes angestellt hatte. Bereits 1817 wird die Wiwalze &amp;quot;Lerchenberg&amp;quot; genannt und 1818 wird von einem &amp;quot;Spitzberg&amp;quot; geschrieben. Der Ursprung des Namens ist nicht eindeutig belegt. Die Bezeichnung &amp;quot;Viehwalze&amp;quot; ist eine Verkümmerung des sorbischen Wortes Wiewalze. Im Wendischen bedeuten die Silben &amp;quot;wi&amp;quot; und &amp;quot;walc&amp;quot; soviel wie &amp;quot;winden&amp;quot;, &amp;quot;wälzen&amp;quot;. Auf einer Karte wurde die Anhöhe als &amp;quot;Wihals-Berg&amp;quot; eingezeichnet. Die Ableitung des deutschen Namens &amp;quot;Michael&amp;quot; zum sorbischen &amp;quot;Mihal&amp;quot; und bei nachlässiger Aussprache könnte aus &amp;quot;Michaelisberg&amp;quot; der &amp;quot;Wihalsberg&amp;quot; werden. Obwohl er zu Temritz gehört, hieß er niemals &amp;quot;Temritzer Berg&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eigentümer ====&lt;br /&gt;
In der Chronik S.171ff. wird die Zugehörigkeit der Wiwalze 1668 urkundlich erwähnt. In jenem Jahr verkauft  vom Amtssekretär Hoffmann an Peter Roatschen aus Burk und Hanns Cucule aus Temritz. Diese verkauften das Grundstück am 13.April 1744 weiter an die Bauern Johann Marx in Temritz und Katzer. Der Marx&#039;sche Besitz ist dann in den Besitz der Familie Mörbe gekommen. Die andere Hälfte des Gutes ist auf die Familie Krahl übergegangen. Der letzte Besitzer, August JakobKrahl (1859-1935), starb kinderlos und es erbte seine Nichte Katharina, welche Johann Waurick geheiratet hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schönbergscher Pavillon ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiwalze Pavillon 1.jpg|mini|479x479px|Zeichnung von Johann Gottfried Schultz 1776 &amp;quot;Der Schönbergsche Pavillon&amp;quot; (aus Oberlausitzer Hausbuch 2014) Kulturhistorisches Museum Görlitz]]&lt;br /&gt;
Da man von der Wiwalze einen herrlichen Rundblick auf Bautzen und Umgebung hatte, pachtete 1769 den obersten Teil der damals unbewaldeten Anhöhe  der Hausmarschall Peter August von Schönberg auf 20 Jahre zur Errichtung eines Lusthauses. Es handelte sich um ein einstöckiges hölzernes Gebäude auf quadratischem Grundriß, an mindestens 2 Seiten besaß es rundbogige, zweiflüglige Türen. Ein breites, gekehltes Gesims leitete über zu einem hohen, als Pyramide gestalteten Dach. Dessen Spitze krönte ein eiförmiger Knopf und eine Wetterfahne. Das Häuschen war von einem Geländer umgeben. Die Erdmassen des beim Bau ausgehobenen Grabens rings um das Pachtgrundstück wurden in der Mitte angehäuft und darauf das Lusthaus gebaut. Um die Speisen und Getränke jederzeit zur Verfügung zu haben, existierte unter den &amp;quot;Pavillon&amp;quot; ein Keller mit Zugang auf der Westseite. An der Hügelauffahrt standen 2 Figuren, die Tafeln mit den Aufschriften &amp;quot;Willkommen&amp;quot; und &amp;quot;Adieu&amp;quot; trugen. Als Kürfürst Friedrich August III. von Sachsen am 18. Mai 1769 den Hausmarschall von Schönberg besuchte, wurde für das fürstliche Paar ein &amp;quot;wendischer Bauerntanz&amp;quot; aufgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1789 verlängerte Schönberg den Vertrag auf weitere 20 Jahre. Eigentümer waren damals George Krahl und Johann Christian Moerbe aus Temritz. Das verpachtete Grundstück war 32 Ellen lang und 30 Ellen breit und der Zins betrug 8 Thaler jährlich. 1809 lief der Pachtvertrag aus. Peter August v. Schönberg starb 1791. Seine Tochter und Erbin Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge verlängerte den Vertrag nicht und der Pavillon verfiel.  Schließlich wurde dieser abgerissen, nachdem er mutwillig von Nachbarn beschädigt wurde.  &lt;br /&gt;
[[Datei:Wiwalze Pavillon 2.jpg|mini|479x479px|Zeichnung von Christoph Nathe 1787 &amp;quot;Ausblick vom Rabenstein über den westlichen Stadtrand von Bautzen&amp;quot; (aus Oberlausitzer Hausbuch 2014)]]&lt;br /&gt;
==== weitere Geschichte ====&lt;br /&gt;
1833 wurde die Wiwalze mit Laub-u. Nadelbäumen bepflanzt, da die Schafzucht nicht mehr wirtschaftlich war. Um 1910 wurde von dem Fabrikanten und Gutsbesitzer Otto Thost aus Schmochtitz eine Eisenkonstruktion für die Feuerwehr zu Übungszweckenturm errichtet; beschlagen mit Eisenplaten und mit Luken versehen. An der Spitze befand sich ein Eisengeländer. 1945 war auf diesem Turm eine deutsche Fliegerabwehrbeobachtungsstelle eingerichtet. 1947 aber vom damaligen Besitzer Johann Waurich aus Temritz abgerissen. Überreste sind heute noch sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quellen: Ortschronik S.171-180); Dr. Georg Krahl: &amp;quot;Vom Berg mit den 7 Namen&amp;quot; Oberlausitzer Hausbuch 2014); Kai Wenzel: &amp;quot;Der Schönbergsche Pavillon bei Schmochtitz&amp;quot; Oberlausitzer Hausbuch 2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Sorbische Hochzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sorbische Hochzeit Temritz 1888 3.jpg|mini|477x477px|Sorbische katholische Hochzeit von 1888; Brautpaar, Hochzeitsbitter, 4 Brautjungfern, 2 Brautführer, Slónka sowie der Bruder der Braut]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschrieben wird eine Bauernhochzeit zwischen Anna Krahl aus Temritz und Michael Domsch aus Basankwitz am Dienstag, dem 08.05.1888 in Temritz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hatten mindestens 200 Personen daran teilgenommen, davon Gäste aus den angesehensten Bauernfamilien aus Nah und Fern der wendischen Lausitz. Die Braut im Festgewand erschien mit der festlich geschmückten Pferdekutsche und betrat 10 Uhr die Pfarrkirche „Unserer lieben Frauen“ in Bautzen gemeinsam mit der „Slónka“, welche den Ehrendienst bei der Braut zu versehen hat. Ein zweiter Wagen brachte 4 Brautjungfern, Druzki genannt, ebenfalls in Festkleidung. Anwesend waren die beiden Brautführer, wendisch „Swat“, wovon je einer aus der Verwandtschaft der Braut bzw. des Bräutigams stammt, und der Hochzeitsbitter, sorbisch „Brazka“, der Zeremonienmeister und damit eine der wichtigsten Personen. Der Bräutigam sowie alle männlichen Begleiter erschienen im langen Gehrock, schwarzer Hose und Zykinderhut. Während der Trauung saßen Männer und Frauen getrennt. Nach Beendigung der Heiligen Messe, welche als erstes stattfand, hielt der Priester eine Rede, darauf folgte die eigentliche Trauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In und vor der Kirche sammelten sich eine Menge Schaulustiger. Anschließend ging es nach Temritz in das Gehöft der Brauteltern. Musikanten spielten den langsamen und choralartigen Brautmarsch. Hof und Eingang waren mit Girlanden und grünen Bändern geschmückt. Dort warteten bereits der Vater, Geschwister und die Gäste. Der „Brazka“ hielt eine Rede, gedachte der nicht mehr anwesenden Brautmutter und forderte dann das Brautpaar auf, das Haus zu betreten und die umfangreich vorbereitete Feier sowie das Mahl mit Freude zu genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besteck mußte jeder Gast selbst mitbringen. Es gab Suppe, alsdann  Rindfleisch mit Gemüse, dann Schweinefleisch mit Gemüse, dann Schweine-u. Kalbsbraten mit Salat und Kompott, zum Schluß Butter und Brot und Kuchen. Und dazu Branntwein, kein Wein. Nach dem Essen wurde getanzt, gespielt und Bier getrunken. Das ging bis in die frühen Morgenstunden. Die Aufgabe der beiden „Swaten“ und der „Slónka“ war es, die Braut vor jungen Burschen zu schützen, welche versuchten, der Braut den Schuh auszuziehen, um ihn gegen einige Taler einzulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Morgen fuhren die Brautleute zuerst in die Kirche, dann wurde zum letzten Mal im väterlichen Haus Mittag gegessen und danach erfolgte die Abreise. Die  Ausstattung der Brautwar bereits verladen und mit Girlanden umwunden. Und ein schwermütiges Abschiedslied und eine gefühlsvolle Rede des „Brazkas“ sorgten dafür, daß keiner seine Rührung verbergen konnte. (gekürzt aus Dr. Gisela Bruk: „Sie wird mir ein herrliches Andenken bleiben“, Hausbuch ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kruzifixe ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Straße nach Kleinseidau .jpg|mini|Kruzifix in Temritz auf dem Weg nach Kleinseidau von Johann Müller (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz auf dem Weg nach Kleinseidau ====&lt;br /&gt;
Diese Betsäule wurde 1899 errichtet, 1995/96 restauriert und von Pfarrer Werner aus Storcha geweiht. Bei der restaurierung wurden  auch die fehlenden 2 Keramiksterne am Granitsockel ersetzt.Die goldene Inschrift auf der Vorderseite der Granitsäule lautet: &#039;&#039;&amp;quot; Was will das Kreuz, das am Wege steht? Es will jeden, der vorüber geht, Das süße Wort der Hoffnung sagen, Das Kreuz hilft, Dich zum Himmel tragen.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im unteren Teil sind die Initialen J.E.M. und das Jahr 1899 eingraviert. Der Auszügler Johann Ernst Möhn (1820-1899) verstarb am 04.06.1899 in Temritz Haus Nr.5 im Alter von 79J 1M und 11T(Sterbe-Urk. Seidau 70/1899). Er war der Schwiegervater vom Gutsbesitzer und Gemeindevorstand Johann Müller (Haus Nr.6) .  &lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Ort Haus Nr.9 .jpg|mini|Kruzifix in Temritz vor dem Haus von Rötschke Haus Nr.9 (1992)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz vor dem Haus von Rötschke Haus Nr.9 ====&lt;br /&gt;
Die Aufnahme ist von 1992. Im Februar 2025 war an der Stelle des Kreuzes nur eine kleine Lücke. Es wird restauriert und erstrahlt danach im neuen Glanz. Besitzer des Betkreuzes war jedoch die Familie Waurick und vorher die Familie Krahl (Haus Nr.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix Temritz Ortseinfahrt von Bautzen nach Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Ortseinfahrt v. BZ 3.jpg|mini|Kruzifix in Temritz an der Straße von Bautzen nach Schmochtitz (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Vorderseite sind die vergoldeten Initialen J.T.M, darunter M.M. und darunter das Jahr 1875. eingraviert. Einem Bericht zufolge wurde die Granitsäule in den Kriegstagen des April 1945 von Vollkettenfahrzeugen aus dem Boden gerissen und das gußeiserne Kreuz zerbrach. In den  Folgejahren wurde die Bruchstücke verschüttet und von einer Hecke überwuchert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sterbeurkunde von Seidau Nr.107/1874 ist die Totgeburt eines Sohnes von Gutsbesitzer Johann Traugott Mörbe (JTM) und seiner Frau Maria, geb. Schneider (MM), vermerkt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Temritzer Einwohner Klaus, Christian und Thomas Mörbe wurde die Betsäule wieder instandgesetzt und in einem Hohlfundament aus Beton neu aufgestellt. In die Deckplatte ist ein poliertes Grabkreuz (angefertigt von Steinmetz Haase) eingesetzt, an dessen Ostseite ein neuer Korpus befestigt ist. Ein Nachguß des originalen Kreuzes konnte nicht realisiert werden, weil die Bruchstücke zur Formung nicht ausgereicht haben. Im Kopfteil der Ostseite der Säule sind noch Reste einer mit schwarzer Farbe aufgebrachten sorbischsprachigen Beschriftung zu erkennen. Die Schmalseiten zeigen im oberen Bereich je ein plastisch ausgearbeitetes lateinisches Kreuz. &lt;br /&gt;
[[Datei:Kruzifix Temritz Straße n. BZ .jpg|mini|Kruzifix in Temritz an der Straße nach Bautzen von Johann Müller (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix in Temritz an der Straße nach Bautzen ====&lt;br /&gt;
1899 von Johann Müller aus Temritz errichtet. 1976 war das Kreuz aus Sandstein verschollen. Wahrscheinlich von Randalierern in den nahen Teich geworfen, wo man es später wiederfand. Es wurde 1991 erneut restauriert, mit einem Kreuz aus Metall. 1997 wurde dieses ebenfalls entwendet. Da sich die Säule auf dem Flurstück der Agrofarm Göda befindet, erteilte sie den Auftrag zur Neuanfertigung von Kreuz und vergoldetem Korpus an die Schmiede Kaczmar in Jeßnitz. Am Palmsonntag, dem 05. April 2009 wurde mit einem ökumenischen Gottesdienst die wieder vollständige Betsäule geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite Auf dem Sandsteinsockel befinden sich Inschriften in sorbischer Sprache. Übersetzt steht auf der Vorderseite: &#039;&#039;&amp;quot;Oh ihr alle, die ihr auf diesem Weg vorbei geht, sehet, ob ein Schmerz meinem Schmerz gleicht.&amp;quot; Jeremia 1.12&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und auf der Rückseite: &#039;&#039;&amp;quot;Aufgestellt im Jahre des Herrn 1899 von Johannes Müller und Anna seiner Ehefrau aus Temritz erneuert 1991&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb der vergoldeten Jesusfigur steht sowohl in sorbisch als auch in deutsch: &#039;&#039;&amp;quot;Jesus unser Hirte.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentümer des Betkreuzes waren die Familien: Müller; Lippitsch; Spittank &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bloaschütz ==&lt;br /&gt;
1296 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1834 - 83 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 108 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 92 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900 - 97 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 - 86 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 138 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 - Stromanschluß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bolbritz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dorfschule Bolbritz.jpg|mini|463x463px|Dorfschule Bolbritz (Postkarte zum 25-jährigem Jubiläum)]]1283 erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner ===&lt;br /&gt;
1562 Rittergut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 - 98 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 116 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 135 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 - 123 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entstehung ====&lt;br /&gt;
In der Ortschronik (S.133ff.) wird berichtet, daß die Schule in Bolbritz bereits zwischen 1753 und 1756 auf Initiative der Gräfin Dorothea Luise Charlotte von Gersdorf (1706-1794) von ihrem Verwalter Schenk am Gödaer Weg gebaut wurde. Schulhalter war sein Schwager Hobrack. Auf Grund eines Streits zwischen Gräfin und Verwalter wurde die Schule in ein östlich davon neu gebautes Gebäude verlegt (Echtelsches Haus). 1834 kaufte dieses Haus die Parochie Göda für 475 Taler und richtete es den gesetzlichen Bestimmungen zum Schulhause ein.        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25.06.1886 fand die feierliche Eröffnung der &amp;quot;Neuen Schule&amp;quot; statt. 1912 wurde ein Antrag zwecks Lichtentnahme an das Elektrische Werk in Bautzen gestellt. 1923 erfolgte eine Erweiterung durch Schulanbau. 1956 wurde für das Lehrpersonal ein Wohnhaus neben der Schule errichtet. Am 01.09.1959 fand der Zusammenschluß der Schulen Bolbritz und Storcha zu einem Schulkombinat statt.       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lehrer ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Alte Schule =====&lt;br /&gt;
Von 1793 bis zu seinem Tod1842 war Gottfried Kmoch Schulhalter und ab 1835 ständiger Lehrer. Von 1843 bis 1871 war August Wilhelm Tietze Lehrer in Bolbritz, da 1872 nach Amerika auswanderte. Johann August Kubitz (*27.06.1845) ab 1868 Vicar, später Hilfslehrer und ab 1872 Lehrer in Bolbritz.                 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neue Schule bis 1945 =====&lt;br /&gt;
Von 1886 bis 20.11.1892 wurde erster Lehrer und Schulleiter Pastor Christoph August Domaschk. Ab 1891 Hilfslehrer und ab 1894 als Lehrer und späterer Schulleiter war über 40 Jahre lang Johann August Beyer (*02.11.1868) tätig. 1897 erfolgt die Einstellung einer Lehrerhilfskraft und 1899 einer Handarbeitslehrerin.  Der Unterricht wurde in deutsch und sorbisch geführt. Ab Ostern 1914 wurde die Schule 4-klassig und das Mädchenturnen eingeführt. Ab 01.05.1914 wird der Hilfslehrer Kurt Stephan aus Dresden eingestellt, welcher am 01.04.1915 zum Heeresdienst einberufen wurde. Ab 15.04.1919 übernahm Schulamtskandidat Willy Soltmann aus Bischofswerda die Hilfslehrerstelle. Am 01.02.1928 erscheint in den Akten der Lehrer A. v. Kielpinski. Am 17.02.1932 erfolgte die Pensionierung des Oberlehrers Beyer. Neuer Schulleiter wurde Michalk. Gemeinsam mit dem Lehrer Kielpinski unterrichten sie bis Kriegsende 1945.                &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neue Schule ab 1945 =====&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wechselte das Personal häufiger. Von Juli bis Oktober 1945 war Herr Alexander Langer aus Gnaschwitz Aushilfslehrer, danach, bis Februar 1946 Heinz Hildebrandt. Im Mai 1946 ersetzte Neulehrer Richard Seiler den Lehrer Max Frenzel. Im Juni 1947 wurde Frau Frieda Michalk Schulleiterin. Ab 01. September 1950 wurde der Lehrer Herbert Ladusch neuer Schulleiter und seine Frau Zita Ladusch als Lehrerin angestellt, welche dann ab Januar 1953 Schulleiterin wurde.  Daneben arbeiteten als Lehrer noch folgende Personen: 1948-Georg Ritscher; Frl. Michalk, Paul Scholze, Ernst Weikert und Helmut Kowar; 1951 Frl. Anna Fitzky und Frl. Christa Kockert sowie Frl. Anna Ziesch und Rosemarie Schütze und als Sportlehrer Herbert Eckert; 1952 Caritas Kockert bzw. Otto Dietmar als Russischlehrer; 1953 Herr Ernst Siegel, Frau Irmgard Kaden und Herr Peter Münnich als &amp;quot;Wanderlehrer&amp;quot;; 1954 Annemarie Hantschke sowie Frl. Annelies Palme. Ab 01.05.1953 wurde Herr Lehrer Herbert Eckert Schulleiter. Von 1955 bis 1956 waren die Lehrer Kurt Menzel und Georg Gärtnerr Lehrer. 1955 wurden die Lehrerinnen Frl. Gertrud Knopf und Lieselotte Knöchel als Lehrerinnen angestellt. Am 01.09.1956 wurde der Lehrer Ernst Weickert nach 10 Jahren Schuldienst nach Bautzen versetzt. Am 01.09.1957 kam Georg Nuck an die Schule.                  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1959 gegründeten Schulkombinat Boolbritz/Storcha arbeiteten neben dem Schulleiter Paul Kindermann (Stellvertretender Schulleiter) die Kollegen Josef Sauer, Georg Nuck, Günter Rohark sowie die Kolleginnen Marianne Müller, Rita Nuck, Lieselotte Knöchel, Anna Sauer und als Handarbeitslehrerin Dorothea Kappler. Hortkraft in Bolbritz war Frau Marie Kappler.                 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schüler ====&lt;br /&gt;
1899 besuchten 129 Kinder (alle evangelisch), davon 101 wendischer Nation, die 3-klassige Schule. 1904 besuchten 131 Schüler, davon 65 Knaben, 56 Mädchen die Schule. 1912 zählt die Schule 107 Kinder, davon 1.Klasse 43, 2.Klasse 35 und 3.Klasse 29 Kinder. Der Schülerstand von 1946 betrug 150 Kinder.        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Schulbetrieb fand bis 1980 statt.&#039;&#039;      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Taubenhaus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bolbritz Taubenhaus 3.jpg|mini|412x412px|aus: Bautzener Kulturvorschau 11/1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Artikel &amp;quot;Taubenhäuser sind ländliche Kulturdenkmale&amp;quot; in der Bautzener Kulturvorschau 11/1955 widmet sich Theodor Schütze diesen interessanten Bauten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Obwohl Tauben nach wie vor gezüchtet werden, hat die Zahl der Taubenhäuser abgenommen. Das freistehende Taubenhaus war vielleicht im Wege, als man anfing, den Hof mit motorisierten Fahrzeugen zu befahren. Dieses Häuschen mußte an die 3m hoch über der Erde stehen, und indem man allerlei Verzierungen anbrachte, erreichte man, daß es nicht nur das luftigste, sondern auch das lustigste aller Bauwerke wurde. So steht ein Taubenhaus, oder genauer ein &amp;quot;Taubenständer&amp;quot; in Bolbritz, welches auf einer schlanken steinernen Säiule ruht. Das Dach ist wie ein wahrer Spitzhut gestaltet. dessen aufgesetzte Spitze eine drachenmaulförmige Windfahne von 1752 zierte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Döberkitz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Schloß ===&lt;br /&gt;
Der Herrensitz ist aus einem Vorwerk entstanden, welches zum Rittergut Dahren gehörte. Durch Erbtrennung kam es 1774 zur Abtrennung und gelangte als eigenständiges Rittergut an J.G. Rüde aus Lauban. 1892 erhielt es sein heutiges Aussehen. Das Mauerwerk der unteren Geschosse stammt noch aus dem 18. JH. Das barocke Portal blieb erhalten. Ergänzt hat man das 2. Obergeschoß und das mit einem Ziergitter bekrönte Walmdach. Der Wappenstein an der südlichen Fassade erinnert an die ehemaligen Besitzer, die Grafen zu Lippe-Biesterfeld-Weißenfels. Nach der Enteignung 1945 diente das Schloß als Mehrfamilienhaus, ab den 1980 -iger Jahren als Wohnheim für geistig Behinderte und ab 2015 als Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge (L-A. Dannenberg/M. Donath: &amp;quot;Schlösser der mittleren u. westlichen Oberlausitz&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fund aus der Steinzeit ===&lt;br /&gt;
Die Genossenschaftsbäuerin Elfriede Kliche aus Döberkitz war beim Aussortieren von Steinen auf der Kombine, da rollte ihr eine jungsteinzeitliche Axt mit Facettenschliff entgegen. Sie war 11 cm lang und 4 cm breit und trotz 4000 jähriger Lagerung tadellos erhalten. Die Fundstelle lag an der Kamenzer Straße Abzweig Jannowitz-Löschau/Bolbritz. (Bautzener Kulturschau 5/1974. F. Lehmann: &amp;quot;Ausgrabungen und Funde Teil 1&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kleinwelka ==&lt;br /&gt;
Bis 1932 bestand Kleinwelka aus zwei nebeneinander gelegenen Teilen, dem kleinen Dorf Kleinwelka, das offenbar auf sorbische Gründung zurückgeht, und der Kolonie Kleinwelka, die 1751 als Brüdergemeinde der Herrnhuter gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kolonie Kleinwelka ===&lt;br /&gt;
Eine Gruppe sorbischer Pietisten (Gottesfürchtige) wechselte von Teichnitz nach Kleinwelka, da einer von ihnen 1747 das Lehngut kaufte. Oberamtsmann Graf von Gersdorf, der in Teichnitz im Schloß wohnte, gab ihnen Grund und Boden in Kleinwelka. Gründungstag ist der 24. Juli1751. Das erste Haus von der Brüdergemeinde in dieser Kolonie, 1752 erbaut, steht am Kirchplatz (Nr.4). Die Kirche (Betsaal) wurde 1758 gebaut und 1856 erweitert. Den Platz dafür spendete Rittergutsbesitzerin Gräfin von Reuß im Jahre 1757. Das Gotteshaus entbehrt jeglichen Schmuckes. Nicht einmal ein Turmist vorhanden. Die Glocken hängen in einem Dachreiter. Statt von einer Kanzel predigt der Pfarrer hinter einem Rednerpult. Da Männer und Frauen getrennt wohnten, gab es ein Schwestern- und ein Bruderhaus. Eine Knaben-und Mädchenerziehungsanstalt beherbergte die Kinder von Missionaren. Sie wurden in strenger Frömmigkeit erzogen und viele von ihnen sahen ihre Eltern jahrelang nicht. Manche wurden Waisen, wenn ihre Eltern in den Missionen starben. (Kirchenblatt der kath. Gemeinde 10/1984)    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedhof (Gottesacker) liegt südlich der Kirche. es ist ein offener Garten, umgeben von Hecken. Die Gräber, eines gleicht dem anderen,  sind mit rechteckigen Sandsteinplatten bedeckt und verraten mit den Geburtsorten der hier Bestatteten die weltweiten Beziehungen der Herrnhuter Brüdergemeinde. Die neue Siedlung vergrößerte sich vor allem durch Zuzug von Handwerkern und Gewerbetreibenden. 1764 entstand ein Brüderhaus, 1770 ein Schwesternhaus, 1778 ein Diasporahaus, also für Menschen, die ihre Heimat unfreiwillig verlassen mußten, um 1800 ein Witwenhaus, um 1820 ein Pilgerhaus, wo Missionarsfamilien aus der ganzen Welt ihre ein-bis zweijährige &amp;quot;Ruhepause&amp;quot; verbrachten (Bautzener Kulturschau 12/1973), um danach wieder auf Mission zu gehen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird auch von einer Familie Merklin berichtet, die nach 10-jähriger Missionärstätigkeit in Labrador 1921 wieder nach Deutschland kam, in ihrer Heimat im Württemberger Ländle keine Aufenthaltsgenehmigung erhielt und in eben jenem Pilgerhaus ein Zuhause fand.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glockengießerei ===&lt;br /&gt;
Der 1778 in Kleinwelka geborene Bruder Friedrich Gruhl gründete 1812 eine Glockengießerei. Das zweigeschossige &amp;quot;Glockengießerhaus&amp;quot; trägt auf dem Schlußstein der Haustür die jahreszahl 1818. Die allererste Glocke hängt noch im Dachreiter der Kleinwelkaer Kirche. Gruhl schuf auch das herrliche vierteilige Geläut des Bautzener Domes. 1852 starb Friedrich Gruhl. Sein Sohn Ernst führte den Betrieb bis 1864, danach Theodor Werner. 1896 ging die Gießerei in Konkurs. Heute erinnern nur noch das Wohnhaus und die Glockengasse an die Blütezeit des Betriebes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Rudolph hat in einer Abhandlung &amp;quot;Die Kleinwelkaer Glockengießer&amp;quot; (Letopis C5. 1961/62) die Geschichte des Betriebes dargelegt und ein Verzeichnis  der 692 nachweisbaren Glocken beigefügt.  (Bautzener Kulturschau 12/1973; Theodor Schütze: &amp;quot;Denkmäler in unserem Kreis&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Geschichtsereignisse&amp;diff=899</id>
		<title>Geschichtsereignisse</title>
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		<updated>2025-11-21T15:48:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Feuersbrunst am 10.Mai 1812 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Brände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfbrand am 19. April 1801 ===&lt;br /&gt;
noch keine Infos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuersbrunst am 10.Mai 1812 ===&lt;br /&gt;
In den &amp;quot;Budissiner Nachrichten&amp;quot; vom 16.05.1812 ist folgendes zu lesen: In der Mittagsstunde des vorigen Sonntags (10.Mai), brach zu Salzenforst, während die meisten Bewohner zur Messe in Bautzen waren, ein plötzliches Feuer aus, welches, vom Winde schnell verbreitet, ungeachtet der Anstrengungen der Hilfeleistenden, binnen anderthalb Stunden 5 Bauernhöfe, 2 Gärtner- und 5 Häusleranwesen vollständig und von 2 Bauernhöfen die Wirtschaftsgebäude in Asche verwandelte. Ein gebrechlicher Auszügler, der noch zu retten versuchte, wurde dabei vom Feuer heftig beschädigt. Es verbrannten ferner 3 Pferde, 2 Kühe, 3 Kälber, 5 Schweine, 1 Hund und 84 Stück Schafvieh, viele Wagen, fast alle Ackergerätschaften, 354 Scheffel Getreide und Feldfrüchte, alle Futtervorräte sowie das Hausgeräte, die Betten und Kleider der meisten Verunglückten, sodaß mehrere nichts als die Kleider, in welcher sie aus der Kirche kamen, gegenwärtig besitzen. Acht der Abgebrannten erfuhren dieses Unglück zum zweitenmal. Mit Schulden, die sie bei dem wenig dankbaren Boden der Gegend und dem Drucke der Zeit bisher nicht abzutragen vermochten, hatten sie wieder aufgebaut und sind jetzt, da sie unglücklicherweise ihre Grundstücke, gleich den Übrigen, weit unter dem Werte versichern lassen, ohne ausreichende Mittel, von Neuem zu bauen. Bei diesem großen Elende der meisten Verunglückten können wir, so oft auch in gegenwärtigen Zeiten die Wohltätigkeit in Anspruch genommen wird, doch nicht umhin, edle Menschenfreunde un Unterstützung zu bitten, fest überzeugt, daß keiner, der es vermag, eine Beisteuer zur Linderung des Mangels dieser schuldlos Verarmten versagen werde. Schon sind von mehreren Herrschaften und Gemeinden Beiträge eingelangt. Der Bauer Hennig zu Salzenforst wird, unter Zuziehung der dortigen Gerichten die Natural- und unsere Kanzlei die Geldbeiträge, welche ferner eingehen dürften, annehmen, letzte auch, nebst uns, für gewissenhafte unparteiische Verteilung die möglichste Sorge tragen, und das Empfangene in diesen Blättern dankbar anzeigen. Möchte ein gesegneter Erfolg unsre Bitte begleiten!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;Sorbische Denkmale&amp;quot; von Trudla Malinkowa wird berichtet, daß das Wohnhaus von Johann Seiler (Nr.14), dem Vater von Handrij Zejler, bei dem Brand zerstört und danach neu errichtet worden ist.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfzerstörung vom 23.-25. April 1945 ===&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von 16 vollständig und 21 teilweise zerstörten Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Napoleon 1813 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleon in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleon.jpg|mini|Abb.: Postkarte mit dem Bildnis Napoleons]]&lt;br /&gt;
Vor und während der Schlacht bei Bautzen, welche am 21.Mai 1813 stattfand, hatte Napoleon seinen Beobachtungsposten in Salzenforst bei Kettan im Haus Nr. 1 eingerichtet; sein Hauptquartier dagegen in Kleinförstchen bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19./20.05.1813 führte der Hausbesitzer Juri (Georg) Kettan den Kaiser der Franzosen,  Napoleon Bonaparte, und seine Offiziere auf den Chorberg und erklärte die umliegenden Ortschaften (Chr. S. 14). Bereits am 15.05.1813 beschossen die Franzosen vom Chorberg mit Kanonen die Preußen bei Lubachau (Chr. S.16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird berichtet, daß Kettan, Juri stotterte und im Beisein der Franzosen nur auf der Ofenbank sitzen durfte. Ein gewisser Löschau aus Salzenforst hat die Franzosen im Mai 1813 durch die Spree geführt und ist nicht wieder heimgekehrt. (s. Chr. S. 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L. Oberhofer berichtet in &amp;quot;Geschichte der Stadt Bautzen&amp;quot; von 1963, daß es eine Napoleonsstube in Salzenforst gab; vermutlich in Haus Nr.1. Am 19.05.1813 ritt der Kaiser auf den Windmühlenberg bei Loga und die Wiwalze, um Beobachtungen anzustellen. Auf einer Felsenkuppe bei Stiebitz entwarf er seinen Angriffsplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichtlicher Hintergrund aus dem Buch von Ralf Schramm: „Der 19.Mai 1813 und seine Ursachen“: ====&lt;br /&gt;
Das XI. Korps der französischen Armee unter Marschall Macdonald marschierte am 15.05.1813 bis auf die Höhen von Klein-u. Oberförstchen, von wo aus er die verbündeten Armeen der Preußen und Russen sehen konnte, die vereint östlich der Spree hinter Bautzen stehen. Am Abend besetzte das Korps die Anhöhen von Gaußig bis Kleinwelka (S.42). Am 17.05. gegen 6Uhr abends unternahm Macdonald mit einem Teil des XI. Korps eine Erkennung, was eine Kanonade von beiden Seiten veranlaßte (S.46). Gegen Mittag des 18.05. verließ Napoleon Dresden und traf mit dem größten Teil der Garde in Hartha ein (S.54).  Am 19.05. stand das XI. Korps unter Marschall Macdonald vor Bautzen, das VI. Korps unter Marschall Marmont stand links von ihm, dem Dorf Nimschütz gegenüber. Den linken Flügel bildete das IV: Korps unter General Bertrand. Er schloß sich nördlich des IV. Korps an und lehnte an Kleinwelka. Die Garden und das I. Kavalleriekorps unter Latour-Maubourg stellten sich als Reserve zwischen Göda und Kleinförstchen zu beiden Seiten der Straße, die von Dresden nach Bautzen führt, auf. Am frühen Morgen des 19.05. verließ Napoleon Großharthau und nahm sein Hauptquartier in Kleinförstchen (S.57).&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto 1.jpg|mini|Napoleon bei Bautzen in der Nacht vom 20. zum 21. Mai 1813 (Paul Gavarni 1836)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleonmuseum-Gemaeldeecke.jpg|mini|Napoleon mit Gräfin Auguste Charlotte am Sonnentempel in Schmochtitz (Napoleonmuseum Georgewitz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Temritz ====&lt;br /&gt;
1813: von den Russischen Truppen wurde das Koban&#039;sche Gut in Temritz in Brand gesteckt und eingeäschert. In der Chronik S.189ff. wird die Requirierung des Lehmann&#039;schen Gutes in Temritz beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
Napoleon hatte ein intimes Verhältnis mit der Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge, Rittergutsbesitzerin von Schmochtitz. Die Gräfin verbrachte die 4 Jahre von 1809 -1812 in Paris (Franz Triebs: &amp;quot;Franzosengrab&amp;quot; 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (Chr. S.308-309). Zeugnis davon ist ein Gemälde, welches beide im Sonnentempel von Schmochtitz darstellt. Napoleon ritt mit einem Offizier vom Hauptquartier in Kleinförstchen nach Schmochtitz. Als sich die Tür für den Kaiser öffnete, blieb der Offizier bei den Pferden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräfinn verehrte Napoleon sehr. Während der Verbannung Napoleons auf der Insel Elba besuchte sie ihn. Sie sagte zu ihm: &amp;quot;Sie sind jetzt ein Privatmann. Ich werde Sie freikaufen&amp;quot;. &amp;quot;Nein&amp;quot; erwiderte der Kaiser, &amp;quot;dafür reicht Ihr Vermögen nicht. Ich danke Ihnen.&amp;quot; (E.  Klausnitzer: Bautzener Kulturschau 3/1980) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Weltkrieg, Kampf um Bautzen 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Offensive ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in und um Bautzen begannen am 16. April 1945 mit dem Angriff der 1. ukrainischen Front und der 2. polnischen Armee über die Neiße bei Rothenburg in Richtung Dresden. Am 18. April begann der Angriff auf Bautzen. Im Norden von der 26. mech. Gardebrigade, im Osten von der 24. mech. Gardebrigade und im Süden von der 25. mech. Gardebrigade gemeinsam mit der 57. Panzerbrigade umringt, drangen am 19.04. sowjetische Truppen in Bautzen ein. Ebenfalls am 19. April erreichte die nördlich von Bautzen in Richtung Großdubrau-Radibor vorrückende 3. Panzerbrigade des 1. polnischen Panzerkorps die Gemeinden Bolbritz und Salzenforst. Sie hatte das Ziel, die Autobahn Richtung Dresden bei Döbschke zu unterbrechen. Am 23. April begann der Gegenangriff der Deutschen zur Befreiung des von den Russen eingeschlossenen Bautzen. Daran beteiligt waren ein Fallschirmpanzerkorps und die dazugezogene Fallschirmpanzerdivision 1 &amp;quot;Hermann Göring&amp;quot;. In Bautzen standen dem Kampfkommandanten Oberst Hoepke etwa 3000 Mann zur Verfügung. Dazu gehörten etwa 200 Mann der SS-Division &amp;quot;Frundsberg&amp;quot;, Volkssturmbataillone, Flakabteilungen, Landesschützen, eine Bewährungskompanie der 4. Panzerarmee und Reste des Grenadierregimentes 1244. Oberst Hoepke ließ am 20. April die Kronprinzenbrücke und in der Seidau die Spreebrücke sprengen.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampfhandlungen in und um Salzenforst vom 23.04-26.04.1945 ===&lt;br /&gt;
In der stockdunklen, naßkalten und regnerischen Nacht vom 23. zum 24.04. wurde die 2. polnische Panzerbrigade von Malschwitz und Niedergurig nach Salzenforst verlegt. Am 24.04. führte diese Brigade einen Gegenangriff mit 2 Panzerbataillonen und 1 Infanteriebataillon aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polnischen Panzer hatten deutsche Einheiten von der Autobahn westlich von Bautzen vertrieben und den Humboldthain südöstlich von Stiebitz erreicht. Dabei hatte das II. Bataillon des Fallschirmpanzer-Grenadierregimentes I „HG“ an der Ziegelei Dreistern und bei Oberförstchen erhebliche Verluste erlitten. Grenadiere dieses II. Bataillons führten bis zur Dämmerung ein stundenlanges, heftiges Gefecht mit einer Einheit des 929. Schützenregimentes um das Umspannwerk Rattwitz, das sie mit hohen Verlusten einnahmen. Gepanzerte Kräfte wurden an diesem Tag aus Bautzen herausgezogen. Dazu gehörte die Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“, die vor Bloaschütz konzentriert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angriff wurde  am 24.04. 12 Uhr abgebrochen und die 2. polnische Panzerbrigade musste auf Salzenforst und Bolbritz zurückgehen, als deutsche Truppen über Oberförstchen und Bloaschütz zur Umfassung ansetzten, um westlich Salzenforst durchzubrechen und somit die polnische Gruppierung bei Groß-u. Kleinwelka bedrohten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gruben sich am Rand der Ortschaften Salzenforst und Bolbritz mit der Front nach Süden ein. Der Druck der Deutschen nahm stündlich zu. Auf Grund des Treibstoffmangels war die 2. polnische Panzerbrigade unter dem Feuerschutz der Artillerie gezwungen, auf die Ortschaften Schmochtitz und Strohschütz zurückzugehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr.png|mini|605x605px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwäche der 2. poln. Armee erkennend, greift am 25.04. die FschPzDiv 1 „HG“ gegen 13 Uhr aus Richtung Nordwesten auf Teichnitz und Kleinwelka an. Gegen 14 Uhr wurde durch das II. Bataillon des FschGrR 2 „HG“ der Ort Temritz eingenommen. Am Nachmittag erfolgte ein Flankenmanöver der Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“ über Bolbritz und Salzenforst. Die Front der polnischen Truppen wurde aufgerollt und Kleinwelka eingenommen. Am 25. Und 26.04. kommt es in und um Kleinwelka zu schweren Kämpfen mit dem 1. Poln. Panzerkorps. Die polnischen Truppen flohen nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salzenforst wurde am 25.04. von den deutschen Truppen besetzt. Wie Dr. J. Ziesche schreibt, erschossen Angehörige der Panzergrenadierdivision &amp;quot;Brandenburg&amp;quot; sowjetische und polnische Verwundete im Haus Nr.34, wo die Polen ein kleines Lazarett eingerichtet hatten. Die Angaben der Getöteten schwanken zwischen 9 und 14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26./27.04. wurde die 9. Poln. Infanteriedivision im Raum Panschwitz-Kuckau zerschlagen, woran auch Ukrainer der Panzerjagdbrigade „Freie Ukraine“ beteiligt waren. Am 27.04. wurde Bautzen bis zum Kriegsende von der Wehrmacht besetzt. Am 08.05., dem Tag der Kapitulation, nahm das 32. Infanterieregiment der 8. polnischen Infanteriedivision kampflos die Stadt Bautzen ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Quellen:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Spurensuche-Die Kämpfe um Weißenberg und Bautzen im April 1945“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Bautzen im April 1945“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urbanke, Axel: „Endkampf um das Reichsgebiet 1944-1945 Ostfront“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 5,6,7/1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefechtsberichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.511 Luga/Stiebitz/Nadelwitz ====&lt;br /&gt;
GM Nr.26 SC 1.PPK an BH mot. und Pz-Truppen 1.UKF, 24.04.45 12 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     In Erfüllung des GB des Korpskommandeurs ging die 2. PBr um 10 Uhr zum A über und blockierte um 12 Uhr nach Überwindung heftigen Feuerwiderstandes durch den Gegner an der Chaussee 1 km S Stiebitz. Dabei wurden 2 Panzer, 1 SPW und 3 Kfz. des Gegners abgeschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 3.PBr trifft auf außergewöhnlich heftigen Feuerwiderstand gegnerischer Art. und GW aus Richtung Gutshof Nadelwitz, Kasernengebäude am Gutshof an der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     1.mot. Inf. Br: die Schützenbataillone befinden sich O der Chaussee Doberschütz, Bautzen im Abschnitt: Kreuzung der Chaussee mit der AB, Kreuzung der Landstraße mit der Chaussee 1 km NW Höhe 189,0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.513 Bautzen/Nimschütz/Doberschau/Wartha ====&lt;br /&gt;
GM Nr.93 der Führung der 2.PA an die Führung der 1.UKF,24.04.45 14 Uhr (K:100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1.PPK vernichtet im ZW mit dem 48.SK und dem 7.mGK die gegnerische Panzergruppierung am SW, SO OR Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1. mot. Inf. Br verteidigt sich im Abschnitt 1 km NO Bautzen, Wegegabelung O Nimschütz. Die 2.PBr ging zum Angriff über und erreichte um 17 Uhr die Flussbiegung SW Bautzen, wo sie das W Flussufer säuberte. Die 3.PBr ging in Richtung Sokulahora, Doberschau zum Angriff über und erreichte die Wegegabelung 1 km SO Bautzen. 7 Panzer blieben wegen TS-Mangel liegen. Korpsstab: Großwelka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Um 13 Uhr traf eine Kolonne von 250 Kfz. unter Führung des Stellvertreter Chefs RD der Front mit TS und Diesel für die Panzer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Armeestab ab 6 Uhr 24.04.45 Wartha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH (Befehlshaber) der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.514 Bautzen ====&lt;br /&gt;
Meldung der Führung der 2.PA an Führung 1.UKF über die Lage in Bautzen, 24.04.45 15 Uhr Neudorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht während der Gespräche mit General Petrow meldete ich ihm, das Kortschagin nur den Südlichen Teil von BZ aufgegeben hat, so jedenfalls informierte mich Kortschagin.  Es ist jedoch zu vermuten, dass zu diesem Zeitpunkt die gesamte Stadt mit Ausnahme einzelner Widerstandsherde in den Händen des Gegners war. Seit heute Morgen gibt es Gefechte um die Stadt. Ich habe Kortschagin, dem Korpskommandeur Rogossni mit seiner 254.SD ein Regiment der Panzerjägerbrigade und ein Regiment SU -76 zugeteilt und unterstütze ihn mit zwei PBr, die Schläge aus O und SO sowie W und SW führen. Ich habe meiner gesamten Artillerie befohlen, den Kampf um BZ zu unterstützen. Ich habe in Ihrem Namen Kortschagin aufgefordert, die Lage wiederherzustellen und die Stadt koste es was es wolle zu halten. Seit dem Morgen führen wir Gefechte um BZ, ohne irgendwelche spürbaren Ergebnisse. Das Fehlen der Infanterie macht sich bemerkbar. Die Panzer und SFL greifen selbständig an und erleiden Verluste durch gestreckte Ladungen und Artillerie des Gegners. Wir brauchen Infanterie. Ich bitte um Ihre Weisungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Zur vollständigen Einnahme und zum Halten der wichtigen Straßenknoten in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Zur Deckung der 30 km breiten und nicht gesicherten Bresche zwischen BZ und der linken Flanke der 9. ID durch die in der vergangenen Nacht und seit morgens den ganze Tag gegnerische Gruppen in Kompanie- und Bataillonsstärke mit gepanzerten Fahrzeugen in die rückwertigen Räume der 9. und 8. ID einsickern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Für einen Schlag am linken Ufer der Spree und den „Weißen Schöps“ in Richtung Korotejew mit dem Ziel, den eingesickerten Gegner schnellstens zu liquidieren. Dazu bitte ich um die Erlaubnis, unverzüglich meine 10., 7., und Teile der 5.ID aus S in den Raum Königswartha zu verlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Swierszewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.515 Autobahn/Rattwitz/Bolbritz/Kreckwitz/ Basankwitz/Niedergurig ====&lt;br /&gt;
GM Nr.27 SC 1.PPK an Führung 2.PA, 24.04.45 15 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Nach Einnahme von BZ begann der Gegner mit Unterstützung von starkem Artillerie- und Granatwerfer-Feuer in kleinen Gruppen entlang der Autobahn nach W und NW durchzubrechen. Unter starker Feuereinwirkung verließ die 14.PJBr um 14 Uhr den Raum Rattwitz nach N. Ein Angriff gegnerischer Panzer und Infanterie in Richtung Oberuhna wurde abgeschlagen. Es wurden 2 Panzer abgeschossen. Die restlichen drehten nach W ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Um 14.30 Uhr brach der Gegner mit einer Kompanie in Bolbritz durch. Die restlichen kleinen Gruppen drehten nach W und nördlich davon. Im Raum Kreckwitz handelten bis 2 Bttr des Gegners, in Basankwitz bis 1 Bttr, in Niedergurig bis 1 Bttr und am N OR 1 Bttr Artillerie und GW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Die TT des Korps setzen die Erfüllung ihrer Aufgabe fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.520 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 18.00 Uhr, Salzenforst. - Gefechtsbericht Nr. 0010 des Kommandeurs des 28. Panzerartillerieregiments über die Kampfhandlungen des Regiments in der Region Salzenforst. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Das 28. SFL-AR (Selbstfahrlafetten-Artillerie-Regiment) wurden zur Verteidigung am nordwestlichen Rand von Salzenforst eingesetzt. Um 11:00 Uhr 24.IV.1945, wurden 2 gepanzerte Geschütze SU-85 entsandt, um den rechten Flügel des Panzerangriffs im Wald 1,5 km südlich von Salzenforst zu unterstützen, eines der Geschütze wurde beschädigt (von einer Kanone durchbohrt) und der Geschützkommandant wurde tödlich verwundet. Die restlichen Kampffahrzeuge befinden sich in der Verteidigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Inventar der SFL (Selbstfahrlafette oder Geschützpanzer) SU-85 im Regiment - 20. Der tatsächliche Zustand – 12 bereit zum Kampf. In der Zeit vom 16. bis 24.IV.1945 wurden beschädigt: 3 Geschütze im Gebiet Horka, eines im Gebiet Klix, und eines im Gebiet Salzenforst. Ein Geschütz versank in einem Sumpf im Bereich der Schule Horka, zwei Kampffahrzeuge wurden in der Gegend Horka aufgrund einer technischen Störung zurückgelassen. Insgesamt 8 SU-85 Panzergeschütze (Gefechtsfahrzeuge) außerhalb der Kampfformationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Versorgungsstatus des Regiments: Treibstoff - Dieselkraftstoff 0,7 TF, Benzin - 0,25 TF, Munition - 1 KS; Essen - 2 Rationen pro Tag. Darüber hinaus gibt es in der Gegend von Algier (500 nw Geheege-Ortsteil von Rothenburg): Treibstoff - Dieselkraftstoff 1,5 TF, Benzin 1,5 TF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Verbindung mit dem Armeestab durch die Verbindungsoffiziere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef                                                           Befehlshaber des 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Czubczenko, Major                                       Panzerabwehrartillerieregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                                                                  M. Zubkow, Oberstleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TF – Tankfüllung;  KS - Kampfsatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 521Welka/Niedergurig/Nimschütz ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 18.00 Uhr Welka. – Gefechtsbericht Nr. 080 des Leiters der OPL-Abteilung der 2. Polnischen Armee WP (Wielko Polska – Großpolen?) an den Befehlshaber der 2. poln. Armee WP über die Aktivitäten der feindlichen Luftwaffe und der OPL-Einheiten der Armee. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Armeeeinheiten kämpfen an den bestehenden Grenzen und Regionen. Die feindliche Panzergruppe, die im Rücken der Armee operierte, griff Niedergurig und Nimschütz an; Angriffe wurden abgewehrt. Die zweite Gruppe, die nach unvollständigen Angaben etwa 200 Kampffahrzeuge zählt, griff Bautzen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Während des letzten Tages wurden auf der Landebahn der Armee 43 FW-190 Flugzeuge entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die feindliche Luftwaffe führte Aufklärung über der Kampfgruppe der Truppen, vor allem auf der Straße Bautzen, Malschwitz, Guttau und Bautzen, Königswartha durch. Die Aufklärung erfolgte mit Flugzeugen des Typs He-111, und besonders intensiv mit FW-190 in einer Höhe von 1000 -3000 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Gruppe von 6- 10 Flugzeugen FW-190 der feindlichen Luftwaffe bombardierte und attackierte mit Waffen die Fahrzeugkolonne von 250 Frontfahrzeugen, welche auf der Straße von Welka nach Neudorf Munition und MPS für unsere Armee mitgeführte. 60 rotierende Antipersonenbomben sowie 11 FAB-50 wurden abgeworfen. Es verbrannten 8 Autos auf der Straße von Welka nach Neudorf und 9 Fahrzeuge im Wald nördlich von Neudorf. Die feindliche Luftwaffe griff die Straße Großwelka Königswartha an. 2 Stunden lang bombardierte und beschoß eine Gruppe von 5-6 Flugzeugen FW-190 diese systematisch mit Bordwaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Das Regiment, das die Frontkolonne deckte, feuerte. Es gab keine abgeschossenen Flugzeuge. Munitionsverbrauch unbekannt. Die Einheiten der 3. Flak-Division feuerten nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Das Flak-Artilleriefeuer schoss keine feindlichen Flugzeuge ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Bestand und Verbrauch der Munition. Flakdivision:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbrauch:   85 mm – 0 KS             Bestand:            85mm – 1,2 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      37 mm – 0 KS                                    37 mm – 1,7 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      12,7 mm – 0 KS                                 12,7 mm – 1,2 KS   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 528 Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 20.00 Uhr (Luga). – Gefechtsbericht Nr.28 des Stabschefs des 1. Panzerkorps an den Kommandeur der 2. poln. Armee WP über die Kämpfe des Korps in Bautzen. Karte 1:100 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 20.00 Uhr 24.IV.1945 befahl der Korpskommandeur: die 2. Panzerbrigade mit einem Bataillon des 34. Infanterieregiments den Feind zurückzuschlagen, der in den westlichen Rand einbrach. Während der zweistündigen Kämpfe wurden sechs Panzer „Tiger“ und „Ferdinand“ beschädigt. Aus dem Hinterhalt beschädigte und verbrannte der Feind mit „Tiger“ und „Ferdinand“ fünf unserer Panzer. Etwa 25 feindliche schwere Panzer, massiv unterstützt durch ein Infanteriebataillon, griffen die Gefechtsformationen unserer und benachbarter Truppen am westlichen Rand von Bautzen an. Infanterie und Artillerie benachbarter Truppen befinden sich östlich von uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                     Chef des 1. Stabskorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                     A. Jerisow, Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.531 Stiebitz/Teichnitz/Burk ====&lt;br /&gt;
GM 2.Poln. Armee an Führung 1.UKF, 24.04.45 22 Uhr (Neudorf), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Der Gegner leistete mit zerstreuten Einheiten der PGD „Brandenburg“, dem 114.Marschbataillon, dem 185.Volkssturm. Btl. im Verlaufe des 24.04.1945 heftigen Widerstand und führte GA mit bis zu 1 Bataillon unterstützt durch 5-6 Panzer. Die generische Luftwaffe bombardierte im Verlauf des gesamten 24.04.45 mit Gruppen von bis 30 Flugzeugen (Messerschmitt) unsere Gefechtsordnung und die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Armee im Verlauf des 24.IV.1945: Die 10. PD war im Angriffsgefecht, ..... auf der Linie: 2km südwestlich Neustadt, ....  Die 5. 8. Und 9. PD im vorigen Gebiet befahlen den Abwehrkampf und wehrten eine kleine Gruppe von Feinden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Das 1.PPK mit den 7.mGK und die 254.SD des 48.SK führen mit wechselndem Erfolg Gefechte um Bautzen. Am 24.04.45 20 Uhr setzten sich die TT im Abschnitt Stiebitz, Teichnitz, 2 km SW Burk fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Kfz.-Kolonne der Front mit Munition und Treibstoff traf im Raum Neudorf ein. Dorthin kamen Vertreter der TT zur Übernahme von TS und Munition. Das 1.PPK erhielt keinen TS infolge der aktiven Handlungen der gegnerischen Luftwaffe auf die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Nachrichtenverbindung zu den TT der Armee über Funk und Verbindungsoffiziere. Die Drahtverbindung arbeitete mit Unterbrechung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Ich habe mich entschlossen die Erfüllung der gestellten Aufgabe fortzusetzen und mit dem 1.PPK Gefechte zur Einnahme von Bautzen zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 532 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 23.00 Uhr, Salzenforst – Gefechtsmeldung des Kommandeurs des 5. Schweren Panzerregiments an den Befehlshaber der 2. Poln. Armee über die Gefahr der Gefangennahme durch den Feind bei Salzenforst und der Rückzug des Regiments auf den neuen Verteidigungsabschnitt: Wald 1 km südwestlich von Welka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.IV.1945 ab 12.00 Uhr kämpfte das Regiment gegen feindliche Panzer und Infanterie, die aus dem Gebiet von Bolbritz und dem westlichen Rand von Bautzen kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Panzer, von schwerem Artillerie- und Flugzeugfeuer unterstützt, rückten am 24.IV.1945 22.00 Uhr bis Salzenforst vor. Das Regiment zog sich auf die neue Verteidigungslinie zurück – Wald 1 km südwestlich von Welka. Verluste: 3 Panzer T-34 85mm. Unsere Infanterie gibt es nicht und es gab sie nicht. Das Regiment kämpfte nur mit seinen Gefechtsfahrzeugen. Bitte um weitere Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommandeur des 5. Selbstständigen schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.533 Neudorf/Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 25.IV., 2.00 Neudorf. - Der Gefechtsbefehl des Stabschefs der 2. Armee WP definiert die Aufgaben der Truppen für den Tag 25. April 1945. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befehlshaber der Armee befahl am 25.IV.1945 die folgenden Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    8. Infanteriedivision - nach Bereitstellung im Bereich Luga, Quoos und im Wäldchen nördlich von Quoos beginnen Sie am 25.IV.1945 um 9.00 Uhr den Vormarsch in Richtung Königswartha bis zum Aufeinandertreffen mit Einheiten der 14. Gardeschützendivision und nehmen Sie Kontakt mit Ihnen auf. Anschließend greifen Sie in Richtung Guttau, Kleinsaubernitz an um die Truppen der 7. Und 10. Infanteriedivision zu erreichen und sich mit diesen zu verbinden. Divisionsstab – Quoos, danach Sdier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    10. Infanteriedivision – Angriff nach Süden in Richtung Uhyst, Sdier; vereinigen sie sich mit den Einheiten der 8. Infanteriedivision. Divisionsstab: - Nochten, danach Uhyst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    7. Infanteriedivision fährt mit dem Angriff Richtung Dauban fort und weiter westlich schließen Sie sich den Truppen der 8. Infanteriedivision an, die nach Osten vorrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.    Die 5. und 9. Infanteriedivision - Verteidigung auf breiter Front auf der Linie: 5. Inf.-Div. - östlicher Rand von Kamenz und die 9. Inf.-Div. – Helenau, Bischheim, Nieder Lichtenau, Höhe 306,2, Lichtenberg, Höhe 296,3, Höhe 305,6, Höhe 299,5, Gemeindebusch - decken Sie die Richtung Dresden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.    1. Panzerkorps - Führen Sie in Zusammenarbeit mit dem 7.mech. Gardekorps die zuvor erhaltene Aufgabe gemäß dem Kampfbefehl Nr. 11554 durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.    Führen Sie Aktionen entschlossen und entschieden durch und sorgen Sie vor allem für eine effiziente und flexible Führung der Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.    Armeestab -Neudorf (4km südlich von Königswartha).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.    Bestätigen Sie den Empfang der Befehle, und berichten Sie über die erteilten Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Operationsabteilung                    Stabschef der 2. Armee WP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S. Noss, Oberst                                               J. Sankowski, Brigadegeneral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 534 Großwelka/Großdubrau/Neumalsitz ====&lt;br /&gt;
1945, 25. April, 2.30 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 18 des Stabschefs des 1. Panzerkorps zum Halten der Verteidigungsstellungen des Korps entlang der Grenze Klein- und Großwelka, Fluß Spree. Karte 1:100000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Befehl des Armeekommandanten befahl der Korpskommandant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     4. Panzerbrigade mit den zugewiesenen Truppen - verteidigen Sie sich weiterhin an der aktuellen Grenze und achten dabei besonders auf den linken Flügel. Gefechtsstand - südlicher Abschnitt Großdubrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     3. Panzerbrigade) - bis 6.00 Uhr ziehen sich ihre Truppen über die Spreeübergänge zurück. und beziehen sie die Verteidigung an der Grenze der Höhe 193.0, Klein- und Großwelka. Ausgehend von der Linie halten Sie sich ab 10.00 Uhr in Bereitschaft zum Gegenangriff auf den Feind in Richtung: Rattwitz, Bloaschütz, Nimschütz. Gefechtsstand – westlicher Rand Großwelka. Unterstützt durch das 27. SFL-Art.-Reg. (Panzerjäger-Regiment).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     2. Panzerbrigade - unter dem Kommando des stellvertretenden Brigade Kommandeurs - Oberstleutnant Dmitriev, herausfahren seiner Panzer, in der Gegend von Strohschütz aufstellen und dem Kommandeur der 3. Panzerbrigade zur Verfügung zu stellen. Die rückwärtigen Dienste der Brigade konzentrieren sich in den Wäldern nördlich von Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     1. mot. Inf.-Brigade) mit dem 2. Granatwerferregiment - ziehen Sie sich sofort in kleinen Gruppen von dem besetzten Abschnitt zurück und nehmen Sie die Verteidigung entlang des Westufers der Spree ein. Gefechtsstand – Neu Malsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     25. und 24. SFL-Artillerie-Regiment, 1. Geschoßwerferabteilung und das 47. Artillerie-Regiment - die Hauptkräfte bleiben bis zum Morgen des 25.IV.1945 im bisherigen Gebiet und übernehmen die Verteidigung gemäß den Anweisungen des Artilleriekommandeurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Leiter der Aufklärung - organisieren Sie die nächtliche Aufklärung im Gebiet Bunzlau? (Bolbritz!?) mit der Aufgabe zur Bestimmung der Zusammensetzung und Gruppierung feindlicher Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Stellvertretender Brigadekommandeur für rückwärtige Dienste - Nachschub von Treibstoff und Munition gemäß den Richtlinien des Leiters des Rückwärtigen Dienstes sicherstellen. Gefechtsstand – 6. Nachrichtenbataillon?), 2. Kradschützen-Bataillon, 15. Pionierbataillon bis zum Morgen des 25.IV.1945. – Luga. 15. Pionierbataillon schirmt ab und geht an Luga heran in westlicher und nördlicher Richtung. Rückwärtige Dienste Raum Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Gefechtsstand Korps ab 6.00 Uhr – Großwelka, ab 6.00 Uhr – Luga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.     2. Kradschützen-Bataillon) – bezieht Stellung im Gebiet von Übigau, um den Stab des Korps von Norden abzuschirmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.  Es sollen Berichte vorgelegt werden: über die Uhrzeit des Marschbeginns und über das Zusammenstoßen mit dem Feind, dann stündlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                                 Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                          A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.535 Großwelka/Quoos/Übigau ====&lt;br /&gt;
1945, 25 April, 3.00 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 019 des Stabschefs des 1. Panzerkorps über den Übergang des 4. Panzerbrigade und der 1. mot. Inf.-Brigade in die Reserve des Armeebefehlshabers und die Unterstellung der 3. Panzerbrigade unter den Kommandeur der 8. Infanteriedivision. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemäß dem Gefechtsbefehl des Stabes der 2. polnischen Armee WP vom 25.IV.1945 befahl der Korpskommandeur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     3. Panzerbrigade, 24.,25. und 27. SFL-Artillerieregiment wird der 8. Infanteriedivision zugewiesen. Zugewiesene Truppen verstärken die Verteidigung der Division. Tarnen sie die Kampffahrzeuge und organisieren Sie Panzerhinterhalte auf der Linie: a) Kreckwitz, Höhe 193,0, Großwelka; b) Horka, Übigau, Radibor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Granatwerferregiment sowie die 1. Geschoßwerferabteilung werden der 9. Infanteriedivision zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die 4. Panzerbrigade, ohne ein einziges Panzerbataillon– die Reserve des Armeekommandanten – ist bis 7.00 Uhr im Zentrum von Quoos. Ein Bataillon soll dem 17. Infanterie-Regiment mit der Aufgabe des gemeinsamen Kampfes in der Region Sdier zugeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Die 1. mot. Inf.-Brigade bildet zusammen mit der 4. Panzerbrigade eine mobile Reserve des Armeekommandanten, um den zweiten Verteidigungsabschnitt auf der Linie Übigau – Quoos zu besetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Kommandeure der zugewiesenen Truppen - melden sich bis 8.00 Uhr des 25.IV.1945 bei den Divisionskommandeuren, um von ihnen Gefechtsaufgabenaufgaben zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Gefechtsstände: 8. Infanteriedivision – Quoos, 9. Infanteriedivision – Horka 8048 (russ. Koordinate).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Über die Ausführung ist bis 10.00 Uhr 25.IV.1945 Meldung zu erstatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Artilleriekommandant - sorgen Sie für den rechtzeitigen Abzug der Abteilungen und deren Konzentration im neuen Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.536 Kleinwelka/Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945; 25. April 3.00 Uhr, Kleinwelka. - Gefechtsbericht Nr. 011 des Stabschefs des 5. schweren Panzerregiments über die Kämpfe der 1. Panzerkompanie in der Umgebung Salzenforst. Karte 1:50000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich melde, dass beim Angriff der 1. Kompanie des 5. schweren Panzer-Regiments um 18.00 Uhr am 24.IV.1945 in Richtung Salzenforst zwei Panzer &amp;quot;Tiger&amp;quot; ausbrannten und einer in der Gegend von Salzenforst beschädigt wurde. Derzeit besetzt die 1. Kompanie Feuerstellungen am südlichen Rand des Wäldchens 500 m nordöstlich von Salzenforst. Die Kompanie erlitt keine Verluste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef des 5. Unabhängigen (selbstständigen) schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Panzergrenadier-Division Brandenburg ====&lt;br /&gt;
Von Anfang März bis Mitte April 1945 stand die Division im Raum Weißwasser an der Lausitzer Neiße. Bei dem erneuten sowjetischen Großangriff der Roten Armee am 16. April wurde die Division schließlich im Raum Rothenburg-Penzig (nördlich Görlitz) eingekesselt, konnte jedoch schon am 20. April nach Löbau ausbrechen. Nachdem die Reste der Division um Bautzen gekämpft hatten, wurden sie am 3. Mai 1945 per Bahn in den Raum Mährisch-Ostrau in das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren verbracht. Anfang Mai 1945 kämpften dort immer noch Einheiten der Division bei Olmütz und zogen sich bis in den Raum Deutsch-Brod zurück. Nach der Kapitulation der Wehrmacht marschierte ein Teil der Division nach Westen, während andere Teile sich einfach auflösten. Ein großer Teil ging in Tabor in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Vielfach wurden Angehörige der Division von der tschechischen Bevölkerung ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisberichte von Salzenforster Einwohnern ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H.-J. Schneider *02.01.1941 Salzenforst Nr.28:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;In der Nacht vom 13. zum 14. 02 1945 konnten wir von Salzenforst aus einen hellen Schein in Richtung Dresden erkennen. Ich war gerade 4 Jahre alt. Es wurde gesagt, Dresden brennt. Man sprach davon, daß vorher Christbäume von Aufklärungsflugzeugen gesetzt wurden (sogenannte brennende Fackeln), um den Bomben die Ziele zu markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dann die Kriegshandlungen näher rückten, wurden mit unseren Nachbarn sowie im gesamten Viertel, auch Ziegenviertel genannt, (dort wohnten Witschas, Schulze, Schneider, Hänsch, Paulik, Polan, Dresler und Heine), Maßnahmen ergriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männer, außer Johann Polan, waren eingezogen oder bereits verstorben. Bei den ersten Kriegshandlungen fuhren wir mit unseren Kuhgespannen in die Sandgrube in Richtung Uhna - Schmochtitz. Hier flogen mit heulendem Geräusch die Granaten über uns. Als dieser Angriff vorüber war, kehrten wir wieder in unsere Gehöfte zurück. Die Kriegshandlungen rückten immer näher und uns wurde befohlen, Salzenforst zu verlassen. Wir flüchteten mit unseren Kuhgespannen +ber Sohland bis nach Schluckenau. Unser Wagen war bepackt mit Futter für die Kühe, 5 Gänse, ein Krug mit Sahne (aus der durch das Geschüttel Butter wurde) und ein paar Habseligkeiten für Mutter, Tante und uns 2 Jungs. Dort erlebten wir auch Fliegeralarm und suchten in Kellern Unterschutz. Kann mich aber an Bombenexplosionen nicht erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir wieder zu Hause waren, konnten wir keine großen Schäden erkennen. In unserer Hofeinfahrt stand ein kaputtes Halbraupenfahrzeug und bei Schulzes- oder Witschas Scheune, ich weiß es nicht mehr genau, war durch ein Panzer eine Gebäudeecke stark beschädigt. Die beschädigten Kriegsgeräte und die freiliegende Munition wurden noch von der Wehrmacht weggeräumt. Die &amp;quot;Russen&amp;quot; rückten dann ins Dorf ein und Nachbars Polan Friedel wurde zwischen uns zwei Jungs im Bett versteckt, denn Kinder wurden in Ruhe gelassen. In unserem Haus war für kurze Zeit auch ein russischer Offizier einquartiert, so daß wir relative Ruhe hatten. Dann wurden Leute aus dem Dorf verpflichtet, Vieh aus den Ställen der Bauern in Richtung Osten zu treiben. Wir behielten aber unser Vieh. Später kamen die &amp;quot;Russen&amp;quot; mit ihren Panjewagen ins Dorf gefahren und tauschten Gegenstände (auch Spielzeug) gegen Lebensmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Vater kam im Herbst 1945 aus der Gefangenschaft abgemagert zurück. Da er nur ein Auge besaß und auf der anderen Seite ein Glasauge trug und dieses wegwarf, wurde er als Invalide aus der Gefangenschaft entlassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin Schulze Haus Nr. 29:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 14 Jahren erlebte er die Kämpfe in und um Salzenforst hautnah mit. Gemeinsam mit Älteren vom Volkssturm sollte er als Hitlerjunge Panzersperren errichten. Die Deutschen griffen Salzenforst von Bolbritz und Uhna aus an. Die Scheune seines elterlichen Gehöftes wurde durch Panzerbeschuß stark beschädigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martha Worm Haus Nr.24:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine alleinstehende Großmutter begab sich mit ihren 2 Töchtern auf die Flucht Richtung Sächsische Schweiz nach Rathmannsdorf zu Verwandten. Wie so viele konnten sie nur das Notwendigste mitnehmen. Nach ihrer Rückkehr waren Haus und Hof geplündert. Das versteckte Hab und Gut wurde von den russischen Soldaten, welche einquartiert waren, gefunden und konfisziert. Mein Vater Ferdinand Worm, froh, den Krieg überlebt zu haben, floh aus englischer Gefangenschaft und kam über Umwege 1946 nach Hause.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Karl Domschke Haus Nr.14 und Moldenhauer Haus Nr.16c, Schatte, Weiß:&#039;&#039;&#039;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Domschke war bei der Erschießung der jüdischen Frauen zugegen. (Manfred gibt Bericht). Erlebnisse s. u. &amp;quot;Judendenkmal&amp;quot;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene Einwohner ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in Salzenforst wurden mit der gleichen Härte geführt wie überall um Bautzen. Es wurden zahlreiche Gebäude im Ort durch Artillerie- und Panzerbeschuss zerstört. Lt. Ortschronik starben bei den Kämpfen 6 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22.04.45 wurde &#039;&#039;&#039;Karl Pietschmann&#039;&#039;&#039; durch einen deutschen Wachposten auf dem Feld erschossen, weil er nicht stehen blieb. Man sagt, Karl war geistig verwirrt. Die Chronik berichtet, dass Herr Pietschmann die Kühe auf der Wiese umpflocken wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus Nr.33 (ehemals Dreßler) war eine Anzahl zurückgebliebener Einwohner im Keller eingesperrt. Der pensionierte Schulmeister Wange hatte eine weiße Fahne oder Taschentuch gehisst und sich wieder in das Haus zurückbegeben. Die deutschen Soldaten vermuteten einen Hinterhalt der Polen und warfen eine oder mehrere Handgranaten in das Haus. Herr Wange war sofort tot und Frau Suschke und Frau Preusche starben an ihren schweren Verletzungen (Pietsch, Karl: „Ortschronik Salzenforst“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Margarethe Suschke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Maria Auguste Preusche&#039;&#039;&#039; (1. Frau von Preusche, Hermann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Herr &#039;&#039;&#039;Ernst Heinrich Richard Wange&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kam es zu einem tragischen Unfall.  Die 7-jährigen Kinder &#039;&#039;&#039;Wolfgang Mattitza&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Günter Jentsch&#039;&#039;&#039; spielten am 23.05.1945 auf dem Feld von Domschke (jetzt Kreisverkehr) Hascher. Dabei fanden sie eine Stielhandgranate und da sie nicht wussten, um was es sich handelte, schmissen sie diese weg. Durch die Explosion wurden beide Kinder schwer verletzt. Nachdem man sie fand, wurden sie mit dem Fuhrwerk nach Bautzen gebracht. Wolfgang M. verlor das rechte Auge, Günter J. verstarb am nächsten Tag im St. Benno Krankenhaus in Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene ausländische Bürger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maslanka, Feliks Tod.jpg|mini|548x548px|Bekanntmachung zur Hinrichtung von Feliks Maslanka]]&lt;br /&gt;
Während des Krieges waren im Ort ausländische Bürger zur Arbeit auf den Bauernhöfen gezwungen (sog. „Zwangsarbeiter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod des Zwangsarbeiters &#039;&#039;&#039;Feliks Maslanka&#039;&#039;&#039; aus Polen wurde am 13.02.42 durch die Gestapo Dresden angezeigt. Augenzeugen berichteten, dass während des Krieges ein Zwangsarbeiter erhängt wurde, weil dieser eine Liaison mit einer Deutschen gehabt haben soll. Das war Herr Maslanka. Die Hinrichtung fand ganz in der Nähe des Chorberges statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau &#039;&#039;&#039;Anna Hortaszko&#039;&#039;&#039;, ebenfalls Zwangsarbeiterin aus Polen, verstarb lt. Sterbeurkunde am 05.04.45 um 22 Uhr mit 23 Jahren an einem Herzschlag. Sie wurde im Waschhaus des Hauses Nr.17 tot aufgefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;KZ - Häftling mit der Nr. 186443&#039;&#039;&#039; ist am 10.02.1945 gegen 17 Uhr am Pfahl 48/5 des Bahndammes der Reichseisenbahn in Stiebitz tot aufgefunden worden. Es war &#039;&#039;&#039;Rene&#039;&#039;&#039; Louis Jean Gabriel &#039;&#039;&#039;Stouff&#039;&#039;&#039;; geboren am 03.03.1920 in Arbois/Frankreich. Am 30.4.1944 kam er mit dem Transport aus Paris am KL Auschwitz an. Nach dem &#039;&#039;Kalender der historischen Ereignisse im KL Auschwitz&#039;&#039; [&#039;&#039;Kalendarium wydarzeń w KL Auschwitz&#039;&#039;], S. 649 von D. Czech wurden die Häftlinge am 30.04.1944 aus Paris gebracht. Sie erhielten Nummern von 184 936 bis 186 590 (Archiv des Museums Gross-Rosen). Letzter Eintrag in der Datei: 14.8.1944 r. KL Birkenau, B II f, Block 11. Von Rene Stouff wissen wir, dass dieser am 7.5/9.5.1944, 31.7./1.8.1944 und 7./8.1944 sowie am 14.8.1944 vom Lagerarzt im KZ Auschwitz untersucht wurde. Er wurde am  18.01.45 von Auschwitz-Birkenau deportiert, danach für einige Tage im KL Groß-Rosen untergebracht. Auf dem weiteren Transport mit der Reichsbahn in Richtung Mauthausen von der SS am 03.02.1945 getötet. Sein lebloser Körper wurde in der Nähe von Bautzen aus dem Zug geworfen. (Such- und Bescheinigungsvorgang Nr. 208.355 /Arolsen Archiv)     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Soldatengrab auf dem Friedhof Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik.png|mini]]&lt;br /&gt;
Wann das Grab mit dem Grabstein errichtet wurde, ist nicht mehr bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulz, Albert                      &#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;20.07.1920                                                                †25.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldwebel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Baumgarten, Johann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1926 Saarlautern                                        †April 1945 in Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schütze der St.Kp.II G.E.R. mot. G.D. -1797-         am Garten von Holland Nr.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater: August Baumgarten Saarlautern I; Saarstr. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Krepela, Friedrich aus Wien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1921 Wien                                                      †25.04.1945 Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soldat                                                                        Hausgarten bei Seidler Nr.11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Truppe: Edelweiß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RAD Feldnachschublager FP-Nr.46927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmidt, Gerhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;25.01.1922 Halbemond (Ostfriesland)                 †29.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obergefreiter des 2.FschPzGrenReg.1HG          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rebel, Bernhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;14.01.1927 Schwerstedt (Ettersberg/Weimar oder bei Straußfurt/Sömmerda) †04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwabe, Günther Manfred Hermann Ernst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;08.04.1926 Frankfurt/Main                                    †25.04.1945 in Temritz gefallen (Sterbe-Urk. Kleinwelka 7/46)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier; vermutlich II.Fsch.PZ.Gren.Reg.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abiturient/evangelisch/ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohnhaft in Sondershausen, Göldnerstraße 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: Berndt, Eberhard)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchhalteparolen zu Kriegsende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Befehle von der Führung ====&lt;br /&gt;
Anfang März Generaloberst Guderian: &#039;&#039;&amp;quot;Der deutsche Ostkämpfer weiß, daß dies der letzte und entscheidende Kampf ist, der über den Fortbestand unseres Volkes und unserer Nation entscheidet ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. März Dr. Goebbels: &#039;&#039;&amp;quot;..... schlagt die Bolschewisten, wo ihr sie trefft! ... Niemals wird die Kunde kommen, daß wir kapitulieren...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. März A. Hitler: &#039;&#039;&amp;quot;es gibt nur ein Gebot, mit verbissener Entschlossenheit allles zu tun, um den Gefahren zu trotzen, die Wende wieder herbeizuführen und zu dem Zweck dieWiderstandskraft unseres Volkes und die seiner Wehrmacht materiell und geistig zu stärken. Ebenso groß muß aber unser Fanatismus in der vernichtung derjenigen sein, die sich dem zu widersetzen suchen ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
02. April Reichsminister und Privatsekretär M. Bormann: &#039;&#039;&amp;quot;... der Kampf gegen den ins Reich eingedrungenen Gegner ist überall mit aller Unnachgiebigkeit und Unerbittlichkeit zu führen ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Reichsführer der SS Heinrich Himmler: &#039;&#039;&amp;quot;... jedes Dorf und jede Stadt werde mit allen Mitteln gehalten. Jededr für die Verteidigung eines Ortes verantwortliche deutsche Mann, der gegen diese selbstverständliche nationale Pflicht verstößt, verliert Ehre und Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Oberkommando der Wehrmacht Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel: &#039;&#039;&amp;quot;... Städte liegen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Sie müssen daher bis zum äußersten verteidigt und gehalten werden ... für die Befolgung des Befehls sind die in jeder Stadt ernannten Kampfkommandanten persönlich verantwortlich. Handeln sie dieser soldatischen Pflicht und ASufgabe zuwider, sowie alle zivilen Amtspersonen, die den Kampfkommandanten von der Pflicht abspenstig zu machen versuchen, oder gar bei der Erfüllung seiner Aufgaben behindern, werden zum Tode verurteilt ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führerbefehl Adolf Hitlers vom 16. April 1945: &#039;&#039;&amp;quot;Wer euch Befehl zum Rückzug gibt, ohne das ihr ihn genau kennt, ist sofort festzunehmen und nötigenfalls augenblicklich umzulegen, ganz gleich, welchen Rang er besitzt.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befehl von Generalfeldmarschall Ferdinand Schoerner an die Kommandeure: &#039;&#039;&amp;quot;Ich kenne keine Begriffe wie Absetzen, Zurückkämpfen, Einklappen.&amp;quot;&#039;&#039; Schoerner wird als brutalster aller Feldmarschäle bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. April Tagesbefehl Schoerner: &#039;&#039;&amp;quot;Wer seine Stellung verläßt, wird erschossen.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 6/1965)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Propaganda in Sachsen bzw. Bautzen ====&lt;br /&gt;
5. März Gauleiter Sachsen Martin Mutschmann. &#039;&#039;&amp;quot;Der Glaube an den Sieg muß erhalten bleiben und darf niemals durch ein etwaiges Vorrücken des Gegners zerbrechen. jed Meter Boden, den der Feind gewinnt, muß er mit einem ungeheuren Blutzoll erkaufen ... Nur der Tapfere behält das Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. März Kreisleiter Karl Martin vor den Bautzener Handwerks-u. Handelsbetrieben: &#039;&#039;&amp;quot;... Der Führer hat dieses Jahr als das Jahr der Wende bezeichnet. Auf sein Wort können wir uns unbedingt verlassen ... Für uns gilt es durchzuhalten, den Kopf hoch zu halten bis zu dem uns gewissen Endsieg ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. März Propagandaleiter Elsner (Großkundgebung in Bautzen): &#039;&#039;&amp;quot;... Mitten im Generalsturm unsrer Feinde müssen wir uns entscheiden, ob wir durchhalten wollen oder nicht, ob wir noch Vertrauen und Glauben an den Sieg haben ... Halten wir also aus und nehmen uns die deutschen Stützpunkte am Atlantik zum Vorbild! ...!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. April Gauleiter Mutschmann: &#039;&#039;&amp;quot;... Widerstand und Kampf bis zum Letzten! Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen und bedroht unsere Heimat mit Hunger und Elend, mit Tod und Verderben. Wer in dieser Not des Volkes gegen die Anordnungen der Partei und des Staates handelt und der nationalen Ehre unseres Volkes Schande macht, wird aus der Volksgemeinschaft ausgelöscht. jede Feindbegünstigung, sei es die Annahme von Geschenken, das Heraushängen weißer Tücher aus den Fenstern oder irgendeine Form der Anbiederung an den Feind ist Landesverrat und wird mit den Tode bestraft ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Geschichtsereignisse&amp;diff=898</id>
		<title>Geschichtsereignisse</title>
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		<updated>2025-11-21T15:36:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Feuersbrunst am 10.Mai 1812 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Brände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfbrand am 19. April 1801 ===&lt;br /&gt;
noch keine Infos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuersbrunst am 10.Mai 1812 ===&lt;br /&gt;
In den &amp;quot;Budissiner Nachrichten&amp;quot; vom 16.05.1812 ist folgendes zu lesen: In der Mittagsstunde des vorigen Sonntags (10.Mai), brach zu Salzenforst, während die meisten Bewohner zur Messe in Bautzen waren, ein plötzliches Feuer aus, welches, vom Winde schnell verbreitet, ungeachtet der Anstrengungen der Hilfeleistenden, binnen anderthalb Stunden 5 Bauernhöfe, 2 Gärtner- und 5 Häusleranwesen vollständig und von 2 Bauernhöfen die Wirtschaftsgebäude in Asche verwandelte. Ein gebrechlicher Auszügler, der noch zu retten versuchte, wurde dabei vom Feuer heftig beschädigt. Es verbrannten ferner 3 Pferde, 2 Kühe, 3 Kälber, 5 Schweine, 1 Hund und 84 Stück Schafvieh, viele Wagen, fast alle Ackergerätschaften, 354 Scheffel Getreide und Feldfrüchte, alle Futtervorräte sowie das Hausgeräte, die Betten und Kleider der meisten Verunglückten, sodaß mehrere nichts als die Kleider, in welcher sie aus der Kirche kamen, gegenwärtig besitzen. Acht der Abgebrannten erfuhren dieses Unglück zum zweitenmal. Mit Schulden, die sie bei dem wenig dankbaren Boden der Gegend und dem Drucke der Zeit bisher nicht abzutragen vermochten, hatten sie wieder aufgebaut und sind jetzt, da sie unglücklicherweise ihre Grundstücke, gleich den Übrigen, weit unter dem Werte versichern lassen, ohne ausreichende Mittel, von Neuem zu bauen. Bei diesem großen Elende der meisten Verunglückten können wir, so oft auch in gegenwärtigen Zeiten die Wohltätigkeit in Anspruch genommen wird, doch nicht umhin, edle Menschenfreunde un Unterstützung zu bitten, fest überzeugt, daß keiner, der es vermag, eine Beisteuer zur Linderung des Mangels dieser schuldlos Verarmten versagen werde. Schon sind von mehreren Herrschaften und Gemeinden Beiträge eingelangt. Der Bauer Hennig zu Salzenforst wird, unter Zuziehung der dortigen Gerichten die Natural- und unsere Kanzlei die Geldbeiträge, welche ferner eingehen dürften, annehmen, letzte auch, nebst uns, für gewissenhafte unparteiische Verteilung die möglichste Sorge tragen, und das Empfangene in diesen Blättern dankbar anzeigen. Möchte ein gesegneter Erfolg unsre Bitte begleiten!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfzerstörung vom 23.-25. April 1945 ===&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von 16 vollständig und 21 teilweise zerstörten Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Napoleon 1813 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleon in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleon.jpg|mini|Abb.: Postkarte mit dem Bildnis Napoleons]]&lt;br /&gt;
Vor und während der Schlacht bei Bautzen, welche am 21.Mai 1813 stattfand, hatte Napoleon seinen Beobachtungsposten in Salzenforst bei Kettan im Haus Nr. 1 eingerichtet; sein Hauptquartier dagegen in Kleinförstchen bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19./20.05.1813 führte der Hausbesitzer Juri (Georg) Kettan den Kaiser der Franzosen,  Napoleon Bonaparte, und seine Offiziere auf den Chorberg und erklärte die umliegenden Ortschaften (Chr. S. 14). Bereits am 15.05.1813 beschossen die Franzosen vom Chorberg mit Kanonen die Preußen bei Lubachau (Chr. S.16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird berichtet, daß Kettan, Juri stotterte und im Beisein der Franzosen nur auf der Ofenbank sitzen durfte. Ein gewisser Löschau aus Salzenforst hat die Franzosen im Mai 1813 durch die Spree geführt und ist nicht wieder heimgekehrt. (s. Chr. S. 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L. Oberhofer berichtet in &amp;quot;Geschichte der Stadt Bautzen&amp;quot; von 1963, daß es eine Napoleonsstube in Salzenforst gab; vermutlich in Haus Nr.1. Am 19.05.1813 ritt der Kaiser auf den Windmühlenberg bei Loga und die Wiwalze, um Beobachtungen anzustellen. Auf einer Felsenkuppe bei Stiebitz entwarf er seinen Angriffsplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichtlicher Hintergrund aus dem Buch von Ralf Schramm: „Der 19.Mai 1813 und seine Ursachen“: ====&lt;br /&gt;
Das XI. Korps der französischen Armee unter Marschall Macdonald marschierte am 15.05.1813 bis auf die Höhen von Klein-u. Oberförstchen, von wo aus er die verbündeten Armeen der Preußen und Russen sehen konnte, die vereint östlich der Spree hinter Bautzen stehen. Am Abend besetzte das Korps die Anhöhen von Gaußig bis Kleinwelka (S.42). Am 17.05. gegen 6Uhr abends unternahm Macdonald mit einem Teil des XI. Korps eine Erkennung, was eine Kanonade von beiden Seiten veranlaßte (S.46). Gegen Mittag des 18.05. verließ Napoleon Dresden und traf mit dem größten Teil der Garde in Hartha ein (S.54).  Am 19.05. stand das XI. Korps unter Marschall Macdonald vor Bautzen, das VI. Korps unter Marschall Marmont stand links von ihm, dem Dorf Nimschütz gegenüber. Den linken Flügel bildete das IV: Korps unter General Bertrand. Er schloß sich nördlich des IV. Korps an und lehnte an Kleinwelka. Die Garden und das I. Kavalleriekorps unter Latour-Maubourg stellten sich als Reserve zwischen Göda und Kleinförstchen zu beiden Seiten der Straße, die von Dresden nach Bautzen führt, auf. Am frühen Morgen des 19.05. verließ Napoleon Großharthau und nahm sein Hauptquartier in Kleinförstchen (S.57).&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto 1.jpg|mini|Napoleon bei Bautzen in der Nacht vom 20. zum 21. Mai 1813 (Paul Gavarni 1836)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleonmuseum-Gemaeldeecke.jpg|mini|Napoleon mit Gräfin Auguste Charlotte am Sonnentempel in Schmochtitz (Napoleonmuseum Georgewitz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Temritz ====&lt;br /&gt;
1813: von den Russischen Truppen wurde das Koban&#039;sche Gut in Temritz in Brand gesteckt und eingeäschert. In der Chronik S.189ff. wird die Requirierung des Lehmann&#039;schen Gutes in Temritz beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
Napoleon hatte ein intimes Verhältnis mit der Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge, Rittergutsbesitzerin von Schmochtitz. Die Gräfin verbrachte die 4 Jahre von 1809 -1812 in Paris (Franz Triebs: &amp;quot;Franzosengrab&amp;quot; 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (Chr. S.308-309). Zeugnis davon ist ein Gemälde, welches beide im Sonnentempel von Schmochtitz darstellt. Napoleon ritt mit einem Offizier vom Hauptquartier in Kleinförstchen nach Schmochtitz. Als sich die Tür für den Kaiser öffnete, blieb der Offizier bei den Pferden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräfinn verehrte Napoleon sehr. Während der Verbannung Napoleons auf der Insel Elba besuchte sie ihn. Sie sagte zu ihm: &amp;quot;Sie sind jetzt ein Privatmann. Ich werde Sie freikaufen&amp;quot;. &amp;quot;Nein&amp;quot; erwiderte der Kaiser, &amp;quot;dafür reicht Ihr Vermögen nicht. Ich danke Ihnen.&amp;quot; (E.  Klausnitzer: Bautzener Kulturschau 3/1980) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Weltkrieg, Kampf um Bautzen 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Offensive ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in und um Bautzen begannen am 16. April 1945 mit dem Angriff der 1. ukrainischen Front und der 2. polnischen Armee über die Neiße bei Rothenburg in Richtung Dresden. Am 18. April begann der Angriff auf Bautzen. Im Norden von der 26. mech. Gardebrigade, im Osten von der 24. mech. Gardebrigade und im Süden von der 25. mech. Gardebrigade gemeinsam mit der 57. Panzerbrigade umringt, drangen am 19.04. sowjetische Truppen in Bautzen ein. Ebenfalls am 19. April erreichte die nördlich von Bautzen in Richtung Großdubrau-Radibor vorrückende 3. Panzerbrigade des 1. polnischen Panzerkorps die Gemeinden Bolbritz und Salzenforst. Sie hatte das Ziel, die Autobahn Richtung Dresden bei Döbschke zu unterbrechen. Am 23. April begann der Gegenangriff der Deutschen zur Befreiung des von den Russen eingeschlossenen Bautzen. Daran beteiligt waren ein Fallschirmpanzerkorps und die dazugezogene Fallschirmpanzerdivision 1 &amp;quot;Hermann Göring&amp;quot;. In Bautzen standen dem Kampfkommandanten Oberst Hoepke etwa 3000 Mann zur Verfügung. Dazu gehörten etwa 200 Mann der SS-Division &amp;quot;Frundsberg&amp;quot;, Volkssturmbataillone, Flakabteilungen, Landesschützen, eine Bewährungskompanie der 4. Panzerarmee und Reste des Grenadierregimentes 1244. Oberst Hoepke ließ am 20. April die Kronprinzenbrücke und in der Seidau die Spreebrücke sprengen.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampfhandlungen in und um Salzenforst vom 23.04-26.04.1945 ===&lt;br /&gt;
In der stockdunklen, naßkalten und regnerischen Nacht vom 23. zum 24.04. wurde die 2. polnische Panzerbrigade von Malschwitz und Niedergurig nach Salzenforst verlegt. Am 24.04. führte diese Brigade einen Gegenangriff mit 2 Panzerbataillonen und 1 Infanteriebataillon aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polnischen Panzer hatten deutsche Einheiten von der Autobahn westlich von Bautzen vertrieben und den Humboldthain südöstlich von Stiebitz erreicht. Dabei hatte das II. Bataillon des Fallschirmpanzer-Grenadierregimentes I „HG“ an der Ziegelei Dreistern und bei Oberförstchen erhebliche Verluste erlitten. Grenadiere dieses II. Bataillons führten bis zur Dämmerung ein stundenlanges, heftiges Gefecht mit einer Einheit des 929. Schützenregimentes um das Umspannwerk Rattwitz, das sie mit hohen Verlusten einnahmen. Gepanzerte Kräfte wurden an diesem Tag aus Bautzen herausgezogen. Dazu gehörte die Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“, die vor Bloaschütz konzentriert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angriff wurde  am 24.04. 12 Uhr abgebrochen und die 2. polnische Panzerbrigade musste auf Salzenforst und Bolbritz zurückgehen, als deutsche Truppen über Oberförstchen und Bloaschütz zur Umfassung ansetzten, um westlich Salzenforst durchzubrechen und somit die polnische Gruppierung bei Groß-u. Kleinwelka bedrohten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gruben sich am Rand der Ortschaften Salzenforst und Bolbritz mit der Front nach Süden ein. Der Druck der Deutschen nahm stündlich zu. Auf Grund des Treibstoffmangels war die 2. polnische Panzerbrigade unter dem Feuerschutz der Artillerie gezwungen, auf die Ortschaften Schmochtitz und Strohschütz zurückzugehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr.png|mini|605x605px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwäche der 2. poln. Armee erkennend, greift am 25.04. die FschPzDiv 1 „HG“ gegen 13 Uhr aus Richtung Nordwesten auf Teichnitz und Kleinwelka an. Gegen 14 Uhr wurde durch das II. Bataillon des FschGrR 2 „HG“ der Ort Temritz eingenommen. Am Nachmittag erfolgte ein Flankenmanöver der Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“ über Bolbritz und Salzenforst. Die Front der polnischen Truppen wurde aufgerollt und Kleinwelka eingenommen. Am 25. Und 26.04. kommt es in und um Kleinwelka zu schweren Kämpfen mit dem 1. Poln. Panzerkorps. Die polnischen Truppen flohen nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salzenforst wurde am 25.04. von den deutschen Truppen besetzt. Wie Dr. J. Ziesche schreibt, erschossen Angehörige der Panzergrenadierdivision &amp;quot;Brandenburg&amp;quot; sowjetische und polnische Verwundete im Haus Nr.34, wo die Polen ein kleines Lazarett eingerichtet hatten. Die Angaben der Getöteten schwanken zwischen 9 und 14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26./27.04. wurde die 9. Poln. Infanteriedivision im Raum Panschwitz-Kuckau zerschlagen, woran auch Ukrainer der Panzerjagdbrigade „Freie Ukraine“ beteiligt waren. Am 27.04. wurde Bautzen bis zum Kriegsende von der Wehrmacht besetzt. Am 08.05., dem Tag der Kapitulation, nahm das 32. Infanterieregiment der 8. polnischen Infanteriedivision kampflos die Stadt Bautzen ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Quellen:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Spurensuche-Die Kämpfe um Weißenberg und Bautzen im April 1945“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Bautzen im April 1945“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urbanke, Axel: „Endkampf um das Reichsgebiet 1944-1945 Ostfront“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 5,6,7/1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefechtsberichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.511 Luga/Stiebitz/Nadelwitz ====&lt;br /&gt;
GM Nr.26 SC 1.PPK an BH mot. und Pz-Truppen 1.UKF, 24.04.45 12 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     In Erfüllung des GB des Korpskommandeurs ging die 2. PBr um 10 Uhr zum A über und blockierte um 12 Uhr nach Überwindung heftigen Feuerwiderstandes durch den Gegner an der Chaussee 1 km S Stiebitz. Dabei wurden 2 Panzer, 1 SPW und 3 Kfz. des Gegners abgeschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 3.PBr trifft auf außergewöhnlich heftigen Feuerwiderstand gegnerischer Art. und GW aus Richtung Gutshof Nadelwitz, Kasernengebäude am Gutshof an der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     1.mot. Inf. Br: die Schützenbataillone befinden sich O der Chaussee Doberschütz, Bautzen im Abschnitt: Kreuzung der Chaussee mit der AB, Kreuzung der Landstraße mit der Chaussee 1 km NW Höhe 189,0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.513 Bautzen/Nimschütz/Doberschau/Wartha ====&lt;br /&gt;
GM Nr.93 der Führung der 2.PA an die Führung der 1.UKF,24.04.45 14 Uhr (K:100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1.PPK vernichtet im ZW mit dem 48.SK und dem 7.mGK die gegnerische Panzergruppierung am SW, SO OR Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1. mot. Inf. Br verteidigt sich im Abschnitt 1 km NO Bautzen, Wegegabelung O Nimschütz. Die 2.PBr ging zum Angriff über und erreichte um 17 Uhr die Flussbiegung SW Bautzen, wo sie das W Flussufer säuberte. Die 3.PBr ging in Richtung Sokulahora, Doberschau zum Angriff über und erreichte die Wegegabelung 1 km SO Bautzen. 7 Panzer blieben wegen TS-Mangel liegen. Korpsstab: Großwelka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Um 13 Uhr traf eine Kolonne von 250 Kfz. unter Führung des Stellvertreter Chefs RD der Front mit TS und Diesel für die Panzer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Armeestab ab 6 Uhr 24.04.45 Wartha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH (Befehlshaber) der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.514 Bautzen ====&lt;br /&gt;
Meldung der Führung der 2.PA an Führung 1.UKF über die Lage in Bautzen, 24.04.45 15 Uhr Neudorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht während der Gespräche mit General Petrow meldete ich ihm, das Kortschagin nur den Südlichen Teil von BZ aufgegeben hat, so jedenfalls informierte mich Kortschagin.  Es ist jedoch zu vermuten, dass zu diesem Zeitpunkt die gesamte Stadt mit Ausnahme einzelner Widerstandsherde in den Händen des Gegners war. Seit heute Morgen gibt es Gefechte um die Stadt. Ich habe Kortschagin, dem Korpskommandeur Rogossni mit seiner 254.SD ein Regiment der Panzerjägerbrigade und ein Regiment SU -76 zugeteilt und unterstütze ihn mit zwei PBr, die Schläge aus O und SO sowie W und SW führen. Ich habe meiner gesamten Artillerie befohlen, den Kampf um BZ zu unterstützen. Ich habe in Ihrem Namen Kortschagin aufgefordert, die Lage wiederherzustellen und die Stadt koste es was es wolle zu halten. Seit dem Morgen führen wir Gefechte um BZ, ohne irgendwelche spürbaren Ergebnisse. Das Fehlen der Infanterie macht sich bemerkbar. Die Panzer und SFL greifen selbständig an und erleiden Verluste durch gestreckte Ladungen und Artillerie des Gegners. Wir brauchen Infanterie. Ich bitte um Ihre Weisungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Zur vollständigen Einnahme und zum Halten der wichtigen Straßenknoten in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Zur Deckung der 30 km breiten und nicht gesicherten Bresche zwischen BZ und der linken Flanke der 9. ID durch die in der vergangenen Nacht und seit morgens den ganze Tag gegnerische Gruppen in Kompanie- und Bataillonsstärke mit gepanzerten Fahrzeugen in die rückwertigen Räume der 9. und 8. ID einsickern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Für einen Schlag am linken Ufer der Spree und den „Weißen Schöps“ in Richtung Korotejew mit dem Ziel, den eingesickerten Gegner schnellstens zu liquidieren. Dazu bitte ich um die Erlaubnis, unverzüglich meine 10., 7., und Teile der 5.ID aus S in den Raum Königswartha zu verlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Swierszewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.515 Autobahn/Rattwitz/Bolbritz/Kreckwitz/ Basankwitz/Niedergurig ====&lt;br /&gt;
GM Nr.27 SC 1.PPK an Führung 2.PA, 24.04.45 15 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Nach Einnahme von BZ begann der Gegner mit Unterstützung von starkem Artillerie- und Granatwerfer-Feuer in kleinen Gruppen entlang der Autobahn nach W und NW durchzubrechen. Unter starker Feuereinwirkung verließ die 14.PJBr um 14 Uhr den Raum Rattwitz nach N. Ein Angriff gegnerischer Panzer und Infanterie in Richtung Oberuhna wurde abgeschlagen. Es wurden 2 Panzer abgeschossen. Die restlichen drehten nach W ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Um 14.30 Uhr brach der Gegner mit einer Kompanie in Bolbritz durch. Die restlichen kleinen Gruppen drehten nach W und nördlich davon. Im Raum Kreckwitz handelten bis 2 Bttr des Gegners, in Basankwitz bis 1 Bttr, in Niedergurig bis 1 Bttr und am N OR 1 Bttr Artillerie und GW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Die TT des Korps setzen die Erfüllung ihrer Aufgabe fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.520 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 18.00 Uhr, Salzenforst. - Gefechtsbericht Nr. 0010 des Kommandeurs des 28. Panzerartillerieregiments über die Kampfhandlungen des Regiments in der Region Salzenforst. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Das 28. SFL-AR (Selbstfahrlafetten-Artillerie-Regiment) wurden zur Verteidigung am nordwestlichen Rand von Salzenforst eingesetzt. Um 11:00 Uhr 24.IV.1945, wurden 2 gepanzerte Geschütze SU-85 entsandt, um den rechten Flügel des Panzerangriffs im Wald 1,5 km südlich von Salzenforst zu unterstützen, eines der Geschütze wurde beschädigt (von einer Kanone durchbohrt) und der Geschützkommandant wurde tödlich verwundet. Die restlichen Kampffahrzeuge befinden sich in der Verteidigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Inventar der SFL (Selbstfahrlafette oder Geschützpanzer) SU-85 im Regiment - 20. Der tatsächliche Zustand – 12 bereit zum Kampf. In der Zeit vom 16. bis 24.IV.1945 wurden beschädigt: 3 Geschütze im Gebiet Horka, eines im Gebiet Klix, und eines im Gebiet Salzenforst. Ein Geschütz versank in einem Sumpf im Bereich der Schule Horka, zwei Kampffahrzeuge wurden in der Gegend Horka aufgrund einer technischen Störung zurückgelassen. Insgesamt 8 SU-85 Panzergeschütze (Gefechtsfahrzeuge) außerhalb der Kampfformationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Versorgungsstatus des Regiments: Treibstoff - Dieselkraftstoff 0,7 TF, Benzin - 0,25 TF, Munition - 1 KS; Essen - 2 Rationen pro Tag. Darüber hinaus gibt es in der Gegend von Algier (500 nw Geheege-Ortsteil von Rothenburg): Treibstoff - Dieselkraftstoff 1,5 TF, Benzin 1,5 TF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Verbindung mit dem Armeestab durch die Verbindungsoffiziere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef                                                           Befehlshaber des 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Czubczenko, Major                                       Panzerabwehrartillerieregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                                                                  M. Zubkow, Oberstleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TF – Tankfüllung;  KS - Kampfsatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 521Welka/Niedergurig/Nimschütz ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 18.00 Uhr Welka. – Gefechtsbericht Nr. 080 des Leiters der OPL-Abteilung der 2. Polnischen Armee WP (Wielko Polska – Großpolen?) an den Befehlshaber der 2. poln. Armee WP über die Aktivitäten der feindlichen Luftwaffe und der OPL-Einheiten der Armee. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Armeeeinheiten kämpfen an den bestehenden Grenzen und Regionen. Die feindliche Panzergruppe, die im Rücken der Armee operierte, griff Niedergurig und Nimschütz an; Angriffe wurden abgewehrt. Die zweite Gruppe, die nach unvollständigen Angaben etwa 200 Kampffahrzeuge zählt, griff Bautzen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Während des letzten Tages wurden auf der Landebahn der Armee 43 FW-190 Flugzeuge entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die feindliche Luftwaffe führte Aufklärung über der Kampfgruppe der Truppen, vor allem auf der Straße Bautzen, Malschwitz, Guttau und Bautzen, Königswartha durch. Die Aufklärung erfolgte mit Flugzeugen des Typs He-111, und besonders intensiv mit FW-190 in einer Höhe von 1000 -3000 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Gruppe von 6- 10 Flugzeugen FW-190 der feindlichen Luftwaffe bombardierte und attackierte mit Waffen die Fahrzeugkolonne von 250 Frontfahrzeugen, welche auf der Straße von Welka nach Neudorf Munition und MPS für unsere Armee mitgeführte. 60 rotierende Antipersonenbomben sowie 11 FAB-50 wurden abgeworfen. Es verbrannten 8 Autos auf der Straße von Welka nach Neudorf und 9 Fahrzeuge im Wald nördlich von Neudorf. Die feindliche Luftwaffe griff die Straße Großwelka Königswartha an. 2 Stunden lang bombardierte und beschoß eine Gruppe von 5-6 Flugzeugen FW-190 diese systematisch mit Bordwaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Das Regiment, das die Frontkolonne deckte, feuerte. Es gab keine abgeschossenen Flugzeuge. Munitionsverbrauch unbekannt. Die Einheiten der 3. Flak-Division feuerten nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Das Flak-Artilleriefeuer schoss keine feindlichen Flugzeuge ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Bestand und Verbrauch der Munition. Flakdivision:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbrauch:   85 mm – 0 KS             Bestand:            85mm – 1,2 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      37 mm – 0 KS                                    37 mm – 1,7 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      12,7 mm – 0 KS                                 12,7 mm – 1,2 KS   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 528 Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 20.00 Uhr (Luga). – Gefechtsbericht Nr.28 des Stabschefs des 1. Panzerkorps an den Kommandeur der 2. poln. Armee WP über die Kämpfe des Korps in Bautzen. Karte 1:100 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 20.00 Uhr 24.IV.1945 befahl der Korpskommandeur: die 2. Panzerbrigade mit einem Bataillon des 34. Infanterieregiments den Feind zurückzuschlagen, der in den westlichen Rand einbrach. Während der zweistündigen Kämpfe wurden sechs Panzer „Tiger“ und „Ferdinand“ beschädigt. Aus dem Hinterhalt beschädigte und verbrannte der Feind mit „Tiger“ und „Ferdinand“ fünf unserer Panzer. Etwa 25 feindliche schwere Panzer, massiv unterstützt durch ein Infanteriebataillon, griffen die Gefechtsformationen unserer und benachbarter Truppen am westlichen Rand von Bautzen an. Infanterie und Artillerie benachbarter Truppen befinden sich östlich von uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                     Chef des 1. Stabskorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                     A. Jerisow, Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.531 Stiebitz/Teichnitz/Burk ====&lt;br /&gt;
GM 2.Poln. Armee an Führung 1.UKF, 24.04.45 22 Uhr (Neudorf), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Der Gegner leistete mit zerstreuten Einheiten der PGD „Brandenburg“, dem 114.Marschbataillon, dem 185.Volkssturm. Btl. im Verlaufe des 24.04.1945 heftigen Widerstand und führte GA mit bis zu 1 Bataillon unterstützt durch 5-6 Panzer. Die generische Luftwaffe bombardierte im Verlauf des gesamten 24.04.45 mit Gruppen von bis 30 Flugzeugen (Messerschmitt) unsere Gefechtsordnung und die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Armee im Verlauf des 24.IV.1945: Die 10. PD war im Angriffsgefecht, ..... auf der Linie: 2km südwestlich Neustadt, ....  Die 5. 8. Und 9. PD im vorigen Gebiet befahlen den Abwehrkampf und wehrten eine kleine Gruppe von Feinden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Das 1.PPK mit den 7.mGK und die 254.SD des 48.SK führen mit wechselndem Erfolg Gefechte um Bautzen. Am 24.04.45 20 Uhr setzten sich die TT im Abschnitt Stiebitz, Teichnitz, 2 km SW Burk fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Kfz.-Kolonne der Front mit Munition und Treibstoff traf im Raum Neudorf ein. Dorthin kamen Vertreter der TT zur Übernahme von TS und Munition. Das 1.PPK erhielt keinen TS infolge der aktiven Handlungen der gegnerischen Luftwaffe auf die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Nachrichtenverbindung zu den TT der Armee über Funk und Verbindungsoffiziere. Die Drahtverbindung arbeitete mit Unterbrechung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Ich habe mich entschlossen die Erfüllung der gestellten Aufgabe fortzusetzen und mit dem 1.PPK Gefechte zur Einnahme von Bautzen zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 532 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 23.00 Uhr, Salzenforst – Gefechtsmeldung des Kommandeurs des 5. Schweren Panzerregiments an den Befehlshaber der 2. Poln. Armee über die Gefahr der Gefangennahme durch den Feind bei Salzenforst und der Rückzug des Regiments auf den neuen Verteidigungsabschnitt: Wald 1 km südwestlich von Welka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.IV.1945 ab 12.00 Uhr kämpfte das Regiment gegen feindliche Panzer und Infanterie, die aus dem Gebiet von Bolbritz und dem westlichen Rand von Bautzen kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Panzer, von schwerem Artillerie- und Flugzeugfeuer unterstützt, rückten am 24.IV.1945 22.00 Uhr bis Salzenforst vor. Das Regiment zog sich auf die neue Verteidigungslinie zurück – Wald 1 km südwestlich von Welka. Verluste: 3 Panzer T-34 85mm. Unsere Infanterie gibt es nicht und es gab sie nicht. Das Regiment kämpfte nur mit seinen Gefechtsfahrzeugen. Bitte um weitere Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommandeur des 5. Selbstständigen schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.533 Neudorf/Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 25.IV., 2.00 Neudorf. - Der Gefechtsbefehl des Stabschefs der 2. Armee WP definiert die Aufgaben der Truppen für den Tag 25. April 1945. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befehlshaber der Armee befahl am 25.IV.1945 die folgenden Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    8. Infanteriedivision - nach Bereitstellung im Bereich Luga, Quoos und im Wäldchen nördlich von Quoos beginnen Sie am 25.IV.1945 um 9.00 Uhr den Vormarsch in Richtung Königswartha bis zum Aufeinandertreffen mit Einheiten der 14. Gardeschützendivision und nehmen Sie Kontakt mit Ihnen auf. Anschließend greifen Sie in Richtung Guttau, Kleinsaubernitz an um die Truppen der 7. Und 10. Infanteriedivision zu erreichen und sich mit diesen zu verbinden. Divisionsstab – Quoos, danach Sdier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    10. Infanteriedivision – Angriff nach Süden in Richtung Uhyst, Sdier; vereinigen sie sich mit den Einheiten der 8. Infanteriedivision. Divisionsstab: - Nochten, danach Uhyst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    7. Infanteriedivision fährt mit dem Angriff Richtung Dauban fort und weiter westlich schließen Sie sich den Truppen der 8. Infanteriedivision an, die nach Osten vorrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.    Die 5. und 9. Infanteriedivision - Verteidigung auf breiter Front auf der Linie: 5. Inf.-Div. - östlicher Rand von Kamenz und die 9. Inf.-Div. – Helenau, Bischheim, Nieder Lichtenau, Höhe 306,2, Lichtenberg, Höhe 296,3, Höhe 305,6, Höhe 299,5, Gemeindebusch - decken Sie die Richtung Dresden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.    1. Panzerkorps - Führen Sie in Zusammenarbeit mit dem 7.mech. Gardekorps die zuvor erhaltene Aufgabe gemäß dem Kampfbefehl Nr. 11554 durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.    Führen Sie Aktionen entschlossen und entschieden durch und sorgen Sie vor allem für eine effiziente und flexible Führung der Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.    Armeestab -Neudorf (4km südlich von Königswartha).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.    Bestätigen Sie den Empfang der Befehle, und berichten Sie über die erteilten Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Operationsabteilung                    Stabschef der 2. Armee WP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S. Noss, Oberst                                               J. Sankowski, Brigadegeneral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 534 Großwelka/Großdubrau/Neumalsitz ====&lt;br /&gt;
1945, 25. April, 2.30 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 18 des Stabschefs des 1. Panzerkorps zum Halten der Verteidigungsstellungen des Korps entlang der Grenze Klein- und Großwelka, Fluß Spree. Karte 1:100000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Befehl des Armeekommandanten befahl der Korpskommandant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     4. Panzerbrigade mit den zugewiesenen Truppen - verteidigen Sie sich weiterhin an der aktuellen Grenze und achten dabei besonders auf den linken Flügel. Gefechtsstand - südlicher Abschnitt Großdubrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     3. Panzerbrigade) - bis 6.00 Uhr ziehen sich ihre Truppen über die Spreeübergänge zurück. und beziehen sie die Verteidigung an der Grenze der Höhe 193.0, Klein- und Großwelka. Ausgehend von der Linie halten Sie sich ab 10.00 Uhr in Bereitschaft zum Gegenangriff auf den Feind in Richtung: Rattwitz, Bloaschütz, Nimschütz. Gefechtsstand – westlicher Rand Großwelka. Unterstützt durch das 27. SFL-Art.-Reg. (Panzerjäger-Regiment).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     2. Panzerbrigade - unter dem Kommando des stellvertretenden Brigade Kommandeurs - Oberstleutnant Dmitriev, herausfahren seiner Panzer, in der Gegend von Strohschütz aufstellen und dem Kommandeur der 3. Panzerbrigade zur Verfügung zu stellen. Die rückwärtigen Dienste der Brigade konzentrieren sich in den Wäldern nördlich von Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     1. mot. Inf.-Brigade) mit dem 2. Granatwerferregiment - ziehen Sie sich sofort in kleinen Gruppen von dem besetzten Abschnitt zurück und nehmen Sie die Verteidigung entlang des Westufers der Spree ein. Gefechtsstand – Neu Malsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     25. und 24. SFL-Artillerie-Regiment, 1. Geschoßwerferabteilung und das 47. Artillerie-Regiment - die Hauptkräfte bleiben bis zum Morgen des 25.IV.1945 im bisherigen Gebiet und übernehmen die Verteidigung gemäß den Anweisungen des Artilleriekommandeurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Leiter der Aufklärung - organisieren Sie die nächtliche Aufklärung im Gebiet Bunzlau? (Bolbritz!?) mit der Aufgabe zur Bestimmung der Zusammensetzung und Gruppierung feindlicher Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Stellvertretender Brigadekommandeur für rückwärtige Dienste - Nachschub von Treibstoff und Munition gemäß den Richtlinien des Leiters des Rückwärtigen Dienstes sicherstellen. Gefechtsstand – 6. Nachrichtenbataillon?), 2. Kradschützen-Bataillon, 15. Pionierbataillon bis zum Morgen des 25.IV.1945. – Luga. 15. Pionierbataillon schirmt ab und geht an Luga heran in westlicher und nördlicher Richtung. Rückwärtige Dienste Raum Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Gefechtsstand Korps ab 6.00 Uhr – Großwelka, ab 6.00 Uhr – Luga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.     2. Kradschützen-Bataillon) – bezieht Stellung im Gebiet von Übigau, um den Stab des Korps von Norden abzuschirmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.  Es sollen Berichte vorgelegt werden: über die Uhrzeit des Marschbeginns und über das Zusammenstoßen mit dem Feind, dann stündlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                                 Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                          A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.535 Großwelka/Quoos/Übigau ====&lt;br /&gt;
1945, 25 April, 3.00 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 019 des Stabschefs des 1. Panzerkorps über den Übergang des 4. Panzerbrigade und der 1. mot. Inf.-Brigade in die Reserve des Armeebefehlshabers und die Unterstellung der 3. Panzerbrigade unter den Kommandeur der 8. Infanteriedivision. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemäß dem Gefechtsbefehl des Stabes der 2. polnischen Armee WP vom 25.IV.1945 befahl der Korpskommandeur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     3. Panzerbrigade, 24.,25. und 27. SFL-Artillerieregiment wird der 8. Infanteriedivision zugewiesen. Zugewiesene Truppen verstärken die Verteidigung der Division. Tarnen sie die Kampffahrzeuge und organisieren Sie Panzerhinterhalte auf der Linie: a) Kreckwitz, Höhe 193,0, Großwelka; b) Horka, Übigau, Radibor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Granatwerferregiment sowie die 1. Geschoßwerferabteilung werden der 9. Infanteriedivision zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die 4. Panzerbrigade, ohne ein einziges Panzerbataillon– die Reserve des Armeekommandanten – ist bis 7.00 Uhr im Zentrum von Quoos. Ein Bataillon soll dem 17. Infanterie-Regiment mit der Aufgabe des gemeinsamen Kampfes in der Region Sdier zugeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Die 1. mot. Inf.-Brigade bildet zusammen mit der 4. Panzerbrigade eine mobile Reserve des Armeekommandanten, um den zweiten Verteidigungsabschnitt auf der Linie Übigau – Quoos zu besetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Kommandeure der zugewiesenen Truppen - melden sich bis 8.00 Uhr des 25.IV.1945 bei den Divisionskommandeuren, um von ihnen Gefechtsaufgabenaufgaben zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Gefechtsstände: 8. Infanteriedivision – Quoos, 9. Infanteriedivision – Horka 8048 (russ. Koordinate).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Über die Ausführung ist bis 10.00 Uhr 25.IV.1945 Meldung zu erstatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Artilleriekommandant - sorgen Sie für den rechtzeitigen Abzug der Abteilungen und deren Konzentration im neuen Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.536 Kleinwelka/Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945; 25. April 3.00 Uhr, Kleinwelka. - Gefechtsbericht Nr. 011 des Stabschefs des 5. schweren Panzerregiments über die Kämpfe der 1. Panzerkompanie in der Umgebung Salzenforst. Karte 1:50000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich melde, dass beim Angriff der 1. Kompanie des 5. schweren Panzer-Regiments um 18.00 Uhr am 24.IV.1945 in Richtung Salzenforst zwei Panzer &amp;quot;Tiger&amp;quot; ausbrannten und einer in der Gegend von Salzenforst beschädigt wurde. Derzeit besetzt die 1. Kompanie Feuerstellungen am südlichen Rand des Wäldchens 500 m nordöstlich von Salzenforst. Die Kompanie erlitt keine Verluste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef des 5. Unabhängigen (selbstständigen) schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Panzergrenadier-Division Brandenburg ====&lt;br /&gt;
Von Anfang März bis Mitte April 1945 stand die Division im Raum Weißwasser an der Lausitzer Neiße. Bei dem erneuten sowjetischen Großangriff der Roten Armee am 16. April wurde die Division schließlich im Raum Rothenburg-Penzig (nördlich Görlitz) eingekesselt, konnte jedoch schon am 20. April nach Löbau ausbrechen. Nachdem die Reste der Division um Bautzen gekämpft hatten, wurden sie am 3. Mai 1945 per Bahn in den Raum Mährisch-Ostrau in das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren verbracht. Anfang Mai 1945 kämpften dort immer noch Einheiten der Division bei Olmütz und zogen sich bis in den Raum Deutsch-Brod zurück. Nach der Kapitulation der Wehrmacht marschierte ein Teil der Division nach Westen, während andere Teile sich einfach auflösten. Ein großer Teil ging in Tabor in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Vielfach wurden Angehörige der Division von der tschechischen Bevölkerung ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisberichte von Salzenforster Einwohnern ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H.-J. Schneider *02.01.1941 Salzenforst Nr.28:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;In der Nacht vom 13. zum 14. 02 1945 konnten wir von Salzenforst aus einen hellen Schein in Richtung Dresden erkennen. Ich war gerade 4 Jahre alt. Es wurde gesagt, Dresden brennt. Man sprach davon, daß vorher Christbäume von Aufklärungsflugzeugen gesetzt wurden (sogenannte brennende Fackeln), um den Bomben die Ziele zu markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dann die Kriegshandlungen näher rückten, wurden mit unseren Nachbarn sowie im gesamten Viertel, auch Ziegenviertel genannt, (dort wohnten Witschas, Schulze, Schneider, Hänsch, Paulik, Polan, Dresler und Heine), Maßnahmen ergriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männer, außer Johann Polan, waren eingezogen oder bereits verstorben. Bei den ersten Kriegshandlungen fuhren wir mit unseren Kuhgespannen in die Sandgrube in Richtung Uhna - Schmochtitz. Hier flogen mit heulendem Geräusch die Granaten über uns. Als dieser Angriff vorüber war, kehrten wir wieder in unsere Gehöfte zurück. Die Kriegshandlungen rückten immer näher und uns wurde befohlen, Salzenforst zu verlassen. Wir flüchteten mit unseren Kuhgespannen +ber Sohland bis nach Schluckenau. Unser Wagen war bepackt mit Futter für die Kühe, 5 Gänse, ein Krug mit Sahne (aus der durch das Geschüttel Butter wurde) und ein paar Habseligkeiten für Mutter, Tante und uns 2 Jungs. Dort erlebten wir auch Fliegeralarm und suchten in Kellern Unterschutz. Kann mich aber an Bombenexplosionen nicht erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir wieder zu Hause waren, konnten wir keine großen Schäden erkennen. In unserer Hofeinfahrt stand ein kaputtes Halbraupenfahrzeug und bei Schulzes- oder Witschas Scheune, ich weiß es nicht mehr genau, war durch ein Panzer eine Gebäudeecke stark beschädigt. Die beschädigten Kriegsgeräte und die freiliegende Munition wurden noch von der Wehrmacht weggeräumt. Die &amp;quot;Russen&amp;quot; rückten dann ins Dorf ein und Nachbars Polan Friedel wurde zwischen uns zwei Jungs im Bett versteckt, denn Kinder wurden in Ruhe gelassen. In unserem Haus war für kurze Zeit auch ein russischer Offizier einquartiert, so daß wir relative Ruhe hatten. Dann wurden Leute aus dem Dorf verpflichtet, Vieh aus den Ställen der Bauern in Richtung Osten zu treiben. Wir behielten aber unser Vieh. Später kamen die &amp;quot;Russen&amp;quot; mit ihren Panjewagen ins Dorf gefahren und tauschten Gegenstände (auch Spielzeug) gegen Lebensmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Vater kam im Herbst 1945 aus der Gefangenschaft abgemagert zurück. Da er nur ein Auge besaß und auf der anderen Seite ein Glasauge trug und dieses wegwarf, wurde er als Invalide aus der Gefangenschaft entlassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin Schulze Haus Nr. 29:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 14 Jahren erlebte er die Kämpfe in und um Salzenforst hautnah mit. Gemeinsam mit Älteren vom Volkssturm sollte er als Hitlerjunge Panzersperren errichten. Die Deutschen griffen Salzenforst von Bolbritz und Uhna aus an. Die Scheune seines elterlichen Gehöftes wurde durch Panzerbeschuß stark beschädigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martha Worm Haus Nr.24:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine alleinstehende Großmutter begab sich mit ihren 2 Töchtern auf die Flucht Richtung Sächsische Schweiz nach Rathmannsdorf zu Verwandten. Wie so viele konnten sie nur das Notwendigste mitnehmen. Nach ihrer Rückkehr waren Haus und Hof geplündert. Das versteckte Hab und Gut wurde von den russischen Soldaten, welche einquartiert waren, gefunden und konfisziert. Mein Vater Ferdinand Worm, froh, den Krieg überlebt zu haben, floh aus englischer Gefangenschaft und kam über Umwege 1946 nach Hause.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Karl Domschke Haus Nr.14 und Moldenhauer Haus Nr.16c, Schatte, Weiß:&#039;&#039;&#039;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Domschke war bei der Erschießung der jüdischen Frauen zugegen. (Manfred gibt Bericht). Erlebnisse s. u. &amp;quot;Judendenkmal&amp;quot;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene Einwohner ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in Salzenforst wurden mit der gleichen Härte geführt wie überall um Bautzen. Es wurden zahlreiche Gebäude im Ort durch Artillerie- und Panzerbeschuss zerstört. Lt. Ortschronik starben bei den Kämpfen 6 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22.04.45 wurde &#039;&#039;&#039;Karl Pietschmann&#039;&#039;&#039; durch einen deutschen Wachposten auf dem Feld erschossen, weil er nicht stehen blieb. Man sagt, Karl war geistig verwirrt. Die Chronik berichtet, dass Herr Pietschmann die Kühe auf der Wiese umpflocken wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus Nr.33 (ehemals Dreßler) war eine Anzahl zurückgebliebener Einwohner im Keller eingesperrt. Der pensionierte Schulmeister Wange hatte eine weiße Fahne oder Taschentuch gehisst und sich wieder in das Haus zurückbegeben. Die deutschen Soldaten vermuteten einen Hinterhalt der Polen und warfen eine oder mehrere Handgranaten in das Haus. Herr Wange war sofort tot und Frau Suschke und Frau Preusche starben an ihren schweren Verletzungen (Pietsch, Karl: „Ortschronik Salzenforst“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Margarethe Suschke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Maria Auguste Preusche&#039;&#039;&#039; (1. Frau von Preusche, Hermann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Herr &#039;&#039;&#039;Ernst Heinrich Richard Wange&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kam es zu einem tragischen Unfall.  Die 7-jährigen Kinder &#039;&#039;&#039;Wolfgang Mattitza&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Günter Jentsch&#039;&#039;&#039; spielten am 23.05.1945 auf dem Feld von Domschke (jetzt Kreisverkehr) Hascher. Dabei fanden sie eine Stielhandgranate und da sie nicht wussten, um was es sich handelte, schmissen sie diese weg. Durch die Explosion wurden beide Kinder schwer verletzt. Nachdem man sie fand, wurden sie mit dem Fuhrwerk nach Bautzen gebracht. Wolfgang M. verlor das rechte Auge, Günter J. verstarb am nächsten Tag im St. Benno Krankenhaus in Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene ausländische Bürger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maslanka, Feliks Tod.jpg|mini|548x548px|Bekanntmachung zur Hinrichtung von Feliks Maslanka]]&lt;br /&gt;
Während des Krieges waren im Ort ausländische Bürger zur Arbeit auf den Bauernhöfen gezwungen (sog. „Zwangsarbeiter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod des Zwangsarbeiters &#039;&#039;&#039;Feliks Maslanka&#039;&#039;&#039; aus Polen wurde am 13.02.42 durch die Gestapo Dresden angezeigt. Augenzeugen berichteten, dass während des Krieges ein Zwangsarbeiter erhängt wurde, weil dieser eine Liaison mit einer Deutschen gehabt haben soll. Das war Herr Maslanka. Die Hinrichtung fand ganz in der Nähe des Chorberges statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau &#039;&#039;&#039;Anna Hortaszko&#039;&#039;&#039;, ebenfalls Zwangsarbeiterin aus Polen, verstarb lt. Sterbeurkunde am 05.04.45 um 22 Uhr mit 23 Jahren an einem Herzschlag. Sie wurde im Waschhaus des Hauses Nr.17 tot aufgefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;KZ - Häftling mit der Nr. 186443&#039;&#039;&#039; ist am 10.02.1945 gegen 17 Uhr am Pfahl 48/5 des Bahndammes der Reichseisenbahn in Stiebitz tot aufgefunden worden. Es war &#039;&#039;&#039;Rene&#039;&#039;&#039; Louis Jean Gabriel &#039;&#039;&#039;Stouff&#039;&#039;&#039;; geboren am 03.03.1920 in Arbois/Frankreich. Am 30.4.1944 kam er mit dem Transport aus Paris am KL Auschwitz an. Nach dem &#039;&#039;Kalender der historischen Ereignisse im KL Auschwitz&#039;&#039; [&#039;&#039;Kalendarium wydarzeń w KL Auschwitz&#039;&#039;], S. 649 von D. Czech wurden die Häftlinge am 30.04.1944 aus Paris gebracht. Sie erhielten Nummern von 184 936 bis 186 590 (Archiv des Museums Gross-Rosen). Letzter Eintrag in der Datei: 14.8.1944 r. KL Birkenau, B II f, Block 11. Von Rene Stouff wissen wir, dass dieser am 7.5/9.5.1944, 31.7./1.8.1944 und 7./8.1944 sowie am 14.8.1944 vom Lagerarzt im KZ Auschwitz untersucht wurde. Er wurde am  18.01.45 von Auschwitz-Birkenau deportiert, danach für einige Tage im KL Groß-Rosen untergebracht. Auf dem weiteren Transport mit der Reichsbahn in Richtung Mauthausen von der SS am 03.02.1945 getötet. Sein lebloser Körper wurde in der Nähe von Bautzen aus dem Zug geworfen. (Such- und Bescheinigungsvorgang Nr. 208.355 /Arolsen Archiv)     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Soldatengrab auf dem Friedhof Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik.png|mini]]&lt;br /&gt;
Wann das Grab mit dem Grabstein errichtet wurde, ist nicht mehr bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulz, Albert                      &#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;20.07.1920                                                                †25.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldwebel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Baumgarten, Johann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1926 Saarlautern                                        †April 1945 in Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schütze der St.Kp.II G.E.R. mot. G.D. -1797-         am Garten von Holland Nr.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater: August Baumgarten Saarlautern I; Saarstr. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Krepela, Friedrich aus Wien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1921 Wien                                                      †25.04.1945 Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soldat                                                                        Hausgarten bei Seidler Nr.11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Truppe: Edelweiß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RAD Feldnachschublager FP-Nr.46927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmidt, Gerhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;25.01.1922 Halbemond (Ostfriesland)                 †29.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obergefreiter des 2.FschPzGrenReg.1HG          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rebel, Bernhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;14.01.1927 Schwerstedt (Ettersberg/Weimar oder bei Straußfurt/Sömmerda) †04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwabe, Günther Manfred Hermann Ernst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;08.04.1926 Frankfurt/Main                                    †25.04.1945 in Temritz gefallen (Sterbe-Urk. Kleinwelka 7/46)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier; vermutlich II.Fsch.PZ.Gren.Reg.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abiturient/evangelisch/ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohnhaft in Sondershausen, Göldnerstraße 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: Berndt, Eberhard)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchhalteparolen zu Kriegsende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Befehle von der Führung ====&lt;br /&gt;
Anfang März Generaloberst Guderian: &#039;&#039;&amp;quot;Der deutsche Ostkämpfer weiß, daß dies der letzte und entscheidende Kampf ist, der über den Fortbestand unseres Volkes und unserer Nation entscheidet ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. März Dr. Goebbels: &#039;&#039;&amp;quot;..... schlagt die Bolschewisten, wo ihr sie trefft! ... Niemals wird die Kunde kommen, daß wir kapitulieren...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. März A. Hitler: &#039;&#039;&amp;quot;es gibt nur ein Gebot, mit verbissener Entschlossenheit allles zu tun, um den Gefahren zu trotzen, die Wende wieder herbeizuführen und zu dem Zweck dieWiderstandskraft unseres Volkes und die seiner Wehrmacht materiell und geistig zu stärken. Ebenso groß muß aber unser Fanatismus in der vernichtung derjenigen sein, die sich dem zu widersetzen suchen ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
02. April Reichsminister und Privatsekretär M. Bormann: &#039;&#039;&amp;quot;... der Kampf gegen den ins Reich eingedrungenen Gegner ist überall mit aller Unnachgiebigkeit und Unerbittlichkeit zu führen ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Reichsführer der SS Heinrich Himmler: &#039;&#039;&amp;quot;... jedes Dorf und jede Stadt werde mit allen Mitteln gehalten. Jededr für die Verteidigung eines Ortes verantwortliche deutsche Mann, der gegen diese selbstverständliche nationale Pflicht verstößt, verliert Ehre und Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Oberkommando der Wehrmacht Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel: &#039;&#039;&amp;quot;... Städte liegen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Sie müssen daher bis zum äußersten verteidigt und gehalten werden ... für die Befolgung des Befehls sind die in jeder Stadt ernannten Kampfkommandanten persönlich verantwortlich. Handeln sie dieser soldatischen Pflicht und ASufgabe zuwider, sowie alle zivilen Amtspersonen, die den Kampfkommandanten von der Pflicht abspenstig zu machen versuchen, oder gar bei der Erfüllung seiner Aufgaben behindern, werden zum Tode verurteilt ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führerbefehl Adolf Hitlers vom 16. April 1945: &#039;&#039;&amp;quot;Wer euch Befehl zum Rückzug gibt, ohne das ihr ihn genau kennt, ist sofort festzunehmen und nötigenfalls augenblicklich umzulegen, ganz gleich, welchen Rang er besitzt.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befehl von Generalfeldmarschall Ferdinand Schoerner an die Kommandeure: &#039;&#039;&amp;quot;Ich kenne keine Begriffe wie Absetzen, Zurückkämpfen, Einklappen.&amp;quot;&#039;&#039; Schoerner wird als brutalster aller Feldmarschäle bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. April Tagesbefehl Schoerner: &#039;&#039;&amp;quot;Wer seine Stellung verläßt, wird erschossen.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 6/1965)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Propaganda in Sachsen bzw. Bautzen ====&lt;br /&gt;
5. März Gauleiter Sachsen Martin Mutschmann. &#039;&#039;&amp;quot;Der Glaube an den Sieg muß erhalten bleiben und darf niemals durch ein etwaiges Vorrücken des Gegners zerbrechen. jed Meter Boden, den der Feind gewinnt, muß er mit einem ungeheuren Blutzoll erkaufen ... Nur der Tapfere behält das Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. März Kreisleiter Karl Martin vor den Bautzener Handwerks-u. Handelsbetrieben: &#039;&#039;&amp;quot;... Der Führer hat dieses Jahr als das Jahr der Wende bezeichnet. Auf sein Wort können wir uns unbedingt verlassen ... Für uns gilt es durchzuhalten, den Kopf hoch zu halten bis zu dem uns gewissen Endsieg ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. März Propagandaleiter Elsner (Großkundgebung in Bautzen): &#039;&#039;&amp;quot;... Mitten im Generalsturm unsrer Feinde müssen wir uns entscheiden, ob wir durchhalten wollen oder nicht, ob wir noch Vertrauen und Glauben an den Sieg haben ... Halten wir also aus und nehmen uns die deutschen Stützpunkte am Atlantik zum Vorbild! ...!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. April Gauleiter Mutschmann: &#039;&#039;&amp;quot;... Widerstand und Kampf bis zum Letzten! Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen und bedroht unsere Heimat mit Hunger und Elend, mit Tod und Verderben. Wer in dieser Not des Volkes gegen die Anordnungen der Partei und des Staates handelt und der nationalen Ehre unseres Volkes Schande macht, wird aus der Volksgemeinschaft ausgelöscht. jede Feindbegünstigung, sei es die Annahme von Geschenken, das Heraushängen weißer Tücher aus den Fenstern oder irgendeine Form der Anbiederung an den Feind ist Landesverrat und wird mit den Tode bestraft ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Geschichtsereignisse&amp;diff=897</id>
		<title>Geschichtsereignisse</title>
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		<updated>2025-11-21T15:32:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Dorfzerstörung vom 23.-25. April 1945 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Brände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfbrand am 19. April 1801 ===&lt;br /&gt;
noch keine Infos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuersbrunst am 10.Mai 1812 ===&lt;br /&gt;
In den &amp;quot;Budissiner Nachrichten&amp;quot; vom 16.05.1812 ist folgendes zu lesen: In der Mittagsstunde des vorigen Sonntags (10.Mai), brach zu Salzenforst, während die meisten Bewohner zur Messe in Bautzen waren, ein plötzliches Feuer aus, welches, vom Winde schnell verbreitet, ungeachtet der Anstrengungen der Hilfeleistenden, binnen anderthalb Stunden 5 Bauernhöfe, 2 Gärtner- und 5 Häusleranwesen vollständig und von 2 Bauernhöfen die Wirtschaftsgebäude in Asche verwandelte. Ein gebrechlicher Auszügler, der noch zu retten versuchte, wurde dabei vom Feuer heftig beschädigt. Es verbrannten ferner 3 Pferde, 2 Kühe, 3 Kälber, 5 Schweine, 1 Hund und 84 Stück Schafvieh, viele Wagen, fast alle Ackergerätschaften, 354 Scheffel Getreide und Feldfrüchte, alle Futtervorräte sowie das Hausgeräte, die Betten und Kleider der meisten Verunglückten, sodaß mehrere nichts als die Kleider, in welcher sie aus der Kirche kamen, gegenwärtig besitzen. Acht der Abgebrannten erfuhren dieses Unglück zum zweitenmal. Mit Schulden, die sie bei dem wenig dankbaren Boden der Gegend und dem Drucke der Zeit bisher nicht abzutragen vermochten, hatten sie wieder aufgebaut und sind jetzt, da sie unglücklicherweise ihre Grundstücke, gleich den Übrigen, weit unter dem Werte versichern lassen, ohne ausreichende Mittel, von Neuem zu bauen. Bei diesem großen Elende der meisten Verunglückten können wir, so oft auch in gegenwärtigen Zeiten die Wohltätigkeit in Anspruch genommen wird, doch nicht umhin, edle Menschenfreunde un Unterstützung zu bitten, fest überzeugt, daß keiner, der es vermag, eine Beisteuer zur Linderung des Mangels dieser schuldlos Verarmten versagen werde. Schon sind von mehreren Herrschaften und Gemeinden Beiträge eingelangt. Der Bauer Hennig zu salzenforst wird, unter Zuziehung der dortigen Gerichten die Natural- und unsere Kanzlei die Geldbeiträge, welche ferner eingehen dürften, annehmen, letzte auch, nebst uns, für gewissenhafte unparteiische Verteilung die möglichste Sorge tragen, und das Empfangene in diesen Blättern dankbar anzeigen. Möchte ein gesegneter Erfolg unsre Bitte begleiten!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfzerstörung vom 23.-25. April 1945 ===&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von 16 vollständig und 21 teilweise zerstörten Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Napoleon 1813 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleon in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleon.jpg|mini|Abb.: Postkarte mit dem Bildnis Napoleons]]&lt;br /&gt;
Vor und während der Schlacht bei Bautzen, welche am 21.Mai 1813 stattfand, hatte Napoleon seinen Beobachtungsposten in Salzenforst bei Kettan im Haus Nr. 1 eingerichtet; sein Hauptquartier dagegen in Kleinförstchen bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19./20.05.1813 führte der Hausbesitzer Juri (Georg) Kettan den Kaiser der Franzosen,  Napoleon Bonaparte, und seine Offiziere auf den Chorberg und erklärte die umliegenden Ortschaften (Chr. S. 14). Bereits am 15.05.1813 beschossen die Franzosen vom Chorberg mit Kanonen die Preußen bei Lubachau (Chr. S.16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird berichtet, daß Kettan, Juri stotterte und im Beisein der Franzosen nur auf der Ofenbank sitzen durfte. Ein gewisser Löschau aus Salzenforst hat die Franzosen im Mai 1813 durch die Spree geführt und ist nicht wieder heimgekehrt. (s. Chr. S. 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L. Oberhofer berichtet in &amp;quot;Geschichte der Stadt Bautzen&amp;quot; von 1963, daß es eine Napoleonsstube in Salzenforst gab; vermutlich in Haus Nr.1. Am 19.05.1813 ritt der Kaiser auf den Windmühlenberg bei Loga und die Wiwalze, um Beobachtungen anzustellen. Auf einer Felsenkuppe bei Stiebitz entwarf er seinen Angriffsplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichtlicher Hintergrund aus dem Buch von Ralf Schramm: „Der 19.Mai 1813 und seine Ursachen“: ====&lt;br /&gt;
Das XI. Korps der französischen Armee unter Marschall Macdonald marschierte am 15.05.1813 bis auf die Höhen von Klein-u. Oberförstchen, von wo aus er die verbündeten Armeen der Preußen und Russen sehen konnte, die vereint östlich der Spree hinter Bautzen stehen. Am Abend besetzte das Korps die Anhöhen von Gaußig bis Kleinwelka (S.42). Am 17.05. gegen 6Uhr abends unternahm Macdonald mit einem Teil des XI. Korps eine Erkennung, was eine Kanonade von beiden Seiten veranlaßte (S.46). Gegen Mittag des 18.05. verließ Napoleon Dresden und traf mit dem größten Teil der Garde in Hartha ein (S.54).  Am 19.05. stand das XI. Korps unter Marschall Macdonald vor Bautzen, das VI. Korps unter Marschall Marmont stand links von ihm, dem Dorf Nimschütz gegenüber. Den linken Flügel bildete das IV: Korps unter General Bertrand. Er schloß sich nördlich des IV. Korps an und lehnte an Kleinwelka. Die Garden und das I. Kavalleriekorps unter Latour-Maubourg stellten sich als Reserve zwischen Göda und Kleinförstchen zu beiden Seiten der Straße, die von Dresden nach Bautzen führt, auf. Am frühen Morgen des 19.05. verließ Napoleon Großharthau und nahm sein Hauptquartier in Kleinförstchen (S.57).&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto 1.jpg|mini|Napoleon bei Bautzen in der Nacht vom 20. zum 21. Mai 1813 (Paul Gavarni 1836)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleonmuseum-Gemaeldeecke.jpg|mini|Napoleon mit Gräfin Auguste Charlotte am Sonnentempel in Schmochtitz (Napoleonmuseum Georgewitz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Temritz ====&lt;br /&gt;
1813: von den Russischen Truppen wurde das Koban&#039;sche Gut in Temritz in Brand gesteckt und eingeäschert. In der Chronik S.189ff. wird die Requirierung des Lehmann&#039;schen Gutes in Temritz beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
Napoleon hatte ein intimes Verhältnis mit der Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge, Rittergutsbesitzerin von Schmochtitz. Die Gräfin verbrachte die 4 Jahre von 1809 -1812 in Paris (Franz Triebs: &amp;quot;Franzosengrab&amp;quot; 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (Chr. S.308-309). Zeugnis davon ist ein Gemälde, welches beide im Sonnentempel von Schmochtitz darstellt. Napoleon ritt mit einem Offizier vom Hauptquartier in Kleinförstchen nach Schmochtitz. Als sich die Tür für den Kaiser öffnete, blieb der Offizier bei den Pferden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräfinn verehrte Napoleon sehr. Während der Verbannung Napoleons auf der Insel Elba besuchte sie ihn. Sie sagte zu ihm: &amp;quot;Sie sind jetzt ein Privatmann. Ich werde Sie freikaufen&amp;quot;. &amp;quot;Nein&amp;quot; erwiderte der Kaiser, &amp;quot;dafür reicht Ihr Vermögen nicht. Ich danke Ihnen.&amp;quot; (E.  Klausnitzer: Bautzener Kulturschau 3/1980) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Weltkrieg, Kampf um Bautzen 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Offensive ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in und um Bautzen begannen am 16. April 1945 mit dem Angriff der 1. ukrainischen Front und der 2. polnischen Armee über die Neiße bei Rothenburg in Richtung Dresden. Am 18. April begann der Angriff auf Bautzen. Im Norden von der 26. mech. Gardebrigade, im Osten von der 24. mech. Gardebrigade und im Süden von der 25. mech. Gardebrigade gemeinsam mit der 57. Panzerbrigade umringt, drangen am 19.04. sowjetische Truppen in Bautzen ein. Ebenfalls am 19. April erreichte die nördlich von Bautzen in Richtung Großdubrau-Radibor vorrückende 3. Panzerbrigade des 1. polnischen Panzerkorps die Gemeinden Bolbritz und Salzenforst. Sie hatte das Ziel, die Autobahn Richtung Dresden bei Döbschke zu unterbrechen. Am 23. April begann der Gegenangriff der Deutschen zur Befreiung des von den Russen eingeschlossenen Bautzen. Daran beteiligt waren ein Fallschirmpanzerkorps und die dazugezogene Fallschirmpanzerdivision 1 &amp;quot;Hermann Göring&amp;quot;. In Bautzen standen dem Kampfkommandanten Oberst Hoepke etwa 3000 Mann zur Verfügung. Dazu gehörten etwa 200 Mann der SS-Division &amp;quot;Frundsberg&amp;quot;, Volkssturmbataillone, Flakabteilungen, Landesschützen, eine Bewährungskompanie der 4. Panzerarmee und Reste des Grenadierregimentes 1244. Oberst Hoepke ließ am 20. April die Kronprinzenbrücke und in der Seidau die Spreebrücke sprengen.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampfhandlungen in und um Salzenforst vom 23.04-26.04.1945 ===&lt;br /&gt;
In der stockdunklen, naßkalten und regnerischen Nacht vom 23. zum 24.04. wurde die 2. polnische Panzerbrigade von Malschwitz und Niedergurig nach Salzenforst verlegt. Am 24.04. führte diese Brigade einen Gegenangriff mit 2 Panzerbataillonen und 1 Infanteriebataillon aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polnischen Panzer hatten deutsche Einheiten von der Autobahn westlich von Bautzen vertrieben und den Humboldthain südöstlich von Stiebitz erreicht. Dabei hatte das II. Bataillon des Fallschirmpanzer-Grenadierregimentes I „HG“ an der Ziegelei Dreistern und bei Oberförstchen erhebliche Verluste erlitten. Grenadiere dieses II. Bataillons führten bis zur Dämmerung ein stundenlanges, heftiges Gefecht mit einer Einheit des 929. Schützenregimentes um das Umspannwerk Rattwitz, das sie mit hohen Verlusten einnahmen. Gepanzerte Kräfte wurden an diesem Tag aus Bautzen herausgezogen. Dazu gehörte die Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“, die vor Bloaschütz konzentriert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angriff wurde  am 24.04. 12 Uhr abgebrochen und die 2. polnische Panzerbrigade musste auf Salzenforst und Bolbritz zurückgehen, als deutsche Truppen über Oberförstchen und Bloaschütz zur Umfassung ansetzten, um westlich Salzenforst durchzubrechen und somit die polnische Gruppierung bei Groß-u. Kleinwelka bedrohten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gruben sich am Rand der Ortschaften Salzenforst und Bolbritz mit der Front nach Süden ein. Der Druck der Deutschen nahm stündlich zu. Auf Grund des Treibstoffmangels war die 2. polnische Panzerbrigade unter dem Feuerschutz der Artillerie gezwungen, auf die Ortschaften Schmochtitz und Strohschütz zurückzugehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr.png|mini|605x605px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwäche der 2. poln. Armee erkennend, greift am 25.04. die FschPzDiv 1 „HG“ gegen 13 Uhr aus Richtung Nordwesten auf Teichnitz und Kleinwelka an. Gegen 14 Uhr wurde durch das II. Bataillon des FschGrR 2 „HG“ der Ort Temritz eingenommen. Am Nachmittag erfolgte ein Flankenmanöver der Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“ über Bolbritz und Salzenforst. Die Front der polnischen Truppen wurde aufgerollt und Kleinwelka eingenommen. Am 25. Und 26.04. kommt es in und um Kleinwelka zu schweren Kämpfen mit dem 1. Poln. Panzerkorps. Die polnischen Truppen flohen nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salzenforst wurde am 25.04. von den deutschen Truppen besetzt. Wie Dr. J. Ziesche schreibt, erschossen Angehörige der Panzergrenadierdivision &amp;quot;Brandenburg&amp;quot; sowjetische und polnische Verwundete im Haus Nr.34, wo die Polen ein kleines Lazarett eingerichtet hatten. Die Angaben der Getöteten schwanken zwischen 9 und 14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26./27.04. wurde die 9. Poln. Infanteriedivision im Raum Panschwitz-Kuckau zerschlagen, woran auch Ukrainer der Panzerjagdbrigade „Freie Ukraine“ beteiligt waren. Am 27.04. wurde Bautzen bis zum Kriegsende von der Wehrmacht besetzt. Am 08.05., dem Tag der Kapitulation, nahm das 32. Infanterieregiment der 8. polnischen Infanteriedivision kampflos die Stadt Bautzen ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Quellen:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Spurensuche-Die Kämpfe um Weißenberg und Bautzen im April 1945“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Bautzen im April 1945“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urbanke, Axel: „Endkampf um das Reichsgebiet 1944-1945 Ostfront“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 5,6,7/1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefechtsberichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.511 Luga/Stiebitz/Nadelwitz ====&lt;br /&gt;
GM Nr.26 SC 1.PPK an BH mot. und Pz-Truppen 1.UKF, 24.04.45 12 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     In Erfüllung des GB des Korpskommandeurs ging die 2. PBr um 10 Uhr zum A über und blockierte um 12 Uhr nach Überwindung heftigen Feuerwiderstandes durch den Gegner an der Chaussee 1 km S Stiebitz. Dabei wurden 2 Panzer, 1 SPW und 3 Kfz. des Gegners abgeschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 3.PBr trifft auf außergewöhnlich heftigen Feuerwiderstand gegnerischer Art. und GW aus Richtung Gutshof Nadelwitz, Kasernengebäude am Gutshof an der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     1.mot. Inf. Br: die Schützenbataillone befinden sich O der Chaussee Doberschütz, Bautzen im Abschnitt: Kreuzung der Chaussee mit der AB, Kreuzung der Landstraße mit der Chaussee 1 km NW Höhe 189,0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.513 Bautzen/Nimschütz/Doberschau/Wartha ====&lt;br /&gt;
GM Nr.93 der Führung der 2.PA an die Führung der 1.UKF,24.04.45 14 Uhr (K:100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1.PPK vernichtet im ZW mit dem 48.SK und dem 7.mGK die gegnerische Panzergruppierung am SW, SO OR Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1. mot. Inf. Br verteidigt sich im Abschnitt 1 km NO Bautzen, Wegegabelung O Nimschütz. Die 2.PBr ging zum Angriff über und erreichte um 17 Uhr die Flussbiegung SW Bautzen, wo sie das W Flussufer säuberte. Die 3.PBr ging in Richtung Sokulahora, Doberschau zum Angriff über und erreichte die Wegegabelung 1 km SO Bautzen. 7 Panzer blieben wegen TS-Mangel liegen. Korpsstab: Großwelka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Um 13 Uhr traf eine Kolonne von 250 Kfz. unter Führung des Stellvertreter Chefs RD der Front mit TS und Diesel für die Panzer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Armeestab ab 6 Uhr 24.04.45 Wartha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH (Befehlshaber) der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.514 Bautzen ====&lt;br /&gt;
Meldung der Führung der 2.PA an Führung 1.UKF über die Lage in Bautzen, 24.04.45 15 Uhr Neudorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht während der Gespräche mit General Petrow meldete ich ihm, das Kortschagin nur den Südlichen Teil von BZ aufgegeben hat, so jedenfalls informierte mich Kortschagin.  Es ist jedoch zu vermuten, dass zu diesem Zeitpunkt die gesamte Stadt mit Ausnahme einzelner Widerstandsherde in den Händen des Gegners war. Seit heute Morgen gibt es Gefechte um die Stadt. Ich habe Kortschagin, dem Korpskommandeur Rogossni mit seiner 254.SD ein Regiment der Panzerjägerbrigade und ein Regiment SU -76 zugeteilt und unterstütze ihn mit zwei PBr, die Schläge aus O und SO sowie W und SW führen. Ich habe meiner gesamten Artillerie befohlen, den Kampf um BZ zu unterstützen. Ich habe in Ihrem Namen Kortschagin aufgefordert, die Lage wiederherzustellen und die Stadt koste es was es wolle zu halten. Seit dem Morgen führen wir Gefechte um BZ, ohne irgendwelche spürbaren Ergebnisse. Das Fehlen der Infanterie macht sich bemerkbar. Die Panzer und SFL greifen selbständig an und erleiden Verluste durch gestreckte Ladungen und Artillerie des Gegners. Wir brauchen Infanterie. Ich bitte um Ihre Weisungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Zur vollständigen Einnahme und zum Halten der wichtigen Straßenknoten in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Zur Deckung der 30 km breiten und nicht gesicherten Bresche zwischen BZ und der linken Flanke der 9. ID durch die in der vergangenen Nacht und seit morgens den ganze Tag gegnerische Gruppen in Kompanie- und Bataillonsstärke mit gepanzerten Fahrzeugen in die rückwertigen Räume der 9. und 8. ID einsickern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Für einen Schlag am linken Ufer der Spree und den „Weißen Schöps“ in Richtung Korotejew mit dem Ziel, den eingesickerten Gegner schnellstens zu liquidieren. Dazu bitte ich um die Erlaubnis, unverzüglich meine 10., 7., und Teile der 5.ID aus S in den Raum Königswartha zu verlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Swierszewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.515 Autobahn/Rattwitz/Bolbritz/Kreckwitz/ Basankwitz/Niedergurig ====&lt;br /&gt;
GM Nr.27 SC 1.PPK an Führung 2.PA, 24.04.45 15 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Nach Einnahme von BZ begann der Gegner mit Unterstützung von starkem Artillerie- und Granatwerfer-Feuer in kleinen Gruppen entlang der Autobahn nach W und NW durchzubrechen. Unter starker Feuereinwirkung verließ die 14.PJBr um 14 Uhr den Raum Rattwitz nach N. Ein Angriff gegnerischer Panzer und Infanterie in Richtung Oberuhna wurde abgeschlagen. Es wurden 2 Panzer abgeschossen. Die restlichen drehten nach W ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Um 14.30 Uhr brach der Gegner mit einer Kompanie in Bolbritz durch. Die restlichen kleinen Gruppen drehten nach W und nördlich davon. Im Raum Kreckwitz handelten bis 2 Bttr des Gegners, in Basankwitz bis 1 Bttr, in Niedergurig bis 1 Bttr und am N OR 1 Bttr Artillerie und GW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Die TT des Korps setzen die Erfüllung ihrer Aufgabe fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.520 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 18.00 Uhr, Salzenforst. - Gefechtsbericht Nr. 0010 des Kommandeurs des 28. Panzerartillerieregiments über die Kampfhandlungen des Regiments in der Region Salzenforst. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Das 28. SFL-AR (Selbstfahrlafetten-Artillerie-Regiment) wurden zur Verteidigung am nordwestlichen Rand von Salzenforst eingesetzt. Um 11:00 Uhr 24.IV.1945, wurden 2 gepanzerte Geschütze SU-85 entsandt, um den rechten Flügel des Panzerangriffs im Wald 1,5 km südlich von Salzenforst zu unterstützen, eines der Geschütze wurde beschädigt (von einer Kanone durchbohrt) und der Geschützkommandant wurde tödlich verwundet. Die restlichen Kampffahrzeuge befinden sich in der Verteidigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Inventar der SFL (Selbstfahrlafette oder Geschützpanzer) SU-85 im Regiment - 20. Der tatsächliche Zustand – 12 bereit zum Kampf. In der Zeit vom 16. bis 24.IV.1945 wurden beschädigt: 3 Geschütze im Gebiet Horka, eines im Gebiet Klix, und eines im Gebiet Salzenforst. Ein Geschütz versank in einem Sumpf im Bereich der Schule Horka, zwei Kampffahrzeuge wurden in der Gegend Horka aufgrund einer technischen Störung zurückgelassen. Insgesamt 8 SU-85 Panzergeschütze (Gefechtsfahrzeuge) außerhalb der Kampfformationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Versorgungsstatus des Regiments: Treibstoff - Dieselkraftstoff 0,7 TF, Benzin - 0,25 TF, Munition - 1 KS; Essen - 2 Rationen pro Tag. Darüber hinaus gibt es in der Gegend von Algier (500 nw Geheege-Ortsteil von Rothenburg): Treibstoff - Dieselkraftstoff 1,5 TF, Benzin 1,5 TF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Verbindung mit dem Armeestab durch die Verbindungsoffiziere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef                                                           Befehlshaber des 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Czubczenko, Major                                       Panzerabwehrartillerieregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                                                                  M. Zubkow, Oberstleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TF – Tankfüllung;  KS - Kampfsatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 521Welka/Niedergurig/Nimschütz ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 18.00 Uhr Welka. – Gefechtsbericht Nr. 080 des Leiters der OPL-Abteilung der 2. Polnischen Armee WP (Wielko Polska – Großpolen?) an den Befehlshaber der 2. poln. Armee WP über die Aktivitäten der feindlichen Luftwaffe und der OPL-Einheiten der Armee. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Armeeeinheiten kämpfen an den bestehenden Grenzen und Regionen. Die feindliche Panzergruppe, die im Rücken der Armee operierte, griff Niedergurig und Nimschütz an; Angriffe wurden abgewehrt. Die zweite Gruppe, die nach unvollständigen Angaben etwa 200 Kampffahrzeuge zählt, griff Bautzen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Während des letzten Tages wurden auf der Landebahn der Armee 43 FW-190 Flugzeuge entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die feindliche Luftwaffe führte Aufklärung über der Kampfgruppe der Truppen, vor allem auf der Straße Bautzen, Malschwitz, Guttau und Bautzen, Königswartha durch. Die Aufklärung erfolgte mit Flugzeugen des Typs He-111, und besonders intensiv mit FW-190 in einer Höhe von 1000 -3000 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Gruppe von 6- 10 Flugzeugen FW-190 der feindlichen Luftwaffe bombardierte und attackierte mit Waffen die Fahrzeugkolonne von 250 Frontfahrzeugen, welche auf der Straße von Welka nach Neudorf Munition und MPS für unsere Armee mitgeführte. 60 rotierende Antipersonenbomben sowie 11 FAB-50 wurden abgeworfen. Es verbrannten 8 Autos auf der Straße von Welka nach Neudorf und 9 Fahrzeuge im Wald nördlich von Neudorf. Die feindliche Luftwaffe griff die Straße Großwelka Königswartha an. 2 Stunden lang bombardierte und beschoß eine Gruppe von 5-6 Flugzeugen FW-190 diese systematisch mit Bordwaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Das Regiment, das die Frontkolonne deckte, feuerte. Es gab keine abgeschossenen Flugzeuge. Munitionsverbrauch unbekannt. Die Einheiten der 3. Flak-Division feuerten nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Das Flak-Artilleriefeuer schoss keine feindlichen Flugzeuge ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Bestand und Verbrauch der Munition. Flakdivision:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbrauch:   85 mm – 0 KS             Bestand:            85mm – 1,2 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      37 mm – 0 KS                                    37 mm – 1,7 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      12,7 mm – 0 KS                                 12,7 mm – 1,2 KS   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 528 Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 20.00 Uhr (Luga). – Gefechtsbericht Nr.28 des Stabschefs des 1. Panzerkorps an den Kommandeur der 2. poln. Armee WP über die Kämpfe des Korps in Bautzen. Karte 1:100 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 20.00 Uhr 24.IV.1945 befahl der Korpskommandeur: die 2. Panzerbrigade mit einem Bataillon des 34. Infanterieregiments den Feind zurückzuschlagen, der in den westlichen Rand einbrach. Während der zweistündigen Kämpfe wurden sechs Panzer „Tiger“ und „Ferdinand“ beschädigt. Aus dem Hinterhalt beschädigte und verbrannte der Feind mit „Tiger“ und „Ferdinand“ fünf unserer Panzer. Etwa 25 feindliche schwere Panzer, massiv unterstützt durch ein Infanteriebataillon, griffen die Gefechtsformationen unserer und benachbarter Truppen am westlichen Rand von Bautzen an. Infanterie und Artillerie benachbarter Truppen befinden sich östlich von uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                     Chef des 1. Stabskorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                     A. Jerisow, Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.531 Stiebitz/Teichnitz/Burk ====&lt;br /&gt;
GM 2.Poln. Armee an Führung 1.UKF, 24.04.45 22 Uhr (Neudorf), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Der Gegner leistete mit zerstreuten Einheiten der PGD „Brandenburg“, dem 114.Marschbataillon, dem 185.Volkssturm. Btl. im Verlaufe des 24.04.1945 heftigen Widerstand und führte GA mit bis zu 1 Bataillon unterstützt durch 5-6 Panzer. Die generische Luftwaffe bombardierte im Verlauf des gesamten 24.04.45 mit Gruppen von bis 30 Flugzeugen (Messerschmitt) unsere Gefechtsordnung und die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Armee im Verlauf des 24.IV.1945: Die 10. PD war im Angriffsgefecht, ..... auf der Linie: 2km südwestlich Neustadt, ....  Die 5. 8. Und 9. PD im vorigen Gebiet befahlen den Abwehrkampf und wehrten eine kleine Gruppe von Feinden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Das 1.PPK mit den 7.mGK und die 254.SD des 48.SK führen mit wechselndem Erfolg Gefechte um Bautzen. Am 24.04.45 20 Uhr setzten sich die TT im Abschnitt Stiebitz, Teichnitz, 2 km SW Burk fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Kfz.-Kolonne der Front mit Munition und Treibstoff traf im Raum Neudorf ein. Dorthin kamen Vertreter der TT zur Übernahme von TS und Munition. Das 1.PPK erhielt keinen TS infolge der aktiven Handlungen der gegnerischen Luftwaffe auf die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Nachrichtenverbindung zu den TT der Armee über Funk und Verbindungsoffiziere. Die Drahtverbindung arbeitete mit Unterbrechung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Ich habe mich entschlossen die Erfüllung der gestellten Aufgabe fortzusetzen und mit dem 1.PPK Gefechte zur Einnahme von Bautzen zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 532 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 23.00 Uhr, Salzenforst – Gefechtsmeldung des Kommandeurs des 5. Schweren Panzerregiments an den Befehlshaber der 2. Poln. Armee über die Gefahr der Gefangennahme durch den Feind bei Salzenforst und der Rückzug des Regiments auf den neuen Verteidigungsabschnitt: Wald 1 km südwestlich von Welka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.IV.1945 ab 12.00 Uhr kämpfte das Regiment gegen feindliche Panzer und Infanterie, die aus dem Gebiet von Bolbritz und dem westlichen Rand von Bautzen kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Panzer, von schwerem Artillerie- und Flugzeugfeuer unterstützt, rückten am 24.IV.1945 22.00 Uhr bis Salzenforst vor. Das Regiment zog sich auf die neue Verteidigungslinie zurück – Wald 1 km südwestlich von Welka. Verluste: 3 Panzer T-34 85mm. Unsere Infanterie gibt es nicht und es gab sie nicht. Das Regiment kämpfte nur mit seinen Gefechtsfahrzeugen. Bitte um weitere Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommandeur des 5. Selbstständigen schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.533 Neudorf/Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 25.IV., 2.00 Neudorf. - Der Gefechtsbefehl des Stabschefs der 2. Armee WP definiert die Aufgaben der Truppen für den Tag 25. April 1945. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befehlshaber der Armee befahl am 25.IV.1945 die folgenden Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    8. Infanteriedivision - nach Bereitstellung im Bereich Luga, Quoos und im Wäldchen nördlich von Quoos beginnen Sie am 25.IV.1945 um 9.00 Uhr den Vormarsch in Richtung Königswartha bis zum Aufeinandertreffen mit Einheiten der 14. Gardeschützendivision und nehmen Sie Kontakt mit Ihnen auf. Anschließend greifen Sie in Richtung Guttau, Kleinsaubernitz an um die Truppen der 7. Und 10. Infanteriedivision zu erreichen und sich mit diesen zu verbinden. Divisionsstab – Quoos, danach Sdier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    10. Infanteriedivision – Angriff nach Süden in Richtung Uhyst, Sdier; vereinigen sie sich mit den Einheiten der 8. Infanteriedivision. Divisionsstab: - Nochten, danach Uhyst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    7. Infanteriedivision fährt mit dem Angriff Richtung Dauban fort und weiter westlich schließen Sie sich den Truppen der 8. Infanteriedivision an, die nach Osten vorrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.    Die 5. und 9. Infanteriedivision - Verteidigung auf breiter Front auf der Linie: 5. Inf.-Div. - östlicher Rand von Kamenz und die 9. Inf.-Div. – Helenau, Bischheim, Nieder Lichtenau, Höhe 306,2, Lichtenberg, Höhe 296,3, Höhe 305,6, Höhe 299,5, Gemeindebusch - decken Sie die Richtung Dresden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.    1. Panzerkorps - Führen Sie in Zusammenarbeit mit dem 7.mech. Gardekorps die zuvor erhaltene Aufgabe gemäß dem Kampfbefehl Nr. 11554 durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.    Führen Sie Aktionen entschlossen und entschieden durch und sorgen Sie vor allem für eine effiziente und flexible Führung der Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.    Armeestab -Neudorf (4km südlich von Königswartha).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.    Bestätigen Sie den Empfang der Befehle, und berichten Sie über die erteilten Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Operationsabteilung                    Stabschef der 2. Armee WP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S. Noss, Oberst                                               J. Sankowski, Brigadegeneral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 534 Großwelka/Großdubrau/Neumalsitz ====&lt;br /&gt;
1945, 25. April, 2.30 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 18 des Stabschefs des 1. Panzerkorps zum Halten der Verteidigungsstellungen des Korps entlang der Grenze Klein- und Großwelka, Fluß Spree. Karte 1:100000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Befehl des Armeekommandanten befahl der Korpskommandant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     4. Panzerbrigade mit den zugewiesenen Truppen - verteidigen Sie sich weiterhin an der aktuellen Grenze und achten dabei besonders auf den linken Flügel. Gefechtsstand - südlicher Abschnitt Großdubrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     3. Panzerbrigade) - bis 6.00 Uhr ziehen sich ihre Truppen über die Spreeübergänge zurück. und beziehen sie die Verteidigung an der Grenze der Höhe 193.0, Klein- und Großwelka. Ausgehend von der Linie halten Sie sich ab 10.00 Uhr in Bereitschaft zum Gegenangriff auf den Feind in Richtung: Rattwitz, Bloaschütz, Nimschütz. Gefechtsstand – westlicher Rand Großwelka. Unterstützt durch das 27. SFL-Art.-Reg. (Panzerjäger-Regiment).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     2. Panzerbrigade - unter dem Kommando des stellvertretenden Brigade Kommandeurs - Oberstleutnant Dmitriev, herausfahren seiner Panzer, in der Gegend von Strohschütz aufstellen und dem Kommandeur der 3. Panzerbrigade zur Verfügung zu stellen. Die rückwärtigen Dienste der Brigade konzentrieren sich in den Wäldern nördlich von Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     1. mot. Inf.-Brigade) mit dem 2. Granatwerferregiment - ziehen Sie sich sofort in kleinen Gruppen von dem besetzten Abschnitt zurück und nehmen Sie die Verteidigung entlang des Westufers der Spree ein. Gefechtsstand – Neu Malsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     25. und 24. SFL-Artillerie-Regiment, 1. Geschoßwerferabteilung und das 47. Artillerie-Regiment - die Hauptkräfte bleiben bis zum Morgen des 25.IV.1945 im bisherigen Gebiet und übernehmen die Verteidigung gemäß den Anweisungen des Artilleriekommandeurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Leiter der Aufklärung - organisieren Sie die nächtliche Aufklärung im Gebiet Bunzlau? (Bolbritz!?) mit der Aufgabe zur Bestimmung der Zusammensetzung und Gruppierung feindlicher Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Stellvertretender Brigadekommandeur für rückwärtige Dienste - Nachschub von Treibstoff und Munition gemäß den Richtlinien des Leiters des Rückwärtigen Dienstes sicherstellen. Gefechtsstand – 6. Nachrichtenbataillon?), 2. Kradschützen-Bataillon, 15. Pionierbataillon bis zum Morgen des 25.IV.1945. – Luga. 15. Pionierbataillon schirmt ab und geht an Luga heran in westlicher und nördlicher Richtung. Rückwärtige Dienste Raum Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Gefechtsstand Korps ab 6.00 Uhr – Großwelka, ab 6.00 Uhr – Luga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.     2. Kradschützen-Bataillon) – bezieht Stellung im Gebiet von Übigau, um den Stab des Korps von Norden abzuschirmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.  Es sollen Berichte vorgelegt werden: über die Uhrzeit des Marschbeginns und über das Zusammenstoßen mit dem Feind, dann stündlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                                 Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                          A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.535 Großwelka/Quoos/Übigau ====&lt;br /&gt;
1945, 25 April, 3.00 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 019 des Stabschefs des 1. Panzerkorps über den Übergang des 4. Panzerbrigade und der 1. mot. Inf.-Brigade in die Reserve des Armeebefehlshabers und die Unterstellung der 3. Panzerbrigade unter den Kommandeur der 8. Infanteriedivision. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemäß dem Gefechtsbefehl des Stabes der 2. polnischen Armee WP vom 25.IV.1945 befahl der Korpskommandeur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     3. Panzerbrigade, 24.,25. und 27. SFL-Artillerieregiment wird der 8. Infanteriedivision zugewiesen. Zugewiesene Truppen verstärken die Verteidigung der Division. Tarnen sie die Kampffahrzeuge und organisieren Sie Panzerhinterhalte auf der Linie: a) Kreckwitz, Höhe 193,0, Großwelka; b) Horka, Übigau, Radibor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Granatwerferregiment sowie die 1. Geschoßwerferabteilung werden der 9. Infanteriedivision zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die 4. Panzerbrigade, ohne ein einziges Panzerbataillon– die Reserve des Armeekommandanten – ist bis 7.00 Uhr im Zentrum von Quoos. Ein Bataillon soll dem 17. Infanterie-Regiment mit der Aufgabe des gemeinsamen Kampfes in der Region Sdier zugeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Die 1. mot. Inf.-Brigade bildet zusammen mit der 4. Panzerbrigade eine mobile Reserve des Armeekommandanten, um den zweiten Verteidigungsabschnitt auf der Linie Übigau – Quoos zu besetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Kommandeure der zugewiesenen Truppen - melden sich bis 8.00 Uhr des 25.IV.1945 bei den Divisionskommandeuren, um von ihnen Gefechtsaufgabenaufgaben zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Gefechtsstände: 8. Infanteriedivision – Quoos, 9. Infanteriedivision – Horka 8048 (russ. Koordinate).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Über die Ausführung ist bis 10.00 Uhr 25.IV.1945 Meldung zu erstatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Artilleriekommandant - sorgen Sie für den rechtzeitigen Abzug der Abteilungen und deren Konzentration im neuen Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.536 Kleinwelka/Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945; 25. April 3.00 Uhr, Kleinwelka. - Gefechtsbericht Nr. 011 des Stabschefs des 5. schweren Panzerregiments über die Kämpfe der 1. Panzerkompanie in der Umgebung Salzenforst. Karte 1:50000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich melde, dass beim Angriff der 1. Kompanie des 5. schweren Panzer-Regiments um 18.00 Uhr am 24.IV.1945 in Richtung Salzenforst zwei Panzer &amp;quot;Tiger&amp;quot; ausbrannten und einer in der Gegend von Salzenforst beschädigt wurde. Derzeit besetzt die 1. Kompanie Feuerstellungen am südlichen Rand des Wäldchens 500 m nordöstlich von Salzenforst. Die Kompanie erlitt keine Verluste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef des 5. Unabhängigen (selbstständigen) schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Panzergrenadier-Division Brandenburg ====&lt;br /&gt;
Von Anfang März bis Mitte April 1945 stand die Division im Raum Weißwasser an der Lausitzer Neiße. Bei dem erneuten sowjetischen Großangriff der Roten Armee am 16. April wurde die Division schließlich im Raum Rothenburg-Penzig (nördlich Görlitz) eingekesselt, konnte jedoch schon am 20. April nach Löbau ausbrechen. Nachdem die Reste der Division um Bautzen gekämpft hatten, wurden sie am 3. Mai 1945 per Bahn in den Raum Mährisch-Ostrau in das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren verbracht. Anfang Mai 1945 kämpften dort immer noch Einheiten der Division bei Olmütz und zogen sich bis in den Raum Deutsch-Brod zurück. Nach der Kapitulation der Wehrmacht marschierte ein Teil der Division nach Westen, während andere Teile sich einfach auflösten. Ein großer Teil ging in Tabor in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Vielfach wurden Angehörige der Division von der tschechischen Bevölkerung ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisberichte von Salzenforster Einwohnern ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H.-J. Schneider *02.01.1941 Salzenforst Nr.28:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;In der Nacht vom 13. zum 14. 02 1945 konnten wir von Salzenforst aus einen hellen Schein in Richtung Dresden erkennen. Ich war gerade 4 Jahre alt. Es wurde gesagt, Dresden brennt. Man sprach davon, daß vorher Christbäume von Aufklärungsflugzeugen gesetzt wurden (sogenannte brennende Fackeln), um den Bomben die Ziele zu markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dann die Kriegshandlungen näher rückten, wurden mit unseren Nachbarn sowie im gesamten Viertel, auch Ziegenviertel genannt, (dort wohnten Witschas, Schulze, Schneider, Hänsch, Paulik, Polan, Dresler und Heine), Maßnahmen ergriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männer, außer Johann Polan, waren eingezogen oder bereits verstorben. Bei den ersten Kriegshandlungen fuhren wir mit unseren Kuhgespannen in die Sandgrube in Richtung Uhna - Schmochtitz. Hier flogen mit heulendem Geräusch die Granaten über uns. Als dieser Angriff vorüber war, kehrten wir wieder in unsere Gehöfte zurück. Die Kriegshandlungen rückten immer näher und uns wurde befohlen, Salzenforst zu verlassen. Wir flüchteten mit unseren Kuhgespannen +ber Sohland bis nach Schluckenau. Unser Wagen war bepackt mit Futter für die Kühe, 5 Gänse, ein Krug mit Sahne (aus der durch das Geschüttel Butter wurde) und ein paar Habseligkeiten für Mutter, Tante und uns 2 Jungs. Dort erlebten wir auch Fliegeralarm und suchten in Kellern Unterschutz. Kann mich aber an Bombenexplosionen nicht erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir wieder zu Hause waren, konnten wir keine großen Schäden erkennen. In unserer Hofeinfahrt stand ein kaputtes Halbraupenfahrzeug und bei Schulzes- oder Witschas Scheune, ich weiß es nicht mehr genau, war durch ein Panzer eine Gebäudeecke stark beschädigt. Die beschädigten Kriegsgeräte und die freiliegende Munition wurden noch von der Wehrmacht weggeräumt. Die &amp;quot;Russen&amp;quot; rückten dann ins Dorf ein und Nachbars Polan Friedel wurde zwischen uns zwei Jungs im Bett versteckt, denn Kinder wurden in Ruhe gelassen. In unserem Haus war für kurze Zeit auch ein russischer Offizier einquartiert, so daß wir relative Ruhe hatten. Dann wurden Leute aus dem Dorf verpflichtet, Vieh aus den Ställen der Bauern in Richtung Osten zu treiben. Wir behielten aber unser Vieh. Später kamen die &amp;quot;Russen&amp;quot; mit ihren Panjewagen ins Dorf gefahren und tauschten Gegenstände (auch Spielzeug) gegen Lebensmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Vater kam im Herbst 1945 aus der Gefangenschaft abgemagert zurück. Da er nur ein Auge besaß und auf der anderen Seite ein Glasauge trug und dieses wegwarf, wurde er als Invalide aus der Gefangenschaft entlassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin Schulze Haus Nr. 29:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 14 Jahren erlebte er die Kämpfe in und um Salzenforst hautnah mit. Gemeinsam mit Älteren vom Volkssturm sollte er als Hitlerjunge Panzersperren errichten. Die Deutschen griffen Salzenforst von Bolbritz und Uhna aus an. Die Scheune seines elterlichen Gehöftes wurde durch Panzerbeschuß stark beschädigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martha Worm Haus Nr.24:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine alleinstehende Großmutter begab sich mit ihren 2 Töchtern auf die Flucht Richtung Sächsische Schweiz nach Rathmannsdorf zu Verwandten. Wie so viele konnten sie nur das Notwendigste mitnehmen. Nach ihrer Rückkehr waren Haus und Hof geplündert. Das versteckte Hab und Gut wurde von den russischen Soldaten, welche einquartiert waren, gefunden und konfisziert. Mein Vater Ferdinand Worm, froh, den Krieg überlebt zu haben, floh aus englischer Gefangenschaft und kam über Umwege 1946 nach Hause.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Karl Domschke Haus Nr.14 und Moldenhauer Haus Nr.16c, Schatte, Weiß:&#039;&#039;&#039;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Domschke war bei der Erschießung der jüdischen Frauen zugegen. (Manfred gibt Bericht). Erlebnisse s. u. &amp;quot;Judendenkmal&amp;quot;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene Einwohner ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in Salzenforst wurden mit der gleichen Härte geführt wie überall um Bautzen. Es wurden zahlreiche Gebäude im Ort durch Artillerie- und Panzerbeschuss zerstört. Lt. Ortschronik starben bei den Kämpfen 6 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22.04.45 wurde &#039;&#039;&#039;Karl Pietschmann&#039;&#039;&#039; durch einen deutschen Wachposten auf dem Feld erschossen, weil er nicht stehen blieb. Man sagt, Karl war geistig verwirrt. Die Chronik berichtet, dass Herr Pietschmann die Kühe auf der Wiese umpflocken wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus Nr.33 (ehemals Dreßler) war eine Anzahl zurückgebliebener Einwohner im Keller eingesperrt. Der pensionierte Schulmeister Wange hatte eine weiße Fahne oder Taschentuch gehisst und sich wieder in das Haus zurückbegeben. Die deutschen Soldaten vermuteten einen Hinterhalt der Polen und warfen eine oder mehrere Handgranaten in das Haus. Herr Wange war sofort tot und Frau Suschke und Frau Preusche starben an ihren schweren Verletzungen (Pietsch, Karl: „Ortschronik Salzenforst“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Margarethe Suschke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Maria Auguste Preusche&#039;&#039;&#039; (1. Frau von Preusche, Hermann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Herr &#039;&#039;&#039;Ernst Heinrich Richard Wange&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kam es zu einem tragischen Unfall.  Die 7-jährigen Kinder &#039;&#039;&#039;Wolfgang Mattitza&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Günter Jentsch&#039;&#039;&#039; spielten am 23.05.1945 auf dem Feld von Domschke (jetzt Kreisverkehr) Hascher. Dabei fanden sie eine Stielhandgranate und da sie nicht wussten, um was es sich handelte, schmissen sie diese weg. Durch die Explosion wurden beide Kinder schwer verletzt. Nachdem man sie fand, wurden sie mit dem Fuhrwerk nach Bautzen gebracht. Wolfgang M. verlor das rechte Auge, Günter J. verstarb am nächsten Tag im St. Benno Krankenhaus in Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene ausländische Bürger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maslanka, Feliks Tod.jpg|mini|548x548px|Bekanntmachung zur Hinrichtung von Feliks Maslanka]]&lt;br /&gt;
Während des Krieges waren im Ort ausländische Bürger zur Arbeit auf den Bauernhöfen gezwungen (sog. „Zwangsarbeiter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod des Zwangsarbeiters &#039;&#039;&#039;Feliks Maslanka&#039;&#039;&#039; aus Polen wurde am 13.02.42 durch die Gestapo Dresden angezeigt. Augenzeugen berichteten, dass während des Krieges ein Zwangsarbeiter erhängt wurde, weil dieser eine Liaison mit einer Deutschen gehabt haben soll. Das war Herr Maslanka. Die Hinrichtung fand ganz in der Nähe des Chorberges statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau &#039;&#039;&#039;Anna Hortaszko&#039;&#039;&#039;, ebenfalls Zwangsarbeiterin aus Polen, verstarb lt. Sterbeurkunde am 05.04.45 um 22 Uhr mit 23 Jahren an einem Herzschlag. Sie wurde im Waschhaus des Hauses Nr.17 tot aufgefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;KZ - Häftling mit der Nr. 186443&#039;&#039;&#039; ist am 10.02.1945 gegen 17 Uhr am Pfahl 48/5 des Bahndammes der Reichseisenbahn in Stiebitz tot aufgefunden worden. Es war &#039;&#039;&#039;Rene&#039;&#039;&#039; Louis Jean Gabriel &#039;&#039;&#039;Stouff&#039;&#039;&#039;; geboren am 03.03.1920 in Arbois/Frankreich. Am 30.4.1944 kam er mit dem Transport aus Paris am KL Auschwitz an. Nach dem &#039;&#039;Kalender der historischen Ereignisse im KL Auschwitz&#039;&#039; [&#039;&#039;Kalendarium wydarzeń w KL Auschwitz&#039;&#039;], S. 649 von D. Czech wurden die Häftlinge am 30.04.1944 aus Paris gebracht. Sie erhielten Nummern von 184 936 bis 186 590 (Archiv des Museums Gross-Rosen). Letzter Eintrag in der Datei: 14.8.1944 r. KL Birkenau, B II f, Block 11. Von Rene Stouff wissen wir, dass dieser am 7.5/9.5.1944, 31.7./1.8.1944 und 7./8.1944 sowie am 14.8.1944 vom Lagerarzt im KZ Auschwitz untersucht wurde. Er wurde am  18.01.45 von Auschwitz-Birkenau deportiert, danach für einige Tage im KL Groß-Rosen untergebracht. Auf dem weiteren Transport mit der Reichsbahn in Richtung Mauthausen von der SS am 03.02.1945 getötet. Sein lebloser Körper wurde in der Nähe von Bautzen aus dem Zug geworfen. (Such- und Bescheinigungsvorgang Nr. 208.355 /Arolsen Archiv)     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Soldatengrab auf dem Friedhof Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik.png|mini]]&lt;br /&gt;
Wann das Grab mit dem Grabstein errichtet wurde, ist nicht mehr bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulz, Albert                      &#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;20.07.1920                                                                †25.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldwebel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Baumgarten, Johann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1926 Saarlautern                                        †April 1945 in Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schütze der St.Kp.II G.E.R. mot. G.D. -1797-         am Garten von Holland Nr.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater: August Baumgarten Saarlautern I; Saarstr. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Krepela, Friedrich aus Wien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1921 Wien                                                      †25.04.1945 Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soldat                                                                        Hausgarten bei Seidler Nr.11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Truppe: Edelweiß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RAD Feldnachschublager FP-Nr.46927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmidt, Gerhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;25.01.1922 Halbemond (Ostfriesland)                 †29.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obergefreiter des 2.FschPzGrenReg.1HG          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rebel, Bernhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;14.01.1927 Schwerstedt (Ettersberg/Weimar oder bei Straußfurt/Sömmerda) †04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwabe, Günther Manfred Hermann Ernst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;08.04.1926 Frankfurt/Main                                    †25.04.1945 in Temritz gefallen (Sterbe-Urk. Kleinwelka 7/46)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier; vermutlich II.Fsch.PZ.Gren.Reg.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abiturient/evangelisch/ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohnhaft in Sondershausen, Göldnerstraße 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: Berndt, Eberhard)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchhalteparolen zu Kriegsende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Befehle von der Führung ====&lt;br /&gt;
Anfang März Generaloberst Guderian: &#039;&#039;&amp;quot;Der deutsche Ostkämpfer weiß, daß dies der letzte und entscheidende Kampf ist, der über den Fortbestand unseres Volkes und unserer Nation entscheidet ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. März Dr. Goebbels: &#039;&#039;&amp;quot;..... schlagt die Bolschewisten, wo ihr sie trefft! ... Niemals wird die Kunde kommen, daß wir kapitulieren...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. März A. Hitler: &#039;&#039;&amp;quot;es gibt nur ein Gebot, mit verbissener Entschlossenheit allles zu tun, um den Gefahren zu trotzen, die Wende wieder herbeizuführen und zu dem Zweck dieWiderstandskraft unseres Volkes und die seiner Wehrmacht materiell und geistig zu stärken. Ebenso groß muß aber unser Fanatismus in der vernichtung derjenigen sein, die sich dem zu widersetzen suchen ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
02. April Reichsminister und Privatsekretär M. Bormann: &#039;&#039;&amp;quot;... der Kampf gegen den ins Reich eingedrungenen Gegner ist überall mit aller Unnachgiebigkeit und Unerbittlichkeit zu führen ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Reichsführer der SS Heinrich Himmler: &#039;&#039;&amp;quot;... jedes Dorf und jede Stadt werde mit allen Mitteln gehalten. Jededr für die Verteidigung eines Ortes verantwortliche deutsche Mann, der gegen diese selbstverständliche nationale Pflicht verstößt, verliert Ehre und Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Oberkommando der Wehrmacht Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel: &#039;&#039;&amp;quot;... Städte liegen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Sie müssen daher bis zum äußersten verteidigt und gehalten werden ... für die Befolgung des Befehls sind die in jeder Stadt ernannten Kampfkommandanten persönlich verantwortlich. Handeln sie dieser soldatischen Pflicht und ASufgabe zuwider, sowie alle zivilen Amtspersonen, die den Kampfkommandanten von der Pflicht abspenstig zu machen versuchen, oder gar bei der Erfüllung seiner Aufgaben behindern, werden zum Tode verurteilt ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führerbefehl Adolf Hitlers vom 16. April 1945: &#039;&#039;&amp;quot;Wer euch Befehl zum Rückzug gibt, ohne das ihr ihn genau kennt, ist sofort festzunehmen und nötigenfalls augenblicklich umzulegen, ganz gleich, welchen Rang er besitzt.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befehl von Generalfeldmarschall Ferdinand Schoerner an die Kommandeure: &#039;&#039;&amp;quot;Ich kenne keine Begriffe wie Absetzen, Zurückkämpfen, Einklappen.&amp;quot;&#039;&#039; Schoerner wird als brutalster aller Feldmarschäle bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. April Tagesbefehl Schoerner: &#039;&#039;&amp;quot;Wer seine Stellung verläßt, wird erschossen.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 6/1965)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Propaganda in Sachsen bzw. Bautzen ====&lt;br /&gt;
5. März Gauleiter Sachsen Martin Mutschmann. &#039;&#039;&amp;quot;Der Glaube an den Sieg muß erhalten bleiben und darf niemals durch ein etwaiges Vorrücken des Gegners zerbrechen. jed Meter Boden, den der Feind gewinnt, muß er mit einem ungeheuren Blutzoll erkaufen ... Nur der Tapfere behält das Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. März Kreisleiter Karl Martin vor den Bautzener Handwerks-u. Handelsbetrieben: &#039;&#039;&amp;quot;... Der Führer hat dieses Jahr als das Jahr der Wende bezeichnet. Auf sein Wort können wir uns unbedingt verlassen ... Für uns gilt es durchzuhalten, den Kopf hoch zu halten bis zu dem uns gewissen Endsieg ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. März Propagandaleiter Elsner (Großkundgebung in Bautzen): &#039;&#039;&amp;quot;... Mitten im Generalsturm unsrer Feinde müssen wir uns entscheiden, ob wir durchhalten wollen oder nicht, ob wir noch Vertrauen und Glauben an den Sieg haben ... Halten wir also aus und nehmen uns die deutschen Stützpunkte am Atlantik zum Vorbild! ...!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. April Gauleiter Mutschmann: &#039;&#039;&amp;quot;... Widerstand und Kampf bis zum Letzten! Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen und bedroht unsere Heimat mit Hunger und Elend, mit Tod und Verderben. Wer in dieser Not des Volkes gegen die Anordnungen der Partei und des Staates handelt und der nationalen Ehre unseres Volkes Schande macht, wird aus der Volksgemeinschaft ausgelöscht. jede Feindbegünstigung, sei es die Annahme von Geschenken, das Heraushängen weißer Tücher aus den Fenstern oder irgendeine Form der Anbiederung an den Feind ist Landesverrat und wird mit den Tode bestraft ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Geschichtsereignisse&amp;diff=896</id>
		<title>Geschichtsereignisse</title>
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		<updated>2025-11-21T15:21:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Feuersbrunst am 10.Mai 1812 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Brände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfbrand am 19. April 1801 ===&lt;br /&gt;
noch keine Infos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuersbrunst am 10.Mai 1812 ===&lt;br /&gt;
In den &amp;quot;Budissiner Nachrichten&amp;quot; vom 16.05.1812 ist folgendes zu lesen: In der Mittagsstunde des vorigen Sonntags (10.Mai), brach zu Salzenforst, während die meisten Bewohner zur Messe in Bautzen waren, ein plötzliches Feuer aus, welches, vom Winde schnell verbreitet, ungeachtet der Anstrengungen der Hilfeleistenden, binnen anderthalb Stunden 5 Bauernhöfe, 2 Gärtner- und 5 Häusleranwesen vollständig und von 2 Bauernhöfen die Wirtschaftsgebäude in Asche verwandelte. Ein gebrechlicher Auszügler, der noch zu retten versuchte, wurde dabei vom Feuer heftig beschädigt. Es verbrannten ferner 3 Pferde, 2 Kühe, 3 Kälber, 5 Schweine, 1 Hund und 84 Stück Schafvieh, viele Wagen, fast alle Ackergerätschaften, 354 Scheffel Getreide und Feldfrüchte, alle Futtervorräte sowie das Hausgeräte, die Betten und Kleider der meisten Verunglückten, sodaß mehrere nichts als die Kleider, in welcher sie aus der Kirche kamen, gegenwärtig besitzen. Acht der Abgebrannten erfuhren dieses Unglück zum zweitenmal. Mit Schulden, die sie bei dem wenig dankbaren Boden der gegend und dem Drucke der Zeit bisher nicht abzutragen vermochten, hatten sie wieder aufgebaut und sind jetzt, da sie unglücklicherweise ihre Grundstücke, gleich den Übrigen, weit unter dem Werte versichern lassen, ohne ausreichende Mittel von Neuem zu bauen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfzerstörung vom 23.-25. April 1945 ===&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von 16 vollständig und 21 teilweise zerstörten Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Napoleon 1813 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleon in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleon.jpg|mini|Abb.: Postkarte mit dem Bildnis Napoleons]]&lt;br /&gt;
Vor und während der Schlacht bei Bautzen, welche am 21.Mai 1813 stattfand, hatte Napoleon seinen Beobachtungsposten in Salzenforst bei Kettan im Haus Nr. 1 eingerichtet; sein Hauptquartier dagegen in Kleinförstchen bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19./20.05.1813 führte der Hausbesitzer Juri (Georg) Kettan den Kaiser der Franzosen,  Napoleon Bonaparte, und seine Offiziere auf den Chorberg und erklärte die umliegenden Ortschaften (Chr. S. 14). Bereits am 15.05.1813 beschossen die Franzosen vom Chorberg mit Kanonen die Preußen bei Lubachau (Chr. S.16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird berichtet, daß Kettan, Juri stotterte und im Beisein der Franzosen nur auf der Ofenbank sitzen durfte. Ein gewisser Löschau aus Salzenforst hat die Franzosen im Mai 1813 durch die Spree geführt und ist nicht wieder heimgekehrt. (s. Chr. S. 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L. Oberhofer berichtet in &amp;quot;Geschichte der Stadt Bautzen&amp;quot; von 1963, daß es eine Napoleonsstube in Salzenforst gab; vermutlich in Haus Nr.1. Am 19.05.1813 ritt der Kaiser auf den Windmühlenberg bei Loga und die Wiwalze, um Beobachtungen anzustellen. Auf einer Felsenkuppe bei Stiebitz entwarf er seinen Angriffsplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichtlicher Hintergrund aus dem Buch von Ralf Schramm: „Der 19.Mai 1813 und seine Ursachen“: ====&lt;br /&gt;
Das XI. Korps der französischen Armee unter Marschall Macdonald marschierte am 15.05.1813 bis auf die Höhen von Klein-u. Oberförstchen, von wo aus er die verbündeten Armeen der Preußen und Russen sehen konnte, die vereint östlich der Spree hinter Bautzen stehen. Am Abend besetzte das Korps die Anhöhen von Gaußig bis Kleinwelka (S.42). Am 17.05. gegen 6Uhr abends unternahm Macdonald mit einem Teil des XI. Korps eine Erkennung, was eine Kanonade von beiden Seiten veranlaßte (S.46). Gegen Mittag des 18.05. verließ Napoleon Dresden und traf mit dem größten Teil der Garde in Hartha ein (S.54).  Am 19.05. stand das XI. Korps unter Marschall Macdonald vor Bautzen, das VI. Korps unter Marschall Marmont stand links von ihm, dem Dorf Nimschütz gegenüber. Den linken Flügel bildete das IV: Korps unter General Bertrand. Er schloß sich nördlich des IV. Korps an und lehnte an Kleinwelka. Die Garden und das I. Kavalleriekorps unter Latour-Maubourg stellten sich als Reserve zwischen Göda und Kleinförstchen zu beiden Seiten der Straße, die von Dresden nach Bautzen führt, auf. Am frühen Morgen des 19.05. verließ Napoleon Großharthau und nahm sein Hauptquartier in Kleinförstchen (S.57).&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto 1.jpg|mini|Napoleon bei Bautzen in der Nacht vom 20. zum 21. Mai 1813 (Paul Gavarni 1836)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleonmuseum-Gemaeldeecke.jpg|mini|Napoleon mit Gräfin Auguste Charlotte am Sonnentempel in Schmochtitz (Napoleonmuseum Georgewitz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Temritz ====&lt;br /&gt;
1813: von den Russischen Truppen wurde das Koban&#039;sche Gut in Temritz in Brand gesteckt und eingeäschert. In der Chronik S.189ff. wird die Requirierung des Lehmann&#039;schen Gutes in Temritz beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
Napoleon hatte ein intimes Verhältnis mit der Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge, Rittergutsbesitzerin von Schmochtitz. Die Gräfin verbrachte die 4 Jahre von 1809 -1812 in Paris (Franz Triebs: &amp;quot;Franzosengrab&amp;quot; 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (Chr. S.308-309). Zeugnis davon ist ein Gemälde, welches beide im Sonnentempel von Schmochtitz darstellt. Napoleon ritt mit einem Offizier vom Hauptquartier in Kleinförstchen nach Schmochtitz. Als sich die Tür für den Kaiser öffnete, blieb der Offizier bei den Pferden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräfinn verehrte Napoleon sehr. Während der Verbannung Napoleons auf der Insel Elba besuchte sie ihn. Sie sagte zu ihm: &amp;quot;Sie sind jetzt ein Privatmann. Ich werde Sie freikaufen&amp;quot;. &amp;quot;Nein&amp;quot; erwiderte der Kaiser, &amp;quot;dafür reicht Ihr Vermögen nicht. Ich danke Ihnen.&amp;quot; (E.  Klausnitzer: Bautzener Kulturschau 3/1980) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Weltkrieg, Kampf um Bautzen 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Offensive ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in und um Bautzen begannen am 16. April 1945 mit dem Angriff der 1. ukrainischen Front und der 2. polnischen Armee über die Neiße bei Rothenburg in Richtung Dresden. Am 18. April begann der Angriff auf Bautzen. Im Norden von der 26. mech. Gardebrigade, im Osten von der 24. mech. Gardebrigade und im Süden von der 25. mech. Gardebrigade gemeinsam mit der 57. Panzerbrigade umringt, drangen am 19.04. sowjetische Truppen in Bautzen ein. Ebenfalls am 19. April erreichte die nördlich von Bautzen in Richtung Großdubrau-Radibor vorrückende 3. Panzerbrigade des 1. polnischen Panzerkorps die Gemeinden Bolbritz und Salzenforst. Sie hatte das Ziel, die Autobahn Richtung Dresden bei Döbschke zu unterbrechen. Am 23. April begann der Gegenangriff der Deutschen zur Befreiung des von den Russen eingeschlossenen Bautzen. Daran beteiligt waren ein Fallschirmpanzerkorps und die dazugezogene Fallschirmpanzerdivision 1 &amp;quot;Hermann Göring&amp;quot;. In Bautzen standen dem Kampfkommandanten Oberst Hoepke etwa 3000 Mann zur Verfügung. Dazu gehörten etwa 200 Mann der SS-Division &amp;quot;Frundsberg&amp;quot;, Volkssturmbataillone, Flakabteilungen, Landesschützen, eine Bewährungskompanie der 4. Panzerarmee und Reste des Grenadierregimentes 1244. Oberst Hoepke ließ am 20. April die Kronprinzenbrücke und in der Seidau die Spreebrücke sprengen.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampfhandlungen in und um Salzenforst vom 23.04-26.04.1945 ===&lt;br /&gt;
In der stockdunklen, naßkalten und regnerischen Nacht vom 23. zum 24.04. wurde die 2. polnische Panzerbrigade von Malschwitz und Niedergurig nach Salzenforst verlegt. Am 24.04. führte diese Brigade einen Gegenangriff mit 2 Panzerbataillonen und 1 Infanteriebataillon aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polnischen Panzer hatten deutsche Einheiten von der Autobahn westlich von Bautzen vertrieben und den Humboldthain südöstlich von Stiebitz erreicht. Dabei hatte das II. Bataillon des Fallschirmpanzer-Grenadierregimentes I „HG“ an der Ziegelei Dreistern und bei Oberförstchen erhebliche Verluste erlitten. Grenadiere dieses II. Bataillons führten bis zur Dämmerung ein stundenlanges, heftiges Gefecht mit einer Einheit des 929. Schützenregimentes um das Umspannwerk Rattwitz, das sie mit hohen Verlusten einnahmen. Gepanzerte Kräfte wurden an diesem Tag aus Bautzen herausgezogen. Dazu gehörte die Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“, die vor Bloaschütz konzentriert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angriff wurde  am 24.04. 12 Uhr abgebrochen und die 2. polnische Panzerbrigade musste auf Salzenforst und Bolbritz zurückgehen, als deutsche Truppen über Oberförstchen und Bloaschütz zur Umfassung ansetzten, um westlich Salzenforst durchzubrechen und somit die polnische Gruppierung bei Groß-u. Kleinwelka bedrohten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gruben sich am Rand der Ortschaften Salzenforst und Bolbritz mit der Front nach Süden ein. Der Druck der Deutschen nahm stündlich zu. Auf Grund des Treibstoffmangels war die 2. polnische Panzerbrigade unter dem Feuerschutz der Artillerie gezwungen, auf die Ortschaften Schmochtitz und Strohschütz zurückzugehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr.png|mini|605x605px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwäche der 2. poln. Armee erkennend, greift am 25.04. die FschPzDiv 1 „HG“ gegen 13 Uhr aus Richtung Nordwesten auf Teichnitz und Kleinwelka an. Gegen 14 Uhr wurde durch das II. Bataillon des FschGrR 2 „HG“ der Ort Temritz eingenommen. Am Nachmittag erfolgte ein Flankenmanöver der Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“ über Bolbritz und Salzenforst. Die Front der polnischen Truppen wurde aufgerollt und Kleinwelka eingenommen. Am 25. Und 26.04. kommt es in und um Kleinwelka zu schweren Kämpfen mit dem 1. Poln. Panzerkorps. Die polnischen Truppen flohen nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salzenforst wurde am 25.04. von den deutschen Truppen besetzt. Wie Dr. J. Ziesche schreibt, erschossen Angehörige der Panzergrenadierdivision &amp;quot;Brandenburg&amp;quot; sowjetische und polnische Verwundete im Haus Nr.34, wo die Polen ein kleines Lazarett eingerichtet hatten. Die Angaben der Getöteten schwanken zwischen 9 und 14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26./27.04. wurde die 9. Poln. Infanteriedivision im Raum Panschwitz-Kuckau zerschlagen, woran auch Ukrainer der Panzerjagdbrigade „Freie Ukraine“ beteiligt waren. Am 27.04. wurde Bautzen bis zum Kriegsende von der Wehrmacht besetzt. Am 08.05., dem Tag der Kapitulation, nahm das 32. Infanterieregiment der 8. polnischen Infanteriedivision kampflos die Stadt Bautzen ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Quellen:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Spurensuche-Die Kämpfe um Weißenberg und Bautzen im April 1945“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Bautzen im April 1945“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urbanke, Axel: „Endkampf um das Reichsgebiet 1944-1945 Ostfront“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 5,6,7/1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefechtsberichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.511 Luga/Stiebitz/Nadelwitz ====&lt;br /&gt;
GM Nr.26 SC 1.PPK an BH mot. und Pz-Truppen 1.UKF, 24.04.45 12 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     In Erfüllung des GB des Korpskommandeurs ging die 2. PBr um 10 Uhr zum A über und blockierte um 12 Uhr nach Überwindung heftigen Feuerwiderstandes durch den Gegner an der Chaussee 1 km S Stiebitz. Dabei wurden 2 Panzer, 1 SPW und 3 Kfz. des Gegners abgeschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 3.PBr trifft auf außergewöhnlich heftigen Feuerwiderstand gegnerischer Art. und GW aus Richtung Gutshof Nadelwitz, Kasernengebäude am Gutshof an der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     1.mot. Inf. Br: die Schützenbataillone befinden sich O der Chaussee Doberschütz, Bautzen im Abschnitt: Kreuzung der Chaussee mit der AB, Kreuzung der Landstraße mit der Chaussee 1 km NW Höhe 189,0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.513 Bautzen/Nimschütz/Doberschau/Wartha ====&lt;br /&gt;
GM Nr.93 der Führung der 2.PA an die Führung der 1.UKF,24.04.45 14 Uhr (K:100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1.PPK vernichtet im ZW mit dem 48.SK und dem 7.mGK die gegnerische Panzergruppierung am SW, SO OR Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1. mot. Inf. Br verteidigt sich im Abschnitt 1 km NO Bautzen, Wegegabelung O Nimschütz. Die 2.PBr ging zum Angriff über und erreichte um 17 Uhr die Flussbiegung SW Bautzen, wo sie das W Flussufer säuberte. Die 3.PBr ging in Richtung Sokulahora, Doberschau zum Angriff über und erreichte die Wegegabelung 1 km SO Bautzen. 7 Panzer blieben wegen TS-Mangel liegen. Korpsstab: Großwelka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Um 13 Uhr traf eine Kolonne von 250 Kfz. unter Führung des Stellvertreter Chefs RD der Front mit TS und Diesel für die Panzer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Armeestab ab 6 Uhr 24.04.45 Wartha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH (Befehlshaber) der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.514 Bautzen ====&lt;br /&gt;
Meldung der Führung der 2.PA an Führung 1.UKF über die Lage in Bautzen, 24.04.45 15 Uhr Neudorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht während der Gespräche mit General Petrow meldete ich ihm, das Kortschagin nur den Südlichen Teil von BZ aufgegeben hat, so jedenfalls informierte mich Kortschagin.  Es ist jedoch zu vermuten, dass zu diesem Zeitpunkt die gesamte Stadt mit Ausnahme einzelner Widerstandsherde in den Händen des Gegners war. Seit heute Morgen gibt es Gefechte um die Stadt. Ich habe Kortschagin, dem Korpskommandeur Rogossni mit seiner 254.SD ein Regiment der Panzerjägerbrigade und ein Regiment SU -76 zugeteilt und unterstütze ihn mit zwei PBr, die Schläge aus O und SO sowie W und SW führen. Ich habe meiner gesamten Artillerie befohlen, den Kampf um BZ zu unterstützen. Ich habe in Ihrem Namen Kortschagin aufgefordert, die Lage wiederherzustellen und die Stadt koste es was es wolle zu halten. Seit dem Morgen führen wir Gefechte um BZ, ohne irgendwelche spürbaren Ergebnisse. Das Fehlen der Infanterie macht sich bemerkbar. Die Panzer und SFL greifen selbständig an und erleiden Verluste durch gestreckte Ladungen und Artillerie des Gegners. Wir brauchen Infanterie. Ich bitte um Ihre Weisungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Zur vollständigen Einnahme und zum Halten der wichtigen Straßenknoten in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Zur Deckung der 30 km breiten und nicht gesicherten Bresche zwischen BZ und der linken Flanke der 9. ID durch die in der vergangenen Nacht und seit morgens den ganze Tag gegnerische Gruppen in Kompanie- und Bataillonsstärke mit gepanzerten Fahrzeugen in die rückwertigen Räume der 9. und 8. ID einsickern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Für einen Schlag am linken Ufer der Spree und den „Weißen Schöps“ in Richtung Korotejew mit dem Ziel, den eingesickerten Gegner schnellstens zu liquidieren. Dazu bitte ich um die Erlaubnis, unverzüglich meine 10., 7., und Teile der 5.ID aus S in den Raum Königswartha zu verlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Swierszewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.515 Autobahn/Rattwitz/Bolbritz/Kreckwitz/ Basankwitz/Niedergurig ====&lt;br /&gt;
GM Nr.27 SC 1.PPK an Führung 2.PA, 24.04.45 15 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Nach Einnahme von BZ begann der Gegner mit Unterstützung von starkem Artillerie- und Granatwerfer-Feuer in kleinen Gruppen entlang der Autobahn nach W und NW durchzubrechen. Unter starker Feuereinwirkung verließ die 14.PJBr um 14 Uhr den Raum Rattwitz nach N. Ein Angriff gegnerischer Panzer und Infanterie in Richtung Oberuhna wurde abgeschlagen. Es wurden 2 Panzer abgeschossen. Die restlichen drehten nach W ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Um 14.30 Uhr brach der Gegner mit einer Kompanie in Bolbritz durch. Die restlichen kleinen Gruppen drehten nach W und nördlich davon. Im Raum Kreckwitz handelten bis 2 Bttr des Gegners, in Basankwitz bis 1 Bttr, in Niedergurig bis 1 Bttr und am N OR 1 Bttr Artillerie und GW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Die TT des Korps setzen die Erfüllung ihrer Aufgabe fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.520 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 18.00 Uhr, Salzenforst. - Gefechtsbericht Nr. 0010 des Kommandeurs des 28. Panzerartillerieregiments über die Kampfhandlungen des Regiments in der Region Salzenforst. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Das 28. SFL-AR (Selbstfahrlafetten-Artillerie-Regiment) wurden zur Verteidigung am nordwestlichen Rand von Salzenforst eingesetzt. Um 11:00 Uhr 24.IV.1945, wurden 2 gepanzerte Geschütze SU-85 entsandt, um den rechten Flügel des Panzerangriffs im Wald 1,5 km südlich von Salzenforst zu unterstützen, eines der Geschütze wurde beschädigt (von einer Kanone durchbohrt) und der Geschützkommandant wurde tödlich verwundet. Die restlichen Kampffahrzeuge befinden sich in der Verteidigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Inventar der SFL (Selbstfahrlafette oder Geschützpanzer) SU-85 im Regiment - 20. Der tatsächliche Zustand – 12 bereit zum Kampf. In der Zeit vom 16. bis 24.IV.1945 wurden beschädigt: 3 Geschütze im Gebiet Horka, eines im Gebiet Klix, und eines im Gebiet Salzenforst. Ein Geschütz versank in einem Sumpf im Bereich der Schule Horka, zwei Kampffahrzeuge wurden in der Gegend Horka aufgrund einer technischen Störung zurückgelassen. Insgesamt 8 SU-85 Panzergeschütze (Gefechtsfahrzeuge) außerhalb der Kampfformationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Versorgungsstatus des Regiments: Treibstoff - Dieselkraftstoff 0,7 TF, Benzin - 0,25 TF, Munition - 1 KS; Essen - 2 Rationen pro Tag. Darüber hinaus gibt es in der Gegend von Algier (500 nw Geheege-Ortsteil von Rothenburg): Treibstoff - Dieselkraftstoff 1,5 TF, Benzin 1,5 TF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Verbindung mit dem Armeestab durch die Verbindungsoffiziere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef                                                           Befehlshaber des 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Czubczenko, Major                                       Panzerabwehrartillerieregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                                                                  M. Zubkow, Oberstleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TF – Tankfüllung;  KS - Kampfsatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 521Welka/Niedergurig/Nimschütz ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 18.00 Uhr Welka. – Gefechtsbericht Nr. 080 des Leiters der OPL-Abteilung der 2. Polnischen Armee WP (Wielko Polska – Großpolen?) an den Befehlshaber der 2. poln. Armee WP über die Aktivitäten der feindlichen Luftwaffe und der OPL-Einheiten der Armee. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Armeeeinheiten kämpfen an den bestehenden Grenzen und Regionen. Die feindliche Panzergruppe, die im Rücken der Armee operierte, griff Niedergurig und Nimschütz an; Angriffe wurden abgewehrt. Die zweite Gruppe, die nach unvollständigen Angaben etwa 200 Kampffahrzeuge zählt, griff Bautzen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Während des letzten Tages wurden auf der Landebahn der Armee 43 FW-190 Flugzeuge entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die feindliche Luftwaffe führte Aufklärung über der Kampfgruppe der Truppen, vor allem auf der Straße Bautzen, Malschwitz, Guttau und Bautzen, Königswartha durch. Die Aufklärung erfolgte mit Flugzeugen des Typs He-111, und besonders intensiv mit FW-190 in einer Höhe von 1000 -3000 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Gruppe von 6- 10 Flugzeugen FW-190 der feindlichen Luftwaffe bombardierte und attackierte mit Waffen die Fahrzeugkolonne von 250 Frontfahrzeugen, welche auf der Straße von Welka nach Neudorf Munition und MPS für unsere Armee mitgeführte. 60 rotierende Antipersonenbomben sowie 11 FAB-50 wurden abgeworfen. Es verbrannten 8 Autos auf der Straße von Welka nach Neudorf und 9 Fahrzeuge im Wald nördlich von Neudorf. Die feindliche Luftwaffe griff die Straße Großwelka Königswartha an. 2 Stunden lang bombardierte und beschoß eine Gruppe von 5-6 Flugzeugen FW-190 diese systematisch mit Bordwaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Das Regiment, das die Frontkolonne deckte, feuerte. Es gab keine abgeschossenen Flugzeuge. Munitionsverbrauch unbekannt. Die Einheiten der 3. Flak-Division feuerten nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Das Flak-Artilleriefeuer schoss keine feindlichen Flugzeuge ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Bestand und Verbrauch der Munition. Flakdivision:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbrauch:   85 mm – 0 KS             Bestand:            85mm – 1,2 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      37 mm – 0 KS                                    37 mm – 1,7 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      12,7 mm – 0 KS                                 12,7 mm – 1,2 KS   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 528 Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 20.00 Uhr (Luga). – Gefechtsbericht Nr.28 des Stabschefs des 1. Panzerkorps an den Kommandeur der 2. poln. Armee WP über die Kämpfe des Korps in Bautzen. Karte 1:100 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 20.00 Uhr 24.IV.1945 befahl der Korpskommandeur: die 2. Panzerbrigade mit einem Bataillon des 34. Infanterieregiments den Feind zurückzuschlagen, der in den westlichen Rand einbrach. Während der zweistündigen Kämpfe wurden sechs Panzer „Tiger“ und „Ferdinand“ beschädigt. Aus dem Hinterhalt beschädigte und verbrannte der Feind mit „Tiger“ und „Ferdinand“ fünf unserer Panzer. Etwa 25 feindliche schwere Panzer, massiv unterstützt durch ein Infanteriebataillon, griffen die Gefechtsformationen unserer und benachbarter Truppen am westlichen Rand von Bautzen an. Infanterie und Artillerie benachbarter Truppen befinden sich östlich von uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                     Chef des 1. Stabskorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                     A. Jerisow, Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.531 Stiebitz/Teichnitz/Burk ====&lt;br /&gt;
GM 2.Poln. Armee an Führung 1.UKF, 24.04.45 22 Uhr (Neudorf), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Der Gegner leistete mit zerstreuten Einheiten der PGD „Brandenburg“, dem 114.Marschbataillon, dem 185.Volkssturm. Btl. im Verlaufe des 24.04.1945 heftigen Widerstand und führte GA mit bis zu 1 Bataillon unterstützt durch 5-6 Panzer. Die generische Luftwaffe bombardierte im Verlauf des gesamten 24.04.45 mit Gruppen von bis 30 Flugzeugen (Messerschmitt) unsere Gefechtsordnung und die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Armee im Verlauf des 24.IV.1945: Die 10. PD war im Angriffsgefecht, ..... auf der Linie: 2km südwestlich Neustadt, ....  Die 5. 8. Und 9. PD im vorigen Gebiet befahlen den Abwehrkampf und wehrten eine kleine Gruppe von Feinden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Das 1.PPK mit den 7.mGK und die 254.SD des 48.SK führen mit wechselndem Erfolg Gefechte um Bautzen. Am 24.04.45 20 Uhr setzten sich die TT im Abschnitt Stiebitz, Teichnitz, 2 km SW Burk fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Kfz.-Kolonne der Front mit Munition und Treibstoff traf im Raum Neudorf ein. Dorthin kamen Vertreter der TT zur Übernahme von TS und Munition. Das 1.PPK erhielt keinen TS infolge der aktiven Handlungen der gegnerischen Luftwaffe auf die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Nachrichtenverbindung zu den TT der Armee über Funk und Verbindungsoffiziere. Die Drahtverbindung arbeitete mit Unterbrechung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Ich habe mich entschlossen die Erfüllung der gestellten Aufgabe fortzusetzen und mit dem 1.PPK Gefechte zur Einnahme von Bautzen zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 532 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 23.00 Uhr, Salzenforst – Gefechtsmeldung des Kommandeurs des 5. Schweren Panzerregiments an den Befehlshaber der 2. Poln. Armee über die Gefahr der Gefangennahme durch den Feind bei Salzenforst und der Rückzug des Regiments auf den neuen Verteidigungsabschnitt: Wald 1 km südwestlich von Welka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.IV.1945 ab 12.00 Uhr kämpfte das Regiment gegen feindliche Panzer und Infanterie, die aus dem Gebiet von Bolbritz und dem westlichen Rand von Bautzen kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Panzer, von schwerem Artillerie- und Flugzeugfeuer unterstützt, rückten am 24.IV.1945 22.00 Uhr bis Salzenforst vor. Das Regiment zog sich auf die neue Verteidigungslinie zurück – Wald 1 km südwestlich von Welka. Verluste: 3 Panzer T-34 85mm. Unsere Infanterie gibt es nicht und es gab sie nicht. Das Regiment kämpfte nur mit seinen Gefechtsfahrzeugen. Bitte um weitere Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommandeur des 5. Selbstständigen schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.533 Neudorf/Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 25.IV., 2.00 Neudorf. - Der Gefechtsbefehl des Stabschefs der 2. Armee WP definiert die Aufgaben der Truppen für den Tag 25. April 1945. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befehlshaber der Armee befahl am 25.IV.1945 die folgenden Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    8. Infanteriedivision - nach Bereitstellung im Bereich Luga, Quoos und im Wäldchen nördlich von Quoos beginnen Sie am 25.IV.1945 um 9.00 Uhr den Vormarsch in Richtung Königswartha bis zum Aufeinandertreffen mit Einheiten der 14. Gardeschützendivision und nehmen Sie Kontakt mit Ihnen auf. Anschließend greifen Sie in Richtung Guttau, Kleinsaubernitz an um die Truppen der 7. Und 10. Infanteriedivision zu erreichen und sich mit diesen zu verbinden. Divisionsstab – Quoos, danach Sdier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    10. Infanteriedivision – Angriff nach Süden in Richtung Uhyst, Sdier; vereinigen sie sich mit den Einheiten der 8. Infanteriedivision. Divisionsstab: - Nochten, danach Uhyst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    7. Infanteriedivision fährt mit dem Angriff Richtung Dauban fort und weiter westlich schließen Sie sich den Truppen der 8. Infanteriedivision an, die nach Osten vorrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.    Die 5. und 9. Infanteriedivision - Verteidigung auf breiter Front auf der Linie: 5. Inf.-Div. - östlicher Rand von Kamenz und die 9. Inf.-Div. – Helenau, Bischheim, Nieder Lichtenau, Höhe 306,2, Lichtenberg, Höhe 296,3, Höhe 305,6, Höhe 299,5, Gemeindebusch - decken Sie die Richtung Dresden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.    1. Panzerkorps - Führen Sie in Zusammenarbeit mit dem 7.mech. Gardekorps die zuvor erhaltene Aufgabe gemäß dem Kampfbefehl Nr. 11554 durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.    Führen Sie Aktionen entschlossen und entschieden durch und sorgen Sie vor allem für eine effiziente und flexible Führung der Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.    Armeestab -Neudorf (4km südlich von Königswartha).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.    Bestätigen Sie den Empfang der Befehle, und berichten Sie über die erteilten Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Operationsabteilung                    Stabschef der 2. Armee WP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S. Noss, Oberst                                               J. Sankowski, Brigadegeneral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 534 Großwelka/Großdubrau/Neumalsitz ====&lt;br /&gt;
1945, 25. April, 2.30 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 18 des Stabschefs des 1. Panzerkorps zum Halten der Verteidigungsstellungen des Korps entlang der Grenze Klein- und Großwelka, Fluß Spree. Karte 1:100000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Befehl des Armeekommandanten befahl der Korpskommandant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     4. Panzerbrigade mit den zugewiesenen Truppen - verteidigen Sie sich weiterhin an der aktuellen Grenze und achten dabei besonders auf den linken Flügel. Gefechtsstand - südlicher Abschnitt Großdubrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     3. Panzerbrigade) - bis 6.00 Uhr ziehen sich ihre Truppen über die Spreeübergänge zurück. und beziehen sie die Verteidigung an der Grenze der Höhe 193.0, Klein- und Großwelka. Ausgehend von der Linie halten Sie sich ab 10.00 Uhr in Bereitschaft zum Gegenangriff auf den Feind in Richtung: Rattwitz, Bloaschütz, Nimschütz. Gefechtsstand – westlicher Rand Großwelka. Unterstützt durch das 27. SFL-Art.-Reg. (Panzerjäger-Regiment).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     2. Panzerbrigade - unter dem Kommando des stellvertretenden Brigade Kommandeurs - Oberstleutnant Dmitriev, herausfahren seiner Panzer, in der Gegend von Strohschütz aufstellen und dem Kommandeur der 3. Panzerbrigade zur Verfügung zu stellen. Die rückwärtigen Dienste der Brigade konzentrieren sich in den Wäldern nördlich von Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     1. mot. Inf.-Brigade) mit dem 2. Granatwerferregiment - ziehen Sie sich sofort in kleinen Gruppen von dem besetzten Abschnitt zurück und nehmen Sie die Verteidigung entlang des Westufers der Spree ein. Gefechtsstand – Neu Malsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     25. und 24. SFL-Artillerie-Regiment, 1. Geschoßwerferabteilung und das 47. Artillerie-Regiment - die Hauptkräfte bleiben bis zum Morgen des 25.IV.1945 im bisherigen Gebiet und übernehmen die Verteidigung gemäß den Anweisungen des Artilleriekommandeurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Leiter der Aufklärung - organisieren Sie die nächtliche Aufklärung im Gebiet Bunzlau? (Bolbritz!?) mit der Aufgabe zur Bestimmung der Zusammensetzung und Gruppierung feindlicher Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Stellvertretender Brigadekommandeur für rückwärtige Dienste - Nachschub von Treibstoff und Munition gemäß den Richtlinien des Leiters des Rückwärtigen Dienstes sicherstellen. Gefechtsstand – 6. Nachrichtenbataillon?), 2. Kradschützen-Bataillon, 15. Pionierbataillon bis zum Morgen des 25.IV.1945. – Luga. 15. Pionierbataillon schirmt ab und geht an Luga heran in westlicher und nördlicher Richtung. Rückwärtige Dienste Raum Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Gefechtsstand Korps ab 6.00 Uhr – Großwelka, ab 6.00 Uhr – Luga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.     2. Kradschützen-Bataillon) – bezieht Stellung im Gebiet von Übigau, um den Stab des Korps von Norden abzuschirmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.  Es sollen Berichte vorgelegt werden: über die Uhrzeit des Marschbeginns und über das Zusammenstoßen mit dem Feind, dann stündlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                                 Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                          A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.535 Großwelka/Quoos/Übigau ====&lt;br /&gt;
1945, 25 April, 3.00 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 019 des Stabschefs des 1. Panzerkorps über den Übergang des 4. Panzerbrigade und der 1. mot. Inf.-Brigade in die Reserve des Armeebefehlshabers und die Unterstellung der 3. Panzerbrigade unter den Kommandeur der 8. Infanteriedivision. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemäß dem Gefechtsbefehl des Stabes der 2. polnischen Armee WP vom 25.IV.1945 befahl der Korpskommandeur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     3. Panzerbrigade, 24.,25. und 27. SFL-Artillerieregiment wird der 8. Infanteriedivision zugewiesen. Zugewiesene Truppen verstärken die Verteidigung der Division. Tarnen sie die Kampffahrzeuge und organisieren Sie Panzerhinterhalte auf der Linie: a) Kreckwitz, Höhe 193,0, Großwelka; b) Horka, Übigau, Radibor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Granatwerferregiment sowie die 1. Geschoßwerferabteilung werden der 9. Infanteriedivision zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die 4. Panzerbrigade, ohne ein einziges Panzerbataillon– die Reserve des Armeekommandanten – ist bis 7.00 Uhr im Zentrum von Quoos. Ein Bataillon soll dem 17. Infanterie-Regiment mit der Aufgabe des gemeinsamen Kampfes in der Region Sdier zugeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Die 1. mot. Inf.-Brigade bildet zusammen mit der 4. Panzerbrigade eine mobile Reserve des Armeekommandanten, um den zweiten Verteidigungsabschnitt auf der Linie Übigau – Quoos zu besetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Kommandeure der zugewiesenen Truppen - melden sich bis 8.00 Uhr des 25.IV.1945 bei den Divisionskommandeuren, um von ihnen Gefechtsaufgabenaufgaben zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Gefechtsstände: 8. Infanteriedivision – Quoos, 9. Infanteriedivision – Horka 8048 (russ. Koordinate).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Über die Ausführung ist bis 10.00 Uhr 25.IV.1945 Meldung zu erstatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Artilleriekommandant - sorgen Sie für den rechtzeitigen Abzug der Abteilungen und deren Konzentration im neuen Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.536 Kleinwelka/Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945; 25. April 3.00 Uhr, Kleinwelka. - Gefechtsbericht Nr. 011 des Stabschefs des 5. schweren Panzerregiments über die Kämpfe der 1. Panzerkompanie in der Umgebung Salzenforst. Karte 1:50000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich melde, dass beim Angriff der 1. Kompanie des 5. schweren Panzer-Regiments um 18.00 Uhr am 24.IV.1945 in Richtung Salzenforst zwei Panzer &amp;quot;Tiger&amp;quot; ausbrannten und einer in der Gegend von Salzenforst beschädigt wurde. Derzeit besetzt die 1. Kompanie Feuerstellungen am südlichen Rand des Wäldchens 500 m nordöstlich von Salzenforst. Die Kompanie erlitt keine Verluste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef des 5. Unabhängigen (selbstständigen) schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Panzergrenadier-Division Brandenburg ====&lt;br /&gt;
Von Anfang März bis Mitte April 1945 stand die Division im Raum Weißwasser an der Lausitzer Neiße. Bei dem erneuten sowjetischen Großangriff der Roten Armee am 16. April wurde die Division schließlich im Raum Rothenburg-Penzig (nördlich Görlitz) eingekesselt, konnte jedoch schon am 20. April nach Löbau ausbrechen. Nachdem die Reste der Division um Bautzen gekämpft hatten, wurden sie am 3. Mai 1945 per Bahn in den Raum Mährisch-Ostrau in das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren verbracht. Anfang Mai 1945 kämpften dort immer noch Einheiten der Division bei Olmütz und zogen sich bis in den Raum Deutsch-Brod zurück. Nach der Kapitulation der Wehrmacht marschierte ein Teil der Division nach Westen, während andere Teile sich einfach auflösten. Ein großer Teil ging in Tabor in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Vielfach wurden Angehörige der Division von der tschechischen Bevölkerung ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisberichte von Salzenforster Einwohnern ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H.-J. Schneider *02.01.1941 Salzenforst Nr.28:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;In der Nacht vom 13. zum 14. 02 1945 konnten wir von Salzenforst aus einen hellen Schein in Richtung Dresden erkennen. Ich war gerade 4 Jahre alt. Es wurde gesagt, Dresden brennt. Man sprach davon, daß vorher Christbäume von Aufklärungsflugzeugen gesetzt wurden (sogenannte brennende Fackeln), um den Bomben die Ziele zu markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dann die Kriegshandlungen näher rückten, wurden mit unseren Nachbarn sowie im gesamten Viertel, auch Ziegenviertel genannt, (dort wohnten Witschas, Schulze, Schneider, Hänsch, Paulik, Polan, Dresler und Heine), Maßnahmen ergriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männer, außer Johann Polan, waren eingezogen oder bereits verstorben. Bei den ersten Kriegshandlungen fuhren wir mit unseren Kuhgespannen in die Sandgrube in Richtung Uhna - Schmochtitz. Hier flogen mit heulendem Geräusch die Granaten über uns. Als dieser Angriff vorüber war, kehrten wir wieder in unsere Gehöfte zurück. Die Kriegshandlungen rückten immer näher und uns wurde befohlen, Salzenforst zu verlassen. Wir flüchteten mit unseren Kuhgespannen +ber Sohland bis nach Schluckenau. Unser Wagen war bepackt mit Futter für die Kühe, 5 Gänse, ein Krug mit Sahne (aus der durch das Geschüttel Butter wurde) und ein paar Habseligkeiten für Mutter, Tante und uns 2 Jungs. Dort erlebten wir auch Fliegeralarm und suchten in Kellern Unterschutz. Kann mich aber an Bombenexplosionen nicht erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir wieder zu Hause waren, konnten wir keine großen Schäden erkennen. In unserer Hofeinfahrt stand ein kaputtes Halbraupenfahrzeug und bei Schulzes- oder Witschas Scheune, ich weiß es nicht mehr genau, war durch ein Panzer eine Gebäudeecke stark beschädigt. Die beschädigten Kriegsgeräte und die freiliegende Munition wurden noch von der Wehrmacht weggeräumt. Die &amp;quot;Russen&amp;quot; rückten dann ins Dorf ein und Nachbars Polan Friedel wurde zwischen uns zwei Jungs im Bett versteckt, denn Kinder wurden in Ruhe gelassen. In unserem Haus war für kurze Zeit auch ein russischer Offizier einquartiert, so daß wir relative Ruhe hatten. Dann wurden Leute aus dem Dorf verpflichtet, Vieh aus den Ställen der Bauern in Richtung Osten zu treiben. Wir behielten aber unser Vieh. Später kamen die &amp;quot;Russen&amp;quot; mit ihren Panjewagen ins Dorf gefahren und tauschten Gegenstände (auch Spielzeug) gegen Lebensmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Vater kam im Herbst 1945 aus der Gefangenschaft abgemagert zurück. Da er nur ein Auge besaß und auf der anderen Seite ein Glasauge trug und dieses wegwarf, wurde er als Invalide aus der Gefangenschaft entlassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin Schulze Haus Nr. 29:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 14 Jahren erlebte er die Kämpfe in und um Salzenforst hautnah mit. Gemeinsam mit Älteren vom Volkssturm sollte er als Hitlerjunge Panzersperren errichten. Die Deutschen griffen Salzenforst von Bolbritz und Uhna aus an. Die Scheune seines elterlichen Gehöftes wurde durch Panzerbeschuß stark beschädigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martha Worm Haus Nr.24:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine alleinstehende Großmutter begab sich mit ihren 2 Töchtern auf die Flucht Richtung Sächsische Schweiz nach Rathmannsdorf zu Verwandten. Wie so viele konnten sie nur das Notwendigste mitnehmen. Nach ihrer Rückkehr waren Haus und Hof geplündert. Das versteckte Hab und Gut wurde von den russischen Soldaten, welche einquartiert waren, gefunden und konfisziert. Mein Vater Ferdinand Worm, froh, den Krieg überlebt zu haben, floh aus englischer Gefangenschaft und kam über Umwege 1946 nach Hause.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Karl Domschke Haus Nr.14 und Moldenhauer Haus Nr.16c, Schatte, Weiß:&#039;&#039;&#039;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Domschke war bei der Erschießung der jüdischen Frauen zugegen. (Manfred gibt Bericht). Erlebnisse s. u. &amp;quot;Judendenkmal&amp;quot;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene Einwohner ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in Salzenforst wurden mit der gleichen Härte geführt wie überall um Bautzen. Es wurden zahlreiche Gebäude im Ort durch Artillerie- und Panzerbeschuss zerstört. Lt. Ortschronik starben bei den Kämpfen 6 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22.04.45 wurde &#039;&#039;&#039;Karl Pietschmann&#039;&#039;&#039; durch einen deutschen Wachposten auf dem Feld erschossen, weil er nicht stehen blieb. Man sagt, Karl war geistig verwirrt. Die Chronik berichtet, dass Herr Pietschmann die Kühe auf der Wiese umpflocken wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus Nr.33 (ehemals Dreßler) war eine Anzahl zurückgebliebener Einwohner im Keller eingesperrt. Der pensionierte Schulmeister Wange hatte eine weiße Fahne oder Taschentuch gehisst und sich wieder in das Haus zurückbegeben. Die deutschen Soldaten vermuteten einen Hinterhalt der Polen und warfen eine oder mehrere Handgranaten in das Haus. Herr Wange war sofort tot und Frau Suschke und Frau Preusche starben an ihren schweren Verletzungen (Pietsch, Karl: „Ortschronik Salzenforst“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Margarethe Suschke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Maria Auguste Preusche&#039;&#039;&#039; (1. Frau von Preusche, Hermann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Herr &#039;&#039;&#039;Ernst Heinrich Richard Wange&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kam es zu einem tragischen Unfall.  Die 7-jährigen Kinder &#039;&#039;&#039;Wolfgang Mattitza&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Günter Jentsch&#039;&#039;&#039; spielten am 23.05.1945 auf dem Feld von Domschke (jetzt Kreisverkehr) Hascher. Dabei fanden sie eine Stielhandgranate und da sie nicht wussten, um was es sich handelte, schmissen sie diese weg. Durch die Explosion wurden beide Kinder schwer verletzt. Nachdem man sie fand, wurden sie mit dem Fuhrwerk nach Bautzen gebracht. Wolfgang M. verlor das rechte Auge, Günter J. verstarb am nächsten Tag im St. Benno Krankenhaus in Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene ausländische Bürger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maslanka, Feliks Tod.jpg|mini|548x548px|Bekanntmachung zur Hinrichtung von Feliks Maslanka]]&lt;br /&gt;
Während des Krieges waren im Ort ausländische Bürger zur Arbeit auf den Bauernhöfen gezwungen (sog. „Zwangsarbeiter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod des Zwangsarbeiters &#039;&#039;&#039;Feliks Maslanka&#039;&#039;&#039; aus Polen wurde am 13.02.42 durch die Gestapo Dresden angezeigt. Augenzeugen berichteten, dass während des Krieges ein Zwangsarbeiter erhängt wurde, weil dieser eine Liaison mit einer Deutschen gehabt haben soll. Das war Herr Maslanka. Die Hinrichtung fand ganz in der Nähe des Chorberges statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau &#039;&#039;&#039;Anna Hortaszko&#039;&#039;&#039;, ebenfalls Zwangsarbeiterin aus Polen, verstarb lt. Sterbeurkunde am 05.04.45 um 22 Uhr mit 23 Jahren an einem Herzschlag. Sie wurde im Waschhaus des Hauses Nr.17 tot aufgefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;KZ - Häftling mit der Nr. 186443&#039;&#039;&#039; ist am 10.02.1945 gegen 17 Uhr am Pfahl 48/5 des Bahndammes der Reichseisenbahn in Stiebitz tot aufgefunden worden. Es war &#039;&#039;&#039;Rene&#039;&#039;&#039; Louis Jean Gabriel &#039;&#039;&#039;Stouff&#039;&#039;&#039;; geboren am 03.03.1920 in Arbois/Frankreich. Am 30.4.1944 kam er mit dem Transport aus Paris am KL Auschwitz an. Nach dem &#039;&#039;Kalender der historischen Ereignisse im KL Auschwitz&#039;&#039; [&#039;&#039;Kalendarium wydarzeń w KL Auschwitz&#039;&#039;], S. 649 von D. Czech wurden die Häftlinge am 30.04.1944 aus Paris gebracht. Sie erhielten Nummern von 184 936 bis 186 590 (Archiv des Museums Gross-Rosen). Letzter Eintrag in der Datei: 14.8.1944 r. KL Birkenau, B II f, Block 11. Von Rene Stouff wissen wir, dass dieser am 7.5/9.5.1944, 31.7./1.8.1944 und 7./8.1944 sowie am 14.8.1944 vom Lagerarzt im KZ Auschwitz untersucht wurde. Er wurde am  18.01.45 von Auschwitz-Birkenau deportiert, danach für einige Tage im KL Groß-Rosen untergebracht. Auf dem weiteren Transport mit der Reichsbahn in Richtung Mauthausen von der SS am 03.02.1945 getötet. Sein lebloser Körper wurde in der Nähe von Bautzen aus dem Zug geworfen. (Such- und Bescheinigungsvorgang Nr. 208.355 /Arolsen Archiv)     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Soldatengrab auf dem Friedhof Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik.png|mini]]&lt;br /&gt;
Wann das Grab mit dem Grabstein errichtet wurde, ist nicht mehr bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulz, Albert                      &#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;20.07.1920                                                                †25.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldwebel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Baumgarten, Johann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1926 Saarlautern                                        †April 1945 in Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schütze der St.Kp.II G.E.R. mot. G.D. -1797-         am Garten von Holland Nr.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater: August Baumgarten Saarlautern I; Saarstr. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Krepela, Friedrich aus Wien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1921 Wien                                                      †25.04.1945 Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soldat                                                                        Hausgarten bei Seidler Nr.11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Truppe: Edelweiß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RAD Feldnachschublager FP-Nr.46927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmidt, Gerhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;25.01.1922 Halbemond (Ostfriesland)                 †29.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obergefreiter des 2.FschPzGrenReg.1HG          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rebel, Bernhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;14.01.1927 Schwerstedt (Ettersberg/Weimar oder bei Straußfurt/Sömmerda) †04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwabe, Günther Manfred Hermann Ernst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;08.04.1926 Frankfurt/Main                                    †25.04.1945 in Temritz gefallen (Sterbe-Urk. Kleinwelka 7/46)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier; vermutlich II.Fsch.PZ.Gren.Reg.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abiturient/evangelisch/ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohnhaft in Sondershausen, Göldnerstraße 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: Berndt, Eberhard)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchhalteparolen zu Kriegsende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Befehle von der Führung ====&lt;br /&gt;
Anfang März Generaloberst Guderian: &#039;&#039;&amp;quot;Der deutsche Ostkämpfer weiß, daß dies der letzte und entscheidende Kampf ist, der über den Fortbestand unseres Volkes und unserer Nation entscheidet ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. März Dr. Goebbels: &#039;&#039;&amp;quot;..... schlagt die Bolschewisten, wo ihr sie trefft! ... Niemals wird die Kunde kommen, daß wir kapitulieren...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. März A. Hitler: &#039;&#039;&amp;quot;es gibt nur ein Gebot, mit verbissener Entschlossenheit allles zu tun, um den Gefahren zu trotzen, die Wende wieder herbeizuführen und zu dem Zweck dieWiderstandskraft unseres Volkes und die seiner Wehrmacht materiell und geistig zu stärken. Ebenso groß muß aber unser Fanatismus in der vernichtung derjenigen sein, die sich dem zu widersetzen suchen ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
02. April Reichsminister und Privatsekretär M. Bormann: &#039;&#039;&amp;quot;... der Kampf gegen den ins Reich eingedrungenen Gegner ist überall mit aller Unnachgiebigkeit und Unerbittlichkeit zu führen ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Reichsführer der SS Heinrich Himmler: &#039;&#039;&amp;quot;... jedes Dorf und jede Stadt werde mit allen Mitteln gehalten. Jededr für die Verteidigung eines Ortes verantwortliche deutsche Mann, der gegen diese selbstverständliche nationale Pflicht verstößt, verliert Ehre und Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Oberkommando der Wehrmacht Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel: &#039;&#039;&amp;quot;... Städte liegen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Sie müssen daher bis zum äußersten verteidigt und gehalten werden ... für die Befolgung des Befehls sind die in jeder Stadt ernannten Kampfkommandanten persönlich verantwortlich. Handeln sie dieser soldatischen Pflicht und ASufgabe zuwider, sowie alle zivilen Amtspersonen, die den Kampfkommandanten von der Pflicht abspenstig zu machen versuchen, oder gar bei der Erfüllung seiner Aufgaben behindern, werden zum Tode verurteilt ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führerbefehl Adolf Hitlers vom 16. April 1945: &#039;&#039;&amp;quot;Wer euch Befehl zum Rückzug gibt, ohne das ihr ihn genau kennt, ist sofort festzunehmen und nötigenfalls augenblicklich umzulegen, ganz gleich, welchen Rang er besitzt.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befehl von Generalfeldmarschall Ferdinand Schoerner an die Kommandeure: &#039;&#039;&amp;quot;Ich kenne keine Begriffe wie Absetzen, Zurückkämpfen, Einklappen.&amp;quot;&#039;&#039; Schoerner wird als brutalster aller Feldmarschäle bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. April Tagesbefehl Schoerner: &#039;&#039;&amp;quot;Wer seine Stellung verläßt, wird erschossen.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 6/1965)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Propaganda in Sachsen bzw. Bautzen ====&lt;br /&gt;
5. März Gauleiter Sachsen Martin Mutschmann. &#039;&#039;&amp;quot;Der Glaube an den Sieg muß erhalten bleiben und darf niemals durch ein etwaiges Vorrücken des Gegners zerbrechen. jed Meter Boden, den der Feind gewinnt, muß er mit einem ungeheuren Blutzoll erkaufen ... Nur der Tapfere behält das Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. März Kreisleiter Karl Martin vor den Bautzener Handwerks-u. Handelsbetrieben: &#039;&#039;&amp;quot;... Der Führer hat dieses Jahr als das Jahr der Wende bezeichnet. Auf sein Wort können wir uns unbedingt verlassen ... Für uns gilt es durchzuhalten, den Kopf hoch zu halten bis zu dem uns gewissen Endsieg ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. März Propagandaleiter Elsner (Großkundgebung in Bautzen): &#039;&#039;&amp;quot;... Mitten im Generalsturm unsrer Feinde müssen wir uns entscheiden, ob wir durchhalten wollen oder nicht, ob wir noch Vertrauen und Glauben an den Sieg haben ... Halten wir also aus und nehmen uns die deutschen Stützpunkte am Atlantik zum Vorbild! ...!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. April Gauleiter Mutschmann: &#039;&#039;&amp;quot;... Widerstand und Kampf bis zum Letzten! Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen und bedroht unsere Heimat mit Hunger und Elend, mit Tod und Verderben. Wer in dieser Not des Volkes gegen die Anordnungen der Partei und des Staates handelt und der nationalen Ehre unseres Volkes Schande macht, wird aus der Volksgemeinschaft ausgelöscht. jede Feindbegünstigung, sei es die Annahme von Geschenken, das Heraushängen weißer Tücher aus den Fenstern oder irgendeine Form der Anbiederung an den Feind ist Landesverrat und wird mit den Tode bestraft ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Geschichtsereignisse&amp;diff=895</id>
		<title>Geschichtsereignisse</title>
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		<updated>2025-11-21T15:14:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Feuersbrunst am 10.Mai 1812 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Brände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfbrand am 19. April 1801 ===&lt;br /&gt;
noch keine Infos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuersbrunst am 10.Mai 1812 ===&lt;br /&gt;
In den &amp;quot;Budissiner Nachrichten&amp;quot; vom 16.05.1812 ist folgendes zu lesen: In der Mittagsstunde des vorigen Sonntags (10.Mai), brach zu Salzenforst, während die meisten Bewohner zur Messe in Bautzen waren, ein plötzliches Feuer aus, welches, vom Winde schnell verbreitet, ungeachtet der Anstrengungen der Hilfeleistenden, binnen anderthalb Stunden 5 Bauernhöfe, 2 Gärtner- und 5 Häusleranwesen vollständig und von 2 Bauernhöfen die Wirtschaftsgebäude in Asche verwandelte. Ein gebrechlicher Auszügler, der noch zu retten versuchte, wurde dabei vom Feuer heftig beschädigt. Es verbrannten ferner 3 Pferde, 2 Kühe, 3 Kälber, 5 Schweine, 1 Hund und 84 Stück Schafvieh, viele Wagen, fast alle Ackergerätschaften, 354 Scheffel Getreide und Feldfrüchte, alle Futtervorräte sowie das Hausgeräte, die Betten und Kleider der meisten Verunglückten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfzerstörung vom 23.-25. April 1945 ===&lt;br /&gt;
Die Chronik berichtet von 16 vollständig und 21 teilweise zerstörten Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Napoleon 1813 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleon in Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleon.jpg|mini|Abb.: Postkarte mit dem Bildnis Napoleons]]&lt;br /&gt;
Vor und während der Schlacht bei Bautzen, welche am 21.Mai 1813 stattfand, hatte Napoleon seinen Beobachtungsposten in Salzenforst bei Kettan im Haus Nr. 1 eingerichtet; sein Hauptquartier dagegen in Kleinförstchen bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19./20.05.1813 führte der Hausbesitzer Juri (Georg) Kettan den Kaiser der Franzosen,  Napoleon Bonaparte, und seine Offiziere auf den Chorberg und erklärte die umliegenden Ortschaften (Chr. S. 14). Bereits am 15.05.1813 beschossen die Franzosen vom Chorberg mit Kanonen die Preußen bei Lubachau (Chr. S.16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird berichtet, daß Kettan, Juri stotterte und im Beisein der Franzosen nur auf der Ofenbank sitzen durfte. Ein gewisser Löschau aus Salzenforst hat die Franzosen im Mai 1813 durch die Spree geführt und ist nicht wieder heimgekehrt. (s. Chr. S. 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L. Oberhofer berichtet in &amp;quot;Geschichte der Stadt Bautzen&amp;quot; von 1963, daß es eine Napoleonsstube in Salzenforst gab; vermutlich in Haus Nr.1. Am 19.05.1813 ritt der Kaiser auf den Windmühlenberg bei Loga und die Wiwalze, um Beobachtungen anzustellen. Auf einer Felsenkuppe bei Stiebitz entwarf er seinen Angriffsplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichtlicher Hintergrund aus dem Buch von Ralf Schramm: „Der 19.Mai 1813 und seine Ursachen“: ====&lt;br /&gt;
Das XI. Korps der französischen Armee unter Marschall Macdonald marschierte am 15.05.1813 bis auf die Höhen von Klein-u. Oberförstchen, von wo aus er die verbündeten Armeen der Preußen und Russen sehen konnte, die vereint östlich der Spree hinter Bautzen stehen. Am Abend besetzte das Korps die Anhöhen von Gaußig bis Kleinwelka (S.42). Am 17.05. gegen 6Uhr abends unternahm Macdonald mit einem Teil des XI. Korps eine Erkennung, was eine Kanonade von beiden Seiten veranlaßte (S.46). Gegen Mittag des 18.05. verließ Napoleon Dresden und traf mit dem größten Teil der Garde in Hartha ein (S.54).  Am 19.05. stand das XI. Korps unter Marschall Macdonald vor Bautzen, das VI. Korps unter Marschall Marmont stand links von ihm, dem Dorf Nimschütz gegenüber. Den linken Flügel bildete das IV: Korps unter General Bertrand. Er schloß sich nördlich des IV. Korps an und lehnte an Kleinwelka. Die Garden und das I. Kavalleriekorps unter Latour-Maubourg stellten sich als Reserve zwischen Göda und Kleinförstchen zu beiden Seiten der Straße, die von Dresden nach Bautzen führt, auf. Am frühen Morgen des 19.05. verließ Napoleon Großharthau und nahm sein Hauptquartier in Kleinförstchen (S.57).&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto 1.jpg|mini|Napoleon bei Bautzen in der Nacht vom 20. zum 21. Mai 1813 (Paul Gavarni 1836)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoleonmuseum-Gemaeldeecke.jpg|mini|Napoleon mit Gräfin Auguste Charlotte am Sonnentempel in Schmochtitz (Napoleonmuseum Georgewitz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Temritz ====&lt;br /&gt;
1813: von den Russischen Truppen wurde das Koban&#039;sche Gut in Temritz in Brand gesteckt und eingeäschert. In der Chronik S.189ff. wird die Requirierung des Lehmann&#039;schen Gutes in Temritz beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Napoleon in Schmochtitz ====&lt;br /&gt;
Napoleon hatte ein intimes Verhältnis mit der Gräfin Auguste Charlotte von Kielmannsegge, Rittergutsbesitzerin von Schmochtitz. Die Gräfin verbrachte die 4 Jahre von 1809 -1812 in Paris (Franz Triebs: &amp;quot;Franzosengrab&amp;quot; 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Napoleon besuchte die Gräfin im Mai 1813 in Schmochtitz (Chr. S.308-309). Zeugnis davon ist ein Gemälde, welches beide im Sonnentempel von Schmochtitz darstellt. Napoleon ritt mit einem Offizier vom Hauptquartier in Kleinförstchen nach Schmochtitz. Als sich die Tür für den Kaiser öffnete, blieb der Offizier bei den Pferden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräfinn verehrte Napoleon sehr. Während der Verbannung Napoleons auf der Insel Elba besuchte sie ihn. Sie sagte zu ihm: &amp;quot;Sie sind jetzt ein Privatmann. Ich werde Sie freikaufen&amp;quot;. &amp;quot;Nein&amp;quot; erwiderte der Kaiser, &amp;quot;dafür reicht Ihr Vermögen nicht. Ich danke Ihnen.&amp;quot; (E.  Klausnitzer: Bautzener Kulturschau 3/1980) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== II. Weltkrieg, Kampf um Bautzen 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Offensive ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in und um Bautzen begannen am 16. April 1945 mit dem Angriff der 1. ukrainischen Front und der 2. polnischen Armee über die Neiße bei Rothenburg in Richtung Dresden. Am 18. April begann der Angriff auf Bautzen. Im Norden von der 26. mech. Gardebrigade, im Osten von der 24. mech. Gardebrigade und im Süden von der 25. mech. Gardebrigade gemeinsam mit der 57. Panzerbrigade umringt, drangen am 19.04. sowjetische Truppen in Bautzen ein. Ebenfalls am 19. April erreichte die nördlich von Bautzen in Richtung Großdubrau-Radibor vorrückende 3. Panzerbrigade des 1. polnischen Panzerkorps die Gemeinden Bolbritz und Salzenforst. Sie hatte das Ziel, die Autobahn Richtung Dresden bei Döbschke zu unterbrechen. Am 23. April begann der Gegenangriff der Deutschen zur Befreiung des von den Russen eingeschlossenen Bautzen. Daran beteiligt waren ein Fallschirmpanzerkorps und die dazugezogene Fallschirmpanzerdivision 1 &amp;quot;Hermann Göring&amp;quot;. In Bautzen standen dem Kampfkommandanten Oberst Hoepke etwa 3000 Mann zur Verfügung. Dazu gehörten etwa 200 Mann der SS-Division &amp;quot;Frundsberg&amp;quot;, Volkssturmbataillone, Flakabteilungen, Landesschützen, eine Bewährungskompanie der 4. Panzerarmee und Reste des Grenadierregimentes 1244. Oberst Hoepke ließ am 20. April die Kronprinzenbrücke und in der Seidau die Spreebrücke sprengen.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampfhandlungen in und um Salzenforst vom 23.04-26.04.1945 ===&lt;br /&gt;
In der stockdunklen, naßkalten und regnerischen Nacht vom 23. zum 24.04. wurde die 2. polnische Panzerbrigade von Malschwitz und Niedergurig nach Salzenforst verlegt. Am 24.04. führte diese Brigade einen Gegenangriff mit 2 Panzerbataillonen und 1 Infanteriebataillon aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polnischen Panzer hatten deutsche Einheiten von der Autobahn westlich von Bautzen vertrieben und den Humboldthain südöstlich von Stiebitz erreicht. Dabei hatte das II. Bataillon des Fallschirmpanzer-Grenadierregimentes I „HG“ an der Ziegelei Dreistern und bei Oberförstchen erhebliche Verluste erlitten. Grenadiere dieses II. Bataillons führten bis zur Dämmerung ein stundenlanges, heftiges Gefecht mit einer Einheit des 929. Schützenregimentes um das Umspannwerk Rattwitz, das sie mit hohen Verlusten einnahmen. Gepanzerte Kräfte wurden an diesem Tag aus Bautzen herausgezogen. Dazu gehörte die Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“, die vor Bloaschütz konzentriert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angriff wurde  am 24.04. 12 Uhr abgebrochen und die 2. polnische Panzerbrigade musste auf Salzenforst und Bolbritz zurückgehen, als deutsche Truppen über Oberförstchen und Bloaschütz zur Umfassung ansetzten, um westlich Salzenforst durchzubrechen und somit die polnische Gruppierung bei Groß-u. Kleinwelka bedrohten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gruben sich am Rand der Ortschaften Salzenforst und Bolbritz mit der Front nach Süden ein. Der Druck der Deutschen nahm stündlich zu. Auf Grund des Treibstoffmangels war die 2. polnische Panzerbrigade unter dem Feuerschutz der Artillerie gezwungen, auf die Ortschaften Schmochtitz und Strohschütz zurückzugehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr.png|mini|605x605px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwäche der 2. poln. Armee erkennend, greift am 25.04. die FschPzDiv 1 „HG“ gegen 13 Uhr aus Richtung Nordwesten auf Teichnitz und Kleinwelka an. Gegen 14 Uhr wurde durch das II. Bataillon des FschGrR 2 „HG“ der Ort Temritz eingenommen. Am Nachmittag erfolgte ein Flankenmanöver der Panzeraufklärungseinheit 1 „HG“ über Bolbritz und Salzenforst. Die Front der polnischen Truppen wurde aufgerollt und Kleinwelka eingenommen. Am 25. Und 26.04. kommt es in und um Kleinwelka zu schweren Kämpfen mit dem 1. Poln. Panzerkorps. Die polnischen Truppen flohen nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salzenforst wurde am 25.04. von den deutschen Truppen besetzt. Wie Dr. J. Ziesche schreibt, erschossen Angehörige der Panzergrenadierdivision &amp;quot;Brandenburg&amp;quot; sowjetische und polnische Verwundete im Haus Nr.34, wo die Polen ein kleines Lazarett eingerichtet hatten. Die Angaben der Getöteten schwanken zwischen 9 und 14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26./27.04. wurde die 9. Poln. Infanteriedivision im Raum Panschwitz-Kuckau zerschlagen, woran auch Ukrainer der Panzerjagdbrigade „Freie Ukraine“ beteiligt waren. Am 27.04. wurde Bautzen bis zum Kriegsende von der Wehrmacht besetzt. Am 08.05., dem Tag der Kapitulation, nahm das 32. Infanterieregiment der 8. polnischen Infanteriedivision kampflos die Stadt Bautzen ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Quellen:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Spurensuche-Die Kämpfe um Weißenberg und Bautzen im April 1945“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berndt, Eberhard: „Bautzen im April 1945“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urbanke, Axel: „Endkampf um das Reichsgebiet 1944-1945 Ostfront“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 5,6,7/1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefechtsberichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.511 Luga/Stiebitz/Nadelwitz ====&lt;br /&gt;
GM Nr.26 SC 1.PPK an BH mot. und Pz-Truppen 1.UKF, 24.04.45 12 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     In Erfüllung des GB des Korpskommandeurs ging die 2. PBr um 10 Uhr zum A über und blockierte um 12 Uhr nach Überwindung heftigen Feuerwiderstandes durch den Gegner an der Chaussee 1 km S Stiebitz. Dabei wurden 2 Panzer, 1 SPW und 3 Kfz. des Gegners abgeschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 3.PBr trifft auf außergewöhnlich heftigen Feuerwiderstand gegnerischer Art. und GW aus Richtung Gutshof Nadelwitz, Kasernengebäude am Gutshof an der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     1.mot. Inf. Br: die Schützenbataillone befinden sich O der Chaussee Doberschütz, Bautzen im Abschnitt: Kreuzung der Chaussee mit der AB, Kreuzung der Landstraße mit der Chaussee 1 km NW Höhe 189,0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.513 Bautzen/Nimschütz/Doberschau/Wartha ====&lt;br /&gt;
GM Nr.93 der Führung der 2.PA an die Führung der 1.UKF,24.04.45 14 Uhr (K:100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1.PPK vernichtet im ZW mit dem 48.SK und dem 7.mGK die gegnerische Panzergruppierung am SW, SO OR Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1. mot. Inf. Br verteidigt sich im Abschnitt 1 km NO Bautzen, Wegegabelung O Nimschütz. Die 2.PBr ging zum Angriff über und erreichte um 17 Uhr die Flussbiegung SW Bautzen, wo sie das W Flussufer säuberte. Die 3.PBr ging in Richtung Sokulahora, Doberschau zum Angriff über und erreichte die Wegegabelung 1 km SO Bautzen. 7 Panzer blieben wegen TS-Mangel liegen. Korpsstab: Großwelka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Um 13 Uhr traf eine Kolonne von 250 Kfz. unter Führung des Stellvertreter Chefs RD der Front mit TS und Diesel für die Panzer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Armeestab ab 6 Uhr 24.04.45 Wartha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH (Befehlshaber) der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.514 Bautzen ====&lt;br /&gt;
Meldung der Führung der 2.PA an Führung 1.UKF über die Lage in Bautzen, 24.04.45 15 Uhr Neudorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht während der Gespräche mit General Petrow meldete ich ihm, das Kortschagin nur den Südlichen Teil von BZ aufgegeben hat, so jedenfalls informierte mich Kortschagin.  Es ist jedoch zu vermuten, dass zu diesem Zeitpunkt die gesamte Stadt mit Ausnahme einzelner Widerstandsherde in den Händen des Gegners war. Seit heute Morgen gibt es Gefechte um die Stadt. Ich habe Kortschagin, dem Korpskommandeur Rogossni mit seiner 254.SD ein Regiment der Panzerjägerbrigade und ein Regiment SU -76 zugeteilt und unterstütze ihn mit zwei PBr, die Schläge aus O und SO sowie W und SW führen. Ich habe meiner gesamten Artillerie befohlen, den Kampf um BZ zu unterstützen. Ich habe in Ihrem Namen Kortschagin aufgefordert, die Lage wiederherzustellen und die Stadt koste es was es wolle zu halten. Seit dem Morgen führen wir Gefechte um BZ, ohne irgendwelche spürbaren Ergebnisse. Das Fehlen der Infanterie macht sich bemerkbar. Die Panzer und SFL greifen selbständig an und erleiden Verluste durch gestreckte Ladungen und Artillerie des Gegners. Wir brauchen Infanterie. Ich bitte um Ihre Weisungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Zur vollständigen Einnahme und zum Halten der wichtigen Straßenknoten in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Zur Deckung der 30 km breiten und nicht gesicherten Bresche zwischen BZ und der linken Flanke der 9. ID durch die in der vergangenen Nacht und seit morgens den ganze Tag gegnerische Gruppen in Kompanie- und Bataillonsstärke mit gepanzerten Fahrzeugen in die rückwertigen Räume der 9. und 8. ID einsickern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Für einen Schlag am linken Ufer der Spree und den „Weißen Schöps“ in Richtung Korotejew mit dem Ziel, den eingesickerten Gegner schnellstens zu liquidieren. Dazu bitte ich um die Erlaubnis, unverzüglich meine 10., 7., und Teile der 5.ID aus S in den Raum Königswartha zu verlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Swierszewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.515 Autobahn/Rattwitz/Bolbritz/Kreckwitz/ Basankwitz/Niedergurig ====&lt;br /&gt;
GM Nr.27 SC 1.PPK an Führung 2.PA, 24.04.45 15 Uhr (Luga), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    Nach Einnahme von BZ begann der Gegner mit Unterstützung von starkem Artillerie- und Granatwerfer-Feuer in kleinen Gruppen entlang der Autobahn nach W und NW durchzubrechen. Unter starker Feuereinwirkung verließ die 14.PJBr um 14 Uhr den Raum Rattwitz nach N. Ein Angriff gegnerischer Panzer und Infanterie in Richtung Oberuhna wurde abgeschlagen. Es wurden 2 Panzer abgeschossen. Die restlichen drehten nach W ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    Um 14.30 Uhr brach der Gegner mit einer Kompanie in Bolbritz durch. Die restlichen kleinen Gruppen drehten nach W und nördlich davon. Im Raum Kreckwitz handelten bis 2 Bttr des Gegners, in Basankwitz bis 1 Bttr, in Niedergurig bis 1 Bttr und am N OR 1 Bttr Artillerie und GW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    Die TT des Korps setzen die Erfüllung ihrer Aufgabe fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SC 1.PPK Erizow Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.520 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 18.00 Uhr, Salzenforst. - Gefechtsbericht Nr. 0010 des Kommandeurs des 28. Panzerartillerieregiments über die Kampfhandlungen des Regiments in der Region Salzenforst. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Das 28. SFL-AR (Selbstfahrlafetten-Artillerie-Regiment) wurden zur Verteidigung am nordwestlichen Rand von Salzenforst eingesetzt. Um 11:00 Uhr 24.IV.1945, wurden 2 gepanzerte Geschütze SU-85 entsandt, um den rechten Flügel des Panzerangriffs im Wald 1,5 km südlich von Salzenforst zu unterstützen, eines der Geschütze wurde beschädigt (von einer Kanone durchbohrt) und der Geschützkommandant wurde tödlich verwundet. Die restlichen Kampffahrzeuge befinden sich in der Verteidigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Inventar der SFL (Selbstfahrlafette oder Geschützpanzer) SU-85 im Regiment - 20. Der tatsächliche Zustand – 12 bereit zum Kampf. In der Zeit vom 16. bis 24.IV.1945 wurden beschädigt: 3 Geschütze im Gebiet Horka, eines im Gebiet Klix, und eines im Gebiet Salzenforst. Ein Geschütz versank in einem Sumpf im Bereich der Schule Horka, zwei Kampffahrzeuge wurden in der Gegend Horka aufgrund einer technischen Störung zurückgelassen. Insgesamt 8 SU-85 Panzergeschütze (Gefechtsfahrzeuge) außerhalb der Kampfformationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Versorgungsstatus des Regiments: Treibstoff - Dieselkraftstoff 0,7 TF, Benzin - 0,25 TF, Munition - 1 KS; Essen - 2 Rationen pro Tag. Darüber hinaus gibt es in der Gegend von Algier (500 nw Geheege-Ortsteil von Rothenburg): Treibstoff - Dieselkraftstoff 1,5 TF, Benzin 1,5 TF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Verbindung mit dem Armeestab durch die Verbindungsoffiziere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef                                                           Befehlshaber des 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Czubczenko, Major                                       Panzerabwehrartillerieregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                                                                  M. Zubkow, Oberstleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TF – Tankfüllung;  KS - Kampfsatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 521Welka/Niedergurig/Nimschütz ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 18.00 Uhr Welka. – Gefechtsbericht Nr. 080 des Leiters der OPL-Abteilung der 2. Polnischen Armee WP (Wielko Polska – Großpolen?) an den Befehlshaber der 2. poln. Armee WP über die Aktivitäten der feindlichen Luftwaffe und der OPL-Einheiten der Armee. Karte 1:50 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Armeeeinheiten kämpfen an den bestehenden Grenzen und Regionen. Die feindliche Panzergruppe, die im Rücken der Armee operierte, griff Niedergurig und Nimschütz an; Angriffe wurden abgewehrt. Die zweite Gruppe, die nach unvollständigen Angaben etwa 200 Kampffahrzeuge zählt, griff Bautzen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Während des letzten Tages wurden auf der Landebahn der Armee 43 FW-190 Flugzeuge entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die feindliche Luftwaffe führte Aufklärung über der Kampfgruppe der Truppen, vor allem auf der Straße Bautzen, Malschwitz, Guttau und Bautzen, Königswartha durch. Die Aufklärung erfolgte mit Flugzeugen des Typs He-111, und besonders intensiv mit FW-190 in einer Höhe von 1000 -3000 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Gruppe von 6- 10 Flugzeugen FW-190 der feindlichen Luftwaffe bombardierte und attackierte mit Waffen die Fahrzeugkolonne von 250 Frontfahrzeugen, welche auf der Straße von Welka nach Neudorf Munition und MPS für unsere Armee mitgeführte. 60 rotierende Antipersonenbomben sowie 11 FAB-50 wurden abgeworfen. Es verbrannten 8 Autos auf der Straße von Welka nach Neudorf und 9 Fahrzeuge im Wald nördlich von Neudorf. Die feindliche Luftwaffe griff die Straße Großwelka Königswartha an. 2 Stunden lang bombardierte und beschoß eine Gruppe von 5-6 Flugzeugen FW-190 diese systematisch mit Bordwaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Das Regiment, das die Frontkolonne deckte, feuerte. Es gab keine abgeschossenen Flugzeuge. Munitionsverbrauch unbekannt. Die Einheiten der 3. Flak-Division feuerten nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Das Flak-Artilleriefeuer schoss keine feindlichen Flugzeuge ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Bestand und Verbrauch der Munition. Flakdivision:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbrauch:   85 mm – 0 KS             Bestand:            85mm – 1,2 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      37 mm – 0 KS                                    37 mm – 1,7 KS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                      12,7 mm – 0 KS                                 12,7 mm – 1,2 KS   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 528 Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April 20.00 Uhr (Luga). – Gefechtsbericht Nr.28 des Stabschefs des 1. Panzerkorps an den Kommandeur der 2. poln. Armee WP über die Kämpfe des Korps in Bautzen. Karte 1:100 000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 20.00 Uhr 24.IV.1945 befahl der Korpskommandeur: die 2. Panzerbrigade mit einem Bataillon des 34. Infanterieregiments den Feind zurückzuschlagen, der in den westlichen Rand einbrach. Während der zweistündigen Kämpfe wurden sechs Panzer „Tiger“ und „Ferdinand“ beschädigt. Aus dem Hinterhalt beschädigte und verbrannte der Feind mit „Tiger“ und „Ferdinand“ fünf unserer Panzer. Etwa 25 feindliche schwere Panzer, massiv unterstützt durch ein Infanteriebataillon, griffen die Gefechtsformationen unserer und benachbarter Truppen am westlichen Rand von Bautzen an. Infanterie und Artillerie benachbarter Truppen befinden sich östlich von uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                     Chef des 1. Stabskorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                     A. Jerisow, Oberst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.531 Stiebitz/Teichnitz/Burk ====&lt;br /&gt;
GM 2.Poln. Armee an Führung 1.UKF, 24.04.45 22 Uhr (Neudorf), (K 100T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     Der Gegner leistete mit zerstreuten Einheiten der PGD „Brandenburg“, dem 114.Marschbataillon, dem 185.Volkssturm. Btl. im Verlaufe des 24.04.1945 heftigen Widerstand und führte GA mit bis zu 1 Bataillon unterstützt durch 5-6 Panzer. Die generische Luftwaffe bombardierte im Verlauf des gesamten 24.04.45 mit Gruppen von bis 30 Flugzeugen (Messerschmitt) unsere Gefechtsordnung und die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Armee im Verlauf des 24.IV.1945: Die 10. PD war im Angriffsgefecht, ..... auf der Linie: 2km südwestlich Neustadt, ....  Die 5. 8. Und 9. PD im vorigen Gebiet befahlen den Abwehrkampf und wehrten eine kleine Gruppe von Feinden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Das 1.PPK mit den 7.mGK und die 254.SD des 48.SK führen mit wechselndem Erfolg Gefechte um Bautzen. Am 24.04.45 20 Uhr setzten sich die TT im Abschnitt Stiebitz, Teichnitz, 2 km SW Burk fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Eine Kfz.-Kolonne der Front mit Munition und Treibstoff traf im Raum Neudorf ein. Dorthin kamen Vertreter der TT zur Übernahme von TS und Munition. Das 1.PPK erhielt keinen TS infolge der aktiven Handlungen der gegnerischen Luftwaffe auf die Versorgungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Nachrichtenverbindung zu den TT der Armee über Funk und Verbindungsoffiziere. Die Drahtverbindung arbeitete mit Unterbrechung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Ich habe mich entschlossen die Erfüllung der gestellten Aufgabe fortzusetzen und mit dem 1.PPK Gefechte zur Einnahme von Bautzen zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BH der 2.PA Świerczewski Generalleutnant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 532 Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945, 24. April, 23.00 Uhr, Salzenforst – Gefechtsmeldung des Kommandeurs des 5. Schweren Panzerregiments an den Befehlshaber der 2. Poln. Armee über die Gefahr der Gefangennahme durch den Feind bei Salzenforst und der Rückzug des Regiments auf den neuen Verteidigungsabschnitt: Wald 1 km südwestlich von Welka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.IV.1945 ab 12.00 Uhr kämpfte das Regiment gegen feindliche Panzer und Infanterie, die aus dem Gebiet von Bolbritz und dem westlichen Rand von Bautzen kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Panzer, von schwerem Artillerie- und Flugzeugfeuer unterstützt, rückten am 24.IV.1945 22.00 Uhr bis Salzenforst vor. Das Regiment zog sich auf die neue Verteidigungslinie zurück – Wald 1 km südwestlich von Welka. Verluste: 3 Panzer T-34 85mm. Unsere Infanterie gibt es nicht und es gab sie nicht. Das Regiment kämpfte nur mit seinen Gefechtsfahrzeugen. Bitte um weitere Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommandeur des 5. Selbstständigen schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.533 Neudorf/Luga ====&lt;br /&gt;
1945, 25.IV., 2.00 Neudorf. - Der Gefechtsbefehl des Stabschefs der 2. Armee WP definiert die Aufgaben der Truppen für den Tag 25. April 1945. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befehlshaber der Armee befahl am 25.IV.1945 die folgenden Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.    8. Infanteriedivision - nach Bereitstellung im Bereich Luga, Quoos und im Wäldchen nördlich von Quoos beginnen Sie am 25.IV.1945 um 9.00 Uhr den Vormarsch in Richtung Königswartha bis zum Aufeinandertreffen mit Einheiten der 14. Gardeschützendivision und nehmen Sie Kontakt mit Ihnen auf. Anschließend greifen Sie in Richtung Guttau, Kleinsaubernitz an um die Truppen der 7. Und 10. Infanteriedivision zu erreichen und sich mit diesen zu verbinden. Divisionsstab – Quoos, danach Sdier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.    10. Infanteriedivision – Angriff nach Süden in Richtung Uhyst, Sdier; vereinigen sie sich mit den Einheiten der 8. Infanteriedivision. Divisionsstab: - Nochten, danach Uhyst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.    7. Infanteriedivision fährt mit dem Angriff Richtung Dauban fort und weiter westlich schließen Sie sich den Truppen der 8. Infanteriedivision an, die nach Osten vorrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.    Die 5. und 9. Infanteriedivision - Verteidigung auf breiter Front auf der Linie: 5. Inf.-Div. - östlicher Rand von Kamenz und die 9. Inf.-Div. – Helenau, Bischheim, Nieder Lichtenau, Höhe 306,2, Lichtenberg, Höhe 296,3, Höhe 305,6, Höhe 299,5, Gemeindebusch - decken Sie die Richtung Dresden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.    1. Panzerkorps - Führen Sie in Zusammenarbeit mit dem 7.mech. Gardekorps die zuvor erhaltene Aufgabe gemäß dem Kampfbefehl Nr. 11554 durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.    Führen Sie Aktionen entschlossen und entschieden durch und sorgen Sie vor allem für eine effiziente und flexible Führung der Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.    Armeestab -Neudorf (4km südlich von Königswartha).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.    Bestätigen Sie den Empfang der Befehle, und berichten Sie über die erteilten Befehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Operationsabteilung                    Stabschef der 2. Armee WP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S. Noss, Oberst                                               J. Sankowski, Brigadegeneral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr. 534 Großwelka/Großdubrau/Neumalsitz ====&lt;br /&gt;
1945, 25. April, 2.30 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 18 des Stabschefs des 1. Panzerkorps zum Halten der Verteidigungsstellungen des Korps entlang der Grenze Klein- und Großwelka, Fluß Spree. Karte 1:100000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Befehl des Armeekommandanten befahl der Korpskommandant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     4. Panzerbrigade mit den zugewiesenen Truppen - verteidigen Sie sich weiterhin an der aktuellen Grenze und achten dabei besonders auf den linken Flügel. Gefechtsstand - südlicher Abschnitt Großdubrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     3. Panzerbrigade) - bis 6.00 Uhr ziehen sich ihre Truppen über die Spreeübergänge zurück. und beziehen sie die Verteidigung an der Grenze der Höhe 193.0, Klein- und Großwelka. Ausgehend von der Linie halten Sie sich ab 10.00 Uhr in Bereitschaft zum Gegenangriff auf den Feind in Richtung: Rattwitz, Bloaschütz, Nimschütz. Gefechtsstand – westlicher Rand Großwelka. Unterstützt durch das 27. SFL-Art.-Reg. (Panzerjäger-Regiment).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     2. Panzerbrigade - unter dem Kommando des stellvertretenden Brigade Kommandeurs - Oberstleutnant Dmitriev, herausfahren seiner Panzer, in der Gegend von Strohschütz aufstellen und dem Kommandeur der 3. Panzerbrigade zur Verfügung zu stellen. Die rückwärtigen Dienste der Brigade konzentrieren sich in den Wäldern nördlich von Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     1. mot. Inf.-Brigade) mit dem 2. Granatwerferregiment - ziehen Sie sich sofort in kleinen Gruppen von dem besetzten Abschnitt zurück und nehmen Sie die Verteidigung entlang des Westufers der Spree ein. Gefechtsstand – Neu Malsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     25. und 24. SFL-Artillerie-Regiment, 1. Geschoßwerferabteilung und das 47. Artillerie-Regiment - die Hauptkräfte bleiben bis zum Morgen des 25.IV.1945 im bisherigen Gebiet und übernehmen die Verteidigung gemäß den Anweisungen des Artilleriekommandeurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Leiter der Aufklärung - organisieren Sie die nächtliche Aufklärung im Gebiet Bunzlau? (Bolbritz!?) mit der Aufgabe zur Bestimmung der Zusammensetzung und Gruppierung feindlicher Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Stellvertretender Brigadekommandeur für rückwärtige Dienste - Nachschub von Treibstoff und Munition gemäß den Richtlinien des Leiters des Rückwärtigen Dienstes sicherstellen. Gefechtsstand – 6. Nachrichtenbataillon?), 2. Kradschützen-Bataillon, 15. Pionierbataillon bis zum Morgen des 25.IV.1945. – Luga. 15. Pionierbataillon schirmt ab und geht an Luga heran in westlicher und nördlicher Richtung. Rückwärtige Dienste Raum Radibor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Gefechtsstand Korps ab 6.00 Uhr – Großwelka, ab 6.00 Uhr – Luga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.     2. Kradschützen-Bataillon) – bezieht Stellung im Gebiet von Übigau, um den Stab des Korps von Norden abzuschirmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.  Es sollen Berichte vorgelegt werden: über die Uhrzeit des Marschbeginns und über das Zusammenstoßen mit dem Feind, dann stündlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                                 Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                          A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.535 Großwelka/Quoos/Übigau ====&lt;br /&gt;
1945, 25 April, 3.00 Uhr, Großwelka. - Kampfbefehl Nr. 019 des Stabschefs des 1. Panzerkorps über den Übergang des 4. Panzerbrigade und der 1. mot. Inf.-Brigade in die Reserve des Armeebefehlshabers und die Unterstellung der 3. Panzerbrigade unter den Kommandeur der 8. Infanteriedivision. Karte 1:100000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemäß dem Gefechtsbefehl des Stabes der 2. polnischen Armee WP vom 25.IV.1945 befahl der Korpskommandeur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.     3. Panzerbrigade, 24.,25. und 27. SFL-Artillerieregiment wird der 8. Infanteriedivision zugewiesen. Zugewiesene Truppen verstärken die Verteidigung der Division. Tarnen sie die Kampffahrzeuge und organisieren Sie Panzerhinterhalte auf der Linie: a) Kreckwitz, Höhe 193,0, Großwelka; b) Horka, Übigau, Radibor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.     Die 2. Granatwerferregiment sowie die 1. Geschoßwerferabteilung werden der 9. Infanteriedivision zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.     Die 4. Panzerbrigade, ohne ein einziges Panzerbataillon– die Reserve des Armeekommandanten – ist bis 7.00 Uhr im Zentrum von Quoos. Ein Bataillon soll dem 17. Infanterie-Regiment mit der Aufgabe des gemeinsamen Kampfes in der Region Sdier zugeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.     Die 1. mot. Inf.-Brigade bildet zusammen mit der 4. Panzerbrigade eine mobile Reserve des Armeekommandanten, um den zweiten Verteidigungsabschnitt auf der Linie Übigau – Quoos zu besetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.     Kommandeure der zugewiesenen Truppen - melden sich bis 8.00 Uhr des 25.IV.1945 bei den Divisionskommandeuren, um von ihnen Gefechtsaufgabenaufgaben zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.     Gefechtsstände: 8. Infanteriedivision – Quoos, 9. Infanteriedivision – Horka 8048 (russ. Koordinate).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.     Über die Ausführung ist bis 10.00 Uhr 25.IV.1945 Meldung zu erstatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.     Artilleriekommandant - sorgen Sie für den rechtzeitigen Abzug der Abteilungen und deren Konzentration im neuen Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiter der Truppenoperation                Stabschef des 1. Panzerkorps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Bolszak, Oberstleutnant                                A. Jerisow, Oberst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nr.536 Kleinwelka/Salzenforst ====&lt;br /&gt;
1945; 25. April 3.00 Uhr, Kleinwelka. - Gefechtsbericht Nr. 011 des Stabschefs des 5. schweren Panzerregiments über die Kämpfe der 1. Panzerkompanie in der Umgebung Salzenforst. Karte 1:50000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich melde, dass beim Angriff der 1. Kompanie des 5. schweren Panzer-Regiments um 18.00 Uhr am 24.IV.1945 in Richtung Salzenforst zwei Panzer &amp;quot;Tiger&amp;quot; ausbrannten und einer in der Gegend von Salzenforst beschädigt wurde. Derzeit besetzt die 1. Kompanie Feuerstellungen am südlichen Rand des Wäldchens 500 m nordöstlich von Salzenforst. Die Kompanie erlitt keine Verluste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabschef des 5. Unabhängigen (selbstständigen) schweren Panzerregiments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wl. Smirnow, Major&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Panzergrenadier-Division Brandenburg ====&lt;br /&gt;
Von Anfang März bis Mitte April 1945 stand die Division im Raum Weißwasser an der Lausitzer Neiße. Bei dem erneuten sowjetischen Großangriff der Roten Armee am 16. April wurde die Division schließlich im Raum Rothenburg-Penzig (nördlich Görlitz) eingekesselt, konnte jedoch schon am 20. April nach Löbau ausbrechen. Nachdem die Reste der Division um Bautzen gekämpft hatten, wurden sie am 3. Mai 1945 per Bahn in den Raum Mährisch-Ostrau in das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren verbracht. Anfang Mai 1945 kämpften dort immer noch Einheiten der Division bei Olmütz und zogen sich bis in den Raum Deutsch-Brod zurück. Nach der Kapitulation der Wehrmacht marschierte ein Teil der Division nach Westen, während andere Teile sich einfach auflösten. Ein großer Teil ging in Tabor in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Vielfach wurden Angehörige der Division von der tschechischen Bevölkerung ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisberichte von Salzenforster Einwohnern ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;H.-J. Schneider *02.01.1941 Salzenforst Nr.28:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;In der Nacht vom 13. zum 14. 02 1945 konnten wir von Salzenforst aus einen hellen Schein in Richtung Dresden erkennen. Ich war gerade 4 Jahre alt. Es wurde gesagt, Dresden brennt. Man sprach davon, daß vorher Christbäume von Aufklärungsflugzeugen gesetzt wurden (sogenannte brennende Fackeln), um den Bomben die Ziele zu markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dann die Kriegshandlungen näher rückten, wurden mit unseren Nachbarn sowie im gesamten Viertel, auch Ziegenviertel genannt, (dort wohnten Witschas, Schulze, Schneider, Hänsch, Paulik, Polan, Dresler und Heine), Maßnahmen ergriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männer, außer Johann Polan, waren eingezogen oder bereits verstorben. Bei den ersten Kriegshandlungen fuhren wir mit unseren Kuhgespannen in die Sandgrube in Richtung Uhna - Schmochtitz. Hier flogen mit heulendem Geräusch die Granaten über uns. Als dieser Angriff vorüber war, kehrten wir wieder in unsere Gehöfte zurück. Die Kriegshandlungen rückten immer näher und uns wurde befohlen, Salzenforst zu verlassen. Wir flüchteten mit unseren Kuhgespannen +ber Sohland bis nach Schluckenau. Unser Wagen war bepackt mit Futter für die Kühe, 5 Gänse, ein Krug mit Sahne (aus der durch das Geschüttel Butter wurde) und ein paar Habseligkeiten für Mutter, Tante und uns 2 Jungs. Dort erlebten wir auch Fliegeralarm und suchten in Kellern Unterschutz. Kann mich aber an Bombenexplosionen nicht erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir wieder zu Hause waren, konnten wir keine großen Schäden erkennen. In unserer Hofeinfahrt stand ein kaputtes Halbraupenfahrzeug und bei Schulzes- oder Witschas Scheune, ich weiß es nicht mehr genau, war durch ein Panzer eine Gebäudeecke stark beschädigt. Die beschädigten Kriegsgeräte und die freiliegende Munition wurden noch von der Wehrmacht weggeräumt. Die &amp;quot;Russen&amp;quot; rückten dann ins Dorf ein und Nachbars Polan Friedel wurde zwischen uns zwei Jungs im Bett versteckt, denn Kinder wurden in Ruhe gelassen. In unserem Haus war für kurze Zeit auch ein russischer Offizier einquartiert, so daß wir relative Ruhe hatten. Dann wurden Leute aus dem Dorf verpflichtet, Vieh aus den Ställen der Bauern in Richtung Osten zu treiben. Wir behielten aber unser Vieh. Später kamen die &amp;quot;Russen&amp;quot; mit ihren Panjewagen ins Dorf gefahren und tauschten Gegenstände (auch Spielzeug) gegen Lebensmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Vater kam im Herbst 1945 aus der Gefangenschaft abgemagert zurück. Da er nur ein Auge besaß und auf der anderen Seite ein Glasauge trug und dieses wegwarf, wurde er als Invalide aus der Gefangenschaft entlassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin Schulze Haus Nr. 29:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 14 Jahren erlebte er die Kämpfe in und um Salzenforst hautnah mit. Gemeinsam mit Älteren vom Volkssturm sollte er als Hitlerjunge Panzersperren errichten. Die Deutschen griffen Salzenforst von Bolbritz und Uhna aus an. Die Scheune seines elterlichen Gehöftes wurde durch Panzerbeschuß stark beschädigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martha Worm Haus Nr.24:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine alleinstehende Großmutter begab sich mit ihren 2 Töchtern auf die Flucht Richtung Sächsische Schweiz nach Rathmannsdorf zu Verwandten. Wie so viele konnten sie nur das Notwendigste mitnehmen. Nach ihrer Rückkehr waren Haus und Hof geplündert. Das versteckte Hab und Gut wurde von den russischen Soldaten, welche einquartiert waren, gefunden und konfisziert. Mein Vater Ferdinand Worm, froh, den Krieg überlebt zu haben, floh aus englischer Gefangenschaft und kam über Umwege 1946 nach Hause.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Karl Domschke Haus Nr.14 und Moldenhauer Haus Nr.16c, Schatte, Weiß:&#039;&#039;&#039;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Domschke war bei der Erschießung der jüdischen Frauen zugegen. (Manfred gibt Bericht). Erlebnisse s. u. &amp;quot;Judendenkmal&amp;quot;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene Einwohner ===&lt;br /&gt;
Die Kämpfe in Salzenforst wurden mit der gleichen Härte geführt wie überall um Bautzen. Es wurden zahlreiche Gebäude im Ort durch Artillerie- und Panzerbeschuss zerstört. Lt. Ortschronik starben bei den Kämpfen 6 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22.04.45 wurde &#039;&#039;&#039;Karl Pietschmann&#039;&#039;&#039; durch einen deutschen Wachposten auf dem Feld erschossen, weil er nicht stehen blieb. Man sagt, Karl war geistig verwirrt. Die Chronik berichtet, dass Herr Pietschmann die Kühe auf der Wiese umpflocken wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus Nr.33 (ehemals Dreßler) war eine Anzahl zurückgebliebener Einwohner im Keller eingesperrt. Der pensionierte Schulmeister Wange hatte eine weiße Fahne oder Taschentuch gehisst und sich wieder in das Haus zurückbegeben. Die deutschen Soldaten vermuteten einen Hinterhalt der Polen und warfen eine oder mehrere Handgranaten in das Haus. Herr Wange war sofort tot und Frau Suschke und Frau Preusche starben an ihren schweren Verletzungen (Pietsch, Karl: „Ortschronik Salzenforst“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Margarethe Suschke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Frau &#039;&#039;&#039;Maria Auguste Preusche&#039;&#039;&#039; (1. Frau von Preusche, Hermann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·      Herr &#039;&#039;&#039;Ernst Heinrich Richard Wange&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kam es zu einem tragischen Unfall.  Die 7-jährigen Kinder &#039;&#039;&#039;Wolfgang Mattitza&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Günter Jentsch&#039;&#039;&#039; spielten am 23.05.1945 auf dem Feld von Domschke (jetzt Kreisverkehr) Hascher. Dabei fanden sie eine Stielhandgranate und da sie nicht wussten, um was es sich handelte, schmissen sie diese weg. Durch die Explosion wurden beide Kinder schwer verletzt. Nachdem man sie fand, wurden sie mit dem Fuhrwerk nach Bautzen gebracht. Wolfgang M. verlor das rechte Auge, Günter J. verstarb am nächsten Tag im St. Benno Krankenhaus in Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu Tode gekommene ausländische Bürger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maslanka, Feliks Tod.jpg|mini|548x548px|Bekanntmachung zur Hinrichtung von Feliks Maslanka]]&lt;br /&gt;
Während des Krieges waren im Ort ausländische Bürger zur Arbeit auf den Bauernhöfen gezwungen (sog. „Zwangsarbeiter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod des Zwangsarbeiters &#039;&#039;&#039;Feliks Maslanka&#039;&#039;&#039; aus Polen wurde am 13.02.42 durch die Gestapo Dresden angezeigt. Augenzeugen berichteten, dass während des Krieges ein Zwangsarbeiter erhängt wurde, weil dieser eine Liaison mit einer Deutschen gehabt haben soll. Das war Herr Maslanka. Die Hinrichtung fand ganz in der Nähe des Chorberges statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau &#039;&#039;&#039;Anna Hortaszko&#039;&#039;&#039;, ebenfalls Zwangsarbeiterin aus Polen, verstarb lt. Sterbeurkunde am 05.04.45 um 22 Uhr mit 23 Jahren an einem Herzschlag. Sie wurde im Waschhaus des Hauses Nr.17 tot aufgefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;KZ - Häftling mit der Nr. 186443&#039;&#039;&#039; ist am 10.02.1945 gegen 17 Uhr am Pfahl 48/5 des Bahndammes der Reichseisenbahn in Stiebitz tot aufgefunden worden. Es war &#039;&#039;&#039;Rene&#039;&#039;&#039; Louis Jean Gabriel &#039;&#039;&#039;Stouff&#039;&#039;&#039;; geboren am 03.03.1920 in Arbois/Frankreich. Am 30.4.1944 kam er mit dem Transport aus Paris am KL Auschwitz an. Nach dem &#039;&#039;Kalender der historischen Ereignisse im KL Auschwitz&#039;&#039; [&#039;&#039;Kalendarium wydarzeń w KL Auschwitz&#039;&#039;], S. 649 von D. Czech wurden die Häftlinge am 30.04.1944 aus Paris gebracht. Sie erhielten Nummern von 184 936 bis 186 590 (Archiv des Museums Gross-Rosen). Letzter Eintrag in der Datei: 14.8.1944 r. KL Birkenau, B II f, Block 11. Von Rene Stouff wissen wir, dass dieser am 7.5/9.5.1944, 31.7./1.8.1944 und 7./8.1944 sowie am 14.8.1944 vom Lagerarzt im KZ Auschwitz untersucht wurde. Er wurde am  18.01.45 von Auschwitz-Birkenau deportiert, danach für einige Tage im KL Groß-Rosen untergebracht. Auf dem weiteren Transport mit der Reichsbahn in Richtung Mauthausen von der SS am 03.02.1945 getötet. Sein lebloser Körper wurde in der Nähe von Bautzen aus dem Zug geworfen. (Such- und Bescheinigungsvorgang Nr. 208.355 /Arolsen Archiv)     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Soldatengrab auf dem Friedhof Salzenforst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik.png|mini]]&lt;br /&gt;
Wann das Grab mit dem Grabstein errichtet wurde, ist nicht mehr bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulz, Albert                      &#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;20.07.1920                                                                †25.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldwebel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Baumgarten, Johann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1926 Saarlautern                                        †April 1945 in Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schütze der St.Kp.II G.E.R. mot. G.D. -1797-         am Garten von Holland Nr.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater: August Baumgarten Saarlautern I; Saarstr. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Krepela, Friedrich aus Wien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;06.11.1921 Wien                                                      †25.04.1945 Oberuhna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soldat                                                                        Hausgarten bei Seidler Nr.11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Truppe: Edelweiß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RAD Feldnachschublager FP-Nr.46927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmidt, Gerhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;25.01.1922 Halbemond (Ostfriesland)                 †29.04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obergefreiter des 2.FschPzGrenReg.1HG          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rebel, Bernhard&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;14.01.1927 Schwerstedt (Ettersberg/Weimar oder bei Straußfurt/Sömmerda) †04.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwabe, Günther Manfred Hermann Ernst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;08.04.1926 Frankfurt/Main                                    †25.04.1945 in Temritz gefallen (Sterbe-Urk. Kleinwelka 7/46)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenadier; vermutlich II.Fsch.PZ.Gren.Reg.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abiturient/evangelisch/ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohnhaft in Sondershausen, Göldnerstraße 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: Berndt, Eberhard)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchhalteparolen zu Kriegsende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Befehle von der Führung ====&lt;br /&gt;
Anfang März Generaloberst Guderian: &#039;&#039;&amp;quot;Der deutsche Ostkämpfer weiß, daß dies der letzte und entscheidende Kampf ist, der über den Fortbestand unseres Volkes und unserer Nation entscheidet ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. März Dr. Goebbels: &#039;&#039;&amp;quot;..... schlagt die Bolschewisten, wo ihr sie trefft! ... Niemals wird die Kunde kommen, daß wir kapitulieren...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. März A. Hitler: &#039;&#039;&amp;quot;es gibt nur ein Gebot, mit verbissener Entschlossenheit allles zu tun, um den Gefahren zu trotzen, die Wende wieder herbeizuführen und zu dem Zweck dieWiderstandskraft unseres Volkes und die seiner Wehrmacht materiell und geistig zu stärken. Ebenso groß muß aber unser Fanatismus in der vernichtung derjenigen sein, die sich dem zu widersetzen suchen ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
02. April Reichsminister und Privatsekretär M. Bormann: &#039;&#039;&amp;quot;... der Kampf gegen den ins Reich eingedrungenen Gegner ist überall mit aller Unnachgiebigkeit und Unerbittlichkeit zu führen ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Reichsführer der SS Heinrich Himmler: &#039;&#039;&amp;quot;... jedes Dorf und jede Stadt werde mit allen Mitteln gehalten. Jededr für die Verteidigung eines Ortes verantwortliche deutsche Mann, der gegen diese selbstverständliche nationale Pflicht verstößt, verliert Ehre und Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. April Oberkommando der Wehrmacht Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel: &#039;&#039;&amp;quot;... Städte liegen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Sie müssen daher bis zum äußersten verteidigt und gehalten werden ... für die Befolgung des Befehls sind die in jeder Stadt ernannten Kampfkommandanten persönlich verantwortlich. Handeln sie dieser soldatischen Pflicht und ASufgabe zuwider, sowie alle zivilen Amtspersonen, die den Kampfkommandanten von der Pflicht abspenstig zu machen versuchen, oder gar bei der Erfüllung seiner Aufgaben behindern, werden zum Tode verurteilt ...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führerbefehl Adolf Hitlers vom 16. April 1945: &#039;&#039;&amp;quot;Wer euch Befehl zum Rückzug gibt, ohne das ihr ihn genau kennt, ist sofort festzunehmen und nötigenfalls augenblicklich umzulegen, ganz gleich, welchen Rang er besitzt.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befehl von Generalfeldmarschall Ferdinand Schoerner an die Kommandeure: &#039;&#039;&amp;quot;Ich kenne keine Begriffe wie Absetzen, Zurückkämpfen, Einklappen.&amp;quot;&#039;&#039; Schoerner wird als brutalster aller Feldmarschäle bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. April Tagesbefehl Schoerner: &#039;&#039;&amp;quot;Wer seine Stellung verläßt, wird erschossen.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dr. Johann Ziesche: &amp;quot;Die große Schlacht&amp;quot; Bautzener Kulturschau 6/1965)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Propaganda in Sachsen bzw. Bautzen ====&lt;br /&gt;
5. März Gauleiter Sachsen Martin Mutschmann. &#039;&#039;&amp;quot;Der Glaube an den Sieg muß erhalten bleiben und darf niemals durch ein etwaiges Vorrücken des Gegners zerbrechen. jed Meter Boden, den der Feind gewinnt, muß er mit einem ungeheuren Blutzoll erkaufen ... Nur der Tapfere behält das Leben ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. März Kreisleiter Karl Martin vor den Bautzener Handwerks-u. Handelsbetrieben: &#039;&#039;&amp;quot;... Der Führer hat dieses Jahr als das Jahr der Wende bezeichnet. Auf sein Wort können wir uns unbedingt verlassen ... Für uns gilt es durchzuhalten, den Kopf hoch zu halten bis zu dem uns gewissen Endsieg ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. März Propagandaleiter Elsner (Großkundgebung in Bautzen): &#039;&#039;&amp;quot;... Mitten im Generalsturm unsrer Feinde müssen wir uns entscheiden, ob wir durchhalten wollen oder nicht, ob wir noch Vertrauen und Glauben an den Sieg haben ... Halten wir also aus und nehmen uns die deutschen Stützpunkte am Atlantik zum Vorbild! ...!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. April Gauleiter Mutschmann: &#039;&#039;&amp;quot;... Widerstand und Kampf bis zum Letzten! Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen und bedroht unsere Heimat mit Hunger und Elend, mit Tod und Verderben. Wer in dieser Not des Volkes gegen die Anordnungen der Partei und des Staates handelt und der nationalen Ehre unseres Volkes Schande macht, wird aus der Volksgemeinschaft ausgelöscht. jede Feindbegünstigung, sei es die Annahme von Geschenken, das Heraushängen weißer Tücher aus den Fenstern oder irgendeine Form der Anbiederung an den Feind ist Landesverrat und wird mit den Tode bestraft ...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Pers%C3%B6nlichkeiten&amp;diff=894</id>
		<title>Persönlichkeiten</title>
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		<updated>2025-11-21T14:47:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Michael Zejler (1783-?) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Jakub Delenka (1695–1763) ==&lt;br /&gt;
Jacob Delenka wurde am 10.07.1695  als 2. Sohn von Jacob Delenk und Magdalena geb. Bulank (⚭25.07.1687) in Salzenforst getauft. Sein älterer Bruder Mattheus (*1691) sowie seine jüngeren Schwestern Maria (*1698) und Gertrud (*1700) verstarben kurz nach ihrer Geburt. Die ältere Schwester Margaretha (*1691) heiratete 1719 Mattheus Lucas aus Lubachau. Im Jahre 1724 heiratete er Anna Elisabeth, geb. Hepper (1687-1760). Er hatte 2 Töchter, Maria Barbara (*1727) und Maria Magdalena (*1729). Sein Vater verstarb, als er 4 Jahre war. Seine Mutter heiratete am 20.07.1700 den Einwohner Matthei Kokula aus Salzenforst. Jacob Delenka starb am 26.02.1763 in Bautzen und wurde auf dem Nikolaifriedhof beerdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
D. gehört zu dem zahlenmäßig wohl nicht sehr umfangreichen Kreis der in der Lausitz ansässigen Bildhauer im 18. Jahrhundert. Sein Geburtsort Salzenforst bei Bautzen, Name und Herkunft der Eltern sowie weitere Lebensumstände belegen D.s sorbische Abstammung. Durch die rechtliche Stellung des Geburtsorts war D. zeitlebens Untertan des Domstifts St. Petri in Bautzen. Bisher gibt es keine Hinweise auf D.s Lehrjahre. Seine Auftraggeber waren das Domstift in Bautzen sowie die Zisterzienserinnenabtei St. Marienstern in Panschwitz. D. trat sowohl als Schöpfer figürlicher Plastik als auch plastisch-dekorativen architekturbezogenen Beiwerks in Erscheinung. Früheste Arbeiten sind am Neubau der katholischen Pfarrkirche ad assumptionem Beatae Mariae Virginis in Schirgiswalde nachweisbar, die zum Bistum Leitmeritz gehörte. Grundherr aber war das Domstift St. Petri in Bautzen. Belegt ist D.s Urheberschaft für das Sandsteinwappen des Bautzener Domdekans Johann Josef Ignaz Freyschlag von Schmidenthal für das Jahr 1741, welches sich heute an der Außenwand der südlich gelegenen Taufkapelle der Kirche befindet. Rechnungen auf D.s Namen existieren auch für die Stuckkapitelle des Kirchenbaus für das Jahr 1741 und für nicht näher benannte Arbeiten an einem Altar der Kirche, die sich vermutlich auf die vier Holzplastiken des Hauptaltars beziehen. Von gleicher Hand dürften die beiden für die Kirche geschaffenen Apostelfiguren des hl. Petrus und des hl. Jakobus sein. Weitere Rechnungen besagen, dass D. 1746 im Auftrag des Dekans für die Fertigung eines Altars in Bautzen für die „hiesige domstift Kirche“ ein Honorar erhalten hat. Vermutlich handelte es sich dabei um die Errichtung eines neuen Altars, der unter Verwendung von Bestandteilen des alten, sog. St.-Benno-Altars 1746 durch den Dekan Jakob Johann Joseph Wosky von Bärenstamm in der St.-Petri-Kirche errichtet worden ist. Der Altar wurde 1885 aus dem Dom entfernt; über den Charakter dieser Arbeit ist nichts überliefert. Eine Rechnung vom 5.7.1754 im Archiv des Klosters St. Marienstern bei Kamenz weist D. als Bildhauer figürlicher Plastik nach. Sie bezieht sich auf vier Sandsteinplastiken an der Westfassade der Klosterkirche, die unter der Äbtissin Josepha Elger entstanden. Der Bau hatte bereits 1721 unter der Äbtissin Cordula Sommer seinen barocken Westgiebel erhalten. Von Nord nach Süd stellen die Figuren den hl. Benedikt, den hl. Joseph, den hl. Johannes den Täufer und den hl. Bernhard von Clairvaux dar. Zugeschrieben wird D. auch die Mitarbeit an der plastischen Gestaltung der Fassade und am Portal des Bautzener Domstifts. D.s bildhauerische Arbeiten sind solide im Handwerk, mit verhaltenem Pathos und wenig wandlungsfähig im Ausdruck. [https://saebi.isgv.de (Quelle: https://saebi.isgv.de)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handrij Zejler (1804–1872) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Einweihung Denkmal 1980.04.26.jpg|mini|413x413px|Einweihung des Denkmals für Handrij Zejler am 26.04.1980]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Haus Nr.14 BZ KS 1977-3 (Th. Schütze).jpg|mini|361x361px|Geburtshaus v. H. Zejler (aus Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 3/1977)]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sorbischer Lyriker und Begründer der modernen sorbischen Dichtung, evangelischer Pfarrer  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handrij Zejler (Andreas Seiler) wurde am 01.02.1804 in Salzenforst in Haus Nr.14 geboren. Sein Vater Jan (Johann) Zejler, (1767-1844) war Häusler und Brunnenbauer in Salzenforst. Seine Mutter Maria geb. Berk (Birke) (1773-1847) stammt aus Socula Hora. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geburtshaus war ein behäbiges Bauernhaus im Lausitzer Umgebindestil (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis BZ KS 3/1977). Das Wohnhaus wurde lt. Otar Wicaz bei dem Dorfbrand 1812 das Haus zerstört und danach neu errichtet. Es sind heute keine Gebäude aus Zejlers Zeit vorhanden. Nach 1845 wurden wiederholt Um-u. Ausbauten vorgenommen (Trudla Malinkowa: Sorbische Denkmale). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handrij heiratete 1853 Johanna geb. Schneider (1815-1866). Sie hatten 2 Töchter, Magdalena Elisabeth (1855-1915) und Maria Olga (1857-1928), beide in Lohsa geboren. Sein Bruder Johann Michael Zejler (*1806) wanderte nach Australien aus. Seine Schwester Maria (*1812) heiratete 1835 Jan Zisch aus Pietzschwitz, der die Wirtschaft weiterführte. Handrij wurde evangelischer Pfarrer in Lohsa. Er starb am 15.10.1872 in Lohsa.       &lt;br /&gt;
[[Datei:Denkmalplatte 1979.02.03.jpg|mini|Gedenktafel am Haus Nr.14|265x265px]]&lt;br /&gt;
Der Sohn eines sorbischen Kleinbauern besuchte das Bautzner Gymnasium und studierte ab 1825 in Leipzig Theologie. Zeijler wurde Sprecher der sorbischen Studentenvereinigung »Sorabija« und begann moderne sorbische Volkslieder zu dichten. Seit 1835 als Pfarrer in Lohsa avancierte er zum beliebtesten Dichter der Oberlausitzer Sorben. Er gab verschiedene sorbische Zeitungen sowie eine sorbische Grammatik heraus. Er war Mitbegründer der sorbischen wissenschaftlichen Gesellschaft »Maćica Serbska«. Dadurch gilt er vielen Sorben als Begründer einer nationalen Wiedergeburt . Ende 1830 bis 1835 war Z. Hilfsprediger bzw. Diakonus in Klix (sorb. Klukš) bei Bautzen. Von Frühjahr 1835 bis zu seinem Tod 1872 wirkte er als Pfarrer in Lohsa(www.geschichte.sachsen.de/handrij-zejler) .         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1931 errichtete die Domowina auf dem Marktplatz in Lohsa ein Denkmal.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1960 setzte die Pionier-Freundschaft &amp;quot;Handrij Zejler&amp;quot; in Königswartha ein schlichtes, aber würdiges Denkmal. Ein 15 Dezitonnen schwerer Findling aus der Heide, die der Dichter so liebte, wurde vor der Schule in Königswartha aufgestellt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19.09.1954, zum 150. Geburtstag, wurde im Auftrag des Rates des Kreises Bautzen die Gedenktafel am Geburtshaus Nr.14 angebracht. Die deutsche Übersetzung auf der roten Tafel lautet: &amp;quot;DER GROSSE SORBISCHE DICHTER/WURDE IN DIESEM HAUSE GEBOREN&amp;quot;. Die Gedenktafel wurde anläßlich des 200. Geburtstages des Dichters 2004 erneuert.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal auf dem Dorfanger in Salzenforst wurde am 26.04.1980 anläßlich des V. Festivals der sorbischen Kultur eingeweiht. Gestaltet wurde es von den Künstlern Eva-Ursula (1928-2020) und Steffen Lange (1931-2006) (Bautzener Kulturschau 6/1988). 1988 erhielt Dipl.-Grafikerin Eva-Ursula Lange den Vaterländischen Verdienstorden in Bronze und den Kunstpreis der Domowina. Es ist eine graue Stele aus Feinbeton, anderen Vorderseite eine rötliche Rosette aus Porphyr prangt, die das von 6 Blütenblättern umrahmte Gesicht Zejlers zeigt. Vor der Stele stehen mit Abstand voneinander 2 Hälften eines Lindenblattes, des sorbischen nationalen Symbols. Die linke Blatthälfte enthält auf deutsch Zejlers Worte: &amp;quot;Zeit und Geist lassen sich nicht hemmen, ihr Wort, Gesetzmuß gelten! Licht, Gerechtigkeit, Freiheit werden siegend wachsen&amp;quot; (aus &amp;quot;Lichtscheue Zeithemmer&amp;quot; 1843). Auf der rechten Lindenhälfte steht HANDRIJ ZEJLER/1804-1872.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Eingemeindung von Salzenforst nach Bautzen 1999 wurde die Dorfstraße nach dem Dichter benannt  (Handrija Zejlerowa droha). Anläßlich der 660-Jahrfeier von Salzenforst wurde am 15.05.2019 ein Gedenk.-u. Informationstäfelchen am Straßenschild angebracht.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fabel: &amp;quot;Hund und Katze&amp;quot;  von H. Zejler; (übersetzt von K. Lorenz, J. Brezan, A. Wawrik) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hund und Katze, hungrig beide, gingen scharfbekrallt auf Jagd. Fleischlos waren Wald und Heide. Als die Jäger schon verzagt, zeigte sich an einer Hecke doch von Glück gekrönt die Hatz, und sie brachten dort zur Strecke wenigstens noch einen Spatz.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Doch sogleich begann zu streiten sich der Köter mit der Katz, jeder wollte zubereiten anders den erlegten Spatz. Ihn zu rupfen schien geraten, doch es war nicht Zeit dafgür: Sollt* man kochen oder braten - so hart stand die Frage hier.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wille prallte gegen Willen, bis mit Krall und Zahn man focht. Wollte er das Wildbret grillen, wollte sie es weichgekocht. Und der hader um den Spatzen dauerte, bis jener stank. Hunde sind seitdem und Katzen feind einander lebenslang.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Arme Irre! - hör ich sagen - wegen solcher Kleinigkeiten soll man sich nicht blutig schlagen! Das geht zweifellos zu weit! Doch noch wenger ist&#039;s zu fassen und steht unbegreiflich da: Solche Querköpfe in Massen ich auf Menschenschultern sah!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Michael Zejler (1783-?) ==&lt;br /&gt;
Ein Flugpionier  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Seiler, der Onkel von Handrij Zejler, hat Überlegungen angestellt, ob es denn möglich wäre, mittels einer Maschine in der Luft wie Vögel fliegen zu können. 1822 fing er an, eine Maschine zu bauen und nach mancherlei Versuchen, Änderungen und Geldnöten wollte er bis zum Sommer 1823 diese Maschine, die sich von der Erde in die Luft erheben, willkürlich steigen und fallen, zwischen Erde und Himmel stlle stehen und weiter fortrücken kann, öfentlich vorzeigen. Dieser &amp;quot;Luftschwimmmaschinenbauer&amp;quot; war überzeugt, daß man kurze oder lange Luftreisen, allein oder in Gesellschaft, von einem Ort zum anderen werde unternehmen können (&amp;quot;Allgemeiner Anzeiger der Deutschen&amp;quot; Ausgabe 39 vom 09.02.1827).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Häusler Michael Seiler wurde in Haus Nr.14 in Salzenforst geboren, war verheiratet und hatte 3 Söhne und 2 Töchter. Er wanderte im August 1849 nach Australien aus.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Walter Frenzel (1892 - 1941) ==&lt;br /&gt;
Walter Julius Frenzel wurde am 10.01.1892 in Bautzen, Jägerstraße 1, geboren. Sein Vater war der Bürgerschullehrer Julius Hermann Frenzel, seine Mutter Clara Martha geb. Dinter. Er wählte am 11.03.1941 den Freitod durch Erschießen und wurde in seinem Sommerferienhaus in Salzenforst unweit des Chorberges tot aufgefunden. Beerdigt wurde W. Frenzel auf dem Friedhof in Salzenforst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er heiratete am 24.09.1920 Marie Margarethe geb. Rietzschel, wohnhaft in Frankfurt/Oder; Sophienstraße 1. Sie blieben kinderlos, hatten jedoch eine Adoptivtochter. Er war ein leutseliger, volkstümlicher, weit und breit bekannter und beliebter Mensch. In den Schulferien bewirtete Frenzel viele Studenten, die viel von ihm lernen konnten (Chr. S.29).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1912 bis 1914 war Walter Frenzel Lehrer in Bautzen. Nach der militärischen Grundausbildung (Rang: Unteroffizier) kämpfte er während des I. Weltkrieges sowohl an der West- als auch an der Ostfront. Er errang den Dienstgrad Leutnant und wurde in Tirol verwundet. Ab ca. 1919 war er Geschäftsführer der Gesellschaft für Vorgeschichte und Geschichte der Oberlausitz zu Bautzen und Mitherausgeber der &amp;quot;Bautzner Geschichtshefte&amp;quot;. Von 1918 bis 1921 studierte er an der Universität in Leipzig Ethnologie, Geologie, Geschichtswissenschaften und Paläontologie und promovierte 1921/1922 zum Doktor der Philosophie. Seine Dissertation hatte den Titel: „Das Landschaftsbild der Oberlausitz vor der Kolonisationszeit. Ein Beitrag zur Urlandschaftsforschung“. Von 1924 bis 1936 war er wieder Lehrer in Bautzen (Volkshochschule) und ab 1936 Dozent in Frankfurt/Oder an der Hochschule für Lehrerbildung. 1939 wurde er Direktor/Leiter im Museum für Vorgeschichte von in Lodz (Polen).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Frenzel.jpg|mini|Karte von Dr. W. J. Frenzel an Herrn Prof. Reinicke (Schriftprobe )|392x392px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1918-1930 war Walter Frenzel einfaches Mitglied in der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) , ab 1933 einfaches Mitglied in der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) (Grunwald, Susanne: Biographische Information - Zu Person und Wirken von Dr. phil. Walter Frenzel). 1930 erfolgte die Umbenennung der DDP in Deutsche Staats-Partei, die sich 1933 auflöste. Über seine Mitgliedschaft während dieser Zeit ist nichts bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                                          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alfons Kindermann (*1939) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Milde-kindermann1972.jpg|mini|Alfons Kindermann - Friedensfahrt 1972 am Rad von Michael Milde (radsportonline.com)]]&lt;br /&gt;
Georg &amp;lt;u&amp;gt;Alfons&amp;lt;/u&amp;gt; Kindermann wurde am 05.10.1939 als 5. Kind von Georg Kindermann und Agnes, geb. Kettan in Salzenforst in Haus Nr.1 geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alfons Kindermann war in der Radsportwelt der bekannteste Mechaniker der DDR. Er betreute u.a. mit einem Team von Radmechanikern die DDR-Friedenfahrtmannschaften. Zuvor war er aktiver Radrennfahrer, zuletzt beim SC Karl-Marx-Stadt.  Die Rennräder der DDR-Radsportler wurden im VEB Kombinat Textima in Karl-Marx-Stadt produziert (Quelle: radsportonline.com).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Pers%C3%B6nlichkeiten&amp;diff=893</id>
		<title>Persönlichkeiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://portal.heimatverein-salzenforst.de/index.php?title=Pers%C3%B6nlichkeiten&amp;diff=893"/>
		<updated>2025-11-21T14:42:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker.Worm: /* Michael Zejler (1783-?) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Jakub Delenka (1695–1763) ==&lt;br /&gt;
Jacob Delenka wurde am 10.07.1695  als 2. Sohn von Jacob Delenk und Magdalena geb. Bulank (⚭25.07.1687) in Salzenforst getauft. Sein älterer Bruder Mattheus (*1691) sowie seine jüngeren Schwestern Maria (*1698) und Gertrud (*1700) verstarben kurz nach ihrer Geburt. Die ältere Schwester Margaretha (*1691) heiratete 1719 Mattheus Lucas aus Lubachau. Im Jahre 1724 heiratete er Anna Elisabeth, geb. Hepper (1687-1760). Er hatte 2 Töchter, Maria Barbara (*1727) und Maria Magdalena (*1729). Sein Vater verstarb, als er 4 Jahre war. Seine Mutter heiratete am 20.07.1700 den Einwohner Matthei Kokula aus Salzenforst. Jacob Delenka starb am 26.02.1763 in Bautzen und wurde auf dem Nikolaifriedhof beerdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
D. gehört zu dem zahlenmäßig wohl nicht sehr umfangreichen Kreis der in der Lausitz ansässigen Bildhauer im 18. Jahrhundert. Sein Geburtsort Salzenforst bei Bautzen, Name und Herkunft der Eltern sowie weitere Lebensumstände belegen D.s sorbische Abstammung. Durch die rechtliche Stellung des Geburtsorts war D. zeitlebens Untertan des Domstifts St. Petri in Bautzen. Bisher gibt es keine Hinweise auf D.s Lehrjahre. Seine Auftraggeber waren das Domstift in Bautzen sowie die Zisterzienserinnenabtei St. Marienstern in Panschwitz. D. trat sowohl als Schöpfer figürlicher Plastik als auch plastisch-dekorativen architekturbezogenen Beiwerks in Erscheinung. Früheste Arbeiten sind am Neubau der katholischen Pfarrkirche ad assumptionem Beatae Mariae Virginis in Schirgiswalde nachweisbar, die zum Bistum Leitmeritz gehörte. Grundherr aber war das Domstift St. Petri in Bautzen. Belegt ist D.s Urheberschaft für das Sandsteinwappen des Bautzener Domdekans Johann Josef Ignaz Freyschlag von Schmidenthal für das Jahr 1741, welches sich heute an der Außenwand der südlich gelegenen Taufkapelle der Kirche befindet. Rechnungen auf D.s Namen existieren auch für die Stuckkapitelle des Kirchenbaus für das Jahr 1741 und für nicht näher benannte Arbeiten an einem Altar der Kirche, die sich vermutlich auf die vier Holzplastiken des Hauptaltars beziehen. Von gleicher Hand dürften die beiden für die Kirche geschaffenen Apostelfiguren des hl. Petrus und des hl. Jakobus sein. Weitere Rechnungen besagen, dass D. 1746 im Auftrag des Dekans für die Fertigung eines Altars in Bautzen für die „hiesige domstift Kirche“ ein Honorar erhalten hat. Vermutlich handelte es sich dabei um die Errichtung eines neuen Altars, der unter Verwendung von Bestandteilen des alten, sog. St.-Benno-Altars 1746 durch den Dekan Jakob Johann Joseph Wosky von Bärenstamm in der St.-Petri-Kirche errichtet worden ist. Der Altar wurde 1885 aus dem Dom entfernt; über den Charakter dieser Arbeit ist nichts überliefert. Eine Rechnung vom 5.7.1754 im Archiv des Klosters St. Marienstern bei Kamenz weist D. als Bildhauer figürlicher Plastik nach. Sie bezieht sich auf vier Sandsteinplastiken an der Westfassade der Klosterkirche, die unter der Äbtissin Josepha Elger entstanden. Der Bau hatte bereits 1721 unter der Äbtissin Cordula Sommer seinen barocken Westgiebel erhalten. Von Nord nach Süd stellen die Figuren den hl. Benedikt, den hl. Joseph, den hl. Johannes den Täufer und den hl. Bernhard von Clairvaux dar. Zugeschrieben wird D. auch die Mitarbeit an der plastischen Gestaltung der Fassade und am Portal des Bautzener Domstifts. D.s bildhauerische Arbeiten sind solide im Handwerk, mit verhaltenem Pathos und wenig wandlungsfähig im Ausdruck. [https://saebi.isgv.de (Quelle: https://saebi.isgv.de)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handrij Zejler (1804–1872) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Einweihung Denkmal 1980.04.26.jpg|mini|413x413px|Einweihung des Denkmals für Handrij Zejler am 26.04.1980]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Haus Nr.14 BZ KS 1977-3 (Th. Schütze).jpg|mini|361x361px|Geburtshaus v. H. Zejler (aus Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis, BZ KS 3/1977)]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sorbischer Lyriker und Begründer der modernen sorbischen Dichtung, evangelischer Pfarrer  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handrij Zejler (Andreas Seiler) wurde am 01.02.1804 in Salzenforst in Haus Nr.14 geboren. Sein Vater Jan (Johann) Zejler, (1767-1844) war Häusler und Brunnenbauer in Salzenforst. Seine Mutter Maria geb. Berk (Birke) (1773-1847) stammt aus Socula Hora. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geburtshaus war ein behäbiges Bauernhaus im Lausitzer Umgebindestil (Th. Schütze: Denkmale in unserem Kreis BZ KS 3/1977). Das Wohnhaus wurde lt. Otar Wicaz bei dem Dorfbrand 1812 das Haus zerstört und danach neu errichtet. Es sind heute keine Gebäude aus Zejlers Zeit vorhanden. Nach 1845 wurden wiederholt Um-u. Ausbauten vorgenommen (Trudla Malinkowa: Sorbische Denkmale). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handrij heiratete 1853 Johanna geb. Schneider (1815-1866). Sie hatten 2 Töchter, Magdalena Elisabeth (1855-1915) und Maria Olga (1857-1928), beide in Lohsa geboren. Sein Bruder Johann Michael Zejler (*1806) wanderte nach Australien aus. Seine Schwester Maria (*1812) heiratete 1835 Jan Zisch aus Pietzschwitz, der die Wirtschaft weiterführte. Handrij wurde evangelischer Pfarrer in Lohsa. Er starb am 15.10.1872 in Lohsa.       &lt;br /&gt;
[[Datei:Denkmalplatte 1979.02.03.jpg|mini|Gedenktafel am Haus Nr.14|265x265px]]&lt;br /&gt;
Der Sohn eines sorbischen Kleinbauern besuchte das Bautzner Gymnasium und studierte ab 1825 in Leipzig Theologie. Zeijler wurde Sprecher der sorbischen Studentenvereinigung »Sorabija« und begann moderne sorbische Volkslieder zu dichten. Seit 1835 als Pfarrer in Lohsa avancierte er zum beliebtesten Dichter der Oberlausitzer Sorben. Er gab verschiedene sorbische Zeitungen sowie eine sorbische Grammatik heraus. Er war Mitbegründer der sorbischen wissenschaftlichen Gesellschaft »Maćica Serbska«. Dadurch gilt er vielen Sorben als Begründer einer nationalen Wiedergeburt . Ende 1830 bis 1835 war Z. Hilfsprediger bzw. Diakonus in Klix (sorb. Klukš) bei Bautzen. Von Frühjahr 1835 bis zu seinem Tod 1872 wirkte er als Pfarrer in Lohsa(www.geschichte.sachsen.de/handrij-zejler) .         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1931 errichtete die Domowina auf dem Marktplatz in Lohsa ein Denkmal.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1960 setzte die Pionier-Freundschaft &amp;quot;Handrij Zejler&amp;quot; in Königswartha ein schlichtes, aber würdiges Denkmal. Ein 15 Dezitonnen schwerer Findling aus der Heide, die der Dichter so liebte, wurde vor der Schule in Königswartha aufgestellt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19.09.1954, zum 150. Geburtstag, wurde im Auftrag des Rates des Kreises Bautzen die Gedenktafel am Geburtshaus Nr.14 angebracht. Die deutsche Übersetzung auf der roten Tafel lautet: &amp;quot;DER GROSSE SORBISCHE DICHTER/WURDE IN DIESEM HAUSE GEBOREN&amp;quot;. Die Gedenktafel wurde anläßlich des 200. Geburtstages des Dichters 2004 erneuert.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal auf dem Dorfanger in Salzenforst wurde am 26.04.1980 anläßlich des V. Festivals der sorbischen Kultur eingeweiht. Gestaltet wurde es von den Künstlern Eva-Ursula (1928-2020) und Steffen Lange (1931-2006) (Bautzener Kulturschau 6/1988). 1988 erhielt Dipl.-Grafikerin Eva-Ursula Lange den Vaterländischen Verdienstorden in Bronze und den Kunstpreis der Domowina. Es ist eine graue Stele aus Feinbeton, anderen Vorderseite eine rötliche Rosette aus Porphyr prangt, die das von 6 Blütenblättern umrahmte Gesicht Zejlers zeigt. Vor der Stele stehen mit Abstand voneinander 2 Hälften eines Lindenblattes, des sorbischen nationalen Symbols. Die linke Blatthälfte enthält auf deutsch Zejlers Worte: &amp;quot;Zeit und Geist lassen sich nicht hemmen, ihr Wort, Gesetzmuß gelten! Licht, Gerechtigkeit, Freiheit werden siegend wachsen&amp;quot; (aus &amp;quot;Lichtscheue Zeithemmer&amp;quot; 1843). Auf der rechten Lindenhälfte steht HANDRIJ ZEJLER/1804-1872.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Eingemeindung von Salzenforst nach Bautzen 1999 wurde die Dorfstraße nach dem Dichter benannt  (Handrija Zejlerowa droha). Anläßlich der 660-Jahrfeier von Salzenforst wurde am 15.05.2019 ein Gedenk.-u. Informationstäfelchen am Straßenschild angebracht.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fabel: &amp;quot;Hund und Katze&amp;quot;  von H. Zejler; (übersetzt von K. Lorenz, J. Brezan, A. Wawrik) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hund und Katze, hungrig beide, gingen scharfbekrallt auf Jagd. Fleischlos waren Wald und Heide. Als die Jäger schon verzagt, zeigte sich an einer Hecke doch von Glück gekrönt die Hatz, und sie brachten dort zur Strecke wenigstens noch einen Spatz.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Doch sogleich begann zu streiten sich der Köter mit der Katz, jeder wollte zubereiten anders den erlegten Spatz. Ihn zu rupfen schien geraten, doch es war nicht Zeit dafgür: Sollt* man kochen oder braten - so hart stand die Frage hier.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wille prallte gegen Willen, bis mit Krall und Zahn man focht. Wollte er das Wildbret grillen, wollte sie es weichgekocht. Und der hader um den Spatzen dauerte, bis jener stank. Hunde sind seitdem und Katzen feind einander lebenslang.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Arme Irre! - hör ich sagen - wegen solcher Kleinigkeiten soll man sich nicht blutig schlagen! Das geht zweifellos zu weit! Doch noch wenger ist&#039;s zu fassen und steht unbegreiflich da: Solche Querköpfe in Massen ich auf Menschenschultern sah!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Michael Zejler (1783-?) ==&lt;br /&gt;
Ein Flugpionier  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Seiler, der Onkel von Handrij Zejler, hat Überlegungen angestellt, ob es denn möglich wäre, mittels einer Maschine in der Luft wie Vögel fliegen zu können. 1822 fing er an, eine Maschine zu bauen und nach mancherlei Versuchen, Änderungen und Geldnöten wollte er bis zum Sommer 1823 diese Maschine, die sich von der Erde in die Luft erheben, willkürlich steigen und fallen, zwischen Erde und Himmel stlle stehen und weiter fortrücken kann, öfentlich vorzeigen. Dieser &amp;quot;Luftschwimmmaschinenbauer&amp;quot; war überzeugt, daß man kurze oder lange Luftreisen, allein oder in Gesellschaft, von einem Ort zum anderen werde unternehmen können (&amp;quot;Allgemeiner Anzeiger der Deutschen&amp;quot; Ausgabe 39 vom 09.02.1827).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Seiler war verheiratet und hatte 3 Söhne und 2 Töchter. Er wanderte im August 1849 nach Australien aus.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Walter Frenzel (1892 - 1941) ==&lt;br /&gt;
Walter Julius Frenzel wurde am 10.01.1892 in Bautzen, Jägerstraße 1, geboren. Sein Vater war der Bürgerschullehrer Julius Hermann Frenzel, seine Mutter Clara Martha geb. Dinter. Er wählte am 11.03.1941 den Freitod durch Erschießen und wurde in seinem Sommerferienhaus in Salzenforst unweit des Chorberges tot aufgefunden. Beerdigt wurde W. Frenzel auf dem Friedhof in Salzenforst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er heiratete am 24.09.1920 Marie Margarethe geb. Rietzschel, wohnhaft in Frankfurt/Oder; Sophienstraße 1. Sie blieben kinderlos, hatten jedoch eine Adoptivtochter. Er war ein leutseliger, volkstümlicher, weit und breit bekannter und beliebter Mensch. In den Schulferien bewirtete Frenzel viele Studenten, die viel von ihm lernen konnten (Chr. S.29).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1912 bis 1914 war Walter Frenzel Lehrer in Bautzen. Nach der militärischen Grundausbildung (Rang: Unteroffizier) kämpfte er während des I. Weltkrieges sowohl an der West- als auch an der Ostfront. Er errang den Dienstgrad Leutnant und wurde in Tirol verwundet. Ab ca. 1919 war er Geschäftsführer der Gesellschaft für Vorgeschichte und Geschichte der Oberlausitz zu Bautzen und Mitherausgeber der &amp;quot;Bautzner Geschichtshefte&amp;quot;. Von 1918 bis 1921 studierte er an der Universität in Leipzig Ethnologie, Geologie, Geschichtswissenschaften und Paläontologie und promovierte 1921/1922 zum Doktor der Philosophie. Seine Dissertation hatte den Titel: „Das Landschaftsbild der Oberlausitz vor der Kolonisationszeit. Ein Beitrag zur Urlandschaftsforschung“. Von 1924 bis 1936 war er wieder Lehrer in Bautzen (Volkshochschule) und ab 1936 Dozent in Frankfurt/Oder an der Hochschule für Lehrerbildung. 1939 wurde er Direktor/Leiter im Museum für Vorgeschichte von in Lodz (Polen).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Frenzel.jpg|mini|Karte von Dr. W. J. Frenzel an Herrn Prof. Reinicke (Schriftprobe )|392x392px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1918-1930 war Walter Frenzel einfaches Mitglied in der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) , ab 1933 einfaches Mitglied in der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) (Grunwald, Susanne: Biographische Information - Zu Person und Wirken von Dr. phil. Walter Frenzel). 1930 erfolgte die Umbenennung der DDP in Deutsche Staats-Partei, die sich 1933 auflöste. Über seine Mitgliedschaft während dieser Zeit ist nichts bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
                                                          &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Alfons Kindermann (*1939) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Milde-kindermann1972.jpg|mini|Alfons Kindermann - Friedensfahrt 1972 am Rad von Michael Milde (radsportonline.com)]]&lt;br /&gt;
Georg &amp;lt;u&amp;gt;Alfons&amp;lt;/u&amp;gt; Kindermann wurde am 05.10.1939 als 5. Kind von Georg Kindermann und Agnes, geb. Kettan in Salzenforst in Haus Nr.1 geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alfons Kindermann war in der Radsportwelt der bekannteste Mechaniker der DDR. Er betreute u.a. mit einem Team von Radmechanikern die DDR-Friedenfahrtmannschaften. Zuvor war er aktiver Radrennfahrer, zuletzt beim SC Karl-Marx-Stadt.  Die Rennräder der DDR-Radsportler wurden im VEB Kombinat Textima in Karl-Marx-Stadt produziert (Quelle: radsportonline.com).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker.Worm</name></author>
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